Pioneer hat ausführliche Details zum neuen VSX-933 AV-Receiver mit 7.2-Kanal-Sound bekanntgegeben. Das Modell ist im oberen Mittelklasse-Segment angesiedelt und ist bereits für 549,- EUR in einer schwarzen und silbernen Ausführung im Fachhandel erhältlich.
Während man vor ein paar Jahren sich noch die bevorzugten Features und unterstützten Formate in seinem AV-Receiver zusammensuchen und zum Teil eine hohen Preis zahlen musste, bekommt man jetzt bereits sehr gute „Allround-Receiver“ für unter 600 Euro. So ist es kein Wunder, dass man beim neuen VSX-933 schon nach dem Haar in der Suppe suchen muss. Die 3D-Soundformate Dolby Atmos und dts:X werden in einem 5.2.2 Kanal-Setup unterstützt, die klassische Verarbeitung von 5.1 und 7.1 Signalen funktioniert aber natürlich ebenso gut. Für Dolby sowie dts-Formate ist jeweils ein Upmixer an Board um die fehlenden Höhenkanäle „einzuberechnen“.
Vier der sechs vorhandenen HDMI-Anschlüsse des VSX-933 lassen sich beliebigen Eingängen zuweisen. Alle HDMI Ein- und Ausgänge entsprechen der 2.0 Spezifikation mit HDCP 2.2. Videosignale werden in 4K/60p in 4:4:4 Farbunterabtastung und 24bit Farbtiefe unterstützt. Alle relevanten HDR-Formate sind mit an Bord: Dolby Vision, HLG (Hybrid-Log Gamma) und HDR10. Zu HDR10+ hat sich Pioneer noch nicht geäußert.
Pioneer verbaut sieben Endstufen mit einer jeweils 135 Watt Leistung je Kanal. Damit so wenig Energie in Form von Hitze im Gehäuse oder der Umgebung staut, nutzt Pioneer seine hauseigene „Direct Energy“-Verstärkertechnik, die die Energie nahezu verlustfrei der Nutzleistung der Kanäle zukommen lässt. Die Wandlertechnologie soll auch für einen klaren, natürlichen und verzerrungsfreien Klang sorgen – egal ob Stereo-Wiedergabe von Musiktiteln oder 3D-Sound des jüngsten Bockbusters auf UHD Blu-ray.
Der VSX-933 bietet Heimkino-Anfängern und Fortgeschrittenen die wichtigsten Anschlüsse
Streaming-Allrounder inkl. Google Assistant
Neben hochwertigen Surround-Sound und 3D-Klang für das Heimkino, muss ein AV-Receiver heutzutage natürlich auch in der Lage sein hochauflösende Audio-Formate wie Hi-Res und DSD-Dateien sowie Streamingdienste wie Deezer, Tidal oder Spotify unterstützen. Der VSX-933 ist hier bestens aufgestellt und kann sich verschiedenster Quellen bedienen – egal ob Android-, iOS-Gerät, lokale Festplattenserver oder eine angeschlossene Festplatte. Auf das Internet und Heimnetzwerk kann über das integrierte Dualband-Wifi oder via Ethernet (LAN) zugegriffen werden. Via Bluetooth lassen sich mobile Endgeräte in sekundenschnelle mit dem VSX-933 AV-Receiver verbinden.
Zu den weiteren technischen Highlights gehört unter anderem Multiroom-Unterstützung, die kabellose Übertragungstechnik DTS Play-Fi und sogar Chromecast sowie Sprachbefehle über den Google Assistant „versteht“ der Allround-Receiver. Für letzteren wird aber ein kompatibler Smart-Speaker benötigt, der dem VSX-933 das Zuhören beibringt.
Der VSX-933 ist auch in einer silbernen Variante erhältlich. Die Fernbedienung gibt es aber nur in Schwarz
Preis und Verfügbarkeit
Der Netzwerk-Mehrkanal-Receiver VSX-933 (UVP 549,- Euro) sind bereits in Schwarz und Silber erhältlich. Ausführliche Informationen könnt ihr der Webseite von Pioneer entnehmen.
Im Internet liest man des öfteren „Real 4K“ oder „Fake 4K“ in Zusammenhang mit Ultra HD Blu-rays und Videostreams. Diesem Thema werden sogar eigene Webseiten gewidmet die alle Inhalte in diese beiden „Schwarz/Weiß“-Kategorien quetschen. Wir möchten euch zeigen, wieso „Real oder Fake 4K“ nicht die einzige Frage beim Kauf einer UHD Blu-ray sein sollte.
Und wieder klopft jemand in das Kommentarfeld „Fake 4K“ ohne weitere Ausführung. Damit steht für diesen Nutzer und vielleicht für viele andere auch die Kaufentscheidung fest: „Diese UHD Blu-ray kommt mir nicht ins Haus“. Wenn wir so etwas lesen müssen mischen sich bei uns die Gefühle. Ein bisschen Trauer, ein bisschen Wut, ein bisschen Unverständnis. Ist es wirklich so einfach eine neue Blockbuster-Veröffentlichung anhand einer Buchstaben-Zahlen-Kombination zu bewerten. Gehört zu einem Film nicht mehr dazu und bietet 4K nicht weitaus mehr als 3.840 x 2.160 Bildpunkte? Wir möchte einen Erklärungsversuch starten und zudem eine Lanze für diejenigen Produktionen brechen, die von anderen vielleicht nur als „Fake 4K“ beschimpft werden. Dabei geht es uns in erster Linie nicht darum das neue Format gegen die „4K-Jünger“ zu verteidigen, sondern euch zu sagen: „Hey ihr verpasst großartige Filme!“.
Würde man es genau nehmen, gibt es so gut wie überhaupt keine „Real 4K“ Filme, da durch das Bildformat meist schwarze Balken (Kaschierung) Teil des Bildes sind. (Beispiel: The Revenant im 2.40:1 Format)
4K oder Ultra HD
Manchmal hilft es bereits am Anfang anzufangen. Die Bezeichnung „4K“ kommt ursprünglich aus dem Kino. „Four Kilo“ steht dabei für die viertausend vertikalen Pixelreihen, die bei vielen Kinoprojektionen zum Einsatz kommen (genau gesagt sind es meist 4.096 Pixelreihen vertikal und 2.160 horizontal). Der Begriff „4K“ ist kurz, prägnant und genau das ist vielleicht das Problem. Das Kürzel hat bevor Standards für Heimanwender erarbeitet wurden bereits einen hohen Bekanntheitsgrad und sich so in den Köpfen der Nutzer festgesetzt. „4K“ war bereits in aller Munde als die offizielle Bezeichnung „Ultra HD“ um die Ecke kam.
Die Bezeichnung Ultra HD nutzen aber nur die wenigsten, vielleicht noch UHD aber im Regelfall hört man die Leute immer noch „Vierka“ sagen. Auch wir benutzen diese Abkürzung immer noch in unseren Beiträgen, zum einen damit unser Leser das finden und verstehen was sie kennen – zum anderen weil wir ehrlicherweise gestehen müssen, dass uns ein „Ultra HD“ auch schwer über die Lippen kommt.
Die Säulen des Ultra HD Standards
Wir wollen damit eigentlich nur verdeutlichen das „4K“ und „Ultra HD“ eigentlich zwei Paar Schuhe sind und nicht umsonst ist die offizielle Bezeichnung in Europa „Ultra HD“ oder „UHD“ (Ja in den USA heißt es „4K Ultra HD“… aber die Amis machen ja auch andere Sachen die man nicht nachvollziehen kann).
„Ultra HD“ bezeichnet nicht nur eine Auflösung, UHD ist ein Standard der aus verschiedenen Komponenten besteht. Der neue Standard unterscheidet sich in vier bis fünf Kategorien teils deutlich vom HD-Standard. Da wären zum einen die Auflösung (bis 3.840 x 2.160 Bildpunkte), der Farbraum (rec.2020 statt rec.709), die Bilddynamik (High Dynamic Range mit 10-bit oder 12-bit), die Bitrate (maximal 100 Mbit/s) und die Bildwiederholungsfrequenz (bis zu 60hz statt bisher 24Hz). Für das neue Ultra HD Blu-ray halten wir vier dieser Kategorien oder „Säulen“ wichtig für das neue Format.
Mit nachfolgender Grafik möchten wir verdeutlichen, dass alle Säulen die gleiche Stärke haben und das gleiche Gewicht tragen müssen. Bricht eine Säule ein, z.B. das Bild wurde nur aus einem 2K Master erstellt, dann können die anderen Säulen die „UHD Blu-ray“ noch sehr gut tragen.
Die 4K Ultra HD Blu-ray wird nicht nur von der Auflösung gestützt, sondern auch vom Farbraum, der Bilddynamik (HDR) und Bitrate. Bricht eine Säule ein, steht der Standard noch recht stabil da.
Selbst wenn ein Film nur auf ein 2K-Master zurückgreift werden 3.860 x 2.160 Bildpunkte über den Player an den 4K Fernseher ausgegeben. Auch wenn es sich dabei vielleicht um hochskaliertes Material handelt, kann man zwischen UHD & HD Blu-ray oft signifikante Unterschiede feststellen. Und das liegt ganz allein an den anderen „Säulen“:
Der erweiterte Farbraum sorgt für mehr Farbe (logisch). Die Farben können im erweiterten Dynamikumfang viel besser wirken. Mit 1.024 Helligkeitsabstufungen (oder mehr) werden Farbverläufe realistisch und weich dargestellt. High Dynamic Range (HDR) heißt das Zauberwort und mit neuen Entwicklungen wie dynamischen Metadaten (HDR10+ und Dolby Vision) kommen wir einer natürlichen Farb- und Helligkeitsdarstellung wie sie unsere Augen wahrnehmen immer näher. Und dann kommt noch hinzu, dass die Videostreams in viel höheren Bitraten übertragen werden können. Während eine HD Blu-ray bei ca. 40 Mbit/s schlapp macht, schafft eine UHD Blu-ray bis zu 120 Mbit/s (natürlich komprimiert). Dieser Wert schwankt natürlich von Szene zu Szene.
Sobald mehrere dieser Komponenten gut zusammenspielen und der UHD Blu-ray dann noch ein guter Soundmix (Am besten Dolby Atmos oder DTS:X) spendiert wird, steht einem wunderbaren Filmabend nichts mehr im Weg.
Beispiele für großartige „Fake 4K Blu-rays“:
Sind ihr Geld wert – trotz „Fake 4K“
Am einfachsten wäre es, man setzt einen „Zweifler“ vor einen 4K Fernseher und spielt ihm einige Filme vor. Kann er wirklich sofort erkennen, dass es sich „nur“ um ein 2K-Upscale oder um natives 4K Material handelt? Wir würden fast schätzen nein, zumindest nicht bei diesen Titeln:
Das Paradebeispiel ist sicherlich „Guardians of the Galaxy Vol. 2“. Regisseur James Gunn musste so für einen UHD-Release bei Disney kämpfen, doch am Ende hat es sich gelohnt. Gunn wollte seinen Fans seine Vision nicht vorenthalten, auch wenn diese „nur“ in 2K gemastert wurde. Das liegt übrigens in den meisten Fällen am übermäßigen Einsatz von CGI bzw. einer 3D-Verarbeitung, dass Blockbuster für 2K und nicht immer für 4K optimiert werden. Bei „GOTG Vol. 2“ stimmt fast alles, großartige Farben, breite Kontraste und viele Bilddetails sind über den kompletten Film hinweg zu erkennen. Da kann die HD Blu-ray leider einpacken.
Aus dem gleichen Genre kommt „Valerian: Die Stadt der tausend Planeten“. Lebendig, frische Farben wie man sie auf der HD Blu-ray auf jeden Fall vermisst. Mehr Details durch die erhöhte Bitrate und dem Einsatz des erweiterten Dynamikumfangs.
Es gibt noch weitere Titel wie „Lone Survivor“, „ES“, „Baby Driver“ oder „Planet der Affen: Survival“ bei denen wir in unseren Tests die Vorteile von Ultra HD teils deutlich zu sehen bekommen – trotz „Fake 4K Auflösung“.
Gib 2K eine Chance!
Mit diesem Beitrag werden wir nicht jeden überzeugen können. Wir weisen auch gerne darauf hin, dass es auch 4K UHD Blu-rays gibt, die, egal welche Auflösung das Bildmaterial hat, nicht optimal die Vorteile des Ultra HD Standards transportieren. Deshalb versuchen wir euch in unseren Reviews und unserer 4K Blu-ray Komplettliste eine kompetente Einschätzung zu geben und euch vor „Nieten“ zu warnen. Wer sich bei neuen Filmen bisher nur auf die Auflösung konzentriert hat, den wollen wir nur ermutigen einen der oben genannten Filme mal eine Chance zu geben. Wir glauben das es sich lohnt…
Disney will einen eigenen Streaming-Dienst etablieren. 2019 soll das Angebot, zumindest in den USA, an den Start gehen. Jetzt sind wieder einmal einige Informationen zu den geplanten Inhalten bekannt geworden. Demnach wolle Disney ein weiteres Reboot von Die Muppets in Angriff nehmen.
Durch die Teilübernahme von 21st Century Fox hat sich Disney ohnehin die Rechte an vielen, weiteren Marken gesichert. Dazu zählen beispielsweise Die Simpsons, X-Men oder auch die zuvor fehlenden Star-Wars-Rechte für den ersten Film. An starken Inhalten sollte es Disney also nicht mangeln, um potentielle Abonnenten anzulocken. Da könnten sich mit einem Reboot vielleicht auch Die Muppets als ein Zugpferd erweisen.
Disney hatte The Muppets Studio bereits 2004 übernommen und hält seitdem die Rechte den den Figuren um Kermit den Forsch, Ms. Piggy, Gonzo und Co. Nach einem erfolgreichen Film mit Jason Segel aus dem Jahr 2011 und einer kommerziell etwas enttäuschenden Fortsetzung aus dem Jahr 2014 folgte zuletzt eine TV-Serie namens The Muppets im Mockumentary-Stil. Diese Serie wurde jedoch bereits nach einer Staffel eingestampft. Vielleicht kann ein neuer Anlauf direkt bei Disney Streaming-Service nun die Wendung bringen?
Aktuell soll Disney jedenfalls nach passenden Autoren suchen, um das Reboot zu beginnen. Neben The Muppets sollen aber auch Pixars Die Monster AG sowie eine TV-Serie zum Film The Mighty Ducks in Planung sein. Auch High School Music soll mit neuen Gesichtern den Streaming-Dienst beehren und jugendliche Zuschauer anziehen.
Reboots von Kinofilmen und Star-Wars-Serie sind geplant
Aber auch Filme bzw. Reboots soll Disney im Auge haben. Besonders zugkräftig könnte eine Neuauflage von „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ sein. Aber auch „Der Vater der Braut“ und „Ein Zwilling kommt selten allein“ möchte Disney offenbar gerne wiederauferstehen lassen. Hinzu kommt, ebenfalls ein Prestigeprojekt, eine geplante Live-Action-Serie im Star-Wars-Universum. Allein damit könnte Disney sich sicherlich viele Abonnenten angeln.
Disney kündigt eine neue Star Wars Trilogie (Episode 10,11,12) und eine Live-Action-Serie an!
Offen ist noch, wann Disneys Streaming-Dienst ganz genau an den Start gehen wird. Derzeit rechnet man mit Ende 2019. Auch die Preise sind noch völlig unbekannt. Ebenso eröffnet sich die Frage, wann Disney nach dem US-Start international expandieren könnte. Bisher enthält sich Disney zu all diesen Fragen eines Kommentares.
Der HU80KS ist LGs erster Versucht im 4K UHD Projektoren Markt Fuß zu fassen. Der leistungsstarke 4K Projektor ist im Vorfeld bereits mit dem „CES Best of Innovation Awards“ ausgezeichnet worden. Der HU80KS wird erstmals auf der CES 2018 in Las Vegas dem Fachpublikum präsentiert.
Update 22-02-2018: Der LG 4K Laser-Projektor soll voraussichtlich ab Ende April 2018 in den Handel kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung wurde auf 2.699,- EUR (inkl. Mwst) festgelegt.
Update 14-01-2018: Wir konnten uns auf der CES 2018 einen ersten Eindruck vom HU80K 4K Laser-Projektor machen und waren auf den ersten „Blick“ doch angetan von LGs neuem Produkt. In unserer Gallerie seht ihr einige Bilder vom 4K Projektor im Einsatz sowie ein Video am Ende des Beitrages. Die maximale Lebensdauer der Lichtquelle wird von LG mit 20.000 Stunden angegeben, was ca. 18 Jahre normale Nutzung (3 Std pro Tag) entspricht.
Die Bildqualität des Full-HD und 4K Bildes wird durch eine Zwischenbildberechnung verbessert wenn gewünscht. „Super Resolution“ sorgt dabei für eine feinere Durchzeichnung der Details, was vor allem beim 4K Bild nötig ist. Dieses wird nämlich nur durch Shifting, also verschieben der Pixel erreicht. Der Projektor soll den kompletten BT.709 Farbraum abdecken. Inhalte finden über einen der zwei HDMI 2.0 Eingänge oder drei USB 3.0-Anschlüsse (integrierter Player) ihren Weg auf den HU80K. Auch für Gamer wäre der HU80K eine Möglichkeit. LG verspricht einen geringen Input Lag. Der Preis soll bei um die 2.699,- EUR liegen, dies wurde aber noch nicht von LG bestätigt. Wir glauben, dass der 4K Projektor noch im 1. Halbjahr 2018 über Fachhändler und Online-Shops erhältlich sein wird.
Update 06-01-2018: LGs erster „4K“-Projektor nutzt eine Laser-Lichtquelle um die hohe Helligkeit von bis zu 2.500 Lumen zu erreichen. Die Technik übernimmt der Hersteller aus seinem Allegro HF85JS Laser-Kurzdistanz Projektor, welcher in 2017 in den Handel gekommen ist.
Originalmeldung: „Ultra-scharfes Heimkino-Erlebnis mit einem einzigartig ästetischen und kompakten Design“. Mit diesen Worten beschreibt LG seinen neuen HU80K 4K Projektor mit LED-Lichtquelle. LG legte besonderen Wert darauf, dass der 4K Projektor nicht nur kompakt, sondern auch einfach zu installieren ist. Zudem muss das Gerät für den Endverbraucher auch erschwinglich sein. Der HU80K ist gerade einmal halb so groß wie vergleichbare 4K UHD Projektoren und soll trotzdem eine Darstellungsqualität ohne Kompromisse in 4K Auflösung mit bis zu 2.500 Lumen bieten. Mit einer Bilddiagonalen von bis zu 150 Zoll (3.8 Meter) kommt auch wahrlich Kinofeeling auf. Der HU80K verarbeitet problemlos 4K Inhalte mit High Dynamic Range (HDR10). Leider liefert der HU80K keine native 4K Verarbeitung sondern arbeitet mit einer Pixel-Shifting-Techologie die sich „Expanded Pixel Resolution“ (XPR) nennt.
HU80KS – kompakter 4K UHD Projektor
Der Projektor hat einen Tragegriff an dem das Gerät mühelos von Raum zu Raum getragen werden kann. Am einfachsten ist wohl die Installation am Boden, einfach aufstellen, Bild ausrichten und genießen. Der HU80K kann aber auch an der Wand oder an der Decke befestigt werden. Daskompakte vertikale Design nennt LG „I-Shape“. Das Kabel kann mit der automatischen Kabel-Aufroll-Funktion komplett im Gerät selbst verstaut werden. Eine Abdeckung schützt die Projektions-Technik vor Staub und dient im aufgeklappten Zustand als Spiegel für die Wandprojektion. Zwei 7 Watt-Lautsprecher sorgen zudem für einen klaren, kräftigen Klang welche für TV-Erlebnisse oder Serien ausreichen sollte.
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Die Spezifikationen des HU80K
Der Projektor kann auch einfach im liegen ohne Spiegel genutzt werden.
Egal ob im Liegen oder stehen, der 4K Projektor von LG kann sehr flexibel eingesetzt werden
Im Stehen kann der Spiegel in der Schutzklappe zur Projektion genutzt werden
Insgesamt hat der HU80K zwei HDMI 2.0, drei USB 3.0 Anschlüsse und einen Audio Ausgang (3.5mm Klinke)
Der HU80K sieht gut aus und lässt sich flexibel einsetzen, ist aber leider eine kleine Mogelpackung
Der HU80K sieht gut aus und lässt sich flexibel einsetzen, ist aber leider eine kleine Mogelpackung
Kompaktes Design, hochwertige Bildwiedergabe
Mit dem praktischen Tragegriff kann der HU80K schnell von Raum zu Raum transportiert werden
webOS 3.5 und 4K Streaming
Inhalte finden klassisch über den HDMI 2.0 Eingang ihren Weg auf den HU80K, der Projektor unterstützt dank webOS 3.5 Smart-TV-Betriebssystem aber auch Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video. Zusätzlich zu den HDMI-Eingängen besitzt der 4K Projektor einen USB- und Ethernet-Eingang. Zur Bedienung können auch Maus/Tastatur kabellos via Bluetooth mit dem Gerät verbunden werden. Ob der Player auch über integriertes WiFi verfügt, ist aus der Pressemitteilung von LG leider noch nicht ersichtlich.
Chang Ik-hwan, Leiter der LG IT BusinessDivision: „Wir freuen uns, den Kunden pünktlich zur diesjährigen CES unseren ersten 4KUHD-Projektor vorstellen zu können, der eine nie gekannte Bildschärfe in einem derart kompakten Gehäuse biete. Der 4K-UHD-Projektor von LG ist der Wegbereiter für 4K-Inhalte im ganzen Zuhause.“
Preis & Verfügbarkeit
Der LG 4K Laser-Projektor soll voraussichtlich ab Ende April 2018 in den Handel kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung wurde auf 2.699,- EUR (inkl. Mwst) festgelegt.
Laut einem Bericht der koreanischen Webseite etnews entwickelt Samsung neue QD-OLED-Displays, die die Vorteile der Quantum Dot- und OLED-Technologie vereinen sollen. Angeblich existierten bereits zwei Prototypen eines Quantum-Dot-OLED-TVs in 55 und 65 Zoll.
Die Informationen von etnews.com sollen aus firmennahen Quellen stammen, die sich aber natürlich nicht zu erkennen geben wollen. Die technischen Details im Bericht geben dem ganzen aber eine gewisse Glaubwürdigkeit. Samsung möchte die Vorteile der Quantum Dot Materialien und der OLED-Technik kombinieren. Quantum Dots erlauben eine verbesserte Farbdarstellung und hohe Lichtdurchlässigkeit, während die OLEDs als Lichtquelle mit schnellen Umschaltzeiten, perfektem Schwarzwert und schlanken Baumaßen aufwarten können. Ein QD-OLED-Display soll sich deutlich von reinen OLED-Displays unterscheiden, welche bereits in unzähligen TV-Geräten von LG, Sony, Panasonic & Co. zum Einsatz kommen.
Blaue OLEDs als Lichtquelle
Blaue OLEDs sollen anstatt LEDs als Lichtquelle eingesetzt werden. Während blaues Licht direkt über die Diode emittiert wird, werden die roten und grünen Farben mit Quantum-Dot-Farbfiltern ermöglicht. Die Farbreproduktion soll dadurch deutlich gesteigert werden und jenseits des DCI-P3 Farbraumes liegen. Die Vorteile der OLED-Technologie würden sich komplett durchschlagen. QD-OLED-Fernseher hätten ein dünneres Display und wären entsprechend leichter. Weitere Vorteile wären der verbesserte Blickwinkel, Farbreproduktion und Steigerung des Kontrasts.
Vielleicht kombiniert Samsung das Quantum Dot-Material auch mit Micro-LEDs, wie sie bereits beim „The Wall“ TV zum Einsatz kommen.
Lt. Quelle sollen sich bereits erste Prototypen eines QD-OLED-Displays mit 55 und 65 Zoll in internen Tests befinden. Die kommerzielle Verwertung der Technik ist aber noch nicht möglich, da es Probleme mit der OLED als Lichtquelle gibt. Das emittierte blaue Licht sorgt für Verzerrungen der Farbtöne. Das Problem soll sich aber in den Griff bekommen lassen, benötigt aber noch etwas mehr Aufmerksamkeit von Samsungs Ingenieuren.
QD-OLED oder QD-Micro-LED?
Das Samsung neben der Micro-LED-Technologie auch an neuen Möglichkeiten arbeitet die die positiven Eigenschaften des Quantum Dot-Materials zu optimieren ist eigentlich kein Geheimnis. Bereits auf einem QLED-Semniar wurden Alternativen zu aktuellen QD-LED-Displays genannt. Die Kombination des anorganischen Materials mit Micro-LEDs (wie sie bei The Wall zum Einsatz kommen) oder OLEDs als Lichtquelle waren bereits damals bekannt. Es wurde spekuliert, ob die Kombination der zwei Technologien vielleicht nur als Zwischenlösung eingesetzt wird, bis „echte“ selbstleuchtende QLED Displays die Marktreife erreichen.
Bereits in einem QLED-Seminar im April 2017 wurden QLED-TVs mit Micro-LED und OLEDs als Lichtquelle in Aussicht gestellt
Das Samsung bereits so weit mit der Entwicklung von QD-OLED oder QD-Micro-LED Displays vorangeschritten ist aber doch etwas überraschend. Lt. Quelle ist man aber immer noch im Prototypen-Status, was aber nicht bedeutet, dass Samsung die Fortschritte nicht auf einem der nächsten großen Technik-Messen der Öffentlichkeit präsentiert.
Samsung TV-Lineup 2018 noch nicht bekannt
Wir sind auf jeden Fall gespannt, was Samsung für das Jahr 2018 bereithält. Das TV-Lineup für 2018 wurde bislang nur angeschnitten. Welche Geräte wirklich für den europäischen Markt interessant sind, welche Geräte es überhaupt geben wird, sowie Angaben zu Ausstattung, Verfügbarkeiten und Preise sind immer noch nicht kommuniziert. Etwas mehr Klarheit erhoffen wir uns vom exklusiven Samsung-Event am 27. Februar 2018.
Amazon Prime Video ist in Deutschland aktuell noch vor Netflix der erfolgreichste Streaming-Anbieter. Im März 2018 hagelt es entsprechend wieder viele Neuzugänge für Abonnenten. Jetzt hat Amazon das Geheimnis gelüftet und konkretisiert, was im nächsten Monat an Neuheiten Einzug hält.
Beispielsweise steht die Veröffentlichung der zweiten Staffel des Prime Originals „Sneaky Pete“ an. Aber auch die beliebte Serie „The Vampire Diaries“ geht mit der letzten Staffel beim Streaming-Anbieter an den Start. Zwei neue Filme aus den Amazon Studios sind wiederum „The Only Living Boy in New York“ und „The Wall“.
Könnte ebenfalls interessant sein: Die Serie „The Looming Tower“ basiert auf dem Buch von Lawrence Wright, das in den USA mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Hier geht es nicht nur um Osama Bin Laden und Al-Qaida, sondern auch um Rivalitäten zwischen dem FBI und dem CIA, welche eventuell leider den Terroranschlag vom 11. September 2001 begünstigt haben könnte.
Für kleinere Zuschauer könnte der Film „Pets“ ein Highlight sein. Abseits der in Prime enthaltenen Filme und Serie feiern aber auch neue Inhalte zum Kaufen ihre Premiere. So können Interessierte ab März etwa den Pixar-Film „Coco“ erwerben. Auch „Justice League“ und „Thor: Tag der Entscheidung“ gibt es bald zum Kaufen.
Hier ist eine Liste der Serien bzw. Staffeln, die bei Amazon Prime Video im März 2018 hinzustoßen:
Sneaky Pete – Staffel 2 – verfügbar ab 09.03.
The Looming Tower – Staffel 1 – verfügbar ab 09.03.
The Terror – Staffel 1 – verfügbar ab 27.03.
The Vampire Diaries – Staffel 8 – verfügbar ab 30.03.
The Flash – Staffel 3 – verfügbar ab 14.03.
Neue Filme bei Prime Video im März 2018:
The Bye Bye Man – verfügbar ab 01.03.
Black Butterfly – Der Mörder in mir – verfügbar ab 01.03.
Die Taschendiebin – verfügbar ab 02.03.
Das Tagebuch der Anne Frank – verfügbar ab 03.03.
Ein Dorf sieht schwarz – verfügbar ab 04.03.
Monsieur Claude und seine Töchter – verfügbar ab 12.03.
Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit – verfügbar ab 15.03.
The Only Living Boy in New York – verfügbar ab 16.03.
The Wall – verfügbar ab 16.03.
Pets – verfügbar ab 25.03.
Inhalte für Kinder bei Prime Video im März 2018
The Dangerous Book for Boys – Das einzig wahre Handbuch für Väter und ihre Söhne: Staffel 1 – verfügbar ab 30.03.
Neue Titel zum Kaufen und Leihen im digitalen Shop bei Amazon
Jigsaw – zum Kaufen verfügbar ab 01.03. / zum Leihen verfügbar ab 08.03.
Thor: Tag der Entscheidung- zum Kaufen verfügbar ab 02.03. / zum Leihen verfügbar ab 15.03.
Mord im Orient-Express – zum Kaufen verfügbar ab 08.03. / zum Leihen verfügbar ab 22.03.
Bad Moms 2 – zum Kaufen und Leihen verfügbar ab 09.03.
Justice League – zum Kaufen verfügbar ab 17.03. / zum Leihen verfügbar ab 29.03.
The Big Sick – zum Kaufen verfügbar ab 23.03. / zum Leihen verfügbar ab 21.03.
Paddington 2 – zum Kaufen verfügbar ab 24.03. / zum Leihen verfügbar ab 26.03.
Coco – zum Kaufen verfügbar ab 29.03.
The Good Doctor – Staffel 1 – zum Kaufen verfügbar ab 29.03.
Brittania – Staffel 1 – zum Kaufen verfügbar ab 29.03.
Einige Inhalte dürften auch wieder in 4K vorhanden sein. Amazon schlüsselt jene allerdings leider nie separat auf. Eine kleine Übersicht bieten wir für Interessierte aber hier an. Viel Spaß beim Stöbern!
8K ist der nächste Schritt im Heimkino: Die nochmals höhere Auflösung soll natürlich auch mit anderen Verbesserungen einher gehen. Viele Hersteller bereiten sich bereits auf 8K vor, um in den nächsten Jahren mehr und mehr Bildschirme mit der Auflösung zu veröffentlichen.
Viele Kunden hat noch nicht einmal Ultra HD bzw. 4K erreicht. Doch 8K klopft bereits zaghaft an die Tür. So waren beispielsweise auf der CES 2018 in Las Vegas erneut zahlreiche 8K-Fernseher zu sehen. In einer neuen Studie beschäftigen sich nun die Display Supply Chain Consultants (DSCC) sowie die Marktforscher von Insight Media mit dem Thema. Die Bestandsaufnahme trägt den Titel „Outlook on 8K TV“. Öffentlich ist die Studie leider nicht zugänglich.
Allerdings glaubt man, dass schon die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo die Entwicklung der 8K-Infrastruktur stark vorantreiben werden. So will beispielsweise der japanische Anbieter NHK das Sportereignis in 8K ausstrahlen. Zudem sollen neue Kameras von Herstellern wie Hitachi, Astrodesign, Ikegami, Sharp und Sony auch die Aufnahmemöglichkeiten in 8K stark erweitern. Es ist auch kein Geheimnis, dass etwa Sony bereits mit 8K-TVs liebäugelt.
Doch auch in anderen Bereichen laufen Vorbereitungen auf 8K bereits – beispielsweise für die Ausstrahlung entsprechender Inhalte via Satellit. Hier gibt es aber Herausforderungen, da 8K-Übertragungen natürlich enorme Bandbreiten benötigen. Auch für TV-Hersteller ergeben sich wiederum Hürden, da etwa die Kosten für die Hintergrundbeleuchtungen und Panels im 8K-Bereich deutlich höher sind als bei 4K-Pendants.
8K-Display-Verkaufszahlen: Prognose von Insight Media
Laut den Analysten liegen aktuell die Herstellungskosten für ein 8K-LCD-Panel bei ca. 1.000 US-Dollar. Bis 2021 rechnet man aber damit, das diese Summe auf 595 US-Dollar sinken sollte. Die Kosten für OLED-Pendants liegen sogar bei 1.830 US-Dollar. Was die Verkaufszahlen von 8K-Geräten betrifft, so vermutet man, dass es von 0,1 Mio. Modellen im Jahr 2018 bis 2022 einen Anstieg auf 5,8 Mio. TVs geben wird. Vor allem China dürfte wohl die Triebfeder sein.
8K wird sich laut Analysten langsamer durchsetzen als 4K
Neben der erhöhten Auflösung sollten kommende 8K-Geräte auch verbessertes HDR, erweiterte Farbräume und optimiertes Upscaling integrieren. Letzteres bewirbt ja auch etwa Samsung für seinen 8K-Fernseher The Wall. Da native 8K-Inhalte zunächst Mangelware sein werden, sollte das Upscaling am Anfang auch ein entscheidender Faktor im Marketing sein.
Der Gründer und Kopf von Insight Media, Chris Chinnock, gibt entsprechend zu Protokoll: „Zwar wird der Vorteil der erhöhten Auflösung beim Wechsel von 4K zu 8K vernachlässigbar sein, bzw. nur bei den größten Bilddiagonalen greifen, aber es wird durch die Hersteller und Zulieferer einen großen Push geben. Damit wird man versuchen die Adoption voranzutreiben. Das wird aber langsamer geschehen als bei 4K.“
Bis sich 8K somit auf dem Massenmarkt etabliert, wird sicherlich noch etwas Zeit vergehen. Die Vorbereitungen sind aber eben schon voll im Gange – beispielsweise auch durch die neue Schnittstelle HDMI 2.1. Es standen allerdings auch schon die ersten 4K-TVs vor der Tür bzw. auf Messen, als 1080p / Full HD noch in seiner Blütezeit stand. Welche Rolle 8K in Europa spielen wird und wie schnell sich die Technik durchsetzt, muss dann die Zeit zeigen.
Pennywise der Clown lehrt wieder das Fürchten. Das 2017-Remake von Stephen Kings „ES“ lockt mit großartigen Schauspielern und einem schaurig-schönen Dolby Atmos Soundmix. Doch kann auch die Bildqualität der „ES“ 4K UHD Blu-ray im Test überzeugen?
Es gibt wohl wenige Jugendliche, die in den 80ern aufgewachsen sind und nicht auf irgendeinem Weg mit Stephen Kings 1200-Seiten-Wälzer in Berührung gekommen sind. Mehr noch als die kbekannten Werke wie Sie,Shining oder Friedhof der Kuscheltiere beschreibt der Autor in ES, wie das Grauen über eine kleine Stadt hereinbricht. Schon die zweiteilige TV-Verfilmung von 1990 transportierte dies spannend und glänzte zudem mit einem großartigen Tim Curry. Allerdings, so ehrlich darf man aus heutiger Sicht durchaus sein, waren die gestalterischen Mittel des 180-Minüters doch begrenzt und das Regietalent von Tommy Lee Wallace auch eher mittelprächtig. Es schien also an der Zeit, dass man sich des Romans erneut annahm und versuchte zu realisieren, woran Jahrzehntelang andere Filmemacher gescheitert sind: Die epische Geschichte fürs Kino aufbereiten. Hierzu gewann man Andres Muschietti als Regisseur, der mit Mama bewiesen hatte, dass er hervorragend psychologischen Grusel inszenieren kann.
Einladend sieht anders aus… in diesem Haus soll „ES“ sein Unwesen treiben
Aber zurück zu ES: Um der Vorlage gerecht zu werden, war schnell klar, dass man auch hier den Weg eines Zweiteilers gehen würde und sich entsprechend viel Zeit nehmen konnte, um die Charaktere zu beschreiben und die Figur des Bösen einzuführen. Die Tatsache, dass sich ES übrigens in einem Detail nicht ans Buch hält und nicht zwischen den Zeit-Ebenen hin- und herspringt, kann nur bedeuten, dass der zweite Teil komplett 27 Jahre später spielen wird und die Kids von damals als Erwachsene den Kampf erneut aufnehmen. Ob dies dann nicht zu einem zu starken Bruch zwischen beiden Filmen sorgen wird, bleibt abzuwarten. Pennywise wird nun von Bill Skarsgård gespielt, der wahrlich keinen einfachen Job hatte – immerhin gilt Tim Curry gerade unter Fans des fantastischen Films als regelrechte Kult-Ikone. Skarsgård legt den Horror und Schrecken seiner Gestalt mit einer stärker psychologischen Note an. Sein Pennywise wirkt irrer und durchgeknallter. Und das verfehlt seine Wirkung keineswegs. Wenn er mit seiner Unterlippe fiese Spielereien macht und ihm der Speichel an ihr runterrinnt, verspürt man als Zuschauer von ES echte Schauer auf dem Rücken. Von der Statur her etwas schmächtiger, dafür im Make-up wesentlich schauriger und furchterregender schafft Skarsgård es praktisch mühelos, für Angst und Schrecken zu sorgen. Da der Film sehr geschickt Masken und Atmosphäre nutzt, um die jeweiligen Ängste der Kids im Erscheinungsbild des Clowns zu manifestieren, ist er auch hier wirkungsvoller und spannender als die Erst-Verfilmung.
Die Schauspieler für das 2017 Remake von „ES“ wurden großartig gecastet
Demgegenüber schafft es Muschietti mit seiner Verfilmung hervorragend, das Gefühl der „Loser“-Kids einzufangen. Und dabei ist es gar nicht einfach, sieben Charaktere unterscheidbar für den Zuschauer zu machen und gleichzeitig jedem einzelnen eine Geschichte zu verpassen. Das funktioniert im Film aber ganz hervorragend und fängt den Geist der Romanvorlage nahezu perfekt ein. Selbst der Moment, in dem sich die Gruppe zu entzweien droht, überzeugt mit nachvollziehbaren Emotionsausbrüchen. Das effektive Gut-Böse-Schema, das praktisch alle Romane von King durchzieht, funktioniert in dieser Verfilmung perfekt – gerade weil die Protagonisten allesamt Jugendliche sind, die den Beschützerinstinkt des Zuschauers wecken.
ES wurde mit in einem vollständig digitalen Prozess aufgenommen. Am Ausgang lagen 2,8K und 3,4K an, was für das Digital Intermediate allerdings auf 2K runtergerechnet wurde. Die UHD ist also keine native 4K-Scheibe, sondern liefert nur ein Upscale von 2K. Zunächst mal macht das allerdings gar nichts. Denn wo schon die Blu-ray ein ziemlich knackig scharfes Bild hatte, legt die UHD noch mal mehr Bildruhe obendrauf. Interessanterweise intensiviert sie das leichte, vorhandene Korn nicht nochmals, da es zumeist in weniger gut ausgeleuchteten Szenen zum Vorschein kommt und in diesen düsteren Momenten die integrierte höhere Bilddynamik ein leichtes Abdunkeln bewirkt. Entsprechend wird das subjektiv sichtbare Korn dadurch etwas verringert. Apropos Bilddynamik: ES ist der erste Spielfilm-Titel von Warner Home, der neben dem statischen HDR10 auch noch das dynamische Verfahren Dolby Vision anbietet. Das wird vor allem Besitzer einer LG-Player-TV-Kette freuen.
Stephen Kings „ES“ auf 4K Blu-ray ist der erste Film von Warner der auch Dolby Vision HDR unterstützt
Das statische HDR10, das für die meisten der bisherigen UHD-TV-/Beamer-Besitzer relevant sein dürfte, geht hier relativ dezent zu Werke. Wie beschrieben dunkelt es in wenig gut ausgeleuchteten Bereichen ein kleines bisschen ab und verschweigt deshalb schon mal ein paar Details. In gut ausgeleuchteten Momenten sorgt es allerdings für einen knackigeren Schwarzwert mit gleichzeitig helleren Spitzlichtern. Der integrierte erweiterte Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sorgt für etwas prägnantere Rottöne und hebt auch das Grün der Bäume und Wiesen etwas an. Gesichter bekommen zudem einen etwas wärmeren Touch. Kaum Vorteile gibt’s in Sachen Auflösung. Selbst bei näherem Hinsehen oder einer Ausschnittsvergrößerung erlaubt sich die Blu-ray kaum einen Patzer und bleibt nahezu ebenso gut konturiert wie die UHD.
Dolby Vision Bewertung:
Das statische HDR10 Format hat gegenüber der dynamischen Dolby Vision Variante in der Theorie und meist auch in der Praxis einen Nachteil. Wir haben aber das Gefühl, als wäre Dolby Vision in der Produktionskette der 4K UHD Blu-ray immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Man hat zuweilen das Gefühl, das Coloring der Bildinhalte wird auf Dolby Vision optimiert, verschlechter dabei aber gewissermaßen das Ergebnis der HDR10-Darstellung. Das ist aber eine rein subjektive Meinung und kann bei anderen Filmen wieder ganz anders aussehen. Auf jeden Fall kann man in vielen Szenen erkennen, dass hier mit verschiedenen Helligkeitswerten gearbeitet wurde. Die Detailausbeute profitiert davon auf jeden Fall. Die Szenen wechseln ja mal gerne von hell beleuchteten Außenwelten zu dunklen Abwassersystemen. Details in den hellen Lichtspots und dunklen Bildbereichen sind oft besser erkennbar. In anderen Szenen scheint die Dolby Vision-Verarbeitung der HDR10 Version gleichwertig. Wer einen Dolby Vision-fähigen 4K Blu-ray Player samt UHD-Fernseher sein eigen nennt, sollte auf jeden Fall den Vergleich wagen. Wir denken, ihr freundet euch am Ende eher mit dem Dolby Vision-Bild an.
Tonqualität „ES“ (90%)
Beim Sound macht ES so schnell keine andere Disk etwas vor. Zunächst mal ein dickes Lob an Warner Home Video, die sowohl die Blu-ray als auch die UHD mit deutschem UND englischem Dolby-Atmos-Sound ausliefern (True-HD-Kern). Und weil gerade Horrorfilme auch von ihrem Ton leben, liefert die King-Verfilmung mal so richtig ab. Schon die Stimmen, die während der Einblendung des Produktions-Studio-Titels erklingen, verteilen sich unglaublich räumlich über sämtliche Lautsprechern. Man hört sie mal von links, rechts oder oben. Dazu kommt ein Subwoofer, der schon während des Gewitters und Georgies Gang in den Keller brutal zuschlägt. Klasse auch der sägende Filmscore, der nach der Attacke auf Georgie einsetzt und wieder von den räumlichen Stimmen begleitet wird. Hier sitzt man als Zuschauer wirklich mit allen Nerven gespannt vor dem Fernseher/der Leinwand.
Die Neuinterpretation von Horror-Clown Pennywise wird von Schauspieler Bill Skarsgård perfekt in Szene gesetzt
Natürlich ist es aber nicht nur die effektvolle Nutzung der Höhenspeaker, die überzeugt. Auch auf der 2D-Ebene und in Sachen Dynamik legt ES die akustische Messlatte extrem hoch. Wenn Mikes Großvater das Bolzenschussgerät abfeuert, zuckt man anstelle des Lamms unwillkürlich zusammen – so vehement gelangen die Geräusche ans Ohr. Was bis auf oben angesprochene Ausnahme auch für die Aktivität der 3D-Ebene angeht. Denn was wirklich gut funktioniert, sind nicht nur die korrekt verorteten Höhen-Informationen, sondern auch der Einsatz des Scores und in dessen Ergänzung gewisse Sounds, die gezielt eingesetzt werden. Da man hier auch nicht zwingend beachten muss, ob sie nun visuell in der oberen Etage geschehen, macht bspw. ein Bass-Sweep bei Mikes Kontakt mit Pennywise durchaus Spaß, wenn er praktisch nur von oben kommt. Effektvoll splattert es zudem aus dem Waschbecken, wenn Beverly ihre Vision hat und das Blut aus allen Lautsprechern fließt. Und wenn zu Anthrax‘ „Antisocial“ die Steine wuchtig über die Köpfe des Zuschauers fliegen, geht man unwillkürlich in Deckung. Sensationell ist die Ortung der Stimmen und Geräusche im verbrannten Haus, das ein schauriges Eigenleben führt – ein wirklich toller 3D-Sound.
Deutsch Dolby Atmos (90%)
Englisch Dolby Atmos (95%)
Bonus (60%)
Das Bonusmaterial von ES befindet sich komplett auf der Blu-ray der 2-Disk-Amaray. Neben elf entfernten Szenen enthält es drei Featurettes. In „Pennywise lebt!“ gibt’s gut 16 Minuten Einblicke in die Produktion – inklusive Statements der Jungdarsteller und Erwachsenen-Schauspieler. In „Der Losers‘ Club“ geht es dann ausschließlich um die jungen Darsteller und ihre Charaktere, die in der Vorlage schon so viele Leser auf ihre Seite gezogen hatten. „Author of Fear“ letztlich kümmert sich um Stephen King selbst, der erzählt, in welcher persönlichen Situation er sich befand, als er die Vorlage schrieb und was er mit seiner Geschichte wollte.
Gesamtbewertung „ES“ (81%)
Mit „ES“ darf man sich an einer Verfilmung erfreuen, die nicht nur in allen Belangen hochwertiger, sondern auch spannender und atmosphärischer ist als der 90er-TV-Zweiteiler. Mit ausnahmslos guten Schauspielern, höchst effektvollen und schaurigen Pennywise-Momenten und einer tollen Kleinstadt-Sommerferien-Atmosphäre gelingt ES perfekt der Spagat zwischen Jugendfilm und Horrorshow. Man darf gespannt sein auf die Fortsetzung. Die UHD hat trotz einiger Unschärfen im unteren Bildbereich ein sehr plastisches und kontraststarkes Bild mit ausgewogener Farbgebung und toller Auflösung. Der Atmos-Sound liefert dazu ebenso zahlreiche wie schaurige Soundeffekte, die zum Besten gehören, was 3D-Sound aktuell zu bieten hat.
Wer sich „Saw“ bereits zum Frühstück gönnt möchte aber vorgewarnt sein: Das „ES“-Remake orientiert sich sehr nah am Original von 1990. Was damals noch für schlaflose Nächte sorgte, würde heute wohl eher belächelt werden. Die Neuinterpretation mit dem großartigen 3D-Sound verleihen der Version aus 2017 aber weitaus mehr Horror, welche für Otto Normal-Angsthasen vollkommen ausreicht.
Die KEF möchte Kosten einsparen. Dafür sollen die SD-Signalübertragungen von ARD & ZDF über Satellit ab 2020 abgeschalten werden. Somit würde in naher Zukunft nur noch das HD-Signal über Astra 19.2° Ost empfangen werden können. Die Entscheidung ist aber noch nicht final.
Die Maßnahme wurde im 21. Bericht der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs des öffentlich-rechtlichen Rundfunks) vorgestellt und soll vor allem Kosten senken. Mit um die 13.7 Millionen Euro beziffert die KEF die Einsparungen. Das eine Abschaltung SD-Signals (Standard Definition) vollzogen werden muss steht außer Frage. Es geht aktuell eigentlich nur noch darum, ab welchen Zeitpunkt die Parallelausstrahlung der öffentlich-rechtlichen Sender in SD & HD Qualität beendet wird. Als Zeitpunkt wurde Mitte 2020 genannt. Ob dieser Termin realistisch ist, wird aktuell von ARD und ZDF in Moderation der Medienbehörden beraten. Für die öffentlich-rechtlichen ist die Abschaltung der SD-Übertragung sicherlich nicht so problematisch, gibt es weiterhin die unverschlüsselte HD-Version via Astra 19.2° Ost. Für die geringe Anzahl von Satelliten-Haushalten, die noch nicht über einen HD-receiver verfügen, würde dies die Anschaffung neuer Hardware bedeuten.
SD Abschaltung auch für private Sender?
Schwieriger wird es werden, wenn die SD-Abschaltung von RTL und ProSiebenSat1 einmal vollzogen wird. Vom Bundeskartellamt wurden die privaten Sendeanstalten dazu verpflichtet, noch bis 2022 eine unverschlüsselte SD-Version ihres Programms via Satellit anzubieten. Doch auch die „Privaten“ haben bereits Pläne sich von den Kosten der SD-Übertragung zu trennen. Das würde jedoch bedeuten, dass „Bauer sucht Frau“, „Germany’s next Topmodel“ und Co. nur noch mit einem kostenpflichtigen HD+ Abonnement empfangen werden können. Auf der einen Seite könnten die Sender mit neuen Abonnenten mehr Geld erhalten auf der anderen Seite verlieren sie deutlich an Reichweite.
Die privaten Sender werden hier sicherlich Erfahrungswerte aus der Analog-Abschaltung des Antennenfernsehens einfließen lassen.
Die „10 BLU-RAYs für 50 EUR“ Verkaufsaktion auf Amazon.de läuft noch bis Sonntag den 25. Februar und lädt zum stöbern ein. Über 700 Klassiker und semi-aktuelle Titel erlauben es Lücken in der privaten Filmsammlung zu schließen.
Die Umsetzung der Aktion ist denkbar einfach: Aus über 700 Titeln zehn auswählen und in den Warenkorb legen. Der Betrag wird dann im Zahlungsvorgang automatisch auf 50 Euro reduziert (letzter Schritt der Bestellung).