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Micky Maus – wie alles begann: Disney+ veröffentlicht 28 restaurierte Kurzfilm-Klassiker

Walt Disney veröffentlicht ab dem 7. Juli 2023 eine Sammlung von 28 restaurierten Kurzfilmklassikern auf Disney+. Diese skizzieren die Anfänge von Micky und Minnie Maus, Donald Duck, Goofy, Pluto, Chip und Chap oder Oswald dem lustigen Hasen. 

In diesem Jahr feiert Walt Disney Animation Studios sein hundertjähriges Bestehen, ein wichtiger Meilenstein, der während der Disney100 Feierlichkeiten gebührend gewürdigt wird. Die Sammlung von Kurzfilmen wird eine Vielzahl von Geschichten abdecken, von den frühesten Oswald-Kurzfilmen wie „Trolley Troubles“ und „Alles nass“ aus dem Jahr 1927, bis hin zu Klassikern der Silly Symphony „Tanz der Skelette“, „Meer-Babys“ und „Das Zauberschiff“.

Die Sammlung endet mit einem Höhepunkt: „Chip und Chap auf hoher See“, ein CinemaScope-Kurzfilm aus dem Jahr 1956 mit Donald Duck und seinen Streifenhörnchen-Rivalen, wird gerade rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum von Disney am 16. Oktober veröffentlicht.

Disney feiert 100-jähriges Jubiläum am 16. Oktober 2023

Die Restaurierung dieser Kurzfilme wurde vom Walt Disney Studios Restaurierungs- und Konservierungsteam unter der Leitung von Regisseur Kevin Schaeffer durchgeführt. Zu den kreativen Berater der Walt Disney Animation Studios zählten unter anderem Dorothy McKim, Produzentin für spezielle Projekte und 2D-Animation und Mike Giaimo, gefeierter Produktionsdesigner der „Die Eiskönigin“-Filme und des kommenden Films „Wish“. Dazu gesellte sich noch die Animationslegende Eric Goldberg, der die Animation des Dschinni in „Aladdin“ verantwortete und bei „Pocahontas“ sowie zwei Szenen für „Fantasia 2000“ Regie führte. Alle haben eng mit dem Restaurierungsteam zusammengearbeitet.

Nach der kürzlich abgeschlossenen Restaurierung von „Cinderella“ arbeitet dieses Team nun an der Restaurierung von „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Die Fertigstellung dieser Projekte verspricht noch mehr klassische Disney-Magie für Zuschauer auf der ganzen Welt.

Kurzfilme erscheinen wohl geschnitten

Wir sind ja gespannt, ob die Filmklassiker im Zuge der Restaurierung verändert und/oder zensiert wurden. In der Vergangenheit hat sich Disney+ immer wieder dazu hinreißen lassen, zu brutale, sexuelle oder rassistisch anmutende Szenen aus ihren Werken zu entfernen. Laut einer Aufstellung, wurden in den Kurzfilmen bereits mehrere Szenen entfernt, die sich mit Gewalt, Selbstmord, Schimpfwörtern, Alkohol, Rassismus und Kannibalismus befassen. Mal sehen, wo Walt Disney noch die Schere ansetzt.

Premiere am 7. Juli 2023 auf Disney+

  • DER FREIZEITKAPITÄN (1961) Goofy, ein leidenschaftlicher Wasserskifahrer, versucht, seinem Sohn die Fertigkeiten des Wasserskifahrens zu vermitteln und findet sich unerwartet in einem Wettbewerbsrennen wieder. Während seiner Fahrt zum Sieg kreuzt ein unglücklicher Oktopus seinen Weg und er macht einen Abstecher zu einer Achterbahn.
  • BADETAG (1946) Im Zentrum steht Kater Figaro, der ein Bad von Minnie Maus bekommt (inklusive Schleife und Parfüm) und dann auf eine Bande frecher Straßenkatzen trifft. Der ängstliche Figaro gewinnt den Kampf, als er durch sein Schütteln einen Turm von Mülleimern auf seine Gegner stürzt und als Gewinner hervorgeht. Minnie belohnt ihn mit einem weiteren Bad.
  • MICKY, DER BAUARBEITER (1933) Micky arbeitet mit einer Dampfschaufel auf einer belebten Baustelle, wo Minnie Lunchpakete verkauft und der kokette Karlo der Vorarbeiter ist. Als Karlo seine Flirtversuche übertreibt, eilt Micky Minnie zur Hilfe, was zu einer wilden Verfolgungsjagd durch das Stahlskelett eines Gebäudes und einem spannenden Finale führt.
  • FRANKIES KATZENMUSIK (1947)Minnies Katze Figaro versucht, ein Nickerchen zu machen, wird aber vom Kanarienvogel (Frankie) zum Singen aufgefordert. Ein Streit entbrennt, bei dem Frankies Käfig umstürzt. Minnie glaubt, dass Figaro Frankie gefressen hat, aber der Vogel hat sich bloß versteckt. Am Ende rettet Figaro Frankie vor dem Hund des Nachbarn und der Haussegen hängt wieder gerade.
  • GOOFY MACHT GYMNASTIK (1949)Goofy versucht mit Hilfe einer didaktischen Schallplatte und Gymnastikgeräten, sich in Form zu bringen. Dabei zerstört er seine Fußböden, wird durch den Raum geschleudert und fällt aus dem Fenster, bevor er bewundernd hinter dem ausgeschnittenen Bild des muskulösen Mannes landet, der er sein wollte.
  • TANZ DER SKELETTE (1929) In dieser gruseligen Silly Symphony, begleitet von der makabren Musik von Edvard Grieg (nach einer Bearbeitung von Carl Stalling), spielt ein lebhaftes Skelett-Quartett auf dem Friedhof und tanzt die Nacht durch. Die fantasievolle Animation von Ub Iwerks beinhaltet zahlreiche Friedhofswitze mit Tieren und einem skelettartigen Xylophon.

Premiere am 11. August 2023 auf Disney+

  • DIE VERRÜCKTE OLYMPIADE (1932) Micky und Karlo treten in verschiedenen sportlichen Disziplinen gegeneinander an (Laufen, Rudern, Voltigieren und ein wildes Fahrradrennen im Finale), und der ganze Stall (einschließlich Minnie und Rudi Ross) ist da, um sie anzufeuern. Karlo versucht zu schummeln, aber am Ende gewinnt Micky.
  • DONALDS COUSIN GUSTAV (1939) Donald Ducks gefräßiger Cousin Franz Gans kommt zu Besuch und frisst ihn praktisch um Haus und Hof. Als der direkte Weg, seinen gefräßigen Hausgast loszuwerden, scheitert, greift Donald zu verzweifelten Maßnahmen, um ihn zu vertreiben.
  • KURZBESUCH BEI ONKEL DONALD (1938) Donald versucht, bei seinen drei Neffen – Tick, Trick und Track –, die zu Besuch sind, Kinderpsychologie anzuwenden (mithilfe eines Buchs namens „Modernes Kindertraining“), denn sie lieben es, Unfug zu treiben und ihrem leidgeprüften Onkel Donald Streiche zu spielen. Das Buch zeigt allerdings wenig Wirkung auf das unruhige Trio, das Donald und seinem Haus übel zusetzt.
  • DER TOLLKÜHNE DONALD IN SEINER FLIEGENDEN KISTE (1943) Donald Duck kauft ein klappriges Gebrauchtflugzeug von dem hinterhältigen Besitzer Ben Buzzard, der die ahnungslose Ente mit einem Trick dazu bringt, Ben im Falle eines Unfalls als Begünstigten einzusetzen. Ben führt Donald dann auf einen waghalsigen Flug und versucht, das Flugzeug zum Absturz zu bringen, um aus Donalds Unglück ein Vermögen zu machen.
  • GOOFY UND WILBUR (1939) Mit diesem originellen Kurzfilm, in dem er gemeinsam mit seinem Grashüpfer-Kumpel Wilbur versucht, Fische in sein Netz zu locken, startete Goofy eine Reihe eigener Zeichentrickfilme. Erst, als es zu spät ist, bemerkt Goofy, dass Wilbur in Gefahr ist, und versucht, seinen Freund vor einem ungewissen Schicksal mit einem hungrigen Frosch zu retten.
  • MICKYS DAMPFWALZE (1934) Micky Maus fährt gerade eine Dampfwalze, als seine ungestümen Zwillingsneffen Mack und Muck in Begleitung von Minnie vorbeikommen. Während Micky mit Minnie flirtet, klauen die Zwillinge die Maschine und machen sich auf den Weg der Zerstörung, woraufhin Micky ihnen hinterherjagt. Schließlich dreht sich die Jagd um, was zu einem chaotischen, aber glücklichen Moment führt.

Premiere am 5.-8. September 2023 auf Disney+

  • ALLES NASS (1927) Oswald gibt sich als Rettungsschwimmer aus, um Fanny Cottontail zu beeindrucken. Aber kann Oswald sie auch retten, als Fanny im Meer in Schwierigkeiten gerät und zu ertrinken droht? 
  • TROLLEY TROUBLES (1927) Zugführer Oswald wird von einer Kuh aufgehalten, die sich weigert, sich zu bewegen. Dann steht er vor einem steilen Hügel, den die Bahn nur mit Mühe bewältigen kann. Als er endlich über den Hügel kommt, gerät die Draisine außer Kontrolle. Kann Oswalds Glückshasenpfote ihn retten?
  • DAS GEFUNDENE FRESSEN (1940) In diesem ersten offiziellen Teil der Pluto-Zeichentrickserie ist unser furchtloser kleiner Hund auf der Flucht, nachdem er Butch, der Bulldogge, einen Knochen gestohlen und in einem Spiegelkabinett Zuflucht gefunden hat. Seine anfängliche Angst vor den Zerrbildern führt zu einem lustigen Abenteuer, bei dem er sich die Spiegel zunutze macht, um Butch abzuwehren.
  • MEER-BABYS (1938) Für die Gestaltung dieser Unterwasser-Silly-Symphony holte Walt Disney seine ehemaligen Kollegen Hugh Harman und Rudy Ising ins Boot. Die Wellen des Ozeans formen Meerbabys, die auf einen Zirkus-Spielplatz auf dem Meeresgrund gerufen werden, wo sie mit einer Parade von Seepferdchen, Seesternen und anderen Meeresbewohnern interagieren, bevor sie wieder an der Oberfläche verschwinden, von der sie kamen.
  • MICKYS KÄNGURUH (1935) Micky und Pluto sind sofort zur Stelle, als ein australischer Freund ein boxendes Känguru und sein Kind zu ihnen schickt. Pluto ist zunächst stinksauer, als die Besucher seine neue Hundehütte demolieren und sein Futter auffressen, aber Micky begrüßt die Gelegenheit, einen Boxpartner zu haben. Ende gut, alles gut, denn schließlich werden sie zu einer höchst ungewöhnlichen Großfamilie.
  • PLUTO WILL SPIELEN (1934) Pluto versucht, Micky beim Frühjahrsputz und Laubsammeln zu helfen, aber der Tag versinkt im Chaos, als ein Wirbelwind, ein undichter Schlauch mit ganz eigenem Kopf und eine Fliegeninvasion hinzukommen. Pluto gerät in eine brenzlige Situation mit einer Rolle Fliegenpapier, die zu einigen seiner denkwürdigsten Szenen überhaupt führt.
  • PLUTO, JUNIOR (1942) Pluto und Pluto Junior genießen ein gemütliches Nachmittagsschläfchen, als der verspielte Welpe sich mit einem Ball, einem Luftballon, einem Wurm, einem Vogel und einer Wäscheleine verheddert. Pluto rettet seinen Sohn aus einer brenzligen Situation, bleibt dabei selbst hängen, schafft es aber, mit einem kräftigen Platsch zu landen.
  • TANZ IN DER SCHEUNE (1929) Micky führt Minnie zum Tanzen aus, aber als er ihr beim Tanzen ständig auf die Füße tritt, lässt sie ihn für den besseren Tänzer, Karlo, stehen. Micky sitzt weinend auf dem Boden.

Premiere am 6. Oktober 2023 auf Disney+:

  • CAMPINGFREUDE (1934) Micky, Minnie, Klarabella und Rudi Ross sind auf einem Campingausflug und genießen die freie Natur, bis die Ankunft eines einzelnen Moskitos zu einem Großangriff mit einer ganzen Armee von stechenden Plagegeistern eskaliert. Die Camper wehren sich mit einigen einfallsreichen Gegenmaßnahmen.
  • CHIP UND CHAP AUF HOHER SEE (1956) Die hungrigen Streifenhörnchen Chip und Chap haben nur noch eine letzte Eichel, als sie am anderen Seeufer einen Baum mit Eicheln entdecken, der Donald Duck gehört. Das einfallsreiche Duo entwendet Donalds Schiff aus einer Flasche und macht sich auf den Weg zu dem Baum, was sich Donald allerdings nicht ohne weiteres gefallen lässt. Sie nehmen Donald jedoch den Wind aus den Segeln und am Ende sind sie es, die zuletzt lachen.
  • DAS GEIGENKONZERT (1930) Eines von Mickys Abenteuern, in denen er ein eifriger Violinist ist. Mit widerspenstigem Haar spielt Micky eine Reihe and Liedern und zeigt eine weite Bandbreite an Gefühlen.
  • DONALD, DER HOBBYTAPEZIERER (1948) Donald Duck versetzt ein Hornissennest in Aufruhr, als er sich mit einer Biene namens Spike anlegt, die versucht, Donalds Blumentapete zu bestäuben. Als Donald Spike mit Tapetenkleber in eine Falle lockt, kommt es zu einem Sparringkampf zwischen den beiden. Der ganze Plan geht nach hinten los, als Spike die Flucht gelingt und er einen ganzen Schwarm seiner Bienenfreunde anheuert, um Rache zu üben.
  • OLD MACDONALD HAT ‘NE FARM (1941) Donald Duck gewöhnt sich an seine Aufgaben auf dem Bauernhof, wie etwa das Füttern der Tiere und das Melken der Kuh Clementine, muss aber feststellen, dass ihm eine hartnäckige Fliege die Suppe (oder besser gesagt, die Milch) versalzt und ihn aus dem Konzept bringt.
  • IST DIE KATZE AUS DEM HAUS … (1929) Als Kat Nipp weg ist, übernehmen Micky, Minnie und eine Gruppe schelmischer Mäuse sein Haus und unterhalten sich mit allerlei musikalischem Chaos. Micky und Minnie tanzen über die Klaviertasten, benutzen ein Stück Schweizer Käse als Notenrolle und finden eine originelle neue Methode, um eine Schallplatte abzuspielen.
  • DAS ZAUBERSCHIFF (1938) Dieser kunstvolle Trickfilm der „Silly Symphony“-Reihe ist eine traumartige Fantasiegeschichte über drei Babys, die in einem hölzernen Schuhboot zum Mond reisen. Unterwegs gehen sie auf Sternenjagd und fangen einen Kometen in ihrem Netz, der sie durch den Nachthimmel zieht. Als ein Sturm losbricht, gleiten sie auf einem Mondstrahl zur Erde und zurück in eine Wiege wie kleine Schlafmützen.

MagentaTV integriert ab sofort das kostenlose Streaming-Angebot Pluto TV

MagentaTV der Deutschen Telekom integriert ab sofort auch Pluto TV. Kunden des Unternehmens erreichen das werbefinanzierte Streaming-Angebot auf Knopfdruck.

Pluto TV ist ein Streaming-Angebot, das mit mehreren Kanälen arbeitet, die allesamt linear ausstrahlen. Ihr könnt also nicht direkt auf Abruf z. B. einzelne Filme oder Serien vorfinden. Dafür sieht es so aus, dass Pluto TV für euch kostenlos ist. Doch das Angebot arbeitet mit Werbung und finanziert sich auf diese Weise. Ihr könnt auf Pluto TV übers Web zugreifen.

Hier geht es zum kompletten Angebot von MAGENTA TV

Mehr als 150 FAST-Channels und mehr als 1.000 Stunden On-Demand-Inhalte sind kostenlos bei Pluto TV zu sehen. Beispielsweise habt ihr Zugriff auf Kanäle wie Pluto TV Star Trek, SpongeBob Schwammkopf oder auch Comedy Central South Park. Pluto TV gehört dabei zu Viacom CBS. PlutoTV wird jetzt auf allen neuen MagentaTV-Boxen als App vorinstalliert. Nutzer können unter dem Menüpunkt „TV-Programm“ Inhalte von Pluto TV abrufen.

Pluto TV weist auf seine Highlights im Juli 2021 hin
Pluto TV hat auch SpongeBob Schwammkopf im Programm.

Ab dem 28. Juni 2023 können Abonnenten von MagentaTV an ihren neuen Geräten ab Werk auf Pluto TV zugreifen. Wer bereits mit der Technik versorgt ist, kann die App kostenlos über den Google Play Store beziehen. Außerdem verfügt Pluto TV über mehr als 1.000 Stunden On-Demand-Inhalte in der programmbegleitenden Mediathek, die ebenfalls über MagentaTV abrufbar sind. Die App ist auf MagentaTV leicht zu finden, unter anderem unter dem Menüpunkt Apps. Eine zusätzliche Registrierung ist für die Nutzung von Pluto TV nicht erforderlich.

Pluto TV liegt im Trend

Pluto TV liegt im Grunde mit seinem werbefinanzierten Angebot voll im Trend. Auch Sky Deutschland plant etwa für WOW einen werbefinanzierten Tarif – Netflix hat bereits einen eingeführt. Und dann wäre da natürlich auch noch Amazon Freevee, ebenfalls ein werbefinanziertes Streaming-Angebot. Wie man sieht, findet die Werbeindustrie stets ihren Weg, ihre Zielgruppen zu erreichen.

Twitter will Smart-TVs mit eigener Video-App erobern

Twitter plant eine eigene App für Smart-TVs. So will die Plattform offenbar den Fokus stärker auf Videos legen.

Neu ist das Konzept nicht, dass eine Plattform, die vorwiegend im mobilen Bereich erfolgreich ist, versucht sich auch an Smart-TVs zu etablieren. Denn auch TikTok oder Instagram haben da bereits Versuche unternommen. Das Paradebeispiel ist sicherlich auch YouTube. Das Videonetzwerk von Google ist an Smart-TVs und Mediaplayern überaus erfolgreich.

Entwickelt sich Twitter in Richtung TikTok?

Offensichtlich möchte Twitter da gerne ein Stück vom Kuchen abhaben. Der Besitzer Elon Musk (SpaceX, Neuralink, Tesla) hat jedenfalls im sozialen Netzwerk selbst kundgetan, dass eine Anwendung für Smart-TVs in der Mache sei. Das passt zu dem Umstand, dass User mittlerweile bei Twitter deutlich längere Videos hochladen dürfen. Und gerade längere Clips lassen sich natürlich an einem großen Bildschirm angenehmer konsumieren als am mobilen Endgerät.

Wann die Twitter-App für TVs erscheint, ist aktuell offen.
Wann die Twitter-App für TVs erscheint, ist aktuell offen.

Leider wissen wir derzeit aber nicht, wann denn die Twitter-App für Smart-TVs (und wohl auch Mediaplayer) erscheinen könnte. Die Geschäftsführerin Linda Yaccarino hatte gegenüber Partnern nur vage bestätigt, dass das Netzwerk sich stärker auf Videos fokussieren werde. Da sieht man wohl viele Monetarisierungsoptionen durch Werbung.

Twitter will seine Werbeoffensive ausbauen

Geplant ist wohl auch direkt mit Creatorn zusammenzuarbeiten und deren Inhalte z. B. durch exklusive Sponsorships zu versilbern. Dann könnte, als fiktive Beispiel, z. B. Samsung eine bestimmte Videoreihe sponsern und exklusiv für seine Produkte werben. Laut Twitter könnte sich das für Marken lohnen: Rund 10 % ihrer Nutzungszeit verbringen die Anwender bei Twitter bereits nur mit dem Konsum von Videos. Die Tendenz ist wohl steigend.

Wie sieht es denn bei unseren Lesern aus? Habt ihr ein Interesse Twitter an Smart-TV oder Mediaplayer zu verwenden?

„Star Trek: Picard“: Keine UHD Blu-ray zu Staffel 3 geplant

„Star Trek: Picard“ wird auch mit der finalen Staffel keine Auswertung in 4K erhalten. So ist keine Ultra HD Blu-ray geplant.

Während die ersten beiden Staffeln zu „Star Trek: Picard“ von Fans größtenteils negativ aufgenommen worden sind, insbesondere gilt das für Staffel 2, die bei etwa Rotten Tomatoes bei einem desaströsen Audience-Score von 30 % verweilt, konnte Season 3 die Kehrtwende bringen. Ein neuer Showrunner entledigte sich größtenteils des Ballastes aus den ersten beiden Runden und vereinte die Crew von „Star Trek: The Next Generation“ erneut.

Die 3. Staffel Star Trek Picard kommt gut an

Der sanfte Neustart, leider erst in der finalen Staffel der Serie, sorgte für eine deutlich positivere Resonanz des Publikums. So vermuten wir, dass auch viele Fans von „Star Trek: The Next Generation“, die mit den ersten beiden Runden nichts anfangen konnten, mit Staffel 3 warm geworden sind – und jetzt gerne eine Ultra HD Blu-ray mit bestmöglicher Qualität besitzen würden. Dem hat Paramount aber eine Absage erteilt.

DVD und Blu-ray zu „Star Trek: Picard – The Final Season“ erscheinen am 5. September 2023. Es wird sowohl ein Steelbook als auch eine Amaray geben. Bedauerlicherweise ist keine 4K-Fassung in Sicht. Das ist besonders schade, da man immerhin mit „Star Trek: Strange New Worlds“ den Sprung in die UHD-Ära gewagt hat.

„Star Trek: Picard“: Haben Fans ausreichend Interesse an einer UHD Blu-ray?

Zwar ist „Star Trek: Picard“ nicht in 4K-Auflösung produziert worden, könnte aber dennoch von einer 4K-Fassung profitieren. So würde eine UHD Blu-ray die erweiterten Farben besser widerspiegeln. Denn das Master soll in 12-bit HDR DCI-P3/D65 Dolby Vision vorliegen. Hier wäre also eine Auswertung auf UHD Blu-ray schon deswegen ein echter Mehrwert.

Dagegen spricht für CBS und Paramount vielleicht auch, dass Staffel 1 und 2 ebenfalls nur als DVDs und Blu-rays veröffentlicht worden sind. Ein Umschwenken zu einer 4K-Disc für die finale Staffel erscheint dem Studio vermutlich als wenig lohnenswerter Bruch. Aber unterschätzt man da vielleicht das Interesse der Fans an Season 3?

„Star Trek: Picard“ läuft in Deutschland bei Amazon Prime Video.

Wir hoffen auf ein Umdenken, denn Staffel 3 von „Star Trek: Picard“ als UHD Blu-ray würde die Sammlung zu „Star Trek: The Next Generation“ abrunden. Immerhin sind ja auch die vier Kinofilme mittlerweile in 4K zu haben.

Die Ära des LCD: Forschung und Entwicklung nähert sich dem Ende

Die Entwicklung und Forschung im Bereich LCD (Liquid Crystal Display) scheint sich dem Ende zu nähern. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine qualitativen Verbesserungen im Bereich LCD-TV mehr geben wird! 

Die Welt der TV-Geräte hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Vor allem LCDs erlebten einen zweiten Frühling. Doch mit sinkenden Preisen im LCD-Markt und der zunehmenden Dominanz von OLED scheint sich die Forschung und Entwicklung mit Flüssigkristalldisplays nicht mehr zu lohnen. Bedeutet, das Elektronik-Monster LCD, welches über Jahrzehnte den TV-Markt beherrschte (und immer noch beherrscht), wird wohl keine Verbesserungen oder Optimierungen mehr erfahren. Man ist am Ende der Fahnenstange angekommen.

LCD-Entwicklungen nur noch bei AR/VR

Entwicklungen im LCD-Bereich soll es lediglich noch im Bereich Augmented Reality (AR) oder Virtual Reality (VR) geben. Es wird jedoch darauf spekuliert, dass keine großen Sprünge in puncto Qualität zu erwarten sind. Die allerletzte Verbesserung bei LCD-Display kam übrigens von Merck und nennt sich IPS Black. Diese Technologie wurde für LG Display und BEO entwickelt und liefert nicht nur einen guten Blickwinkel, sondern verbessert die Kontrastdarstellung zum Teil drastisch. Die Technik kommt derzeit aber nur in PC Monitoren zum Einsatz.

LCD-Fernseher glänzen dank LED-Upgrades

Die EU-Preise für Samsungs 2023 NEO QLED TVs mit 4K und 8K Auflösung sind da!
Samsungs NEO QLED TVs zeigen, dass die LCD-Technik definitiv noch am Leben ist!

Der TV-Markt bleibt aber sicherlich nicht untätig und schaut der LCD-Technik beim Sterben zu. Während die Komponenten der Flüssigkristalldisplays nicht weiterentwickelt werden, gibt es definitiv noch Verbesserungen bei den Filterschichten bzw. bei der Hintergrundbeleuchtung. Mini-LED dürfte mittlerweile jedem ein Begriff sein. Die Beleuchtungstechnologie, die sich auf extrem kleine LEDs stützt und sehr fein gerastert werden kann. Liefert bei High-End-Modellen unglaubliche Farbbrillanz, breite Kontraste und ansehnliche Schwarzwerte. In Kombination mit Quantum Dot-Farbfiltern, liefern Geräte wie Samsung NEO QLED TVs 2023 eine hervorragende Bildqualität.

Werden OLED und QD-OLED übernehmen?

König LCD denkt langsam an den Ruhestand, regiert aber immer noch mit. Displaytechnologien wie OLED, QD-OLED oder Micro-LED werden vielleicht irgendwann den kompletten Markt dominieren und dann bleibt von LCD nicht viel mehr übrig als eine Erinnerung und das ein oder andere Liebhabergerät, ähnlich wie bei Plasma.

WOW zieht seine Streaming-Tarife mit WOW Premium neu auf

Sky Deutschland baut bei WOW die Tarife neu auf. So gibt es künftig mit WOW Premium ein neues Angebot.

WOW Premium scheint dabei preislich dem bisherigen Angebot zu entsprechen. Denn wer bereits Abonnent ist, erhält aktuell eine E-Mail und wird darüber informiert, dass auf seiner Rechnung bald WOW Premium ausgewiesen wird. Das Nicht-Premium-Angebot hingegen wird fortan das „normale“ WOW ohne Namenszusätze sein und offenbar Werbung von Drittanbietern integrieren.

Entsprechend erklärt Sky Deutschland, man werde die Preise einiger Abonnements senken, wird da aber sonst nicht konkreter. Auch WOW Premium ist jedoch nicht komplett werbefrei. Ähnlich wie bei Amazon Prime Video läuft nämlich vor dem Start vieler Filme und Serien erstmal Eigenwerbung für anderen WOW-Content. In Aussicht stellt man jedenfalls, dass Nutzer des WOW-Abonnements mit Werbung WOW Premium dann gegen einen Aufpreis von 5 Euro dazubuchen können.

WOW informiert Kunden derzeit über die neuen Modalitäten.
WOW informiert Kunden derzeit über die neuen Modalitäten.

WOW Premium bietet nach Angaben von Sky zwei Streams gleichzeitig, 1080p als maximale Auflösung sowie 5.1-Surround-Sound. Es gibt hier drei verschiedene Tarife: WOW Serien, WOW Filme & Serien sowie WOW Live-Sport. Man sollte abwarten, wie sich da bald die Preise entwickeln, wenn Sky Deutschland WOW und WOW Premium voneinander abgrenzt.

WOW: Technisch nicht auf der Höhe der Zeit

Klar ist, dass WOW technisch veraltet ist. Weder bietet man 4K-Auflösung noch HDR. Außerdem verzichtet man weiterhin auf 3D-Klang wie Dolby Atmos. Das kann man sich mit Paramount+ die Hände schütteln. Letztere haben immerhin vage ein Upgrade auf 4K für den Jahresverlauf in Aussicht gestellt.

WOW ist ebenfalls berüchtigt für seine schlechte Kompression sowie die wenig performante App. Insofern muss sich auch zeigen, wie die Zahlungsbereitschaft der Abonnenten sich in Zukunft so verhält.

Mehr Beiträge zu den Themen „Wow“ und „Sky“:

Netflix zeigt ersten Trailer zur Live-Action-Serie „One Piece“

Netflixs Live-Adaption des legendären Manga One Piece wurde endlich im Video vorgestellt. Ab dem 31. August 2023 machen sich Luffy, Zoro, Nami, Sanji und Co. auf die Suche nach dem legendären Schatz des Piratenkönigs!

Im Rahmen des „Tudum“-Events enthüllte Netflix viele neue Projekte, darunter auch den ersten Teaser-Trailer für eine Live-Action-Variante der One Piece-Serie. Die Adaption mit echten Schauspielern basiert auf den legendären Manga (und Cartoon-Serie) aus dem Jahr 1997 von Eichiro Oda. Der Manga gehört zu einem der erfolgreichsten „Kulturexporten“ im bereich visueller Erzählung und ist mit derzeit über 100 Bänden immer noch nicht auserzählt. Oda verriet, dass die Geschichte wohl erst nach 20-30 Bänden ein Enden finden wird. Theoretisch genug Stoff, für eine Erfolgsserie!

One Piece-Fans stehen Live-Serie kritisch gegenüber

Die erste Staffel One Piece wird ab dem 31. August auf Netflix zu sehen sein und umfasst acht Folgen. Ab diesem Zeitpunkt gilt es sich zu beweisen. Seit Jahrzehnten verfolgen eingefleischte Fans die Mangas und Cartoons und haben daher auch eine ganz spezielle Vorstellung von der Welt, in denen die Strohhut-Piraten ihr Unwesen treiben. Kann die Live-Adaption von Netflix überhaupt eine Chance, den Vorstellungen der Fans gerecht zu werden? Wir vermuten, dass sich die One Piece-Serie so einiger Kritik stellen muss, primär von Fans der ersten (oder zweiten) Stunde. Ist One Piece vielleicht am Ende eher etwas für Netflix-Abonnenten, die noch gar keine Berührungen mit dem beliebten Manga hatten?

Netflix nicht die richtige Plattform?

Wir möchten jetzt nicht den Teufel an die Wand malen und wir wünschen dem Projekt sowie deren Schauspielern viel Erfolg. Doch die Frage, ob ein solches Mammut-Projekt bei Netflix gut aufgehoben ist und ob es hier überhaupt einer Live-Adaption bedarf, muss man stellen dürfen. Netflix hatte in der Vergangenheit ja immer wieder bewiesen, dass Quantität vor Qualität geht und so geschah es nicht selten, dass große Projekte bereits nach der ersten Staffel eingestellt wurden, egal welcher große Name dahinterstand.

Wie ist euer Eindruck nach dem ersten Trailer? Seid ihr One Piece-Fans und wenn ja, gebt ihr der Live-Adaption eine Chance?

Mehr Beiträge zum Thema „Netflix“:

 

Warners „The Flash“ und Pixars „Elemental“ bleiben im Kino hinter den Erwartungen zurück

Im Kino sind mehr und mehr Zuschauer der Superhelden überdrüssig: „The Flash“ startet weltweit deutlich schwächer als erwartet.

So konnte der DC-Film mit Ezra Miller als rotem Blitz und Michael Keaton als Batman innerhalb der ersten vier Tage nach dem Start in den USA ca. 64 Mio. US-Dollar einspielen. Das verantwortliche Studio Warner Bros. Discovery hatte sich für den genannten Zeitraum 70 bis 75 Mio. US-Dollar erhofft. Damit bleibt „The Flash“ deutlich hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass derlei Produktionen nach dem Start oftmals rasch ihren Aufwind einbüßen. Weltweit sollen bisher ca. 139 Mio. US-Dollar drin gewesen sein.

Negativschlagzeilen und Trendwende bei Superhelden

Das Budget des Films lag bei ca. 200 bis 220 Mio. US-Dollar. Streifen wie „The Flash“ müssen üblicherweise mindestens das Doppelte der Produktionskosten einspielen, um in die Gewinnzone zu rutschen. Das liegt daran, dass noch sehr teures Marketing eingerechnet werden muss und natürlich ein Teil der Einnahmen an die Kinobetreiber geht. Negativ hat sich auf die Performance von „The Flash“ wohl auch ausgewirkt, dass Hauptdarsteller Ezra Miller 2022 stark in die Negativschlagzeilen geriet.

Dazu kommt, dass aufgrund diverser Streiks in Hollywood viele Schauspieler aufgrund der Regeln der Gewerkschaften nicht oder nur eingeschränkt an der Vermarktung von Filmen teilnehmen können. Auch ebbt der Trend der Superhelden-Filme immer mehr ab, was z. B. auch Marvel mit „Ant-Man: Quantumania“ spüren musste. Bei „The Flash“ kommt dazu, dass viele Zuschauer wissen, dass DC ohnehin sein Filmuniversum einem Neustart unterzieht, die Relevanz des Streifens also zweifelhaft ist.

Ausblick für Pixars „Elemental“ und „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“

Doch auch andere Filme mussten Schlappen hinnehmen: Auch Pixars „Elemental“ startet schlechter als erhofft. Innerhalb von vier Tagen kamen in den USA Einnahmen von 33,3 Mio. US-Dollar zusammen. So waren die Kritiken aus Cannes schon durchwachsen und bemängelt wurde, es handele sich hier um ein schlechteres Abziehbild von Filmen wie „Inside Out“ oder auch „Soul“.

Auch für „Indiana Jones: Das Rad des Schicksals“ sieht es düster aus. Analysten prognostizieren einen sehr schwachen Start des Films. Einerseits hätten viele Fans noch die Enttäuschung über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ im Kopf und andererseits sind die Vorab-Kritiken hier ebenfalls sehr durchwachsen ausgefallen. Diejenigen, die von Kathleen Kennedys bisheriger Strategie rund um Lucasfilm ernüchtert sind, werden ebenfalls immer lauter.

So rechnen Marktforscher damit, dass der Film am Ende sogar für Disney rote Zahlen verheißen könnte. Doch warten wir es einmal ab, denn die Analysten würden sich nicht zum ersten Mal täuschen.

Sony Bravia: Bald auch mit Videotelefonie von Zoom

Videokonferenzen direkt am Fernseher: Das macht Sony jetzt an ausgewählten Bravia-TVs in Kooperation mit Zoom möglich.

Eine wichtige Voraussetzung gibt es jedoch: Euer TV-Modell muss zur Bravia Cam von Sony offiziell kompatibel sein. Dies trifft auf viele Fernsehgeräte ab 2022 zu. Dank der neuen Partnerschaft könnt ihr dann von der Couch aus Videochats führen, an Meetings teilnehmen und dabei die Vorzüge eines großen Bildschirms genießen. Sony Bravia ist die erste TV-Marke, die die „Zoom for TV“-App im Google Play Store unterstützt.

So könnt ihr ja an den Bravia-TVs von Sony dank Android TV bzw. Google TV auf den Play Store zugreifen. Dort steht eine enorme Auswahl an Apps stramm. Bald soll eben auch Zoom for TV dazu zählen. Wie man es von Sony kennt, so dürft ihr aber nicht direkt loslegen. Vielmehr sprechen die Japaner vage von einer Verfügbarkeit im „Frühsommer dieses Jahres“.

Der A95L QD-OLED-TV von Sony wird inkl. Bravia Cam (abnehmbar) ausgeliefert
Der A95L QD-OLED-TV von Sony wird inkl. Bravia Cam (abnehmbar) ausgeliefert

Via Zoom könnt ihr dann nicht nur Videochats auf einem TV-Bildschirm beanspruchen, sondern auch noch die Bildschirmfreigaben und Kooperationstools verwenden. Zugleich stehen die allgemeinen Funktionen der Bravia Cam zur Verfügung: Diese erkennt zum Beispiel, wo und in welcher Entfernung vom Fernseher sich die Zuschauer befinden und passt die Ton- und Bildeinstellungen entsprechend an.

Sony Bravia mit Zoom: Was sind die Anwendungsgebiete?

Ob es so viele TV-Besitzer gibt, die Zoom am Fernseher verwenden möchten, ist schwer zu sagen. Sony selbst sieht etwa Home-Office-Meetings, aber auch Fernunterricht oder private Gespräche mit Freunden und Familie als Anwendungsgebiete. Kompatibel sind konkret zur Bravia Cam und damit auch zu Zoom die Bravia-Modelle: X95L, X93L, A80L, X90L, X85L, X80L, X75L, Z9K, A95K, X95K, A90K, A80K, A75K, X90K, X90S, X85K und X80K. Wir wünschen viel Spaß mit den Videochats!

Im Westen nichts Neues [2022] auf 4K Blu-ray im Test: Krasser Sound

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Wir testen den Oscar-Hit „Im Westen nichts Neues“ auf 4K UHD Blu-ray. Der bislang womöglich größte Erfolg eines Netflix-Films bei den Academy Awards hat es ganz schön in sich!

Inhalt (75%)

1930 inszenierte der Amerikaner Lewis Milestone das vom deutschen Schriftsteller Erich Maria Remarque geschriebene Antikriegs-Buch Im Westen nichts Neues. Zu verdanken war dies dem gebürtigen Schwaben Carl Laemmle Senior, der 1912 die Universal Studios gründete und das Buch bei einer seiner Heimataufenthalte entdeckte. Ein Glücksfall, denn in Deutschland hätte es so bald keine Verfilmung der Geschichte gegeben. Die Nationalsozialisten hatten Remarque bereits auf der Abschussliste und warfen den Roman 1933 auf den großen Haufen ihrer Bücherverbrennung.

Erstaunlich jedoch, dass sich erneut die Amerikaner an ein zeitgemäßes Remake wagten, das 1979 als TV-Film mit prominenter Besetzung (u. a. Henry Thomas, Ernest Borgnine, Ian Holm und Donald Pleasance) die Story erneut aufgriff. Weitere 42 Jahre später war es dann aber so weit. Zwar (auch) mit internationalen Geldern und im Auftrag von Netflix produziert sowie dem Schweizer Regisseur Edward Berger als Inszenator besetzt, wurden immerhin weitgehend deutsche Schauspieler gecastet. So ausgerüstet avancierte Im Westen nichts Neues zum Hit beim Streaminganbieter und schrieb im März 2023 Geschichte, als er mit vier gewonnenen Oscars als erfolgreichster deutscher Film aller Zeiten von den 95. Annual Academy Awards nach Hause kam.

So hatte sich Paul den Krieg nicht vorgestellt

Berger hat gemeinsam mit seinen Co-Autoren Paterson und Stokell die Originalgeschichte in vielen Teilen deutlich verändert. Er fügte Figuren hinzu und nahm andere Dinge heraus. Das ist nicht immer gelungen, weil es teils historisch nicht authentisch ist oder aber die Aussage des Buchs komplett verändert. Konzentrierte sich die Vorlage wie auch die Erstverfilmung auf das Kriegsszenario und integrierte familiäre Elemente, nimmt Im Westen nichts Neues bspw. die wichtige Figur Himmelreich raus und fügt dafür jene des Matthias Erzberger hinzu – verschob das Geschehen also zwischendurch von der Front auf Friedensverhandlungen. Das macht den Film insgesamt globaler und weniger intim als die bisherigen Fassungen.

Einige Bilder bieten allerdings auch frische Ansätze: Wenn nach den ersten, bereits sehr intensiv geschilderten Kampfhandlungen, die Leichen auf Stapeln liegen und man ihnen die Marken zur Identifizierung abnimmt, hat das etwas notwendig-Mechanisches. Die Verheizung von menschlichem Kanonenfutter macht der Film hier aber nicht nur durch die Anhäufung von Toten sichtbar, sondern auf subtile Weise, indem die kaputtgeschossene Kleidung in dicken Bündeln nach Hause geschickt, gewaschen und von Näherinnen wieder aufbereitet wird, damit neue Infanteristen (wie Paul Bäumer) sie tragen können – die bittere Erkenntnis aus diesen Kreislauf-des-Kriegs-Szenen: Soldaten können nicht auf diese Weise zusammengeflickt werden. Denn was auch Im Westen nichts Neues im Jahre 2022 eindrücklich klarmacht: Krieg kennt keine Sieger und Verlierer. Krieg kennt nur Opfer.

Für Matthias Erzberger ist jeder Tote einer zuviel

Die Sinnlosigkeit, mit der junge und jüngste Soldaten über Matschfelder voller Granatenkrater sprinten, um am Ende zehn Meter Landgewinn verzeichnen zu können, ist offenbar. Berger setzt das während der Kampfszenen in packenden Bildern um, die durchaus an großes US-Kino wie 1917 erinnern. Die weite Landschaft Tschechiens diente als Grundlage für die ausufernden Schützenfelder, die von der oscarprämierten Kameraarbeit James Friends sensationell in Szene gesetzt wurden. Friend ist mit der Kamera immer nahe und dynamisch dabei, ohne jedoch in ärgerliche und nervige Wackelei zu verfallen. Hin und wieder nimmt er sich außerdem Zeit, das Schlachtfeld ganz ruhig zu zeigen, die tödlichen Resultate der Auseinandersetzungen lediglich zu dokumentieren – Bilder, die nachwirken.

Was dem Film allerdings in die Suppe spuckt, sind seine deutlich zu hellen, klaren und kontrastreichen Bilder, die über die Disks glatt und rauschfrei wiedergegeben werden (siehe Kapitel Bildqualität). Wären Produktionsdesign und Kostüme nicht so überzeugend, wäre es schwierig, sich in die Zeit des Ersten Weltkriegs einzufinden. Hier hätte man durchaus offensiver mit einer gewissen Körnung oder farblicher Stilisierung arbeiten können. Auch die teils sehr deutliche Tiefen-Unschärfe ist ein Problem, weil der Fokus dann oft durch geringe Bewegungen schon verloren geht. Ebenfalls schwierig: Die oft hingenuschelten Dialoge. Schon während der akustisch halbwegs übersichtlichen Momente hört man längst nicht alle Darsteller gut. Kommen lautere Umgebungsgeräusche oder Euphorie-Momente hinzu, kann man mitunter kaum etwas verstehen – und das in einem deutschsprachigen Film.

Bildqualität (90%)

Im Westen nichts Neues wurde durchgängig mit hoch- und höchstwertigen Kameras aufgenommen. Zum Einsatz kamen die ARRI Alexa 65, die Alexa Mini LF, die RED Weapon Monstro und die Sony CineAlta Venice. Von den unterschiedlichen Auflösung zwischen 4.5K und 8K wurde final ein 4K-DI gezogen, sodass wir es mit einem durchgängig nativen 4K-Prozess zu tun haben. Netflix ließ das Ganze mit HDR10 und Dolby Vision graden, was von Capelight für die Disk entsprechend übernommen wurde.

Gegenüber der Blu-ray fällt zunächst auf, dass die zuletzt häufig beobachtete, deutliche Abdunklung erst einmal so nicht stattfand. Die UHD Blu-ray ist nur dezent dunkler abgestimmt, was allerdings nie zu einem Durchzeichnungsproblem führt, das die Blu-ray nicht ohnehin selbst hat. Eher im Gegenteil hat man bei den ganz düsteren Momenten den etwas harschen Kontrast der Blu-ray zurückgefahren, was für harmonischere Hell-Dunkel-Übergänge sorgt (27’25). Außerdem gelingen Farben meist etwas kräftiger. So ist das Blut der Opfer stärker rot und weniger orangebetont.

Die 4K Blu-ray zu "Im Westen nichts Neues" ist für das Thema stellenweise zu "sauber"
Die 4K Blu-ray zu „Im Westen nichts Neues“ ist für das Thema stellenweise zu „sauber“

Die Kontrastdynamik bei hohen und bei Mischhelligkeiten ist ebenfalls besser und differenziert schöner zwischen den Helligkeiten. Spitzlichter gelingen prägnanter und können sich in dunklen Szenen durch mehr Punch sowie die besser nachvollziehbaren Konturen gegenüber der Blu-ray abgrenzen (Jeep-Scheinwerfer bei 49’49). Dazu ist Schwarz satter, auch wenn das allerletzte Quäntchen Schwarzwert nicht rausgeholt wird.

Was die Schärfe angeht, kann der mit hoher Auflösung gefilmte Im Westen nichts Neues mit sichtbar mehr Fältchen und Augenbraueneinzelheiten aufwarten, wo die Blu-ray etwas verschwommener ist (81’22). Auch beim Encoding schlägt die UHD Blu-ray die Blu-ray sichtbar. Das feine digitale Rauschen zu Beginn von Kapitel drei wird gleichmäßiger/sauberer reproduziert und weist keine Clusterbildung auf. Insgesamt eine wirklich gute Scheibe, die visuell der Blu-ray in allen Belangen überlegen ist.

Tonqualität (90%)

Im Westen nichts Neues liegt bereits auf der Blu-ray mit der Atmos-Spur fürs Deutsche vor, die schon Netflix anbot. Und deren Sounddesign ist wirklich klasse. Schon das Intro, das so friedlich-still beginnt und dann von vereinzelten MG-Salven unterbrochen wird, zieht den Zuschauer mitten ins Geschehen. Die Patronen schlagen vor der Kamera im Schlamm ein, wirbeln Staub auf und lassen ihn hinter dem Zuseher auf den Rears herabrieseln. Die großen Geschosse schlagen wirkungs- und druckvoll ein, während die schreienden Soldaten überall umher rennen. Akustisch wirkt der Film aber nicht nur während der Szenen im Kriegsgebiet, sondern auch in den stilleren Momenten.

Wenn die kühlen Winde wehen oder dezente Streicherklänge zu hören sind, legt sich der Ton sehr angenehm und fein aufgelöst im Heimkino nieder. Während der Szenen nach 17 oder 24 Minuten kommt dann auch das Granatfeuer mit Druck ins Heimkino und lässt die Subs ordentlich zupacken. Tatsächlich gibt es hier richtig fettes Fundament, das im deutschen Film seinesgleichen sucht. Die Szenen ab Minute 18’20 mit räumlich fallendem Regen, klackernden MGs und Granatfeuer sind wirklich klasse und versetzen den Zuschauer mitten ins Geschehen. Das wird dann noch intensiver, wenn zwischen Minute 25 und 27 alle Mann unter Beschuss und im Bunker sitzen. Wirklich ein klasse Tonsektor. Die einzige Einschränkung auch hier: Die nuschelnden Stimmen. Allerdings ist das kein Problem der Disk, sondern der Aussprache. Der englische DTS-HD-Master-Sound klingt im Vergleich etwas dumpfer und weniger offen.

Der Atmos-Sound setzt Maßstäbe. Leider nuscheln die Stimmen.

Legen wir ein Ohr auf die Höhen-Ebene, so nutzte man diese wirklich ausgiebig und in einem hohen Maße authentisch, ja fast gespenstisch gut aus. Während der ersten Szenen auf den Schlachtfeldern zischt es von oben, wenn sich die Geschosse nähern. Aufgesprengte Erde rieselt auf die Kamera und die Protagonisten nieder, die im Schützengraben auf ihren Einsatz warten und immer wieder geht man hier unwillkürlich in Deckung, wenn ganze Holzplanken zerbersten und niederkrachen. Ein „Los, los“ nach etwa dreieinhalb Minuten sorgt noch mal für mehr Gänsehaut-Feeling. Gegenüber der Netflix-Fassung geht hier auf der Höhen-Ebene noch einmal deutlich mehr ab. Das „Los, los“ ist dort zwar auch vorhanden, klingt aber mächtig komprimiert, wenn man es sich mal isoliert anhört. Dagegen ist der Atmos-Sound der Disk um Längen klarer und dynamischer – fast schon frappant, wie drastisch die Unterschiede hier sind und wie sehr die Netflix-Fassung dagegen abstinkt.

Während des Vortrags in den großen Hallen nach etwas über zehn Minuten kommt der Hall der Stimme sehr realistisch mit von den Heights und auch hier ist die Disk dem Stream um Lichtjahre voraus. Zurück an der Front saust es dann nach 17 Minuten wieder von der Decke und nach 25 Minuten rumort es bis zum Zusammensturz des Bunkers äußerst ausgiebig von oben – das gehört definitiv zu einer der besten 3D-Sound-Szenen der letzten Jahre. Da es danach relativ lange dauert, bis wieder Kriegsgeschehen zu sehen ist, folgen erst ab Minute 69 wieder die üblichen Zisch- und Spratzelgeräusche. Beim Angriff der Panzer nach 73 Minuten gibt’s dann ausgiebig Signale von oben – ebenso wie beim Fliegerangriff zehn Minuten später. Im Anschluss ist das Geschehen erneut für einige Zeit sehr ruhig und lässt erst zum Finale hin die Heights wieder aktiv werden (ab 128’00). Da Netflix eine Vielzahl an Sprachen anbietet, liefert die Blu-ray für Capelight-Verhältnisse eine wahre Unmenge an Sprachen. Insgesamt elf Sprachfassungen sind enthalten und werden um sechs Hörfilm-Versionen ergänzt. Das Menü ist fast nicht hoch genug, um diese 17! unterschiedlichen Tonspuren aufzuzeigen.

  • Deutsch: Dolby Atmos (90%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: Dolby Atmos (80%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: Dolby Atmos (95%) 3D-Betrachtung (Qualität)
  • Englisch: DTS-HD Master (85%)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial von Im Westen nichts Neues liefert neben einigen Trailern und Teasern einen Audiokommentar und ein Making-of. Der Audiokommentar von Edward Berger ist in Englisch eingesprochen, bekam aber Untertitel. Für seinen ersten Kommentar macht er seine Sache gut und erklärt wirklich allerhand Details zu den Dreharbeiten. Das 18-minütige Making-of ist (abgesehen von den englischsprachigen On-Scene-Sequenzen) deutsch gesprochen. Hier kommen zunächst vor allem Berger und Kameramann Friend zu Wort. Beeindruckend, welche Arbeiten an den Schützengräben man während der Vorbereitungen im Winter bei schneebedeckter Landschaft erledigt werden mussten. Außerdem gibt’s Einblicke in das Bootcamp der Darsteller.  Hinzu gesellt sich das 24-seitige Booklet des Mediabooks.

Gesamtbewertung Im Westen nichts Neues 4K Blu-ray (83%)

Im Westen nichts Neues bietet die bekannte Geschichte vor dem Hintergrund einer neuerlichen Kriegssituation in Europa. Dabei weicht er an einigen Stellen sehr deutlich von der Vorlage ab und ist in gewissen Punkten zu glatt poliert. Wer hier mit der Prämisse historischer Akkuratesse und Originaltreue rangeht, wird enttäuscht sein. Wer aber an intensiven Darstellerleistungen und dem nie unwichtig werdenden Antikriegs-Aspekt interessiert ist und den etwas moderner inszenierten Film mag, der wird sich auf die Seite der Fans schlagen.

Vom Bild her weiß die 4K-Disk mit Dolby Vision vollauf zu überzeugen und der deutsche Atmos-Sound ist wirklich eine Wucht. Und wer immer noch glaubt, Streaming käme beim Sound an die Disk heran, der höre sich die deutsche Atmos-Fassung mal im direkten Vergleich an.

Weitere 4K Blu-ray Tests:

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 31. März 2023 Review am: 14. Mai 2023
Erscheinungsjahr Film: 2022 Laufzeit: 149 Minuten
Filmstudio: Capelight Pictures FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch DTS-HD Master
High Dynamic Range:
HDR 10 & Dolby Vision Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: Panasonic UB9004

Im Westen nichts Neues Trailer: