Mit ‚Crank‘ erscheint einer der womöglich besten Action-Blockbuster mit Jason Statham auf 4K Blu-ray! Leider müssten wir uns noch bis zum 21. Januar 2022 gedulden.
‚Crank‘ (2006) gehört bei mir derzeit in die Film-Kategorie „Schon lange nicht mehr gesehen“. Doch spätestens im Januar liegt die wilde Action-Sause in meinem 4K Blu-ray-Player. Der Film mit Jason Statham, Amy Smart und Efren Ramirez in den Hauptrollen erscheint am 21. Januar 2022 als restaurierte Fassung auf 4K Blu-ray. Es ist bereits bekannt, dass es sich um den Extended Cut mit 94 Minuten Laufzeit und der FSK 18-Einstufung handelt. Zudem erscheint ‚Crank‘ wohl als reguläres Amaray (Keep-Case).
‚Crank‘ in 4K mit Dolby Vision
Zur genauen Ausstattung hält sich LEONINE noch bedeckt. Die vorläufigen Angaben auf jpc.de machen uns jetzt auch nicht gerade schlauer. Hier steht DTS-HD 5.1 als deutsches Tonformat, diese Angabe ist bei so frühen Vorbestellern aber leider „Standard“ bei jpc.de. Der Sound könnte (und muss) noch besser werden. Der US-Variante kann man bereits entnehmen (erschien bereits 2019), dass neben HDR10 wohl auch das dynamische Dolby Vision zum Einsatz kommen wird. Die Original-Tonspur liegt in Dolby Surround 7.1 und Dolby Atmos 3D Sound ab. Als Quellmaterial wird wohl der Scan der regulären Blu-ray genutzt, also ggf. handelt es sich um ein 4K Upscale.
Beim Bonus-Content werden derzeit „Audiokommentare, B-Roll und Making-of“ aufgelistet. Ich werde das audiovisuelle Upgrade von ‚Crank‘ auf jeden Fall in meine Filmsammlung aufnehmen. Wie sieht es bei euch aus? Vorbestellen oder abwarten? Mehr Katalogtitel, Neuheiten und Vorbesteller auf 4K Ultra HD Blu-ray findet ihr in unserem Special!
Generell möchte Apple mit seinen neuen iPhones Kreative überzeugen. So gibt es einen neuen Cinematic Mode. Jener erlaubt schnelle Fokuswechsel – sowohl automatisch als auch manuell. Es wird also beispielsweise automatisch auf Personen fokussiert, die in das Bild treten. Dabei erstellen die Smartphones im Hintergrund eine Tiefen-Map. Dadurch kann der Fokus bei der Nachbearbeitung auch geändert werden, was für filmreife Szenen sorgen könne, so Apple.
Nur die Apple iPhone 13 Pro und Pro Max können zudem im professionellen Format ProRes aufzeichnen – in 4K bei 30 fps. Dieses Format wird auch in der Filmbranche und von professionellen Studios bzw. Produktionsfirmen verwendet. Da wundert es dann auch nicht mehr, dass die neuen Smartphones von Apple in Dolby Vision aufnehmen. Folgendes Video soll das Potenzial der Kameras der iPhone 13 verdeutlichen.
Alle iPhone 13 nutzen AMOLED-Displays, bei den iPhone 13 Pro und Pro Max sogar nun mit 120 Hz Bildwiederholrate. Das ist allerdings bei Android-Modellen schon seit 2020 üblich. Außerdem wirbt Apple generell mit verbesserten und vor allem deutlich lichtempfindlicheren Kameras. Das habe man auch durch eine größere Sensorgröße erreicht. Als SoC verwendet man nun den Apple A15 Bionic in allen iPhone 13. Im Falle der Pro-Versionen ist die GPU allerdings nochmal leistungsfähiger.
Apple iPhone 13 Pro & Pro Max bringen eine Telefoto-Linse mit
Den Apple iPhone 13 Pro und Pro Max bleibt dann auch die dritte Kameralinse für Telefoto-Aufnahmen vorbehalten. Damit sich hochqualitative Videos speichern lassen, erhöht man die geringste Speicherkapazität der Smartphones auf 128 GByte. Doch: Bei den Modellen mit jener Speicherausstattung dürft ihr nur ProRes-Videos in 1080p bei 30 fps aufzeichnen – schade. Wer also ProRes in 4K aufnehmen will, benötigt mindestens ein Apple iPhone 13 Pro mit 256 GByte Kapazität. Ergänzt sei, dass die Kameras der Apple iPhone 13 auch optische Bildstabilisation (OIS) anlegen.
Die Apple iPhone 13 Pro zeichnen auch in ProRes auf!
Was man so filmerisch mit den Apple iPhone 13 Pro anstellen kann, zeigt euch die Oscar-Preisträgerin Kathryn Biglow. Zu bedenken ist jedoch, dass sich solche Aufnahmen im Alltag nicht ohne Weiteres erzeugen lassen: Da wurde natürlich dennoch beispielsweise hochprofessionelle Belichtung und umfangreiche Nachbearbeitung genutzt.
Das kosten die neuen Apple iPhone 13
Preislich starten die brandneuen Apple iPhone 13 bei 799 Euro für das iPhone 13 Mini in der Variante mit 128 GByte. Es geht aber aufwärts bis zum Apple iPhone 13 Pro Max mit 1 TByte Speicherkapazität für 1.829 Euro. Doch seht selbst:
Beim 30-jährigen Jubiläum von „Terminator 2: Tage der Abrechnung“ geht Studiocanal in die Vollen. Zusätzlich zum 4K Steelbook gibt es jetzt noch zwei Sonder-Editionen mit „Endo Skull“ und „Doppel-Vinyl“.
Für den Terminator-Fan, der noch nicht alles hat, werden zum 30. Jubiläum des Science-Fiction-Krachers noch zwei weitere Sondereditionen aufgelegt – zusätzlich zum 4K Blu-ray Steelbook. Die „Endo Skull Edition“ ist mit einem 3-Disc-Mediabook ausgestattet, welches die Blu-ray, 3D Blu-ray und 4K Ultra HD Disc des Films beinhaltet. Neu mit dabei ist der deutsche Original-Stereoton für die Kinofassung der UHD. Ansonsten ändert sich nicht viel an der Bild- und Tonausstattung. Das 4K Bild wird mit HDR10 im 2.35:1 Bildformat ausgeliefert und besitzt neben dem Stereo-Ton (Kinofassung) auch einen DTS-HD Master Audio 7.1 Soundtrack (Deutsch).
Terminator: Endo Skull-Edition
Die Endo-Skull-Büste ist ca. 30cm hoch, wiegt um die 3,2kg und würde sich auch in eurer Vitrine sicherlich gut machen! Dazu gesellt sich noch ein Booklet mit einem neue Essay von Empire Film-Journalist Chris Hewitt, sowie einem Interview mit Regisseur James Cameron. Die Jubiläums-Edition ist auf 1.700 Stück limitiert (nummerierte, attraktive Colourbox) und kann derzeit nur im Arthouse-Shop vorbestellt werden.
Terminator 2: Doppel-Vinyl-Edition
Die Vinyl-Edition kommt dagegen mit einem 3-Disc-Digipak, bietet jedoch die gleiche Film-Ausstattung wie die „Endo-Skull-Edition“. Dazu gibt es noch das Doppel-Vinyl des Original-Filmsoundtracks im Gatefold-Cover, sowie ein Lentikular-Druck (was auch immer das ist) des Coverartworks. In der Produktbeschreibung gibt es leider keine zusätzlichen Hinweise zur Limitierung. Wird denken jedoch, dass es ein paar weniger Exemplare, als bei der Endo-Skull-Variante sein könnten.
Die Sondereditionen kosten 59,90 Euro (Vinyl) und 199 Euro (Endo-Skull) und sind derzeit nur im Arthaus-Shop erhältlich. In den Artikelbeschreibungen bekommt ihr noch mehr Bilder und Details zu den Editionen geliefert:
10 Jahre sind seit den Ereignissen des ersten Terminators (Arnold Schwarzenegger) vergangen, als Sarah Connor (Linda Hamilton) erneut mit der Gefahr aus der Zukunft konfrontiert wird. Denn ein neuer Terminator (Robert Patrick) ist auf die Erde zurückkehrt. Sein Ziel: den jungen John Connor (Edward Furlong) zu eliminieren, bevor er eines Tages zum Anführer des menschlichen Widerstandes gegen die Terrorherrschaft der Maschinen aufsteigt. Sarah tut alles, um ihren Sohn zu schützen und sie ist nicht allein: Die Rebellen aus der Zukunft haben ihnen einen Verbündeten geschickt – ein umprogrammierter Terminator der alten Generation soll John Connor um jeden Preis beschützen.
Großer Tag für PlayStation 5-Besitzer. Sony rollt das September-Upgrade weltweit aus und liefert damit lang ersehnte Features wie die SSD-Speichererweiterung, 3D-Audio für TV sowie Verbesserungen des UX.
M.2 SSD-Festplattenerweiterung wird freigeschaltet!
Überraschung! Heute (15. September 2021) wird das große PS5-Systemsoftware-Update ausgerollt. Damit halten eine Reihe von Verbesserungen für die PlayStation 5 Einzug. Das wichtigste ist sicherlich die Freischaltung der M.2 SSD-Speichererweiterung, die bislang nur mit einer Beta-Firmware genutzt werden konnte. Nutzer können ab sofort eine kompatible M.2 SSD-Festplatte in den dafür vorgesehenen Schacht der PlayStation 5 Konsole (Digital sowie Disc-Variante) installieren und somit den integrierten Speicher von 825GB (ca. 667 GB frei verfügbar) erweitern.
3D-Audio für integrierte TV-Lautsprecher
Die PS5 soll Stereo-TV-Lautsprechern 3D-Klänge entlocken – der Dualsense Wireless Controller hilft bei der Kalibrierung
Sony verspricht mit diesem Feature ein noch intensiveres Gameplay-Erlebnis mit integrierten TV-Lautsprechern dank dreidimensionalen Klang. Die Funktion muss im Menü „Sound“ aktiviert werden, um die Zweikanal-Audiowiedergabe in ein mitreißendes 3D-Erlebnis zu verwandeln. Ob dies wirklich funktioniert, werden erste Feldtests zeigen. Der PS5 DualSense Wireless Controller hilft auf jeden Fall dabei, die Akustik des Raums zu vermessen, um das Klangergebnis zusätzlich zu optimieren (der Controller muss dafür ebenfalls aktualisiert werden).
Wer bei der 3D-Fähigkeit der PlayStation 5 Konsole dann doch lieber auf sein Pulse 3D Wireless-Headset vertraut, der bekommt endlich einen Equalizer spendiert, mit dem Klangprofile nach eigenem Ermessen angepasst werden können.
Verbesserte Nutzererfahrung
Nachrichten direkt über das Control Center aufrufen und beantworten
Auch das UX (User Experience) wurde verbessert. Spieler sollen ihre Inhalte und Erlebtes auf der Konsole noch besser anzeigen, verwalten und personalisieren können. So lassen sich z.B. die Bedienelemente am unteren Rand des Bildschirms (Control Center) neu anordnen, ein- sowie ausblenden. Nachrichten aus der Game Base werden jetzt auch direkt im Control Center angezeigt. Man kann auch direkt in den Chats schreiben/antworten und ist mit einem Klick wieder zurück im Home-Menü. Im Vollbild-Modus habt ihr zudem sofort im Blick, welche eurer Buddys online und bereit für ein Game sind.
PS4/PS5-Kacheln für Spiele im Menü
Ihr besitzt die PS4 und PS5-Version eines Spiels? Ab sofort werden beide Spiele einzeln auf dem Home Bildschirm angezeigt und mit einer Kachel für die jeweilige Plattform versehen. Nach Online-Partien kann mit der Auszeichnung „Anführer“ ein vierter „virtueller Schulterklopfer“ vergeben werden. Von persönliche Bestleistungen werden automatisch Videoclips im Spiel aufgenommen, die dann über die Herausforderungskarte im Control Center oder der Mediengalerie geteilt werden können. Ein Auto-Flex-Feature sozusagen. Und mit dem Trophäen-Tracker könnt ihr bis zu fünf Trophäen pro Spiel in den Fokus nehmen um diese gezielt und somit schneller zu erreichen.
Wer PlayStation Now abonniert hat, kann jetzt mit dem Verbindungstest-Tool etwaige Probleme mit der Verbindung identifizieren. Ist die Leitung „frei“ haben Abonnenten jetzt (je nach Spiel) die Auswahl zwischen 720p und 1080p-Auflösung.
Zuletzt gibt es noch kleine Verbesserungen für die PS Remote Play-App über mobile Netzwerke und der PlayStation 4 Konsole zu berichten. Nachfolgend findet ihr alle wichtigen Neuerungen zusammengefasst:
Micro LED sind nicht nur für Fernsehgeräte geeignet. Xiaomi hat nun Smart Glasses auf Basis der neuartigen Display-Technologie vorgestellt.
TV-Geräte mit Micro-LED-Technik gibt es bereits auf dem Markt. Allerdings fallen für sie exorbitante Preise an, die wohl den Geldbeutel von 99 % der Privatkunden sprengen. Micro LED ist eine neue Display-Technik, die mit anorganischen, selbstleuchtenden Pixeln arbeitet. So kann man die Vorteile von LCDs (hohe Leuchtkraft, geringe Abnutzung) mit jenen von OLEDs (perfektes Schwarz) vereinen. Nicht zu verwechseln ist Micro LED mit Mini LED. Letzteres meint „nur“ eine verbesserte Hintergrundbeleuchtung für konventionelle LCDs.
Xiaomi setzt für seine Smart Glasses nun auf Micro-LED-Displays in den Linsen. Allerdings handelt es sich um monochrome Bildschirme, so der Hersteller. Außerdem sind die Smart Glasses zunächst mehr ein Konzept. Somit nennt man weder einen Preis noch ein Erscheinungsdatum. Man wolle hier einen Blick in die Zukunft anbieten, so Xiaomi. Etwa könnten die Smart Glasses Nachrichten und Benachrichtigungen anzeigen, Anrufe tätigen, navigieren, Fotos aufnehmen und Text direkt vor den Augen des Nutzers übersetzen.
Mit einem Gewicht von 51 Gramm sind die Xiaomi Smart Glasses auch auf hohen Tragekomfort ausgelegt. Der Hersteller weist auch auf eine perfekte Lesbarkeit bei Sonnenlicht hin, denn es sei eine Leuchtkraft von bis zu 2 Mio. Nits möglich. Ob man das dann allerdings direkt vor dem Auge sehen möchte, ist eine andere Frage. Integriert ist auch eine Kamera mit 5 Megapixeln zum Aufnehmen von Fotos und Videos. Damit die Privatsphäre Umstehender nicht verletzt wird, leuchtet bei aktiver Aufnahme an der Brille eine LED auf.
Xiaomi Smart Glasses: Standalone Lösung, unabhängig vom Smartphone
Die Xiaomi Smart Glasses operieren laut dem Hersteller unabhängig vom Smartphone. Sie integrieren daher für Telefonate eigene Lautsprecher und Mikrofone sowie einen angepassten ARM-Chip mit vier Kernen. Als Betriebssystem halte Android her. Auch die Verwendung von Sprachassistenten sei möglich und die Navigation sei ein Punkt, den man berücksichtigt habe. Die Xiaomi Smart Glasses könnten Straßen und Karten in Echtzeit anzeigen.
Die Xiaomi Smart Glasses kommen vermutlich nie auf den Markt.
Das Konzept der Xiaomi Smart Glasses mit Micro-LED-Technik ist spannend. Wir nehmen aber an, dass die AR-Brille in dieser Form nie auf den Markt kommen wird. Vielmehr wollte man hier wohl zeigen, was möglich ist.
Der deutsche Hersteller Loewe will Kunden mit der neuen Soundbar klang bar 5 mr locken. Im Lieferumfang ist auch der Subwoofer klang sub5 enthalten.
Das Paket aus der Soundbar Loewe klang bar5 mr und dem klang sub5 kostet 1.359 Euro. Dafür erwerbt ihr dann ein 5.1.2-Surround-Set. Wichtig ist hier im Namen der Zusatz „mr“, welcher die Multiroom-Fähigkeiten signalisieren soll. So unterstützt der Klangriegel DTS Play-Fi und kann so in Multiroom-Aufbauten eingebunden werden. Auch sonst lässt man sich nicht lumpen, was die Zusatzfunktionen betrifft. (Hier geht es direkt zum Preisvergleich!)
Loewe Soundbar mit Dolby Atmos & DTS:X
Deswegen wirbt Loewe dann auch ebenfalls mit Unterstützung für die 3D-Soundformate Dolby Atmos und DTS:X. Sogar Dolby Atmos Music kann man vorweisen. Loewe protzut gar, dass die klang bar5 mr, eine der ersten Soundbars welt sei, die Dolby Atmos Music unterstütze. Um darauf zuzugreifen, könnt ihr etwa einen Apple TV 4K ankoppeln und via Apple Music entsprechende Inhalte wiedergeben.
Loewe will natürlich auch mit Optik und Design der klang bar5 mr punkten.
Loewe will die Kunden natürlich auch mit dem Design für sich gewinnen. So nutzt man für die Soundbar einen Stoffüberzug und auch der Subwoofer fällt aus dem Rahmen. Mit seinem runden Look erinnert er eher an Sitzmöbel. Nachteil: Der Platzbedarf des Subs wirkt leider recht hoch. Er misst 380 x 214 x 380 mm bei einem Gewicht von 8,8 kg. Die klang bar5 mr wiederum kommt auf 1.200 x 71 x 160 mm bei einem Gewicht von 6,5 kg.
Loewe klang bar5 mr bietet auch smarte Zusatzfunktionen
Die Soundbar deckt laut Datenblatt den Frequenzbereich von 60 Hz bis 20 kHz ab, während es beim Subwoofer 35 Hz bis 150 kHz sind. Was die Leistung betrifft, so komme der Subwoofer auf 180 Watt (RMS) Nennleistung, während die Soundbar bei 220 Watt (RMS) landet. An der Soundbar findet ihr Anschlüsse für 2x HDMI, 1x HDMI eARC, Optical, USB und 3,5-mm-Klinke. Amazon Alexa ist kompatibel, es wird aber ein separater Smart Speaker benötigt.
Der Loewe klang sub5 erinnert an einen runden Tisch oder Hocker.
Der Subwoofer nutzt im Übrigen zwei 6-Zoll-Aktivlautsprecher und vier Passivradiatoren in Form eines Hexagons unter dem Akustikstoff. Ihr könnt mit der Loewe klang bar5 mr auch Chromecast und Apple AirPlay 2 beanspruchen. 4K-Passthrough, auch mit HDR10+ oder Dolby Vision, ist ebenfalls möglich. Was fehlt, sind natürlich Rear-Lautsprecher. Die sollen sich laut Loewe nachträglich zukaufen lassen.
Zuletzt aktualisiert am 28. August 2026 um 08:07 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock war für Paramount zwar mit einem gewissen Risiko verbunden – immerhin gab man Nimoy die Regie, ohne zu wissen, ob er so ein Werk stemmen könnte – doch finanziell zahlte sich das Ganze aus: Der dritte Teil war ein Kinoerfolg. Und so nimmt es nicht Wunder, dass man Nimoy erneut anbot, die Regie für den nächsten Film zu übernehmen und ihm gleichzeitig mehr Freiheiten einzuräumen. Allerdings gab’s erst einmal ein paar Hürden zu überwinden. Denn ausgerechnet William Shatner hatte keine Lust mehr auf Kirk. Gut 2,5 Mio. Dollar Gage später stimmte er aber dennoch zu. Und weil Nimoy die gleiche Summe bekam, entfiel ein Viertel des Gesamtbudgets (21 Mio. Dollar) schon mal auf seine beiden Hauptdarsteller.
Als klar war, dass man mit Kirk rechnen konnte, ging der Drehbuchprozess los, für den man von Beginn an einen leichteren Ton anschlagen wollte. Die beiden direkten Vorgänger waren dann doch ziemlich düster geraten und Nimoy schwebte vor, ein wenig mehr Humor ins Spiel zu bringen. Dass es am Ende ein Story mit Zeitreise-Charakter wurde, passte Shatner zunächst nicht, doch Nimoy war sich sicher, dass er eine Geschichte haben wollte, in der etwas aus der Vergangenheit die Zukunft retten sollte.
Der klingonische Botschafter will, dass Kirk massiv bestraft wird
Und weil die Gesellschaft Mitte der 80er mit Problemen konfrontiert war, die von den damals aufkommenden sozial-ökologischen Bewegungen auf die Agenda gesetzt wurden, schien es nur logisch, diese Thematik in den Film zu integrieren. Es war die Zeit, in der das Ozonloch festgestellt wurde und Kampagnen gegen FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) geführt wurden. Die Anti-Atomkraft-Bewegung gab es bereits seit den 70ern und seit 1985 war der geschäftsmäßige Walfang untersagt. Auch das Thema Regenwald und dessen Rodung war damals bereits Nährboden für Proteste. Dass sich Nimoy und die Drehbuchautoren seinerzeit auf das Thema Fauna und die Ausrottung gewisser Tierarten bezogen, hatte indes nicht nur sozioökologische Aspekte, sondern auch dramaturgische. Denn zum einen empfand er den „rätselhaften Aspekt“ der Walgesänge als filmisch interessant und sah gleichzeitig die Dynamik im Umgang mit der logistischen Herausforderung, zwei ausgewachsene Buckelwale aus dem Meer in ein Raumschiff und dann durch die Zeit zu transportieren.
Der ökologische Tenor von Zurück in die Gegenwart mag aus heutiger Sicht etwas naiv erscheinen und erforderte von den Fans und Zuschauer damals auch, dass sie ihre Crew weitgehend nicht unter SciFi-Aspekten sahen, doch gerade die Kombination aus ökologischem Gewissen, Culture-Clash und Humor sind bis heute äußerst reizvoll. Der ins Spiel kommende Witz sorgt für echten Spaß. Beispielsweise, wenn Pille versucht, aus Spock etwas über die Bewusstseinserfahrungen nach dem Tod herauszubekommen und Spock ihm klar macht dass er das nur mit jemandem diskutieren könne, der das ebenfalls schon mal erlebt habe. Aber auch die Tatsache, dass Spock es plötzlich wieder unangemessen findet, Kirk im Dienst mit dessen Vornamen anzusprechen hat etwas Auflockerndes. Sobald der Vulkanier auf der Erde dann ungelenk zu fluchen beginnt, ist das wirklich großartig und amüsant.
Shatner ließ sich eine Liebesgeschichte ins Drehbuch schreiben
Die Tatsache, dass der vierte Teil keinen echten Antagonisten bereithält, fällt aufgrund der packenden und witzigen Story nicht mal auf. Man muss es im Nachhinein reflektieren, um es überhaupt zu bemerken – und das bei einem Film aus dem Star-Trek-Universum, das stets von „Feinden“ und „Gegnern“ bevölkert ist. Es wäre aber auch überfrachtet gewesen, wenn man jetzt auch noch einen großen Widersacher positioniert hätte, der ebenfalls aus der Zukunft reinschneit, um die Kirk-Mannschaft an ihrer Mission zu hindern; oder aber einen fiesen Menschengegner aus dem 20. Jahrhundert, der unbedingt verhindern will, dass Kirk & Co. die Erde der Zukunft retten. Es reicht der klingonische Botschafter, der verkündet, dass es Frieden nicht geben könne, solange Kirk lebe.
Immerhin (auch das ein Wunsch von Shatner, dem man entsprach) gibt’s dieses Mal einen Love Interest, also eine Art Liebesgeschichte zwischen dem Admiral und der Walforscherin. Das funktioniert mal okay, mal bremst es die Story aus. Aber was soll’s, nicht jeder Film kann perfekt sein. Dafür hat man noch mal an den Tricks gefeilt. Von allen bisherigen Filmen der klassischen Star-Trek-Mannschaft weist der vierte Teil den größten Fortschritt in puncto Tricktechnik auf. So wirken die Szenen mit Raumschiffen nicht mehr so ganz „ausgeschnitten“ und auch die Raumstationen haben mehr Glaubwürdigkeit. Hervorragend gelangen auch die Wal-Modelle, die teils in voller Größe erstellt wurden, sodass man in speziellen Wassertanks mit Darstellern drehen konnte.
Natürlich wurde auch Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart damals analog auf 35 mm Film aufgenommen. Zum Einsatz kamen hier Kameras vom Typ Panavision Panaflex Gold, vornehmlich aber erstmalig die Arriflex 35-III. Auch hier wurde für die neue BD und 4K-UHD-BD ein neuer 4K-Scan vorgenommen und auch hier gab’s natürlich HDR10 und Dolby Vision sowie einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Und wie schon bei den ersten drei Filmen, wurde auch für Teil IV die analoge Körnung wieder hergestellt, bzw. erst gar nicht weggefiltert. Im Inneren des Bird of Prey, in dem es oftmals etwas diesig-neblig zugeht, sorgt das schon mal für sehr deutliche Körnung, die aber nie das Filmische verliert oder unnatürliche Cluster bildet. Zum Teil sind die Rauschmuster zwar nicht ganz authentisch und angenehm, was in diesen Momenten aber auch ein wenig an den Trickeffekt-Hintergründen liegen mag (7’03, 16’24).
Die Weltallszenen bekommen ein etwas satteres Schwarz und liefern gleichzeitig die deutlich helleren Sterne – sowie mehr (sichtbare) davon. Lediglich der nächtliche Anflug auf San Francisco sieht hier nicht ganz glücklich aus. Noch deutlicher als bei den vorherigen Filmen fällt im Übrigen eine leichte Formatkorrektur auf, die die Gesichter etwas in die Breite zieht, was hier aber nicht mopsig, sondern eher realistisch erscheint. Denn im Vergleich wirkt die Blu-ray seitlich gestaucht und die Gesichter dadurch zu lang.
Die 4K Blu-ray bietet mehr Kontrastdynamik, wärmere Farben und das authentischere Korn
Was das Grading angeht, so nimmt man nun auch hier eine sichtbar wärmere Farbgebung an, was in den allermeisten Situationen passender und stimmiger wirkt. Die teils arg kühle (alte) Blu-ray kann im Vergleich hier nicht punkten und wirkt mitunter drastisch eingefärbt (Klingonen-Botschafter und Sarek bei 6’42). Die Detaildarstellung profitiert trotz der Wiederherstellung der Körnung. Oder, anders gesagt: Die Körnung mag subjektiv ein unschärferes Bild produzieren als das krass nachgeschärfte und rauschgefilterte der Blu-ray, doch wenn man genau hinsieht, vernichten Filterung und Nachschärfung der alten BD Details. Und wenn man sich mal die Golden Gate Bridge nach 50 Minuten anschaut, erkennt man auch wieder einzelne Stahlseile, die über die BD noch zu einem dicken Wust verschmolzen waren – ganz zu schweigen von der arg wachsigen Oberfläche der Brückenpfeiler selbst.
Natürlich kann die UHD Blu-ray auch nicht herstellen, was filmisch nicht vorhanden war. Und so sind einige der Realszenen-Außenaufnahmen einfach weniger scharf und kontrastreich, weil Außendrehs dann doch etwas schwieriger einzufangen sind als Studioaufnahmen. Und Star Trek IV dürfte der Film mit den meisten Außendrehs überhaupt sein. Die Trick-Shots mit der Sonde sind dazu durchweg sehr viel softer und ohne Körnung. Das mag aber an der Art und Weise liegen, wie sie entstanden. Nimmt man nun alle vier Filme im Ganzen, haben sie einen schönen, filmischen und authentischen Look mit wärmerer Farbgebung, die nur selten mal aus dem Tritt gerät (blaue Einfärbung bei Teil III). HDR10 macht in allen vier Fällen einen sehr guten Job, während Dolby Vision sich nicht großartig absetzen kann. Insgesamt ein sehr lohnendes Update – ausgehend von den teils totgefilterten Blu-rays.
Gegenüber der alten Blu-ray hat die UHD-BD auch hier eine 2.0-Dolby-True-HD-Kodierung erhalten, bei der es sich grundsätzlich allerdings um die mit der Blu-ray identische Fassung handelt – inklusive der ärgerlichen Tonschwankungen bei 99’03, während dieser Leonard Nimoys Synchronstimme zweimal hörbar leiert. Und auch ansonsten klingt die True-HD-Fassung sehr ähnlich wie die alte 2.0-Surround-Tonspur. Wer hier Unterschiede durch den nun verlustfreien Codec heraus hört, hat Luchsohren.
Und so bleibt’s auch hier dünn und ohne Dynamik. Immerhin werden Dialoge verständlich ausgegeben, ohne aber ein gewisses Volumen zu erzeugen. Die Stereo-Räumlichkeit ist indes ebenso gut wie bei den Vorgängern, was man schön hört, wenn der Bird of Prey am Zuschauer vorbeidüst. Auch atmosphärische oder Straßengeräusche in Los Angeles werden recht räumlich dargestellt. Druck, Dynamik oder Tiefbass gibt’s natürlich nicht. Und der großartige Soundtrack klingt bisweilen spitz und etwas unangenehm.
Schade, dass die 2.0-Fassung die Walgesänge nicht so räumlich darstellen kann wie der 7.1-O-Ton
Schaltet man auf den englischen 7.1-Sound in Dolby True HD, wird noch deutlicher, wie schwachbrüstig die Synchro ist. Denn der O-Ton erweist sich als erstaunlich wuchtig, räumlich und effektvoll. Mehr noch als die direkten Vorgänger kann er echte Soundeffekte für eine beeindruckende Vorstellung liefern, die von zuckenden Blitzen über den von allen Speakern fallenden Regen bis hin zu den räumlichen Walgesängen reichen. Donnert der Bird of Prey hier an der Kamera vorbei, ist das nicht weit von aktuellen Produktionen entfernt. Lediglich die Stimmen gehen bisweilen etwas unter. Die gleich kodierte UHD Blu-ray ist erneut einen Hauch leiser bei den dynamischeren Szenen. Zirka ein bis 1,5 dB geht es hier schon mal leiser zu, wenn man mit einem Messgerät daneben sitzt. Allerdings ist die Dynamik identisch gut und man kann’s durch einen kleinen Dreh am Volumenregler ausgleichen.
Deutsch: Dolby True HD 2.0 (60%)
Englisch: Dolby True HD 7.1 (85%)
Bonus (–)
Bis auf die Audiokommentare, die von der alten Blu-ray schon bekannt sind, liegen alle anderen (zumeist bekannten Extras) auf der Blu-ray. Da mir diese nicht zur Verfügung gestellt wurde, entfallen weitere Beschreibungen an dieser Stelle.
Gesamtbewertung Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (76%)
Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart stellt gegenüber den beiden eher düsteren Vorgängern eine deutliche Abkehr dar. Sein Ton ist durchweg lockerer und auf Humor ausgelegt – und damit wesentlich näher an der Serie. Es gibt Gags, die noch heute grandios sind – bspw. wenn „Professor Scott“ mit einem antiquierten Computer umgehen muss und fassungslos über die fehlende Sprachsteuerung ist. Die unterliegende Öko-Botschaft mag aus heutiger Sicht etwas naiv sein, verfehlte aber seinerzeit ihre Wirkung nicht. Auch die Spezialeffekte zeigen sich verbessert und die Atmosphäre passt. Gerade aus heutiger Sicht einer der besseren klassischen Trek-Filme.
Die neue UHD Blu-ray punktet mit einem authentisch analogen Bild, das über weite Strecken angenehmere Farben liefert, vor allem aber die schrecklichen Wachsbilder revidiert und nicht mehr unter krassen Nachschärfungen leidet. Der Ton ist allerdings auch hier relativ durchschnittlich.
Dritter Film, dritter Regisseur. Nach Robert Wise und Nicholas Meyer ist es nun Spock-Darsteller Leonard Nimoy, der die Geschicke der Kino-Enterprise lenkt. Mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm sollte er die Star-Trek-Saga weiterführen, nachdem Der Zorn des Khan zur Freude von Paramount ein finanzieller Erfolg war und ebenso von Kritikern gemocht wurde. Entsprechend ging man gut gelaunt in eine Fortführung, die inhaltlich nahtlos an den Vorgänger anschließt.
Jetzt hatte eben dieser Vorgänger mit einem Ende geschlossen, das die weltweiten Fans in Aufruhr und eine Art Schockzustand versetzt hatte. Spock tot? Der Liebling aller Star-Trek-Fans durch die Rettung der Enterprise und die damit verbundene Strahlenüberdosis gestorben? Das wollte man natürlich nur ungerne wahrhaben – egal, für wie logisch Spock sein Opfer auch erklärt haben mag. Als man erfuhr, dass Nimoy auf dem Regiestuhl Platz nehmen würde, keimte natürlich Hoffnung auf, dass der Vulkanier noch mal von den Toten zurückkehren würde. Spätestens als der Film-Untertitel „Auf der Suche nach Mr. Spock“ veröffentlicht wurde, waren die Hoffnungen auf ein Wiedersehen mit dem spitzohrigen Logiker natürlich gesetzt.
Kirk hätte gerne seinen alten Freund wieder an seiner Seite
Witzig war im Übrigen der Hergang von Nimoys Regieübernahme. Während Nicholas Meyer unzufrieden mit einer Änderung „seines“ zweiten Teils war, brauchte man eine Alternative. Paramount fragte währenddessen Nimoy, ob er grundsätzlich Lust habe, für einen dritten Teil erneut zur Verfügung zu stehen. Und der Darsteller antwortete überraschend: „Aber sicher, ich werde den Film inszenieren“. Nach anfänglicher Ungläubigkeit seitens Paramount versicherte Nimoy, dass er niemals mit dem Franchise gebrochen habe (wie vermutet) und man gab ihm den Job. Erfinder Roddenberry gab deshalb zu Protokoll, dass man einen Regisseur gefunden habe, den man auf keinen Fall entlassen könne …
Wahre Worte, denn Nimoy blieb dem Franchise als Darsteller und zugleich auch als Regisseur für Teil IV erhalten. Dass der dritte Star-Trek-Film – und damit, wie sich herausstellen sollte, der Mittelteil einer Trilogie – bei Kritikern zum Teil nicht ganz so gut wegkam wie der direkte Vorgänger, liegt wahlweise an den christlich-religiösen Motiven (Opferung, Wiederauferstehung) sowie am etwas heruntergefahrenen Tempo. Gerade Letzteres ist aber ein As im Ärmel von Teil III. Denn Nimoy beschäftigt sich deutlich intensiver mit seinen Figuren als es Meyer in Zorn des Khan tat. Das bietet allen Charakteren mehr Zeit zur Reflexion darüber, was sie unter ihrer Mission, ihrem Sinn des Lebens und vor allem unter Freundschaft verstehen. Denn Auf der Suche nach Mr. Spock ist vor allem ein Film über Freundschaft.
In der Regel weiß Zulu, wo’s lang geht
Aus Freundschaft setzt sich Kirk über Anordnungen der Sternenflotte hinweg und macht sich auf den Weg zum Planeten Genesis. Aus Freundschaft hält seine Crew zu ihm und geht die gleichen Risiken ein wie ihr Captain. Und obwohl Nimoy selbst nur wenige Szenen im Film hat (und stattdessen von gleich vier jüngeren Darstellern porträtiert wurde), weht sein Geist durch die volle Spielzeit von 105 Minuten. Das ist zum einen der Tatsache geschuldet, dass die Figuren zum damaligen Zeitpunkt schon fast 20 Jahre von ihren Fans begleitet wurden und man deshalb unbedingt wissen wollte, wie es mit Spock weitergeht. Zum anderen bewies Nimoy als Regisseur, dass er ein echtes Talent und Verständnis für die Charaktere hatte.
Dass er sich dabei auf die bekannten Darsteller verlassen konnte, die trotz ihres teils limitierten Schauspiels jedem Fan ans Herz gewachsen waren, ist klar. Dass er mit Christopher Lloyd als Klingonen-Captain Kruge einen prominenten Antagonist fand, gehört ebenfalls zu den Pluspunkten von Auf der Suche nach Mr. Spock. Und selbst wenn die Trickeffekte aus heutiger Sicht immer noch billig wirken, waren sie damals ein großer Fortschritt zu den ersten beiden Teilen. Vor allem die spektakuläre Zerstörung der Enterprise sorgte damals für Schnappatmung unter Fans. Immerhin hatte man aufgrund schlechter Erfahrung beim zweiten Teil die Sicherheitsbestimmungen beim Dreh des Films derart in die Höhe geschraubt, dass der Überraschungseffekt in dieser Form bis zum Kinobesuch erhalten blieb. Unter Star-Trek-Fans mag es eine geflügelte Weisheit sein, dass die ungeraden Teile die schwächsten der Kinofilme sind (was im Falle des fünften Films nun wirklich der Fall ist), aber Nimoys erste R
Natürlich wurde auch Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock damals analog auf 35 mm Film aufgenommen. Auch hier wurde für die neue BD und 4K-UHD-BD ein neuer 4K-Scan vorgenommen und auch hier gab’s natürlich HDR10 und Dolby Vision sowie einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Das führt bei Teil III zu einem (fast) durchweg wärmeren und erdigeren Bild. Was allerdings auch die 4K-Scheibe nicht schafft, sind Unschärfen zu beseitigen, die kamerabedingt schon vorhanden sind – wie bspw. die letzten Einstellungen des Rückblicks, wenn die Farbe langsam ins Spiel zurück kommt.
Umso schöner, dass Filterungen und Nachschärfungen hier kein Thema mehr sind. Die analoge Körnung kommt sehr fein und authentisch sowie ohne stehende Rauschmuster oder seltsame Bewegungen auf Hintergründen aus. Wenn sich Kirk vor der Wand weg bewegt, bleibt alles genau so wie es sich gehört und an seinem Platz (6’05). Close-ups sind nun organisch und wirken nicht, als wären die Darsteller in einen Topf aus Wachsschminke gefallen. Überstrahlungen an Haaren aufgrund von Nachschärfungen – kein Thema mehr. Außerdem wurden vereinzelte Blitzer und Schmutzpartikel noch beseitigt, die von der alten Blu-ray noch gezeigt wurden. Wie oben erwähnt: Sind Kameraunschärfen drin, kann auch die 4K-Scheibe daraus nichts zaubern. Ansonsten ist die Detaildarstellung wesentlich natürlicher und kommt ohne hässliche Überkontrastierungen und Überstrahlungen aus.
Einige Szenen kommen über die neue UHD Blu-ray überraschend kühl gefiltert
Aber noch mal zurück zum Grading: Während der größte Teil des Films durch ein wärmeres, brauneres und damit natürlicheres Grading auffällt; während die alte BD eher kühl war und einen leichten Magentadrift hatte, gibt es Szenen, die komplett ins Umgekehrte gehen. Kurz vor der Zerstörung der Enterprise und auch teils in den dunklen Sequenzen auf dem neuen Planeten Genesis ist die UHD Blu-ray deutlich bläulicher und kälter, während die alte Blu-ray hier wärmer und angenehmer ist. Offenbar hat man dies aber bewusst so gewählt, ansonsten ist dieser krasse Unterschied nicht zu erklären.
Gekontert wird das wiederum von den wesentlich stimmigeren Orangetönen während der Explosion der Enterprise. Was über die alte Blu-ray teils drastisch überstrahlt und massiv ins Magenta rutscht, ist hier viel besser durchzeichnet und kräftig Orange. Das gefällt um Längen besser als die unnatürlich wirkenden Feuertöne der alten Blu-ray.
Geht man in Close-ups, sind nun feine Härchen mit analoger Körnung sichtbar, wo sie von der alten Blu-ray durch das Nachschärfen hell überkontrastierend hervor stachen, Auch die schwarze Iris von Pille bei 86’51 tritt dadurch unschön und unnatürlich hervor, wo sie von der UHD Blu-ray natürlich eingebettet wird. In solchen Szenen liegen Welten zwischen beiden Disks.
Vorab: Auch die True-HD-Spur der UHD Blu-ray restauriert das Klingonisch von Kruge und seinen Männern leider nicht. Bereits fürs Kino hatte man die im Original auf tlhIngan Hol gesprochenen Dialoge synchronisiert und lediglich für einige TV-Auswertungen mal aus der Mottenkiste hervorgeholt. Das ist schade, aber leider nicht zu ändern. Gegenüber der alten Blu-ray hat die UHD-BD auch hier eine 2.0-Dolby-True-HD-Kodierung erhalten, die sich allerdings akustisch auch nur minimalst (wenn überhaupt) von der alten Spur unterscheidet. Und auch sie klingt dünn.
Schon der Geräuscheffekt vor dem Rückblick auf Spocks Tod hört sich scheppernd und schrill an. Außerdem schwingt die Filmmusik etwas seltsam, was sie im verlustfreien True-HD-Originalton nicht tut. Immerhin sind Dialoge gegenüber den ersten beiden Teilen etwas homogener und haben mehr Volumen – im Rahmen dessen, was eine 2.0-Spur eines vierzig Jahre alten Films zu leisten im Stande ist. Geräuscheffekte bieten zwar eine ganz nette Stereokulisse, dennoch klingt’s ziemlich blechern, wenn der Bird of Prey nach knapp elf Minuten den kleinen Frachter zerstört.
Auch Teil III kann akustisch keine Akzente setzen
Wechselt man hier auf den O-Ton, so liefert dieser immerhin ein gutes Bassfundament und ist natürlich auch viel räumlicher. Sie ist erneut in True HD kodiert, unterscheidet sich aber etwas in der Räumlichkeit von der alten Blu-ray. Ich mag Gespenster hören, vom vielen hin- und herschalten, aber die alte Version der Blu-ray war auf den Surrounds subjektiv aktiver. Das hört man bei einigen Soundeffekten während der Explosion der Enterprise und auch beim Blitz nach 76’27, der nicht ganz so deutlich von den Rears her schallt. Bassdruck und Lautstärke sind indes sehr ähnlich.
Deutsch: Dolby True HD 2.0 (60%)
Englisch: Dolby True HD 7.1 (75%)
Bonus (–)
Bis auf die zwei Audiokommentare, die von der alten Blu-ray schon bekannt sind, liegen alle anderen (zumeist bekannten Extras) auf der Blu-ray. Da mir diese nicht zur Verfügung gestellt wurde, entfallen weitere Beschreibungen an dieser Stelle.
Gesamtbewertung Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (75%)
Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock ist ein sehr spiritueller Film über Freundschaft, dessen Stärke in der Charaktertiefe liegt. Auch die Spezialeffekte zeigen sich verbessert und die Atmosphäre passt. Gerade aus heutiger Sicht einer der besseren klassischen Trek-Filme.
Die neue UHD Blu-ray punktet mit einem authentisch analogen Bild, das über weite Strecken angenehmere Farben liefert, auf Rauschfilter und Nachschärfung verzichtet und viel organischer wirkt. Der Ton bleibt gleichermaßen durchschnittlich und die Klingonen-Dialoge sind nach wie vor synchronisiert.
In dieser Woche ist mit „Deathloop“ ein frischer Exklusivtitel für die PlayStation 5 erschienen. Im Test schauen wir uns an, ob hier ein echter Kracher oder doch eher ein laues Lüftchen vorliegt.
Entwickelt wurde „Deathloop“ von Arkane Studios. Letztere gehören zu Bethesda Softworks und damit zu Microsoft. Hier liegt also die äußerst ungewöhnliche Situation vor, dass eine Microsoft-Tochter einen Exclusive für die direkte Konkurrenz veröffentlicht. Freilich liegt die Ursache darin, dass der Deal mit Sony noch vor der Übernahme durch die Redmonder ausgehandelt wurde. „Deathloop“ ist jedoch nur Konsolen-exklusiv auf der PlayStation 5 verfügbar. Auch PC-Gamer dürfen sich also bereits austoben.
In den bisherigen Trailern erweckte man den Eindruck, dass „Deathloop“ ein Rogue-lite sein könnte. Elemente aus diesem Genre sind vorhanden: Protagonist Colt versucht einer Zeitschleife zu entkommen. Geht er drauf, beginnt er den ewig gleichen Tag von neuem. Seine Ausrüstung geht dabei flöten. Allerdings behält er zuvor gesammelte Informationen. Die Spielwelt wird allerdings nicht zufallsgeneriert, sondern wurde von Hand gestaltet.
Das ist auch gut so, denn „Deathloop“ spielt auf einer mysteriösen Insel. Dort tummeln sich besessene Forscher und dekadente Aristokraten, die ihr Dasein in der Zeitschleife als Untersterblichkeit verstehen. Das Design spiegelt die typischen Tugenden der Arkane Studios wider, die insbesondere durch die Marke „Dishonored“ ihre Fans gefunden haben. So lässt sich zwar nicht jedes Gebäude in der Spielwelt betreten, die 1960er-Jahre Ästhetik, Steampunk und futuristische Dystopie mischt, aber jeder neue Raum, den man betritt, wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Grafik und Sound von „Deathloop“
Dabei ist „Deathloop“ allerdings kein Technikkracher wie etwa ein „Ratchet & Clank: Rift Apart“. Größtenteils könnte man sich das Game auch gut auf der letzten Konsolengeneration vorstellen. Zumal die Performance auf der PS5 in zwei von drei Modi eher zu wünschen übrig lässt: Nur der Performance-Modus, der mit einer recht aggressiven dynamischen Auflösung läuft, ist komplett flüssig. Mit 60 fps kann man hier angenehm durch die Gegend ballern oder auch schleichen.
Colt wird in „Deathloop“ auch mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.
Immer wieder mogeln sich aber detailarme Umgebungstexturen in die Spielwelt und die Charaktermodelle der Gegner sehen sehr nach Last-Gen aus. Generell gibt es aber eine schöne Weitsicht und immer wieder beeindruckende Panoramen in der Spielwelt zu sehen. Vor allem reißt es hier das Art-Design heraus, denn der eigenständige Mix aus 1960er-Optik und Science-Fiction-Elementen macht Laune. Wer hier aber auf eine visuell beeindruckende Next-Gen-Erfahrung gehofft hatte, wird möglicherweise etwas ernüchtert sein.
Die Soundkulisse weiß zu gefallen: Die Sprecher von Colt und Julianna gehen voll in ihren Rollen auf, aber auch weitere Charaktere wie die Visionäre sind sowohl in der deutschen Synchronisation als auch der englischen Originalversion sauber vertont. Bei der Musik ist es wiederum so, dass das, was man hört, 1a zur Stimmung passt. Allerdings wiederholt sich die Musik oft und kann als etwas verhalten beschrieben werden. An den Soundeffekten hatten wir hingegen nichts zu meckern. Waffen haben ordentlich Wumms und Arkane bindet auch den Lautsprecher des DualSense für Audiologs und Funksprüche gekonnt ein.
Wir brauchen eine Infusion bitte!
Auch wenn Colt in der Welt von „Deathloop“ grundsätzlich nach seinem Ableben seine Ausrüstung einbüßt, gibt es ein paar Kniffe: So findet man in der Spielwelt ein Material namens Residuum. Zwar geht dies am Ende des Tages verloren, wenn man es nicht benutzt, doch mit dem raren Gut lassen sich Infusionen starten. Man pumpt das Material also in ausgewählte Ausrüstung und erhält sie sich so dauerhaft. Das gilt auch für die Spezialfertigkeiten, die man erbeuten kann – von Julianna und den Visionären. Dadurch kann Colt also mächtiger werden und zunehmend härtere Herausforderungen bezwingen.
Der Schwierigkeitsgrad von „Deathloop“ ist ohnehin sehr fair: Erst wenn Colt dreimal das Zeitliche segnet, beginnt der Tag von vorne. Ein erstes Versagen führt also nicht direkt zu einem kompletten Reset. Manuell speichern kann man allerdings nicht: So wollte Arkane wohl verhindern, dass man nach einer misslungenen Schleichaktion direkt den letzten Spielstand lädt.
Schleichen und Gegner im Stillen meucheln ist dann meistens auch die bessere Wahl. Zumal sich die Feuergefechte an der PS5 eher holprig spielen. Regelmäßig feuerten wir ins Leere, da sich die Waffensteuerung zu träge anfühlte. Da macht es mehr Spaß, sich mit einer der übernatürlichen Fähigkeiten hinter Gegner zu teleportieren oder unsichtbar einen nach dem anderen Feind ins Jenseits zu befördern, während dessen Kumpels sich nur fragend umschauen können.
„Deathloop“: Die Story ist nur eine Randnotiz
Etwas Potenzial hat „Deathloop“ bzw. Entwickler Arkane auch bei der Geschichte verschenkt. An sich verbirgt sich hinter Colts Vergangenheit und der ganzen Geschichte der Insel eine spannende Story. Allerdings ist jene extrem dröge erzählt. Man wühlt sich durch Texte und Audiologs, statt die Story aktiv zu durchleben. Das funktioniert in einem interaktiven Medium mehr schlecht als recht. Wir sind uns sicher, viele Gamer werden die Logs und Texte nur als Randnotizen wahrnehmen. Schöner wäre es gewesen, durch erweiterte Cutscenes die Atmosphäre zu stärken oder aktiv manche Szene zu erleben, die man nur dröge in Texten nachliest.
„Deathloop“ hat eine spannende Story, die aber leider vorwiegend durch dröge Audiologs und Texte erzählt wird.
Highlights sind daher die Begegnungen mit Julianna, welche versucht einem jeden Tag zur Hölle zu machen, indem sie unerwartet auftaucht. Ihr könnt dabei entscheiden, ob sie ein NPC bleibt oder eure Freunde bzw. fremde Mitspieler in ihre Rolle schlüpfen dürfen. Und auch ihr könnt Julianna verkörpern und die Partien anderer Zocker infiltrieren. Das ist eine durchaus interessante Multiplayer-Idee. Zumal sich durch die Infiltrationen auch neue Kostüme und Waffen freischalten lassen.
Colt muss übrigens nicht nur Julianna fernhalten, sondern hat das Ziel alle acht Visionäre auf der Insel an einem Tag auszuschalten. Nur dann kann der Loop durchbrochen werden. Schnell killt man dann auch die ersten Vertreter. Doch erst mit der Zeit entdeckt man effizientere Methoden, um die speziellen Gegenspieler auszuschalten oder gleichzeitig an einen Ort zu locken.
Fazit
„Deathloop“ ist ein Shooter mit Action-Adventure und Stealth-Elementen geworden, der aber daran scheitert zur absoluten Oberklasse aufzuschließen. Dazu sind die Feuergefechte zu holprig. Dass die an sich gute Story weitgehend durch Audiologs und Texte erzählt wird, animiert zum Weiterklicken. Zumal nach den ersten Spielstunden eine gewisse Monotonie einkehrt, da man sich zwar zu verschiedenen Tageszeiten aber eben doch immer wieder durch nur vier relativ überschaubare Areale bewegt.
„Deathloop“ wirkt dabei wie eine Mischung aus „Hitman“ und „Dishonored“ lässt aber die spielerischen Freiheiten beider Spieleserien vermissen. Das macht man mit einer gewissen Coolness teilweise wieder wett. Unser Fazit klingt nun am Ende womöglich sehr kritisch. Doch „Deathloop“ ist trotz seiner Ecken und Kanten ein eigenständiger Genremix geworden, der kurzweilig exzellent unterhält. Wir vermuten aber, dass der Titel nicht so lange im Gedächtnis bleiben wird, wie die großen Vorbilder wie „Hitman“. Agent 47 weiß da doch mit mehr Wiederspielwert und noch hübscheren Sandbox-Levels zu überzeugen. Wer allerdings ohnehin die etwas „kantigen“ Games von Arkane schätzt, ist hier absolut an der richtigen Adresse.
„Sich im Kosmos herum zu treiben, ist doch was für die Jugend.“ Admiral Kirk, der gerade ein paar Kadetten in denen Kobayashi-Maru-Test geschickt und sie dort hat durchfallen lassen, scheint des Weltraums und seiner Missionen müde zu sein. Was natürlich nicht stimmt. Eigentlich hasst er seinen neuen Job als Admiral, der ihm lediglich die Obhut über Auszubildende abverlangt. Und er hasst es, älter zu werden. Kein Wunder, dass er gereizt reagiert, wenn Pille ihm ausgerechnet an seinem Geburtstag attestiert, dass er eben auch nicht jünger werde.
Der Einstieg in das zweite Kinoabenteuer der kirk’schen Prägung gelingt ungleich interessanter als jener in Star Trek: Der Film und in seiner zweiten Szene holt Der Zorn des Khan glücklicherweise auch den im ersten Film so schmerzlich vermissten Humor zurück. Kein Wunder, dass die Fortsetzung der Kinoabenteuer unter den Fans der Original-Crew bis heute der beliebteste ist. Und nicht nur das. Selbst mit allen anderen zwölf Filmen in einen Topf geworfen, kommt er hervorragend weg. Ja, vielleicht ist es der beste aller Star-Trek-Kinofilme. Umso überraschender, weil man mit dem ersten Teil künstlerisch und inszenatorisch nicht gerade Maßstäbe setzen konnte. Vielleicht liegt es daran, dass sich die Macher die Kritik am Vorgänger zu Herzen genommen haben. Vielleicht auch daran, dass man Roddenberry den Produzentenplatz klaute und sein Einfluss deshalb geringer wurde. Sehr wohl aber liegt es daran, dass man die Laufzeit reduzierte, eine deutlich verdichtete Story nutzte und sie vor allem sehr persönlich hielt. Rache hat im Kino schon immer funktioniert. Das Kino lebt von Emotionen. Und welche Emotion ist größer oder stärker als Vergeltung?
Kirk trifft auf seinen Erzfeind
Und es lag sicher auch daran, dass man dem hungrigen Star-Trek-Publikum eine Figur als Antagonist lieferte, den man aus der 22. Folge der ersten Staffel bereits kannte: Khan Noonien Singh. In der Episode Der schlafende Tiger war Kirk erstmalig auf den von Ricardo Montalbán gespielten Übermenschen getroffen, der einen guten Teil der Welt in den 1990er Jahren kontrollierte. Und wie der Film selbst, so gilt auch diese Episode als eine der besten der Show überhaupt.
Da Kirk den aggressiv auftretenden Khan in Der schlafende Tiger mit dessen Crew auf Ceti Alpha V aussetzte, damit er dort mit seinen Leuten eine neue Zivilisation aufbauen könnte, hätte man annehmen können, man hört nie mehr etwas von Khan. Doch da hatte man die Rechnung ohne die Skriptautoren gemacht. Die Dynamik, die zwischen Khan und Kirk entsteht, ist dann auch das Salz in der Suppe des zweiten Films. Selbst wenn erneut kein spektakulärer Außerirdischer als Bösewicht fungiert, ist Khan doch ein ziemlich fieser Gegenspieler, der keinerlei Zweifel daran lässt, dass er erst dann ruht, wenn er Kirk beseitigt hat. Immerhin hält er den Admiral für verantwortlich am Tod seiner Frau. Und das ist doch wohl Beweggrund genug. Der Bogen, den die Rachestory spannt, wird von spannenden Motiven im Subtext begleitet. So geht es beispielsweise um den ewigen Disput zwischen Wissenschaft und Militär. Außerdem bezieht sich das Projekt Genesis auf Problematiken, die in den 80ern erstmalig in der breiten Öffentlichkeit thematisiert wurden: Überbevölkerung und Nahrungsmittelknappheit.
Khan sinnt auf Rache
Allerdings setzt hier auch die größte und berechtigte Kritik an Der Zorn des Khanan. Denn, bei aller Liebe zum wirklich spannend inszenierten Hauptthema: Diese gesellschaftskritischen Aspekte werden in der ersten halben Stunde ziemlich prominent eingeführt, nur um sie daraufhin komplett außer Acht zu lassen. Pille stellt noch die Frage in den Raum, ob das Projekt Genesis auf seinem Weg, neues Leben zu generieren, nicht möglicherweise vorhandene niedere Lebensformen ausradiert – wirft also quasi die Frage nach der Allmacht der Menschen und der Erhebung über die göttliche Schöpfung auf. Doch von dieser Frage ist im weiteren Verlauf des Films nichts mehr zu spüren. Das ist vor allem deshalb schade, weil es wirklich spannende Themen sind – im Übrigen genauso wie das Eugenik-Motiv, das Khan innewohnt. Doch auch hier lässt man Potenzial liegen. Schlimmer noch: Khan wird nicht müde, von seinem überlegenen Intellekt zu referieren. Und das Drehbuch will es so, dass der Zuschauer ihn genau deshalb für einen wirklich harten Gegner Kirks hält. Warum in Jack B. Sowards Namen geht er dann gleich zweimal einem billigen Bluff von Kirk auf den Leim?
Jetzt klingt es so, als wäre Der Zorn des Khan kein guter Film. Doch das stimmt natürlich nicht. Denn trotz gewisser Logiklücken (Spock, übernehmen sie!) und fallengelassener Motive ist die Rachegeschichte nun mal wirklich äußerst spannend. Montalbán gibt als Khan zudem eine tolle Vorstellung ab und lässt glattweg vergessen, dass die Star-Trek-Filme nun wahrlich nicht bis in jede Nebenrolle von guten Schauspielern bevölkert werden. Kirstie Alley als prinzipientreue Kadettin Saavik ist zudem eine tolle Ergänzung in der Crew der Enterprise und wenn man sich das Ende des Films noch mal vor Augen führt, sich ins Kino der damaligen Zeit versetzt und idealerweise auch noch großer Trekkie ist, dann kann man sich vorstellen, was das für Emotionen hervorgerufen haben muss.
Gegenüber dem ersten Teil gelangten vom Nachfolger sowohl die Kinofassung als auch der Dir. Cut auf die 4K UHD Blu-ray. Qualitativ sieht man keinen Unterschied zwischen den zusätzlichen Szenen. Natürlich wurde auch Star Trek II: Der Zorn des Khanwurde damals natürlich analog auf 35 mm Film aufgenommen. Auch hier wurde für die neue BD und 4K-UHD-BD ein neuer 4K-Scan vorgenommen und auch hier gab’s natürlich HDR10 und Dolby Vision sowie einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Im laufenden Bild fällt zunächst einmal auf, dass der zweite Teil direkt zu Beginn mit Kameraunschärfen zu kämpfen hat. Was über die alte Blu-ray von 2013 teilweise auch durch die Rauschfilterung hervorgerufen hätte sein können, zeigt sich hier als im Filmmaterial enthalten. Schon Spock ist während seines Vorbeigehens an der Kamera nicht scharf und auch Lieutenant Saaviks Gesicht dürfte detaillierter sein. Dennoch ist sofort sichtbar, dass die Körnung hier feiner zur Geltung kommt. Allerdings nicht so gleichmäßig und authentisch wie im ersten Teil.
Ich kann mich täuschen, aber hin und wieder sieht es auch hier nach leichter Filterung aus. Hin und wieder, wohlgemerkt. Denn davon abgesehen davon zeigt sich die 4K-Scheibe aber vor allem wieder bei den Farben der Blu-ray von 2013 überlegen. Nicht nur sind sie kräftiger und reichen im Spektrum weiter, sondern sind der UHD Blu-ray auch Banding-Probleme oder ähnliches völlig fremd. Die blauen und purpurfarbenen Nebel bei 57’28 sehen einfach fantastisch aus. Wo aber keine Farben sein sollen, ist die UHD-BD deutlich neutraler. Die Oberfläche von Planeten ist nun realistisch grau und nicht mehr fast blau (68’36). Ebenso sind Gesichter nicht mehr so gelblich, sondern natürlich gebräunt.
Gegenüber der Blu-ray von 2013 ist die UHD Blu-ray wesentlich authentischer gekörnt und farblich wärmer
Alleine das gibt der 4K-Scheibe schon mehr Realismus. Wunderbar ist das Fehlen von üblen Filterungsartefakten wie jenen auf Spocks Gesicht während des kurzen Dialogs mit Saavik über Kirk bei Minute 27’50. Hier zeigt die UHD-BD, dass sie die unnatürlichen Säume an seinen Mundwinkeln vermeidet, die von der alten BD gezeigt wurden. Auch die Farben bluten nicht mehr aus, sondern sind klar definiert.
Gegenüber dem ersten Teil kommen zudem Spitzlichter besser und dynamischer rüber. Die funkelnden Sterne im All werden leuchtender wiedergegeben und man sieht auch mehr von ihnen. Selbst die im Hintergrund dezenter strahlenden werden wiedergegeben, welche man über die Blu-ray einzeln suchen muss. Dolby Vision setzt sich auch im zweiten Teil nicht wesentlich von HDR10 ab, was auch daran liegen kann, dass es hier durchweg ziemlich düster zugeht und in dunklen Szenen HDR10 ebenfalls sehr gut ist.
Anmerkung: Zum Vergleich wurde die alte Blu-ray von 2013 herangezogen. Es gab vom zweiten Star-Trek 2016 bereits eine remasterte 4K-Fassung, die visuell deutlich besser war, mir aber nicht zur Verfügung stand.
Gegenüber der alten Blu-ray hat die UHD-BD auch hier eine 2.0-Dolby-True-HD-Kodierung erhalten. Allerdings setzt diese sich nicht (wie im Vorgänger) qualitativ von der Blu-ray-Fassung ab. Auch die unkomprimierte Variante ist arg dünn und wenig ausgewogen. Feine, hochfrequentere Geräusche sind etwas angenehmer angelegt, was den Beam-Vorgängen zugute kommt. Ansonsten bleibt’s hier in etwa auf dem befriedigenden Niveau der alten Blu-ray. Also bei einem relativ dünnen Sound.
Der deutsche Sound ist leider arg dünn und spitz. Dynamik gibt’s nur über den O-Ton
Schon die Musik während der Titelsequenz tönt derart blechern und fast schrill aus den Speakern, dass es wahrlich keine Freude ist. Die Stimmen sind zwar verständlich, wirken bisweilen aber etwas phasenverschoben und gequetscht. Wenn man hier zum Vergleich auf die 7.1-True-HD-Fassung des Originals wechselt, gehen die Ohren ebenso auf wie die Bühne breiter wird. Das ist dann schon ein wirklich großer Unterschied in der akustischen Präsentation. Einzig die teils gut angelegte Stereoortung kann dem Ton noch etwas Positives verleihen. Ansonsten klingt das einfach nicht gut. Allerdings lässt auch der englische Ton im Vergleich zum ersten Film ein paar Federn. So klingen Dialoge teils rauschig und die generelle Atmosphäre ist gedrückter als im recht offenen ersten Teil.
Deutsch: Dolby True HD 2.0 (60%)
Englisch: Dolby True HD 7.1 (75%)
Bonus (–)
Bis auf die zwei Audiokommentare von Nicholas Meyer liegen alle anderen (zumeist bekannten Extras) auf der Blu-ray. Da mir diese nicht zur Verfügung gestellt wurde, entfallen weitere Beschreibungen an dieser Stelle.
Gesamtbewertung Star Trek II: Der Zorn des Khan (75%)
Star Trek II: Der Zorn des Khan ist eindeutig der bessere Film – verglichen mit dem Vorgänger. Er ist aber nicht frei von Kritik und trotz seines guten Rufs auch nicht unfehlbar. Spannend ist er jedoch nach wie vor. Und das nun mit einem wirklich guten Bild, das aus dem fast vierzig Jahre alten Material das bisher Beste herauszuholen vermag.
Aufgrund eines manchmal nicht ganz konsistenten Looks in puncto Körnung gibt’s ein paar Pünktchen Abzug. Aber insgesamt sind vor allem die Farben wirklich gut geworden. Schade nur, dass man beim deutschen Ton für den zweiten Teil nicht noch mehr rausgeholt hat.