Amazon hat die August-Neuheiten für Prime Video bestätigt. Im Streaming-Angebot gibt es wieder zahlreiche neue Filme, Serien und Specials zu sehen.
Bei Amazon Prime Video gibt es für euch im August 2021 natürlich wieder neues Film- und Serienfutter. So startet etwa die Serie „Cruel Summer“, welche die gleiche Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Außerdem sind unter den Filmen etwa die „The Dark Knight“-Trilogie von Christopher Nolan und der Blockbuster „Kong: Skull Island“.
Ab dem 17. August Sehen Prime-Mitglieder zusätzlich jeweils das Top-Spiel der UEFA Champions League am Dienstag exklusiv und live im Rahmen ihrer Mitgliedschaft und ohne zusätzlichen Aufpreis. Prime Video zeigt im Anschluss die Highlights aller anderen Begegnungen des Dienstags. Insgesamt werden 16 Begegnungen live übertragen: zwei Play-Off-Spiele, sechs Begegnungen der Gruppenphase und acht Partien der K.O.-Runde.
Einige der neuen Inhalte werden natürlich auch in 4K angeboten. Wir wünschen euch viel Spaß beim Streaming!
Neue Serien im August 2021 bei Amazon Prime Video
Cruel Summer – Staffel 1 – Exklusiv verfügbar ab 6. August
Modern Love – Staffel 2 – Exklusiv verfügbar ab 13. August
9 Perfect Strangers – Staffel 1 – Exklusiv verfügbar ab 20. August
Kevin Can F**K Himself – Staffel 1 – Exklusiv verfügbar ab 27. August
Neue Specials
Borat’s American Lockdown & Debunking Borat – Exklusiv verfügbar ab 13. August
Borat Supplemental Reportings Retrieved From Floor Of Stable Containing Editing Machine – Exklusiv verfügbar ab 13. August
Neue Filme im August 2021 bei Amazon Prime Video
Infection – Verfügbar ab 1. August
Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses – Verfügbar ab 2. August
Jay And Silent Bob Reboot – Exklusiv verfügbar ab 2. August
Alibi.com – Verfügbar ab 3. August
50 Erste Dates – Verfügbar ab 3. August
Das Ende – Assault on Precinct 13 – Verfügbar ab 4. August
Balkan Line – Exklusiv verfügbar ab 4. August
Alone – Du kannst nicht entkommen – Exklusiv verfügbar ab 5. August
Straight Outta Compton – Verfügbar ab 3. August
Das Haus der Krokodile – Verfügbar ab 5. August
Verachtung – Verfügbar ab 6. August
Schändung – Verfügbar ab 6. August
Erbarmen – Verfügbar ab 6. August
Erlösung – Verfügbar ab 6. August
Catch Me If You Can – Verfügbar ab 7. August
Elizabeth: Das goldene Königreich – Verfügbar ab 7. August
Terminator Genisys – Verfügbar ab 8. August
The Jacket – Verfügbar ab 9. August
Infamous – Exklusiv verfügbar ab 9. August
Men in Black – Verfügbar ab 10. August
Heroes – Exklusiv verfügbar ab 11. August
Drachenzähmen leicht gemacht 2 – Verfügbar ab 11. August
Wild Child – Erstklassig Zickig – Verfügbar ab 12. August
So ist das Leben – Life Itself – Verfügbar ab 13. August
EVANGELION:3.0+1.01 THRICE UPON A TIME – Exklusiv verfügbar ab 13. August
Batman V Superman: Dawn Of Justice – Verfügbar ab 13. August
The Tiger Mafia – Exklusiv verfügbar ab 14. August
The Invasion – Verfügbar ab 14. August
Tremors – Im Land der Raketenwürmer – Verfügbar ab 15. August
Ready Player One – Verfügbar ab 16. August
Shadow In The Cloud – Exklusiv verfügbar ab 16. August
Zum Glück geküsst – Verfügbar ab 17. August
Bigfoot Junior – Verfügbar ab 17. August
The Queen of Spain – Die Königin von Spanien – Verfügbar ab 18. August
Killer’s Bodyguard – Verfügbar ab 19. August
The Danish Girl – Verfügbar ab 20. August
Kong: Skull Island – Verfügbar ab 21. August
Godzilla – Verfügbar ab 21. August
Blues Brothers 2000 – Verfügbar ab 22. August
Wettkampf der Tiere – Daisy Quokkas großes Abenteuer – Verfügbar ab 23. August
15:17 To Paris – Verfügbar ab 23. August
Black Christmas – Exklusiv verfügbar ab 23. August
Charlie und die Schokoladenfabrik – Verfügbar ab 24. August
Ted 2 – Verfügbar ab 25. August
Unsane – Ausgeliefert – Exklusiv verfügbar ab 26. August
Marienne & Leonard: Words Of Love – Exklusiv verfügbar ab 27. August
Der seltsame Fall des Benjamin Button – Verfügbar ab 30. August
Samsung bringt seine Lifestyle- TVs der Reihe The Frame (2021) nun auch mit 85 Zoll international auf den Markt. Eine Preisangabe für Deutschland fehlt allerdings noch.
Bisher gibt es The Frame mit 32, 43, 50, 55, 65 und 75 Zoll. Nun soll eben ein noch größeres TV-Modell in der Lifestyle-Serie hinzustoßen. Laut Samsung folge man damit dem Trend hin zu immer größeren Bilddiagonalen. Das sei von den Kunden ausdrücklich so gewünscht. Zur Erinnerung: The Frame sind Samsungs Fernseher, die wie Bilderrahmen wirken und im Idle-Modus Kunstwerke oder Fotos anzeigen können. Sie fungieren also quasi auch als digitale Bilderrahmen.
Technisch basieren The Frame (2021) auf den QLED-Modellen von Samsung. Diese TVs sind allerdings nicht für die Aufstellung mit einem Ständer geeignet, sondern sollten an der Wand hängen. Zunächst wird die 85-Zoll-Variante von The Frame nun in Südkorea auf den Markt kommen. Sie soll aber laut Pressemitteilung auch noch weltweit vertrieben werden. Ihr habt dabei für den Rahmen die Wahl aus unterschiedlichen Farben.
Ihr könnt The Frame mit unterschiedlichen Rahmenfarben ergattern.
In Südkorea kostet The Frame (2021) mit 85 Zoll Diagonale umgerechnet in etwa 4.920 Euro. Ein stolzer Preis, wenn man bedenkt, dass es sich hier nicht um ein High-End-Modell handelt. Dafür punktet die Serie eben mit ihrem Design. Der europäische Preis wird mit Sicherheit etwas abweichen, leider liegen uns dazu aber aktuell noch keine Informationen vor. Auch fehlt noch ein Erscheinungszeitraum.
Samsung will das Wohnzimmer verschönern
Mit The Frame hat Samsung es sich zum Ziel gesetzt, das „schwarze Loch“ im Wohnzimmer zu beseitigen, das ein normaler TV unweigerlich darstellt. So will man hier mit schickem Design dafür sorgen, dass die Fernsehgeräte das Wohnzimmer nicht mehr so stark dominieren. Offenbar kommt das bei den Kunden bisher gut an, denn jedes Jahr erweitert man die TV-Reihe.
Allzu häufig kommt es nicht vor, dass ein Roman in Deutschland von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf den Index genommen wird – jedenfalls nicht, wenn es sich nicht um Untergrund-Schund aus den Niederungen der Gewaltfantasien oder aber um politisch extreme Inhalte handelt. Bret Easton Ellis schaffte es mit American Psycho jedoch, obwohl er weder Schmuddelautor, noch in der politisch Extremen zu finden war. Vier Jahre nach dem offiziellen Release seines Buchs indizierte die BPjM American Psycho und zwischen 1995 und 2001 blieb es dabei. Erst im Februar 2001 wurde die Indizierung aufgehoben, nachdem der Verlag, Kiepenheuer & Witsch, dagegen geklagt hatte. Erstaunlicherweise also sogar nach dem Kinostart der Verfilmung, die im September 2000 in die Lichtspielhäuser kam.
Der Grund für die Indizierung: Es sei „Menschenverachtend. Geeignet, Kinder und Jugendliche sozial, ethisch zu desorientieren. Anleitung zur Folterung von Frauen.“
Ganz Unrecht hat die Bundesprüfstelle damit nicht. Allerdings muss man natürlich auch immer den Kontext mit einbeziehen. Dem Film blieb das Schicksal des Verbots im Übrigen erspart. Freigegeben ab 16 Jahren löste aber auch er durchaus eine gewisse Kontroverse aus. Zwar spart sich die kanadische Regisseurin Mary Harron die übelsten Gewaltexzesse, bzw. lässt sie meist Off-Camera passieren, doch ihre Hauptfigur ist im Film nicht minder kaltblütig und emotionslos.
Patrick legt viel Wert auf sein Äußeres
Christian Bale spielt den Patrick Bateman in der Verfilmung – und er tut es mit eiskalter Präzision. Man muss nicht unbedingt so weit gehen, Bale zu attestieren, dass seine Weltkarriere auf der Darstellung des Börsen-Yuppies fußt (immerhin hatte er zuvor schon bemerkenswerte Rollen), aber in American Psycho manifestiert sich, mit welcher Inbrunst er seine Figuren zum Leben erweckt. Man hat eigentlich nie das Gefühl, dass hier nur ein Schauspieler agiert. Bale könnte in seiner Erweckung der Figur tatsächlich als narzisstischer Serienmörder durchgehen. Man nimmt ihm jede Sekunde, jede Zeile und jede Geste ab. Nicht auszudenken, wenn tatsächlich (wie vom Studio eigentlich geplant) Leonardo DiCaprio die Titelfigur gespielt hätte. Nichts gegen DiCaprio. Aber anno 2000 hätte man dem doch noch sehr jungenhaften Schauspieler eine derartige Rolle sicherlich nicht so abgenommen wie dem kernigeren Bale.
Davon ab ist die Verfilmung des Romans vielleicht noch etwas mehr Satire als das Buch. Vielleicht hat den Film dies auch davor gerettet, geschnitten und/oder indiziert zu werden. Tatsächlich gelingt es Harron hervorragend, auf der einen Seite für eine gewisse übertriebene – und damit absurd-witzige – Stimmung zu sorgen, während einem auf der anderen Seite das Lachen schnell mal im Hals steckenbleiben kann. Wie das Buch auch seziert der Film genüsslich den Turbokapitalismus und entlarvt ihn als Blase, in der man zwar reich, aber im gleichen Maße auch emotional gleichgültig und im Inneren vollkommen leer werden kann. Der Film überträgt das nicht nur durch Bales hervorragendes Spiel auf den Zuschauer, sondern auch durch sein Design. Kühl, sachlich-modern und mit aktuellster Technik versehen ist Batemans Appartement. Alles hat seinen Platz und selbst wenn er später zum Killer wird, sorgt er dafür, dass auch ja kein Blutspritzer auf das teure Mobiliar gelangt.
Ein Narzisst, wie er im Buche steht
Emotionen, so scheint es, hat Bateman nicht. Abseits von Minderwertigkeitskomplexen, die deutlich werden, wenn der Neid auf die schöneren Visitenkarten oder die besseren Restaurantplätze geäußert wird, scheint Patrick nichts zu empfinden. Wobei das nicht ganz stimmt. Denn in der Musik von Genesis und Phil Collins‘ Solowerken geht er dann doch auf. Aus deren Texten kann er frei rezitieren und Analysen zur Befindlichkeit der Gesellschaft ableiten. Dass er währenddessen Frauen behandelt wie Objekte, die man dirigieren kann und die zur bloßen Selbstbestätigung herhalten müssen, gab selbstredend genug Anlass für hitzige Debatten. Schon bei Veröffentlichung des Buchs meldeten sich diverse amerikanische Frauenrechtlerinnen, die sich gegen Ellis‘ Novelle stellten. Pikantes Detail: Eine der prominentesten Gegnerinnen des Buchs war Gloria Steinem – keine Geringere als Christian Bales Stiefmutter.
Und auch der Film hatte mit entsprechenden Vorbehalten bezüglich der gezeigten Gewalt – vor allem Frauen gegenüber – zu kämpfen. Natürlich ist es stets eine Gratwanderung, wenn man durch einen Film gewisse Verhaltensweisen kritisiert und sie anprangert, gleichzeitig aber visuell und erzählerisch nutzt, um sie darzustellen. Dass American Psycho aber als Gesellschaftssatire und nicht als Verherrlichung eines Psychopathen zu verstehen ist, daran sollte auch heute kein Zweifel bestehen.
American Psycho wurde seinerzeit natürlich analog gefilmt. Zum Einsatz kamen damals Panavision-Kameras mit 35-mm-Filmmaterial. Davon zog man vor zwei Jahren ein neues 4K-Master, als für die US-UHD-Blu-ray von Lionsgate ein echtes Upgrade erstellt wurde. Dieses Material hat Koch Films nun lizensiert und bringt es hierzulande heraus, ohne noch einmal technisch Hand angelegt zu haben. Was nicht wirklich schlimm ist, denn das HDR-Master inklusive Dolby Vision liefert den Film in einer bis dato nicht gekannten Qualität ab. Die Blu-ray von Concorde, die zuvor existierte, kommt dagegen nicht mal ansatzweise heran.
Grundsätzlich kann und muss man der 4K-Scheibe attestieren, dass sie aus dem vorhandenen Material das Beste herausholt. Abgesehen von zwei Szenen, in denen der Himmel im Hintergrund arg körnig und grob wird (49’47, 85’10) ist die Bildruhe gut. Die Körnung bleibt in aller Regel filmisch, wirkt im Gegensatz zur neuen Blu-ray hier und da aber ganz leicht gefiltert. Wohlgemerkt GANZ LEICHT und absolut nicht zu vergleichen mit der alten Blu-ray, die oft wachsige Oberflächen hatte. Ungeübte Augen werden das nicht sehen.
Wenn Farbtupfer im Film zu sehen sind, werden diese von der 4K-Scheibe kräftig wiedergegeben
Wirklich gelungen sind Farbwiedergabe und Kontrastdynamik. Zwar gibt’s hin und wieder Szenen, in denen Details ganz leicht im Schwarz untergehen, aber Absaufen tut’s hier nicht – und schon gar nicht durchgehend. Gegenüber der neuen Blu-ray wirken Gesichter etwas neutraler, was aber im Bereich von Nuancen liegt. Nicht ganz so schön ist der Moment der elektrisierenden Körnung auf dem leicht überstrahlenden Rücken nach 39’50, den die UHD-BD ebenso wie die neue Blu-ray auch aufweist. Umso schöner, dass trotz der hier und da scheinbar etwas gefilterten Momente in den Totalen von Städten oder großen Gebäudeansammlungen die Kornstruktur feiner erhalten ist.
Während die neue BD in puncto Körnung zwar wirklich gut und authentisch ist, kann die UHD-BD hier mit der höheren Datenrate und dem effizienteren Codec auch noch feine Körnung auf uniformen Oberflächen darstellen, wo die Blu-ray Pixel nicht mehr fein differenziert und (bei genauem Hinsehen) matschig wirkt (85’00). Übrigens: Ausschließlich die Unrated-Fassung hat eine 4K-Grundlage. Die ebenfalls enthaltene R-Rated (leicht gekürzt in der Dreier-Bettszene) basiert auf einem älteren Master und ist nicht mal in puncto Bildverschmutzungen bearbeitet worden. Die Unrated hingegen enthält eben jene Szenen des Flotten Dreiers, von denen zwei Momente allerdings mit Untertiteln belegt und nicht nachsynchronisiert wurden.
Beim Ton gab es seinerzeit bereits DTS HD-Master und dabei bleibt es nun auch. Das heißt konkret: Auch die neue Blu-ray hat die identischen Tonspuren wie jene von 2020. Was so schlimm nicht ist, da sie rein qualitativ für einen 20 Jahre alten Film durchaus überzeugen. Die Filmmusik (zahlreiche Hits der 80er) kommen meist räumlich und oft sogar dynamisch aus den Speakern. Die Verständlichkeit der Dialoge ist wirklich gut – selbst wenn sie insgesamt ein wenig dünn und etwas hohl klingen. Wenn Patrick dann zu seinen mörderischen Attacken ausholt und die Kettensäge das Zepter übernimmt, wird’s sogar erstaunlich laut. Natürlich fehlt es insgesamt etwas an Druck und Volumen, aber gut (an)hörbar ist der Ton dennoch.
Patrick ist stolz auf seine Anlage und mag Phil Collins – der DTS-HD-Master-Sound gibt dessen Songs dynamisch wieder
Deutsch: DTS HD-Master (70%)
Englisch: DTS HD-Master (75%)
Bonus (70%)
Das Bonusmaterial beginnt mit zwei Audiokommentaren (einer von Regisseurin Mary Harron, der andere von Drehbuchautorin Guinevere Turner). Auf der 4K-Scheibe finden sich zudem Trailer und eine Bildergalerie. Die neue Blu-ray enthält das identische Material. Hinzu kommt Disk #3, die den Film (wer’s braucht) noch mal auf DVD enthält.
Disk #4 ist dann ebenfalls eine DVD, die noch mal ein paar Extras enthält. Darunter diverse Interviews und einige Featurettes – bspw. „From Book to Screen“ oder „The 80s Downtown“ und „The Story of American Psycho“. Im Behind the Scenes geht’s dann kommentarlos zu – eher eine B’Roll. 19 Minuten an entfallenen Szenen komplettieren das Angebot. Die Extras auf der DVD sind (im Gegensatz zu den Audiokommentaren auf BD und UHD-BD) untertitelt.
Gesamtbewertung American Psycho (76%)
American Psycho ist bis heute eine wirkungsvolle und vor allem eiskalt-präzis gespielte Gesellschaftssatire mit einem glänzenden Christian Bale in der Hauptrolle. Für viele Filmfans sicherlich nach wie vor starker Tobak – aber eben auch ein Film, mit dem sich die Auseinandersetzung lohnt. Lohnenswert ist auch die 4K UHD als bisher beste Möglichkeit, American Psycho zu sehen. Gleichsam gut ist die neue Blu-ray, die nur in puncto Encoding den Kürzeren zieht und ansonsten sehr ähnlich (gut) aussieht.
Da die Baukosten des WDR-Filmhauses von ursprünglich 80 Millionen auf rund 240 Millionen angestiegen sind, verweigerte die KEF die Zahlung von 69,1 Mio. Euro. Der WDR baut jedoch munter weiter.
Wasser auf die Mühlen der GEZ-Gegner. Das WDR-Filmhaus in der Kölner Innenstadt sollte von 2017 bis 2023 grundsaniert und modernisiert werden. So weit, so gut. Die geplanten Kosten von ursprünglich 80 Millionen Euro explodierten jedoch innerhalb kürzester Zeit auf rund 240 Millionen Euro. Grund für die „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ (KEF) eine Zahlung von 69,1 Millionen Euro vorerst zu sperren. Ursprünglich sollte das 1974 erbaute Filmhaus nur teilsaniert werden – was definitiv weniger gekostet hätte. Doch der WDR hält weiter an seinem Protzbau im Herzen von Köln fest.
KEF setzt Zahlung aus
Die Kommission hatte bereits in ihrem Jahresbericht 2020 ihre Skepsis gegenüber dem Sanierungsvorhaben des WDR-Baus geäußert und demnach die Zahlung von 69,1 Millionen Euro gesperrt. Im Jahresbericht heißt es:“Das Verfahren hat erhebliche Transparanzdefizite“ und weiter „Die Kommission erwartet, dass der WDR, nicht zuletzt aufgrund der erheblichen Kostensteigerungen, die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens erneut prüft und dabei klärt, ob eine alternative Lösung nicht wirtschaftlicher ist.“.
Kein Bock auf günstigere Alternativen
Zum Vergleich: Der Neubau des NDR-Bürogebäudes in Hamburg belief sich auf 5.566 Euro pro Quadratmeter. Die Komplettsanierung und Modernisierung des WDR kommt auch satte 9.256 Euro pro Quadratmeter – Genau zwei Drittel mehr. Preiswerter wäre es womöglich gewesen bei den WDR-Studios in Bocklemünd zu bauen, jedoch würde man sich ja dann nicht mehr in der Innenstadt von Köln, sondern am Rand der Stadt aufhalten. Der WDR kommentierte auf Bild-Anfrage, dass das Filmhaus ein „journalistisches Herzstück“ sei und „Ein Neubau in Bocklemünd wäre daher nicht sinnvoll und auch nicht wirtschaftlicher gewesen. Es hätte zusätzliche Kosten für die Erschließung des Geländes und die technische Anbindung an die Sendezentrale in der Innenstadt gegeben.“.
Was übersetzt so viel bedeutet wie: „Uns gefällt es in der Kölner Innenstadt besser, da darf der Bau schon etwas teurer sein.“ – überspitzt gesagt. Nicht falsch verstehen, ich denke, es ist wichtig, dass wir ein öffentlich-rechtliches Angebot haben – allein schon wegen der Fußball EM, WM und den Olympischen Spielen – aber bei so einer Geldverschwendung fehlt mir komplett das Verständnis.
Sky erweitert mit Top-Blockbustern von Warner Bros. das Angebot auf Sky Cinema, unter anderem mit „Godzilla vs. Kong“ der in 4K Ultra HD, Dolby Atmos und „Gähn-SDR“ präsentiert wird.
Sky lockt seine Kunden mit brandaktuellen Filmhighlights. Unter anderem mit dem „Kampf der Giganten“. Der internationale Blockbuster „Godzilla vs. Kong“ treibt die Auseinandersetzung der Riesenechse und des Monsteraffens auf die Spitze. Sky zeigt den Blockbuster ab dem 29. Juli 2021 auf Sky Cinema. Wer im Besitz eines Sky Q-Pakets ist, kann den Film auch in brillanter 4K Ultra HD Qualität und Dolby Atmos 3D-Sound in englischer und deutscher Sprachausgabe genießen. Doch etwas trübt das audiovisuelle Erlebnis. Der Film wird weiterhin nur in SDR (Standard Dynamic Range) anstatt mit erweitertem Dynamikumfang (HDR) gezeigt.
Mehr als drei Jahre nach dem Start der Sky Q Plattform auf dem Sky Q Receiver unterstützt dieser immer noch kein HDR (High Dynamic Range)
Eigentlich etwas traurig, da der Sky Q Receiver eigentlich HDR-fähig ist. TV-Übertragungen wie z.B Fußball-Begegnungen oder die Formel 1 werden bereits via HDR-HLG (Hybrid Log Gamma) realisiert. Doch Film- und Serienfreunde schauen weiterhin in die etwas farb- und kontrastlose Röhre. Unverständlich, wenn man bedenkt, dass Sky Q in Großbritannien bereits seit längerer Zeit HDR-Streams auch über Sky-on-Demand, Netflix oder Disney+ abgerufen werden können.
Wie dem auch sei, wer jetzt keinen Wert auf die absolut beste visuelle Präsentation legt, der wird sich mit Godzilla vs. Kong sicherlich gut unterhalten fühlen. Darüber hinaus gesellen sich noch weitere Top-Filme von Warner auf Sky Q. Ab 30. Juli startet der zweifach oscarprämierte „Judas and the Black Messiah” bei Sky, ein Drama über die Ermordung eines Black-Panther-Anführers. Ab 12. August kommt dann der Thriller „The Little Things“ mit den Oscarpreisträgern Denzel Washington und Rami Malek, die als Cops bei der Jagd nach einem Serienkiller, gespielt von Jared Leto, helfen.
Wer die bestmögliche Variante von Godzilla vs. Kong erleben möchte, dem würde ich die 4K Blu-ray-Variante ans Herz legen:
Fast zwei Mio. Zuschauer hatte Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer vor etwas über drei Jahren in den deutschen Kinos. Damit war er nach Der Junge muss an die frische Luft die zweiterfolgreichste deutsche Produktion des Jahres. Dennis Gansels Verfilmung der berühmten Vorlage von Michael Ende wurde zwar zuweilen für seinen hohen Anteil an Spezialeffekten kritisiert, doch irgendwas ist ja immer. Und dass wir hier nicht mehr über eine Puppenspieler-Verfilmung mit Zellophanfolienwasser reden, hätte den entsprechenden Kritikern durchaus bewusst sein dürfen.
Die Zeiten ändern sich und CGI ist Bestandteil großer Produktionen. Wenn man dann eine Welt wie Lummerland, das Kaiserreich Mandala oder die Drachenwelt Kummerland erschaffen möchte, stehen den Filmen heute Mittel zur Verfügung, die man vor 20 Jahren noch altmodischer getrickst hätte. Hätte das mehr Charme gehabt? Vielleicht.
Jim möchte immer noch wissen, woher er kommt
Deshalb ist Gansels Film aber noch lange nicht schlecht. Dass eine Fortsetzung kommen würde, war trotz des nicht ganz ausreichenden Einspiels des Vorgängers relativ schnell beschlossene Sache. Ein Grund dafür war beispielsweise, dass man sich sputen musste, bevor Hauptdarsteller Solomon Gordon seiner Rolle entwachsen wäre. Gedreht wurde Jim Knopf und die Wilde 13 dann zwischen März und Mai 2019. Da die Postproduktion mit einem erneut relevanten CGI-Anteil (ein Viertel des Gesamtbudgets wurde in Computereffekte investiert) viel Zeit in Anspruch nahm, schlitterte auch dieser Film in die Covid-19-Pandemie hinein. Die Kinoauswertung im Oktober 2020 fiel dann kurz vor den erneuten Lockdown und das Einspiel blieb deshalb bei (immerhin achtbaren) 800.000 Besuchern stecken. Man darf hoffen, dass die Zweitauswertung nun den erwünscht nachhaltigen Erfolg bringt.
König Alfons der Viertevorzwölfte hätte gerne einen Leuchtturm
Was das Sequel verdient hätte. Denn er ist tatsächlich sogar der unterhaltsamere Film. Entgegen sonstiger Fortsetzungen wird nicht schlicht auf mehr Tamtam gemacht (selbst wenn auch das spektakulär stattfindet), sondern man bekommt neben einer spürbaren Figurenvertiefung auch ein paar neue Charaktere hinzu, die dem Film eine gewisse Würze verleihen. Ganz wunderbar ist beispielsweise Sonja Gerhardt als Sursulapitschi. Nicht nur, dass sie mit unhandlichen Meerjungfrauenflossen agieren musste, bleibt sie dabei total souverän und äußerst charmant. Und wenn es um Charme geht, hat Rick Kavanian natürlich auch ein Wort mitzusprechen. Oder vielmehr 12 Worte. Denn das von ihm dargestellte Piratendutzend macht einfach irre Spaß. Jeden von ihnen spielt er mit dezent eigenen Charaktereigenschaften und die jeweils etwas anders gestaltete Maske tut ihr Übriges hinzu, dass Kavanian sein Improvisationstalent und seine Wandelbarkeit unter Beweis stellen kann.
Aber auch die bekannten Darsteller haben erneut richtig Lust an ihren Rollen. Das gilt für Christoph Maria Herbst und Anne Frier genauso wie (vor allem) Uwe Ochsenknecht. Den verdienten Schauspieler hatte man schon vor zwei Jahren lange nicht mehr so entspannt und locker agieren sehen. Und dieses Mal macht er mit noch grandioserem Witz direkt dort weiter, wenn er als König Alfons die Worte nach Lust und Laune verdreht. Sein „Wir platzen ja vor Mangel“ auf die Frage nach dem Standort für einen Leuchtturm ist ein echter Brüller.
Rick Kavanian gibt’s gleich im Dutzend
Dass man in Südafrika mit zwei echten Schiffen drehen konnte, tut der Produktion übrigens sehr gut. Erneut muss sich Gansel zu keiner Zeit vorwerfen lassen, dass seine Jim-Knopf-Adaption nicht auf internationalem Niveau inszeniert wäre. Allerdings sollte erwähnt sein, dass die titelgebende „Wilde 13“ erst spät auftaucht. Gansel hält die Spannung bis zu ihrem Erscheinen geschickt hoch und lässt sich gut eine Stunde Zeit, bevor Kavanians wildes Dutzend auf der Bildfläche erscheint. Dann allerdings mit Krachwumm. Denn auch die Actionszenen müssen den internationalen Vergleich nicht scheuen.
Und eine Piratenbraut sieht gegen Jim Knopf und die Wilde 13 sogar ziemlich alt aus.
Ja, auch hier könnte man kritisieren, dass CGIs teilweise zu sehr das Feld übernehmen und ein wenig der Charme der alten Puppenkiste abhanden gekommen ist. Aber die gut aufgelegten Darsteller, das flotte Drehbuch, das tolle Produktionsdesign und die nach wie vor charmant gezeichneten Figuren machen das locker wieder wett.
Wie es bei deutschen Produktionen oftmals so ist, ist über die technischen Hintergründe leider nicht viel in Erfahrung zu bringen. Beim ersten Teil half da nur der Gang über das Produktionsstudio, das ich dieses Mal allerdings nicht erreichen konnte. Schaut man ins Bonusmaterial, sieht man des Öfteren erneut eine ARRI-Alexa-Kamera. Es liegt also nahe, dass das gleiche Equipment genutzt wurde wie im ersten Teil. Ob es allerdings auf die gleiche Weise per Digital Intermediate (also „nur“ ein 2K DI) auf die 4K-Scheibe kam (wie beim Vorgänger), bleibt eine gute Frage.
Und das TROTZ der Tatsache, dass die UHD-BD bisweilen deutlich sichtbar mehr Details liefert. Denn diese scheinen vornehmlich der Tatsache zu entstammen, dass die UHD-Blu-ray nicht (oder bei weitem nicht so stark) gefiltert wurde. Jims Pullover bei 98’58 hat plötzlich Maschen und Details, wirkt endlich wie ein Strickpulli, nicht wie ein Sweater. Da die Blu-ray in dieser Szene gefiltert erscheint, kann man das MEHR an Details der UHD-BD hier nicht zwingend daran festmachen, dass hier möglicherweise nativ in 4K gemastert wurde.
Die 4K-Scheibe zeichnet in dunklen Szenen weitgehend gut durch
Aber auch ansonsten ist die UHD-Blu-ray in allen Belangen besser. Sie zeichnet im Schwarz besser durch und auch auf hellen Oberflächen. Sie liefert noch Wolken auf dem Himmel, wo die Blu-ray überreißt. Sie bietet das wesentlich kräftigere Rot auf Jims Pullover und die wärmeren Farben bei den erdigen Tönen. Außerdem zeigt sie eine herausragende Farbigkeit und Spitzhelligkeit beim Blick ins schwarze Universum. Hier zeigt sich noch ein farbiger Sternennebel, den die Blu-ray fast völlig verschweigt. Durch die dynamischere Abstimmung tritt hier und da das digitale Rauschen der Kamera etwas stärker hervor, was man aufgrund der zahlreichen positiven Aspekte aber sehr gut verschmerzen kann.
Jim Knopf und die Wilde 13 liefert über die Blu-ray und die UHD-Blu-ray identische Tonspuren. Neben der Hörfilmfassung ist das eine DTS-HD-Master-Fassung sowie eine True-HD-kodierte Atmos-Spur. Beide sind für sich genommen von Beginn an sehr räumlich. Schon der Anker, der nach einer Minute geworfen wird, rasselt hübsch vom rechten Surroundspeaker. Etwas dünn wirken jedoch die Dialoge. Und man wird hin und wieder auch nicht den Eindruck los, dass der Ton eine Spur phasenverschoben und gequetscht wirkt, während das Volumen an sich okay ist.
Obschon die Dynamik vor allem bei der Filmmusik gut ist, dürfte der Tiefbass allerdings noch kräftiger zupacken. Wenn nach einer Stunde die Kanonenkugel abgefeuert werden, hätte das mehr Bums verdient gehabt. Wie gesagt: Das geht in Ordnung, hätte aber noch etwas satter sein dürfen.
Wind in den Segeln wird von 3D-Sounds begleitet
In Sachen 3D-Sounds beginnt es so wunderbar, wie es beim ersten Teil bereits so wohlwollend aufgenommen und gelobt wurde. Man hört den Wind um die Segel des Piratenschiffs säuseln und kurz darauf das Holz des vorbeiziehenden Rumpfes knarzen. Fällt der Anker von oben, hört man auch das sehr deutlich und der Regen nach drei Minuten fällt hörbar aufs Dach der Zugstation von Lukas. Ganz und gar unlogisch ist allerdings der Plumps des Postboten ins Wasser nach sechs Minuten. Denn diese Szene sieht man komplett aus der Draufsicht – die Kamera befindet sich also oberhalb vom Postbeamten, nicht unterhalb.
Passend wiederum das Quietschen der Leinen und an den Segeln ab 18’00. Und wenn es nach 21 Minuten von oben rieselt, während die Zwei den engen Schacht hinunter klettern, ist auch das akustisch toll umgesetzt. Ähnliches gilt für Unterwasseraufnahmen, deren Glucksen greifbar von oben herab zu hören ist. Wenn dann nach 29 Minuten Emma wieder auf Vordermann gebracht wird, darf sie mehrfach ihr typisches Dampflok-Geräusch über die Heights wiedergeben, was richtig Spaß macht. Geht sie dann mit Jim und Lukas in die Luft, setzt es gleich mehrfach wirklich tolle Höheneffekte, während hier auch generell richtig Dynamik entsteht.
Insgesamt fehlt es der Atmos-Spur aber an Homogenität und voluminösen Dialogen
Der Anflug von Emma bei 45’00 sowie ihr kurzes Pfeifen werden ebenfalls atmosphärisch von oben begleitet und in der Höhle kurz darauf hallen die Stimmen authentisch wider. Weil Frau Mahlzahn so groß ist und von oben spricht, kommt auch die Stimme von Judy Winter aus den Heights. Während des Aufeinandertreffens der beiden Schiffe nach einer Stunde gibt’s dann reichlich dedizierte 3D-Sounds – schwingende Schwerter, an Seilen fliegende Piraten sowie die knarzende Takelage der Holzkähne. Oft sind es aber die atmosphärischen, nicht die krachledernen Geräusche, die richtig Spaß machen. Wie beispielsweise die Fackel, die Lukas nach etwas über 72 Minuten schwenkt und deren Knistern akustisch korrekt an der Decke lang wandert. Das sich zusammen brauende Unwetter nach 86 Minuten bringt dann noch mal richtig (frischen) Wind ins Heimkino.
Im Bonusmaterial von Jim Knopf und die Wilde 13 wartet zunächst ein Audiokommentar, der von Produzent Becker, Dennis Gansel und Henning Baum während der Pandemie eingesprochen wurde. Entsprechend haben die Drei per Videokonferenz gearbeitet und schalten auch immer mal wieder ein paar andere der Darsteller hinzu. Dazu gibt’s ein knapp 20-minütiges Making-of, das für ein deutsches Hinter-den-Kulissen-Feature durchaus interessante Einblicke in die Produktion gibt. Unter anderem sieht man, dass die Kulisse von Lummerland nicht gerade riesig ist. Witzig, wenn man sieht, wie die Kamera aus der Luft filmt, wo die Kulisse steht. Das VFX-Featurette zeigt innerhalb von neun Minuten diverse CGI-Szenen in ihrer einzelnen Zusammensetzung. Weitere neun Minuten an entfernten Szenen schließen sich gemeinsam mit Patzern und dem Musikvideo zum Titelsong an.
Gesamtbewertung Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer 4K Blu-ray (83%)
Jim Knopf und die Wilde 13 ist eine würdige Fortsetzung des ersten Teils von 2018 und ein über weite Strecken sogar unterhaltsamerer Film geworden. Sämtliche Darsteller sind blendend aufgelegt und die Tricks sind auf internationalem Niveau. Die Blu-ray ist leider schwächer als jene von Teil I, während die UHD-BD auf dem Niveau des Vorgängers ist und ein wirklich dynamisches Bild liefert. Der Atmos-Sound ist in der 3D-Soundqualität sehr gut. Die reguläre Ebene wirkt aber beengt und mitunter etwas phaseninkorrekt.
JVC plant drei neue 4K-Laser-Projektoren im September 2021 vorzustellen. Die neuen 4K-Projektoren sollen mit Blu-Escent-Laserlicht und vielleicht sogar HDMI 2.1 aufwarten können.
Originalbeitrag: Gerüchte verdichten sich, dass JVC bereits im September 2021 eine neue Generation seiner DLA-N-Serie einführen wird. Nicht umsonst werden Vorführgeräte der Vorgänger-Modelle zu attraktiven Preisen bei diversen Händlern angeboten. Es ist gut möglich, dass die neuen Modelle im Rahmen der digitalen IFA 2021 vorgestellt werden. Dass es sich bei den Geräten mit nativer 4K Auflösung (4.096 x 2.160 Bildpunkten) nicht um Geräte für den Heimkino-Einstieg handelt, zeigt uns die Ausstattung und die angepeilten Preise (später dazu mehr). Doch welche Verbesserungen bringen die Nachfolger des DLA-N5, DLA-N7 und DLA-NX9 mit sich?
Blu-Escent-Laser statt Lampe
Die BLU-Escent Laser-Lichttechnologie soll in der DLA-N-Serie Einzug halten
Eine der großen Neuerung soll der Einsatz der Blu-Escent-Technologie sein. Diese kam bislang nur in den PRO-Modellen zum Einsatz, soll im 2021-Lineup jedoch auch der DLA-N-Serie zugänglich gemacht werden. Möglich macht dies das modulare Design der N-Serie, dass neben UHP-Lampen auch die Blu-Escent Laser-Lichttechnologie aufnehmen kann. Statt weißes Licht einer UHP-Lampe kommt ein Array aus blauen Laserdioden zum Einsatz. Ein Teil des Lichts wird ungefiltert an das blaue D-ILA-Panel geleitet. Der Rest des teilreflektierten Lichts wird über einen Phosphor-Filter über Spiegel an die roten und grünen D-ILA-Panels weitergeleitet. Die Vorgänger-Modelle (2018) mit UHP-Lampe lieferten übrigens folgende, maximale Helligkeitswerte:
DLA-N5 – 1.900 lumen
DLA-N7 – 1.900 lumen
DLA-NX9 – 2.200 lumen
Die drei neu vorgestellten Modelle sollen den JVC DLA-Z1 und zwei Modelle der DLA-N-Serie beerben. Mit der Blu-Escent-Laserlicht-Technologie wird sich die Lichtausbeute zum Teil deutlich erhöhen lassen. Laut vorläufigen Informationen liegt die maximale Helligkeit der 4K Laserprojektoren auf folgendem Niveau:
Einstiegs-Modell – 2.000 lumen
Mittelklasse-Modell – 2.500 lumen
Top-Modell – 3.000 lumen
Die Werte sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Angeblich werden mit diesen Werten die Grenzen der Laser-Lichtquelle und der D-ILA-Chipsätze ausgereizt. Zumindest innerhalb des gewählten Gehäuses (Chassis) sollen keine höheren Helligkeitswerte möglich sein, da die internen Komponenten aufgrund der Wärmeentwicklung Schaden nehmen könnten. Egal welche Luminanzen erreicht werden, mit der Laser-Lichttechnologie soll sich die Lebensdauer auf rund 30.000 Stunden erhöhen. Bei einem täglichen Filmgenuss von 3 Stunden hält der Laser theoretisch 27 Jahre durch. Ein weiterer Vorteil? Wenn eine der Laser-Dioden ausfällt kann man weiterhin Filme, Serien und Games im Heimkino genießen. Wenn eine UHP-Lampe durchbrennt, ist erst einmal Schluss und eine nicht ganz kostengünstiger Austausch des Leuchtmittels erforderlich.
Erste 4K Projektoren mit HDMI 2.1?
Heimkino-Enthusiasten werden sich bereits mit der Neuerung der Blu-Escent-Lichtquelle zufriedengeben. Doch was bieten die neuen DLA-N-Modelle 2021 für Gamer? Es ist wohl angedacht eine HDMI 2.1-Schnittstelle zu integrieren, was die Verarbeitung von 4K@120Hz und ggf. 8K@60Hz Videosignalen ermöglicht. Gamer würden bei ausgewählten Spielen sicherlich von der vierfachen Full-HD-Auflösung und der 120 Vollbilder pro Sekunde profitieren. In Kombination mit HDR könnte sich den Gamern ein ganz neues Spielerlebnis bieten. Man sollte aber nicht vergessen, wie kompliziert die Integration einer HDMI 2.1-Schnittstelle sein kann. Es wären die ersten 4K Projektoren mit HDMI 2.1. Sollten sich Probleme bei der Darstellung oder der Chipherstellung ergeben, wird JVC sicherlich auf die bewährte HDMI 2.0-Schnittstelle zurückgreifen. In diesem Fall wäre natürlich ein optionales Hardware-Upgrade für HDMI 2.1 (zu einem späteren Zeitpunkt) wünschenswert.
Frame Adapt HDR & Theater Optimizer
Die Theorie zu „Frame Adapt HDR“, funktioniert auch in der Praxis exzellent
Die Highlight-Features der DLA-N-Serie aus 2018 „Frame Adapt HDR“ und „Theater Optimizer“, die erst nach dem Verkaufsstart der 4K Projektoren eingeführt wurden, werden auch bei den neuen Modelle für eine verbesserte HDR-Wiedergabe sorgen. Zudem soll die Zwischenbildberechnung noch weiter verbessert worden sein. Ein Vollglas-Objektiv, ein motorisierter Zoom, Fokus und Lens-Shift sowie Unterstützung für 3D-Inhalte runden die neuen High-End-Modelle ab.
Preis & Verfügbarkeit JVC 4K Projektoren 2021
Preislich richten sich die neuen 4K Projektoren von JVC an Liebhaber des Heimkinos. Die Ausstattung und neuen Features möchten auch bezahlt werden (sowie deren Entwicklung und Herstellung). Das Anfangsmodell soll 10.000 Euro kosten und würde damit bereits 2.000 Euro über dem DLA-N7 liegen, dem derzeitigen Mittelklasse-Modell. Danach folgt ein Gerät mit 15.000 Euro und das Top-Gerät für 25.000 Euro. Der DLA-N7 könnte in Zukunft etwas preisgünstiger angeboten werden (5-6.000 Euro) und den neuen Einstieg bilden. Über den Veröffentlichungstermin können wir derzeit nur spekulieren. Jedoch sollte mit einer Ankündigung im September 2021 das neue Lineup noch in diesem Jahr erscheinen – sofern JVC nicht die Chip-Knappheit böse mitspielt.
Wenn ein neuer großer Streaming-Service wie Disney+ an den Start geht, bleibt das nicht ohne Folgen für die Mitbewerber. Wie justwatch.com berichtet, mussten Netflix, Prime Video & Co. ganz schön Federn lassen.
Bei den vor Kurzem veröffentlichen Zahlen für das zweite Quartal 2021 von Netflix zeigt sich, dass das Unternehmen auf eine kleine Krise zurauscht. Der Streaminganbieter konnte nicht viele neue Kunden gewinnen und die Zahl der Abonnenten im Kernmarkt USA sanken sogar. Auch bei Amazon Prime Video zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Neben den extremen Zuwächsen während der Corona-Pandemie könnte der Start der Streamingplattform Disney+ (Plus) etwas mit der schlechten Performance der „Streaming-Platzhirsche“ zu tun haben.
Marktinteresse an Disney+, Netflix, Prime Video & Co. || Bild: justwatch.com
Netflix & Prime Video leiden unter Disney+
Die von justwatch.com zur Verfügung gestellten Daten sind jetzt vielleicht nicht repräsentativ, da sie nicht die offiziellen Abonnentenzahlen der Streamingdienste wiedergeben, anhand der Timeline kann man aber gut erkennen, dass der Start von Disney+ eine Auswirkung haben muss. Die obige Grafik zeigt das globale Interesse an den jeweiligen Streamingservices auf justwatch.com weltweit, mit allen wichtigen Meilensteinen zu Disney+ und HBO Max. Man sieht, mit dem Start von Disney+, der Einführung des Erwachsenenprogramms „Star“ und mit jeder Ausweitung auf neue Märkte, wird das Interesse an Netflix und Prime Video geringer.
Netflix-Marktanteil bald unter 30 Prozent?
Spekulierte Marktanteile der Streaminganbieter in Deutschland || Bild: justwatch.com
Konnte sich Netflix einmal an 50% Marktanteil am Streamingmarkt erfreuen, werden es bis Ende 2021 wohl nur noch rund 30% sein im US-Markt. Auch hier ist Disney+ als Schuldiger ausfindig zu machen, die in einer Rekordzeit den Meilenstein von 100 Millionen Abonnenten geknackt haben, wofür die anderen Unternehmen mehrere Jahre brauchten (natürlich unter anderen Rahmenbedingungen). Netflix hat derzeit um die 210 Millionen Abonnenten, aber wie bereits erwähnt, scheint der Streaminganbieter so langsam auf eine Übersättigung des Marktes zu stoßen. Ein Rückgang der Abonnentenzahlen ist nicht ausgeschlossen.
Spekulierte Marktanteile hier nochmals als Kuchendiagramm. Disney+ holt auf – Netflix könnte bald bei unter 30 Prozent liegen || Bild: justwatch.com
Interessant ist übrigens zu sehen, dass die Linien von Netflix und Prime Video in der ersten Grafik fast parallel verlaufen, wobei Prime Video im Juni 2021 wohl etwas mehr zu kauen hatte. Betrachten wir nur das Interesse der Deutschen auf justwatch.com isoliert, zeichnet sich das genau gleiche Bild ab. Disney+ gewinnt, Prime und Netflix verlieren. Die anderen, kleineren Anbieter wie Sky, Apple TV+, TVNow oder Joyn bleiben dagegen auf dem gleichen Niveau.
Beobachtet ihr an eurem persönlichen Streaming-Verhalten eine ähnliche Entwicklung? Habt ihr Netflix oder gar euer Prime-Abonnement gekündigt, weil ich aktuell gut mit Disney Plus beschäftigt seid? Schreibt uns gerne einen Kommentar!
Alle bislang veröffentlichten Titel der „Fast & Furious“-Filmreihe (Teil 1-8) werden auf iTunes in 4K/HDR Qualität für nur 3.99 Euro zum Kauf angeboten. Dazu gesellen sich unzählige Klassiker, Komödien, Kinderfilme und Hollywood-Blockbuster in 4K UHD.
High Frame Rate (HFR) wurde bisher nur bei wenigen Filmen eingesetzt. Doch eventuell könnte die Technik bald in Hollywood mehr Fahrt aufnehmen.
Bisherige Filme mit erhöhten Bildraten hatten es meist schwer im Kino: „Der Hobbit“ war als Trilogie ein Pionier, konnte aber nicht in HFR auf UHD Blu-ray umgesetzt werden, weil Regisseur Peter Jackson sich damals für 48 fps entschied. So sind zwar UHD Blu-rays mit 60 fps möglich, wie etwa „Gemini Man“, 48 fps gehören aber nicht zum Standard. Im Kino wiederum waren weder „Gemini Man“ noch der ebenfalls mit HFR gedrehte „Billy Lynn’s Long Halftime Walk“ Erfolge. Das hat die Technologie zurückgeworfen, auch wenn die Flops der Filme wohl eher nicht in der Hauptsache auf HFR zurückzuführen gewesen sind.
HFR sorgt für mehr Immersion
Der Effektespezialist Doug Trumbull hat nun in einem Interview erklärt, dass er immer noch die Zukunft in HFR sehe. Trumbull hat schon an Filmen wie „2001: A Space Odyssey“ mitgearbeitet. Laut Trumbull habe HFR das Potenzial die Immersion der Zuschauer stark zu erhöhen. Auch er gibt jedoch zu, dass bisher keiner der Filme den richtigen Weg beschritten habe. Er nimmt an, dass dies damit zu tun habe, dass digitale Projektoren keine Blenden verwenden. Dadurch fehle es an einem Flimmern, was aber dazu beiträge etwa Kino vom Fernsehen abzugrenzen.
Entsprechend könnte man das Problem lösen, indem man ein digitales Flimmern nutze, um auch bei 120 oder gar 160 fps einen cineastischen Look zu erzielen. Denn die Vorteile von HFR seien überwältigend, was die saubere Darstellung von schnellen, bewegten Bildern betreffe. Gleichzeitig erklärt Trumbull, dass die Filmindustrie sehr träge sei, was solche technischen Veränderungen betreffe. Zudem würden sich mehr und mehr Filmemacher vom Kino abwenden und im Streaming ihr Heil suchen.
Virtual Reality: Kein Medium für Geschichtenerzähler
Parallel merkt Trumbull an, dass er zwar eine hohe Meinung von hohen Bildraten habe, nicht aber von Virtual Reality als Medium zum Erzählen von Geschichten. Denn VR sei dafür schlecht geeignet, da es an Struktur fehle. Doch in welche Richtung wir uns da bewegen werden, muss uns natürlich die Zeit zeigen.