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Das perfekte Bild im Blick – Interview mit Marcel Gonska (CalMAN by SpectraCal)

Das Thema Einstellung und Kalibrierung von TV-Geräten ist und bleibt aktuell. In den Berichterstattungen der letzten Monate tauchen dabei immer wieder die Namen „CalMAN by SpectraCal“ und „AutoCal“ auf. Wir haben uns einfach mal Marcel Gonska, Direktor Business Development EMEA bei Portrait Displays Inc., geschnappt um ein paar fundierte Antworten zum Thema Bildkalibrierung zu bekommen.

Interview mit Marcel Gonska:

Dominic: Hallo Marcel, erzähl und doch einmal in ein paar Sätzen worum es sich bei „CalMAN by SpectraCal“ handelt und welche Features die Software mit sich bringt

Marcel: Hallo Dominic! Zuerst einmal vielen Dank für die Einladung und das Gespräch. Wir freuen uns das 4Kfilme.de seine Leser über unsere Software informieren möchte – das ist ganz groß für uns!

CalMAN – so der Name unseres Produktes – ist eine Display-Kalibrierungs-Software, die eine optimale Einstellung jeglicher bildgebenden Geräte – von professionellen Studiomonitoren über Projektoren bis hin zu TV-Geräten – ermöglicht. Während viele Filmstudios und Sendeanstalten weltweit unsere Software zur Einstellung und Optimierung ihrer Monitore einsetzen bieten wir auch spezielle Versionen zur Optimierung von Consumer-TVs an – die dann sogar automatisch eingemessen werden können, was vor allem dem Fachhandel helfen soll dem Kunden beste Bildqualität nach Hause zu transportieren. TV-Geräte, die eine Auto-Kalibrierung unterstützen, sind mit unserem neuen „CalMAN Ready“-Logo ausgezeichnet – ein Logo-Programm, dass Händler und Verbraucher darauf hinweist welche TV-Geräte mit unserer Software kommunizieren.

TV-Geräte mit diesem Logo unterstützen die CalMAN Kalibrierungs-Software
TV-Geräte mit diesem Logo unterstützen die CalMAN Kalibrierungs-Software

Dominic: Welche Hersteller unterstützen bereits das AutoCal-Feature und werden noch weitere hinzu kommen?

Marcel: Im TV-Segment sind es derzeit Samsung, LG und Panasonic, deren Top-Geräte „AutoCal-Ready“ sind. Wenn weitere Hersteller interessiert sind können Sie uns gerne jederzeit ansprechen, um zu erörtern wie wir deren TV-Line-Up für CalMAN AutoCal „aufbohren“ können. Aber auch ohne die Unterstützung von AutoCal lassen sich Displays und Projektoren mittels CalMAN-Software kalibrieren – dann halt nur manuell. CalMAN ist quasi ein Schweizer Messer mit allen Tools, die man zur optimalen TV-Einstellung benötigt.

Dominic: Welche Hard- und Software wird benötigt, damit man z.B. einen 4K Fernseher kalibrieren kann?

Marcel: In erster Linie zielt das AutoCal-Programm auf den stationären Fachhandel an. Das bedeutet, dass der Händler das Gerät optimal einstellt, eben halt kalibriert, um das Maximum an Qualität beim Kunden daheim herauszuholen. Wir vergleichen das gerne mit AMG und Mercedes: Ein Mercedes Basis-Modell ist bereits top, AMG holt dann durch Tuning und Modifikation noch mehr heraus. Bei TV-Kalibrierung ist das sehr ähnlich. Der Händler benötigt hierzu einmal die CalMAN-Software, die speziell als sogenannte „CalMAN Video Pro“ Version für den Profi-Händler angeboten wird. Dazu kommt ein Sensor, der die Messungen auf der Bildschirmoberfläche durchführt sowie ein Testbild-Generator, der in einer bestimmten Reihenfolge Testbilder über HDMI zuspielt, damit der TV eingestellt und eingemessen werden kann. CalMAN wird auf einem Laptop installiert, und steuert dann via USB den Testbildgenerator sowie den Sensor. So können wir die Mess- und vor allem Kalibrations-Schritte größtenteils automatisieren.

Dominic: Klingt teuer, lohnt sich das überhaupt für einen privaten Anwender?

Marcel: Wir haben zwar eine CalMAN-Version für Enthusiasten (CalMAN Enthusiast), die vor allem von echten Video-Cracks meist in Kombination mit Test-DVDs bzw. Blu-ray Discs mit Testbildern genutzt wird. Generell sehen wir hier aber eher die Chance für den Fachhandel, dem Verbraucher maximalen Kundenservice zu bieten, da erst mit Automatisierung das beste und schnellste Kalibrations-Ergebnis erzielt werden kann. Das Equipment für den Händler liegt preislich so um die 3500 Euro, da sind Software-Lizenz (CalMAN Video Pro), der Sensor und ein Testbildgenerator mit enthalten. Der Testbildgenerator ist wichtig, da nur mit ihm optimal Bilder automatisch geladen werden können und zudem Metadaten generiert werden, durch die ein 4K-HDR-TV in den HDR-Modus geschaltet wird.

Marcel Gonska präsentiert das CalMAN AutoCal-Featur in Aktion (QLED TV 2017)
Marcel Gonska präsentiert das CalMAN AutoCal-Feature in Aktion (QLED TV 2017)

Dominic: Kann ich meinen Fernseher nachträglich kalibrieren und wie viel würde mich das kosten?

Marcel: Generell sehen wir in jeder Kalibrierung Sinn, da immer ein besseres Ergebnis herauskommt als die normale Voreinstellung für gewöhnlich mit sich bringt. Händler, die unsere Software kommerziell zur TV-Kalibrierung nutzen, berechnen für gewöhnlich zwischen 100 und 250 Euro pro Kalibrierung. Meist sind die Preise an bestimmte Service-Modelle gebunden, sprich ein im Geschäft oder Warenlager kalibrierter TV ist günstiger als eine Kalibration die beim Kunden daheim als Premium-Service durchgeführt wird. Letzteres hat den Vorteil, dass der Techniker das Gerät auch auf die Lichtverhältnisse des Wohnraums optimal abstimmen kann, zum Beispiel durch ISF-Tag- und Nacht-Modi, bzw. Cal-Day und Cal-Night Modi, wie sie bei Samsung heißen. Gerade bei High-End-Geräten macht eine zusätzliche Kalibrierung Sinn, wobei HDR-fähige Projektoren teilweise noch aufwändiger einzustellen sind – da macht es Sinn auch mit professionellen Kalibrierern zusammenzuarbeiten, die Erfahrung mit derartigen Geräten haben. Da können die Kosten dann auch noch höher sein.

Dominic: Kann man vielleicht in Prozent ausdrücken wie weit die Standard-Einstellungen eines Fernsehers von der idealen Kalibrierung entfernt sind?

Marcel: Das variiert tatsächlich von Hersteller zu Hersteller, Modell zu Modell und hängt auch stark von der Qualität der jeweils verbauten Hardware ab. Generell geht es darum den sichtbaren Farbfehler bei der Kalibrierung so weit zu reduzieren wie nur möglich – um an den Look des Monitors heranzukommen, auf dem das Programm erschaffen wurde. Der Kunde soll wissen, dass er das Maximum an Bild-Performance erhält, und das ist nach einer professionellen Einmessung meist gegeben. Die CalMAN-Software erstellt am Ende der Kalibrierung einen Report, in dem ein Vorher-Nachher-Vergleich mittels Messdiagrammen und Werten geschaffen wird – und so sofort sichtbar ist, wieviel das Gerät verbessert wurde. Der Kunde weiß also immer, dass er am Ende das Maximum aus seinem TV herausgeholt hat.

Dominic: Nochmal zurück zum AutoCAL-Feature. Wie darf man sich das vorstellen, man drückt einen Knopf und alles passiert automatisch?

Marcel: Bisher war TV-Kalibrierung immer ein sehr aufwändiger, langwieriger Prozess, der zudem eine Menge Fachwissen vom entsprechenden Service-Techniker voraussetzte. Das liegt vor allem daran, dass die Bildeinstellungen auch heute noch bei diversen Geräten manuell durchgeführt werden müssen, sprich in komplizierten Prozeduren Untermenüs aufgerufen, Einstellungen vorgenommen und dann erneut Messungen durchgeführt werden müssen, um sich an die optimale Einstellung heranzutasten. Kein Wunder also, dass sich viele Fachhändler sagten: „das mit der Kalibrierung dauert viel zu lange, und außerdem ist das alles viel zu kompliziert“.  CalMAN AutoCal in Verbindung mit „CalMAN Ready“ TVs macht damit jetzt Schluss: Ist der Laptop, auf dem CalMAN als Programm läuft, mit einem CalMAN Ready TV via LAN, WLAN oder speziellem RS-232-Kabel verbunden, dann kann eine Einmessung größtenteils in relativ kurzer Zeit fast völlig automatisiert erfolgen.

Dabei steuert CalMAN sowohl den Sensor als auch den Testbildgenerator und lädt eine Reihe an Testbildern, mit denen der TV dann automatisch eingemessen wird – quasi auf Knopfdruck, wenn man so will. Das beschleunigt nicht nur den Kalibrations-Prozess auf der einen Seite, sondern hilft andererseits auch dabei das Personal viel schneller zur Nutzung der Software auszubilden, also CalMAN als Software in Kombination mit CalMAN Ready TVs zu nutzen und somit einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen. Der Kosten-Nutzen-Faktor für den Handel hat sich somit sofort ins Positive gewendet. Je nach Hersteller und Geräte-Typ werden bei der Autokalibrierung Graustufen, Farbtemperatur, Gamma bzw. EOTF (Elektro-Optische-Transfer-Funktion) und Farbraum eingemessen. Je mehr Punkte wir kontrollieren können, desto höher ist die Präzision der Kalibrierung. Mittlerweile bieten die meisten Hersteller 10 Graustufen-Punkte zum RGB-Abgleich an, Panasonic hat für seine neuen 2018 OLED-Modelle jetzt sogar 12 Punkte eingerichtet, bei denen wir auch 2,5% und 5% Luminanz-Punkte ansteuern – quasi die für HDR so wichtigen „Near Black“ Bereiche noch besser automatisch justieren – können.

Marcel Gonska hat auch schon bei großen Produktionen, wie der 4K-Live-Übertragung des Linkin Park Konzerts 2014
Marcel Gonska hat auch schon bei großen Produktionen, wie der 4K-Live-Übertragung des Linkin Park Konzerts 2014 © WLC/FMG/SES Astra

Dominic: Wie lange braucht die Software denn für eine 2-Punkt-, 10-Punkt- und 20-Punkt-Kalibrierung?

Marcel: Das hängt von der Farbfehler-Toleranz ab, die ich in der CalMAN-Software vor Start der Autokalibrierung definiere. DeltaE2000 war bisher die metrische Größentabelle, in der wir die Sichtbarkeit von Farb- und Luminanz-Fehlern auf einer Skala von 0 bis 100 definieren – wobei kleiner 1.0 (<=1.0) für den Normalbetrachter keinen Unterschied mehr ausmacht zwischen der tatsächlich dargestellten Farbe und dem Referenzwert, mit dem die Messung verglichen wird. Je geringer der Farbfehler sein soll, desto länger benötigt das System, um den Monitor einzumessen. Die Einmess-Zeiten variieren somit von teils 20 Sekunden (2 Punkte, z.B. 30% und 80% Luminanz) bis 15 Minuten (10-20 Luminanz-Punkte bei einem DeltaE2000 Wert unter 0.5). Es hängt auch sehr stark davon ab wie gut das Display Schwarz darstellen kann. Schwarz ist eine Abwesenheit von Licht, was bedeutet je dunkler die Graustufen sind, die das System gerade analysiert, desto länger benötigt der Sensor, um ausreichend ordentliche Messdaten für das CalMAN-System zu ermitteln. OLEDs werden also länger eingemessen als LED-basierte Backlight-Systeme, wenn nicht gerade lokales Dimming eingesetzt wird. Durch die Automatisierung via AutoCal verläuft dieser Prozess jetzt völlig automatisch, und die Korrekturwerte werden direkt an das TV-Gerät übertragen. Ich brauche also nicht mehr mit der Fernbedienung stundenlang in irgendwelchen Untermenüs rumzufummeln.

Dominic: Und wo werden die Einstellungen dann gespeichert?

Marcel: Die Einstellungen werden meist in bestimmten Speicherbanken abgelegt, die uns die Hersteller vorgeben. Bei Panasonic sind es die Professional 1 und 2 Bildmodi, bei Samsung Cal-Day und Cal-Night, bei LG können wir eine 33×33 bzw. 17×17 3D-LUT und 1D-LUT (LUT = Look-Up Table) gleich in die TV-Geräte reinladen, die für insgesamt 11 Bildmodi angewendet werden können.

Dominic: Bietet die Software auch eine HDR-Kalibrierung?

Marcel: Absolut – das ist ja grad der Kick. Wir können sowohl für SDR als auch für HDR mit AutoCal das optimalste Ergebnis erzielen. Gerade HDR hat häufig den unangenehmen Nebeneffekt, dass viele Einstell-Optionen im OSD-Menü nicht mehr zur Verfügung stehen, da der Hersteller die berechtigte Sorge hat, dass der Benutzer im HDR-Modus zu viel verstellt und somit kein optimales Tone-Mapping mehr gegeben ist. Mit AutoCal übernehmen wir die Einmessung und können im Back-End die Kontrolle übernehmen – was zur Folge hat, dass nach der Einmessung auch das Tone-Mapping weiterhin optimal ist.

Der jüngste "Zuwachs" der SpectraCal Familie sind die Premium-TV-Modelle von Panasonic
Der jüngste „Zuwachs“ der SpectraCal Familie sind die OLED Premium-TV Modelle von Panasonic – seit 2011 arbeitet SpectraCal und Panasonic in Sachen AutoCal zusammen

Dominic: Gibt es so etwas wie „SpectraCal“-zertifizierte Fachhändler und wenn ja, wo finde ich einen in meiner Nähe?

Marcel: Wir führen gerade mit unterschiedlichen Fachhandelsgruppen Gespräche, um zu erklären welche Vorteile Kalibrations-Services sowohl für Handel als auch für Verbraucher mit sich bringen. Viele der ISF zertifizierten Fachhändler (ISF = Imaging Science Foundation) bieten Kalibrierung als Zusatz-Service an, ebenso THX, die wie ISF ein eigenes Schulungsprogramm für den Fachhandel offerieren. All diese Einrichtungen nutzen übrigens ebenfalls CalMAN in ihren Schulungen, genauso wie die meisten Testmagazine und Redaktionen, die TV-Geräte testen und bewerten. Durch die Kooperation mit den TV-Herstellern sowie der aktiven Diskussion mit den Fachhandelsverbänden denken wir entsteht gerade ein Momentum, in dem Handel und CE-Industrie für sich neue Wege zur optimierten Kundenberatung finden und Services sowie Einkaufserlebnisse neu definieren.

Dominic: Hast du schon einmal einen „perfekt“ kalibrierten Fernseher ab Werk vor dir gehabt?

Marcel: Nein – aber ich habe zumindest schon TV-Geräte gesehen die extrem gut ab Werk eingestellt waren. Doch selbst dort konnten wir noch etwas herausholen, eben die maximale Gewissheit schaffen, dass das Gerät am Ende so nah wie nur möglich am Original-Monitor aus der Post-Produktion liegt.

Dominic: Möchtest du unseren Lesern noch etwas mitteilen?

Marcel: Video ist Massenkommunikation. Das bedeutet, dass Content (Inhalte in Bild und Ton) von einer kleinen Zahl an Spezialisten und Künstlern für ein großes Publikum erschaffen wird.  Dabei kommen hochwertige Monitore und extrem teures Equipment zum Einsatz, um Bilder von Film- und Fernsehkameras so zu manipulieren, dass maximale Qualität und perfektes „Story-Telling“ beim Kunden daheim ankommen. Somit hat auch jeder Zuschauer ein Recht darauf, den Film oder das Programm so zu sehen, wie es erschaffen wurde. Leider sind viele Geräte ab Werk nicht optimal eingestellt oder laufen in falschen Bildmodi, wodurch eure Leser unter Umständen niemals die Qualität und die wahre Kunst der Bilder zu Gesicht bekommen. Wenn man da mal drüber nachdenkt, eine Schande. Deshalb lege ich Euren Lesern ans Herz sich mit dem Thema Bildqualität mehr zu beschäftigen, im Handel nach Services wie Bildkalibrierung und nach optimalen Bildeinstellungen zu fragen und sich Geräte zuzulegen, die eine Mindestqualität bieten, die eine korrekte Bildwiedergabe des Contents auch tatsächlich ermöglichen. Am Ende reden wir von Erhaltung der Filmkunst. Sie würden einen Van Gogh auch nicht unter Neon-Licht betrachten. Warum begnügen Sie sich bei elektronischen Bildern mit Falschfarben? Fragen Sie nach Top-Service und korrekten Einstellungen. Das sind Sie sich Wert und Sie sollten sich mit nichts darunter zufriedengeben.

Vielen Dank Marcel für deine Zeit!

Informative Links:

Blackmagic Pocket Cinema 4K: MFT-Kamera mit UHD, 60fps und HDR

Der australische Hersteller Blackmagic Design hat eine neue Kamera für semiprofessionelle bzw. professionelle Anwender vorgestellt. Die Blackmagic Pocket Cinema 4K nutzt einen MFT-Sensor (Micro Four Thirds) und erstellt Videos mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten (Ultra HD). 4K-Videos lassen sich zudem mit bis zu 60 fps und HDR aufzeichnen.

Erhältlich ist die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K ab sofort direkt über den Hersteller oder ausgewählte Retail-Partner. Blackmagic Design verspricht ISO-Werte von bis zu 25.600 sowie hervorragende Performance auch bei schwachem Licht. Über einem Touchscreen mit 5 Zoll Diagonale und 1.920 x 1.080 Bildpunkten lässt sich die Kamera bedienen. Die Aufnahmen lassen sich speichern auf SD/UHS-II oder CFast 2.0 als RAW bzw. ProRes.

Alternativ können Besitzer der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K auch via USB Typ-C externe Speichermedien ankoppeln. Die Objektive sind austauschbar. Auch Anschlüsse für XLR, 3,5-mm-Audio, HDMI, 3D LUT bzw. die Schnittstelle Bluetooth sind vorhanden. Die Kamera nutzt Dynamic Range mit 13 Stops. Alternativ zu UHD-Aufnahmen mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten lassen sich auch Videos mit nativen 4.096 x 2.160 Pixeln anfertigen. Auch hier können bis zu 60 fps angelegt werden. Ebenfalls beherrscht die Kamera 1080p-Videos.

Blackmagic Pocket Cinema 1
Blackmagic Pocket Cinema 4K: Bestellbar für 1.295 US-Dollar

Abseits der Steuerung über den Touchscreen kann die Bedienung auch über zahlreiche Buttons an der Kamera erfolgen. Außerdem ist bereits ein Stereo-Mikrofon zur Audio-Aufzeichnung vorhanden. Der Anschluss externer Mikrofone dürfte aber wohl sehr zu empfehlen ein. Der Ton lässt sich über einen Mono-Lautsprecher wiedergeben.

Blackmagic Pocket Cinema 4K richtet sich an semiprofessionelle Anwender

Es sei noch erwähnt, dass die Blackmagic Pocket Cinema 4K Videos natürlich auch mit 23,98, 24, 25, 29,97, 30, 50, 59,94 und eben den bereits erwähnten 60 fps aufzeichnet. Speicherkarten lassen sich als ExFAT für Windows oder als HFS+ für Apple Macs formatieren. Als Codecs finden CinemaDNG RAW, CinemaDNG RAW 3:1, CinemaDNG RAW 4:1, ProRes 422 HQ QuickTime, ProRes 422 QuickTime, ProRes 422 LT QuickTime und ProRes 422 Proxy QuickTime Unterstützung.

Als Software legt Blackmagic Design direkt DaVinci Resolve Studio bei. Die Akkulaufzeit soll ca. eine Stunde bei fortwährender Aufzeichnung betragen. Im Lieferumfang der Blackmagic Pocket Cinema 4K sind neben der Kamera selbst auch eine Kappe für den Objektiv-Aufsatz, ein Netzteil, eine SD-Karte mit Software und Anleitung, das soeben erwöhnte DaVinci Resolve sowie eine Welcome-Card enthalten.

Preis und Verfügbarkeit:

Als internationalen Verkaufspreis der Kamera hat Blackmagic Design bereits 1.295 US-Dollar genannt. Einen finalen Veröffentlichungstermin gibt es leider noch nicht. Professionelle Filmemacher dürfen aber noch 2018 mit der Blackmagic Pocket Cinema 4K rechnen.

Guck mal wer da einbricht: Nest Cam IQ mit 4K-Sensor und HDR verfügbar

Aktuell erscheint mit Verspätung eine neue Überwachungskamera von Nest. Die Nest Cam IQ Outdoor ist getreu ihrem Namen für den Außeneinsatz gerüstet. Als Preis sind bereits 379 Euro genannt. Die Kamera verfügt über einen 4K-Farbsensor, setzt jenen allerdings mit einem speziellen Kniff ein.

So fertig die Kamera nicht etwa besonders hochauflösende Videos an, sondern verwendet ihren 4K-Sensor vielmehr, um die Bildqualität bei 1080p zu verbessern. Auch für den 12-fachen Zoom sowie Nahaufnahmen mit Nachverfolgungsfunktion hat der neue Sensor natürlich seinen Sinn. Die Nest Cam IQ Outdoor misst dabei 12,8 cm x 9,3 cm x 9,3 cm und wiegt 568 Gramm. Das Kabel der Kamera ist 7,5 m lang.

Videos zeichnet die Kamera mit bis zu 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde mit H.264-Codierung auf. Auch HDR unterstützt die Nest Cam IQ Outdoor. HDR hat hier natürlich seinen praktischen Sinn, um etwa bei viel oder wenig Licht potentielle Einbrecher besser sichtbar zu machen. Der Erfassungswinkel beträgt 130° diagonal. Auch einen Lautsprecher und ein Drei-Mikrofon-Array hat der Hersteller integriert. Eine Statusleuchte mit RGB-Lichtring gibt Auskunft über den laufenden Betrieb. Als Überwachungskamera wirft die Nest Cam IQ Outdoor natürlich auch einen Nachtsichtmodus in die Waagschale. Jener ist durch 850-nm-Hochleistungsinfrarot-LEDs gewährleistet.

Nest Cam IQ
Nest Cam IQ nutzt HDR zur Verbesserung der Bildqualität

Dank Schutzklasse IP66 ist die Kamera glücklicherweise wetterfest. Allerdings muss die Kamera mit einer Steckdose verbunden sein, um ihren Dienst zu verrichten. Sicherheit soll dank Verschlüsselung via AES (128 Bit) mit TLS/SSL gewährleistet sein. Im Lieferumfang befinden sich neben der Nest Cam IQ Outdoor an sich auch noch eine Montageplatte, ein Netzkabel für draußen, ein Netzteil für drinnen, ein Inbusschlüssel, Schrauben, Kabelklemmen, Wanddübel sowie eine Installationsanleitung.

Die Einbindung ins Netzwerk erfolgt via Wi-Fi 802.11 b/g/n mit 2,4 GHz. Aber auch Bluetooth LE ist an Bord, um direkt Verbindungen mit mobilen Endgeräten herzustelleb. Damit die Videos unterwegs abrufbar sind, empfiehlt Nest eine Breitbandinternetverbindung mit mindestens 2 Mbit/s Uploadgeschwindigkeit. Zusätzliche Kosten fallen für das Abonnement von Nest Aware an, das dann alle Videos zur externen Speicherung in die Cloud weiterreicht.

Nest Cam IQ Outdoor: Kostenpflichtiges Cloud-Abonnement als Zusatz

Die Nest Cam IQ Outdoor soll laut Hersteller arbeiten, als ob ein intelligenter Kameramann sie bedienen würde. Bei Bewegungen alarmiert die Kamera also ihren Besitzer und kann den Eindringling passend erkennen und heranzommen. Auch ein Mikrofon und ein Lautsprecher sind vorhanden, um Personen ansprechen zu können. Um mehr als Aufnahmen der vergangenen drei Stunden festzuhalten, ist aber eben das kostenpflichtige Abonnement notwendig. Dann sind Aufzeichnungen von bis zu 10 bzw. 30 Tagen in der Cloud archivierbar.

Dank Gesichtserkennung kann sich die Nest Cam IQ Outdoor bekannte Personen merken, um Fehlalarme zu vermeiden. Einziges Manko könnte für viele Nutzer die Notwendigkeit sein, die Kamera an den Netzstrom zu koppeln. Das macht die Aufstellung natürlich etwas unflexibler.

Yamaha RX-V385: Günstiger 5.1-Kanal AV-Receiver für 369 EUR

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Yamaha präsentiert mit dem neuen RX-V385 5.1-Kanal AV-Receiver einen guten Grund auf Surround-Sound aufzurüsten. Die Schaltzentrale lockt mit einer guten Ausstattung und einem attraktiven Preispunkt von 369 EUR (UVP). Dafür muss man leider auf 3D-Sound (Dolby Atmos & DTS:X) verzichten. 

Update 17-04-2018: Wie die Pressestelle von Yamaha mitteilt, handelt es sich wohl um falsche Angaben auf der US-Homepage von Yamaha. Der RX-V385 hat keine HDMI 2.1 Anschlüsse. Auch eine Bestätigung seitens Yamaha kann nichtnachvollzogen werden.

Update 12-04-2018: Wie Yamaha auf Anfrage von HDGuru.com bestätigt, verfügt der Budget-AV-Receiver RX-V385 über HDMI 2.1-Anschlüsse. Über ein zukünftiges Firmware-Update soll der Receiver z.B. mit „Enhanced Audio Return Channel“ (eARC) ausgestattet werden. Die Technik erhöht die Bandbreite für die Audio-Signale und erlaubt eine problemlose Übertragung der verlustfreien Formate Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio. Ob der das neue Modell noch weitere Vorteile des HDMI 2.1 Standards unterstützen wird, ist noch nicht bekannt.

Originalbeitrag: Den RX-V385 kann man als „Grundbesetzung“ in der Surround-Sound-Welt bezeichnen. Das Gerät hat 5.1 Kanäle mit einer maximalen Musikleistung von 135 Watt pro Kanal. Diese verringert sich natürlich, sollten mehrere Kanäle beansprucht werden. Unterstützt werden die Soundformate DTS-HD Master, Audio Dolby Digital Plus und Dolby TrueHD. Die Einmessung der Lautsprecher wird mittels YPAO (Yamaha Parametric Room Acoustic Optimizer) optimiert. Das dafür benötigte Mikrofon ist im Lieferumfang enthalten. Die CINEMA DSP-Technologie von Yamaha soll für einen zusätzlichen Qualitätsgewinn bei der Audiowiedergabe sorgen. Die Technik verändert die Dynamik der Klangwiedergabe so, dass sie berühmten Orten wie dem Roxy Theater oder einer europäischen Kathedrale nachempfunden ist.

Die Video-Sektion ist mit dem neusten HDMI-Standard ausgerüstet und erlaubt 4K/60p Passthrough mit HDR inkl. Dolby Vision und Hybrid-Log Gamma (HLG). Nur die Anzahl der HDMI-Anschlüsse lässt mit vier Eingängen und einem Ausgang etwas zu wünschen übrig. Ggf. muss sich der Verbraucher mit einem HDMI-Switch behelfen, sollten mehr als vier Zuspieler am RX-V385 angeschlossen werden müssen.

Yamaha beschränkt sich bei der Auswahl der Anschlüsse auf das Wesentliche. An der Front stehen zusätzliche Steckverbindungen zur Verfügung
Yamaha beschränkt sich bei der Auswahl der Anschlüsse auf das Wesentliche. An der Front stehen zusätzliche Steckverbindungen zur bereit

Bi-Amp-Verbindung für klaren Front-Sound

Für Stereo-Liebhaber ist vor allem die Bi-Amp-Verbindung interessant. Die Frontlautsprecher werden über verschiedene Endstufen angetrieben und die Signale für die Hochton- und Tieftonbereiche getrennt. Das bringt nicht nur mehr Leistung, sondern soll auch Überlagerungen zwischen hohen und tiefen Tönen verhindern.

Insgesamt zeigt sich der RX-V385 recht anwenderfreundlich. Eine spezielle App erlaubt es fachkundige Hilfe und einfache Erklärungen in Bild und Schrift zu bekommen. Dabei werden verschiedene Themenbereiche wie das Anschließen von Lautsprechern, Fernsehern und die Zuordnung von Lautsprechern Schritt-für-Schritt erläutert. Ist alles soweit eingerichtet, wird sich der Nutzer auch über das hochauflösende On-Screen-Display des AV-Receivers freuen. Detailreiche Abbildungen und Schriften sowie multilinguale Unterstützung werten die Menü-Oberfläche auf.

Was in der heutigen Zeit auch nicht fehlen darf, ist die unkomplizierte Wiedergabe von Musik. Via Bluetooth können Audiodateien kabellos über den RX-V385 wiedergegeben werden. Der „Yamaha Compressed Audio Enhancer“ soll dabei das beste aus den komprimierten Musikstücken herausholen – für einen „lebendigen, dynamischen Sound“. Die Unterstützung für beliebte Streaming Services wie Spotify Connect fehlt hingegen wieder.

Preis und Verfügbarkeit RX-V385:

Der Yamaha RX-V385 ist bereits für 369 EUR (UVP) erhältlich. Ein guter Preis – doch Vorjahres-Modelle, die zum Teil mit mehr Kanälen sowie 3D-Klang ausgestattet sind, gibt es bereits für unter 400 Euro (siehe unser Special). Mal sehen ob die Händler bereits zum Verkaufsstart mit ersten Abpreisungen locken! Zur Auswahl steht übrigens eine schwarze und eine silberne Variante.

„Universal HDR“ soll den Formatkrieg beenden

Das Ultra HD Forum warb auf der NAB 2018 in Las Vegas für „Universal HDR“. Dabei handelt es sich aber nicht um ein neues HDR-Format, sondern um den Namen einer Demonstration auf der NABShow. Dahinter verbirgt sich die Idee, TV-Geräte für alle HDR-Formate Fit zu machen und somit den Formatkrieg zu beenden.

Das Ultra HD Forum ist ein Zusammenschluss führender Unternehmen, Verbänden und Institutionen, die sich mit der Entwicklung und Verbreitung des Ultra HD Standars befassen. Dazu gehört auch das Lösen von Problemen und die Vermittlung zwischen den Mitgliedern. Gründungsmitglieder sind unter anderen LG, Sony, Dolby und Comcast. Das Forum ist vergleichbar mit der Deutschen TV-Plattform.

Die Idee von „Universal HDR“ ist eigentlich recht einfach, lässt sich aber nur mit viel Arbeit umsetzen und Verhandlungsgeschick umsetzen. Die HDR-Landschaft ist mittlerweile recht fragmentiert. Da hätten wir den geläufigen HDR10-Standard, HLG (Hybrid-Log Gamma), Dolby Vision und HDR10+ sowie Advanced HDR by Technicolor klopfen ebenfalls bereits an der Türe. Die Technologien sollen unter dem Begriff „Universal HDR“ zusammengeführt werden. Im Idealfall unterstützen TV-Geräte in Zukunft alle HDR-Standards, anstatt sich auf wenige zu beschränken.

Zu den Mitgliedern des Ultra HD Forum zählt auch das deutsche Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen (IIS)
Zu den Mitgliedern des Ultra HD Forum zählt auch das deutsche Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen (IIS)

Defragmentierung der HDR-Landschaft

Konsumenten müssten sich dann bei der Neuanschaffung eines HDR-fähigen Fernsehers nicht mehr tagelang mit den verschiedenen HDR-Technologien sowie mit deren Vor- und Nachteilen beschäftigen. Thierry Fautier, Vorsitzender des Ultra HD Forums, sieht aber „höllisch viel Arbeit“ vor sich um einen Zusammenschluss der HDR-Formate für alle Geräte zur Verfügung zu stellen.

Die ersten Probleme tauchen aber bereits innerhalb der Organisation auf. Samsung, Panasonic und Philips sind nämlich nicht Teil des Ultra HD Forums und unterstützen mit HDR10+ das Konkurrenzformat von Dolby Vision. Das sich eine Arbeitsgruppe dem Thema widmet ist auf jeden Fall erfreulich. Würde man HDR ganz allein den Elektronikherstellern und Technologie-Entwicklern überlassen, fließen auch immer finanzielle Interessen ein. Ein bunter Mix aus Service-Providern, Rundfunk-Unternehmen und Elektronik-Herstellern, kommt hier vielleicht eher ans Ziel.

 

Disney: „Black Panther“ erscheint am 19. Juli auf 3D & 4K UHD Blu-ray (Update)

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Disney wird den Marvel-Blockbuster „Black Panther“ am 19. Juli 2019 auf DVD, Blu-ray & 4K UHD Blu-ray veröffentlichen. Neben der 4K/HDR-Variante ist für „Black Panther“ auch eine 3D Blu-ray geplant.

Update 11-04-2018: Disney hat umfangreiche Details zum bevorstehenden Release von „Black Panther“ bekanntgegeben. Die Ultra HD Blu-ray wird mit Dolby Vision HDR und englischem Dolby Atmos Ton veröffentlicht. In welcher Qualität die deutsche Tonspur vorliegt ist noch nicht bekannt. Die letzten UHD-Releases von Disney kamen leider nie über einen Dolby Digital Plus 7.1 Soundmix hinaus. Der 19. Juli 2018 wurde als VÖ-Termin bestätigt.

Originalbeitrag: Das erste Solo Abenteuer von „Black Panther“ (Chadwick Boseman) nach den Ereignissen von „The First Avenger: Civil War“ feierte am 15. Februar 2018 sein Kinodebüt in Deutschland. Der neue Actionfilm aus dem Marvel-Kosmos lässt in den USA bereits seit letzter Woche die Kinokassen klingeln. Der politisch motivierte Film spielte am langen Wochenende (Presidents Day am Monatag) bereits 218 Millionen $US in die Taschen der Kinobetreiber. Auch in Deutschland ist man gespannt wie sich der Film im Boxoffice schlagen wird. Parallel zum Kinostart gibt Disney auch immer die Listungen für die Zweitvermarktung bekannt. Demnach erscheint „Black Panther“ am 19. Juli 2019 auf DVD, Blu-ray, 3D Blu-ray und 4K UHD Blu-ray.

Finales deutsches Cover-Artwork der deutschen Versionen von "Black Panther"
Finales deutsches Cover-Artwork der deutschen Versionen von „Black Panther“

Genauere Angaben zur Ausstattung der 4K-Version liegen noch nicht vor, die Hoffnungen gehen wie immer in Richtung 3D-Sound (Dolby Atmos oder DTS:X) mit einem hochwertigen HDR-Coloring, am besten im dynamischen Dolby Vision-Format. Bis diese Details geklärt sind, vergehen aber sicherlich noch ein paar Tage.

Vierter UHD-Release von Disney

Für Disney ist „Black Panther“ bereits der vierte UHD-Release. Den Start machte „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ in 2017, im März 2018 folgt „Thor: Tag der Entscheidung“. Das Highlight des Sommers wird aber wohl nicht „Black Panther“ werden, sondern „Star Wars: Die letzten Jedi“. In den USA sind zudem noch „Cars 3“ und „Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache“ als hochauflösende Variante erschienen. In Deutschland hat sich Disney sich wohl gegen einen UHD-Release entschieden. Vielleicht setzt man hierzulande eher auf die Marvel & Star Wars-Blockbuster – was uns ebenfalls recht ist.

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Testet ZDF bereits den UHD-Regelbetrieb?

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Auf dem Testkanal „UHD1 by HD+“ wurden vom ZDF produzierte UHD-Inhalte ausgestrahlt. Handelt es sich dabei bereits um erste Tests der Öffentlich-Rechtlichen oder wurde dem Sender das Material nur zur Gestaltung des Programms überlassen?

Dem Fachhändler Grobi ist die Übertragung um 13 Uhr aufgefallen. Verteilt wurde über den UHD1 by HD+ Testkanal auf Astra 19.2° Ost. Bei der gezeigten Dokumentation handelt es sich um einen Beitrag aus 2017 „Fasten auf La Palma“. Der Beitrag wurde in Ultra HD Auflösung (3.840 x 2.160) mit 50 Vollbildern pro Sekunde, mit erweiterten Dynamikumfang (HLG-HDR) und erweiterten Farbraum (BT.2020) übertragen. Die Datenrate beträgt 18 Mbit/s und ist HEVC/H.265 kodiert.

4K-Testszenario des ZDF?

Man darf nun spekulieren, ob es sich wirklich um ein Testszenario des ZDF handelt, ganz unwahrscheinlich ist es aber nicht. Bereits 2022 hält das ZDF einen Regelbetrieb in 4K Ultra HD Qualität für möglich. Um für eine fehlerfreie Übertragung gerüstet zu sein, ist es sicherlich nicht verkehrt, sich neben der Produktion auch frühstmöglich mit der Verteilung der UHD Inhalte zu befassen. Sobald es ein Feedback des ZDF-Verantwortlichen gibt, werden wir euch darüber informieren.

Sony kann OLED-TV-Marktanteile ausbauen – LG weiterhin führend

Wie das koreanische Nachrichtenportal digitimes.com meldet, wächst der Markt für OLED TV Displays weiter. Zu den Gewinnern zählt auf jeden Fall Sony, die ihre Marktposition weiter ausbauen können. Am dominantesten ist aber weiterhin LG Electronics. 

LG Electronics hat allein im Jahr 2017 rund 1.5 Millionen großflächige OLED-Panels für sein TV-Segment eingesetzt und hatten damit einen Marktanteil von rund 75 Prozent. 2018 möchte der koreanische Elektronikhersteller auf rund zwei Millionen Exemplare kommen, verliert damit aber Marktanteile – wäre aber mit 66% am Gesamtmarkt immer noch am dominantesten. Die Tochtergesellschaft LG Display erhöhte die Produktion nämlich „nur“ um 33%, von zwei Millionen Displays in 2017 auf rund drei Millionen.

Eine sehr positive Entwicklung kann Sony verzeichnen. Der TV-Hersteller aus Japan konnte 2017 gut 200.000 OLED-Fernseher (A1 Serie) absetzen und plant in diesem Jahr den Absatz um 150% auf 500.000 Exemplare zu steigern. Die Marktanteile würden somit von 10% auf 16% ansteigen. In der Rechnung fehlen dann noch eine halbe Millionen OLED-Panels, die sich zwischen weiteren Herstellern wie Panasonic, Loewe, Philips oder Hisense aufteilen.

OLED Produktionsvolumen & Absätze

LGD LGE
Sony
Rest
2018 3.000.000 (100%) 2.000.000 (66%) 500.000 (17%) 500.000 (17%)
2017 2.000.000 (100%) 1.500.000 (75%) 200.000 (10%) 300.000 (15%)
Bei LGs 88 Zoll 8K OLED handelt es sich bislang noch um einen Prototypen
Bei LGs 88 Zoll 8K OLED handelt es sich bislang noch um einen Prototypen

Geräte mit OLED-Panel haben sich in den letzten Jahren die Premium-Kategorie im Fernseher-Markt unter den Nagel gerissen. Lt. einer Auswertung der GFK hatten TV-Geräte von 55-Zoll und über 2.000 $US bereits zu 74% ein OLED-Display, in der Kategorie 65-Zoll und über 3.000 $US um die 61%. Mit fallenden Preisen von den OLED-Fernsehern, könnte sich diese Statistik jedoch wieder ändern.

8K OLEDs bereits in Planung

LG Electronics denkt aber bereits an die nächste „Evolutionsstufe“ der Bildqualität. Ein großes 8K OLED Display mit 88 Zoll wurde bereits auf der CES 2018 ausgestellt und markiert damit die Marschrichtung für LG. Vor 2019 sollen aber keine OLED-Fernseher mit 16x Full-HD Auflösung in den Handel kommen. Ob das Format in Europa großen Anklang findet bleibt abzuwarten. Absatzchancen sehen wir eher in Korea und Japan. Doch selbst in den technisch fortgeschrittenen Ländern ist es fraglich, ob sich 8K genauso schnell durchsetzen wird wie 4K.

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Neuer „SOLO: A Star Wars Story“ Trailer online

Disney hat einen neuen Trailer zum Spin-Off „SOLO: A Star Wars Story“ veröffentlicht. Dabei soll es sich um den „richtigen“ Story-Trailer handeln, weshalb in den rund 2 Minuten auch etwas mehr gesprochen wird. Kinostart ist übrigens am 24. Mai 2018.

Die Bild- und Audiotechnik die bei „SOLO: A Star Wars Story“ zum Einsatz kommt, ist die gleiche wie bei Episode 8 „Star Wars: Die letzten Jedi“. Gedreht wurde mit Arri Alexa 65 und Arri Alexa XT Plus Kameras in 3.4K und 6.5K Auflösung. Davon wurde ein Kino-Master (Digital Intermediate) in Cinema 4K Auflösung (4.096 x 2.160) angefertigt. Es liegt nahe, dass die CGI-Effekte ebenfalls für diese Auflösung gerendert wurden. Zudem wurde in der Postproduktion der Dolby Vision Workflow angewendet.

Beste Voraussetzungen für eine hochwertige 4K UHD Blu-ray Veröffentlichung. Die Chancen stehen nicht schlecht, nachdem Disney bereits „Star Wars: Die letzten Jedi“ mit einer sehr guten Ausstattung auf UHD-Disc veröffentlicht. Nähere Informationen kommuniziert das Filmstudio meist kurz vor Kinostart. Wir berichten euch natürlich umgehend, sollte sich Disney für einen 4K-Release entscheiden.

Neuerscheinungen, Vorbesteller und aktuelle Filme auf 4K UHD Blu-ray findet ihr auch in unserer praktischen Übersicht.

Apple Airplay 2 soll in tvOS 11.4 Einzug halten

Apple hat mit Airplay ein Feature in sowohl iOS als auch tvOS implementiert, das es ermöglicht, Inhalte von einem iPhone z. B. an den Apple TV 4K zu streamen. Allerdings funktioniert das Weiterreichen von Streams auch an kompatible Geräte von Partnern – etwa AVR oder Lautsprecher. Gemeinsam mit der Veröffentlichung von Apple tvOS 11.4 soll nun voraussichtlich Airplay 2 Einzug halten.

Airplay 2 konnte man zeitweise bereits in einer Betaversion von tvOS 11.3 erblicken. Apple strich das Feature dann aber rasch wieder. Offenbar kam es dann zu einigen Verzögerungen. Denn eine breite Veröffentlichung von Airplay 2 steht weiterhin aus. Gegenüber der ersten Generation der API soll Airplay 2 als Software-Schnittstelle etwa erweiterte Multiroom-Fähigkeiten, die Vernetzung mehrerer Apple HomePod in Stereo-Konfigurationen, die Integration mit HomeKit sowie viele neue Features mit sich bringen.

Der erste Auftritt von Airplay 2 in der Beta zu tvOS 11.3 war noch von vielen Bugs gezeichnet. Deswegen dürfte Apple dann auch schnell den Stecker gezogen haben. In der finalen Version von tvOS 11.3 sowie dem iOS-Pendant glänzte Airplay 2 entsprechend auch durch Abwesenheit. Mittlerweile sei allerdings der Status erreicht, in dem Airplay 2 ausgereift genug sei, um in der nächsten finalen Version von iOS und tvOS implementiert zu werden.

Apple Airplay 2 erlaubt das weiterreichen von sowohl Audio als auch Video. Parter von Apple sind in diesem Bezug bereits viele renommierte Hersteller wie Bang & Olufsen, Bose, Sonos, Denon, Marantz, B&W, Libratone, Polk und Bluesound. Viele Produkte der genannten Unternehmen, die bereits das erste Airplay unterstützen, sollen dann Firmware-Updates erhalten, um auch für Airplay 2 gerüstet zu sein.

Apple tvOS 11.4 mit Airplay 2 kommt wohl erst im Mai

In der Theorie ermöglicht es Airplay 2 sogar Lautsprecher unterschiedlicher Lautsprecher in Multiroom-Setups miteinander zu kombinieren. Wie gut das in der Praxis funktionieren wird, muss sich natürlich erst noch zeigen. Nun bleibt zu hoffen, dass Apple nicht doch noch einen Kurswechsel vornimmt. Sonst dürfte Airplay 2 für tvOS 11.4 im Grunde garantiert sein. Andere, große Neuerungen dürfte das aktualisierte Betriebssystem wiederum nicht enthalten. Jene will Apple sich nämlich für tvOS 12 aufsparen, dessen Vorstellung bereits für den Juni 2018 ansteht.

Wann könnte wiederum Apple tvOS 11.4 für die Apple TV und TV 4K erscheinen? Die erste Beta wurde erst letzte Woche freigegeben. Daher ist wohl erst ab Mai mit der finalen Variante zu rechnen.