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Alle Infos zum Google Stadia Game-Streaming-Service: Viele Antworten – noch mehr Fragen

Google gab in seinem Format ‚Stadia Connect‘ erstmals ausführliche Informationen zum neuen Game-Streaming-Service preis. Preis, Verfügbarkeit, Inhalte und technische Voraussetzungen von Stadia findest du hier!

Stadia ist Googles versprechen Gaming für Spieler weltweit noch zugänglicher zu machen. Man möchte Spieler und Zuschauer näher zusammen bringen um eine globale Community zu bilden. Mit Stadia soll es noch einfacher sein seine Lieblinsspiele auf irgendeinem Bildschirm zu spielen. Der große Vorteil ist, dass die Spiele an allen Orten zur Verfügung stehen, an denen es eine stabile Internetverbindung gibt – somit auch Unterwegs. Keine Downloads, keine Updates, keine langen Installations-Prozesse – einfach den Controller in die Hand nehmen und losspielen. Um die anspruchsvolle Verarbeitung der audiovisuellen Inhalte, kümmert sich Googles Datencenter. Stadia stellt das in den Vordergrund, was den Gamern am wichtigsten ist: Die Spiele. Dafür arbeitet man mit Hunderten von Spieleentwicklern zusammen um die größten und besten Spieletitel auf die Stadia Plattform zu bringen.

Spielentwickler Google Stadia Plattform
Namhafte Spieleentwickler und große Game-Studios wie EA, Ubisoft, Bethesda oder Bungie sind mit an Bord

Stadia funktioniert auf fast jedem Bildschirm

Wer diesen Beitrag liest, der wird seinen Blick in der Regel bereits auf ein Gerät gerichtet haben, auf dem Google Stadia laufen könnte. Egal ob TV, Desktop-PC, Laptop, Tablet oder Pixel Smartpohnes (Pixel 3 und Pixel 3A) – Stadia funktioniert auf all diesen Geräten. Die explizite Nennung der Pixel-Smartphones wirft jedoch bereits die erste Frage auf. Was ist mit Android und iOS Smartphones? Wie Google später erläutert, können die beliebten mobilen Begleiter die Stadia App herunterladen und nutzen, jedoch nur um sich ein Konto einzurichten, Spiele zu kaufen oder sein Abo zu verwalten. Das soll auf allen Gerätena b Android M+ und iOS 11+ möglich sein. Leider passt dies nicht ganz zu der Aussage, dass Stadia auf allen Geräten mit einem Chrome-Browser läuft. Denn diesen gibt es ja auch für Smartphones von Samsung, Apple & Co. Die Aussage, man möchte Stadia auf noch mehr Bildschirme bringen, inkl. mehr Smartphones beruhigt da nur ein wenig. Übrigens, wer Stadia auf seinem 4K/HDR Fernseher nutzen möchte, braucht zwangsweise einen Google Chromecast Ultra Dongle (andere Chromecast Geräte werden nicht unterstützt).

35 Mbit/s für höchste Qualitätsstufe

Die höchste Qualitätsstufe beträgt vorerst 4K/60p, HDR mit 5.1 Surround-Sound. Dafür benötigt man eine stabile Internetverbindung von 35 Mbit/s. Das sind 5 Mbit/s mehr, als auf dem Project Stream Event im März angekündigt. Zukünftig sollen sogar 8K Auflösung un 120+ FPS möglich sein. Für die meisten Spiele und Gamer sollte diese Konfiguration zufriedenstellend sein – solange nicht zu viele Kompressionsartefakte auftreten. Denn man darf nicht vergessen, wir reden hier immer noch von einem Audio-/Videostream. Als minimale Voraussetzung wird eine Internetverbindung von 10 Mbit/s vorausgesetzt. Damit erhält man 720/6op mit Stereo-Sound. Allein diese Geschwindigkeit werden viele Nutzer nicht erreichen. Vor allem in Wohnhäusern mit mehreren Parteien, wird es zur „Stoßzeit“ schwierig werden 10 Mbit/s durch die Leitung zu bekommen. Wer betroffen ist, weiß wovon wir schreiben.

Stadia passt die Auflösung, Framerate und Audio-Qualität an die Internetgeschwindigkeit an
Stadia passt die Auflösung, Framerate und Audio-Qualität an die Internetgeschwindigkeit an

Man darf es jedoch nicht außer Acht lassen, was es für ein Aufwand sein muss, den Stream an die Nutzer zu senden. Dafür optimierte Google seine Netzwerke und Datacenter. Man betonte, dass die Übertragung des Streams vom Datencenter zu den Bildschirmen schneller ist, als die Verbindung zwischen Augen und Gehirn, sowie die Verarbeitung der visuellen Signale. Das bedeutet, lediglich, dass der Stream mit einer Latenz von unter 135ms übertragen wird (30 Millisekunden für die Erregung der Nervenzellen auf der Netzhaut, 5 Millisekunden bis zum Gehirn und 100 Millisekunden um die Informationen zu verarbeiten). Doch bevor die Bilder vom Server verarbeitet und losgesendet werden, müssen die Signale des Controllers noch ins Datacenter gelangen. Wie hoch die Latenz der Spieleingabe ist, um diesen Fakt hat sich Google mit dieser Aussage versucht herauszuwinden.

Breites Spieleangebot zum Start

Das Rollenspiel Baldurs Gate 3 könnte das erste Stadia Exclusive sein!
Das Rollenspiel Baldurs Gate 3 könnte das erste Stadia Exclusive sein!

Wie man sieht, gibt es noch viele Fragen und Unklarheiten. Klar dagegen ist, welche Titel zum initialen Start „später in diesem Jahr“ auf der Stadia Plattform bereitstehen werden. Als ersten Trailer präsentierte Google den heiß ersehnten Nachfolger „Baldurs Gate 3“, ein Rollenspiel das auf der Dungeons & Dragons Lizenz aufbaut. Womöglich ist dies einer der ersten exklusiven Stadia-Titel.

Doch damit nicht genug, viele namhafte Spieletitel werden ab Start auf den Spieler warten: Mortal Kombat 11, Tom Clancys Ghost Recon: Breakpoint, Gylt, Get Packed, Destiny 2, Doom Ethernal, The Crew 2, Grid, FM, Saban Power Rangers: Battle for the Grid, Landwirtschafts-Simulator 19, The Elder Scrolls Online, Darksiders: Genisis, Wolfenstein: Youngblood, Just Dance, Dragonball Xenoverse 2, Final Fantasy 15, Rage 2, Samurai Showdown, Assassins Creed Odyssey, Trials Rising, Shadow of the Tomb Raider, Thumper, Metro Exosus und Fußball Manager 19.

Damit hat Google so ziemlich jedes Gerne und Interessensbereich abgedeckt. Auffällig ist, dass wir keine Titel von Activision Blizzard entdecken konnten. Also kein Call of Duty, Overwatch oder ähnliches. Vielleicht befindet man sich noch in Verhandlungen mit der Spieleschmiede.

Wie kann ich Stadia nutzen?

Stadia lässt sich auf fast jedem Bildschirm nutzen!
Stadia lässt sich auf fast jedem Bildschirm nutzen!

Wir hatten bereits geklärt, mit welchen Bildschirmen Stadia genutzt werden kann. Das allein reicht aber oft nicht aus, um die Spiele spielen zu können. Auf einem Smartphone fehlen einem z.B. die Tasten, um einen Shooter oder ein Prügel-Spiel wie Mortal Kombat 11 zocken zu können. Auch wenn Google, betont, dass man keine Konsole benötigt, kommt der Service nicht ganz ohne zusätzliche Hardware (vom Bildschirm abgesehen) aus. Der Stadia Controller ist für die neue Spieleerfahrung optimiert. Das Modell sieht aus wie eine Symbiose aus Xbox One und PlayStation 4 Controller, verfügt jedoch zusätzlich über einen Aufnahme-Knopf (für Streaming oder hochladen auf Youtube) und einen Button für den Google Assistant. Der Controller verbindet sich auch direkt mit dem Google Datacenter um die schnellste Verbindung zwischen Nutzer und Spielinhalt zu ermöglichen.

Der Google Stadia Controller verbindet sich direkt mit dem Google Datencenter und soll damit die beste Variante darstellen um den Gaming-Service nutzen zu können.
Der Google Stadia Controller verbindet sich direkt mit dem Google Datencenter und soll damit die beste Variante darstellen um den Gaming-Service nutzen zu können.

Das bedeutet, der Google Stadia Controller bietet womöglich eine bessere Latenz, als andere Controller. Zusätzlich zu der vorgestellten Hardware, sollen sich die Spiele mit „allen unterstützten Gaming Controllern“ sowie mit Tastatur und Maus steuern lassen. Welche Controller das genau sind lässt Google bislang offen. Bei Tastatur und Maus, sollen HID-konforme Geräte ausreichen. Es wäre sehr schade, wenn jemand mit einem Standard-Controller einen Nachteil erfährt, nur weil sich dieser erst mit dem Smartphone/Tablet/PC etc. verbinden muss und dann erst seine Eingaben an das Datencenter von Google sendet. Wir können nur hoffen, dass wir bei dieser Annahme falsch liegen.

Preis und Verfügbarkeit

Die Informationen zu Preis und Verfügbarkeit, gab John Justice (geiler Name) zum besten. Da man sich das Geld für eine teure Konsole spart, kann man sich dafür mehr Spiele kaufen. Dafür gibt es das Premium Abonnement „Stadia Pro“ für 9.99 US-Dollar im Monat. Mit diesem Abonnement versorgt einen Google mit regulärem Content und bietet die beste Qualität in 4K/60p, HDR und 5.1 Surround-Sound. Also scheint die Qualität nicht nur von der Internetverbindung abhängig zu sein, sondern auch vom jeweiligen Abonnement, ähnlich wie bei Netflix. Wer ein Stadia Pro Abonnement abgeschlossen hat, kann aber nicht alle Spiele zocken die er möchte. Diese müssen zusätzlich gekauft werden! Man könnte es also als eine monatliche Bereitsstellungs-Gebühr sehen. Wer gleich loslegen und zocken möchte, für den gibt es die „Stadia Founders Edition“ (bislang das einzige Paket das bestellt werden kann.

Limitiertes Set zum Start

John Justice präsentiert den Inhalt der "Stadia Founders Edition"
John Justice präsentiert den Inhalt der „Stadia Founders Edition“

Die „Stadia Founders Edition“ liefert einige Vorteile gegenüber denjenigen, die sich nur für ein Stadia Pro Abonnement entscheiden. Käufer erhalten als erstes Zugriff auf die Stadia Plattform, 4K/60p/HDR Qualität (Chromecast Ultra im Lieferumfang enthalten) sowie einen limitierten Stadia Controller in der Farbe „Nachtblau“. Zudem 3 Monate Stadia Pro Mitgliedschaft, sowie einen Gutschein für drei weitere Monate Stadia Pro, die man einem Freund, Kollegen, Verwandten schenken kann. Und was am wichtigsten ist, mann kann sich als erstes seinen Gamer Tag (Spielernamen) vor allen anderen sichern – natürlich in Konkurrenz zu all den „Stadia Founders Edition“-Käufern. Und was kann man damit zocken? Die Antwort auf diese Frage lautet: „Die komplette Destiny 2“ Erfahrung. Im Lieferumfang der limitierten Edition ist das Basis-Spiel „Destiny 2“ mit allen Add-Ons sowie der neuen Erweiterung „Shadowkeep“ enthalten. Man kann sogar seinen Destiny 2 Guardian von anderen Plattformen auf Stadia „laden“. Es ist jedoch noch nicht bestätigt, ob dies mit der PS4 Variante klappt.

Das alles kostet 129 US-Dollar. Zusätzliche Stadia Controller in den Farben Weiß, Schwarz und Wasabi kosten je 69 US-Dollar. Der Service startet wohl im Herbst 2019 in Belgien, Finnland, Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Holland, Norwegen, Spanien, Schweden, Großbrittanien und den USA. Stadia wird 2020 auf weitere Märkte ausgeweitet.

Unser Fazit:

Interessant und verwirrend zugleich. Die Idee, immer und überall auf seine Spiele zugreifen zu können finden wir ziemlich sexy. Da kann man sich die Wartezeit am Flughafen man eben mit einer Runde Landwirtschafts-Simulator 19 verkürzen. Auch „Lan-Parties“ könnten sich einfacher gestalten. Einfach das Smartpohne/Tablet aufstellen, Controller verbinden und losspielen. Keine Patches laden, keine Startschwierigkeiten, einfach zocken. Unsere Begeisterung müssen wird jedoch noch etwas zügeln. Es sind viel zu viele offene Punkte, die einem die Nutzung des Game-Streaming-Service versauen könnten.

Stadia Connect (E3 Pressekonferenz):

Das Ende der SD-Ära: ARD hat Pläne für 2020, die Privatsender zögern

Im Jahr 2019 konsumieren die meisten unserer Leser sicherlich am liebsten 4K-Inhalte – oder zumindest HD-Content. Die SD-Ära möchten auch gern die Öffentlich-Rechtlichen gerne für sich abschließen. Bei den Privatsendern sieht man die ganze Angelegenheit aber notgedrungen anders.

So plant die ARD möglichst im zweiten Halbjahr 2020 die SD-Übertragung via Satellit zu begraben. Laut Sprechern erreiche man bereits 80 % der Satelliten-Zuschauer in HD, nur noch 20 % würden die SD-Variante verwenden. Die technischen Voraussetzungen für den HD-Empfang seien bereits bei 95 % der Zuschauer gegeben. Ziel sei es, die 90-Prozent-Hürde zu nehmen, um dann die SD-Übertragung einzustellen.

Bis zum zweiten Halbjahr 2020 sieht man jenen Meilenstein als erreichbar an. In Stein gemeißelt sei die SD-Abschaltung zwar noch nicht, allerdings wäre es für die Öffentlich-Rechtlichen eine gute Sparmaßnahme die simultane SD- und HD-Übertragung zu eliminieren. Das so eingesparte Geld würde man laut eigenen Aussagen lieber in Inhalte investieren.

Dazu kommt, dass die KEF, welche die die Finanzen von ARD und ZDF im Blick hat, das Budget für die SD-Verbreitung streichen könnte. Dadurch würde die Abschaltung also doppelt nahegelegt werden. Man werde aber laut Sprechern der Sender sichergehen, dass man im Falle des Falles die HD-Angebote rechtzeitig hervorhebe und niemandem im Regen stehenlasse.

Privatsender halten notgedrungen an SD fest

Die Privatsender haben da allerdings eine andere Perspektive: Bei ihnen ist es nämlich im Bereich Satellit genau umgekehrt: Nur 20 % der Zuschauer nutzen HD, die anderen bleiben bei SD. Hier ist die Zahlungsbereitschaft für HD offenbar beim Publikum gering. Den SD-Betrieb einzustellen, das könnte für die Privaten also einen erheblichen Zuschauerschwund bedeuten. Als Schlussfolgerung hat man da noch keine Pläne zur Einstellung. Bis 2022 sind die Sender ohnehin verpflichtet via Satellit auch in SD zu übertragen.

Auch danach dürfte man bedacht an die Sache herangehen: Das lineare Fernsehen hat mittlerweile zunehmend Konkurrenz bekommen. Und viele Zuschauer zücken vermutlich lieber für Streaming-Anbieter wie Amazon Prime Video oder Netflix den Geldbeutel, als für die Privatsender in HD – welche dennoch weiterhin Werbung senden.

WDR und Fraunhofer IIS testen MPEG-H für 3D Sound im Fernsehen

Der WDR und das Fraunhofer IIS testen erstmals MPEG-H um 3D Sound im Fernsehen zu ermöglichen. Zudem soll das neue Tonübertragungsverfahren MPEG-H eine bessere Sprachverständlichkeit bieten. 

In puncto Bildqualität nähern sich einige TV-Sender so langsam dem Ultra HD Standard an. Die Audiospur kann sich aber meist nicht mit den Konkurrenzformaten Streaming oder der (4K) Blu-ray messen. Das soll sich nach Auffassung des WDR und den Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) aus Erlangen ändern. Ein einem gemeinsamen Projekt möchte man sich den Themen Sprachverständlichkeit, Barrierefreiheit und Audioqualität widmen. Als Basis dafür dient der MPEG-H Standard, der vom Fraunhofer IIS entwickelt wurde.

Bessere Sprachverständlichkeit

Wenn wir ehrlich sind, schreit der Content der auf dem WDR gezeigt wird nicht gerade nach raumfüllenden 3D-Sound. Aber irgendwo muss man ja anfangen. Was für das WDR Programm weitaus wichtiger ist, ist die Sprachverständlichkeit. Bei regulären TV-Programmen hat man lediglich die Möglichkeit die Gesamtlautstärke zu ändern. Einige TV-Geräte und Sound-Anlagen bieten darüber hinaus noch die Möglichkeit, die Verständlichkeit des Dialogs zu verbessern. Bei MPEG-H Audio wird die Sprache als separates Ton-Objekt übertragen. So kann man die Sprach unabhängig von Hintergrundgeräuschen, Effekten und Musik direkt beeinflussen.

Barrierefreie Nutzung

Für Menschen mit Sehschwäche stehen für Filme und Serien oft sogenannte Audiodeskriptionen parat. Dabei handelt es sich um eine Tonspur, die dem Zuhörer erklärt, was sich gerade abspielt. Parallel wird die reguläre Audiospur des Inhalts wiedergeben. Mit MPEG-H Audio kann man die Audiodeskription räumlich verschieben, z.B. als God-Voice von oben kommen lassen oder von den hinteren Audiokanälen.

Räumlicher 3D Sound mit jedem Audiogerät

Der Ton im TV wird meist kanalorientiert übertragen. Stereo ist hier Standard, 5.1 Surround eher die Ausnahme und 3D Sound im freien TV gab es noch nie. Mit einer Produktion in MPEG-H kann die Produktion von der Wiedergabe des Tons entkoppelt werden. Bedeutet, man hat Anpassungsmöglichkeiten, je nachedem auf was für einem Wiedergabegerät der Audiostream wiedergegeben wird. So ermöglicht es MPEG-H unterschiedliche Lautsprecherkonfigurationen nachzubilden, auch wenn diese physisch nicht vorhanden sind. Aus einem einfachen 2.1 Soundbar, soll dann ein raumfüllender 3D-Klang ähnlich Dolby Atmos oder DTS:X kommen können. Hierbei handelt es sich aber eher um so etwas wie einen Upmixer ähnlich DTS Virtual:X. Auf jeden Fall vielversprechender als der reguläre TV-Sound.

Wo kann ich MPEG-H hören?

Und nun die Preisfrage, wann und wo bekomme ich MPEG-H zu hören? Dazu gibt es leider keinerlei Informationen, weder vom WDR noch vom Fraunhofer IIS. Die Zusammenarbeit hat wohl erst begonnen. Tests werden somit erst einmal intern durchgeführt. Möchte man sich vom neuen Raumformat überzeugen muss ein MPEG-H kompatibles Soundwiedergabegerät, wie z.B. die Samsung HW-N950 oder HW-N850 Soundbar oder dem eindrucksvollen Sennheiser Ambeo, vorhanden sein.

Sony PlayStation 5: Sanfter Übergang von der PS4 und wird 120 Hz unterstützen

Sony wird auf der diesjährigen Spielemesse, der E3 2019, nicht vertreten sein. Stattdessen plauderte man schon im Vorfeld über seine nächste Konsolengeneration. Nun holen die Japaner nochmal ein wenig aus und liefern ein paar Informationshäppchen nach.

Sony hat bereits bestätigt, dass die PS5 Raytracing unterstützen wird, mit 8K hantieren kann und abwärtskompatibel zur PS4 sein wird. Leider sieht es hingegen für ein Ultra HD Blu-ray Laufwerk wohl weiterhin düster aus. Sony scheint auch die PlayStation 5 in erster Linie als Gaming-Maschine zu einem attraktiven Preis platzieren zu wollen und verzichtet daher nach aktuellem Stand der Dinge wahrscheinlich auf ein UHD-Laufwerk.

Jim Ryan, der CEO der PlayStation-Abteilung, hat dafür ein paar andere Themen zur PS5 angeschnitten. Sony spricht zwar weiterhin nur von der nächsten Konsolengeneration, es wäre aber eine Überraschung, wenn die Plattform am Ende einen anderen Namen tragen würde. Ryan hat dabei betont, dass man seine sanften Übergang von der PS4 zur PS5 gewährleisten wolle. Im Klartext dürfte das auch bedeuten, dass anfangs viele Triple-A-Blockbuster und insbesondere First-Party-Games noch für alte und neue Konsolen erscheinen dürften.

Außerdem hat der PlayStation-CEO Cross-Generational-Play versprochen. Damit ist gemeint, dass in Multiplayer-Partien wohl Besitzer einer PS4 auch gegen PS5-Spieler antreten können. Auch soll es möglich sein ein Game etwa an der PS4 zu beginnen und dann mit dem gleichen Spielstand an der PS5 fortzusetzen. Auch Freundeslisten sollen so beispielsweise erhalten bleiben.

Sony bestätigt auch 120 Hz für die PlayStation 5

Ebenfalls wird die PS5 4K-Gaming mit 120 Hz unterstützen. Das wird aber natürlich nur in Kombination mit dem entsprechenden TV möglich sein. Zu Virtual Reality äußerte sich Ryan wiederum nur vage: Sony glaube immer noch an die Technik, konkrete Ankündigungen könne man aktuell aber nicht vornehmen. Was die Konkurrenz durch Streaming angeht, so zeigt sich der PlayStation-Manager eher gelassen: In vielen Ländern der Welt gebe es noch gar keine entsprechende Infrastruktur. Sollte es zu einem Übergang von der klassischen Konsole hin zum Game-Streaming kommen, so werde das schleichend und langfristig geschehen. Und darauf sei Sony vorbereitet.

Microsoft und Sound machen im Cloud-Bereich gemeinsame Sache

Ryan gibt noch zu Protokoll, dass sich die Gaming-Welt immer verändere und man sich als Unternehmen anpassen müsse oder im Idealfall selbst Trends anstoße. Die nächste Konsolengeneration werde Großartiges bieten und darauf freue man sich bei Sony.

Alte „Batman“ Filme mit 4K und Dolby Vision auf iTunes aufgetaucht

Warner hat die Batman-Klassiker in 4K Qualität mit Dolby Vision auf iTunes veröffentlicht. Wer die digitalen iTunes-Versionen bereits besitzt, erhält jedoch bislang kein 4K-Upgrade.

Eigentlich warten wir ja sehnsüchtig auf die 4K Blu-ray Versionen der alten Batman Filme, die bereits für den 5. September 2019 geplant sind. Jetzt veröffentlicht Warner die digitalen Varianten der überarbeiteten Versionen auf iTunes. Zumindest gibt es uns Hoffnung, dass die Disc-Versionen in angemessener Qualität erscheinen. Die iTunes-Streams liegen nämlich in 4K Auflösung mit Dolby Vision HDR vor. Die Titel „Batman“, „Batmans Rückkehr“, „Batman Forever“ und „Batman & Robin“ sind auch recht günstig zu bekommen. Für die Leihe zahlt man gerade einmal 3.99 Euro, für den Kauf werden 9.99 Euro fällig.

HD-Käufer bislang ohne 4K-Upgrade

Wiedergebe kann man die 4K Filme bislang nur über den Apple TV 4K oder die Apple TV App auf Samsungs 2019 QLED TVs. Letzteres jedoch ohne Dolby Vision HDR. Wie es Aussieht haben Kunden die bereits die HD-Variante gekauft haben, noch kein 4K/HDR-Upgrade erhalten. Die alte 4 Film-Collection ist ebenfalls nur in HD-Qualität verfügbar. Dies ist auch der Grund, wieso viele Nutzer ihrem Ärger über die Bewertungs-Funktion des iTunes Store Luft machen (Bislang nur 1 Stern Bewertungen). Das Problem liegt aber womöglich an Warner, die die Titel unter einer eigenen Artikelnr. auf iTunes gelistet haben. Wir können uns gut vorstellen, dass Käufer der HD-Variante in Kürze auch die 4K Dolby Vision Version erhalten werden. Ansonsten ist es sicherlich nicht verkehrt, den Apple-Kundenservice zu kontaktieren, sollte ihr betroffen sein.

Hier könnt ihr die Batman-Filme auf iTunes bestellen:

Diese und weitere Filme in 4K Qualität findest du auch in unserer Komplettliste!

Philips 55 Zoll 4K OLED mit Ambilight für nur 1.299 Euro!

Amazon reagiert auf das MediaMarkt-Angebot und reduziert den Preis der Philips 55 Zoll 4K OLED – 55OLED803 mit Ambilight auf günstige 1.299 Euro! 

Das Modell aus 2018 ist mit dreiseitigem Ambilight ausgestattet, unterstützt HDR10 und HDR10+ und hat bereits die verbesserte P5 Perfect Picture Engine integriert.

Hier geht es zum Angebot auf Amazon.de

Hier geht es zum Angebot auf MediaMarkt.de

Guardians of the Galaxy, Doctor Strange und Ant-Man erscheinen auf 4K Blu-ray

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Fans des MCU (Marvel Cinema Universe) werden Freudensprünge machen. Disney hat sich dazu entschlossen die Marvel-Blockbuster „Guardians of the Galaxy“, „Doctor Strange“ und „Ant-Man“ auf 4K Blu-ray zu veröffentlichen. 

Wer erinnert sich noch an die „Infinity Saga 4K Collection„? Leider handelte es sich dabei um ein Mockup eines Reddit-Users. Man kann jetzt enttäuscht sein, dass es eine solche Edition nie geben wird (sag niemals nie), oder man bastelt sich seine MCU-Collection einfach selbst. Denn mit dem Rerelease der Marvel Blockbuster „Guardians of the Galaxy“, „Doctor Strange“ und „Ant-Man“ sind alle 23 Filme aus dem Marvel Cinema Universe (Phase 1-3) als 4K Ultra HD Blu-ray erhältlich. Die letzten Titel werden wohl als limitiertes Steelbook am 10. Oktober 2019 erscheinen!

GOTG auf 4K Blu-ray

Wir persönlich freuen uns vor allem auf „Guardians of the Galaxy“. Regisseur James Gunn sollte vielen mittlerweile ein Begriff sein (Wurde aufgrund von unangebrachten Tweets aus der Vergangenheit von Disney gefeuert… dann wieder eingestellt). Der Regisseur ist bekannt dafür, dass er viel Wert auf Bildqualität legt, sei es für die Kinoprojektion oder für die Wiedergabe in den eigenen vier Wänden. Das konnten die 4K Blu-ray von „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Visuelle Leckerbissen: Doctor Strange & Ant-Man

Aber auch die visuellen Effekte von „Doctor Strange“ und „Ant-Man“ versprechen beste visuelle Unterhaltung. Natürlich ist es oft so, dass bei CGI-schweren Produktionen meist nur ein 2K Digital Intermediate (Kinomaster) erstellt wird. Aufgrund des hochauflösenden Quellmaterials, dem erweiterten Farbraum und dem erweiterten Dynamikumfang, bietet sich auf der 4K Blu-ray meist ein viel besseres Bild, verglichen mit der Standard Blu-ray.

Die 4K Blu-rays sind bereits auf MediaMarkt.de vorbestellbar: 

Diese und weitere 4K Blu-rays findest du in unser Komplettübersicht!

Creed 2 – Rockys Legacy 4K Blu-ray im Test: Voll auf die Zwölf

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Inhalt (75%)

Nachdem Sylvester Stallone das von ihm kreierte Rocky-Franchise mit dem fünften Teil grandios vor die Mauer gefahren hatte, mit Rocky Balboa aber wieder auferstehen ließ, lebte der Mythos mit dem 2015er Spin-off Creed weiter. Drei Jahre später kommt nun das Sequel zum Spin-off. Und dieses präsentiert ein Story-Gerüst, das sich ebenso aufdrängte wie es vorhersehbar war: Das Aufeinandertreffen mit dem alten Rivalen Ivan Drago. Schon Creed schien eher ein Remake der ersten drei Filme mit umgekehrten Vorzeichen zu sein. Creed 2 – Rocky’s Legacy ist nun praktisch eine Neuerzählung von Teil IV, ohne es zu verleugnen – freilich mit einer jüngeren Generation und an die heutige Zeit angepasst.

Die Fortsetzung des Spin-offs arbeitet sich dabei ausgiebig an Rocky IV ab – und das in einigen Teilen wirklich gut. Dennoch sei an dieser Stelle ein wenig Kritik vorangestellt: Denn Creed 2 verpasst in all seiner Ehre-/Rache-/Männlichkeitswahn-Thematik die Chance, den ultrareaktionären Nebengeschmack des vierten Rocky-Films zu egalisieren. Dieser hatte seinerzeit drastisch unter dem Einfluss des Kalten Kriegs und des Wettrüstens zwischen den USA und Russland gestanden. Schön schwarz-weiß gemalt mit einem Underdog-Boxer, der sich an Schweineschinken hochtrainiert und einem Kampfroboter, der mit neuester Technik (der allgemeine Dopingvorwurf gegenüber Russland war offensichtlich) auf den Sieg „programmiert“ wird.

Creed ist mittlerweile ein erfolgreicher Boxer | Bildquelle: Warner Home Video

Ivan Drago zeigt sich nun aber auch nach 33 Jahren nicht geläutert und will endlich Wiedergutmachung für die Schmach der damaligen Niederlage. Denn natürlich hatte die UdSSR (wie sie Mitte der 80er noch hieß) ihre Kampfmaschine nach dem verlorenen Kampf gegen Rocky ausgestoßen. Nun will er seine Ehre wieder herstellen und wenn er dafür seinen Sohn über die Klinge springen lässt. Erst spät holt Regisseur Caple dann praktisch vollkommen aus der Luft gegriffen die größte Überraschung des Films aus der Zaubertüte.
Aber eine Aussprache mit Rocky oder gar Creeds Familie? Man hat nie wirklich das Gefühl, er würde Verantwortung für den Tod an Apollo übernehmen. Gerade im Hinblick darauf, dass auch in Creed 2 wieder der Amerikaner die Identifikationsfigur ist, hat man hier Potenzial verschenkt, um die Story etwas progressiver und der allgemeinen Politik gegenüber ausgewogener zu gestalten. Denn auch wenn das nicht jeder Fan der Reihe hören mag: Rocky-Filme waren immer auch (gesellschafts)politisch.

Unter Rockys Training wächst in Adonis ein echter Fighter heran | Bildquelle: Warner Home Video

Davon aber mal abgesehen hat das Rocky-Franchise eins drauf, wie kaum eine andere Filmreihe: Die packende Gefühlsaktivierung ihrer Geschichten. Obwohl hier alles komplett vorhersehbar bleibt, ist es natürlich ein höchst emotionalisierendes Moment, ausgerechnet die beiden Söhne der ehemaligen Ring-Konkurrenten aufeinander treffen zu lassen. Ja, das ist klischeehaft. Ja, das ist purer Machoismus. Aber es packt. Und weil fast alle Figuren ihre benötigte Zeit der Charakterisierung erhalten, fiebert man entsprechend mit – zumal wenigstens die jüngeren Rivalen nicht ganz so stereotyp aufeinander losgehen wie ihre einstigen Väter. Apropos Losgehen:

Im Ring geht es ab. Denn wo die Fightszenen in Rocky V wirklich zum Gähnen waren, langen Michael B. Jordan und Florian Munteanu (ein deutsch-rumänischer Boxer aus Bayern) richtig hin. Und die Kamera inszeniert das fiebrig und absolut packend. Schon der erste Kampf zwischen Creed und Wheeler ist fetzig inszeniert. Und aufgrund der schnellen und zackigen Kameraführung hat man heute wirklich kaum mehr das Gefühl, dass die Darsteller daneben schlagen, um sich nicht zu verletzten.

Training für den großen Kampf | Bildquelle: Warner Home Video

Dazu sind es die stillen und leisen Szenen, die eine Balance herstellen. Ob das Adonis‘ unbeholfener Heiratsantrag ist oder ein Teig knetender Rocky. Momente wie der Letztere reflektieren das Franchise und all seine Entwicklungen mehr als jede Kampfszene im Ring. Dazu gibt’s einige knackige Einzeiler von Sly, teilweise wirklich intelligente Dialoge und zahlreiche versteckte Zitate an Stallones Filmkarriere. Kleiner Hinweis am Rande, für diejenigen, die es nicht mitbekommen hatten. Thomas Danneberg, langjähriger Synchronsprecher von Stallone, stand für die Arbeiten an Creed 2 aufgrund einer schweren Erkrankung nicht zur Verfügung. Für ihn kommt nun Jürgen Prochnow zum Einsatz. Der hatte Stallone immerhin schon in Rocky und Rocky II seine Stimme geliehen – also durchaus eine nachvollziehbare Wahl im Sinne eines „back to the roots“. Ungewohnt ist es natürlich dennoch.

Bildqualität (75%)

Creed 2 wurde mit vollkommen digital aufgezeichnet. Am Ausgang lagen 2.8K an. Zwar war nicht gesichert herauszubekommen, ob davon ein 2K- oder ein 4K-Master erstellt wurde, die meisten Quellen sprechen allerdings von einem 2K. Aufgrund der relativ niedrigen Ursprungsauflösung ist das auch wahrscheinlicher. Die UHD ist also nur eine hochskalierte 4K-Scheibe. Integriert wurden indes ein erweiterter Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die höhere Kontrastdynamik – und zwar in HDR10 und Dolby Vision.
Im laufenden Film stellt sich leider ein arg dunkles Bild ein, was dem in vielen Szenen ohnehin relativ dunklen Film nicht gut tut. Zumal die ganz düsteren Nachtszenen deutlich flacher und weniger dynamisch wirken als über die Blu-ray. Hier legt sich bisweilen ein sichtbarer Grauschleier über das Bild, was der BD nahezu fremd ist. Besser erscheinen immerhin die Hautfarben, die etwas mehr Kraft haben. So haben die afroamerikanischen Darsteller über die UHD einen weniger gelblichen Teint und erscheinen natürlicher. In den besser ausgeleuchteten Tageslichtszenen (bspw. bei den atmosphärisch kühlen Trainings-Szenen von Viktor) dunkelt HDR10 ebenfalls ziemlich ab. Auch wenn hier die Durchzeichnung noch besser ist und der Kontrast nicht abflacht, wirkt das Bild leider etwas schmuddeliger.

In den dunklen Bereichen kann HDR10 nicht die Dynamik der Blu-ray halten | Bildquelle: Warner Home Video

Ein deutlich anderes Bild ergibt sich mit Dolby Vision. Wo in den dunklen Szenen (bspw. beim Gespräch zwischen Creed und Rocky nach einer halben Stunde) HDR10 fast keine Differenzierung zwischen Stallones Gesicht und dem grauen Hintergrund zuließ, strahlt sein Gesicht per Dolby Vision wieder hervor. Der grünlich-kontrastschwache Teint weicht einem gesünderen, rosigeren Hautbild. In Sachen Auflösung fällt eine Differenzierung extrem schwer. Zum einen, weil viele Halbtotale nicht wirklich extrem scharf sind, zum anderen, weil die BD in den wenigen guten Shots auch recht knackig ist.

Tonqualität (75%)

Leider geht Anbieter Warner hier wieder den Weg, den man zwischendurch bei MEG und The Nun mal verfolgte. Während die meisten Highlights des Anbieters mit deutschem und englischem Atmos ausgerüstet sind, reduzierte man für Creed 2 unverständlicherweise wieder auf Dolby Digital – und zwar für die BD UND für die UHD. Wo also der Originalton schon über die Blu-ray mit Atmos kommt, gibt’s für hiesige Zuhörer nur antiquiertes DD 5.1. Und das auch noch in der praktisch geringstmöglichen Datenrate mit 448 kBit/s anstelle der sonst üblichen 640 kBit/s.

In der Praxis bedeutet das aber glücklicherweise nicht zwingend, dass man die Tonspur ähnlich verdammen muss, wie jene komprimierten Fassungen von Disney. Beinahe erstaunlich ist es, wie druckvoll der Subwoofer schiebt, wenn Creed vor dem ersten Kampf mit Drago zu Hip-Hop-Beats einläuft. So viel Bass hätte man einer derart komprimierten Spur gar nicht zugetraut. Das kann der O-Ton zwar noch besser (und erreicht hier schon fast beängstigende Kickbässe), dennoch Respekt vor der DD-Fassung. Wechselt die Szenerie in den Ring und damit zum offenen Schlagabtausch, bleiben die Fausthiebe etwas flacher. Auch Stimmen klingen etwas dünner. Die Gesamt-Dynamik ist aber innerhalb einer Dolby-Digital-Spur mit derart geringer Datenrate sehr gut – selbst wenn das nicht davon ablenken soll, dass man hier arg sparsam mit dem deutschen Käufer umgeht.

Der deutsche Sound liefert leider nur Dolby Digital | Bildquelle: Warner Home Video

Hören wir uns nun aber mal ein bisschen an, was aus der Höhen-Ebene kommt, wenn man die englische Fassung anwählt. Zu Beginn wabert der fiebrige Score schon etwas von oben mit, wenn die Szenen in Kiev beschrieben werden. Auch das Schwingen der Fäuste nach etwas über zwei Minuten hört man oberhalb der regulären Ebene. Außerdem nutzt man die Heights dann gerne mal für abrupte KO-Schläge, die den Zuhörer fast aus dem Sattel befördern.Im weiteren Verlauf dominieren die ruhigen Dialogszenen, die natürlich keine 3D-Soundaktivität aufweisen. Und so bleibt es längere Zeit still. Bis dann im ersten Kampf mit Viktor schon mal ein Faustschlag und das Raunen der Menge zu hören ist. Ähnlich geht es dann im finalen Fight zu, wenn gerade die Zeitlupen-Szenen mit 3D-Sounds unterlegt werden.

Das ist in Summe nicht wirklich viel, was von den Heights kommt, dafür ist der Atmos-Sound aber auf der regulären Ebene ein Muster an Feinzeichnung, Druck und Dynamik.

  • Deutsch: Dolby Digital Plus 5.1 (75%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (80%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (40%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (65%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial von Robin Hood enthält neben dem Trailer zunächst einmal sechs geschnittene Szenen sowie eine Gag Reel mit witzigen Szenen vom Dreh. Das Featurette „Robin Hood Reloaded“ ist Kern der Extras und läuft satte 64 Minuten. Von der Arbeit an den aufwändig erstellten Sets über die Neuinterpretation der Geschichte bis hin zur Besetzung und der Charakterisierung des bösen Sheriff Notthingham sowie der Filmmusik wird praktisch die komplette Produktion ausgiebig beleuchtet.

Gesamtbewertung Creed 2 – Rocky’s Legacy  (75%)

Creed 2 – Rocky’s Legacy ist ein emotional packender Film, der seinen Figuren viel Raum lässt. Die Fight-Szenen sind sensationell und Florian Munteanu ist eine Naturgewalt als Widersacher. In Kombination mit dem Wiedersehen alter Bekannter (unter anderem auch Brigitte Nielsen) ist das trotz des ungenutzt gelassenen Themas von Schuld und Vergebung ein würdiger Nachfolger zum Spin-off. Die UHD liefert dazu ein besseres Bild – allerdings nur über Dolby Vision. HDR10 geht leider im flauen Kontrast und der sehr starken Abdunklung unter.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 29. Mai 2019 Review am: 04. Juni 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 130 Minuten
Filmstudio: Warner FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital Plus 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Creed 2 Trailer:

Robin Hood 4K Blu-ray im Test: Klassisches Thema mit Ladehemmung

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Inhalt (60%)

Ein Einspiel von 84 Mio. Dollar bei Kosten von Gut 100 Mio. Dollar – nicht gerade das, was man einen finanziellen Erfolg nennen würde. Dazu gleich drei Nominierungen für die goldene Himbeere, den gefürchteten Anti-Oscar. Was war da passiert? Hatten Robin-Hood-Verfilmungen beim Kinopublikum doch bisher einen guten Stand beim Publikum. Man warf Regisseur Otto Bathursts Version des Rächers einen unübersichtliche Story vor, sowie tiefe Logiklöcher und ein weites Entfernen vom Kosmos der legendären Figur.

Letzteres ist durchaus zu bemerken – wobei es historisch gesehen auch nicht die EINE Version von Robin Hood gibt, über die sich alle Balladen- und Gedichtschreiber einig wären. Es besteht für einen Filmemacher also eine große Freiheit in der Neuinterpretation des Inhalts. Und wenn Bathurst seine Version der Story mit einem Kriegsszenario beginnen lässt, das aussieht wie aus The Hurt Locker und dabei heutige Vorurteile und Religionskriege reflektiert, dann ist das durchaus legitim. Worauf man sich aber einstellen muss, ist die Abkehr vom romantischen Sherwood-Forest-Dieb, der immer mal wieder eine Postkutsche des Sheriffs ausraubt.

Der einstige Kriegsgegner unterrichtet Robin im Schießen | Bildquelle: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales

Im 2018er Robin Hood bekommen wir es vielmehr mit einem atemlosen Action-Abenteuer zu tun, das wesentlich mehr Geist und Atmosphäre von Assassin’s Creed atmet als von den alten Strumpfhosen-Filmen mit Erroll Flynn. Heutige Sehgewohnheiten scheinen danach zu verlangen, dass eine Armbrust zum Maschinengewehr mutiert und die Sarazenen zu wahren MMA-Fightern werden. Macht man sich als Zuschauer also frei von den Erwartungen, eine nur dezent modernisierte Fassung des Altbekannten zu bekommen, kann man mit dem Tempo und der Rasanz der Bilder durchaus seine Freude haben. Die erste Dreiviertelstunde vergeht deshalb praktisch wie im Flug. Was aber auch nicht unbedingt nur positiv ist. Denn um die bis dato drei/vier Hauptfiguren einzuführen, hätte man sich durchweg etwas mehr Zeit nehmen können. Gerade und ausgerechnet Robin kommt zu Beginn alles andere als sympathisch rüber. Sein Übereifer und die Ungeduld nerven mehr als dass sie nachvollziehbar wären und irgendwie fehlt es Egerton in der Rolle trotz entsprechendem Sex-Appeal an Charisma.

Robins Liebe zu Marian ist grenzenlos | Bildquelle: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales

Dass man dem Sheriff von Nottingham (Ben Mendelsohn wiederholt seine Rolle aus Rogue One – A Star Wars Story) einen Mantel in Gestapo-Manier angezogen hat, wirkt natürlich plakativ. Hat aber in der damaligen Zeit auch nicht wirklich was verloren. Immerhin gibt er den Sheriff mit diabolischer Inbrunst, wenn er Robin voller Schmerz und Wut davon erzählt, wie er als Junge bei den Lords aufwuchs. Robin Hood hat aber nicht viele von diesen packenden Charakterszenen – und verliert sich lieber in zunehmend repetitiven Actionszenen. Wie eine Nummernrevue klappert Bathurst Überfall nach Überfall ab und lässt seinen Film mehr und mehr comichafte Züge annehmen.

Der Sheriff von Notthingham ist ein korrupter Sadist | Bildquelle: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales

Wenn er auf Zeitlupenszenen im Matrix-Stil setzt, mag das ganz nett aussehen, hat aber mit einem eleganten Pfeil-und-Bogen-Dieb nicht mal mehr einen Hauch Ähnlichkeit. Ja, das ist wirklich prächtig inszeniert und es mangelt auch nicht an production value, aber am Ende fehlt vor allem eins: Seele. Die Emotionalisierung der Geschichte geht Robin Hood fast vollkommen ab und irgendwann verliert man sogar den Überblick darüber, was Robin und John eigentlich wollten – denn zielstrebig gehen sie wirklich nicht mehr vor. Gegen einen überagierenden Jamie Foxx und einen durchweg eher unsympathischen Egerton hat auch Bono-Tochter Eve Hewson kaum Handhabe. Zumal ihre Rolle bis auf wenige, kurze Ausnahmen auf das Erfüllen von Klischees reduziert ist.

Bildqualität (90%)

Robin Hood wurde durchweg mit Kameras aufgezeichnet, die am Ausgang volle 8K lieferten. Von diesem Material wurde dann ein runterskaliertes 4K-Digital-Intermediate erstellt, sodass wir es mit einem Real-4K-Master zu tun haben. Ebenfalls auf die Disk gelangte natürlich ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Bilddynamik HDR. Letzteres in HDR10 und Dolby Vision. Im Gegensatz zur US-Disk von Lionsgate ist HDR10+ hier NICHT enthalten. Entsprechend ist Robin Hood nicht die erste deutsche UHD, die mit allen drei Kontraststeigerungs-Formaten ausgestattet ist.

Die UHD liefert eindrucksvolle Farben und Kontraste | Bildquelle: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales

In der Praxis stellt sich das Bild der Ultra-HD durchaus noch mal eindrucksvoller dar als per Blu-ray wiedergegeben – was in puncto Auflösung und Details auch an der extrem hohen Datenrate liegen kann. Die BD-66 UHD ist mit einer Datenrate von beständig zwischen 80 und 120 Mbps fast randvoll gefüllt, was bei 120 Minuten und nur zwei Tonspuren durchaus als „ausgereizt“ gelten darf. Trotz der dunkleren Abstimmung gefällt selbst HDR10 hier schon besser, weil es das ganz dezente Korn auf uniformen Oberflächen in einigen dunklen Einstellungen wesentlich feiner und damit unauffälliger wiedergibt.

Dazu neigt die UHD überhaupt nicht mehr zum Überstrahlen auf helleren Gesichtsbereichen während der Szenen in Arabien. In dunklen Szenen flacht das Bild allerdings ein wenig ab und HDR10 wirkt hier ein kleines bisschen gräulich. Das kann Dolby Vision besser und stellt vor allem die Schwarzwerte in der Kleidung und gerade in den dunkleren Innenraumszenen noch knackiger und satter dar. Auch Farben haben noch etwas mehr Punch. Dazu sind Spitzlichter (bspw. das Blitzen in Augen) noch eindrucksvoller und auf Gesichtern kommt noch etwas mehr Strahlkraft hinzu.

Tonqualität (85%)

Beim Ton muss der deutsche Zuschauer leider sowohl für die BD als auch für die UHD mit dts-HD-Master vorlieb nehmen, während die englische Fassung auf beiden Disks in Dolby Atmos vorliegt. Die deutsche dts-HD-Spur ist zunächst mal eins: Ziemlich leise. Eine Anhebung um rund 10dB! ist nötig, um auf das Level der meisten anderen Disks zu kommen. Das gilt allerdings für beide Sprachfassungen nahezu gleichermaßen. Hat man die Lautstärke erhöht, fetzen die Armbrustpfeile allerdings erstaunlich satt ins Gestein um die Kreuzritter. Auch das säuselnde Windgeräusch kommt räumlich rüber und wenn die Katapulte ihre Arbeit verrichten, gibt’s auch kurz mal richtig Druck. Vornehmlich überzeugt aber die Räumlichkeit.

Der Sound lässt es ordentlich krachen | Bildquelle: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales

Zurück in Nottingham setzt es coole Bass-Sweeps während des Bogen-Trainings mit John. Außerdem durchschlagen die Pfeile das Holz ordentlich und man hört die Splitter überall im Raum verteilt herab rieseln. Leider bewirkt das starke Anheben der Lautstärke bisweilen ein leichtes Zerren der Dialoge. Die Originalfassung funktioniert auf der regulären Ebene zunächst noch mal eine Spur dynamischer als die deutsche dts-HD-Master-Fassung. Der Score langt noch ein wenig stärker zu und auch die Pfeile nach schlagen noch etwas fester in der Umgebung ein.

Die englische Atmos-Spur bietet zahlreiche Höheneffekte – inkl. Regen aus den Heights | Bildquelle: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales

Nehmen wir die Höhen-Ebene hinzu, so gibt’s nach den Pfeil-Attacken rund um die siebte Minute eine Menge authentisch splitterndes Holz und Gestein aus der Höhe und ein paar Rufe der Kämpfer kommen auch hinzu. Außerdem hat man den Score während der Actionszenen ebenfalls mit auf die Heights gelegt, was zu einer deutlichen Intensivierung der Atmosphäre führt. Wenn die Katapulte dann ihre Ladung ins Ziel bringen, wummert es gewaltig von oben und die Anbindung an die reguläre Ebene ist stets vorzüglich gelungen.
Klasse ist auch das Knarzen und Knorzen des Schiffs sowie das herabfallende Wasser von den Bohlen über den im Bug befindlichen Heimkehrern und selbst in Loxleys Ruinen hat man für einen Widerhall der Stimme und aufstiebende Tauben gesorgt.

Nach etwas über 35 Minuten gibt’s dann einen beeindruckenden Gewitter-Groll aus der Höhe und Regen gesellt sich ebenso hinzu wie spezielle 3D-Sounds beim Auftauchen Robins. Über den Regen kann man hier sicher wieder streiten, beeindruckend klingen tut’s trotzdem. Im Prinzip geht diese Art des Sounddesigns dann über den ganzen Film hinweg so weiter und reißt auch nicht ab. Die Actionszenen werden stets mit fliegenden Pfeilen, Wusch-Sounds und Filmscore von oben ergänzt und es gibt immer mal wieder dedizierte Geräusche wie das Rumpeln der Holzräder des Schatztruhen-Wagens oder auch das dynamische Schließen von großen Türen oder Toren.

  • Deutsch: dts-HD-Master 7.1 (85%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (75%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (85%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (80%)

Das Bonusmaterial von Robin Hood enthält neben dem Trailer zunächst einmal sechs geschnittene Szenen sowie eine Gag Reel mit witzigen Szenen vom Dreh. Das Featurette „Robin Hood Reloaded“ ist Kern der Extras und läuft satte 64 Minuten. Von der Arbeit an den aufwändig erstellten Sets über die Neuinterpretation der Geschichte bis hin zur Besetzung und der Charakterisierung des bösen Sheriff Notthingham sowie der Filmmusik wird praktisch die komplette Produktion ausgiebig beleuchtet.

Gesamtbewertung Robin Hood  (78%)

Robin Hood im Jahre 2018/’19 ist ein atemloser und mit prächtig choreografierten Kampfszenen angereicherter Actionfilm – nicht mehr. Die Essenz der legendären Geschichte fehlt fast komplett. Wer sich den Film unter dem Aspekt eines Actioners mit der Videospiel-Ästhetik eines Assassin’s Creed anschaut, kann Spaß haben. Wer auf eine Erweiterung des Meisterdieb-Kosmos‘ gehofft hatte, kann allerdings nur enttäuscht werden.
Aufgefangen wird das allerdings durch die Technik. Denn auch ohne HDR10+ ist das Bild der UH vorzüglich geraten. Mit hoher Laufruhe und toller Schärfe gelangen die nativen 4K-Bilder ins Heimkino. Dazu gibt es einen Sound, der schon über die deutsche dts-HD-MA-Spur überzeugt und mit der englischen Atmos-Fassung teilweise neue Maßstäbe setzt.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 23. Mai 2019 Review am: 04. Juni 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 117 Minuten
Filmstudio: Studiocanal FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS-HD-Master 7.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Robin Hood Trailer:

Panasonic Lumix S1H: Neue Vollformatkamera für 6K-Video

Panasonic bietet bereits mit der Lumix S1R eine Vollformatkamera an, die für ca. 3700 Euro über die Ladentheke wandert und exzellent in Tests abgeschnitten hat. Nun will man sie Serie um die Lumix S1H erweitern, welche den Schwerpunkt auf die Videofunktion legt. So kann sie 6K-Videos mit 24p aufzeichnen.

Panasonic verspricht für die Lumix S1H „Video in Kinoqualität“ an. So soll es sich laut dem japanischen Hersteller um die erste digitale Wechselobjektiv-Systemkamera, die Videoaufnahmen in 6K / 24p (Seitenverhältnis: 3:2) ermögliche. Dabei wird der Vollformatsensor mit maximaler Pixelnutzung ausgelesen. Es ist auch möglich Videos mit 5,9K und 30p im Format 16:9 aufzuzeichnen.

Gleichzeitig sei die Lumix S1H die erste digitale Vollformat-Systemkamera, die eine Videoaufzeichnung mit 10-Bit 60p 4K/C4K ermögliche. Für Videomacher, die Videos in 4K erstellen, lohnt sich die höhere Auflösung ebenfalls, da sie das Zuschneiden ermöglicht und generell mehr Spielraum für die Bearbeitung gewährt. Die Lumix S1H verfügt über V-Log/V-Gamut für Aufnahmen eines besonders großen Dynamikbereiches von 14+ Blendenstufen – nahezu identisch mit denen der Panasonic Cinema VariCam ist.

Panasonic Lumix S1: Die drei verschiedenen Modelle der Serie

Das aufgezeichnete Material der S1H ist kompatibel mit VariCam V-Log-Material oder V-Log L-Material, das von der Lumix GH5/GH5S aufgenommen wurde. Die Kamera ermöglicht die Videoaufzeichnung ohne Beschränkung in der Länge. Leider verschweigt Panasonic noch den Preis. Erscheinen soll die kommende Panasonic Lumix S1H im Herbst 2019.

Panasonic verbessert die Lumix S1 über ein Software-Update

Panasonic hat aber nicht nur die neue Lumix S1H vorgestellt, sonder auch ein Software-Upgrade für die bereits erhältliche Lumix S1 in Aussicht gestellt, welches ebenfalls die Videoleistung verbessern wird. Das Upgrade namens „DMW-SFU2“ rüstet die Cam ebenfalls auf die 14+ Blendenstufen bei der V-Log-Aufnahme auf. Ebenfalls neu sind die laut Panasonic erste 4:2:2 10-Bit 4K MOV 30p/25p Videoaufzeichnung und der weltweit erste 4:2:2 10-Bit 4K 60p/50p*2 HDMI Output. Auch die Lumix S1 wird durch V-Log und V-Gamut kompatibel mit Cinema VariCam Look.

Dazu kommen die kamerainterne LUT (Look Up Table) Anwendung, welche die Wiedergabe von V-Log während oder nach der Aufnahme ermöglicht (LUT Display mit Custom Funktion) Auch neu ist ein WFM (Waveform Monitor), der die Helligkeitsverteilung während der Aufnahme anzeigt. Zuletzt gibt es die Option 48-kHz/24-Bit oder 96-kHz/24-Bit Ton mit dem XLR-Mikrofonadapter DMW-XLR1 in MOV aufzunehmen. Das Update erscheint im Juli 2019 und wird 199 Euro kosten. Bis September gibt es Panasonic aber kostenlos frei.

Wichtiger Hinweis: Das Update erscheint ausschließlich für die Panasonic Lumix S1, nicht für die S1R!