Hohe Auflösung, hohe FPS: Danach sollten Gamer hungern

5
Wer Multiplayer-Games zockt, ist auf hohe FPS angewiesen

Oftmals müssen sich Gamer aktuell zwischen einer hohen Auflösung oder einer hohen Framerate entscheiden. Nvidia hält nun eine Art Plädoyer für hohe FPS, die im E-Sport über Sieg oder Niederlage entscheiden können.


Anzeige

Für massive Frameraten, also 60, 144 oder 240 fps / Hz ist auch massive GPU-Leistung notwendig. Aktuelle Spielekonsolen bringen das Gros der Spiele etwa nur mit 30 fps auf den Bildschirm und nicht einmal das immer stabil. So entscheiden sich die Entwickler an PlayStation 4 und Xbox One zumeist für höhere Auflösungen und mehr Effekte statt für eine höhere Framerate. Anders sieht es im PC-Segment aus, in dem durchaus 4K-Gaming mit 60 FPS für viele Gaming-Enthusiasten das Mindeste ist.

Nvidia hat dabei nachgewiesen, dass dies vor allem im E-Sports-Bereich eine Rolle spielt. Denn in Multiplayer-Partien kann eine höhere Framerate enorme Vorteile haben. Dabei wird zwar Hz und fps oft synonym genuzt oder durcheinander gemischt, es sind aber verschiedene Dinge. So sind die FPS (Frames per Second) das, was die GPU berechnen kann. Der Hz-Wert beschreibt, was das Display darstellt. Beides sollte synchron sein für das beste Ergebnis.

Passen die FPS und Hz nicht zusammen, entstehen nämlich störende Nebeneffekte wie Stottern oder Tearing. Hohe Bildraten sorgen auch dafür, dass sich Ghosting reduziert, was an LCDs ein wichtiger Faktor ist. Höhere native Frameraten, kombiniert mit den passenden Hz-Werten, sorgen also für ein sauberes, klares und flüssiges Bild, das auch bei schnellen Bewegungen perfekt scharf bleibt. Das hat natürlich naheliegenderweise Vorteile beim Gaming, speziell bei Mehrspieler-Partien.

Höhere FPS sorgen für geringere Latenzen

Außerdem liegt ein weiterer Vorteil hoher Bildraten darin, dass sich die Latenzen reduzieren, da das Bild eben häufiger aktualisiert wird. Eingaben werden also schneller in Aktionen auf dem Bildschirm umgesetzt. Auch das bringt natürlich merkliche Vorteile beim Zocken. Einen längeren Artikel findet ihr dazu (siehe Quelle) aktuell direkt bei Nvidia. Aber auch ein Video hat der Grafikkarten-Hersteller dazu veröffentlicht.

Sollte natürlich jedem klar sein, dass Nvidia die Wichtigkeit hoher Bild- / Frameraten auch aus Eigennutz hervorhebt: Man möchte schließlich gerne seine High-End-Grafikkarten verkaufen. Gerade wer in 4K mit hoher Leistung spielen möchte, benötigt eben auch massive Leistung und vielleicht sogar nicht nur eine, sondern gleich mehrere Grafikkarten im Verbund.

Konsolenspieler gucken dabei naturgemäß eher in die Röhre: Spiele an jenen Plattformen sind nur selten auf eine stabile, hohe Framerate hin optimiert. Daran dürfte sich auch an PS5 und Xbox Scarlett nichts ändern, auch wenn jene Plattformen auf dem Papier 120 fps / Hz unterstützen. Standard dürften aber weiterhin 30 fps bleiben -- bei ausgewählten Titeln 60 fps. Eher wird man die Auflösung und die Bildqualität sowie die Effekte weiter erhöhen.

5 KOMMENTARE

  1. Bei den meisten Spielen und für die meisten Nutzer reichen wohl flüssige 60fps. Ob PC oder Konsole. Und das erhoffe ich mir bei den kommenden Konsolen weitestgehend in 4K UHD. Vorausgesetzt, man schwört nicht auf Raytracing. 120fps werden höchstens bei Full-HD verfügbar sein. Solange kein passender Monitor angeschlossen ist, ist es eh egal.
    Kleiner Hinweis: Soweit ich es mal mitbekommen habe, kann die Xbox One X FreeSync.

  2. „Hohe Auflösung, hohe FPS: Danach sollten Gamer hungern“
    Stimmt. Bei Film- und Fernseh-Fans ist das umgekehrt. Da reichen 60fps normalerweise vollkommen aus.

  3. Den Unterschied von 30 fps zu 60 fps merkt wirklich jeder, das sollte klar sein.
    Von 60 fps auf 120 fps oder 144 fps merkt auch jeder, es ist einfach flüssiger und direkter.
    Den Unterschied von 120 fps oder 144 fps auf 240 fps merkt man aber nicht mehr wirklich, selbst auf Profi Niveau.

    Was man noch erwähnen sollte, G-Sync und Freesync sowie eben im TV-Bereich VRR unterbinden Nachteile wie Tearing. Wichtig ist hier aber vor allem im PC Bereich dann den im Spiel vorhandenen FPS Limiter zu aktivieren z.B. auf 237 FPS bei einem 240 Hz Monitor, 118 FPS bei 120 Hz etc., da man sonst außerhalb der Sync Range agiert und die Reaktionszeit dadurch erhöht sowie Tearing wieder vorhanden wäre etc. pp.

    Externe FPS Limiter sollte man möglichst vermeiden, erhöht die Reaktionszeit ebenso. Aber eigentlich alle größeren online Spiele haben mittlerweile einen FPS Limiter implementiert.

  4. Ja ne, ist klar. Wir spielen ja auch alle in Zeitlupe. Ich behaupte mal wer nicht gerade E-Sport Profi Zocker ist braucht nicht mehr als 60 Bps und die bekommen wir mit der nächsten Konsolengeneration endlich als Standard.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte trage deinen Kommentar ein
Bitte trage deinen Namen hier ein