Philips optimiert seinen OLED-Bereinigungsprozess gegen Burn-In

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Philips OLED984
Der Philips OLED984 bringt das 4-seitige Ambilight zurück

Philips ist einer von vielen OLED-TV-Anbietern. Nun ist bekannt geworden, dass der Hersteller seine OLED-Bereinigung optimiert hat.


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OLED-TVs werden immer präsenter im Markt für Fernsehgeräte. LG kämpft da natürlich an der vordersten Front. Aber auch Sony und Panasonic sind beispielsweise zwei Hersteller, die ganz vorne mitmischen wollen. Und auch Philips bietet eben OLED-Fernsehgeräte an. Im Dezember 2019 hat man nun eine neue Firmware veröffentlicht (TPM171E Version 107.1.101.2), welche die TV-Modelle mit Android TV von 2017 bis 2019 abdeckt.

Dadurch wurde vor allem für die älteren Modelle die Bereinigung angepasst. Der Algorithmus, der Burn-In verhindern soll, geht nun also etwas anders vor. So setzt die neue Firmware TPM171E Version 107.1.101.2 die OFFRS von 10 auf nur noch 6 Stunden herab. OFFRS ist bei Philips eine spezifische Abkürzung, welche im Service-Menü zu erkennen ist. Somit wird das Bereinigungsprogramm nun deutlich häufiger gestartet.

Wer im Übrigen das Update aufspielt, aber die sechs Stunden schon überschritten hat, den begrüßt nach der Aktualisierung direkt das Reinigungsprogramm – abbrechbar ist es nicht. Ansonsten gilt, dass nach sechs Stunden jeweils ein Hinweis aufploppt, der auf den Reinigungsmodus verweist. Die Bereinigung kann dann wahlweise direkt ausgeführt werden oder auch erst später im Standby-Modus, wenn der TV nicht mehr aktiv genutzt wird.

Burn-In bleibt weiterhin ein OLED-Leid

Burn-In ist weiterhin für OLED-Besitzer ein Thema: Zwar implementieren alle Hersteller von OLED-TVs unterschiedliche Maßnahmen, um das leidige Einbrennen zu verhindern, zu 100 % unterbinden lässt es sich aber eben nicht. Maßnahmen wie Pixel-Shifting und Co. sorgen aber bereits dafür, dass das Risiko dauerhafte Burn-In-Effekte zu sehen zu bekommen mittlerweile gesunken ist. Oft handelt es sich nur um ein temporäres Nachleuchten, das zum Glück wieder vergeht. Plasma-Besitzer kennen diese Phänomene ebenfalls bereits.

Wer im Übrigen an den TVs von Philips nach sechs Stunden keine Bereinigung durchführen möchte, kann maximal zwei Mal auf „Später“ klicken. Beim dritten Hinweis auf die Funktion lässt sich die Bereinigung nur noch bestätigen. Der Vorgang lässt sich anschließend auch nicht ab- bzw. unterbrechen.

QUELLEToengel
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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

3 KOMMENTARE

  1. Finde ich auch verwunderlich, da hat sich TP Vision wohl zu optimistisch gezeigt und aus Unwissenheit den Algo eben auf 10 Stunden gesetzt. Alle anderen Hersteller nutzen die von LGD vorgegebenen 4 Stunden und den großen Algo alle 2000 Stunden, Panasonic ist hier meines Wissens nach der einziger Hersteller der den großen Algo dynamisch arbeiten lässt. Fahre ich mit hohen Settings, so wird der große Algo früher angestoßen und mit niedrigen Settings entsprechend erst später… was logisch auch Sinn ergibt.

    Was auch noch verwunderlich ist, Philips bzw. TP Vision reizt die Helligkeit am stärksten aus, hat das stärkste nachleuchten und den schlechtesten Algo-Intervall. Macht soweit wirklich keinen Sinn was die Chinesen da so treiben 😀

  2. Tachchen,

    ich habe meinem Blog-Beitrag noch Screenshots hinzugefügt und die Beschreibung detaillierter gemacht (siehe Quelle). Hat sich bissl überschnitten mit der Veröffentlichung hier 😉

    Toengel@Alex

  3. Bei Panasonic sind’s schon seit längerer Zeit nur 4 Stunden Betrieb, ab denen nach dem Ausschalten dann automatisch das Pixel-Refreshing startet.

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