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Google TV führt neuen Live-TV-Tab auf dem Homescreen ein

Google führt auf dem Homescreen von Google TV einen neuen Tab für Live-TV in. Damit halten neue Navigationsmöglichkeiten Einzug.

Google integriert damit also neue Funktionen zur Programmübersicht, Suche und auch Sendungs-Empfehlungen (= Werbung) in Google TV für Nutzer der Live-TV-Anbieter Joyn und Zattoo in Deutschland. Die neuen Navigationsmöglichkeiten sind über den erwähnten Live-TV-Tab auf dem Google-TV-Homescreen zu finden. Laut Google erhöhe sich so der Komfort bzw. es sei möglich, schneller auf gewünschte Inhalte zuzugreifen.

Die Nutzung der Live-TV-Angebote innerhalb von Google TV erfordert für viele Kanäle kein kostenpflichtiges Abonnement und ist für erste Nutzer ab sofort verfügbar. Innerhalb der kommenden Wochen wird sie für Nutzer in Deutschland auf allen Geräten mit Google TV verfügbar sein, inklusive Chromecast mit Google TV sowie Google TV built-in Geräte von Sony, TCL, Hisense und Philips.

So sieht der neue Live-TV-Tab von Google aus.
So sieht der neue Live-TV-Tab von Google aus.

Für Smart-TVs sei das lineare Fernsehen laut Google weiterhin eine zentrale Funktion – und diese wird auf Google TV durch die zentrale Integration in die Benutzeroberfläche besser erreichbar. Voraussetzung natürlich, dass ihr einen der eingangs genannten Anbieter (Joyn, Zattoo) nutzt. Die angebotenen linearen Fernsehkanäle beinhalten alle Angebote der jeweiligen App, von öffentlich-rechtlichen Sendern bis zu privaten Anbietern. In den Dutzenden Kanälen, die Nutzern damit kostenfrei zugänglich sind, werde eine breite Palette an Inhalten abgedeckt.

Lineares Fernsehen auch für Google TV relevant

Die neue Programmübersicht im Live-Tab bündelt alle verfügbaren Kanäle der unterstützten Apps für schnellen und einfachen Zugriff. Nutzer können in der Google-Home-App bestehende Konten für die Dienste mit ihrem Google-Konto verbinden. Dadurch werden die Live-TV-Inhalte direkt in der Google-TV-Benutzeroberfläche angezeigt. Damit sind personalisierte Empfehlungen (= Werbung) auf Google TV für alle anderen Streaming-Angebote und Fernsehkanäle integriert.

Zattoo ab sofort mit mehr Sport über DAZN Fast und DAZN Rise

Der TV-Streaming-Anbieter Zattoo erweitert sein Sportprogramm. Man nimmt ab sofort die Sender DAZN FAST und DAZN Rise ins Repertoire auf.

Dies betrifft das Angebot von Zattoo in sowohl Deutschland als auch Österreich. Spezialisiert hat man sich auf IP-TV, ihr könnt euch also das lineare Fernsehprogramm übers Internet ansehen – und zahlt dafür eine monatliche Gebühr. Wobei Zattoo euch auch einen Free-Tarif offeriert, bei dem die Sender und die Qualität sowie die Funktionen aber natürlich technisch deutlich eingeschränkt sind.

Durch die Kooperation mit DAZN erhalten Zattoo-Kunden Zugriff auf Programmhighlights aus den internationalen Top-Ligen der LaLiga, Serie A und Ligue 1 sowie Frauensport. Nutzer von Zattoo finden die beiden neuen Sender DAZN FAST und DAZN Rise ab sofort in ihrer Senderübersicht. Die Sender sind für alle Zattoo-Abos verfügbar und in Deutschland zusätzlich auch für Nutzern des werbefinanzierten Free-Modells.

DAZn dürfte sich mit der neuen Abostruktur bei Kunden noch unbeliebter machen
DAZN sorgte vor einiger Zeit durch drastische Preiserhöhungen für Aufsehen.|| Bild: DAZN

DAZN FAST fokussiert sich auf Dokumentationen, Highlights, Features, Shows und Re-Live-Matches. Hier handelt es sich um einen kostenfrei empfangbaren Sender. Er bietet eine Auswahl aus dem DAZN-Programmkatalog, wie Highlight-Clips und ganze Spiele im Re-Live aus den internationalen Top-Ligen LaLiga, Serie A und Ligue 1 oder Pokalwettbewerben wie dem englischen FA Cup und Carabao Cup. Darüber hinaus sind auch Doku-Serien und DAZN Originals, aber auch Beiträge aus den Serien „Decoded“ und „Unfiltered“ auf DAZN FAST zu sehen.

DAZN Rise widmet sich dem Frauensport

DAZN Rise zeigt 24/7 Frauensport an einem Ort, mit einer Auswahl an Live- und Highlight-Content aus die UEFA Women’s Champions League, die französische und spanische erste Liga und ab September die Frauen-Bundesliga, sowie Golf, Handball, Feldhockey und Kampfsport. Vielleicht wird da also ebenfalls der ein oder andere Leser fündig?

AV1: EU-Kommission beendet wettbwerbsrechtliche Untersuchung

Die EU-Kommission hatte die Lizenzbedingungen für den offenen Codec AV1 auf Wettbewerbswidrigkeit geprüft. Inzwischen hat man seine Untersuchungen abgeschlossen.

Wir hatten bereits vor Monaten über das Thema berichtet. Die Lizenzbedingungen der verantwortlichen Alliance for Open Media (AOM) machten die Kartellwächter offenbar hellhörig: Es stand im Raum, dass die Lizenzvorgaben konkurrierende Formate behindern könnten. Sollte euch AV1 generell nichts sagen: Das ist ein Videocodec, der bereits von vielen Geräten, etwa aktuellen Fernsehern von LG, unterstützt wird. Auch Streaming-Anbieter wie Netflix setzen AV1 bereits ein. Gegenüber HEVC wurde die Effizienz enorm gesteigert. Das ermöglicht wahlweise gleichbleibende Bildqualität bei geringeren Bitrates oder gesteigerte Bildqualität bei identischer Bitrate.

Doch was kam denn nun bei den Überprüfungen der EU-Kommission heraus? Im Wesentlichen: nichts. Denn man konnte offenbar kein wettbewerbswidriges Verhalten feststellen. Teil der verantwortlichen Alliance for Open Media sind allerdings mächtige Konzerne wie Amazon, Google, Meta, Microsoft und Netflix. Es war also nicht gesagt, dass dort alles friedlich abläuft. Begonnen hatte die Untersuchung, nachdem der Hersteller Roku eine Beschwerde eingereicht hatte. Man habe sich durch Google erpresst gefühlt, AV1 zu adoptieren.

Beliebte TV-Geräte von LG wie z.B. der G1 OLED TV können bereits mit AV1 umgehen
Beliebte TV-Geräte wie LGs OLED-TVs können bereits mit AV1 umgehen.

Bei dem Branchenverband ist man indessen natürlich erleichtert und lobt die Entscheidung der EU-Kommission. Da die Untersuchung schon in einer Vorstufe vor ernsthafteren Schritten beendet worden ist, drohen keinerlei Strafen oder anderweitige Einschränkungen für AV1 bzw. dessen Lizenzierung.

AV1 breitet sich aus

Netflix und YouTube setzen AV1 bereits ein, es gibt aber auch Konkurrenzformate wie VVC, die sich bisher jedoch kaum etablieren konnten. Auch AV1 breitet sich nur sehr schleichend aus, da die Hardware-Unterstützung sich nur sehr schleichend ergibt. Beispielsweise sind auch die neuen Apple TV 4K noch nicht für AV1 gerüstet. Immer mehr Plattformen adoptieren den Codec dennoch. Beispielsweise kommt er mittlerweile auch für das Cloud-Gaming-Angebot von Nvidia, GeForce Now, zum Einsatz.

Asus und MSI stellen neue QD-OLED-Monitore mit 49 Zoll vor

Asus und MSI haben beide neue QD-OLED-Monitore mit 49 Zoll Diagonale vorgestellt. Als Basis dient jeweils das gleiche Panel von Samsung Display.

Bleiben wir zunächst beim Modell von Asus: dem ROG Swift OLED PG49WCD. Hier handelt es sich um einen Ultrawide-Monitor für Spieler mit 49 Zoll, der mit 5.120 x 1.440 Pixeln auflöst und eine Bildwiederholrate von 144 Hz erreicht. Dabei verwendet man eine 1.800R-Krümmung. Auch ein KVM-Switch ist an Bord. Obendrein hebt Asus als Schnittstellen DisplayPort 1.4 sowie HDMI 2.1 mit VRR-Support hervor. AMD FreeSync Premium Pro unterstützt man ebenfalls.

Superwide-QD-OLED-Monitor mit 49 Zoll

Der Monitor bietet zudem Anschlüsse für USB 3.2 Gen 1 (Typ-A) und USB-C mit 90 Watt zum Aufladen externer Geräte via Power Delivery. Um die Lebensdauer des Monitors zu verlängern sowie Nachleuchten und Einbrennen zu verhindern, setzt man auf ein Heatsink sowie eine Graphen-Schicht für verbesserte Kühlung. Als maximale Helligkeit sind 1.000 Nits bei 3 % Abdeckung der Bildschirmfläche angegeben.

Der Asus ROG Swift PG49WCD trägt noch kein Preisschild.
Der Asus ROG Swift PG49WCD trägt noch kein Preisschild.

Laut Asus deckt der neue ROG Switft PG49WCD 99 % des Farbraums DCI-P3 ab. Er ist auch für VESA DisplayHDR True Black 400 zertifiziert. Als Reaktionszeit nennt Asus nur 0,03 ms. Bedauerlicherweise verschweigt Asus aktuell aber noch den Preis und das Erscheinungsdatum des Gaming-Monitors.

MSI MEG QD-OLED: Ebenfalls neues Modell mit 49 Zoll

Auch MSI hat im Übrigen im Rahmen der Computex 2023 einen neuen QD-OLED-Monitor für Spieler in Aussicht gestellt. Doch dieser Hersteller gibt sich noch verschwiegener als Asus. So spricht man dann auch nur vage von einem Konzept-Monitor mit 49 Zoll Diagonale und einer Bildwiederholrate von sogar bis zu 240 Hz.

MSI bringt ebenfalls einen neuen QD-OLED-Monitor auf den Markt.
MSI bringt ebenfalls einen neuen QD-OLED-Monitor auf den Markt.

Auch das neue Modell der MEG-Serie trägt noch kein offizielles Preisschild und das Erscheinungsdatum kennen wir in diesem Fall ebenfalls noch nicht. Da heißt es also abwarten.

Amazon Freevee: Das sind die neuen Filme und Serien im Juni 2023

Amazon hat bestätigt, welche Filme ihr im Juni 2023 kostenlos bei Freevee zu sehen bekommt. Nachschub gibt es auch mit neuen FAST-Kanälen.

Zusätzlich zu den neuen Filmen und Serien, die ab Juni 2023 bei Amazon Freevee zu sehen sein werden, nimmt man nämlich auch neue, werbefinanzierte Streaming-Kanäle ins Programm auf. FAST steht dabei für „Free Ad-supported Television“. Neu hinzu kommen da im nächsten Monat im Repertoire von Amazon die linearen FAST-Channels Fabella, Heimatkino, Motorvision TV, TemporaTV und schließlich The Pet Collective.

Ansonsten fallen die Neuheiten bei Amazon Freevee etwas überschaubarer aus als noch im Mai 2023. Da gab es mit unter anderem „Wilfred“ mit Elijah Wood sowie „Under the Dome“ außerdem etwas hochkarätigere Titel. Im Juni hebt Amazon stattdessen die US-Gerichtsserie „Tribunal Justice“ hervor. Jene hält ab 9. Juni 2023 Einzug. „Tribunal Justice“ wurde von Richterin Judy Sheindlin entwickelt und produziert.

"Tribunal Justice" läuft ab Juni 2023 bei Amazon Freevee.
„Tribunal Justice“ läuft ab Juni 2023 bei Amazon Freevee.

Freuen dürften sich Science-Fiction-Fans aber sicherlich über den Einstand von „Stargate Atlantis“. Die Serie steht direkt ab 1. Juni 2023 stramm bei „Freevee“. Sicherlich sind da auch unter unseren Lesern einige Fans des „Stargate“-Kosmos, der im Fernsehen mit mehreren Serien erweitert worden ist.

Amazon Freevee bleibt kostenlos

Amazon Freevee ist dabei eine Ergänzung zum kostenpflichtigen Angebot Prime Video. Da sorgte Amazon ja kürzlich mit widersprüchlichen Aussagen zum Sharing für Verwirrung. Freevee hingegen hat derlei Probleme nicht, denn dieses Streaming-Angebot ist ohnehin kostenlos. Die Finanzierung erfolgt eben über Werbung. Außerdem weichen die enthaltenen Inhalte von denen von Prime Video ab. Es gibt aber auch Verknüpfungen. Beispielsweise läuft die Nachfolgeserie zu „Bosch“, nämlich „Bosch Legacy“ bei Freevee.

Am Ende könnt ihr ja selbst entscheiden, ob ihr Freevee mal eine Chance gebt. Unten findet ihr eine Übersicht zu den Neuzugängen im Juni 2023 – viel Spaß beim Streaming!

Neue Serien im Juni 2023

  • Stargate Atlantis – Verfügbar ab 1. Juni
  • Tribunal Justice – Verfügbar ab 9. Juni
  • The Neighbors – Verfügbar ab 16. Juni

Neue Filme im Juni 2023 bei Freevee

  • Rebellion der Magier – Verfügbar ab 1. Juni
  • Beyond the Wasteland – A Mad Max Documentary – Verfügbar ab 5. Juni
  • Die in a Gunfight – Verfügbar ab 14. Juni
  • Captain Fantastic – Verfügbar ab 23. Juni

„Star Wars: Obi-Wan Kenobi“: Serie erhält keine zweite Staffel

Die Serie „Star Wars: Obi-Wan Kenobi“ erhält keine zweite Staffel. Allerdings sind zahlreiche andere Projekte rund um „Star Wars“ in der Mache.

Je nach Betrachtungswinkel dürfte die Botschaft für Erleichterung oder auch für Enttäuschung sorgen: Die Serie „Star Wars: Obi-Wan Kenobi“ soll nach aktueller Planung keine zweite Staffel erhalten. Das hat die Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy gegenüber dem Podcast Dagobah Dispatch verraten. Eine riesige Überraschung sollte das nicht sein. So war das Projekt von Anfang an als in sich abgeschlossene Miniserie angekündigt worden.

Bei Fans sorgte das Endergebnis nach anfänglichem Jubel aufgrund der Rückkehr von Darsteller Ewan McGregor für ein geteiltes Echo. Kritik ernteten vor allem zwei Faktoren: Zum einen war Obi-Wan Kenobi zwar der titelgebende Charakter, zur Protagonistin kürten die Autoren aber eher die neue Figur der Reva. An deren Charakterisierung und auch Darstellung durch die Schauspielerin Moses Ingram schieden sich die Geister.

Hinzu kamen umstrittene Drehbücher und Inszenierungen. Insbesondere zwei Szenen sorgten bei vielen Zuschauern nachhaltig für Gelächter und Kopfschütteln: Eine Verfolgungsjagd, bei der ausgewachsene Kopfgeldjäger ein kleines Kind zunächst nicht fangen konnten sowie eine Slapstick-artige Szene, bei der Obi-Wan-Kenobi in einem Trenchcoat die junge Leia Organa versteckt – was in der Tat an Cartoons wie „Scooby-Doo“ erinnerte.

Star Wars: Polarisation unter den Fans nimmt zu

Generell nimmt die Polarisation innerhalb der Star-Wars-Fangemeinde zu. Selbst „The Mandalorian“, in den ersten beiden Seasons wenigstens noch vom Gros der Anhänger gefeiert, spaltete mit der dritten Staffel ebenfalls die Fans. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Debatten auch mit neuen Kinofilmen um beispielsweise Rey Palpatine und andere neue Charaktere in Projekten wie „The Acolyte“ fortsetzen werden.

Geplant sind ebenfalls auch neue Serien wie „Star Wars: Ahsoka“, „Star Wars: The Skeleton Crew“ und eine zweite Staffel zu „Star Wars: Andor“. Wir sind gespannt darauf, welche der Werke bei der Community durchfallen oder besonders gut ankommen.

Prime Video und das Sharing: Amazon verwirrt mit widersprüchlichen Ansagen

Netflix geht bereits gegen das Passwort-Sharing vor. Amazon Prime Video bezieht ebenfalls Stellung – und verwirrt die Abonnenten.

Netflix geht derzeit bereits gegen das Teilen eures Kontos über einen Haushalt hinaus vor. Das möchte man in Zukunft unterbinden. Abonnenten erhalten auch in Deutschland teilweise bereits entsprechende Benachrichtigungen. Wollt ihr Netflix mit Personen außerhalb eures Haushalts teile, müsst ihr pro Trittbrettfahrer eine Zusatzmitgliedschaft abschließen. Diese kostet pro haushaltsfremdem Mitbenutzer 4,99 Euro.

In Spanien musste Netflix als Folge der Maßnahmen zunächst einen Verlust von Abonnenten hinnehmen. Dennoch rechnet der Streaming-Anbieter damit, langfristig viele Neukunden dazuzugewinnen. Doch wie stehen eigentlich andere Streaming-Anbieter zu dieser Thematik? Offiziell beobachten Apple TV+, Disney+, Paramount+ lediglich die Entwicklungen am Markt. Man dürfte jedoch mit Argusaugen betrachten, wie sich die Lage bei Netflix entwickelt – und eventuell dann gleichziehen.

Im mittlerweile gelöschten Tweet warb Prime Video für das Teilen.
Im mittlerweile gelöschten Tweet warb Prime Video für das Teilen.

Bei Amazon Prime Video in Deutschland witterte man offenbar eine Gelegenheit fürs Marketing: In einem Tweet stellte man klar, dass jeder Prime Video mitbenutzen dürfe, der das Passwort kenne. Allerdings scheint die Social-Media-Abteilung zu arg vorangeprescht zu sein. Der Tweet wurde nach wenigen Stunden gelöscht. Auf Anfragen von Kollegen stellte Amazon klar, dass die Nutzungsbedingungen unverändert gelten. Das heißt: Auch bei Prime Video ist das Teilen über einen Haushalt hinaus untersagt.

Amazon Prime Video: Diffuse Kommunikation zum Teilen

Spannenderweise blieb der gleiche Tweet jedoch in Großbritannien online, wo Prime Video UK ihn ebenfalls veröffentlicht hatte. Das wirft die Frage auf, was denn nun die offizielle Position von Amazon bleiben wird? Am Ende dürfte es einzig und allein darauf hinauslaufen: Man handhabt es so, wie es den eigenen Motiven am ehesten Dient. Noch stichelt man gegen Netflix, doch wenn deren Maßnahmen gegen das Sharing die Einnahmen steigern sollten, dürfte auch Prime Video rasch an einem Umdenken interessiert sein.

TCL zeigt „Transformer“-Fernseher: 8K-TV verwandelt sich in einen Tisch

TCL hat einen neuen OLED-TV mit 8K-Auflösung vorgestellt. Der besondere Kniff: Er kann sich in einen Tisch transformieren.

Auch sonst lesen sich die technischen Daten attraktiv: Der besagte Fernseher von TCL kommt auf 65 Zoll Diagonale, löst wie erwähnt mit 8K auf und kommt auf 120 Hz Bildwiederholrate. Für die Produktion hat TCL auf das Inkjet-Druckverfahren gesetzt. Schenkt man dem Hersteller Glauben, dann handelt es sich hier um das bisher größte OLED-Foldable überhaupt.

Rund 100.000 Falt-Zyklen soll das Display aushalten. Dabei muss ein Knopf gedrückt werden, damit sich das OLED-Panel quasi mittig zusammenfaltet und danach flach als Tisch positioniert. Die Plastikrückseite senkt sich oben zum Schutz ab. Wir hätten allerdings dennoch Bedenken, dass hier ein Beschädigungsrisiko entsteht. Beeindruckend erscheint der „Trick“ aber allemal.

Das obige Video von HDTVTest führt die Transformation anschaulich vor. Dabei hat man es nicht einmal bei diesem einzelnen 8K-Display belassen. Auch einen Ultrawide-Monitor mit 57 Zoll Diagonale und 240 Hz führte man vor. Dabei handelt es sich um ein 1.000R-Curved-Modell im Format 32:9 mit konkret 7.680 x 2.160 Pixeln als Auflösung.

TCL zeigt auch VR-Displays

Obendrein packte TCL einige VR-Displays aus, welche den „Fliegengitter-Effekt“ durch hohe Auflösungen minimieren solle. Eines der Modelle nutzte pro Auge eine Auflösung von 2.280 x 2.280 Pixeln. Als Basis diente ein LC-Display mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung. Das zweite Modell war ein LTPO-realRGB-LC-Display mit 4K-Auflösung.

Die gezeigten Displays stammen alle von TCLs Tochterfirma CSOT (China Star Optoelectronics Technology). Das Unternehmen arbeitet, ähnlich wie LG Display und Samsung Display, an LCD, Micro LED, aber auch OLED für verschiedene Produktgruppen. Darunter sind neben Monitoren und TVs auch Smartphones, VR-Brillen oder unter anderem auch noch Automotive-Displays.

Sony Projekt Q sieht aus wie eine Handheld-Konsole, ist aber nur ein PS5-Zubehör

Sony hat neue Hardware im Rahmen seines PlayStation Showcase angekündigt. Neben In-Ear-Kopfhörern wurde Projekt Q vorgestellt, ein Controller mit Display, der aussieht wie eine Handheld-Konsole, jedoch nur in Verbindung mit der PS5 funktioniert.

In den vergangenen Wochen wurde sehr viel über eine neue Handheld-Konsole von Sony spekuliert. Hinter „Q Lite“ bzw. „Projekt Q“ verbirgt sich kein eigenständiges System, es handelt sich hierbei lediglich um ein Zubehör für die PlayStation 5 Konsole. Also kein Nachfolger der PlayStation Vita oder eine mobile Playstation für Game-Streaming. Das System besteht aus einem 8 Zoll 1080p-Bildschirm mit einer maximalen Bildwiederholungsrate von 60Hz sowie dem Controller, der links und rechts am Display befestigt ist und das gleiche Button-Layout besitzt, wie der PS5 DualSense Controller. Laut Vorstellungsvideo besitzt „Projekt Q“ alle Features des DualSense Controllers, somit müsste auch das Haptik-Feature sowie die adaptiven Trigger-Tasten mit an Bord sein. Übertragen werden Spiele von der PS5 via Remote Play (WiFi) an die Display-Controller-Kombo.

„Projekt Q“ soll „später“ in diesem Jahr auf den Markt kommen. Es bleiben noch so einige Fragen offen, z.B. handelt es sich um ein HDR-Display, wie groß ist der integrierte Akku und wie lange lässt sich damit zocken und vor allem, wie viel wird „Projekt Q“ kosten? Ähnlich wie bei der PS VR2-Hardware besteht nämlich die Gefahr, dass das Zubehör aufgrund einer zu hohen Preisvorstellung nur wenig Anklang bei den PlayStation-Fans findet. Das Medienecho zur neuen Hardware ist grundsätzlich verhalten und ich für mich selbst sehe keinen so großen Nutzen in diesem Zubehör-Artikel. Projekt Q schränkt die Auflösung und Bildwiederholungsrate ein und Abnutzungserscheinungen der Controller-Einheit würden dazu führen, dass man das gesamte Gerät zur Reparatur einschicken muss.

Die PlayStation Earbuds werden mit einer Ladeschale ausgeliefert
Die PlayStation Earbuds werden mit einer Ladeschale ausgeliefert

Parallel wurden übrigens die PlayStation Earbuds angekündigt. Sony verspricht „Next-Generation-Audio“ für PlayStation 5, PS und Smartphone. Die neue Drahtlos-Technologie soll verlustfreie Audiowiedergabe ohne Verzögerung bieten.

Was haltet ihr von Projekt Q und den PlayStation Earbuds? Ein Must-Have für Besitzer einer PlayStation 5, ein nettes Gimmick oder überflüssige Hardware?

16K ist da: BOE zeigt Konzept-TV auf der Display Week 2023

Nach 4K kommt 8K und nach 8K kommt 16K. So will es der chinesische Hersteller BOE, der auf der Display Week 2023 einen entsprechenden Fernseher gezeigt hat.

Dabei handelt es sich um einen LCD, der abseits der ultrahohen Auflösung jedoch wohl nicht sonderlich punkten kann. So liegt die Helligkeit nur bei 400 Nits. Immerhin deckt man aber 99 % des Farbraums DCI-P3 ab. Fotografen und Wissenschaftler mahnen jedoch oftmals, dass die Auflösung eines Bildes für die menschlich Wahrnehmung eine deutlich geringere Rolle spiele, als Kontrast und Farbwiedergabe. Da liegt auch das eigentliche Verbesserungspotenzial aktueller Bildschirme.

Dennoch kann auch die Erhöhung der Auflösung Sinn ergeben: Auch bei 4K und 8K sieht man je nach Sitzabstand weiterhin Pixelstrukturen. Bei 16K ist dies für das menschliche Auge im Grunde nicht mehr möglich. Wir kommen hier also an den Rand unserer Wahrnehmung. Freilich ist BOE nicht der erste Hersteller, der ein Display mit 16K zeigt. Sony hat da etwa Pendants für Geschäftskunden im Repertoire. Die Preise bewegen sich in Millionenhöhe, da es sich zudem um Micro LED handelt.

BOEs 16K-TV wird nie auf den Massenmarkt kommen.
BOEs 16K-TV wird nie auf den Massenmarkt kommen.

Die native Auflösung des Modells von BOE steht bei sagenhaften 15.360 x 8.640 Pixeln. Der LC-Screen operiert mit 60 Hz und bietet einen statischen Kontrast von 1.200:1. Da aktuell keine Schnittstelle wirklich auf 16K bei 60 Hz ausgelegt ist, behalf man sich mit etlichen Kabeln, um das Bild zu übertragen. Der TV kommt auf eine Diagonale von 110 Zoll (2,79 m).

BOEs 16K-TV soll Partner ermuntern

BOE selbst agiert nur als Zulieferer, hat also keinerlei Ambitionen eigene 16K-TVs auf den Markt zu bringen. Vielmehr hofft man, mit dem Konzept Partner zur Bestellung entsprechender Panels zu animieren. Problem: Im Consumer-Bereich fehlt es an Inhalten mit so einer hohen Auflösung. Daher dürften 16K-Bildschirme aktuell in erster Linie für Geschäftskunden interessant sein. Dazu könnten Filmemacher, Fotografen oder Mediengestalter zählen.

Auch wir würden aber bei einem 16K-TV nicht „Nein“ sagen, wenn das Upscaling gut funktioniert. Nachdenken möchten wir jedoch nicht über den Stromverbrauch…