8K Video: VVC-Codec soll deutlich effizienter sein als HEVC

8K ist im Alltag der meisten Zuschauer noch nicht angekommen. Klar ist, dass sich die Videos jedoch laut einer neuen Studie mit VVC wesentlich effizienter codieren lassen als mit HEVC.


HEVC wird aktuell als Codec für Ultra HD Blu-rays, aber auch bei Streaming-Anbietern wie Netflix eingesetzt. Es gibt jedoch schon Nachfolger wie beispielsweise AV-1 oder auch VVC (Versatile Video Coding). AV1 ist auch schon bei einigen Anbietern im Einsatz. VVC ist eine Alternative und laut Studien der Cornell Universität je nach Szenario ca. 41 % effizienter als HEVC. Das heißt, es kann entweder bei gleichbleibender Bitrate eine deutlich höhere Bildqualität ermöglicht werden oder aber man reduziert die Bitrate stark, die Qualität bleibt aber gleich.

Für Streaming-Anbieter sind effizientere Codecs höchst bedeutsam, sparen sie doch bares Geld, wenn sie weniger Daten transferieren müssen. Allerdings könnte es Grenzen dafür geben, wie stark die Bitrates sich nach unten pushen lassen. Denn die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass es sinnvoll wäre, für 8K höhere Bildraten zu verwenden. Dadurch würden die Vorteile de erhöhten Auflösung leichter wahrnehmbar sein.

vvc Logo
VVC ist ein neuer Videocodec, der HEVC ablösen soll

Aktuell mangelt es noch an Geräten, die mit VVC klarkommen. Erste Fernsehgeräte, welche mit dem Codec umgehen können, werden für 2022 erwartet. Die Studien halten auch fest, dass die Anforderungen an die Bitrates weiterhin je nach Material sehr unterschiedlich ausfallen. Um dem Quellmaterial gerecht zu werden, genügen bei einfachen Aufnahmen 11 Mbps – das können z. B. simple Animationsfilme mit vielen einfarbigen Flächen sein. Komplexeres Material, etwa Filme mit viel Körnung, benötigen bis zu 180 Mbps.

8K ist am Markt noch eine Nische

Aktuell sieht es jedoch noch so aus, dass 8K am Markt eine Nische besetzt. So fiel das Wachstum zuletzt geringer aus, als ohnehin erwartet. Vermutlich sehen die meisten Kunden noch keinen Mehrwert in der erhöhten Auflösung, da es an Inhalten mangelt. Da genügt dem Gros der Kunden ein hochwertiger 4K-Fernseher.

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse

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14 Kommentare
  1. Ich denken, 8k würde schon einen Sinn machen und zwar bei einem neuen 3D-Verfahren mit Polfiltertechnik, wo das rechte und linke Bild je 4k Auflösung hätte. Dann würde man 3D endlich in 4k-Auflösung anschauen können und das wäre ein großer Fortschritt. Dafür wäre dann der neue VVC-Codec mit Sicherheit auch von Nutzen! 8k bringt schon einen Nutzen, wenn man z.B. seine Digital-Fotos mit bis zu 33 Megapixel 1 zu 1 auf dem TV ansehen könnte. Habe ich bereit im Elektronikmarkt Ende 2019 mit meinen eigenen Fotos probiert und die Auflösung ist der absolute Hammer. Mann muss zwar sehr nahe an den Fernseher, dafür sieht man aber jedes winzigste Detail. Dafür alleine würde sich 8k meiner Meinung nach schon lohnen. Heute habe ja viele Kameras schon Auflösungen von über 30 – 45/60 Megapixel.

  2. Ich glaube, dass 8k entweder NIE wirklich groß wird, dazu ham zu wenig Menschen den platz zu hause um das ausreizen zu können, denn 8k ergibt nur bei größen ab ca 65″ überhaupt erst wirklich sinn.
    Es ist aber auch möglich, dass das noch um die 10-20 Jahre dauert.

  3. Ich nutze 8K für Virtual Reality. Da ist HEVC Standard und bietet bei VR180 eine native 1 zu 1 Auflösung in einer 4K VR Brille, wie die HP Reverb G2 es ist. Wichtig ist ein Standard, der von den Grafikkarten unterstützt wird. Da ist HEVC gut bei den Nvidia GPUs etabliert. Für Streaming wäre VC-1 ein Vorteil.

  4. Ich filme UHD in ProRes HQ mit 1500 mbit/sec mit einem Atomos Ninja. Eine RED Kamera oder Arri liegt da bestimmt noch mal höher. Daraus wird dann 11….Das ist doch bestimmt qualitativ ganz weit oben. Da kann man packen wie man will, es wird nicht gut.

  5. „Um dem Quellmaterial gerecht zu werden, genügen bei einfachen Aufnahmen 11 Mbps – das können z. B. simple Animationsfilme mit vielen einfarbigen Flächen sein. Komplexeres Material, etwa Filme mit viel Körnung, benötigen bis zu 180 Mbps.“

    Okay, aber bei simplen Animationsfilmen wird 8K erst recht keinen Mehrwert bieten, selbst wenn es das bei komplexeren Inhalten täte, was ja auch schon zweifelhaft ist.

  6. Mal abgesehen von den Inhalten, warum sollte man 8K im privaten Bereich (jetzt mal Heimkino mit großen Leinwänden ausgenommen) überhaupt etablieren? Man müsste schon sehr unnatürlich nahe am Fernsehen sitzen um überhaupt ein Unterschied zwischen 8K und 4K wahr zu nehmen.
    Für mich persönlich ist mit 4K Ende was die Auflösungen angeht, es macht keinen Sinn mehr Geld für größere Auflösungen auszugeben. Lieber mit der Produktion von Dolby Vision mit 12 Bit anfangen statt die Leute mit größeren Auflösungen abzuzocken.

      • Neuere Codecs machen Sinn kein Frage, vor allem für die Etablierung der Streaming Dienste bei auch dem letzten Qualitätsenthusiasten macht das schon Sinn. Anderseits wurden bisher die neuen Codecs immer nur für die höchste Auflösung eingesetzt. Glaube zumindest kein Anbieter nutzt HEVC bei FullHD Inhalten?

        • Ich glaube, Streamingdienste wie Netflix nutzen für jegliche Inhalte die neusten Codecs, sofern von den Wiedergabegeräten unterstützt. Müsste ich noch mal in die Detailinfos bei Netflix reinschauen.

      • Grundsätzlich ist es zwar gut effiziente Codecs zu nutzen. So wie sie aber genutzt werden, bringt es dem Endanwender recht wenig. Bildqualität verbessert sich nicht und die Hardware ist umso schneller veraltet. AV1 kommt ja erst jetzt langsam in die TVs.

    • Und warum geht nicht beides? 8K und Dolby Vision 12Bit? Warum so bescheiden?

      Und klar geht das weiter, völlig normal. Danach kommt 16k und so weiter. Wirst du night aufhakten können und deine Kinder und Enkel auch nicht.

      Es.wird.trotzdem.kommen!

    • Du hast es gecheckt! 8k macht für privat User Null Sinn. 8k hat mehr Nachteile als Vorteile. 8k ist wieder so ein Prestige Ding das ein paar sagen können. Ich hab 8k. Wie bescheuert. 4k nativ und entsprechend ausgereizt reicht völlig aus zu Hause auch für höchste Ansprüche! Bei Projektion kommt für zu Hause auch der Laser wie bei Dolby cinemas wo Christie Laser Projektoren zwingend vorgeschrieben sind. Zuhause geht das auch….was will man mehr? Das Handling mit 4k hdr bzw Dolby vision ist auch ohne Probleme handelbar. Was soll das unsinnige Streben nach mehr? Die sollen lieber Produktionsleitung das 4k System erst mal ausreizen bevor die von 8k und anderen unsinn reden.

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