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„Shape of Water“ 4K Blu-ray im Test: Ein echter Del Toro

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Guillermo des Toros Fantasy Meisterwerk „Shape of Water“ hat bei den Oscar-Verleihungen abgeräumt. Unser Test verrät euch, ob die Heimkino-Version auf 4K Blu-ray ebenfalls überzeugt. 

Inhalt (90%)

Guillermo del Toro ist mit Sicherheit einer der kreativsten Köpfe, die Hollywood während der letzten 15 Jahre erlebt hat. Und das gilt nun auch für Shape of Water. Eben jenen Film, der bei der vergangenen Verleihung der Oscars mit insgesamt vier Trophäen nach Hause ging, wobei verdientermaßen unter anderem jene für den Besten Film und die Beste Regie dabei war. Dass sich der Mexikaner nach gut zehn Jahren wieder vom Hollywood-Bombast eines Pacific Rim verabschiedete und zu seinen fantastischen Wurzeln zurückkehrte, macht einen großen Teil des Reizes von Shape of Water aus. Wie man es von ihm kennt, zelebriert er das Kino und feiert vor allem gleich diverse Vorbilder der Filmgeschichte. So ist sein jüngstes Werk eine tiefe Verbeugung vor dem Creature-Film eines Jack Arnold und gleichzeitig (natürlich) auch politisch.

War es in Pan’s Labyrinth die Franco-Diktatur, die in Gestalt des Hauptmanns Vidal ihr Fett wegbekam, ist es nun der Kalte Krieg der 1960er, den del Toro den beiden Hauptfiguren als Dämon gegenüberstellt. In Person des Sicherheitschefs Strickland wird der antikommunistische Wahn deutlich, der die damalige Zeit bestimmte. Shape of Water nutzt dabei ähnliche Elemente wie Pan’s Labyrinth. War es im 2006er Film ein junges, unschuldiges Mädchen, so ist es hier eine traumatisierte und schutzlos wirkende Frau, die wie ein Engel in einer Zeit wirkt, die von Misstrauen, Angst und Hass geprägt ist. Diese Dynamik macht die Filme des Regisseurs immer wieder aus und wird mit den für ihn typischen Fantasy-Elementen angereichert. Da ist es auch nur konsequent, dass die Amazonas-Kreatur sehr viel Ähnlichkeit mit Abe Sapian aus den Hellboy-Filmen hat und (natürlich) auch hier von Doug Jones verkörpert wird. Zwar gibt er seinem Wasser-Wesen hier kaum Identität und im Prinzip keine Hintergrundgeschichte, doch das ändert nichts daran, dass man als Zuschauer mit ihm empfindet. Erneut schildert der Regisseur die äußere Welt als Böse und die vermeintlich böse Kreatur als fühlendes und verletzliches Wesen.

Der Stil von Del Toro ist unverkennbar
Der Stil von Del Toro ist unverkennbar

Man darf sich beim Schauen des Films einer wohligen Gänsehaut nicht schämen, wenn del Toro seine Liebe ans Kino in zärtliche und poetische Bilder kleidet und mit charmanten französischen Musik-Klängen unterlegt. Sally Hawkins spielt Elisa mit einer sensationellen Mischung aus anfänglicher Zurückhaltung und späterer Bestimmtheit. Gerade weil sie sich bis auf einen kurzen Moment auf sprachlose Performance beschränken muss und mit ihrem Gesicht und ihrer Gestik mehr ausdrückt als manch anderer, der auch seine Stimme nutzen kann. Dass Michael Shannon als ihr Gegenspieler diabolisch kann, wissen wir. Als Strickland ist er aber wirklich großartig. Wenn er voller Geringschätzigkeit Zelda und Elisa als „Scheißeputzer“ und „Pissewischer“ bezeichnet und sich auch sonst als glühender Rassist outet, dann nimmt man ihm dieses fiese Arschloch ab.

Bildqualität (90%)

The Shape of Water wurde komplett digital aufgenommen. Am Ausgang lag eine Auflösung von 2,8K und 3,4K an, was fürs Digital Intermediate allerdings auf 2K runterskaliert und für die UHD wieder hochkonvertiert wurde. Wir haben es also nicht mit einer nativen 4K-Scheibe zu tun. Dennoch mit an Bord ist natürlich auch ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Bilddynamik. Letztere in diesem Fall „nur“ in HDR10, nicht in Dolby Vision. Legt man die Ultra-HD ein, fällt sofort auf, dass man deutlich an der Farbgebung geschraubt und geändert hat. Schon direkt zu Beginn in der traumhaften Sequenz durch die geflutete Wohnung Elisas wird das deutlich, denn die Grün- und Aquamarin-Töne kommen wesentlich intensiver rüber.

Großartiges Schauspiel von Sally Hawkins. Sie spielt die Stumme "Eliza Esposito"
Großartiges Schauspiel von Sally Hawkins. Sie spielt die Stumme „Eliza Esposito“

Dort sieht man allerdings auch schon, dass die UHD maßgeblich dunkler abgestimmt ist. Während die Blu-ray vom Kontrastumfang her bisweilen etwas zu hell rüberkommt, ist die UHD schon mal einen Ticken zu dunkel. Allerdings passt dieser Look besser zum Film als das weniger dynamische Bild der BD. Jetzt könnte man natürlich befürchten, dass die stärkere Farbgebung beim Grün auch die neutralen Szenen einfärben könnte. Doch weit gefehlt. Denn die noch größere Änderung sieht man in den Sequenzen, die ohne Grünanteil auskommen. So sind die Innenraumaufnahmen in Elisas oder Giles‘ Wohnung weit wärmer und bekommen einen starken, aber sehr angenehmen Goldbraun-Einschlag. Gleiches gilt dann auch für Hauttöne, die einen wärmeren Teint erhalten und nicht mehr leicht grünlich daherkommen. Das sieht deutlich gesünder aus und erfreut das Auge. In Sachen Auflösung kann das „nur“ hochskalierte Bild ebenfalls überzeugen. Da der Kornanteil eher gering ausfällt, wird es hier nicht wuseliger, dafür in Close-ups und auf Texturdetails durchaus sichtbar feiner. Hautporen erscheinen klarer und die Struktur auf dem plüschigen Sofa Elisas kommt fast dreidimensional rüber.

Tonqualität (75%)

Der Ton von Shape of Water kommt für die deutsche Spur 20th-Century-Fox-typisch als Standard-dts-Variante daher. Für Originalton-Fans gibt es hier eine verlustfreie dts-HD-Master-Spur. Reduziert auf 0.7Mbps fehlt dem Erzähler in der deutschen Variante etwas Volumen und Timbre. Der Filmscore allerdings erklingt ähnlich räumlich wie über die englische Fassung und auch Elisas kurze Stepp-Schritte auf dem Flur wirken beinahe gleichwertig. Vielleicht haben sie einen Hauch mehr Griffigkeit über die Originalspur. Wenn der große Behälter mit dem Wesen in den Versuchsraum gerollt wird, gibt es erstmalig Anlass für den Subwoofer, von seiner Existenz zu zeugen. Auch kurz drauf, wenn die Kreatur an die Sichtfenster donnert, wird’s druckvoll. Allerdings dürfte das Ganze etwas differenzierter sein. Hier punktet die Originalspur mit mehr Feinzeichnung. Allerdings ist auch das Original nicht vor Kritik gefeit. So dröhnt die Stimme von Hofstettler während des flüsternden russischen Dialogs mit seinem Kontaktmann etwas unangenehm. Das sind aber auf die Lauflänge gerechnet kleinere Mankos, die spätestens dann vergessen sind, wenn der israelische Sprengsatz die Elektrizität lahm legt und die Funken spratzeln.

  • Deutsch: DTS-HD 5.1 (75%)
  • Englisch: DTS-HD MA 5.1 (80%)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial von Shape of Water befindet sich komplett auf der Blu-ray des Doppel-Disk-Pakets. Zunächst befinden sich dort zwei Szenen-Analysen. In „Eine Unterhaltung mit James Jean“ schildert der Künstler seine Arbeit am Filmplakat und weiteren Film-Artworks. „Guillermo del Toros Master Class“ hingegen ist eine Frage-Antwort-Runde mit Publikum. Das Kernfeature ist allerdings das halbstündige Making-of, das in mehrere Teile aufgesplittet ist und natürlich auf die Story selbst eingeht. Es gibt aber auch einen großen Teilbereich, in dem die Arbeit an den praktischen Masken gezeigt wird.

Die Atmosphäre stimmt. Der Ton bleibt jedoch hinter seinen Möglichkeiten. Das liegt leider auch am etwas lieblosen DTS-HD 5.1 Master

Gesamtbewertung Shape of Water 4K Blu-ray (85%)

Shape of Water ist Guillermo del Toros Liebeserklärung an das Kino – ein poetischer und wunderschöner, am Ende sogar gewaltvoller Film, der niemanden kalt lassen wird.
Die UHD ist dazu zwar akustisch nicht unterschiedlich von der Blu-ray, liefert aber das wesentlich stimmigere, schärfere, besser kontrastierte und plastischere Bild.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 19. Juli 2018 Review am: 15. Juli 2018
Erscheinungsjahr Film: 2017 Laufzeit: 123 Minuten
Filmstudio: 20th Century Fox FSK: Ab 16 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Bildformat:
1.85:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS-HD 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: LG UP970

Shape of Water: Das Flüstern des Wassers Trailer:

Sky vs. DAZN: Greift der Sport-Streamingdienst nach der Bundesliga?

DAZN bietet das Streaming von vielen Sportereignissen an. Dazu zählte bisher auch im Bereich Fußball auch die Premier League. Für 2019 hat man jene allerdings an Sky verloren. Allerdings ist seitens DAZN offenbar bereits eine Revanche geplant.

DAZN hätte laut eigenen Aussagen gerne die Übertragungsrechte an der Premier League weiterhin gehalten. Allerdings habe man sich mit der englischen Liga leider nicht auf eine für beide Seiten wirtschaftlich vernünftige Lösung einigen können. Man erklärt, dass der Verlust der Übertragungsrechte natürlich sehr schmerze.

Stattdessen hat nun Sky hingelangt und sich die Rechte an der Premier League gesichert. Für DAZN ist das ein merklicher Rückschlag. Denn zuletzt hatte der Streaming-Anbieter doch viele Erfolge beim Erwerb von Live-Sport-Lizenzen zu vermelden. Da wird man natürlich nun auch mal mit einer Schlappe leben können. Allerdings ist möglich, dass bald eine Retourkutsche folgt.

Bisher hatte DAZN schließlich insgesamt viele Punkte gutgemacht, wenn es um die Übertragungsrechte im Fußball und anderen Sportarten rund um die Europa-, Champions- sowie weitrechenden Nations-League-, WM- und EM-Qualifikationen ging. Als Konter für die nun zu Sky gewanderte Premier League will DAZN offenbar versuchen bei den bald wieder neu ausgeschriebenen Bundesliga-Übertragungsrechten mitzumischen.

Verhandlungen zur Bundesliga könnten für DAZN spannend werden

Der Vertrag zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und Sky sowie Eurosport läuft allerdings noch eine ganze Weile. Im Sommer 2019 ist gerade einmal die Hälfte der Laufzeit erreicht. Allerdings werden zu jenem Zeitpunkt eben auch die Verhandlungen über die nächste Rechteperiode anlaufen. So starten die Verhandlungen immer möglichst früh, um den Ligen und Vereinen möglichst viel Planungssicherheit zu geben. Die Beteiligten versuchen also vermutlich bis zum Ende der Saison 2019 / 2020 ein spruchreifes Abkommen in trockene Tücher zu bringen.

https://youtu.be/XU60eWevJiI

Das zeigt auch die Vergangenheit, denn der letzte Deal wurde etwa im Juni 2016 bestätigt. Das war ein volles Jahr vor der neuen Gültigkeit. Die Perform-Group, die hinter DAZN steht, sicherte sich damals die Rechte an den Online-Zusammenfassungen der Bundesliga. Man hat quasi also ohnehin bereits einen Fuß in der Tür. „Wir sind bereit für die großen Rechte“, hatte der Deutschland Chef von DAZN, Thomas de Buhr, selbstbewusst verkündet. Dabei denkt man nicht nur an die Bundesliga, sondern womöglich auch WM oder EM.

Aktuell muss DAZN aber natürlich erst einmal nach dem Verlust der Premier League darauf achten, nicht noch weitere Rechte für Live-Übertragungen zu verlieren, bevor man nach den Sternen greift.

LG verteilt Google Assistant Update auf 2018 UHD-TVs

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Das auf der IFA 2018 angekündigte Firmware-Update zur Unterstützung des Google Assistant Sprachassistenten kann ab sofort installiert werden. Alle 2018er UHD & OLED TVs mit webOS 4.0 können ab sofort die Vorteile der erweiterten Sprachsteuerung nutzen. 

Das kostenlose Firmware-Update kann über die automatische Update-Funktion der Fernseher oder über die LG Support Webseite (Installation via USB-Stick) heruntergeladen werden. Unterstützt werden alle LG TV-Geräte aus 2018 mit webOS 4.0 Betriebssystem, darunter auch die Super UHD-TV Modelle SK9500, SK8500, SK8100 und SK8000 sowie die OLED-Fernseher B8, C8, E8, G8 und W8. Mit Hilfe des Upgrades können Nutzer fortan über die Spracheingabe Informationen von Google Diensten erfragen. Vom Wetter über die Öffnungszeiten eines Restaurants bis hin zum aktuellen Tabellenstand des Lieblingsvereins beantwortet der Google Assistant alle Anfragen. Das Feedback wird nicht nur visuell auf dem Fernseher dargestellt, sondern auch per Sprache über die TV-Geräte und/oder angeschlossene Lautsprecher ausgegeben.

Googles Datenkrake versucht Nutzer so gut wie möglich mit Informationen auf ihre Anfragen zu versorgen
Googles Datenkrake versucht Nutzer so gut wie möglich mit Informationen auf ihre Anfragen zu versorgen

Sprachbefehle per Tastenklick

Mit einem verknüpften Google Konto kann der Nutzer auch in der Google Cloud gespeicherte Fotos zugreifen. Zudem können Smart-Home-Geräte wie intelligente Lampen, Lautsprecher oder Überwachungskameras mit einem Sprachbefehl gesteuert werden. Dabei muss nicht einmal das laufende Fernsehprogramm unterbrochen werden. Die Spracherkennung erfolgt durch einen Klick auf die Mikrofontaste der Fernbedienung. LG versichert, dass das Mikrofon nur während der Aufnahme aktiv ist. Somit wird die Privatsphäre des Nutzers bewahrt.

Die Informationen werden vom Google Assistant nicht nur auf dem Bildschirm angezeigt, sondern auch vorgelesen.
Die Informationen werden vom Google Assistant nicht nur auf dem Bildschirm angezeigt, sondern auch vorgelesen.

„Zentrale Schaltstelle des Smart Homes“

LG sieht seine TV-Geräte am liebsten als „zentralen Hub“ eines intelligenten Zuhauses. Die Einbindung eines Sprachassistenten ist dafür natürlich ein wichtiger Baustein. Wer sich aber bereits mit Diensten wie Alexa oder Google Assistant vertraut gemacht hat, dem wird vielleicht der Umstand nerven, dass man für Befehle die Sprachtaste betätigen muss. Das ist vielleicht kein Problem, wenn man eh gerade vor dem TV sitzt. Wenn der Fernseher jedoch nur nebenbei läuft und man erst die Fernbedienung suchen muss um Anfragen zu stellen, ist das vielleicht ein Manko das es noch zu beseitigen gilt.

Tiefpreistage: Über 7.000 Titel reduziert – DVDs, Blu-rays, 4K UHD Discs uvm.

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Amazon startet seine große Tiefpreistage-Aktion mit über 7.000 reduzierten Titeln. Neben DVDs, Blu-rays und 4K Blu-rays sind auch Steelbooks, Neuheiten, Box-Sets reduziert! Die Aktion läuft bis zum 14. Oktober 2018.

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„Rampage: Big meets Bigger“ 4K Blu-ray im Test: Bigger Is Not Always Better

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Unser Test zur 4K Blu-ray von „Rampage: Big meets Bigger“. Eine nicht vorhandene Story eines Videospiel-Klassikers wird mit viel CGI und Dwayne „The Rock“ Johnson in einen Topf geschmissen. Heraus kommt unterhaltsames Popcornkino mit starkem Sound. 

Inhalt (70%)

Rampage – Big Meets Bigger gehörte mit rund 426 Mio. Dollar Einspiel zu den größeren Kinohits des letzten Jahres und erhielt erstaunlicherweise relativ wohlwollende Kritiken – gerade im Hinblick darauf, dass es sich um die Adaption einer Video-/Computerspielreihe handelt. Auch wenn das gleichnamige Konsolen-Game nur im Kern Ähnlichkeit mit dem Film von Brad Payton (San Andreas) hat. Denn immerhin war es stets Ziel des Spiels als zum Tier mutierter Mensch! Großstädte platt zu machen – und nicht als Mensch mutierte Tiere von eben diesem Ziel abzuhalten. Aber sei’s drum. Storytiefe oder Schlüssigkeit ist eh nicht das Ding von Rampage. Eher wird hier im Stile von King Kong oder Godzilla auf Gigantismus und Katastrophen-Szenario gesetzt. Und mittendrin kümmert sich Dwayne „The Rock“ Johnson in Zeichensprache um einen Albino-Godzilla.
Ja, das klingt albern. Absurd, bisweilen. Aber The Rock wäre nicht The Rock, wenn er nicht auch dieser Story ein Augenzwinkern abgewinnen könnte. Man kann dem Ex-Wrestler gerne vorwerfen, dass er sich mittlerweile sehr auf einem Stereotyp einer Figur ausruht, um dem Publikum stets das zu liefern, wonach es scheinbar verlangt. Aber Johnson ist in dieser Rolle einfach überzeugend und charmant.

Mega-Unternehmen haben wieder einmal ein paar Tiere mutieren lassen. Davis Okoye (Dwayne Johnson) hier im Gespräch mit Agent Harvey Russell (Jeffrey Dean Morgan)
Mega-Unternehmen haben wieder einmal ein paar Tiere mutieren lassen. Davis Okoye (Dwayne Johnson) hier im Gespräch mit Agent Harvey Russell (Jeffrey Dean Morgan)

Als Nebendarstellerin funktioniert auch Naomie Harris ziemlich gut. Sie hat die dynamischste aller Rollen – immerhin ist sie als Ex-Mitarbeiterin von Energyne mitverantwortlich für die Entstehung des Pathogens. Dass sie die Gen-Experimente mit dem Ziel der Gesundheitsverbesserung abwickelte und von der skrupellosen Wyden (eiskalt: Malin Akerman) auf die Abschussliste gesetzt wird, verleiht ihrer Rolle eine gewisse Tiefe.

Allerdings nicht ZU tief, denn am Ende dominiert hier vor allem eins: Der Spaßfaktor. Und der wird natürlich vornehmlich durch die rasanten Actionszenen und die entsprechenden CGI-Shots entwickelt. Muss man sich bei ärgerlich einkopierten Gesichtern von Johnson und Morgan beim Fallschirmflug noch ärgern, sind die visuellen Effekte in puncto mutierter und animierter Tiere über jeden Zweifel erhaben. Die Neuseeländer von WETA Digital haben hier mal wieder ganze Arbeit geleistet und zeigen, dass sie seit der Herr-der-Ringe-Trilogie keineswegs auf der Stelle treten. Gerade im Showdown in Chicago gelingen unglaublich detaillierte wie groß angelegte CGI-Bilder, die Rampage zu einem spektakulären Guilty Pleasure werden lassen. Denn das, was man hier abfackelt, niedertrampelt und in Explosionen aufgehen lässt, ist höchst beeindruckend und macht vor allem im potenten Heimkino einen irrsinnigen Spaß – auch wenn die Bilder ziemlich oft an King Kong erinnern.

Bildqualität (80%)

Rampage – Big Meets Bigger wurde komplett digital gefilmt. Am Ausgang lagen zwischen 3.4K und 6.5K an, die allerdings für das relevante Digital Intermediate auf 2K runtergerechnet und für die UHD von diesem wieder hochskaliert wurden. Es handelt sich also nicht um eine native 4K-Scheibe. Wohl aber hat man einen erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die höhere Bilddynamik implementiert. Letzteres nach HDR und Dolby Vision – Garanten für ein besonders dynamisches Bild?

Die visuellen Effekte und das CGI in "Rampage: Big meets Bigger" rocken ganz schön
Die visuellen Effekte und das CGI in „Rampage: Big meets Bigger“ rocken ganz schön

Nun, so viel vorweg: Die UHD ist besser als die Blu-ray. Und das nicht zwingend, weil sie durch das Hochskalieren in der Theorie zusätzliche (errechnete) Details liefert, sondern weil vor allem HDR hier mal wieder recht deutlich zu Buche schlägt. Nach einigen UHDs der letzten Tage/Wochen, in denen der höhere Dynamikumfang eher wenig Unterschied zur BD ausmachte, setzt die UHD von Rampage sichtbare Akzente. Schon HDR10 holt wesentlich mehr Kraft aus den Bildern. Die etwas gräulichen Szenen der Blu-ray werden sichtbar kontraststärker, weil der Schwarzwert zulegt und der dezente Grauschleier wie weggewischt wirkt. Gesichter – gerade jenes von Johnson – kommen prägnanter, wärmer und plastischer daher. Man sieht aufgrund der besseren Dynamik auch mehr Details. Schatten sind besser ausgeprägt und liefern deshalb mehr Textur auf Gesichtern. Interessanterweise ist Dolby Vision hier oft nur dezent verändert. Viele Szenen kommen annähernd gleich rüber wie bei HDR10. Allerdings gibt es vereinzelte Momente, in denen DV im Vorteil ist. So werden beispielsweise Explosionen homogener ausgeleuchtet und auch das helle Fell von George ist noch besser zu differenzieren. Überstrahlen ist Dolby Vision hier komplett fremd.

Tonqualität (85%)

Akustisch braucht Rampage nicht lange, um für äußerst lebhafte Räumlichkeit zu sorgen. Wenn Dr. Atkins innerhalb des Raumschiffs versucht, die Proben zu sichern und ihr dabei sämtliche Bruchteile und die mutierte Ratte selbst um die Ohren fliegt, wird das mit vorzüglich ortbarer Räumlichkeit präsentiert und das Absprengen der Rettungskapsel erhält dazu den nötigen Nachdruck. Unabhängig, ob man den Atmos-Soundtrack oder die ebenfalls tolle dts-HD-MA-Variante wählt. Beide liefern auch den gleichen Druck, wenn es nötig wird. Vielleicht fehlt hier und da noch ein wenig Präzision in der Tiefbass-Abteilung. Wenn das Krokodil nach 80 Minuten durch ein Hochhaus bricht, ist das zwar extrem wuchtig, könnte aber noch etwas differenzierter sein. Diese leichten Mankos macht aber die vorzügliche Surroundarbeit und Räumlichkeit locker wett.

Auch die Soundanlage wird gut in Mittleidenschaft gezogen. Die deutsche Dolby Atmos Tonspur hat uns sogar besser als das englische Original gefallen
Auch die Soundanlage wird gut in Mittleidenschaft gezogen. Die deutsche Dolby Atmos Tonspur hat uns sogar besser als das englische Original gefallen

Außerdem bleibt es ja nicht bei der regulären Ebene. Denn Warner ist (mal wieder) mustergültig und liefert Dolby Atmos für beide Sprachen auf Blu-ray und UHD. Und die Atmos-Abmischung ist von Beginn an aktiv. Schon wenn sich das Warner-Logo ins New-Lince-Cinema-Emblem verwandelt (0’10). Auch das dumpfe Rauschen im All kommt von oben und im Inneren der Raumstation knackt, vibriert und rappelt es umfassend – Klasse. Um für eine wunderbare Atmosphäre zu sorgen, hat man zudem die Wälder des Zoos schön atmosphärisch aufleben lassen. Vogelgeräusche, Frösche-Quaken etc. – all das kommt so authentisch rüber, dass man sich nicht in einem Zoo, sondern wirklich im Dschungel wähnt.

Eine Demonstration, wie man 3D-Sounds korrekt mit der unteren Ebene verzahnt: Als sich Burke dem Helikopter nähert, ist man über dessen Schulter schauend auf Höhe der Kamera unterwegs. Die Rotoren sind vorne hörbar. Sobald er aber in den Bereich unterhalb der rotierenden Blätter kommt, gesellt sich die obere Etage hinzu – so genau muss eine native und korrekt verortete Atmos-Mischung klingen. Auch in den folgenden Szenen mit dem Hubschrauber sind dessen Signale stets korrekt im Raum verteilt und sorgen auch mal für wuchtig aufstiebendes Wasser oder leise grollende Sounds bei entfernt vorbeifliegenden Helis. Während die englische Atmos-Fassung über die Blu-ray aufgrund der DD+-Kodierung nicht die Präsenz der deutschen True-HD-Kern-Version liefert, bietet die UHD dann für beide Sprachen einen verlustfreien True-HD-Kern.

  • Deutsch: Dolby Atmos – 95% (2D-Betrachtung)
  • Deutsch: Dolby Atmos – 85% (3D-Betrachtung)
  • Englisch: Dolby Atmos – 85% (2D-Betrachtung)
  • Englisch: Dolby Atmos – 80% (3D-Betrachtung)

Bonus (60%)

Im Bonusmaterial von Rampage gibt’s neben Patzern und sieben nicht verwendeten Szenen noch fünf Featurettes. In „Mehr als ein Spiel“ gegen einige der Darsteller und Macher ihre eigenen Bezüge zum Arcade-Spiel wieder. Auch der Schöpfer des ursprünglichen Spiels kommt zu Wort. „Action am Set“ verdeutlicht, wie aufwändig die Dreharbeiten auch deshalb waren, weil man versuchte, so viel wie möglich in praktischen Sets zu drehen. „Das Trio der Zerstörung“ kümmert sich ein bisschen um die Arbeit an den drei Hauptfiguren und „Attacke auf Chicago“ zeigt die Kompositionen der Aufnahmen des (noch) unzerstörten Chicago. „George entsteht“ kümmert sich letztlich um die Motion-Capturing-Arbeit, die von Jason Liles unter der Leitung von Terry Notary umgesetzt wurde. Notary kenn man, wenn man seine denkwürdige Affen-Szene in „The Square“ gesehen hat.

Dr. Kate Caldwell (Naomie Harris) lockert mit ihre Rolle die Story etwas auf
Dr. Kate Caldwell (Naomie Harris) lockert mit ihre Rolle die Story etwas auf

Gesamtbewertung Rampage: Big meets Bigger 4K Blu-ray (78%)

Rampage – Big Meets Bigger ist pures Entertainment. Es will nicht mehr sein und sollte auch nicht als Mehr gesehen werden. Selbst die Öko-Botschaft wird nur angekratzt und hält keiner großen Überprüfung stand. Dafür hat Dwayne Johnson eine Menge Spaß an seiner Rolle und wenn in der letzten halben Stunde halb Chicago in Trümmer gelegt wird, ist das Eventkino wie es sein soll.

Noch mehr Spaß macht das mit dem Atmos-Sound, der auf BD und UHD gleich gut ist (deutsche Fassung), zahlreiche 3D-Informationen liefert und viel Druck hat. Das Bild der UHD ist dazu sichtbar kräftiger, kontrastreicher und schlicht besser als jenes der Blu-ray.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 04. Oktober 2018 Review am: 02. Oktober 2018
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 107 Minuten
Filmstudio: Warner FSK: Ab 12 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: Sony UBP-X700

„Rampage: Big meets Bigger“ Trailer:

Samsung listet Micro-LED-Display „The Wall“ in den USA

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Samsung hat seine Micro-LED-Displays „The Wall“ unter der Modellnummer IW008J in den USA gelistet. Der aus mehreren Modulen bestehende Bildschirm ist vorerst aber nur für den professionellen Einsatz und Displaywerbung vorgesehen. Ein Modell für private Anwender ist immer noch nicht in Sicht. 

Wer sich ein Kabinett der Samsung IW008J The Wall Serie kaufen möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Ein Modul kostet um die 18.000 US-Dollar. Die Anordnung der Micro-LED-Displays kann beliebig erfolgen. Es muss nicht unbedingt ein Rechteck sein. So kann das Display an die Vorgaben der Räumlichkeiten angepasst oder in Projekte eingearbeitet werden. Die „Basis-Idee“ ist aber ein Display im gewohnten 16:9 Format mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Da ein Kabinett 806 x 453 mm misst und der Abstand zwischen den Pixeln lt. technischen Spezifikationen 0.8 mm betragen soll, werden wohl 16 Micro-LED-Kabinette für eine 4K-Installation benötigt. Das entspricht einer Diagonalen von 144 Zoll und kostet den Käufer rund 290.000 US-Dollar.

Die einzeln ansteuerbaren LED-Pixel liefern einen perfekten Schwarzwert und einen extrem breiten Kontrast
Die einzeln ansteuerbaren LED-Pixel liefern einen perfekten Schwarzwert und einen extrem breiten Kontrast

Nach oben sind den Displaygrößen des „The Wall“ Micro-LED-TV eigentlich keine Grenzen gesetzt. Die Darstellung werden einfach an die Größe angepasst (skaliert). Die technischen Spezifikationen sind ähnliche wie Samsungs digitales Kinodisplay „Onyx“, ehemals Samsung LED CinemaDie maximale Helligkeit wird mit 500 nits angegeben, die Bildwiederholungsrate beträgt 60Hz. Es wird zudem noch eine Spitzenhelligkeit von 1.600 nits angegeben. Womöglich handelt es sich hierbei um einen Maximalwert, der nur über einen kurzen Zeitraum gehalten werden kann, während die 500 nits durchgehend dargestellt werden können. Der DCI-P3 Farbraum (Vorgaben der Digital Cinema Initiative) wird zu 98% abgedeckt. Die Farbtiefe wird mit 20-bit angegeben, erreicht durch einen integrierten Prozess. Wir denken, dass dies weiche Farbverläufe auf großen Displays von mehreren Metern Diagonale sicherstellt.

Die modulare Bauweise und das Content Creation Tool ermöglichen verschiedenste Displayformen
Die modulare Bauweise und das Content Creation Tool ermöglichen verschiedenste Displayformen

Um den breiten Kontrast und perfekten Schwarzwert der einzelnen Micro-LED-Pixel darstellen zu können, unterstützt das Display natürlich auch High Dynamic Range. Neben dem lizenzfreien HDR10, soll auch das dynamische HDR10+ Format unterstützt werden.

For Business Only

Die Business-Variante von „The Wall“ kommt auch mit Features, die ein privater Anwender nicht braucht. Eine spezielle Beschichtung verhindert z.B., dass die Displays beschädigt werden. So besteht auch keine Gefahr, dass Installationen in einem Kaufhaus von kleinen Kindern (oder ungeschickten Erwachsenen) Schaden davontragen. Die Darstellung der Inhalte kann über ein Content-Management-System gesteuert werden. Statische Bilder oder Videos sind ein Leichtes für „The Wall“. Wer möchte kann in wenigen Klicks Werbebotschaften mit Bild, Video und Text in der mitgelieferten Software erstellen und geplant werden.

Bei der Planung einer "The Wall"-Installation gibt es fast keine Grenzen was die Größe anbelangt
Bei der Planung einer „The Wall“-Installation gibt es fast keine Grenzen was die Größe anbelangt

Von den ursprünglichen Plänen, „The Wall“ bis Ende 2018 auch privaten Anwendern zugänglich zu machen, ist Samsung wohl abgewichen. Womöglich begegnet uns die Micro-LED-Technik eher in einem geschlossenen Display, wie es bei TV-Geräten üblich ist, oder als neue Lichtquelle für ein direktes LED-Backlight. Samsung versucht aktuell den Fokus erst einmal auf sein frisches 8K-Segment zu lenken. Parallel dazu kündigen sich bereits neue Displaytechnologien für den Heimkinomarkt an.

Samsung QD-OLED Produktion soll 2019 starten

Hat Samsung mit Quantum-Dot-OLED (QD-OLED) endlich eine Chance gegen die OLED-Übermacht von LG? Der jüngste „OLED Material Report“ gibt einen Einblick in die Zukunftspläne von Samsung.

Neben der Entwicklung im Micro-LED-Segment, arbeitet der TV-Hersteller an neuen QD-OLED-Display. In 2019 könnte die Pilotproduktion mit rund 5000 8.5-Gen-Substraten pro Monat starten (entspricht ca. 30.000 Displays mit 55 Zoll oder 15.000 Displays mit 65 Zoll). Als Substrat werden die auf einer Glasplatte oder anderen Materialien aufgetragene Display-Schichten bezeichnet. Aus diesen großen „Scheiben“ werden dann die kleineren Formate (55, 65, 77 Zoll usw.) „herausgeschnitten“. Sollten die ersten Displays ohne größere Ausfälle vom Band rollen, könnte die Produktionsleistung in 2021 und 2020 jeweils um 30.000 Substrate pro Jahr erhöht werden. Die Erlöse für dieses neue Display-Segment werden auf 56 Millionen US-Dollar in 2022 beziffert.

Vorteile von QD-OLED

Mit QD-OLED-Displays hätten einige Vorteile gegenüber LG Displays aktuellen WRGB (vier Subpixel + Farbfilter) OLED-Displays. Zum einen nutzt Samsung nur drei Subpixel und nur zwei emittierende Schichten (LG Display nutzt vier). Das Licht kann so bei den QD-OLEDs einfacher in den Raum austreten. Dadurch lässt sich die maximale Helligkeit steigern. Bei LGs Aufbau muss die unterste emittierende Schicht durch die darüber liegenden drei Schichten dringen. Das verringert natürlich die Helligkeit.

Durch dein „einfacheren“ Aufbau, verringert sich die Anzahl der Schichten bei den QD-OLEDs auf 13, während LGs OLED-Panels 22 Schichten benötigen. Dadurch wird die Gefahr fehlerhafter Displays und die Materialkosten verringert. Die DSCC gibt auch eine Schätzung ab, wonach QD-OLED-Displays mit rund 26 $US pro Quadratmeter weitaus günstiger wären als ein Quadratmeter in der OLED-Produktion, der noch mit rund 96 $US zu Buche schlägt.

Der Aufbau eines QD-OLED Displays mit zwei blauen OLEDs
Der Aufbau eines QD-OLED Displays mit zwei blauen OLEDs

Samsung muss mehrere Hürden überwinden

Das hört sich alles klasse an, doch es gibt noch viele Hürden zu meistern. Vor dem kommerziellen Start der QD-OLEDs benötigt die Samsung Display Corporation effiziente blaue OLED-Dioden für ihren Aufbau. Auch die Quantum-Dot-Farbschichten sowie das Lichtmanagement sind Herausforderungen die sich Samsung stellen muss. Zum Beginn, werden wohl zwei blaue OLED-Schichten übereinander angeordnet werden, damit genug Helligkeit erzeugt werden kann (siehe Grafik).

Ausblick QD-OLED

Die Chancen für die neue Display-Technologie stehen wohl 50/50. Sollte Samsung schnell an effiziente blaue OLEDs kommen und die Produkte schnell am Markt platzieren können, ist eine Ausweitung auf größere Produktionsanlagen (10.5 Gen) gut möglich. Vielleicht läuft es aber auch wie die damalige Produktion der Samsung OLED-Displays ab. Durch zu hohe Ausfälle hat sich Samsung damals aus dem OLED-Geschäft zurückgezogen, während LG Display weiter an den organischen Leuchtdioden festgehalten hat.

Sky holt sich Fußball „Premier League“ von DAZN zurück

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Die englische Königsklasse des Fußballs kehrt auf die Sky-Plattform zurück. Die „Premier League“ wird ab der Saison 2019/2020 bis einschließlich 2021/2022 wieder auf den Kanälen und Streams des Pay-TV-Anbieters zu sehen sein. 

Live und Exklusiv – so hat es Sky am liebsten. In der noch laufenden Saison sind die Spiele der englischen Top-Vereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch exklusiv über DAZN Sport-Streaming übertragen. Ab dem kommenden Sommer wandert das attraktive Rechtepaket der „Premier League“ wieder zu Sky. In Deutschland und Österreich hat das Unternehmen die exklusiven Rechte für die Übertragung via Satellit, Kabel, IPTV sowie Streaming. Ebenfalls exklusiv sind die deutschsprachigen Übertragungen in der Schweiz, Luxemburg und Lichtenstein. Die Matches der großen Fußballclubs wie Manchester City, Liverpool oder Chelsea, können somit live im linearen TV oder unterwegs per Sky Go oder Sky Ticket verfolgt werden.

Dr. Holger Enßlin von Sky Deutschland: „Jürgen Klopp, Pep Guardiola, Mo Salah, Harry Kane, Kevin de Bruyne, Leroy Sané, Ilkay Gündogan: mit zahlreichen der besten Spieler und Trainer der Welt und vielen aus der Bundesliga und der Nationalmannschaft bekannten Gesichtern hat die Premier League in den vergangenen Jahren enorm an Attraktivität und Beliebtheit gewonnen. Wir freuen uns, unseren Kunden ab der kommenden Saison neben der UEFA Champions League, der Bundesliga und 2. Bundesliga und dem DFB-Pokal mit der Premier League einen weiteren Wettbewerb langfristig exklusiv bieten zu können, der die Fußballfans in Deutschland begeistert.“

„Alleinherrschaft“ über die Premier League

Mit dem aktuellen Deals hat Sky sozusagen die „Alleinherrschaft“ über die Premier League-Inhalte erlangt – zumindest im deutschsprachigen Raum. Neben den Live-Übertragungen werden auch alle Zusammenfassungen, Clips und Spielszenen über die linearen und sozialen Kanäle von Sky laufen – z.B. auf Sky Sport News HD oder skysport.de. Der Fußballsport ist noch immer extrem wichtig für den Pay-TV-Anbieter und das wird sich auch auf absehbare  Zeit nicht ändern.

Sky versucht bereits seit Jahren neben Sportübertragungen, vorrangig Fußball, auch andere gewinnbringende Geschäftsbereiche zu etablieren. Mit Eigenproduktionen wie „Babylon Berlin“, die in der Free-TV-Premiere in der ARD mit Rekordwerten aufwarten konnte, möchte sich Sky ein zweites „Standbein“ aufbauen. Mit der Serie „Das Boot“, die am 23. November 2018 startet, hat Sky bereits ein weiteres Highlight geplant.

Samsung startet Website für QLED 8K mit Gratis-Zugabe für Vorbesteller

Samsung hat seine offizielle Website für die neuen QLED mit 8K-Auflösungen an den Start geschickt. Die Preise sind natürlich gesalzen und erstrecken sich von 4.999,90 Euro für die Variante mit 65 Zoll bis hin zu 14.999,90 Euro für den 85-Zoller. Vorbesteller erwartet dabei eine Gratis-Dreingabe.

Denn wer einen der neuen QLED 8K von Samsung vorbestellt, der erhält dazu auch eine Samsung Galaxy Watch im Wert von 329 Euro. Angesichts der Preisempfehlungen wird diese Zugabe zwar wohl für niemanden kaufentscheidend sein, aber mitnehmen kann man das natürlich gut und gerne. Eventuell benötigt der ein oder andere ja ohnehin eine Smartwatch. Wir hatten ja bereits über die Geräte berichtet. In den Preisen sind Lieferung und Aufbau der TVs inbegriffen.

Der Samsung QLED 8K mit 65 Zoll trägt die genaue Modellbezeichnung GQ65Q900RGTXZG, während die Variante mit 85 Zoll unter GQ85Q900RGLXZG läuft. Für den 75-Zoller GQ75Q900RGLXZG sind 6.999,90 Euro als Preis angesetzt. Leider gilt die Aktion, bei der es eine Samsung Galaxy Watch dazu gibt, nur für die QLED 8K mit 65 bzw. 85 Zoll.

Die Samsung QLED 8K sollen mit noch höherer Auflösung beeindrucken

Alle genannten Samsung QLED 8K lösen mit 7.680 x 4.320 Bildpunkten auf. Sie laufen im Handel unter der Serie Q900. Natürlich setzen auch diese LCD-Fernseher auf Quantum Dots. Zudem sollen sie laut Hersteller den kompletten Farbraum DCI-P3 abdecken. Außerdem erreichen Samsungs neue High-End-QLED maximale Helligkeiten von bis zu 4.000 nits. Für die HDR-Wiedergabe ermöglicht das enormen Spielraum.

8K-TVs eignen sich aktuell nur für Early Adopter

Es gibt aber auch Einschränkungen: Via HDMI sind nur 8K-Inhalte mit bis zu 30p zuspielbar. Über den integrierten Mediaplayer in Kombination mit USB geht man aber bis auf 60p rauf. Künstliche Intelligenz soll dabei helfen niedriger aufgelöste Inhalte generell in besonders hoher Qualität zu skalieren.

Die Samsung QLED 8K sollen vor allem beweisen, was 8K leisten kann

Klar sein sollte, dass 8K aktuell nur etwas für Early Adopter mit prall gefülltem Geldbeutel ist. Denn native Inhalte sind noch mehr als rar gesät. Zumal sich die Technik noch weiter entwickeln wird und sicherlich noch viele Features hinzukommen, bis 8K wirklich eine größere Relevanz am Markt hat.

Preisvergleich Samsung Q900 8K Fernseher:

EU-Zwangsquote für Netflix und Co. ist beschlossene Sache (Update)

In der Europäischen Union soll bald eine Zwangsquote für Streaming-Anbieter wie Amazon Prime Video und Netflix gelten. Die Unternehmen sollen ihren Katalog zu mindestens 30 % mit Inhalten aus Europa füllen. Gelten soll die neue Vorgabe bereits ab Dezember 2018.

Update 05-10-2018: Mittlerweile wurde das Vorhaben auch wie erwartet offiziell durch das Parlament gewunken.

Laut Roberto Viola, dem Generaldirektor der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien der Europäischen Kommission, sei die Verabschiedung der neuen Regelungen nur noch eine Formsache. Einzelnen Ländern solle es dann sogar freistehen, die Mindesquote lokaler Inhalte von 30 auf bis zu 40 % anzuheben.

Schenkt man Viola Glauben, so höre sich die Vorgabe aber drastischer an, als sie es in der Praxis sei. Denn beispielsweise Netflix erfülle die Mindestquote von 30 % schon jetzt beinahe. Ziel der Regelung ist es natürlich, europäische Film- und Serienproduktionen zu fördern. Ob eine allgemeine Mindesquote ohne qualitative Differenzierungen dafür der richtige Weg ist, kann man natürlich kritisch hinterfragen.

Netflix Logo August 2018
Netflix bietet schon jetzt viele europäische Inhalte an

Nun könnte man annehmen: „Ok, dann kaufen Amazon und Netflix eben die günstigsten Ramsch-Inhalte ein und verbannen sie in ihrem Katalog ins Hinterstübchen.“ Das soll aber durch das Kleingedruckte in den neuen Gesetzen vermieden werden. Denn die EU-Regelungen sollen auch voraussetzen, dass der regionale Content prominent und gut sichtbar für Abonnenten zu erreichen ist.

Deutschland hat bereits ähnliche Regelungen eingeführt

Deutschland ist übrigens bereits forsch vorangegangen: Hierzulande müssen Streaming-Anbieter wie Netflix bereits in den Nationalen Filmförderfonds einzahlen, um lokale Produktionen zu fördern. Daran will sich die EU quasi ein Beispiel nehmen, denn es soll auch die Vorgabe kommen, dass die Unternehmen entweder mehr Eigenproduktionen starten sollen oder aber eben bei Förderfonds aktiv werden. In Deutschland hatte sich Netflix übrigens vor Gericht vergeblich gegen diese Regelung gewehrt.

Amazon Prime Video
Auch Amazon Prime Video muss sich den neuen EU-Regelungen beugen

20 Monate sollen die 28 EU-Mitgliedsstaaten erhalten, um die neuen Regelungen umzusetzen. Die Einführung soll ab Dezember 2018 beginnen. Es soll den Ländern dabei freistehen auch Mindestquoten für europäische Eigenproduktionen separat zu den lizenzierten Inhalten festzulegen. Sprich Amazon und Netflix sollen eben nicht nur einfach Content aus der EU lizenzieren, sondern auch selbst mehr in neue Produktionen investieren.

Man darf gespannt sein, wie die Streaming-Anbieter auf die anstehenden Neuregelungen reagieren. Die Begeisterung dürfte sich vermutlich in Grenzen halten. Es bleibt auch die Frage, ob die Zuschauer wirklich eine Zunahme europäischer Inhalte wünschen. Denn für den Erfolg der Filme und Serien dürfte eher die Qualität den Ausschlag geben – nicht primär das Herkunftsland.