Sony und Panasonic „klauen“ sich OLED-Marktanteile von LG Electronics

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Da war es nur noch die Hälfte: LG verliert im OLED-Marktanteile an Sony und Panasonic

Die japanischen TV-Hersteller Sony und Panasonic „klauen“ Platzhirsch LG Electronics aus Korea die Marktanteile im OLED-Segment. Das dürfte LG jedoch nicht weiter stören!


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LG Electronics ist seit Jahren der „alleinige Herrscher“ im OLED-TV-Markt. Die japanischen Elektronikgiganten Panasonic und Sony liefern sich jedoch mit LG einen harten Wettbewerb und das zu einem Zeitpunkt, in der die Nachfrage nach OLED-Produkten, laut südkoreanischen Medienberichten, erheblich zunehmen soll. Die Erkenntnisse stammen aus der jüngsten Erhebung des Forschungsunternehmens IHS Markit, welche zeigt, dass der Anteil von LG am globalen OLED-TV-Markt in den letzten Quartalen drastisch gesunken ist.Auf das koreanische Unternehmen entfielen im dritten Quartal dieses Jahres 49,8% der weltweiten OLED-TV-Sendungen, also nur noch jedes zweite Modell. Im Vergleich dazu, hatte LG Electronics im ersten Quartal 2018 noch ganze 73,2% vorzuweisen.

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Sony und Panasonic bauen OLED-Marktanteile aus

Sony und Panasonic haben ihren Marktanteil schrittweise ausgebaut. Sony, welche erst 2017 ihren ersten OLED-Fernseher auf den Markt brachten, hatte zum Ende des dritten Quartals einen Marktanteil von 23,7%. Im ersten Quartal 2018 waren es noch 11,9%. Panasonic stellt schon viel länger OLED-Fernseher her und hat bereits 2015 seine ersten Modelle auf den Markt gebracht. Das Wachstum fällt bei Panasonic etwas geringer aus, ist in totalen Zahlen aber immer noch beachtlich. Im ersten Quartal 2018 betrug der Marktanteil lediglich 4,8%, seit dem letzten Quartal sind es 13,8% – und das in einem wachsenden Marktsegment!

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Der zunehmende Wettbewerb hat alle drei TV-Hersteller dazu gezwungen, kreativ zu werden, um sich die Gunst der Verbraucher sichern zu können. Neue Formfaktoren, wie LGs aufrollbarer R9 OLED TV, angepasste Panels mit höheren Helligkeiten (Panasonic GZW2004) oder Sonys Verschmelzung von Bild und Klang mit „Crystal-Sound-OLED“ sollen unentschlossene Käufer zu beeindrucken. LG hat zudem die ersten 8K-OLED-Fernseher auf den Markt gebracht. Der bereits erwähnte aufrollbare R9 OLED soll aufgrund von „Produktionsschwierigkeiten“ noch nicht in den Handel gebracht werden.

LG freut sich über jeden verkauften OLED

Die Entwicklung sieht auf den ersten Blick unschön aus, für den Gesamtkonzern LG, jedoch profitiert das koreanische Unternehmen von jedem verkauften OLED. Sony, sowie Panasonic, Philips, Sharp usw. beziehen ihre OLED-Panels nämlich von LG Display. Ein verkaufter Sony bedeutet somit auch Umsatz und Einnahmen für LG. Vielleicht hat LG auch bewusst darauf verzichtet Produktionskapazitäten für das Endkundengeschäft über LG Electronic zu beanspruchen. Womöglich wurden vorhandene Panels lieber teurer an Mitbewerber verkauft, als für die eigene Produktion eingesetzt.

Wichtig ist es für LG Display nur, die Produktion der OLED-Panels weiter voranzutreiben. Der Start der chinesischen Fertigungsanlage klappt angeblich nicht wie geplant. Fast jedes zweite OLED-Panel landet dort im Müll. IHS Markit spekuliert auf insgesamt 5 Millionen verkaufte OLED-Fernseher in 2020, im Vergleich zu rund 3 Millionen in diesem Jahr.

3 KOMMENTARE

  1. Korrektur: Panasonic hat niemals eigene OLED-Displays gefertigt, sondern bezieht seit 2015 die Panels von LG.
    Bemühungen, zuammen mit Sony eigene, gedruckte OLED-Panels herzustellen, wurden eingestellt.
    Gerüchte besagen, dass man im stillen Kämmerlein weiterforscht, etwas Greifbares wurde jedoch noch nicht öffentlich enthüllt.

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