Richtig gelesen! Gewinne mit etwas Glück den Sony „PS5-TV“ XH90 mit 4K Auflösung in 55 Zoll inkl. HDMI 2.1 Schnittstelle und Direktem LED-Backlight im Wert von 1.199 Euro!
Kein Witz, wir verlosen einen 55 Zoll 4K Fernseher XH90 von Sony im Wert von 1.199 Euro! Laut dem japanischen Hersteller ist das Modell der perfekte „Partner“ für die neue PlayStation 5 Konsole! Die Xbox Series X sollte sich mit diesem Modell aber ebenfalls gut vertragen! Das 4K Display mit 55 Zoll (140 cm) besitzt ein direktes LED-Backlight (FALD) was einen besseren Kontrast+Schwarzwert im Vergleich zu Edge-LED liefert. Zudem ist der TV dank HDMI 2.1 Schnittstelle bereit für 4K/120Hz Gaming, was z.B. mit neuen PC-Grafikkarten bereits möglich ist.
In puncto Preis/Leistung kann der Sony Bravia XH90 definitiv als „Schnäppchen“ bezeichnet werden.
Auch bei den unterstützten Standards muss man sich beim Sony XH90 keine Sorgen machen. HLG, HDR10, Dolby Vision sowie Dolby Atmos 3D Sound sind alle mit an Bord. Integrierte Streamingdienste (Abo erforderlich) bieten dem Nutzer gar unendliche Unterhaltung. Netflix, Prime Video, Disney+, Apple TV+, Youtube, DAZN… um nur ein paar zu nennen. Apple AirPlay ist ebenfalls integriert, sowie der Google Assistant Sprachassistent.
Worauf wartet ihr noch? Meldet euch für unseren „Nikolaus-Gewinn“ an und mit etwas Glück steht der XH90 von Sony bald in eurem Wohnzimmer!
Der hier verloste Gewinn wird von der 4kfilme-Redaktion gestellt! Sony Electronics ist nicht in dieses Gewinnspiel involviert.
Dieses Gewinnspiel ist beendet! Schau in unseren Adventskalender und registriere dich für die aktuellen Preise! Folgender Teilnehmer hat gewonnen und wurde per Email benachrichtigt:
Für diesen Preis könnt ihr euch bis zum 13. Dezember 2020 10:00 Uhr anmelden. Wer sich für diesen Preis anmeldet, nimmt NICHT automatisch an allen davor oder danach veröffentlichten Gewinnspiel-Türchen teil. Es muss sich für jeden Gewinn eigens angemeldet werden!
Mit den AirPods Max steigt Apple wieder ins Business der Over-Ear-Kopfhörer ein. Die ANC-Kopfhörer mit Spatial Audio unterstützen Surround- und Dolby Atmos-Sound und scheinen trotz ihres hohen Preises äußerst beliebt.
Was kostet die Welt, dachte sich Apple und kündigte ohne „Vorwarnung“ ein neues Produkt an. Via Pressemitteilung wurden die drahtlosen ANC-Kopfhörer „AirPods Max“ vorgestellt. Die Kopfhörer kombinieren ein einzigartiges, akustische Design mit dem H1 Prozessor, der wiederum für eine „bahnbrechende“ Audioverarbeitung mit Adaptive EQ, Active Noise Cancelling und Spatial Audio sorgen soll. Die AirPod Max können bereits vorbestellt werden, der offizielle Verkaufsstart ist der 15. Dezember 2020. Aktuell liegt die Lieferzeit, wohl aufgrund der hohen Nachfrage, bei 6-8 Wochen.
Intelligente Ohrpolster und Digital Crown
Ein sorgfältiges Design trifft auf ausgewählte Materialien. Wichtig war Apple vor allem der Tragekomfort. Luftdurchlässige Ohrpolster (Acoustic Memory Foam) sollen für ein angenehmes Klima sorgen. Das Netzgewebe verteilt das Gewicht des Kopfhörers optimal auf den Kopf des Trägers. Zudem passt die einzigartige Aufhängung der Ohrpolster am Bügel (womöglich Kugelgelenk), dass sich beide Pads unabhängig von einander an die Kopfform anpassen können. Das Bedienelement „Digital Crown“ der Apple Watch findet sich auch bei den AirPod Max Kopfhörern wieder, wenn auch in einer Maxi-Variante. Mit ihr lassen sich Lautstärke und Wiedergabefunktionen intuitiv steuern. Zudem ermöglicht die Crown die Annahme von Anrufen und die Aktivierung des Siri Sprachassistenten.
Die einzelnen Elemente einer Ohrmuschel des Apple Airpod Max
H1 Chipsatz + 40mm Treiber
Das Wichtigste ist jedoch das Innenleben der Ohrmuschel, in dem ein dynamischer 40mm Treiber eingebettet ist. Apple verspricht satte Bässe über präzise Mitten bis hin zu klaren Höhen. Angetrieben von einem Doppelring-Neodym-Magneten soll die harmonische Verzerrung bei unter 1 Prozent innerhalb des gesamten hörbaren Spektrums liegen. In jeder Ohrmuschel arbeitet ein H1 Chipsatz, der ein spezielles akustisches Design dank fortschrittlicher Software und Computational Audio liefert. 10 Audiokerne verrichten 9 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde, um das bestmögliche Klangergebnis zu liefern. Der adaptive Equalizer, die aktive Geräuschunterdrückung mit Transparenzmodus sowie 3D-Audio dank „Spatial Audio“ profitieren von dieser Rechenleistung.
Ungestört arbeiten, mit der ANC-Funktion der Apple Airpods Max
3D Audio mit Dolby Atmos
Spatial Audio oder 3D Audio könnte eines der interessantesten Features der AirPods Max werden. Dank dynamischen Head-Tracking (Beschleunigungs- & Gyrosensoren) hat der Nutzer das Gefühl, als würden Töne in einem dreidimensionalen Raum wiedergegeben. Während sich der Kopf des Trägers bewegt, bleiben die Audiokulisse fest an ihrem Platz. So können z.B. immersive Soundformate wie 5.1 oder 7.1 Surround-Sound oder Dolby Atmos mit den Stereo-Kopfhörern erlebbar gemacht werden!
AirPods Max: Preis & Termin
Ob zum offiziellen Verkaufsstart Exemplare in den Apple Stores liegen (sollten diese geöffnet haben) darf angezweifelt werden. Aufgrund der hohen Nachfrage machen sich einige Farbvarianten erst Anfang Februar 2021 auf den postalischen Weg. Wer bestellt, kann seinen Kopfhörer mit einer Garvur den „unique touch“ verleihen. Bei der Gravur können Buchstaben, Zahlen und Emojis kombiniert werden – die derzeit kostenlos angeboten wird. Bei einem Preis von 597,25 Euro ist das auch das Mindeste! Im Lieferumfang enthalten ist neben den AirPods Max ein Smart-Case (Handtaschen-Style) sowie ein Lightning-auf-USB-C-Kabel.
Mit Gewinnspiel Nr. 10 liefern wir euch ein Upgrade für euer Home-Office! Der LENOVO IdeaPad 5 Laptop mit 14 Zoll ist mit etwas Glück bald euer neuer „Mitarbeiter“!
Vielleicht seid ihr wie so viele mittlerweile ins Home-Office ausgewandert. Die neue Arbeitsumgebung bringt Vor- aber auch Nachteile mit sich (wer möchte schon die Arbeit Zuhause haben?). Mit einem guten Arbeitsgerät fällt einem der tägliche Login sicherlich einfacher. Wie wäre es denn mit einem Lenovo IdeaPad 5 Laptop mit entspiegeltem 14 Zoll Full-HD Display, AMD RYZEN 5 CPU, 8GB Arbeitsspeicher und schneller 512 GB SSD-Festplatte? Windows 10 Home ist natürlich bereits vorinstalliert und wartet nur aus seinen neuen Besitzer.
11 Stunden Akku + Schieberegler für die Kamera
Der Look und die Leistung überzeugen ebenso wie die Features, die den Lenovo IdeaPad 5 zu etwas besonderem machen. Ein helles IPS-Display mit bis zu 300 cd/m² sollte auch in hellen Umgebungen klare Darstellungen liefern. Das Soundsystem ist optimal ausgelegt, nicht nur für Besprechungen, auch für Netflix, Youtube, Musik uvm. Und mit einer Akkulaufzeit von bis zu 11 Stunden, geht einem auch unterwegs nicht der Saft aus. Zusätzliche Sicherheit bietet der Finderabdrucksensor am An/Aus-Schalter sowie ein Schieberegler, mit dem die Kamera mechanisch verschlossen werden kann (Klebeband ade!)
In den 2020er-Jahren angekommen bietet das Lenovo IdeaPad 5 noch weitere Neuerungen wie schnellen WiFi 6 Standard, USB-C sowie einen DisplayPort.
Der hier verloste Gewinn wird von der 4kfilme-Redaktion gestellt! Lenovo ist nicht in dieses Gewinnspiel involviert.
Dieses Gewinnspiel ist beendet! Schau in unseren Adventskalender und registriere dich für die aktuellen Preise! Folgender Teilnehmer hat gewonnen und wurde per Email benachrichtigt:
Für diesen Preis könnt ihr euch bis zum 17. Dezember 2020 10:00 Uhr anmelden. Wer sich für diesen Preis anmeldet, nimmt NICHT automatisch an allen davor oder danach veröffentlichten Gewinnspiel-Türchen teil. Es muss sich für jeden Gewinn eigens angemeldet werden!
Joseph Vilsmaier hat Filmtechnik von der Pike auf gelernt und als späterer Kameramann lieferte er (unter anderem für die Manfred-Krug-Serie Auf Achse, Rote Erde oder einige Tatort-Folgen) so gute Arbeit ab, dass er unter Kollegen bald höchste Anerkennung genoss. Dennoch war sein Regiedebüt praktisch eine Independent-Produktion: Herbstmilch, eine Art Heimatfilm-Drama lockte erstaunliche zwei Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos. Vilsmaier gelang es, das in den 50ern und 60ern bei den Deutschen beliebte Genre gründlich zu renovieren. Drei Jahre später brachte Vilsmaier mit Rama Dama das von vielen erwartete Nachfolgewerk ins Kino. Erneut nutzt er Elemente des Heimatfilms, wenn er seine Protagonisten im Dialekt sprechen lässt. Doch stärker noch als in Herbstmilch, bei dem der Krieg nur im Hintergrund eine Rolle spielte, wird hier die Auseinandersetzung mit eben diesem Thema gesucht. Als Liebesgeschichte eines Kriegsheimkehrers und einer Trümmerfrau entspinnt sich die Geschichte, die am Ende vielleicht ein bisschen kitschig umgesetzt wurde.
Vielleicht hat sich Vilsmaier diese Kritik zu Herzen genommen. Vielleicht wollte er aber auch einfach nur wieder alle überraschen, als er 1993 dann einen waschechten Kriegsfilm herausbrachte: Stalingrad. In einer Zeit, in der Reinhard Rürup zwei Jahre zuvor mit Der Krieg gegen die Sowjetunion eine Art Berliner Vorläufer der späteren Wehrmachtsausstellung initiiert hatte und die Gesellschaft eine gewisse Spaltung diesem Thema gegenüber aufbrachte, kam der „Heimatfilmer“ und inszenierte eine der kapitalsten und verlustreichsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs mit dem damals unfassbar hohen Budget von 20 Mio. D-Mark.
Vilsmaiers Film bot einer kleinen Schar von noch unbekannten Jungdarstellern ein Sprungbrett für (teilweise) Weltkarrieren
Doch Vilsmaier wäre nicht Vilsmaier, wenn sein Ansatz nicht besonders gewesen wäre. Denn sein Stalingrad entzieht sich ganz bewusst einer Positionierung. Aus Sicht eines Sturmpionier-Bataillons bleibt er stets nahe an den Figuren selbst. Ideologien vermeidet sein Film. Sie sind auch nicht wichtig. Was zählt, ist die Freundschaft unter den Soldaten und der Wille zum Überleben. Der Regisseur vermeidet jegliche revisionistischen Ansätze oder gar reaktionären Absichten. Glorifizierung findet lediglich in der anfänglichen Naivität der Soldaten statt („So ’ne lumpige Stadt nehmen wir doch in drei Tagen“), weicht aber schnell der harten und bitteren Realität.
Von der anfänglich arroganten Siegesgewissheit, dass man nach dem Krieg ein schönes großes Grundstück von den Besiegten ergattern würde, über die Überraschung vor Ort in Stalingrad, dass der Gegner äußerst zäh ist, bis hin zur puren Verzweiflung, wenn man merkt dass Krieg doch kein Kinderspiel ist, spielen Film und Darsteller gekonnt auf der Klaviatur der Emotionen. Die seinerzeit noch jungen Schauspieler Dominique Horwitz und Thomas Kretschmann so wie das Ruhrpott-Urgestein Jochen Nickel geben diese naiv wirkenden Soldaten mit echter Authentizität. Wenngleich man ihnen ab und an ein arg theatralisches Schauspiel abverlangt. Hier merkt man dann vielleicht auch, dass Vilsmaier nicht unbedingt ein Genre-Regisseur war.
Die Kälte in Stalingrad lässt sich atmosphärisch spüren
Seine Kampfhandlungen sind dennoch zackig und packend inszeniert, wirken selbst nach heutigen Maßstäben rasant und ziemlich hart – und das schon in der Kinofassung (die Bestandteil dieser UHD-BD ist). Überraschend ist vor allem, wie unvermittelt er seine Protagonisten mitten ins Kriegsgeschehen schmeißt, kurz nachdem der Geistliche seine „deutschen Christen“ auf den Krieg gegen die „unchristlichen Bolschewiken“ eingeschworen hat. Das hat ein bisschen was vom abrupten Wechsel zwischen Ausbildung und Kampfhandlungen in Kubricks Full Metal Jacket. Da kann man dann auch mal verzeihen, dass die getroffenen Soldaten theatralisch zu Boden gehen wie in den amerikanischen Vorbildern älteren Datums.
Dass es Vilsmaier zu keiner Zeit um eine einfache Dämonisierung einer der Seiten ging, sondern vor allem der Mensch-Soldat im Fokus steht, wird deutlich, wenn in einem höchst intensiven Moment nach gut 40 Minuten russische und deutsche Soldaten einander während einer Feuerpause begegnen und sich von Mensch zu Mensch in die Augen sehen. Auch wenn der Film aus der Sicht der deutschen Soldaten geschildert wird, wird klar, dass man genauso gut auf der jeweils anderen Seite stehen könnte. Je länger Stalingrad dann andauert, desto stärker werden vor allem Reisers und von Witzlands Skrupel, stumpf die imaginären Befehle des Oberkommandos auszuführen. In ihnen spiegelt sich die Menschlichkeit innerhalb eines unmenschlichen Krieges wider. Sie sind das Gewissen des Films und die emotionalen Ankerpunkte für den Zuschauer. In den realistischen Schilderungen des harten Häuserkampfes und der chaotischen Verhältnisse in den Lazaretten sowie bedingt durch die ständig drohende Kriegsgefangenschaft mit Deportation nach Sibirien wird deutlich, dass der Krieg keine Gewinner haben wird. Dass am Ende auch das letzte Fünkchen Humanität auf der Strecke zu bleiben scheint und der Tod wie eine friedliche Erlösung wirkt.
Stalingrad hat Vilsmaier gemeinsam mit seinen drei Kamera-Operateuren auf 35-mm-Film aufgezeichnet. Zum Einsatz kam die Arriflex 535. Von dem analogen Ausgangsmaterial hat man bei der Bavaria Film nun einen frischen 4K-Scan vorgenommen, den Joseph Vilsmaier noch selbst abgenommen hat. Von dem 4K-Material, das entsprechend auch von Verschmutzungen befreit wurde, hat man dann ein HDR-Grading in Auftrag gegeben, das nun mit HDR10 und HDR10+ vorliegt. Und, so viel sei gesagt: Es ist im Hinblick auf die Ausgangsqualität sehr gut geworden. Und es ist ein himmelweiter Unterschied zur alten Blu-ray, die völlig totgefiltert war und einzig grüne Farben lieferte.
Die Anfangsszene ist nun nicht mehr ein einziges Aquarell. Zwar bleiben die Hintergründe der italienischen Stadt mit der Kirche detailarm, aber nun haben sie wenigstens eine Textur und sehen nicht mehr aus wie ein Gemälde. Die Gesichter haben wieder Details und sind in Close-ups erstaunlich scharf. Zugegeben, die Kamerafahrt vorbei an den stramm stehenden Soldaten im Innenhof ist eine kleine Herausforderung fürs Auge. Doch die Körnung wirkt auch hier authentisch und leidet nicht unter einem übergestülpten Rauschfilter.
Die UHD Blu-ray kommt nun wesentlich farbdifferenzierter als die alte Blu-ray
Komplett neu kann man die Farben und Kontraste erleben. War die Eröffnungsszene am Meer auf der Blu-ray kühl und eher gräulich, scheint nun tatsächlich die Sonne. Die Hautfarben sind nicht mehr aschfahl, sondern leuchten in starken Orange-Brauntönen. Das ist sicherlich erst einmal ungewohnt, weil man den Film so nicht kennt. Gerade, wenn Gesichter aus dem weißen Schnee irgendwann um Minute 73 herum hervorlugen, ist das schon sehr plakativ. Ungewohnt auch die leichte Tendenz zu Cyan-Tönen auf den Highlights in den dunkleren Szenen der kühler gestalteten Sequenzen. Einfallendes Licht auf Wänden oder angestrahlte Nebelschwaden erscheinen dann öfter in diesem Farbton. Allerdings geht das nicht zu Lasten der passenden Hautfarben, die nach wie vor kräftig braunrot erscheinen. Zudem sind helle Wasseroberflächen im Hintergrund schon mal richtig gleißend, aber um das kurze Urlaubsgefühl der Soldaten zu unterstützen, passt der Look sehr gut.
Während der Kampfhandlungen zwischen Minute 20 und 30 gesellen sich dann viel mehr Farbschattierungen hinzu. War die alte BD dort fast durchgängig nur grünbetont, sieht man nun Grau-, Blau und Brauntöne. Feuer in Explosionen oder aus dem Flammenwerfer bekommt bedeutend mehr Strahlkraft. Schnee bleibt gut durchzeichnet und überzeichnet nicht – jedenfalls nicht, wenn es im Ausgangsmaterial nicht schon so gewesen ist. Den Szenen während der Arbeit in der Strafkolonie kommt das sichtbar zugute.
Die starke Rauschfilterung der alten Blu-ray ist nun passé
In Naheinstellungen (bspw. beim Entschärfen der Bombe) kann man die Schneebröckchen äußerst klar abgebildet erkennen, während gleichzeitig die Körnung schön filmisch bleibt. Die deutlich farbigeren Gesichter wirken vor allem dann authentisch, wenn die Kameraden im späteren Verlauf zunehmend geschundener und dreckiger sind. Während der nächtlichen Szenen ist zudem der Schwarzwert schön knackig und bei geringer Ausleuchtung durch kleinere Feuer ist die Durchzeichnung immer noch sehr gut. Die dunkleren Bereiche der Mäntel bleiben knackig, ohne gräulich aufgehellt zu werden.
Nicht alle Szenen sind gleich konsistent von der Qualität her. Was aber ganz offensichtlich schon aufs Ursprungsmaterial zurück zu führen ist. So sieht Thomas Kretschmann nach 13’40 nicht gerade gut aufgelöst auf. Zwei Umschnitte später ist sein Antlitz wieder knackscharf (14’16). Solche Differenzen sind sicher nicht auf das Mastering der UHD-BD zurück zu führen. Vielmehr könnte es sich auch um spätere Zooms innerhalb des eigentlich aufgezeichneten Bildes handeln. Auch die finalen Szenen im Schnee leiden unter schwächerer Ausgangsqualität. Diesen fehlt es es in den Close-ups auf die Gesichter von Horwitz und Kretschmann eindeutig an Schärfe. Die Halbtotalen zum Schluss sind sogar noch schwächer – hier konnte der 4K-Scan offenbar einfach nicht mehr aus dem Material herausholen.
Für die UHD-BD hat man den Ton von Stalingrad noch einmal angefasst. Zudem gibt’s jetzt neben der 5.1-DTS-HD-Master-Spur auch eine 2.0-DTS-HD-Ma-Fassung, die in der Praxis schon mit mehr Dynamik als die bisherige 5.1-Fassung daherkommt. Die alte Mehrkanalspur der Blu-ray war eine Katastrophe, die völlig ohne Dynamik war und unter furchtbaren Phasenverschiebungs-Effekten litt. Schon das Zusammenklatschen der Stiefel bei 8’05 sowie der Sound etwas über eine Minute später bekommen mehr Bums. Wenn sich die Kameraden dann über den Platz bewegen, wird sogar von der Zweikanal-Version eine erstaunliche Räumlichkeit erzeugt.
Noch besser ist aber die neue 5.1-DTS-HD-Fassung, die vom Original 35mm-Perfo-6-Track Master abgenommen wurde. Und was ist dabei für ein großartiger Sound herausgekommen. Was für ein himmelweiter Unterschied zur alten 5.1-DTS-HD-Master-Version der alten Blu-ray! Man mag seinen Ohren kaum trauen, wie dezidiert hier plötzlich im Kampfgeschehen die Schüsse und Explosionen aus den Surroundspeakern kommen. Wie man sich plötzlich mittendrin fühlt, wenn aus der Ferne Geschosse anrauschen oder direkt unmittelbar links hinter einem eine Granate explodiert. Dazu wird der Sub teils deutlich ins Geschehen mit einbezogen und diese seltsam phasenverschoben-unangenehme Art hat der Sound nun auch nicht mehr.
Der Ton von Stalingrad klingt endlich wieder so wie in den guten Kinovorführungen seinerzeit
Fantastisch ist die authentische Räumlichkeit in den Kanalszenen, wenn von überall her Wasser tropft und man sich auch in puncto Nachhall selbst in den Gängen wähnt. Richtig klasse wird’s, wenn die Panzer bei Minute 75’54 fühlbar durch die Subwoofer unterstützt werden und das Kino mit etwas Tiefbass malträtieren. Nein, das ist wirklich überhaupt kein Vergleich mehr mit der Tonspur der alten Blu-ray. Dazu sind Stimmen klarer und insgesamt besser eingebettet, auch wenn sie hier und da noch ein bisschen lauter sein könnten. Für einen deutschen Film mit 27 Jahren auf dem Buckel eine derart gute Abmischung, dass sich selbst Hollywoodstreifen aus den 90ern eine fette Scheibe davon abschneiden können.
Deutsch: DTS HD Master 5.1 (85%)
Bonus (50%)
Das Bonusmaterial von Stalingrad bleibt das Gleiche wie auf der alten Blu-ray. Ein Hinter den Kulissen klärt im Vorfeld der damaligen Kino-Veröffentlichung etwas über den gigantischen Aufwand der Produktion auf. Dazu kommt das Interview mit Joseph Vilsmaier, das ebenfalls aus dem gleichen Zeitraum kommt. Hier kommt aber nicht nur der Regisseur zu Wort, sondern auch seine Frau Dana Vavrova. Außerdem gibt’s auch hier viele Info-Kommentare eines Sprechers aus dem Off. Der gleiche Kommentator klärt auch im dritten Featurette über die Besetzung auf, welche Schauspieler hier zum Einsatz kam – und auch warum. Zwar ist es schade, dass hier keine neuen Materialien ausgegraben wurden, aber es hat schon auch etwas von Nostalgie, diese Interviews und Stimmen der Beteiligten von vor 27 Jahren zu sehen.
Gesamtbewertung Stalingrad (85%)
Wie gut Stalingrad tatsächlich auch heute noch ist, merkt man nach dem Genuss der UHD-BD. Zwar muss man den komplett neuen und deshalb ungewohnten Look umarmen, was möglicherweise nicht jedem gelingt. Doch gegenüber dem fast durchgängig ausschließlich grünen Bild der alten BD, das über weiten Strecken eher wie ein Aquarellbild aussah, ist die 4K-Scheibe ein Quantensprung. Das Gleiche gilt für den Ton, der gegenüber dem fehlerhaften dts-HD-Master der alten Blu-ray um Welten besser ist. So gut ist er, dass man akustisch noch nie so in diesen Film eingesaugt wurde, wie es jetzt der Fall ist.
Microsoft hat große Pläne für das Cloud-Gaming über den Xbox Game Pass Ultimate. 2021 soll es auch Geräte mit Apple iOS sowie Windows-PCs erreichen.
Das ist durchaus eine Überraschung: Zuvor zankten sich Microsoft und Apple. So erschwerden die Regelungen Apples für den App Store es Partnern, ihre Cloud-Gaming-Lösungen als Apps anzubieten. Offenbar hat es da aber eine Klärung zwischen den Parteien gegeben. Den Zeitpunkt konkretisiert Microsoft zwar noch nicht, aber im Verlauf des Jahres 2021 werdet ihr dann das Cloud-Gaming über den Xbox Game Pass Ultimate auch an Apple iPhones und iPads nutzen können. Außerdem wird das Cloud-Gaming über den Xbox Game Pass Ultimate dann auch über Windows-PCs möglich sein. Derzeit müsst ihr dafür ein Android-Gerät verwenden.
Zusätzlich hat Microsoft angemerkt, dass man für 2021 große Pläne habe. Allerdings gab es da auch eine Hiobsbotschaft: „Halo Infinite“ erscheint nämlich erst im Herbst 2021. Das ist eine erhebliche Verspätung für einen Titel, der eigentlich direkt zum Launch der Xbox Series X|S zur Verfügung stehen sollte. Erstes Gameplay-Material hatte allerdings für viel Kritik gesorgt.
Die Xbox Series X erschien am 10. November 2020
Ansonsten feiert Microsoft natürlich nochmals den Launch der Xbox Series X|S. Dabei habe sich auch die Xbox Series S als guter Einstieg erwiesen, denn 40 % derjenigen, die nun im November 2020 neu zum Team Xbox gestoßen seien, hätten für den Einstieg in den Xbox-Kosmos die Xbox Series S verwendet. Die Next-Generation-Konsolen aus Redmond hätten sich dabei insbesondere in Frankreich, Großbritannien und Deutschland sehr gut verkauft.
Xbox Game Pass Ultimate: Cloud-Gaming erreicht weitere Länder
Außerdem erreicht das Cloud-Gaming mit dem Xbox Game Pass in den nächsten Wochen auch Australien, Brasilien, Japan und Mexiko. Zuletzt noch eine Übersicht der Highlight-Games, die euch 2021 für die Xbox Series X|S erwarten.
Samsung startet passend zu Weihnachten wieder seine Superdeals. Dabei gewährt man bis zu 150 Euro Cashback auf Soundbars und legt ausgewählten TVs kostenlos ein Smartphone bei.
Wie immer, so nehmt ihr natürlich auch bei dieser Aktion nur die maximalen Cashbacks bzw. Goodies mit, wenn ihr die teuersten Modelle aus dem Repertoire des Herstellers kauft. Wollt ihr etwa 150 Euro Cashback auf eine Soundbar erhalten, dann müsst ihr schon das aktuelle Flaggschiff der Südkoreaner erstehen: die Samsung HW-Q950T, eine Dolby-Atmos-Soundbar für 9.1.4-Sound. Analog bekommt ihr ein Samsung Galaxy S20, wenn ihr zu einem 8K-TV von Samsung greift – dem GQ85Q950T.
Die Aktion gilt bei teilnehmenden Händlern sowie auch direkt im Samsung Online Store. Bei letzterem werden die Rabatte sogar direkt im Warenkorb abgezogen bzw. ihr erhaltet das jeweilige Smartphone direkt mitgeschickt. Solltet ihr stattdessen bei einem Partner kaufen, Media Markt und Saturn nehmen etwa an der Aktion teil, dann müsst ihr den Cashback bzw. das Smartphone auf dieser Unterseite beantragen.
Samsungs Flaggschiff, der 8K QLED TV Q950T
Bis zum 17.01.2021 habt ihr Zeit, um den Antrag zu stellen. Die Samsung Superdeals selbst laufen ab sofort bis inklusive 31.12.2020. Hinweis von uns dazu: Vergleicht definitiv vor dem Kauf die Preise. Wer aber ohnehin zu einem der Aktionsgeräte gegriffen hätte, freut sich sicherlich über den nachträglichen Cashback-Rabatt bzw. ein zusätzliches Smartphone als Bonus.
Diese Geräte nehmen teil und diese Boni gibt es
Samsung selbst schlüsselt die Teilnahmebedingungen der Aktion und die teilnehmenden TVs und Soundbars in diesem PDF für euch auf. Wichtig ist, dass nur TVs und Soundbars mit deutschen Modellnummern an der Aktion teilnehmen! Achtet also darauf nicht versehentlich einen Grauimport aus einem anderen EU-Land zu ergattern. Die Aktion wird mit Samsungs aktuell laufender Entertainment-Aktion übrigens kombiniert.
Letztere verheißt euch beim TV-Kauf kostenlose Nutzungszeiträume für etwa RakutenTV, waipu.tv und DAZN. Viel Spaß – unten findet ihr die Übersicht.
Am 10. Dezember ist es endlich so weit. Cyberpunk 2077 erscheint unter anderem für PC, Xbox Series X und PS5. Doch das Nex-Gen-Upgrade soll erst 2021 erfolgen. Warten oder gleich zocken?
Ich fühle mich wieder zurück ins Jahr 2011/2012 versetzt. Zu diesem Zeitpunkt beherrschte „Game of Thrones“ die Serienwelt und ich dachte mir… ich warte einmal bis mehrere oder alle Staffeln zur Verfügung stehen. Nur so konnte ich mich vor dem zusätzlichen Stress der Serien-Cliffhanger retten. Dann einige Jahre später war mir klar, ich warte, bis die Serie in bestmöglicher 4K/HDR Qualität erscheint und seit Anfang November dieses Jahres bin ich stolzer Besitzer der GOT-Gesamtbox! Nur scheint mich mein Qualitätsanspruch jetzt auch beim Game-Release von „Cyberpunk 2077“ einzuholen.
Das Keanu Reeves in Cyberpunk 2077 eine Rolle übernommen hat, erschwert es mir zusätzlich, mich dem Spiel zu enthalten – Großartiger Typ
Next-Generation gibt es erst 2021
Auf das ambitionierte AAA-Game von Project Red (den Machern von The Witcher 3) fiebern schon unzählige Zocker entgegen. Vor allem Besitzer einer Xbox Series X oder PlayStation 5 dürften es gar nicht erwarten können, Cyberpunk 2077 zu installieren. Nicht jeder wird es wissen, denn die Version die am 10. Dezember 2020 erscheint, ist eigentlich „nur“ die Xbox One / PS4-Variante. Viele Next-Generation-Features wie Raytracing oder der Multiplayer-Modus fehlen noch und werden erst 2021 nachgeliefert. Bedeutet: Das volle Cyberpunk Erlebnis gibt es erst im nächsten Jahr (vorausgesetzt es gibt keine Verschiebung).
Charakter-Crafting, Open-World, Fahrzeuge, Waffen, Modifikationen… Cyberpunk 2077 hat alles
Cyberpunk 2077: abwarten oder gleich zocken?
Und da sitz ich nun mit meinem First-World-Problem und bin mir unschlüssig, ob ich Cyberpunk 2077 wirklich so lange in meinem Regal liegen lassen soll, oder besser gesagt kann. Die ersten Wochen und Monate wird es für mich sicherlich nicht so schwer, da kann ich mir das Spielen sicherlich noch verkneifen. Erst einmal die ersten Updates abwarten, die unzählige kleinere und schwere Bugs beheben. Doch sobald alles stabil läuft und Cyberpunk 2077 die Entertainment-Welt beherrscht, wird es sicherlich schwer einer Installation zu widerstehen.
Das „Game of Thrones-Dilemma“
Ich bin wieder im „Game of Thrones-Dilemma“ gefangen. Auf der einen Seite erwartet mich ein großartiges Game, welches mich wie die Deus Ex-Titel sicherlich fesseln wird, auf der anderen Seite muss für mich nicht nur die Spielmechanik, sondern auch das audiovisuelle Erlebnis passen. Wie entscheidet ihr euch? Wandert Cyberpunk 2077 sofort in das Disc-Laufwerk (oder Festplatte) eurer Xbox Series X / PlayStation 5 oder wartet ihr vielleicht auch noch etwas ab und widmet euch erst noch anderen Games? Schreibt uns doch einen Kommentar!
Zum Jahresende startet Sky Deutschland noch einmal einen Pop-Up-Channel. Sky Cinema Harry Potter soll Magie für Jung und Alt bieten.
Der Kanal startet für euch am 27. Dezember 2020 und wird bis zum 3. Januar 2020 aktiv sein. Was ihr dort sehen werdet, verrät ja schon der Titel. Es sind natürlich die Filme der Reihe Harry Potter bzw. aus der Wizarding World. Sie sollen für Nutzer von Sky Q sogar in Ultra HD zur Verfügung stehen. Auch wer das Sky Ticket abonniert und via Streaming zugreift, kann die Filme abrufen.
Konkret dabei sind auf dem Sky Cinema Harry Potter Pop-Up-Channel folgende Filme:
Harry Potter und der Stein der Weisen
Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Harry Potter und der Feuerkelch
Harry Potter und der Orden des Phönix
Harry Potter und der Halbblutprinz
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2
Es fehlen also konkret jedoch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ sowie „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“. Schady, dass Sky die Runde da also nicht gleich komplett macht. Das hätte sich ja eigentlich angeboten. Zu erwähnen ist noch, dass der Pop-Up-Channel zu Harry Potter dann vom 27. Dezember 2020 bis 3. Januar 2021 Sky Cinema Family ersetzt.
Sky findet Gefallen an Pop-Up-Channels
Mit seinen Pop-Up-Channels will Sky in regelmäßigen Abständen besondere Marken oder Genres bedienen. So gab es derlei Aktionen auch schon zu Superhelden oder eben auch schon zu Harry Potter selbst. Solltet ihr euch also für Harry Potter interessieren oder vielleicht Kinder im Haus haben, die Fans sind, dann bietet sich das Hereinschauen wohl an. Zumindest gilt das dann, wenn ihr nicht schon bei einem der unzähligen Angebote zur DVD-, Blu-ray- oder Ultra-HD-Blu-ray-Fassung zugeschlagen habt.
Gewinnspiel Nr. 9 lockt mit hochwertigem Klang, stylisch verpackt und natürlich drahtlos! Der OTTAVA S SC-C30 Wireless Speaker von Technics gibt sich die Ehre!
Ein drahtloser Lautsprecher lebt von seinen praktischen Eigenschaften. Die Systeme lassen sich in der Regel schnell installieren und überall aufstellen. Und genau hier liegt das Problem. Viele Modelle liefern nur unter bestimmten räumlichen Bedingungen einen guten Klang. Nicht so der Technics OTTAVA S (SC-C30). Mit seiner integrierten Space-Tune Kalibrierung misst der Lautsprecher mittels integriertem Mikrofon den Raum aus, um maximale Klangqualität abzuliefern. Wem das zu „technisch“ ist, kann auch eine der drei voreingestellten Klangmodi (frei, wandnah, ecknah) wählen.
SC-C30: Perfekter Sound mit Space-Tune
Optimal einstellen lässt sich der OTTAVA S zusätzlich mit der kostenlosen App für Android und iOS. So ist gewährleistet, dass die zwei Tieftöner, zwei Hochtöner und der 12cm-Subwoofer ihr volles Potenzial entfalten. Bei so gutem Klang darf die Unterstützung für High-Res-Audiodateien natürlich nicht fehlen. Diese werden dank Technics JENO Engines (Jitter Elimination and Noise-Shaping Optimisation) in einen breiten Frequenzgang überführt, während die LAPC-Technologie (Load Adaptive Phase Calibration) die Audiosignale an die internen Lautsprecher anpasst.
Bluetooth, Chromecast, AirPlay 2…
Keine Sorgen macht man sich derweil beim OTTAVA S um die Konnektivität. Denn hier gibt es einfach nichts zu meckern. Bluetooth, Chromecast (built-in), Apple AirPlay 2, Support für Musikstreaming wie Spotify, TIDAL, Deezer, Multiroom-Audio, Stereo-pairing, WLAN, Ethernet- und USB-Wiedergabe und zuletzt ein AUX-Eingang (optisch) machen den SC-C30 zu einem begehrenswerten Komplettpaket!
Der hier verloste Gewinn wird von TECHNICS gestellt! Vielen Dank für die Unterstützung unseres Adventskalenders!
Dieses Gewinnspiel ist beendet! Schau in unseren Adventskalender und registriere dich für die aktuellen Preise! Folgender Teilnehmer hat gewonnen und wurde per Email benachrichtigt:
Für diesen Preis könnt ihr euch bis zum 16. Dezember 2020 10:00 Uhr anmelden. Wer sich für diesen Preis anmeldet, nimmt NICHT automatisch an allen davor oder danach veröffentlichten Gewinnspiel-Türchen teil. Es muss sich für jeden Gewinn eigens angemeldet werden!
Fünf Filme hat der Niederländer Paul Verhoeven in Hollywood gedreht, um seinen Ruf als kontroverser Regisseur zu etablieren und nachhaltig zu zementieren. Beginnend mit seinem US-Debüt mit Robocop (bezieht man sich auf eine „reine“ US-Produktion) gaben auch die vier folgenden Spielfilme allesamt Anlass für hitzige Diskussionen über das, was Film darf, kann und soll. Nach Robocop folgte drei Jahre später Total Recall, bevor er mit Basic Instinct und Showgirls dem Erotikfilm zu kontroversen Highlights verhalf und mit Starship Troopers am Ende wieder zum SciFi zurückkehrte. Alle fünf Produktionen (die Filme, die auf Starship Troopers folgen, blenden wir mal generös aus) sind auf ihre Weise herausragende oder gar wegweisende Genre-Produktionen gewesen.
Interessant ist dabei vor allem, dass Verhoeven vor Robocop keinerlei Affinität zum SciFi-Kino hatte, seine drei SciFi-Titel aber wohl doch zu den gelungensten Werken seines Schaffens gehören. Total Recall kam 1990 natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt. Es war die Blütezeit der großen Action- und Genreproduktionen. Es war die Blütezeit von Arnold Schwarzenegger und es war die Blütezeit des produzierenden Studios Carolco. Letzteres hatte mit seinen beiden Gründern Mario Kassar und Andrew G. Vajna Erfolgen wie Rambo (I, II und III), Angel Heart oder Red Heat den Weg bereitet.
Nicht wenige Kinogänger hätten sich 1990 dafür entschieden, in der vermeintlich implantierten Realität zu bleiben – kein Wunder, bei dem Anblick
Es galt also durchaus einen Ruf zu verteidigen, wenn man sich die Vita von Carolco zum damaligen Zeitpunkt anschaute. Und um erneut einen Hit zu landen, wagte man sich an ein Projekt, das schon lange in der Versenkung verschwunden schien. Denn die Rechte zu Philip K. Dicks Kurzgeschichten-Vorlage „Erinnerungen en gros“ hatten die Alien-Autoren Dan O’Bannon und Ronald Shusett bereits zu Lebzeiten von Dick erworben und das Skript sogar noch vor Alien fertig gestellt. Als Schwarzenegger während der Produktion von Der City-Hai von dem Skript erfuhr, drängte er Carolco, die Rechte zu erwerben. Und er war es auch, der Paul Verhoeven als Regisseur vorschlug.
Die Gründe für den Erfolg lagen sicherlich in der rasanten Story, die mit Schwarzenegger in der Hauptrolle zu dessen bester Phase wuchern konnte. Allerdings war das nicht alles. So hatte Verhoeven schon in Robocop demonstriert, dass eine neue Art von Härte Einzug in die Filme fand. Für Total Recall ging er soweit, einen kleinen Trick anzuwenden, um möglichst viel grafische Gewalt durch die MPAA-Prüfung zu bekommen: Er fügte (so sagt man) einfach noch mehr rein als er eigentlich haben wollte. Die MPAA reagierte mit einem X-Rating und gab ihn im R-Rating erst nach einigen Kürzungen frei. Jene Kürzungen hatte Verhoeven aber wohl ohnehin schon „abgeschrieben“, sodass der Film dann trotz dieser leichten Schnitte in seiner Wunschfassung erschien.
Damals noch Usus: Spezialeffekte über liebevoll gestaltete Masken
Die Tatsache, dass der Film seinerzeit mit einem geschätzten Budget von 50-60 Mio. Dollar zu den teuersten Produktionen aller Zeiten gehörte, täuscht nicht darüber hinweg, dass die Kulissen sich scheinbar immer wieder wiederholen und die scheinbar aus Pappe bestehenden Fahrzeugkarosserien ziemlich unnatürlich hin- und her wanken – mal abgesehen vom (sagen wir) gewöhnungsbedürftigen Design. Nichtsdestotrotz gehört der Special-Effect, bei dem Schwarzenegger in Skelett-Röntgenbild-Darstellung scheinbar nahtlos wieder in Fleisch und Blut überging zu den beeindruckendsten visuellen Effekten der damaligen Zeit. Und so sehr die Kulissen sich ab und an ähneln: Sie sind mit Liebe gemacht und sowohl die Set-Dekorateure als auch die Produktionsdesigner hatten alle Hände voll zu tun, die 45 Sets auf acht Soundstages zum Leben zu erwecken.
Inhaltlich warf man dem Skript zwar immer wieder vor, es wimmle vor Logikfehlern, aber einige Sachen erschließen sich dann doch im Nachhinein – oder bei einem zweiten Durchschauen. Okay, vielleicht nicht, warum das Hologramm im Finale einige Schüsse abzuhalten scheint, wenn ein halbes Dutzend Schergen praktisch „auf sich selbst feuert“ und das bei anderen wiederum nicht „funktioniert“. Aber hey: Das ist ein Film. Da darf man auch gerne mal übertreiben. Ob Quaid die Dinge nun wirklich real erlebt oder es am Ende doch nur ein implantierter Traum ist – darüber kann man vortrefflich philosophieren. Verhoeven stellt sich in dieser Diskussion mal auf keine der beiden Seiten, während er mal von einem Traum spricht. Insgeheim genießt er aber sicherlich, dass man auch 30 Jahre nach der Premiere des Films noch so angeregt über ihn diskutiert.
Total Recallwurde 1990 natürlich noch analog gefilmt. Zum Einsatz kamen Arriflex-Kameras, die auf 35 mm aufzeichneten. Für die 4K UHD-BD ließ STUDIOCANAL nun einen komplett neuen 4K-Scan vornehmen und das Material neuerlich restaurieren. Das Ganze passierte unter Aufsicht von Verhoeven selbst. Im Ergebnis liefert die UHD-BD gegenüber der vielleicht doch etwas bunt und leicht grünlich geratenen neuen BD eher eine leichte Reduktion in den Obertönen der Farben auf. Hautfarben wirken dadurch natürlicher und etwas weniger grenzwertig im Bereich eines leicht übertriebenen Looks.
Das Dekolleté der dreibusigen Dame hat einen natürlicher-gebräunten Teint und reduziert bspw. die Orangeanteile etwas. Während der Szenen, in welchen die rote Mars-Atmosphäre als Hintergrund dient, oder aber Gesichter davon angestrahlt werden, verliert aber auch die UHD hier und da die Ruhe. Ein Michael Ironside überstrahlt dann bei 48’45 durchaus ein bisschen und auch die Kombination von rot angestrahlter Haut und pinkem Lippenstift bei Lori ist etwas undifferenziert (ab 64’00). Dafür ist allerdings Schwarz noch etwas satter und die Körnung noch mal sichtbar feiner.
Während der roten Mars-Außenszenen liefert die UHD-BD bis auf eine kurze Ausnahme ab
Leider hat die UHD-BD aber auch ein echtes Problem: Das Banding bei 43’11 ist gegenüber der neuen Blu-ray zwar weniger auffällig, allerdings auf Kosten drastischen Macro-Blockings während der kompletten Sequenz der Landung des Mars-Shuttles. Kein Wunder, wenn die Datenrate in dieser Szene nur zwischen 1.2 und 2.5 Mbps liegt. Gleich darauf schnellt sie wieder auf 26 Mbps hoch und steigert sich bei der Zollkontrolle auf über 100 Mbps. Entsprechen liegt nahe, dass während der rot gefärbten Landung des Shuttles ein echtes Problem beim Encoding bestand. Denn selbst die neue Blu-ray (mit ihren Banding-Problemen) liegt dort bei rund 14 Mbps, also knapp dem 7-10-fachen. Besonders ärgerlich ist das vor allem für HDR10-Nutzer. Denn die Dolby-Vision-Kodierung sieht hier besser aus. Sie läuft mit knapp 10 Mbps (also immer noch weniger als die Full-HD-Blu-ray) an dieser Stelle und zeigt das Macro-Blocking weniger deutlich. Es ist immer noch sichtbar, aber in nicht ganz so groben Blöcken. Wer eine Dolby-Vision-Kette hat, für den darf also eine Teilentwarnung gegeben werden.
Die neue Blu-ray und UHD-BD liefern fürs Deutsche erneut dts-HD-Master sowie einen PCM 2.0 Ton und fürs Englische bereits ein Upgrade auf Dolby Atmos. Gegenüber der englischen Atmos-Version hat die deutsche Fassung nun dauerhaft spürbar mehr Bass und Druck. Während des Landeanflugs der Mars-Fähre drücken die Triebwerke schon mehr. Und der unterliegende Orgel-Bass des Scores kommt merklich vehementer rüber. Außerdem wirkt die englische Fassung zwar nun noch mit einer etwas breiteren Bühne aufgestellt, aber gerade im Titelsong zu Beginn fehlt ihr einfach etwas die Dynamik. Die bisherige englische dts-HD-Master-Version ist präsenter. Etwas wärmer und harmonischer klingen zudem die O-Ton-Dialoge.
Aber zurück zur deutschen Fassung. Zumindest in puncto Komprimierung scheint die Synchro noch mal angefasst worden zu sein. Denn während der deutsche Ton bei der alten BD meist bei 1.9 Mbps verweilte, pegelt er sich nun bei ca. 2.3 Mbps ein. Für wirklich hörbare Unterschiede muss man die Ohren allerdings spitzen. Denn die Abmischung selbst scheint identisch zu sein. Auch die wenigen Surround-Aktivitäten klingen praktisch identisch zur Tonspur der alten Blu-ray. Der neuen 2.0-PCM-Spur fürs Deutsche fehlt naturgemäß natürlich die entsprechende Räumlichkeit über alle Speaker, weshalb man sich bei ihr auf die Dialoge konzentrieren kann (und sollte). Denn die kommen über die 2.0-Fassung wesentlich klarer und lange nicht so topfig rüber. Zwar klingt der Score etwas aufgeregter, aber auch etwas dynamischer und die Stimmwiedergabe ist jener der 5.1-Fassung hörbar überlegen.
Die englischt Atmos-Abmischung ist enttäuschend. Am besten funktioniert der deutsche 2.0 PCM Sound
Die Atmos-Mischung des O-Tons ist auf der regulären Ebene, wie oben beschrieben, dünner, kann aber natürlich mit der Höhen-Ebene auf Stimmenfang gehen. Und die ist durchaus lebhaft; aber auch ein bisschen auf den Score ausgelegt. Der spielt nicht nur während der Titelsequenz munter aus der Höhe mit, sondern praktisch in jeder der rasanteren Szenen. Auf diese Weise sind es in der Tat Goldsmiths Klänge, die maßgeblich vom neuen Mix profitiert haben. Aber auch das geschäftige Treiben in der Metro wird von den Heights präsentiert. Das Gleiche gilt für sämtliche Lautsprecher-Durchsagen. Ob in der Metro selbst oder beim Durchlaufen des Körper-Scans.
Witzig wird’s beim Pressluft-Gehämmer kurz darauf. Allerdings ist das akustisch eher fragwürdig. Denn die Dinger hämmern ja nicht von oben herab. Dennoch sorgt’s für ein bisschen mehr Rundum-Atmosphäre. Später hört man dann immer mal wieder Schüsse von den Heights, bestimmte Soundeffekte wie das Geblitze bei der Aktivierung des Generators zum Schluss und das berstende Glas im Finale. Viele Sounds sind allerdings aus optischer Sicht eher falsch gesetzt. Denn einiges spielt sich auf Ebene der Kamera oder sogar darunter ab, kommt aber akustisch dennoch von oben. Insgesamt ein eher durchschnittlicher Atmos-Track, dessen Konzentration auf Goldsmiths Klänge aber sicherlich Fans finden wird.
Sowohl die Blu-ray als auch die UHD-BD locken mit neuem (und altem) Bonusmaterial. Bekannt ist bereits der Audiokommentar von Schwarzenegger und Verhoeven, der einiges an Anekdoten bereithält und zeigt, dass sich beide nicht immer einig waren. Neu hingegen sind die Featurettes „Total Excess: Wie Carolco Hollywood veränderte“ sowie „Open Your Mind: Die Filmmusik“ und „Dreamers Within the Dream“, in dem die Entstehung des Films beleuchtet wird. Es werden Pre-Visualisierungen und Skizzen gezeigt. Außerdem geht man darauf ein, warum das Skript umgeschrieben wurde. „Die Filmmusik“ schildert letztlich, wie Verhoeven dazu kam, sich den bekannten Komponisten Jerry Goldsmith „leisten zu können“.
Bekannt ist das Making-of, sowie das Featurette über die Spezialeffekte und einige der Interviews. Während das Making-of ein wenig knapp geraten ist, ist das Featurette über die Effekte nach wie vor sehenswert. Das neue Feature „Wie Carolco Hollywood veränderte“ läuft im Übrigen knapp eine Stunde und stellt damit das Herzstück des Bonusmaterials dar. Die Retrospektive der Filme des Produzenten-Duos lässt unglaublich viele Erinnerungen aufkommen an eine Zeit, in der handgemachte Action noch Hoch im Kurs stand. Bis heute erstaunlich, dass sich das Studio, das im Low-Budget-Bereich anfing, dann die teuersten Filme der damaligen Zeit drehte, am Ende doch in Konkurs ging. Und daran ist nicht (ganz) alleine die missglückte Piratenbraut schuld.
Gesamtbewertung Total Recall (78%)
Total Recall ist immer noch ein äußerst unterhaltsamer und den Hirnschmalz anregender SciFi-Streifen. Mit einem lustvoll agierenden Schwarzenegger, einem schön bösen Ironside und einer erotisch unterkühlten Sharon Stone funktioniert auch die Besetzung nach wie vor hervorragend. Visuell schlagen die neue BD und die UHD-BD das Bild der alten Blu-ray schon alleine aufgrund des deutlich besseren Kontrasts und der intensiveren Farben. Selbst wenn Letztere hier und da etwas arg kräftig erscheinen, kann das für die ursprüngliche Vision des Regisseurs durchaus adäquater sein.
Leider weist die UHD-BD bei der Wiedergabe von HDR10 einen sehr deutlichen Bildfehler auf und per Dolby Vision immer noch einen sichtbaren. Deshalb erfolgt hier eine Abwertung eines ansonsten im 85er Bereich liegendes Bildes. Der deutsche Ton klingt zur alten BD praktisch unverändert – insgesamt geht er vor allem aufgrund der recht druckvollen Bassaktivität in Ordnung. Die englische Atmos-Fassung ist in puncto Dynamik und Druck ein Rückschritt zur alten dts-HD-Master-Version. Wer auf die bessere Dialogwiedergabe aus ist, der wählt die PCM-2.0-Spur, die Stimmen wesentlich präsenter und klarer abliefert.