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Test: AF9 Sony OLED 4K Fernseher mit 65 Zoll

Inbetriebnahme & Design

Auf der diesjährigen IFA 2018 stellte Sony erstmals ihre neue Bravia Master Series der Öffentlichkeit vor. Teil des neuen Line Up’s ist der ZF9 ein Direct LED LCD-TV, sowie Sonys neues OLED Modell AF9. Letzteres haben wir in dieser Review ausgiebig testen konnten.

Beide Modelle gehören aktuell zu Sonys Spitzenreitern im TV Segment und versprechen beste Sound und Bildqualität. Da Sony neben den herkömmlichen Consumer Produkten auch professionelle Studiomonitore (z.B. das Referenzmodell BVM-X300) herstellt, welcher in der Post Production häufig zum Einsatz kommt, versucht man, dass die wiedergegebenen Inhalte so nah wie möglich an das Referenzmodell herankommen. Um zu Beginn gleich ein wenig der Spannung raus zu nehmen – dem AF9 gelingt dies in der Praxis sehr gut!

Der Sony AF9 hat wie bereits der A1 eine leichte Neigung nach hinten und liegt mit dem Display direkt auf

Selten hat uns der Aufbau eines TV Gerätes so ins Staunen versetzt, wie der des AF9. Grund dafür ist wie schnell und simpel es gestaltet ist. Der TV verwendet einen fest verbauten und äußerst soliden Standfuß, der auf der Rückseite des Gerätes angebracht ist. Diesen muss man lediglich ausklappen und die Unterseite des Fußes mit der Hilfe eines Verbindungsstücks und einer einzigen Schraube fixieren – das wars! Ja ok das Netzkabel mussten wir auch noch anschließen. Eine komplizierte Aufbau-Arie bleibt uns jedoch erspart!

Diesen Standfuß kann man nicht entfernen, da sich in ihm die Elektronik sowie die Anschlüsse befinden. Wenn man den TV an die Wand montieren möchte, so muss man den Standfuß lediglich nach hinten einklappen. Eine wandnahe Montage ist somit nicht möglich. Man muss doch mit mehreren Zentimetern zwischen Display und Wand leben können – also wir könnten.

Sonys Detailverliebtheit zeigt sich auch im Rahmen des AF9

Der AF9 gleicht mit seinem leicht nach hinten geneigten Display und dem Standfuß eher dem A1 OLED und nicht wie die Modellbezeichnung vermutet dem Vorgänger AF8. Selbst wenn die grundsätzlichen Elemente vom A1 OLED übernommen wurden, zusätzliche Änderungen wie die Dreiecks-Formation auf dem Standfuß machen den Fernseher wirklich zum Designobjekt. Sonys OLED TV sticht dadurch ähnlich wie der E8 von LG mit seinem Picture on Glass Design im Wohnzimmer deutlich hervor. Sony nennt das ganze One Slate Design. Aufgrund dieser Neigung sollte man aber darauf achten, dass das Sideboard für den TV nicht zu hoch ist, da es sonst während des Betriebes nach einiger Zeit als störend empfunden werden kann.

Sony achtet sehr auf kleine aber feine Details so finden sich z.B. in der unteren linken Ecke ein Sony Logo und der TV verfügt über einen sehr schmalen „schwebenden“ Rahmen, sodass er sich gut in moderne Wohnzimmer einfügen kann.

Der Standfuß ist vollständig mit Stoff überzogen und dahinter befinden sich alle Anschlüsse sowie die Hardware des AF9

Durch seine schlanke Einfassung ermöglicht der AF9 fokussiertes Sehen bei maximalen Anzeigebereich. Über Geschmack lässt bekanntlich streiten uns gefällt das Design aber sehr gut.

Was wir weniger gelungen finden sind die Anschlüsse, denn diese sind alle nach unten ausgerichtet was das Anbringen von Geräten ein wenig erschwert. HDMI 1 Eingang und ein USB Anschluss sind jedoch jeweils an der Seite angebracht.

Ein paar zusätzliche, leicht zugänglichere Anschlüsse an der Seite hätten uns besser gefallen. Alle Ports bis auf HDMI 1 sind nach unten ausgerichtet
Ein paar zusätzliche, leicht zugänglichere Anschlüsse an der Seite hätten uns besser gefallen. Alle Ports bis auf HDMI 1 und ein USB Anschluss sind nach unten ausgerichtet

Die Fernbedienung weißt das bekannte und auch bewährte Design auf und verfügt über ein integriertes Mikrofon um mittels Sprachbefehl „OK Google“ den TV zu steuern. Falls dies nicht gewünscht ist, kann man diese Funktion in den Einstellungen deaktivieren. Der Google Assistant ist aktuell in 5 Sprachen erhältlich: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Darüber hinaus verfügt die Fernbedienung über Shortcut Tasten für Netflix und Google Play was sehr praktisch ist und die Apps direkt startet. Meiner Meinung nach passt das Design der Fernbedienung nicht zu dem hochwertigen und eleganten Design des AF9 – hier hätten wir uns etwas mehr gewünscht. Die Haptik der Fernbedienung ist angenehm, die um die Pfeiltasten angeordneten Shortcut-Buttons „laden dazu ein“ aus Versehen die Apps oder den TV-Guide aufzurufen. Zumindest für ungeübte sicherlich ein Frustfaktor.

Die Anordnung der Shortcut-Buttons um die Pfeiltasten schmeißt uns immer mal wieder ungewollt aus unserem Film / Videostream. Die Haptik der Fernbedienung ist angenehm. Eine Amazon Prime Video Taste wäre noch das Sahnehäubchen gewesen
Die Anordnung der Shortcut-Buttons um die Pfeiltasten schmeißt uns immer mal wieder ungewollt aus unserem Film / Videostream. Die Haptik der Fernbedienung ist angenehm. Eine Amazon Prime Video Taste wäre noch das Sahnehäubchen gewesen

Ausstattung & Anschlüsse

Der Sony AF9 wird mit dem neuen Android TV OS Oreo 8.0 ausgeliefert. Die aktuellste Firmware-Version ist V6.0358(1), welche auch Grundlage für unseren Tests ist.

Die aktuelle Firmware-Version V6.0358 (05. Oktober 2018) war Basis für unseren ausführlichen Test
Die aktuelle Firmware-Version V6.0358 (05. Oktober 2018) war Basis für unseren ausführlichen Test

Der TV verfügt über viele Smart Features. (Übrigens der A1 OLED wird ebenfalls mit OREO ausgestattet) Die Nutzeroberfläche wirkt in der neuen Version sehr organisiert und es ist möglich den Hauptbildschirm zu individualisieren und an seine Bedürfnisse anzupassen. Die User Experience bei Sony hat deutlich zugenommen, selbst das Swipen durch Film und Serien bei Netflix ist schön animiert und macht im Vergleich zum A1 diesmal richtig Spaß. Während Android Nougat ein App basiertes Interface bot, so ist das neue Oreo Interface eher inhaltsbasiert aufgebaut.

Die Nutzeroberfläche hat sich mit Android 8.0 deutlich verbessert. Klarer strukturiert und vor allem viel schneller.
Die Nutzeroberfläche hat sich mit Android 8.0 deutlich verbessert. Klarer strukturiert und vor allem viel schneller.

Im Vergleich zum A1 und auch dem AF8 funktioniert das navigieren deutlich flüssiger und schneller. Dies liegt unter anderem auch an der doppelt so schnellen Hardware als auch an dem Oreo 8.0 Update. Im inneren werkelt nun ein 4-Core 64 bit ARM Cortex A73 mit 1,5 GHz. Der RAM wurde ebenfalls auf 4 GB aufgestockt, was die Performance natürlich begünstigt. Leider war es mir mit unserem Test Sampel nicht möglich, den TV mit dem 5 GHz WLAN Netz zu verbinden, dies soll aber laut den Spezifikationen möglich sein.

Folgende Anschlüsse befinden sich am Sony AF9 OLED TV: 4x HDMI 2.0 || 3x USB 2.0 || 1x Digital-optischer Ausgang || 1x Analog Audio-Ausgang (3.5mm Klinke), 1x Composite-Eingang || 1x Twin-Tuner Satellit || 1x Single-Tuner Antenne/Kabel || 1x Ethernet.

Unterstützte Formate & Features der Anschlüsse:

HDR10 Ja
Dolby Vision Ja
HLG Ja
3D Nein
5.1 Passthrough ARC Dolby Digital Ja
5.1 Passthrough ARC DTS Nein
5.1 Passthrough Optical Dolby Digital Ja
5.1 Passthrough Optical DTS No
HDMI 2.0 Volle Bandbreite Ja (HDMI 1-4)
HDMI 2.1 Volle Bandbreite Nein
ARC & eARC Ja (HDMI 3)
USB 3.0 Ja (1x)
HDCP 2.2 Ja (HDMI 1-4)
CEC Ja
MHL Nein
Wi-Fi Unterstützung Ja (2.4 GHz, 5 GHz)

 

Auf der Rückseite des AF9 findet sich eine weitere Besonderheit. Hier sind zwei Bananen Stecker angebracht, die genutzt werden können um den Center Kanal des AVR anzusprechen. Dadurch verwandelt ihr den TV in den zentralen Center Speaker und könnt ihn somit in ein bestehendes Soundsystem einbinden.

Beim AF9 setzt Sony wie schon beim A1 auf die berühmte und einmalige Acoustic Surface + Technologie. Diese wurde seit Einführung weiterentwickelt und baut nun auf ein 3.2 System auf statt auf 2.1 System wie es noch beim A1 zum Einsatz kam.

Mit der Acoustic Surface Audio+ Technologie wird das Display zum Lautsprecher. Sound und Dialoge kommen also genau aus der Richtung, aus der sie vom Zuhörer visuell wahrgenommen werden!
Mit der Acoustic Surface Audio+ Technologie wird das Display zum Lautsprecher. Sound und Dialoge kommen also genau aus der Richtung, aus der sie vom Zuhörer visuell wahrgenommen werden!

Auf der Rückseite werkeln nun 3 Aktuatoren und 2 seitlich ausgerichtete leistungsstarke Subwoofer die das Display des AF9 zum Schwingen bringen und so Klänge emittieren und für einen kräftigen Bass sorgen. Der ganz klare Vorteil bei dieser Sound-Technologie liegt darin, dass der Klang direkt aus der Richtung kommt, aus der sie auch vom Auge wahrgenommen wird. Die Aktuatoren sind zudem im oberen Drittel des Bildschirms angeordnet, auf der Höhe auf der auch der Kopf des Zuschauers befinden sollte (TV-Geräte sollten immer so aufgebaut werden, dass der Kopf der Zuschauer auf 2/3 der Gesamthöhe des Displays liegen). Die allgemeine Soundqualität hat mir rein Subjektiv wirklich sehr gut gefallen und bietet meiner Meinung nach, einen der besten Sounderlebnisse verglichen mit herkömmlichen TV Lautsprechern.

SDR Kalibrierung

Die Farbdarstellung und Präzession des AF9 ist Out of the Box in dem empfohlenen Bildmodus „Anwender“ bereits sehr gut. Dennoch war es uns möglich mittels einer professionellen Kalibrierung das Ergebnis auf Referenzniveau zu bringen. Bei der Bravia Master Series gibt es gleich zwei nennenswerte Neuerungen, wenn es um die Kalibrierung der Geräte geht.

Sony führt erstmalig die Möglichkeit ein, einen Weißabgleich von 20 Punkten (5 IRE – 100 IRE) statt der herkömmlichen 10 Punkten (10 IRE bis 100 IRE) zu machen. Ab Werk sind lediglich die bekannten 10 Punkte verfügbar. Um die 20 Punkte für den Weißabgleich freizuschalten, benötigt man zusätzlich die kostenlose CalMAN for BRAVIA App aus dem Google Play Store. Nach Installation sind auch ohne CalMAN Software die 20 Punkte Weißabgleich verfügbar. Sollte man also den TV manuell kalibrieren wollen, so kann man die 20 Punkte Weißabgleich auch mit jedem anderen Kalibrier-Programm wie z.B. das Kostenlose HCFR oder LightSpace vornehmen. Ebenso ist es nun möglich, den Farben mittels 6 Achsen CMS (Color Management System) den Primär und Sekundärfarben Beine zu machen. Damit nicht genug, ist Sony auf den gleichen Zug wie z.B. Panasonic und LG aufgesprungen und ist eine Kooperation mit Portrait Display eingegangen und bietet dem Endverbraucher nun die Möglichkeit, mittels CalMAN Software und dazu passender Hardware den TV durch das bekannte AutoCAL Feature automatisch zu kalibrieren.

DDC Window in CalMAN

Zu Beginn der Testphase konnten wir dies mit einer frühen Alpha Version von CalMAN ausprobieren. Auf dieses Feature als auch auf die Ergebnisse werden wir noch genauer eingehen. Unser Dank gilt an dieser Stelle Mark Ryals Marketing Director von Portrait Display, sowie Hanif Shangama PR Manager von Sony, für das Bereitstellen der Software, als auch für das Test Sample. In der Zwischenzeit ist die offizielle Beta Version R3 von CalMAN 2018 erschienen, die unter anderem die neue Bravia Master Series Geräte samt passendem Workflow unterstützt. Anders als bei den 2018er LG OLED Serie werden die Änderungen via CalMAN nicht direkt am SoC des TV vorgenommen, sondern via DDC (Direct Display Control). Man hat also die gleichen Regler innerhalb von CalMAN zur Verfügung, wie man sie in den herkömmlichen Einstellungen des TVs vorfindet. Sollte man das Gerät lieber auf die herkömmliche weiße manuell kalibrieren, so ist dies durch die DDC Steuerung sehr komfortabel, da man für die Änderungen nicht mehr die Fernbedienung benötigt. Nimmt man wie in dem Screenshot zu sehen Änderungen an den Regler vor, so werden diese direkt an den TV übertragen.

Grundlage für unsere SDR Kalibrierung ist der „Custom for Pro 1“ Bildmodus. Mit diesem peilt Sony beim AF9 ein Gamma 2.2 an und ist ab Werk mit einer Farbtemperatur von ≈6700K etwas zu kühl, was zu einer leichten Blässe besonders bei Gelb- sowie Rottönen führt. Wie man an der RGB Balance sieht, liegt dies an einem leichten Blau Überschuss in den mittel und Hochtönen, während Grün und Rot leicht unter Soll liegen. Die Rec.709 Farbraum Abdeckung ist OLED Typisch gut, obwohl die Primär- und Sekundär Farben in den Mitteltönen ab Werk etwas untersättigt sind.

Die Werte vor der Bildkalibrierung des AF9 in SDR (Bildmodus: Benutzer)
Die Werte vor der Bildkalibrierung des AF9 in SDR (Bildmodus: Custom for Pro 1). Bereits ab Werk ist der AF9 OLED gut vorkalibriert

Nachdem wir mittels Helligkeitsregler den TV auf ca. 100 nits voreingestellt haben, starteten wir einen 2P Weißabgleich, gefolgt von kleinen minimalen Anpassungen von 5 IRE bis 20 IRE. Ebenso waren nur wenige Steps vorrangig bei den Farbtönen im CMS notwendig, um ein Delta E <1 (empfundener Farbabstand)  zu erreichen. Dies zeigt wie gut und präzise der TV bereits ab Werk abgestimmt ist, dennoch führen die Optimierungen zu einem optisch besseren Ergebnis. An der Stelle gilt es anzumerken, dass große Anpassungen am CMS später zu Artefakten bei der Bildwiedergabe führen kann. Hier gilt also weniger ist mehr. Was mir besonders gut an der Kalibrierung des AF9 gefallen hat, ist die Tatsache, dass man den TV im „Anwender für Pro 1“ Bildmodus zunächst nativ auf Gamma 2.2 kalibriert und im Anschluss das gewünschte Gamma-Ziel später im TV mit dem Gamma Regler vornimmt. Ich war mehr als nur erstaunt, wie sauber der Sony AF9 die Umrechnungen vornimmt. Nachdem ich also den Gamma Regler im TV auf „-2“ eingestellt hatte, erzielte ich einen nahezu perfekten 2.4 Gamma verlauf. Mit „-1“ peilt der Sony ein 2.3 Gamma an.

Nach der Kalibrierung (SDR) sank der Delta E-Wert deutlich. Farbfehler sind mit dem bloßen Auge also nicht zu erkennen.

Ein weiterer wichtiger Indikator zur Beurteilung der Farbwiedergabe des Gerätes, ist der ColorChecker SG mit denen wir 123 verschiedene Pattern messen. Hierbei werden die gängigsten Farbmuster auf den Prüfstand gestellt. Ein Wert der < dE 3.0 liegt kann vom menschlichen Auge nicht mehr als falsch wahrgenommen werden. Das Ergebnis des AF9 mit einem Durchschnittswert von dE 0.77 und einem Maximalwert von dE 2.69 spricht daher für sich. Er hat leider wie viele OLED Geräte ein Problem mit dunklen Mischtönen, die meist etwas zu stark gesättigt sind. Bei der Wiedergabe von Inhalten fällt dies aber nicht schwer ins Gewicht. Besonders die Hauttöne wirken nach der Kalibrierung sehr natürlich. Gelb- und Rottöne gewinnen ebenfalls an Sättigung was sich positiv auf den Gesamteindruck allen voran auf die Hauttöne auswirkt, da eben diese mit den Werkseinstellungen noch etwas zu blass sind.

Mit dem "Color Checker" werden 123 Farbtöne geprüft, die oft in Filmen & Serien dargestellt werden müssen. Auch hier arbeitet der AF9 OLED bis auf wenige Ausnahmen sehr präzise!
Mit dem „Color Checker“ werden 123 Farbtöne geprüft, die oft in Filmen & Serien dargestellt werden müssen. Auch hier arbeitet der AF9 OLED bis auf wenige Ausnahmen sehr präzise!

Wir waren auch sehr gespannt auf die Genauigkeit der Farbluminanz bei unterschiedlichen Helligkeitsstufen. Auch hier konnten uns die Messungen positiv überraschen. Der AF9 ist in hellen aber allen voran auch in den oftmals schwierigen dunklen Helligkeitsbereichen auf Referenz Niveau. Verglichen mit LG und anderen Herstellern schafft es Sony mit dem AF9 und ihrer Panelansteuerung auch bei kritischen Bildinhalten eine hohe Farbgenauigkeit zu erzielen und gewährleistet so auch in dunklen Bildbereichen Farben korrekt darzustellen.

Die Darstellung von Farben funktioniert über alle Helligkeitsstufen hinweg sehr präzise. Einzig in den Helligkeitsbereichen von 80-100% gibt es kleine Ausreißer bei den roten Farbtönen, die sich aber immer noch unter dE 3.0 bewegen und im Content nur sehr selten vorkommen.

Die Peak Helligkeitswerte im SDR Bereich sind ähnlich verglichen mit denen anderer OLED Hersteller. Der ABL greift erst ab ca. 150 nits und ein großer Helligkeitsverlust tritt erst bei vollflächigem Weiß auf. Der AF9 eignet sich mit 450 nits Peak White auch für die Wiedergabe am Tag und besonders hellen Räumen.

Die maximale Helligkeit im SDR-Modus bleibt konstant bei 450 nits (2%-25% Fenster) fällt jedoch auf einer vollflächigen Darstellung (100%) auf 150 nits ab.
Die maximale Helligkeit im SDR-Modus bleibt konstant bei 450 nits (2%-25% Fenster) fällt jedoch auf einer vollflächigen Darstellung (100%) auf 150 nits ab.

HDR Kalibrierung

Auch wenn unser Redakteur Fabio Elia leidenschaftlich gerne TV Geräte kalibriert, freut es ihn aber immer noch ungemein, wenn der Hersteller ihm etwas Arbeit abnimmt. Nach der SDR Kalibrierung wurden die ermittelten Werte ebenso für HDR als auch Dolby Vision übertragen und somit mussten diese nicht separat optimiert werden – das spart Zeit und Arbeit. Dennoch müssen wir gestehen, dass wir nach einer ersten Messung im HDR10 Modus ein wenig verwundert waren, das der AF9 „nur“ auf eine Peak Helligkeit von ca. 670 nits innerhalb eines 2% Window Pattern gekommen ist.

Die maximale Helligkeit des AF9 OLED im HDR-Modus lag bei 670 nits. Mit zunehmender Fenstergröße fällt dieser Wert langsam ab. Bei den 100% sind es auch hier nur 150 nits.
Die maximale Helligkeit des AF9 OLED im HDR-Modus lag bei 670 nits. Mit zunehmender Fenstergröße fällt dieser Wert langsam ab. Bei den 100% sind es auch hier nur 150 nits.

Im Vergleich zum AF8 ist er somit deutlich dunkler und liegt damit eher auf A1-Niveau. Zum Vergleich ein 65 Zoll C8 kommt ohne Dynamic Tone Mapping auf knapp 800 nits Peak Helligkeit, was für einen stärken HDR Effekt sorgt. Wieso es dem AF9 nicht gelingt, in den wichtigen Helligkeitsbereich von 750 – 1000 nits vorzudringen können wir leider nicht beantworten. Sehr schade, da innerhalb dieser Range der HDR Effekt, sowie die Detailgenauigkeit besonders in hellen Bereichen sehr hoch ist.

Graustufen-Messung (Greyscale) im erweiterten Dynamikbereich (HDR10) des AF9 OLED TV
Graustufen-Messung (Greyscale) im erweiterten Dynamikbereich (HDR10) des AF9 OLED TV

Wir vermuten, dass Sony hier mehr Wert auf eine hohe Farbtreue bei der HDR Wiedergabe legt, anstatt mit hohen Helligkeitswerten zu protzen. Was der TV an Helligkeit einbüßt, macht er aber mit dem von Sony angestrebten Tone-Mapping wieder wett. Wie auch die OLED Modelle von LG, bietet der Sony AF9 eine dynamische Anpassung der HDR Metadaten, jedoch gibt es hierfür keine gesonderte Einstellung im TV. Dies sehen wir aber nicht als problematisch an, denn dem AF9 gelingt es scheinbar mühelos Details in Spitzenlichtern präzise und realistisch abzubilden. Das spiegelt sich auch im sehr sauberen EOTF Verlauf wieder. Je nach Szene passt der TV also das Tone-Mapping an und trotz teils fehlender Spitzenhelligkeit, können wir beim Betrachten von HDR Inhalten auf dem AF9 in einem vollständig abgedunkelten Raum teils nicht aus dem Staunen kommen.

HDR10 auf dem AF9 erstrahlt trotz fehlender Spitzenhelligkeit in vollem Glanz und differenziert feine Details in Spitzenlichtern

Die Farbwiedergabe in HDR ist  insgesamt als sehr gut zu bezeichnen. Lediglich Gelb- und Grüntöne tendieren leicht ins rötliche zu driften. Ansonsten erwarten einem bei der Wiedergabe von Ultra HD Inhalten präzise Farben und dank des gewählten Tone-Mappings von Sony sanfte Verläufe von dunklen zu hellen Szenen und umgekehrt. Unsere Messung ergab, dass der AF9 98% des DCI-P3 Farbraums abdeckt und bietet somit beste Voraussetzungen bei der Darstellung von Farben für Ultra HD Inhalte.

Farbraumabdeckung des AF9 OLED TV im HDR10-Modus
Farbraumabdeckung des AF9 OLED TV im HDR10-Modus

Dolby Vision Performance

Auch der Sony AF9 bietet die Möglichkeit Dolby Vision Inhalte über HDMI Quellen wie z.B einen Apple TV 4K oder einen Ultra HD Player wiederzugeben. Neben der Wiedergabe von Dolby Vision Inhalten über HDMI Quellen, funktioniert auch die Wiedergabe von den TV internen Apps wie Amazon Prime Video oder Netflix. Eine weitere Neuerung die in dem Zusammenhang steht, ist der sogenannte Netflix Calibrated Modus.

Gemäß Aussagen von Sony als auch Netflix, soll diese Einstellung bewirken, der Intention des Regisseurs, die er beim Color Grading im Sinn hatte am nähesten zu kommen. Hier werden aber nicht etwa spezielle Werte beim Weißabgleich oder den Farben im CMS individuell für den AF9 vorgenommen, sondern lediglich jegliches Processing deaktiviert und müsste meiner Meinung nach in „Dolby Vision Dunkler Raum“ umbenannt werden, denn mehr ist es eigentlich nicht. Es handelt sich hier um einen guten Marketing-Streich über den immerhin viel berichtet worden ist.

Dolby Vision Wiedergabe auf dem AF9

Die Wiedergabe von Dolby Vision Inhalten erfolgt wie auch die von HDR10 auf höchsten Niveau. Je nach Quellmaterial und Mastering hat mal Dolby Vision samt dynamischer Metadaten oder HDR10 mit statischen Metadaten die Nase vorn. Was jedoch auffällt ist, dass der AF9 bei einigen Serien und Filmen auf Netflix, die im Dolby Vision Modus liefen, besonders in stark abgedunkelten Szenen mit teils harten Tonübergängen zu kämpfen hatte. Dies ist aber wie gesagt vom Quellmaterial abhängig und tritt nicht überall auf und ist somit unter Umständen auf das Mastering bestimmter Inhalte zurückzuführen.

Aufgrund dessen ist es schwierig ein endgültiges Fazit zu ziehen und einem der beiden HDR Techniken die Krone aufzusetzen aber zu dem aktuellen Zeitpunkt (Oktober 2018) ziehen wir die Wiedergabe von statischen HDR10 Metadaten samt der dynamischen Tone-Mapping Funktion von Sony klar vor.

Bewegtbild + AutoCAL

Der Sony AF9 bietet mit seinem Motionflow sehr übersichtliche Einstellungsmöglichkeiten um die Bewegtbilddarstellung zu optimieren. Man hat die Wahl zwischen „Custom“, „Auto“ sowie „deaktiviert“. Wir empfehlen Motionflow auf „Custom“ zu stellen und Glätte maximal auf 1. Denn ab 2 wird bereits der Soap Effekt sehr deutlich, kann aber z.B. für Sport Sendungen durchaus Sinn machen. Bei der Wiedergabe von Film und Serieninhalten ist es zwar möglich durch die Erhöhung der Glättung das Bild weiter zu beruhigen, jedoch ist bereits ab dem Wert „1“ eine Unschärfe im Bild zu erkennen. Man sollte daher abwägen was einem wichtiger ist.

Die Calman Autokalibrierung soll professionellen Anwendern und Heimkino-Enthusiasten die Kalibrierung der Master Series TVs (AF9 und ZF9) erleichtern
Die Calman Autokalibrierung soll professionellen Anwendern und Heimkino-Enthusiasten die Kalibrierung der Master Series TVs (AF9 und ZF9) erleichtern

Auf dieses besagte Feature wollte ich gerne gesondert eingehen, da es meiner Meinung nach ein besonderes Merkmal ist. Um das AutoCAL feature nutzen zu können, benötigt man einen Mess Sensor, einen Pattern Generator, die CalMAN Software, als auch die kostenlose CalMAN for BRAVIA App aus dem Google Play Store. Nach der Installation der App aus dem Store schaltet man neben den 20 Punkten Weißabgleich auch 2 weitere neue Bildmodi frei. Diese lauten „Custom for Pro 1“ und „Custom for Pro 2“.

Hardware Aufbau zwischen CalMAN Software und Sony Bravia Master Series
Hardware Aufbau zwischen CalMAN Software und Sony Bravia Master Series

Theoretisch muss man lediglich einen Knopf drücken und die CalMAN Software erledigt für einen die ganze mühevolle Arbeit, die ansonsten manuell vollzogen werden muss. In der Vergangenheit waren die Ergebnisse von AutoCAL aber leider nie reproduzierbar und glichen der trial-and-error Methode und erzeugten dazu Banding. Umso mehr waren wir überrascht, als wir die Funktion für die Bravia Master Series austesten konnten. Diese funktioniert nämlich erstaunlich gut! Anders als bei Herstellern wie Panasonic oder LG, die ebenfalls AutoCAL für einige ihrer Modelle anbieten, stellt CalMAN als Basis zunächst 100 IRE, 50 IRE und dann 5 IRE ein. Im Nachgang werden dann die Punkte dazwischen entsprechend eingestellt. Portrait Display hat hier offensichtlich in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von Sony den Algorithmus angepasst – mit Erfolg. Die Kalibrierung der 20 Graustufen dauerte gerade einmal 4 Minuten und das Ergebnis war nahezu perfekt mit einem dE 0.2 für die RGB Balance. Lediglich ein paar kleine Korrekturen an 1-2 Punkten machten das Ergebnis dann „perfekt“. Das Ergebnis war tatsächlich reproduzierbar und die RGB Stellregler wurden nur innerhalb von einer Range von +/- 6 versetzt was also nur geringfügige Änderungen sind und somit zu keinen Schwierigkeiten wie z.B. Banding führt. In der aktuellen R3 beta Version von CalMAN gibt es einen extra Bravia Workflow in dem Sony empfiehlt statt dem D65 Weißpunkt einen Custom Weißpunkt zu verwenden um den Look des X300 Studio Monitors nahe zu kommen. Dies führte in meinem Test jedoch zu einem Drift und leichter Verfärbung der Graustufen in Richtung Magenta und konnte uns vom Bildeindruck nicht überzeugen. Für unsere Beurteilung haben wir den AF9 deshalb auf den herkömmlichen Weißpunkt von D65 kalibriert. Abschließend kann gesagt werden, dass Portrait Display scheinbar aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat – zumindest was AutoCAL für die neue Bravia Master Series betrifft. Das Feature ist vor allem für Anfänger auf dem Gebiet der Kalibrierung sehr interessant und auf jeden Fall einen Blick wert. Dennoch möchten wir euch dafür sensibilisieren, um gute Ergebnisse mit dem Feature zu erzielen ist es zwingend erforderlich, dass man die Materie und mindestens die Grundlagen der Kalibrierung versteht. Zudem sollte man der englischen Sprache mächtig sein, da es die Software samt Workflows nur auf Englisch gibt.

Um den X300 Look zu matchen, empfiehlt Sony daher bei der Kalibrierung einen anderen Weißpunkt zu verwenden als D65 (CIE-1931).
Um den X300 Look zu matchen, empfiehlt Sony bei der Kalibrierung einen anderen Weißpunkt zu verwenden als D65 (CIE-1931).

Bildeindruck

In den neuen „Bravia Master Series“-Modellen kommt erstmalig der neue Chipsatz X1 Ultimate zum Einsatz sowie ein 2018er Panel von LG Displays. Man darf von einer neuen Generation von Bildprozessoren nicht gleich eine Vielzahl neuer Features und Bildverbesserungen erwarten. Dennoch gelingt es Sony auch in diesem Jahr mit einer sehr guten Signalverarbeitung und einem guten Upscaling aufzuwarten. Aus meiner Sicht unterscheiden sich die OLED TV Geräte aus der aktuellen Generationen nur sehr subtil in diesem Punkt. Wo der Unterschied dafür deutlich und auch offensichtlicher ausfällt, ist bei der Einstellung zur Reduzierung von Banding-Artefakten (Farbbändern). Bei Sony lautet diese Einstellung „Gleichmäßige Abstufung“. LG? Hallo? Hier genau zuhören …

Gerade bei der Wiedergabe von komprimierten SDR Inhalten mit 8-bit Farbtiefe kommt es häufig zu sogenannten Banding-Artefakten. Besonders in dunklen Bildbereichen erkennt man abgestufte harte Farbverläufe wie in dem Bild oben zu sehen. Um diesem Effekt entgegen zu wirken und für saubere und sanfte Farbverläufe zu sorgen, hat man die Möglichkeit die Option „Gleichmäßige Abstufung“ auf „niedrig“ zu stellen. Das reicht vollkommen aus. Der Sony AF9 schafft es das suboptimale Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Signalstufen bei der Bildwiedergabe auszugleichen und diese zu glätten ohne dabei das Bild zu verfremden. Die Tatsache, dass dieses Feature nicht als Subfunktion des MPEG Rauschfilters untergebracht ist, wie es z.B bei LG der Fall ist, zaubert mir ein Grinsen ins Gesicht und zeigt wie man es richtig macht – bravo Sony.

Das Bild des Sony AF9 wirkt besonders nach der Kalibrierung sehr homogen, ausgeglichen und natürlich. Er schafft es nicht zuletzt aufgrund der OLED Technik und perfekter Schwarzdarstellung ein äußerst plastisches Bild zu erzeugen, was uns sehr an die gute alte Plasma Zeit erinnert. Unser Test Sample hat ein auffällig sauberes Panel was nahezu frei von Banding und DSE (Dirty Screen Effekt) ist. Lediglich ein schmaler Streifen beim 10% Graubild ist zu sehen, welcher bei der Filmwiedergabe aber zu keinem Zeitpunkt aufgefallen ist.

Leider ist auch der Sony AF9 bei der Ausleuchtung nicht zu 100% perfekt, sodass es zum Displayrand hin zu leichten Helligkeitsverlusten kommt im Vergleich zur Bildmitte.

Der AF9 ist auch nicht perfekt: Minimale Helligkeitsverluste am Rand, die aber nicht groß ins Gewicht fallen dürften.
Der AF9 ist auch nicht perfekt: Minimale Helligkeitsverluste am Rand, die aber nicht groß ins Gewicht fallen dürften.

Gaming – Input-Lag

Viele die Sony hören, denken vor allem an die Bravia TV-Geräte. Weitaus mehr Kunden verbinden mit Sony jedoch die Playstation Spielekonsole. TV und Gaming-Konsolen wie die Xbox One S, Xbox One X, Playstation 4 und Playstation 4 Pro gehören in vielen Haushalten einfach zusammen. Und so wird der AF9 OLED sicherlich nicht nur für Fernsehern, Filme & Serien zum Einsatz kommen, sondern muss auch bei Spielen wie Fifa, PUBG oder Call of Duty eine gute Figur abgeben.

Mit ca. 27ms Input-Lag eignet sich der AF9 auch optimal zum zocken!
Mit ca. 27ms Input-Lag eignet sich der AF9 auch optimal zum zocken!

Und auch in diesem Punkt können wir Entwarnung geben. Im Game-Modus schafft der AF9 OLED einen Input-Lag von ca. 27 ms. Das ist gut für Hobby- und kompetitive Gamer. Es gibt TV-Geräte wie den Samsung Q9FN, der diesen Wert noch unterbieten kann (ca. 14ms) jedoch macht dieser Unterschied bei 60 Vollbildern pro Sekunde nicht einmal einen Frame aus. Ein großer Vorteil für das Gaming sind die geringen Umschaltzeiten des OLED-Panels, wodurch subjektiv überhaupt keine Bewegungsunschärfe (Motion Blur) zu beobachten sind. Das kommt vor allem Spielen aus der 3rd Person Perspektive (z.B. Red Dead Redemption 2) zugute!

Fazit & Preisvergleich

Jeder der auf der Suche nach einem TV Gerät ist, dass neben einem äußerst modernen Design auch hervorragende Bild und Toneigenschaften mitbringt ist beim Sony AF9 OLED sehr gut aufgehoben. Anders als noch beim A1 oder AF8 verrichtet die neu verbaute  ARM Cortex A73 Quad Core CPU, als auch der Arbeitsspeicher mit 4 GB sehr gute Arbeit und sorgen dafür, dass es weder hängt, zwickt oder hackt. Die UI ist durchaus gelungen und das Android TV Oreo 8.0 Update bringt samt dem neuen frischen inhaltsbasierten Look, den man seinen persönlichen Vorlieben entsprechen editieren kann eine willkommene Abwechslung.

Was den AF9 von der Konkurrenz auf dem OLED Markt abgrenzt, ist neben der innovativen und einmaligen Herangehensweise beim Thema Klang, die hervorragende Schärfungsoption des X1 Ultimate Prozessors. Auch die Möglichkeit Bandingartefakte bei SD und HD Material minderer Qualität nahezu zu eliminieren (durch die „Gleichmäßige Abstufung“-Option) verdient Respekt. Hier können andere Hersteller noch einiges von Sony lernen. Zu unserer Euphorie trägt auch die Implementierung des dynamischen Tone-Mappings bei. Dieses sorgt trotz fehlender Spitzenhelligkeit bei der Wiedergabe von Ultra HD Inhalten für die Darstellung von mehr Details im Spitzenweiß. Der HDR-Effekt (unter HDR10) kommt den positiven Eigenschaften von Dolby Vision (dynamische Metadaten) bereits sehr nah und bewegt uns aktuell noch dazu, dass statische HDR10 Format auf dem AF9 zu bevorzugen. Die Qualitätsschwankungen bei Dolby Vision Inhalten sind leider vorhanden.

Die Farbwiedergabe unabhängig von der Quelle (SD, HD, UHD) ist auf Referenzniveau und sorgt insgesamt für ein kontrastreiches, plastisches und vor allem natürliches Bild. Der TV unterstütz obendrein alle gängigen HDR Formate wie HDR10, HLG und Dolby Vision. Die Kooperation mit Portrait Display und die damit eingehende Implementierung des AutoCAL Features von CalMAN ist durchaus gelungen und bietet dem Heimkino-Enthusiasten eine weitere Möglichkeit, die ohnehin schon sehr gute Bildqualität zu optimieren – sofern man die notwendige Hard- und Software besitzt.

Schlussendlich sind wir der Meinung, dass Sony mit dem AF9 der beste Heimkino TV der bisherigen Unternehmensgeschichte gelungen ist und kann daher ruhigen Gewissens empfohlen werden. Man muss aber dazu sagen, dass die sehr gute Bildqualität, das ansprechende Design und das Acoustic Sound+ Feature nicht gerade günstig sind. Die AF9-Serie bewegt sich preislich teils deutlich über der Konkurrenz. LG Electronics bietet hier weit günstigere TV-Geräte an, die aber in puncto Bildperformance und Design nicht immer dem AF9 das Wasser reichen können. Das die Preise anscheinend nicht übertrieben hoch sind, zeigen die OLED-Verkaufszahlen. Sony kann sich direkt hinter LG positionieren und wird in diesem Jahr womöglich noch Marktanteile für sich gewinnen können. Qualität und Expertise zahlt sich am Schluss dann wohl doch aus.

Deutsche Telekom plant MagentaTV für Amazon Fire TV

MagDie Deutsche Telekom hat sein Unterhaltungsangebot angepasst. Stand EntertainTV früher nur Kunden des Unternehmens zur Verfügung, so bietet man nun mit MagentaTV einen abgeänderten Nachfolger an, der eben auch für Nicht-Kunden der Deutschen Telekom strammsteht. Bald will man damit noch mehr Nutzer erreichen.

So hat das Unternehmen nämlich via Twitter auf Anfrage eines Kunden bestätigt, dass MagentaTV auch die Amazon Fire TV erreichen werde. Allerdings konnte man leider noch keinen konkreten Zeitrahmen nennen. Wie lange es also dauern könnte, bis MagentaTV die Amazon Fire TV bzw. Fire TV Stick beglückt, lässt sich aktuell nur spekulieren. Wir vermuten, dass vor 2019 wohl nicht mit einem Einstand zu rechnen ist.

Die Deutsche Telekom baut MagentaTV aktuell mit viel Elan aus. Beispielsweise bietet man über die Plattform auch Zugriff auf Inhalte der öffentlich-rechtlichen TV-Sender. Zu nennen sind etwa ARD Plus, ARD Plus Kids und ZDFtivi und ZDF select. Ohne zeitliche Begrenzung bietet man auf diese Weise z. B. Serien wie „Polizeiruf 110“ an. Außerdem hat man sich das Archiv zum „Tatort“ gekrallt. 200 Folgen der Krimireihe sind dort bereits abrufbar. Weitere 200 will man nach und nach ergänzen.

Die Deutsche Telekom hat versprochen die bei MagentaTV verfügbaren Inhalte kontinuierlich zu erweitern. Aktuell bietet man für 7,95 Euro pro Monat 75 TV-Sender. Das Gros, 45 der Sender, sind in HD empfangbar. Einen Internetanschluss bei der Deutschen Telekom benötigt man mittlerweile eben nicht mehr. MagentaTV lässt sich aber auch über die Apps für Apple iOS und Android verwenden.

Amazon Fire TV sollen MagentaTV erhalten

Die Amazon Fire TV würden die Zielgruppe von MagentaTV natürlich gehörig erweitern. Denn mittlerweile nutzen viele Anwender die günstige Hardware des Online-Händlers. Dazu wird sicherlich auch der bald erscheinende Fire TV Stick 4K beitragen. Nun heißt es eben abwarten, dann die Deutsche Telekom MagentaTV dann tatsächlich an den Geräten von Amazon verfügbar macht.

Bei Twitter äußerten die Nutzer auch schon den Wunsch nach Unterstützung der Apple TV. Dazu hat sich das Unternehmen aber aktuell noch nicht weiter geäußert.

Sky Deutschland beginnt mit der Netflix-Integration Mitte November

Sky und Netflix kooperieren in Großbritannien bereits seit einiger Zeit. Da lag nahe, dass man die Zusammenarbeit auch auf Deutschland erweitert. Bestätigt ist es offiziell zwar noch nicht, doch ab dem 15. November soll es wohl auch hierzulande losgehen.

Über die Plattform Sky Q steht Netflix nämlich bei unseren britischen Nachbarn schon seit Anfang November 2018 zur Verfügung. Nun möchte Sky Deutschland den Streaming-Anbieter Netflix ebenfalls auf seine Receiver hieven. Dabei soll es sowohl möglich sein, auf separate, bereits bestehende Netflix-Konten zuzugreifen als auch Netflix in einem Komplettpaket mit Sky abrechnen zu lassen.

Allerdings hat Sky Deutschland eben noch keine offiziellen Angaben zur Kooperation vorgenommen. Wie eingangs erwähnt, ist ab dem 15. November mit mehr Informationen zu rechnen. Gerade ein Komplettpaket, bei dem Netflix direkt über Sky mit abgerechnet würde, könnte für viele Nutzer schon der Bequemlichkeit halber spannend sein. In Großbritannien bietet Sky da verschiedene Möglichkeiten an. Etwa gibt es ein „Ultimate Streaming“-Bundle, das Netflix für 10 Pfund im Monat einschließt. Welche Art des Netflix-Abonnements dann zur Verfügung steht, hängt aber immer auch von den Bedingungen des Sky-Pakets ab.

Auch Sky bietet Kombinationen mit Netflix in Ultra HD an

In Großbritannien kann man Sky in Kombination mit Netflix bereits buchen – auch in Ultra HD. Etwa gibt es Abonnements mit dem „großen“ Netflix Abonnement, das in Deutschland unter der Bezeichnung Premium läuft und 13,99 Euro im Monat kostet. Hier ist das Streaming in Ultra HD mit HDR im Preis enthalten – auf bis zu vier Endgeräten parallel.

Nun heißt es vorerst jedoch abwarten. Es kann als sehr wahrscheinlich angesehen werden, dass Sky und Netflix gemeinsam am 15. November sozusagen die Bombe platzen lassen. Schließlich hat es seine Grüne, dass z. B. auch Amazon auf seinen Fire TV eine App für Netflix zulässt. Den konkurrierenden Streaming-Anbieter komplett auszuschließen, würde die Kunden nur verärgern. Und dann würden jene eben zu Konkurrenzprodukten greifen. Das hat man offenbar auch bei Sky erkannt und öffnet deswegen die Pforten für Netflix in Deutschland.

Nintendo Switch wohl ab 8. November mit YouTube (Update)

Hier auf 4K Filme berichten wir in der Regel nur über die 4K-fähigen Konsolen. Das sind im Klartext primär die Xbox One S, Xbox One X und natürlich die PlayStation 4 Pro. Doch auch für Besitzer einer Nintendo Switch gibt es aktuell einmal positive Neuigkeiten. So könnten dessen Multimedia-Fähigkeiten wachsen.

Update 09-11-2018: Die Meldungen haben recht behalten. Mittlerweile steht YouTube als App für die Nintendo Switch zur Verfügung!

Denn aktuellen Gerüchten zufolge soll die Nintendo Switch am 8. November 2018 eine offizielle App für YouTube erhalten. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Denn aktuell verfügt die Switch in Japan zwar über Niconico, abseits dessen sieht es aber extrem mau aus. Netflix? Amazon Prime Video? Maxdome? Das alles glänzt an der Hybrid-Konsole von Nintendo durch Abwesenheit.

Wie sind die Gerüchte um eine potentielle YouTube-App für die Switch aufgekommen? Nun, Anwender, welche auf der Nintendo-Website nach Spielen gestöbert haben, sollen bereits als Empfehlung eine YouTube-App erhalten haben. Konkret ist das aber auf die Website von Nintendo of America bezogen. Ob also eine zeitnahe, internationale Veröffentlichung möglich sein könnte, steht in den Sternen. Zumal es sich auch immer noch um einen Fehler oder Falschinformationen handeln könnte.

So fehlt nämlich auch immer noch eine offizielle Produktseite für eine entsprechende YouTube-App. Allerdings besteht durchaus die Möglichkeit, dass da in wenigen Tagen etwas kommen könnte. Google hat ein hohes Interesse daran, dass sich YouTube auf möglichst vielen Geräten ausbreitet. Sowohl die Microsoft Xbox One als auch die Sony PlayStation 4 sind natürlich längst mit nativen Apps versorgt worden.

Nintendo hat YouTube bereits auf andere Konsolen gehievt

Nintendo hat Apps für YouTube durchaus bereits an anderen Konsolen eingebunden: Für das Nintendo 3DS erschien eine entsprechende App. Auch an der Nintendo Wii U konnte man anno dazumal YouTube verwenden. Da wäre es also nur naheliegend, dass man die erfolgreiche Nintendo Switch mit einer App bedenkt.

Nintendo Switch: 4K, VR und Netflix liegen in weiter Ferne
Nintendo Switch: Bald mit YouTube?

Nun ist die Frage, ob man so dringend YouTube an der Switch benötigt, wenn die meisten Anwender vermutlich ein Smartphone mit der App stets griffbereit haben. Gerade für Kinder könnte der Zugriff über die Switch aber durchaus ein nettes Schmankerl sein.

Disney+: Streaming-Dienst startet 2019 mit exklusiven Star-Wars-Serien

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Disney hatte bereits vor geraumer Zeit angekündigt seine aktuelle Lizenzvereinbarung mit Netfix zu beenden, um einen eigenen Streaming-Dienst ins Leben zu rufen. Im Rahmen der Verkündung der jüngsten Finanzergebnisse hat CEO Bob Iger unter anderem den Namen der Plattform bestätigt: Disney+.

In den USA soll Disney+ Ende 2019 an den Start gehen. Auch eine deutsche Website hat man aber bereits eingerichtet. Zu sehen ist dort aktuell aber nur eine Möglichkeit sich für einen Newsletter anzumelden. Weitere Informationen zum Start in Europa bzw. Deutschland dürften also erst zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Disney+ soll direkt zum Start mit mehreren exklusiven Serien und Filmen aufwarten. Auch in diesem Bezug plauderte Iger bereits ein wenig. Demnach ist eine neue Serie im „Star Wars“-Universum geplant, die sich um den Rebellen-Spion Cassian Andor drehen wird. Jener war einer der Charaktere aus dem Kinofilm „Rogue One: A Star Wars Story“. Die Rolle soll erneut von Diego Luna gespielt werden, welcher auch im Film diesen Part übernommen hatte.

Ebenfalls ist eine Serie geplant, die an das Marvel Cinematic Universe anknüpfen wird. Hier übernimmt Tom Hiddleston erneut seine Paraderolle als Loki, welcher der Protagonist dieser Eigenproduktion sein soll. Weitere Marken, die Disney exklusiv für Disney+ einspannen will, sind „Die Monster AG“ sowie „High School Musical“. Aber auch eine weitere „Star Wars“-Serie namens „The Mandalorian“ ist geplant. Als ausführender Produzent wird Jon Favreau („Iron Man“) agieren.

Disney hat große Pläne für sein Streaming-Angebot

„The Mandalorian“ soll nach dem Zusammenbruch des Imperiums spielen aber gleichzeitig vor dem Aufstreben der Firs Order angesiedelt sein. Zu den Regisseuren sollen unter anderem Namn wie Deborah Chow („Marvel’s Jessica Jones“), Rick Famuyiwa („Dope“), Dave Filoni („Star Wars: The Clone Wars“), Bryce Dallas Howard („Solemates“) und Taika Waititi („Marvel Studios’ Thor: Ragnarok“) zählen.

Weitere Informationen zu Disney+ will The Walt Disney Company noch in den kommenden Wochen und Monaten bekannt geben. Es ist klar, dass man mit dem Streaming-Service in direkte Konkurrenz zu Amazon Prime Video und Netflix treten möchte. Ob der Plan am Ende wirklich aufgeht, das muss natürlich die Zeit zeigen.

PlayStation 4 Pro: Hardware-Revision sorgt für Ruhe

Sony hat die PlayStation 4 Pro in einer neuen Hardware-Revision veröffentlicht. Wie immer geschah dies ohne große Ankündigung. Die neuen Modelle der Reihe CUH-7200 sollen allerdings deutlich leiser sein als bisherige PS4-Pro-Konsolen.

Im Handel werden aktuell natürlich auch ältere Hardware-Revisionen der PS4 Pro abverkauft. Die neue Version CUH-7200 soll aber beispielsweise im Bundle mit dem Game „Red Dead Redemption 2“ enthalten sein. Bei älteren Modellen, speziell den Launch-PS4-Pro aus dem Jahr 2016, kann es bei einigen Spielen zu recht hohen Betriebsgeräuschen durch die Kühlung kommen. Allerdings gibt es da natürlich eine enorme Serienstreuung. Beispielweise können wir in der Redaktion uns nicht über die Lautstärke unserer PS4 Pro klagen.

Letztes Jahr brachte Sony mit den Modellen der Reihe CUH-7100 bereits eine Revision auf den Markt. Letztere optimierte die Lautstärke bereits, wurde aber wärmer als die Launch-Modelle. Die neue PS4 Pro soll nun aber nochmals eine ganze Ecke leiser laufen. Auch ein neues Netzteil wurde verbaut. Allerdings scheint Sony den Fertigungsprozess des SoCs nicht angepasst zu haben. Jenes soll immer noch im 16-nm-FinFET-Verfahren entstehen.

Bei der Lautstärke der Lüfter sei die PS4 Pro der Reihe CUH-7200 aber im Betrieb deutlich angenehmer als die CUH-7000 oder die späteren CUH-7100. Die Lüfter sollen zum einen nicht so schnell bzw. stark hochschalten und außerdem weniger hochfrequente Geräusche erzeugen. Der Stromverbrauch wiederum scheint aber nicht gesunken zu sein und ist zu den vorherigen Hardware-Generationen identisch.

Xbox One X bleibt leiser als die PS4 Pro

Die Kollegen von Eurogamer bzw. Digital Foundry weisen allerdings darauf hin, dass auch die Revision CUH-7200 der Sony PlayStation 4 Pro in der Betriebslautstärke nicht mit der Xbox One X mithalten könne. Die Konsole von Microsoft bleibt also immer noch geräuschärmer im Betrieb. Trotzdem kommt man bei Eurogamer aber zu dem Ergebnis, dass die PS4 Pro in der neuen Revision im Bereich der Lautstärke ein gewaltiger Sprung nach vorne sei.

Wer abwägt eine PS4 Pro zu ergattern und es auf die neue Hardware-Revision abgesehen hat, kann sie an der besagten Bezeichnung CUH-7200 erkennen. Auf den Kartons des Bundles mit „Red Dead Redemption 2“ sollte dies beispielsweise erkennbar sein. Im Handel dürfte Sony ansonsten zunächst noch eine ganze Weile ältere Modelle abverkaufen.

„Rambo – First Blood“ 4K Blu-ray im Test: Action-Klassiker in Bestform

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Wir testen die Remastered Version von „Rambo – First Blood“ auf 4K Blu-ray. Im Test erfährt ihr, ob sich UHD-Upgrade von „Rambo“ mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle lohnt.

Inhalt (75%)

Ich muss zugeben, ich bin noch eine „Rambo-Jungfrau“. Das Franchise hatte bisher noch nicht mein Interesse geweckt. Doch das schöne am Ultra HD Format ist, dass vielen Filmklassikern neues Leben eingehaucht wird. So bekommen auch „jüngere“ Semester eine Möglichkeit die großen Filme der 70er, 80er und 90er Jahre neu zu erleben. So fühlte es sich zumindest für mich an, als ich Rambo – First Blood in den 4K Blu-ray Player legte. Die Geschichte handelt von John J. Rambo, einen wortkargen Vietnam-Veteranen, der nach seinem Einsatz in die Heimat zurückgeschickt wurde. Zu Beginn möchte er einen alten Kameraden seiner „Green Barret“-Einheit aufzusuchen. Leider ist dieser an Krebs verstorben und so bleibt er als einziger Überlebender seiner „alten Bande“ zurück. Sichtlich niedergeschlagen (oder schaut Sylvester immer so) zieht er weiter und erreicht schließlich in das kleine Städtchen Hope (Hoffnung) in Britisch Columbia.

Ein junger Stallone in seinem ersten Rambo-Film
Ein junger Stallone in seinem ersten Rambo-Film

Eigentlich will er sich nur eine Kleinigkeit zum Essen besorgen, doch bevor es dazu kommt, wird er vom Sheriff aufgegriffen. Er sagt Rambo ganz deutlich, dass er Leute wie ihn nicht in seiner Stadt haben will. Der Sheriff hält ihn für einen Landstreicher und fährt ihn raus aus der Stadt, damit er seinen Weg fortsetzen kann. Nach einer Brücke lässt er Rambo aussteigen, dieser denkt aber gar nicht daran seinen Weg fortzusetzen, sondern kehrt um und läuft wieder Richtung Hope. Der Sheriff nimmt ihn daraufhin wegen Landstreicherei, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Waffenbesitz (Rambos Messer) fest.

In der Wache angekommen, wird nicht gerade zimperlich mit John Rambo umgegangen. Er wird physisch misshandelt, was ihn immer wieder an seine Gefangenschaft im Dschungel von Vietnam erinnern. Die Flashbacks werden auch visuell dargestellt und machen verständlich, wieso er so panisch auf die Misshandlungen reagiert. Als ihm ein Wärter mit einer Rasierklinge (für eine Rasur) zu nahe kommt, folgt er nur noch seinem Instinkt bzw. seinem jahrelangen Drill.

Mit gekonnten Tritten und Schlägen knockt er drei Sheriffs aus und lässt ein paar weitere durch Fensterscheiben oder quer durch den Raum fliegen. Er schafft es aus der Polizeiwache zu fliehen und entkommt auf einem gestohlenem Motorrad. Sofort wird die Verfolgung aufgenommen, doch Rambo ist schneller und kann sich in ein bewaldetes Gebiet retten – seinen „Dschungel“. Die Suche wird ausgeweitet. Die Sheriffs nehmen den Angriff eher persönlich und setzten gleich mehrere Leute, Hunde und einen Hubschrauber auf den Flüchtigen an. Nachdem ein Staatsdiener dann auch ohne Vorwarnung aus dem Hubschrauber auf Rambo schießt und dabei tödlich verunglückt, wird es ebenfalls dem Flüchtigen angerechnet. Rambo wehrt sich weiter und setzt die Sheriffs einem nach dem anderen in bester  Guerilla-Manier außer Gefecht. Dabei handelt Rambo nicht gerade zimperlich: Es werden schon einmal Oberschenkel durchschossen, oder angespitzte Stöcke in die Körper der „Feinde“ gerammt. Und so nimmt die Story ihren Lauf. Aus ein paar Sheriffs werden um die 200 Soldaten der Nationalgarde, die alle nach John J. Rambo suchen. Er sitzt in der Falle, denkt aber nicht ans Aufgeben.

Flashbacks von seiner Gefangenschaft in Vietnam quälen Rambo
Flashbacks von seiner Gefangenschaft in Vietnam quälen Rambo

Der erste Teil der Rambo-Saga ist mit knapp über 90 Minuten schnell erzählt. Im Deutschland wurde der Titel „Rambo“ gewählt. In den USA kam der Film unter „First Blood“ also „Erstschlag“ in die Kinos. Zu Beginn geht man mit den Flashbacks kurz auf die Traumata der Hauptfigur ein, danach wird man jedoch bis zum Schluss nicht mehr daran erinnert. Der wortkarge „Held“ gibt auch nicht gerade einen tiefen Einblick in seine Seele. Sein handeln verteidigt er gegenüber den anderen und womöglich auch sich selbst mit den Worten „Die haben angefangen“. Somit beschreibt der englische Originaltitel „First Blood“ den Film eigentlich weitaus besser. Die unfaire und brutale Gangart der Sheriffs ist sicherlich nicht zu entschuldigen, die Reaktion von Rambo scheint dann doch etwas übertrieben. Am Ende hat er ja dann doch mehrere Menschen auf dem Gewissen, auch Zivilisten (ja die explodierende Tankstelle war im Betrieb). Anfang der 80er Jahre wurde man mit der Figur des „John J. Rambo“ vielleicht dann doch einfacher warm.

Insgesamt fanden wir den Film inhaltlich ganz gut. Die Story ist kurzweilig und bewegt sich schnell fort. Es kommt sicherlich keine Langeweile auf. Wer das psychologische Dilemma in dem sich Rambo befindet etwas auf die Seite schieben kann, für den hält „Rambo – First Blood“ 90+ Minuten beste Action-Kost bereit.

Bildqualität (80%)

Das 4K Remaster wurde vom 35mm Negativ erstellt. Das analoge Material wurde eingescannt, Bildfehler korrigiert und eine komplette Farbkorrektur durchgeführt. Er wurde auch ein HDR-Workflow (HDR10) angewendet um den Dynamikumfang zu erweitern. Heraus kommt ein detailreiches 4K-Master, dass der Blu-ray Version in vielen Belangen überlegen ist. Das Filmkorn gehört zu „Rambo – First Blood“ einfach dazu, fällt aber nur selten negativ auf. In einigen Szenen wurde wohl versucht mit einem Weichzeichner das Filmkorn etwas zu minimieren. Die Farbpalette des Films ins nicht gerade sehr breit. Der erweiterte rec.2020 Farbraum liefert hier und da eine bessere Durchzeichnung von Farbverläufen, der Film tritt aber nur selten aus seinen grau-grünen Farbmix heraus. Die rot-blauen Sirenen der Sheriffs und die Explosionen sind da schon die willkommenste Abwechslung.

Die Farbpalette von "Rambo - First Blood" ist nicht unbedingt sehr breit. Viel dunkles Grün, Grau sowie ein paar rote "Farbkleckse". Man beachte die gut lesbare Schrift auf der Ambulanz
Die Farbpalette von „Rambo – First Blood“ ist nicht unbedingt sehr breit. Viel dunkles Grün, Grau sowie ein paar rote „Farbkleckse“. Man beachte die gut lesbare Schrift auf der Ambulanz

Der Detailgrad ist über den Film gesehen Szenen sehr gut. Die Bildtiefe kann durch den erweiterten Dynamikumfang mit HDR10 gesteigert werden. Die Szenen wirken weitaus plastischer als auf der regulären Blu-ray. Leider gibt es auch ein paar negative Punkte, die entweder dem statischen HDR-Format oder dem Quellmaterial geschuldet sind. In ein paar Szenen im Wald und in der Miene ist die durchschnittliche Bildhelligkeit doch sehr niedrig. Das führt jedoch dazu, dass in den dunklen Bildbereichen (z.B. in der Miene) sehr viele Details verschwinden und was eigentlich Schwarz sein sollte eher einem Grau gleicht. Die Szenen in denen das negativ auffällt, kann man aber an einer Hand abzählen.

Insgesamt kann man mit der Bildqualität sehr zufrieden sein. Aus den Negativen von 1982 lies sich noch richtig etwas rausholen. Die 4K UHD Blu-ray liefert das bisher beste Bild von „Rambo – First Blood“ ab und ist für Fans bereits deshalb ein Muss.

Tonqualität (70%)

Die deutsche sowie englische Tonspur liegt als DTS-HD MA 5.1 vor. Wer sich jedoch einen großartigen einnehmenden Surround-Klang verspricht, wird enttäuscht. Die Audioquellen sind wohl doch zu schlecht aufgelöst und lagen als Mono oder Stereo Tonspur bereit. Die Dialoge sind gut verständlich, in manchen Szenen klingt es jedoch fast so, als würde man zwischen den Tonspuren wechseln (was nicht unüblich war). Vor allem wenn kein Dialog vorkommt, nimmt man hier und dort ein fast klirrendes Geräusch wahr.

Die Soundeffekte sind etwas nachbearbeitet worden, so wirken manche Szenen nicht so dumpf. Die Dialoge sind durchweg gut verständlich, aber auch hier ist der „Zahn der Zeit“ deutlich zu hören. Eine klangliche Offenbarung ist „Rambo – First Blood“ sicherlich nicht, man muss bei einem Film aus 1982 dann aber auch die Kirche im Dorf lassen. Dem Zuschauer wird zumindest ein gutes Stereo-Erlebnis mit klaren Dialogen vermittelt. Ob der Film durch eine bessere Trennung auf die äußeren Lautsprecher an „Tiefe“ gewonnen hätte, wagen wir zu bezweifeln.

Die Explosionen werden sehr detail- und kontrastreich dargestellt und liefern auch etwas mehr Farbe!
Die Explosionen werden sehr detail- und kontrastreich dargestellt. Auch aus den Boxen scheppert es deutlich!
  • Deutsch: DTS-HD MA 5.1 (75%)
  • Englisch: DTS-HD MA 5.1 (80%)

Bonus (65%)

Wer ein echter Fan ist, wird sich über die zusätzlichen und neuen Bonus-Inhalte auf einer Extra-Disc freuen. „Rambo und die 80er (Teil 1)“ gab es so vorher nicht zu sehen. Teil 2 und 3 sind logischerweise dann auf „Ramo II – Der Auftrag“ und „Rambo III“ zu sehen. Ansonsten gibt es die üblichen Verdächtigen, wie sie bereits auf der Blu-ray-Version zur Verfügung standen: Audiokommentare mit Sylvester Stallone und David Morell || Featurette: „Das wahre Vietnam“ || „Das Schmieden von Helden“ || How to become Rambo (Teil 1) || Making of || Über die Restauration || Alternatives Ende || Geschnittene Szenen + Original Trailer.

Gesamtbewertung Rambo First Blood 4K Blu-ray (75%)

„Rambo – First Blood“ war eine gelungener Ausflug in das Kino der 80er Jahre, als Filme noch „handgemacht“ waren. Die Story verdient jetzt nicht gerade einen Oscar, dafür kommen Action-Fans ganz auf ihre Kosten. Nach 92 Minuten ist es auch schon wieder vorbei. Die Restauration des Original-Filmmaterials ist Studiocanal sehr gut gelungen und liefert die bislang beste Fassung von „Rambo“.

Die Tonspuren sind dagegen nicht unbedingt der Rede wert. Die Effekte sind etwas nachbearbeitet worden und die Dialoge sind klar verständlich. Die englische Tonspur gefällt uns einen Tick besser, dafür kann man die Protagonisten aber schlechter verstehen.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 08. November 2018 Review am: 07. November 2018
Erscheinungsjahr Film: 1982 Laufzeit: 119 Minuten
Filmstudio: Studiocanal FSK: Ab 16 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: LG UP970

Rambo – First Blood Trailer:

Panasonic sagt Danke, mit bis zu 1.000 Euro Cashback auf TVs, 4K Player, Kameras uvm.

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Panasonic möchte Danke sagen und startet seine neue Cashback-Aktion mit der ihr bis zu 1.000 Euro zurück bekommt. Die Aktion gilt für ausgewählte 4K Fernseher, Lumix-Kameras, Objektive, 4K Blu-ray Player und Soundbars!

100 Jahre Panasonic. Höchste Zeit sich bei den Kunden erkenntlich zu zeigen. Mit der „Wir sagen Danke!“-Aktion gibt es bis zu 1.000 Euro Geld zurück. Voraussetzung ist der Kauf eines Aktionsgerätes bei einem teilnehmenden Partner. Dabei ist es egal, ob man sich eine große Investition in einen OLED TV oder 4K UHD Flachbildfernseher tätigt, oder sich nach reichlicher Überlegung nur noch einen 4K UHD Blu-ray Player für sein hochauflösendes Glück leistet. Auch die LUMIX Kameras mit passenden LEICA DG Objektiven sind Teil der Aktion, damit die Familienfotos unter dem Weihnachtsbaum auch etwas werden. Mit den Soundbar-Systemen von Panasonic kann man die X-Mas-Playlist optimal darbieten oder sich ein paar Filme & Serien mit optimalen Sound an den Feiertagen gönnen. Die Aktion läuft bis zum 30. Dezember 2018. Hier findest du die Teilnahmebedingungen. Nachfolgend findest du alle Händler die an der Aktion teilnehmen, sowie die Aktionsgeräte inkl. Preisstaffelung:

Modellnummer: Cashback:
4K UHD & OLED TVs:
TX-77EZW1004 (OLED) 1.000 €
TX-65FZW954 (OLED) 300 €
TX-65FZW804 (OLED) 300€
TX-65FZW835 (OLED) 300€
TX-55FZW954 (OLED) 200€
TX-55FZW935 (OLED) 200€
TX-55FZW804 (OLED) 200€
TX-65FXW784 (LCD) 100€
TX-65FXW724 (LCD) 100€
TX-55FXW784 (LCD) 100€
TX-55FZW724 (LCD) 100€
TX-49FXW784 (LCD) 100€
TX-49FXW724 (LCD)

100€

TX-43FXW754 (LCD)

50€

TX-40FXW724 (LCD)

50€

4K UHD Blu-ray Player
DP-UB824EGK (HDR10, HDR10+, Dolby Vision) 50€
DP-UB424EGK (HDR10, HDR10+) 50€
DP-UB424EGS (HDR10, HDR10+) 50€
4K UHD Blu-ray Recorder
DMR-UBC90EGK 75€
DMR-UBS90EGK 75€
DMR-UBC70EGK 75€
DMR-UBC70EGS 75€
DMR-UBS70EGK 75€
DMR-UBS70EGS 75€
Soundbar-Systeme
SC-ALL70TEGK (Soundbar + Subwoofer) 50€
SC-HTB688EGK (Soundbar + Subwoofer) 50€
SC-HTB494EGK (Soundbar + Subwoofer) 50€
SC-HTB254EGK (Soundbar + Subwoofer) 50€
Alle Lumix Kameras & Objektive findest du HIER!

 

Sony Playstation Classic wieder verfügbar (Solange der Vorrat reicht)

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Lange sollte man nicht warten wenn man die „Sony Playstation Classic“ Konsole unter dem Weihnachtsbaum liegen haben möchte. Amazon hat wieder ein Kontingent der Mini PS1-Konsole freigeschalten und wieder gilt: Nur solange der Vorrat reicht!

Die Konsole kostet 99,99 Euro und beinhaltet 20 vorinstallierte Playstation One Spiele. Zu den Klassikern zählen unter anderem: Final Fantasy VII, Jumping Flash!, Ridge Racer Type 4, Tekken 3 und Wild Arms.

Leider sind noch nicht alle Titel bekannt. Die FSK 18 Einstufung verrät aber, dass noch der ein oder andere „Erwachsene-Titel“ dabei sein dürfte. Im Lieferumfang ist die Konsole sowie zwei Playstation One Controller mit dabei. Wie die Nintendo Mini-Konsolen ist der „Run“ auf die Playstation Classic sehr groß.

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EU Kommission genehmigt Übernahme von Fox durch Disney

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Die EU Kommission hat die Übernahme von Teilen von Fox durch Disney bedingt freigegeben. Nach der EU-Fusionskontrollverordnung hat man den Deal abgesegnet. Voraussetzung ist allerdings, dass Disney einige Zusagen vollständig erfüllt.

Über die gigantische Übernahme haben wir ja bereits des Öfteren berichtet. Im Juli hatten die Aktionäre quasi den Weg frei gemacht. Ausgenommen von dem Abkommen bleiben das Fernsehübertragungsnetz und die Fernsehsender von Fox, Fox News Channel, Fox Business Network, FS1, FS2 und Big Ten Network. Disney übernimmt allerdings von Fox die Film- und Fernsehstudios sowie das Kabelfernseh- und internationales Fernsehgeschäft.

Die EU Kommission hat folglich geprüft, welche Auswirkungen die geplanten Übernahme auf die Märkte haben werde. Hier galt es die Märkte für einerseits die Produktion und den Vertrieb von Kinofilmen und andererseits für den Vertrieb von Inhalten für Heimunterhaltung und die Lizenzierung von Filmen und anderen Fernsehinhalten zu untersuchen. Laut der Kommission gebe es letzten Endes keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.

Demnach sei durch andere Unternehmen wie Sony, Universal und Warner Bros. immer noch ausreichender Wettbewerb gegeben. Allerdings sieht es anders aus im Markt für das Angebot von Programmen für Fernsehveranstalter. So würde der geplante Zusammenschluss den Wettbewerb zwischen zwei starken Anbietern von Dokumentationssendern in mehreren EWR-Mitgliedstaaten ausschalten. Deswegen musste sich Disney verpflichten seine Beteiligung an allen von ihm kontrollierten Dokumentationssendern im EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) zu veräußern.

Disney gibt Kontrolle an Dokumentationssendern ab

Konkret bedeutet das, dass Disney sich von History, H2, Crime & Investigation, Blaze und Lifetime trennen muss. Die genannten Sender befinden sich aktuell noch unter der Kontrolle von A+E Television Networks. Dabei handelt sich um ein Gemeinschaftsunternehmen von Disney und Hearst. Kommt Disney dieser Auflage nach, stimmt die EU Kommission der Fusion von Fox und Disney zu.

Disney übernimmt eventuell Teile von 21st Century Fox
Disney übernimmt Teile von 21st Century Fox

Disney hat bereits zugesagt, die Beteiligungen an den genannten Sendern aufzugeben. Somit ist nun durch die Zustimmung der EU Kommission ein weiterer Meilenstein erreicht, welcher den Abschluss der Übernahme von Fox einen Schritt näher rückt.