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Was ist ein „Watt“ in Audio-Systemen? Wir klären euch auf!

In der komplexen Welt der Audio-Technologie spielt das Verständnis von „Watt“ eine entscheidende Rolle. Warum? Weil es das Herzstück der Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Lautsprechers oder Verstärkers ist. Ohne Kenntnis der „Watt“ würden wir im „akustischen Dunkel“ tappen.

Was ist ein „Watt“?

Kommen wir zur entscheidenden Frage: Was ist ein Watt? Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Watt (W) ist die offizielle internationale Einheit für Leistung, benannt nach dem  schottischen Ingenieur James Watt. In der facettenreichen Audio-Technologie hat das Watt eine besondere Bedeutung – es steht für die elektrische Energie, die ein Verstärker an einen Lautsprecher abgibt. In diesem Sinne können wir sagen, dass das Watt das „Lebenselixier“ eines Lautsprechers ist. Es haucht dem Lautsprecher erst Leben ein und verwandelt elektrische Energie in Schallwellen.

Watt und Klangqualität – Eine komplizierte Beziehung

Viele Watt helfen viel? Nicht immer bedeutet mehr "Kraft" auch ein besseres Klangergebnis bei Lautsprechern
Viele Watt helfen viel? Nicht immer bedeutet mehr „Kraft“ auch ein besseres Klangergebnis bei Lautsprechern

Nun könnte man denken, dass mehr Watt eine bessere Klangqualität bedeutet, richtig? Falsch! Die Beziehung zwischen Watt und Klangqualität ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Denn hier gilt nicht die Regel „Je mehr, desto besser“. Eine erhöhte Wattzahl bedeutet nicht zwangsläufig einen besseren Klang. Ein Lautsprecher kann nämlich erstaunlich effizient sein und trotz einer geringen Wattzahl einen starken Schalldruck erzeugen. Es ist, als ob ein kleiner, aber durchtrainierter Sportler eine beeindruckende Leistung zeigt. Er mag klein sein, aber er packt einen mächtigen Punch!

Mehr Watt – ist das immer besser?

Die Vorstellung, dass mehr Watt automatisch zu mehr Lautstärke führt, ist oft tief in der Vorstellung der Nutzer verwurzelt. Aber die Wahrheit ist: Das ist nicht immer der Fall. Genauso verhält es sich mit Watt und Lautstärke. Es gibt viele andere Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen, wie zum Beispiel die Empfindlichkeit des Lautsprechers.

In der Musikwelt gibt es kein einfaches „Eins plus eins ist zwei“. Es geht darum, alle Nuancen zu verstehen und in Harmonie zu bringen. Erst dann können wir den wahren Wert eines Audiosystems erkennen und die optimale Klangqualität herauszukitzeln.

Das Verhältnis zwischen der Wattzahl, Lautstärke und dem Hörerlebnis
Das Verhältnis zwischen der Wattzahl, Lautstärke und dem Hörerlebnis

Das feine Gleichgewicht zwischen Watt, Verstärker und Lautsprecher

Je besser Verstärker und Lautsprecher aufeinander abgestimmt sind, desto harmonischer wirkt das Gespann. Dabei führt der Verstärker sozusagen den Lautsprecher, der im Bestfall am Rande seiner Belastbarkeit agiert, um seine volle Wirkung entfalten zu können. Dabei sollte man darauf achten, dass keine der beiden Komponenten zu überdimensioniert für seinen Gegenpart ist. Sind die Geräte nicht gut ausbalanciert, kann man nicht das volle Potenzial der Anlage ausnutzen, oder eine der Geräte kann dadurch sogar Schaden nehmen.

Schaden durch zu viel Watt

Genau so verhält es sich mit dem Verhältnis zwischen Watt, Verstärker und Lautsprecher. Man müssen sicherstellen, dass der Verstärker die Leistung der Lautsprecher bereitstellen kann. Andernfalls könnten die Lautsprecher unter der Überlastung, dem sogenannten Clipping, leiden und Schaden nehmen.

Lautsprecher können durch sogenanntes Clipping Schaden erleiden. Schuld sind meist zu viel Watt
Lautsprecher können durch sogenanntes Clipping Schaden erleiden. Schuld sind meist zu viel Watt

Umgekehrt sollte man auch sicherstellen, dass schwächere Lautsprecher nicht die Leistung des Verstärker ausbremsen. Sonst könnte es sein, dass man nie das volle Klangpotenzial der Audioanlage erlebt und ihre wahre „Musikleistung“ nie zur Geltung kommt. Daher ist es entscheidend, das richtige Gleichgewicht zwischen Watt, Verstärker und Lautsprecher zu finden. Dabei spielt auch der Wirkungsgrad der Lautsprecher eine wichtige Rolle. Um dieses Gleichgewicht zu finden, helfen einem etablierte Fachhändler und die Community sicherlich gerne weiter.

Was ist Clipping?
Clipping bezeichnet in der Audio-Technik einen Zustand, bei dem das Signal über die maximalen Fähigkeiten des Verstärkers hinausgeht. Dies führt zu einer Verzerrung des Signals, die so genannt wird, weil die Spitzen der Wellenform buchstäblich „abgeschnitten“ oder „geclippt“ werden. Das bedeutet, dass Teile des Signals, die über die Kapazität des Verstärkers hinausgehen, nicht reproduziert werden können, was zu einer Veränderung des ursprünglichen Signals führt.

In Bezug auf Lautsprecher kann Clipping schädlich sein. Wenn ein Verstärker in den Clipping-Zustand gerät, erzeugt er starke Hitze und unkontrollierte Leistung, die den Lautsprecher beschädigen kann. Insbesondere kann dies zu einer Überhitzung der Schwingspule des Lautsprechers führen, was letztlich dazu führen kann, dass der Lautsprecher ausfällt.

Leistungsangaben in Watt – RMS, PMPO und DIN

Es gibt verschiedene Methoden, um die Leistung in Watt anzugeben:

  • RMS (Root Mean Square): Dies ist die genaueste Messmethode und gibt die durchschnittliche Leistung an, die ein Verstärker über einen längeren Zeitraum bereitstellen kann.
  • PMPO (Peak Music Power Output): Diese Methode misst die maximale Leistung, die ein Verstärker kurzzeitig liefern kann. Sie ist oft viel höher als die RMS-Leistung, daher sollten diese Werte kritisch betrachtet werden.
  • DIN (Deutsches Institut für Normung): Diese Methode wurde in Deutschland entwickelt und stellt einen Mittelweg zwischen RMS und PMPO dar. Sie ist in Europa weit verbreitet.

Zusammenfassung

Um die bestmögliche Klangqualität zu erzielen, ist es wichtig, die Leistung in Watt in Kombination mit anderen Faktoren zu betrachten, wie zum Beispiel die Empfindlichkeit des Lautsprechers und die Akustik des Raumes. Denn Watt ist nicht gleich Klangqualität und mehr Watt bedeutet nicht automatisch einen besseren Klang. Hoffentlich lieferte euch dieser Beitrag ein gutes Verständnis über Watt in der Audio-Technologie. Auf Basis dieses Kenntnisstandes sollte es ein Leichtes sein, euch der Optimierung eurer Audioausstattung zu widmen. Hier haben wir noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Die Zahl der Watt ist sozusagen der „Puls“ einer Audioanlage und zeigt uns ihre Leistung.
  • Der Verstärker ist der „Herzschlag“ des Systems, der die nötige Energie liefert, welche die Lautsprecher dann „ausatmen“.
  • Nicht zu vergessen ist die Kennzahl Watt-RMS, die uns einen weiteren Hinweis auf die Leistungsfähigkeit eines Audiosystems gibt.
  • Bei Lautsprechern dient die Watt-Angabe als eine Art „Krafttrainingsplan“, sie definiert ihre maximale Belastbarkeit.
  • Eine harmonische Symbiose zwischen der Kraft eines Verstärkers und der Belastbarkeit der Lautsprecher ist essenziell, sie sollten immer Hand in Hand gehen.

Noch mehr interessante Ratgeber:

Test: Operation Fortune auf 4K Blu-ray: Cooler Agententhriller mit Kompressionsproblem

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Wir testen für euch Operation Fortune auf 4K UHD Blu-ray. Wir können schon so viel verraten, ein großartiger Film lässt leider viel Potenzial auf der Strecke. Leider trägt das Video-Label wohl wieder etwas Mitschuld. 

Inhalt (60%)

Bei Guy Ritchie weiß man nie so ganz genau, was man bekommt – ein Regisseur wie eine Wundertüte. Nach den (berechtigten) Vorschusslorbeeren, die der britische Regisseur für seine genialen Gangsterfilme Bube, Dame, König, grAS und Snatch eingeheimst hatte, fuhr er die nächsten Filme mit Vollgas gegen die Wand. Ausgehend von seiner Beziehung zu Popstar Madonna lieferte er 2002 mit Stürmische Liebe seinen mit Abstand schlechtesten Film ab und kassierte verdientermaßen zwei Goldene Himbeeren dafür. Offenbar bemerkte er das selbst und versuchte auf dem Absatz kehrt zu machen. Revolver kennzeichnete die Rückkehr zum Gangster-Genre, ließ aber mehr oder weniger alles vermissen, das die ersten zwei Filme boten: Timing, coole Dialoge, absurde Situationen – er war schlicht langweilig. Mit Rock N Rolla drei Jahre später gelang Ritchie dann tatsächlich so etwas wie ein beachtetes Comeback, in dem die alte Coolness wieder aufblitzte.

Offenbar hatte er in der Zwischenzeit wieder genug Selbstbewusstsein getankt, dass er seine erste hoch-budgetierte Hollywood-Produktion in Angriff nahm. Mit Sherlock Holmes überzeugte er all jene, die zuletzt zu seinen Kritikern wurden, denn unterhaltsamer und charmanter hätte man die Detektiv-Geschichte von Conan Doyle wohl nicht in die Neuzeit transportieren können. Seitdem bewegt sich Ritchie allerdings gerne in etwas risikoärmeren Gewässern. Vielleicht, weil ihm die originellen Geschichten langsam ausgehen, vielleicht aber auch, weil er aus dieser Komfortzone nicht so einfach abstürzen kann. Eine Komfortzone, in der er seine Art und Weise, filmische Details zu integrieren, zwar nicht mehr exzessiv umsetzt, aber immer noch unterhaltsam Actionelemente präsentieren kann.

Operation Fortune mit Aubrey Plaza, Jason Statham und Bugzy Malone
Operation Fortune mit Aubrey Plaza, Jason Statham und Bugzy Malone

Und Action smart inszenieren kann Ritchie selbst dann, wenn Operation Fortune eher ein Statham-, denn ein Ritchie-Film ist. Die elegant gefilmte Doppel-Team-Nummer am Flughafen nach knapp 12 Minuten ist zwar nicht zwingend rasant, weiß aber durch die fließenden Übergänge und geschickt gesetzten Schnittfolgen zu gefallen. Apropos „fließender Übergang“: Wenn er Nathan-Darsteller Cary Elwes zu seiner Einsatzbesprechung mit Knighton folgt, hört man dessen Schritte zunächst isoliert in den ehrwürdigen Hallen, bis sich etwas Musik hinzugesellt und der Filmscore die Schritte einfach in seinen Takt übernimmt. Das sind Momente, in denen Ritchies Klasse und seine Visitenkarte aufflammt. Elwes sieht man im Übrigen gerne mal wieder. Mit Augenzwinkern und nicht vor eigenem Einsatz scheuend bringt er Leben in diese sonst gerne oft klischeehaft gespielte Figur.

Leben bringt auch Aubrey Plaza in die ebenfalls eigentlich klischeehafte Figur der Computerspezialistin, wenn sie ihren männlichen Kollegen ein ums andere Mal spiegelt, was sie für unverbesserliche Machos sind. Das gilt natürlich hauptsächlich für Jason Statham, der Sarah Fidel zunächst als Decknamen für einen Mann hält und direkt mal abwinkt, als er das Geschlecht seiner PartnerIN erkennt. Operation Fortune nimmt das Ganze aber weder zum Anlass, die Gleichberechtigungskeule zu schwingen, noch hält er am Steinzeit-Machismo der 80er-Jahre-Actionhits fest. Statham hingegen tut das, was er gut kann: Jason Statham spielen. Während das nicht überraschend ist, ist es nach wie vor schön, dass Ritchie nicht das erste Mal Schauspieler zum wiederholten Male einsetzt und damit solchen Akteuren eine Plattform bietet, die Hollywood irgendwann mal mehr (Josh Hartnett) und mal etwas weniger (Hugh Grant) vergessen hatte. Hartnett spielt nach Cash Truck zum zweiten Mal in einem Film Ritchies und darf als Filmstar Danny eine Mischung aus Tatuums Allan in The Lost City und Nic Cage in Massive Talent geben. Als Filmstar, der wider Willen die Rolle seines Lebens spielen muss, eröffnet Ritchie gleich eine Metaebene, in der er sich in Dannys Rolle prächtig über das Showbiz mokiert.

Grandioser Besetzung-Coup: Hugh Grant als Waffendealer
Grandioser Besetzung-Coup: Hugh Grant als Waffendealer
Und in die stößt auch der größte Coup des Films: Hugh Grant. Als ebenso schmieriger wie smarter Gangster mit Hang zu übertriebenem Einsatz von Selbstbräuner stiehlt er in seinen Szenen allen die Schau. Es macht unglaublich Spaß, dem sonst auf seichte Komödien abonnierten Briten zuzuschauen, wenn er zum wiederholten Male in einer Rolle agiert, die sein Image gegen den Strich bürstet. Und damit hätten wir abgeschlossen, was es Gutes und Positives an Operation Fortune zu vermelden gibt, denn abseits der Schauspieler gibt es leider „nur“ durchschnittliches Agenten-Action-Kino. Man orientiert sich nicht nur einmal an James Bond, wenn man die Filmcrew (und natürlich die Geschichte) nach Marokko, Madrid, Antalya, Cannes, Burbank und Doha schickt, um dort das zu tun, was MI6-Agenten nun mal tun. Das sieht hübsch aus, bietet viele Schauwerte, lenkt aber nicht von der generischen Geschichte ab, die völlig überraschungsfrei bleibt.

James Bond lugt dann erst Recht nach gut 88 Minuten um die Ecke, wenn sogar der Filmscore deutliche 007-Klänge anschlägt. Während Ritchie nach 80 Minuten noch eine recht ansehnliche Actionszene inszeniert, ist das Finale zwar schauspielerisch (durch das Duo Grant/Hartnett) überzeugend, aber erstaunlich schnell abgehandelt und sogar im „Boss-Fight“ unspektakulär. Vielleicht ist es an der Zeit für Ritchie, doch noch einmal die Komfortzone zu verlassen. Es muss ja nicht ein weiterer Stürmische Liebe werden. Die Zeichen stehen gut, denn mit The Covenant inszenierte der Brite zuletzt einen Kriegsfilm, dessen erste Kritiken Großes versprechen.

Bildqualität (70%)

Operation Fortune wurde mit Panavision Kameras gefilmt und erhielt ein 4K Digital Intermediate. Leonine übernahm (wie so oft) das native 4K-Master von Lionsgate aus den USA und sorgte selbst für das Grading. Wer in der Vergangenheit Titel des Anbieters gesehen oder erworben hatte, weiß, dass es immer mal Schwierigkeiten mit zu dunklen Gradings gegeben hat – zuletzt beim Oscargewinner Everything, Everywhere All at Once, der später verbessert und ausgetauscht wurde. Zunächst einmal kommt Ritchies Film hierzulande mit HDR10 und einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Sehr auffällig: Das Menü der 4K-Disk hat man sehr übersichtlich gestaltet: Filmstart und Einstellungen – mehr gibt’s nicht. Ebenso wie bei der Blu-ray findet man keine direkte Kapitelanwahl und nicht mal einen Trailer. Selten war es so einfach, sich durch ein Menü zu navigieren.

Was man findet, wenn man die Disk startet, ist ein … Überraschung: ziemlich dunkles Bild. Nicht abgesoffen und farbverfälschend dunkel wie bei der offensichtlich fehlerhaft gemasterten Erstausgabe von Everything …, aber eben sehr dunkel. Und das bisweilen so sehr, dass man bei 75’23 die dunkelblaue Farbe auf Stathams Anzug nicht mehr wirklich als solche erkennen kann. Dem einen oder anderen Shot in sehr heller Umgebung tut das dunklere Master zwar gut, weil die Vogelperspektive auf Cannes beispielsweise mehr Kontrast erhält und nicht so unglaublich hell rüberkommt, aber den vielen düsteren Szenen kann man nur begegnen, wenn man das Umgebungslicht beim Schauen komplett eliminiert. Wie gesagt: Es ist nicht offensichtlich vermurkst, aber als (vermutlich) Direct Tone Mapping nichts für das Schauen bei Restlicht oder gar am hellichten Tage. Wer die (berüchtigte) Energieschaltung am LG nicht (semilegal) deaktiviert hat, dem wir das Bild das eine oder andere Mal genau dort hinein fallen und dann noch dunkler werden.

Die UHD Blu-ray ist (ohne aktivierte Bilddynamik-Schaltungen) ziemlich dunkel gemastert
Die UHD Blu-ray ist (ohne aktivierte Bilddynamik-Schaltungen) ziemlich dunkel gemastert

Dass hier kein aktives und dynamisch agierendes HDR-Grading am Start ist, sieht man letztlich daran, dass überstrahlte Oberflächen (bspw. im Himmel) kaum besser durchzeichnet sind als über die Blu-ray und Spitzlichter noch deutlich mehr Punch hätten vertragen können. Konzentriert man sich im direkten Vergleich von BD und UHD-BD ausschließlich auf die Spots bei 45’55, so sind diese über die HDR-Scheibe selbst mit gutem Willen nur deshalb subjektiv etwas heller, weil die Umgebung so deutlich dunkler ist – immerhin sind solche Momente dann dynamischer, weil man die Helligkeit der Spitzlichter nicht ebenfalls dunkler gemacht hat.

Zwar ist das vom Hell-Dunkel-Kontrast noch okay und am Ende etwas Gewöhnungssache, aber dynamisches HDR geht dann doch etwas anders. Zumal Farben bis auf Rottöne kaum intensiver, sondern einfach nur dunkler erscheinen. Erkennbar besser ist das Encoding, das „Wimmelbilder“ wie die Draufsicht bei 50’06 sauberer und ruhiger wiedergibt sowie das Digitalrauschen sehr fein und technisch einwandfrei abliefert – im Gegensatz zur Blu-ray, die dort immer mal wieder Clusterbildung im Rauschen mit „blinden“ Flecken verbindet. Auch die Auflösung erscheint detaillierter, da man die Masten an den Segelbooten und die Details auf den Häusern besser erkennen kann.

Tonqualität (70%)

Akustisch kommt Operation Fortune mit zwei 7.1-DTS-HD-Master-Tonspuren fürs Deutsche und Englische – und zwar auf beiden Scheiben, also Blu-ray und UHD Blu-ray. Das Positive vorweg: Leonine hat es dieses Mal geschafft, dass die englische und die deutsche Tonspur in Dynamik und Kraft bis auf Nuancen identischen klingen. Spitzen bei Schüssen oder Explosionen werden vereinzelt! mal um 1 – 2 dB lauter über den O-Ton wiedergegeben, was aber nur sehr geschulten Ohren auffallen dürfte.

Dass beide Tonspuren sehr ähnlich klingen, heißt aber nicht, dass man hier ein Dynamikmonster erwarten darf. Die Actionszenen (bspw. die große Sequenz nach etwa 80 Minuten) dürften hör- und spürbar mehr Bums haben. Die Dynamiksprünge in der Filmmusik sind eher moderat und selbst wenn man auf Referenzlautstärke hört, bleibt das Schauspiel nachbarschaftskompatibel.

Auch beim Ton wurde erneut komprimiert - typisch Leonine-Outputs
Auch beim Ton wurde erneut komprimiert – typisch Leonine-Outputs

Man kann natürlich die Lautstärke anheben und hat dann irgendwann auch eine kräftige Tonspur, die den Raum füllt, aber man wird das Gefühl nicht los, dass hier mehr gegangen wäre. Zumal die Surroundqualität wirklich gut ist. Egal, ob Schüsse, die fetzig von hinten widerhallen, wenn sie irgendwo einschlagen oder die Fahrt durch den Tunnel nach etwa 88 Minuten, die akustisch sehr realistisch rüberkommt – Die Umgebungskulisse ist klasse.

Dazu gibt’s hier und da sehr hübsche Bass-Sweeps, die das Zeug für Referenzmomente gehabt hätten, wenn man ihnen etwas mehr Punch mitgegeben hätte (86’20). Nahezu am meisten Spaß machen die Faustkämpfe, deren Schläge recht wuchtig ins Heimkino transportiert werden. Die deutschen Stimmen sind leider durchweg zu leise eingepegelt und dürften auch mehr Luft haben. Sie wirken gedrungen und etwas komprimiert. Die englische Sprachausgabe hat mehr Volumen und ist harmonischer integriert.

  • Deutsch: DTS-HD Master (70%)
  • Deutsch: DTS-HD Master (75%)

Bonus (5%)

Während die Blu-ray immerhin noch Originaltrailer und Programmtipps liefert, ist die UHD Blu-ray komplett frei von Zusatzmaterial.

Gesamtbewertung Operation Fortune (67%)

Operation Fortune beginnt stark und schwungvoll, lässt dann aber zunehmend nach und verliert sich in einer arg konventionellen Agentengeschichte, die nur wenig Ritchie enthält, ohne Überraschungen bleibt. Es sind die Schauspieler, die hier durchweg klasse aufgelegt sind und mit Spaß an der Freude agieren. Sie retten über das ideenarme Skript locker hinweg und machen das Ganze am Ende doch noch unterhaltsam. Visuell ist die UHD Blu-ray etwas dunkel geraten und kann sich auch in Sachen HDR nicht absetzen. Akustisch wäre mehr drin gewesen – allerdings auch beim O-Ton.

Weitere 4K Blu-ray Tests:

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 21. April 2023 Review am: 15. Mai 2023
Erscheinungsjahr Film: 2022 Laufzeit: 115 Minuten
Filmstudio: Leonine Distribution FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch
Bildformat:
2,39:1 Tonspur:
Deutsch DTS-HD Master
Englisch DTS-HD Master
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray

Operation Fortune Trailer:

Warner möchte Christopher Nolan zurück und öffnet seine Geldbörse

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Warner Bros. unternimmt anscheinen große Anstrengungen, um den gefeierten Regisseur Christopher Nolan zurückzugewinnen. Warner zeigt sich angeblich sehr großzügig und winkt mit einem siebenstelligen Betrag. 

Christopher Nolan ist zweifellos einer der talentiertesten und einflussreichsten Regisseure unserer Zeit. Mit Meisterwerken wie „Inception“, „The Dark Knight“ und „Interstellar“ hat er das Publikum in den Bann gezogen und die Grenzen des Kinos erweitert. Sein einzigartiger visueller Stil, seine komplexe Erzählweise und sein Sinn für Spannung haben ihn zu einem gefeierten Filmemacher gemacht. Es ist daher kein Wunder, dass Warner Bros. alles daran setzt, ihn zurückzugewinnen.

Warner Bros.‘ Bestreben, Christopher Nolan zurückzuholen

Warner Bros., eines der weltweit renommiertesten Filmstudios, hat erkannt, dass Christopher Nolan wertvolles Kapital für das Unternehmen darstellt. Seine Filme haben nicht nur ein enormes finanzielles Potenzial, sondern ziehen auch ein breites Publikum an und sorgen für eine Menge Aufmerksamkeit. Daher überrascht es nicht, dass Warner Bros. den Wunsch hat, Nolan erneut unter Vertrag zu nehmen.

Die Vermarktungsstrategie von Tenet war angeblich der Trennungsgrund zwischen Warner und Nolan
 Die Vermarktungsstrategie von Tenet war angeblich der Trennungsgrund zwischen Warner und Nolan

Um den Regisseur und Produzenten zurückzugewinnen, soll Warner Bros. laut Brancheninsidern bereit sein, eine beeindruckende Summe zu investieren. Die genaue Höhe des Angebots bleibt zwar geheim, aber es wird gemunkelt, dass es sich um einen Rekordbetrag in siebenstelliger Höhe handeln könnte. Dies zeigt das enorme Vertrauen, das Warner Bros. in Nolans kreatives Talent und seinen kommerziellen Erfolg hat.

Warum haben sich Warner und Nolan getrennt?

Jahrelang war die Arbeitsbeziehung zwischen Warner Bros. und dem Filmemacher Christopher Nolan perfekt. Der Regisseur konnte tun und lassen, was er wollte. Doch dann kam die Pandemie und im Jahr 2021 entschied Warner, seinen Film „Tenet“ während des Höhepunkts der Gesundheitskrise in den Kinos zu veröffentlichen, was von Anfang an zu schlechten Einspielergebnissen führte.

Einige Monate später unterstrich Warner seine neue Vertriebsstrategie und kündigte an, neue Filme gleichzeitig in den Kinos und auf der Streaming-Plattform MAX zu veröffentlichen. Für den Regisseur war das Maß voll und er wechselte zu Universal, um seinen nächsten Film „Oppenheimer“ zu inszenieren.

Mögliche Auswirkungen auf die Filmindustrie

Sollte Christopher Nolan tatsächlich zu Warner Bros. zurückkehren, wäre dies zweifellos ein Ereignis von großer Bedeutung für die gesamte Filmindustrie. Nolans Filme haben in der Vergangenheit neue Maßstäbe und Trends gesetzt. Sein Einfluss auf das moderne Kino ist unbestreitbar. Derzeit ist jedoch noch offen, bei welchem Filmstudio Nolan am Ende landen wird. Derzeit verwirklicht sich Nolan bei Universal mit seinem Film „Oppenheimer“. Bleibt dieser Wechsel bestehen, wäre das ein großer Verlust für Warner.

Disney+: Das ist neu im Juli 2023

Disney+ nimmt im Juli 2023 wieder neue Titel ins Repertoire auf. Ab sofort stehen die Neuzugänge dann auch fest.

Zu beachten ist, dass Disney+ bei seinen Listen für die Presse oftmals Neuzugänge unterschlägt und auch keine Differenzierung zwischen Serien und Filmen vornimmt. Insofern kann es sein, dass später noch einzelne Highlights dazustoßen, die nicht in den Listen auftauchen.

Futurama ist zurück!

Beispielsweise ist uns bekannt, dass die Serie „Futurama“ ab dem 24. Juli 2023 in eine neue Staffel geht – aus irgendeinem Grund hat sich Disney aber entschlossen, dies in der Liste nicht zu vermerken. Wir haben daher den Termin für euch nachgetragen.

Ansonsten solltet ihr selbst einmal schauen, welche Titel für euch geeignet sind. Möglicherweise hat ja der ein oder andere Lust, sich das Spin-off zu „How I Met Your Mother“ anzuschauen. Denn zu „How I Met Your Father“ gibt es im Juli neue Episoden aus der Season 2 zu sehen. Bekanntermaßen haben in der Staffel 2 auch wieder Protagonisten aus der Hauptserie Gastauftritte.

Disney+: Kein Vorgehen gegen das Sharing

Bekanntermaßen geht Netflix derzeit gegen das Konto-Sharing über einen Haushalt hinaus vor. Bei Disney+ gibt es aktuell noch keine Ankündigungen zu derlei Plänen. Wir sind aber sicher: Sollte Netflix mit seinen Maßnahmen erfolgreich sein und mehr Kunden hinzugewinnen als Abonnements einbüßen, wird auch Disney+ nachziehen. Das dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Zumal das Streaming-Angebot noch lange nicht in der Gewinnzone steht.

Disney+ entfernt auch die Serie "Willow".
Disney+ entfernt auch die Serie „Willow“.

Zuletzt ist Disney+ dadurch aufgefallen, dass Inhalte von Disney+ entfernt worden sind, um Steuervorteile zu erhalten und an die Mitwirkenden keine Tantiemen mehr zahlen zu müssen. Außerdem musste das Haus mit der Maus zahlreiche Kinofilme wegen des Autorenstreiks verschieben. Im letzten Jahr war der Aktienwert des Unternehmens bereits um rund 40 % eingebrochen und Besserung ist nicht in Sicht. Denn: Auch das aktuell laufende Realfilm-Remake zu „Arielle, die Meerjungfrau“ ist außerhalb der USA bisher kein großer Erfolg an den Kinokassen. Hier muss sich zeigen, wie Disney besser gerüstet in die Zukunft schreiten möchte.

Neustarts bei Disney+

5. Juli

  • The Great North – Neue Folgen der 3. Staffel (Star)
  • Kizazi Moto: Generation Fire
  • The Nanny’s Secrets – Staffel 1 (Star)
  • Akte Hai – Dem Raubtier auf der Spur – Staffel 2 (National Geographic)
  • Haie auf Angriff – Staffel 8 (National Geographic)

7. Juli:

  • Baby-Haie – Vom Ei zum Jäger (National Geographic)
  • Haie von oben (National Geographic)

12. Juli

  • The Company You Keep – Staffel 1 (Star)
  • Große Erwartungen – Staffel 1 (Star)
  • A Superfantastica Historia do balao – Staffel 1 (Star)

14. Juli

  • Die große Hai-Zählung (National Geographic)
  • Das Turnier der Haie (National Geographic)
  • Unersättlich: Haie, die alles fressen (National Geographic)

19. Juli

  • The Lesson is Murder – Staffel 1 (Star)
  • Snowfall – Staffel 6 (Star)

21. Juli

  • Superkräfte der Haie (National Geographic)
  • Hai vs. Boot (National Geographic)

24. Juli

  • Futurama – Neue Staffel

26. Juli

  • How I Met Your Father – Neue Folgen der 2. Staffel (Star)
  • Drag Me to Dinner – Staffel 1 (Star)

28. Juli

  • Die wunderbare Welt von Micky Maus: Steamboat Silly (Disney)

30. Juli

  • Imagine Dragons Live in Vegas (Star)

Neue Katalog-Titel

7. Juli

Badetag (1970) (Disney)

Der Freizeitkapitän (1961) (Disney)

Micky, der Bauarbeiter (1933) (Disney)

Frankies Katzenmusik (1947) (Disney)

Goofy macht Gymnastik (1949) (Disney)

Tanz der Skelette (1929) (Disney)

12. Juli

  • Marvel Moon Girl und Devil Dinosaur – Staffel 1 (Marvel)

14. Juli

  • True Lies – Wahre Lügen (Star)

19. Juli

  • Chapelwaite – Staffel 1 (Star)

26. Juli

  • Hör mal, wer da hämmert – Staffel 1 bis 8 (Star)

Mehr Beiträge zum Thema „Disney Plus“ und „Disney“:

14 Filme in 4K UHD-Qualität für je nur 99 Cent ausleihen! (Amazon Prime Deals)

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Amazon startet wie so oft seine 99 Cent Prime-Deals und überrascht diesmal mit einer großen Anzahl von 4K Filmen! 14 Titel könnten in 4K/UHD-Qualität, meist mit HDR für je nur 99 Cent ausgeliehen werden!

Update: Leider endete das Angebot kurz nach Mitternacht. Aktuelle Schnäppchen findest du in unserem Special! 

Wer keine Lust auf ein Intro oder Erklärung hat, hier erst einmal die Titel, die innerhalb der 99 Cent Prime Deals in 4K UHD angeboten werden:

(Achtung: Nur wenn ihr in eurem Prime-Account angemeldet seid, erscheint der Vorteilspreis von 99 Cent)

Die Aktion läuft noch bis zum Sonntag und solltet ihr euch für einen oder mehrere Titel entschieden haben, könnt ihr diese innerhalb der nächsten 30 Tage ansehen. Sobald ihr die Wiedergabe gestartet habt, bleiben euch 48 Stunden, in denen ihr den Titel so oft wie ihr möchtet, ansehen könnt. Normalerweise ist die Auswahl an UHD-Titeln eingeschränkt, oft stehen überhaupt keine Filme in dieser Qualitätsstufe bereit. Diesmal ist Prime Video jedoch über sich hinausgewachsen und bietet seinen Prime-Abonnenten einen super Entertainment-Deal an!

Test: Terrifier 2 auf 4K UHD Blu-ray: Schlachtplatte Deluxe

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Horror-Fans aufgepasst. Wir testen für euch die 4K UHD Blu-ray von Terrifier 2 und verraten euch, ob sich das Schlachtfest lohnt, oder ob der Film die Gefahr auf einen Kotzanfall nicht wert ist. 

Inhalt (60%)

„Nein, was haben wir gekot*t“ – was wie die Beschreibung eines ausufernden Wochenendes unter Heranwachsenden klingt, könnte dereinst eine Anekdote unter Filmfans sein. Denn glaubt man den Beschreibungen diverser Nachrichten-/Newsmeldungen während der Kinovorführungen von Terrifier 2, gab’s offenbar nicht wenige Zuschauer, die beim „Genuss“ des Films entweder ihre letzte Mahlzeit wiederkäuen mussten oder gleich ganz in Ohnmacht fielen.

Jetzt könnten die Hartgesottenen sagen: „Was für Sissies“ oder aber die Frage stellen, warum sich Menschen überhaupt in diesen Film wagten, wenn sie offenbar zu zart besaitet sind. Denn wer zum Start der Fortsetzung des Films mit Horrorclown Art nicht gehört hatte, dass es recht derbe zugehen dürfte, der hat vermutlich während der letzten sieben Jahre in einer Höhle gelebt. Als Regisseur Damien Leone seine schwarz-weiß angemalte Hauptfigur 2016 zum ersten Mal auf seine Opfer losgehen ließ, war das Resultat kaum jugendtauglich und hielt bereits eine Menge zünftiger (handgemachter) Maskeneffekte und Splatterelemente parat.

Guckt mal, wer wieder da ist

Wer weiß aber schon genau, ob’s wirklich so schlimm war, in den Kinos. Und ob sich wirklich der eine oder andere Mageninhalt mal die Außenwelt angeschaut hat. Jene, die „ohnmächtig“ wurden, sind vielleicht auch einfach nur eingeschlafen – verdenken könnte man es ihnen nicht. Denn Terrifier 2 mag die Gewaltschraube ordentlich – und zwar WIRKLICH ordentlich – angezogen haben. Mit einer Laufzeit von fast zweieinhalb Stunden ist er aber auch ziemlich lang geworden. Horrorfilme, die deutlich über zwei Stunden gehen, benötigen eine verdammt gute Rechtfertigung dafür. Eine komplexe und umfangreiche Buchvorlage wie ES zum Beispiel.

Das hat Terrifier 2 aber nicht. Und zwar überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Die Story ist gegenüber dem ersten Teil, der noch mit so etwas wie einer stringenten (wenngleich generischen) Geschichte aufwarten konnte, eigentlich nicht vorhanden. Es passieren natürlich Dinge und mit Sienna gibt’s auch so etwas wie eine Heldin, aber die einzelnen Storyteile dienen viel offensichtlicher als in vergleichbaren Genrefilmen lediglich dazu, die Gewaltszenen vorzubereiten.

Sienna bastelt an ihrem Halloweenkostüm

Damien Leone ist zweifelsohne ein großer Genrefan. Einer, der seinen Clown-Killer bereits 2011 in einem Kurz- und 2013 in einem Episodenfilm auftreten ließ und an das Potenzial glaubte. Der Kult, der sich spätestens seit dem ersten Langfilm entwickelte und der mit dem Gewese um die Fortsetzung nun seinen Höhepunkt fand, gibt seiner Beharrlichkeit recht. Denn bei allem, was man am zweiten Teil berechtigterweise kritisieren kann, ist eins unzweifelhaft vorhanden: pure Leidenschaft auf Seiten des Machers.

Das spiegelt sich auch darin wider, dass Leone ein 700.000-Dollar-Budget-Angebot eines Filmverleihs in den Wind schlug, da er dann drastische Änderungen am Drehbuch und der Umsetzung hätte hinnehmen müssen. Stattdessen involvierte er lieber die Fans und sammelte über eine Kickstarter-Kampagne etwas über 200.000 Dollar. Wer sich so lustvoll und leidenschaftlich in die Produktion von Splatterszenen und handgemachte Effekte stürzt, dem kann man für sein konfuses Drehbuch und die viel zu ausgedehnte Laufzeit eigentlich nicht mehr böse sein. Ein Glück für die Fans, dass dieser Spaß an der Freude nicht nur in einer um über drei Minuten erleichterten FSK-18-Fassung über Tiberius Film kommt, sondern auch uncut vom Independent-Label Nameless Media.

Art hat sich mal wieder verkünstelt

Und in dieser ungeschnittenen Fassung macht Terrifier 2 nun mal in der Tat absolut keine Gefangenen. Art schnitzt, skalpiert und seziert sich durch seine Opfer, dass es (zumindest für ihn) eine wahre Freude ist. Die sicher man zur Legende werdende Schlafzimmer-Szene mit Allie dürfte zum Brutalsten gehören, was ein Kinofilm in den letzten zwei Dekaden auf Zuschauer losgelassen hat. Dabei ist es nicht nur der grafische Detailgrad, mit dem hier zu Werke gegangen wurde, sondern vor allem die perfide Freude, mit der Art sein Werk verrichtet. Mehr Sadismus gab’s selten in einem Horrorfilm, der seinen Weg in Kinos fand. Viel (mehr) Blut bedeutet aber nicht gleich einen Zugewinn an Qualität oder Nervenkitzel. Was Terrifier 2 gegenüber dem Vorgänger oft fehlt, ist ein wenig dessen sehr unbequeme und klaustrophobische Atmosphäre. Später hat man sich als Zuschauer an den zur Schau gestellten Brutalitäten ein wenig satt gesehen.

Und da die oben angesprochene Szene so etwas wie den Höhepunkt darstellt, aber schon bei Minute 64 von 138 stattfindet, beginnt Leones Film von da an (trotz weiterer Gewaltspitzen) etwas dahinzuplätschern. Erzählerisch tritt es ohnehin auf der Stelle, wenn man bedenkt, wie dünn die Story ist, die hier auf 138 Minuten ausgewalzt wird. Szenen wie Siennas Albtraum im Clown-Café sind überlang und hätten locker auf die Hälfte gekürzt sein dürfen. Und von solchen Momenten gibt’s einige. Dass schon dem Ende vom Vorgänger ein fantastisches Element hinzugefügt wurde, wird in Terrifier 2 weiter und noch stärker aufgegriffen.

Sienna nimmt es mit Art auf

Das wird nicht jedem Horrorfilm-Freund gefallen, der den Killer lieber in der Realität verwurzelt gesehen hätte. Aber immerhin liefert es die Möglichkeit, Art noch einige Male wiederzusehen. Was aufgrund der darstellerischen Präsenz von David Howard Thornton sogar wünschenswert ist. Die Akteure um ihn herum (Lauren LaVera als Sienna mal ausgenommen) dümpeln im Hinblick auf Schauspiel zwischen Mittelmaß und dem unteren Durchschnitt herum. Dem Art-Darsteller gelingt es dagegen allein über Gestik und Mimik eine durchtriebene Mischung aus Sarkasmus und Böswilligkeit zu liefern, die dem Film letztlich (neben den Maskeneffekten) die Würze verpasst.

Bildqualität (75%)

Terrifier 2 wurde komplett digital gefilmt. Zum Einsatz kamen Kameras vom Typ ARRI Alexa Mini, Red Epic Dragon und auch eine Blackmagic Pocket Camera. Das finale Material wurde über ein 4K-DI gezogen und bildet damit die Basis für die UHD Blu-ray. Im Nachgang spendierte man dann noch ein HDR10-Grading mit erweitertem Farbraum im Rahmen von Rec.2020. Gegenüber der (zu hellen) Blu-ray kommt die UHD Blu-ray stimmiger zum Betrachter.

Der Film ist etwas dunkler gemastert, was die Bilddynamik sichtbar erhöht. Noch immer ist Schwarz nicht perfekt schwarz, aber auch nicht mehr so milchig trüb wie über die Bu-ray. Farben kommt durch die leichte Abdunklung kräftiger rüber, sind aber nicht grundlegend anders. Das Schöne: Entgegen vorheriger UHD Blu-rays von Nameless (Maniac) ist Terrifier 2 nicht in einen Topf aus übersättigten und verfälschten Farben gefallen.

Die UHD ist fern von perfekt, schlägt die Blu-ray aber deutlich

Der gewünschte Look bleibt aber bestehen: Hauttöne tendieren ins Rosa und auf schwarzen Farben liegt nicht selten eine blaue Betonung. Blut erscheint nun allerdings etwas kräftiger rot und weniger orange-lastig. Auf der Habenseite steht (außerdem) das um Welten bessere Encoding gegenüber der Blu-ray. Wo die Full-HD-Scheibe ihre geregelten Schwierigkeiten mit soften Stellen, clusterartigen Ansammlungen und ähnlichen Problemen hat, liefert die 4K-Disk durchweg das konstantere digital hinzugefügte Rauschen.

Das resultiert nicht nur in einem homogeneren Look, der weniger stark vom Geschehen ablenkt, sondern bildet auch Details besser ab. Wo die Blu-ray zuweilen Buchstaben vermatscht, weil das Encoding so unsauber ist, bildet die HDR-Disk diese sauber ab. Uniforme Hintergründe werden konstant mit nachträglichem Korn versorgt und leiden nicht an klumpigen Ansammlungen (Fliesen bei 1’40). Wirklich deutlich mehr Auflösung lässt sich allerdings nicht ausmachen.

Tonqualität (60%)

Für den Ton stehen wie beim Vorgänger zwei DTS-HD-Masterspuren zur Verfügung. Das Problem des ersten Teils war, dass die Scheiben eher dynamik- und effektarm daherkamen. Ein wenig mehr Dynamik gibt es dieses Mal schon, was vor allem für die lauteren Ausreißer während der Gewaltattacken gilt. Da spritzt es schon recht kräftig, wenn Art seinen selbst gemachten Morgenstern schwingt.

Die Effektkanäle werden allerdings erneut nur mäßig bedient. Stellenweise gibt es ein wenig vom Score und vereinzelte Schläge mit den Filmwaffen gelangen ebenfalls von dort ans Ohr. Atmosphärischer Hall während entsprechender Szenen oder gar dynamische Soundeffekte bleiben aber aus. Auch der Tiefbass dürfte kräftiger ins Geschehen eingreifen. Nur selten spürt man mal seine Anwesenheit.

  • Deutsch: DTS-HD Master (60%)
  • Englisch: DTS-HD Master (60%)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial enthält neben einem (nicht untertitelten) Audiokommentar des Regisseurs auch ein neunminütiges Interview mit Leone und Hauptdarsteller Thornton, das wiederum untertitelt ist. Ebenso wie das ausgiebige, 35-minütige Behind the Scenes. Obendrauf gibt’s noch eine Hype Reel, die in drei Minuten schildert, wie aus Art der Kult-Clown wurde. Das 24-seitige Booklet, das etwas mehr über Darsteller, Regisseur und das Subgenre des Fun-Splatters schildert, kommt noch obendrauf.

Gesamtbewertung Terrifier 2 4K Blu-ray (65%)

Terrifier 2 gehört definitiv zu den grafisch härtesten Filmen, die es in den letzten zwei Jahrzehnten ins Kino schafften. Und weil Art immer noch ein besonders perfider, sadistischer Killer ist, dessen Schauspieler das perfekt rüberbringt, kann Leones Film am Ende trotz deutlicher Überlänge und schwachem Drehbuch Genrefans sehr gut unterhalten. Ob einem davon übel wird oder man gar der Ohnmacht anheimfällt, wird wohl jeder für sich erfahren müssen. Die 4K-Disk ist trotz relativ schwach ausgeprägter HDR-Eigenschaften und nur bedingt detailreicheren Bilds die bessere Wahl, da das Encoding wesentlich besser ausgefallen ist als bei der Blu-ray.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 28. April 2023 Review am: 15. Mai 2023
Erscheinungsjahr Film: 2022 Laufzeit: 138 Minuten
Filmstudio: Nameless Media FSK: ab 18 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
1,78:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch: DTS-HD Master
Englisch: DTS-HD Master
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: Panasonic UB9004

 

Disney verschiebt zahlreiche Kinofilme wegen des Autorenstreiks (Marvel, Avatar, Star Wars)

Disney muss aufgrund der Auswirkungen des Autorenstreiks zahlreiche Kinofilme nach hinten schieben. Betroffen sind vor allem große Marken wie Avatar, Marvel und Star Wars.

Über den Autorenstreik in Hollywood hatten wir bereits berichtet: Die WGA (Writers Guild of America) fordert mehr Geld für ihre Mitglieder. In den letzten Wochen kam es schon dazu, dass die Drehbarbeiten zu vielen Filmen und Serien entweder verschoben oder unterbrochen werden mussten. Betroffen sind davon auch Produktionen wie „Blade“, „Thunderbolts“ oder auch Netflix „Stranger Things“.

Vor allem Marvel-Fans müssen sich gedulden

Als Reaktion hat Disney schon eine neue Roadmap vorgelegt, auf der vor allem zahlreiche Marvel-Filme deutlich nach hinten gewandert sind. Wobei es teilweise auch eine „Flucht nach vorne“ gibt. Beispielsweise startet der kommende Film „Deadpool“ 3 mit Ryan Reynolds als Deadpool und Hugh Jackman als Wolverine jetzt mehrere Monate früher als ursprünglich geplant.

Hart trifft es hingegen die Fans von „Avatar“: Die geplanten drei Fortsetzungen starten ein bis teilweise satte 3 (!) Jahre später als zuvor angedacht. Generell erinnern die umfangreichen Verschiebungen fast schon an die Corona-Krise. Gut möglich, dass es auch noch weitere Terminänderungen geben wird. Das hängt freilich davon ab, wie der Streik der Drehbuchautoren weiter verlaufen wird.

Drei Jahre längeres Warten auf „Avatar 5“

„Könige“ der verschobenen Filme sind wohl „Avatar 4“ und „Avatar 5“, die jeweils drei Jahre später anlaufen sollen, als ursprünglich geplant. Das wären jeweils 2029 und 2031 statt 2026 bzw. 2028. Aber auch die beiden nächsten Filme der Reihe „Avengers“ von Marvel verschieben sich beispielsweise jeweils um ein Jahr.

Eventuell tun die Verzögerungen den Produktionen jedoch auch ganz gut: Viele Marvel-Fans waren von den letzten Streifen ernüchtert, was sich auch schon in sinkenden Einnahmen an den Kinokassen gezeigt hat. Doch werft einfach mal einen Blick in unsere Auflistung mit den neuen Startterminen. Letztere gelten jeweils für die USA, können also in Europa bzw. Deutschland ohnehin leicht abweichen.

  • Avengers: Kang Dynasty verschiebt sich vom 2. Mai 2025 auf den 1. Mai 2026.
  • Avengers: Secret Wars verschiebt sich vom 1. Mai 2026 auf den 8. Mai 2027.
  • Captain America: Brave New World verschiebt sich auf den 26. Juli 2024.
  • Deadpool 3 startet früher, statt 8. November 2024 schon am 3. Mai 2024.
  • Thunderbolts verschiebt sich vom 26. Juli 2024 auf den 20. Dezember 2024.
  • Blade verschiebt sich vom 6. September 2024 auf den 14. Februar 2025.
  • Fantastic Four verschiebt sich vom 14. Februar 2025 auf den 2. Mai 2025.
  • Avatar 3 verschiebt sich vom 20. Dezember 2024 auf den 19. Dezember 2025.
  • Avatar 4 verschiebt sich vom 18. Dezember 2026 auf den 21. Dezember 2029.
  • Avatar 5 verschiebt sich vom 22. Dezember 2028 auf den 19. Dezember 2031.
  • Star Wars (ohne Titel) verschiebt sich vom 19. Dezember 2025 auf den 22. Mai 2026.
  • Zweiter Stars-Wars-Film (ohne Titel) startet am 18. Dezember 2026.
  • Moana (Realfilm) startet früher, statt 2. Juli 2025 schon am 27. Juni 2025.
  • Neuer „Alien“-Film startet jetzt am 16. August 2024.
  • The Amateur startet jetzt am 8. November 2024.

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Medien-Deals bei Amazon: Filme für 99 Cent leihen, Paramout+ 7 Tage gratis uvm.

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Microsoft entwickelt keine Games mehr für die Xbox One

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Microsoft hat angekündigt, dass man mittlerweile keine Spiele mehr für die Xbox One entwickele. Stattdessen fokussiere man sich auf die Xbox Series X|S.

So sind die neueren Konsolen auch schon vor fast drei Jahren erschienen – im November 2020. Doch es gab aufgrund der Corona-Pandemie eine ungewöhnlich lange Übergangsphase. Denn die Xbox Series X und auch Sonys PlayStation 5 waren rund zwei Jahre lang fast permanent ausverkauft. Die Hersteller konnten den Bedarf kaum decken, da es Lieferengpässe bei den Zulieferern gab. Mittlerweile gehört dies zum Glück der Vergangenheit an.

Keine neuen Xbox One Spiele, Support für beliebte Titel bleibt bestehen

Doch die Situation führte dazu, dass die Spieleentwickler lange Zeit ihre Titel auch noch für die PlayStation 4 und Xbox One optimiert haben. Doch laut Microsofts Matt Booty sei damit zumindest intern bei Microsoft Schluss. Keines der hauseigenen Studios arbeite noch an Spielen für die Xbox One. Ausnahmen gebe es lediglich in Bezug auf den Support bereits veröffentlichter Titel, wie etwa „Minecraft“.

Xbox One X Project Scorpio Edition
Xbox One X Project Scorpio Edition

Microsoft erklärt aber, dass Besitzer der Xbox One immerhin noch via Cloud-Gaming auf neuere Spiele zugreifen könnten, wenn sie es wünschen. Viele Spieler dürften es jedoch begrüßen, dass die Redmonder die letzte Generation endlich hinter sich lassen. Das weckt Hoffnung auf hochwertigere Current-Gen-Spiele, welche die Leistung stärker ausnutzen.

Xbox Series S als Spaßbremse?

Kritik soll es da hinter den Kulissen allerdings von Entwicklerseite auch immer wieder an der Xbox Series S geben. Es heißt, die leistungsschwächere Konsole bremse die Xbox Series X aus. Microsoft selbst bestritt dies bisher stets und verwies auf den PC-Markt. Dort sei es ebenfalls üblich, dass Spiele für unterschiedlich leistungsstarke Hardware optimiert würden. Das habe den Fortschritt aber nie behindert.

Am Ende muss die Zeit zeigen, wer da richtig liegt. Spannend wird es beispielsweise im September, wenn das Exklusivspiel „Starfield“ für Xbox-Konsolen sowie den PC auf den Markt kommt.

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Vodafone Giga TV: Ab sofort auch mit Apple TV+

Vodafone rüstet seine TV-Plattform Giga TV auf. So integriert man dort nun auch Apple TV+ als App.

Apples Streamingdienst Apple TV+ ist damit also ab sofort auf der TV-Plattform von Vodafone verfügbar. Genutzt werden kann die besagte App für Apple TV+ auf dem Kabelreceiver GigaTV Cable Box 2 und auch auf der GigaTV Net Box. Wollt ihr wiederum auf den Contet bei Apple TV+ zugreifen, benötigt ihr weiterhin ein kostenpflichtiges Abonnement.

Vodafone wertet Giga TV um Apple TV+ auf

So kostet Apple TV+ monatlich 6,99 Euro im Monat. Dort werden euch exklusive Inhalte wie beispielsweise der oscarprämierte Film „Coda“ oder auch Serien wie „The Morning Show“ oder „Ted Lasso“ angeboten. Auch Live-Sport-Übertragungen, darunter Friday Night Baseball und die Major League Soccer Sendung MLS 360, runden das Angebot ab. Laut Vodafone wolle man nach Apple TV+ noch weitere bekannte Anbieter bei Giga TV integrieren.

Apple tvOS 17 erscheint im Herbst 2023.
Apple tvOS 17  für die Apple TV 4K erscheint im Herbst 2023.

Vodafone bietet GigaTV auch in Kombination mit Apple TV 4K (Generation 3) an. Wer bei Vodafone den Tarif GigaTV Net inkl. Apple TV 4K bucht, erhält neben dem Zugang zu GigaTV auch die Set-Top-Box von Apple als Leihgerät im Paket. GigaTV bietet auf Apple TV 4K klassisches Fernsehen mit bis zu 120 TV-Sendern in SD- und HD-Qualität sowie Zugang zu den Inhalten von bis zu 69 Mediatheken.

Vodafone Giga TV ist natürlich nicht kostenlos

Das Bundle aus Premium-Unterhaltungsgerät und TV-Unterhaltungsangebot kostet in den ersten sechs Monaten der 24-monatigen Vertragslaufzeit 9,99 Euro und danach 19,99 Euro pro Monat. Für die Bereitstellung fallen einmalig 49,99 Euro an. Eine zweimonatige Freischaltung von Vodafone Premium ist im Angebot inbegriffen. Das Premium-Pay-TV-Paket, das für monatlich 9,99 Euro hinzugebucht werden kann, umfasst 18 zusätzliche HD-Sender. Apple TV 4K gibt es bei Vodafone zudem als Multiroom-Lösung für die Nutzung von Giga TV in einem weiteren Zimmer. Die monatlichen Kosten für Apple TV 4K im Multiroom-Tarif betragen pro Gerät 10 Euro.

Da können Vodafone-Kunden ja abwägen, ob sich dieses Angebot für sie lohnt.