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LGs 2024 OLED Fernseher: großer Performance-Schub dank Next-Gen-Bildprozessor „Alpha 10“

Angeblich werden LGs 2024 OLED Fernseher mit dem neuen Next-Gen-Bildprozessor „Alpha 10“ ausgestattet. Dieser soll den OLED TVs dank einer neu entwickelten NPU (Neural Processor Unit) einen deutlichen Performance-Schub geben.

Künstliche Intelligenz (KI) oder Artificial Intelligence (AI) begleiten uns jetzt schon seit mehreren Jahren im TV-Business. Bereits 2018 lieferten uns namhafte Hersteller „bahnbrechende Features“, die auf eine künstliche Intelligenz zurückzuführen sein soll. Wir hatten eher den Eindruck, dass es sich dabei eher um Martketing-Blabla handelt und nicht um eine echte künstliche Intelligenz. Bis jetzt. Angeblich arbeitet LG Electronics bereits seit längerer Zeit an einer „Überarbeitung“ seines Bildprozessors, der auf eine angelernten NPU aufbaut. Dieser soll mit dem Namen „Alpha 10“ erstmals in den beliebten OLED Fernsehern des koranischen Elektronikherstellers Platz finden.

LG OLED 2024: Neue Prozessor-Generation mit NPU

Die LG OLED C3 könnten wieder sehr beliebt werden.
Der neue Alpha 10-Bildprozessor verbessert bestehende und liefert zudem neue Nutzungsszenarien

In den aktuellen OLED-Modellen (C3, G3, M3, Z3) verrichtet der Alpha 9 Gen 6 Prozessor derzeit seine Arbeit. In den günstigeren TV-Modellreihen kommt derweil der Alpha 7 Gen 5 Prozessor zum Einsatz. Beim „Alpha 10“ würde es sich somit nicht um die 10 Generation des Bildprozessors handeln, sondern um einen komplett neuen Aufbau, der oberhalb des Alpha 9 angesiedelt wäre. Darüber berichtet unter anderem die koreanische Zeitung Etnews, laut der sich das SIC-Zentrum (System Integrated Circuit) von LG Electronics bereits mit der zweiten Generation der leistungsstarken NPU befasst:

„Die neue NPU soll laut Etnews die ‚on-device‘-Leistung im Vergleich zu den bisherigen KI-Chips signifikant verbessern. Das bedeutet, dass sie fortschrittliche Rechen- und Denkfähigkeiten in der Endgerätestufe wie Smart-TVs und Haushaltsgeräten hat, ohne auf Hochleistungsrechenzentren (HPC) angewiesen zu sein. Auch als ‚Edge-KI‘ bezeichnet, kann sie die Effizienz und Reaktionsgeschwindigkeit von KI-Chips steigern und die Sicherheit erhöhen. Der Alpha 10 wird voraussichtlich im nächsten Modell des LG Electronics Smart-TVs zum Einsatz kommen.“

Alpha 10 verbessert audiovisuelles Erlebnis mit KI

Der Alpha 9 Gen 5 Bildprozessor mit AI bildet das Herz des LG C2 OLED TV
Wird der derzeitige High-End-Prozessor Alpha 9 bald auch in günstigeren TV-Geräten eingesetzt?

Gemäß dem Bericht wird erwartet, dass der Alpha 10 eine verbesserte Bildanalyse, Rauschunterdrückung, Objekterkennung und KI-basierte Audioverbesserungen bietet. Ferner soll der Alpha 10 die Möglichkeit eröffnen, neue Arten von Diensten mit einer Kamera mit Bewegungserkennung zu nutzen. Mit dieser könnte man die korrekte Ausführung von Übungen in Fitness-Apps (Tracking) oder bewegungsgesteuerte Spiele im Wohnzimmer ermöglichen. LG wird anscheinend Softwaretools für App-Entwickler zur Verfügung stellen.

Der neue Chip ist für Smart-TVs gedacht, aber der Bericht erwähnt, dass LG beabsichtigt, ihn auch auf andere Arten von Haushaltsgeräten anzuwenden. Dies dürfte wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Plan stehen, die webOS-Plattform auf andere Gerätetypen auszudehnen. Was genau der Alpha 10-Prozessor wirklich kann, werden wir wohl frühestens auf der CES 2024 in Las Vegas erfahren.

Großartige Filme wie „Gran Turismo“ leiden unter Sonys 3D-Sound-Phobie

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Im November 2023 erscheint Gran Turismo von Sony Pictures im Heimkino. Wie es aussieht, wird die Blu-ray und 4K UHD Blu-ray erneut nur mit einem 5.1-Soundmix aufwarten können. Wieso hat Sony Angst vor Dolby Atmos und DTS:X?

Mit Gran Turismo liefert uns Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) einen wahren Heimkino-Blockbuster. Während uns der Film digital bereits am 17. Oktober beehrt, müssen wir uns auf die DVD, Blu-ray und 4K UHD Blu-ray noch bis zum 9. November 2023 gedulden. Obwohl wir uns schon riesig auf die spektakuläre Renn-Action, wenn es da nicht wieder eine Einschränkung bei der akustischen Ausstattung geben würde. Die „Sony-Regel“ besagt nämlich, dass man die deutsche Synchronisation nie in einem 3D-Soundformat zu hören bekommt. Und so ist auch bei Gran Turismo kein DE-Soundmix in Dolby Atmos oder DTS:X enthalten.

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Zuletzt aktualisiert am 18. August 2026 um 10:12 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Gran Turismo (4K/HDR10/Dolby Vision) auf iTunes

Heimkino-Fans fühlen sich ungeliebt

Das frustrierende dabei, es gibt bereits einen Dolby Atmos-Soundmix, zumindest im englischen Originalton. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Gran Turismo unter anderem im Dolby Cinema mit einem deutschen Dolby Atmos-Soundmix lief. Bedeutet, irgendwer hat sich schon einmal die Mühe gemacht, um alle Klangobjekte im virtuell-akustischen Raum zu platzieren und alles, was man eigentlich machen müsste, ist die deutsche Synchronisation einsetzen und ZACK, fertig ist der bombastische 3D-Heimkinosound. Okay, wir wissen, dass es sicherlich etwas mehr bedarf, als einfach zwei Audiofiles zu tauschen, doch die objektbasierte Verarbeitung in Dolby Atmos wird dem privaten Nutzer immer vorenthalten.

Hat Sony Angst vor 3D-Sound?

Die Sony PlayStation 5 erhält durch die neue Firmware erweiterten Support für 3D-Audio.
Die Sony PlayStation 5 erhält durch die neue Firmware erweiterten Support für 3D-Audio.

Vorenthalten stimmt hier nicht so ganz. Denn so ziemlich jeder Kinohit von Sony Pictures, wird zusätzlich mit dem englischen Soundmix in Dolby Atmos ausgestattet. Für diejenigen, die der englischen Sprache mächtig sind, definitiv ein Mehrwert. Für alle anderen, die leider nicht das Glück hatten, ihr englisches Sprachverständnis auszubilden (und das wird der Großteil der Heimkino-Enthusiasten sein) bleiben bei Dolby Digital 5.1 oder DTS-HD MA 5.1 hängen. Und genau dieser Soundmix soll auch bei Gran Turismo (DTS-HD MA 5.1) zum Einsatz kommen. Visuell sollte der Film mit 4K-Master, HDR10, Dolby Vision und ggf. IMAX-Szenen dagegen glänzen. Übrigens stellt sich uns bei Sonys Verhalten fast schon die Frage, ob das Unternehme im Clinch mit Dolby liegt. Bei der PS5-Konsole wollte man ebenfalls lieber ein eigenes 3D-Soundformat umsetzen, als auf das etablierte Dolby Atmos zu setzen. Glücklicherweise hat man sich mittlerweile dazu durchgerungen, den 3D-Sound in Spielen auch in Dolby Atmos ausgeben zu können (wenn auch mit Einschränkungen).

Nach Kino-Flopp an die Spitze der Heimkino-Charts?

Die Verfilmung zur gleichnamigen Spielereihe von Sony hat sich im Kino nicht ganz so gut geschlagen. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 110 Millinen US-Dollar liegt der „Autorennen-Thriller“ sicherlich hinter den Erwartungen des Filmstudios zurück. Liegt womöglich auch am sehr speziellen Thema, das doch eine überschaubare Zielgruppe angesprochen hat. Wenn man sich jedoch die Rezensionen zum Film durchliest, vor allem von Privatpersonen, bekommt man immer mehr den Eindruck, dass sich hier eine wahre „Heimkino-Perle“ versteckt, die nicht nur für PS-besessene Autofans, sondern allen Familienmitgliedern etwas zu bieten hat. Und Sony muss mit der digitalen und physischen Zweitveröffentlichung auch ziemlich Gas geben. Denn die geschätzten Produktionskosten von 60 Millionen US-Dollar (dazu kommen noch Werbung und Abgaben an die Kinos) werden sich mit den 110 Millionen $US nicht abdecken lassen. Wir würden uns nur wünschen, dass Sony Pictures dem deutschsprachigen Publikum endlich das audiovisuelle Erlebnis bietet, das man vor einigen Wochen auch im Kino erleben durfte.

PlayStation: Aktueller Chef Jim Ryan verabschiedet sich bald

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Der aktuelle PlayStation-Chef, Jim Ryan, hat seinen Abschied von Sony verkündet. Ab April 2024 wird das Zepter weitergegeben.

Viele Spieler dürfte das eher freuen, hatte Ryan doch in der Gamimg-Community eher einen schlechten Ruf als PlayStation-CEO. Unter seiner Leitung hob Sony flugs die Verkaufspreise von First-Party-Spielen auf 79,99 Euro an, erhöhte nach dem Verkaufsstart flott den Preis der PlayStation 5 und zeigte sich auch wenig begeistert von kostenlosen Next-Gen-Upgrades.

Dass Sony letztere überhaupt zeitlich beschränkt angeboten hat, dürfte auf den Konkurrenzdruck von Microsoft zurückzuführen sein, die aktiv mit Smart Delivery und Gratis-Updates warben. Generell war unter Ryan ein Pfad weg von der besonders kundenfreundlichen Strategie der PS4-Ära hin zu einer drastischeren Profitmaximierungsstrategie zu bemerken.

Die Sony PlayStation 5 in Volcanic Red.
Die Sony PlayStation 5 in Volcanic Red.

Dennoch sollte man die Verdienste von Jim Ryan anerkennen, der bereits seit 1994 für Sony gearbeitet hat. 2011 wurde er zum CEO von Sony Interactive Entertainment Europe ernannt und wurde 2016 wiederum internationaler Leiter des Marketings und Verkaufs. Seit 2019 hat er die PlayStation-Abteilung als CEO geführt.

PlayStation-Chef wünscht sich bessere Work-Life-Balance

Warum der Rückzug von seinem Posten? Laut Ryan sei es für ihn schwerer und schwerer geworden, in Europa zu leben und in Nordamerika zu arbeiten. Deswegen ziehe er sich zurück. Seinen Posten wird ab April 2024 temporär Hiroki Totoki ausfüllen, bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden ist. Totoki ist auch der Präsident, COO und CFO der Sony Group.

Freilich klopfen sich Ryan und das restliche Sony-Management noch eifrig gegenseitig auf die Schulter. Es wird nun spannend sein, in welch Richtung ein neuer CEO die PlayStation-Sparte führen wird. Vielleicht wagt man ja in der Tag den Weg zurück in die Verfahrensweise der PS4-Ära, als die Gaming-Community etwa authentischer in den Fokus genommen wurde.

Disney+: Maßnahmen gegen das Passwort-Sharing beginnen

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Nach Netflix geht nun auch Disney+ gegen das Passwort-Sharing vor. In Kanada informiert man bereits die Abonnenten.

Wir hatten es damals vorausgesagt: Schon als Netflix erstmals angekündigt hatte, gegen Account-Sharing vorgehen zu wollen, prophezeiten wir, dass andere Streaming-Anbieter das Ganze mit Argusaugen beobachten würden. Sollte Netflix mit der Strategie erfolgreich sein, war für uns klar, dass auch die Konkurrenz rasch nachziehen würde. Genau das ist nun der Fall: Disney+ führt ebenfalls schon Maßnahmen gegen das Teilen von Passwörtern über einen Haushalt hinaus ein.

Zwar ist es in Deutschland noch nicht so weit, doch in Kanada hat man entsprechend schon E-Mails an Abonnenten verschickt. Ab 1. November 2023 geht es dort los und man setzt die Pläne in die Tat um. Den kanadischen Nutzern legt man neue Nutzungsbedingungen vor, die aufschlüsseln, dass Disney+ gegen das Teilen von Konten über einen Haushalt hinaus technische Maßnahmen ergreifen wird.

Ähnlich wie Netflix, will Disney+ es aber wohl auch erlauben, gegen Aufpreis weitere Haushalte hinzuzufügen. In diesem Fall ist aber noch offen, was man dafür berechnen will. Bei Netflix sind die Kosten pro Nutzer mit 4,99 Euro recht hoch, sodass sich das Teilen kaum lohnt – da ist etwa das werbefinanzierte Standard-Abonnement genauso teuer.

Disney+: Vorgehen gegen das Account-Sharing 2024 auch in Deutschland

Dass Disney+ auch in Deutschland etwas gegen das Sharing unternehmen wird, ist nur eine Frage der Zeit. Für 2024 hatte man beim Streaming-Anbieter derlei Maßnahmen bestätigt. Dann werden wir auch mehr technische Details erfahren. Bei Netflix ist es etwa notwendig, sich in regelmäßigen Abständen in ein festgelegtes Wi-Fi-Netzwerk einzuloggen, um zu verifizieren, dass man in einem Haushalt wohnt.

Wir nehmen an, dass aktuell sehr viele Abonnenten ihr Konto mit Freunden oder Familie über einen Haushalt hinaus teilen, um die Kosten zu drücken. Nach der Fragmentierung im Streaming-Markt, steigenden Preisen und Maßnahmen gegen das Sharing, befürchten wir, dass viele Anwender doch wieder die Piratenflagge hissen werden.

Philips: WOLEDs mit Mikro-Linsen sind QD-OLEDs überlegen

Philips vertritt die Ansicht, dass WOLED-TVs mit Mikro-Linsen insgesamt ein besseres Bild liefern als die QD-OLED-Konkurrenz.

Das ist eine spannende Ansage, insbesondere, da die Marke Philips zwischenzeitlich selbst mit QD-OLED-TVs liebäugelte – sich dann aber doch gegen eine Veröffentlichung entschied. Danny Tack, der Senior Director of Product Strategy and Planning bei TP Vision, die hinter der Marke Philips stecken, verglich bei einem Event in Barcelona dabei direkt den hauseigenen Philips OLED908 mit Mikro-Linsen-Array mit einem Samsung S95C, einem QD-OLED-TV.

Argumentation: WOLED ist heller

Warum sollen die WOLED-Modelle überlegen sein? Tack argumentiert, dank der Mikro-Linsen-Arrays werden sie heller als QD-OLED-TVs. Man sehe stärkere Kontraste und auch ein saubereres Weiß, dank der hohen Weiß-Liminanz der WOLEDs. Tack führte aber auch noch andere Faktoren ins Feld, wie die Bildverarbeitung und die Bewegungsdarstellung. Unserer Auffassung nach werden letztere Faktoren doch eher vom Bildprozessor beeinflusst, als vom Display. Klar, ein langsames LCD-Display mit EDGE-LED bringt gewisse physische Nachteile bei der Bewegtbilddarstellung mit. Mit WOLED und QD-OLED spielen wir jedoch in der gleichen Liga und die Raktionszeiten der beiden Panel-Technologien sind dann doch eher gleich.

Samsung S95C 4K OLED Fernseher 2023
Der Samsung S95C QD-OLED Fernseher 2023

Einräumen musste Tack, dass der QD-OLED Farben bei hohen Helligkeiten besser darstelle – speziell Rot. Allerdings würde das die anderen Vorteile der WOLEDs aus seiner Sicht nicht aufwiegen. Allerdings hält sich TP Vision bzw. dessen Marke Philips für die Zukunft offen, auch QD-OLEDs auf den Markt zu bringen. Das hänge davon ab, wie sich WOLED und QD-OLED jeweils technisch weiter entwickeln.

LG Display vs. Samsung Display

Letzteres liegt nämlich nicht in den Händen von TP Vision, sondern von LG Display (WOLED) und Samsung Display (QD-OLED), die hinter den jeweiligen Panels stecken. Philips bietet im Übrigen auch Mini-LED-LCDs an. Hier erklärt Tack allerdings, dass er im Hinblick auf Bildqualität keine echte Konkurrenz für Premium-OLEDs mehr im LCD-Bereich sehe.

Selbst Samsung, lange Zeit ein OLED-Gegner, ist mittlerweile dank der QD-OLED-Panels wieder auf den Zug aufgesprungen. Mittlerweile bezieht man sogar auch WOLED-Panels von LG Display. Fehlt nur noch, dass sich die Südkoreaner endlich zur Unterstützung von Dolby Vision durchringen.

Epson siegt vor Gericht: XGIMI muss Helligkeitsangaben seiner Beamer korrigieren.

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Epson hat gegen den chinesischen Hersteller XGIMI wegen irreführender Werbepraktiken geklagt und Recht bekommen. Dieser muss jetzt seine Helligkeitsangaben für seine Heimkino-Beamer korrigieren.

  • Epson gewinnt Klage gegen XGIMI wegen irreführender Werbung für Heimkino-Beamer.
  • XGIMI muss Helligkeitsangaben für bestimmte Modelle korrigieren, z.B. XGIMI Horizon Pro und XGIMI Horizon werden von 2200 Lumen auf 1500 Lumen reduziert.
  • Epson betont das positive Ergebnis für Verbraucher und den Markt durch die Festlegung internationaler Helligkeitsstandards und lobt XGIMIs Schritte zur Korrektur der Angaben.

Fair Play wird im Sport vorausgesetzt. In der freien Marktwirtschaft sollte eigentlich das gleiche Prinzip gelten. Doch leider halten sich nicht immer alle daran. Übertreibungen bei der Bewerbung von Unterhaltungselektronik haben wir schon zur Genüge gesehen. Sehr gerne wird z.B. bei der Helligkeitsangabe von TV-Geräten oder Beamern geschummelt. So wohl auch bei den beliebten Heimkino-Projektoren der Marke XGIMI. Mitbewerber Epson hatte deswegen Klage wegen irreführender Werbung eingereicht und einen Vergleich erzielt. XGIMI muss die Lumenangaben für folgende Geräte angleichen:

  • XGIMI Horizon Pro (XK03H) wird von 2200 Lumen auf 1500 Lumen reduziert
  • XGIMI Horizon (XK03K) wird von 2200 Lumen auf 1500 Lumen reduziert
  • XGIMI Halo (WK03A) wird von 800 Lumen auf 600 Lumen reduziert
  • XGIMI Elfin (XL03A) wird von 800 Lumen auf 600 Lumen reduziert

XGIMI: Helligkeitsangaben weichen bis zu 33 Prozent ab

Es ist löblich, dass sich Epson hier für den Endverbraucher einsetzt. Wobei ein gewisses Eigeninteresse sicherlich ebenfalls Teil der Klage war. Zum Teil weichten die Angaben zur maximalen Helligkeit um bis zu 33 Prozent ab, was einfach nicht sein darf. Wir haben bei unserem ausführlichen Test des XGIMI Horizon Pro übrigens eher Werte gemessen, die nah an den neuen Angaben liegen und nicht an den Vorgaben des Herstellers. Wieso XGIMI hier so übertrieben hat, wissen wir alle. Unserer Meinung nach hätte XGIMI diese Schummelei gar nicht nötig gehabt. Die Geräte schlagen sich nämlich im alltäglichen Gebrauch wirklich gut und liefern eine ausgewogene Bildqualität zum angemessenen Preis.

Der neue Epson EH-LS800B 4K-Laser-Kurzdistanzprojektor auf der IFA 2022
Der Epson EH-LS800B 4K-Laser-Kurzdistanzprojektor auf der IFA 2022

Epson kämpft für anerkannte Standards

Wie dem auch sei, Epson zeigt sich mit dem Ergebnis der Gerichtsverhandlung zufrieden und schreibt in ihrer Pressemitteilung: „Wenn Projektorhersteller international veröffentlichte Standards für Lumenwerte verwenden, ist dies ein Gewinn für die Verbraucher:innen“, so Mike Isgrig, Vice President, Consumer Sales and Marketing, Epson America. „XGIMIs Korrektur der Lumenangaben für einige seiner Projektoren trägt dazu bei, dass die Verbraucher:innen wissen, was sie von der Helligkeitsleistung eines Projektors erwarten können. Sie erhalten die Informationen, die sie benötigen, um fundiertere Kaufentscheidungen zu treffen, was sich letztlich positiv auf den gesamten Markt auswirkt.“

Aktuell haben wir den XGIMI Horizon Ultra bei uns im Testlabor
Aktuell haben wir den XGIMI Horizon Ultra bei uns im Testlabor

Wir freuen uns über Epsons Engagement, welches international anerkannte und akzeptierte Helligkeitsstandards im Markt festigt. Für den Verbraucher schaffen diese eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Produkten.

Amazon Freevee im Oktober 2023: Das sind die Neuheiten

Amazon nimmt bei Freevee im Oktober 2023 wieder neue Inhalte ins Programm. Aber hat das Angebot überhaupt noch eine Zukunft?

Diese Frage kann man sich berechtigterweise stellen, da Freevee aktuell das werbefinanziere Streaming-Angebot von Amazon ist. Prime Video fungiert als Gegenstück: Ihr müsst Prime-Kunden sein, also auch eine monatlich bzw. jährliche Gebühr entrichten, könnte aber dafür ohne Werbung streamen. Doch bald wird auch Amazon Prime Video bedauerlicherweise als Standard Werbung beinhalten – ab 2024.

Von der Werbung könnt ihr euch optional bei Prime Video durch einen Aufpreis „freikaufen“. Im Grunde handelt es sich also um eine Preiserhöhung für das bestehende Angebot. Allerdings fragen sich in sozialen Netzwerken bereits viele Nutzer, welche Daseinsberechtigung Freevee dann noch hat? Es bleibt abzuwarten, wie Amazon da vorgehen wird.

Im Oktober 2023 jedenfalls gibt es unter anderem die zweite Staffel von „Bosch: Legacy“ zu sehen. Hier werden sicherlich einige Fans einschalten, immerhin setzt das neue Format ja auch die Serie „Bosch“ von Prime Video fort. Aber auch alle sechs Staffeln der Neo-Western-Serie „Longmire“ finden bestimmt ihre Zuschauer, nehmen wir an.

Freevee vs. Prime Video: Aber bitte mit Werbung…

In Zukunft könnte Amazon dann für euch drei Streaming-Tarife bereithalten: Freevee mit Werbung ohne weitere Kosten, Prime Video mit Werbung (kostenpflichtig) und Prime Video ohne Werbung (kostenpflichtig). Wir sind gespannt, ob Amazon damit Kunden begeistern kann oder doch eine Prime-Kündigungswelle naht. Zumindest wir finden es nicht sehr fair, das bestehende Angebot bei gleichen Kosten zu verschlechtern.

Offen ist noch, wie hoch der Aufpreis für die Werbefreiheit ausfallen wird – in den USA sind es 2,99 US-Dollar im Monat. Denkbar, dass Amazon hierzulande also 3 Euro verlangen wird. Aber aktuell können wir da nur spekulieren. Unten findet ihr jedenfalls erst einmal die neuen Inhalte bei Freevee im Oktober 2023 – viel Spaß!

Amazon Freevee: Die Serien im Oktober 2023

1. Oktober

  • Revolution | S1-2

16. Oktober

  • Longmire | S1-6

20. Oktober

  • Bosch: Legacy | S2

Filme im Oktober 2023

1. Oktober

  • Stargate
  • Stargate: Continuum
  • Stargate: The Ark of Truth

2. Oktober

  • Dronningen (Queen of Hearts)

3. Oktober

  • Make Me Scream

4. Oktober

  • The Raven
  • Im Zweifel Glücklich

5. Oktober

  • Der Andere Liebhaber
  • Far Cry

6. Oktober

  • Supernova
  • The Descent

7. Oktober

  • Edelstein Trilogie: Rubinrot
  • Edelstein Trilogie: Saphirblau
  • Edelstein Trilogie: Smaragdgrün

8. Oktober

  • Two Mothers

14. Oktober

  • Ironclad – Bis zum letzten Krieger
  • Willkommen in der Nachbarschaft

20. Oktober

  • Love Sarah – Liebe ist die wichtigste Zutat

24. Oktober

  • The Charm Bracelet

27. Oktober

  • Christmas Town

Spotify „Superpremium“-Abo mit 24-bit Lossless Music soll noch 2023 starten

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Spotify arbeitet bereits seit Jahren an einem HiFi-Abo mit verlustfreier Wiedergabequalität. Das intern als „Superpremium“ oder „Nemo“ deklarierte Abo soll 24-bit Lossless Audio bieten und noch 2023 starten.

Unabhängig von der Bezeichnung, sei es „HiFi“ oder „Superpremium“, die Spotify für seine neue Abonnementstufe wählen wird, steht fest, dass es von entscheidender Bedeutung ist, audiophile Nutzer endlich für den Marktführer im Musikstreaming zu gewinnen. Denn bislang haben sich diese hauptsächlich bei der Konkurrenz wie Amazon Music, Apple Music, Deezer und TIDAL angesiedelt.

Aktuell gibt es Hinweise von einem Reddit-Nutzer, die auf einen baldigen Start des HiFi-Abonnements hindeuten. Diese Hinweise wurden in den verborgenen Ecken der Spotify-App gefunden, wo die Vorbereitungen für den Start des HiFi-Abonnements bereits im Gange sind. Das HiFi-Abonnement verspricht nicht nur eine verlustfreie Audioqualität mit 24 Bit, sondern wird auch mit zusätzlichen Komfortfunktionen aufwarten, um auch reguläre Nutzer zu begeistern. Unter anderem wird „Superpremium“ seinen Abonnenten die Möglichkeit bieten, Playlists mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI bzw. AI) zu erstellen. Dies zeigt, dass Spotify entschlossen ist, nicht nur audiophile Nutzer anzuziehen, sondern auch das Musikerlebnis für alle seine Nutzer zu verbessern.

AI-Playlisten und intelligente DJ-Funktionen

Doch das ist noch nicht alles. Erweiterte Mixing-Funktionen ermöglichen es, die Reihenfolge der Musikstücke auf vielfältige Weisen anzupassen. Zum Beispiel können sie nach ihrer Geschwindigkeit (BPM) oder „Tanzbarkeit“ sortiert werden. Dabei wird darauf geachtet, dass zwischen den Tracks ein nahtloser Übergang geschaffen wird, um störende „DJ-Pausen“ zu vermeiden. Ebenso bietet die Playlist die Möglichkeit, nach Stimmung, Aktivitäten und Genres zu filtern. Dies erleichtert es den Hörern, die besten Songs eines bestimmten Musikstils zu finden, selbst wenn sie ein breites Spektrum an Musikvorlieben haben.

Spotify „Superpremium / Nemo“ für 19.99 $US

Im Sourcecode der Spotify-App findet man unter anderem den Hinweis zum Startpreis von "Superpremium" mit 19.99 US-Dollar
Im Sourcecode der Spotify-App findet man unter anderem den Hinweis zum Startpreis von „Superpremium“ mit 19.99 US-Dollar

Alle diese Informationen hat der Reddit-User im Sourcecode der Spotify-App gefunden. Es gibt auch einen Hinweis auf den Startpreis des neuen HiFi-Abos. Dieses könnte für 19.99 US-Dollar (wohl 19.99 Euro) an den Start gehen. Es könnte jedoch gut sein, dass es sich hierbei nur um einen Platzhalter-Preis handelt. Als letztes erhalten „Superpremium“-Kunden 30 Stunden Zugriff auf das Hörbuch-Angebot von Spotify. Normale Premium-Kunden, sollen dagegen mit 20 Stunden Hörbüchern pro Monat dazu bewegt werden, mehr Zeit auf der Audioplattform zu verbringen. Eine Übersicht aller Features und Details aus dem „Leak“ findest du anbei:

Umfang in Spotify „Superpremium“ bzw. „Nemo“:

  • 20 $US Startpreis (19.99 $US)
  • 24-bit verlustfreie Musikwiedergabe.
    • Musikwiedergabe ohne Lags und Verzögerungen.
  • Playlisten-Erstellung mit Hilfe von KI/AI.
  • 30 Stunden (pro Monat) Hörbuch-Genuss inklusive.
    • Zugang zu den enthaltenen Hörbuch-Hörstunden steht nur den Verwaltern von Einzel-, Duo- und Familienplänen zur Verfügung.
  • Filtern der eigenen Playlist (Mediathek) nach Stimmung, Aktivität und Genre.
  • Erweiterte Mixing-Funktionen:
    • Passen die Reihenfolge einer Playlist individuell an, entweder nach BPM oder Tanzbarkeit, oder nutzen die „intelligente Reihenfolge“, um die beste Abfolge unter Verwendung von Tonart und Tempo zu erstellen.
    • Ermöglicht fließende Übergänge, indem vordefinierte Markierungspunkte verwendet werden, um nahtlos zwischen den Titeln zu wechseln.
    • Gestalte ein personalisiertes Musikerlebnis ganz nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen.
  • Soundcheck: Erfahren mehr über deine Hörgewohnheiten und entdecke, was deinen Klangmix „einzigartig“ macht. 
  • Normales Premium erhält 20 Stunden (pro Monat) Hörbuch-Genuss.
  • Neue Abomodelle Neo Duo (2 Personen) oder Nemo Family (4-5 Personen) taucht im Code der App auf. 

Hollywood atmet auf: Der Autorenstreik endet mit KI-Deal und mehr

Der Autorenstreik in Hollywood ist vorbei. Mittlerweile sind auch Details zur Einigung zwischen Studios und Schreiberlingen bekannt!

Unter anderem erhalten die Autoren höhere Tantiemen von Streaming-Anbietern. Für die Vereinigten Staaten werden dabei die abgerufenen Stunden berücksichtigt, um die Höhe zu ermitteln. Was den internationalen Markt betrifft, so schaut man auf die Abonnentenzahlen. Auch wurden Mindesanzahlen von Autoren festgelegt, die je nach Episodenanzahl für Serien verpflichtet werden müssen. Die Gehälter und Pensionszahlungen steigen da ebenfalls.

Vielleicht am interessantesten sind aber die Vereinbarungen rund um generative KI. So dürfen die Studios Autoren nicht zwingen, jene zu verwenden. Generell dürfe sie zum Einsatz kommen, doch die Autoren müssten dies selbst entscheiden können. Außerdem stuft man reine KI-Texte nicht als Quellmaterial ein. Ohne Zustimmung der Autore dürfen Texte auch nicht per KI verändert werden.

Ebenfalls müssen die Studios, übergeben sie Texte zur Überarbeitung und Weiterverwendung an Autoren, stets aufschlüsseln, ob und in welchem Umfang bereits KI für sie verwendet worden ist. Am Ende sorgt man so für mehr Transparenz im Umgang mit generativer KI wie ChatGPT von OpenAI. Die neue Vereinbarung zwischen der Writers Guild of America (WGA) und der Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP) gilt bis Mai 2026. Dann kann neu verhandelt werden.

Viele Autoren-Texte muten bereits wie KI-Drehbücher an

Dabei gerieten die Drehbuchautoren weitläufig selbst in die Kritik: Viele Drehbücher wirken ohnehin bereits sehr generisch, sodass Zyniker oft unterstellten, es würde sich sowieso wenig ändern, würde sich jetzt künstliche Intelligenz ans Werk machen. Daher war das öffentliche Interesse am Autorenstreik außerhalb der Hollywood-Bubble auch deutlich geringer als bei vorherigen Streiks.

Dazu kommt, dass die Menschen mittlerweile auch ohne Hollywood viel Entertainment abrufen kann. Sei es durch die wachsende Beliebtheit internationaler Produktionen oder nutzergenerierte Inhalte in sozialen Netzwerken bzw. kostenlosen Videoplattformen wie YouTube.

Streaming: Netflix und Co. gründen Branchenverband

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Streaming-Anbieter haben den Branchenverband Streaming Innovation Alliance (SIA) gegründet – für das Durchsetzen gemeinsamer Interessen.

Im Wesentlichen handelt es sich hier also um einen Lobbyverband, der weniger Regulierung durchsetzen möchte bzw. dass die Politik den eigenen Interessen folgt. Mitglied der SIA sind unter anderem Disney, Netflix, Warner Bros. Discovery (Max), Comcast (Peacock), Paramount (Paramount+) und einige kleinere Anbieter wie z. B. ForUsByUs Network, Vault und Afroland.tv. Wie man sieht, ist Amazon bisher nicht Teil der Vereinigung. Prime Video wird also nicht repräsentiert.

Eine andere, große Ausnahme ist Apple. Auch der Hersteller aus Cupertino hat sich dem Branchenverband bisher nicht angeschlossen. Roku bleibt ebenfalls fern. Allerdings ist es natürlich möglich, dass die aktuell abstinenten Unternehmen noch beitreten. Ein wesentliches Ziel der SIA ist es, sich unter anderem von Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube abzugrenzen, damit man nicht mit sozialen Netzwerken auf eine Stufe gestellt wird.

Was die Ergebnisse sein werden, muss man dann abwarten. Üblicherweise üben solche Lobbygruppierungen erheblichen Einfluss aus, was nicht immer zum Vorteil der Kunden ist. Die andere Seite besetzen daher oft Verbraucherschutzorganisationen. Da es nur eine Frage der Zeit ist, bis Streaming das lineare Fernsehen noch weiter in den Hintergrund drängt, war die Gründung eines neuen Branchenverbands aber wohl überfällig.

Streaming Innovation Alliance dürfte kaum für Innovation stehen

Da es bei der SIA eher um politische Einflussnahme und weniger um technologischen Austausch geht, ist die Bezeichnung auch eher PR-wirksam gewählt. Innovation ist kaum eines der Kernthemen, wenn man genauer hinschaut. Allerdings haben solche Organisationen auch durchaus legitime Zwecke, um die Politik über die Verhältnisse innerhalb der Branche aufzuklären und auch Auswirkungen politischer Entscheidungen auf einen Wirtschaftszweig aufzuzeigen.