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Dumbo 4K Blu-ray im Test: Fliegender Elefant trötet falsch!

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Inhalt (70%)

Disney hat einen reichen Schatz an Zeichentrick- und Animationsfilmen. So reich, dass man sich 1994 und 1996 dachte: Warum nicht mal einen davon aufs Realfilm-Format adaptieren? Gedacht, getan. Heraus kamen Das Dschungelbuch und 101 Dalmatiner mit einer wunderbar bösen Glenn Close als Cruella De Vil. Für Letzteren standen am Ende weltweit über 300 Mio. Dollar Kinoeinspiel auf dem Konto – für 1996 wirklich hervorragende Zahlen. Dennoch sollte es 14 Jahre dauern, bis der nächste Animations-Klassiker mit realen Schauspielern umgesetzt wurde – von keinem geringeren als Tim Burton. Sein Alice im Wunderland profitierte 2010 massiv vom 3D-Boom und erwirtschaftete über eine Mrd. Dollar. Und er gab den Startschuss für eine Reihe von Real-Verfilmungen Disneys. Neun Jahre nach „seiner“ Alice ließ man dann erneut Tim Burton ans Ruder. Er sollte sich eine weitere der buntesten Geschichten vorknöpfen. Eine, deren Optik wie gemacht war für den visuell so einfallsreichen Regisseur: Dumbo.

Die kleine Familie wurde unfreiwillig um Elefant Dumbo erweitert

Dass Burton (und Disney) mit der Geschichte um den Zirkuselefanten, der fliegen kann, am Ende ein wenig baden gingen (350 Mio. Dollar Einspiel sind heutzutage dann kein riesiger Erfolg mehr – vor allem in Anbetracht der 170 Mio. Dollar Produktionskosten), ist schade. Denn eigentlich versprüht Dumbo von der ersten bis zur letzten Sekunde das Flair der Burt’schen Filme. Schon die Eröffnungssequenz mit dem bunten Treiben am Standort des Zirkus ist typisch für den Regisseur. Überall entdeckt man Details und visuelle Ideen. Die Kostüme und der bunte Look sind prächtig und erinnern an Filme wie Charlie und die Schokoladenfabrik. Vielleicht lag es daran, dass das Original eine der ältesten Vorlagen ist (immerhin ist der Zeichentrickfilm Anno 1941), vielleicht aber auch daran, dass man die Story dann doch massiv abänderte und um Figuren ergänzte. Die Hauptdarsteller-Familie um Holt Farrier gibt’s in der Vorlage nicht und die Subplots der Realverfilmung lassen Dumbo ab und an etwas zerfasert wirken. Rein visuell aber kann man Burtons Adaption überhaupt nichts vorwerfen. Schon die Animation des Titelcharakters ist schlicht sensationell und wenn man sich einen Zirkus der damaligen Zeit vorstellt, dann genauso wie der Regisseur ihn umgesetzt hat. Mit den warmen Farben, die sich an einer Braun- und Orangepalette entlang hangeln, schmeichelt der Film zusätzlich dem Auge. Dazu ist die Besetzung exquisit. Man kann Burton vielleicht vorwerfen, dass er stets auf Nummer sicher geht. Denn mit Michael Keaton ist einer dabei, mit dem Burton zuvor schon drei mal gedreht hatte. Auch Danny De Vito und Eva Green sind nicht das erste Mal am Burton-Set.

Vandevere braucht Attraktionen für seinen Vergnügungspark

Einziger Neuling an Bord: Colin Farrell. Der hatte sich schon seit Edward mit den Scherenhändengewünscht, einmal mit dem Regisseur zusammen zu arbeiten. Dass sein Holt die am wenigsten extrovertierte Figur des Films ist, wirkt etwas undankbar für den irischen Darsteller. Neben den expressionistischen Darbietungen von Keaton, Green und vor allem Danny De Vito geht er ein wenig unter. Ohnehin sind die erwachsenen Figuren nur schmückendes Beiwerk. Die Emotionen drehen sich klar um die beiden Kinder und Dumbo selbst. Und das funktioniert besser als so manch Kritiker es wahrhaben wollte. Wenn Dumbo zunächst gedemütigt wird und dann auf seine Art zurück schlägt, dann berührt das sehr wohl. Und wenn die beiden Kids die einzigen sind, die zunächst an den langohrigen Elefanten glauben, lädt auch das Dumbo emotional auf.

Vielleicht hätte man sich etwas auf das Innerfamiliäre konzentrieren sollen. Auf die Problematik, die durch den Tod der Mutter und die Versehrtheit des Vaters entsteht. Auf die Tatsache, dass Milly das Zirkusleben nicht führen möchte, sondern lieber eine Wissenschafterin werden würde. Und auf die Familie namens Zirkus. Eben jene Menschen, die irgendwie aus der Gesellschaft gefallen sind und nur unter sich glücklich zu sein scheinen. Der Nebenplot Tradition vs. Moderne (aka Wanderzirkus vs. technologisierter Vergnügungspark) wirkt für den Film zu viel und überfrachtet ihn. Es lenkt von Dumbo ab und von den großen Gefühlen, die das Animations-Original ausmachte.

Bildqualität (80%)

Dumbo wurde digital aufgenommen. Da Tim Burton ein Fan von regulärem 16:9 ist, liegt der Film mit 1,85:1 (fast) im 16:9-Vollformat vor. Leider wurde trotz einer teils in 5K vorliegenden Auflösung des Ausgangsmaterials nur ein 2K-Digital-Intermediate angefertigt, was dann für die UHD wieder hochskaliert wurde. Davon ab integrierte man einen im Rahmen von Rec.2020 Betrachten wir das Live-Bild der UHD, so ist es zunächst wesentlich dunkler abgestimmt. Soll heißen: Wo es bei der Blu-ray beispielsweise Mittagszeit-Atmosphäre hat, ist der Tag bei der UHD schon fortgeschrittener. Die Sonne scheint dann bereits untergehen zu wollen und es wirkt eher wie eine frühabendliche Stimmung.
Wechselt die Szenerie in die wenig ausgeleuchteten Zugwaggons, sollte es deshalb während des Schauens durchaus recht gut abgedunkelt sein, um die Details ausnahmslos erkennen zu können. Verschluckt wird zwar nichts, aber hohe Restlicht-Anteile könnten hier störend sein und bisweilen werden Gesichter dann arg überdramatisch rot. Spitzlichter wie das Funkeln in den Augen sind etwas besser als bei Friedhof der Kuscheltiere, wenngleich der echte Wow-Effekt ausbleibt.

Das Bild der UHD präsentiert sich mit einer nachmittäglichen Lichtstimmung

Was sichtbar besser ist, ist die Bildruhe an sich. Während man über die Blu-ray das ganz feine Rauschen noch wahrnahm, fällt das über die dunkler abgestimmte UHD praktisch gar nicht mehr auf. Auch die Auflösung kann trotz nur 2K-DI mehr aus dem Film holen. Beispielsweise ist der feine Zwirn von Vandeveres Anzugjacke bei genauem Hinschauen detaillierter, zeigt das Gewebe feiner und die Struktur klarer. Leider büßt HDR10 – wie zuletzt bei einigen Disks – in den dunklen Szenen an Punch und Kontrastdynamik ein. Farben wirken in solchen Momenten eher schwächer und ausgewaschener als über die Blu-ray, die hier mehr Dynamikspreizung zeigt. Auf der anderen Seite überstrahlen helle Bildbereiche praktisch gar nicht mehr, die über die BD noch etwas zum Ausreißen neigten. Die UHD empfiehlt sich also primär für jene, die nicht das letzte Quäntchen Schwarz suchen, sondern vornehmlich auf harmonischere und noch stärker burton’eske Farbgebung setzen.

Tonqualität (65%)

Beim Ton muss man Disney leider erneut kritisieren. Und das betrifft nicht nur die Tatsache, dass der Anbieter sich offenbar dauerhaft auf ein komprimiertes Dolby Digital Plus für die deutsche Fassung beschränkt hat. Vielmehr geht es um die erneut etwas zu leise eingepegelte Disk sowie vor allem einen hörbaren Mangel an Tiefbass und Dynamik. Selbst wenn man den Subwoofer mal komplett alleine laufen lässt, meldet er sich nur selten – und wenn, dann ziemlich unmotiviert zu Wort. Schon die eigentlich dynamische Eröffnung mit der Zugfahrt rumpelt eher vor sich hin und klingt durch das fehlende Sub-Spektrum aufgeregt und krachig. Exemplarisch wird das noch deutlicher, wenn Mrs. Jumbo wütend ins Zelt stampft und das Konstrukt kurz darauf zum Einsturz bringt. Immer wieder trampelt sie wuchtig auf die Erde, bringt große Holzbalken zum Bersten und zum Einsturz. Und gefühlt klingt das wie eine TV-Sendung am Nachmittag – ohne jedes Fundament.
Und oft tönt es auch noch undifferenziert wie bspw. beim Seifenblasen-Spiel nach 60 Minuten, bei dem die innovativen Sounds völlig im viel zu laut eingepegelten Score von Burtons Haus- und Hof-Komponist Danny Elfman untergehen.

Während der Actionszenen fehlt es dem Ton deutlich an Tiefbass und Dynamik

Um aber mal eine Lanze für eine Dolby-Digital-Plus-Spur zu brechen, da es ja häufig die Meinung gibt, alleine aufgrund einer komprimierten Tonspur den Sound abstrafen zu müssen: An der DD+-Fassung der deutschen Version liegt es gar nicht, dass es hier so undynamisch zugeht. Die englische Fassung hat es gar noch schlimmer getroffen, denn sie tönt in der Szene mit dem von Mrs. Jumbo zum Einsturz gebrachten Zelt noch weniger druckvoll. Und hier reden wir über unkomprimiertes dts-HD-Master. Schuld ist hier also nicht die Datenrate/Komprimierung, sondern schlicht der Entschluss, die Disney-Filme ohne jede Dynamik abzumischen als höre man im Mitternachts-Modus des Receivers. Selbst wenn beim ersten echten Flug von Dumbo (und auch während seiner späteren Fliegereien) ein wenig mehr los ist, so ist das Ganze auch für die Originalfassung (trotz ein paar schöner 3D-Sounds der Atmos-Version) ziemlich unbefriedigend.

Was akustisch am Ende bleibt sind gut verständliche Dialoge und eine leidlich aktive Surround-Szenerie. Vor allem vom Score profitieren die Rears und öffnen durch ihn immer wieder den Raum. Dennoch kann man nicht anders, als die Tonspur als Enttäuschung zu bezeichnen, die ihr Potenzial fast komplett ungenutzt liegen lässt.

  • Deutsch: Dolby Digital Plus 5.1 (65%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (60%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (50%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial von Dumbo findet sich komplett auf der Blu-ray. Hier warten zum einen neun zusätzliche Szenen, Gags und Pannen vom Dreh sowie das Musikvideo „Baby Mine“ von Arcade Fire. Außerdem werden einige Easter Eggs preisgegeben, in denen auf die Querverweise des Realfilms auf den Animationsfilm eingegangen wird. Drei richtige Featurettes gibt es aber auch noch. In „Ein spektakulärer Cast“ geht es natürlich um das hochkarätige Ensemble des Films. Burton erzählt aber auch, was seine Auffassung des Films ist. „Ein besonderer Elefant“ fokussiert sich dann auf die Ursprünge der Geschichte und auf die Emotionen, die das Original bei den Beteiligten auch heute noch auslöst. In „Atemberaubende Sets und Kostüme“ wird dann die Arbeit der Setdesigner und Künstler hinter den fantastischen Kostümen gezeigt – oscarwürdig sind diese allemal.

Gesamtbewertung Dumbo  (72%)

Dumbo ist vielleicht nicht die beste aller bisherigen Real-Verfilmungen von klassischen Zeichentrickhits des Maus-Studios. Tricktechnisch und visuell überzeugt Burtons Film aber durchaus. Und die Szenen mit Dumbo und den Kids sind emotional genug, um die junge Zielgruppe vor den Bildschirm zu fesseln. Die Mamas und die Papas erfreuen sich an tollen Darstellern und einem sehr guten Bild, während sie sich leider über den unzureichenden Ton ärgern müssen.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 08. August 2019 Review am: 23. August 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 112 Minuten
Filmstudio: Disney FSK: ab 6 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Chinesisch, Deutsch, Englisch, Japanisch
Bildformat:
1.85:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital Plus 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Dumbo Trailer:

Panasonic Lumix S1H: Spiegellose Vollformat-Kamera kann 6K-Videos aufnehmen

Panasonic hat seine neue, spiegellose Vollformat-Kamera Lumix S1H final vorgestellt. Zuvor hatte man sie vage für den Herbst 2019 angekündigt. Diese Kamera kann nun auch Aufnahmen in 6K mit 24p anfertigen. Wie von Panasonic gewohnt, ist zudem eine Dual-Bildstabilisierung an Bord.

Im Handel wird die neue Panasonic Lumix S1H ab Septembee 2019 zu haben sein. Da es sich hier um eine Vollformat-Kamera für anspruchsvollere Anwender handelt, spiegelt sich das auch im Preis wider. Jener beträgt 3.999 Euro. Die Systemkamera betet auch einen OLED-Sucher mit 5,8 MP. Was Videos betrifft, so beherrscht sie unter anderem 6K/24p (Seitenverhältnis 3:2), 5,9K/30p (Seitenverhältnis 16:9) oder 10-Bit 60p 4K/C4K.

Es dient ein Vollformat-Sensor mir 24,2 Megapixeln mit Tiefpassfilter als Basis. Dank Dual-Native-ISO-Technologie mit zwei Grundempfindlichkeiten soll sich das Rauschen minimieren. Der Dynamikbereich der S1H mit über 14 EV-Stufen entspreche laut den Japanern Kinokameras. DV-Log/V-Gamut ist kompatibel mit dem VariCam-Cinema-Look. Die Lumix S1H kann unbegrenzt Videos aufnehmen, es gibt keine Zeitbeschränkung. Dafür unterstützt sie außerdem HDR über Hybrid Log Gamma (HLG).

Mit der Lumix S1H visiert Panasonic gezielt Filmemacher an

Die Aufnahmen kann man auch über den frei schwenkbaren Touchscreen-Monitor mit 3,2 Zoll Diagonale im Blick behalten. Objektive werden über das L-Mount-Bajonett angeschlossen. Damit ihr nicht den Überblick verliert: Panasonic bietet nun im Rahmen der Reihe Lumix S die S1R, die S1 und die neue S1H an. Die S1H wurde speziell für die Filmproduktion konzipiert und entwickelt. Der CMOS-Sensor der Lumix S1H deckt einen weiten Farbraum ab, der als V-Gamut bezeichnet wird. Er liefert einen noch größeren Farbraum als Film und ist auch größer als IBU-R BT.2020.

Die Panasonic Lumix S1H bietet für die Nachbearbeitung viel Spielraum

Mit der VFR (Variable Frame Rate) können Filmer Zeitlupen-/Zeitraffer-Videos in C4K/4K (60 B/s, maximal 2,5x langsamer in 24p) und FHD (180 B/s, maximal 7,5x langsamer in 24p) aufnehmen. Die minimale Bildrate für Zeitraffer-Videos beträgt 2 B/s. Darüber hinaus ist HFR (High Frame Rate)-Video mit Ton und Verwendung des Autofokus aufnehmbar. Damit alles im Blick bleibtm bietet die Kamera auch zusätzliche Tools wie einen skalierbaren Waveform-Monitor zur Kontrolle des Videosignals sowie eine V-Log-Vorschaufunktion zur Darstellung unterschiedlicher LUT-Effekte auf dem Monitor.

Auch bringt die Lumix S1H einen doppelten Speicherkartensteckplatz für SD-Karten mit. Der Anwender kann flexibel die Aufzeichnungsmethode aus kontinuierlicher Aufzeichnung, paralleler Backup-Aufzeichnung oder getrennt nach Dateitypen auf beiden Karten wählen, etwa um Video- und Fotodaten auf separaten Karten zu speichern. Der Akku mit wiederum 3.050 mAh soll etwa 2 Stunden Aufnahmezeit erlauben. Er ist während des Betriebs über USB Typ-C aufladbar.

Die Panasonic Lumix S1H im Einsatz

Die Lumix S1H liefert ein 4:2:2 10-Bit 4K 60p/50p-Signal am HDMI-Ausgang Typ A. Dank Bluetooth 4.2 ist auch die Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet möglich. Zusätzlich steht auch noch Wi-Fi 802.11 ac zur Verfügung, um andere Geräte als Fernsteuerung zu verwenden. Die Kamera kann Fotos im 14-Bit-RAW-Format aufnehmen.

Durch die Kombination von Kontrast-AF mit DFD-Technik will man zudem einen Autofokus mit einer Reaktionszeit von nur 0,08 Sekunden erreichen. Eine Gesichts- und Augenerkennung ist ebenfalls an Bord und kann sogar speziell die Pupille erkennen und in den Fokus nehmen. KI-Technologie soll bestimmte Objekte – Personen oder auch sich bewegende Tiere, einschließlich Hunde, Katzen und Vögel – erkennen. Die Kamera verfolgt diese Objekte auch dann weiter, wenn sie der Kamera den Rücken zukehren.

Wie bereits eingangs erwähnt, wendet sich Panasonic mit der Lumix S1H an anspruchsvollere Fotografen und vor allem Videomacher. Man darf gespannt sein, wie jene auf die neue Vollformat-Systemkamera reagieren.

LG bringt die CineBeam 4K HU85L und HU70L nach Deutschland

LG wird auf der IFA 2019 in Berlin die beiden ProjektorenCineBeam 4K HU85L und HU70LS zeigen. Während wir über den HU85L bereits in einem ausführlichen Artikel mit allen Details berichtet haben, ist der HU70LS ein neues Modell.

Hier findet ihr Dominics Bericht zum LG CineBeam HU85L, den er sich schon detaillierter anschauen konnte. Deswegen werden wir auf jenen Projektor dann auch an dieser Stelle nciht mehr erneut eingehen. LG hat allerdings bestätigt, dass man auch den HU85LS auf der IFA 2019 in Berlin zeigen wird. Er soll ab September in Europa erhältlich sein. Den Preis hat LG wiederum nicht bestätigt.

Neu ist der LG CineBeam HU70LS. Hier handelt es sich um einen LED-Projektor, der ebenfalls eine hervorragende Bildqualität gewährleisten solle. Deswegen setzt der Hersteller auf vier LEDs. Es gibt jeweils einzelne für die Farben Rot, Grün und Blau sowie eine vierte, um Helligkeit und Kontrast zu verstärken. Das logische Ergebnis ist, dass der neue HU70LS auch HDR10 unterstützt. Er erreicht eine für einen Beamer beeindruckende Helligkeit von 1.500 ANSI-Lumen.

Der CineBeam HUL70LS kann Diagonalen von bis zu 140 Zoll erzeugen und deckt 92 % des DCI-P3-Farbraumes ab. Auch wenn der Beamer nativ mit 3.840 x 2.160 Pixeln arbeitet, kann er natürlich auch niedriger aufgelöste Inhalte hochskalieren. Als Schnittstellen nennt LG unter anderem zweimal HDMI, Ethernet, zweimal USB 2.0, einmal USB Typ-C und auch eine Funktion für das Screen-Mirroring. Damit können Inhalte von mobilen Endgeräten mit Android oder Apple iOS drahtlos an den Beamer gereicht werden.

Der neue LG CineBeam HU70LS erscheint im September

Als Betriebssystem des Projektors dient webOS 4.5, wie es bei LG auch kaum anders zu erwarten gewesen wäre. Damit man seinen Multimedia-Bedarf möglichst leicht decken kann, sind bereits ab Werk Apps für Amazon Prime Video, Netflix und YouTube vorinstalliert. Außerdem sind Stereo-Lautsprecher mit zweimal 3 Watt integriert.

Der LG CineBeam HU70LS

Bedienbar ist der LG CineBeam HU70LS auch über seine Magic Remote. Die Tasten verfügen über eine Hintergrundbeleuchtung, damit die Steuerung auch bei wenig Licht ohne Probleme läuft. Als Lebensdauer für eine Lampe gibt LG bei diesem Beamer ca. 30.000 Stunden an. Wer selbst Eindrücke sammeln möchte, kann sich den LG CineBeam HU70LS sowie den HUL85 auf der IFA 2019 in Berlin ansehen.

HU85LS und HU70LS im Vergleich

  HU85L HU70LS
Projektions-System DLP DLP
Native Auflösung 4K UHD (3840 x 2160) 4K UHD (3840 x 2160)
HDR HDR10 HDR10
Lichtquelle 3Ch Laser (Based onDual Laser – R/B/B(G)) 4Ch LED
Lichtquelle Lebensdauer 20,000 hours 30,000 hours
Helligkeit (ANSI Lumen) 2,700 1,500
Kontrast (Full On / Full Off) 2,000,000:1 150,000:1
Lautstärke (typisch) High / Mid / Low 30 / 28 / 26 dB 30 / 28 / 25 dB
Projektions Linse Focus (Auto / Manual) Manual Remote Focus
(Motorisierter Focus)
Zoom Fixed 1.25x
Bild Projektion Bilddiagnoale 90-120 Zoll 60-140 Zoll
Set to Wall
Lens to Wall

Kurzdistanz: 100 Zoll @10cm

Objektiv zur Wand:

100 Zoll @ 42cm

Objektiv zur Wand: 100 Zoll @ 2.7-3.4m
Projektions-Faktor 0.19 1.2-1.5
Sound Leistung 5W + 5W Stereo 3W + 3W Stereo
Dolby Surround Audio Ja Ja
Dolby TMOS Kompatibel Ja Ja
Größe (W x D x H) 680 x 347 x 128mm 314 x 210 x 95mm
Gewicht 12.2kg 3.2kg
HDMI 2x (HDMI 2.0) 2x (HDMI 2.0)
USB Type-A 2x (USB 2.0) 2x (USB 2.0)
USB Type-C (Bild, Laden) 1x (USB 2.0, Display,
Power: 5V/1A Out)
1x (USB 2.0, Display,
Power: 5V/1A Out)
Plattform (OS, UI) webOS 4.5 (Smart) webOS 4.5 (Smart)
Premium Streaming Services Netflix, YouTube, Amazon, Google Play Movie, etc. Netflix, YouTube, Amazon, Google Play Movie, etc.
Digitale Trapez-Korrektur Advanced Edge Adjustment (12 Punkt) Vertikale Auto Keystone Korrektur

 

Hollywood-Regisseure feiern neuen „Filmmaker Mode“ für 4K Fernseher

Die UHD Alliance hat im Rahmen ihrer Pressekonferenz den „Filmmaker Mode“ für 4K Fernseher vorgestellt. Der Modus soll die originalgetreue Filmwiedergabe nach Präferenzen der Filmemacher etablieren.

Ein großer Schritt für namhafte Regisseure wie Christopher Nolan, James Gunn, Thomas Anderson oder Rian Johnson. Der neue „Filmmaker Mode“ für 4K UHD Fernseher soll die Bildeinstellungen soweit verändern, dass sie die Visionen der Filmemacher so originalgetreu wie möglich darstellen können. Es wird feste Voreinstellungen für Farbraum, Bildwiederholungsfrequenz, Weißpunkt-Abgleichung uvm. geben. Das wichtigste sei jedoch die Deaktivierung sämtlicher Funktionen, die das Bildsignal maßgeblich verändern, wie z.B. eine Zwischenbildberechnung. TV-Hersteller LG Electronics, Panasonic und Vizio (USA) haben der Initiative bereits ihre Unterstützung ausgesprochen.

Regisseur J.J. Abrams Filmmaker Mode
Regisseure wie J.J. Abrams (Star Wars: Das Erwachen der Macht) promoten den „Filmmaker Mode“

Filmmaker Mode „kalibriert“ den TV

Aus Erfahrung können wir berichten, dass wohl die wenigsten Besitzer eines 4K Fernsehers diesen mit einer natürlichen bzw. kalibrierten Einstellung nutzen. Der „Filmmaker Mode“ könnte Kunden helfen, ohne Vorkenntnisse und technische Hilfsmittel eine bessere Bilddarstellung zu erhalten. Die voreingestellten Modi der TV-Hersteller (Standard, Dynamisch, Natürlich etc.) geben Filme und Serien meist verfälscht wieder. Um mehr Aufmerksamkeit auf das neue Feature zu lenken, hat die UHD Alliance ein auffälliges Logo gestaltet, das auf Umverpackungen oder Fernbedienungen platz finden soll. Der Bildwiedergabe-Modus kann über die Einstellungen des Fernsehers, der Metadaten des Video-Signals oder auch per Sprachsteuerung aktivieren werden – so die Vision der UHD Alliance.

Christopher Nolan, Regisseur der ‚The Dark Knight Trilogie‘ und vieler weiterer Blockbuster: „Moderne Fernseher verfügen über außergewöhnliche technische Fähigkeiten, und es ist wichtig, dass wir diese neuen Technologien nutzen, um sicherzustellen, dass der Heimzuschauer unsere Arbeit so nah wie möglich an unseren ursprünglichen kreativen Absichten präsentiert bekommt.“

Wann und für welche TV-Modelle der Filmmaker Mode zur Verfügung gestellt wird, ist leider noch nicht bekannt. Wir können nur hoffen, dass TV-Hersteller dieses interessante Feature nicht nur für aktuelle Fernseher zur Verfügung stellen, sondern auch Geräte aus den Vorjahren via Firmware-Update nachrüsten. Die UHD Alliance scheint sich auch in Verhandlungen mit weiteren Herstellern zu befinden. Zu den Mitgliedern der Allianz zählt neben LG Electronics, Panasonic und Vizio auch Samsung, Sony, TCL, Philips, TCL und Vestel.

Parameter des Filmmaker Mode:

  • Ziel: Die Erhaltung des korrekten Bildverhältnisses, Farben und Bildwiederholungsraten
  • Anwendung für SDR und HDR Inhalte
  • Weißpunkt-Abgleich nach D65 (6500 Kelvin)
  • Übernahme der originalen Bildwiederholungsrate & Bildverhältnisses
  • Deaktivierung der Zwischenbildberechnung
  • Aktivierung von Overscan nur falls die Quelle es vorgibt
  • Deaktivierung von Schärfe-Filtern
  • Deaktivierung von Rauschreduzierung
  • Deaktivierung aller weiteren „Bildverbesserungs-Prozesse“

Zusammenfassung:

  • Der Filmmaker Mode ist das Resultat einer branchenweit ersten Zusammenarbeit, zwischen der UHD Alliance, Filmemachern, Elektronik-Herstellern und Hollywood Studios.
  • Im Filmmaker Mode werden Filme und Fernsehsendungen so präsentiert, wie sie vom Filmemacher beabsichtigt wurden.
  • Filmmaker Mode deaktiviert alle Post-Processing-Algorithmen (Zwischenbildberechnung, Rauschreduzierung, Weichzeichner etc.) um das korrekte Bildverhältnis, Farben und Bildwiederholungsrate zu bewahren
  • Der Modus soll einfach zugängliche sein und wird von verschiedenen TV-Herstellern unterstützt, ohne dass man sich durch verschiedene Menüs klicken muss.

Friedhof der Kuscheltiere 4K Blu-ray im Test: Remake mit Schwächen beim Bild

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Inhalt (60%)

Stephen King mag seinen Friedhof der Kuscheltiere nicht. Eigentlich findet er ihn sogar „schrecklich“ und viel zu „düster“. Noch heute sagt er, dass das Manuskript irgendwo in einer Schublade liegen würde, wenn er nicht aus einem ungeliebten Autoren-Vertrag herauskommen hätte wollen. Die erste Verfilmung des Romans indes begleitete er zumindest mit einem Screenplay (sowie einem Cameo-Auftritt) und war auch sonst recht angetan von Mary Lamberts Adaption.

Aus heutiger Sicht muss man aber ganz klar sagen: Die 1989er Film-Realisation ist kein wirklich guter Horrorfilm. Okay, es gibt einen halbwegs überzeugenden Milo Hughes als wiederkehrendes Baby Gage und diese eine Achillessehnen-Szene ist schmerzhaft anzuschauen. Ansonsten gehört der Film aber wirklich auf den Trash-Friedhof der 80er – am besten ohne Chance auf Wiederbelebung. Schauspieler, Effekte und Produktionsbudgets sind allerdings über die Jahre (oft) hochwertiger geworden und spätestens nach einer Stephen-King-Renaissance mit Adaptionen von Der dunkle Turm und einer Neuverfilmung von Es gelangten auch seine anderen älteren Werke wieder in den Fokus. Bereits 2010 gab es schon die Idee, Friedhof der Kuscheltiere neu aufzulegen und 2017 übernahm dann Paramount Pictures die Produktion.

Was vollziehen die Kids da für eine Prozession?

Bevor der Film aber als Remake auch die deutschen Kinos erreichte, hörte man schon von bösen Kommentaren via sozialer Netzwerke über eine vermeintlich drastische Änderung innerhalb der Story. Denn die beiden Regisseure Kölsch und Widmeyer entschlossen sich gemeinsam mit ihren Drehbuchautoren, nicht Baby Gage sondern die heranwachsende Tochter Ellie in den Mittelpunkt zu stellen – ein Skandal!

Naja, zumindest unter eingefleischten King-Fans. Der Autor selbst nahm es gelassen und antwortete im Hinblick auf die Hate-Postings in einem Interview, dass er die Reaktionen der Leute für „verrückt [nuts]“ hält. „Man könne die Route 301 nach Tampa nehmen oder die Route 17 … über beide gelangt man nach Tampa!“ Und damit liegt er richtig. Zumal es für das heutige Publikum einfacher ist, wenn eine Elfjährige die Rolle spielt als ein Dreijähriger. Schon rein aus Glaubwürdigkeitsgründen bezüglich geforderter Gewaltsituationen.

Außerdem kommt so das intensive Vater-Tochter-Verhältnis noch besser zum Tragen. Adäquat besetzt ist das Reboot von Friedhof der Kuscheltiere ohnehin. Denn mit Jason Clarke sowie John Lithgow als Jud sind die beiden männlichen Hauptrollen schon mal hochwertiger besetzt als damals. Auch die beiden Kinderdarsteller schlagen sich gut und Amy Seimetz als Mutter ist eine wesentlich bessere Schauspielerin als Denise Crosby.

Ein ziemlich zerlauster Artgenosse

Den Segen von King hatten die Regisseure also. Dass es am Ende nur so halb geklappt hat, mit der künstlerischen Umsetzung des Films, liegt eher daran, dass man sich in den letzten zwanzig Minuten darauf beschränkt, gängige Horrorklischees zu bedienen. Was eigentlich gut und atmosphärisch begann, leidet später darunter, nicht aus dem üblichen Genre-Einerlei heraus zu kommen. Was fehlt ist die Tiefe und die Bindung zu den Figuren. Obwohl alle Darsteller ihre Sache sehr gut machen, fehlt es dem Zuschauer am Mitfieber-Faktor, weil die innerfamiliären Dramatiken und Verbindungen zu kurz kommen. Dämonen aus der Vergangenheit, Differenzen im Glauben an das, was nach dem Tod kommt, ein Kindergeburtstag, der nette ältere Nachbar – manchmal hat man das Gefühl, der 2018er Friedhof der Kuscheltiere klappert alle notwendigen Stationen nur ab.

Gleichzeitig kompensiert er den Mangel an Tiefe mit ein paar gelungenen Splatter-Effekten und einigen leider ziemlich misslungenen CGI-Effekten. Was man sich bspw. bei der visuellen Umsetzung des Unfalls gedacht hat, wissen wohl nur die Geldgeber, die dem Trickstudio hier den Finanzhahn abgedreht haben müssen, bevor man mit dem Rendern fertig gewesen ist.

Bildqualität (70%)

Friedhof der Kuscheltiere wurde volldigital aufgenommen. Am Ausgang lagen 2.8K und 3.4K an. Von dieser Auflösung wurde aber nach allen recherchierbaren Quellen auf ein 2K-Digital-Intermediate herunter gerechnet. Die UHD ist also nur eine hochskalierte Fassung des Films und bekam zusätzlich einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie die höhere Bilddynamik nach HDR10 und Dolby Vision.

Im laufenden Bild fällt bei HDR10 relativ stark die andere Farbgebung auf, die deutlich ins Grüne tendiert. Neutrale Oberflächen werden so sichtbar eingefärbt. Himmelshintergründe, Asphalt, aber auch Gesichter wirken durchweg weniger natürlich. Zwar ist die BD im Vergleich rot-rosiger auf Gesichtstönen, aber das wirkt am Ende natürlich als das Grün der UHD. HDR10 ist zudem in dunkleren Szenen durch die leichte Grüneinfärbung etwas weniger dynamisch als die BD.

In den dunklen Szenen fehlt es der UHD in beiden HDR-Varianten an kräftigem Schwarz

Auch Spitzlichter hat man schon prägnanter gesehen. Während der Begräbnis-Szenen auf dem stockfinsteren Friedhof reicht es kaum für ein prägnantes Funkeln im Weiß der Augen oder durch die Lichtreflexionen von Knöpfen. Dolby Vision revidiert den anderen Look, den man über HDR10 zu sehen bekommt, zwar nicht vollständig, hebt aber die Kontrastflanken an und reduziert das Grün deshalb ein wenig. Hauttöne und Hintergründe sind wieder etwas natürlicher und in den dunklen Friedhofszenen ist die Durchzeichnung etwas besser. Dennoch dürften auch hier die meisten den Look der Blu-ray bevorzugen. Denn so richtig knackig schwarz können beide UHD-Varianten nicht.

In puncto Auflösung ist zudem keine große Veränderung sichtbar. Close-ups von Gesichtern, Schriften und andere fein detaillierte Bildanteile wirken nur marginal schärfer.

Tonqualität (85%)

Wie von Anbieter Paramount bekannt und gewohnt, gibt’s nur höchst selten verlustfreie deutsche Tonspuren. Das gilt leider auch für Friedhof der Kuscheltiere, der nur in Dolby Digital vorliegt, während die Originalspur bereits auf der Blu-ray mit Dolby Atmos aufwartet. Grundsätzlich hört man im direkten Vergleich zum einen, dass die Lautstärke der hiesigen Fassung angehoben werden muss. Zum anderen sind einige feine Geräusche wie die Klaviermusik zu Beginn etwas belegter und spielen weniger frei. Davon abgesehen werden die Surrounds aber aktiv eingebunden und der Truck zu Beginn rauscht ziemlich vehement am Zuschauer vorbei. Auch der Sub greift zwischendurch aktiv uns spürbar ins Geschehen ein, wenn der sterbende Victor Louis am Arm packt oder später noch einmal überraschend auftritt. Dazu ist die Räumlichkeit bspw. bei Rachels zweitem Flashback in die Vergangenheit exemplarisch hoch. Auch das Wispern auf dem Friedhof sowie die Stimmen, die Louis hört, werden zum akustischen Highlight. Da auch die Dialoge viel Volumen haben und die Dynamik erstaunlich gut ist, könnte man beim Hören fast meinen, es mit einer verlustfreien Tonspur zu tun zu haben. Von allen Dolby-Digital-Spuren des Anbieters der letzten Monate/Jahre gehört die von Friedhof der Kuscheltiere mit Abstand zu den Besten.

Während der Friedhofs-Szenen gibt es immer wieder tolle 3D-Sounds für die Fans des Originaltons

Und dennoch hat sie gegen die englische Fassung das Nachsehen. Diese ist in sämtlichen Effektszenen druckvoller und noch dynamischer. Sie erlaubt sich praktisch keine Fehler und liefert ein durch und durch beeindruckendes Szenario ab. Von den glasklaren Musik-Sequenzen über die brutal vorbei donnernden Trucks bis hin zu den Grusel-Sounds. Und dann ist da ja noch die Höhen-Ebene der Atmos-Fassung.

Die lebt erstmalig auf, wenn man Jud am Tiefriedhof stehen sieht, wo die Vögel plötzlich lautstark von oben zu hören sind und ein bedrohliches Grummeln ertönt. Auch während der Einlieferung des übel zugerichteten Patienten im Krankenhaus nimmt man unheimliche Geräusche aus den Heights wahr. Der Wald wird ohnehin immer wieder zum Leben erweckt: knackende und raschelnde Äste, Windgeräusche oder eben spezielle Gruselsounds. Insgesamt sorgt das für eine sehr schön immersive akustische Erfahrung in diesen Szenen.

Richtig klasse und einer der genialsten 3D-Soundeffekte seit A Quiet Place ist dann das Knarzen des Lebensmittel-Aufzugs in der Rückblende nach etwa einer halben Stunde – ein echter Gänsehaut-Effekt. Nach 45 Minuten gibt’s dann noch mal ausführliche 3D-Sounds vom kleinen Lastenaufzug mit einem Hallo-Wach-Effekt zum Schluss – sensationell und mit Sicherheit eine der kommenden Atmos-Referenz-Szenen.

  • Deutsch: Dolby Digital Plus 5.1 (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (65%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Im Bonusmaterial hat man ein alternatives Ende sowie sieben gelöschte und erweiterte Szenen untergebracht. Dazu kommen insgesamt drei Featurettes. In „Nächtliche Schrecken“ bekommen wir noch einmal drei der Hauptcharaktere zu sehen, wie sie ihren eigenen Ängsten gegenüber stehen. „Die Geschichte von Timmy Baterman“ ist auch eher eine Erweiterung des Films. Wir hören Jud Crandall zu, wie er von einem im Krieg getöteten Jungen erzählt, der über den Friedhof zurück kam. „Hinter dem Windbruch“ letztlich ist ein vierteiliges Making-of, das gut 61 Minuten läuft. Im ersten Kapitel erzählen die Darsteller und Macher ihre Verbindungen zu Stephen King. Der zweite Teil führt uns dann zu den Drehorten. Das nächste Kapitel geht näher auf einzelne Szenen ein und zeigt auch das Training mit den Tieren. Im abschließenden Teil geht’s dann um das Makeup, um das Thema Tod an sich.

Gesamtbewertung Friedhof der Kuscheltiere  (72%)

Friedhof der Kuscheltiere ist gegenüber dem 89er Erstling ein durchweg besserer und gruseligerer Streifen geworden. Die Änderungen an Kings Vorlage gehen in Ordnung und dienen dem Film spürbar. Allerdings fehlt am Ende doch die Bindung zu den Figuren und das innovative Überraschungsmoment abseits von bekannten Jumpscares. Der Sound allerdings sorgt schon über die dt. DD-Spur für Freude im Heimkino. Erst Recht großartig ist die englische Atmos-Fassung mit teils sensationellen Höhen-Effekten. Dass das Bild der UHD sich gegenüber der Blu-ray zwar farblich anders zeigt, aber nicht wirklich absetzen kann, ist schade.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 15. August 2019 Review am: 23. August 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 101 Minuten
Filmstudio: Paramount Pictures FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Friedhof der Kuscheltiere Trailer:

Denon bringt die beiden neuen Premium-Soundbars DHT-S516H und DHT-S716H

Denon hat heute zwei neue Soundbars für das gehobene Segment mit HEOS Built-in vorgestellt: die DHT-S516H und DHT-S716H. Als Verkaufspreise nennt das Unternehmen jeweils 699 bzw. 899 Euro. Der optionale Subwoofer DSW-1H ist für weitere 699 ebenfalls zu haben.

Die beiden neuen Soundbars von Denon unterstützen auch Hi-Res-Audio sowie Sprachsteuerungen. Ebenfalls an Bord ist HDMI ARC. Die beiden Modelle Denon DHT-S516H (UVP: 699 €) bzw. DHT-S716H (UVP: 899 €) und der optionale Subwoofer DSW-1H (UVP: 699 €) sind ab Mitte September bei autorisierten Denon Händlern erhältlich.

Bleiben wir zunächst einmal bei der DHT-S516H: Diese Soundbar ist 7,3 cm hoch, sodass sie sich auch gut vor einem Fernseher platzieren lässt. Unterstützt werden bei diesem Modell die Surround-Standards Dolby Digital, Dolby Digital Plus und DTS. Über den Denon Dialogue Enhancer lässt sich bei Filmen und Serien der Dialog besonders hervorheben.

Die neue Denon DHT-S516H

Was die Anschlüsse betrifft, so bietet die Denon DHT-S516H einen HDMI-Eingang mit 4K Ultra HD, HDCP 2.2 und HDR sowie einen HDMI-Ausgang mit ARC, einen optischen Digitaleingang, Bluetooth, Apple AirPlay 2 und einen 3,5-mm-Analog-Eingang.

Die Denon DHT-S716H setzt noch eins drauf

Das zweite Modell ist die besagte Denon DHT-S716H Soundbar, welche die Spezifikationen aufstockt. Etwa unterstützt sie auch Dolby TrueHD / DTS-HD Master Audio Surround-Sound-Dekodierung. Vier HDMI-Eingänge mit 4K Ultra HD, HDCP 2.2, HDR, Dolby TrueHD, DTS-HD Master Audio und Dolby Vision sowie ARC sind in diesem Fall vorhanden.

Denon DSW-1H: Ein Subwoofer als Erweiterungsmöglichkeit

Erweitern lässt sich das Setup über den drahtlosen Subwoofer DSW-1H, wenn noch mehr Bass gewünscht ist. Er nutzt zwei 5,25-Zoll-Treiber und eine Class-D-Hochleistungsendstufe. Vernetzungen mit der Soundbar DHT-S716H sind via HEOS App möglich. Dabei bewirbt Denon auch die Möglichkeiten zur Sprachsteuerung, für die aber ein separater Amazon Echo bzw. Google Home notwendig ist.

Die DHT-S516H wird übrigens bereits ab Werk mit einem dedizierten drahtlosen Subwoofer ausgeliefert. Beide Soundbars spielen DSD- (2,8/5,6 MHz), FLAC-, WAV-, ALAC-, (192 kHz/24 Bit), MP3-, WMA- und AAC-Dateien (via USB/Netzwerk) ab. Beide Soundbars unterstützen auch Bluetooth-Musik-Streaming von mobilen Endgeräten. Über das HEOS-Ökosystem sind auch Multiroom-Setups möglich. Über HEOS Built-in kann Musik von Diensten, wie Amazon Music, Spotify (Premium und Free), Deezer, TIDAL, TuneIn Internet Radio etc. gestreamt werden.

Die Denon DHT-S716H im Einsatz

Die HDMI-Eingänge der beiden Soundbars unterstützen auch den Auto Low Latency-Modus (ALLM), der für Gamer wichtig sein kann. Die DHT-S716H kann zudem mit HEOS Lautsprechern, wie HEOS 1, HEOS 3, HEOS 5 und HEOS 7 für die Wiedergabe der Surroundkanäle in 5.1 Surround-Sound-Setups kombiniert werden.

USA: Anteil der UHD Blu-ray liegt erstmals bei 20 Prozent dank Avengers

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Ein Denkwürdiger Tag für die 4K UHD Blu-ray Disc. In den USA hat das physische Format erstmals einen Marktanteil von 20 Prozent erreicht – dank der Veröffentlichung von „Avengers: Endgame“. 

Es hängt meist vom Genre ab, auf welchem physischem Medium sich ein Film oder Serie am besten verkauft. Familienunterhaltung, Animation und Komödien werden immer noch zum größten Teil auf DVD geordert, während die Kunden für Fantasy und Science-Fiction-Blockbuster lieber zur Blu-ray greifen. Bei der 4K UHD Blu-ray braucht es da schon ein richtiges Highlight um die Anteile an den Verkäufen nach oben schnellen zu lassen. Hierzulande liegt die UHD-Disc bei rund 5 Prozent Marktanteil. In Deutschland ist die DVD immer noch vorherrschend, dazwischen die Blu-ray. In den USA gab es mit dem Release von „Avengers: Endgame“ einen deutlichen Ruck in Richtung UHD-Disc.

Die UHD Disc schaffte in den USA erstmals 20% Marktanteile in der 33. Kalenderwoche
Die UHD Disc schaffte in den USA erstmals einen Marktanteil von 20% in der 33. Kalenderwoche

Laut mediaplaynews.com stieg der Marktanteil für die UHD-Disc in den USA erstmals auf 20 Prozent – der bisherige Bestwert. In der Kalenderwoche 33 ist neben „Avengers: Endgame“ eigentlich nur noch „Unplaned“ und „Shadow“ auf den Markt bekommen. Die beiden Veröffentlichungen sind aber zu vernachlässigen, da diese nur einen geringen Anteil am Gesamtergebnis ausgemacht haben. Interessant ist die isoliert betrachtete Medien-Verteilung des Marvel-Blockbusters. Gerade einmal 20 Prozent entfallen auf die DVD-Variante, 60 Prozent auf die Blu-ray und 20 Prozent auf die UHD Blu-ray. Allein diese Verteilung plus UHD-Anteile aus den Verkäufen von „Avengers: Infinity War“ und „Alita: Battle Angel“ pushen den Gesamtanteil auf 20,0 Prozent.

Physischer Markt im Abwind

Natürlich muss man mit einbeziehen, dass der physische Markt in den USA alles andere als floriert. Der Anteil der digitalen Käufe und Streaming nimmt stetig zu. Somit ist es für ein Highlight wie „Avengers: Endgame“ nicht mehr so schwer die Gesamtverteilung „aufzumischen“. Es ist trotzdem schön zu sehen, dass viele Kunden den Titel in einer guten, vielleicht sogar der besten Bildqualität sehen möchten um der Produktion entsprechend seinen Respekt zu zollen. Hierzulande erscheint „Avengers: Endgame“ übrigens erst am 5. September 2019.

Disney+: Streaming-Angebot soll auf Qualität statt Quantität setzen

Disney+ wird am 12. November 2019 in den USA starten. In Deutschland geht es wohl im Frühjahr 2020 los. Nun haben die Verantwortlichen noch einmal über das Konzept des Streaming-Angebots gesprochen. So wolle man eher auf Qualität als auf Quantität setzen.

Auf der Disney D23 Expo hat das Unternehmen zahlreiche neue Inhalte für seinen geplanten Streaming-Dienst Disney+ im Detail vorgestellt. Etwa wird es neben den neuen Serien aus dem Star-Wars-Universum auch exklusive Animationsserien von Pixar sowie eine Serie zu „Susi & Strolch“ geben. Auch zur bei Jugendlichen beliebten Marke „High School Musical“ ist Neues geplant. Von den zahlreichen Marvel-Serien wie „Loki“, „Ms. Marvel“ oder „Falcon and the Winter Soldier“ ganz zu schweigen.

Kosten wird Disney+ 6,99 US-Dollar bzw. in Deutschland dann wohl 6,99 Euro. Neue Serien / Staffeln will man nicht auf einen Schlag veröffentlichen, sondern mit wöchentlichen, neuen Episoden. Diese Strategie hat man sicherlich auch gewählt, da man anfangs eben quantitativ nicht mit anderen Streaming-Anbietern mithalten kann. So verhindert man, dass einige Abonnenten eventuell zu schnell alle exklusiven Inhalte durchrattern. Immerhin sollen zum Start aber über 500 Filme und über 7.500 TV-Episoden zur Verfügung stehen.

Der Präsident der Disney Streaming Services, Michael Paull, hat aber erklärt, dass es bei Disney+ auch darum gehe den Wert der Marken zu erhalten. Im Klartext heißt das, man wolle die Qualität gewährleisten, welche Zuschauer von Disney gewohnt seien. Disney sei extrem lange dabei Inhalte zu produzieren und habe mehr Erfahrung damit als alle konkurrierenden Streaming-Anbieter. Daraus werde man seine Stärke ziehen.

Disney sieht Disney+ nicht als Netflix-Rivalen

Laut Paull sei Disney+ aber aus seiner Sicht kein direkter Konkurrent für Netflix. Er sehe das vielmehr ähnlich wie bei klassischen TV-Sendern: Die Zuschauer würden da auch unterschiedliche Programme anknipsen, um ihre jeweiligen Wunsch-Inhalte zu sehen. Genau so entwickele sich eben nun auch die Streaming-Landschaft. Es spreche also nichts dagegen Disney+ und Netflix koexistieren zu lassen. Am Ende sei es entscheidend, den Zuschauern hochwertige Inhalte anzubieten – da gebe es genügend Platz für mehrere Anbieter.

Zum Start in Europa ergänzte Paull noch, dass man nicht zeitgleich mit den USA starte, weil es etwa in der EU auch viele rechtliche Stolpersteine und individuelle Gesetzgebungen der Länder zu beachten gebe. Etwa sei die DSGVO ein komplexes Gebilde für den Start eines Streaming-Angebots. Man freue sich aber darauf international die Disney-Fans mit seinen Inhalten zu begeistern – jene seien das Zentrum.

Bang & Olufsen in der Krise: Bisher keine neuen Investoren gefunden

Der dänische Hersteller Bang & Olufsen steckt schon seit Monaten in der Krise. So ist der Aktienwert des Unternehmens enorm eingebrochen und man sucht nach einem Käufer- Bisher bleibt die Suche aber erfolglos und die Talfahrt geht weiter.

Kurzzeitig sah es aufgrund nebulöser Aussagen des Vorsitzenden von Bang & Olufsen so aus, als sei ein Investor in Sicht. Freitag stiegen deswegen die Aktienkurse der Dänen um 15 %. Dann stellte sich aber wieder Ernüchterung ein, denn bisher hat sich nichts ergeben. Der CEO hat mittlerweile sogar klargestellt, dass er deswegen auf seinen sonst fälligen Bonus verzichten werde.

Aktuell ist Bang & Olufsen nur noch rund 270 Mio. US-Dollar wert. Der Hersteller verfolgt seit langem die Strategie seine Produkte in erster Linie über eigene Filialen zu verkaufen und das Design mehr in den Vordergrund zu stellen, als die technischen Qualitäten. Man spricht auch von Möbeln mit Zusatzfunktionen, wenn es um den Hersteller geht. Offenbar sind mehr und mehr Kunden die dafür ausgerufenen Preise aber schlichtweg zu hoch.

Kritiker bemängeln, dass Bang & Olufsen zu viel auf einmal gewollt habe. Dafür, dass man viele Marktsegmente anvisiert habe, habe man aber wiederum zu wenige Produkte veröffentlicht. Der Vorsitzende des Unternehmens, Ole Andersen, hat eingestanden, dass man sich aktuell mit „sehr unbefriedigenden“ Geschäftsergebnissen konfrontiert sehe. Man habe aber schon einen Plan, um sich besser aufzustellen – Details nannte Andersen dazu aber wiederum nicht.

Findet Bang & Olufsen einen Weg aus der Krise?

Viele Premium Hersteller haben sich in den letzten Jahren verhoben und die Zahlungswilligkeit der europäischen Kunden überschätze. Man denke da nur an die Insolvenz von Loewe aus Deutschland. Marktbeobachter erklären, dass Bang & Olufsen aktuell in erster Linie für potenzielle Käufer interessant sei, einfach, weil der Wert derzeit im Keller liege. Das eröffnet aber die Frage, was ein Käufer aus dem Unternehmen machen würde.

Bang & Olufsen wurde bereits 1925 gegründet. Man begann als Hersteller von Radios und entwickelte sich dann zu der Firma, die man heute darstellt. Zu Ruhm gelangte B&O etwa 40 Jahre nach der Gründung, als man begann mehr und mehr Design in den Vordergrund zu stellen. Nun muss man abwarten, ob dieser Pfad den dänischen Traditionshersteller auch weiterhin über Wasser halten kann.