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MediaTek Pentonic 800: Neues SoC für Smart-TVs erlaubt 4K bei 165 Hz

MediaTek hat für Smart-TVs mit dem Pentonic 800 einen neuen Chip vorgestellt. Dieser unterstützt unter anderem 4K-Auflösung bei bis zu 165 Hz Bildwiederholrate.

Auch Variable Refresh Rate (VRR) und Wi-Fi 7 unterstützt das neue Chipset, das in kommenden Fernsehgeräten seinen Dienst verrichten soll. Das neue SoC ordnet sich dabei zwischen den bereits verfügbaren MediaTek Pentonic 700 und Pentonic 1000 ein. Der Pentonic 1000 steckt beispielsweise schon in Fernsehgeräten von Sony, wie dem Bravia XR A95L, und einigen Modellen von Philips mit Google TV.

TC wiederum setzt etwa den Pentonic 700 für seine Smart-TVs mit Google TV ein. MediaTek bewirbt nun den neuen Pentonic 800, der sich über dem Pentonic 700, aber unter dem Pentonic 1000 eingruppiert, für Fernsehgeräte mit 4K-Auflösung – aber auch für smarte Monitore sowie kommerzielle Anzeigetafeln. Dabei hebt man auch die gesteigerte KI-Leistung hervor, die teilweise um bis zu 50 % höher liege als bei Vorgänger-Chips. Womit der Hersteller da aber konkret vergleicht, ist offen.

Die technischen Daten des MediaTek Pentonic 800.
Die technischen Daten des MediaTek Pentonic 800.

Als weitere Merkmale nennt MediaTek etwa auch 4K-Gaming bei 120 Hz mit Dolby Vision. Auch muss man abwarten, ob dieser Chip in der Praxis endlich vier vollwertige Anschlüsse mit HDMI 2.1a ermöglicht. Zumindest ist klar, dass der Prozessor für die effizienten Videocodecs AV1 und VVC bereit ist.

MediaTek Pentonic 800: Noch keine TV-Geräte angekündigt

Allerdings sollte man auch die VVC-Unterstützung nicht auf die Goldwaage legen, da zum Decodieren auch bei anderen Chips von MediaTek nämlich in der Praxis noch ein Zusatz-Prozessor notwendig ist. Dies gilt im Übrigen auch für Wi-Fi 7, sodass abzuwarten bleibt, welche Features die ersten Smart-TVs auf Basis des MediaTek Pentonic 800 dann am Ende wirklich mitbringen.

Ansonsten kann der MediaTek Pentonic 800 mit HDR10, HLG, HDR10+ Adaptive und Dolby Vision IQ mit Precision Detail umgehen. Auch für Dolby Atmos und Dolby Atmos FlexConnect ist man gerüstet. Wann die ersten Fernsehgeräte mit dem SoC erscheinen könnten, ist derzeit offen.

LightBoks: Beamer mit Holzgehäusen sollen das Heimkino verschönern

LightBoks des dänischen Herstellers Openhagen folgt im Grunde den Designprinzipien von Bang & Olufsen. Es handelt sich um ein Möbelstück mit Projektor-Funktion.

So steht hier weniger technische Exzellenz im Vordergrund als Optik und Haptik. Im Ergebnis sehen wir hier in Form der LightBoks einen Beamer mit einem Gehäuse aus Echtholz. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten, etwa auch ein Modell, dessen Gehäuse komplett aus Eiche besteht. Andere Versionen verarbeiten z. B. Walnuß.

Aufgrund des eckigen Designs, können die LightBox-Modelle relativ flexibel positioniert werden, was z. B. auch die Wiedergabe von hochkanten Videos erleichtern soll. Wer mag, legt den Beamer so hin, dass er auch direkt an die Decke Inhalte werfen kann. Technisch handelt es sich hier sonst um nichts wirklich Besonderes. So steht die Auflösung bei 1080p, 4K-Inhalte können aber verarbeitet werden.

Die LightBoks-Beamer sollen sich auch gut transportieren lassen.
Die LightBoks-Beamer sollen sich auch gut transportieren lassen.

Was die Diagonalen betrifft, so schaffen die LightBoks zwischen 42 und 180 Zoll bei Abständen von 1 bis 5 Metern zur Leinwand. Es sind sogar Lautsprecher mit 5 Watt direkt integriert. Als Helligkeit nennt Openhagen für die Projektoren 300 Lumen. Das heißt, ihr solltet die Möglichkeit haben, euren Raum gut abzudunkeln. Die Beamer verfügen auch über eine Wi-Fi-Anbindung, könnten aber auch per Casting Inhalte von mobilen Endgeräten spiegeln.

Openhagen LightBoks: Finanzierung per Crowdfunding

Zum Betriebssystem der LightBoks schweigt Openhagen derzeit, verspricht aber, dass Netflix vorinstalliert sei. Als Maße nennt man 17,5 (Länge) x 17,5 (Breite) x 18 (Höhe) cm bei einem Gewicht von etwa 2,3 kg. Im Handel bekommt ihr diese Beamer im ersten Schritt noch nicht. Stattdessen läuft die Finanzierung via Crowdfunding. Wer Interesse hat und gewillt ist, ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen, kann sich bei Kickstarter an der Kampagne beteiligen.

Im Handel sollen die Projektoren mit Holzgehäusen später 899 US-Dollar kosten. Via Kickstarter zahlt man derzeit nur 499 Euro. Wie schon angedeutet: Ihr geht dabei ein Risiko ein, denn es kann auch geschehen, dass solche Projekte noch scheitern und ihr am Ende nie ein Produkt in den Händen haltet. Die Auslieferung soll angeblich im Juli 2024 beginnen.

Loewe Stellar: Erste Bilder und Video zum neuen Premium OLED TV mit Tizen OS

Loewe hat seinen neuen Stellar 4K OLED Fernseher für 2024 auf der High End in München vorgestellt. Hier findest du umfängliche Infos zum Premium OLED-Fernseher mit MLA 2.0-Display, hochwertigen Materialien und Tizen OS! 

Zu unserer Überraschung stelle Loewe den bislang unter Verschluss gehaltenen Stellar 4K OLED TV auf der High End-Messe in München vor, obwohl bei dieser eigentlich die „feinste Audiotechnik“ im Vordergrund steht. Umso mehr freuen wir uns darüber, euch jetzt mit ersten umfänglichen Informationen versorgen zu können. Beim Loewe Stellar handelt es sich um einen Premium, wenn nicht sogar Luxus-OLED-TV, der in Deutschland gefertigt wird. „Made in Germany“ ist definitiv eine Qualitätsaussage, die auf diesen OLED-Fernseher zutrifft. Denn was im oberfränkischen Kronach produziert wird, geht dann doch weit über eine einfache „Endmontage“ hinaus.

Loewe Stellar: OLED TV „Made in Germany“

Hochwertige Materialien wie Aluminium oder Beton kommen beim Loewe Stellar OLED TV zum Einsatz. Das Display lässt sich schwenken, was dem Standfuß zu verdanken ist.
Hochwertige Materialien wie Aluminium oder Beton kommen beim Loewe Stellar OLED TV zum Einsatz. Das Display lässt sich schwenken, was dem Standfuß zu verdanken ist.

Das Besondere am Loewe Stellar ist definitiv, dass der TV-Hersteller seine OLED-Panels von LG-Display nicht als reguläre Ware geliefert bekommt, sondern lediglich die Schicht mit dem organischen Leitermaterial. Bedeutet, das Backplaning, die Ansteuerung, Stromzufuhr usw. wird alles von Loewe entwickelt und für den Loewe Stellar angepasst. Das wirkt sich zum Teil dann auch auf die Verfügbarkeiten aus, denn mit so vielen speziellen Anpassungen, kann man nicht sofort alle Modellgrößen bereitstellen. Das fertige OLED-Panel wird dann in einem Aluminium-Rahmen eingefasst und mit einer Rückseite aus Beton – richtig gelesen Beton – versehen. Aber keine Sorge, der TV ist im Vergleich zu Mitbewerbergeräten vielleicht etwas schwerer, was aber definitiv kein Problem für die Inbetriebnahme oder Handling des Fernsehers darstellt.

Angepasste MLA 2.0-Panels in 55, 65 und 77 Zoll

Das angepasste OLED-Display mit MLA 2.0-Technik, welches beim Loewe Stellar in 55, 65 und 77 Zoll zum Einsatz kommt, dürfte visuell definitiv überzeugen!
Das angepasste OLED-Display mit MLA 2.0-Technik, welches beim Loewe Stellar in 55, 65 und 77 Zoll zum Einsatz kommt, dürfte visuell definitiv überzeugen!

Bleiben wir noch kurz beim Panel, denn Loewe bekommt von LG Display die derzeit fortschrittlichste OLED-Technologie mit MLA 2.0 (Micro Lens Array) geliefert. Die Modellgrößen mit 55, 65 und 77 Zoll profitieren damit von einer deutlich erhöhten Helligkeit, sind reflexionsarmer und schaffen auch eine etwas bessere Farbdarstellung in den hohen Luminanzen.

Die Rückseite des Loewe Stellar mit echem Beton
Die Rückseite des Loewe Stellar mit echem Beton

Also visuell dürfte sich der Loewe Stellar schon einmal in der Championsleague der Bildqualität mitspielen. Doch woher kommt jetzt genau der Luxus-Gedanke? Andere Hersteller bieten doch auch ein OLED TV mit MLA 2.0-Panel an? Das Gesamtpaket „Loewe Stellar“ stellt sich aus vielen kleinen und großen Verbesserungen zusammen, was das Gerät von den Mitbewerben abheben soll. Der bereits angemerkte Aluminium-Rahmen sowie die Rückseite aus Beton, soll z.B. in verschiedenen Farbtönen zur Auswahl stehen. So kann jeder Kunde seinen personalisierten Loewe Stellar passend zum Interieur zusammenstellen. Dann verfügt der TV in der Standard-Variante bereits über einen sehr hochwertigen Standfuß aus Aluminium, mit dem sich das Display sehr einfach schwenken lässt. Es werden aber auch Floorstand-Optionen zur Verfügung stehen, so wie wir es verstanden haben, mit und ohne Motorisierung. Das Zusammenspiel all dieser Bauteile setzt übrigens das neue SL9-Chassis von Loewe zusammen, wie der Hersteller den Aufbau des neuen Systems nennt.

80 Watt Soundssytem & Magic Light

Das 80 Watt Soundsystem des Loewe Stellar liefert einen beeindruckenden Out-of-the-Box-Sound
Das 80 Watt Soundsystem des Loewe Stellar liefert einen beeindruckenden Out-of-the-Box-Sound

Dann hätten wir da noch ein hochwertiges Out-of-the-Box Soundsystem mit 80 Watt Gesamtleistung, welches als Soundleiste unter dem OLED-Display des Loewe Stellar 4K OLED TV positioniert ist. Diese bietet bereits ab Werk eine hochwertige Klangdarstellung, wodurch sich der Kunde nicht sofort um ein Audioupgrade kümmern muss, da Bild- und Klangqualität nicht extrem weit auseinander klaffen. Unter der Soundleiste ist euch vielleicht schon das Licht aufgefallen, welches die Wand sowie den Standfuß beleuchtet.

Das Magic Light unter dem Loewe Stellar: Farbe, Helligkeit und Dauer des Nachleuchten (beim Ausschalten) kann individuell eingestellt werden.
Das Magic Light unter dem Loewe Stellar: Farbe, Helligkeit und Dauer des Nachleuchten (beim Ausschalten) kann individuell eingestellt werden.

Das neue „Magic Light“ von Loewe soll dem System noch den gewissen Touch verleihen, ist aber weitaus mehr als nur eine einfache LED-Spielerei. Das Magic Light wird z.B. in die Ein-/Ausschaltsequenz des Loewe Stellar eingebunden und kann per Fernbedienung in Farbe und Helligkeit angepasst werden. Das Magic Light lässt sich natürlich auch ausschalten. In den Einstellungen kann man auch festlegen, wie lange das Magic Light nach dem Ausschalten des Fernsehers nachleuchtet, damit man genut Zeit hat, um den Raum zu verlassen, ohne in kompletter Dunkelheit noch einen Lichtschalter suchen zu müssen. Nur zum Verständnis, das Magic Light bietet kein Lichtspiel in Abhängigkeit der Bildinhalte wie Philips Ambilight.

Loewe wechselt zu Tizen OS

Loewe Stellar mit Tizen OS: Das Betriebssystem wird von Loewe noch visuell angepasst.
Loewe Stellar mit Tizen OS: Das Betriebssystem wird von Loewe noch visuell angepasst.

Doch was noch nicht ist, kann ja vielleicht noch werden. Denn Loewe wechselt beim Stellar 4K OLED TV erstmals auf Tizen OS Nutzeroberfläche. Diese kommt auch in den Samsung Smart TVs zum Einsatz und ist somit auch eine der weltweit am meisten eingesetzten TV-Plattformen. Die Nutzeroberfläche des Tizen OS wird natürlich etwas angepasst und wird an das Aussehen des Loewe OS angelehnt. Die Vorteile, die dieser Wechsel mit sich bringt, liegen auf der Hand. Ein stabiles und erprobtes TV-Betriebssystem mit hohem Sicherheitsstandard und der vielleicht umfänglichsten Auswahl an Apps. So muss man beim Loewe Stellar nicht darum bangen, dass z.B. eine der beliebten Streaming-Apps wie Netflix, Disney+, Apple TV+, Amazon Prime Video, DAZN usw. fehlt. Zudem ist es vielleicht möglich, zu einem späteren Zeitpunkt die Philips Hue-App zu installieren, um den Loewe Stellar mit Ambilight nachzurüsten. Und das ganze lässt sich dann mit der schicken neuen Fernbedienung steuern, welche ihr nachfolgend seht:

Die schicke Fernbedienung des Loewe Stellar mit Nummern-Block und Quickstart-Tasten für beliebte Streaminganbieter
Die schicke Fernbedienung des Loewe Stellar mit Nummern-Block und Quickstart-Tasten für beliebte Streaminganbieter

So ein Wechsel ist aber kein einfaches Unterfangen. So wird zum Verkaufsstart des Loewe Stellar wohl HLG, HDR10 und ggf. HDR10+ unterstützt, aber kein Dolby Vision HDR. Dieses könnte via Firmware-Update ggf. nachkommen. Dolby Atmos 3D-Sound dürfte mit an Bord sein. Loewe arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, dass Features und hochwertige Bauteile optimal mit Tizen OS zusammenarbeiten, darunter auch der Twin-Triple-Tuner für Kabel, Satellit und Antenen sowie die Aufnahmefunktionen auf die integrierte 1TB SSD-Festplatte. Letztere wird auch Komfort-Funktionen wie Timeshift, Restart oder Aufnahmen ermöglichen. Wir haben auch gehört, dass vier HDMI 2.1-Anschlüsse mit vollen 48 Gbit/s am Start sein sollen. Wir hoffen somit auch, dass weitreichende Gaming-Features wie VRR (ggf. AMD FreeSync Premium Pro), ALLM, 144Hz uvm. ebenfalls zur Verfügung stehen.

Loewe Stellar – Preise und Verfügbarkeit:

Der schicke Aluminiumrahmen des Loewe Stellar. Man erkennt sogar die WRGB-Pixel des MLA-Panels
Der schicke Aluminiumrahmen des Loewe Stellar. Man erkennt sogar die WRGB-Pixel des MLA-Panels

Alle Features, Neuerungen, hochwertige Materialien sowie die Fertigung in Deutschland haben natürlich ihren Preis. Loewe macht auch keinen Hehl daraus, dass man sich mit dem Modell im Luxus-Segment niederlassen möchte. Wer eine großartige Bildqualität, ein individualisierbares Design, sowie Alleinstellungsmerkmale wie das Magic Light oder die integrierte 1TB SSD-Festplatte zu würdigen weiß, der kann die neuen Geräte brereits Ab Juni dieses Jahres über den Fachhandel erwerben. Die Preise und Verfügbarkeiten haben wir euch nachfolgend aufgeschlüsselt:

  • Größen 42 und 55 Zoll – Mitte Juni 2024 – 3.299 Euro und 4.299 Euro (UVP)
  • Größen 48 und 65 Zoll – Juli 2024 – 3.799 Euro und 5.999 Euro (UVP)
  • Größen 77 und 83 Zoll – ca. September 2024 – Preise vor IFA
  • Größe 97 Zoll – 2025 – Noch kein Preis

Preisvergleich Loewe stellar OLED TVs:

Loewe stellar 42 Zoll48 Zoll55 Zoll65 Zoll77 Zoll83 Zoll
Versand: n. a. Verfügbarkeit: 1
Zuletzt aktualisiert am 14. August 2026 um 01:25 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Versand: € 49,99 Verfügbarkeit: 1
Zuletzt aktualisiert am 14. August 2026 um 01:25 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Zuletzt aktualisiert am 14. August 2026 um 01:25 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Versand: n. a. Verfügbarkeit: 1
Zuletzt aktualisiert am 14. August 2026 um 01:25 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zuletzt aktualisiert am 9. Januar 2026 um 23:47 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zuletzt aktualisiert am 9. August 2026 um 19:35 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Videovorstellung Loewe Stellar OLED TV 2024:

Google TV treibt ab sofort auch auf Monitoren sein Unwesen

Wer hätte das gedacht: Google TV wächst über sich selbst hinaus. Der Launcher für Smart-TVs erreicht nämlich ab sofort auch Monitore.

So bringt der Anbieter Acer, welcher neben Monitoren auch Komplett-PCs, Notebooks und Beamer vertreibt, seine ersten Smart-Monitore mit Google TV auf den Markt. Neu ist eine derartige Idee nicht, bei der eine Plattform aus dem TV-Bereich auf Monitore gehievt wird. So hat LG auch schon einige Monitore mit webOS bestückt, während Samsung Modelle mit Tizen im Repertoire hat.

Das Konzept ist immer gleich: Direkt an den Monitoren besteht auch ohne Zuspieler Zugriff auf allerlei Apps und Streaming-Dienste. Acer bringt konkret einmal den DA1 in den Diagonalen 27 und 31,5 Zoll auf den Markt – jeweils mit 4K-Auflösung. Dazu gesellen sich die Acer Nitro GA1, Gaming-Monitore mit 27 und 31,5 Zoll Diagonale und WQHD als Auflösung – bei einer Bildwiederholrate von 180 Hz.

Die Rückseite des Acer DA1 mit Google TV.
Die Rückseite des Acer DA1 mit Google TV.

Die neuen Acer DA271K und DA321QK unterstützen dabei auch HDR10, werden aber nur 250 Nits hell, sodass das eher ein Pluspunkt fürs Marketing ist. Sie sind auch zu Adaptive Sync kompatibel, während die Nitro noch AMD FreeSync ergänzen. Dan Google TV sind Apps für Amazon Prime Video, Disney+ und YouTube direkt an Bord. Auch Google Cast wird unterstützt

Acer: Smarte Monitore kommen erst im 4. Quartal 2024 in den Handel

Die neuen Acer DA1 und Nitro GA1 sind auch mit Bluetooth versehen, sodass etwa direkt Lautsprecher verbunden werden können. Auch Wi-Fi ist direkt an Bord. Multiview bieten ebenfalls beide Modellreihen. Freilich könnt ihr die smarten LCD-Monitore sowohl an der Wand montieren als auch mit ihren Ständern auf dem Schreibtisch platzieren. Allerdings gibt es einen kleinen Dämpfer: In den Handel kommen die Smart-Monitore von Acer nämlich erst ab dem 4. Quartal 2024.

Der Acer Nitro GA1 ist wohl der erste Gaming-Monitor mit Google TV.
Der Acer Nitro GA1 ist wohl der erste Gaming-Monitor mit Google TV.

Preise und Verfügbarkeiten

  • Der Acer DA271K ist voraussichtlich ab Q4 2024 zum unverbindlich empfohlenen Endkundenpreis von 299 Euro verfügbar.
  • Der Acer DA321QK ist voraussichtlich ab Q4 2024 zum unverbindlich empfohlenen Endkundenpreis von 349 Euro verfügbar.
  • Der Nitro GA271U P ist voraussichtlich ab Q4 2024 zum unverbindlich empfohlenen Endkundenpreis von 299 Euro verfügbar.
  • Der Nitro GA321QU P ist voraussichtlich ab Q4 2024 zum unverbindlich empfohlenen Endkundenpreis von 349 Euro verfügbar.

Unten findet ihr in den Tabellen obendrein noch einmal die vollständigen, technischen Daten der Acer DA1 und Nitro GA1.

Produktname Acer DA1 Serie
Panel-Spezifikationen
Modellname Acer DA271K / Acer DA321QK
Bildschirmgröße 27” / 31,5”
Panel-Typ VA
Maximale Auflösung und Bildwiederholrate HDMI: 3.840 x 2.160 @ 60Hz
DP: 3.840 x 2.160 @ 60Hz
Blendung Nein
Ruckeltechnologie AdaptiveSync
Reaktionszeit 4 ms (Grau zu Grau)
Kontrastverhältnis 3.600:1 / 3.000:1
Helligkeit 250 Nits
Blickwinkel 178° (Horizontal), 178° (Vertikal)
Farbraum sRGB 99 %
Farben 1,07 Milliarden
Bits 8 Bit + Hi-FRC
System-Spezifikationen
Eingangssignal HDMI (2.0) + DP (1.4) + Typ C (PD 65 W) + 2 USB 2.0 + Lautsprecher + Audio-Ausgang
VESA-Wandmontage 100 x 100 mm
Lautsprecher 5 W x 2
Stromversorgung (100 – 240 V) Intern
Neigen/Schwenken/Höhenverstellung/Pivot 5°~35° / ± 60° / 165 mm / ± 90°

 

Produktname Nitro GA1 Serie
Panel-Spezifikationen
Modellname Nitro GA271U P / Nitro GA321QU P
Bildschirmgröße 27” / 31,5”
Panel-Typ IPS / VA
Maximale Auflösung und Bildwiederholrate HDMI: 2.560 x 1.440 @ 144Hz
DP: 2.560 x 1.440 @ 180Hz
Blendung Nein
Ruckeltechnologie AMD FreeSync
Reaktionszeit 1 ms (VRB)
Kontrastverhältnis 1.000:1 / 3.500:1
Helligkeit 250 Nits
Blickwinkel 178° (Horizontal), 178° (Vertikal)
Farbraum sRGB 99 %
Farben 16,7 Millionen
Bits 8 Bits
System-Spezifikationen
Eingangssignal HDMI (2.0) + DP (1.4) + Typ C (PD 65 W) + 2 USB 2.0 + Lautsprecher + Audio-Ausgang
VESA-Wandmontage 100 x 100 mm
Lautsprecher 5 W x 2
Stromversorgung (100 – 240 V) Intern
Neigen/Schwenken/Höhenverstellung/Pivot 5°~35° / ± 60° / 150 mm / ± 90°

LG UltraGear 32GS95UX-B: Gaming-Monitor mit OLED und 4K Ultra HD

LG stellt mit dem UltraGear 32GS95UX-B seinen ersten OLED-Monitor mit 32 Zoll und 4K-UHD-Auflösung für Gamer vor.

Erstmals hatten die Südkoreaner den Gaming-Monitor bereits auf der CES 2024 im Januar in Las Vegas präsentiert. Jetzt kommt der Bildschirm bald nach Deutschland: Ab dem 17, Juni 2024 ist der LG UltraGear 32GS95UX-B offiziell im Handel erhältlich. Einige Anbieter listen den Monitor bereits für 1.399 Euro. Vom 03. Juni bis 16. Juni können alle Interessierten über www.lg.com obendrein an einer Vorbestellaktion teilnehmen und dabei einen Rabatt von 100 Euro sowie fünf Jahre Garantie in Anspruch nehmen.

LG 4K-OLED-Gaming-Monitor mit 480Hz

Laut LG handelt es sich um den ersten OLED-Gaming-Monitor des Unternehmens mit 32 Zoll Diagonale und 4K-Auflösung. Mit dabei ist auch Support für HDR10 und die Zertifizierung nach VESA DisplayHDR True Black 400. Spannend ist auch der Dual-Mode des Monitors. So könnt ihr den Gaming-Monitor wahlweise bei voller 4K-Auflösung mit bis zu 240 Hz betreiben oder aber auf 1080p drosseln, dafür dann aber 480 Hz einsetzen. Das ist vielleicht für E-Sportler interessant.

Der LG UltraGear 32GS95UX-B kann auch mit 1080p und dann 480 Hz arbeiten.
Der LG UltraGear 32GS95UX-B kann auch mit 1080p und dann 480 Hz arbeiten.

Ebenfalls könnt ihr unabhängig von der Bildwiederholrate auch auf eine verkleinere Darstellung in den Formaten 24 oder 27 Zoll umschalten. Neben HDMI VRR finden auch AMD FreeSync Premium Pro und Nvidia G-Sync Unterstützung. Für den Sound nutzt LG das OLED-Panel selbst, welches per „Cinematic Sound“ den Klang auf den Spieler abstrahlt. Hier will man auch mit DTS Virtual:X aufwarten. Auch eine RGB-Hintergrundbeleuchtung darf bei so einem Gaming-Monitor natürlich nicht fehlen.

LG UltraGear 32GS95UX-B: Mit HDMI 2.1

Was die Schnittstellen betrifft, so bringt der LG UltraGear 32GS95UX-B zweimal HDMI 2.1, einmal DisplayPort 1.4, zweimal USB-A (Downstream, 3.0) und einmal USB-A (Upstream, 3.0) sowie einen Kopfhörerausgang mit. VESA ClearMR 13000 bescheinigt dem Gaming-Monitor eine exzellente Bewegungsschärfe. Auch für VESA Adaptive Sync ist der Bildschirm zertifiziert.

Hinten am Ständer sitzt eine RGB-Hintergrundbeleuchtung.
Hinten am Ständer sitzt eine RGB-Hintergrundbeleuchtung.

Für mehr Ergonomie lässt sich der LG UltraGear 32GS95UX-B drehen, neigen und in der Höhe verstellen. Auch die Nutzung im Pivot-Modus ist möglich. Laut LG nutzt der Monitor zudem ein Mikro-Linsen-Array zur Steigerung der Helligkeit. Als Spitzenhelligkeit kann man daher bis zu 1.300 Nits nennen.

Preisaktion auf Sennheiser AMBEO Soundbars mit bis zu 33 Prozent Rabatt (Mini, Plus, MAX)

Sennheiser lockt mit einer attraktiven Preisaktion auf seine beliebten AMBEO Soundbar-Modelle Mini, Plus und MAX. Mehrere Händler haben die Preise für die Klangriegel um bis zu 33 Prozent reduziert.

Mit der nahenden Fußball-EM 2024 in Deutschland versuchen Elektronikhersteller mit attraktiven Preisaktionen noch ein paar fortschrittliche Audio- und Videoprodukte in den Wohnzimmern zu platzieren. So auch bei den Audiospezialisten von Sennheiser, die das akustische Entertainment-Erlebnis für Live-Sport, Filme, Serien, Fernsehen und Gaming in den eigenen vier Wänden optimieren möchten. Entsprechend wurden im Webshop von Sennheiser sowie bei mehreren namhaften Online-Shops die Preise für die beliebten AMBEO Soundbars zum Teil drastisch reduziert. Die doch recht preisstabilen Produkte von Sennheiser, werden derzeit mit Rabatten von bis zu 33 Prozent (z.b. bei der AMBEO Soundbar Plus) angeboten. (Hier geht es direkt zum Preisvergleich der AMBEO Soundbars).

Sennheiser AMBEO Soundbar Mini

Die Sennheiser AMBEO Soundbar Mini (unten), darüber die Plus-Variante
Die Sennheiser AMBEO Soundbar Mini (unten), darüber die Plus-Variante || Bild: Dominic Jahn

Alle Soundbar-Modelle von Sennheiser sind derzeit Teil der Preisvorteils-Aktion. Erfreulicherweise besteht das Klangriegel-Portfolio von Sennheiser nur aus drei Modellen, die wir euch entsprechend schnell vorstellen dürfen. Das Einstiegsmodell hört auf die Bezeichnung AMBEO Soundbar Mini, ein 4.1-Soundsystem mit 6 Lautsprechern (4x Breitband 2x Woofer) und einer maximalen Klangleistung von 250 Watt. Das System erlaubt eine Verarbeitung und Virtualisierung von 3D-Soundformaten wie Dolby Atmos, DTS:X, MPEG-H oder 360 Reality Audio.

Dazu wird Klang von Stereo- und Surround-Soundformaten dank integrierten Upmixer in ein voluminöses, akustisches Erlebnis verwandelt. Das System lässt sich via HDMI eARC, Bluetooth, Wi-Fi, Bluetooth, Apple AirPlay 2 usw. ansteuern. Als Komfort-Feature liefert die Ambeo Soundbar Mini auch eine Unterstützung für den Amazon Alexa Sprachassistenten, dank der integrierten Mikrofone. Die Optimierung und Steuerung kann über die Fernbedienung oder kostenlosen Sennheiser Smart Control App erfolgen.

Sennheiser AMBEO Soundbar Plus

Größenvergleich der Soundbars: Die AMBEO Mini (vorne), AMBEO Plus (oben) und AMBEO MAX (Hintergrund) von Sennheiser
Größenvergleich der Soundbars: Die AMBEO Mini (vorne), AMBEO Plus (oben) und AMBEO MAX (Hintergrund) von Sennheiser || Bild: Dominic Jahn

Die Sennheiser AMBEO Soundbar Plus übernimmt alle Funktionen und Features der AMBEO Soundbar Mini und erweitert diese in vielerlei Hinsicht. Die Plus-Variante bildet ein 5.1.2-Soundsystem ab mit zwei nach oben strahlenden Reflexions-Lautsprechern für die Abbildung der Höhenkanäle der 3D-Soundformate. Zudem erhöht sich die Klangleistung auf bis zu 400 Watt (RMS). Auch bei der Auswahl der Anschlüsse gibt es mehr Auswahl. 4K-Passthrough ist dank zwei HDMI 2.0-Eingängen sowie dem HDMI 2.1-Ausgang (eARC) möglich. Dazu gesellt sich noch ein digital-optischer S/PDIF-Eingang, ein Stereo-RCA-Anschluss sowie ein Ethernet/Lan-Anschluss. Weiterhin mit an Bord sind drahtlose Optionen wie Bluetooth, Apple AirPlay 2, Wi-Fi, Chromecast, Spotify Connect uvm.

Sennheiser AMBEO Soundbar MAX

Das Audio-Flaggschiff Sennheiser AMBEO Soundbar MAX
Das Audio-Flaggschiff Sennheiser AMBEO Soundbar MAX || Bild: Dominic Jahn

Zuletzt die AMBEO Soundbar MAX – der ganze Stolz der Soundspezialisten von Sennheiser. Bei diesem Modell kommen doch etwas größere Treiber zum Einsatz, die sich in einem echten 5.1.4-Kanal-System anordnen. Die maximale Klangleistung steigt auf 500 Watt, was sich bei der Klangleistung definitiv bemerkbar macht. Auch die optimierte Verortung von Klangobjekten im Raum dürfte bei der MAX-Variante am besten transportiert werden.

Preisvergleich Sennheiser AMBEO Soundbars:

Preis: € 499,00 Bester Preis
Versand: € 5,99 Verfügbarkeit: 1
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Zuletzt aktualisiert am 15. August 2026 um 07:59 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Preis: € 977,00 Bester Preis
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Versand: n. a. Verfügbarkeit: Lieferung in 7 - 9 Werktagen
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Zuletzt aktualisiert am 15. August 2026 um 07:59 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Zuletzt aktualisiert am 15. August 2026 um 08:05 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Netflix: App verabschiedet sich von weiteren Sony-TVs

Sony teilt mit, dass sich die App für Netflix von zahlreichen Fernsehgeräten des Unternehmens verabschiedet. Betroffen sind Modelle aus dem Jahr 2014.

Schon vor einer Weile hatte Sony das Aus für die Netflix-App auf seinen Smart-TVs der Modelljahre 2011, 2012 und 2013 bestätigt. Jetzt hat man erklärt, dass zusätzlich auch Geräte aus dem Jahr 2014 betroffen sind. Leser, die also entsprechende Fernsehgeräte besitzen und direkt auf ihnen auf das Streaming-Angebot zugreifen, werden sich nach einer Alternative umsehen müssen.

Einerseits kann man einen 10 Jahre alten Fernseher natürlich auch tatsächlich mal durch ein aktuelles Modell austauschen und dürfte einen erheblichen Qualitätssprung erleben. Wer dazu aber nicht bereit ist, hat andererseits die Chance, einen Streaming-Player per HDMI zu verbinden. Da würde auch schon ein Modell der Reihe Amazon Fire TV Stick ausreichen, um verhältnismäßig günstig den Zugriff auf Netflix wieder zu erreichen.

Sony X95 4K Fernseher mit HDMI 2.0

Ein wenig Bedenkzeit verleibt so oder so noch. Laut Sony wird die App für Netflix auf betroffenen TV-Geräten aus dem Modelljahr 2014 ab dem 23. Juli 2024 nicht mehr funktionsfähig sein. Betroffen sind von dieser Anpassung alle Regionen – also auch Europa bzw. Deutschland.

Smart-TVs bieten wenig Sicherheit in Bezug auf die App-Unterstützung

Letzten Endes sieht man an diesem Beispiel, dass es durchaus praktisch ist, Streaming-Apps direkt über den Smart-TV zu nutzen, doch die Unterstützung kann eben jederzeit gestrichen werden. Allerdings kann man Sony nach einer Dekade auch keinen allzu großen Vorwurf daraus stricken, dass die App eines Streaming-Anbieters jetzt entfällt. Am Ende ist das eben der Lauf der Dinge, da es irgendwann finanziell für die Hersteller und App-Anbieter keinen Sinn mehr ergibt, ältere Geräte auf dem aktuellen Stand zu halten.

Zum Schluss teilen wir noch Sonys offizielle Liste der betroffenen Modelle mit euch. Besitzt ihr also einen der folgenden Fernseher von Sony, ist mit Netflix ab dem 23. Juli 2024 Schluss.

  • KDL-60W610B
  • KDL-60W630B
  • KDL-55X830B
  • KDL-65X830B
  • KDL-70X830B
  • XBR-55X800B
  • XBR-65X800B
  • XBR-49X850B
  • XBR-55X850B
  • XBR-65X850B
  • XBR-70X850B
  • XBR-55X900B
  • XBR-65X900B
  • XBR-79X900B
  • XBR-65X950B
  • XBR-85X950B

DTS:X – Alles, was ihr über das 3D-Audioformat wissen müsst

DTS:X ist vielen Heimkino-Fans bereits ein Begriff. Das Konkurrenzformat zu Dolby Atmos liefert fulminanten 3D-Sound für Filme und Serien. Wir klären für euch alle Fragen zum DTS:X 3D-Audioformat. 

Dabei möchten wir ergänzen: Im Heimkino gibt es neben dem Platzhirsch Dolby Atmos und dem Zweitplatzierten DTS:X auch noch Auro 3D als 3D-Tonformat. Alle drei haben eines gemeinsam: Sie ermöglichen objektbasierten Klang. Dies ist etwas, das vor allem beim Mastering bzw. der Abmischung, also in der Produktion, eine Rolle spielt. Letzten Endes können die Toningenieure „Klangobjekte“, z. B. das Rauschen eines Hubschraubers oder den Schuss einer Pistole, freier im Raum verteilen. Sie müssen sich nicht felsenfest auf einen oder mehrere Lautsprecher eines 5.1- oder 7.1-Systems festgelegt werden.

Das kann für dich auch Vorteile bei der Wiedergabe haben. Theoretisch sollte es egal sein, ob ihr z. B. ein 3D-Audio-System im Aufbau 7.1.4 oder 11.2.4, etc. nutzt – dank der objektbasierten Abmischung sollte die Räumlichkeit deines Aufbaus immer voll ausgenutzt werden. Obendrein ermöglichen 3D-Tonformate es im Gegensatz zu ihren Vorgängern wie Dolby TrueHD oder DTS-HD Master Audio, dass auch Klang aus der Höhe kommt. Dies könnt ihr Zuhause entweder durch Deckenlautsprecher oder Upfiring-Lautsprecher realisieren. Letztere sind oft in Premium-Soundbars verbaut. Sie sollen den Klang von der Decke zum Sitzplatz reflektieren.

Hier ist ein System mit DTS:X im 7.1.4-Aufbau zu sehen.
Hier ist ein System mit DTS:X im 7.1.4-Aufbau zu sehen. | Bild: DTS

Wie gut das funktioniert, hängt nicht nur von eurem Zimmer, sondern auch von der jeweiligen Soundbar ab. Letzten Endes sind „echte“ Deckenlautsprecher natürlich der bessere allerdings auch komplexere Weg. Ein weiterer Vorteil von Dolby Atmos und DTS:X: Ihr könnt nicht nur speziell Deckenlautsprecher verwenden, sondern allgemein wesentlich größere Systeme mit mehr Speakern. Damit sprengt ihr also die Begrenzungen von Dolby Digital, DTS und den bereits erwähnten Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio.

Stopp: Was bedeutet eigentlich 5.1.4?

Genau genommen sind aber weder DTS:X noch Dolby Atmos wirklich neue Klangformate. Vielmehr basieren sie noch auf bestehenden Formaten wie im Bereich der Ultra HD Blu-rays auf den verlustfreien DTS-HD Master Audio und Dolby TrueHD. Sie erweitern diese Formate aber eben um die objektbasierten Metadaten. Letztere platzieren die erwähnten Klangobjekte im Raum, damit eure Lautsprecher sie korrekt wiedergeben können – auch wenn ihr Speaker-Set-ups wie 9.1.4 oder ähnliche Systeme verwendet.

Mancher Leser kratzt sich jetzt jedoch vielleicht ratlos am Kopf: Wofür stehen denn diese „Zahlencodes“ wie 5.1.2, 7.1.4 oder auch 9.1.4 überhaupt? Nun, bei einem klassischen Stereo-System gibt es zwei Lautsprecher oder auch Kanäle. Folglich bezeichnet man so ein System auch als 2.0-Aufbau. Fügen wir einen Subwoofer hinzu, entsteht ein 2.1-System. Die erste Ziffer stehrt für die beiden Speaker (links, rechts), die „1“ nach dem Punkt für den Sub. Gehen wir zum Surround-Sound über, könnte sich ein 5.1-System ergeben. Hier stünden fünf „normale“ Lautsprecher (vorne links, vorne rechts, Center, hinten links, hinten rechts) plus ein Subwoofer bereit.

Soundbars wie die hier gezeigte Samsung Slim HW-S710GD wird gerne mit Dolby Atmos beworben, unterstützt jedoch ebenfalls DTS:X
Soundbars wie die hier gezeigte Samsung Slim HW-S710GD wird gerne mit Dolby Atmos beworben, unterstützt jedoch ebenfalls DTS:X

So weit so gut, doch wofür steht dann die Ziffer 2 bei einem 5.1.2-System? Die letzte Zahl markiert die Anzahl der Höhenkanäle bzw. Deckenlautsprecher oder auch Upfiring-Treiber. Bei einem 5.1.2-System hättet ihr also beispielsweise zwei Höhenkanäle für Klang von oben an Bord. Bei einem 9.1.4-System wären es vier Höhenkanäle – gar nicht so kompliziert also.

DTS:X: Mehr Lautsprecher = mehr Immersion

Ein Vorteil von DTS:X gegenüber DTS-Master Audio oder auch Dolby TrueHD: Ihr profitiert auch dann, wenn ihr euer System später aufrüstet. Das Tonformat macht euch also quasi „zukunftssicher“. Im Übrigen gilt dies aber genau so auch für Dolby Atmos. Beispiel: Eine Tonspur, codiert als DTS-HD Master Audio 5.1 spricht exakt einen 5.1-Aufbau an. Nutzt ihr ein 7.1-System bleiben eure seitlichen Speaker folgerichtig stumm – es sei den ihr rechnet den Ton hoch, was nie ganz ideal funktioniert.

Liegt die Tonspur aber als DTS:X vor, dann wurde sie, wie bereits erklärt, objektbasiert abgemischt. Es ist also egal, ob ihr ein 5.1, ein 7.1.2 oder ein 11.1.4-System, verwendet – die Tonspur kann alle Lautsprecher versorgen und ausnutzen. Das macht es nicht nur für die Ingenieure im Tonstudio leichter, verschiedene Konfigurationen zu berücksichtigen, auch für euch ist das ein Vorteil, falls ihr später euer System umbaut. Mit DTS:X könnt ihr sicher sein, dass es optimal ausgenutzt wird.

Dazu wollen wir anmerken, dass manche AV-Receiver und Soundbars auch mit den Techniken DTS Virtual:X oder Dolby Atmos Height Virtualization werben. Das sind im Grunde Software-Tricks, um etwa bei einer nativen 5.1-Tonspur weitere Kanäle zu simulieren und somit auch die Höhenkanäle zu befeuern. Dass die Software hier aber „schätzen“ muss, sind die Ergebnisse je nach Vorlage mal erstaunlich brauchbar und mal eher kurios. Nativer 3D-Sound ist also klar zu bevorzugen.

Warum „hört“ man so wenig von DTS:X?

Grenzen sind allerdings auch DTS:X gesetzt. Diese liegen in der Praxis weniger am Tonformat selbst, sondern an den Herstellern. Wie viele Lautsprecher bzw. Kanäle ihr an einem AVR betreiben könntt, hängt vom jeweiligen Modell ab. Und da kommt natürlich auch der Geldbeutel ins Spiel. Premium-Receiver von Denon, Marantz und Yamaha kosten schnell tausende Euro.

DTS:X unterstützt auf dem Papier maximal 12 Kanäle. Allerdings gibt es dann auch noch DTS:X Pro, was bis zu 32 Kanäle / Lautsprecher im Heimkino ermöglicht. Diese Grenze dürfte kaum jemand außerhalb der oberen Zehntausend sprengen können. Zumal hier eben eher die erwähnten AV-Receiver limitieren. Flaggschiffe von Denon und Marantz etwa belassen es derzeit bei 14 Kanälen.

Einige TVs können DTS:X direkt wiedergeben, das 3D-Tonformat spielt aber erst bei sehr vielen Lautsprechern seine Stärken aus.
Einige TVs können DTS:X direkt wiedergeben, das 3D-Tonformat spielt aber erst bei sehr vielen Lautsprechern seine Stärken aus.

Warum hört man aber verhältnismäßig von DTS:X, während Dolby Atmos gefühlt in aller Munde zu sein scheint? Dolby hat den Vorteil, deutlich schneller auf den Streaming-Zug aufgesprungen zu sein. Dort kann dann als sogenannte Core (Kern) Dolby Digital+ dienen. Bei Ultra HD Blu-rays ist es im Übrigen als Core DTS-HD Master Audio. Während DTS auf Discs verbreitet ist, setzen erst jetzt erste Streaming-Anbieter wie Disney+ verbunden mit IMAX Enhanced auf DTS:X. Es sind aber deutlich weniger Geräte kompatibel als bei Dolby Atmos. Das Unternehmen hinter DTS, Xperi, scheint zu lange geschlafen zu haben.

DTS:X benötigt immer einen Kern

Ihr habt es herausgelesen: DTS:X benötigt als Basis immer einen Core, da es eben kein eigenständiges Klangformat ist, sondern streng genommen seinen Kern um Metadaten aufstockt. Bei Dolby Atmos verhält es sich genau so. Während auf Discs jeweils die verlustfreien Formate DTS-HD Master Audio und Dolby TrueHD die Cores stellen können, sind es bei Streaming-Anbietern die verlustbehafteten DTS und Dolby Digital+.

Bei AV-Receivern und Endstufen (hier die Produktauswahl von Yamaha) gehört DTS:X bereits seit Jahren zum "guten Ton". Ausnahme natürlich Stereo- und Surround-Systeme.
Bei AV-Receivern und Endstufen (hier die Produktauswahl von Yamaha) gehört DTS:X bereits seit Jahren zum „guten Ton“. Ausnahme natürlich Stereo- und Surround-Systeme.

Die Vorgehensweise mag auf den ersten Blick befremdlich wirken, hat aber einen Vorteil: Tonspuren mit DTS:X sind abwärtskompatibel und funktionieren dank ihrer Kerne stets auch auf Anlagen, die DTS bzw. DTS-HD Master Audio beherrschen. Allerdings gilt das nur für Discs, beim Streaming wird es komplizierter, da Xperi verlustbehaftetes DTS:X erst deutlich später ins Format aufgenommen hat.

Disney+ unterstützt inzwischen DTS:X als Teil von IMAX Enhanced für einige Inhalte. Aber nur wenige TVs und Mediaplayer sind derzeit kompatibel.
Disney+ unterstützt inzwischen DTS:X als Teil von IMAX Enhanced für einige Inhalte. Aber nur wenige TVs und Mediaplayer sind derzeit kompatibel. | Bild: The Walt Disney Company

Deswegen kannst du DTS:X per Streaming nur an Geräten einsetzen, die das sogenannte „Profile 2“ beherrschen. Dies sind normalerweise Geräte, die auch für IMAX Enhanced zertifiziert sind. Aus diesem Grund funktioniert auch Disney+ mit DTS:X aktuell nur an einer Handvoll von Geräten. Es bleibt abzuwarten, ob sich das in Zukunft ändern wird. Das hängt wesentlich davon ab, wie gewillt Xperi ist, die Kampfkasse zu öffnen und Partner zu umgarnen.

Der harte Kampf gegen Dolby Atmos

Auch das Marketing von Dolby stellt sich geschickter an, bzw. wirft mit mehr Geld um sich. So bewerben etwa die Hersteller vieler Soundbars und AV-Receiver aggressiv mit Support von Dolby Atmos, auf DTS:X stößt man häufig erst im Datenblatt. Und abseits von Disney+ unterstützt derzeit kein großer Streaming-Anbieter das 3D-Tonformat von Xperi. Dolby Atmos gibt es hingegen bei sowohl Amazon Prime Video (allerdings nur im werbefreien Tarif), Apple TV+, Disney+, Netflix und mehr.

Auch Ultra HD Blu-rays mit DTS:X kann man im Grunde an einer Hand abzählen, während Dolby Atmos sehr verbreitet ist. Die Ursachen sind wohl vielfältig. Wir spekulieren das liegt daran, dass es wesentlich mehr Kinosäle mit Dolby Atmos gibt. Vermutlich erleichtert das den Studios, ihre Kino-Abmischungen auch im Heimkino in Dolby Atmos statt in DTS:X umzusetzen. Dolby stellte sich auch bei der Vermarktung geschickter an und bewarb von Anfang an aggressiv die zusätzlichen Höhenkanäle als Mehrwert. Xperi gab sich eher technisch und betonte den objektbasierten Charakter des Formats, was viele Laien dann eher verwirrt hat.

Dabei hat DTS:X technische Vorteile gegenüber Dolby Atmos, etwa weil es höhere Bitrates unterstützt. Allerdings kontert Dolby, dass Atmos angeblich effizienter codiert sei. Zu bemerken ist aber, dass viele Studios für Dolby Atmos im Dynamikumfang sehr beschränkte Near-Field-Abmischungen verwenden. Da besteht eine Chance für DTS:X, um zu punkten. Vielleicht schaft man das in Zukunft im Rahmen der IMAX-Enhanced-Inhalte?

Zu den aktuellen TV-Herstellern, die DTS:X unterstützen, gehören übrigens Sony, Hisense, LG, TCL, Philips, Vizio, Sharp und weitere, kleinere Anbieter. Und da DTS:X-Fernseher mit älteren DTS-Audioprodukten kompatibel sind, könnt ihr eben auch ältere Geräte mit neueren kombinieren, um von einer Aufwertung des Klangs zu profitieren.

DTS:X vs. Dolby Atmos: Was ist besser?

Zwar hat DTS:X auf dem Papier Vorteile, in der Praxis sind sich die Formate DTS:X und Dolby Atmos aber recht ebenbürtig. Das Unternehmen hinter DTS:X, Xperi, hat sich aber lange bei der Vermarktung denkbar ungeschickt angestellt, was zum Siegeszug von Dolby Atmos beigetragen hat. Inzwischen scheint das Kind in den Brunnen gefallen zu sein, denn es gibt wesentlich mehr Content mit Dolby Atmos.

Ob man jetzt noch aufholen kann, indem man DTS:X sozusagen „verdeckt“ als Teil von IMAX Enhanced in die Wohnzimmer schmuggelt, muss die Zeit zeigen. Noch sieht es nicht danach aus, denn die Hardware-Unterstützung für Streams mit dem objektbasierten Format ist noch überschaubar. Für den Kunden ist es grundsätzlich aber immer zu begrüßen, wenn es Konkurrenz gibt. Denn das treibt die Weiterentwicklung an.

Kleine Anmerkung zum Schluss: Verwechselt bitte nicht DTS:X mit DTS Play-Fi. Während erstes ein objektbasiertes 3D-Tonformat mit Höheninformationen darstellt, ist letzteres ein Multiroom-Protokoll. Beide stammen von Xperi, haben aber im Grunde nichts miteinander gemeinsam.

Soundbars mit DTS:X

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