Neue Denon AV-Receiver für 2022/23 geleakt (AVR-X2800H, AVR-X3800H, AVR-X4800H)

Es liegen bereits umfängliche Informationen zu den neuen Denon AV-Receivern für das Produktjahr 2022/23 vor. Freut euch auf den AVR-X2800H, AVR-X3800H und AVR-X4800H!

Update: Die neuen AV-Receiver und Verstärker 2022/23 wurden von Denon offiziell bestätigt, inkl. Preise.

Originalbeitrag: Wir hatten euch vor Kurzem die Informationen zu den neuen AV-Receivern von Marantz bereitgestellt. Innerhalb des Leaks verstecken sich bereits Informationen zu den neuen Denon AV-Receivern 2022/23. Sozusagen ein Leak im Leak – Inception Leak. Zum einen bekommen wir über die Vorabinformationen einen Einblick in die Spezifikationen der einzelnen Modelle und zudem erlaubt es uns nach weiteren Hinweisen zu suchen, die die Existenz der neuen Geräte bestätigt. Wir liefern euch hier Details zu drei neuen Modellen sowie interessante Neuerungen im Bereich der Audiokalibrierung. Wir möchten darauf hinweisen, dass die offizielle Bestätigung seitens Denon noch aussteht. 

Denon AVR-X2800H 7-Kanal (999 $US)

Spezifikationen des Denon AVR-X2800H im Vergleich mit Modellen des Wettbewerbs
Spezifikationen des Denon AVR-X2800H im Vergleich mit Modellen des Wettbewerbs

Beginnen wir mit dem kleinsten Modell, dem AVR-X2800H. Zumindest ist das der AV-Receiver mit der „einfachsten“ Ausstattung, die über den Leak bestätigt wurde. Es fehlt eigentlich noch ein AVR-X1800H, der direkte Nachfolger des AVR-X1700H. Jedoch ist es möglich, dass das Einstiegsmodell keine Änderungen erfährt und somit im laufenden und kommenden Jahr weiterhin im Handel verkauft wird. Somit gehen wir erst einmal davon aus, dass das 2022/2023 Line-Up vom AVR-X2800H eröffnet wird.

Bei dem Gerät handelt es sich um ein 7-Kanal-AV-Receiver, den es in zwei Ausführungen geben wird, einmal ohne und einmal mit DAB-Radio (AVR-X2800H DAB). Die maximale Leistung wird mit 95 Watt bei 8 ohm 20-20kHz angegeben. Das System verfügt über keine Pre-Outs, sondern nur über aktive Kanäle. Insgesamt sind sechs HDMI-Eingänge sowie zwei HDMI-Ausgänge verbaut. Drei Eingänge und die beiden Ausgänge unterstützen dabei Videosignale mit 8K@60Hz/HDR oder 4K@120Hz/HDR (HDMI 2.1 mit 40 Gbit/s). Für die Klangkalibrierung steht das Audyssey MultiEQ XT-System bereit.

Unterstützt werden die 3D-Soundformate Dolby Atmos und DTS:X, leider kein Auro-3D. WiFi, Bluetooth, Spotify Connet, Apple AirPlay 2, HEOS Multiroom-Audio und Support für die Sprachassistenten Google Assisstant (works with) und Amazon Alexa (works with) sind mit an Bord. Ebenso kann das System über Apple Siri angesteuert werden. Der Preis für den AVR-X2800H wurde in den Vergleichstabellen mit 999 $US angegeben.

Denon AVR-X3800H & AVC-X3800H mit Dirac Live Raumkorrektur (1.499 $US)

Spezifikationen des Denon AVR-X3800H im Vergleich mit Modellen des Wettbewerbs
Spezifikationen des Denon AVR-X3800H im Vergleich mit Modellen des Wettbewerbs

Die erste große Überraschung erwartet uns bereits beim Denon AVC-X3800H und AVR-X3800H. Dieser kann nämlich optional mit der Dirac Live Raumkorrektur nachgerüstet werden. Die Technologie erlaubt die Klangkalibrierung der Lautsprecher in Abhängigkeit mit den gegebenen Räumlichkeiten. Ein Profi-Feature, welches von Enthusiasten jedoch sehr geschätzt wird. Übrigens, der einzige Unterschied zwischen dem AVR und dem AVC ist der FM-Audio-Tuner. Dieser ist beim AVR-X3800H vorhanden, während er beim AVC-X3800H weggelassen wird. Es ist auch noch nicht klar, ob die Variante mit FM-Tuner überhaupt in Deutschland veröffentlicht wird. Da müssen wir uns noch bis zur offiziellen Ankündigung gedulden.

Neben dem optionalen Dirac Live bietet das System 9 aktive Kanäle mit je 105 Watt (8 ohm 20-20kHz) und im Gegensatz zum AVR-X2800H besitzt der AV-Verstärker/Receiver Pre-Outs für eine 11.4-Konfiguration. Die Anzahl der HDMI-Schnittstellen beläuft sich auf 6 Eingänge und drei Ausgänge. Alle HDMI-Ports, bis auf einen Ausgang, unterstützen HDMI 2.1 mit 40 Gbit/s. 4K@120Hz/HDR, 8K@120Hz/HDR, VRR, ALLM, Dolby Vision, HDR10+ usw. ist alles kein Problem.

Bei der Unterstützung der Audioformate erfährt der AVR-X3800H auch ein kleines Upgrade. Neben Dolby Atmos und DTS:X stehen bei diesem Modell  auch IMAX Enhanced und Auro 3D zur Verfügung. Die Standard-Aussttatung im Bereich Konnektivität mit WLAN, Bluetooth, Spotify Connect, AirPlay 2, HEOS, Amazon Alexa, Google Assistant usw. bleibt bestehen. Der Preis für diesen gehobenen Mittelklasse-AV-Receiver beläuft sich auf 1.499 $US.

AVR-X4800H AV-Receiver aus Shirakawa (Japan)

Spezifikationen des Denon AVR-X4800H im Vergleich mit Modellen des Wettbewerbs
Spezifikationen des Denon AVR-X4800H im Vergleich mit Modellen des Wettbewerbs

Das letzte Modell, welches wir im vorläufigen Leak besprechen wollen, ist der AVR-X4800H. 9 aktive Kanäle mit je 125 Watt (8 ohm, 20-20kHz), 11.4 Pre-Outs, 7 HDMI-Eingänge, 3 HDMI-Ausgänge (HDMI 2.1 bei allen Anschlüssen außer bei einem Ausgang), Dirac Live via Upgrade usw. Das System unterscheidet sich auf dem Papier nur im geringen Maße vom AVR-X3800H. Etwas mehr Leistung ist jetzt sicherlich kein Kaufargument für das System. Die verbesserten Komponenten, die während der Produktion in Shirakawa (Japan) zum Einsatz kommen, sicherlich schon. Der AV-Receiver soll nämlich über diskrete Endstufen und hochwertige Netztransformatoren verfügen. Das soll ausreichen, um den AVR-X4800H für 1.999 $US an den Mann/Frau zu bringen.

Die Standards und Features gleichen ansonsten dem AVR-X3800H, zumindest auf den ersten Blick. Also Dolby Atmos, DTS:X, IMAX Enhanced, Auro-3D, Airplay 2 usw.

Mehr Hinweise zum Denon AV-Line-Up 2022/23

Wer den Vergleichstabellen, die wir hier nochmals als Quelle herangezogen haben keinen Glauben schenken mag, für den haben wir noch ein paar „Beweise“ für die Existenz der neuen AV-Receiver von Denon gesammelt.

Die wohl offiziellste Quelle, die auf die Existenz der neuen Produkte hinweist, ist die Zertifizierungsstelle der WiFi Alliance. Hier wurden in den letzten Monaten mehrere Endgeräte registriert und zur Prüfung übergeben. Darunter folgende Modelle:

  • AVC-X3800H
  • AVR-X3800H
  • AVR-X2800H DAB
  • AVR-X2800H
  • AVR-A1H
  • AVC-A1H

Es fehlt hier z.B. der AVR-X4800H, dafür taucht ein AVR-A1H und AVC-A1H auf, die uns nicht geläufig sind. Womöglich neue Premium-Geräte von Denon? Als Letztes haben wir dann noch ein paar Abbildungen diverser Verkaufsboxen, die bereits die neuen Produkte zeigen sollen. Diese sind bereits in diversen Social Media-Kanälen aufgetaucht:

Es scheint bei der D&M Holding, zu denen unter anderem Denon, Marantz, Polk Audio oder Boston Acoustics gehören, eine ganz klare Abgrenzung im 2022/2023-Line-Up zu geben. Marantz wird auf der ganzen Breite ins High-End-Segment hochgestuft, während man mit den Denon-Geräten den Einstieg und das mittlere Preissegment abgrasen möchte. So macht es für uns zumindest den Anschein.

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse

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22 Kommentare
  1. Guten Morgen,

    ich habe mir gerade den X4700H bestellt. Was meint Ihr, macht es Sinn, auf den X4800H zu warten? Ich betreibe eh nur ein 5.0.2 Set und auf Dirac kann ich verzichten. Befürchte auch, dass der X4800H für ca. 2399,- verkauft wird.

    Viele Grüße

    • Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die AV-Receiver, nicht nur die neuen Modelle, sondern zum großen Teil auch die aktuellen Bestände teurer werden. Halbleiter-Krise, erhöhte Materialkosten, teure Verschiffung/Flugfracht will irgendwie bezahlt werden. Ich habe nicht das Gefühl, dass du dir jetzt einen großen Vorteil sicherst, wenn du auf den AVR-X4800H wartest. Bestehende Bestellungen würde ich nicht stornieren, wenn der Preis stimmt. In den Foren lese ich immer öfter, dass sich Leute jetzt noch mit Technik eindecken, bevor diese extrem teurer wird.

  2. Die Preise haben Sie aber generell ganz schön angehoben. Dazu noch der schlechte €/$ Kurs.

    Das wird teuer. Der x2800H 999$, bei uns dann wohl mindestens 1199€.

    Auro 3D ist zwar jetzt eine Reihe nach unten gewandert. Also jetzt beim x3800H dabei, vorher war es erst ab der 4000er Serie vorhanden, nur ist gleichzeitig auch der Preis hochgegangen.
    Der X4700H hätte ne UVP von 1499 €.
    Der x3700H war deutlich drunter.

    Jetzt zahlt man für die 3000er Serie genauso viel, wie bei der 4000er Serie.
    In Euro galt noch mehr.

    Denn 1499$ für den x3800H werden bei uns mindestens 1699 € sein, vielleicht sogar 1799€.
    Und wenn Händler da wieder aufschlagen, dann vielleicht 1999€.

    Möchte sehr gerne Auro 3D haben. Vielleicht bekommt man dann einen X4700H gebraucht günstig.

  3. Wie zu erwarten war scheinen die Denon und Marantz AVRs genau gleich zu sein. Ich wundere mich was man für den Marantz-Aufpreis wirklich bekommt. Im Moment scheint es ja nur der bessere Look zu sein.

  4. Klingt gut. Nachdem es Onkyo immer noch nicht mit seinem gesamten LineUp nach Deutschland geschafft hat, endlich eine Alternative mit Dirac und mehr als einem 8K HDMI Eingang (letzteres mal außerhalb des Einstiegssegments). Schade dass es wohl noch nichts zum X6800H gibt, der würde mir wegen der 11 Verstärkerkanäle mehr interessieren.

    • Wenn der in Kombination mit einem Panasonic UB9000 verwendet werden soll, ist er wahrscheinlich selbst keine UHD-(BD-)Player. Aber der Tweet ist so vage, dass man da auch nicht sicher sein kann, ob der überhaupt für physische Medien gedacht ist. Anderseits sieht das Gerät auf dem Bild schon danach aus.

  5. Mich würde mal interessieren, was dieses Dirac Live Upgrade konkret bringt, was es kostet und ob man es als nicht-Profi selbst einrichten kann.

    • Also dazu gibt es soweit ich weiß, schon detaillierte Artikel online. Nach meinem Verstädnis, ist eine Raumkalibrierung immer nur eine Einmessung in Abhängigkeit mit dem Sitzplatz, also diese Audyssey usw. Beim Dirac werden jedoch auch die Räumlichkeiten mit einberechnet bzw. hier können negative Akustikeffekte ggf. herausgerechnet werden. Am Ende ist es wohl das Schweizer Taschenmesser unter den Raumkalibrierungen. Ich glaube als, nicht-Profi wird man da nicht ganz so glücklich.

      • Danke, aber was ich online dazu gefunden habe ist erstens sehr vage und macht den Eindruck, dass das, wenn man es richtig machen will, noch weitere Kosten nach sich zieht. Erstens braucht man eigentlich ein besseres Mikro oder sollte das vorhandene kalibrieren, bevor man damit einen AVR kalibrieren kann. Klingt so, als würde es selbst nach der Anschaffung noch einen weiteren Rattenschwanz von Kosten nach saich ziehen, damit es Sinn ergibt. Aber wieviel Kosten dann zum Schluss dabei herauskommen und in welchem Verhältnis die zum Qualitätsgewinn stehen, kann ich nicht finden.
        Und ich bin mit Audyssey eigentlich nicht unzufrieden. Alles kommt normalerweise daher, wo es herkommen soll.

        • Ich vermute, dass man auch mit einer Audyssey Einmessung glücklich werden kann. Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel einem die „optimale“ Einstellung seiner Soundanlage wert ist. Und Wunder vollbringt die Dirac sicherlich nicht. Wenn die Lautsprecher z.B. an ihre Grenzen kommen, wird man hier auch nicht mit der raumabhängigen Einmessung was verbessern können.

        • Hallo.
          Ein Umik 1 und nene Windows PC/ Notebook sollte man schon als Vorraussetzung sehen.
          Außerdem macht DIRAC nen riesen Unterschied, wenn man richtig einmisst.
          Das ist immer noch wesentlich besser als die Audyssey Blackbox und die Seimi-Pro App.
          Dazu schaltet Audyssey immer diesen seltsamen Dynamic EQ mit ein der die Rears einfach nur sinnlos laut macht.
          Das ist fast so schlimm wie Interpolation bei der Bildwiedergabe 😉
          Viele Grüße

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