Ultra HD Blu-ray: Rettung durch PlayStation 5 und Project Scarlett?

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Ultra HD Blu-ray Playstation 5 - Project Scarlett
Ist die Ultra HD Blu-ray dazu verdammt ein Nischendasein zu fristen?
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Es ist kein Geheimnis, dass die Ultra HD Blu-ray aktuell vielerorts wie Blei in den Regalen liegt. Das eröffnet die Frage: Kann die nächste Konsolengeneration da vielleicht Schwung in die Bude bringen?


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Die Ultra HD Blu-ray ist aktuell für die Studios das Stiefkind aller Segmente. Immer noch verkaufen sich sowohl DVDs als auch Blu-rays deutlich besser als das technisch überlegene und neuere physische Medium. Der naheliegendste Grund könnte in den hohen Preisen für UHD Blu-rays zu sehen sein: Während Neuerscheinungen auf Blu-ray in der Regel zwischen 10 bis 15 Euro kosten, sind es bei der UHD Blu-ray zwischen 25 bis 30 Euro. Dieses Gefälle erscheint selbst vielen Besitzer eines 4K-TVs und eines kompatiblen Players zu hoch.

Doch auch wenn viele Anwender mittlerweile einen 4K-TV besitzen, fehlt oft das soeben erwähnte Abspielgerät für die Disks: Meist sind den Verbrauchern die UHD-Player zu teuer, man bleibt bei dem Blu-ray Player für einen Fuffi, statt über 100 Euro für einen UHD Blu-ray Player zu investieren. Das eröffnet die Frage: Könnte da vielleicht die nächste Konsolengeneration Abhilfe schaffen? Denn immerhin sind Player für Ultra HD Blu-rays für sowohl die Sony PlayStation 5 als auch die Microsoft Xbox Project Scarlett bestätigt.

Wir erinnern uns: Als die beiden neuen HD-Medien erschienen, die HD-DVD und die Blu-ray, war es die Sony PlayStation 3, die bei vielen Nutzern als erster Player ins Wohnzimmer wanderte. So trug jene Konsole entscheidend zum Sieg der Blu-ray über die HD-DVD bei und brachte das damals junge, neue HD-Medium entscheidend voran. Kann sich die Geschichte womöglich mit der PlayStation 5 und Project Scarlett wiederholen?

Das Design des Playstation 5 DEV KIT hält sich wie erwartet nah an am Patent
Ein erstes Bild der PS5: Das Design des Playstation 5 DEV KIT hält sich wie erwartet nah an am Patent

Zeiten ändern sich – auch im Heimkino

Leider halten wir das für extrem unwahrscheinlich. Schließlich sind schon zwei Spielekonsolen am Markt verfügbar, die einen UHD Blu-ray Player beinhalten und verhältnismäßig wenig kosten: die Xbox One X und die Xbox One S. Letztere ist in Angeboten teils für weniger als 150 Euro zu haben – und bietet eben nicht nur einen UHD Blu-ray Player, sondern auch eine Konsole zum Zocken. Warum konnte man also das Schema der PS3 nicht wiederholen?

Die Neuauflage Sony 4K Blu-ray Players aus 2017, UBP-X800M2 unterstützt zusätzlich Dolby Vision HDR
Dedizierte UHD-Player stehen nur in wenigen Haushalten

Die Antwort liegt auf der Hand: Streaming. Als 2006 die PS3 erschien, spielten Streaming-Angebote wie Amazon Prime Video oder Netflix noch keine Rolle. Heute sieht das ganz anders aus und die Anbieter haben auch 4K-Inhalte mit HDR, Dolby Vision und Dolby Atmos im Programm. Klar, ein Enthusiast wird immer die Disk bevorzugen, welche dank höherer Bitraten eine verbesserte Bildqualität bietet.

Doch wenn der Laie die Wahl zwischen Qualität und Komfort hat, wird er immer den Komfort vorziehen – das hat gerade die Geschichte des Heimkinos und der Multimedia-Sparte gezeigt. Deswegen setzte sich das technisch durchaus überlegene Betamax nicht gegen VHS durch oder DVD-Audio und Super Audio CD konnten niemals die stinknormale CD verdrängen – erst das qualitativ unterlegene, rein digitale MP3-Format bewerkstelligte jenes.

Ultra HD Blu-ray: Das Ende einer Ära

Wir gehen davon aus, dass die UHD Blu-ray das Ende einer Ära markieren könnte und vielleicht sogar keinen Nachfolger mehr erhält. Die großen Hollywood-Studios haben aktuell deutlich mehr Interesse daran ihre Inhalte exklusiv an eigene Streaming-Plattformen zu binden, man denke da an Disney+, als noch physische Medien an Kunden zu verkaufen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann über seine Dienste wertvolle Nutzerdaten erheben und für weitere Projekte auswerten und behält zudem wesentlich mehr Kontrolle über seinen Content. Zudem spart man Kosten für Produktion, Logistik und Vertrieb ein.

Oppo UDP-203 UHD Blu-ray Player
Oppo produziert bereits keine UHD Blu-ray Player mehr

In den letzten Jahren haben etliche Studios ihre Heimkino-Abteilungen bereits erheblich eingedampft oder sogar komplett geschlossen – Paramount ist da ein Extrembeispiel. Aber auch bei Universal, Disney, Warner und Co. sucht man das Heil lieber rein digital. Noch veröffentlicht man zwar auch Ultra HD Blu-ray, um den Markt für Enthusiasten zu bedienen, doch selbst da gibt es Ausfälle – siehe etwa die Reihe „Beverly Hills Cop“, welche als Disk nur auf Blu-ray erscheint. Wer die Klassiker in 4K und mit HDR genießen möchte, muss zum Streaming greifen.

Derartige Fälle erwarten wir in Zukunft immer häufiger. Dass die kommende Konsolengeneration daran etwas ändern wird, glauben wir nicht. Zumal sowohl Microsoft als auch Sony bereits bestätigt haben, dass PS5 und Scarlett in erster Linie als Gaming-Plattformen vermarktet werden. Und die UHD Blu-ray-? Die bleibt ein tolles Medium, das aber weiterhin in erster Linie Enthusiasten und Sammler ansprechen dürfte.

Wer sich jetzt verpflichtet fühlt die 4K Blu-ray tatkräftig aus der Nische zu führen, der darf sich gerne aktuelle und kommende Blockbuster in unserer 4K Blu-ray Komplettliste heraussuchen und bestellen.

49 KOMMENTARE

  1. Ich kaufe nur noch UHD Scheiben, eben weil mein Heimkino (inkl. Auro3D und 10.1 LP) das Optimum raus holt. Klar ärgert es wenn es nur ein 5.1 Tonspur gibt aber das bessere Bild ist es mir immer noch wert.

    Teuer, ja, aber 25 € für eine Disk kontra fast 10. t€ für neue Hardware macht das Kraut auch nicht mehr fett.

    Normale Blu-Rays kaufe ich nicht mehr und für UHD Streaming ist mein Internet zu lahm.

    Wenn die Studios meinen keine UHD Scheibe mehr zu verkaufen, dann verlieren sich mich eben als Kunden.

  2. Da gibt man jede Menge Kohle für die Hardware aus(uhdtv,uhdbdp,AVR mit allen Tonformate und ein boxenset) und bekommt dann DD+5.1 auf der Scheibe serviert mit einer unnützen BD drinn total überteuert. Und da wundern die sich das der Verkauf von 4k uhd Blu-ray,s nicht in Gang kommt.

  3. Ob es mir jemand glaubt oder nicht, ich sehe ganz aktuell zunehmens mehr Ultra HD BlueRays (z.B. im Media Markt) mit HDR10+, wenn auch Dolby Vision sehr stark die Nase natürlich vorne hat. Ich finde dieses schon sehr erstaunlich. Ich dachte, dass HDR10+ Format ist am aussterben. „American Gangster“ von Universal ist z.B. so ein HDR10+ Beispiel.
    Mein Panasonic UHD TV kann Gott sei Dank Dolby Vision und HDR10+.

  4. Hallo würde sehr gerne mehr 4K Blu-ray kaufen.
    Nur was soll das bringen, wenn Player sie nicht erkennen auch nach Firmen abdate nicht und die xbox one x Nichteinmal 50% aller 4K Blu-rays nicht erkennst und stattdessen immer nur Fehlermeldung anzeigt.
    Und nun mal was zu den so toll geredeten atmos Tonspuren.
    Die sind meist sehr schlecht abgemischt oder nicht auf deutsch erhältlich.
    Ohne Auro 3d machst das alles keinen spaß.
    Mann gibst so viel Geld aus und wird ständig von den Machern aufs übelste enttäuscht.
    Da müssen die sich nicht wundern das mann keine mehr kauft und die Umsätze sinken

    • Also meine 4K UHD Blu-rays (ca. 40 Titel) werden alle von meiner Xbox One X und meinem Panasonic DP-UB424 glesen und tadellos abgespielt. Keine Hänger, keine Fehler, keine Aussetzer. Schade das so immer ein flascher Eindruck im Internet verbreitet wird. Sollte bei ihnen wirklich 50% aller 4K UHD Blu-rays nicht auf ihrer Xbox One X laufen, muss ein Defekt bei der Konsole/Laufwerk vorliegen. Sonst würde bei mir ja nicht alles laufen. Klar vielleicht hab ich genau die 40 titel die alle laufen, wäre aber schon ein großer Zufall. 😉

  5. Für mich ist das Problem der Kostenfaktor bei den UHD-Disks. Man könnte die Dinger schon per se für 10 Euro weniger anbieten, wenn man die „normale“ Bluray nicht mit reinpacken würde. Dann wären sie zwar immer noch die teuersten Disks, aber bei rund 20 Euro statt 30 Euro für einen aktuellen Streifen würde ich mir mehr Filme kaufen als jetzt

    • Und dann hätten Viele entweder kein Bonusmaterial oder schlechtere Bildqualität, falls der Preis dann wirklich geringer wäre. Keine gute Idee.

    • Eigentlich sind 4K UHD Blu-rays garnicht zu teuer im Vergleich zur normalen Blu-ray. Nur ist der Preisverfall neuer Filme auf Blu-ray deutlich schneller, bzw. auf 4K UHD Blu-ray kaum vorhanden ausser bei zeitlich befristeten Angeboten.

      Vorbestellungen normaler Blu-ray Neuheiten und auch deren Preis zum Release ist in der Regel 17,99 € bis locker 22-23 €! Siehe nur Good Boys auf Amazon, aber auch alte Filme die zum ersten mal erscheinen wie Robin Hood: König der Diebe: über 22€ für normale 1080p FullHD Blu-rays!

      Da finde ich 4K UHD Neuheiten mit 25 € (Gremlins Vorbestellung) bis 30 € nun wirklich nichtz überzogen was den Aufpreis zur Blu-ray angeht. Problem ist nur der nicht vorhandene Preisverfall. Aber das liegt wie so oft natürlich an Angebot und Nachfrage, die eben bei der 4K UHD Blu-ray sehr gering ist.

      Qualität ist den mesiten garnicht so wichtig, in meinem Umkreis die Menschen kaufen meist noch DVD’s da auch kein Blu-ray Player vorhanden und wenn dann nur die PlayStation 3/4 im Kinder- oder Zocker-Zimmer.

      • „Problem ist nur der nicht vorhandene Preisverfall.“
        Oh doch, der ist vorhanden. Sieh Dir mal die Preise für ältere 4K-BDs z. B. auf Amazon.de an.

  6. Das größte Problem ist eher die Befürchtung dass auf kurz oder lang in einigen Jahren Filme überhaupt nicht mehr zu kaufen sind. Nur noch Streaming im Abo oder Kauf als Download der einen aktiven Service voraussetzt.

    Man verliert immer mehr die Kontrolle und irgendwann kommt der Zeitpunkt wo man Filme nicht mehr besitzen kann. Das macht mir schon etwas Angst die Vorstellung bestimmte Filme nur im Abo zu bekommen. Bei Serien ist es ja bereits meist so. Die meisten neuen Serien wird man nie in einer schönen Box kaufen können.

    Das mag für die meisten kein Problem sein, da auch wegen dem Überangebot das meiste nur 1x im Leben angeschaut wird. Aber es gibt durchaus noch Leute die ihre liebsten Filme und Serien immer wieder anschauen. Ich könnte mindestens 50 Filme nennen die ich jedes Jahr anschaue, spätestens jedes zweite Jahr. Und die Vorstellung in Zukunft nur noch Streaming nutzen zu können macht mir Angst. Ich möchte nicht anhängig von einem Abo Service sein.

    Ich unterstütze die 4K UHD Blu-ray egal zu welchem Preis. Aber ich habe ja auch in den frühen 1990er Jahren schon Laser Discs für 80-120 DM gekauft.

    • Wow, das mit den Laser Discs finde ich echt vorbildlich. 🙂
      Ich kann mir 4K-BDs leider nicht zu jedem Preis leisten, über 30€ sind bei mir die Schmerzgrenze, aber ich stimme Dir zu. Wenn es keine physischen Medien für Filme mehr gibt, sind wir zu sehr vom Geschmack anderer Leute abhängig. 🙁

  7. Für mich liegt der Grund der schlechten 4k Verkaufszahlen einfach nur daran das am PC keine Wiedergabe ohne passende CPU möglich ist.
    Technisch müsste es doch möglich sein über die Grafikkarte die 4k Filme wiederzugeben.

    • Ja, das habe ich mal mit meinem Laptop, PowerDVD und einem 4K-BD-kompatiblen Laufwerk ausprobiert. Leider war die Software PowerDVD mit der Nvidia-Grafikkarte des Laptops inkompatibel. Die Unterstützung von 2K-BDs unter Windows war schon nicht toll, aber bei 4K-BDs ist sie echt mies. 🙁

  8. Ich persönlich bevorzuge IMMER ne Bluray Disc! Der Sound ist für mich eines der wichtigsten Aspekte beim Filme schauen! Und natürlich das Bild!

    Bei 4k Bluray stört es Mich, dass viele Discs nur hochskaliert werden… Hin und wieder ist es trotzdem besser als ne 2k Blu-ray, aber das rechtfertigt den hohen Preis zu keinster Weise!

    Ich kaufe nur native 4k Blurays, ansonsten 2k Blu-rays.

    • Was HD-Blu-rays angeht, hätte ich eine andere Lösung eh viel passender gefunden:
      Der HD-Blu-ray Fassung ein zusätzliches Bildlayer verpassen für die 10 Bit Farben und HDR bzw. DV – technisch bestimmt möglich. Normale HD-Blu-ray Player würden das HD-Signal lesen, während UHD-Blu-ray Player das UHD-Signal lesen würden. Eine Disc für beide Lager.

      • Fragt sich nur, ob das dann preiswerter würde als die normale zwei-Disc-Lösung.
        Inhaltlich würde es meistens schaden, da dann weniger Platz für Bonus-Material bleibt.
        Falls Du jetzt Filme mit 2K-DI meinst, könnte man einfach den 2K-Blu-ray Standard um HDR-Formate erweitern. Abwärtskompatibel sind die ja sowieso.
        Das Problem ist nur, dass es offensichtlich weniger 4K-BDs mit 2K-DI gibt als IMDB behauptet. (Einfach mal mit 2K-BD vergleichen.) Dann bestünde die Gefahr, dass solche billigeren 2K-HDR-Disks dann irgendwann die echte 4K-BD weitgehend ersetzen und/oder deren Preis gar nicht mehr runter geht. Denn er geht runter. Wenn man sich die aktuellen Preise älterer 4K-BDs mal anguckt, sieht man, dass sie auf Dauer geringer werden.

  9. Der Preis ist ein Problem, aber eben auch HDR – zumindest wie gut die TVs es verarbeiten können. Jeder 4K TV wird mit HDR beworben, es steht zwar HDR drauf ist aber gleichzeitig nur bedingt drin. Oftmals dann eben das Problem das das Bild einfach viel zu dunkel ist im Gegensatz zur BD und SDR. Ist nunmal so das aktuell nur OLEDs das HDR Signal perfekt darstellen und verarbeiten können! Die meisten Leute kaufen sich aber keine teuren OLEDs. Beispiele im Bekanntenkreis und bei Arbeitskollegen. Hatten alle LED TVs, sich 4K Player und UHDs zugelegt und wurden von der 4K Disc bitter enttäuscht – Bild zu dunkel! Haben ewig rum gemacht, letztlich keine Lust mehr gehabt und sich die BD angesehen. Außerdem ist es enttäuschend das nun mal viele UHDs eben nicht die beste Ausstattung haben. Sei es beim Ton, HDR (oft kein Dolby Vision) oder eben oft keine native 4K Auflösung sondern nur hochgerechnet. Zudem hat es Hollywood bis heute nicht geschafft z.B. CGI in 4K zu produzieren oder eben zu Mastern. Nach wie vor wird am PC hauptsächlich mit 2K gearbeitet.
    Streaming ist natürlich einfacher, auch für die Studios. Es ist sehr sehr oft der Fall das der Stream besser ausgestattet ist, eben mit Dolby Vision – während die Disc „nur“ mit HDR10 daher kommt. Ich kann mir keine allzulange Zukunft der UHD vorstellen, der Absatz ist zu gering, das Format zu unbeliebt bei den Studios. Ich hoffe nur nicht das die Disc irgendwann komplett ausstirbt und man nur noch streamen kann, dass wäre schon sehr schade! Am Ende bleibt uns hoffentlich wenigstens die BD erhalten. Denn die DVD (wenn auch noch am beliebtesten) kann man raus nehmen, wir haben wenigstens HD Zeitalter (!), 3D ist tot und zur 4K Scheibe ist alles gesagt.

    • Na auch LED mir Fald können HDR gut wiedergeben! Da muß man halt auch die High End Serie kaufen! Für 1000 Euro bekommt man kein gutes Bild geboten. Da sollte man schon um die 3000 Euro in die Hand nehmen! Aber das wollen halt auch die Wenigsten! Alles für schmales Geld, aber das Beste erwarten…. Aber das die nicht mehr produziert wird, glaube ich nicht! 3d Blu Rays bekommt man ja auch noch immer! Obwohl die ja so Tod sein sollen….

      • Sicher nicht alle LEDs. Ist ja nur ein Beispiel wie sich „normalos“ die sich eben mit der Technik nicht so auskennen und sich auf die UHD eingelassen haben. Das dies dann auch für die 4K Disc keine so tolle Werbung ist ist ja auch klar. Die sind eben davon ausgegangen (wie bei der BD und BD-Player) Disc rein und los geht’s. Aber genau das ist eben (zunächst) nicht mehr der Fall. Es muss schon die ganze HDR Kette gut abgestimmt sein, und genau das dürfte vielen auch zu blöd sein. Die UHD ist zu teuer, aber vielleicht auch durch das richtige einstellen von HDR zu kompliziert. Und anhand der Beispiele, wie soll sich so eine Disc dann öfter verkaufen? Zudem ist es meiner Meinung nicht richtig das jeder 0815 4K TV groß mit HDR beworben wird obwohl er dieses wie gesagt nur bedingt gut darstellen kann.

        • Da geb ich dir Recht!!! Die Kette muß stimmen und die billig TVs sollten auch mit eingeschränktem HDR bewerben sollen müssen! (keine Ahnung ob der Satzbau so stimmt)
          Aber so kommen wir halt wieder zum Punkt das UHD +3D Blu Rays immer ein Nischenprodukt bleiben werden!
          Ist wirklich nur zu hoffen das sie weiterhin gepresst werden….

          • Meinst Du: „Die Kette muß stimmen und die billig TVs sollte man auch mit eingeschränktem HDR bewerben müssen!“?
            Wie, Du möchtest ehrliche Werbung? :-O 😉

    • Das komische ist wohl eher, wie hoch die Verkaufszahlen der DVD weiterhin sind 😉 Aber bei den TVs wollen Viele ja nur große Diagonalen. Aber nur der Profi weiß, ab wann überhaupt eine HDR-Wiedergabe möglich ist (1000< nits) oder ein 10 Bit Panel verbaut wird. Hat man beides nicht, muss schon natives UHD anliegen, dass man einen Bildvorteil sieht.

      • Kann ich auch nicht nachvollziehen das die DVD nach wie vor so stark verkauft wird. Vielleicht ist ja auch der Name Blu-Ray Disc an sich (für den Massenmarkt) zu kompliziert.
        Einfacher wäre es gewesen die Blu-Ray tatsächlich HD-DVD zu nennen, die 4K Disc dann eben UHD-DVD. Dann hätten vielleicht viele gewusst „Aja, zum HD-TV gehört die HD-DVD und bei 4K eben das gleiche :-).
        Viele interessiert die Technik eben einfach nicht so, die wollen einfach nur schauen. Oder eben Streamen – da sage ich immer dazu, Streaming ist die neue DVD.

        • Nur gab es früher mal eine HD-DVD, die von der Blu-ray verdrängt wurde. Darum darf man die Blu-ray aus rechtlichen Gründen nicht so nennen.

        • Die HD-DVD kam von Toshiba und hatte bis zu 30 GB (Dual-Layer) Speicher. Dabei war aber auch eine 45 GB Version im Gespräch. Bis zum Serieneinsatz dieser Triple-Layer-Version kam es aber nicht mehr.
          Die HD-DVD hatte auch einen sehr guten Start und war anfangs visuell besser und günstiger als die Blu-ray Disc (Filme und Player). Dies lag allerdings daran, dass es anfängliche Mastering-Probleme bei der Blu-ray gab und man mit veralteten Codecs arbeiten musste. Auch die Menüs wurden durch Java mit einem komplett neuen Format geschrieben. Bei der HD-DVD hat man es sich einfacher gemacht, allerdings war die Grenze bei der maximalen Bitrate auch niedriger. Nach ein paar Jahren waren die Probleme aber nicht mehr vorhanden und mit 50 GB hatte man bei der Blu-ray Disc ein Format mit mehr Speicherreserven und durch die PS3 eine breitere Player-Basis wegen der PS3.

      • „Aber nur der Profi weiß, ab wann überhaupt eine HDR-Wiedergabe möglich ist (1000< nits) oder ein 10 Bit Panel verbaut wird"

        Genau! Aber so viele Profis gibt es nicht, zumindest nicht in DE 🙂

    • Ja, aber der Preis würde geringer werden, wenn mehr 4K-BDs gekauft würden.
      Mein NanoCell-LCD-TV kann HDR, inklusive Dolby Vision, wunderbar wiedergeben. Dazu braucht man nicht unbedingt OLED.
      Und das Argument „Bild zu dunkel“ zeugt von Mangel an Verständnis, wofür HDR da ist. Mit HDR kann man das Bild angemessen dunkel darstellen, ohne dass dabei Details verloren gehen. Es ist eher so, dass SDR-Medien das Bild oft zu hell darstellen, damit man genug Einzelheiten erkennen kann.

      • Ja eben die Leute sind halt von der Blu Ray anderes gewöhnt! Bei HDR ist das Bild dunkler… Und das fühlt sich für die meisten Leute nicht richtig an!

        • Stimmt, aber mit dem selben Argument wurden früher auf VHS Pan-and-Scan-Versionen in 4:3 von Filmen in 2.35:1 produziert, weil die Leute es vom Fernsehen so gewohnt waren. Wenn man Qualität will, kann man sich nicht am Ottonormalverbraucher orientieren.

  10. Die UHD-Blu-ray hatte alleine schon einen schlechten Start… Selbst für Enthusiasten. UHD-Blu-rays bieten hier zwar mit 10 Bit und HDR grundsätzlich gute Voraussetzungen für ein besseres Bild, aber viele potentielle Käufer besitzen oder besaßen nichtmal einen TV, der dies vernünftig wiedergeben kann/konnte. Und dann gab es auch noch UHD-TVs, die kein UHD-Signal entgegennahmen. Des Weiteren basierten viele der ersten Filme auf einem 2K DCI Master und wurden nur hochgerechnet. Und zu guter letzt bezahlt man einen hohen Preis und bekommt nur bei der Originaltonspur die beste Tonqualität.
    Bei der DVD hat man damals bei vielen Filmen auf das wachsende Kundeninteresse von DTS-Tonspuren reagiert und deswegen sogar eine neue Fassung herausgebracht. Bei der HD-Blu-ray waren Lossless-Tonspuren gefühlt auch schon verbreiteter als heute. Selbst hier gab es einige Neuveröffentlichungen. Teilweise lag dies aber auch daran, weil zu Anfang noch mit veraltetem und speicherfressenden MPEG2 und PCM Codec gearbeitet wurde – das Mastering machte noch Probleme, ähnlich wie zu Anfang mit Dolby Vision. Und jetzt kommen viele UHD-Filmen nur mit einer 5.1 Lossy-Tonspur, während die Originalfassung mit 3D-Lossless-Tonspur daherkommt. Diesmal liegt es aber nur am Sparwahn der Vertriebsfirma.
    Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Streaming. Es gibt ja auch hier gute und schlechte Qualität. Lieber wäre mir aber, wenn es Streamingboxen geben würde, wo man eine vergleichbare Qualität wie auf Disc downloaden könnte. Das der Speicher für eine deutsche Dolby Atmos Spur fehlt, zählt dann ja nicht mehr. Allerdings gäbe es heutzutage dann eher das Problem, dass man seine Mediathek auf verschieden Plattformen verteilen müsste, weil jeder sein eigenes Süppchen kochen will.
    Die Studios, wobei hier in erster Linie wohl Disney zu nennen ist, sorgen also eigentlich selber dazu, dass der Markt sich nicht entwickelt, weil er einfach kundenunfreundlich ist.

    • „Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Streaming. Es gibt ja auch hier gute und schlechte Qualität.“
      Aber sie ist nirgendwo so gut wie auf einer 4K-BD.
      „Lieber wäre mir aber, wenn es Streamingboxen geben würde, wo man eine vergleichbare Qualität wie auf Disc downloaden könnte.“
      Die Frage ist nur, warum es sowas nicht gibt. Es wäre auch mit Sicherheit nicht DRM-frei und hätte sich dann erledigt, wenn das aktuelle Speichermedien den Geist aufgibt.
      „Das der Speicher für eine deutsche Dolby Atmos Spur fehlt, zählt dann ja nicht mehr.“ Dann müssten Streaming-Services auch deutschen 3D-Ton anbieten können. Das tut aber keiner, den ich kenne.

      • Natürlich wäre es nicht DRM-frei. Erwarte ich bei einem solchen rein digitalen Angebot auch nicht. Deswegen würde ich auch keine digitalen Filme auf einer Plattform kaufen, deren finanzielle Lage stark schwankt B-)
        Was den letzten Punkt angeht: es werden auch einige Filme bei iTunes mit deutschem Atmos-Sound angeboten. Wenige, aber es gibt sie.

        • Okay, mit iTunes kenne ich mich kaum aus.
          Dasselbe gilt aber auch für 4K-BDs. Auch da gibt es welche mit deutschem Atmos- oder DTS:X-Sound, vor allem von Warner und Universal. Und da ist Atmos meistens TrueHD-basiert.

        • Das Ding entspricht zwar ungefähr meiner Idee, läuft hier aber nicht 😉 Damals war es sowieso „nur“ ein Server, wo man seine DVDs digital ablegen konnte. Bevor die Filme auf einer Festplatte abgelegt wurde, hatte es sogar eine Discwechseleinheit.

  11. Die hohen Preise und der Mangel an Angebot bei 4K-BDs sind aber größtenteils ein deutsches Problem. In den USA und dem UK sieht das z. B. schon anders aus.
    Abgesehen davon geht Ihr bei Eurer Theorie davon aus, dass Streaming in 4K, HDR und 3D-Sound in absehbarer Zeit für die meisten Leute im deutschsprachigen Raum verfügbar wird. Das „schnelle Internet für Alle“ ist aber offensichtlich ein reines Wahlversprechen, bedeutet also nichts.
    Und ob alle Streaming Services, die für Europa und besonders Nordamerika angekündigt sind, auch am Markt bleiben werden, ist auch ungewiß.
    Der aktuelle Trend muss darum nicht unbedingt so bleiben, wie er ist.

  12. Ich habe den Artikel und die Kommentare mit großem Interesse gelesen. Ich habe meine eigene Meinung dazu. Streamen ist für mich wie Mikrowellen Essen. Man konsumiert und ist satt, aber dieses Essen ist nicht mit dem selbstgekochtem, mit guten Zutaten zubereitetem vergleichbar. Ich habe das große Glück einen hochwertigen 4K Player zu besitzen und einen 77“ LG 4K TV. Eine 4K Disk hatvdie höhere Qualität im Vergleich zum Streamen. Ich genieße das Ritual das einlegens, des besseren Sounds, der höheren Bildqualität. Und natürlich des Besitzens auch. Nicht angewiesen zu sein, ob ein Film noch verfügbar ist oder nicht erfreut mich. Es ist ein ganzheitlicher Genuss für MICH. Und natürlich sind die höheren Preise ein Graus, aber beim Einkaufen gebe ich auch mehr geld für ein Steak vom Metzger aus als für das Aldi Fleisch. Lieber weniger als auf Qualität zu verzichten. Wie gesagt meine Ansichten

    • Ich persönlich bin ja auch ein Fan der 4K Disc, jedoch muss ich leider gestehen, dass die Unterschiede zwischen Stream und Disc immer geringer werden. Ich kann mir vorstellen das mit neuen Codecs die Qualität mit der Disc gleichzieht. Jedoch löst das nicht das Problem, dass immer noch viele Haushalte nicht über die benötigte Internetgeschwindigkeit verfügen um den Stream bestmöglich genießen zu können. Die Disc ist halt immer verfügbar und muss auch nicht 2 Minuten Zwischenladen =)

  13. Ich bin mir ziemlich sicher das mit dem erscheinen der PS5 sich alles ändern wird. Das der Hype durch Xbox‘s UHD Laufwerk nicht gekommen ist wird wohl eher daran liegen das die Xbox sich überhaupt nicht mit den Verkaufszahlen einer PS4 messen kann. Sony hat es geschafft über 100mio Konsolen zu verkaufen, Microsoft gerade mal etwa 20mio. Somit denke ich wird die PS5 deutlich dazu beitragen das dieser Markt sich entwickeln wird.

    • Die Zahl der PS4 ist korrekt. Die Xbox One hat jedoch um die 45 Millionen Stück verkauft. Immer noch eine 2:1 Ratio, welcher jedoch dem Start des Xbox One Systems (Kinect-Zwang, Online-Zwang, DRM-Schutz für Spiele) geschuldet war. Bei der Vorgänger-Generation PS3/Xbox 360 lagen die Systeme fast gleichauf (beide um die 86 Millionen Stück).

  14. Das Format einer Disc spielt hier die Rolle. Es steht nicht im rechten Verhältnis zum Preis. Der Unterschied Blu-ray zur UHD ist fast null. Warum soll ich dann mehr zahlen. Selber Schuld!!!!

    • „Der Unterschied Blu-ray zur UHD ist fast null.“
      Sorry, aber wenn Du das behauptest, ist entweder Deine Ausrüstung Schrott oder Du musst mal zum Augenarzt.

    • Da hat jemand anscheinend nicht die entsprechende Hardware.
      Der Unterschied ist schon sehr groß, besonders bei HDR oder Dolby Vision.

  15. Dabei ist Streaming eine Ausgenauswischerei.

    Bequem ja, aber wenn es zu den Kosten kommt, keineswegs billiger, wenn man sich nur auf den interessanten Content konzentriert. Zumal jetzt noch jeder sein eigenes Süppchen kocht und vom Kuchen seinen Teil haben möchte.

    Da kommen im Jahr dann ettliche 100€ zusammen, die Kosten von schnellen Internet noch nicht eingerechnet. Da kann man sich im Jahr einige UHDs kaufen und man hat noch den Vorteil, sie auch verkaufen zu können und sich damit neue Scheiben zu finanzieren.

    Aber wie im Artikel schon angesprochen: Bequemlichkeit ist Trumpf und lieber Masse statt Klasse.

  16. der Markt für physikalische Medien ist schon beinahe am Ende. Die Industrie verlangt für eine 4k Scheibe immer noch 30-40€ sehe ich nicht ein. Ja die Qualität ist besser als beim Stream rechtfertigt aber nicht den doppelten Preis. Selbst die Standard Blue-ray kostet teilweise schon 17€ die haben doch ein Rad ab.
    Preise für gebrauchte physikalischen Medien ist auch so weit im Keller kann man vergessen für den späteren verkauf. Da leihe ich mir den Film lieber aus oder sogar 2x und bin immer noch günstiger.

  17. Muss dem Artikel leider zustimmen. Streaming ist heute völlig anders aufgestellt als noch in den Jahren 2008 / 2009. Auch wenn die neuen Konsolen 4K-fähige Laufwerke haben, heißt das nicht zwangsläufig, dass es zu einem besseren Absatz von 4K Blu-rays kommen wird. Erst recht nicht, wenn diese 30€ und mehr kosten. Das ist für einen einzigen Film(!) ziemlich happig. Ich wäre bereit, um die 15€ zu zahlen. Mehr nicht.

    Ich besitze einen Cambridge Audio CXUHD und einige 4K Blu-rays, 30€ habe ich aber für keine davon gezahlt. Habe entweder auf Aktionen gewartet oder gebraucht gekauft. 30€ zahlt beinahe niemand, reguläre Blu-rays kosten 10€, Netflix gibt es für um die 15€ im Monat.

    Bei den Preisen wird das Format Nische bleiben, aber das bleibt wohlmöglich auch bei der Hälfte der Preise so.

  18. Kleiner Tippefehler, meint hier die PS5: „(…) Kann sich die Geschichte womöglich mit der PlayStation 4 und Project Scarlett wiederholen?“

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