Netflix hat angekündigt, dass man die Preise senken möchte. Beziehungsweise es steht wohl die Einführung einer vierten Preisstufe an. Leider hat das ganze aber einen Haken. Denn diese Pläne beziehen sich wohl vorerst nur auf Asien.
So hat der CEO des Streaming-Anbieters, Reed Hastings, bestätigt, dass Netflix mit neuen, günstigeren Preismodellen experimentieren wolle. Allerdings hat Hastings noch offen gelassen, wann und in welchen Regionen jene Experimente starten sollen. Im gleichen Atemzug sprach man allerdings über Wachstumsmöglichkeiten im asiatischen Raum, so dass Deutschland wohl außen vor bleiben dürfte.
Erst Ende 2017 hatte Netflix die Preise zudem bei uns erhöht. Seit dem 11. Dezember 2017 zahlt nämlich bei uns man für das Premium-Abo 13.99 Euro statt wie zuvor 11.99 Euro. Der Preis des Standard-Abos (HD) ist damals auf 10.99 Euro gestiegen. Allerdings hat Netflix ohnehin nicht vor an den Preisen der bestehenden Stufen zu drehen, sondern will unterhalb des Basis-Abonnements eine vierte Stufe ins Spiel bringen. Wie jene heißen soll und wie man jene weiter abspecken könnte, ist offen.
So ist ja bereits die Basis-Stufe auf SD und den Genuss an einem Gerät zur Zeit beschränkt. Eventuell könnte man in einer vierten, günstigeren Stufe entweder die Nutzungsdauer pro Monat einschränken oder möglicherweise nicht alle Inhalte zur Verfügung stellen. Möglich wäre etwa auch eine Beschränkung auf die Netflix Originals. Hier hat CEO Reed Hastings aber bisher leider noch gar nichts verraten.
Netflix möchte besonders in Indien gerne wachsen
Netflix sieht besonders in Schwellenländern und in asiatischen Märkten wie Indien noch Wachstumspotential. Dort gilt Netflix als Premium-Anbieter und die Preise sind für dortige Verhältnisse sehr hoch gegriffen. Somit würde es Sinn ergeben, dort mit einer neuen, preisgünstigen Stufe auf Kundenfang zu gehen. In Asien ist nämlich immer noch YouTube die beliebteste Streaming-Plattform, welche per se erst einmal kostenfrei ist.
Zusätzlich hat Netflix auch bestätigt, dass man 17 neue Eigenproduktionen in Asien in Auftrag gegeben hat. Aktuell entwickelt Netflix mehr als 100 neue Projekte in Indien, Südkorea, Japan, Thailand und Taiwan. Es ist also klar, dass Netflix in Asien wachsen möchte und ähnliche Erfolge anstrebt wie im Westen. Ob jener Plan dann mit einer neuen, vierten Preisstufe aufgehen könnte, muss die Zeit zeigen.
Die Comic-Legende Stan Lee ist am 12. November 2018 im Alter von 95 Jahren gestorben. Ohne ihn gäbe es wohl kein Spider-Man, kein Doctor Stange und auch kein Daredevil.
Stan Lee hat mit seinem Kollegen und guten Freund Jack Kirby in den 1960er Jahren unzählige Superhelden erfunden und geprägt. Neben Spider-Man war er unter anderem Beteiligt bei der „Erschaffung“ von Hulk, The Fantastic Four, Black Panther, X-Men, Ant-Man, Iron Man und Thor. Nach einem medizinischen Notfall verstarb Stan Lee im Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles. Selbst wenn er nicht mehr anwesend ist (wie z.B. in unzähligen Cameo-Auftritten in Marvel-Filmen) wird sein Erbe noch Generationen begleiten und prägen.
Die Nintendo Wii ist mittlerweile durchaus etwas in die Jahre gekommen. Ende 2006 erschien die Konsole in Deutschland und musste mit der Sony PlayStation 3 sowie der Microsoft Xbox 360 konkurrieren. Jetzt haben Nintendo und Netflix bestätigt, dass am 31. Januar 2019 ein Feature wegfällt: die Streaming-Dienste.
So ist es aktuell noch möglich, mit der Nintendo Wii Streaming-Dienste, vor allem Netflix, zu verwenden. In einer E-Mail informiert Netflix aber aktuell alle Kunden, dass jenes eben nur noch bis inklusive 31. Januar 2019 möglich sein wird. Ab dem Februar des nächsten Jahres entfällt jene Möglichkeit allerdings restlos. Dann wird auch der Netflix Channel das Zeitliche segnen.
Netflix entschuldigt sich bei allen Wii-Besitzern für die Umstände. Parallel weist man darauf hin, dass das Streaming-Angebot natürlich weiterhin an anderen Plattformen zur Verfügung steht. So kann Netflix etwa auch an der Nvidia Shield Android TV (2017), den Amazon Fire TV oder freilich dem Apple TV 4K genossen werden. Somit gibt es viele und auch preisgünstige Alternativoptionen, um Netflix mittlerweile mit Ultra HD, HDR, Dolby Atmos und sogar Dolby Vision zu verwenden.
Könnte Netflix auch für die Nintendo Switch erscheinen?
Einige Anwender hoffen nun, dass Netflix und Nintendo weiterhin kooperieren könnten. Nachdem erst kürzlich eine offizielle YouTube-App für die Spielekonsole erschienen ist, spekuliert man nun, dass auch Netflix für die Nintendo Switch in den Startlöchern stehen könnte. Weder der Streaming-Anbieter noch Nintendo selbst haben dazu aber bisher etwas verlauten lassen. Möglich wäre die Portierung mit Sicherheit, denn die Hardware der Nintendo Switch ist der Nvidia Shield Android TV sehr ähnlich.
Eine Liste alternativer Möglichkeiten, um Netflix zu nutzen, nennt der Streaming-Anbieter auch an dieser Stelle. Auf jener Website bestätigt man auch abermals den Wegfall jeglicher Streaming-Optionen der Nintendo Wii ab Februar 2019. In freier Wildbahn dürfte es mittlerweile wohl ohnehin nicht mehr allzu viele User geben, welche die Wii für Netflix nutzen. Schließlich gibt es mit der Nintendo Wii U und der Switch bereits zwei neue Generationen. Zumal eben auch ausreichend anderweitige, günstige Alternativen zur Verfügung stehen.
Amazon hat die neue „Predator 4 Filme Collection“ auf 4K UHD Blu-ray gelistet. Die Box enthält neben den restaurierten ersten drei Teilen auch den neuen Blockbuster „Predator – Upgrade“ aus 2018.
Die 4-Filme Box wird parallel zum Single-Relese von „Predator – Upgrade“ am 24. Januar 2019 erscheinen. Die Box enthält jeweils die 4K Ultra HD Version sowie die reguläre Blu-ray von „Predator“, „Predator 2“, „Predators“ und „Predator – Upgrade“. Die Ausstattung der einzelnen Filme wird sich aber sicherlich nicht von den Einzelversionen unterscheiden. Bedeutet eine 4K Abtastung (Bis auf „Predators – Upgrade“ das ein digitales 2K Master nutzt), mit HDR10 sowie einer durchwachsenen Audio-Präsentation. Der deutsche Ton wird bei allen Filmen bei DTS 5.1 liegen. Die englische Tonspur von „Predator – Upgrade“ kann zumindest mit Dolby Atmos aufwarten.
Mediamarkt.de bietet den Samsung 65Q6FN QLED-TV mit 65 Zoll im Rahmen seiner #Männertage-Aktion zum Bestpreis von 1.269 Euro an! Solange der Vorrat reicht!
Hier geht es zum Angebot:
Der Q6FN ist der Einstieg in die 2018 QLED-Serie. Was interessant dabei ist, im Vergleich zur darüber angesiedelten Q7FN oder Q8FN Serie, gibt es in puncto Bildqualität eigentlich keine Unterschiede.
Am TV wurden lediglich ein paar Ausstattungsmerkmale eingespart, die wie One Connect Box mit One Invisible Cable (Anschlüsse direkt am TV) und es gibt eine einfacheren Aufbau mit Standfüßen.
Amazon hat für Ende November ein Pop-up-Weihnachtserlebnis am Berliner Ku’damm angekündigt. #HomeOfChristmas soll Besuchern ermöglichen Geschenkideen zu entdecken, neue Produkte zu testen und auch an Weihnachts-Workshops teilzunehmen.
Der stationäre Pop-Up-Store von Amazon eröffnet in Berlin am 22. November 2018. Dort ist er dann bis 27. November geöffnet. Wer sich über alle einzelnen Events vor Ort informieren möchte, findet zu den Veranstaltungen und Angeboten auch hier weitere Informationen des Online-Händlers. Am Store soll etwa Nespresso zu seinen Kaffee-Spezialitäten plaudern, Samsung mobile Endgeräte zeigen oder es wird beispielsweise eine Make-Up-Session mit Boris Entrup stattfinden.
Als weitere Veranstaltungen vor Ort am Pop-Up-Store nennt Amazon unter anderem auch Präsentationen zu Produkttrends von Huawei, Lego und Warner Bros. sowie eine Buchsession mit SZ-Magazin Journalist Lorenz Wagner. Zudem soll es eine weitere Lesung mit bekannten Synchronsprechern geben. Vielleicht ebenfalls für Besucher lohnenswert: Ein Wohnzimmerkonzert von Lions Head und ein exklusives Konzert von Rea Garvey für Prime-Mitglieder stehen ebenfalls an.
Geöffnet hat der #HomeOfChristmas Pop-up Store von Amazon wie bereits erwähnt vom 22. bis 27. November (Sonntag geschlossen) am Kurfürstendamm 26a, von 10:00 bis 20:00 Uhr. Jeden Tag will Amazon dabei neue Veranstaltungen und Produkt-Erlebnisse anbieten. Kunden können dort beispielsweise auch die neuesten Küchenprodukte und Lebensmittel wie den 3Bears Porridge oder den Airfryer von Philips ausprobieren.
#HomeOfChristmas ist für Amazon ein Experiment
Zudem können Besucher des Pop-Up-Store noch an Kochworkshops teilnehmen, darunter Lebkuchenhäuser backen und Äpfel glasieren. Klar spielt aber auch der liebe Kommerz eine große Rolle, denn man will die Besucher zu Käufen animieren. Deswegen präsentiert etwa Lego eine Auswahl an Geschenkideen, darunter die Lego Star Wars Darth Vaders Festung, die ab 24. November auf Amazon.de erhältlich ist.
Amazon Pop-Up Store: Hier sitzt er in Berlin
Auch das Huawei P20 Pro, über das wir ebenfalls bereits berichtet haben, will man in Berlin nochmals zur Schau stellen. Für Kinder soll im Pop-Up-Store. Für Kinder wird zudem ein Weihnachtsmann dort sein – jeweils von 14 bis 20 Uhr (12 Uhr am 24. November). Außerdem will Amazon auch noch die Möglichkeit eröffnen AR View anzutesten und Alexa Voice Shopping auszuprobieren. Ausgewählte Events und Workshops überträgt Amazon auch online über Facebook.
Kann die weibliche Besetzung von „Oceans 8“ dem Franchise wieder Leben einhauchen? Wir testen die 4K Blu-ray und geben euch unsere Einschätzung zu Inhalt, Bild & Ton!
Inhalt (75%)
1960, 2001, 2004, 2007 und nun 2018: Hollywood findet immer wieder Gefallen am Heist-Film – und speziell an jener Konstellation, die auf dem Original Frankie und seine Spießgesellen beruht. Als Steven Soderbergh 2001 mit einem famosen Cast rund um George Clooney ein Remake des Frank-Sinatra-Klassikers inszenierte, landete er damit einen (fürs Genre) gigantischen Erfolg. Es folgten zwei mehr oder weniger gelungene Fortsetzungen, denen allerdings etwas der Drive fehlte. Nun, elf Jahre später, macht sich Gary Ross an ein Reboot. Er lässt dieses Mal nicht die Herren der Schöpfung, sondern die Damen einen Coup planen. Und das beginnt in den ersten zehn Minuten mindestens so schwungvoll wie Soderberghs Einstand in das Franchise. Es scheint, als wäre die nach dem letzten Film aus der Reihe vergangene Zeit lang genug gewesen, um wieder Lust auf das Genre und einen entsprechenden Film zu bekommen. Und natürlich trägt dazu bei, dass man in Ocean’s 8 eben nicht mehr auf Clooney und Co. trifft, sondern einem tollen Damen-Ensemble zuschauen darf. Selbst wenn mit Sandra Bullock, Cate Blanchett, Anne Hathaway und Helena Bonham Carter nicht allzu viel Risiko in der Besetzung eingegangen wurde – man sieht gerade diesen Damen unglaublich gerne zu. Sogar wenn man sie nahezu klischeeartig besetzt hat. So hätte man von Bullock durchaus erwartet, dass sie die souveräne Leaderin gibt und Blanchett für die spröde Coolness sorgt. Und auch Bonham Carter ist nicht gerade gegen den Strich besetzt, wenn sie als nervöse, etwas wirre Travestie-Designerin für den extrovertierten und schrägen Part des Films sorgt.
Das Team von Oceans 8 besteht, wär hätte es gedacht, aus acht Mitgliedern
Warum das aber gar nichts ausmacht?
Weil die Chemie zwischen den Mädels passt. Man merkt sämtlichen Darstellerinnen an, dass sie einen Heidenspaß während der Dreharbeiten hatten – und das gilt nicht nur für Bullock und Blanchett, die ein absolutes Dreamteam sind. Dass der Coup am Ende vielleicht etwas zu leicht umgesetzt wird, liegt in der Natur dieser Filme begründet. Hier heißt es immer, dass nicht das Ziel die Hauptsache ist. Gleichsam wie ein guter Erlebnis-Urlaub ist auch in Ocean’s 8 der Weg zum eigentlichen Deal viel interessanter. Und selbst wenn das bisweilen etwas wie ein Schaulaufen wirkt, macht’s Spaß. Großartig ist bspw. Anne Hathaway als Schauspiel-Diva, die ihre Assistentin gerne mal sarkastisch nachäfft – so muss Selbstironie und ein entlarvender Blick hinter das Showbiz aussehen. Selbst wenn sich der Film natürlich gebührlich selbst feiert. Der Mix aus den Ocean’s-Filmen mit einem guten Schuss „Der Teufel trägt Prada“ und einer stylishen Note der Klamotten aus „Sex and the City“ ist vielleicht nicht böse genug, um Show und Glamour gebührend zu kritisieren, aber ein paar wirklich witzige Sprüche und Kommentare gibt’s dann doch. Und dann ist da ja noch die Planung des Coups, die (wie schon bei den Vorgängern) mit der passenden Musik unterlegt wurden. Lockere Beats, Easy-Listening-Funk und -Jazz sowie ein paar Hip-Hop-Rhythmen passen stets perfekt zu den Bildern.
Da kann man durchaus auch darüber hinwegsehen, dass der dem Film gerne angedichtete MeToo-Effekt nur von oberflächlicher Natur ist. Klar spielen hier Frauen die Hauptrollen und klar soll das auch ein Statement sein, wenn immer wieder über die Gleichberechtigung in Sachen finanzieller Entlohnung von Mann und Frau in Hollywoodfilmen diskutiert wird. Dass in Ocean’s 8 davon nur die Fassade (tausche Männer gegen Frauen bei ansonsten identischer Story aus) übrig bleibt, ist letztlich dem Thema geschuldet. Denn wenn man einen luftig-lockeren Film über einen Raubzug inszeniert, bleibt halt nur wenig Möglichkeit, das mit ernsthaft kritischen Untertönen in der Meta-Ebene zu gestalten.Ein paar sehr charmante Gastauftritte erfreuen dann noch das Auge. Wenngleich jene mit Matt Damon und Regisseur Carl Reiner nicht im fertigen Film landeten (bei Damon wird gemutmaßt, dass seine kritische Haltung der MeToo-Bewegung gegenüber daran die Schuld trug), gibt es beispielsweise Elliott Gould und Shaobo Qin aus den Soderbergh-Filmen zu sehen. Und während des Met-Balls tauchen auch Promis wie Katie Holmes, Kim Kardashian West, Serena Williams oder Heidi Klum auf.
Ocean’s 8 wurde in einem komplett digitalen Workflow gefilmt und lieferte ausgangsseitig eine Auflösung von 3.4K. Zwar war zum Zeitpunkt des Reviews nicht heraus zu finden, ob von diesem Material ein 4K Digital Intermediate angefertigt wurde, wahrscheinlicher ist hier jedoch ein 2K-DI. Was allerdings bekannt ist: Natürlich liefert die UHD auch einen erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die höhere Bildynamik – entgegen erster Äußerungen des Verleihs sogar nach HDR10- und Dolby-Vision-Standard. In der Praxis sind Farbgebung und Schärfe der BD und UHD sehr nahe beieinander. Neutrale Oberflächen bleiben auch über die UHD neutral – ein deutlich anderes Color-Grading wurde hier nicht implementiert.
Nur weil man den Coup des Jahrhunderts plant, heißt es nicht, dass man nicht gut dabei aussehen kann
Die dunklere Abstimmung der UHD sorgt allerdings in den dunklen Szenen auf der Gala im Finale des Films für einige arg sonnengebräunte Gesichter – hier ist Dolby Vision etwas im Nachteil, weil es noch etwas stärker dramatisiert. In den hellen Szenen allerdings gefällt DV besser als HDR10, weil hier die größere Kontrast-Spreizung funktioniert und für sehr helle Spitzlichter bei gleichzeitig noch mal knackigeren Schwarzwerten sorgt. Ohne obenrum auszureißen oder untenrum zu versumpfen, gibt es hier fast maximale Kontrastwerte. Außerdem schön: Die ganz leichten Banding-Artefakte zu Beginn von Kapitel sieben, wenn Sandra Bullock aus der Unschärfe herauskommt, sind über die UHD durch die bessere Farbauflösung Geschichte. Durch die dunklere Abstimmung fällt zudem die leichte vorhandene Körnung über die UHD nicht mehr so deutlich auf – gerade helle Hintergründe offenbaren das auf der BD stärker.
Beim Ton hat sich Anbieter Warner in den letzten Monaten immer wieder Lorbeeren einheimsen können – gerade, weil man oft bereits der Blu-ray (unkomprimierte) 3D-Sound-Spuren spendierte. Und so ist es auch bei Ocean’s 8. Und das gleich in beiden Sprachen und für beide in True HD kodiert. Egal, ob Freund der Originalfassung oder der Synchro – man bekommt eine Dolby-Atmos-Vertonung ohne Komprimierung.
Zunächst aber kümmern wir und um die reguläre Ebene. Und die wird von wirklich gut verständlichen Dialogen dominiert, die stets perfekt ortbar aus den Speakern kommen. Außerdem ist natürlich der kongenial eingesetzte Soundtrack hervorzuheben. Der beherrscht nicht nur die fein aufgelösten Momente, sondern auch die dynamischen. Echte Action oder brutale Soundeffekte sind hier natürlich inhaltlich nicht vorhanden, sodass direktionale Surroundeffekte nur selten stattfinden.
Der Cast ist mit Rihanna, Sandra Bullock , Anne Hathaway oder Cate Blanchett besonders hochkarätig
Ähnliches gilt für die Höhen-Ebene. Ein Film, der praktisch keine groß angelegten Aktions-Elemente bietet, keine Hubschrauber, keine fliegenden Raketen oder kreischende Dinos, bleibt natürlich eher auf die reguläre Ebene beschränkt. Dennoch setzen die Heights hier und da Akzente.
Während der Vogelperspektiven auf New York zu Beginn hört man das typische Großstadt-Rauschen und auch mal ein paar Polizeisirenen. Auch in der Disko kommen die Beats aus allen Speakern und immer, wenn sich das Geschehen auf offene Straße begibt, werden Umgebungsgeräusche aus der Höhe hinzu addiert. Am auffälligsten kommt dann das Geräusch des 3D-Druckers von oben, dessen Sound allerdings unangenehme Zahnarzt-Besuche in Erinnerung ruft. Ebenfalls gut hörbar ist das Blitzlicht-Gewitter beim Einzug der Stars zur Gala. Ein ganz netter, echter Effekt folgt noch, wenn Amita das Collier aus dem Spülwasser fischt und es von oben schön gluckst (75’03).
Deutsch: Dolby Atmos (80%) 2D-Betrachtung
Deutsch: Dolby Atmos (55%) 3D-Betrachtung
Englisch: Dolby Atmos (80%) 2D-Betrachtung
Englisch: Dolby Atmos (55%) 3D-Betrachtung
Bonus (60%)
Im Bonusmaterial von Ocean’s 8 wartet zunächst eine nicht verwendete Szenen. Im Featurette „Die Macht der Met-Gala“ geht es dann um diese Mode-Gala und die Dreharbeiten, die man auf ihr abhalten durfte. Man versprach durchaus, dieses Event nicht zu disrespektieren und vor allem im Metropolitan Museum nichts kaputt zu machen. In „Coup und Couture“ wird ein wenig die Geschichte der Filme bis zurück zu Frankie und seine Spießgesellen aufgerollt. Gleichzeitig erklärt man den neuen Style des Films mit Damen in den Hauptrollen. „Ocean’s Team 3.0“ kümmert sich dann ausschließlich um die Zusammenstellung der Darstellerinnen und um die dadurch gewonnene Chemie.
Gesamtbewertung Oceans 8 4K Blu-ray (77%)
Ocean’s 8 mag nicht die Lösung für die Diskussion der Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann in Hollywood sein. Davon ab ist es aber ein höchst unterhaltsamer, durchweg lustvoll gespielter und smarter Heist-Film geworden, der durchaus ein paar kritische Kommentare aufs Showbiz abliefert.
In Sachen Bildqualität ist die BD schon sehr gut. Die UHD liefert dazu kräftigere Farben, den besseren Kontrastumfang und die etwas schönere Detailtiefe bei Close-ups.
Beim Sound trumpfen die Atmos-Spuren mit sehr schöner Auflösung und guter Räumlichkeit auf – storybedingt natürlich ohne große oder häufige Akzente aus der oberen Ebene.
MediaMarkt.de verkauft im Rahmen seiner Singles Day Aktion den 4K OLED TV OLED65E8 von LG zum Bestpreis von 2.222 Euro! auch die anderen Angebote können sich sehen lassen!
Panasonic hat das Logo für seinen neuen „HCX PRO Intelligent Processor“ registriert und gibt somit einen ersten Hinweis auf das 2019 TV-Lineup. Setzt das japanische Unternehmen ebenfalls auf künstliche Intelligenz?
Künstliche Intelligenz oder AI ist aktuell das ganz große Thema auf Elektronik-Messen. Es scheint keinen Bereich zu geben, in dem die neuen neuralen Netzwerke und Prozessore nicht zum Einsatz kommen. Auch TV-Geräten und Mediaplayern soll damit auf die Sprünge geholfen werden. LG hat es mit seinem „ThingQ AI“ für seine Alpha-Prozessoren vorgemacht. Samsung folgte mit seinem „AI Quantum Processor 8K“. Jetzt möchte auch Panasonic mit seinem „HCX Pro Intelligent Processor“ wohl mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Bild- und Audioqualität verbessern. Zumindest lässt ein aktueller Markeneintrag im Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) das vermuten.
HCX (Hollywood Cinema eXperience) goes AI?
Das Logo wurde in der Nizza-Klassifikation 9 registriert, in der sich auch TV-Geräte, Mediaplayer und weitere Unterhaltungselektronik befinden. In der Beschreibung werden explizit TV-Geräte und Bildverarbeitungs-Engines für Fernseher aufgelistet.
Panasonic war mit seinem HCX (Hollywood Cinema eXperience) Prozessoren immer ganz vorne dabei, wenn es um die Interpretation von Videosignalen geht. Die derzeitigen HCX Prozessoren befeuern nicht nur Top-Geräte wie die FZW804 und FZW954 OLED-TVs, sondern auch 4K Blu-ray Player wie den UB9000.
Auch Panasonics 4K-Referenz-Player UB9000 nutzt den HCX-Prozessor
Wir können bislang leider nur vermuten, dass Panasonic seine neuen Bildprozessoren mit künstlicher Intelligenz ausstattet. Es würde aber durchaus Sinn ergeben. Egal wie gut ein Bildprozessor die Videosignale interpretiert und an das Display weiterleitet, es wird immer Qualitätseinbußen aufgrund des Materials oder der Kodierung geben. Bildalgorithmen die auf künstliche Intelligenz aufbauen, können verloren gegangene Details wieder „hervorbringen“ indem sie z.B. das abgespielte Material mit hochauflösenden Versionen in Bilddatenbanken vergleichen.
In unserer Auffassung, ist das die nächste Stufe der Bild- und Audioverarbeitung. Viele Details die wir in Zukunft zu sehen und hören bekommen, sind in den Quellsignalen gar nicht mehr vorhanden, werden uns aber trotzdem präsentiert werden können. Und die ersten Erfahrungen mit den intelligenten Prozessoren haben uns bereits gezeigt, dass hier wirklich ein Mehrwert zu erwarten ist. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt auf Panasonics Frühjahrs-Event, auf dem die neuen TV-Geräte, 4K Player & mehr präsentiert werden.
„The First Purge“ ist das Spin-Off zur bekannten „The Purge“-Trilogie. Man wollte das Franchise wohl noch etwas „ausschlachten“ und spendiert dem chronologisch ersten Teil auch einen UHD-Release. Unser Test zu „The First Purge“ findest du hier!
Inhalt (70%)
Wenn nach drei Teilen die Geschichte eigentlich zu Ende erzählt ist, man aber dennoch weitermachen möchte, bietet sich an, das Thema mit einem Prequel zu bereichern. Allerdings schrieb James DeMonaco, der Schöpfer des Purge-Franchis nur das Drehbuch und überließ die Regie erstmalig jemand anderem. Mit Gerard McMurray schien als Afroamerikaner der Richtige für den Job gefunden zu sein. Denn das Prequel nutzt wesentlich stärker als die Vorgänger den gesellschaftskritischen Aspekt des neu aufkeimenden Rassismus in den USA. Ohnehin ist The First Purge (noch) politischer als die Teile der bisherigen Trilogie. Während „Election Year“ bereits ganz unverhohlen den damaligen Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton reflektierte, sind es nun die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse der USA unter Trump.
Dmitri (Y’lan Noel) und Nya (Lex Scott Davis) kämpfen in der Säuberungs-Nacht ums Überleben
Dass The First Purge dabei natürlich auch Unterhaltungsfilm bleibt und bleiben will, ist klar. Dass einem aber immer wieder nicht nur aufgrund der gezeigten Gewalt, sondern auch aufgrund der bedrückenden Bilder von Killern in Ku-Klux-Klan-Uniformen der Magen drückt, zeigt, wie gereizt der Nerv ist, den DeMonaco und McMurray mit ihrem Film treffen. Natürlich sind die Figuren, die die führenden Politiker repräsentieren (unter anderem Marisa Tomei als Dr. May Updale) klischeehaft gezeichnet. Natürlich bewegen wir uns hier nicht auf dem philosophischen Niveau eines Friedrich Nietzsche. Doch gerade das Plakative an der Geschichte bewirkt eben, dass man sehr eindringlich vermittelt bekommt, dass in den USA etwas faul ist. Besonders perfide ist dabei die Story-Idee, denjenigen, die in der Purge-Nacht „freiwillig“ innerhalb der abgesperrten Zone bleiben, Geld zu bieten. Natürlich sind es die Armen und besonders Benachteiligten, die sich dieses Geld nicht entgehen lassen können. Und natürlich will die NFFA genau diesem Teil der Bevölkerung an den Kragen – immerhin bedroht Armut ja stets den Reichtum und ist ein Unsicherheitsfaktor, dem man sich gerne entledigen würde. Noch gemeiner wird es, wenn klar wird, dass die Bevölkerung so richtig freiwillig gar nicht zum Morden bereit ist. Wenn die NFFA ihre Schergen schickt, um in diesem Punkt nachzuhelfen, wird deutlich, dass das Experiment eigentlich als gescheitert angesehen werden kann.
Die innerhalb dieser Rahmenstory integrierten persönlichen Schicksale bilden dann den Mikrokosmos des Films. Das Zusammenhalten gewisser Banden, der Wunsch nach Vergeltung, das Beschützen der Schwächeren innerhalb einer Gruppe – im Kleinen wird der schiere Kampf ums Überleben dargestellt, den ein Großteil der Bevölkerung von Staten Island ohnehin jeden Tag führt. Zwischen Drogen und Gewalt, zwischen Armut und Perspektivlosigkeit könnte für den einen oder anderen der Gegend ja vielleicht sogar eine Verbesserung eintreten, wenn man sich dem Purgen anschließt. Rein inszenatorisch gelingt es McMurray durchaus, das Niveau der drei Vorgänger zu erhalten. Die Tatsache, dass in der Purge-Nacht noch niemand wirklich auf die Geschehnisse vorbereitet ist, führt außerdem zu wilderen und chaotischeren Szenen. The First Purge ist dabei weniger klaustrophobisch als das Original, aber dennoch spannend. Der größte Nachteil des vierten Films aus dem Kosmos: Man hat niemanden, an dem man sich festhalten kann. Was in The Purge Ethan Hawke und in den beiden folgenden Teilen Frank Grillo waren, kann in The First Purge niemand so recht ersetzen. Die einzige Figur, die herausragt, ist Skeletor – und auf dessen Seite möchte man sich nun wirklich nicht schlagen. Sowohl Y’lan Noel als „D“ und Joivan Wade als Isaiah bleiben blass. Einzig Lex Scott Davis in der Rolle der Nya ist sympathisch genug, um ein paar Akzente zu setzen.
The First Purge wurde komplett digital aufgezeichnet und lieferte durchgängig 2,8K am Ausgang. Ausgehend davon wurde ein 2K Digital Intermediate erstellt, das dann für die UHD wieder auf 4K hochskaliert wurde. Wir haben es also nicht mit echtem 4K zu tun. Allerdings wäre das ohnehin nur in den hellen Szenen zu Beginn relevant gewesen, denn die permanente Dunkelheit, die nach 30 Minuten einsetzt, ist nicht dazu angetan, Referenzwerte für die Auflösung zu liefern. Hier lässt die teils schöne und krispe Detaildarstellung der ersten halben Stunde dann auch merklich nach. Von der Farbgestaltung her hat man dem Film natürlich einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie die höhere Bilddynamik spendiert – Letzteres „nur“ im statischen HDR10-Format.
Zu einer Säuberung gehören auch abgefahrene Kostüme: Halloween trifft auf Massaker
Interessanterweise unterscheidet sich das Color Grading nur marginal von jenem der Blu-ray. In hellen Szenen sind die Gesichter der weißen Darsteller etwas weniger gelbrot, dafür mit einer leichten Grüntendenz. Da es aber nicht viele weiße Darsteller in hellen Szenen gibt, fällt das schon kaum ins Gewicht. Die bunte(re)n Farben sind nur wenig anders als über die Blu-ray. Selten waren Farbgebung von BD und UHD so nahe beieinander.
In Sachen Kontrastumfang funktioniert die UHD besser. Zum einen lässt sie in dunkleren Szenen die Körnung stärker verschwinden, weil Oberflächen weniger hell sind, zum anderen arbeitet sie Spitzlichter wie beispielsweise die hellen Kontaktlinsen besser heraus. Aber auch Mündungsfeuer und einzelne Lichtpunkte kommen prägnanter rüber. Gleichzeitig ist Schwarz in einigen Szenen noch satter und tiefer – ab und an gehen allerdings Details im Dunklen verloren.
Beim Sound setzt Anbieter Universal auf dts:X. Bezogen auf die reguläre Ebene klingt The First Purge ziemlich prächtig. Gerade die Hip-Hop-Beats kommen von Beginn an mit ziemlicher Wucht und Druck. Der LFE-Kanal packt ordentlich zu und wird gleichzeitig von einer breiten Bühne der Frontlautsprecher unterstützt. Zahlreiche Jumpscares werden über dynamische Soundeffekte unterstützt. Geht das Experiment dann los, bekommen alle Lautsprecher ordentlich zu tun und die Sirene ist brutal durchdringend. Aber auch atmosphärische Gespräche und die Proteste zu Beginn sorgen für eine hohe Räumlichkeit. Richtig fetzig wird es aber, wenn die Enduros im Quartett durchs Heimkino knattern und auch der später einsetzende, an Hubschrauber-Rotoren erinnernde Score nimmt mächtig in die akustische Zange.
„The First Purge“ präsentiert sich akustisch recht solide 2D-Surround-Betrachtung). Die 3D-Verarbeitung mit DTS:X ist aber leider enttäuschend
So richtig Schluss mit Lustig ist dann nach 70 Minuten, wenn die halbautomatischen Gewehre das Zepter übernehmen. Was hier an Direktionalität und Lautstärke entwickelt wird, lässt auch potente Soundsysteme an Grenzen kommen. Betrachten, bzw. belauschen wir die 3D-Ebene genauer, erscheint etwas ungewöhnlich, dass die Heights von Beginn an praktisch dauerhaft aktiv sind. Filmscore, Umgebungsgeräusche, TV-Kommentatoren, Straßen-Sounds – ja selbst die (leicht hallenden) Stimmen direkt zu Beginn beim Gesprächen zwischen Psychiater und Patient werden (auch) von oben dargestellt. Man hat also eine nahezu permanente Geräuschkulisse, die den Zuschauer einhüllt. Das sorgt zwar für eine dauerhafte Kulisse aus allen Richtungen, ist aber technisch nicht zwingend korrekt und sorgt zudem für ein Problem: ECHTE, direktionale und definierte Objekte aus der Höhe sind zum einen selten und werden zum anderen durch die dauerhafte leichte Hinzumischung der Heights etwas entwertet.
Den ersten echten 3D-Soundeffekt gibt’s dann nach knapp einer halben Stunde, wenn die Purge-Sirene aufheult. Die kommt dann doch merklich von oben – was atmosphärisch super passt. Das Gleiche gilt für die Drohne kurze Zeit später, die definiert nach oben wegschwirrt. Letztere kommen dann später noch mal wieder und dürfen aus all ihren (kleinen) Rohren feuern.
Deutsch: DTS:X (90%) – 2D Betrachtung
Deutsch: DTS:X (55%) – 3D Betrachtung
Englisch: DTS:X (90%) – 2D Betrachtung
Englisch: DTS:X (55%) – 3D Betrachtung
Bonus (30%)
Im Bonusmaterial von The First Purge finden sich zwar ein paar Extras, allerdings sind diese eher knapp ausgefallen. So liefert eine entfernte Szene noch einen weiteren Moment mit Skeletor. Dazu gibt’s drei Featurettes. In „Ein radikales Experiment“, dem mit knapp fünf Minuten längsten Hintergrundbericht, erzählen sowohl einige der Darsteller als auch die Filmemacher etwas über das neue Thema des Prequels. In „Die Entstehung des Chaos“ beleuchtet der Stunt Koordinator die zahlreichen Kampf-Choreografien und „Die Masken in The First Purge“ beschreibt die hier genutzten Masken – vom Teeth-Face über die Smiley-Gang bis hin zum SS&M-Outfit des General Smiley.
Gesamtbewertung The First Purge 4K Blu-ray (75%)
The First Purge ist politisch, hart und nach wie vor spannend. Selbst wenn die emotionale Bindung an Figuren hier nicht so gut funktioniert und Charaktere ziemlich klischeehaft geraten. Spätestens in den letzten 20 Minuten wird das aber ohnehin von einem kriegsartigen Szenario überspielt, das innerhalb des Franchise seinesgleichen sucht. Die UHD liefert das etwas homogenere Bild, der dts:X-Sound überzeugt vor allem auf der regulären Ebene. Hier gibt’s immer wieder referenzartige Dynamik und sensationelle Effekte. Die hinzugefügte Höhen-Ebene wird zwar dauerhaft mit Atmosphäre beliefert, allerdings ist das mehr ein „Hochmischen“ der regulären Ebene, ohne echte 3D-Akzente.