Sky will für seine Originals in die Offensive gehen. Ab sofort stehe zahlreiche Titel in 4K mit HDR zum Abruf bereit.
Sky hatte da ja lange Zeit den technischen Stand der Dinge komplett verschlafen: Erst im August 2020 rüstete man endlich HDR für Sky Q nach. Das Sky Ticket wiederum ist immer noch technisch veraltet und erntet dafür regelmäßig nicht nur bei uns in den Kommentaren Kritik. Insofern ist das Eigenlob von Sky im Zuge dieser Ankündigung wenig angebracht und etwas mehr Bescheidenheit stünde dem Pay-TV-Anbieter gut – schließlich gibt es weiterhin immensen Nachholbedarf.
Skys Streaming-Service kann ohne Originals nicht überleben
Doch Ehre, wem Ehre gebührt: Viele Sky Originals sind künftig mit Sky Q auch in UHD und HDR auf Abruf verfügbar. Gleich zum Start zählen laut Sky dazu: „Das Boot“, „Hausen“, „Gangs of London“, „Tin Star“, „Riviera“, „Britannia“, „Catherine the Great“, „A Discovery of Witches“, „Patrick Melrose“, „Temple“, „Der Pass“, „8 Tage“ und „Save Me“. Zudem baut man sein Angebot an Inhalten mit Dolby Atmos aus und kommt damit im Jahr 2021 an.
„Wonder Woman 1984“ startete bereits am 18.02.201 bei Sky!
Als Beispiel nennt man „Wonder Woman 1984“, der bei Sky Q mit Dolby Atmos und in UHD zur Verfügung steht – sowohl im Originalton als auch in der deutschen Synchronisation. Das Portfolio solle laut Sky wachsen. Man wolle in Zukunft viele weitere Filme, Serien, Dokumentationen und Livesport-Ereignisse in UHD mit HDR zeigen. Geplant sei etwa, künftig neben Fußball zusätzlich Formel-1-Rennen und weitere große Sportevents in HDR zu übertragen.
Dolby Atmos: Hier wird nachgerüstet
Was Dolby Atmos betrifft, so sind fortan auch „Der Pass“, „8 Tage“ und „Hausen erstmals via Sky Q mit Dolby Atmos verfügbar. Über das Sky Ticket funktioniert das leider weiterhin nicht. Um die Sky-Inhalte in UHD und HDR bzw. mit Dolby Atmos zu sehen, benötigen Kunden einen UHD- und HDR-tauglichen Fernseher, einen Sky-Q-Receiver, sowie das jeweils passende Sky-Programmpaket (Bundesliga, Sport, Cinema, Entertainment), plus die zubuchbare UHD-Option. Für Dolby Atmos müssen natürlich Atmos-fähige Devices wie Soundbars, Lautsprechersets, Smart TVs oder AV-Receiver mit dem Sky Q Receiver verbunden sein.
„Ich mach’s kaputt“ – den Schlachtruf von Disneys Animationsheld Randale Ralph hat der Latzhosenträger aus dem 8-Bit-Arcade-Spiel eigentlich gar nicht selbst erfunden, sondern beim Stuttgarter Roland Emmerich geklaut. Denn wo der erfolgreichste deutsche Export-Regisseur in den USA hinlangt, wächst in der Regel kein Gras mehr: 1996 macht er in Independence Day nicht nur das Kapitol kaputt. Zwei Jahre später zertrampelt seine Großechse in Godzilla halb New York und 2004 lässt er die Erde in The Day After Tomorrow gleich komplett erfrieren.
Fünf Jahre später war es Emmerich aber immer noch nicht genug und er nahm sich vor, unseren Planeten noch ein zweites Mal untergehen zu lassen. Mit Erfolg – sowohl im monetären als auch im fiktiven Sinne. Fiktiv ließ er gleich mehrere Naturgewalten auf die Erde los, um seine Vision vom finalen Ende der Welt zu inszenieren. Von Tsunamis über Erdbeben bis hin zu Vulkanausbrüchen reicht die Palette, mit der der Regisseur die Menschen auf unserem Planeten heimsuchte. Monetär sorgte ein weltweites Einspiel von knapp 800 Mio. Dollar für volle Kassen bei Columbia Pictures. Es lohnt sich also zweifelsohne, etwas so richtig „kaputt zu machen“ – jedenfalls im emmerich’schen Sinne.
Beide Schauspieler hat man schon besser agieren sehen
Ob es sich künstlerisch gelohnt hat, darf indes etwas bezweifelt werden. 2012 bietet zweifelsohne großes Kino und epische Zerstörung. „Die Mutter aller Katastrophenfilme“ nannte Emmerich sein Werk 2009 in einem Interview mit der Zeitschrift Merian. Das ist in puncto Kaputtmachen sicherlich keine Untertreibung. Und sicher kann man sagen, dass ein solcher Film auf Charakterentwicklung verzichten kann. Am Ende geht’s aber eben auch darum, dass man mit den bedrohten Figuren mitfiebern kann. Dass Spannung auch deshalb erzeugt wird, weil die Hauptcharaktere ein ums andere Mal dem Tod entrinnen. Und hier muss man auch so ehrlich sein dürfen, zu sagen, dass Emmerich noch nie ein guter Schauspiel-Regisseur gewesen ist.
Nicht selten waren seine Besetzungen fragwürdig (Maria Pitillo in Godzilla) oder lieferten eigentlich verdiente und beliebte Darsteller in seinen Filmen schwache bis ganz schlechte Leistungen ab (Bill Pullman in ID4). In 2012 ist’s von beidem etwas. Ganz unglücklich gecastet wirkt Oliver Platt als Stabschef und weit unter seinem eigentlichen Niveau agiert John Cusack als Jackson Curtis. Cusack, eigentlich perfekt besetzt als „einfacher Jedermann“ fühlt sich in seiner Rolle sichtbar unwohl und nicht wirklich Zuhause. Und dann ist da auch noch Woody Harrelson. Bitte nicht falsch verstehen, er gehört zu meinen Top-10-Favoriten, was Schauspielkunst und Leinwandpräsenz angeht. Aber als Verschwörungstheoretiker mit dickem Flanellhemd, Gebetsmütze und Zottelmähne ist nicht nur seine Figur an Albernheit kaum zu übertreffen, er spielt leider auch noch unterirdisch. Und als wäre das noch nicht genug, muss man ihn nach 60 Minuten auch noch völlig unpassend mit Maurer-Dekolleté ertragen. Kombiniert mit einem wirklich hanebüchenen Drehbuch und einer Vielzahl an absurden Zufällen, ist 2012 eigentlich ein sündhaft teurer Trashfilm.
Im Supermarkt wird es brenzlig
Aber eben auch einer, der über weite Strecken Spaß macht. Denn bei aller Kritik an Drehbuch, Dialogen und Schauspielführung – die Trickeffekte waren seinerzeit (größtenteils) wirklich erste Sahne. Sieht man von ein paar unglücklichen VFX ab, ist die Welt im Film noch nie so beeindruckend untergegangen. Emmerich reicht es nicht, ein bisschen Wasser in Büroräume schwappen zu lassen. Er lässt Flugzeugträger ins Weiße Haus krachen, zerstört die berühmtesten Wahrzeichen, schickt gigantische Flutwellen auf die großen Städte und bricht die Erde auseinander als wäre sie ein Butterkeks. Die Schauwerte sind immens hoch und das Spektakel drückt einen (einmal angefangen) immer wieder in den Sessel.
Wenn, ja WENN man sich auch noch freimacht von esoterischem Quark und religiösen Querverweisen. Da wird für die Rettung der Menschheit nicht nur eine Arche gebaut – nein, da heißt der Sohn des Protagonisten auch noch Noah! Subtil ist anders, Herr Emmerich. Und das ist auch kein Zaunpfahl mehr, sondern ein ganzer Bretterverschlag, mit dem hier gewunken wird. Dass man ganz offensichtlich den Maya-Kalender (bzw. das Ende des 13. Baktuns ihres Langzeitkalenders) auch noch missverstehen will (der in der wissenschaftlichen Lesart eben nicht von einem Weltuntergang im Dezember 2012 spricht), passt zur schlampigen Art des Drehbuchs. Die heutigen Maya im Yucatan jedenfalls wollten im Jahre 2012 vom angeblichen Weltuntergang nichts wissen. Am Ende übrigens belohnt Emmerich die sozial und finanziell besser gestellten Menschen. Jene, die sich ein Ticket für das rettende Boot leisten können. Man könnte ihm unterstellen, dass er damit ein wenig Sozialkritik äußert. Könnte. Aber selbst das will ihm so richtig nicht gelingen.
2012 stammt aus dem Jahr 2009, einer Zeit, in der Digitalkameras zwar mehr und mehr für Filme genutzt, aber noch nicht flächendeckend auf hohem Niveau waren. Emmerich drehte hauptsächlich mit der Panavision Genesis in 1080p. Die 4K-UHD ist also in jedem Fall ein Upscale, da die Original-Auflösung bereits nur in 1920 x 1080 vorlag. Ausgehend von einem 2K-DI wurde also hochskaliert. Und das sieht man dann auch. Beziehungsweise, man sieht es nicht. Denn einen Auflösungsvorsprung gegenüber der Blu-ray gibt es schlicht nicht. Da der Film durchweg relativ soft wirkt, sollte man seinen Anspruch an einen superscharfen Transfer etwas dämpfen. Wenn man hin und wieder meint, es sei etwas knackiger wirkt das eher wie leichtes Edge Enhancement – also einer kleinen Nachschärfung.
Hinzu kommt, dass zwar viele visuelle Effekte heute immer noch recht beeindruckend sind, manche aber auch arg artifiziell und gamelike aussehen. Ganz schlimm sind beispielsweise Szenen, in denen die von Cusack gefahrene Stretch-Limousine von oben gefilmt wird, während die Straße überall aufbricht (ab 45’55). Ebenfalls wirken einige Einstellungen bisweilen rauschgefiltert und führen damit zu leicht wachsigen Gesichtern. Nicht wirklich überzeugend ist bisweilen zudem das Encoding, das rund um bewegliche Objekte vor dunklen Hintergründen deutliche Artefakte rund um Figuren zaubert, die da so nicht hingehören. Außerdem ist auch die UHD-BD nicht vor Banding-Problemen gefeit (Taschenlampen unter Wasser Kapitel 15, Oberfläche der Sonne vor den Eruptionen zu Beginn).
Die UHD-Blu-ray kann in Sachen Auflösung die Blu-ray systembedingt nicht übertreffen
Was die erstaunlich hohe maximale Lichtstärke angeht, mit der 2012 gemastert scheint, so bezieht sich die Angabe ganz offensichtlich ausschließlich auf sehr helle Lichtquellen in dunklen Szenen. So sind beispielsweise Laternen während der Vogelperspektiven auf nächtliches Stadtgeschehen oder auch Reflexionen in Augen bei dunkler Umgebung sehr prägnant. Das war’s in Summe aber auch schon, denn das Bild ist grundsätzlich (noch) sehr viel dunkler abgestimmt als das der Blu-ray schon. Leider bisweilen so dunkel, dass Details auf Anzügen (bspw. auf Ejiofors Jacke im Oval Office) schon mal (noch) stärker versumpfen (18’31).
Im Prinzip hangelt sich der Film immer wieder entlang einer schmalen Grenze zum Black Crush. Allerdings ist das Muster auf Ejiofors weißem Hemd in der gleichen Szene dafür besser durchzeichnet. Was also im Schwarz eher Probleme macht, sorgt im Weiß für mehr Abbildung von Struktur. Leider ist HDR im Weiß, bzw. auf hellen Flächen auch nicht immer souverän. So sehen die Wolken bei 55’27 arg flach aus und helle Oberflächen auf VFX-Shots überstrahlen schon mal. Wirklich besser sind eigentlich nur die wesentlich kräftigeren Orangetöne während der zahlreichen Explosionen und Feuersbrünste – das dann aber sehr beeindruckend viel besser. Denn wo die BD fast nur Gelbnuancen darstellt, fetzen Sonneneruptionen und Feuerkugeln nach dem Vulkanausbruch in sattem Orange auf die Netzhaut.
Gab es für Elysium von Sony zuletzt noch Lob, weil man dessen deutsche Tonspur nicht (wie beim Anbieter ansonsten typisch) down-, sondern sogar von 5,1 auf 7.1-DTS-HD-MA upgradete, geht es bei 2012 leider wieder den bekannten Weg. Anstelle der DTS-HD-Master-Spur der alten Blu-ray kommt hier leider erneut nur eine auf 0.6 Mbps mickrig runterkomprimierte Dolby-Digital-Fassung. Umso erstaunlicher, dass sie in den relevanten Actionszenen richtig Gas geben kann. Nehmen wir exemplarisch wieder die Explosion des Vulkans, ist der Kickbass kurz vor dem Sweep bei 59’54 etwas weniger fett und der Sweep wirkt ein bisschen dezenter gegenüber ihrem unkomprimierten Blu-ray-Pendant.
Allerdings: Die deutsche Dolby-Digital-Fassung der UHD-BD klingt immer noch besser und dynamischer als das DTS-HD-Master des O-Tons auf der Blu-ray – und das verdient immerhin ein bisschen Anerkennung. Von allen DD-Spuren, die in den letzten Jahren auf UHD-Blu-ray gebrannt wurden, gehört diese wirklich zu den besten. Die Kritik bleibt dennoch bestehen: Wenn eine unkomprimierte Fassung in DTS-HD-Master vorliegt, sollte diese mindestens genutzt werden, wenn man schon keine neue Atmos-Spur fürs Deutsche mixt. Selbst wenn auch bei 2012 zahlreiche Audiospuren auf der 4K-Scheibe Platz nehmen mussten, ist nach Auslesen der Größe der Disk noch reichlich Platz übrig, die unkomprimierte dt. Fassung zu integrieren – zumal die erneute Integration der englischen DTS-HD-MA-Fassung völlig unnötig gewesen ist. Deshalb: Eine wirklich sehr gute Dolby-Digital-Spur, aber eben „nur“ eine Dolby-Digital-Spur!
Die wuchtigen Actionszenen werden über die Dolby Digital Fassung etwas schwächer wiedergegeben als bei der alten Blu-ray
Hören wir uns die englische Atmos-Version an, so liefert diese endlich das ab, was die damalige (und auch hier zusätzlich integrierte) englische DTS-HD-Master-Version nicht schaffte: Tiefbass und Dynamik. Gegenüber der hervorragenden deutschen DTS-HD-Master-Spur der Blu-ray ist sie noch eine Spur heftiger, wenn’s um die entsprechenden Actionszenen geht und wirkt bereits auf der regulären Ebene noch etwas luftiger und freier aufspielend. Wenn wir uns die Höhen-Ebene anhören und zum Gesamtgeschehen hinzu addieren, so nutzt diese direkt zu Beginn bereits den Score, um diesen sehr intensiv mitspielen zu lassen. Auch die Sonneneruptionen branden bereits auf die Heights und auch das Gewitter und die Regenatmosphäre nach zwei Minuten bleiben dort oben.
Nach neun Minuten knattern dann zwei Hubschrauber äußerst voluminös über die Deckenspeaker, während der Score dort eigentlich fast dauerhaft präsent bleibt und die Räumlichkeit über die gesamte Laufzeit hinweg unterstützt. Wenn’s nach zwölf Minuten erstmals erdbebenmäßig scheppert, wird auch das mit über die Heights geschickt und das Garagentor schwingt ebenfalls hörbar nach oben. Wunderbar auch das Signalhorn des Ozeanriesen sowie das Quietschen, sobald sich dieser zur Seite neigt. Man muss schon die Minuten suchen, in denen mal nichts auf den 3D-Speakern los ist. Schön, dass auch Naturgeräusche und leisere Sounds integriert wurden – wie beispielsweise das sehr präsente Vogelzwitschern nach 21’30. Wenn nach 36’20 dann der Supermarkt auseinanderbricht, passiert praktisch dasselbe mit dem Heimkino, so vehement scheppert’s von oben und von allen Seiten.
Der englische Atmos-Sound ist phänomenal
Nach 44’55 setzt es dann einen der vielleicht vehementesten 3D-Sounds seit es das Format gibt. Während das Haus in seinen Grundfesten erschüttert wird und in sich zusammen fällt, rumpelt, kracht und knirscht es von überall. Man könnte hier noch unzählige weitere Szenen aufzählen, denn 2012 ist voll mit Referenz-Momenten in Sachen 3D-Sound. Nur hin und wieder hat man es übertrieben, wenn bspw. Helikopter von OBEN zu sehen sind, deren Rotoren aber auf die Heights gelegt wurden. Das ist dann nicht mehr wirklich realistisch (macht aber natürlich trotzdem Spaß). Spaß macht auch, dass selbst die feineren Sounds sehr räumlich auf die Heights gelegt wurden – beispielsweise das Bröckeln des Deckenputzes von der Sixtinischen Kapelle nach 90’40. Klasse sind auch die zahlreichen Lautsprecher-Durchsagen, die vor allem in Richtung Finale in den Hallen der Archen zu hören sind. Insgesamt, wie erwähnt, eine der bis dato aktivsten Atmos-Tonspuren überhaupt.
Vom reichhaltigen Bonusmaterial der Blu-ray von 2012 ist nichts mehr übrig geblieben. Dafür gibt’s ein „neues“ Feature, das auf den Namen „2012 Apokalypse“ hört und im Februar 2012 vom produzierenden Discovery Channel ausgestrahlt wurde. Die Doku geht der Frage nach, was wirklich dran ist, an den Weltuntergangsszenarien, die für das betreffende Jahr vorausgesagt wurden. Man geht auch noch deutlich intensiver auf die verschiedenen Interpretationen des langen Maya Kalenders ein – deutsche Untertitel lassen sich hier einblenden.
Gesamtbewertung 2012 (68%)
2012 befreit sich von der halbwegs vorhandenen Tiefe der Figuren in The Day After Tomorrow, deren Schicksale noch zu Herz gingen. Dafür lässt Emmerich die Welt noch viel spektakulärer untergehen als jeder andere Regisseur vor ihm. Ganz klar: Da bleibt auch einfach keine Zeit für emotionale Bindungen zu Figuren oder bewegende Schicksale. Zwischen zerberstenden Staatsgebäuden, absaufenden Sehenswürdigkeiten und auseinanderreißenden tektonischen Platten ist einfach kein Platz für Gefühlsduselei. Das kann man sich angucken und genießen, wenn man das Hirn aber mal so richtig an der Kasse abgibt und zweieinhalb Stunden das Heimkino einreißen möchte.
Und das gelingt überraschenderweise sogar mit der deutschen Dolby-Digital-Spur recht gut. Denn die klingt nur unwesentlich schwächer als ihr DTS-HD-MA-Pendant der alten BD – und immer noch besser als die schwachbrüstige DTS-HD-MA-Spur des O-Tons. Der wiederum liegt nun zusätzlich in Dolby Atmos vor und gehört in allen Lagen zu den aktivsten 3D-Tonspuren der letzten Monate. Für O-Ton-Fans lohnt sich die UHD-BD also – wenngleich das visuelle Upgrade aufgrund der 2K-Basis nicht viel an Zugewinn ermöglicht und die Scheibe ein paar Probleme mit überaggressivem HDR auf hellen sowie tendenziell absaufenden Bereichen auf dunklen Oberflächen hat.
Samsung startet erneut seine SuperDeals. Somit erhaltet ihr beim Kauf eines TVs oder einer Soundbar je nach Modell einen nachträglichen Cashback-Rabatt oder ein kostenloses Smartphone.
Die Aktion startet bereits heute und erstreckt sich bis 14. März 2021. Obacht: Es nehmen ausschließlich Fernsehgeräte und Soundbars teil, die einen deutschen Modellcode aufweisen! Die SuperDeals greifen sowohl in Samsungs eigenem Online Shop als auch bei teilnehmenden Händlern. Beim Kauf von Aktions-TVs und Soundbars erhaltet ihr je nach Modell bis zu 250 Euro Cashback oder aber ein kostenloses Smartphone als Bonus. Je nach gekauftem Fernseher ist das entweder ein Samsung Galaxy A71 bzw. A51 oder ein Samsung Galaxy S10 Lite.
Wir empfehlen vor allem die High-End-Varianten der Q95T (mit One Connect Box) oder Q90T-Serie. Diese liefern im Vergleich zum Vorjahr jetzt keine großen Quantensprünge, mit den Preisvorteilen bzw. den kostenlosen Zugaben lohnen sich die Geräte dann aber doch weitaus mehr. Man sollte auch die „The Frame“ Lifestyle-TVs ins Auge fassen. Diese bieten durch ihren angepassten Art-Modus doch einen visuellen Vorteil gegenüber einem normalen, ausgeschalteten TV. Ansonsten könnt ihr euch innerhalb der Aktion fast duch alle Serien, außer die Highlight 8K-Modelle „sparen“.
Cashback oder Smartphone geschenkt!
Es nehmen neben diversen 4K- und 8K-QLED-Modellen auch die Lifestyle-Serien The Sero, The Serif und The Frame teil. Zu beachten ist natürlich, dass sich die Aktion nur dann lohnt, wenn ihr ohnehin an einem der Geräte Interesse hattet und sie zu einem guten Kurs im Handel findet. Da lohnt es sich also, die Preise weiterhin zu vergleichen.
Alle weiteren Informationen findet ihr direkt bei Samsung auf der SuperDeals-Website. Nach dem Kauf der teilnehmenden Geräte habt ihr bis 28. März 2021 Zeit, um euch online mit der Rechnung zu registrieren. Ihr erhaltet den Cashback dann nachträglich per Überweisung bzw. das Smartphone per Post innerhalb von 45 Tagen.
Der Controller der PlayStation 5 leidet bei einigen Gamern bereits unter einem Defekt. Allerdings ist das Problem leider umfangreicher, als man zunächst annehmen sollte.
Wer eine Nintendo Switch besitzt, kennt das Drift-Problem eventuell: Denn die Joy-Con der Konsole sind geradezu berüchtigt dafür geworden. Auch der DualShock 4 der PlayStation 4, der Switch Pro Controller und die Pads der Xbox One, inklusive des Elite-Modells, sind anfällig für Controller Drift. Der Defekt äußert sich dadurch, dass die Analogsticks Eingaben ausführen, ohne dass der Spieler aktiv wäre. Ursachen kann es mehrere geben. Dazu zählen Schmutz im Gehäuse und Verschleiß des Materials.
Drift Problem – Wenn sich der Controller selbständig macht
Wir hatten auch schon über das Drift-Problem des DualSense berichtet. Nun haben die Kollegen sich einmal das Innere des Controllers der PlayStation 5 genauer angeschaut, um der Sache auf den Grund zu gehen. Es lässt sich alles auf eine Komponente zurückführen: Das Standard-Bauteil für die Sticks aller genannten Controller stammt vom Zulieferer Alps. Im Übrigen dürften da auch die Pads der Xbox Series X|S leider inbegriffen sein, denn sie setzen ebenfalls auf Sticks dieses Unternehmens.
Laut iFixit sei der Austausch der Sticks beim DualSense allerdings besonders umständlich, weil das Joystick-Modul an sechzehn Stellen verlötet sei. Bei den Joy-Con etwa müsse man nur eine Schraube entfernen, was den Austausch im Vergleich erleichtere. Ein Problem sind die integrierten Potentiometer. Alps weist ihnen eine Lebensdauer von rund 2.000.000 Zyklen zu, was jeweils eine Umdrehung des Sticks entspricht. Was sich viel anhört, ist beim Zocken wenig. Beispielsweise komme man bereits bei etwa einer Minute Zocken eines First-Person-Shooters im Durchschnitt auf rund 100 Zyklen pro Minute.
Verschleiß der PS5 Dualsense Controllers ist garantiert
Das eröffnet die Frage, warum Sony und Co. keine anderen Bauteile mit längeren Lebensdauern verwenden? Da spielt in erster Linie der Kostenfaktor eine Rolle. Zu beachten ist jedoch, dass die oben genannte Lebensdauer freilich eine Schätzung des Zulieferers bleibt. Heißt, dass die Sticks deutlich früher den Geist aufgeben aber auch wesentlich länger halten können.
Verschleiß ist bei Controllern ein enormes Problem
Probleme sind durch die Abnutzung der Materialien aber langfristig im Grunde unausweichlich. Auch die im Inneren verbaute Feder ist da ein Kandidat: Sie führt den Stick im Grunde immer wieder zur neutralen Position in der Mitte. Mit der Zeit kann sich diese Position aber durch den Verschleiß der Fehler verlagern. Was könnten die Hersteller nun besser machen?
Laut iFixit wäre es möglich mit anderen Bauteilen zu arbeiten. Sega etwa setzte für die Pads der Dreamcast anno dazumal Magneten ein, die weniger anfällig für Verschleiß seien und sich zudem leichter austauschen ließen. Für die Pads des Nintendo 64 verbaute Nintendo damals optische Sensoren. Ob es da aber ein Einlenken geben wird oder man lieber defekte Eingabegeräte in Kauf nimmt, steht in den Sternen.
Ab dem 4. März 2021 gibt es bei Aldi Nord den Medion Life X17882 für 1.099 Euro. Dabei handelt es sich um einen 4K-TV mit satten 82 Zoll Diagonale.
Ihr könnt es euch jedoch denken: Der Preis in Kombination mit der Größe bedingt Abstriche bei der Bildqualität. So erreicht der Fernseher gerade einmal eine Helligkeit von 350 cd/m² (typ.). Das ist für eine brauchbare HDR-Darstellung natürlich viel zu gering. Medions LCD-Modell kommt mit einer vorinstallierten App für Netflix daher und bietet drei Ports für HDMI 2.0, drei USB-Anschlüsse und auch einen HD Triple Tuner. Dieser empfängt digitales Fernsehen in HD-Qualität via Kabel, Satellit und terrestrisch via DVB-T2 HD, ohne dass weitere Receiver nötig sind. Über ein CI+-Modul und eine Smart Card bietet die CI+-Schnittstelle Zugang zu verschlüsselten Programmen.
Man sollte auch davon ausgehen, dass Medion für den Life X17882 nur eine einfache Edge-LED-Hintergrundbeleuchtung einspannt. Wer Interesse an dem Medion Life X17882 hat, kann diesen TV ab dem 4. März 2021 für 1.099 Euro bei Aldi Nord erwerben. Dank des Services Aldi liefert, ist die kostenlose Lieferung bereits im Preis enthalten.
Medion Life X17882: Leider ist die Helligkeit nur moderat.
Technische Ausstattung und Daten des Medion Life X17882:
Den Medion Life X17882 erhaltet ihr ab dem 25. Februar 2021 bei Aldi Süd
– 207,1 cm (82“) LCD-TV mit Ultra HD Auflösung und LED-Backlight-Technologie
– HD Triple Tuner (DVB-T2 HD, DVB-C, DVB-S2)
– HDR (High Dynamic Range) mit erhöhtem Dynamikumfang
– Integrierter Internetbrowser
– Integriertes WLAN
– CI+-Schnittstelle
– Integriertes Medienportal
– Netflix App zum Streamen von Filmen und Serien direkt auf dem Smart-TV
– HbbTV
– Wireless Display
– 3 HDMI-Eingänge mit HDCP 2.2-Entschlüsselung
– Integrierter Mediaplayer
– EPG (Elektronischer Programmführer)
– Programmsperre mittels Passwort
– Kindersicherung
– Sleeptimer
– Wandmontage dank VESA-Standard (Lochabstand 600 x 300 mm)
– Statischer Kontrast von 5.000:1 (typ.)
– Physikalische Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel
– Seitenverhältnis 16:9
– Helligkeit 350 cd/m² (typ.)
– Integrierte Stereo-Lautsprecherboxen (2 x 8 W RMS)
– Kompatibel mit MPEG2 und MPEG4 (H.264)
– DVB-S2/DVB-T2 HD mit HEVC (H.265) Unterstützung
– 7.000 Programmspeicherplätze
– 1 x Antenne, 1 x Satellit, 3 x USB, 1 x LAN RJ-45, 3 x HDMI 2.0 mit HDCP 2.2-Entschlüsselung, 1 x VGA (15 Pin D-Sub), AV In (Adapter 3,5 mm Klinke auf Cinch), Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinke), Digital Audio Out (SPDIF) (optisch), YPbPr In (YUV) (Adapter 3,5 mm Klinke auf Cinch)
Blackmagic Design hat die Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro vorgestellt. Zu einem Preis von 2.499 US-Dollar vor Steuern visiert man (semi-)professionelle Videomacher an.
Es handelt sich hier um eine digitale Videokamera mit einem Super-35-Sensor, der 12,99 x 23,10 mm misst und eine Auflösung von 6.144 x 3.456 Bildpunkten erreicht. An der Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro lassen sich EF-Objektive nutzen. Integriert ist auch ein schwenkbarer LC-Touchscreen, der die Kontrolle von HDR-Aufnahmen ermöglicht. So erreicht das Display mit 5 Zoll Diagonale und 1080p-Auflösung Helligkeiten von bis zu 1.500 Nits.
Blackmagic Pocket Cinema: Integrierte ND-Filter und höhere Akkulaufzeit
Es sind bereits ND-Filter in die Kamera integriert und Blackmagic verspricht für die Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro höhere Akkulaufzeiten als bei Vorgängermodellen. So steckt im Inneren nun ein Akku von Sony (NP F570). Speichermedien lassen sich in jeweils einem SD UHS-II- bzw. CFast-2.0-Slot unterbringen. Außerdem sind zwei XLR-Eingänge für z. B. Mikrofone vorhanden. Per zweimal 3,5-mm-Audio lassen sich zudem ebenfalls ein Mikrofon sowie ein Headset anschließen.
Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro kostet 2.499 US-Dollar
Abseits des Akkubetriebs ist auch der Anschluss an ein Netzteil möglich. Wird die Kamera per Netzstrom betrieben, lädt sich parallel der Akku auf. Da ein Port für USB-Typ-C vorhanden ist, kann sogar unterwegs via Powerbank geladen werden. Zusätzlich zur Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro für 2.499 US-Dollar (ohne Steuern) bietet der Hersteller auch noch einen Viewfinder für 500 und einen Zusatzgriff für 150 US-Dollar an.
Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro ist ab sofort erhältlich
Laut dem Hersteller komme die gleiche Gen 5 Color Science für die Farben zum Einsatz, wie schon in der URSA Mini Pro 12K. Die Pocket Cinema kommt auf 13 Stops für den Dynamikumfang und erreicht einen dual-nativen ISO von 25.600. Videos lassen sich mit voller Auflösung mit 60 fps aufnehmen und in geringeren Auflösungen mit 120 fps. Käufer der Kamera erhalten auch eine Vollversion von DaVinci Resolve.
Der Screen der Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro unterstützt HDR
Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro nimmt Videos mit 10-bit in 4K im Format Apple ProRes auf, kann aber auch in 12-bit in bis zu 6K im Format Blackmagic RAW. Man arbeitet mit einer 12-bit-Gamma-Kurve. Weitere Eckdaten laut Hersteller:
Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro Features
Designed from carbon fiber polycarbonate composite.
6144 x 3456 sensor with 13 stops and dual native ISO up to 25,600.
Compatible with a wide range of popular EF lenses.
Built in motorized 2, 4 and 6 stop ND filters.
Up to 25,600 ISO for incredible low light performance.
Standard open file formats compatible with popular software.
Adjustable, HDR 1500 nit LCD screen.
Includes Blackmagic Generation 5 Color Science.
Optional Blackmagic Pocket Cinema Camera Pro EVF.
Professional mini XLR inputs with 48 volt phantom power.
Larger NP-F570 battery, optional Blackmagic Pocket Camera Battery Pro Grip.
Includes full DaVinci Resolve Studio for post production.
Die RTL Gruppe will das hauseigene Streaming-Portal TVNow zu RTL+ umtaufen. Ob mit der neuen Bezeichnung weitere Veränderungen einhergehen sollen, ist noch offen.
RTL+ weckt da vielleicht bei manchem Erinnerungen, denn das war in den 1980er-Jahren einmal der Name des Hauptsenders. Entsprechend unterhält die Mediengruppe RTL Deutschland auch noch einen Retro-Sender unter dieser Bezeichnung. Da ist nun wahrscheinlich, dass eine Umbenennung anstehen dürfte, um mit RTL+ und RTL plus nicht zu viel Verwechslungsgefahr zu bieten.
Anderer Name – gleiche Qualität
Die Initiative soll intern unter dem Projektnamen „RTL United“ laufen. Ironisch ist daran, dass das Angebot TVNow ehemals unter dem Namen RTLNow lief. Im Grunde geht man also nun eigentlich einen Schritt zurück, indem man RTL als Markennamen wieder mehr in den Fokus rückt. Es soll aber noch eine Weile dauern, bis die Umbenennung greife: Innerhalb des zweiten Halbjahrs 2021 soll die Umstellung erfolgen.
Zudem soll generell die Markenwelt des Unternehmens neu aufgestellt werden. Was genau da aber in Sachen Branding passieren soll, ist noch nicht ganz klar. Es soll um eine Vereinheitlichung gehen, die für Kunden und Partner mehr Übersicht schaffe. Ein Fokus auf die Kernmarke RTL solle dabei auch eine bessere Position gegenüber der Konkurrenz schaffen, zu der mittlerweile nicht nur andere TV-Sender, sondern auch Streaming-Anbieter wie Amazon, Disney und Netflix zählen.
RTL: Einheitliches Erscheinungsbild angestrebt
RTL will dabei wohl auch den Wildwuchs an unterschiedlichen Logos und Schriftzügen beseitigen. Die Mediengruppe RTL Deutschland will dabei in Zukunft dann als RTL Deutschland auftreten. Marken wie Vox oder ntv sollen jedoch in ihrem bisherigen Auftritt und Profil bestehen bleiben. Die Marke TVNow wurde dabei 2018 im Übrigen auch gewählt, weil man hoffte mit anderen TV-Sendern ein gemeinsames Portal aufzubauen. Doch da kam man nicht auf einen Nenner und so ist TVNow ein RTL-Portal geblieben. Dem trägt man auch durch die neue Bezeichnung als RTL+ Rechnung.
Wir testen für euch den LSP9T 4K Triple Laser Projektor von Samsung Electronics. Wie schlägt sich das Heimkino-Debüt LSP9 in puncto Audio- und Bildqualität lest ihr in unserem Test!
Mit dem LSP9T begibt sich Samsung erstmalig auf ungewohntes Terrain und verspricht dank modernster Lasertechnik eine gewaltige Farbraumabdeckung für BT.2020 und Kinofeeling pur dank Bilddiagonalen bis 130 Zoll (ca. 330 cm). Dabei sollen die Laser Projektoren eine gleiche Langlebigkeit erreichen, wie man sie bereits aus dem TV-Segment gewohnt ist. Wie sich Samsung als Neuling auf dem Gebiet schlägt, lest ihr in unserem ausführlichen Test des LSP9.
Einleitung, Inbetriebnahme & Design
Viele kennen sicher das Problem: Man(n) möchte sich ein neuen möglichst großen Fernseher zulegen und muss sich diesbezüglich zunächst mit dem Partner auseinandersetzen. Schließlich nehmen Fernseher jenseits der 65 Zoll (ca. 165 cm) im Wohnzimmer enorm viel Platz ein und verschandeln jede noch so schöne Wand in ein großes schwarzes Loch. Abhilfe schaffen hier die sogenannten Ultrakurzdistanzprojektoren, die sich zunehmend großer Beliebtheit erfreuen. Sie sind besonders kompakt wodurch sie nicht nur wenig Platz benötigen, sondern auch noch leicht zu installieren sind und darüber hinaus Bilder bis zu einer Diagonale von 130 Zoll (ca. 330 cm) erzeugen können. Dabei sind sie dank Lasertechnik besonders kontraststark und bieten eine lange Lebensdauer. Daher nehmen immer mehr Hersteller wie z.B. Optoma, LG, BenQ, Hisense und jetzt auch Samsung Projektoren dieser Art in ihr Produktportfolio auf.
Anders als wir das in unserem Testlabor gewohnt sind, ist der Aufbau des Laserprojektors in Handumdrehen und ohne Hilfe einer weiteren Person erledigt. Neben dem knapp 12 Kg schweren Gerät befinden sich im Lieferumfang ein Netzteil, die Fernbedienung sowie eine Tabelle, die dabei hilft, den korrekten Abstand in Relation zur gewünschten Bildschirmdiagonale einzuhalten.
Lieferumfang: Neben dem LSP9 Projektor gibt es noch Dokumentationen, den Netzstecker und eine Smart Remote
Hersteller wie BenQ oder Hisense enthalten im Lieferumfang zusätzliche Abstandshalter oder integrieren diese gleich im Gerät selbst was es vereinfacht den korrekten Abstand einzuhalten. Sicher spricht nichts dagegen mithilfe eines Zollstocks das Gerät zu positionieren, jedoch darf man angesichts des stolzen Anschaffungspreises in Höhe von 6.299 € UVP auch mehr erwarten. Das Einstiegsgerät Samsungs LSP7 erhält man bereits für 3.999 € UVP. Hierbei verzichtet man jedoch auf einen echten Triple Laser und verwendet lediglich einen Single Laser, der bis zu 2.200 ANSI Lumen erreicht, während der von uns getestete LSP9 mit 2.800 ANSI Lumen aufwartet. Auch der Abstand zur Wand ist beim LSP9 deutlich geringer, wodurch sich eine andere Throw-Ratio ergibt und einen unter Umständen davor bewahrt sich neben dem Projektor auch noch neue TV-Möbel zuzulegen.
Ein Blick von oben auf Samsungs LSP9.
Auf der rechten Seite befinden sich ein stylisches Muster. Auch gut zu sehen der Akustikstoff hinter dem sich das 40 Watt 4.2 Soundsystem verbirgt
Lüftungsgitter in ansprechender Optik auch auf der linken Seite des LSP9
Auf der Rückseite des LSP9 befinden sich 3x HDMI 2.0 Eingänge sowie ein Triple Tuner Anschluss.
Die Fernbedienung kommt passend zum Projektor in Weiß.
Bereits nach dem ersten Einschalten weiß der LSP9T zu überzeugen. Es dauert nur wenige Sekunden bis der Projektor betriebsbereit ist und seine volle Leuchtkraft entfaltet. Verglichen mit einem klassischen DLP Projektor hat man hier also eine gewisse Zeitersparnis. Zu unserer Verwunderung war die Systemsprache auf Englisch gestellt und ließ sich während des herkömmlichen Setups nicht ändern. Samsung teilte uns auf Nachfrage mit, dass unser Testgerät mit einer falschen Konfiguration ausgeliefert wurde. Solltet ihr ebenfalls davon betroffen sein, könnt ihr euch an den Support von Samsung wenden, die mit euch gemeinsam die Systemsprache im Service Menü umstellen können. Im Regelfall wird der LSP9 und dessen kleiner Bruder LSP7 mit deutschem Menü ausgeliefert.
Der LSP9 benötigt lediglich 24 cm Abstand zur Wand für 130 Zoll (ca. 330 cm) Bilddiagonale.
Nachdem man also den Projektor korrekt positioniert hat, kann man mithilfe des eingebauten Testbildes die Geometrie genaustens an die Projektionsfläche anpassen. Hieran hat uns besonders gut gefallen, dass neben der Anpassungsmöglichkeit der klassischen 4-Eckpunkt-Korrektur auch Anpassungen innerhalb des Bildes möglich sind. Somit ist es möglich das Bild gezielt an die Leinwand anzupassen und Fehlstellen in der Wand auszugleichen. Jedoch erfordert das Ausrichten des Bildes enorme Geduld denn bereits kleinste Verschiebungen führen zu unerwünschten Bildverzerrungen. Deshalb sollte man sich ausreichend Zeit nehmen sowie eine ruhige Hand haben. Auf der Unterseite des LSP9 befindet sich ein kleiner gummierter Fuß, der zum einen der Stabilisierung des Gerätes dient und zusätzlich dafür genutzt werden kann, um die Höhe des Bildes anzupassen. Im Anschluss ist es möglich die Geometrie wieder mit einem abrufbaren, internen Testbild zu überprüfen.
Klassische Geometrie-Korrektur der Eckpunkte integriert im Samsung LSP9
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit das innere des Bildes anzupassen.
Das eingebaute Testbild hilft die Geoemtrie genau auszurichten.
Die schwierigste Hürde während der Inbetriebnahme hat man mit der korrekten Ausrichtung des Gerätes bereits genommen, sodass der Rest nur noch Formsache ist. Ich habe mir speziell für den Einsatz solcher Laser Projektoren einen individuellen TV-Schrank von einem ortsansässigen Schreiner anfertigen lassen. Dieser ermöglicht es den Projektor nach der Nutzung in dem Schubkasten und der dazugehörigen Klappe komplett verschwinden zu lassen und ist ein echtes Highlight im eigenen Messlabor / Heimkino.
Nachdem man den Projektor wahlweise entweder per WLAN oder LAN ins Heimnetzwerk eingebunden hat, landet man auf der für Samsung Geräte bekannten Tizen Oberfläche. Dadurch ist der LSP9 rundum Smart fähig und hat somit vielen anderen Kurzdistanzprojektoren etwas voraus. Die meisten der anderen Gerätschaften am Markt verfügen nicht über eine smarte Bedienoberfläche und machen es somit zwingend notwendig externe Geräte wie z.B. einen FireTV oder Apple TV zusätzlich zu betreiben um Apps wie Netflix, Amazon und Co. lauffähig zu machen.
Der LSP9 verfügt über die bekannte Tizen Oberfläche und ist somit rundum Smart fähig.
Die Samsung „The Premiere“ Projektoren sind mit einem praktischen Tripple Tuner ausgestattet. Damit unterstützen sie DVB-S2 (Satelliten Tuner), DVB-T2 (Antennen Tuner) und DVB-C (Kabel Tuner). Damit bieten die Projektoren neben den üblichen Anschlüssen wie HDMI und dem Streaming via Internet für die meisten Regionen von Haus aus einen passenden Receiver, was zusätzliche Hardware überflüssig macht. Wobei an der Stelle gesagt sei, dass sich inzwischen Anbieter wie Zattoo oder Waipu TV größter Beliebtheit erfreuen und somit ebenfalls die Möglichkeit bieten TV Sender, ohne passenden Tuner zu empfangen.
Der Fokus der optischen Einheit wird mithilfe eines integrierten hochauflösenden Testbildes genaustens eingestellt. Dabei sind wir überrascht über die hervorragende Schärfe, die bis in die Randbereiche reicht. Andere Ultrakurzdistanzprojektoren neigen besonders zu den Rändern hin das Bild etwas Weichzeichnern – nicht so bei dem LSP9.
Mithilfe des integrierten Testbildes kann der Fokus der motorischen Einheit justiert werden.
Kritische Stimmen behaupten das DLP-UHD Projektor seien Fake, weil ihre Auflösung durch Pixelshift entsteht. Wir sehen zumindest diagonal fast die volle 4K-Schärfe und sind begeistert von der Gesamtschärfe des Bildes, die bis in die Ecken reicht.
Heutzutage gilt ein Gerät erst dann als Smart, wenn Möglichkeiten der Sprachsteuerung mit an Board sind. Deshalb wird neben Bixby auch Amazon Alexa als Sprachassistent angeboten. Dank AirPlay 2-Integration können darüber hinaus Inhalte von Apple-Geräten direkt auf dem Projektor gestreamt oder freigeben werden.
Dank AirPlay 2 können Medieninhalte direkt vom iPhone oder iPad auf dem LSP9 gestreamt werden.
Kalibrierung SDR
Wie wir es bereits von Samsung Geräten gewohnt sind, so ist die Performance Out-of-the-Box des LSP9 bestenfalls als befriedigend zu beurteilen. Zwar bieten der Film oder auch der FILMMAKER MODE eine bessere Grundlage als „Standard“ oder „Natürlich“, dennoch hatten wir uns hier hinsichtlich des hohen Anschaffungspreises mehr erhofft. Wie vor jeder unserer Messungen haben wir zunächst das Klein K10-A mit dem X-Rite i1Pro2 Spektralfotometer profiliert, was sich nicht ganz einfach gestaltet hat, da der Triple Laser für ein enorm großen Farbraum sorgt. Die Bodner Methode half bei der Kalkulation der Sensor Korrekturmatrix enorm, sodass wir am Ende ein Profil innerhalb der Norm erstellen konnten, um somit Referenzmessungen zu garantieren.
Unsere Sensorkorrektur Matrix lag innerhalb der NIST Toleranz und bot somit eine perfekte Grundlage für unsere Messungen.
Samsung typisch leidet der RGB Verlauf an einem deutlichen Rot Überschuss während es in den mittel und Hochtönen tendenziell an etwas Grün sowie Blau mangelt. Dies spiegelt sich in der durchschnittlichen Farbtemperatur von knapp 5700K wider. Innerhalb des Rec.709 Farbraums der mit knapp 92 % zwar gut abgedeckt ist, stellen wir eine Verschiebung der Sekundärfarben fest. Durch die Dominanz an Rot wirkt die Primärfarbe wie ein Magnet, wodurch sich Gelb und Magenta innerhalb des CIE Dreiecks in Richtung Rot verschieben. Cyan hingegen driftet in Richtung Grün und Blau verschiebt sich leicht in Richtung Magenta. Die Maximalhelligkeit im Film Modus beträgt knapp 70 Nits während wir für den Schwarzwert 0,046 Nits messen. Ab Werk ist das Gamma mit 2,07 zu hell und bedarf neben der Grautreppe ebenfalls einer Feinabstimmung.
Out of the Box bietet der LSP9 im „Film“ Modus noch deutlich Luft nach oben | Bild: Calman Ultimate 2020.
Der Projektor bietet neben den Anpassungen des Weißpunktes mithilfe einer 2 Punkt bzw. 10 Punkt Korrektur auch Einstellungsmöglichkeiten der Primär- und Sekundärfarben. Uns war es zwar möglich den Weißpunkt an D65 anzupassen, wodurch wir die durchschnittliche Farbtemperatur auf 6550K anheben konnten, jedoch war bei den Farben nicht wirklich Optimierungspotenzial vorhanden. Immerhin der RGB Verlauf ist nahezu mustergültig und der vorherige Rotüberschuss ist nun einer neutralen Grautreppe gewichen.
Schuld an den schlechten Messergebnissen der Farben ist die enorme Leuchtkraft des Triple Lasers des LSP9. Auf der einen Seite bietet dieser eine große Lichtausbeute und somit einen starken Kontrasteindruck auf der anderen Seite jedoch mangelt es an wichtigen Anpassungsmöglichkeiten der Lampe. Somit könnte man nicht nur die Luminanz der Farben abschwächen, sondern auch Einfluss auf die allgemeine Peak Helligkeit der Lampe einnehmen. Viele der anderen Projektor Hersteller bieten hier Möglichkeiten eines Sparmodus oder Smart Eco Modus, was wir uns unter Berücksichtigung des hohen Anschaffungspreises auch von Samsung erwartet haben. Wie man unser Gamut Luminance Messung entnehmen kann, weisen besonders Rot und Cyan eine zu hohe Luminanz auf. Schaut hierzu auf die Werte in der Zeile Y und Y Target. Zwar kann man innerhalb der Möglichkeiten des 6-achsigen Colour Management Systems hier etwas gegen regulieren, jedoch wären hier so hohe Stellwerte nötig, die lediglich unschöne Artefakte im Bild erzeugen und daher keinerlei Mehrwert bieten.
Nach der SDR Kalibrierung des Q950T werden zumindest die Graustufen auf Referenzniveau wiedergegeben. | Bild: Calman Ultimate 2020.
Der ColorChecker SG Chart offenbart die Nachteile der starken Übersättigung der Farben| Bild: Calman Ultimate 2020.
Der Triple erzeugt enorme Leuchtkraft wodurch die Farben überwiegend zu hell dargestellt werden | Bild: Calman Ultimate 2020.
Die 6 Step Near Black Messung überzeugt mit einer feinen Durchzeichnung nahe Schwarz. | Bild: Calman Ultimate 2020.
Kalibrierung HDR
Zum Glück bietet die Laser Technik noch keine Möglichkeiten Helligkeiten wie wir sie aus dem OLED oder LCD-Lager kennen zu erreichen. Andernfalls würde Samsung auch hier vermutlich gehörig an der EOTF-Kurve schrauben und dies nicht im positiven Sinne. Daher ist es ausnahmsweise mal ganz angenehm zu sehen, dass im Rahmen seine Möglichkeiten der EOTF Verlauf sich bereits ab Werk an die Sollkurve hält. Die DCI P3 Farbraum Abdeckung für Spielfilme stellt für den LSP9T mit knapp 92% selbstredend kein Problem dar und kann auf Wunsch im Menü des CMS als Preset manuell ausgewählt werden. Der Roll-Off beginnt bei 55 IRE was schön an dem Peak im RGB Verlauf zu sehen ist. Wie bereits im SDR Modus bietet es sich auch für den HDR Film Modus an den Weißabgleich anzupassen.
Auch im HDR Film Modus offenbaren sich ab Werk leider keine idealen Voraussetzungen | Bild: Calman Ultimate 2020.
Durch Anpassung des Weißabgleiches auf D65 haben wir zudem einen mustergültigen RGB Verlauf und Primär- als auch Sekundärfarben rücken im CIE Chart näher an ihre Soll Position. Dennoch driften Blau als auch Magenta in Richtung Rot. Aufgrund der starken Übersättigung ist Rot außerdem weit außerhalb der Sollwerte. Die DCI-P3 Farbraumabdeckung konnte mit insgesamt 94 % ebenfalls verbessert werden, während der LSP9 81 % von BT.2020 abdecken kann.
Nach Anpassung des Weißabgleiches erhalten wir eine neutralere Grautreppe | Bild: Calman Ultimate 2020.Im dezenter arbeitenden Filmmodus erreicht der LSP9 noch knapp 80 Nits Full Field| Bild: Calman Ultimate 2020.
Bild & Sound Performance
Inzwischen gibt es viele Laser-Projektoren am Markt, doch nahezu alle dieser Modelle arbeiten ausschließlich mit blauen Laserdioden und einem zusätzlichen gelben Phosphor. Samsungs LSP9T ist eines der ersten Modelle in diesem Segment, dass mit getrennten Laserdioden der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau arbeitet. Der entscheidende Vorteil der Trennung aller drei Grundfarben liegt in einer enorm hohen Farbreinheit sowie Farbintensität.
Trotz dieser Eigenschaften ist für viele der Einsatz eines Projektors im Wohnzimmer unvorstellbar, da es aufgrund unkontrollierter Lichtverhältnisse nahezu unmöglich ist, ein ähnlich kontrastreiches Bild wie im dedizierten Heimkino zu erzeugen. Einfallendes Raumlicht macht jeglichen Kontrastumfang zunichte – zumindest bisher. Mithilfe modernster Hochkontrastscreens ist es möglich, das Licht des Ultrakurzdistanzprojektors gezielt in Richtung des Betrachters zu lenken und dafür das von oben einfallende Licht zu dämpfen.
Die spezielle Struktur der CLR (Ceiling Light Rejecting) Leinwand absorbiert von oben einfallendes Licht und reflektiert dafür das Licht des Projektors und lenkt es in Richtung des Betrachters. | Quelle: www.elitescreens.eu
Dadurch wirkt das Bild auch in heller Umgebung schön knackig und nicht mehr ausgebleicht. Möglich macht dies die spezielle Oberflächenstruktur der Leinwand, weshalb es aus unserer Sicht zwingend notwendig ist, neben dem Projektor, zusätzlich in eine solche Leinwand zu investieren. Wir haben für unseren Test die Aeon Edge Free CLR (Ceiling Light Rejecting) von Elite Screens in 120 Zoll verwendet. Die Leinwand ist speziell für den Einsatz mit einem Ultrakurzdistanzprojektor konzipiert und mit einem Gain 0.6 bietet sie einen guten Kompromiss zwischen hoher Lichtausbeute und einem guten Schwarzwert. Je nach Größe der Leinwand ist noch mal zusätzlich mit Kosten in Höhe von 1.599 € zu rechnen. Der Kontrastgewinn durch eine solche Leinwand ist atemberaubend und ermöglicht es überhaupt erst einen Laser Projektor im hellen Wohnzimmer zu betreiben.
Verglichen mit anderen Laser TV’s arbeitet der LSP9 überraschend leise und bietet eine angenehme Bildruhe ohne dabei störende Rauschartefakte zu erzeugen. Als Vergleich konnten wir hier den BenQ V6050 heranziehen, der während des Betriebes um ein Vielfaches lauter arbeitet. Die Schärfe der optischen Einheit reicht bis in die Randbereiche und gewährleistet somit ein durchweg homogenes Bild. Für den Sound zeichnet sich eine in das Gehäuse integrierte Soundbar, die als 4.2 System mit 40 Watt konzipiert ist verantwortlich. Aufgrund ihrer großen Klangkulisse und dem tiefen Volumen klingt sie deutlich besser, als das was aus den herkömmlichen TV Geräten heutzutage zu hören ist. Neben klar akzentuierten Höhen besticht der Sound darüber hinaus durch klare und druckvolle Dialoge. Grund zur Kritik gibt es aufgrund fehlender Einstellmöglichkeiten, um Einfluss auf die Helligkeit der Laser Einheit zu nehmen. Die einzige Möglichkeit, die sich beim LSP9T bietet, ist die Auswahlmöglichkeit der verschiedenen Bildmodi. Für viele ist ein ruhiges Bild während eines Fußballspiels oder beim Schauen eines Films besonders wichtig. Um die Bewegtbilddarstellung zu verbessern, kann man beim LSP9T, wie man es bereits von TV-Geräten her kennt, durch Frame Interpolation verbessern oder sollte ich sagen verschlechtern? Als Bildpurist verbietet es sich per Definition auf solche Einstellungen zurückzugreifen. Für alle anderen, die dennoch einen Blick wagen möchten, bietet Samsung über Motion Plus eine solche Option an. Während der Wiedergabe von 24p Material mit aktiver Frame Interpolation empfanden wir das Bild unruhiger als im direkten Vergleich zur nativen Wiedergabe. Ein Versuch, das Geschehen mit der Kamera einzufangen, seht ihr hier:
24p Material nativ ohne Frame Interpoliation
24p Material mit aktivier Frame Interpolation Motion Plus
Obwohl die Triple Laser Technologie überwiegend nur Vorteile bietet, so birgt sie leider auch einige Nachteile. Die extrem schmalbandigen Spektraleigenschaften, die durch die separaten roten, blauen und grünen Laserlichtquellen zustande kommen, verursachen bei besonders hellen Objekten einen dezenten blauen Rand. Wir können euch jedoch beruhigen, denn die Verschiebungen sind so gering, dass man sie von gewöhnlichen Betrachtungsabständen gar nicht erst wahrnehmen kann. Um euch den Effekt dennoch besser darstellen zu können, haben wir eine Grafik erstellt, da man diesen Effekt mit der Kamera nur schwer einfangen kann. Dies ist kein Samsung spezifisches Problem, sondern ein Nachteil der sich kreuzenden RGB Laser. Eine Konvergenzkorrektur wie sie bereits bei 3Chip Projektoren zum Einsatz kommt, könnte hier Abhilfe schaffen. Es bleibt abzuwarten ob Hersteller dies in zukünftigen Geräten etablieren werden. Erst kürzlich hat Hisense auf der CES, die in diesem Jahr erstmalig Online stattgefunden hat, mitgeteilt das sie mit dem 100L9Pro ebenfalls einen RGB Laser Projektor auf den Markt bringen werden. Vielleicht kommt dieser bereits mit einer solchen Verbesserung daher, jedoch ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt, ob dieses Modell auch in Deutschland erscheinen wird.
Das Bild dient der Veranschaulichung des besagten Effektes, der einen Blauen Rand um helle Objekte erzeugt.
Während unseres Praxistests mit bekannten Videocontent, wirkten einige Farbtöne teilweise ausgeblichen und drifteten in Richtung Blau während einige Rottöne stark übersättigt wirkten. Schön zu sehen im ersten Bild unserer unten stehenden Galerie mit den drei Damen. Aufgrund des reinen Spektrums der RGB Lasereinheit werden Farben so intensiv dargestellt, wie bei keiner anderen Technologie bisher, wenn auch mit einigen unschönen Nebeneffekten.
Die Farbdarstellung von SDR als auch von HDR Inhalten war insgesamt sehr stimmig und die Bildkomposition natürlich. Der für den Bildeindruck wichtige Inbild-Kontrast ist wie man es von DLP Geräten kennt hoch und Spitzenlichter sind trotz geringerer Maximalhelligkeit als bei den TV Geräten wahrnehmbar. Lediglich der Schwarzwert zeigt wie alle aktuellen Laser Projektoren, einen dezenten Grauschleier auf. Dafür ist die Durchzeichnung besonders im unteren Helligkeitsbereich sehr ansprechend.
Die von uns gemessene Latenzen von 55 Millisekunden sind nicht optimal, bewegen sich aber noch im Rahmen. Im Vergleich zu anderen Projektoren seiner Art, schneidet das Modell noch am besten ab. Der zuschaltbare Gaming Mode hat die Eingabeverzögerung unseres Testsamples weder verbessert noch verschlechtert. Dennoch befinden sich FreeSync und VRR Optionen mit an Bord um das Spielerlebnis zu verbessern.
Leider bietet die Laser Technologie noch keine optimalen Voraussetzungen zum Gaming der LSP9 ist hier keine Ausnahme.
Anschlüsse und Konnektivität
Bei der Konnektivität und Anschlüssen lässt sich der Samsung LSP9 nicht lumpen. Auf der Rückseite finden wir einen Digital Audio-Out (S/PDIF), einen USB-Eingang, drei HDMI 2.0 Anschlüsse (einer mit eARC) ein LAN-Eingang und Triple Tuner (DVB-S2/T2/C) wieder. Letzterer ist jedoch nicht Unicabel-fähig, was man beim Fernsehbetrieb beachten sollte. Weiteren Komfort bietet Screen Mirroring von mobilen Geräten inkl. Tap View, Apple AirPlay 2, DLNA und die Verbindung via WLAN.
Unterstützt werden über die HDMI 2.0 Schnittstelle 4K Inhalte mit maximal 60fps, in SDR, HDR10, HDR10+ sowie HLG (Hybrid-Log Gamma). Mit letzterem lassen sich z.B. die Satellitenprogramme in UHD-Qualität (UHD1) in HDR-Qualität genießen. Diese setzen jedoch HD+ voraus. Neben eARC wird über die HDMI 2.0 Eingänge zudem VRR (Variable Refresh Rate) unterstützt.
Testfazit Samsung LSP9
Unter Berücksichtigung, dass es sich bei dem LSP7 und dem von uns getesteten LSP9 um die erste Generation von Ultrakurzdistanzprojektoren aus dem Hause Samsung handelt kann man hier nur sagen well done! Samsung setzt hier ein klares Statement und mischt den Markt der Ultrakurzdistanz Projektoren gehörig auf. In keiner Preisklasse gibt es bisher ein Gerät mit HDR10+ Unterstützung und das dank RGB Laser auch noch den vollen BT.2020 Farbraum abdeckt. Die enorme Leuchtstärke und Ausleuchtung, die der Projektor dank Triple Laser Technologie erreicht, sind schlicht überwältigend. Wer trotz hoher Anschaffungskosten tief in die Tasche greift, erhält ein langlebiges und vor allem Bildgewaltiges Gerät was in puncto Bildgröße jeden klassischen TV alt aussehen lässt. Wer hinsichtlich Bildqualität und Leuchtkraft alles herausholen möchte, benötigt zwingend eine spezielle CLR Leinwand und sollte dies bei einer geplanten Anschaffung berücksichtigen und fest ins Budget mit einplanen. Hierdurch wird es nämlich erst möglich den Projektor auch in von Licht durchfluteten Räumen optimal einzusetzen. Wir sind uns sicher, dass die sogenannten Ultrakurzdistanzprojektoren mittel- bis langfristig einen festen Platz im Wohnzimmer oder auch im dedizierten Heimkino einnehmen werden und Samsung mit der zweiten Generation von Ultrakurzdistanzprojektoren sicher nochmals eine Schippe nachlegen wird. Für die zweite Generation wünschen wir uns auch eine zusätzliche Farbvariante. In Schwarz oder Anthrazit würde das Modell sicherlich gut aussehen!
Pro + Triple Laser Technologie + Farbenfrohes und kontrastreiches Bild + Lange Lebensdauer (ca. 20.000 Stunden) + Kraftvoller Sound + Attraktives Design + Leiser Betrieb + Blickwinkelstabilität + HDR10+
Contra – Blauer Rand um helle Objekte – Durchschnittlicher Input Lag – Hoher Preis
Der „FILMMAKER-MODE“ Modus bietet ab Werk eine solide Grundlage für eine neutrale und ausgewogene Bildwiedergabe des LSP9. Wer für das Gerät unsere ermittelten Werte ausprobieren möchte, kann dies gerne tun wir weisen jedoch darauf hin, dass aufgrund der Gerätestreuung und je nach verwendeter Leinwand sowie Fertigungstoleranzen diese Werte nicht 1:1 auf ein anderes Gerät übertragen werden können. Es empfiehlt sich stets eine individuelle Kalibrierung entweder durch einen Profi oder auf eigene Faust durchzuführen, sofern man das notwendige Equipment und das dazugehörige Know-how besitzt. Bis auf einige wenige Ausnahmen sind die Einstellungen für SDR und HDR identisch was sehr praktisch ist.
Heute Abend (19. Februar 2021) um 19:00 Uhr heißen euch die Audiospezialisten von Denon zu einer weiteren Live-Ausgabe ihres „Talk-Formats“ willkommen.
Im heutigen DENON LIVE auf Youtube wird als erstes das neuste Mitglied der Denon Familie, der Denon Home Sound Bar 500 ausführlichst vorgestellt. Das neue Modell soll „Premium-TV-Sound“ im kompakten Format mit Dolby Atmos, DTS:X und eARC bieten. Zudem bietet die Klanglösung eine vollständige Alexa-Integration. Sehr cool: Denon verlost im Rahmen seines Livestreams einen Home Sound Bar 550. Wer teilnehmen möchte, der sollte die Talkrunde also nicht verpassen. Alle Informationen zum Gewinnspiel und Teilnahmebedingungen findest du Hier!
HDMI 2.1 Schnittstelle
Doch damit nicht genug. Eine Soundbar ist nicht für jeden etwas. Heimkino-Enthusiasten werden ihre Surround oder 3D-Sound-Anlage sicherlich nicht gegen eine Soundbar eintauschen wollen und so befasst man sich im Live-Talk auch noch mit anderen Themen. Das zweite Hauptthema trägt die Überschrift „Gaming Erlebnisse“. Mit HDMI 2.1 ist es erstmals möglich, Games in 8K Qualität (mit bis zu 60Hz) an kompatiblen TV-Geräten darzustellen. Das ist derzeit nur mit einem High-End-PC möglich, die neuen Spielekonsolen PlayStation 5 und Xbox Series X liefern dagegen bereits 4K Qualität mit bis zu 120Hz.
4K/8K Gaming
Einhergehend mit der HDMI 2.1 Schnittstelle möchte man sich auch dem Thema Gaming-Sound widmen, präsentiert an einem Bravia ZH8 8K TV, der Sony PlayStation 5 und einem Denon AVC-X6700H AV-Receiver. Sollte ihr spezielle Fragen zur Denon Home Sound Bar 550, dem Thema HDMI 2.1 oder 4K/8K-Gaming haben, dann solltet ihr den Livestream auf jeden Fall aufrufen. Die Frage/Antwort-Runde zum Schluss der Talkrunde ist nämlich immer ein Highlight und eine einfache Möglichkeit direkt mit den Fachleuten von Sound United in Kontakt zu treten!
Alle Talkrunden ansehen
Die Talkrunden der vergangenen Monate könnt ihr übrigens auf dem Youtube-Kanal von Denon nochmals ansehen. Darin unzählige interessante Detailinfos zu den 8K AV-Receivern, Soundbars uvm:
Wählt aus über 160 Filmtiteln eure Favoriten auf 4K UHD Blu-ray aus und zahlt nur 35 Euro! Diese und weitere Angebote in der Amazon Popcorn-Angebote-Woche 2021!
Habt ihr aktuell etwas Zeit übrig und wisst noch nicht genau, was ihr damit anfangen sollt? Ihr seid nicht alleine! Wie wäre es sich dann einmal der Wandinstallation des Fernsehers zu widmen (über die viele oft nachgedacht haben, dann aber doch nicht umgesetzt haben)? Hier gibt es Wandhalterungen und günstige 4K Fernseher. Die Richtige Verkabelung und ein paar weitere Wandhalterungen findest du HIER!