Satellitenbetreiber SES startet 8K Dauertest via Astra

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SES testen den 8K-Dauerbetrieb via Astra-Satellit
SES testen den 8K-Dauerbetrieb via Astra-Satellit

Satellitenbetreiber SES testet das Fernsehen der „nächsten Generation“. Ab sofort soll ein 8K Dauertest auf den Satelliten Astra 2E 28.2° Ost aufgeschalten werden. Die Übertragung ist nicht verschlüsselt. 


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Mit diesem Test möchte SES wohl die Infrastruktur für 8K-Übertragungen via Satellit im Dauerbetrieb testen. Das geschieht fast genau ein Jahr nachdem das Unternehmen erste Versuche auf dem Gebiet der 8K-Übertragung unternommen hatte. Innerhalb des Ultra HD Standards wurden bereits Übertragungen in 8K berücksichtigt. Dabei handelt es sich um die vierfache 4K (3.840 x 2.160) Auflösung. Das Programm lässt sich über die Frequenz 11.973 MHz abrufen (Symbolrate: 31.000). Der Audio/Videostream erreicht eine Bitrate von 83 Mbis/s HEVC-kodiert. Zum Vergleich auf der 4K Blu-ray sind es um die 50 Mbit/s maximal. Eine ganze Menge Holz die über die Satelliten-Transponder gejagt wird.

Um den 8K-Stream empfangen zu können, reicht es jedoch nicht aus, einfach einen 8K Fernseher wie den Samsung Q950R zu besitzen. Zusätzlich verlangt die Foreward Error Correction (FEC) mit 9/10 mit einer DVB-S2 8PSK Modulation wohl nach einer größeren Satellitenschüssel, wie sie wohl die wenigsten TV-Haushalte besitzen dürften.

SES ist der größte Satellitenbetreiber in Europa.
SES ist der größte Satellitenbetreiber in Europa.

SES zeigt 8K Demos

Bei den gezeigten Inhalten handelt es sich laut Informationen aus dem polnischen Sat Kurier Forum um Demomaterial in nativer 8K Auflösung. Das SES-Logo wird durchgängig eingeblendet. Eine Wiedergabe mit erweitertem Dynamikumfang (High Dynamic Range – HDR) ist anscheinend nicht angedacht, zumindest nicht im ersten Schritt.

Übertragungen in 8K Qualität werden in Deutschland in den nächsten Jahren keine Rolle spielen. So zumindest das Echo von den Medienanstalten. Die nächsten Ausbauschritte betreffen 720p und 1080p Signale mit HDR, sowie nativen 4K Ultra HD Content. Letzterer wird ja bereits von mehreren Anbietern, z.B. Sky, RTL oder Sat.1 produziert und ausgestrahlt. Wir persönlich bezweifeln, dass 8K die nächste Qualitätsstufe im linearen TV sein wird. Da erscheinen uns Sportübertragungen mit 120p sinnvoller.

Empfangsparameter SES 8K Testkanal:

  • Satellit: Astra 2E 28.2° Ost
  • Frequenz: 11.973 MHz
  • Symbolrate: 31.000
  • FEC: 9/10
  • Modulation: 8PSK
  • Bitrate: 83.1 Mbps (h.265/hevc-kodiert)

4 KOMMENTARE

  1. Frage: Warum braucht Mann für 8K eine Größe Satelittenschüssel? Wegen Astra 28.2? Die Schüssel nimmt erst einmal alle Sattelittendaten entgegen unabhängig von der Größe. Bei kleiner natürlich mit mehr Fehlern.
    Ich glaube, dass sich 8K Fernsehen in Europa nicht durchsetzt sondern eher schon 4K/120p dann.
    4K Fernsehen ausgereizt, auch in der Bildschärfe mit HDR im Regelbetrieb währe schon ein riesen Gewinn. Gepart mit einem guten Sound.
    Die Fernsehsender sollten mal finale Sendestandards, was 4K inkl. HDR mit Sound betrifft veröffentlichen, damit neu gekaufte Geräte dazu auch wirklich kompatibel sind.
    Ich hoffe, dass der 4K Regelbetrieb schnell kommt. Z.B. deutlich mehr Fußballspiele aber auch anderer Sport in 4K währe schon schön.
    SD sollte mittelfristig abgeschaltet werden.

    • Hallo Stefan, für 8K wird nicht grundsätzlich eine größere Satellitenschüssel gebraucht. Die Modulation in Kombination mit der FEC soll jedoch nach einer großen Schüssel verlangen. Ich muss gestehen, persönlich habe ich das nicht getestet, weil ich keinen 8K Fernseher bei mir stehen habe =D

      • Die ganzen 8k Tests per SAT werden doch nur gemacht wegen der bevorstehenden IFA 2019 um die Leute wieder zu „verscheissern“ das 8k per SAT „möglich“ ist.
        Witzig: Die zeigen 8k was für den Privat User utopisch und in keinster Weise anstrebenswert ist. Wichtiger wäre 4k per SAT auszureizen, denn DAS würde Sinn machen! 4k ist in gewisser Weise schon „massentauglich“ und ich hoffe das auch mal 4k Content per SAT kommt….aber nein…ich vergass…das machen die nicht…da könnte man ja „mitschneiden“ und das wäre dann „böse“….

        Wie naiv ist die Industrie eigentlich…die Leute, die an „interessantes“ 4k Material kommen wollen, die kommen auch an dieses Material….

  2. Die Ultra HD Blu-ray unterstützt Bitraten von maximal 100 MBit/s, nicht wie im Artikel beschrieben 50 MBit/s, dies galt für die „normale“ HD-Blu-ray.

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