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A Star Is Born 4K Blu-ray Test: Großartiger Film mit Lady Gaga und Bradley Cooper

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„A Star Is Born“ konnte sich bei den Oscars die Auszeichnung für den besten Song sichern. Unser Test der 4K Blu-ray zeigt, in welchen Kategorien der Film mit Lady Gaga und Bradley Cooper punkten kann!

Inhalt (90%)

Bereits viermal wurde die Geschichte von „A Star is Born“ verfilmt (nimmt man die Bollywood-Variante „Aashiqui 2“ hinzu. Zuletzt sah man die Geschichte über einen schwer angeschlagenen Musiker, der eine junge Nachwuchskünstlerin protegiert 1976 – und zwar mit der großartigen Barbra Streisand und Kris Kristofferson in den Hauptrollen. Somit kümmert sich nun schon der fünfte Film um die praktisch gleiche Story. Warum das aber auch im vierten Aufguss noch seinen Reiz hat? Nun, die Antwort ist relativ schnell gegeben: Bradley Cooper und Lady Gaga. Der Verfasser dieser Zeilen muss gestehen, weder die Musik noch die Kunstfigur Lady Gaga an sich zu mögen. Doch wenn man die beiden zusammen agieren und vor allem singen sieht und hört, dann wird sogar der größte Lady-Gaga-Skeptiker zum Fan. Dass die erfolgreiche Popsängerin es gleichzeitig schafft, nicht als ihre eigene Kunstfigur im Film zu wirken und über die stilistisch andere Musik zu beeindrucken, dennoch aber autobiografische Züge zu integrieren (Stichwort: Nase) – das verdient Respekt.

Natürlich darf bei einem Musikfilm wie "A Star Is Born" eine gewisse Menge an Gefühl nicht fehlen (Im Bild: Ally verkörpert von Lady Gaga)
Natürlich darf bei einem Musikfilm wie „A Star Is Born“ eine gewisse Menge an Gefühl nicht fehlen (Im Bild: Ally verkörpert von Lady Gaga)

Ebenso viel Respekt wie die Tatsache, dass Cooper ganze 18 Monate Gesangsunterricht nahm, um auf der Bühne live singen UND mit Lady Gaga Schritt halten zu können. Gleichzeitig komponierte er die Songs gemeinsam mit der Künstlerin, womit wir schon bei Respekt #3 sind. Die Geschichte rund um eine junge Frau, die ihr Licht unter den Scheffel stellt, obwohl sie für die große Showbühne bestimmt ist, funktioniert für sich schon prächtig. Gleichzeitig ist es eine Story, die von der bitteren Entwicklung einer Liebe erzählt, die nie unter einem guten Stern zu stehen scheint. Und obendrauf ist A Star is Born auch noch entlarvender Blick hinter die Kulissen von Musik- und Showbiz – inklusiver aller Gefahren, Exzesse und Niederungen. Cooper beweist nach Silver Linings erneut, dass er viel mehr kann als den verkaterten Hangover-Kumpel zu geben. Seinem Vorgänger Kristofferson steht er darstellerisch jedenfalls in nichts nach. Und das gilt nicht nur für den tollen Job, den er beim Gesang abliefert, sondern auch für die emotionale Achterbahnfahrt zwischen Romantik, Erfolg auf der Bühne und totalem Breakdown im Suff.

Jack (Bradley Cooper) spielt vor "ausverkauftem Haus"
Jack (Bradley Cooper) spielt vor „ausverkauftem Haus“

Lady Gaga tut es ihm gleich. Während sie mit dem Gesang vermutlich weniger Schwierigkeiten gehabt haben dürfte, muss sie erstmals in einem Langfilm überzeugen. Dass sie das gleich so gut hinbekam, dass man sie ebenfalls mit einer Oscar-Nominierung bedachte, mag überraschen. Doch gerade weil sie bei den Dreharbeiten im Prinzip ihr populäres Alter Ego ablegte und durch eine erfrischende Natürlichkeit ersetzte, überzeugt sie. Vor allem übrigens in den ungeschminkten Szenen, in denen man sieht, wie hübsch die Dame unter der zugemörtelten Kunstfigur eigentlich ist. Die Tatsache, dass Cooper auch noch ein bisschen Glück hatte, begünstigt zudem die Authentizität seines Films. Denn man durfte die Pausen der beiden Wochenenden nutzen, an denen das Coachella-Festival in Kalifornien stattfindet, um die dortigen Bühnenaufbauten zu nutzen. Es ist nicht nur einmal, dass man sich wünscht, noch mehr Songs zu hören. Oder einfach jenen, die man zu hören bekommt, komplett lauschen zu dürfen. Echte Stadion-Atmosphäre, echtes Live-Feeling kommt hier auf und zeigt, dass man solche Szenen ebenso wenig faken kann wie Fußballspiele im Film.

Bildqualität (85%)

A Star is Born wurde mit Arri-Alexa-Mini-Kameras gedreht, die am Ausgang zwischen 2.8K und 3.4K lieferten. Von dieser Auflösung wurde allerdings nur ein 2K-Digital-Intermediate angefertigt, das als Basis für die UHD herhielt. Demnach musste hier wieder hochskaliert werden. Neben dem Upscale auf 4K liefert die UHD noch einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie die höhere Bilddynamik HDR – und zwar in HDR10 und Dolby Vision. Grundsätzlich erreichen beide erweiterten Kontrastformate zwar nicht, dass die in dunklen Szenen arg flauen Kontraste plötzlich perfekt sind, aber in den helleren Momenten und gut ausgeleuchteten Sequenzen ist die UHD der Blu-ray deutlich überlegen. Gerade die extrem hellen Bilder des Supermarkts zu Beginn von Kapitel drei werden durch HDR10 und Dolby Vision wesentlich angenehmer, kontrastreicher und farbintensiver.

Die 4K Blu-ray von "A Star Is Born" liefert einen deutlichen Mehrwert gegenüber der HD Blu-ray
Die 4K Blu-ray von „A Star Is Born“ liefert einen deutlichen Mehrwert gegenüber der HD Blu-ray

Apropos Farben: Die prächtigen Make-ups der Drag Queens in Kapitel zwei gelangen über die UHD in beiden dynamischen Kontrastformaten strahlender zum Zuschauer. Es gibt Spitzlichter und Reflexionen, die man auf der Blu-ray überhaupt nicht sieht. Gleichzeitig sind neutrale und weiße Oberflächen sichtbar weniger grüngefärbt und einfach natürlich. Die Auflösung – und jetzt wird’s interessant – ist in Close-ups durchweg besser als bei der Blu-ray. Sichtbar besser. Und das, obwohl wir hier „nur“ ein 2K-DI haben.

Das Resultat ist eine UHD, die für sich genommen aufgrund der starken Stilisierung vieler Einstellungen zwar nicht glatt, clean und poppig-digital ist, aber gegenüber der Blu-ray in allen Belangen hochwertiger und stimmiger ist.

Tonqualität (80%)

Es wurde viel gesagt und kritisiert an den deutschen Tonspuren der UHDs in letzter Zeit. Leider gehört A Star is Born nach MEG und The Nun nun schon zu einem Trio an Ultra-HDs von Anbieter Warner, die akustisch den Schritt zurück machten. Nachdem Warner lange Zeit fast durchgängig Dolby Atmos für die Synchronfassung lieferte, gab’s für besagte Titel und auch für diesen Film nur noch Dolby Digital. Allerdings muss man sagen, dass die DD-Spur die Stadion-Atmosphäre erstaunlich kräftig ins Heimkino drückt. Der erste Song wird von einer wuchtigen Bassdrum unterstützt, die vielleicht noch etwas mehr Direktheit hätte haben können. Auch die Räumlichkeit gelingt sehr gut, sodass man sich mitten in den Zuschauern wähnt. Allerdings reicht es dann doch nicht an die Qualität des englischen Sounds heran. Sowohl die vorhandene dts-HD-Master-Spur als auch die Atmos-Fassung sind in Sachen Dynamik, Gewalt und Differenzierung in den Musikstücken der Synchronspur voraus. Die Bassdrum kickt nun richtig in die Magengrube, Gitarren schälen sich besser aus dem Geschehen heraus und die Stimme steht präsenter in der Mitte. Wie gesagt: Die deutsche Version klingt räumlich und ist weit entfernt von den komprimierten Tonspuren des Anbieters Disney, aber der englische Ton ist einfach besser.

Der deutsche Ton ist sehr gut gelungen, die englische Originalfassung mit Dolby Atmos gefällt uns jedoch etwas besser
Der deutsche Ton ist sehr gut gelungen, die englische Originalfassung mit Dolby Atmos gefällt uns jedoch etwas besser

Wenn wir uns isoliert nun noch die 3D-Soundebene der Atmosversion anhören, wird diese vor allem während der Songs von Beginn an genutzt, um eine zusätzliche Atmosphäre zu bewirken. Die Stimme von Cooper im ersten Titel gelangt rundum zum Zuschauer, was die Stadion-Atmosphäre noch verstärkt. Und das gelingt durchaus differenziert. Denn während der Hall der Stimme im Stadion sehr offen erklingt, ist er im Nachtclub kurz darauf eng, begrenzt und „spelunkig“. Auf echte 3D-Sounds wartet man natürlich vergebens, da schlicht keinerlei Anlass dazu besteht. Die Heights werden also bis zum Ende ausschließlich dazu genutzt, die Musikstücke/Songs rundum räumlicher darzustellen.

  • Deutsch: DTS-HD MA Mono (50%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: DTS-HD MA 5.1 (60%) 2D-Betrachtung

Bonus (60%)

Im Bonusmaterial von A Star is Born, das auf der Blu-ray zu finden ist, gibt’s zunächst das halbstündige Making of, das sämtliche wichtige Beteiligten zu Wort kommen lässt. Größtenteils findet man sich in entspannter Atmosphäre auf einem großen Sofa in einem lichtdurchfluteten Raum wieder und spricht sowohl über die Besetzung mit Lady Gaga und das „Musikwerden“ von Regisseur Bradley Cooper. Die „entfallenen Songs“ sind praktisch Jam-Sessions von drei Stücken, die im Proberaum entstanden. Oben drauf gibt es noch vier Musikvideos der Stücke aus dem Film und elf „musikalische Momente“, die dem selbst Film entnommen wurden.

Gesamtbewertung A Star Is Born (85%)

A Star is Born ist ein brillant gespieltes Drama mit einem unglaublich gut harmonierenden Hauptdarsteller-Duo. Wenn man auch nur annähernd auf Musikfilme steht, dann ist Bradleys Regie-Debüt Pflicht. Die UHD liefert dazu die bildtechnisch sichtbar bessere Variante und mit dem englischen Atmos-Sound auch echte Stadion-Atmosphäre. Während der Dialogszenen kann man dann auch unbedenklich wieder auf die deutsche Spur rüberschalten, denn in den leisen Momenten klingt die hiesige DD-Fassung nicht wesentlich schwächer.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 21. Februar 2019 Review am: 28. Februar 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 135 Minuten
Filmstudio: Warner Home Video FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Spanisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch,
Finnisch, Griechisch
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

A Star Is Born Trailer:

Halloween (2018) 4K Blu-ray im Test: Gelungenes Sequel mit DTS:X Sound

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Universal veröffentlicht das Halloween Sequel auf 4K Blu-ray und lässt Michael Myers wieder Angst und Schrecken verbreiten. Unser Test verrät euch, wie sich die UHD-Variante von Halloween in puncto Bild & Ton schlägt!

Inhalt (80%)

Vierzig Jahre ist es her, dass John Carpenter mit seinem dritten abendfüllenden Film das Horrorgenre um eine Ikone bereicherte. Noch bevor Jason Voorhees die Gegend um den Crystal Lake unsicher machte oder Freddy Krueger den Kids in „Mörderischen Träumen“ erschien, definierte Michael „Mike“ Myers die Regeln und Motive des Slashers. Alles, was nach ihm folgte, bediente sich der gleichen Klischees – mal mehr und mal weniger erfolgreich. Bereits zum zwanzigsten Jubiläum (was auch schon wieder zwei Jahrzehnte her ist) dachte man im damals offiziell siebten Film (zählt man den thematisch vollkommen anders gelagerten dritten Teil mit), dass man Michael offiziell zu Grabe tragen und Laurie davonkommen lassen würde. Doch nach einer weiteren Fortsetzung sowie den beiden Remakes von Rob Zombie war wieder einmal bewiesen: Tot ist er noch lange nicht.

Erstmalig seit Halloween III von 1982 taucht nun John Carpenter höchstselbst auf und produzierte (neben anderen) den 2018er Aufguss des Franchise. Regisseur David Gordon Green ignoriert allerdings sämtliche zehn Filme davor und knüpft direkt (okay, 40 Jahre später) an die Geschehnisse des Originals an. Was den Film so interessant macht, ist genau dieser lange Zeitraum. Was ist mit Myers in vier Jahrzehnten geschehen? Wie geht es Laurie? Was ist aus ihr geworden und wie ging sie mit den Ereignissen aus dem ersten Teil um?

Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) hatte 40 Jahre Zeit um sich auf das Böse vorzubereiten
Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) hatte 40 Jahre Zeit um sich auf das Böse vorzubereiten

Halloween macht es sich mit der Antwort auf diese Fragen nicht leicht – ganz im Gegenteil. Denn wo andere Genrefilme nur zum x-ten Mal Stereotypen abarbeiten, muss man sich als Zuschauer bald die gleiche Frage stellen, die auch das Podcast-Pärchen zu Beginn aufwirft: „Hat ein Monster ein anderes erschaffen?“. Es ist nicht leicht zu sehen, wie heftig das Trauma Laurie getroffen hat und wie sozial inkompatibel sie dadurch wurde. Im Prinzip war sie genau wie Michael 40 Jahre lang hinter Gittern. Eingesperrt durch eine selbst auferlegte Paranoia, die sie nur noch selten vor die Tür gehen lässt und die ihre Familie praktisch vollkommen entzweit hat. Die 2018er Fortsetzung von Halloween ist vor allem auch ein Film über die Effekte von Gewalt und wie ein Trauma das Leben der Opfer und ihrer Angehörigen beeinflusst. Erstaunlich, wie gut Halloween dieser Spagat aus Familien-Drama und Horrofilm gelingt und er gleichzeitig im behutsam sich entwickelnden Tempo eine sich steigernde Spannung, sich aufbauendes Unbehagen einfließen lässt.

Laurie bangt nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das ihrer Tochter Karen (Judy Greer)
Laurie bangt nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das ihrer Tochter Karen (Judy Greer)

Dabei ist unstrittig, dass Michael immer noch das Monster ist, das Dr. Loomis dereinst gerne exekutiert hätte. Wenn er nach dem Unfall des Transporters seine ersten Opfer findet, macht er mitnichten Halt davor, auch Tabus des Genres zu brechen. Was ihn dabei gleichzeitig noch gruseliger werden lässt, ist sein Äußeres. Zwar vermeidet die Kamera ganz bewusst, sein Gesicht zu zeigen, doch auch an Myers sind die 40 Jahre nicht spurlos vorbei gegangen. Unglaublich geschickt inszenieren Regisseur und Kameramann diese Szenen, sodass mitnichten Schrecken verloren geht, sondern eher noch zunimmt. Gleichzeitig sind es seine Taten, die ihn noch gewissenloser machen. War er in den vorherigen Teilen (und im Original) ein moralisch auftretender Boogeyman, der sich um die frühreifen Teenager und ihre sexuellen Freizügigkeiten „kümmerte“, sind ihm seine Opfer hier nun höchst egal. Er macht keinen Unterschied mehr, wem er das Licht auspustet. Er wird zu einem unberechenbaren Killer, dem jeder zum Opfer fallen könnte.

Und die Szenen schlagen mit Wucht zu. Obwohl die Gewalt nie überdrastisch wird, fühlt man sich schon nach dem Mord an der Tankstelle wie gebeutelt. Ganz zu schweigen vom knapp viertelstündigen Finale, das atmosphärisch unglaublich dicht ist und eine dauerhafte Spannung liefert. Nicht erst hier wird klar, dass der eigentlich genrefremde David Gordon Green das bisher beste Sequel des Originals abgeliefert hat – auch weil er unglaubliche viele augenzwinkernde Reminiszenzen integriert. Vom Vorspann, der so auch von Carpenters erstem Halloween stammen könnte, über die unscharfen weißen Schriften bis zum legendären Bettlaken. Und natürlich schwebt über allem dieses geniale 5/4-Takt-Titelthema, das Carpenter hier mit Sohnemann Cody und einem weiteren Mitstreiter zeitgemäß modernisierte, ohne es zu verraten – großartig!

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Bildqualität (70%)

Halloween ist der erste Film der Reihe, der vollständig digital aufgenommen wurde. Auch die beiden letzten Filme von Rob Zombie waren noch analog gefilmt worden. Für den 2018er kam nun eine Arri Alexa Mini sowie eine Arri Alexa SXT zum Einsatz. An deren Ausgang lagen 2.8K an. Daraus wurde für die Kinodarstellung ein 2K-DI angefertigt, welches auch die Basis für diese 4K Blu-ray sein dürfte. Was jedoch gesichert ist, ist die Integration eines erweiterten Farbraums sowie jene von HDR10, dem statischen Konstrast-Steigerungs-Format.

"Du hast dich ja gar nicht verändert!". Die regungslose Maske von Michael Myers sorgt auch 40 Jahre später für Panik
„Du hast dich ja gar nicht verändert!“. Die regungslose Maske von Michael Myers sorgt auch 40 Jahre später für Panik

Im laufenden Bild gibt’s zunächst mal eine Überraschung. Denn die Tatsache, dass der Film zu 75% in der Dunkelheit (oder in dunklen Innenräumen) spielt, sollte eigentlich dafür sorgen, dass HDR10 hier für mehr Kontrast und satteres Schwarz sorgt. Das Gegenteil ist aber der Fall. Während die BD schon nicht sonderlich knackig im Schwarz ist, hellt die UHD die dunklen Bereiche auf. Die Folge ist ein schleierartiger Effekt, der vermeintlich mehr Durchzeichnung bringen soll, am Ende aber das unglücklichere Bild abgibt. Dafür punkten die Tageslichtszenen mit deutlich mehr Kontrast und vor allem wesentlich differenzierteren Farben. Der Herbst sieht über die UHD wesentlich herbstlicher aus und zeigt mehr Nuancen auf Bäumen, Blättern und Rasen. Dazu werden Hauttöne wärmer und angenehmer wiedergegeben – es sei denn, man sitzt bei wenig Licht in einem Restaurant. Dann übertreibt es die Ultra HD mit zu satten Rottönen.

Bei der Auflösung muss man Unterschiede suchen. Die Tatsache, dass der Film teils bewusst mit etwas Unschärfe belegt wurde und auch die hinzugefügte Körnung nicht gerade der Schärfe zuträglich ist, lässt Differenzen zwischen BD und UHD kaum ausmachen.

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Tonqualität (75%)

Ausdrückliches Lob an Anbieter Universal Pictures. Denn schon die Blu-ray kommt mit dts:X-Sound für Deutsch und Englisch. Vorbildhaft ist der Sound aber auch an sich. Denn schon der Basslauf der Titelmelodie kitzelt den Sub ein bisschen und die Übungsschüsse, die Laurie abgibt, kommen furztrocken und wuchtig rüber. Es gibt zwar insgesamt nur wenig Action-Momente, dafür sitzen aber die Schock-Szenen umso tiefer. Gerade wenn es kurz zuvor richtig ruhig war und plötzlich Sound einsetzt. Das Finale in Lauries Festung nimmt dann sämtliche Speaker in Beschlag. Außerdem gibt es dort teils perfekte Übergänge von der regulären auf die Höhen-Ebene. Insbesondere der bewegliche Küchenschrank sei hier erwähnt, der in einer bestimmten Situation auf der Front anfängt, an die Rears und dann auf die Heights weitergegeben wird.

Die DTS:X Tonspur schafft es eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Übrigens wissen wir jetzt auch, wieso Frauen immer zu zweit auf die Toilette gehen - zum Schutz vor Michael Myers
Die DTS:X Tonspur schafft es eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Übrigens wissen wir jetzt auch, wieso Frauen immer zu zweit auf die Toilette gehen – zum Schutz vor Michael Myers

Schauen wir uns die Integration der Höhen-Ebene an grundsätzlich an, so nutzt Halloween die Heights erstmalig, wenn nach sechseinhalb Minuten die Sirene im Gefängnis losgeht. Kurze Geräusche gibt es durch Vögel nach etwas über 16 Minuten und kurz durch ein sich ankündigendes Gewitter. Was allerdings fehlt, sind hier und da echte Soundeffekte. Beispielsweise während des Kampfes auf der Toilette nach 39 Minuten. Zwar hört man hier auch ein wenig die dramatische Musik aus der oberen Etage, doch die gewaltvoll zuschlagenden Türen hätte man auch etwas nach oben legen können, da sich die Kamera bisweilen auf einer Ebene mit der zusammen gesunkenen Dana befindet.

Dann, endlich zeigt sich der zweite richtige 3D-Toneffekt, wenn Laurie das Schott zu ihrem Keller-Geheimraum öffnet und dieses über den Boden kratzt. Da die Kamera sich darunter befindet, ist das hier korrekt verortet und ziemlich unheimlich. Neben ein paar kleineren Soundeffekten, ist es immer wieder dieser Keller-Verschluss, der für zahlreiche 3D-Tonsignale sorgt. Und während der Film gut 80 Minuten lang kaum visuellen Anlass bietet, zahlreiche Sounds von oben abzuliefern, ist das Finale in Lauries Haus dann angefüllt damit.

  • Deutsch: DTS:X (80%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: DTS:X (60%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: DTS:X (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)
  • Englisch: DTS:X (80%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: DTS:X (60%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: DTS:X (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (50%)

Im Bonusmaterial von Halloween finden sich insgesamt sieben unveröffentlichte und erweiterte Szenen. Dazu gesellt sich das Making-of „Zurück in Haddonfield“, das in gut sechs Minuten den Spirit am Set und den Bezug der Darsteller zur Story wiedergibt. Als nächstes erfährt man in „Die Original-Scream-Queen“ mehr über Jamie Lee Curtis und ihre Beteiligung am Original sowie an diesem Sequel. „Der Klang der Angst“ kümmert sich dann um den Score, den Carpenter mit Sohn und einem dritten Musiker gemeinsam einspielte. „Die Reise der Maske“ wiederum zeigt die Arbeit an der (leicht) modifizierten Maske und „Das Vermächtnis von Halloween“ ist eine lockeres Sit-in mit Carpenter, Curtis, Blum und Green.

Es ist bloß ein kleines Gespenst, was soll da schon passieren?
Es ist bloß ein kleines Gespenst, was soll da schon passieren?

Gesamtbewertung Halloween 2018 (75%)

Halloween im Jahre 2018 liefert das mit Abstand beste Sequel der Reihe ab. Mit einer ebenso fesselnden wie tiefgründigen Background-Story, einer hervorragend aufgelegten Hauptdarstellerin und angemessen rohen Gewalteinlagen beeindruckt Regisseur Green über die volle Laufzeit bis hin zum ultraspannenden Finale. Während das Bild der UHD etwas unter dem schwachen Schwarzwert leidet, gefällt der Sound mit lebhafter Atmosphäre und tollen 3D-Effekten im Finale.

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Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 28. Februar 2019 Review am: 26. Februar 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 106 Minuten
Filmstudio: Universal Pictures FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch,
Italienisch, Türkisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS:X
Englisch DTS:X
High Dynamic Range:
HDR10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Halloween (2018) Trailer:

Panasonic nennt Preise für die neuen GXW904 UHD-Fernseher

Panasonic kommuniziert die Preise & Termine für die High-End LCD-Modellreihe GXW904. Die 4K Fernseher werden ab 899 Euro im März/April 2019 in den Handel kommen! 

Endlich nennt der japanische TV-Hersteller erste Preise für sein neues TV-Lineup aus 2019. Die 4K Fernseher der GXW904-Serie sind die Speerspitze in Panasonics diesjährigen LCD-Lineup. Die Geräte sind in Größen von 43 bis 65 Zoll erhältlich und unterstützen alle relevanten HDR-Standards (HDR10, HLG, HDR10+, Dolby Vision). Leider verzichtet Panasonic wie auch im letzten Jahr auf ein direktes LED-Backlight, weshalb sich die Kontraste und Schwarzwerte der GXW904 Serie nicht mit der Konkurrenz von LG oder Samsung messen können. Dafür sind die Modelle recht günstig, vergleicht man die Ausstattung der Modelle mit den Mitbewerbern. Die 43 Zoll Version mit HCX Processor gibt es bereits ab 899 Euro (UVP). Die größte Version mit 65 Zoll schläft mit 1.699 Euro zu Buche. Das beste Preis/Zoll-Verhältnis liefert übrigens die 49 Zoll Variante mit einem Preis von 999 Euro (20,38 € pro Zoll). (Hier geht es direkt zum Preisvergleich)

Die GXW904 4K LCD TVs sind ab März/April 2019 ab 899 Euro im Handel erhältlich!
Die GXW904 4K LCD TVs sind ab März/April 2019 ab 899 Euro im Handel erhältlich!

GXW904 Serie mit Twin-Quattro-Tuner & Dolby Atmos

Neben der breiten HDR-Unterstützung darf man sich bei den GXW904-Modellen über einen Twin-Quattro-Tuner und Verarbeitung von Dolby Atmos 3D-Sound freuen. Die TV-Modelle können beide über die Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa angesteuert werden. Von einer vollwertigen Integration hat Panasonic jedoch abgesehen. Die GXW904 4K Fernseher unterstützten auch die HbbTV Operator App (wie auch die GZW2004, GZW1004, GZW954 , GXW804 und GXW945 Serien) mit den neuen Komfort-Features von HD+. Der Nutzer kann sein hochauflösendes HD+ Erlebnis direkt am TV aktivieren und bekommt nicht nur Zugriff auf den 4K-Sender UHD1, sondern kann auch den neuen TV-Guide, die Mediatheken sowie die Neutstart-Funktion nutzen!

Alle verfügbaren Modelle, Preise und Termine könnt ihr nachfolgender Tabelle entnehmen. Wir habe euch auch am Ende des Beitrages ein Video von der Panasonic Convention 2019 angehängt.

Modell Größe Preis (UVP) Termin
TX-43GXW904 43 Zoll 899 € April 19
TX-49GXW904 49 Zoll 999 € März 19
TX-55GXW904 55 Zoll 1.199 € März 19
TX-65GXW904 65 Zoll 1.699 € März 19

Preisvergleich GXW904 4K HDR LCD TVs:

GXW904 4K-LCD-TV im Video:

Fox-Übernahme durch Disney abgeschlossen: Die Simpsons, Deadpool & Co. wechseln den Besitzer

Es ist vollbracht! Die 71 Milliarden US-Dollar Übernahme von 21st Century Fox durch Disney ist vollzogen und Micky Maus bekommt viele neue Freunde. Beliebte Film- & Serien-Franchises wechseln nämlich zur Walt Disney Company. 

Die Übernahme von 21st Century Fox durch die Walt Disney Company wurde bereits Ende 2017 abgesegnet. Damit erweitert das US-Unternehmen sein Produkt-Portfolio um interessante Franchises und Dienste um dem Kunden noch mehr qualitativ hochwertige Entertainment-Optionen bieten zu können. „Deadpool“, „Alien“, „Avatar“, „X-Men“, „Ice Age“ oder „Independence“ Day sind nur einige der „Marken“ die zukünftig von Disney vertrieben werden. Auch TV-Serien wie „Die Simpsons“, „Family Guy“, „American Horror Story“, „Atlanta“ oder „Akte X“ werden jetzt von Goofy und Co. verwaltet.

Von Avatar bis X-Men

Die Anhäufung beliebter Inhalte ist natürlich gewollt und soll dem zukünftigen Streaming-Dienst „Disney+“, der noch in diesem Jahr in den USA starten wird, noch mehr Vielfalt verleihen. Kombiniert mit Blockbustern aus dem Marvel und Star Wars Franchise, könnte Disney bald zu einem der wichtigsten Filmstudios heranwachsen. Universal Pictures, Warner Bros. und co. dürfen sich auf jeden Fall schon einmal Warm anziehen. Auch die Streaming-Konkurrenz wie Prime Video oder Netflix sollte sich vorsehen. Beliebte Inhalte wie Disney-Klassiker, Pixar-Animationsfilme oder Marvel Highlights werden nämlich nach dem Start von „Disney+“ aus deren Angebot verschwinden. Zudem ist Disney nun Hauptaktionär am US-Streamingdienst HULU mit 60 Prozent – sozusagen doppelte Konkurrenz!

Todesstoß für HDR10+?

Das Filmstudio 20th Century Fox ist der einzige Anbieter, der 4K UHD Blu-rays mit dynamischen HDR10+ auf den Markt gebracht hat. Da Disney bereits in der Vergangenheit sich vom dynamischen HDR-Format Dolby Vision losgesagt hat, wäre ein ähnlicher Schritt auch für neue Veröffentlichungen aus dem Fox-Portfolio denkbar. Ohne Unterstützung eines Filmstudios ist HDR10+ so gut wie gestorben.

Netflix: Frische Inhalte für den April 2019 bestätigt

Für den Streaming-Anbieter Netflix steht die Zeit niemals still. So hat man schon jetzt die Neuzugänge für den April 2019 bestätigt. Mit von der Partie ist unter anderem der zweite Teil der ersten Staffel zu „Chilling Adventures of Sabrina“.

Außerdem holt Netflix auch erneut einige Anime-Serien ins Boot. Dass der Streaming-Anbieter in diesem Bereich sein Engagement ausbauen will, hatten wir ja erst kürzlich aufgegriffen. Auch in 4K stoßen natürlich Inhalte hinzu. Wir haben eine Zusammenfassung der Inhalte in Ultra HD bei Netflix auch an dieser Stelle veröffentlicht. So hievt Netflix etwa den Anime „Ultraman“ in sein Angebot.

Für Fans von Dokumentationen hält man ab dem 5. April „Unser Planet“ bereit. Auch wer lieber Blockbuster ansieht, wird gut versorgt. Da nennt Netflix beispielsweise das Kriegsdrama „Herz aus Stahl“ mit Brad Pitt oder die Komödie „The World’s End“ mit Simon Pegg. Im Grunde sollte also erneut für jeden Geschmack etwas dabei sein. Es folgen die Listen zu den neuen Inhalten bei Netflix im April 2019.

Neue Serien im April 2019 bei Netflix

  • Chambers – ab April 2019
  • Ultraman – 01.04.2019
  • Gotham: Staffel 4 – 01.04.2019
  • Pokémon – Die TV-Serie: Sonne und Mond Staffel 2 – 01.04.2019
  • Chilling Adventures of Sabrina: Staffel 1 Teil 2 – 05.04.2019
  • Quicksand – Im Traum kannst du nicht lügen – 05.04.2019
  • Tijuana – 05.04.2019
  • Das Römische Reich: Caligula: Der wahnsinnige Kaiser – 05.04.2019
  • Spirit – wild und frei: Staffel 8 – 05.04.2019 (nur in der Schweiz)
  • Persona – 05.04.2019
  • Trolls – Die Party geht weiter!: Staffel 6 – 09.04.2019 (nur in der Schweiz)
  • Du gegen die Wildnis – 10.04.2019
  • Black Summer – 11.04.2019
  • Ein besonderes Leben – 12.04.2019
  • Huge in France – 12.04.2019
  • Der kleine Bheem: einfach stark – 12.04.2019
  • Phineas and Ferb: Staffel 3 – 13.04.2019
  • Phineas and Ferb: Staffel 4 – 13.04.2019
  • Jane The Virgin: Staffel 4 – 14.04.2019
  • Nick für ungut – 15.04.2019
  • Die Supermonster: Tierisch gute Freunde – 16.04.2019
  • Meine allererste Liebe – 18.04.2019
  • Samantha!: Staffel 2 – 19.04.2019
  • Rilakkuma und Kaoru – 19.04.2019
  • Pinky Malinky: Teil 2 – 22.04.2019
  • Golden Boy – 22.04.2019
  • Bonding – 24.02.2019
  • The Protector: Staffel 2 – 26.04.2019
  • Yankee – 26.04.2019
  • She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen: Staffel 2 – 26.04.2019
  • Ingress: The Animation – 30.04.2019
  • BAKI: Teil 2 – 30.04.2019

Neue Filme im April 2019 bei Netflix

  • Aurora – ab April 2019
  • Sophies Entscheidung – 01.04.2019
  • Manta Manta – 01.04.2019
  • Herz aus Stahl – 01.04.2019
  • Zwischen den Zeilen – 01.04.2019
  • Bad Teacher – 01.04.2019
  • Braven – 01.04.2019
  • Bugsy – 01.04.2019
  • Colossal – 01.04.2019
  • Betty Anne Waters – 01.04.2019
  • Demolition – Liebe und Leben – 01.04.2019
  • Easy Rider – 01.04.2019
  • Eddie the Eagle – Alles ist möglich – 01.04.2019
  • Kung Fu Hustle – 01.04.2019
  • Suzzanna: Buried Alive – 03.04.2019
  • Die Kunst zu gewinnen – Moneyball – 04.04.2019
  • Der Exorzismus von Emily Rose – 04.04.2019
  • Die Schlümpfe – 04.04.2019
  • Total Recall – 04.04.2019
  • Das Schwergewicht – 05.04.2019
  • Unicorn Store – 05.04.2019
  • Die Hexe und der Zauberer – 09.04.2019
  • The Perfect Date – 12.04.2019
  • A Land Imagined – 12.04.2019
  • Wen würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen? – 12.04.2019
  • King Arthur: Legend of the Sword – 15.04.2019
  • Kick-Ass 2 – 15.04.2019
  • Bridget Jones: Schokolade zum Frühstück – 17.04.2019
  • The World’s End – 17.04.2019
  • Alles eine Frage der Zeit – 17.04.2019
  • American Gangster – 17.04.2019
  • Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns – 17.04.2019
  • Dr. Seuss‘ Der Lorax – 17.04.2019
  • Hulk – 17.04.2019
  • Kopfüber in die Nacht – 17.04.2019
  • King Kong – 17.04.2019
  • Oblivion – 17.04.2019
  • Per im Glück – 19.04.2019
  • Music Teacher – 19.04.2019
  • Someone Great – 19.04.2019
  • Daddy ohne Plan – 23.04.2019
  • Die Unfassbaren 2 25.04.2019

Neue Comedy im April 2019 bei Netflix

  • Kevin Hart: Irresponsible – 02.04.2019
  • Ricardo Quevedo: Einer ist immer verbittert – 03.04.2019
  • Liss Pereira: Flüssigkeiten zurückhalten – 10.04.2019
  • Francesco De Carlo: Dinge dieser Welt – 12.04.2019
  • I Think You Should Leave with Tim Robinson – 23.0.4.2019

Dokumentationen im April 2019 bei Netflix

  • Unser Planet – 05.04.2019
  • Brené Brown: The Call to Courage – 19.04.2019
  • Grass is Greener – 20.04.2019
  • Street Food: Asien – 26.04.2019
  • ReMastered: Devil at the Crossroads – 26.04.2019
  • Whindersson Nunes: Adult – 29.04.2019
  • Anthony Jeselnik: Fire in the Maternity Ward – 30.04.2019

Stadia: Googles Game-Streaming-Service ist so stark wie PS4 Pro und Xbox One X zusammen

Google präsentiert seinen eigenen Game-Streaming-Service Stadia auf der GDC (Game Developers Conference). Stadia kann auf allen Displays genutzt werden und ermöglicht flüssiges 4K/60p Gaming mit HDR!

„Die Zukunft des Gamings ist keine Box“ – Eine Kampfansage an die Gaming-Größen Sony, Microsoft und Nintendo die bislang noch auf Konsolen-Hardware setzen. Die Ankündigung des Stadia Streaming-Services könnte die Welt der interaktiven Unterhaltung wie wir sie kennen verändern. PC, Xbox, Playstation, Switch, Smartphone – das ist der Kosmos in dem sich der Gamer von heute bewegt. Mit dem Start von Stadia in 2019 kann man die Aufzählung um „Display“ erweitern. Der Streaming-Service funktioniert nämlich auf fast allen Bildschirmen, sprich Fernseher über Tablets, Smartphones, Laptops usw.

Stadia: Flüssiges 4K/60p HDR Gaming

Stadia bietet zum Start flüssiges 4K/60p Gaming. In Zukunft ist 8K-Gaming und bis zu 120fps möglich
Google verspricht flüssiges 4K/60p Gaming mit HDR. In Zukunft ist 8K-Gaming und bis zu 120fps möglich

Der Technik-Gigant hat sich für den Aufbau seines neuen Unternehmenszweigs Phil Harrison mit ins Boot geholt, der bereits bei Sony und Microsoft in führenden Positionen gearbeitet hat. Harrison präsentierte auch Stadia auf der GDC Keynote (Video am Ende des Beitrages). Eine große Aufgabe die Vision, Idee und die Technik hinter Googles Game-Streaming-Service der Welt präsentieren zu dürfen. Man stelle sich vor, flüssiges 4K/60fps Gaming mit HDR mit minimalem Input-Lag auf einem UHD Fernseher oder 1080p/60fps auf einem Smartphone oder Tablet. Alles ohne zusätzliche Hardware! Um dies realisieren zu können reicht laus Aussage von Google bereits eine 25 Mbit/s Internetverbindung aus. In Zukunft möchte man über die gleiche Verbindung sogar 8K Inhalte bereitstellen.

Stärker als jede Konsole

Stadia hat eine errechnete Grafikpower von 10.7 teraflops und ist damit theoretisch stärker als die PS4 Pro und Xbox One X zusammen.
Googles Game-Streaming-Service hat eine errechnete Grafikpower von 10.7 teraflops und ist damit theoretisch stärker als die PS4 Pro und Xbox One X zusammen.

Die Technik steht in den weltweit über 7.200 Rechenzentren von Google. Die Rechner rednern die Spieleinhalte in Echtzeit und schicken diese über die Internetverbindung mit minimaler Verzögerung zum Nutzer. Die Möglichkeit stabile 4K/60p Game-Streams darzustellen zeigt, dass die Gaming-Hardware sehr leistungsstark ist. Eine Grafikpower von 10.7 Teraflops lässt die PS4 Pro (4.2 tflops) und Xbox One X (6.0 tflops) alt aussehen.

Der Nutzer kann sich nicht nur aussuchen, auf welchem Display er den Stadia Service nutzen möchte, man kann sich auch frei zwischen Controller bzw. Tastatur & Maus entscheiden. So kann man Siele wie „Assassins Creed: Odyssey“ oder „Doom: Eternal“ nach persönlichen Vorlieben steuern.

Ein Google Mitarbeiter wechselt im laufenden Spiel (Assassins Creed: Odyssee) zwischen mehreren Geräten
Ein Google Mitarbeiter wechselt im laufenden Spiel (Assassins Creed: Odyssee) zwischen mehreren Geräten

Die Plattform bietet dem Nutzer absolute Entscheidungsfreiheit. Man kann zwischen verschiedenen Displays und Spiele Setups wechseln und das innerhalb weniger Sekunden. In einer Live-Demonstration wurde ein laufendes Spiel von „Assassins Creed: Odyssey“ im fliegenden Wechsel auf einem Laptop, Smartphone, PC, Tablet und zum Schluss auf einem 4K OLED von LG Electronics gestreamt.

Der Stadia Controller ist die einzige optionale Hardware die Google angekündigt hat
Der Stadia Controller ist die einzige optionale Hardware die Google angekündigt hat

Stadia Controller mit Youtube-Button

Google möchte Spiele-Entwicklern und Gamern nichts aufzwingen. Das Unternehmen lies es sich aber nicht nehmen einen optionalen Controller anzukündigen. Der Stadia Controller hat ein ganz normales Button-Setup wie man es von einem Playstation oder Xbox-Controller her kennt. Es gibt jedoch zwei zusätzliche Tasten für den Google Assistant (Überraschung) sowie einen Capture-Button, mit dem der Stream direkt auf Youtube geteilt werden kann.

"Doom: Eternal" ist einer der ersten großen neuen Spiele die auf der Stadia-Plattform angeboten werden.
„Doom: Eternal“ ist einer der ersten großen neuen Spiele die auf der Stadia-Plattform angeboten werden.

Multiplayer ohne Cheating und Hacking

Man spielt am liebsten mit- und gegeneinander im Multiplayer. Auch hier bringt die ausgelagerte Hardware einen Vorteil. Die Berechnung der physischen Effekte erfolgt in der Google Cloud und somit sind z.B. riesige, zerstörbare Welten mit Hunderten von Spielern keine Zukunftsvision mehr. Entsprechender Demo-Content wurde auf der Keynote gezeigt. Ein weiterer großer Vorteil einer ausgelagerten Hardware ist, dass es theoretisch unmöglich ist das Spiel durch Cheats oder Hacks zu verändern um sich einen Vorteil zu verschaffen. Somit erhalten alle Spieler die selben Chancen.

Riesige zerstörbare Welten mit Hunderten von Spielern sind endlich möglich
Riesige zerstörbare Welten mit Hunderten von Spielern sind endlich möglich

Die Zukunft des Gamings

Google Stadia unternimmt einen ersten, großen Schritt in Richtung Zukunft. Spiele-Hersteller sowie Gamer können von der offenen Plattform profitieren. Google wird scheinbar als erstes Unternehmen dem Trend gerecht. Auch Microsofts xcloud und Playstation Now gehen in diese Richung und vielleicht wird die nächste Konsolen-Generation wirklich die letzte. Stadia soll noch in diesem Jahr in den USA, Kanada, Großbritannien und Europa starten! Wer mehr Informationen zu Stadia erhalten möchte, der kann sich zum kostenlosen Newsletter auf der Webseite von Google anmelden.

Google Stadia Keynote + Trailer:

 

Bohemian Rhapsody 4K Blu-ray im Test – Killer Queen!

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Bohemian Rhapsody konnte bei den Academy Awards vier Oscars abräumen, unter anderem für den besten Ton! Wie schlägt sich das Queen Biopic „Bohemian Rhapsody“ auf 4K Blu-ray?

Inhalt (85%)

Mehr als 200 Mio. verkaufte Alben, über 700 Konzerte und elf Welttourneen – Queen sind ein globales Phänomen. Und nur wenige Bands hätten eine ähnlich gute Filmvorlage geboten wie die 1970 von „Smile“ in „Queen“ umbenannte Formation um Roger Taylor, Brian May, Freddie Mercury und (kurze Zeit später) John Deacon. Stets geplant war, dass der Film sich dabei auf die Geschichte von Sänger Freddie Mercury fokussieren sollte. Aber dass Bohemian Rhapsody letztlich der gigantische Erfolg wurde, der nun auch bei den Oscars entsprechend ausgezeichnet wurde, ist nicht mal selbstverständlich. Denn immerhin verließ Regisseur Bryan Singer das Projekt abrupt zwei Wochen vor Drehschluss. Der zuerst als Regisseur vorgesehene Dexter Fletcher übernahm und führte die losen Enden zusammen.

Wie wir heute wissen: Erfolgreich. Denn mit einem weltweiten Kino-Einspiel von 861 Mio. Dollar hält Bohemian Rhapsody den Rekord für die erfolgreichste Biographie aller Zeiten. Bevor jetzt die Floskel „und das zu Recht“ kommt, ein kurzer Blick auf mögliche Kritik. Denn wer sich mit der Historie der Band auskennt, der weiß um die Verbiegungen, die das Skript des Films zum Teil vornahm. So wird die Bandgründung vereinfacht dargestellt. Die Aspekte aus der Zeit, in der Mercury seinen Sanges-Vorgänger Staffel aus dem Ealing College of Art bereits kannte, bleiben außen vor. John Deacon war natürlich nicht der erste Bassist der Band und Mercury war auch nicht das erste Mitglied, das ein Solo-Album veröffentlichte. Zudem war das für die Band seinerzeit kein Problem, wie es der Film nahelegt. Am Wichtigsten aber: Der Film porträtiert Live Aid als Wiedervereinigung der Band nach einer vorherigen Auflösung. Das war aber nie der Fall. Vielmehr befand man sich noch kurz vor dem gigantischen Benefiz-Konzert selbst auf Tour und hatte auch keine Vorbehalte, die Einladung von Bob Geldof anzunehmen. Auch in Bezug auf Mercury selbst hält man sich nicht immer korrekt an Zeiten und Fakten. So traf der Sänger Jim Hutton nicht als Kellner auf einer seiner Parties, sondern in einem Nachtclub. Da der Film mit dem Triumph beim Live Aid abschließt, hat man außerdem die Zeit verdichtet und Mercurys HIV-Diagnose noch mit hinein gequetscht. Diese bekam er allerdings erst nach Live Aid.

Freddy Mercury (Rami Malek) und Bandkollegen mussten hart für den Erfolg von Queen kämpfen
Freddy Mercury (Rami Malek) und Bandkollegen mussten hart für den Erfolg von Queen kämpfen

Darüber muss man als Fan also hinwegschauen können. Tut man dies aber, so kommt jetzt das angekündigte „zu Recht“. Denn Bohemian Rhapsody ist ein Musiker-Biopic voller magischer, fesselnder, dramatischer und schöner Momente geworden – mal ganz abgesehen von der grandiosen Musik. Schon in den Rollen der Band sensationell gut besetzt, dominiert Rami Malek den Film dennoch. Mit einer Performance, die seinen Oscar-Gewinn nicht nur rechtfertigt, sondern zwingend erforderlich machte. Sieht man darüber hinweg, dass man es mit dem künstlich herbeigeführten Überbiss ein wenig übertrieb, dauert es keine zwei Minuten und man glaubt tatsächlich, dem wieder auferstandenen Freddie Mercury zuzuschauen. Jede Mimik, jede Bewegung, jeder Gang und jede Pose stimmt dermaßen perfekt, dass man sich an die Zeit erinnert fühlt, da man als zehnjähriger Steppke selbst auf dem Sofa saß und Queen beim Live Aid performen sah. Die Authentizität, mit der hier bis ins kleinste Make-up- und Kostümdetail gearbeitet wurde, ist unglaublich und geht bis hin zu extra angefertigten Schuhen. Die 1:1 Replika der Bühne des Live-Aid-Konzerts wurde sogar mit alten Beleuchtungsspots ausgestattet und nicht mit modernen und heute genutzten LED-Strahlern.

Abseits all dieser Authentizität ist Bohemian Rhapsody aber auch auf der emotionalen Ebene ein toller Film geworden. Wenn man auch nur ein bisschen Fan der Queen-Musik ist, bekommt man schlicht eine Gänsehaut, sobald Freddy die Eingebung für den Titelsong hat und die Band ihn unter seiner Ägide auf gefühlt 125 Spuren einspielt. Gleichzeitig kommt der Humor nicht zu kurz. Wenn sie mit Ray (großartig: der krass geschminkte Mike Myers) darüber streiten, ob man tatsächlich dieses sechsminütige Opus als Single auskoppelt, das „sicher kein Radiosender spielen wird“, hält das gleich ein paar fetzige Einzeiler parat.
Neben den humorvollen Momenten und jenen Szenen, die von der Musik dominiert werden, spart der Film aber auch nicht jene Momente Mercurys aus, in dem er sich einsam fühlte. Dass seine Extrovertiertheit auch seine innerliche Leere überspielte, seinen Wunsch nach Zuwendung und Zweisamkeit, auch das schildert der Film etwa zur Mitte hin. Das Ende seiner Beziehung zu Mary Austen, die er dennoch immer in seinem Leben haben wollte. Die wechselnden männlichen Partner und die Suche nach Zuneigung im schnellen Sex – alles auch Ausdruck der Tatsache, dass Farrokh schon als Kind fern von den Eltern zur Schule ging und sie lange nicht sah. Zwar verschleppt das das Tempo zur Hälfte hin etwas, aber es gehört zu Mercury eben auch dazu. Und es gibt Malek auch abseits der extrovertierten Bühnenauftritte die Chance, eine Glanzleistung abzuliefern.

Bildqualität (90%)

Ausgenommen dem extra auf Archiv-Material-Look getrimmten Sequenzen, die mit einer Arriflex 35 analog aufgezeichnet wurden, nutzt Bohemian Rhapsody die Alexa SXT und die Alexa 65. Die SXT kam zu Beginn zum Einsatz, um die noch etwas rauere Zeit darzustellen, in der Queen noch nicht wirklich entdeckt worden war. Vom Moment ihrer ersten Auftritte auf der Bühne und dem Erfolg der Band an wurde dann die Alexa 65 eingesetzt. Gleichzeitig wird der Look glatter, kühler und moderner. Außerdem ist der Film die zweite UHD eines Realfilms, die mit HDR10+ ausgestattet ist.

Die Bildqualität der 4K Blu-ray von Bohemian Rhapsody ist der regulären HD Blu-ray in vielen Belangen überlegen!
Die Bildqualität der 4K Blu-ray von Bohemian Rhapsody ist der regulären HD Blu-ray in vielen Belangen überlegen!

Bohemian Rhapsody bietet HDR10+

Da HDR10+ aktuell aufgrund von technischen Limitierungen in der Post-Produktion noch keine Alternative zu Dolby Vision darstellt und auf wenige Einstellmöglichkeiten beschränkt ist, verzichten wir an dieser Stelle auf eine Bewertung.

Ausgehend von den 3.4K und 6.5K des digitalen Quellmaterials war leider nicht herauszubekommen, ob davon ein 2K- oder 4K-DI erstellt wurde. Unabhängig davon ist die Auflösung in Close-ups aber fantastisch und noch einmal besser als über die schon gute Blu-ray. Wunderbar gelingt die Kontrastgebung, die über die gesamte Laufzeit ein dynamisches Format gar nicht vermissen lässt. HDR10 leistet hier bereits hervorragende Arbeit. Die UHD zeichnet in dunklen Szenen gut durch, ohne je zu versumpfen oder Schwarz ins Clipping zu bringen. Gleichzeitig sind die Strahler über der Bühne schön hell und Reflexionen auf Freddys Klamotten kommen eindrucksvoll rüber. Ebenfalls auffällig: Das noch mal deutlich wärmere Color-Grading. Liefert die UHD zu Beginn noch einmal stärkere Rot- und Brauntöne, kann sie später mit gesunden Gesichtsfarben punkten, wo die BD arg kalkweiße Haut präsentiert.

Tonqualität (90%)

Da wir uns in einem Film von Anbieter 20th Century Fox befinden, gibt’s für die deutsche Synchro (wie immer) nur reguläres dts. Die macht es aber deutlich besser als die Dolby-Digital-Varianten von Paramount oder Warner. Beeindruckend, wie griffig und druckvoll der Subwoofer dem Bass und der Bass-Drum in jedem Song unter die Arme greift. Die zügig gespielten Schläge auf den Ride-Becken kommen dazu fein und detailreich ans Ohr. Der englische dts-HD-MA-Sound macht das nur einen Hauch besser. Fangesänge sind noch etwas feiner und klarer, aber im Tiefbass-Bereich liegen beide Fassungen absolut auf einem Niveau. Wenn Bohemian Rhapsody erstmals live gespielt wird, kommt die Bass-Drum so fett ins Heimkino, dass man kaum mehr merkt, es mit einer komprimierten Tonspur zu tun zu haben. Das Gleiche gilt für das Getrampel der Fans bei We Will Rock You – viel mehr Druck geht nicht.

Bohemian Rhapsody mit englischem Dolby Atmos

Die UHD von Bohemian Rhapsody erfährt für den O-Ton ein Upgrade auf Dolby Atmos, während die dt. Fassung weiterhin in dts kodiert ist. Wer jetzt denkt, was ein Musik-Biopic mit 3D-Sound anfangen soll, der unterschätzt die Atmosphäre, die man über die Heights erzeugen kann. Schon Mays Gitarrenversion der 20th Century Fox Titelmelodie erklingt zusätzlich von oben. Auch das Stimm-Wirrwarr der zum Stadion pilgernden Zuschauer ergänzt das Geschehen und die Düsen des Flugzeugs hört man ebenfalls über sich, wenn die Kamera unter dem Flügel steht. Die enge Club-Atmosphäre beim ersten gemeinsamen Auftritt lässt das Klatschen und auch die Jubelrufe von oben erklingen und zusätzlicher Hall bei Ramis Zurechtrücken des Mikrofons erweitert das Geschehen auf innovative Art und Weise. Beinahe jeder Auftritt wird so durch die Höhenspuren unterstützt.

Der Originalton in Dolby Atmos liefert in manchen Szenen etwas mehr Druck und ein paar nette Effekte. Der gute deutsche DTS-Mix tröstet einen über den fehlenden 3D-Sound hinweg
Der Originalton in Dolby Atmos liefert in manchen Szenen etwas mehr Druck und ein paar nette Effekte. Der gute deutsche DTS-Mix tröstet einen über den fehlenden 3D-Sound hinweg

Und es gibt auch „echte“ 3D-Sounds wie bspw. das rumpelig-klapprige Fahrgeräusch des Tourbusses „durch“ die Kamera oder das Flugzeug kurz darauf. Besonders witzig geraten die zahlreichen „Galileos“ bei den Aufnahmen zum Titelsong, die frei in der Luft schwebend aus den vier Atmos-Speakern abwechselnd kommen. Streiten darf man natürlich den Regen während des Konflikts zwischen Freddie und Mary (ab 92’30). Aber das hatten wir ja schon oft, dass man Regen eigentlich nicht fallen hört – es sei denn, man steht unter einem Dach, auf das es prasselt. Korrekt und schön atmosphärisch ist hingegen wieder die Kulisse beim Live-Aid-Konzert, die für echte Live-Atmosphäre sorgt.

  • Deutsch: DTS Digital 5.1 (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (50%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (75%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (70%)

Im Bonusmaterial von Bohemian Rhapsody warten insgesamt drei Featurettes sowie die komplette, ungekürzte Live-Aid-Performance. In „Wie aus Rami Malek Freddie wird“ erfahren wir zum einen noch mehr über Mercury und seinen Migrations-Hintergrund, aber eben auch, wie es dazu kam, das Malek die Rolle angeboten wurde. „Der Look und Sound von Queen“ läuft etwas über 20 Minuten und integriert stärker auch die Aussagen von Brian May und Roger Taylor. Beide waren in der Produktionsphase stark beteiligt – im Gegensatz zu John Deacon, der sich praktisch komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. „Live Aid“ nimmt sich dann 20 Minuten Zeit, darzustellen, wie man das gigantische Musikereignis in einer Mischung aus echter Bühne, praktisch identischer Beleuchtung und CGI zum Leben erweckte. Wie unglaublich nahe man dabei am Original-Aufbau blieb. Die komplette Live Aid Performance beschließt dann das Bonusmaterial.

Gesamtbewertung Bohemian Rhapsody (88%)

Wenn ein erklärter Radio-Ga-Ga-Hasser wie der Verfasser dieser Zeilen bei genau diesem Song während der Live-Aid-Performance von Rami Malek eine emotionale Gänsehaut bekommt, dann hat ein Film etwas verdammt richtig gemacht. Die Kombination aus den Erinnerungen an das damalige Konzert mit der Energie, die Bohemian Rhapsody ausstrahlt, führt zu einem zweistündigen Film-Highlight, das man gesehen haben muss. Die UHD liefert dazu das eindrucksvollere Bild mit mehr Kontrast und deutlich mehr Farbdifferenzierung. Außerdem liefert nur diese den sehr atmosphärischen Atmos-Sound in Englisch.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 14. März 2019 Review am: 12. März 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 134 Minuten
Filmstudio: 20th Century Fox FSK: ab 6 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Französisch, Italienisch,
Spanisch, Niederländisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR10 & HDR10+ Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Bohemian Rhapsody Trailer:

HIGH VIEW versorgt UHD1 mit noch mehr Dokus, Reisen und Musik in 4K

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HIGH VIEW hat angekündigt ihre Bemühungen in UHD-Formate zu erweitern. Auf dem Sender UHD1 by HD+ gibt es bald noch mehr 4K Dokus, Reisen und Musik zu sehen. 

Wer zufällig am 18. März 2019 zur Prime-Time zu UHD1 by HD+ geschalten hat, der konnte bereits die Dokumentation „Costa Rica – Natur unter dem Regenbogen“ bewundern. Der Beitrag stammt vom Pay TV-Sender „PLANET“ der Teil des HIGH VIEW Netzwerkes ist. Man konnte etwas dem Grau des März entfliehen und sich über das tropische Klima und die außergewöhnliche Artenvielfalt von Costa Rica entführen lassen. Man muss sich nicht ärgern, hat man das Event verpasst, denn es werden noch viele weitere Folgen. Die bekannten DELUXE MUSIC Sessions (DLXM Session) brachte HD+ Abonnenten bereits musikalische Highlights wie Wyclef Jean, Revolverheld oder Olly Murs näher. Das Konzept soll laut HIGH VIEW auch in Zukunft beibehalten werden.

Dokus aus dem WAIDWERK VOD-Angebot

Zudem werden ausgewählte Inhalte aus dem WAIDWERK VOD-Angebot über den 4K-Sender UHD1 gezeigt. Am 8. April 2019 um 20:15 Uhr gibt es z.B. die Dokumentation „River Jaws – Riesenfische in unseren Flüssen“ in bester Bildqualität zu sehen. In der Hauptrolle: Der Wels. Der größte Süßwasserfisch Europas kann bis zu drei Meter lang werden und bringt bis zu 150kg auf die Fischwaage. Sicherlich nicht nur für Fischer eine interessante Doku.

Besitzer eines 4K Fernsehers mit HD+ Abonnement bekommen in absehbarer Zeit noch mehr Programm-Abwechlung auf UHD1 geboten. Die Entwicklung ist laut Alexander Trauttmannsdorff, Geschäftsführer von HIGH VIEW nachvollziehbar: „Die technische Entwicklung schreitet schnell voran. Schon heute gibt es über zehn Millionen UHD-TV-Geräte im Markt. Durch die Kooperation mit UHD1 haben wir den idealen Partner an der Seite, um den Zuschauern von PLANET, WAIDWERK und DELUXE MUSIC künftig noch mehr Inhalte in bester, hochauflösender Bildqualität zeigen zu können“.

„Formate in bester UHD Qualität“

Auch Georges Agnes, Geschäftsführer Operations und Produktentwicklung der HD Plus GmbH freut sich über zusätzliche UHD-Inhalte: „Immer öfter produzieren immer mehr Sender ihre Formate in bester UHD-Qualität. Die erste Wahl bei der Ausstrahlung ist aktuell UHD1. Denn bei uns finden die Sender eine hervorragende Infrastruktur, um ihre UHD-Produktionen in bester Qualität zu testen. Gleichzeitig können Zuschauer auf ihrem UHD-TV mit HD+ aus einem stets wachsenden Angebot an UHD-Formaten wählen. Das ist auch gut so, denn die Zuschauer schätzen die Entwicklung und fordern die bessere Bildqualität vermehrt ein.“

Wer UHD1 by HD+ empfangen möchte, benötigt neben einem 4K Fernseher mit Sat-Empfang (integrierter oder externer DVB-S2 Tuner) noch ein HD+ Modul und eine aktivierte Smart-Card. Viele neue TV-Geräte aus 2019 können das HD+ Angebot direkt am Fernseher freischalten. Der Kauf und installation eines CI+ Moduls samt Smart-Card fällt somit weg. Aktuell haben Samsung und Panasonic eine solche Funktion vorgestellt.

Die Empfangsparameter von UHD1:

  • Satellit: ASTRA 19,2° Ost
  • Transponder: 1.035
  • Frequenz: 10.994 MHz (Horizontal)
  • Modulation: DVB-S2, 8PSK
  • Symbolrate: 22.000 Ms/s
  • FEC 5/6

Netflix hält sich raus aus Apples Streaming-Plänen

Apple wird am 25. März 2019 seinen eigenen Streaming-Dienst mit vielen exklusiven Inhalten vorstellen. Nun hat sich dazu auch die Konkurrenz von Netflix zu Wort gemeldet. CEO Reed Hastings lobt Apple zwar als großartiges Unternehmen, wolle sich aber aus den weiteren Plänen des Herstellers aus Cupertino raushalten.

So will Apple offenbar, ähnlich wie Amazon mit seinen Amazon Prime Video Channels, die Möglichkeit geben aus einem Hub heraus andere, kostenpflichtige Angebote zu abonnieren. Auf diese Weise ermöglicht Amazon beispielsweise das Abonnieren von einzelnen Kanälen wie dem jüngst hinzu gestoßenen Comedy Central+. Netflix bzw. CEO Hastings bestätigt aber, dass der man mit Apple nicht in dieser Weise zusammenarbeiten wolle.

„Apple ist eine großartige Firma. Wir wollen aber, dass die Nutzer unsere Inhalte über unsere eigenen Dienste konsumieren„, erklärt Hastings. Netflix ist dabei immer noch ein Partner von Apple, denn man bietet ja schließlich seine offiziellen Apps für Smartphones und Tablets mit iOS sowie für den Apple TV bzw. Apple TV 4K an. Schon an Apples TV-App hatte sich Netflix aber nicht beteiligt. Deswegen überrascht nicht, dass der Streaming-Anbieter auch kein Teil des Abonnement-Hubs von Apple sein möchte.

Angesprochen auf die mögliche Gefahr, die von Apples Streaming-Angebot ausgehen könne, erwähnte der Netflix-CEO, dass Wettbewerb auch ein Antrieb sei und die Zuschauer von jenem Ansporn profitieren würden. Netflix dürfte zudem den Vorteil haben, dass man schon lange am Markt aktiv ist. So müssen sich Konkurrenten wie Apple aber auch beispielsweise Disney mit Disney+ erst einmal diese loyale Kundenbasis erarbeiten.

Netflix setzt auf weitere, interaktive Serien

Der Netflix-CEO hat im gleichen Atemzug auch betont, dass man im Gegensatz zu Apple kein Technik-Unternehmen sei. Man sehe sich selbst eher wie Filmstudios wie Disney, da es Netflix in erster Linie um Inhalte gehe. Technik sei nur ein Mittel zum Zweck, um den Content auszuliefern. An diesem Punkt hat Netflix aber auch ein bestimmtes As im Ärmel: Man will in den nächsten Monaten mehr interaktive Inhalte wie etwa die Episode „Bandersnatch“ der Serie „Black Mirror“ produzieren. Offenbar kam das Experiment sehr gut an.

So wolle man in den nächsten ein bis zwei Jahren deutlich mehr derartiger interaktiver Serienepisoden, in denen die Zuschauer Entscheidungen über den Verlauf der Handlung treffen können, veröffentlichen. Man könne sich aber auch völlig andere Genres vorstellen, es müsse nicht so düster zugehen wie in „Bandersnatch“. Etwa wirft man auch Komödien oder romantische Filme ein. Etwa sei eine Dating-Serie möglich, in welcher der Zuschauer über das Liebesglück des Protagonisten mitentscheidet. Man darf also gespannt sein, wie es in diesem Bezug bei Netflix weitergeht!

‚ATARI VCS‘ 4K Konsole mit AMD Ryzen Prozessor verzögert sich erneut

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Bereits sein 2017 warten Retro-Fans und Technik-Nerds auf die neue „ATARI VCS“ Konsole. Die Auslieferung verzögert sich laut ATARI bis Ende 2019, dafür ist die 4K Konsole mit dem neuen AMD Ryzen Prozessor ausgestattet. 

Die Geschichte der „ATARI VCS“ entwickelt sich zur Never-Ending-Story. Nach mehreren Verzögerungen und einer Finanzierungs-Kampagne auf Indiegogo sollte die Konsole bereits Mitte dieses Jahres an Unterstützer ausgeliefert werden. Jetzt folgt die ernüchternde Nachricht, dass sich die Auslieferung auf Ende 2019 verschiebt. ATARI möchte seinen Kunden die bestmögliche Nutzererfahrung bieten und arbeitet deshalb eng mit seinen Hardware- und Software-Partnern zusammen. Das ATARI auf die neue 14nm AMD Prozessorstruktur RYZEN mit einer High-Performance Radeon Vega Grafikeinheit umschwenkt ist sicherlich einer der Hauptgründe für die Verzögerung.

ATARI VCS mit 4K/HDR Streaming

Die ATARI VCS wird dadurch nicht nur schneller, die Prozessoren werden unter Last auch nicht so heiß und sind zudem effizienter. Die Kühlung und das Netzteil der Konsole fällt dadurch kleiner aus, wodurch die Ingenieure mehr Platz im Gehäuse für andere Komponenten erhalten. Der Prozessor hat euch eine integrierte Ethernet-Schnittstelle, native 4K/HDR Wiedergabe mit HDCP 2.2 und einen sicheren Frame-Buffer, damit auch kopiergeschützte Streams (z.B. Netflix) über die Konsole abgerufen werden können.

Über 100 ATARI Klassiker + neue Spiele

Auf dem Ingiegogo-Profil der Konsole wird viel versprochen. Über 100 klassische Games werden auf der ATARI VCS vorinstalliert sein und auch neue Spiele sollen auf der Plattform laufen. Namhafte Gaming-Studios lassen sich in der Auflistung der bestätigten Partner leider noch nicht ausmachen. Spielehits wie Overwatch, Fortnite oder PUBG wird man auf der ATARI VCS sicherlich nicht zu spielen bekommen.

Die Collectors Edition der Atari VCS kommt mit Holzoptik an der Front
Die Collectors Edition der Atari VCS zeichnet sich durch eine Front in Holz-Optik aus

Das ganze Projekt erinnert doch stark an die OUYA-Konsole, eine unabhängige Android-basierte Gaming-Plattform, die Spiele von Indie-Entwicklern und großen Spiele-Studios unterstützen soll. Am Ende fehlte es jedoch an „Rückenwind“ aus der Community und den Entwicklern. Die OUYA konnte ihrem Hype nicht gerecht werden. Ob es ATARIs neue Konsole besser macht kann eigentlich nur die Zeit zeigen!