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Neue Lifestyle-TVs „The Frame“ und „SERIF TV“ mit QLED auf der CES 2019

Mit „The Frame 2019“ und „SERIF TV 2019“ kündigt Samsung bereits zwei neue TV-Modelle für das kommende Jahr an. Die überarbeiteten Lifestyle-TVs mit Quantum Dot und Bixby werden auf der CES 2019 vorgestellt.

Der Name sowie das innovative, Award-prämierte Design des „The Frame“ und „Serif TV“ bleibt. Die technischen Komponenten werden jedoch verbessert. Ebenso wird es neue Smart TV Features geben. Wer „The Frame“ und „SERIF TV“ noch nicht kennt, dabei handelt es sich um neue TV-Konzepte, die dem Bildschirm einen zusätzlichen Nutzen geben. So präsentieren die Geräte im Art-Modus z.B. Bilder berühmter Künstler und zwar so gut, dass man diese auf den ersten Blick nicht von echten Gemälden unterscheiden kann. Das Design und der Aufbau der Lifestyle-TVs ist darauf ausgelegt, sich in so ziemlich jedes Décor einzufügen. Am interessantesten ist sicherlich der „The Frame“, der nicht nur wie ein Bilderrahmen aussieht, sondern auch wie ein Bild an die Wand montiert werden kann.

The Frame 2019 soll dank Quantum Dot Display die Kunstwerke noch realistischer darstellen
The Frame 2019 soll dank Quantum Dot Display die Kunstwerke noch realistischer darstellen

The 2019 Frame mit QLED

Die mittlerweile dritte Generation des „Bilderrahmen-TV“ hört auf den Namen „The 2019 Frame“. Das kommt vor allem den Käufern zu gute, die somit die neuste Version einfacher identifizieren können. Bilder dürften auf dem „The 2019 Frame“ noch besser aussehen, als auf den Vorgänger-Geräten. Samsung stattet seinen Prestigé-TV nämlich mit einem Quantum Dot-Display (QLED) aus. Samsung verspricht noch breitere Kontraste, satteres Schwarz und ein 100%iges Farbvolumen (DCI-P3). Mit der Integration des Samsung Sprachassistenten „Bixby“ soll sich „The 2019 Frame“ auch ohne Fernbedienung steuern lassen und zu einem wahrlich „intelligenten“ TV machen.

Über den Art-Modus, kann mittlerweile auf über 1.000 Bilder zugreifen, darunter auch neue Werke aus der Uffizi Gallerie in Italien und dem Van Gogh Museum in den Niederlanden. Die Zusammenarbeit mit weiteren Museen und die Erweiterung der „Kunstsammlung“ wird von Samsung auch weiter vorangetrieben. Es sei noch angemerkt, dass die Kunstwerke über den Art-Store gekauft werden müssen, oder man holt sich ein vergünstigtes Abo.

The 2019 SERIF TV

Der Samsung SERIF TV 2019 mit QLED-Display
Der Samsung SERIF TV 2019 mit QLED-Display

Wer in den letzten Jahren nicht gerade auf den Präsentationsflächen von Samsung unterwegs war, dem ist der SERIF TV vielleicht gänzlich unbekannt. Dem Unternehmen war dieses Modell meist nicht mal eine Randnotiz wert und dennoch existiert er. Der SERIF TV dient nicht nur als TV-Display, sondern soll sich durch sein praktischen Design wie ein Möbelstück in das Interieur der Nutzern einfügen. Auch der SERIF TV wird mit Samsungs QLED-Technologie aufgewertet, was die Bildqualität zum Debüt-Modell aus 2016 sicherlich deutlich steigern wird.

Im Ambient Modus zeigt der Fernseher dem Nutzer Informationen wie z.B. das Wetter oder eine Übersicht anstehender Termine. Es können sich jedoch auch einfach persönliche Bilder darstellen lassen. Bislang konnte man den SERIF TV fast ausschließlich in Möbelgeschäften erwerben. Im nächsten Jahr möchte Samsung den Konzept-TV auch in Elektronik-Märkten anbieten. Übrigens lassen sich auf beiden Geräten auch reguläres TV-Programme und Videoquellen darstellen, in 4K Qualität mit HDR10+.

Preis & Termin

Beide Modelle werden erstmals auf der CES 2019 in Las Vegas ausführlich vorgestellt. Wir sind für euch natürlich wieder vor Ort. Wir hoffen euch dann auch mit Informationen zu den verfügbaren Größen, Preisen und Verfügbarkeiten versorgen zu können.

Pioneer kündigt HDR10+ Update für seine 4K Blu-ray Player an

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Mit Pioneer kann die HDR10+ Allianz einen weiteren namhaften Hersteller für das dynamische HDR-Format gewinnen. Die verfügbaren 4K Player UDP-LX500 und UDP-LX800 bekommen HDR10+ im Frühjahr 2019 via Firmware-Update.

Die Liste der HDR10+ Unterstützer wird länger. Neben Amazon Prime Video, 20th Century Fox, Warner Bros., Philips (TP Vision), Samsung und Oppo gibt auch Pioneer dem dynamische HDR-Format eine Chance. Bislang unterstützten nur die Panasonic DP-UB824 und DP-UB9004 Player alle wichtigen HDR-Formate HDR10, HLG, Dolby Vision sowie das neue HDR10+. Mit Firmware-Updates im Frühjahr 2019 gesellen sich Oppo und Pioneer dazu. Laut Pressemitteilung des japanischen Herstellers „Realisiert HDR10 + das unglaubliche dynamische Helligkeits-Potenzial von Ultra HD Blu-ray-Discs noch besser.“.

Dynamische Metadaten

HDR10+ setzt im Vergleich zu HDR10 nicht auf statische sondern dynamische Metadaten. So können Helligkeitswerte Szene-für-Szene und sogar für Einzelbilder bestimmt werden. Somit konkurriert HDR10+ mit dem bereits etablierten Dolby Vision HDR, dass nicht nur in Kinoproduktionen, sondern auch im Video-Markt (4K Blu-rays und Digital) Fuß gefasst hat. HDR10+ Content ist bislang immer noch Mangelware. Es wurden in den USA bereits erste UHD Discs mit HDR10+ veröffentlicht, auch das Film- & Serienangebot von Amazon Prime Video soll bereits mit dynamischen Metadaten angereichert worden sein. Von einem breiten Angebot ist man jedoch noch weit entfernt.

HDR10+ muss 2019 Gas geben!

Sollte es HDR10+ im nächsten Jahr kein Vorstoß in die Wohnzimmer der Nutzer gelingen, dann wird der Vorsprung von Dolby Vision leider nicht mehr aufzuholen sein. Viele Nutzer haben sich womöglich aufgrund des HDR10+ Features für ein kompatibles TV-Gerät und/oder 4K Player entschieden. Dann wäre es mehr als enttäuschend, wenn die Inhalte ausblieben.

Wer noch auf der Suche nach einem 4K UHD Blu-ray Player ist, sich jedoch noch nicht so richtig entscheiden kann, dem empfehlen wir unsere Übersicht 4K Blu-ray Player 2018! Dazu passende Filme & Serien findet ihr HIER!

Alle James Bond Filme auf iTunes in 4K-Qualität verfügbar!

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Auf Apple iTunes stehen alle James Bond Filme in 4K Qualität zur Verfügung. Die meisten Titel können für 10.99 Euro für den Apple TV 4K erworben werden!

Update 19-01-2019: Auch „Casino Royale“ ist ab sofort in 4K Qualität auf iTunes verfügbar. Somit liegen alle Bond-Filme im hochauflösenden UHD-Format auf iTunes bereit.

Update 16-01-2019: Mit „Feuerball“ und „Im Auftrag ihrer Majestät“ finden zwei weitere James Bond Filme ihren Weg in den iTunes Store. Jetzt fehlt eigentlich nur noch Casino Royale aus 2006.

Update 14-01-2019: Apple hat vier weitere James Bond-Klassiker auf iTunes in 4K gelistet: „Stirb an einem anderen Tag“, „Der Morgen stirbt nie“, „Man lebt nur zweimal“ und „Der Spion der mich liebte“.

Originalbeitrag: Mit der Einlistung von von 15 James Bond 007-Klassikern in 4K Auflösung auf iTunes fragen wir uns natürlich, ob vielleicht bald die physischen 4K Blu-rays folgen? Lange gibt es bereits Gerüchte, dass die Filme als hochwertige Restauration erscheinen sollen. Dafür müssten dann jedoch alle Titel als Remaster erscheinen. Von den insgesamt 24 James Bond Filmen, konnten wir bislang nur 17 im iTunes Store entdecken. Die jüngeren Titel „Skyfall“ (2012) und „Spectre“ (2015) sind schon länger über die Apple Verkaufsplattform in 4K abrufbar. Als Quelle für die Remaster dürfte das analoge Negativmaterial hergehalten haben. Leider unterstützt bislang keiner der Titel den erweiterten Dynamikumfang (HDR) weder in HDR10 noch in Dolby Vision.

Mehr aktuelle 4K Filme auf iTunes findest du in unserer Übersicht!

„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ 4K Blu-ray im Test: Großartiger Dolby Atmos Sound!

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Unser Test zu „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ auf 4K Blu-ray zeigt, wie gut Dolby Atmos Sound aus einer deutschen Produktion sein kann. Zudem sagen wir euch, wie gut die Bildqualität und die Story ist.

Inhalt (75%)

25 Millionen Euro ist eine Menge Geld. Vor allem für die deutsche Filmindustrie. Und explizit für einen Film, der im Fantasy-Bereich angesiedelt ist. Umso mehr Lob muss man nun Christian Becker (Wicki und die starken Männer) für seinen Mut aussprechen, ein derart großes Projekt wie die Verfilmung des 1960 von Michael Ende verfassten Romans Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer auf die Beine zu stellen. Um all die unterschiedlichen Schauplätze und die Szenen mit Lokomotive Emma realisieren zu können, ohne das Budget explodieren zu lassen, entschloss man sich, weitgehend in den Bavaria-Studios sowie im Studio Babelsberg zu drehen. Für die Wüstenszenen reiste man allerdings nach Kapstadt, um die Atmosphäre möglichst authentisch erscheinen zu lassen.

Hochkarätige Besetzung: Frau Waas (Anette Frier), König Alfons (Uwe Ochsenknecht), Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst) und Lukas der Lokomotivführer (Henning Baum)
Hochkarätige Besetzung: Frau Waas (Anette Frier), König Alfons (Uwe Ochsenknecht), Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst) und Lukas der Lokomotivführer (Henning Baum)

Doch abseits der realen Drehorte muss man den Kulissenbauern und Setdesignern wirklich ein großes Kompliment aussprechen. Wie sie mit unglaublichem Aufwand Lummerland in den Studios haben entstehen lassen, lässt einem beim Schauen die Augen aufgehen. Schade, dass Gansels Film im Kino mit den Temperaturen und der starken Konkurrenz zu kämpfen hatte und nicht ganz sein Potenzial ausschöpfen konnte. Denn der Film hat einfach alles, was ein rundum gelungenes Familien-Unterhaltungs-Event ausmacht. Angefangen zunächst mal bei der Besetzung. Während Henning Baum zwar erstaunt war, die Einladung für die Rolle des Lukas zu bekommen, ist diese Überraschung direkt passé, wenn man ihn in seinen Lokführer-Klamotten und mit aufgepolstertem Bäuchlein sieht. Ebenso passend, und vor allem in den Wort-Kauderwelsch-Momenten phänomenal witzig, ist Uwe Ochsenknecht als König Alfons. Nur einer kann so charmant bleiben, während er im Morgenrock mit Strumpfband über die Umweltverschmutzung und Überbevölkerung Lummerlands referiert.

Dazu stoßen Annette Frier als Frau Waas und der immer tolle Christoph Maria Herbst als äußerst gut gekleideter Herr Ärmel. Ein Coup gelang dem Casting-Team und Dennis Gansel aber mit Solomon Gordon. Man kann sich nun wirklich keinen anderen in der Rolle vorstellen, wenn man auch nur die ersten zehn Minuten des Films gesehen hat. Und wenn er mit seinen großen Augen rollt, weil Lukas gerade Heuschrecken verspeist, muss man ihn einfach ins Herz schließen. Solomon ist die Hauptfigur, der Sympathieträger – und das war er schon 1960 in Michael Endes Buchvorlage. Und obwohl man dem Autor in den 70ern für seine Geschichte gerne mal einen stereotypen Rückfall in die Kolonialzeit vorwarf, ist es doch eigentlich ganz anders. Wo bspw. war zu Beginn der 60er Jahre die Hauptfigur und der klare Sympath der Story ein schwarzes Kind? Wo hörte man damals Aussagen wie jene von Herrn Tur Tur, dass „eine schwarze Haut doch weiter nichts Seltsames wäre“. Michael Ende machte nie einen Hehl aus seiner Ablehnung Ressentiments und dem Geschehen während des Nationalsozialismus gegenüber. So verpackte er seine Kritik gerne mal in lakonische Sätze wie „Lokomotiven brauchen einen Führer, weil sie keinen großen Verstand haben“. Dass am Eingang von Kummerland auch noch stand: „Der Eintritt ist nicht reinrassigen Drachen bei Todesstrafe verboten“, ist dann noch eine Spur deutlicher.

Lukas und Jim Knopf (Solomon Gordon) gönnen der Lokomotive Emma eine Pause
Lukas und Jim Knopf (Solomon Gordon) gönnen der Lokomotive Emma eine Pause

Die Verfilmung von Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer verpackt die sozialkritischen Aspekte zwar eher im Subtext und ist vordergründig mehr Abenteuerfilm, der auf die Freundschaft und die Toleranz-Botschaft setzt. Letztere aber kommt jederzeit und vor allem in der Begegnung mit dem Scheinriesen Tur Tur rüber. Jetzt darf man Kritik durchaus an der visuellen Opulenz und den teils arg effekthaschenden CGIs üben. Nicht aus dem Grund, weil sie schlecht umgesetzt wären – im Gegenteil. Aber ein wenig tappt der Film dann doch in die Falle, an einigen Stellen moderne Tricktechnik über Storytiefe zu setzen – ab und an auch etwas episodenhaft rüber zu kommen. Das merkt man immer dann, wenn sich Lukas und Jim mal eine kleine Auszeit von der Action nehmen und sich unterhalten. Das sind die Momente, in denen der Film eine Bindung zum Zuschauer herstellt und Emotionen auslöst. Beispielsweise, wenn Jim den Lokomotivführer fragt, wo er herkomme und ob Frau Waas seine Mutter nur „schauspielere“. Oder wenn Lukas um Jims Leben bangt, nachdem er in Emmas Kessel getaucht ist. Natürlich darf aber auch gelacht werden – und zwar auch auf Seiten der erwachsenen Zuschauer. Denn wenn Popkultur-Zitate wie die beidseitige Ohrenschelle oder die Dampf-Faust eines Bud Spencer von Henning Baums Lukas zelebriert werden, erfreut das vor allem die Kinder der 80er.

Bildqualität (95%)

Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer wurde vollständig digital gefilmt. Ob von dem Ausgangsmaterial ein 2K oder 4K Digital Intermediate gezogen wurde, ist bisher nicht bekannt. Natürlich ist aber auch hier ein erweiterter Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die höhere Bilddynamik HDR integriert worden. Letzteres nach HDR10. Im laufenden Bild sieht man beides deutlich. Zwar ist die Farbabstimmung nicht massiv anders, doch sie wirkt rundum gelungener. Neutralweiße Flächen sind noch etwas klarer als über die schon sehr gute Blu-ray. Aus den Gelb-Goldanteilen wurde der ganz dezente Grüntön der Blu-ray noch mal eliminiert und die Hautfarben wirken durchweg noch wärmer. Das passt über die kontrastintensive Dynamik wirklich super zum Film und seiner Atmosphäre. Gerade aus Henning Baums sonnengebräuntem (und ölverschmiertem) Antlitz holt die UHD noch mehr Kraft heraus.

Die Bildsprache spricht Kinder und Erwachsene gleichermaßen an. Die Bildqualität ist dank erweitertem Farbraum und High Dynamic Range wirklich vorzüglich!
Die Bildsprache spricht Kinder und Erwachsene gleichermaßen an. Die Bildqualität ist dank erweitertem Farbraum und High Dynamic Range wirklich vorzüglich!

Aber auch Frau Waas wirkt in ihrem Gemischtwarenladen noch authentischer. Der gold angestrichene Palast-Türbote aus Mandala lässt mehr Nuancen in den unterschiedlichen Farbabstufungen erkennen und auch die große Tür des Palastes selbst wirkt plastischer und dreidimensionaler. Jims leuchtend roter Pullover ist ein Demonstrations-Beispiel für Farbkraft in HDR-Filmen und kommt noch mal um einiges strahlender und intensiver rüber. Was die Auflösung angeht, so wirken selbst Halbtotale noch schärfer – ganz zu schweigen von Close-ups, in denen man den Detailvorsprung deutlich sieht. Schön ist außerdem, dass durch die etwas dunklere Abstimmung die leichte Körnung etwas weniger auffällt – ein durchweg referenzwürdiges HDR-Bild, das gerade in den Szenen in Mandala für eine wahre Pracht an Farben sorgt.

Viele Details, kein Banding. Der 4K-Transfer kann sich für eine deutsche Produktion wirklich sehen lassen.
Viele Details, kein Banding. Der 4K-Transfer kann sich für eine deutsche Produktion wirklich sehen lassen.

Tonqualität (90%)

Akustisch trumpft Anbieter Warner groß auf. Neben einer unkomprimierten dts-HD-Master Spur gibt es gleich noch eine Dolby-Atmos-Fassung (in True HD kodiert) obendrauf – und das schon für die Blu-ray. Beide Tonspuren klingen richtig gut. Schon das Unwetter zu Beginn umschließt den Zuschauer mit direktionalen Wasser-Geräuschen, knarzenden Brettern, wehenden Segeln und tosenden Winden. Die Titelmusik kommt dazu offen und auf breiter Bühne rüber und Stimmen bleiben hervorragend ortbar. Wenn Jim und Lukas dann ins Unwetter geraten, wird es richtig dynamisch und die tolle Geräusch-Atmosphäre in Mandala nutzt ebenfalls ausgiebig alle Lautsprecher. Absolut klasse ist dann die Szene der Durchfahrt durch das Tal der Dämmerung. Selbst wenn man im Tiefbass-Bereich noch etwas mehr Nachdruck erhofft hätte, fühlt man sich selbst mitten in den Trümmern der herabfallenden Steine. Für eine deutsche Produktion ist das eine vorzügliche räumliche und atmosphärische Tonspur. Dazu gesellt sich dann die Höhen-Ebene der Atmos-Fassung und die bietet referenzwürdige Ortbarkeit.

Es dauert keine Minute und wir hören optisch perfekt verortet einen der Piraten der Wilden 13 vom hoch oben befindlichen Schiff herunterrufen. Die Stimme erklingt sensationell greifbar und eröffnet eine durchweg famose 3D-Sound-Tonspur. Schon in der nächsten Szene quietschen die aufgehängten Laternen am Schiff aus der Höhe und die Bohlen biegen sich bedrohlich über der Kajüte des Captains. Auf Lummerland gibt’s dann authentischen Hall, wenn Emma durch die Tunnels fährt. Immer wieder pfeift auch ihr Signalhorn von oben und das Setzen der Segel an der umgebauten Emma lässt von da oben das typische Windflatter-Geräusch erklingen. Wohlgemerkt sind wir hier erst bei Minute 20 des Films. Man könnte das jetzt ziemlich ausgiebig weiter Minute für Minute auseinander nehmen, da es immer wieder nette 3D-Sounds gibt.

Der deutsche Dolby Atmos Ton kann durchweg überzeugen. Die 3D-Effekte sind sehr gut platziert und verleihen dem Kinderfilm noch mehr Atmosphäre
Der deutsche Dolby Atmos Ton kann durchweg überzeugen. Die 3D-Effekte sind sehr gut platziert und verleihen dem Kinderfilm noch mehr Atmosphäre

Echtes 3D-Sound-Highlight von Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer ist aber die Szene im Dämmertal. Wenn Jim und Lukas mit Emma vor der von Steinwänden umgebenen Schlucht stehen, bröckelt es schon von Beginn an hörbar Gesteinsbrocken von oben herab. Sobald sie dann durch den Spalt hindurch fahren, hört man von überall widerhallende Stimmen und immer wieder sich lösendes Gestein – eine der aktivsten Höhensound-Effekteszenen bisher überhaupt. Weiter geht’s dann bei der Fahrt nach Kummerland in der Düsternis. Während Jim und Lukas im Führerhaus von Emma verweilen, rumpelt es um sie und damit auch um den Zuschauer herum – erneut ganz herausragend durch Sounds von den Heights unterstützt. Und wenn zum Abschluss dann auch noch ein Feuerwerk über den Köpfen explodiert, darf man sich sicher sein, einer der besten Atmos-Spuren der letzten Monate, definitiv aber der besten Atmos-Spur eines deutschen Films bisher, beigewohnt zu haben.

  • Deutsch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: Dolby Atmos (85%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: Dolby Atmos (90%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (90%)

Im Bonusmaterial gibt es zunächst mal zwei Audiokommentare zur Auswahl. Weiter geht’s dann im echten Bonusbereich mit einem langen Making-of unter dem Namen „Die große Dokumentation“. Dazu kommt das Videotagebuch von Gansel, ein Making-of der Visual Effects, nicht verwendete und erweiterte sowie verpatzte Szenen und das Musikvideo zum „Lummerland-Lied“ von Andreas Gaballier. Ganze 60 Minuten läuft das (lange) Making-of, das wirklich tolle Einblicke in die Produktion zeigt – von dem Erschaffen der Kulissen über die Dreharbeiten im verregneten Potsdam bis hin zur Arbeit der Schauspieler. Dass alle faszinierende Kindheitserinnerungen an Endes Vorlage haben, versteht sich von selbst. Das Ganze ist charmant kommentiert wie ein Dokumentarfilm und nicht wie diese schnell hingeworfenen deutschen Making-ofs, die man sonst von hiesigen Filmen kennt.

Gesamtbewertung Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer 4K Blu-ray (87%)

Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer ist optisch opulent, klasse besetzt und mit spannenden Szenen durchsetzt. Die Figuren der Buchvorlage kommen lebhaft rüber, auch wenn man sich ein bisschen mehr Charaktertiefe und Zeit für die Vertiefung der Beziehungen gewünscht hätte. Technisch sind Blu-ray und UHD allerdings herausragend geraten. Schon die Blu-ray liefert ein kontrastreiches Bild und einen Dolby-Atmos-Soundtrack, der referenzwürdig ist. Die UHD toppt das Ganze mit noch eindrucksvolleren Farbkontrasten, etwas besserer Bildruhe und toller Detailtiefe – eine referenzwürdige HDR-Scheibe.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 22. November 2018 Review am: 24. November 2018
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 110 Minuten
Filmstudio: Warner Home Entertainment FSK: Ohne Altersbeschränkung
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Englisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: Panasonic UB9004

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer Trailer:

Über 35 Last-Minute-Angebote auf Amazon.de (Mittwoch 19. Dezember)

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Was gibt es für Last-Minute-Angebot am Mittwoch (19.12.) auf Amazon.de? Reduzierte 4K UHD TVs von Sony, Panasonic und Hisense, Anime-Serien & Filme reduziert und vieles mehr!

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Man sollte sich nicht zu lange Zeit lassen. Die „Last Minute Blitzangebote“ sind meist innerhalb weniger Sekunden vergriffen. Wer sich den Artikel jedoch in den Warenkorb legt, kann innerhalb 15 Minuten entscheiden, ob er den Kauf wirklich tätigen will! Der Bestpreis liegt für dieses TV-Gerät laut idealo.de übrigens bei um die 1.120 Euro.

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Netflix experimentiert mit günstigen wöchentlichen Abonnements

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Netflix hat bei unseren Nachbarn in Österreich ein spannendes Experiment gestartet. Dort bietet man nun als Alternative zu den monatlichen Abonnements auch wöchentliche Varianten an. Ob diese Option auch nach Deutschland kommen soll, ist aber aktuell offen.

Offenbar handelt es sich bei den wöchentlichen Abonnements um einen Versuch des Streaming-Anbieters speziell zu den Feiertagen ein paar neue Kunden zu locken. So gibt es sicherlich durchaus potentielle Interessenten, die bei Netflix vielleicht nur einzelne Filme und Serien zu Weihnachten schauen möchten, aber dafür nicht gleich einen ganzen Monat abonnieren wollen. Wurde der kostenlose Probemonat zuvor schon verbraucht, könnten wöchentlich laufende Abonnements also eine interessante Alternative sein.

Für Bestandskunden lohnt sich der Wechsel hingegen nicht: So kostet das Basis-Abo mit SD-Qualität pro Woche 2,49 Euro. Die Stufen Standard (HD) und Premium (UHD) schlagen pro Woche mit jeweils 2,99 bzw, 3,99 Euro zu Buche. Demnach würde man so im Monat für das Premium-Abonnements beispielsweise 15,96 Euro zahlen. Wer direkt für einen ganzen Monat abonniert, kommt aber nur auf eine Summe von 13,99 Euro. Die kürzere Laufzeit mit mehr Flexibilität lässt sich Netflix also zusätzlich versilbern.

Trotzdem kann sich das Angebot lohnen, wenn man eben vielleicht nur einzelne Inhalte ansehen möchte und beispielsweise gerade Urlaub oder aus anderen Gründen etwas mehr Zeit hat. Dann ist das Wochen-Abo vielleicht die bessere Wahl, weil man die restliche Zeit ohnehin nicht auf das Angebot des Streaming-Anbieters zugreifen würde.

Netflix greift Amazon Prme Video noch stärker an

Mit dem zusätzlichen Preismodell greift Netflix natürlich auch Amazon Prime Video noch stärker an. Letztere bieten ein derartiges Abomodell für einzelne Wochen aktuell noch nicht. Denn das Hauptziel von Netflix ist aktuell immer noch die Expansion. Neue Kunden zu ködern, ist also immer noch das wichtigste Ziel des Unternehmens.

Netflix Abonnements woechentlich
Die Preise der wöchentlichen Abonnements bei Netflix

Sicherlich hofft Netflix auch, dass die günstigen Einstiegspreise für die wöchentlichen Abonnements im ersten Schritt neue Interessenten anlocken, damit jene dann Gefallen am Angebot des Streaming-Anbieters finden. Im nächsten Schritt lassen sich die so angezogenen Kunden vielleicht eben doch zu einem länger laufenden Abonnement hinreißen. Nun bleibt eben nur die Frage, ob Netflix es bei dem Experiment in Österreich belässt oder das neue Wochen-Abonnement auch in Deutschland einführt.

„Ant-Man And The Wasp“ 4K Blu-ray im Test: Kleine Helden – großes Kino!

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Kleine Helden – großes Kino! „Ant-Man And The Wasp“ ist einer der besten 4K Blu-rays die Disney auf den Markt gebracht hat. Unser Test verrät, was diesen Titel so großartig macht!

Inhalt (85%)

Ant-Man war vor drei Jahren der große Überraschungsfilm aus dem Marvel Cinematic Universe. Weder in den USA, noch vor allem in Deutschland hatte man dem geschrumpften Superheld zugetraut, einen ganzen Film auf seinen (winzigen) Schultern zu tragen. So war die Fortsetzung dann auch relativ schnell beschlossene Sache. Ebenso schnell hatte Regisseur Peyton Reed verkündet, noch einmal in das Universum seiner beiden Miniatur-Helden einzutauchen, die er im ersten Teil lieb gewonnen hatte. Reed ging es von Beginn der Entwicklungen am Sequel an vor allem auch darum, die weibliche Figur der Wasp als gleichberechtigten Co-Akteur des Films zu präsentieren. Tatsächlich ist der 20. Film des MCU der Erste, der eine weibliche Superheldin im Titel trägt. Und so zeigt sich Ant-Man and the Wasp dann auch während des Films: Paul Rudd und Evangeline Lilly haben subjektiv den gleichen Anteil an Screentime und agieren vollkommen auf Augenhöhe. Wenn sie gemeinsam als geschrumpfte Varianten ihrer selbst gegen Ghost oder deren Schergen kämpfen, dann hat das Tempo, Witz und hohen Unterhaltungswert. Auch aufgrund von Paul Rudd, einem versierten Komiker. Glücklicherweise ist das Drehbuch dabei gut genug, um den Witz stets oberhalb der Gürtellinie oder jenseits von sonst teils infantilen Rollen Rudds zu positionieren. (Als negatives Schreckens-Beispiel sei hier der unsägliche Das ist das Ende genannt, in dem neben Rudd gleich ein gutes Dutzend an (eigentlich) guten Darstellern auf PippiKacka-Humor machen.)

Ant-Man (Paul Rudd) bekommt Hilfe von The Wasp (Evangeline Lilly)
Ant-Man (Paul Rudd) bekommt Hilfe von The Wasp (Evangeline Lilly)

Das aber ist Ant-Man and the Wasp, wie gesagt, vollkommen fremd. Der Humor ist treffsicher, passt zum Marvel-Universum und arbeitet wunderbar auch das Verhältnis zwischen Scott und Hope heraus. Alleine die Sequenz in der Schule, wenn Scott auf halbe Größe geschrumpft ist und sich als kleiner Schüler verkleiden muss, ist grandios witzig. Doch es ist nicht nur der Humor, sondern auch die Story. Denn wie so oft im MCU verstecken sich viele Themen in der Meta-Ebene. Dass Wasp jetzt erst im zweiten Teil zur Heldin wird, liegt vornehmlich daran, dass Hank im ersten Teil beispielsweise noch viel zu viel Angst davor hatte, sie genauso zu verlieren wie seine Frau – OBWOHL Hope wesentlich mehr zum Helden getaugt hätte als Scott. Wie so oft im Marvel-Universum werden diese Dinge auch um einen Antagonisten, bzw. eine Antagonistin ergänzt, die mehr Schichten hat als der Standard-Schema-F-Bösewicht. Erstaunlicherweise funktioniert das auch, obwohl wir es nicht mit einem ultimativen Fiesewicht aus den Weiten des Universum zu tun haben, der gleich die ganze Stadt auslöschen will. Ebenso wie Ant-Man and the Wasp im Mikrokosmos spielt, bleibt auch seine Geschichte kleiner und persönlicher angelegt – eine gute Wahl, um den groß angelegten Avengers eine kleine Pause zu gönnen.

Popkulturelle Referenzen wie diesen Hello Kitty Pez-Spender gibt es immer wieder im jüngsten Ant-Man Film
Popkulturelle Referenzen wie diesen Hello Kitty Pez-Spender gibt es immer wieder im jüngsten Ant-Man Film

Und dann sind da ja auch noch die Tricks. Der Grund, warum es solange dauerte, die Figur des Ant-Man fürs Kino aufzubereiten, war eben die Tricktechnik, die lange nicht fortgeschritten genug erschien, um die Schrumpfungs- oder Vergrößerungs-Effekte zu realisieren. Was aber schon vor drei Jahren fantastisch aussah und für irrwitziges Tempo sorgte, ist nun noch besser geworden. Wenn Ant-Man mit Wasp gegen Ghost kämpft, wird durch die Teleportations- und Verkleinerungs-Momente ein unglaubliches Tempo erzielt – ein schönes Beispiel, dass moderne Tricktechnik zwar für großartige visuelle Ideen sorgt, gleichzeitig aber den Szenen dient und sie als Ganzes gelingen lässt. Dass Reed aber auch ein hervorragender Action-Regisseur ist, beweist er mit den perfekt choreografierten Kampf-Sequenzen und einem packenden Finale: Die große Szene auf den Straßen von San Francisco gehören zu den genialsten Verfolgungsjagden, die man bisher überhaupt auf der Leinwand gesehen hat – und das, wo San Francisco ja schon Schauplatz für die Mutter aller Autoverfolgungen in Bullit gewesen war. Man hatte sich die Messlatte also durchaus hoch gelegt, sich an ihr aber nicht verhoben. Bei allem Humor, aller unbeschwerten und rasanten Action: Wenn Ant-Man and the Wasp mit einem absoluten Knalleffekt aufhört, hat man das zweite Mal seit Infinity War einen fetten Kloß im Hals.

Bildqualität (95%)

Disney verfolgt mit Ant-Man and the Wasp den seit den letzten Filmen eingeschlagenen Weg weiter: Lieferte man bei Star Wars Episode VIII sowie bei Black Panther noch Dolby Vision für die UHD, mussten schon die Avengers in Infinity War ohne die dynamische HDR-Anpassung auskommen. Dies ist nun auch bei der Fortsetzung von Ant-Man der Fall – leider. Ebenso „leider“ verzichtete man auf eine native 4K-Umsetzung – trotz der 3.4 bis 6.5K, die am Ausgang der fünf unterschiedlichen genutzten Digitalkameras anlagen. Wir haben es also mit einem 2K-Digital-Intermediate sowie einer höheren Bilddynamik nach HDR10 zu tun. Ein erweiterter Farbraum im Rahmen von Rec.2020 hat es aber immerhin auf die Disk geschafft. Und abgesehen von den technischen Fakten, gibt es ja auch noch den Eindruck des laufenden Bildes.

Ant-Man And The Wasp ist in puncto Bildqualität womöglich einer der besten 4K-Transfers von Disney
Ant-Man And The Wasp ist in puncto Bildqualität womöglich einer der besten 4K-Transfers von Disney

Zunächst einmal fällt auf, dass Ant-Man and the Wasp ein blitzsauberes, extrem neutrales und natürlich koloriertes Bild hat. Erstaunlicherweise ist es zu keiner Zeit zu dunkel, wie man es von vielen UHDs aufgrund der generell dunkleren Abstimmung schon mal gewohnt ist. Auch in weniger gut ausgeleuchteten Zimmern von Scotts Haus bleibt die Durchzeichnung stets hervorragend und eine Körnung ist praktisch nicht sichtbar. Die Close-ups sind lupenrein und extrem fein aufgelöst. Das sieht man bei Rudds Gesicht bereits, aber vor allem dann, wenn Douglas sein Charakter-Antlitz in die Kamera hält und man seine Barthaare einzeln zählen kann. Noch mal besser ist der Schwarzwert, der Rudds Haare jetzt teilweise so knackschwarz präsentiert, dass sie dreidimensional aus dem Geschehen heraus stechen. Gleichzeitig sumpfen Details zu keiner Zeit in diesem satten Schwarz ab – nahezu Referenz in diesem Punkt.

Während die Hauttöne in der Regel etwas wärmer dargestellt werden als über die Blu-ray, wird es richtig knackig, sobald die Protagonisten den farbigen Tunnel zum Quantum-Mikrokosmos bereisen. Zwar ist hier die BD schon ganz gut, doch die UHD reizt HDR sowie die größere Farbtiefe und die erweiterten Farben hier fast aufs Maximale aus. Das sieht schon wirklich berauschend aus, wenn ein Spektrum aus Orange-, Rot-, Magenta-, Lila- und Grüntönen ins Heimkino funkelt. Für solche Bilder wurde HDR erfunden. Und die UHD von Ant-Man and the Wasp liefert hier absolut berauschende Werte. Einziges kleines Manko: Ein paar unverständlicherweise sichtbare Banding-Artefakte bei Scotts Rettung durch Wasp vom Grund der San Francisco Bay.

Tonqualität (90%)

Beim Ton musste sich Anbieter Disney zuletzt des Öfteren Kritik anhören, was die mangelhafte Dynamik und Differenzierung anging. Auch Ant-Man and the Wasp macht im Codec zunächst leider keinen Unterschied. Wie zuletzt praktisch alle Outputs des Anbieters, liegt er auch hier in Dolby-Digital-Plus vor. In der Praxis gilt es zunächst einmal die wichtigste Antwort zu geben. Und zwar jene auf die Frage, ob das jüngste Werk aus dem MCU die gleichen Dynamik-Probleme haben würde wie Avengers: Infinity War oder gar der ärgerlich schwache Black Panther.

Die Antwort lässt sich eigentlich schon frühzeitig vermuten, wird aber spätestens während der letzten halben Stunde gegeben. Denn abgesehen vom hohene Detailreichtum in den Surround-Effekten, hat Ant-Man and the Wasp keine Probleme, in den tieffrequenten Keller zu gehen. Hanks Reise in die Quanten-Ebene liefert zahlreiche heftige Bass-Attacken und sogar ein paar nette Subsonic-Sweeps. Zwar muss man den Volumen-Regler ein bisschen höher einpegeln, aber die Dynamik ist vorhanden. Selbst wenn der Sub nicht ständig eingreift, an tieffrequenten Spitzen soll’s nicht mangeln. In puncto Effektreichtum und Direktionalität macht dem Film ohnehin so schnell keiner was vor. Das Flügelschlagen von Hopes Wespen-Kostüm, die anrauschenden Flugameisen, die Sounds auf der Quantum-Ebene, die kurzzeitigen Teleportations-Schübe von Ghost oder das Ständige „Whoop“ während der Größen-Veränderungen von Ant-Man oder den Fahrzeugen – das alles wird mit einer Fülle an direktionalen Sounds umgesetzt, dass es eine echte Freude ist. Die Kampfszenen von Wasp und Ant-Man mit Sonnys Schergen oder auch mit Ghost liefern ebenso ab und füllen sämtliche Speaker mit coolen und direktionalen Sounds.

Den Originalsound mit Dolby Atmos muss man nicht hinterher weinen. Die deutsche Tonspur mit Dolby Digital Plus 7.1 ist wirklich gelungen!
Den Originalsound mit Dolby Atmos muss man nicht hinterher weinen. Die deutsche Tonspur mit Dolby Digital Plus 7.1 ist wirklich gelungen!

Besonders gut gelingen auch die feinen Geräusche. Ein winziges „Plumps“, wenn Scott als Miniatur-Version ins Wasser fällt, liefert ein perfektes akustisches Timing und einen großen Lacher noch dazu. Kurzum: ein rundum gelungener Sound, der trotz der reduzierten Datenrate überzeugt. Und das sogar gegen den verlustfreien englischen Ton. Den der ist dieses Mal etwas weniger dynamisch und flacher. Nimmt man beispielsweise die Szene in der Küche, gibt’s über die Synchro mehr Wucht, wenn der asiatische Schlägertyp mit dem Fleischklopfer auf Wasp zu dreschen versucht. Man nimmt mehr Zwischentöne wahr und der letzte Schlag hat einfach mehr Kraft als über den O-Ton. Schade für Freunde der Originalfassung, toll für die Fans der Synchro. Beim Ton der UHD gibt es ein Upgrade nur für die Fans der Originalsprache. Für die liegt Ant-Man and the Wasp nun in einer Dolby-Atmos-Fassung vor, während die Synchro bei Dolby Digital Plus bleibt. Für Dolby Atmos gilt auf der regulären Ebene zunächst einmal, dass sie praktisch identisch zur dts-HD-Master-Fassung der BD klingt. Bedeutet also auch: Nicht so dynamisch und differenziert wie die deutsche Synchro. Für die Höhen-Ebene darf man sich natürlich viel versprechen. Immerhin sind die Protagonisten oftmals wesentlich kleiner als ihre Umgebung, was die Kamera oft auf ihre Ebene bringt und damit unterhalb von zahlreichen Geräuschquellen. Wenn Scott dann seine Vision von Janet hat, hören wir seine und ihre Stimme ebenfalls aus der Höhe und ein paar der Wusch-Sounds, die Janet im Quantum-Mikrokosmos produziert, werden auch als 3D-Geräusch dargestellt.

Den ersten echten und relativ eindrucksvollen 3D-Sound gibt’s dann, wenn der LKW über das Auto von Hope hinwegfährt oder auch das Fahrrad kurze Zeit später. Wenn Hank dann das Labor schrumpft, erschrickt man gar, so heftig ist der Effekt von oben.
Wirklich nett geraten ist der Knalleffekt, wenn Scott im falschen Moment die Vergrößerungstaste drückt und Wasp ihn kurz darauf auch von oben sprechen hört. Doch dann gibt es eben auch immer wieder Momente, in denen das Potenzial von Atmos ungenutzt bleibt. Die Explosion bei den Experimenten von Ghosts Eltern, einige Szenen, in denen sie unter ihrer Phasenverschiebung leidet, die Vorbereitungen in Hanks Labor mit den rotierenden Dreiecken – hier wäre es schon cool gewesen, dedizierte Sounds auch von oben zu hören. Denn viele Geräusche kommen hier einfach von oberhalb der Kamera. Es scheint so, als hätte man sich auf diese einzelnen Sounds konzentrieren wollen, die dann entsprechend deutlich herausragen – wie es zum Beispiel auch mit den walähnlichen Geräuschen der Mikroben im Mikrokosmos ist, die sich dann wiederum wirklich klasse anhören. Ebenso wie die Dialoge, die Ant-Man in seiner gigantischen Größe von sich gibt und die beeindruckend präsent aus der Höhe zum Ohr gelangen.

  • Deutsch: Dolby Digital Plus 7.1 (90%)
  • Englisch: Dolby Atmos (85%) – 2D Betrachtung
  • Englisch. Dolby Atmos (75%) – 3D Betrachtung

Bonus (50%)

Das Bonusmaterial von Ant-Man and the Wasp liegt vollständig auf der Blu-ray vor und beinhaltet neben einem Film-Intro von Peyton Reed noch vier effektive Featurettes mit einer Gesamt-Laufzeit von 22 Minuten. „Quanten-Perspektive“ beispieslweise ist ein sehr anschauliches Featurette über die Effekte und das Produktionsdesign des Films. Dazu gesellen sich der Audiokommentar von Reed sowie Pannen vom Dreh und ein aus heutiger Sicht sehr bewegendes Improvisations-Outtake von Stan Lee, den wir hier in einem seiner letzten Cameos am Set eines Marvel-Films zu sehen bekommen.

Die animierten Umgebungen bei den "Mini-Aufnahmen" sind extrem spannend!
Die animierten Umgebungen bei den „Mini-Aufnahmen“ sind extrem spannend!

Gesamtbewertung Ant-Man And The Wasp 4K Blu-ray (90%)

Ant-Man and the Wasp hält das Niveau des irrwitzigen Vorgängers fast mühelos und liefert knapp zwei Stunden allerbeste und extrem kurzweilige Unterhaltung mit sensationellen Tricks. Technisch liefert die Blu-ray schon ein sehr gutes, die UHD ein fast perfektes Bild. Dazu darf man sich über einen sehr effektvollen und dynamischen deutschen Sound freuen, während die englische Fassung etwas schwächer geraten ist, aber einen ganz netten Atmos-Ton zu bieten hat.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 29. November 2018 Review am: 03. Dezember 2018
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 118 Minuten
Filmstudio: Walt Disney FSK: Ab 12 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Italienisch, Französisch,
Spanisch, Niederländisch, Norwegisch…
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital Plus 7.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: LG UP970

Ant-Man And The Wasp Trailer:

Amazon Prime Video bringt im Januar 2019 diese Filme und Serien

Amazon haut für seine Abonnenten auch im Januar 2019 wieder viele neue Filme und Serien bzw. Serienstaffeln raus. Zum Jahresbeginn startet etwa exklusiv beim Streaming-Anbieter auch die neunte Staffel der deutschen Comedy-Serie „Pastewka“.

Letztere gibt am 25. Januar 2019 bei Amazon Prime Video ihren Einstand. Mit von der Partie sind neben dem namensgebenden Bastian Pastewka unter anderem auch Anke Engelke und Hugo Egon Balder. Zusätzlich geht auch noch die spektakuläre Auto-Show „The Grand Tour“ in die dritte Staffel. Damit geht es bereits am 18. Januar 2019 weiter.

Wer Lust auf etwas ernsthaftere Unterhaltung verspürt, kann sich die Dramserie „The Romanoffs“ von Matthew Weiner („Mad Men“) vormerken. Sie steht ab dem 11. Januar endlich in der deutschen Synchronfassung zur Verfügung. Wer des Englischen mächtig ist, darf schon jetzt in die Originalversion bei Amazon Prime Video reinschauen.

Es folgen die Listen mit den Neuzugängen bei Amazon Prime Video im Januar 2019. Ausgewählte Inhalte werden auch in Ultra HD zur Verfügung stehen. Eine Liste mit entsprechenden Inhalten haben wir auch an dieser Stelle zusammengestellt.

Neue Serien & Staffeln bei Amazon Prime Video im Januar 2019

  • The Exorcist – Staffel 2 – exklusiv verfügbar ab 01.01.
  • The Romanoffs – Staffel 1 (deutschsprachige Fassung) – exklusiv verfügbar ab 11.01.
  • DC’s Legends of Tomorrow – Staffel 3 – exklusiv verfügbar ab 16.01.
  • My Name is Earl – Staffeln 1–4 – verfügbar ab 16.01.
  • The Grand Tour – Staffel 3 – exklusiv verfügbar ab 18.01.
  • Pastewka – Staffel 9 – exklusiv verfügbar ab 25.01.
  • This is Us – Staffel 2 – exklusiv verfügbar ab 26.01.

Neue Filme bei Amazon Prime Video im Januar 2019

  • Die Gärtnerin von Versailles – verfügbar ab 01.01.
  • No Escape – verfügbar ab 01.01.
  • Colombiana – verfügbar ab 01.01.
  • Savages – verfügbar 04.01
  • Macht er eh nicht – Die Leiden des jungen Zymny (Comedy-Special) – exklusiv verfügbar ab 04.01.
  • The Wolf of Wallstreet – verfügbar ab 05.01.
  • Immer Ärger mit 40 – verfügbar ab 06.01.
  • Terminator (1984) – verfügbar ab 06.01.
  • Get Out – exklusiv verfügbar ab 07.01.
  • I Feel Pretty – exklusiv verfügbar ab 10.01.
  • Die Frau des Zoodirektors – exklusiv verfügbar ab 14.01.
  • Pfad des Kriegers – exklusiv verfügbar ab 14.01.
  • Plötzlich Star – verfügbar ab 15.01.
  • Wohne Lieber Ungewöhnlich – exklusiv verfügbar ab 17.01.
  • 47 Ronin – verfügbar 17.01
  • G.I. Joe: Die Abrechnung – verfügbar ab 18.01.
  • Ghostland – exklusiv verfügbar ab 18.01.
  • Stronger – exklusiv verfügbar ab 19.01.
  • Hänsel und Gretel – Hexenjäger – verfügbar ab 19.01.
  • Hercules (2004) – verfügbar ab 21.01.
  • Der Buchladen der Florence Green – exklusiv verfügbar ab 25.01.
  • Early Man – Steinzeit bereit – exklusiv verfügbar ab 26.01.
  • 21 Jump Street – verfügbar ab 26.01.
  • 22 Jump Street – verfügbar ab 26.01.

Neue Kids-Highlights im bei Amazon Prime Video im Januar 2019

  • Wendy – Der Film – exklusiv verfügbar ab 27.01.
  • Clifford, der große rote Hund – verfügbar ab 15.01.
  • Lego Friends: Girls on a Mission – verfügbar ab 25.01.
  • Lego Marvel: Black Panther – verfügbar ab 25.01.
  • Lego Marvel: Guardians of the Galaxy – verfügbar ab 25.01.

Neue Titel zum Kaufen und Leihen im digitalen Shop bei Amazon im Januar 2019

  • The Blacklist – Staffel 6 – zum Kaufen verfügbar ab 04.01.
  • Predator – Upgrade – zum Kaufen verfügbar ab 10.01. / zum Leihen verfügbar ab 24.01
  • Outlander – Staffel 4 – zum Kaufen verfügbar ab 10.01.
  • American Animals – zum Kaufen verfügbar ab 10.01. / zum Leihen verfügbar ab 18.01.
  • Leave No Trace zum Kaufen verfügbar ab 11.01. / zum Leihen verfügbar ab 17.01.
  • Once Upon a Deadpool – zum Kaufen und Leihen verfügbar ab 15.01.
  • Don’t Worry, weglaufen geht nicht! – zum Kaufen verfügbar ab 15.01. / zum Leihen verfügbar ab 31.01.
  • Searching – zum Kaufen verfügbar ab 18.01. / zum Leihen verfügbar ab 31.01.
  • Das Haus Der Geheimnisvollen Uhren – zum Kaufen verfügbar ab 18.01. / zum Leihen verfügbar ab 24.01.
  • Mile 22 – zum Kaufen verfügbar ab 18.01. / zum Leihen verfügbar ab 25.01.
  • Uncle Drew – zum Kaufen und Leihen verfügbar ab 21.01.
  • Die Unglaublichen 2 – zum Kaufen verfügbar ab 25.01. / zum Leihen verfügbar ab 07.02.
  • The Man Who Killed Don Quixote – zum Kaufen verfügbar ab 25.01. / zum Leihen verfügbar ab 07.02.
  • Sauerkrautkoma – zum Kaufen und Leihen verfügbar ab 31.01.
  • Venom – zum Kaufen verfügbar ab 31.01. / zum Leihen verfügbar ab 14.02.

„Mission: Impossible – Fallout“ 4K Blu-ray im Test: Perfekter Action-Film mit schlechter 4K-Umsetzung

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Auf den Test von „Mission: Impossible – Fallout“ auf 4K Blu-ray hatten wir uns schon lange gefreut. Leider wird das perfekte Action-Spektakel von einer mittelmäßigen Bild- & Tonpräsentation sabotiert!

Inhalt (90%)

Nachdem Tom Cruise seine Regisseure in der Regel wechselt wie andere Leute ihre Unterwäsche, muss man Christopher McQuarrie fast schon beglückwünschen, dass der am Set zu leichter Kontrollsucht neigende Actionstar nach dem direkten Vorgänger sowie Jack Reacher nun schon zum dritten Mal mit dem gleichen Filmemacher zusammenarbeitet – und das mit wachsendem Erfolg. Der finanzielle Erfolg ist erstaunlicherweise deckungsgleich mit den teils vorzüglichen Besprechungen der Filmkritiker. So erstaunlich es ist, so sehr scheint sich die Actionserie, die sich mehr und mehr vom eigentlichen Agenten-Thriller verabschiedet hat, auch qualitativ von Film zu Film zu steigern.

Lisa Faust (Rebecca Ferguson) und Ethan Hunt (Tom Cruise) inspizieren sich ganz genau
Lisa Faust (Rebecca Ferguson) und Ethan Hunt (Tom Cruise) inspizieren sich ganz genau

Inhaltlich hat M:I 6 – Fallout jedenfalls eine Menge zu bieten: Neue Figuren, alte Charaktere, Intrigen, doppeltes und dreifaches Spiel – an Verwicklungen und komplizierten Situationen mangelt es dem sechsten Teil der Serie nicht. Viele halten ihn nicht nur für den besten Teil der Serie, sondern für einen der besten Actionfilme überhaupt. Und das ist nicht mal übertrieben. Man muss zwar ein bisschen bei der Sache bleiben und zweieinhalb Stunden Laufzeit sind eben auch nicht „mal eben“ auf der linken Pobacke abzusitzen, aber M:I6 belohnt mit einer ungeheuer dichten Atmosphäre und atemlosen Action-Sequenzen. Dabei beginnt man im Verhältnis zu den bisherigen Eröffnungen des Franchise überraschend langsam. Dann allerdings geht es nach etwas über 20 Minuten mit einer Szene weiter, die vielleicht vordergründig nicht ganz so unglaublich spektakulär wirkt, wie das Festbinden am Airbus A400M im Vorgänger, doch wenn man auch nur ein bisschen über die Entstehung des HALO-Fallschirmsprungs erfährt, kann man nicht umhin, als mit offen staunendem Mund da zu sitzen. Cruise ließ es sich nicht nehmen, diese Sequenz eben nicht vor Greenscreen im Windkanal-Studio zu drehen. Das Ganze geschah live und erforderte über 100 Testsprünge, bevor das ganze Team soweit war. Ähnlich spektakulär gerät die Hubschrauber-Sequenz oder auch die sensationell choreografierte Kampfsequenz zwischen Hunt, Walker und dem Asiaten in der Toilette – lange schon war ein Film-Fight so großartig durchgeplant und machte so viel Spaß. Dass sich Cruise beim Sprung über die Dächer von London den Knöchel brach und die Dreharbeiten deshalb für fünf Wochen unterbrochen werden mussten, zeigt nur noch mehr, wie wenig sich der Darsteller bei seiner Arbeit schont. Übrigens beließ man diese Szene genauso im Film – inklusive Weghumpeln auf dem Dach.

Man muss Tom Cruise hoch anerkennen, dass er so viele Stunts wie möglich selbst macht. Da ist die wilde Fahrt auf einem Motorrad ohne Helm wohl eine seiner leichtesten Übungen
Man muss Tom Cruise hoch anerkennen, dass er so viele Stunts wie möglich selbst macht. Da ist die wilde Fahrt auf einem Motorrad ohne Helm wohl eine seiner leichtesten Übungen

Die Tatsache, dass auch Ilsa Faust wieder mit von der Partie ist, aber nicht von Beginn an mit Hunt arbeitet, bzw. nicht den gleichen Auftraggeber hat, eröffnet eine spannende Möglichkeit der Interaktion und mit der Verpflichtung von Supermann-Darsteller Henry Cavill gibt’s einen neuen Mitspieler, der einen soliden Counterpart und Aufpasser für Hunt gibt. Mit seinem Schnauzbart wirkt er zwar wie ein muskelbepacktes Agenten-Relikt aus den 70ern, setzt sich damit aber optisch gut vom smarten Ethan ab. Und er darf für ein paar gute Gags sorgen, wenn er Hunt ein rotziges „Hoffnung ist keine Strategie“ vor den Latz knallt. Ach ja: Sean Harris als Solomon Lane war schon im Vorgänger ein Gewinn. Wenn er hier mit eiserner Miene und ohne mit der Wimper zu zucken neben Cruise sitzt, während dieser in einem alten 5er BMW seine Fahrkünste demonstrativ zum Besten gibt, ist das absolut großartig.

Wir haben also eine packende Story, unglaublich gut getimte Action und tolle Darsteller-Leistungen. Das alleine würde schon ausreichen. Doch was den sechsten Teil noch einmal vom direkten Vorgänger abhebt, ist sein kongenialer Score. Lorne Balfe, ein enger musikalischer Vertrauter (und Ghostwriter) von Hans Zimmer hat für den sechsten M:I-Film einen derart fiebrigen und flimmernden Soundtrack erschaffen, dass die isolierte Musikspur, die auf der BD enthalten ist, eine echte Empfehlung wert ist. Immer wieder treibt sie die Action vorwärts und macht das Geschehen noch rasanter als es eigentlich schon ist. Und sie intensiviert die Spannung. Eine Spannung, die im Finale wirklich – und das ganz ohne Übertreibung – zum intensivsten gehört, was Actionfilme bisher zu bieten hatten. Die komplette Sequenz mit den Helikopter sowie der darauf folgende Zweikampf an der Felswand lassen den Zuschauer atemlos und schweißnass gebadet zurück. Viel mehr geht nicht.

Bildqualität (75%)

Beim Aufnahmeverfahren von Mission: Impossible – Fallout wird’s ein bisschen komplizierter. Zum Einsatz kamen insgesamt fünf Kameras – gemischt aus dem analogen und digitalen Bereich. Letztere ausschließlich für die in 8K gedrehten IMAX-Szenen.
Von dem gemischten analogen und digitalen Material wurde dann ein 4K-Digital-Intermediate angefertigt, was den Film zum nativen 4K-Werk werden lässt. Obendrauf gibt’s natürlich noch einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie die höhere Bild-Dynamik – und zwar, wie schon bei den Vorgängern, in HDR10 und Dolby Vision.

Dolby Vision, um es vorweg zu nehmen, ist hier leider ein zweischneidiges Schwert. Während es in dunkleren Sequenzen für mehr Kontrast und satteres Schwarz sowie kräftigere Farben sorgt, sind helle Szenen teils zu hell und kontrastarm. Gerade die Totale auf Paris zeigt das deutlich und auch die Übersicht auf das Treffen von Hunt und White Widow. Hier liefert HDR10 trotz des etwas schwächeren Kontrasts in den dunklen Szenen das ausgewogenere Bild.

Die Inszenierung von Mission: Impossible - Fallout ist großartig, die visuelle Umsetzung bleibt auf der 4K Blu-ray hinter ihren Möglichkeiten zurück
Die Inszenierung von Mission: Impossible – Fallout ist großartig, die visuelle Umsetzung bleibt auf der 4K Blu-ray hinter ihren Möglichkeiten zurück

Wirklich klasse ist DV allerdings bei den tollen Helikopter-Szenen, die in Neuseeland gedreht wurden. Hier trumpft die dynamische Kontrastanpassung mit satteren Wasseroberflächen bei gleichzeitig hellweißem Schnee auf den Bergen auf.
Gegenüber der Blu-ray sind beide wesentlich besser. Die BD wirkt im direkten Vergleich viel zu hell und gräulich. Gerade in den gut ausgeleuchteten Szenen fehlt’s im direkten Vergleich mit der UHD deutlich an Kontrast und auch die Farben sind durchweg flauer. Obschon die Schärfe/Auflösung aufgrund des hohen Kornanteils nur bedingt sichtbar besser ist, liefert die UHD aufgrund von HDR das deutlich bessere Bild – allerdings auch kein Kunststück bei einer Blu-ray, die qualitativ nicht auf aktuellem Stand ist. Ebenfalls ein positiver Effekt der Ultra-HD: Aufgrund der etwas dunkleren Grundabstimmung fällt das Korn ETWAS weniger deutlich auf – was nicht heißt, dass man es nicht sieht.

Tonqualität (70%)

Akustisch muss man Anbieter Paramount leider große Vorwürfe machen: Es ist mittlerweile nicht ganz unbekannt, dass Paramount den deutschen Käufer oft mit einem Dolby-Digital-kodierten 5.1-Sound abspeist, der noch aus der DVD-Zeit stammt. Innerhalb der Reihe lieferte lediglich der vierte Teil eine deutsche True-HD-Spur (und das auch nur über die BD, nicht über die UHD). Das ist ärgerlich genug. Dass man hierzulande aber über iTunes eine 4K-Fassung des Films streamen kann, die sehr wohl einen (echten) Dolby-Atmos-Sound in Deutsch aufweist, ist nicht nur ärgerlich, sondern eine unfaire Geste gegenüber jedem, der für die physische Disk deutlich mehr Geld auf den Tisch legt als für den Stream. Für einen Film, der fast 800 Mio. Dollar eingespielt hat, ein Armutszeugnis.

Kein Tom Cruise Film ohne "Speed-Running-Szene". Die deutsche Audio-Spur hat Paramount leider nicht gut hinbekommen. Da loben wir uns die Originalspur mit Dolby Atmos!
Kein Tom Cruise Film ohne „Speed-Running-Szene“. Die deutsche Audio-Spur hat Paramount leider nicht gut hinbekommen. Da loben wir uns die Originalspur mit Dolby Atmos!

Natürlich sollen dennoch ein paar Worte über den deutschen Sound verloren werden – immerhin muss man mit diesem ja nun leben. Das Gute vorweg: Die Räumlichkeit ist sehr gut. Querschläger in der Unterführung in Berlin kommen wirklich fetzig rüber und auch der Hall in dieser Sequenz klingt realistisch. Doch die Tatsache, dass der DD-Ton durchweg räumlich ist, viele direktionale Effekte und einen lebhaften Score liefert, täuscht nicht darüber hinweg, dass die Stimmen zu leise und flach klingen, sämtliche Actionszenen von Dynamik weit entfernt sind und die grundsätzliche Lautstärke zu gering ist. Während man Letzteres sicherlich einpegeln kann, holt man Dynamik und Druck nicht aus einer Kodierung, die solche Nuancen und Details wegkomprimiert hat – schade, schade.
Im Gegensatz zum englischen Atmos-Sound, der in True HD kodiert vorliegt, kann die Synchro tatsächlich nicht annähernd Schritt halten. Schon der perkussive Soundtrack zu Beginn ist so wesentlich dynamischer, lebendiger und endet so viel druckvoller, dass man die deutsche DD-Fassung am liebsten zum Teufel schicken würde. Sämtliche Shoot-outs, der Titelsong im Vorspann und die rasanten Verfolgungsjagden; die Helikopter-Sequenz, das Öffnen der Luke der C-17, das kurze Dumpfbleiben nach dem Blitzeinschlag im Helm – das alles ist über die True-HD-kodierte Originalfassung so viel offener, dynamischer und druckvoller, dass man nur jedem raten kann, seine Grundkenntnisse in Englisch hervor zu kramen, die Untertitel zu aktivieren und den O-Ton zu aktivieren.

Dessen einziges Manko: Immer mal wieder nimmt man ganz leicht verrauschte Stimmen während der Dialoge wahr. Relativ gut zu hören bspw. zwischen Hunt und White Widow nach ca. 70 Minuten. Das hört sich dann an, als hätte man die Dialoge an Ort und Stelle bei stärkerem Hintergrundgeräuschen aufgenommen und entsprechende Limiter eingesetzt. Während der Sprechpausen wird das Rauschen weggefiltert. Sobald einer von beiden redet, hört man das leichte Zerren dann.

Von diesem Problem abgesehen, liefert der O-Ton von Mission: Impossible 6 – Fallout ja noch die Höhen-Ebene des Atmos-Sounds. Und die schlägt sich ebenfalls hervorragend.
Erstmalig gibt es von dort oben Geräusche, wenn Cruise aus seinem schlechten Traum aufwacht und direkt danach ein Gewitter losbricht. Ein bisschen Filmmusik gesellt sich konstant hinzu, wird dann aber ab und an durch richtig fette Sounds zerrissen. Beispielsweise, wenn die Wände des Krankenhaus-Zimmers fallen. Oder wenn in der C-17 die Durchsagen bzgl. der Dekompression gemacht werden. Auch der Blitz schlägt effektvoll von oben in Hunts Helm ein, nachdem er aus dem Flieger gesprungen ist. Mittendrin ist man auch, wenn Solomon im Helikopter transportiert wird. Hier kommt der Hubschrauber-Sound ähnlich prägnant rüber wie bei Sicario 2.

Sehr geil dann die komplette Helikopter-Sequenz zum Finale hin, die dauerhaft Rotorgeräusche aus der Höhe platziert und dabei extrem unmittelbar klingt. Spätestens bei der Absturz-Sequenz darf man sich sicher sein, absolut genialen 3D-Sound-Effekten beizuwohnen – sensationell.

  • Deutsch: Dolby Digital 5.1 (70%)
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) – 2D Bewertung
  • Englisch: Dolby Atmos (85%) – 3D Bewertung

Bonus (60%)

Im Gegensatz zum deutschen Ton verhält sich Anbieter Paramount beim Bonusmaterial der UHD vorbildlich. Denn die UHD ist ein 3-Disk-Set, welches das komplette Bonusmaterial der Blu-ray ebenfalls enthält. Auf der regulären Filmdisk befinden sich (neben einer isolierten Filmmusik-Spur) noch drei Audiokommentare. Einen bestreitet Komponist Lorne Balfe. Die anderen beiden hält McQuarrie mit Cruise, bzw. Cutter Eddie Hamilton. Alle Kommentare sind untertitelt.

Ein Top Action-Thriller leider mit mäßiger Audio- und Bildperformance
Ein Top Action-Thriller leider mit mäßiger Audio- und Bildperformance

Die zusätzliche Bonus-Scheibe enthält dann das Kern-Featurette „Hinter dem Fallout“. Das in sieben Teile aufgesplittete Making-of nimmt sich unterschiedlicher Bereiche an. So werden einzelne Sequenzen wie der Kampf an der Klippe beleuchtet oder auch die Szenen in Paris beobachtet.

Knapp 53 Minuten läuft dieses kurzweilige Feature, das aber erneut zeigt, wie sehr sich Cruise in den Mittelpunkt dieser Filme stellt. Sein Regisseur scheint nur bedingt auf Augenhöhe. Dennoch: Man darf Cruise mal wieder Respekt zollen, wenn man in der Sequenz über den HALO-Jump sieht, was der Schauspieler auf sich nimmt, um die Action hautnah und authentisch erscheinen zu lassen. Der Aufwand für diesen Freifall-Flug mit später Fallschirm-Öffnung war einfach gigantisch.

Gesamtbewertung Mission: Impossible – Fallout 4K Blu-ray (78%)

Mission: Impossible 6 – Fallout ist vielleicht so etwas wie der perfekte Actionfilm. Mit einem packenden Drehbuch, unglaublich spektakulären Actionszenen und der nötigen Portion Humor kann man dem sechsten Teil der Serie aber auch gar nichts vorwerfen.
Sieht man mal davon ab, dass das Bild extrem körnig geworden ist und die UHD das ebenfalls offenbart, liefert Letztere zumindest die wesentlich besseren Kontraste und intensiveren Farben. Das macht das Bild aber insgesamt auch noch nicht zur Referenz.
Noch ärgerlicher ist aber der deutsche Ton in schwachbrüstigem Dolby Digital – und das nicht nur deshalb, weil man den Film über den iTunes-Stream in voller deutscher Atmos-Kodierung bekommt. Originalton-Fans freuen sich indes über einen sensationell guten 3D-Sound, den Blu-ray und UHD gleichermaßen liefern.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 13. Dezember 2018 Review am: 12. Dezember 2018
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 147 Minuten
Filmstudio: Paramount (Universal
Pictures)
FSK: Ab 12 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch, Arabisch,
Isländisch, Italienisch, Polnisch…
Bildformat:
1.90:1 + 2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: LG UP970

Mission: Impossible – Fallout Trailer: