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Wir haben euch anbei ein paar Highlights am zweiten Tag der Überraschungsangebote herausgefiltert:
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Gareth Edwards war 2014 mit seinem erst zweiten Film ein Big-Budget-Monster-Feature gelungen, welches das (spätestens von Roland Emmerich) zu Grabe getragene Gojira-Franchise zu neuem Leben erweckte. Edwards Godzilla lieferte ab. Und zwar so richtig. Ein gigantisches Monster, spektakuläre Zerstörung und dazwischen sogar so etwas wie eine bewegende Vater-Sohn-Geschichte. Da man relativ frühzeitig beschlossen hatte, das mit Edwards Neubelebung des Echsen-Ungeheuers erschaffene MonsterVerse betitelte Franchise mit weiteren Filmen zu füllen, folgte 2017 Kong: Skull Island. Dieser begann die Verknüpfung beider Monster-Universen, die nun mit Godzilla II: King of the Monsters zunächst auf der Gojira-Seite weitergeführt werden, bis Kong und Godzilla dann im März 2020 aufeinander treffen werden. An Edwards Stelle trat Michael Dougherty (Krampus), der auch am Drehbuch mit schrieb und über seinen King of the Monsters sagte, dass er ihn für den Aliens aus dem Godzilla-Franchise halte – selbstverständlich ohne Edwards Vorgänger zu diskreditieren, den er als den Alien des MonsterVerse einkategorisierte.
Da staunen sie nicht schlecht
Und wer Alien und Aliens kennt, der weiß, worin die Unterschiede liegen: Klaustrophobischer Horror durch EIN Monster vs. Actionfilm mit einer Vielzahl an Kreaturen. Das mag nicht unbedingt 1:1 auf die beiden Godzillas zutreffen, kommt dem aber schon relativ nahe. Denn die Fortsetzung liefert gleich vier gigantische Titanen aus dem Original-Universum und fügt noch ein paar Eigenkreaturen hinzu, wo im Vorgänger neben Godzilla „nur“ ein namenloses mutiertes Wesen auftrat. Und weil das so ist, gibt’s auch wesentlich mehr Screentime für die Kaijus. Tatsächlich kritisierte man Godzilla noch dafür, dass er sein Titelmonster nur so selten und spät auftreten ließ – was letztlich ganz bewusst so gewählt wurde und die Spannungskurve konstant hoch hielt. Vermutlich sind es jetzt die gleichen, ewig unzufriedenen Nörgler, die an Godzilla: King of the Monsters rumkritteln. Denn dem wirft man nun inhaltliche Leere, zu viel Tamtam und zu wenig Tiefe vor – man kann es den Kritikern aber auch nicht Recht machen. Zunächst mal zum „Tamtam“: Ja, davon gibt’s eine Menge. Sehr zur Freude all jener Fans der Original-Godzilla-Filme. Es geht eine Menge zu Bruch, die Monster treffen gleich mehrfach aufeinander und was Dougherty fast nebenbei mit seinem Drehbuchkollegen Zach Shields schafft, ist eine erstaunlich gelungene Verquickung der Originalmotive mit den Tricks und Sehgewohnheiten der Gegenwart.
Kolossale Fehlbesetzung wie einst Laura Dern in „Jurassic Park“: Kyle Chandler (links) in der Hauptrolle
Dougherty verwendete eine Menge Zeit dafür, die bisherigen Filme der Tōhō-Studios zu studieren und verwies die Designer immer wieder auf die Original-Kreaturen. Ihm war diese Verbindung zu den Wurzeln der Designs extrem wichtig – wenngleich er eben auch noch eigene Kreaturen erschaffen ließ. Was die Action- und Zerstörungs-Sequenzen angeht, überzeugt King of the Monsters dann fast zu 100%. Hier und da wirkt mal ein CGI nicht ganz so glücklich, aber eine spaßige Kaputtmach-Orgie mit unglaublichen vielen Referenzen ans Original-Universum ist das allemal. Godzilla II: King of the Monsters passt sich aber nicht nur bei seinen Monstern und Geräuschen an die Original-Gojira-Filme aus Japan an. Denn wo der direkte Vorgänger erstaunlich gute Darsteller besetzte und sie verhältnismäßig nachvollziehbar agieren ließ, wählt man hier wieder das gewohnte Trash-Niveau des Franchise.
Macht sie alle platt: Godzilla
Wer zum Beispiel auf die Idee gekommen ist, ausgerechnet Kyle Chandler in der Hauptrolle zu besetzen, der schon in King Kong so unfassbar hölzern rüberkam; wer also meinte, es wäre schlau, ihn in einem weiteren Creature-Film zu besetzen, der kann nur bewusst auf die Trash-Schiene geschielt haben. Dass dessen Bruce Baxter nicht nur ein bewusst überagierender Ausrutscher in Jacksons Kong war, zeigt sich, wenn er hier mit pausenlos offenem Mund vor sich hin staunt, dass er Laura Dern in Jurassic Park alle Ehre erweist. Aber es geht ja nicht um die Schauspieler. Es geht nicht um die Figuren. Das ging es in den Godzilla-/Mothra-/King-Ghidorah-Filmen ohnehin nie. Es ging auch nie um logisches Verhalten des Militärs. Nie darum, dass man vielleicht aus den vorherigen Ereignissen mal lernt und weiß, dass simple MGs gegen die Titanen-Haut nun mal nichts ausrichten. Es ging um Monster, um Zerstörung, um Effekte und darum, der Menschheit in ihrer Arroganz den Spiegel vorzuhalten – und all das funktioniert auch in King of the Monsters, der sich deshalb der Kritik an seinen logischen und darstellerischen Unzulänglichkeiten sowie an der dünnen (und ziemlich von Marvels Thanos abgekupferten) Story weitgehend entzieht. Godzilla mag der insgesamt bessere Film sein, in Godzilla II ist aber mehr los – und das macht eben auch ziemlichen Spaß.
Godzilla II: King of the Monsters wurde selbstredend digital gefilmt, was am Ausgang für 3.4K- und 6.4K-Auflösung sorgte. Vermutlich aufgrund der Angleichung an die (höchstwahrscheinlich) in 2K gerenderten VFX skalierte man das Ganze für das Digital Intermediate auf 2K runter und rechnete für die UHD entsprechend wieder hoch. In Sachen Bilddynamik ging Warner hier jedoch in die Vollen. King of Monsters gehört zu den ersten Titeln, die mit HDR10, HDR10+ und Dolby Vision sämtliche HDR-Formate liefern und bietet natürlich auch noch einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Die maximale Bildhelligkeit liegt bei 1998 Nit, was in den dunklen Szenen für ziemlich auffällige Spitzlichter sorgt (Reflexion in den Augen, LED-Anzeigen, lodernde Brandstellen etc.). Vor allem die einzelnen kleinen Feuer sind über die Ultra-HD klar definiert, wo sie die Blu-ray vermatscht und nicht durchzeichnet. Da der Film grundsätzlich sehr dunkel und in Braun-Grüntönen gehalten ist, bietet er nicht die großen Möglichkeiten für referenzartige Farbkontraste. Die UHD intensiviert Schwarz zwar etwas, erreicht aber auch keine Referenzwerte. Die gut fokussierten Close-ups (bspw. in Mark Russells Hütte) wirken noch etwas klarer, ansonsten sind große Auflösungsunterschiede eher subtil.
Das Bild bietet aufgrund seiner sehr neblig-trüben Stilisierung nicht wirklich Referenzmaterial
Nicht mal subtil, sondern erneut nicht vorhanden: Eine Differenz zwischen HDR10 und HDR10+. Erneut drängt sich der Verdacht auf, dass es sich hier um eine Mogelpackung handelt, die vor allem auf hochklassigen OLED-Displays zu keiner Differenz führt. Möglicherweise sieht das auf kostengünstigeren HDR10+-fähigen LCD-Geräten anders aus, um dort eine gewisse Dynamik zu erzielen. Dies entzieht sich jedoch unseren Testmöglichkeiten. Als einer der ersten Titel, der mit sämtlichen dynamischen Formaten kommt, ist zwar auch der Unterschied zwischen HDR10 und Dolby Vision hier relativ gering (entgegen anderer UHDs, wo dies deutlich zum Tragen kommt), aber es GIBT immerhin eine Differenz. In der Regel präsentiert DV die Farben etwas neutraler und intensiviert den Kontrast ein kleines bisschen. Allerdings, wie erwähnt, nur im Bereich von Nuancen. Insgesamt liefert die UHD gegenüber der BD das farblich etwas neutralere Bild, bietet wärmere und weniger gelbliche Hauttöne, die harmonischer wirken. Im Verbund mit der besseren Durchzeichnung in den Spitzlichtern ist die UHD insgesamt die bessere Wahl.
Wie bei den größeren Warner-Titeln der letzten Monate oft schon geschehen, so kommt bereits die Blu-ray von Godzilla II – King of the Monsters mit Dolby Atmos für Deutsch und Englisch, liefert bei der BD aber nur die hiesige Fassung mit True-HD-Kern, während der O-Ton mit wesentlich weniger dynamischem Dolby Digital Plus auskommen muss. Die UHD mit ihren True-HD-Spuren für BEIDE Sprachen ist also gerade für Originalton-Fans ein Muss! Zunächst einmal kümmern wir uns um die reguläre Ebene der deutschen Atmos-Fassung – und krallen unsere Fingernägel dabei ganz fest in unseren Nebensitzer oder den Kinosessel. Denn das, was hier in den nächsten 130 Minuten passiert, gehört nicht nur zum Besten, was man bekommen kann, sondern IST schlicht und ergreifend das Beste, was man bisher im Heimkino erleben durfte. Beginnend mit einem Tiefton-Kanal, der jeden Auftritt der Kreaturen mit einer Vehemenz zum Betrachter drückt, dass das Leistungsverhältnis von Receiver und Lautsprechern durchaus stimmen sollte, um nicht einen Teil der Kette ins akustische Nirwana zu schicken. Schon der einfache Flug durch eine Nebelbank sorgt für ein Erzittern des Bodens und wenn zu Beginn die Rückblenden in Zeitlupe geschildert werden, ist das ein willkommenes Fressen für Tiefbass-Attacken. Aber selbst das „simple“ Grollen von Mothra sorgt für massig Volumen. Herausragend ist aber nicht nur der LFE-Kanal, sondern die generelle Dynamik und gleichzeitige Souveränität. Trotz der heftigen Attacken, bleiben Stimmen oder einzelne Geräusche hervorragend verständlich und nachvollziehbar. Die Surroundaktivität ist schlicht sensationell – egal, ob das die Kreaturen sind, die sich um den Zuschauer herum bewegen oder das militärische Geballer. Umso genialer, wenn feine Geräusche wie die lebhafte Tieratmosphäre rund um Marks Hütte genauso definiert ans Gehör kommt.
Während der Titanen-Angriff bebt das Heimkino
Kommen wir zur 3D-Sound-Ebene. Und von der hören wir schon direkt zu Beginn das vertraute Gekreische von Godzilla. Gefolgt von kreisenden Hubschraubern und in Zeitlupe gestreckten Wusch-Geräuschen des Sauriers – ein fantastischer Einstand in ein Sounderlebnis, dass es in dieser Form von Dynamik, Vielfalt und Direktionalität bisher noch nicht gegeben hat. Vielfalt deshalb, weil es nicht nur die Actionszenen mit Sauriergebrüll und militärischer Abwehrmaschinerie sind, sondern auch feinere Sounds wie der Rauchmelder nach drei Minuten, die flackernden Lichter kurz darauf oder der äußerst lebhafte Dschungel Chinas. Klasse sind auch die wabernden und elektrisch wirkenden Geräusche des reifen Kokons. Wenn Mothra dann zum Leben erwacht und ihre Kräfte spielen lässt, ist es von oben praktisch gar nicht mehr still. Es sei gesagt, dass an dieser Stelle absolut unmöglich ist, jeden einzelnen 3D-Soundeffekt aufzuführen. Denn hier ist schlicht dermaßen viel los, dass es den Rahmen einer üblichen Rezension vollkommen sprengen würde. Im Prinzip kann man es kurz fassen (wenn es nicht so viel Spaß machen würde) und sagen: Nahezu jede Szene, in der nicht einfach Dialoge in einem geschlossenen Raum stattfinden, werden von allen Speakern teils bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit unterstützt. Auch Ghidorahs Geräusche, sein Raunen und das Zischeln seiner Unmutsbekundungen sowie dessen elektrische Energiestöße sind ein großer Spaß.
„Godzilla II“ forder das Equipment akustisch aufs Äußerste
Im Prinzip geht das weiter und weiter so, wird nach 84 Minuten um coole Sounds der Unterwasser-Gefährte ergänzt und liefert einfach permanent ab. Im Finale gibt’s dann neben dem Gekreische der Kreaturen zahlreiche Feuerbrünste, herumfliegende Häuserteile oder auch die Turbinen der Militär-Transportflugzeuge. Dazu donnert und gewittert es, Blitze zucken mit elektrischen Geräuschen vom Himmel und Ghidorahs Energiestrahlen füllen sämtliche Lautsprecher. Will man hier wirklich das Haar in der Suppe suchen, so findet sich schon mal ein Helikopter-Geräusch auf den Heights, das dort nicht hingehört, weil das Gefährt gerade unterhalb der Kamera zu sehen ist – aber das ist Mäkeln auf einem Niveau, das bisher ohnehin noch von keinem Film erreicht wurde.
Im Bonusmaterial von Godzilla II – King of Monsters warten insgesamt sieben Featurettes mit insgesamt ca. 95 Minuten Spielzeit. Dazu gesellen sich zwei entfernte Szenen sowie der Audiokommentar mit Regisseur Dougherty, Drehbuchautor Zach Shields und Darsteller O’Shea Jackson Jr. Bei den Featurettes kümmert man sich natürlich um die vier Toho-Monster, die im Film hauptsächlich auftauchen. Besonders in „Evolution der Titanen“ tut man dies sehr ausgiebig und behandelt auch die weiteren Effekte. Natürlich kommen hier auch ein paar der am Film Beteiligten zu Wort. Das nächste Featurette beschäftigt sich dann in fünf Teilen ausgiebig um die gleiche Anzahl an unterschiedlichen Settings des Films – vom Yunnan Tempel bis zu Godzillas Höhle im Inneren der Erde. Ein kleineres Spezial stellt die junge Millie Bobby Brown vor, die im Film die Madison spielt und ein weiteres kurzes Feature gibt ein paar Einblicke in die technologischen Gadgets, die der Film präsentiert. Das letzte Special gibt noch mal ein paar Rückblicke auf das bisherige MonsterVerse.
Gesamtbewertung Godzilla II: King of the Monsters (82%)
Godzilla II – King of the Monsters ist nicht so gut wie sein Vorgänger. Er ist aber auch nicht so schlecht wie ihn Viele gemacht haben. Letztlich funktioniert er als Guilty Pleasure durchaus – immerhin ist der Unterhaltungsfaktor aufgrund der Schauwerte ziemlich hoch. Im Heimkino schwingt er sich zudem zum absoluten König des Sounds auf. Möglicherweise liefert die BD/UHD des Films den bisher besten Sound seit es unkomprimierte Tonspuren gibt. Und schon deshalb gehört das Ding in jede Sammlung. Schade, dass das etwas trübe und manchmal nicht perfekt fokussierte Bild den hohen Standard vom Ton nicht ganz halten kann.
MagentaTV bietet ab sofort für Abonnenten neue Inhalte von Sony One zum Abruf über die Megathek. Ein Aufpreis entfällt glücklicherweise für die neuen Filme und Serien.
Zur Verfügung stehen die Inhalte von Sony One via MagentaTV bereits – nämlich seit dem 8. November 2019. Sie sind auf Abruf in der Megathek zu finden und zwar in einem eigenen Bereich. Dabei bietet man nun Filme und Serien von Sony Pictures Television (SPT) sowie ausgewählte Inhalte von Sony AXN und dem Sony Channel.
Laut Pressemitteilung der Deutschen Telekom bietet man in Kooperation mit Sony nun über Sony One zum Start mehrere hundert Serienepisoden und Filme. Das Angebot wird aber regelmäßig erweitert, sodass sich das wiederholte Stöbern wohl lohnen soll. Ist so oder so natürlich eine feine Sache, denn wer bereits MagentaTV abonniert hat, erhält nun ein breiteres Angebot, muss aber keinen Aufpreis bezahlen.
Dafür sind die erwähnten Filme und Serie aber auch von der etwas älteren Sorte. So nennt man als Beispiele „The Good Doctor“, „S.W.A.T.“ und „Masters of Sex“ aus dem Bereich Serien und Filme wie „Ghostbusters“, „Men in Black II“, „Spider-Man 2“ und „Hotel Transsilvanien“. Von Sony AXN hievt man „Power“ und „Outsiders“ sowie europäische Serien des Sony Channels wie „Poldark“ und „A Very English Scandal“ zu Sony One bzw. damit auch zu MagentaTV.
Sony One kann nicht separat abonniert werden
Vielleicht denkt sich nun mancher Leser, dass man Sony One ja eventuell auch separat abonnieren könnte, sollte der Preis passen. Das geht allerdings leider nicht. Sony One ist ein reines B2B-Produkt, welches das Unternehmen anderen Plattformen zur Integration anbietet. In diesem Fall hat da also die Deutsche Telekom für MagentaTV zugeschlagen.
„Wasteland – Verlorenes Land“ schafft es exklusiv zu MagentaTV
Zudem hievt man im Übrigen noch ab dem 5. Dezember „Wasteland – Verlorenes Land“ exklusiv zu MagentaTV. Dabei handelt es sich um eine Produktion von HBO Europe. Zusätzlich bietet man ab Dezember auch noch die Fox-Serien „Emergence Staffel 1“ (Start: 04.12.2019) und „Snowfall Staffel 3“ (Start: 10.12.2019) an. Das ist offenbar also ein volles Programm gesichert. Nutzbar ist das Angebot auch für Nicht-Kunden der Deutschen Telekom. Dafür bietet man sogar einen eigenen 4K-Stick an.
MediaMarkt.de feiert noch heute seine Singles Day Angebote! Wie gut schlägt sich die Auswahl im Vergleich mit anderen Anbietern? Lasst es uns herausfinden!
Es gibt 11 Highlight-Angebote, die der Konkurrenz preislich das Fürchten lehren sollen. Wir beginnen mit MediaMarkts Eigenmarke. Der OK. ODL 32653HS 32 Zoll HD-Ready TV ist für 111 Euro zu haben. Das Gerät ist natürlich nirgends günstiger zu bekommen. Das Modell eignet sich in unseren Augen lediglich als Zweit-TV für das Schlafzimmer, Hobbyraum oder Büro. Die audiovisuelle Qualität und Ausstattung lässt da sicherlich zu Wünschen übrig.
Weiter geht es mit dem Samsung Galaxy Tab A 10.1 für den komischen Preis von 158,27 Euro. Nimmt man nämlich die 19% MwST Steuer geschenkt Aktion von Samsung dazu, landet man bei 133 Euro (Der Rabatt wird an der Kasse abgezogen). Somit liefert MediaMarkt auch hier den besten Preis.
Die JBL E65BTNC Over-Ear-Kopfhörer könnten vielen als mobile Begleiter eine Freude bereiten. Auch hier unterbietet MediaMarkt die Konkurrenz um weitem und liefert die Bluetooth Kopfhörer mit Noise Cancelling für nur 69 Euro aus!
Der Smart Speaker Apple HomePod in weiß und schwarz ist auf 249 Euro reduziert. Und was soll man sagen, auch hier kann kein Mitbewerber mit dem Preis mithalten. Guter Klang, tiefe Bässe und ein elegantes Design, könnte sich auch bald in eurer Wohnung niederlassen.
Das Huawai P30 mit 128 GB, ein High-End Smartphone zum Schleuderpreis wenn man so möchte. Mediamarkt weist auch hier die Konkurrenz in die Schranken und haut die „Teile“ für 444 Euro an Singles (und Nichtsingles) raus. Vielleicht sollte man sich noch Sorgen zwecks des Embargos machen, welches die USA gegen den Hersteller Huawai verhängt hat… oder auch nicht?
Und wie könnte man sich sein Singledasein schöner gestalten, als mit einer Playstation 4 (500GB) mit dazugehörigen Fifa 20! Für 239 Euro ist die Konsole nicht geschenkt, aber noch gut 30-50 Euro unter den Angeboten der Konkurrenz!
Die anderen SinglesDay-Angebote könnt ihr euch direkt im Special auf MediaMarkt.de ansehen. Uns stellt sich die Frage, wie viel Spaß ein Single mit einer Waschmaschine, Sodastream oder einem Braun Rasierer haben kann (wir wollen darauf auch gar keine Antwort haben), aber auch diese Geräte werden zu Bestpreisen angeboten.
Es gibt auch noch weitere Angebote aus den verschiedensten Kategorien. Auch hier lohnt sich das stöbern. Z.B. haben wir den Philips 55PUS8804 55 Zoll 4K HDR TV mit Ambilight entdeckt, der für schlappe 799 Euro angeboten wird (150 Euro Direktabzug).
Übrigens, was dem Verfasser des Artikels gut gefallen würde, wäre so etwas wie der SAECO SM5573/10 Kaffeevollautomat für 549 Euro! Auch hier liefert MediaMarkt.de den Bestpreis bzw. zieht mit der Konkurrenz gleich.
Fazit
Was sollen wir sagen, die SinglesDay Aktion von MediaMarkt.de rockt. Teils hochwertige Artikel zu Bestpreisen gefallen nicht nur Singles! Wir haben uns selbst 1-2 Schnäppchen gesichert und würden euch nur empfehlen, selbst einmal durch die Aktionsseite zu stöbern!
Überraschung aus Japan! Sharp präsentiert einen Prototyp eines aufrollbaren 4K OLED Displays mit IGZO-Schicht. Das 30 Zoll Modell soll sich auf gerade einmal 2cm Durchmesser zusammenrollen lassen!
Ein aufrollbares OLED-Display, haben die meisten von uns nur von LG Electronics gesehen. LG wollte die Technologie sogar in ein marktfähiges Produkt (OLED R9) überführen. Leider fehlt von diesem Gerät bislang jede Spur, obwohl es für das Kalenderjahr 2019 angekündigt wurde. Somit ist die „Bühne wieder frei“ und Sharp nutzt die Gelegenheit, um seine Fortschritte in der OLED-Technologie zu präsentieren. Der japanische Elektronikhersteller hat in Zusammenarbeit mit der japanischen Sendeanstalt NHK ein flexibles 30 Zoll 4K OLED Display entwickelt, dass sich komplett aufrollen lässt. Mit einer Displaytiefe von gerade einmal 0.5mm lässt es sich auf einen Durchmesser von nur 2 cm einrollen. Das Display selbst wiegt nur 100 Gramm. Die Meldung von Sharp hält noch mehr Besonderheiten parat.
Aufrollbares 30 Zoll 4K OLED Display
Sharps aufrollbares IGZO-OLED-Display erinnert etwas an LGs Prototyp von der CES 2019
Zum einen sind 30 Zoll ein Formfaktor, der für 4K OLED Displays nicht unbedingt üblich ist. Es gibt wenige High-End-Monitore, die mit 31.5 Zoll Diagonale angeboten werden. Das ist jedoch noch die Ausnahme. Hochauflösende OLED-Displays sind meist kleiner und kommen in Notebooks oder Tablets zum Einsatz. Noch kleiner finden die OLED-Displays auch in Smartphones Platz. Die Displaydiagonale lässt die Frage offen, ob Sharp in Zukunft noch ein paar Zoll drauflegt und das Produkt im TV-Markt platziert?
RGB-Subpixel für farbgenaue Darstellung
Die Subpixelanordnung des 4K-OLED-Panel unterscheidet sich von marktbeherrschenden Modellen, wie sie von LG Display hergestellt werden. Hierbei handelt es sich um ein echtes RGB-Display mit einem roten, grünen und blauen Subpixeln. Die in den TV-Geräten von LG Electronics und vielen Drittanbietern eingesetzten Displays basieren auf einer WRGB Matrix, haben somit einen zusätzlichen weißen Subpixel integriert, um den Helligkeitswert zu steigern. Sharps Display dürfte theoretisch in den höheren Luminazen eine bessere Farbdarstellung abliefern. Die Frage, die sich jedoch stellt, ist das Display genauso hell wie LGs OLED TVs (rund 750 nits maximal).
IGZO-Technologie
Zuletzt kombiniert Sharp die organischen Leuchtmittel mit einer IGZO-EL-Schicht. Das „Indium-Gallium-Zink-Oxid“ dient als Dünnschichttransistor und bietet eine bis zu 40-mal höhere Elektronenbeweglichkeit als herkömmliche Materialien. Das Display lässt sich damit schneller und genauer ansteuern. Zudem soll der Stromverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen OLED-Displays geringer ausfallen. Mittels NHKs Signalverarbeitungs-Algorithmus gelang es Sharp, ein gleichmäßiges, klares Bild mit einer erhöhten Helligkeit zu präsentieren.
Der Protoyp sieht sehr spannend aus, die Frage nach dem genauen Nutzungsfeld klärt Sharp in seiner Presseveröffentlichung leider nicht. Wir sind gespannt, ob wir den Prototyp oder ein ähnliches Modell auf der CES 2020 zu sehen bekommen.
Elf Jahre nachdem der Franzose Luc Besson mit seinem postapokalyptischen Drama Der letzte Kampf als Regisseur debütierte, hatte er mit Subway, Im Rausch der Tiefe und Nikita drei veritable Kultfilme inszeniert, die ihre jeweiligen Genres nachhaltig beeinflussten. Besson war dabei zwar nie der größte Geschichtenerzähler, verstand es aber nachhaltig, Stil mit Emotionalität zu verbinden. Sein fünfter Film sollte diese Aspekte dann aber perfektionieren. Als er 1994 die Geschichte vom Profikiller und dem Mädchen schrieb, konnte er sicherlich nicht wissen, welche Wogen er damit auslösen würde. Aber mit Léon, der Profi ist ihm tatsächlich sein Meisterstück gelungen. Im Kino zwar noch nicht wirklich erfolgreich, zündete das Profikiller-Märchen durch die Zweitverwertung im Heimvideo-Bereich. Und sie machte gleich zwei Darsteller zu Weltstars. Zwar war Jean Reno kein Unbekannter mehr (immerhin hatte er in allen vorigen Filmen von Besson mitgespielt), doch erst seine Rolle als schweigsamer Profikiller verschaffte ihm die Reputation, fortan in großen Hollywoodfilmen mitzuspielen.
Ein absoluter Glücksgriff war allerdings eine andere Besetzung. Natalie Portman, die mit 13 Jahren die Rolle der praktisch gleichaltrigen Figur Mathilda übernahm, bezauberte mit ihrer ebenso unbekümmerten wie unerhört professionellen Art Zuschauer und Kritiker gleichermaßen. Das in Jerusalem geborene Mädchen, das nach und nach zu einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen des neuen Jahrtausends wurde, war die perfekte Besetzung für das gebeutelte Mädchen.
Ikonischer Killer in Kultfilm: Jean Reno als Léon
Schon ihre erste Szene mit Reno, im Treppenhaus sitzend und die Beine durch das Geländern baumelnd, gibt die Marschrichtung vor für eine ebenso aufgeweckte, wie gleichzeitig liebenswerte Mathilda. Nur selten sieht man junge Schauspielerinnen, die scheinbar so spielend leicht große Emotionen mit mädchenhaftem Tatendrang und entschlossenem Willen paaren können. Portman gelingt das in einer unnachahmlichen Art und Weise. Zu keiner Zeit hält man sie für arrogant oder zu naiv oder albern. Luc Besson schafft mit Léon, der Profi gleichzeitig etwas, das durchaus ein gewisses Maß an Fingerfertigkeit und Sensibilität erforderte: Sein Film wird in der Beziehung zwischen Killer und Auszubildender weder lächerlich, noch droht er, eine gewisse Grenze zu überschreiten. Es ist stets klar, dass Léon hier nicht auf eine Lolita-Geschichte eingeht. Auch wenn sein Gemüt schlicht ist, wenn er manchmal nicht so ganz helle wirkt und deshalb selbst wie ein kleines Kind erscheint, wird die Linie zwischen erwachsenem Mann und minderjährigem Mädchen nicht übertreten.
Léon ist sich seines Alters immer bewusst, auch wenn Mathildas Wesen vielleicht sogar schon reifer ist als sein eigenes. Es gibt einen kurzen Dialog zwischen Léon und Mathilda, der die Essenz der Story perfekt auf zwei Sätze destilliert: „Ich bin bereits erwachsen, Léon. Ich werde nur noch älter“ sagt Mathilda. Darauf antwortet Léon: „Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug. Ich brauche Zeit, um erwachsen zu werden.“ Ja, es gibt diese Momente, in denen Mathilda etwas von „Liebe“ brabbelt (in einer emotional sehr aufgewühlten Situtation). Dennoch ist klar, dass der Film nicht in diese Falle tappt.
Der Profi und seine Azubine
Oben zitierter Dialog kommt in einer entscheidenden Phase des Films, bevor es Richtung Showdown geht. In dem setzt es dann durchaus ruppige Szenen, was wiederum auch an Gary Oldman liegt. Denn Léon, der Profi hat ja nicht nur zwei großartige Protagonisten zu bieten, sondern auch einen sensationellen Antagonisten. Oldman als drogenabhängiger und abgewrackter DEA-Beamter, der gerne mit Gedanken an Beethoven seine Exekutionen selbst vornimmt, ist einfach unglaublich. Unvergessen die Szene, in der er (beobachtet von einer Kamera über ihm) seine Aufputsch-Tablette knackt, während er den Nacken verrenkt, als würden seine Adern augenblicklich mit Rauschmitteln versorgt. Alleine für diesen Moment hätte Oldman eine Oscar für die beste Nebenrolle verdient gehabt. Er gibt dem Film dieses Diabolische, das Mathildas Wunsch nach Rache erst nachvollziehbar macht. Wäre es nicht Oldmans Stansfield, der (ohne mit der Wimper zu zucken) auch noch zwei Mal auf den bereits toten Vater ballert, wäre es vermutlich schwerer gewesen, die Rachegelüste einer 12-jährigen als glaubwürdig zu empfinden. Dass uns der Film zwischendurch aber auch Zeit zum Verschnaufen gibt, liegt an den so grandios zusammen agierenden Portman und Reno. Wenn Mathilda und Léon sich gegenseitig Filmfiguren und Musiker zum Erraten vorspielen (und jeweils kläglich scheitern), ist das witzig, bewegend und unglaublich gut gespielt. Jean Reno gibt den John Wayne so verdammt großartig, dass man ihn als Schauspieler alleine für diese Szene lieben muss. Ganz nebenbei zeigt Besson hier auch noch einmal den Generationsunterschied zwischen den beiden – und das ganz spielerisch. Selbst wenn Léon zum Finale hin in Sachen Gewalt vielleicht etwas zu dick aufträgt, bleibt unter’m Strich immer noch ein Kultfilm. Besson wurde als Regisseur in der Folge zwar größer, aber nie mehr besser.
Die 4K-Fassung von Léon, der Profi basiert auf dem Master, das von Weltvertrieb Gaumont vom Original-Negativ angefertigt und zur Verfügung gestellt wurde. Auch die dort angefertigten HDR10- und Dolby-Vision-Parameter wurden von Studiocanal übernommen.
Besson ließ seinen Kameramann Thierry Arbogast mit zwei unterschiedlichen Arriflex-Kameras und der lieferte einen äußerst filmischen Look. Vermutlich kam bisher keine Veröffentlichung so nahe an eben diese Optik heran. Mit einem wunderbar konservierten, sehr feinen Korn, das ganz offensichtlich nicht von einem Rauschfilter aufgeweicht wurde, liefert die UHD von Léon, der Profi ein unglaublich authentisches Filmerlebnis. Und es begeht nicht die gleichen Fehler wie die (neue) Blu-ray, die ebenfalls auf dem neuen Master basiert. Die sichtbaren Filter-Artefakte auf Renos Gesicht nach knapp 34 Minuten zeigt die UHD nicht – was wiederum an der deutlich höheren Datenraten liegen wird, die an dieser Stelle gut das sechsfache der Blu-ray zeigt.
Die UHD liefert wesentlich mehr Detailtiefe als die alte Blu-ray
Ein weiterer Vorteil der UHD gegenüber der neuen Blu-ray sind die kräftigeren Farben und Kontraste. Rote, grüne oder gelbe Farben bekommen mehr Kraft. Auch die Durchzeichnung im Himmel ist wieder besser und Hautfarben kommen wärmer zum Betrachter. Außerdem ist die auf der neuen BD bereits deutliche besserer Detailtiefe und Schärfe über die UHD nochmals das Quäntchen stärker. Gegenüber der bisherigen Blu-ray sind das in der Detailtiefe tatsächlich Welten. Das neben erweitertem Farbraum und HDR10 ebenfalls integrierte Dolby Vision bietet eine etwas angehobene Dynamik bei hellen Bildanteilen in Mischbildern, auf dass die Kontraste noch etwas intensiver rüberkommen. Farben sind zudem noch einmal eine Spur kräftiger. Nimmt man die Eigenschaften in Summe zusammen, hat man mit der UHD die bisher bestmögliche Variante von Léon, der Profi im Heimkino.
Die neue BD/UHD von Léon, der Profi kommt für den Ton bereits mit einer neuen Abmischung gegenüber der alten Ultimate Edition – und das absolut hörbar. Sowohl die englische als auch die deutsche Fassung liegen nun in dts-HD-Master vor, während sie bei der alten Blu-ray nur High-Resolution-kodiert waren. Das allerdings macht nicht zwingend den Unterschied aus. Hört man sich allerdings beide im Vergleich an, werden die Differenzen sofort klar. Während die alten HD-HR-Tonspuren relativ muffig, undynamisch und leise sind, klingt die neue Abmischung wesentlich offener, ist deutlich lauter sowie gleichzeitig dynamischer. Zwar reißt auch das keine Tiefbass-Wurzeln aus (man beachte das Alter des Sounddesigns), aber wenn nach 4’28 die Bodyguards des fetten „Schweinehunds“ auf den Aufzug ballern, klingt das um Längen direktionaler, feiner aufgelöst und schlicht besser.
Ebenso ergeht es den Stimmen. Sowohl das Organ von Léon als auch das von Tony haben nun richtig Volumen und stehen nahe vor dem Zuschauer, während sie über die 2008er Ult. Edition klingen als säßen sie einen Raum weiter. Der etwas brummelige Score zu Beginn von Kapitel vier klingt zwar nicht tieffrequenter, wirkt aber etwas feiner aufgelöst. Im Gegensatz zu Geräuscheffekten und Stimmen hat man ihn nur unwesentlich in der Lautstärke angehoben, was im Sinne der Dynamik ist und wiederum dafür spricht, dass der neue Mix nicht einfach nur lauter gestaltet wurde. Schön zu hören, wenn Stansfield seine Tablette nimmt. Das Aufknacken der Pille kommt innerhalb des noch anwirkenden Scores deutlicher und gruselig-knacksender rüber.
Die neue dts-HD-Master-Abmischung ist präsenter und dynamischer
Beim Ton der UHD tut sich noch ein bisschen was – zumindest für Freunde der Originalsprache. Denn der englische Sound liegt über die UHD nun in Dolby Atmos vor, während der deutsche Ton beim identischen dts-HD-Master der (neuen) Blu-ray bleibt. Auf der regulären Ebene bleiben die Differenzen zum dts-HD-Pendant der BD gering bis unhörbar. Die Höhen-Ebene übernimmt allerdings schon von Beginn an die Filmmusik mit auf die Heights, sodass die generelle Räumlichkeit durchweg etwas höher ist – ob man das mag oder nicht. Leider hört man relativ genau, wenn hin und wieder die Regler einfach auf und zu gemacht wurden. So hat man bspw. die Schüsse auf den Fahrstuhl auch auf die Heights gelegt, was dazu führt, dass die Stimme des Einhalt gebietenden Typs kurz von der Decke zu hören ist. Auch im nächsten Moment hört man ihn noch mit einem Kollegen sprechen. Bis dieser dann die Treppe runter rennt und plötzlich von oben alles mucksmäuschenstill ist. Das „Abdrehen“ der Rauschatmosphäre, die dann plötzlich vollkommen weg ist, lässt die Art des 3D-Sounddesigns erahnen. Zumal längst nicht jeder 3D-Sound korrekt ist. Wenn Léon den Kerl am Schlips packt und in die Tiefe zieht, ist die Kamera auf einer Ebene mit dem Opfer. Dennoch hört man den Schrei von oben – das wirkt eher befremdlich. Etwas besser funktioniert das Herunterlassen der Rolladen kurz darauf, das ebenfalls aus den Heights kommt. Auch die U-Bahn nach zehn Minuten hat man relativ aggressiv mit auf die Höhen-Speaker gemischt. Was allerdings dieser erste Dialog zwischen Léon und Mathilda auf den Heights verloren hat – und das auch noch inkonsequent (mal hört man Portmans Stimme von oben, mal nicht – wohlgemerkt bei identischen Kamerapositionen), das weiß wohl wirklich nur derjenige, der hier am Mischpult saß.
Das Bonusmaterial von Léon, der Profi ist (fast) komplett von der alten Blu-ray bekannt. Es liegt nur auf der neuen BD vor und besteht aus den drei Featurettes: „The Road to Léon“, das noch einmal die Entstehung und die Charaktere vorstellt sowie „Starting Young“, das sich gut 15 Minuten um das damalige Nachwuchstalent Natalie Portman kümmert. „Léon – A Ten Year Retrospective“ letztlich führt das Team nach zehn Jahren noch einmal per Interview-Parts zusammen und lässt den Dreh Revue passieren. Neu hinzugekommen sind die beiden Interviews mit Jean Reno und Komponist Eric Serra.
Gesamtbewertung Léon der Profi (87%)
Léon, der Profi ist Bessons Meisterstück. Er war in den vorhergehenden Filmen nur knapp auf dem Niveau und hinterher wurde er eigentlich sukzessive schwächer. Für viele Filmfans ist Léon zudem der beste Film von Jean Reno und Natalie Portman, deren filmisches Zusammenspiel auch 25 Jahre nach dem Start des Films noch bewegt. Die UHD liefert dazu das bisher filmischste und authentischste Bild – allerdings nur für den Director’s Cut, denn die Kinofassung liegt neben dem Dir. Cut nur auf der Blu-ray vor. Und die Blu-ray hat leider leichte Filterungsprobleme. Keine Probleme hat der Sound, der mit einer neuen Abmischung kommt und den alten Mix um Längen abhängt.
Puh. Und noch mal „Puh“. Ähnlich wie bei 2001 – Odyssee im Weltraum muss man durchaus ein-/zweimal durchschnaufen, bevor man sich an ein Review zu Apocalypse Now macht. Immerhin handelt es sich bei Francis Ford Coppolas Vietnamkriegsfilm von 1979 um eine Legende. Vermutlich würden 90% aller Filmkritiker (und Filmfans) sein Mammutwerk gemeinsam mit ein paar anderen in die Top Fünf der besten (Anti)Kriegsfilme aller Zeiten hieven. Und das mit Fug und Recht. Denn selbst Oliver Stones „Platoon“ schaffte es nicht im gleichen Maße, eine Atmosphäre herzustellen, die derart intensiv den völligen Irrsinn des Vietnam-Kriegs darstellte. Coppola, der für seine Vision des Films 16 Monate drehen musste und währenddessen nicht nur selbst mit gesundheitlichen Schwierigkeiten kämpfte (Hauptdarsteller Martin Sheen erlitt während der Dreharbeiten einen Herzinfarkt), war am Ende sogar gezwungen, mit seinem Vermögen einzuspringen. Denn die Ausdehnung der Produktion und ein zwischendurch tobender Sturm, der das Set zerstörte, sorgten für eine immense Kostensteigerung.
Martin Sheens wohl legendärste Filmrolle als Cpt. Benjamin Willard
Aber was soll man sagen: Der Aufwand hat sich gelohnt. Noch heute sorgt alleine die Erwähnung des Titels „Apocalypse Now“ für Kribbeln auf der Haut von Cineasten. Der Titel ist so legendär und ikonisch wie der Film selbst. Zitate wie „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen“ kennt noch heute jeder und beschreiben nur noch deutlicher, welches Wort am Ende hier vollkommen zu Recht Verwendung findet: Kult! Und weil Apocalypse Now in diesem Jahr 40 geworden ist, hat sich Regisseur Coppola etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Der mittlerweile 80-jährige Filmemacher begab sich noch mal in den Schneideraum und nahm sich sein Baby erneut zur Brust. Schon 2001 hatte man mit Apocalypse Now Redux eine neue Fassung veröffentlicht, die mit knapp 200 Minuten rund 50 Minuten länger war als die Kinofassung. Im Prinzip hatte man (fast) alles wieder in den Film hineingebracht, was ursprünglich auf dem Tisch des Schneideraums aus Laufzeitgründen herausgenommen worden war. Doch Coppola war so richtig glücklich nicht mit diesem Cut und entschloss sich, für die Wiederaufführung beim Tribeca-Festival eine definitive – „finale“ Version zu realisieren. Konsequenterweise nennt die sich nun Final Cut und ist – Fans der Redux-Fassung werden aufmerken – deutlich kürzer geraten. Mit 183 Minuten reiht er sich zwischen Kino- und Redux-Version ein.
Für den Regisseur ist der Final Cut durch ein paar für ihn notwendige Entschlackungen die am besten ausbalancierte Version geworden und mit dieser ging man sogar für einen limitierten Kino-Release erneut in die Lichtspielhäuser. Alle drei Schnittfassungen liegen nun im Paket fürs Heimkino vor – und zwar als 6-Disk-Package. Zwei der Scheiben werden auf die UHD-Fassungen verwendet, wobei der Final Cut auf Disk eins und drei je eine eigene Silberscheibe für UHD und BD bekommt. Kinofassung und Redux liegen dann per seamless branching gemeinsam auf den Disks zwei und vier vor (erneut jeweils für UHD und BD). Disk fünf und sechs liefern dann die Special Features auf Blu-ray.
Das heilige Skateboard
Filmisch gesehen ist das für Fans die ultimative Veröffentlichung – und das auch noch mit dem bisher (mit leichten Abstrichen) besten Bild und Ton. Dazu aber später mehr. Inhaltlich bleibt Apocalypse Now ungebrochen packend. Kein Heldengemälde erwartet den Betrachter hier. Kein patriotischer Machofilm. Coppola zeigt unverblümt, dass der Krieg seine Soldaten an den Rand des Wahnsinns und darüber hinaus trieb – bis vor Ort praktisch Anarchie herrschte. Der Film führt den Zuschauer ganz tief in menschliche Abgründe. Dorthin, wo die Seele echten Schaden genommen hat, weil die Bilder und Taten nicht zu verarbeiten waren. Und Apocalypse Now tut dies mit einer unterliegenden Metaebene, die ebenso sozial-/politkritisch ist, wie sie den seelischen Zustand einer Nation beschrieb, die noch 1979 moralisch vollkommen am Boden lag.
Da waren die Kriegsheimkehrer, die vergessen wurden und um die sich die „Große Nation“ nicht kümmerte (vgl. dazu auch Tom Cruise‘ Geboren am 4. Juli). Und da waren natürlich die erbitterten Kriegsgegner, die sich im Nachhinein vehement gegen das unrechtmäßige Verhalten ihres Landes aufbäumten. Möglicherweise schaffte kein anderer Kriegsfilm im Nachgang auf ähnlich intensive Art und Weise den sprichwörtlichen Wahnsinn zu beschreiben, der solchen jahrelangen bewaffneten Kriegen und Konflikten innewohnt. Wie Terrence Malick Jahre später mit Der schmale Grat noch einmal bewies: Es ist eine dünne Linie zwischen Pflichterfüllung und skrupellosen Taten – eine dünne Linie, auf der die Soldaten seinerzeit wandern mussten. Eine Linie, von der einige immer wieder abkamen, was sie in einen Zustand versetzte, bei dem ihnen später niemand half.
„Die Zuschauer werden diesen Film auf eine Weise sehen, hören und fühlen können, von der ich immer geträumt habe – und das vom ersten Knall bis zum letzten Seufzer.“ Das sind die Worte Francis Ford Coppolas, die er anlässlich der 4K-Version seines Meisterwerks verlauten ließ. Und man tat einiges dafür, um diese Worte zu rechtfertigen. Zum ersten Mal überhaupt wurde der Film vom Original Filmnegativ abgescannt, während vorheriges Mastering für digitale Fassungen von Interpositiven ausging. Elf Monate und weit über 2000 Stunden investierte man, um die Negative zu säubern und die über 300.000 Einzelbilder des Films zu restaurieren.
Diese wurden seinerzeit mit drei unterschiedlichen Analogkameras auf 35mm-Filmmaterial aufgenommen und um die absichtlich auf 16mm gedrehten „Newsreel Scenes“ ergänzt. Nach der Restaurierung und Säuberung wurde das Ganze dann nativ in 4K gescannt und mit dynamischem Kontrast in HDR10 und Dolby Vision sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum versehen. Beaufsichtigt und freigegeben wurde es dann entsprechend von Meister Coppola selbst, was ihn eben zu vorangestelltem Zitat veranlasste. Tatsächlich kann man in Sachen Auflösung und Filmlook hier nur wenig Makel finden, weshalb an dieser Stelle Folgendes angesprochen werden soll: Es gibt vereinzelte weichere Shots. Vor allem jene, die Totale zeigen.
Auch zwischendurch ist das Bild mal etwas softer. Hier tragen aber eher die verwendeten Optiken die Schuld, nicht das Mastering der UHD. Außerdem reduzierte Coppola bei einigen Szenen von Marlon Brando bewusst den Detailgrad. Schon damals war der Schauspieler (für alle überraschend) ziemlich korpulent am Set erschienen, was bisweilen mit entsprechender Beleuchtung (und Körperdoubles) kaschiert wurde. Der neue Detailgrad der 4K-Fassung schien Coppola offenbar zu viel davon wieder zu offenbaren.
Das neue Color-Grading ist fundamental anders als bisher und trifft vermutlich nicht jedermanns Geschmack
Bewusst sein sollte dem geneigten Leser natürlich, dass Apocalypse Now NICHT rauschgefiltert wurde. Was man hier zu Gesicht bekommt, ist authentisches und analoges Filmgrain, das genauso dort sein muss, wie es ist. Jede Filterung hätte den 4K-Scan wieder ad absurdum geführt, weil dadurch schlicht wieder Details verloren gegangen wären. Analoges Korn IST Auflösung, IST Bildinhalt. Schön, dass man hier heutzutage nicht mehr den Weg früherer Blu-ray-Veröffentlichungen geht, die möglichst jedes Rauschen aus analog geschossenen Filmen eliminieren wollten – selbst wenn’s mal richtig heftig wird, wie bei Minute 35’30. In Sachen Color Grading bleibt die UHD nahe an jenem der neuen Blu-ray, der sich teils drastisch von der alten Blu-ray unterscheidet.
Die UHD intensiviert Rottöne aber in den entsprechenden Szenen noch mal und liefert einen vor allem im letzten Drittel bei Kurtz recht orangefarbenen Look. Die Durchzeichnung von Details ist gegenüber der neuen Blu-ray besser und die hin und wieder überstrahlenden Bereiche führt HDR10 wieder in die Normalität zurück. Leider ist auch hier eine leichte Roteinfärbung auf sehr dunklen Schwarzbereichen zu erkennen, die Dolby Vision wiederum minimiert. DV ist auch in puncto Durchzeichnung der brennenden Feuer die beste Wahl, da es keinerlei Überstrahlen zulässt und hier am besten aussieht. Grundsätzlich sei noch gesagt, dass die sichtbare Schärfe nicht exorbitant besser ist, wenn es um vordergründige Objekte geht. Sobald man im Hintergrund aber Palmenwedel sieht, kann man sehr schön nachvollziehen, dass das 4K-Master hier mehr Feinheiten und Auflösung bietet. Außerdem sind die Close-ups von Sheen bei dessen späteren Gesprächen mit Brandos Kurtz richtig knackig – hier sieht man dann doch deutlich die Qualität des 4k-Scan.
Was den Ton angeht, so lagen die deutschen Spuren bisher in 2.0 Stereo für die Kinofassung und 5.1 dts-HD-Master für die Redux-Fassung vor. Die neuen Blu-rays/UHDs enthalten die Kinofassung in Dolby Digital 2.0 (also leider verlustbehaftet), dafür die Redux-Version in True-HD – also der dts-HD-MA-Version der bisherigen Blu-ray in Sachen Verlustfreiheit ebenbürtig. Der Final Cut liegt auf der Blu-ray ebenfalls in True HD vor und bietet fürs Englische sogar schon Dolby Atmos. Für unser Review beschränken wir uns hier auf den deutschen und englischen Atmos-Sound der UHD des Final Cut.
Jetzt könnte man meinen, diese Klänge auf der regulären Ebene identisch zur True-HD-Version der Redux-Explosion – tut sie aber nicht. Man merkt, dass hier noch mal Hand angelegt wurde, was die Soundkulisse an sich angeht. Während Redux noch mit zwei sehr unterschiedlich lauten True-HD-Versionen eine Differenz zwischen Deutsch und Englisch aufwies, sind die beiden Sprachen nun komplett aneinander angeglichen. Die Synchro klingt nun auch nicht mehr so aufgeregt in den Actionszenen und erreicht insgesamt die gleiche harmonische Gestaltung wie das Original. Beim Tiefbass mag man meinen, noch ein bisschen mehr Druck zu bekommen, was daran liegen könnte, dass man mit Meyer Sounds Laboratories neuer „Sensual Sound“-Technologie noch einige tiefere Frequenzen hinzufügte.
Hubschraubersounds kommen satt wie noch nie in „Apocalypse Now“
Spüren kann man derartiges beispielsweise bei der Explosion nach etwas über 90 Minuten, die den Boden etwas mehr kitzelt als die True-HD-Fassung von Redux. Geradezu sensationell ist die Räumlichkeit der Pfeilbeschuss-Szene. Was einem hier um die Ohren fliegt, macht richtig Spaß (127’30). Insgesamt präsentiert der Final Cut damit die beste alle Tonspuren für Apocalypse Now – und das schon in der 2D-Version der Blu-ray. Die UHD liefert dann auch fürs Deutsche eine Atmos-Spur für den Final Cut. Diese ist auf der regulären Ebene zunächst einmal komplett identisch mit dem hervorragenden Sound der True-HD-Fassung von der Blu-ray. Die Räumlichkeit ist also auf dem gleichen Niveau, die Stimmen haben Timbre und die echten Actionsequenzen sind von erstaunlicher Dynamik.
Addieren wir die Heights hinzu, so hat man bei Dolby sehr gute Arbeit geleistet. Erwartungsgemäß rekrutieren sich die ersten echten 3D-Sounds dann aus Hubschraubergeräuschen, wenn Willard zur Einsatzbesprechung geflogen wird. Klar sollte allerdings sein, dass der Final Cut mit 180 Minuten nicht eben kurz ist und gerade zu Beginn sehr viel von Dialogen getragen wird. Eine inflationäre Nutzungsmöglichkeit der Höhen-Speaker gibt’s deshalb zunächst nicht. Dafür hat man sehr genau darauf geachtet, wie die Hubschrauber an die Heights „übergeben“ und wieder zu den regulären Speakern zurückgegeben werden – hier wird oft trennscharf gearbeitet, was ein schön immersives und nicht zu breiiges Erlebnis ermöglicht. Bisweilen erwartet man eventuell Rotoren-Geräusche (bspw. wenn die Soldaten in den Helis sitzen), bekommt sie aber oft auch deshalb nicht, weil die Musik sehr stark im Vordergrund spielt.
Meyer Sounds Laboratories haben dem Film zusätzliche Tieffrequenz-Signale verpasst
Tja, und dann gibt es da diese EINE Situation, bei der man bei der deutschen Atmos-Fassung leider nicht die gleichen Signale auf den Heights platziert, wenn Stimmen im Spiel sind. Offenbar hat man hier keinen eigenen Mix mehr erstellen wollen/können, der die deutsche Synchro in diesen Momenten auf die 3D-Speaker setzt. Denn während die Originalfassung ab 53’40 mit leisem Vogelgezwitscher einsetzt, dann den Hubschrauber liefert und in einer phänomenal-immersiven und alle Speaker umfassenden Sequenz Kilgore sein Surfbrett über die Helikopter-Lautsprecher zurückfordert, bleibt das bei der Synchro komplett auf der regulären Ebene – schade.
Umso schöner und aktiver wird’s dann bei BEIDEN Fassungen, wenn der Dschungel nach einer guten Stunde anfängt, sich mit tierischem Leben zu füllen. Hier trumpfen die Heights groß auf. Weitere explizite (und mal etwas Abwechslung von den Hubschrauber-Sounds) gibt’s nach etwas über 94 Minuten, wenn mehrfach Raketen vom Boden aus abgeschossen werden, was einige Minuten später in einem wahren Feuerwerk mündet. Grundsätzlich werden die Heights zwar adäquat bedient, wenn man bedenkt, was der Film optisch dafür hergibt. Was fehlt, sind aber atmosphärische Dschungelgeräusche, die man nur sehr selten mal wahrnimmt. Außerdem ist da diese eine Stelle, die der deutsche Atmos-Sound leider komplett verschweigt. Schade, dass genau das der effektvollste 3D-Sound-Moment des ganzen Films ist, der ansonsten fast nur Helikoptergeräusche zu bieten hat.
Alleine das Bonusmaterial umfassend zu beschreiben, würde ein komplettes Review ausgiebig füllen. Zunächst einmal findet sich eine vierminütige Einführung von Francis Ford Coppola vor dem Final Cut, die er deutlich als seine Lieblingsversion des Films betitelt. Des Weiteren finden wir den Audiokommentar von Francis Ford Coppola bei der Redux-Fassung. Die erste dedizierte Bonus-BD enthält dann das größtenteils schon bekannte, aber dennoch sehr reichhaltige Bonusmaterial zur Kino- und Redux-Fassung. Unter anderem sehen wir hier ein Interview mit John Milius sowie ein Gespräch zwischen Martin Sheen und Francis Ford Coppola. Dazu kommt ein Casting-Featurette sowie der Mitschnitt der Radiosendung „Mercury Theatre on the air“: Herz der Finsternis.
Disk #6 liefert dann das neue Bonusmaterial sowie die 1080p-Fassung 96-minütigen Dokumentation „Hearts of Darkness“ von Coppolas Ehefrau Eleanor, die beinahe genauso spannend ist wie der eigentliche Film. Ganz neu ist das Question & Answer mit Francis Ford Coppola und Steven Soderbergh auf dem Tribeca Film Festival, das noch einmal 47 Minuten Einblicke in die erneute Arbeit am Film gibt.
Das Feature über die „Restaurierung eines Mythos“ ist mit knapp unter drei Minuten leider ziemlich kurz ausgefallen. Hier hätte man sich als Technikfan durchaus mehr gewünscht. Immerhin dürfen wir Coppola aber bei seiner finalen Begutachtung des restaurierten Films mit Dolby Vision und Dolby Atmos begleiten und bekommen ein paar Statements der Dolby-Techniker. „Apocalypse Now: Eine 40-jährige Reise“ fasst noch einmal die bisherigen Heimkino-Veröffentlichungen zusammen und in „Sensual Sound“ kommen die Techniker von Meyer Sound zu Wort, welche für die neue Tonabmischung mit erhöhtem LFE-Anteil verantwortlich waren.
Gesamtbewertung Apocalypse Now – Final Cut (88%)
Apocalypse Now ist und bleibt ein Klassiker. Da gibt’s nicht viel drumherum zu reden. Und weil die UHD den Film audiovisuell in ihrer bisher besten Form präsentiert, kann es hier nur ein Fazit geben: Das Ding muss in jede Sammlung. Lediglich jene, die auf eine perfekte Blu-ray-Umsetzung der Kino- und Redux-Fassung gehofft haben, müssen mit leichten Abstrichen leben – und man muss das neue Color Grading mögen.
Beim Ton gibt’s nicht viel zu Mäkeln. Die Atmos-Fassung des Final Cut auf der UHD liefert Coppolas Meisterwerk in einer Qualität, die man bisher für eine Synchro des Films noch nicht hatte. Da kann man über diese EINE Szene durchaus hinwegsehen, die nicht über die Heights geliefert wird. Ohnehin fallen die 3D-Effekte gering aus, was letztlich am Film und dem auf weiten Strecken sehr ruhigen Geschehen selbst liegt. Hier gibt’s einfach nicht genug Möglichkeiten, auf den drei Stunden Laufzeit auch entsprechende Signale zu liefern.
LG Electronics verklagt TV-Hersteller und Mitbewerber Hisense. Angeblich hat das chinesische Unternehmen vier Patente des koreanischen Unternehmens verletzt.
LG Electronics reichte Klage im US-Staat Kalifornien ein und fordert laut Berichten südkoreanischer Quellen eine hohe, jedoch noch nicht öffentlich kommunizierte, Schadensersatzsumme. Der Gegenstand der Klage ist die Verletzung von vier Patenten die bei der Produktion und Steuerung von TV-Geräten zum Einsatz kommt.LG Electronics behauptet, dass die überwiegende Mehrheit der in den USA verkauften Hisense-Fernsehgeräte von den betreffenden Patenten Gebrauch machen.
Unter den vier Patenten befindet sich eine Montagetechnologie, mit der eine stabile und gleichmäßige Lichtverteilung bei LED-LCD-Displays erfolgen kann. Das zweite Patent betrifft die Benutzeroberfläche und wie sich Geräte von Drittanbietern mit den Fernsehern verbinden können. Die letzten Patente beschreiben Verbesserungstechnologien der Bildschärfe und ein Verfahren zur Erhöhung der WiFi Datenübertragungsraten auf TV-Geräte.
Hinsense ignorierte Anfragen von LG
Die Klage war laut Aussage von LG der letzte Schritt, da Hisense alle Verhandlungsanfragen ignoriert und nicht reagiert hat. Das ist vielleicht nicht ganz unverständlich, da LG Electronics in der Kommunikation den Verkaufsstop von Produkten gefordert hatte, die eines oder mehrere dieser Patente verletzten. „Wir werden unsere Patente aggressiv schützen“, sagte das südkoreanische Unternehmen in einer Erklärung.
Hisense TVs wie der H65U8B bieten ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
Was genau an der Klage dran ist, werden jetzt die Gerichte in Kalifornien entscheiden müssen. Sollte man der Anklage recht geben, dürfte Hisense eine nicht unempfindliche Summe an LG abtreten dürfen. Ggf. müssen betroffene TV-Geräte wirklich aus dem Verkauf genommen werden. Das sich LG Electronics den Mitbewerber Hisense für seine Klage „ausgesucht“ hat, ist vielleicht auch nicht kompletter Zufall.
Direkter Angriff auf die chinesische Konkurrenz
LG ist nach Samsung der weltweit zweitgrößte TV-Hersteller. Die koreanischen „Platzhirsche“ haben seit Monaten unter sinkenden Verkaufszahlen im TV-Segment zu kämpfen. Schuld daran soll der Preisverfall im LCD-Segment sein und die zunehmende Konkurrenz aus China, die ihre Modelle zum Teil für „Schleuderpreise“ auf die internationalen Märkte werfen. Da wäre es nur von Vorteil, einem direkten Konkurrenten und „Verursacher“ der TV-Flaute eines auszuwischen.
Hisense hält, nach Angaben von IHS Markit, einen Anteil von 6,2% am gesamten Fernsehmarkt. Samsung liegt mit einem Weltmarktanteil von 31,5% an der Spitze, gefolgt von LG mit 16,5%, Sony mit 8,8% und TCL mit 6,3%.
Amazon hat sich etwas Neues für Heimkino-Fans ausgedacht: In Kombination mit einem Fire TV lassen sich einige Echo-Lautsprecher des Unternehmens nun zur Film- und Serienbeschallung verwenden.
Somit haben Besitzer eines Fire TV, die gleichzeitig auch Echo-Lautsprecher besitzen, die Möglichkeit die Smart Speaker statt des TV-Lautsprechers zu verwenden. Möglich gemacht hat Amazon das über ein Firmware-Update, das am 7. November für sowohl aktuelle Fire TV als auch Echo verteilt wurde. Zuvor nahm man an, dass Amazon diese Funktion auf den neuen Echo Studio beschränken würde. Wie es aussieht, sind aber noch viele andere Speaker für ein kabelloses Heimkino-Setup verwendbar.
Das Spielchen funktioniert, indem ihr die Fire TV mit den Echo koppelt. Das ist natürlich kein Ersatz für eine gute Soundbar oder dedizierte Lautsprecher mit AVR, kann aber durchaus eine bessere Lösung sein, als ein schnöder TV-Lautsprecher. Mit welchen Geräten das konkret möglich ist, listen wir noch am Ende des Beitrags für euch auf.
Amazon Fire TV und Echo in Kombination: Die Einrichtung ist kinderleicht
Einrichten könnt ihr euer Setup über die Alexa-App am mobilen Endgerät. Ihr wählt in der App das „+“ oben rechts zur Konfiguration eines neuen Audiosystems. Anschließend erblickt ihr kompatible Fire TV. Habt ihr dort euer Gerät ausgewählt, könnt ihr im nächsten Schritt kompatible Lautsprecher verbinden. Spielt ihr anschließend Audio-Inhalte am Fire TV ab, werden sie automatisch auf eure Echo-Lautsprecher geschossen. Bei Synchronisationsproblemen, also sollten Audio und Video nun asynchron laufen, solltet ihr in den Lip-Sync-Einstellungen Anpassungen vornehmen.
Diese Geräte sind zum Amazon-Heimkino-Setup kompatibel
Auf allen Geräten, die ihr für ein derartiges System einspannen wollt, muss die aktuellste Firmware installiert sein. Außerdem benötigt ihr eben die Alexa App. Folgende Geräte von Amazon sind dabei generell kompatibel:
LG hat bereits einen aufrollbaren Fernseher präsentiert: den Siganture OLED TV R9. Auf der CES 2020 wollen die Südkoreaner offenbar zum nächsten Schlag ausholen und einen faltbaren TV vorstellen.
Zumindest wurde ein neues Patent aufgestöbert, in dem LG ein derartiges Design vorstellt. Wie immer ist das allerdings mit Vorsicht zu genießen: Oft sichern sich Hersteller allerlei Patente, nur am Ende daraus doch kein Produkt für den Massenmarkt zu entwickeln. Die Gründe können vielseitig sein – etwa dass man in der Entwicklungsphase feststellt, dass die Herstellungskosten zu hoch werden oder noch auf technische Probleme stößt.
Das führt uns auch zu einem Punkt, den wir direkt kritisch beurteilen müssen: LG hat ja mit dem eingangs erwähnten Signature OLED TV R9 bereits einen aufrollbaren Fernseher präsentiert, der eigentlich noch in diesem Jahr auf den Markt kommen sollte. Bisher ist davon aber nichts zu sehen. Laut Insidern soll das daran liegen, dass LG Probleme mit der Langlebigkeit entdecken musste und sich bei fortgeschrittener Nutzungsdauer und häufigerem aufrollen Defekte einstellen.
LG könnte bereits für die CES 2020 einen faltbaren TV planen
Kann ein faltbarer OLED-TV da also möglich sein und am Ende ohne solche Probleme tatsächlich marktreif sein? Denken wir an Foldables im mobilen Segment, so hatte auch Samsung da ja etwa viele Anlaufschwierigkeiten mit seinem Galaxy Fold, das mehrfach verschoben werden musste. LGs faltbarer OLEd-Fernseher soll sich jedenfalls auf ähnliche Weise zusammenklappen lassen und dadurch auch leicht transportierbar sein. Und wer würde nicht gerne einfach mal den TV aus dem Wohnzimmer für einen Abend ins Schlafzimmer versetzen?
LGs Patent für einen faltbaren TV stammt bereits aus dem März 2019
Auch für den Transport zu etwa einem Campingplatz könnte so ein faltbarer TV bei vielen Anwendern willkommen sein. Angemeldet hatte LG das Patent im Übrigen bereits im März 2019, bewilligt wurde es Mitte September 2019. In den faltbaren TV soll auch direkt eine Soundbar integriert sein. Dabei soll der TV zudem ein sehr breites Format nutzen – 21:9, wie man es von Cinemascope-Kinofilmen kennt.
Der faltbare TV von LG soll im Format 21:9 daherkommen
Das Patent wurde im Übrigen nicht von LG Display, sondern von LG Electronics angemeldet, was andeuten könnte, dass man die Technik tatsächlich bereits für tatsächliche Produkte einplanen könnte. Denken wir da eben an den erwähnten R9, dann ist eher vorsichtiger Optimismus angebracht. Nach aktuellem Stand der Dinge könnte jener aufrollbare TV übrigens am 23. Dezember 2019 auf den Markt kommen. Warten wir einfach mal ab.