HBO hat die Spin-Off-Serie „House of the Dragon“ offiziell bestätigt. Die Serie spielt rund 300 Jahre vor den Ereignissen von „Game of Thrones“ und soll mit einer 10 Folgen umfassenden Staffel starten.
„House of the Dragon“ ist ein weiterer Ableger aus dem GoT-Universum und ist nicht die ursprünglich geplante Spin-Off-Serie mit Naomi Watts. Wie es aussieht, wurde die erste Serienproduktion, die rund 1.000 Jahre vor Game of Thrones spielt und den Übergang vom goldenen Zeitalter der Helden zum dunklen Zeitalter erzählen sollte, eingestampft. Fast zeitgleich mit diesen Gerüchten wurde auf einem HBO Max Presse-Event das neue Format vorgestellt, dass George R.R. Martin bereits im September 2019 angeteasert hatte.
Die Serie basiert auf der jüngsten Roman-Veröffentlichung von Martins „Feuer und Blut“ (Fire & Blood) aus 2019. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Ryan Condal (Colony, Rampage) mit George R.R. Martin als Coproduzent. Die Erzählungen starten rund 300 Jahre vor den Ereignissen der Erfolgsserie „Game of Thrones“ und befassen sich mit dem Aufstieg und den Fall des Hauses Targaryen von Westeros. Die Geschichte um das Adelsgeschlecht erstreckt sich über 150 Jahre, bietet also genug Stoff für mehrere Staffeln. Das Drachen eine wichtige Rolle in der Serie spielen dürften, kann bereits dem Titel entnommen werden.
Mit diesem Plakat hat HBO die Serie „House of the Dragons“ angekündigt
Die Events der neuen Serie könnten in den Erzählungen um „The Dance of the Dragons“ (Der Tanz der Drachen) münden, eine massiver Bürgerkrieg in den sieben Königreichen, der zwischen zwei rivalisierenden Zweigen aus dem Hause Targaryen. Auch dieses Ereignis könnte in eine eigene Serie überführt werden.
„House of the Dragon“ wird wohl als Zugpferd für den im Mai 2020 startenden Streamingsservice HBO Max dienen. Das Angebot ist vorerst nur für die USA vorgesehen und soll 2021 auf andere Länder ausgeweitet werden. Ob auch Deutschland darunter ist, wurde bislang nicht kommuniziert. Hierzulande werden wir „House of the Dragon“ sicherlich über einen der Big Player wie Sky zu sehen bekommen.
Ankündigung im Rahmen eines Events für den Streaming-Service HBO Max, der in den Staaten im Mai 2020 startet. HBO Max soll 2021 auch in anderen Ländern starten. Ob deutschland dabei ist, ist fraglich. Die Serie wird in Deutschland sicherlich über einen Big-Player wie z.B. Sky ausgestrahlt.
Paramount Pictures Home Entertainment hat eine neue 4K Restauration der „Beverly Hills Cop“-Trilogie angekündigt. Die überarbeitete Fassung erscheint leider nur auf HD Blu-ray und digital.
Physische Medien erfahren von den Filmstudios immer weniger „Liebe“. Es ist löblich, dass Paramount Pictures zum 35-jährigen Jubiläums des ersten Beverly Hills Cop Films gleich die komplette Trilogie einer 4K Restauration unterzieht, die Wahl der Vertriebswege dürfte jedoch nicht jeden freuen. Die Remaster werden physisch nur in einer 3-Movie-Collection auf HD Blu-ray in den Handel kommen. Zusätzlich wird das überarbeitete Material auf digitalen Streaming-Plattformen in 4K Qualität, womöglich auch mit erweitertem Dynamikumfang (HDR), landen.
Die HD Blu-ray erscheint mit zwei noch nie zuvor gesehenen „Deleted Scenes“, vier neue „Behind-the-Scenes“ Featurettes den Soundtrack von Harold Faltermeyer und einer Beverly-Hills-Cop-Mixtape-84′ Option. Mit letzterer kann der Zuschauer direkt an die Stellen der Filme springen, an dem die Filmsongs eingespielt wurden.
Beverly Hills Cop war die erste Solo-Hauptrolle für Eddie Murphy
Beverly Hills Cop ohne 4K Blu-ray
Paramount hatte bereits vor einigen Monaten seine Vermarktungsstrategie von Katalogtiteln dahingehend verändert, dem digitalen Geschäft mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dass es keine 4K Ultra HD Blu-ray gibt, ist natürlich schade. Am Ende müssen wir uns jedoch eingestehen, dass sich das neue physische Format immer noch in einer Nische befindet. Das liegt nicht an der Qualität der Inhalte, sondern lediglich am Preis.
Zum Verkaufsstart kosten Einzelfilme auf 4K Blu-ray (egal ob Neuheit oder Katalogtitel) immer noch um die 24 bis 30 Euro. Digital zahlt man meist nur die Hälfte oder noch weniger. Preisreduzierungen werden digital ebenfalls schneller umgesetzt.
Bleibt nur die Hoffnung, dass die angekündigte Fortsetzung „Beverly Hills Cop 4“ mit Eddie Murphy in der Hauptrolle eine Veröffentlichung auf 4K Blu-ray erhält.
Disney hat einen brandneuen Trailer zur Original Star Wars Serie „The Mandalorian“ veröffentlicht. Die Serie startet parallel zum Disney Plus (Disney+) Streaming-Service am 12. November 2019 (US-Start).
The Mandalorian“ ist nur eine der Original-Serien auf Disney+. Das Unternehmen setzt auch auf bekannte Namen aus dem Marvel-Universum wie „WandaVision“, „Loki“ oder „The Falcon and The Winter Soldier“. Eine Auflistung aller Original-Produktionen findest du HIER.
Einen Starttermin für Deutschland ist leider noch nicht kommuniziert. Hierzulande soll der Streaming-Service Anfang 2020 an den Start gehen. Die Titel stehen immer in bestmöglicher Qualität zur Verfügung. Viele 4K Inhalte können auch mit HDR10 und/oder Dolby Vision HDR gestreamt werden. Mit einem aggressiven Pricing von 6.99 Euro im Monat und im vergünstigten Jahresabo für 69.99 Euro möchte sich Disney innerhalb kürzester Zeit Marktanteile sichern!
ProSiebenSat.1 stockt auf und errichtet bis Mitte 2023 seinen neuen Firmensitz auf 26.000 Quadratmetern Fläche in Unterföhring. Im sogenannten „New Campus“ sind auch vier Ultra-HD-fähige TV-Studios eingeplant.
Die ProSiebenSat.1 Media SE wächst und braucht neue Räumlichkeiten. Der neue Bürokomplex in Unterföhring bei München soll flexibel gestaltbare Büro- und Konferenzflächen sowie modernste Produktions- und Sendetechnik vereinen. Der Bau soll rund 1.700 Arbeitsplätze bieten und bereits Mitte 2023 fertiggestellt werden. Die vier Ultra HD Produktions-Studios sind natürlich eine Investition in die Zukunft. 2023 sollte der Standard noch viel weiter vorangeschritten sein und hoffentlich in den Wohnzimmern der TV-Haushalte angekommen sein.
Wie es sich für so ein Prestige-Objekt gehört, wird dieses nicht nur visuell auffällig gestaltet werden, auch Funktionalität, ökologische Aspekte und die Bedürfnisse der Mitarbeiter wurden bei der Planung mit einbezogen. Mitarbeiter können sich in den großzügigen Innenhöfen zurückziehen oder in der Cafeteria mit der großen Außenterrasse stärken. Zusätzlich gibt es 14 Dach- und Gartenterrassen die zu einer kurzen Pause einladen.
Etwas Kurioses hat diese Meldung auf jeden Fall. Die Quelle für die Informationen kommt aus dem Beton-Gewerbe. Die Firma Cemex liefert nämlich den Baustoff für den neuen 26.000 Quadratmeter großen Komplex. Insgesamt werden rund 64.000 m³ Beton für den Komplex benötigt.
Optoma hat einen neuen 4K-Beamer vorgestellt: den UHD52ALV. Dieses Modell soll mit 3.500 Lumen besonders lichtstark sein und unterstützt auch stereoskopisches 3D. Auch HDR10 und Hybrid Log-Gamma (HLG) sind an Bord.
Update I: Optoma kündigt mit dem UHD380X eine günstigere Variante des UHD52ALV an. Der Einzige Unterschied ist wohl die fehlende Unterstützung der Sprachassistenten. Dafür ist das Modell mit rund 1.499 Euro um einiges günstiger.
Originalbeitrag: Zur Bildschirmspiegelung ist TapCast integriert. Leider nennt Optoma auf der offiziellen Website noch keinen Preis für seinen brandneuen 4K-Projektor UHD52ALV. Bei Amazon.de ist der Beamer jedoch schon für 1.784,01 Euro gelistet. Man nennt zudem bereits Kompatibilität zur den Sprachsteuerungen Amazon Alexa und Google Assistant. Man baut dabei auf dem Vorgängermodell UHD51ALVe auf. Es ist auch eine Technik zur Zwischenbildberechnung vorhanden, wer dergleichen also mag, kann PureMotion zuschalten.
Dank IFTTT-Support ist auch die Vernetzung mit dem größeren Smart Home möglich. Wie das Gros der 4K-Projektoren, so arbeitet auch der Optoma UHD52ALV mit Pixel-Shifting, bietet also streng genommen kein komplett natives 4K-Bild. Das bleibt aktuell im Bereich der Projektoren nur sehr kostspieligen Modellen vorbehalten. Man bewirbt aber Lens-Shift wiederum für die unkomplizierte Positionierung.
Optoma UHD52ALV: Das sind die Schnittstellen
Auf dem obigen Bild erkennt ihr die Schnittstellen an der Rückseite. Das sind Ethernet, RS232, viermal USB (einmal Service-only), zweimal HDMI 2.0, VGA, Audio-In und Audio-Out sowie Optical alias S/PDIF. Wer keine externen Audio-Wiedergabeketten anschließen kann oder will, findet am Beamer auch Stereo-Lautsprecher mit zweimal 5 Watt vor.
Der Optoma UHD52ALV ist in Kürze verfügbar
Im eigenen Online-Shop des Unternehmens soll der Optoma UHD52ALV in Kürze verfügbar sein. Wie eingangs erwähnt, listet Amazon.de den Beamer bereits mit sofortiger Verfügbarkeit. Unten findet ihr noch die wichtigsten, technischen Eckdaten dieses neuen 4K-Projektors. Eventuell hat ja der ein oder andere Leser Interesse.
Lampenlebensdauer (Stunden) bis zu: 4.000 (Hell), 15.000 (Dynamisch), 10.000 (Eco)
Projektionsverhältnis: 1.21:1 ~ 1.59:1
Projektionsabstand (m): 1.2m – 8.1m
Zoom: 1.3
Zoom Typ: Manuell
Brennweite (mm): 12.81 ~ 16.74
Lens Shift: Vertikal +10%
Native Offset: 105%
Anschlüsse: 2 x HDMI 2.0, 1 x VGA (YPbPr/RGB), 1 x Audio 3.5mm, 1 x Audio 3.5mm, 1 x S/PDIF, 1 x USB-A Power 1,5A, 1 x USB-A Service, 1 x RS232, 1 x RJ45, 1 x 12V Trigger, 1 x USB-A Reader/Wireless, 1 x USB-A Wireless Alexa
Wir testen für euch die neue Nvidia Shield TV Konsole 2019. Machen neue Features wie Dolby Atmos und Dolby Vision die Nvidia Shield TV 2019 zum perfekten Streaming-Mediaplayer?
Nvidia bringt seine neuen Streaming-Player in zwei verschiedenen Design- und Ausstattungsvarianten in den Handel. Wir nehmen uns, die aus unserer Sicht, interessantere neue Variante „The All New Shield TV“ unter die Lupe, die bereits für 159 Euro im Handel erworben werden kann. Es erscheint zudem die „Shield TV Pro 2019“ für 219 Euro im altbekannten Box-Design. Die Unterscheide zwischen beiden Varianten werden wir euch im Rahmen des Tests erläutern. Wir können euch bereits jetzt versichern, dass die neuen Highlight-Features in beide System integriert wurden.
Was sofort ins Auge sticht, ist das Design der neuen Shield TV Variante. Im ersten Moment können wir gar nicht glauben, dass in dem platzsparenden, runden Chassis ein vollwertiger Shield TV Player Platz findet. Die Designänderung soll die Abgrenzung zur PRO-Variante verdeutlichen, hat jedoch auch funktionelle Gründe. Die kompakten Maße sollen es dem Nutzer einfach machen, den Player hinter dem Fernseher oder TV-Board verschwinden zu lassen. Nvidia besteht darauf, dass es sich bei dem Gerät nicht um einen TV-Stick oder TV-Dongle handelt, wie man auf den ersten Blick vermuten würde. Die Nvidia Shield TV 2019 kann, je nachdem wie lang das HDMI-Kabel ist, auch weit weg vom TV/Projektor/AV-Receiver aufgestellt werden – so die Empfehlung von Nvidia. Das verhindert, dass sich die Signale der WLAN/Bluetooth-Module des Fernsehers und des Players überlagern und sich gegenseitig „behindern“. Die „Röhre“ ist in einem matten Schwarz gehalten. In den meisten Fällen wird der Player eh aus dem Blickfeld des Nutzers verschwinden, wieso das Design auch vernachlässigt werden kann. Für die Kühlung sorgt übrigens ein kleiner Lüfter im Gehäuse, der nur bei absoluter Stille wahrgenommen werden kann, wenn der Player frei im Raum platziert wird. Verschwindet die Shield TV Konsole hinter dem TV/Board, hört man den Lüfternicht mehr.
Lieferumfang der Nvidia Shield TV 2019: MediaPlayer, Netzkabel und die neue Fernbedienung (AAA Batterien inkl.)
Neuer Tegra X1+ Prozessor
Mit der neuen Shield TV Konsole möchte Nvidia den Nutzern die bestmögliche Streaming-Erfahrung bieten. Um dieses Versprechen einzulösen, wird dem Streaming Mediaplayer mit dem neuen Tegra X1+ Prozessor mit 256 CUDA-Cores ausgestattet. Dieser bietet eine rund 25% bessere Performance gegenüber den vorhergehenden Generationen. 2 GB Arbeitsspeicher und 8 GB interner Speicher runden die Spezifikationen des SoC (System on Chip) ab. Übrigends, Nintendos Switch Konsole wird ebenfalls durch eine Tegra X1 GPU befeuert, jedoch mit einer anderen Taktung.
Anschlüsse und Konnektivität
Am „hinteren“ Ende des Nvidia Shield TV 2019 befindet sich der Anschluss für den Netzstecker sowie ein schneller Gigabit-Ethernet-Anschluss. Dieser ist vor allem für Game Streaming über GeForce Now wichtig und empfohlen. Auf der anderen Seite finden wir den HDMI 2.0b Ausgang mit CEC (Player schaltet sich an, wenn der Fernseher in Betrieb genommen wird), ein MicroSD Kartenslot um den internen Speicher zu erweitern, sowie einen Reset-Button, wenn gar nichts mehr hilft. Wir haben im Laufe unseres Tests leider feststellen müssen, dass die Installation der microSD-Karte nur funktioniert, wenn kein HDMI-Kabel angschlossen ist. Ein Wechsel der Speicherkarte während des Betriebs ist somit nicht möglich. Es ist aber auch nur ein kleiner Umstand das HDMI-Kabel zu entfernen und wieder anzuschließen.
Die Anschlüsse des Shield TV 4K HDR Android Players: Netzanschluss, Gigabit-Ethernet, HDMI 2.0b und ein miniSD Kartenleser. Integriert zudem Dual Mimo WiFi und Bluetooth 5.0
Im „Staffelstab“ schlummert zudem ein Dualband AC-Wifi 802.11ac und Bluetooth 5.0 LE (Low Energy). Über Letzteres wird auch die neue Fernbedienung verbunden, die von Nvidia komplett überarbeitet wurde. Auch weitere Peripherie wie Controller, Tastatur, Maus etc. lassen sich via Bluetooth mit der Nvidia Shield TV 2019 koppeln.
Neue Fernbedienung mit beleuchteten Tasten
Eine absolute Punktlandung ist die neue Fernbedienung der Nvidia Shield TV 2019. Gefühlt wurden nicht nur alle „Probleme“ der Vorgänger-Remote beseitigt, sondern auch alle wichtigen und von der Community gewünschten Features nachgeliefert. Bereits beim Auspacken merken wir, dass die Fernbedienung weitaus angenehmer in der Hand liegt. Statt Knopfbatterien versorgen fortan zwei AAA-Batterien die Remote, die damit sechs Monate ihren Dienst verrichten soll.
Wer seine Nvidia Shield TV 2019 das erste Mal am Abend oder im abgedunkelten Raum in Betrieb nimmt, wird freudig überrascht werden. Die Fernbedienung hat endlich beleuchtete Tasten, die sich aktivieren, sobald der integrierte Bewegungssensor anschlägt oder eine Taste gedrückt wird. Dazu kommt noch die neue Auswahl und Anordnung der Tasten. Die Menüführung und die Navigation durch Streaming-Portale ist damit endlich auf dem Niveau der Konkurrenzprodukte angelangt. Es gibt auch eine Netflix-Taste und einen An/Aus-Schalter, mit dem sich die Shield TV 2019 in den Standby-Modus versetzten lässt. Der Menü-Taste oben rechts lässt sich zudem eine Funktion zuweisen (Screenshot machen, AI Upscaling Aktivieren, App starten usw.)
Perfekt! Die neue Shield Fernbedienung hat beleuchtete Tasten, ein neues Button-Layout, liegt klasse in der Hand und wird mit AAA-Batterien betrieben
Ein Mikrofon für den Google Assistant und Amazon Alexa (works with) ist in der heutigen Zeit natürlich Pflicht. Über die Spracheingabe lassen sich fortan auch sogenannte Google Routines abrufen. Legen wir uns z.B. die Routine „Filmabend“ an, könnten wir die elektrischen Jalousien automatisch runterfahren, das Licht dimmen und die Netflix App aufrufen. Alles mit einem Sprachbefehl. Mit dem integrierten IR-Sender kann die Fernbedienung zudem kompatible TV-Geräte steuern. Fernbedienung verlegt? Mit der Nvidia Shield App am Smartphone kann die Remote gesucht werden (Signalton). Die neue Fernbedienung wird auch einzeln für rund 35 Euro in den Handel kommen.
Die neuen Shield TV Modellen erscheinen übrigens ohne den Shield Controller. Dieser kann immer noch nachgeordert werden. Weitaus beliebter dürfte jedoch die Verbindung eines Playstation DualShock 4 oder Xbox One Wireless Controller sein.
Installation und Einrichtung
Die Installation der Nvidia Shield TV ist denkbar einfach. Wir schließen auf der einen Seite das Stromkabel (1.5 Meter Länge) am Streaming-Player an, auf der anderen Seite das HDMI-Kabel. Hierbei bitte darauf achten, dass das Kabel auch die vollen 18 Gbps Bandbreite unterstützt. Zu günstige Kabel können sich hier als Fehlerquelle herausstellen. Wer möchte, kann auch ein Ethernet-Kabel direkt am Player anschließen und mit dem Router / Heimnetzwerk verbinden. Das HDMI-Kabel wird entsprechend zum Fernseher, Projektor oder AV-Receiver geführt. Vergesst bitte nicht, die erweiterte Farbausgabe am Fernseher für den betreffenden HDMI-Eingang zu aktivieren, damit die HDR-Wiedergabe ohne Probleme funktioniert. Viele neuere Geräte stellen diese bereits automatisch um, bei älteren Geräten muss manuell HDMI UHD Color (Samsung), Ultra HD Deep Color (LG), optimiertes Format (Sony) usw. aktiviert werden. Die Batterien (AAA) liegen bereits in der Fernbedienung und so kann es auch schon losgehen.
Der Installationsprozess der Shield TV ist in rund 5 Minuten abgeschlossen (außer man liest sich alle AGBs durch)
In unserem Testaufbau haben wir die Nvidia Shield TV an einem LG OLED TV E9 aus dem Jahr 2019 angeschlossen. Die Konsole startet automatisch und wir befinden uns wenige Sekunden nach der Installation bereits im Android TV Einrichtungsassistenten wieder. Viel Arbeit wurde uns abgenommen, als wir die Shield über android.com/tv/setup direkt mit unserem Google Konto verbinden. Die restlichen Schritte sind meist rechtliche Zustimmungen zu Diensten und Services, die Google oder Nvidia anbieten (Vielen Dank DSGVO!). Das System ist in rund 5 Minuten startbereit. In einem Zwischenschritt können wir beliebte Apps zur Installation auswählen. Streaming-Apps wie Netflix, Prime Video oder Youtube tauchen nicht auf, da diese bereits ab Werk installiert sind. Zum Start gibt es auch gleich ein kurzes Update der Plattform.
Aufgeräumt, übersichtlich und vor allem: keine Werbung. Android TV 8.0.1 auf dem Shield TV 2019
Kurz darauf finden wir uns auf der Android TV Oberfläche wieder. Die Software-Version 8.1.0 (32.7.301.32) war zum Zeitpunkt unseres Tests aktuell. Die Shield Fernbedienung wurde auf Version v1.06 aktualisiert. In der ersten Ebene (Channel) finden wir unsere meistgenutzten und beliebtesten Apps wieder. Die Auswahl kann beliebig erweitert oder verändert werden. Darunter befinden sich sogenannte „Channels“ die Inhalte der jeweiligen Apps anzeigen. Die Channels können neu sortiert und vertikal verschoben werden. Wer lieber Prime Video unter den Apps angezeigt haben möchte, muss nur wenige Klicks tätigen. Die Android TV 8.1 Oberfläche funktioniert im Rahmen unseres Tests reibungslos und schnell. Nach kurzer Zeit sollten sich auch Nutzer, die noch keine Berührung mit dem System hatten, zurechtfinden.
Endlich Dolby Vision & Dolby Atmos für Shield TV
Netflixs Breaking Bad Film „El Camino“ in Dolby Vision & Atmos auf der Shield TV Konsole
Die gesteigerte Performance weiß Nvidia auch sinnvoll zu nutzen. Eines der größten Mankos wurde mit der neuen Shield-Generation behoben. Mit Dolby Vision hält das beliebte, dynamische HDR-Format Einzug in die Shield-Plattform. Das „perfekten Bild“ wird zudem mit dem 3D Soundformat Dolby Atmos erweitert. Bestätigt wurden Dolby Vision und Dolby Atmos für die Netflix, Amazon Prime Video und die Disney+ App. Letztere soll in Deutschland wohl im Frühjahr 2020 an den Start gehen. Das Bild- und Tonerlebnis lässt sich zum Teil deutlich verbessern. Jedoch kommt es auch hier auf den Content an. Über Kodi und Co. bringen wir Videos mit 4K/HDR zum Laufen, jedoch keine gemuxten Videos mit Dolby Vision. Die Unterstützung scheint somit nur auf App-Ebene zu funktionieren.
Übrigens haben wir nach längerer Zeit die Suche nach einem Dolby Atmos und Dolby Vision Film/Serie auf Prime Video aufgegeben. Angeblich soll nur die OT-Version der Jack Ryan Serie mit 3D Sound und Dolby Vision wiedergegeben werden. Dies funktionierte jedoch bei uns nicht wirklich. Nvidia verspricht Unterstützung für die beiden Formate auf Prime Video, jedoch ist laut unserer Erfahrung kein Content vorhanden. Es können auch DTS:X Inhalte vom Player verarbeitet werden. Auch wenn DTS:X bei den Streaming-Portalen keine große Rolle spielt, dürfte der Support für einige Heimkino-Fans eine willkommene Ankündigung sein.
Neben Dolby Vision und Dolby Atmos ist das neue 4K AI Upscaling das neue Highlight-Feature der neuen Shield TV 2019. Das Standard-Upscaling der Vorgänger-Modelle war vielen Nutzern zu „simpel“ oder brachte keine visuellen Vorteile. Hinter dem Begriff AI verbirgt sich ein angelerntes Neurales Netzwerk. Wir haben es also nicht mit einem selbstständig lernenden „künstlichen Gehirn“ zu tun, wie der Name suggeriert. Die Informationen zu Formen, Farben und Mustern wurden angehäuft und in einen Algorithmus „überführt“. Anhand dieser „Datenbank“ visuellem Wissens, kann das AI Upscaling Bildinhalte in Echtzeit optimieren. Das Feature kann sogar über Updates erweitert und verbessert werden.
Das neue AI Upscaling liefert zum Teil eine deutlich bessere Bildperformance bei niedrig aufgelösten Inhalten mit 720p oder 1080p. Die maximale Bildwiederholungsfrequenz der Inhalte kann 24/30p betragen. 60p Youtube-Videos können somit nicht hochskaliert werden. Das ist aber nur ein kleines Manko, vor allem wenn man die Technologie in Aktion sieht. Um die Funktion nutzen zu können, begeben wir uns erst einmal in die Einstellungen und aktivieren bei Video-Upscaling-Modus > AI-Erweitert und stellen die Detailverbesserung auf „Hoch“ (so unser Vorschlag).
In den Einstellungen können wir das AI Upscaling sowie dessen Intensität auswählen
Nativer 4K Content wird natürlich nicht optimiert. Ansonsten profitieren so ziemlich alle Quellen, egal aus Netflix, Prime Video, Kodi, DAZN oder Youtube. Doch auch beim 4K AI Upscaling setzt eine gewisse Grundqualität des Materials voraus. Sind die Bitraten des Videostreams zu niedrig oder das Bild zu dunkel, kann auch der angelernte Algorithmus auch keine Wunder vollbringen. Im schlimmsten Fall konnten wir subjektiv keine Verbesserung wahrnehmen. Es gibt aber genug Filme und Serien, die deutlich mehr Details präsentieren. Der 1080p Stream von Disneys „Coco“ auf Netflix, bekommt durch AI Upscaling einen zusätzlichen Qualitäts-Boost (obwohl das Material bereits sehr gut aussieht)
Disneys Coco ist ein Paradebeispiel, was das AI Upscaling leisten kann (links Standard / rechts AI Upscaling)
Auch Dokumentationen profitieren zum Teil deutlich. Netflixs „The Keepers“ beschäftigt sich mit einem „Cold Case“ und liefert bereits eine sehr gute Basis-Qualität. Nvidias AI Upscaling legt aber noch eine deutliche Schippe drauf. Dabei wirken die Bildverbesserungen nicht übertrieben, sondern fügen sich perfekt in den Videoverlauf ein.
Die Backstein-Front der Totenhalle, die Struktur der Säulen und der Schriftzug darauf – die Dokumentationen bekommen durch AI Upscaling einen besseren Look (links Standard / rechts AI Upscaling)
Zuletzt haben wir noch John Wick 2 bemüht. In schnellen, actionreichen Szenen wird es schwierig die visuellen Vorteile zu erkennen. Im Standbild und im AI-Demo-Modus (Direkter Vergleich mit Schieberegler) werden die Bildverbesserungen wieder sichtbar. Die ruhigen Szenen wie Nahaufnahmen der Charaktere liefern dagegen einen durchgängigen Beweis für den Qualitätsgewinn.
Nahaufnahmen von Schauspielern wie hier Keanu Reeves in John Wick 2 zeigen viel mehr Details (links Standard / rechts AI Upscaling)
Wir können eigentlich nur empfehlen, die AI Upscaling Funktion grundsätzlich aktiviert zu lassen. Wir haben keine Nachteile durch das Feature feststellen können, weder Bildartefakte noch veränderte Farben oder zunehmendes Bildrauschen. Wer seine Filmsammlung digitalisiert hat und noch einige DVDs und Blu-rays auf dem Heimserver liegen hat, wird dieses Feature lieben. Nvidia hat uns mit seinem 4K AI Upscaling restlos überzeugt.
Workaround für Adaptive Framerates
Die Anpassung der Bildfrequenz lässt sich auf die Menütaste legen. Sozusagen ein Workaround für eine adaptive Framerate Anpassung
Ein großes Manko der Shield Streamin-Player war das fehlen einer adaptiven Framerate-Steuerung. Der Apple TV 4K erkennt (falls aktiviert) die Framerates des Contents (z.B. 24p, 30p, 60p) und spielt diesen mit der nativen Bildwiederholungsrate aus. Das können die neuen Shield TV Konsolen immer noch nicht. Nvidia hat jedoch einen Workaround parat, mit dem die Inhalte mit der korrekten Bildwiederholungsrate ausgegeben werden. Dafür begeben wir uns in die Einstellungen unter Fernbedienung & Zubehör > Menü Schaltfläche Einstellungen anpassen und wählen ganz unten „Bildfrequenz anpassen (Beta)“ aus. Fortan, wenn wir uns Inhalte auf Kodi, Youtube, Netflix & Co. ansehen und die Menütaste einmal betätigen, wird der Bildschirm kurz Schwarz und die Bildausgabe erfolgt in Höhe der nativen Framerates der Inhalte.
Wir haben in unserem Versuchsaufbau einen AV-Receiver zwischengschaltet und die Informationen der HDMI-Signalquelle angezeigt. Wir starten den Content und drücken einmal die Menü-Taste und siehe da: die Framerate wird korrekt angepasst. Wir haben dies mit gängigen Inhalten und Framerates (23.97p, 24p, 30p, 50p, 60p) ausgetestet. Laut unseren Erfahrungen funktioniert dies ganz gut. Wir können nur hoffen, dass diese Beta-Funktion bald finalisiert wird und dann vielleicht in die Bildeinstellungen als „Adaptive Framerate Anpassung“ rutscht. Wir haben Nvidia auch nochmals kontaktiert und hoffen auf Feedback zu diesem Thema.
Youtube in 4K ohne HDR
Ein Manko wie wir finden, ist der fehlende VP9.2 Codec. Somit können Youtube-Videos lediglich in 4K Auflösung in SDR (Standard Dynamic Range) wiedergegeben werden. Ob die Wiedergabe von HDR (High Dynamic Range) Inhalten über ein Firmware-Update nachgeliefert wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar.
Gamestreaming GeFore Now:
Seit einigen Jahren liefert Nvidia mit „GeForce Now“ bereits eine Lösung für Game-Streaming an. Das Thema kommt in den letzten Monaten mit der Berichterstattung über Microsofts Project xCloud oder Google Stadia so richtig ins Rollen. Die neuen Streaming-Player haben Zugang zur neuen GeForce Now Cloud und liefern damit auch AAA-Titel in 1080/60p aus. Es können zudem mehrere Controller für Local-Multiplayer-Spiele angeschlossen werden.
Mit Geforce Now bietet Nvidia bereits seit Jahren einen Game-Streaming-Service an
Leider hatten wir zum Test noch keinen GeForce Now Zugang, da sich die Plattform noch in der Beta-Phase befindet. Mehrere hunderttausend Spieler nutzen GeForce Now bereits und viele Nutzer haben sich in eine Warteliste eingetragen, um den Gamestreaming-Service testen zu können. Bereits ab der Anmeldung, stehen dem Spieler bereits 40 kostenlose Spiele zur Verfügung, wie z.B. „Tomb Raider“ (siehe Bild).
Wir können somit ledlich von der Nvidia Präsentation berichten. Im Headquarter in München wurde uns die Nvidia Shield TV 2019 ausführlichst vorgestellt. Wir durften auch eine Runde Fortnite über GeForce Now antesten. Die Eingaben des Controllers werden über die Konsole an die Nvidia Server gesendet, verarbeitet und als Video-/Audiostream zurückgesendet. Erhöhter Input Lag könnte zur Gefahr für Game-Streaming werden. Die Eingabeverzögerung war für uns jedoch nicht spürbar und bewegt sich sicherlich auf Konsolenniveau. Nvidia verspricht die Verzögerung weit unter 100ms zu halten. Auch die visuelle Präsentation hat keine Wünsche offen gelassen. Um GeForce Now flüssig genießen zu können, empfiehlt Nvidia die Verbindung via Ethernet.
Unterschied zwischen Nvidia Shield TV und PRO
Es gibt neben der Standardversion des Players auch eine neue PRO-Variante. Alle wichtigen neuen Features wie Dolby Vision, Dolby Atmos oder AI Upscaling werden von beiden Versionen unterstützt. Bereits visuell kann man die Geräte ganz klar voneinander trennen. Die PRO nutzt das „alte“ Design der Shield Konsole aus 2017. Die Fernbedienung ist bei beiden Versionen die gleiche. Es gibt jedoch noch ein paar Änderungen an der Hardware. Der Arbeitsspeicher wird auf 3 GB erweitert und der interne Speicher beträgt 16 GB. Durch den erweiterten RAM ist es der Konsole auch möglich einen Plex Media Server (nicht nur Client) aufzusetzen um Inhalte über das Heimnetzwerk in 1080p zu streamen. Advanced Android Games wie Half-Life 2, Portal 2 oder Borderlands 2, werden ebenfalls erst durch den erweiterten Arbeitsspeicher spielbar. Wer Spiele über Twitch live aufnehmen und streamen möchte, kann dies ebenfalls nur mit der PRO-Version.
Vergleich zwischen der Nvidia Shield TV 2019 und der PRO-Variante
Zudem kann die Nvidia Shield TV PRO in Samsungs IoT-System Smartthings eingebunden werden. Ein microSD-Kartenleser ist nicht vorhanden. Dieser wird durch zwei USB 3.0 Ports ersetzt. Die PRO-Variante ist für Heimkino-Enthusiasten und „Gadget-Geeks“ gedacht, die wirklich das letzte Quäntchen aus ihrem Entertainment-System holen möchten. Für das geringfügige Upgrade werden 219 Euro fällig.
Fazit Nvidia Shield TV 2019
Nvidia hat genau an den richtigen Hebeln angesetzt. Dolby Vision, Dolby Atmos und das 4K AI Upscaling bieten einen deutlichen Mehrwert gegenüber den Vorgänger-Modellen. Dazu kommt noch der praktische Formfaktor, die perfekt überarbeitete Fernbedienung und der günstigere Preis von 159 Euro (UVP). Eine Erwähnung verdient auch der vorbildliche Support von Nvidia. Seit dem Start der Plattform wurden bereits über 20 „Experience Upgrades“ ausgerollt, die nicht nur Fehlerbehebungen, sondern auch neue Features mit sich gebracht haben. Diese Unterstützung wird auch mit der neuen Generation fortgesetzt!
Die Nvidia Shield TV Pro ist auf Heimkino-Enthusiasten ausgelegt und kostet 219 Euro (UVP)
Das System lief in unserem Praxistest stabil ohne Fehler. Der Stromverbrauch unter Last beträgt um die 7-10 Watt und fällt somit auf der Stromabrechnung nicht ins Gewicht. Wer sich selbst als „Power User“ der Nvidia-Plattform bezeichnen würde, der sollte vielleicht ein paar Euro mehr in die PRO-Variante investieren. In unseren Augen (und Ohren) ist die Nvidia Shield TV 2019 der aktuell beste 4K HDR Streaming Player auf dem Markt.
Schindlers Liste in bester 4K / HDR10 / Dolby Vision Qualität wird auf iTunes zum Kauf für nur 3.99 Euro angeboten. Dieses und weitere Schnäppchen auf iTunes findest du hier!
Man kann über den Apple iTunes Shop sagen was man möchte, die Preise für Filme auf der Plattform sind jedoch meist ungeschlagen. Vor allem 4K Inhalte mit HDR (meist mit Dolby Vision) werden oft für günstige 3.99 Euro angeboten. Wie auch Steven Spielbergs Meisterwerk „Schindlers Liste“. Bei so günstigen Preisen fällt es einem nicht so schwer, eine digitale Filmsammlung anzulegen. Die Filme lassen sich auf allen iOS Geräten wiedergeben, so richtig lohnt es sich jedoch nur für Besitzer eines Apple TV 4K oder eines Smart TVs mit Apple TV App (Samsung Modelle aus 2018/2019). Neben Schindlers Liste gibt es noch folgende Filme für 3.99 Euro zu kaufen:
Google Stadia: Momentan ist die Stimmung rund um den Game-Streaming-Dienst alles andere als rosig. Da versucht das Unternehmen nun ein wenig gegenzusteuern und verspricht sich hinter jahrelange Unterstützung und exklusive Spiele zu klemmen.
In Gaming-Communities ist Google Stadia aktuell so etwas wie der Prügelknabe, auf den man mit Vorliebe drauf drischt. Das ist zum Teil auch Googles eigene Schuld, denn jüngst musste man etwa einräumen, dass der Stadia Controller zum Launch an Smartphones und PCs entgegen anfänglicher Werbevideos nur kabelgebunden funktionieren wird.
Auch den Traum vom mobilen Zocken musste man nachträglich zurechtrücken, denn aufgrund der hohen Anforderungen an die Internetverbindungen wird das Spielen mit Stadia anfangs wohl nur über Wi-Fi möglich sein. Dazu kam die Verschiebung des Stadia-Flaggschiffs „Doom Eternal“ und die Umwandlung von „Destiny 2“ zu einem Free-to-Play-Titel, was dieses Zugpferd für Stadia Pro zu einem recht lahmen Gaul macht.
Trotzdem hofft Google Gamer und wohl insbesondere auch Nicht-Gamer zu seiner Streaming-Plattform zu locken. In einem Gespräch mit GamesIndustry.biz hat man dabei seine langfristigen Pläne für Stadia beteuert. Allerdings wissen alle User, die Google schon länger beobachten, dass solche Aussagen des Unternehmens immer mit Vorsicht zu genießen sind. Denn Google ist geradezu berüchtigt dafür neue Dienste einzuführen und diese wieder dichtzumachen, wenn sie nicht die eigenen Erwartungen erfüllen.
Google Stadia soll mit exklusiven Inhalten auftrumpfen
Jade Raymond, Googles Kopf für Stadia Games und Entertainment, beteuert dennoch, dass Stadia da die Ausnahme von der Regel werden könnte. So wolle Google sich auf lange Sicht exklusive Spiele und Features sichern. Dabei will man sowohl bei Google selbst exklusive Games in Montreal entwickeln, als auch durch Vereinbarungen mit Partnern entsprechende Deals abschließen – also im Grunde genau so, wie es aktuell auch Sony und Microsoft für ihre Konsolen handhaben.
Raymond sieht da für Stadia besonderes Potenzial. Denn da Stadia die Berechnungen in der Cloud durchführe, könne man die exklusiven Spiele für sehr potente Hardware auslegen. Auf dieser Basis könnte man also besondere Technik-Feuerwerke bieten – ohne Rücksicht auf schwächere PCs oder Konsolen. Ein Fokus könnte dabei etwa die KI in Spielen sein, denn mit dem Thema hat Google ja ohnehin Erfahrung.
Laut der Google-Managerin sei es auch wichtig, regelmäßig neue Spiele zu veröffentlichen und die Spieler so bei Laune zu halten. Ähnlich wie Microsoft und Sony wolle also auch Google einen konstanten Strom neuer Exklusivtitel anbieten. Potenzial sieht Raymond aber auch für Multimedia-Inhalte: Etwa könnte man eine Dokumentation über Spiele zeigen und während des Ansehens dem Zuschauer direkt die Möglichkeit bieten eines der Games anzutesten, über das gerade berichtet wird.
Am Ende muss man aber natürlich abwarten: Natürlich hat Stadia viele Chancen, doch Skepsis ist angesichts der bisherigen Handlungsweisen von Google weiterhin angebracht. Am Ende werden die Spieler darüber entscheiden, ob Stadia ein Erfolg wird, oder am Ende auf dem Google-Friedhof verschwindet.
Wie wäre es mit einem Gruselfilm-Marathon zu Halloween? Auf Amazon Prime Video können über 700 Horror-Schocker für je nur 99 Cent ausgeliehen werden – nur für Prime-Mitglieder!
Die Auswahl die Amazon auf seiner Special-Seite vorschlägt, trifft nur bedingt unseren Geschmack. „Alien: Covenant“, „Split“, „Get Out“, „A Cure For Wellness“ oder „Gone Girl“ sind alles ganz nette Filme, die man sich für 99 Cent gerne einverleiben kann.
Wer sich wirklich gruseln möchte, der muss sich etwas länger durch die Titelliste klicken. Wir empfehlen auf jeden Fall die Filteroption für die Bewertung (mindestens 3 oder 4 Sterne) in Anspruch zu nehmen. Dann finden sich Goldstücke wie „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt„, „Evil Dead„, oder „Jeepers Creepers 2“ viel einfacher!
Auch Klassiker wie „Friedhof der Kuscheltiere (1989)„, „Halloween II (1981)„, „Das Omen (1976)„oder „Edgar Wallace: Der Mönch mit der Peitsche (1967)“ findet wir in der Auswahl.
Wer sich Sorgen darüber macht, dass man gar nicht so viele Filme ansehen könne wie man sich ausleihen möchte, den können wir beruhigen. Die für 99 Cent ausgeliehenen Titel stehen dem Nutzer 30 Tage zur Verfügung. Sobald die Wiedergabe gestartet wird, kann der Film innerhalb 48 Stunden so oft wiedergegeben werden, wie man will.
Samsung Electronics hat sich die Wortmarke „Dual LED“ gesichert. Überrascht uns der Elektronikhersteller auf der CES 2020 mit einem neuen Display-Konzept? Oder handelt es sich nur um heiße Luft?
Update I: Samsung lüftet das Geheimnis der Dual LED Technologie. Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas, wurden die neuen „The Frame 2020“ Modelle mit Dual LED Backlight vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Hintergrundbeleuchtung die nicht nur auf blaue, sondern zusätzlich mit gelben LEDs ausgestattet ist. Die Quantum Dot Farbschichten sollen damit in verschiedenen Farbtemperaturen angestrahlt werden können, was die Farbgenauigkeit und Kontrast erhöhen soll. Auch die neuen Mittelklasse-QLEDs der Q60TS und Q70TS Serie sollen mit Dual LED ausgestattet sein.
Originalbeitrag: So ist es für Hersteller durchaus üblich, sich Patente und auch Markennamen zu registrieren, ohne am Ende viel damit anzufangen. Oft geschieht das einfach aus Vorsicht, damit einem die Konkurrenz nicht zuvorkommt. Oder es befinden sich zwar neue Techniken in der Entwicklung, am Ende geht das Konzept aber nicht auch. Manchmal sichern sich die Hersteller auch mehrere Markennamen für ein Produkt, wenn sie noch unentschlossen bezüglich der finalen Namensgebung sind.
Was könnte nun Dual LED meinen? Angemeldet wurde die Marke jedenfalls am 21. Oktober 2019 beim EUIPO (Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum). Zugeordnet wurde jene Marke der Klasse 9, welche für Fernseher, Monitore, Fernbedienungen und TV-Zubehör vorgesehen ist. Gestellt wurde der Antrag von Perani & Partners Spa aus Italien im Namen von Samsung Electronics. Könnte hier vielleicht sogar ein Zusammenhang zu den ebenfalls kürzlich gesicherten Marken für Infinity Screen und Zero Bezel bestehen?
Die Wortmarke für „Dual LED“ wurde unter der Nizza Klasse 9 beantragt (Fernseher, TV Monitore und mehr)
Letztere Marken drehen sich vor allem um neue Design-Konzepte, die Samsung ein wenig aus dem mobilen Segment adaptieren könnte – also möglichst rahmenlose Fernseher. Vielleicht ist Dual LED dann das technische Konzept, welches das Design ergänzt bzw. erst möglich macht? Aktuell wissen wir dazu leider gar nichts. So könnte es sich auch einfach um einen neuen Marketing-Begriff handeln, hinter dem am Ende heiße Luft steckt.
Samsung schweigt noch zu Dual LED
Die Südkoreaner von Samsung schweigen derzeit noch zu den Hintergründen von Dual LED. Möglicherweise könnte der neue Markenname auch zu Micro LED in Verbindung stehen. Auch ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht völlig unmöglich, dass Samsung vielleicht seine QLED umtaufen oder ihnen eine Alternative zur Seite stellen möchte? So hatte LG ja scharfe Kritik an der Namensgebung geübt.
Aktuell kann man nur spekulieren und vieles ist möglich. Am besten wir warten es einfach mal ab. Wir werden auf der CES 2020 vor Ort sein und spätestens dann genauer nachhaken.