Universal Pictures bereitet den Blockbuster „SKYSCRAPER“ mit Dwayne „The Rock“ Johnson für einen Video-Release auf DVD, Blu-ray, 3D Blu-ray und 4K Ultra HD Disc vor. Der Film läuft ab 12. Juli im Kino und soll im Oktober/November 2018 auf Disc erscheinen.
Gedreht wurde mit Arri Alexa Kameras in 2.8 bzw. 6.5K Auflösung. Das Kinomaster (Digital Intermediate) soll in 2K Auflösung im Cinescope-format (2.048 x 858) vorliegen. Für den erweiterten Dynamikbereich (High Dynamic Range) kam der Dolby Vision Workflow zum Einsatz. Auch eine Dolby Atmos Tonspur in Englisch und Deutsch ist vorhanden. Für einen Videorelease somit nicht die schlechtesten Voraussetzungen.
Kurzbeschreibung Skyscraper:
Schwindelerregende Action, atemberaubende Spannung und Superstar Dwayne Johnson, als Kriegsveteranen und ehemaliger FBI-Einsatzchef Will Sawyer (Dwayne Johnson), der im The Pearl, dem höchsten Wolkenkratzer der Welt, für Sicherheit sorgen soll. Kaum hat er sein Amt angetreten, kommt es zur verhängnisvollen Katastrophe: Die 96. Etage steht plötzlich in Flammen. Wills Familie ist dem flammenden Inferno ausgeliefert und er selbst wird der Brandstiftung beschuldigt. Verzweifelt versucht Sawyer, die Brandstifter zu finden, seine Familie aus dem flammenden Inferno zu retten und seine Unschuld zu beweisen
Mehr Vorbesteller, Neuheiten und Katalogtitel auf 4K Ultra HD Blu-ray findet ihr in unserer Komplettliste!
Mega-Entertainment-Aktion zum Wochenstart auf Amazon.de! „5 Kaufen – 3 Zahlen“ mit über 2.700 Titel zur Auswahl! Darunter auch 4K UHD Blu-rays, Box-Sets, Serien, Blu-rays uvm. Bis zu 40% sparen!
Weitere Aktionen & Angebote findest du in unserem Special! Wir informieren euch auch über die besten Deals zum „Amazon Prime Day“ der vom 16. Juli 12:00 Uhr bis zum 17. Juli Mitternacht stattfindet!
Im letzten Teil unseres „Samsung Cinema LED“-Specials möchten wir euch noch unsere persönlichen Erfahrungen zur visuellen Präsentation mit euch teilen. Was hat Samsung noch geplant und wie könnte diese Technik die Filmlandschaft verändern?
Im ersten Teil des Specials haben wir etwas über das Event selbst verloren. Im zweiten Teil sind wir detailliert auf die Technik der LED-Displays eingegangen. Jetzt geht es darum euch unsere subjektive Meinung mitzuteilen. Bewerten könnten wir natürlich nur, was uns im Rahmen der Präsentation von 3 Stunden gezeigt wurde. Diverse Trailer, statische Präsentationen sowie den Blockbuster „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ in voller Länge durften wir als einer der ersten in Deutschland genießen. Genießen oder „Genuss“ trifft es dabei eigentlich schon ganz gut.
Gestartet wurde mit einem einfachen Trailer der nur aus geometrischen Formen bestand. Sah auf den ersten Blick aus wie ein einfaches, vorgefertigtes Intro eines Youtube-Kanals, den Fachleuten verraten die Bilder aber weitaus mehr. Klare Abgrenzungen der hellen Objekte. Kein Blooming. Sobald die Objekte verschwinden ist der Bildschirm rabenschwarz. Bewegungen sind auch astrein ohne merkliche Schlieren. Ein Parade-Trailer für die neue LED-Display-Technologie wenn man so möchte. Die ersten Zweifel haben sich bereits in Luft aufgelöst.
Der Intro-Trailer von ARRI zeigte die Gesichter der Mitarbeiter vor einer weißen Leinwand. Die Lichtquelle wurde in den Sequenzen bewegt, damit sich neue Schatten- und Lichtwürfe auf den Gesichtern abzeichnen konnten. Es wird die homogene (gleichmäßige) Ausleuchtung der Leinwand deutlich – wir konnten keine Flecken oder Lichtwürfe erkennen. Der Trailer zeigte auch, wie detailliert die Bildwiedergabe war. In den Augen der Mitarbeiter konnte man erkennen, wie jemand die Lichtquelle bewegt.
Das Intro-Video von ARRI strotzte nur so vor Details, zeigte eine hohe Bildtiefe und präsentierte eine gleichmäßige Ausleuchtung
Zwischen den Moderationen gab es auch immer wieder einen Filmtrailer in voller Länge zu sehen. Darunter auch „Star Wars: Die letzten Jedi“ und „Elysium“. Beim Star Wars-Trailer fiel uns etwas auf, was auch viele Besitzer der 4K Blu-ray bemängelt hatten. Dunkle Bildbereiche und das „Schwarz“ des Weltalls war eher ein dunkles Grau. Hier stimmte wohl die Technik, aber nicht der Inhalt. Andere Szenen aus dem Trailer werden dagegen wieder perfekt inszeniert (siehe Bild nach dem Absatz). Sehr interessant war der Trailer zu „007: Skyfall“ der im Cinemascope-Format vorgeführt wurde. Die schwarzen Balken über- und unterhalb des Trailers waren Schwarz, als wäre eine Maskierung im Einsatz gewesen. Die LEDs lassen sich komplett ausschalten und liefern somit perfektes Schwarz. Ein deutlicher Vorteil für Filme die in einem sehr breiten Filmformat präsentiert werden. Ein Trailer-Zusammenschnitt von Samsung trieb es dann auf die höhe. Extrem schnelle Szenenwechsel, helle Explosionen gefolgt von dunklen Szenen mit kleineren hellen Bildabschnitten. Wir hätten uns spätestens zu diesem Zeitpunkt einen direkten Vergleich zwischen einer Projektor-Lösung und dem „Samsung Cinema LED“ gewünscht. Einfach mal um zu sehen, ob das Bilderlebnis subjektiv wirklich so viel besser ist. Wird es aber womöglich nie geben.
Zum „Runterkommen“ gab es dann noch den Kinofilm „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ in voller Länge zu sehen. Aufgefrischt mit Getränken und Snacks konnte man sich wirklich etwas zurücklehnen und die Bildqualität im regulären Filmbetrieb genießen. Der Film selbst wird wohl nur ein 2K DI (Kinomaster) bekommen haben, somit lies sich vielleicht nicht das volle Potential der digitalen Kinoleinwand erahnen. Subjektiv betrachtet war die Detailwiedergabe sehr gut – mit Luft nach oben. Bereits zu beginn des Films konnte die Leinwand ihre Stärken voll ausspielen. Details in dunklen Szenen bleiben erhalten. Die maximale Helligkeit von 500 nits reicht aus, um Highlights und Farben perfekt in Szene zu setzen, es „schmerzt“ aber nicht in den Augen. Vergleichbares hatten wir noch nicht in einem Kino gesehen. Die Entwicklung und Qualitätssprünge im TV-Segment scheinen endlich im Kino angekommen zu sein.
Nicht die spannendste Szene aus „Jurassic World: Das gefallene Königreich“. Die Szene zeigt jedoch sehr viele Details, Farbverläufe und einen hohen Kontrast. Man beachte, dass der helle Himmel nicht „ausblutet“ sondern die Wolken schön durchgezeichnet werden
Die Technik überzeugt – die Inhalte noch nicht
Wir wurden positiv überrascht und können nur jedem empfehlen einmal selbst die neue Kinotechnik auszutesten. Unser Bild konnten wir uns aber nur aufgrund des vorgeführten Materials machen. Dr. Jan Fröhlich von ARRI hat es womöglich auf den Punkt gebracht. Es gibt bislang keinen Film, der die HDR-Fähigkeiten der Leinwand voll ausnutzt. Die meisten Blockbuster werden immer noch für SDR (Standard Dynamic Range) gemastert, was auch Sinn ergibt. Nur wenige Projektor-Anlagen könnten HDR in diesem Umfang darstellen.
Mit erhöhten Kontrasten kommen auch die Farben so richtig zur Geltung. Hier handelt es sich „nur“ um einen Slide einer Präsentation, also nicht mal um ein HDR-Video
In einem optimalen Szenario, wird die Samsung Cinema LED-Leinwand nicht nur für eine Kinorevolution, sondern auch für eine Content-Revolution sorgen. Hr. Dr. Fröhlich hofft auf eine Änderung der Bildästhetik. Produzenten bieten sich neue Möglichkeiten. Sobald es sich finanziell lohnt ist auch ein angepasstes Mastering, welches auf die Fähigkeiten des Samsung Cinema LED zugeschnitten ist, nicht unwahrscheinlich. Davon würden wiederum die Heimanwender profitieren, da Video-Releases (Blu-ray, 4K Blu-ray, Streaming) auf hochwertige Kinomaster zurückgreifen können.
Es wird interessant zu sehen sein, was Filmschaffende aus High Dynamic Range (HDR) machen. Jetzt gibt es endlich eine Kinolösung, die vielleicht bald großflächig verfügbar ist und die Technik sinngemäß umsetzen kann.
Firmenveranstaltungen, Gaming & Powerpoint
Samsung hat auch ein paar weitere Einsatzszenarien der digitalen Kinoleinwand angerissen. In erster Linie sollen auf dem Display natürlich Kinofilme im Rahmen der DCI-Richtlinien vorgeführt werden. Die Technik soll nicht nur die Blockbuster ganz neu interpretieren, sie erlaubt auch neue Einsatzmöglichkeiten die mit Projektor-Lösungen nicht möglich, bzw. nicht wirtschaftlich sind.
Firmenveranstaltungen, ähnlich dem Samsung Event. Produktpräsentationen oder Workshops können einfach abgehalten werden. Der Redner kann auch vor der Leinwand stehen, wird nicht von einem Projektionsstrahl geblendet und sieht somit die Reaktionen der Zuschauer.
Alternative Einsatzmöglichkeit der Samsung Cinema LED-Leinwand
Live-Übertragungen von Sportevents, Opern, Konzerten etc. werden in Projektionskinos bereits umgesetzt, die gesteigerte Qualität der LED-Leinwand und die standardisierten Schnittstellen sind vielleicht ein Anreiz den Kinosaal auch außerhalb der Betriebszeiten zu nutzen. Zuletzt wurden auch Gaming-Events erwähnt. Wie wäre es mit einem 4er Splitscreen-Abend auf einer 10×5 Meter Leinwand? Die Bildwiederholungsrate von 100+hz sollte flüssige Darstellungen ermöglichen. Ob auch der Input-Lag niedrig gehalten werden kann ist eine andere Geschichte.
Ausblick
Das „KinoDerZukunft“ sieht klasse aus und hat großes Potential. Das Event im Traumpalast Esslingen kann auf jeden Fall als Startschuss gewertet werden. Wer sich selbst von der neuen Technik überzeugen möchte, kann sich nach Baden-Württemberg aufmachen oder einfach etwas abwarten.
Bereits in diesem Jahr, sollen 2-4 weitere „Samsung Cinema LED“-Installationen in großen Städten in Deutschland an den Start gehen. Leider wurde noch nicht bekanntgegeben in welchen Städten. Europaweit sollen bis Ende des Jahres um die 10 Leinwände stehen. Viele Kinobetreiber hatten beim Samsung-Event erstmals die Möglichkeit sich die neue Technik anzusehen. Es ist also nicht auszuschließen, dass bereits weitere Aufträge bei Samsung Electronics eingegangen sind. Wir können nur hoffen, dass dieses Produkt erfolgreich am Markt installiert werden kann und sich dadurch auch die Bildqualität für Heimanwender verbessert!
Im zweiten Teil unseres „Samsung Cinema LED“-Specials möchten wir uns der Bild- und Audiotechnik widmen. Wir durchleuchten die technischen Spezifikationen und die damit verbunenen Vorteile der digitalen Kinoleinwand.
Möchtest du vielleicht erst Teil 1 unseres Specials lesen? Dann klicke HIER!
Die Debüt-Installation im Traumpalast Esslingen am Neckar misst genau 10.3 x 5.4 Meter und bietet somit eine Fläche von 55,62 Quadratmeter. Es sind aber auch noch andere Größen in Planung (5.2 x 2.6 Meter und 13,6 x 6,8 Meter). Diese müssen aber noch von der DCI (Digital Cinema Initiatives) geprüft und zertifiziert werden. Die Auflösung des Displays entspricht der genormten Cinema-4K-Auflösung von 4.096 x 2.160 Bildpunkten. Daraus lässt sich auch errechnen, dass die einzelnen Pixel mit einem Abstand von rund 2.5mm voneinander entfernt angeordnet sind. Und wir können gleich beruhigen: Bereits aus der ersten Reihe, die vielleicht nur 3 Meter entfernt vom Display war, konnte man die Pixelstruktur nicht ausmachen.
Selbstleuchtende LED-Bildpunkte
Ein LED-Modul des Samsung Cinema LED aus der nähe
Doch bevor wir weiter über das Display berichten, müssen wir „LED“ nochmals gesondert „durchleuchten“. Die Bezeichnung LED hat im TV-Segment fast schon einen etwas negativen Beigeschmack bekommen. Man verbindet damit die Beleuchtungstechnik von LCD-Displays, die am Rand oder direkt hinter den Dimming Zonen angebracht ist. Die LED dient eigentlich nur als Helligkeitslieferant für die Farbfilter und die LC-Schicht. Nachteile sind Lichthöfe, Blooming Effekte sowie schlechte Kontrast- und Schwarzwerte. Diese negativen Effekte treffen treten bei Samsungs Cinema LED Display nicht auf!
Jeder Bildpunkt der Leinwand besteht aus einem eigenen LED-Pixel. Dieser ist wiederum aus drei Subpixeln (Rot, Grün, Blau) zusammengesetzt. Es kommt auch kein weißer Hilfspixel zum Einsatz. Ähnlich wie bei einem OLED-Display, kann jeder Bildpunkt des „Cinema LED“-Displays einzeln angesteuert werden. Die Pixel sind selbstleuchtend und lassen sich auch komplett ausschalten um echtes Schwarz darzustellen. Über den Pixeln befinden sich zudem keine weiteren Schichten. So gibt es auch keine störenden Reflexionen oder Lichteinflüsse. Es darf gerne ein Vergleich zur MicroLED-Technik angestellt werden, die im Grunde gleich aufgebaut ist, jedoch eine höhere Pixeldichte aufweist.
Spätestens bei solchen Szenen kann man erahnen, was für ein Potential in der neuen Technik steckt. 4K/HDR Präsentation von „Jurassic World: Das gefallene Köngireich“
Die LED-Pixel sind auf kleineren Panels angeordnet, die ungefähr 15 x 15 cm messen. Die Quadrate sind wiederum in größeren Panel-Verbänden untergebracht. Der LED-Bildschirm besteht so aus 96 einzelnen Modulen. Wer ganz nah an das Cinema LED Display herantritt, kann die Übergänge erkennen, jedoch verschwinden diese sofort wenn man sich etwas von der Leinwand entfernt.
HDR und 500 nits Helligkeit
Doch was bedeutet die Struktur und Aufbau der Displays eigentlich für die Bildqualität? Dem Zuschauer wird es sicherlich nur interessieren, ob das vorgeführte Material gut oder schlecht aussieht. Es sei angemerkt, dass das Display die Vorgaben der DCI nicht nur erfüllt, sondern sogar übersteigt. Das Display kann 100 Prozent des DCI-P3 Farbraumes darstellen und dank High Dynamic Range (HDR) natürlichere Farbverläufe darstellen. Auch das gesamte Farbvolumen (unterschiedliche Helligkeitsstufen einer Farbe) nimmt drastisch zu. Der Kontrast ist fast unendlich, da die Pixel komplett abgeschalten werden können, was in einer echten Schwarzdarstellung resultiert. Projektionssysteme schaffen kein perfekten Schwarzwert, da die Helligkeit von der Leinwand auch dunkle Bildbereiche erhellt. Schwarz driftet somit oft ins dunkelgraue ab. Und spätestens jetzt denken eingefleischte Kinogänger an Filme im Cinemascope Format. Endlich tiefschwarze Balken über und unter dem „Streifen“.
Die Luminanzen eines Objektes werden in sogenannten Blenden oder Stops (Verdoppelung des Kontrasts) gemessen. Das menschliche Auge kann ca. 13 Blenden, also ein Kontrast von 1:10.000 innerhalb von hunderstel Sekunden wahrnehmen. Über einen längeren Zeitraum bis zu 35 Stops (z.B. Auge passt sich im dunklen Schlafzimmer an)
Die maximale Helligkeit wird mit 146 fL (Foot Lambert) bzw. 500 nits angegeben. Eine Projektion schafft es gerade einmal auf 48 nits. Das Display ist also um den Faktor 10heller! In dieser breiten Luminanz können HDR-Inhalte erst so richtig zur Geltung kommen. Die digitale Kinoleinwand zieht auch endlich wieder mit modernen TV-Geräten gleich, die bislang einen besseren Kontrast (unterschied zwischen hellstem und dunkelstem Bereich eines Bildes) darstellen konnten. Die Bildwiederholungsrate des Bildschirms beträgt 24 Vollbilder pro Sekunde, damit wird aber das technische Limit nicht ausgereizt. „Weit über 100 Vollbilder“ können lt. Samsung dargestellt werden wodurch sich wieder neue Einsatzmöglichkeiten ergeben (Darauf gehen wir in Teil 3 unseres Specials ein)
Passiv gekühlt mit 100.000 Stunden Laufzeit
Für die Kinobetreiber stellt sich natürlich auch die Frage nach der langfristigen Wirtschaftlichkeit. Dazu gehören auch die laufenden Kosten. Genaue Erfahrungswerte kann hier nur die Zeit liefern, es gibt aber bereits jetzt mehrere Argumente die für die „Samsung Cinema LED“-Lösung sprechen. Die LED-Technik von Samsung wird bereits seit längerer Zeit in Konferenzräumen oder Sinage-Lösungen eingesetzt. Samsung garantiert Laufzeiten von 100.000 Stunden im 24/7-Betrieb.Das entspricht einem non-stop Einsatz von 11 Jahren. Es kam auch die Frage auf, wie viel Strom die komplette Anlage verbraucht. Das kann pauschal nicht beantwortet werden, das der Stromverbrauch maßgeblich von den dargestellten Inhalten abhängt. Eine weiße Powerpoint-Präsentation wird hier mehr Strom verbrauchen, als ein dunkler Horrorfilm.
Die Displays sind passiv gekühlt und sind auch nach längerer Zeit im Einsatz „kalt“. Das haben wir nach dem Abspann des Kinofilms selbst getestet. Die Module strahlen schon einmal keine zusätzliche Wärme in den Kinosaal ab und teure Lüftungsanlagen, wie sie bei großen Projektoren zum Einsatz kommen, werden nicht mehr benötigt. Es fällt sogar ein kompletter Raum für das Projektor-Equipment weg. Bedeutet: Die Kinosäle können nach hinten mit zusätzlichen Sitzplätzen erweitert werden.
Die Sitzreihen lassen sich auch steiler anlegen und bieten dem Zuschauer damit ein größeres Sichtfeld. Bei klassischen Kinosälen ist die Bauweise sehr flach, damit Zuschauer nicht aus versehen in den Lichtstrahl des Projektors treten. In Zukunft ist es womöglich auch kein Problem mehr, wenn sich ein Zuschauer mit gefühlten 2.50 Meter direkt vor einen setzt.
Mit einem Samsung Cinema Display können mehr Sitzreihen eingebaut werden. Ein steilerer Aufbau bedeutet auch ein größeres Sichtfeld für die Zuschauer.
3D kann nachgerüstet werden
Die Frage nach 3D darf im Kontext mit Kino natürlich nicht fehlen. Ja, das Samsung Cinema LED-Kino kann 3D-Inhalte wiedergeben, jedoch bedarf es einer Nachrüstung. Am Display selbst müssen keine Änderungen vorgenommen werden. Zusätzliche Emitter sind Voraussetzung für den 3D-Betrieb. Wenn wir von Emittern sprechen, ist den meisten auch bereits klar, dass die dreidimensionale Darstellung mit aktiven Shutter-Brillen realisiert wird. Die Helligkeit ist dabei nicht das Problem, eher das Handling mit den Besuchern (Rückgabe der Shutterbrillen – Laden der Akkus – Pfand?)
Wenig „gehört“ vom Sound
Nicht falsch interpretieren. Bei der Trailer- & Filmpräsentation hat es mächtig gekracht. Der Klang kommt beim Samsung Cinema LED somit nicht zu kurz. Aufgrund des engen Zeitplans wurden im offiziellen Teil keine Worte über die Klanglösung verloren. Hr. Martin Groß gab uns nach dem Event noch ein paar Informationen mit auf den Weg.
Das Sound-Setup stammt von JBL und wird in Kombination mit dem Samsung Cinema LED-Display angeboten. JBL gehört wie viele wissen zu Harman, was wiederum in 2016 von Samsung akquiriert wurde – also doch „hausgemacht“. Während der Vorstellung kam ein reguläres 7.1 System zum Einsatz, die Lautsprecher hätten aber auch mehr zugelassen. Auch Höhenlautsprecher wurden bereits installiert. Die Front-Lautsprecher, die sich normalerweise hinter einer akustisch-transparenten Leinwand befinden, sind bei Samsungs Kinolösung um das Display herum angeordnet. Mit einem speziellen Sound Processing, soll dem Zuschauer trotzdem vermittelt werden, der Klang (Soundeffekte und Stimmen) kommen direkt von vorne.
Im 3. Teil unseres Specials möchten wir euch noch unseren subjektiven Eindruck der Bild- & Tonqualität vermitteln. Zudem geben wir euch einen Einblick in die Planung von Samsung und erörtern die Einsatzmöglichkeiten dieser außergewöhnlichen Technik.
Amazon hat aktuell eine interessante Stellenanzeige geschaltet: Via LinkedIn Jobs sucht man nach einem neuen Geschäftsführer für den Bereich der Prime Video Partner Channels. In der Beschreibung der Stelle deutet sich spannenderweise an, dass der Online-Riese möglicherweise eigene Free-TV-Sender planen könnte.
Amazon bietet mit Prime Video bereits ein weltweit erfolgreiches Streaming-Angebot an. Wir haben erst kürzlich über die Neuzugänge im Monat Juli berichtet. Viele Inhalte stehen sogar in 4K zur Verfügung. Eine Liste fasst den Content für unsere Leser an dieser Stelle zusammen.
Doch damit nicht genug: Zusätzlich offeriert Amazon seine Channels. Dabei handelt es sich um einzelne Kanäle, die sich gegen eine monatliche Gebühr einzeln abonnieren lassen. Amazon erweitert auch jenes Angebot mit Partnern behäbig um neue Kanäle. Da ist natürlich die Idee auch mit linearen Fernsehen Staub aufzuwirbeln gar nicht so weit hergeholt.
Amazon Fire TV mit 4K-Unterstützung
Auch eigene Hardware hat Amazon schließlich im Programm – wie den Fire TV. Mit klassischem linearen Fernsehen ist der Anbieter aber eben aktuell nicht vertreten. Man kann sich aber natürlich darüber streiten, ob jenes notwendig ist. So gilt das lineare Fernsehen bei vielen Anwendern bereits als veraltetes Modell.
Zumindest heißt es aber in besagter Stellenanzeige von Amazon, dass man nach einem neuen Head of Prime Video Partner Channels suche. Jener solle auch die Entwicklung neuer frei empfangbarer bzw. werbefinanzierter Kanäle betreuen. Letztes Jahr gab es ja Gerüchte um eine werbefinanzierte Version von Prime Video. Eventuell hat sich das vermeintliche Projekt nun zu einer Free-TV-Offensive weiterentwickelt?
Amazon schweigt offiziell zu potentiellen Fernsehsendern
Amazon selbst hat die Stellenanzeige unkommentiert gelassen. Ob also wirklich die Einführung klassischer Free-TV-Kanäle geplant ist oder es sich hier vielleicht doch um eine besondere Art der Erweiterung der Amazon Channels handeln könnte, bleibt vorerst offen. Die Formulierungen sind etwas doppeldeutig Zumal möglich ist, dass Amazon hier unterschiedliche Pläne für verschiedene Länder haben könnte.
Amazon Channels: Das Angebot wächst
Uns erscheint am wahrscheinlichsten, dass Amazon seine Channels um werbefinanzierte, kostenlose Varianten erweitern wird. Ins klassische Free-TV wird der Streaming-Anbieter aufgrund des Aufwandes sicherlich nicht unbedingt einsteigen.
Universum hat die finalen Spezifikationen für „Unsere Erde 2“ auf 4K Blu-ray & Blu-ray bekanntgegeben. Überraschenderweise erscheint die Kino-Doku mit deutschem und englischem Dolby Atmos 3D-Sound. Termin ist der 09. September 2018.
In „Unsere Erde 2“ wird der Zuschauer auf eine Reise rund um die Erde mitgenommen. Die Bilder erzählen den Verlauf eines einzelnen Tages. Dabei folgt man der Sonne von den höchsten Bergen bis zu den entlegensten Inseln. In etwas über eineinhalb Stunden werden eindrucksvolle Bilder der Flora und Fauna in gewohnter BBC-Qualität präsentiert. Zu unser Überraschung, liegt die deutsche und englische Tonspur mit Dolby Atmos 3D-Sound vor (nicht wie kommuniziert DTS-HD 5.1). Wir sind gespannt ob die Toneffekte auch korrekt verortet werden können, oder ob es sich um eine schwache „Hochskalierung“ der Surround-Ebene handelt.
Schlechte Kinozahlen für die Edel-Doku
„Unsere Erde 2“ wurde auch in ausgewählten deutschen Kinos gezeigt. Der Vorgänger „Unsere Erde“, der mittlerweile 10 Jahre auf dem Buckel hat, lockte fast 4 Millionen Kinozuschauer in die Lichtspielhäuser. Ein Ergebnis wovon die Fortsetzung nur träumen kann. Lt. aktuellen Zahlen haben sich um die 280.000 Kinobesucher das audiovisuelle Naturschauspiel im Kino angesehen. Zum einen wird der Titel mit weniger Kopien an den Start gegangen sein, zum anderen könnte die deutsche Vertonung mit der Stimme von Günther Jauch etwas damit zu tun haben. Es gibt bereits erste Rezensenten, die von der deutschen Tonspur abraten und sich für die Originalfassung aussprechen. Im Original führen einen die Stimmen von Robert Redford und Jackie Chan durch die Dokumentation.
4K Master, HDR10 & Dolby Atmos
Wir möchten uns aber erst eine Meinung Bilden, wenn wir das Rezensionsmuster erhalten haben. Die puren Daten sprechen eigentlich für den Release. Hochauflösende Bildaufnahmen mit professionellen Kameras von Sony & RED in 4-6K Auflösung bilden die Basis für das native 4K Kinomaster mit High Dynamic Range (HDR10). Kombiniert mit dem Dolby Atmos 3D-Sound spricht eigentlich wenig gegen „Unsere Erde 2“. Wir können nur hoffen, dass für die BBC Dokumentation nicht zu viele Inhalte von „Planet Erde 2“ und „Unser blauer Planet 2“ übernommen wurden.
Endlich ist es soweit: Das „Samsung Cinema LED“-Kino feiert Deutschlandpremiere und wir waren mit dabei! Im „Traumpalast“ in Esslingen wurde die erste digitale Kinoleinwand Deutschlands in Betrieb genommen. Ist das der Startschuss für das „Kino der Zukunft“?
Das Event im baden-württembergischen Esslingen am Neckar war etwas ganz besonderes. Die Atmosphäre war entspannt und fast schon familiär. Man hat Kollegen aus der Branche wieder getroffen und neue Leute kennengelernt. Man merkte sofort, dass sich Kino in Deutschland nicht in den Händen irgendwelcher gesichtslosen Konzerne befindet, sondern in der Regel von Film-Enthusiasten und Familien geführt werden. Herzblut und Begeisterung für das Kino sind anscheinend eine treibende Kraft in diesem Business. Dieser Eindruck sollte sich im Laufe des Nachmittags mehrmals bestätigen.
Eingeladen hatte Samsung Electronics sowie die Lochmann Filmtheaterbetriebe, die von Heinz Lochmann geführt und in kürze an seinen Sohn Marius Lochmann weitergereicht werden – Familie eben. Nach dem Kennenlernen und einer kleinen Stärkung durften wir erstmals den neuen Kinosaal betreten. Der Saal wurde komplett erneuert. Von der Anordnung der Sitzreihen, der Bestuhlung über die Wände bis zum Teppich versuchte man dem neuen Kinoerlebnis gerecht zu werden. Die Neugestaltung ist jedoch nicht Voraussetzung für den Einsatz der neuen Bildschirm-Lösung. Es hat sich eher ergeben, da das Interieur des Saals eh ausgetauscht werden musste. Passt auf jeden Fall zum #KinoDerZukunft, dass uns versprochen wurde. Wird aber auch Zeit, da das Kino seit seinen Anfängen 1896 immer projektionsbasiert war.
Heinz und Marius Lochmann begrüßten die Pressevertreter und standen auch in einer Q&A Session Rede und Antwort
Zweite „Samsung Cinema LED“-Leinwand in Europa
Nachdem wir Platz genommen hatten (Einen gemütlichen Logen-Platz mit Fußbablage und verstellbarem Sitz) startete auch bereits das moderierte Event. Als erste Redner haben sich die Kinobetreiber Heinz und Marius Lochmann die Ehre gegeben. Nach einer nochmaligen Begrüßung gab es auch Infos zum Screen und zur Entscheidung eine digitale Filmleinwand von Samsung zu installieren. Die Leidenschaft für Technik und Kino konnte man spätestens dann spüren, als Hr. Lochmann sich darüber ärgerte, dass ihm das Kinokomplex Arena Sihlcity in Zürich die Europapremiere weggeschnappt hatte. Die erste Samsung Cinema LED Leinwand in Deutschland und die Nr. 2 in Europa ist aber sicherlich auch nicht schlecht. Die allerersten Installationen wurden übrigens in Asien (Korea) und den USA eingeweiht.
Die Entscheidung für das #KinoDerZukunft ist zum einen durch die „Liebe zur Technik“ entstanden, zum anderen aber sicherlich auch aus finanziellen Interessen. Das Kino konkurriert immer mehr mit den Unterhaltungssystemen der Verbraucher. TV-Geräte werden größer, die Bildqualität & Inhalte besser (4K, HDR) und die Auswahl an Filmen auf physischen Medien wie DVD, Blu-ray und 4K Blu-ray sowie bei den Streaming-Anbietern ist riesengroß. Kinos mit einer klassischen Projektions-Installation „bewegen sich meist immer noch auf den Stand der Jahrtausendwende“. Der Anreiz sich in ein Kino setzen ist bei vielen Verbrauchern noch vorhanden, könnte aber in den nächsten Jahren abnehmen – der „WOW-Effekt“ fehlt.
Unser erster Gedanke zum Samsung Cinema LED Display war:“Der ist aber klein“. Bis wir merkten, dass die Wände, Neon-Lichter und Stühle Teil des Bildes waren
Für die Lochmanns handelt es sich hierbei nicht um so etwas wie einen „Test“ sondern um eine Investition in die Zukunft. Der Restaurierung und die Technik hat über 1 Millionen Euro gekostet! Für das neue Kinoerlebnis erlaubt man sich einen Aufpreis von 2 Euro pro Vorführung zu verlangen (gerechtfertigt wie wir finden).
Besucherzahlen stagnieren
Das die Besucherzahlen seit Jahren stagnieren bekräftigte Martin Groß von Samsung Electronics GmbH mit Zahlen. Auch Details zum Aufbau und den technischen Spezifikationen des Displays wurden vom Samsung-Vertreter angerissen. Als Dritter im Bunde befasste sich Dr. Jan Fröhlich von ARRI (Filmkamera-Produzent) nochmals mit einem ganz entscheidenden Faktor: „High Dynamic Range“. Obwohl – oder gerade weil – viel über technische Spezifikationen geredet wurde, war es doch recht spannend. Um den technischen Leistungen der digitalen Kinoleinwand und der Fülle an Informationen gerecht zu werden, haben wir das Thema „Technik“ in einem eigenen Beitrag (Teil 2) ausgelagert.
Dr. Jan Fröhlich von ARRI ging nochmal ganz gezielt auf das Thema HDR ein und gab einen kompakten Überblick, wie HDR aktuell und in Zukunft eingesetzt wird/werden kann
Ein neues Kinogefühl
Technischer Fortschritt soll dem Verbraucher einen neuen Anreiz bieten. Man möchte eine neue Nutzererfahrung erschaffen, wie damals bei der großflächigen Einführung von 3D (Avatar – Aufbruch nach Pandora 2009). Die Samsung Cinema LED-Leinwand könnte den Besuchern endlich wieder ein neues Seherlebnis bieten.
Im zweiten Teil unseres Specials möchten wir ausführlich über die Technik des „Samsung Cinema LED“ berichten. Der dritte Teil ist unseren Erfahrungen von der Trailer- und Filmpräsentation gewidmet inkl. einem Ausblick auf die „Kinorevolution“.
Teil 1: Das Kino der Zukunft feiert Deutschlandpremiere
Amazon hat kurzfristig eine weitere Blu-ray-Aktion ins Leben gerufen. Wählt aus fast 390 Titeln eure Lieblingsfilme aus und zahlt nur 22 Euro – 5.50 Euro pro Film!
Die Auswahl ist sicherlich interessant, besteht zum Größten Teil aber aus B & C Movies. Dafür kann man Klassiker oder „hab ich noch nicht gesehen“-Titel für kleines Geld abstauben.
Etwas günstiger (und namhafter) ist die aktuell laufende 5 Blu-rays für 25 Euro. Pro Titel zahlt ihr nur 5 Euro. Darunter Blu-rays wie „Deadpool“, „Logan“, „Fast & Furious 8“ uvm.
Mehr Aktionen, Tagesangebote und Schnäppchen findet ihr auch in unserem SPECIAL!
Apple hat ausgewählte Filme in 4K Auflösung mit HDR und Dolby Vision für kurze Zeit auf 9.99 Euro reduziert (Kauf), darunter auch „Greatest Showman“, „Dunkirk“ oder „Mord im Orient Express“.
Für die Wiedergabe der Filme in Ultra HD + HDR wird ein Apple TV 4K benötigt. Über das iPhone 8, iPhone X und dem neuen iPad Pro können die Filme zumindest in HDR-Qualität und Full-HD Auflösung wiedergegeben werden.
Aktuell sind viele deutsche TV-Sender dabei große Pläne zu zücken. So möchte man Streaming-Anbietern wie Amazon Prime Video und Netflix stärker Paroli bieten. Diese Strategie erscheint richtig und wichtig. Denn langfristig dürfte lineares Fernsehen immer mehr an Bedeutung verlieren. Nun hat sich auch die ARD-Spitze zu dieser Thematik geäußert.
In einem Interview mit dem ARD-Intendanten Ulrich Wilhelm und dem Programmdirektoren Volker Herres tauchte auch die Frage auf, ob man es sich beim öffentlich-rechtlichen Sender vorstellen könne, mit ProSiebenSat.1 gemeinsame Sache zu machen.Letztere hatten Pläne angekündigt mit „einem deutschen Champion“ Netflix und Amazon Prime Video im Bereich Streaming Konkurrenz machen zu wollen.
Ob die ARD sich daran beteiligen werde, ließen Wilhelm und Herres offen. Ersterer liebäugelte aber durchaus vage mit der Idee: „Selbstverständlich wird es unterschiedliche Plattformen geben, an denen wir auch immer wieder mit unterschiedlichen Partnern beteiligt sind.„
Ohnehin plant man bei der ARD Reformen. Da wäre also auch eine Zentralisierung der Mediatheken bzw. die Zusammenarbeit mit anderen TV-Sendern also für die ARD denkbar. Konkret angesprochen auf doe Plöne von ProSieben Sat.1 und Co äußerte Wilhelm sich: „Das Angebot von ProSieben Sat.1 und Discovery – wir werden uns damit beschäftigen. Aber ich kann in einem so frühen Stadium nicht sagen: wir machen das oder wir machen das nicht. Wir werden uns das genau erläutern lassen und einmal sehen, welche Möglichkeiten sich ergeben.“
ARD betont über die Unterhaltung hinaus den Bildungsauftrag
Wichtig sei der ARD nicht nur seine Unterhaltungsangebote in derlei Überlegungen einzubeziehen, sondern auch Themen wie Information, Kultur, Wissenschaft, Bildung. Welche Lösung hier am Ende aber für die Sender sowie die Zuschauer die beste Option sei, könne man noch nicht klar entscheiden. Laut Wilhelm gebe es hinter den Kulissen ohnehin noch andere Initiativen, die aber teilweise noch unter Verschluss gehalten würden.
Entsprechend gibt der ARD-Intendant zu Protokoll: „Es gibt durchaus den gemeinsamen Aspekt der Bündelung der Kräfte, der Bündelung von Reichweite, des Eingehens neuer Kooperationen, die vielleicht früher sich so vielleicht gar nicht gefunden hätten.“
Laut Wilhelm sei es dabei auch eine Herausforderung, den sehr unterschiedlichen Mediennutzungsgewohnheiten der Zuschauer gerecht zu werden. In verschiedenen Altersgruppen und Milieus gebe es mittlerweile sehr unterschiedliches Nutzungsverhalten. Dadurch wachse für die Sender auch der Aufwand. Jeder benötige dabei mittlerweile Partner – auch die ARD. Deswegen werde man auch nicht nur mit einem, sondern mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammenarbeiten in den nächsten Jahren.
ARD sieht sich selbst auch für jüngere Zuschauer gut positioniert
Kritisch sieht man bei der ARD, dass man „in diesem digitalen öffentlichen Raum letztlich vollständig der Dominanz einiger weniger Unternehmen aus den USA“ unterliege. Da müsse man nicht nur bei den öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland, sondern insgesamt in Europa mehr in die Zukunft blicken. Dabei sei es natürlich auch wichtig, jüngere Zuschauer zu erreichen. Das geschehe laut Wilhelm jedoch bereits: „Es gibt sehr viele Menschen, gerade bei den unter 25-Jährigen in stark wachsender Zahl, die uns vielleicht weniger linear verfolgen, sondern über die Mediatheken, Apps und andere Angebote.“
Ob die öffentlich-rechtlichen hier realistisch gesehen aber wirklich so gut dastehen, wie sie sich selbst auf die Fahnen schreiben, darf freilich bezweifelt werden.