Apple im Streaming-Wahn: Neue Informationen zum kommenden Dienst

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Apple kündigt am 25. März seinen neuen Streaming-Dienst an
Apple kündigt am 25. März seinen neuen Streaming-Dienst an
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Apple wird am 25. März 2019 seinen eigenen Videostreaming-Dienst offiziell enthüllen. CEO Tim Cook wird entsprechend im Steve Jobs Theater in Cupertino vor geladenen Gästen aus Hollywood eine Präsentation abhalten. Nun sind schon vorab weitere Informationen zu dem Repertoire der Plattform durchgesickert.


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Apple will in Zukunft stärker auf Dienstleistungen wie Apple Music, iTunes aber auch den kommenden Dienst für Videostreaming setzen. Der Grund liegt darin, dass die Verkaufszahlen der iPhone eher stagnieren und der Markt zunehmend gesättigt ist. Deswegen will man die Umsätze durch Dienstleistungen ausbauen. Da kommt ein eigener Streaming-Dienst als Konkurrenz zu Amazon Prime Video und Netflix natürlich gerade recht.

Doch auch der Markt für Streaming ist heiß umkämpft: Neben Apple plant ja etwa Disney mit Disney+ eine eigene Lösung. Comcast hegt ganz ähnliche Gedanken. Apple soll zudem aktuell gleichermaßen für Euphorie aber auch Skepsis sorgen. So kommuniziere das Technik-Unternehmen völlig anders, als man es in Hollywood gewohnt sei. Dort wird normalerweise viel hinter verschlossenen Türen kommuniziert, rege geplaudert und immer wieder der Dialog gesucht. Apple hingegen übe sich mehr in Geheimhaltung und teile etwa selbst den verantwortlichen Serienmachern bisher gar nicht mit, wann ihre Projekte sozusagen auf Sendung gehen sollen. Das habe für etwas Unmut gesorgt.

Außerdem sei Apple stark involviert, was die Darstellung der hauseigenen Produkte innerhalb der jeweiligen Formate betreffe. Komme also etwa ein iPhone vor, wolle das Unternehmen genau wissen wie das Smartphone im Rahmen der Serie eingesetzt werde. Zusätzlich will man nur eine positive, gesellschaftlich eher neutral positionierte Atmosphäre in seinen Inhalten zeigen. Düstere Antihelden wird es also bei Apples Streaming-Angebot etwa nicht geben. Hier gab es dann sogar eine Auseinandersetzung zwischen dem Regisseur M. Night Shyamalan („The Sixth Sense“) und Apple. Stein des Anstoßes waren Kruzifixe, die in dem Thriller von Shyamalan zu sehen sind.

Apple vereint viele große Partner aus Hollywood

Als weitere Partner hat Apple unter anderem vor und hinter der Kamera Reese Witherspoon, Jennifer Aniston, Brie Larson, Jason Momoa, Octavia Spencer, J.J. Abrams, M. Night Shyamalan und Steven Spielberg versammelt. Fünf Originalserien sind bereits abgedreht, sechs weitere befinden sich noch in Produktion. 2020 möchte man die Anzahl der Eigenproduktionen für den Streaming-Dienst noch stark erhöhen, wenn alles gut anläuft.

Kinder will man offenbar auch mir Specials zu den „Peanuts“ erfreuen, während Erwachsene sich auch auf Filme freuen können, die sich der Hersteller aus Cupertino beim Sundance Film Festival sicherte. Auf der Liste der Eigenproduktionen stehen aktuell wiederum:

  • Namenloses Projekt von Reese Witherspoon und Jennifer Aniston
  • „Amazing Stories“ – Reboot von Steven Spielberg
  • „Are You Sleeping?“ – Mystery-Format mit Octavia Spencer
  • „For All Mankind“ Science-Fiction-Serie von Ronald D. Moore
  • „See“ mit Jason Momoa
  • Namenloser Thriller von M. Night Shyamalan
  • „Little America“ – Anthologie-Serie, geschrieben von Kumail Nanjiani und Emily V. Gordon
  • Namenlose Comedy-Serie von Rob McElhenney und Charlie Day
  • Central Park“ – ein animiertes Musical des Schöpfers von „Bob’s Burgers”, Loren Bouchard
  • „Home“ – Dokumentar-Serie von Matt Tyrnauer
  • „Dickinson“ – Comedy Serie um Emily Dickinson

Ob die Pläne von Apple aufgehen, muss die Zeit zeigen. Mit Amazon Prime Video, Netflix und all den anderen Neuankömmlingen wie Disney+ zu konkurrieren, wird kein leichtes Unterfangen – selbst für Apple nicht.

Apple im Streaming-Wahn: Neue Informationen zum kommenden Dienst
3.5 (70%) 6 Bewertung[en]
QUELLEThe New York Times
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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

3 KOMMENTARE

  1. „Zusätzlich will man nur eine positive, gesellschaftlich eher neutral positionierte Atmosphäre in seinen Inhalten zeigen.“
    Auch wenn eine oder zwei der oben genannten Ideen etwas sein könnten, schreckt mich dieser Satz echt ab. Keinen Bock auf „gesäuberte“ Unterhaltung. Dann warte ich jetzt erst recht auf Disney+ und kann so lange mit Netflix, Amazon Prime und vor allem meiner Videoscheibensammlung wunderbar leben.

  2. Wie sieht’s mit den Kosten für den Dienst aus? Wird ja wohl nicht kostenlos sein, oder kann jeder mit nem Apple TV (4k) alles umsonst sehen? Wäre cool, aber ist doch eher unwahrscheinlich, oder ? 😛

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