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Microsoft äußert sich zu neuer Xbox Konsole: „4K als auch 120fps möglich“

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Microsoft hat sich zu seiner Next-Generation-Konsole Codename „Xbox Scarlett“ geäußert. Das Unternehmen wird bei der Leistung der CPU keine Kompromisse eingehen und „4K als auch 120fps“ ermöglichen. 

Kurz nachdem Sony umfangreiche Informationen (inkl. Releasezeitraum) für ihre Playstation 5 Konsole bekannt gegeben hatte, streut Microsoft in einem Interview neue Details zur neuen Xbox Konsole Codename „Scarlett“. Aaron Greenberg spricht in der November-Ausgabe des „Offical Xbox Magazine“ (Großbritannien) über die CPU-Performance der Next-Gen Konsole.

Aaron Greenberg: „Aber ich denke, mit der nächsten Generation werdet ihr ein großes Upgrade der CPU sehen, da wir wirklich sicherstellen möchten, dass ihr keine Kompromisse bei den Framerates eingehen müsst. Ja, wir können 4K, aber wir können auch 120 FPS. Ich denke, dass diese Leistungsfähigkeit etwas sein wird, was man die Leute bislang noch nicht gesehen haben.“

Nicht gerade der „Big Reveal“, den wir uns von Microsoft erhofft hatten. Zudem drückt sich Greenberg doch sehr diplomatisch aus. Aus dem Zitat geht z.B. nicht heraus, dass eine 4K Darstellung in Kombination mit stabilen 120 Vollbildern pro Sekunde angepeilt wird. Das würde eine extreme Rechenpower der „Xbox TWO“ voraussetzen. Es wäre nicht unmöglich, aber definitiv ein ambitioniertes Ziel.

Wir dürfen an dieser Stelle auch die Frage stellen, wie wichtig 120fps für Gaming sind. Bei einer Wiedergabe mit 60fps wird das menschliche Auge alle 16ms mit einem neuen Bild versorgt. Bei 120fps würde sich dieser Wert auf 8ms reduzieren. Die Nervenzellen in der Netzhaut benötigen bereits 35ms, um die visuellen Signale zum Hirn zu übertragen. Dieses braucht nochmals um die 100ms um das Gesehene zu verarbeiten. Ob eine Verdoppelung der FPS eine Verbesserung des Gaming-Erlebnisses mit sich bringt, darf demnach bezweifelt werden.

Lieber Fokus auf 4K & HDR

Es wäre hier weitaus sinnvoller, andere „Säulen des Ultra HD Standards“ zu fokussieren. Hochkontrastbilder (HDR) sowie eine native 4K Darstellung wären Möglichkeiten, die visuelle Darstellung zu verbessern. Bei kompetitiven Spielen wie Shootern oder Autorennspielen würden sich dadurch sicherlich deutlichere Vorteile ergeben, als von der gesteigerten Bildwiederholungsfrequenz von 120fps.

Am Ende bleibt uns nichts anderes übrig, als uns bis zum nächsten Jahr zu gedulden. Wie die Playstation 5 wird die „Xbox TWO“ im Herbst/Winter 2020 in den Handel gelangen. Mehr Details zu den Spezifikationen der Konsolen findet ihr in folgendem Beitrag.

Pokémon Meisterdetektiv Pikachu 4K Blu-ray im Test: Abzüge in der B-Note

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Inhalt (75%)

Man stelle sich vor: Der Autor dieser Zeilen hat bis zu diesem Zeitpunkt nicht ein einziges Nintendo-Videospiel gespielt. Er ist nie in Berührung mit einem Game aus der Pokémon-Reihe gekommen und wenn er ehrlich ist, hat er keinen blassen Schimmer, worum es da geht. Ich hatte und habe die Pokémons bewusst ignoriert – selbst dann noch, als vor drei Jahren scheinbar verwirrte Teenager (und Erwachsene) auf öffentlichen Plätzen mit dem Handy vor der Nase umherirrten und nicht selten unglückliche Unfälle erlebten, weil sie virtuellen Kuscheltierchen nachjagten. Kein Wunder, dass mir ein „D’oh“ in einer innerlichen Lautstärke entfuhr, dass es wohl Homer Simpson in Springfield noch wahrgenommen hat, als bekannt wurde, dass man diesen Videogame-Kosmos nun mit einer Real-Verfilmung „segnen“ würde. Kurzum: Meine Meinung war von vornherein zementiert: „Was für ein Quatsch!“

Ganz sicher nicht die neutralste Herangehensweise an einen Film. Auch wenn es vielleicht eher von Vorteil ist, das Pokémon-Universum so gar nicht zu kennen. Denn wer nicht weiß, was dahintersteckt, der kann auch nicht mit romantisierter Erwartungshaltung reingehen – oder wahlweise furchtbar enttäuscht werden, wenn’s dann doch ganz anders wird als erhofft. Im Vorfeld der Rezension zu Pokémon Meisterdetektiv Pikachu recherchiert man aber natürlich ein bisschen. Und man stolpert über eine Vielzahl sehr wohlwollender Kritiken. Und dann liest man sich mal eine Inhaltsangabe durch und denkt sich: Moment mal. So etwas hattest du gar nicht erwartet: Neo-Noir-Stil, Blade-Runner-Optik, Detektiv-Krimi im Hardboiled-Style – das klang so gar nicht nach niedlichen Kuscheltieren, die einem japanischen Jugendlichen einfielen, weil er als Kind gerne Insekten sammelte.
Und tatsächlich: Pokémon Meisterdetektiv Pikachu straft so ziemlich alle Vorurteile Lügen.

Tim bekommt Zweifel am Tod seines Vaters

Einmal in den unbekannten Kosmos eingetaucht, nimmt der Film aufgrund seiner Optik sofort gefangen. Blade Runner wurde als Inspiration genannt. Und das ist soweit hergeholt nicht. Ryme City hat durchaus Ähnlichkeit mit dem L.A. aus Ridley Scotts Film und die Atmosphäre erinnert deutlich mehr an die Krimis von Raymond Chandler als bspw. an einen Roger Rabbit (um mal beim Interaktionsfilm zwischen Real-Menschen und animierten Figuren zu bleiben).

Selbst wenn die Geschichte an sich etwas vorhersehbar ist, folgt man dem Duo aus gelbem Elektro-Pokémon und seinem unfreiwilligen Partner Tim Goodman gespannt und manchmal sogar berührt. Denn, verdammt noch eins, diese Pikachu-Dings ist süß! Supersüß. Und gleichzeitig durchtrieben. Denn es wird von keinem geringeren als Mr. Selbstironie persönlich gesprochen: Ryan Reynolds. Klar, nur im Original. Aber die gepfefferten Dialoge und Kalauer haben’s auch in die Synchro geschafft und Dennis Schmidt-Foß, der deutsche Sprecher von Reynolds, gehört nicht nur zu den Besten seines Fachs, sondern hatte auch schon die Deadpool-Filme für deutsche Zuhörer zum Fest werden lassen.

Pikachu erweist sich zwar als vergessliches, aber zuverlässiges Kerlchen

Der Chemie zwischen Pikachu und Justice Smith tut das nur gut – wobei (so ehrlich muss man sein) das plüschige Pokémon seinen Kollegen aus Fleisch und Blut glatt an die Wand spielt. Die Einbindung der Fantasiewesen gelingt übrigens durchweg hervorragend. Man hat es vorzüglich hinbekommen, das Ganze in den leicht körnigen Look des mit analogen Kameras aufgezeichneten Films einzubinden. Trotz eines 150 Mio. Dollar Budgets gibt es aber leider ein paar ärgerliche Tricks, die furchtbar billig aussehen, wie beispielsweise das flüchtende Auto zu Beginn. Nicht billig, aber vorhersehbar ist dann die Story. Und das betrifft nicht nur das übliche Abklappern klischeehafter Krimi-Stationen, sondern auch eine gewisse Storywendung, die sich lange vor der Auflösung ankündigt. Sei’s drum: Spaß macht das trotzdem irgendwie. Und auch wenn die Pokémon-App sich nicht auf meinem Smartphone einfinden wird, hat das Pokémon-Universum nun einen – wenn auch kleinen – Fan mehr.

Bildqualität (70%)

Kameramann John Mathieson filmte Pokémon Meisterdetektiv Pikachu analog auf 35mm Film und begründet die Entscheidung damit, dass er den Film trotz seiner fantastischen Elemente soweit wie möglich „real“ wirken lassen wolle und dies mit analogem Material deutlicher würde. Außerdem würde analoger Film Farben durchweg satter und reichhaltiger aufzeichnen, was mit Digitalkameras schlicht immer noch nicht möglich sei. Der Neo-Noir-Story würde das außerdem gut tun und sie authentischer im Genre verwurzeln. Fürs Kino (und damit auch als Basis für die UHD) wurde allerdings laut der verfügbaren Quellen nur ein 2K-Digital-Intermediate angefertigt. Was zwar verwunderlich ist, wenn man den Film eigentlich in bestmöglicher Qualität für das aktuelle UHD-Medium oder auch 4K-Streams auf Streaming-Plattformen konservieren wollte, bei näherem Überlegen aber doch wieder Sinn macht. Denn die Welt dieses Films besteht dauerhaft aus einer Interaktion mit den Fantasiefiguren. Da diese natürlich per CGI am Rechner entstanden (und das in 2K), ist es nachvollziehbar, wenn man die Realfiguren nicht zu deutlich herausstechen lassen wollte, um einen insgesamt homogenen Look zu erzielen – was zweifelsfrei gelungen ist.

Die UHD hinterlässt keinen sonderlich beeindruckenden HDR-Effekt

Abgesehen von der Auflösung stattete man die UHD mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum aus und gab ihr die höhere Kontrastdynamik nach dem statischen HDR10 mit auf den Weg. In der Praxis fällt die Differenz aber herzlich gering aus. Gerade in Sachen Farbkraft und Bilddynamik sind die Unterschiede gering. HDR10 (hier gerade mal mit 200 Nits maximaler Spitzenhelligkeit gemastert), holt weder sonderlich starke Highlights hervor, noch lässt der erweiterte Farbraum wesentlich kräftigere Töne zu. Der größte Unterschied ist die etwas dunklere Abstimmung, die weniger Hang zu gräulich-nebligen Hintergründen hat. Der zweite Punkt betrifft die Bildruhe. Das Korn ist sichtbar feiner und sorgt für ein ruhigeres Bild. Das sieht man sehr gut bei der Totalen von Ryme City, deren Oberflächen stabiler erscheinen und Umrisse durch das feinere Korn besser erkennen lassen. Die Blu-ray ist hier gröber und wirkt dadurch unruhiger. Gerade für große Projektionen lohnt sich deshalb die UHD. Auf einem 55“-TV fallen die Differenzen hingegen sehr gering aus.

Tonqualität (80%)

Wie man es bei Warner und den größeren Titeln bereits kommt, kommt schon die Blu-ray mit einem Atmos-Sound fürs Deutsche und Englische. Allerdings mit der (ebenfalls bekannten) Einschränkung, dass die englische Fassung „nur“ über die UHD einen True-HD-Kern hat. Originalton-Fans sollten also die UHD wählen, denn das DD+ der Blu-ray ist hörbar weniger dynamisch. Grundsätzlich liefert Pokémon Meisterdetektiv Pikachu eine sehr lebhafte Vorstellung ab. Vor allem die Front ist äußerst präsent und voller räumlicher Effekte. Die Surrounds werden zwar auch genutzt, könnten aber etwas lauter eingebunden sein. Gerade bei den Actionszenen wirkt die Front etwas zu dominant. Dafür gibt’s satten Tiefbass – und das immer wieder. Ob das die Techno-Beats in der Halle mit den Kämpfen sind oder das LFE-Gewitter ab der 65 Minute – der Subwoofer bekommt ordentlich zu tun. Stimmen gelangen zu jeder Zeit hervorragend verständlich zum Ohr und gehen in den dynamischeren Szenen nicht unter. Hier wirkt der O-Ton aber noch etwas souveräner und liefert die Stimmen mit etwas mehr Volumen.

In der Kampfarena setzt es erste akustische Highlights

Wenn es der Film aber drauf anlegt, dann geht’s auch in Sachen Surround, bzw. Rundumsound richtig ab. Die herausragendste Sequenz ist sicherlich die holografische Aufarbeitung des Labor-Unfalls mit Mewtu nach etwas über einer Stunde, die wie eine Entschädigung für die zuvor etwas stiefmütterliche Einbindung der Surrounds wirkt. Zudem besteht natürlich die Hoffnung, dass die Höhen-Ebene für die etwas unterforderten Rears hier vielleicht einspringt. Diese beginnt nach ca. zwei Minuten mit der Laborstimme, die von der Alarmstufe: Rot verkünden. Auch der explosive Einschlag kurz darauf kommt direktional und perfekt ortbar von hinten rechts hinein geflogen. Richtig heftig ist der Wurf des elektronischen Balls auf der Wiese zum ende des ersten Kapitels. Nachdem wird es dann allerdings für gut 20 Minuten mal still auf den Heights. Erst während Tims Flucht über die Dächer der Stadt hört man ein paar der kreischenden Pokémons von oben.

Ab und an gibt es fetzige 3D-Sounds

Bei den Kämpfen in der Arena kommt dann der DJ mit seinen Durchsagen aus den Heights. Allerdings werden die Kampfgeräusche selbst zu selten Teil des immersiven Sounds. Da hört man mal das feurige Fauchen des Drachens, was aber in Anbetracht der rasanten Szenen, die immer wieder die Möglichkeit für 3D-Tonsignale gäben, zu wenig ist. Nachdem es dann erneut für gut 15 Minuten ziemlich still ist, kommt nach etwas über einer Stunde der bis dato deutlichste und direkteste 3D-Soundeffekt, wenn die zwei Protagonisten miterleben, was im Labor passiert ist – hier werden die Heights gleich mehrfach sehr intensiv einbezogen. Sehr seltsam ist hingegen der Umgang mit der Filmmusik. Während der O-Ton diese immer wieder dezent mit auf die Heights legt, ist das über die Synchro nicht der Fall – bis zur knapp 88. Minute, ab der es urplötzlich auch über den deutschen Ton etwas Score von oben gibt – verstehe das, wer will. Davon abgesehen, werden die Höhen-Speaker leider etwas unterrepräsentiert genutzt und es hätte wesentlich mehr Gelegenheit gehabt, sie ins Geschehen eingreifen zu lassen.

  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: Dolby Atmos (50%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (55%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (70%)

Im Bonusbereich von Pokémon Meisterdetektiv Pikachu finden sich neben einem alternativen Anfang und einem Kommentar von Mr. Mime auch noch ein Musikvideo („Carry on“ von Rita Ora) und ein Featurette mit Ryan Reynolds außerhalb des Studios. Der dreiminütige Kommentar von Mr. Mime ist natürlich ohne Stimme wie es sich für den Pantomimen gehört und Reynolds outet sich (erneut) als Spaßvogel, wenn er davon erzählt, wie er in die Pokémon-Welt eingetaucht ist. In „Mein Pokémon-Abenteuer“ kommt Hauptdarsteller Smith kurz zu Wort und im fünfteiligen „Die Welt von …“ gibt es gut 22 Minuten Einblicke hinter die Kamera sowie in die bunte Welt der Figuren oder das Design von Ryme City. Der aktivierbare „Detektiv-Modus“ läuft parallel zum Film und bietet die Möglichkeit, an bestimmten Punkten Easter Eggs zu finden und sich Einblicke hinter die Kulissen zu holen. Außerdem werden Textinfos eingeblendet und auch der unerfahrene Pokémon-Gucker ist danach deutlich schlauer.

Gesamtbewertung Pokémon Meisterdetektiv Pikachu  (75%)

Pokémon Meisterdetektiv Pikachu ist trotz vorhersehbarer Story ein vergnüglicher Realfilm aus einem Universum voller puscheliger Tierchen und ihren menschlichen Gefährten. Aufgezogen wie ein Neo-Noir-Krimi gefällt die Optik genauso wie die Charakterisierung der Freundschaft zwischen Tim und Pikachu. Für den vortrefflich gelungenen Humor ist Ryan Reynolds praktisch im Alleingang verantwortlich, wenn er seinen gelben Fell-Charakter bis in die Haarspitzen mit Sarkasmus anfüllt. Spaß macht auch der Sound, der räumlich und vor allem druckvoll abgeliefert wird. Dass die Rears etwas zu dünn ausfallen, fällt so tragisch nicht ins Gewicht.vBeim Bild freuen sich Freunde analogen Looks, wobei die UHD diesen wesentlich ruhiger und harmonischer wiedergibt, dafür aber keine echten HDR-Highlights bietet.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 10. Oktober 2019 Review am: 17. Oktober 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 105 Minuten
Filmstudio: Warner Home Video FSK: ab 6 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital Plus 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Pokémon Meisterdetektiv Pikachu Trailer:

Disney+ und Apple TV+: Fehlende Unterstützung durch Smart TVs wird zum Problem

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Bisher sind Amazon Prime Video und Netflix die unangefochtenen Platzhirsche im Streaming-Sektor. Allerdings drängen viele weitere Anbieter auf den Markt und Inhalte werden in Zukunft deutlich versprengter zur Verfügung stehen. Doch Neuankömmlinge wie Apple TV+ und Disney+ haben auch viele Hürden zu bewältigen.

Neben Apple und Disney planen etwa auch Warner mit HBO Max und Comcast / NBC Universal mit Peacock eigene Streaming-Plattformen. Das Ergebnis ist, dass die Studios natürlich langfristig ihren Content von anderen Plattformen wie eben Amazon Prime und Netflix abziehen und stattdessen exklusiv über die eigenen Dienste offerieren wollen. Trotzdem bewahren sich die etablierten Player einige Vorteile.

So ist etwa die Zugriffsmöglichkeit direkt über Smart TVs nicht zu unterschätzen. Heute gibt es kaum einen Fernseher, selbst im Einstiegssegment, der nicht direkt mit einer App für Amazon Prime Video und / oder Netflix ausgeliefert wird. Genau da müssen Apple TV+ und Disney+ sich beispielsweise erst beweisen. Zumal aktuell beispielsweise offen ist, ob Disney+ wirklich einen Platz auf den verbreiteten Amazon Fire TV erhalten wird.

Apple TV+ und Disney+ müssen sich auch auf Smart TVs etablieren

Apple TV+ hat da vielleicht das geringere Problem, da Apple für den Dienst verhältnismäßig wenige Dienste vorsieht und in erster Linie Bestandskunden einen Mehrwert anbieten möchte. Deswegen erhalten die Käufer neuer Apple-Produkte Apple TV+ dann auch für ein Jahr kostenlos. Die Analysten von IHS Markit nehmen dennoch an, dass es für die neuen Streaming-Anbieter nicht ganz so einfach wird, wie mancher sich das vorstellt.

Disney+ profitiert von der Erreichbarkeit über Android-Geräte

Laut den Marktforschern werde Disney+ etwa in den USA potenziell ca. 92 % der Bevölkerungshaushalte erreichen – vor allem aber, weil der Dienst auch über mobile Endgeräte mit Android erreichbar sein wird. Apple wird wiederum nur auf 57 % der Haushalte kommen. Zum Vergleich: Netflix erreicht in den USA 95 % der Haushalte. Speziell für Disney+ wird es entscheidend sein, Partnerschaften mit Smart-TV-Herstellern anzubahnen und die App direkt auf möglichst viele Fernseher zu hieven.

Man darf gespannt sein, wie Apple da im Vergleich vorgehen wird. Schließlich bewahrt sich Apple gerne eine gewisse Exklusivität, auch wenn man das bereits durch Partnerschaften mit etwa Samsung etwas aufgeweicht hat.

Joyn: Streaming-Dienst von ProSiebenSat.1 enthüllt das Premium-Angebot

Mitte Juni hat die ProSiebenSat.1 Gruppe mit Joyn einen neuen, zentralen Streaming-Service ins Rennen geschickt. Schenkt man dem Anbieter Glauben, so ist der Dienst bisher ein voller Erfolg. Nun folgt der nächste Meilenstein: Das Premium-Angebot ist enthüllt worden.

Joyn bietet generell eine kostenlose Streaming-Plattform mit den Sendern und Inhalten der ProSiebenSat.1 Gruppe. Mit über 3,8 Mio. Nutzern sprachen die Betreiber rasch von einem vollen Erfolg. Joyn ist dabei sogar in die TV-App des Apple TV / Apple TV 4K integriert. Weitere Apps für Apple iOS, Android und Co. hat man natürlich auch veröffentlicht, um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen.

Hier geht es zum kompletten Angebot von JOYN

Teilweise zeigt ProSiebenSat.1 bei Joyn die Folgen von TV-Serien auch schon vor dem Start im regulären Free-TV. Das Vorgänger-Angebot, 7TV, könne man mit Joyn laut den Betreibern locker überflügeln. Am beliebtesten sind bei Joyn aktuell die Originalserie „jerks.“, die Serie „Krass Klassenfahrt“ und die Episoden des Dauerbrenners „Grey’s Anatomy“.

Dabei haben die Entwickler die Plattform tatsächlich stets weiter entwickelt – etwa integriert man in die App mittlerweile auch Chromecast-Unterstützung und in der Beta sogar bereits mehrere Benutzerkonten. Ebenfalls nun in der Beta zu finden: Informationen über das bald startende Premium-Angebot von Joyn.

Joyn Premium wird 6,99 Euro im Monat kosten

Laut der Beta-App bzw. deren Benutzern wird Joyn Premium 6,99 Euro im Monat kosten. Wer mal reinschnuppern möchte, erhält zunächst einen kostenlosen Probemonat. Bei Premium sind dann komplette Serien wie das bereits erwähnte „jerks.“, „The 100“ und auch „Grey’s Anatomy“ zu finden. Außerdem will man dort „aktuelle Filme“ anbieten. Diese Aussage sollte man aber mit etwas Vorsicht genießen, denn als Beispiele nennt ProSiebenSat.1 „John Wick“, „Elysium“ und „Der Marsianer“.

Joyn Premium beinhaltet auch den Empfang von 60 Live-TV-Sendern in HD. Auch ARD und ZDF sind da übrigens mit integriert. Naheliegend: Auf Werbung verzichtet man zudem bei Joyn Premium in den eigenen Premium-Serien und -Filmen. Scheint also ganz gut zu laufen bei dieser deutschen Plattform.

Neuer Nvidia Shield TV Stick mit Tegra X1+ Prozessor geleakt

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Kein guter Tag für Nvidia. Nachdem bereits die Nvidia Shield Pro 2019 von Amazon.com geleakt wurde, taucht nun auch ein neues Modell in Stick-Form auf. Nvidia nennt das Modell wohl einfach „New Shield TV“. 

Wie auch die überarbeitete Pro-Variante, ist der „Nvidia Shield Stick“ mit dem neuen NVIDIA Tegra X1+ Prozessor ausgestattet. 25% mehr Rechenpower ermöglichen die Wiedergabe von 4K/60p Inhalten mit HDR10 und Dolby Vision, sowie 3D Sound mit Dolby Atmos. Zudem soll ein neues intelligentes 4K AI Upscaling HD-Inhalte für neue TV-Geräte optimieren. All diese Neuerungen finden in einem neuen, runden Gehäuse Platz. Uns erinnert das Design irgendwie an eine Powerbank oder vielleicht sogar an einen Lippenstift. Auf jeden Fall soll das Modell durch seine schlanken Ausmaße hinter den Entertainment-Center verschwinden.

Das Gerät besitzt neben einem Stromanschluss einen Gigabit-Ethernet-Port sowie einen HDMI 2.0b Ausgang. DualBand AC Wifi und Bluetooth 5.0 sind mit dabei. Über einen microSD-Kartenleser, können die internen 16GB Speicher erweitert werden. Wir schätzen, dass das Modell wie auch die Nvidia Shield Pro 2019 ein Upgrade auf 3 GB Arbeitsspeicher erhalten hat.

Die vorläufigen Spezifikationen des "Neuen Nvidia Shield TV"
Die vorläufigen Spezifikationen des „Neuen Nvidia Shield TV“

Neue Nvidia Remote

Zudem wird das Modell mit der neuen Nvidia Remote ausgeliefert. Beleuchtete Tasten, eine Netflix-Taste, integriertes Mikrofon und eine neue Suchfunktion (gibt ein akustisches Signal von sich) lassen die Fernbedienung im Jahr 2019 ankommen. Die Anordnung der Tasten und des Steuerelements sind sinnvoll überarbeitet worden. Auch ein IR-Sender ist verbaut.

Eine Powerbank? Nein ein vollwertiger 4K/HDR Streaming-Player von Nvidia!
Eine Powerbank? Nein ein vollwertiger 4K/HDR Streaming-Player von Nvidia!

Der „HDMI-Stick“ soll Nutzern die weite Welt des Entertainment auf kleinem Raum ermöglichen. 4K HDR Wiedergabe von Youtube, Amazon Prime Video und Netflix mit Dolby Vision HDR und Dolby Atmos 3D Sound warten auf uns. Vor allem das neue HD-to-4K AI Upscaling hat uns Neugierig gemacht.

Preis & Verfügbarkeit

Preis und Verfügbarkeit des „NEUEN NVIDIA SHIELD TV“ wurden bislang noch nicht geleakt. Da die Nvidia Shield TV Pro 2019 für 199 Euro in den Handel gelangt, gehen wir von einem günstigeren Preis von 149 bis 179 Euro aus. Womöglich ist der Stick ebenfalls ab dem 28. Oktober 2019 im Handel erhältlich.

Amazon leakt neue Nvidia Shield Pro 2019 mit Dolby Vision und neuer Fernbedienung

Der beliebte Streaming-Player Nvidia Shield Pro bekommt ein Upgrade. Auf Amazon.com wurde die neue Version mit Tegra X1+ Prozessor, Dolby Vision Unterstützung und überarbeiteter Fernbedienung geleakt!

So hat sich Nvidia die Ankündigung der neuen Nvidia Shiel Pro 2019 nicht vorgestellt. Eigentlich sollten die Informationen erst Ende Oktober dieses Jahres veröffentlicht werden. Ein unvorsichtiger Mitarbeiter auf Amazon.com hat die neue Konsole jedoch bereits freigeschaltet. Die Listung ist natürlich mittlerweile nicht mehr auf Amazon.com zu finden. Es blieb jedoch genug Zeit, um Screenshots von der Produktseite anzufertigen und die hochauflösenden Bilder der Konsole zu sichern.

Spezifikationen der Nvidia Shield Pro 2019

Spezifikationen der Nvidia Shield Pro 2019: Tegra X1+ Prozessor, Dolby Atmos, Dolby Vision, AI Upscaling, 4K, HDR und zwei USB 3.0 Ports
Spezifikationen der Nvidia Shield Pro 2019: Tegra X1+ Prozessor, Dolby Atmos, Dolby Vision, AI Upscaling, 4K, HDR und zwei USB 3.0 Ports

Der neue NVIDIA Tegra X1+ Prozessor bildet die Basis für die technischen Neuerungen des Streaming-Players. Der Prozessor soll bis zu 25% effektiver arbeiten und ermöglicht dadurch Features wie das neue 4K AI Upscaling von HD-Inhalten. Über den HDMI 2.0 Port können auch erstmals 4K Inhalte mit Dolby Vision und Dolby Atmos ausgegeben werden. Für anstrengende Rechenaufgaben stehen der Konsole ab sofort 3 GB Arbeitsspeicher und 16GB interner Festplattenspeicher zur Verfügung. Dualband AC-WiFi sowie ein Gigabit-Ethernet-Anschluss erlauben eine schnelle Verbindung mit dem Internet/Heimnetzwerk. Bluetooth 5.0 unterstützt die Konsole ebenfalls. Und mit zwei USB 3.0 Anschlüssen kann man noch mehr externe Peripherie (Keyboard, Maus, externe Speichermedien etc.) anschließen. Die Shield lässt sich zudem in Samsungs SmartThings IoT-System einbinden – cool oder?

Neue Shield Remote mit Nvidia-Button

Die neue Fernbedienung erhält neue Features sowie ein ansprechendes neues Design
Die neue Fernbedienung erhält neue Features sowie ein ansprechendes neues Design

Uns freut vor allem die Überarbeitung der Nvidia Remote Fernbedienung. Ein neues ansprechendes Design und neue Funktionen sollen das Gerät zum idealen Begleiter der Nvidia Shield Pro 1029 machen. Es gibt eine neue, sinnvolle Tastenanordnung inkl. einer neuen Netflix-Taste. Alle Buttons sind beleuchtet. Ein integriertes Mikrofon für Sprachassistenten (Google Assistant & Amazon Alexa) ist ebenfalls mit an Bord. Geht die Remote einmal verloren, kann man diese über einen Tastendruck an der Konsole durch ein Geräusch lokalisieren. Für die Steuerung von TV-Geräten und ähnliches besitzt die Nvidia Remote zudem ein IR-Sender. Und wäre das nicht genug, sind die zwei AAA-Batterien im Lieferumfang mit enthalten.

Features wie das neue HD>4K AI Upscaling werden wir natürlich ausgiebig testen
Features wie das neue HD>4K AI Upscaling werden wir natürlich ausgiebig testen

Gehen die Neuerungen weit genug?

Wir sind eigentlich positiv überrascht und finden, Nvidia hat genau an den richtigen Stellen angesetzt. Ein performanterer Prozessor, AI 4K Upscaling und die Wiedergabe verschiedenster Streaming-Apps wie Youtube, Netflix, Prime Video, Hulu etc. in 4K/HDR Qualität inkl. Dolby Vision HDR und Dolby Atmos 3D Sound – was wünschen wir uns mehr? Naja, vielleicht hätte man der Konsole doch ein anderes Design schenken können. Auf den ersten Blick haben wir keinen Unterschied zur 2017-Version der Konsole feststellen können. Aber das ist dann schon Meckern auf hohem Niveau.

Preis und Verfügbarkeit

Die Nvidia Shield Pro 2019 soll am 28. Oktober 2019 für 199 US-Dollar in den Handel kommen. In Deutschland wird das Modell sicherlich für 199 Euro erhältlich sein.

Google Stadia startet am 19. November mit Kabel-Zwang für den Controller

Google hat für seinen Streaming-Dienst für Spiele, Stadia, große Pläne. Bisher ist der Service vorab aber vor allem von kleineren Enttäuschungen geplagt. Nun kommt eine neue hinzu: Zum Start wird der Stadia Controller nämlich an den Pixel-Smartphones sowie an PCs nur kabelgebunden funktionieren.

Das ist im Jahr 2019 keinesfalls mehr zeitgemäß, denn egal wohin man blickt: Controller für PCs, mobile Endgeräte oder auch Spielekonsolen wie die PS4 und die Xbox One arbeiten drahtlos über Bluetooth- oder Funkverbindungen. Google wirft uns da aber zwei Generationen zurück. Lediglich am Chromecast Ultra soll der Stadia Controller zum Launch kabellos arbeiten.

Wer also beispielsweise an einem Windows-PC über den Chrome-Browser den Game-Streaming-Dienst Google Stadia nutzen möchte und den offiziellen Controller verwenden will, muss ihn über eine USB-Kabelverbindung einspannen. Selbiges gilt eben auch an den Pixel-Smartphones oder anderen Geräten. An den Smartphones wird man sich dann sogar separat einen Adapter kaufen müssen, da im Lieferumfang nur ein Kabel für USB-A zu USB-C enthalten ist.

Langfristig will Google diesen Sachverhalt wohl ändern, denn nach dem Launch von Stadia will man nach und nach weitere Funktionen und Features nachreichen. Allerdings ist es natürlich kritisch zu sehen, dass man das nicht direkt zum Start hinbekommt. Zumal man schon mit „Destiny 2“ ins Fettnäpfchen getreten ist. Google bietet das Spiel kostenlos denjenigen an, die zur Founder’s Edition bzw. der neuen Premiere Edition gegriffen haben. Leider erweist sich das als Fehlgriff, da später bekannt geworden ist, dass „Destiny 2“ ohnehin zu einem Free-to-Play-Titel umgewandelt wird bzw. mittlerweile umgewandelt worden ist.

Google Stadia ist schon vor dem Start von Problemen geplagt

Hinzu kommt, dass mittlerweile ein weiteres Stadia-Zugpferd, „Doom Eternal“, auf 2020 verschoben worden ist. In Gaming-Communities wird Googles Dienst aktuell sehr kritisch betrachtet, sodass Google hoffen muss, dass man wenigstens Gelegenheitsspieler begeistern kann und sich so eine breitere Kundenbasis aufbaut.

Der Launch von Google Stadia soll am 19.November 2019 stattfinden. Man darf sehr gespannt sein, ob Stadia am Ende die Gaming-Landschaft revolutioniert oder einer der vielen Google-Dienste wird, der anfangs mit viel Tamtam eingeführt wurde, nur um rasch wieder das Zeitliche zu segnen.

Rakuten TV startet werbefinanziertes Streaming-Angebot in Europa

Rakuten TV ist unseren Lesern sicherlich bekannt. Die App für die VoD-Plattform ist auf diversen Fernsehgeräten vorinstalliert. Nun wagt man einen neuen Schritt in Europa: Es wird als neue Option nämlich auch ein werbefinanziertes Streaming-Angebot geben.

Rakuten TV bietet monatlich neue Filme gegen Bares zum Abruf an. In Zusammenarbeit mit Sony hat man sogar IMAX-Enhanced-Inhalte im Angebot. Zukünftig will man aber eben nun auch auf AVOD (Advertising-Video-On-Demand) setzen. Dadurch bietet man zahlreiche Titel auch kostenlos an – dafür wird aber eben Werbung eingeblendet.

Im ersten Schritt wird Rakuten TV einige Hollywood-Produktionen und lokale Inhalte über das werbefinanzierte Angebot anbieten. Mittelfristig will man lineare- und On-Demand-Inhalte kombinieren und sogar exklusive Eigenproduktionen, TV-Serien, Dokumentarfilme Nachrichten sowie Sportkanäle inkludieren.

Rakuten TV will die ersten Kunden dabei zu seinem AVOD-Kanal mit einer Dokumentarserie namens „Matchday – Inside FC Barelona“ locken. Als Erzähler fungiert der Hollywood-Schauspieler John Malkovich („Being John Malkovich“). In der Serie der Barça Studios soll es auch neue Einblicke in das Privatleben der Spitzensportler geben. Rakuten TV kombiniert dadurch als erster Anbieter klassische VOD-Angebote gegen Bezahlung mit AVOD-Inhalten, die sich über Werbung finanzieren.

Rakuten TV erhält auch eine neue Oberfläche

Im Zuge des neuen AVOD-Angebots soll Rakuten TV generell eine neue Oberfläche erhalten. In der Benutzeroberfläche wird es bald den Reiter „Free“ im Menü geben, der zu dem AVOD-Angebot führt. Laut dem Unternehmen werde das werbefinanzierte Streaming zunächst als Beta auf allen Smart TVs aus dem Jahr 2019, mittlerweile ja etwa auch bei Hisense, zur Verfügung stehen. Später wird man es dann schrittweise in seinen anderen Apps und der Weboberfläche implementieren.

Rakuten TV führt ein werbefinanziertes Angebot ein

Keine Details nennt man aktuell dazu, wie genau die Werbung eingebunden wird. Blickt man auf andere Anbieter, die On-Demand-Inhalte mit Werbung kombinieren, so ist damit zu rechnen, dass Rakuten TV zu Beginn eines Films Werbespots zeigen wird und eventuell auch in der Filmmitte weitere Clips einbindet. Man wird sicherlich darauf achten das ganze aber nicht zu aggressiv zu gestalten, da man dann direkt wieder seine Zuschauer vergrätzen würde.

„Ad Astra – zu den Sternen“ erscheint als limitiertes 4K Blu-ray Steelbook

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Das Weltraum-Abenteuer „Ad Astra – zu den Sternen“ erscheint als limitiertes 4K Blu-ray Steelbook. 20th Century Fox schenkt dem Blockbuster mit Brad Pitt und Tommy Lee Jones besondere Aufmerksamkeit.

Nach der Übernahme von 20th Century Fox von Disney, bleiben dem Filmstudio nicht mehr so viele Kino-Blockbuster, die prominent für den Heimkinomarkt beworben werden könnten. Die Anzahl der Produktionen wurde stark gekürzt und so gilt es aus den übrig gebliebenen Titeln das beste herauszuholen. Nachdem sich „Ad Astra – zu den Sternen“ an den Kinokassen und bei der Presse bewiesen hat, geht Fox bei diesem Release in die Vollen. Neben einer DVD & Blu-ray wird es zudem ein limitiertes 4K Blu-ray Steelbook geben.

Das Steelbook zu „Ad Astra“ erhält ein, wie wir finden, ansprechendes Design. Neben der 4K UHD Blu-ray wird die Box auch die reguläre Blu-ray enthalten. Diese beinhaltet in der Regel auch das Bonusmaterial. Über die Bild- und Tonqualität der 4K Blu-ray können wir zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren. Gedreht wurde mit digital mit einer Arri Alexa Infrared und analog mit einer Panavision panaflex Millenium (35mm). Das Kinomaster (Digital Intermediate) wurde in 2K Auflösung erstellt. Bei so vielen CGI-Effekten ist es kein Wunder, dass der Film nicht in nativem 4K gerendert wurde.

Zweiter Fox-Film mit Multi-HDR?

Der Weltraum-Epos wurde auch mit Dolby Vision HDR gemastert. Die Hochkontrastbilder im Weltraum würden sicherlich vom dynamischen Ansatz der HDR-Technologie profitieren. Jedoch wissen wir bereits, dass Fox eigentlich auf der Seite von „HDR10+“ steht. Lediglich ein Film von Fox,“Alita: Battle Angel“, wurde im Multi-HDR-Format mit HDR10, HDR10+ und Dolby Vision veröffentlicht. Die Hoffnung auf eines der dynamischen HDR-Formate bleibt somit bestehen.

„Im Weltall hört dich niemand schreien“. An diesen Spruch hält sich Hollywood nicht immer und so gibt es selbst bei den Außeneinsätzen ein raumfüllendes Klangerlebnis mit Dolby Atmos – zumindest im Kino. Wir schätzen, dass „Ad Astra“ den Originalsoundtrack im 3D Soundformat enthält und mit einer deutschen Surround-Lösung ankommt. Wie geschrieben, bislang reine Spekulation auf Basis des Kinomasters.

„Ad Astra – zu den Sternen“ erscheint am 29. Februar 2020 auf DVD Blu-ry und limitiertes 4K UHD Blu-ray Steelbook. Eine Amaray-Variante der UHD-Version wird sicherlich nachgereicht, sobald die erste Charge vergriffen ist.

Netflix kündigt drei neue Originals auf der Frankfurter Buchmesse an

Seit gestern läuft in Frankfurt die Frankfurter Buchmesse 2019. Nicht nur Schriftsteller und Verlage sind dort zu Gast, sondern auch der Streaming-Anbieter Netflix schaute vorbei. So hat man im Rahmen der Messe drei neue Original-Serien vorgestellt, welche auf preisgekrönten Büchern basieren.

Frisch hat Netflix also auf der Frankfurter Buchmesse verkündet, dass man sich die Rechte an den drei erfolgreichen Romanen „Folk med ångest“ (Englisch: Anxious People) vom schwedischen Autor Fredrik Backman, „Tyll“ aus der Feder des deutschen Schriftstellers Daniel Kehlmann sowie „Die vierzig Geheimnisse der Liebe“ von der türkischen Autorin Elif Shafak gesichert habe. Laut dem Streaming-Anbieter beginnt die Produktion aller drei Originals bereits in Kürze.

„Folk med ångest“ wird eine Dramedy-Serie in schwedischer Sprache. Regie führt Felix Herngren, Regisseur und Drehbuchautor des für den Oscar nominierten Films „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Als Drehbuchautorin hat man Camilla Ahlgren verpflichtet, die Hauptautorin von „Die Brücke“ und „Quicksand“.

Das zweite Original ist „Die vierzig Geheimnisse der Liebe“ von der türkisch-britischen Autorin Elif Shafak. Der Roman wurde in 37 Sprachen übersetzt und allein in der Türkei über 850.000 Mal verkauft. Die Handlung verläuft über sieben Jahrhunderte und erzählt quasi zwei parallel verlaufende Geschichten. Da darf man gespannt sein, wie der Stoff als Serie umgesetzt wird.

„Tyll“ wird dein deutschsprachiges Original der „Dark“-Macher

Für den deutschsprachigen Markt die vielleicht interessanteste, neue Eigenproduktion: „Tyll“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Daniel Kehlmann. Die bekannte Figur Till Eulenspiegel wird in den Dreißigjährigen Krieg versetzt. Hinter der Serie steht Dark Ways von Baran Bo Odar und Jantje Friese, welche sich auch schon für die aus Deutschland stammende Serie „Dark“ verantwortlich zeichneten. Allein in Deutschland wurde „Tyll“ über 600.000 Mal abgesetzt.

Weitere Details zu den drei neuen Netflix Originals werden sicherlich in den kommenden Wochen und Monaten noch folgen. Da die Produktion der frischen Serien gerade erst beginnt, dürften sie nicht vor Ende 2020 bzw. vielleicht sogar erst 2021 beim Streaming-Anbieter ihren Einstand geben.