Gemini Man 4K HFR Blu-ray im Test: Mit 60 Bildern zur Referenz

Inhalt (60%)


Ang Lee war einmal ein großer Geschichtenerzähler. Einer, der sich um seine Figuren kümmerte und Handlungsbögen teils virtuos verknüpfte. Seine Filme hat er dabei durchaus mit visuell hochwertigen, innovativen Bildkompositionen angereichert, die aber stets der Geschichte dienten und nie die Kontrolle übernahmen. Tiger & Dragon gehört zu diesen Werken. Tatsächlich war er lange Zeit ein glühender Verfechter tradierter Filmtechnik. Selbst als man ihm 2003 riet, The Hulk digital zu filmen, vertraute er auf analogen Film. Sogar der Erstellung von Digital Intermediates verweigerte er sich lange. Dann jedoch änderte er seine Strategie. Als Vorkämpfer technologischer Innovation schrieb er sich nun auf die Fahne, nur den letzten Schrei der Technik einzusetzen. Dies tat er bereits bei seiner 3D-Realisierung von Life of Pi – seinem ersten digital gedrehten Film. Das Resultat war ein zwar in Teilen etwas kühler Film, dessen Optik aber derart berauschend rüber kam (und das schon in 2D), dass man von der Geschichte dennoch gefesselt wurde. Ang Lee war das aber noch nicht genug. Im Anschluss an Life of Pi experimentierte er früh mit höheren Bildwiederholraten.

Bilden ein starkes Team: Henry und Danny

Denn, so führte er an: Die im Kino bekannte Technik mit 24 Bildern pro Sekunde stammt aus der Zeit des beginnenden Tonfilms und wenn man schon digital filmt, dann sollte man diese Technologie auch wirklich weiterentwickeln und nicht digital aussehen lassen wie Film. Seine Suche gilt dem perfekten Digitalfilm und damit verbunden einer anderen „Schönheit“, bzw. einer Art „Traumhaftigkeit“, die in digitalem Film schlummert. Sein erster Film mit dieser Technik war das Kriegsdrama Die irre Heldentour des Billy Lynn. Ang Lee schaffte es hier allerdings nicht, eine emotionale Story zu entwickeln. Die meiste Zeit plätscherte Billy Lynn ziemlich langweilig vor sich hin und litt zudem unter den oft sehr statischen Kamerabildern, die darauf ausgelegt waren, die HFR-Technik möglichst unaufgeregt zum Betrachter zu bringen. Nun, gut zweieinhalb Jahre später, verlässt Lee mit Gemini Man das statische, fast bewegungslose Drama und wendet sich erstmals einem Actionfilm zu, der von der hohen Bildwiederholrate profitieren soll.

Die HFR-Technik war ihm aber dieses Mal nicht genug, weshalb er auch gleich noch einen digital verjüngten Will Smith ins Rennen schickte. Die Szenen mit diesem sind die bisher ausuferndsten eines am Rechner jünger animierten Schauspielers, sehen leider aber auch nicht viel besser aus als bisherige Versuche, Darsteller jünger zu machen. Ob das auch dazu beitrug, dass der Film floppte? Die Kritiker waren sich jedenfalls relativ einig, dass die schon 1997 erstmals angedachte Story, mit der im Verlauf der Jahre schon Tony Scott oder Curtis Hanson sowie die Darsteller Harrison Ford, Mel Gibson oder Sean Connery assoziiert waren, mit einem zu schwachen Drehbuch aufwartete.

Bösewicht vom Dienst: Clay Verris

Dass es so lange dauerte, bis die Geschichte um den Agenten, der auf seinen jüngeren Klon trifft, realisiert wurde, ist aus technischer Sicht natürlich nachvollziehbar. Doch während die Technik fortschritt, blieb augenscheinlich das Drehbuch auf der Strecke. Denn, mal ganz ehrlich: Ein Ex-Agent, der zur Zielscheibe der eigenen Ex-Auftraggeber wird und ein Klon-Experiment – viel mehr liefert Gemini Man nicht. Umreißt man die Story auf diesem kurzen Wege (und mehr passiert leider wirklich nicht), passt sie auf ein DIN-A4-Blatt. Stellt sich natürlich die Frage, ob das, WAS passiert, wenigstens unterhaltsam ist.

Nun, es beginnt eigentlich wirklich packend. Das Intro mit dem Auftragsmord ist klasse gefilmt und spannend inszeniert. Auch das Kennenlernen zwischen Henry und Danny gerät kurzweilig. Auch deshalb, weil Will Smith im „Alter“ immer entspannter wird und souveräner agiert. Mary Elizabeth Winstead gibt ohnehin eine starke Partnerin ab, die Henry auch mal Contra gibt. Fortan als Team unterwegs hält Gemini Man gekonnt die Waage aus dezent romantischen und oftmals auch humorvollen Momenten – das passt soweit. Dass sich Ang Lee über eine halbe Stunde Zeit lässt, bevor er die Katze aus dem Sack lässt, die schon das Filmplakat oder Blu-ray-Cover verrät, muss man gar nicht unbedingt kritisieren – immerhin fördert es die Spannung und kulminiert dann in einer wirklich grandios umgesetzten und gefilmten Motorrad-Verfolgung. Zwar übertreiben es die animierten Momente zum Ende hin etwas, aber zackig inszeniert ist das auf jeden Fall.

Henry muss rausfinden, wer ihm an den Kragen will

Womit wir bei dem sind, was so viel Geld gekostet hat und so lange bis zur Realisierung brauchte: Der verjüngte Klon. Nun, wie sieht er denn aus, dieser am Rechner entstandene, 25 Jahre jüngere Will Smith. Gut sieht er aus, wirklich gut – wenn es sich um ein Computerspiel handeln würde. Zweifelsohne ist die Animation seines Gesichts die bisher gelungenste Variante digitaler Verjüngung. Zweifelsohne entlarvt man sie aber als solches, sobald er den Mund bewegt. Nach wie vor ist es gut zu wissen, dass man menschliche Emotionen und Regungen eben doch nicht perfekt am Computer animieren kann. Gemini Man indes hilft es nicht, da man ständig das Gefühl hat, einen Androiden zu sehen und keinen Klon aus Fleisch und Blut. Wie gesagt: Für ein Computerspiel wäre es phänomenal gut. Als Realfilm-Bestandteil aber leider künstlich und ablenkend. In der Kampfszene zwischen Henry und Junior in den Katakomben führt der Jüngere einen Spinning Wheel Kick in einer Geschwindigkeit aus, die absolut unwirklich erscheint. Auch die Schläge, die er daraufhin austeilt, sind einfach zu schnell. Jetzt kann man sagen, dass man es hier ohnehin mit einem Fantasy-Actionfilm zu tun hat. Und vielleicht hat man ihn während des Klonprozesses auch genetisch modifiziert. Der Punkt ist aber der, dass man Junior ja abnehmen soll und muss, dass er ein Mensch ist. Durch seine übermäßigen Fähigkeiten und die unnatürliche Mund-Mimik ist aber leider das Gegenteil der Fall: Junior erscheint künstlich.

„Junior“ ist leider nicht durchweg überzeugend animiert

Sieht man von diesem Punkt ab, liefert Ang Lee teils wirklich beeindruckende Fight-Choreografien, die wirklich Spaß machen. Das ist dynamisch gefilmt, klasse ausgeführt und ziemlich packend. Innovativ oder überraschend ist Gemini Man indes zu keiner Zeit. Im besten Sinne ist es ein unterhaltsamer, aber durchschnittlicher Actionthriller, der gut daran getan hätte, mehr Zeit für die Story als für den technischen Mummenschanz drumherum zu investieren, der selbst HFR-Fans bisweilen irritieren dürfte. Denn final dann doch noch ein Wort zum filmischen Unterschied der 24p- und der HFR-Version – exemplarisch festgemacht an der beeindruckenden Motorrad-Verfolgung. Diese wurde selbstredend von zwei Stuntleuten (die von der High Frame Rate leider deutlich als solche zu erkennen sind) sowie teils gleich ganz computeranimiert realisiert. Die Unterschiede zwischen 24p und HFR könnten hier kaum größer sein:

Während die 24p-Variante die typische Bewegungsunschärfe entstehen lässt, die bei den rasanten Wendemanövern für einen filmischen Effekt sorgt, entlarvt die HFR-Darstellung der UHD (noch) sichtbar(er) das Stuntdouble und die computeranimierten Motorrad-Kunststückchen des geklonten Henry. Die Bewegungsunschärfe der herkömmlichen Frame-Rate sorgt also dafür, dass Dinge verborgen bleiben, die man eigentlich gar nicht sehen möchte. Die HFR-Variante wirkt zwar, als säße man ebenfalls auf einem Bike mittendrin, doch leider umgeben von einer videospielartigen Animation des jüngeren Henry. Die komplett CGI gehaltenen Elemente (vom Bike purzelnder älterer Henry oder die coolen Drehungen von Junior) setzen sich per HFR noch deutlicher von der Stuntarbeit und den real gefilmten Szenen ab, wirken zu schnell und abgehackt – in meinen Augen schlicht nicht überzeugend. Das führt letztlich dazu, dass das, was eigentlich realer/echter erscheinen soll, eigentlich unechter wirkt, weil es das „Unechte“ durch die hinzugefügte Information stärker zutage fördert.

Gemini Man (4K Ultra HD) (+ Blu-ray 2D)
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Bildqualität (100%)

Gemini Man wurde mit Kameras vom Typ ARRI ALEXA XT M aufgenommen, die für die 3D-Aufnahmen bei 120 fps noch einmal modifiziert wurden. Für die Hochgeschwindigkeits-Aufnahmen kam die Phantom Flex 4K zum Einsatz. Das 3.2K-Material der Alexa wurde für den fertigen Film auf 4K hochskaliert. Wir haben es nach einem 4K DI also zwar nicht mit einem vollkommen nativen 4K-Bild zu tun, sind aber sehr nahe dran. Dennoch ist das etwas verwunderlich, da Lee bei Billy Lynn noch mit Sony CineAlta F65 in echtem 4K arbeitete. Gefilmt wurde mit 120 Bildern pro Sekunde, die im Heimkino aber niemand zu sehen bekommen wird. Für die UHD rechnete man das Ganze auf moderatere 60 fps runter, fügte HDR10 und Dolby Vision sowie einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum hinzu. In Summe ergibt diese Menge an Informationen tatsächlich satte 90 GB an Daten, die natürlich auf einer 100-GB-Disk unterkamen. Betrachten wir das Bild der UHD ganz unabhängig davon, ob einem HFR in den Geschmack passt oder nicht, gibt es nur eins zu sagen: Ein UHD-Realfilm sah nie besser aus.

Während der Motorrad-Verfolgung kommt die High Frame Rate sehr deutlich zum Tragen

Ist schon die Blu-ray messerscharf, steigert die UHD das auf rasiermesserscharf. Close-ups sind phänomenal plastisch und selbst in Totalen lässt sich in der Tiefe noch so manches Detail erkennen, das die BD nicht darzustellen vermag. Farben gelingen der UHD zudem neutraler und mit einer nicht mehr vorhandenen Tendenz ins Grünliche – zumindest in Bezug auf HDR10. Asphalt ist nun neutralgrau und der Himmel klarer blau. Die bunten Häuser in Kolumbien sind prächtiger und liefern kräftigere Orange- und Brauntöne. Herausragend ist außerdem die bessere Tiefe im Schwarz. Dunkle Szenen sind knackiger und gleichzeitig liefern Sterne prächtig glitzernde Spitzlichter. Wechselt man auf Dolby Vision, kommen auf neutralen Flächen zwar ein wenig die Grüntendenzen zurück, doch dafür ist die Durchzeichnung in dunklen Bildanteilen noch etwas besser und die Flammen während der Actionszene nach 95 Minuten sind durchweg nuancierter. Extrem hoch ist naturgemäß die Bewegungsschärfe. Profitieren kann man von dieser inklusive Dolby Vision allerdings nicht in jedem Fall. Denn einige Wiedergabe-Ketten scheinen mit 4K60 und 12 Bit Probleme zu haben. Da es diese Kombination bisher auf einer Disk noch nicht gab (Billy Lynn lieferte lediglich HDR10), ist schwierig zu eruieren, wer oder was hier der Schuldige ist. Fazit: Die Blu-ray ist wirklich gut, die UHD ist dennoch besser.

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Tonqualität (85%)

Im Gegensatz zur Blu-ray kommt die UHD mit einem deutlichen Upgrade für den deutschen Ton. Denn wo die BD schon englisches Atmos lieferte, legt die UHD nun auch für die Synchro mit Atmos nach. Man darf sich also vom Dolby Digital der Blu-ray verabschieden und das unkomprimierte, auf True-HD basierende, 3D-Soundkostüm zu Gemüte führen. Auf der regulären Ebene klingt das dann schon mal mit der englischen Atmos-Fassung identisch und wesentlich hochwertiger und dynamischer als bei der DD-Spur der Blu-ray. Vor allem die Actionszenen profitieren von der Zunahme an Wucht und Dynamik. Aber auch feine Geräusche wie das Zirpen von Grillen ertönen feiner und Stimmen klingen akzentuierter. Allerdings bleibt auch beim unkomprimierten Master der Bass etwas zu zaghaft. Das merkt man meist dem Score an, der wenig Fundament hat. Selbst wenn die Minigun nach 89’30 losfeuert, bleibt das Ganze unterhalb der Möglichkeiten – einzig der Beschuss des Vans kurz zuvor hält mal satten Tiefbass parat.

Die Eröffnungsszene liefert ein paar klasse Surroundsounds

Beziehen wir die Höhen-Ebene noch mit hinzu, wird der Score zu Beginn schon leise hinzu addiert, bevor es dann beim Absetzen des Schusses witzige Säuselgeräusche von oben gibt. Ein paar Mal gibt’s in den ersten 15 Minuten dezente Vogel- und Naturgeräusche, bis die Kamera mitsamt dem Ton nach 19 Minuten unter Wasser geht und die typischen Blubbergeräusche zu hören sind. Den ersten wirklich richtigen und intensiven 3D-Soundeffekt gibt es, wenn das Wasserflugzeug über die Kamera und die Köpfe hinweg fliegt. Treffen Smith und Smith das erste Mal aufeinander, hätte es indes viel mehr Informationen geben dürfen. Immerhin fetzen Schüsse hier auch über Kopf und Explosionen gibt’s ebenso wie rumpurzelnde Protagonisten. Um das wieder wett zu machen, nutzt Lee dann am Ende der Motorrad-Verfolgung Geräusche eines Jaguars für durchdrehende Reifen und ein paar Bike-Stunts. Ein bisschen Ratlosigkeit kann sich ob dieser gewöhnungsbedürftigen Nutzung und Vertonung der Heights durchaus mal breit machen.

Einleuchtend ist immerhin das Gespräch im Gewölbe ab Minute 66, das authentisch von den Höhen-Speakern widerhallt, weil der Raum so eng ist. Nach 90 Minuten setzt es dann noch mal dezente Schussgeräusche aus der Minigun, die aber ebenfalls fetziger hätten ausfallen dürfen.

  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (40%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial beginnt mit einem alternativen Anfang und geht über zwei entfernte Szenen rüber zu insgesamt sechs Featurettes. In „Die Entstehung“ beschreiben Ang Lee und Jerry Bruckheimer, dass die Story schon lange auf Halde lag, sie aber aus technischen Gründen jetzt erst verfilmt werden konnte. „Treffen mit dem jüngeren Ich“ kümmert sich dann um die beiden Henrys und darum, wie man das Zusammenspiel der beiden am Set realisierte. „Die Zukunft ist jetzt“ konzentriert sich auf die Realisierung des geklonten, vollständig digitalen jungen Will Smith. Man erklärt, dass es die Feinheiten sind, die den Menschen ausmachen. Und dass es vor allem darum ging, das Drama im Gesicht darzustellen. „Inszenierung der Action“, das Jerry Bruckheimer mit den Worten „Gemini Man ist ein intelligenter Actionfilm“ einleitet, kümmert sich die Art und Weise wie ein renommierter Drama-Regisseur an Actionszenen heran geht. „Details der Extraklasse“ ist ein spannendes Feature, das den Setdesigner vorstellt, der für die Katakomben-Szene verantwortlich zeichnet. „Ang Lees Vision“ letztlich nimmt das Thema der 120fps auf und stellt heraus, dass der Regisseur die hohe Framerate für essentiell hält, wenn man 3D-Filme machen möchte.

Gesamtbewertung Gemini Man  (82%)

Gemini Man ist ein unterhaltsamer Actionfilm geworden. Einer, der Will Smith und Mary Elizabeth Winstead in guter Spiellaune zeigt und einige atemberaubende Actionszenen und -fights liefert. Visuell wird hier einiges geboten und Fans von hoher Bildwiederholungsrate werden die HFR-UHD feiern. Allerdings fällt es vornehmlich aufgrund der übermäßigen Computerspiel-Ästhetik schwer, in die ohnehin schon dünne Story einzutauchen. Die UHD, so viel ist klar, bietet (objektiv betrachtet) technisch derzeit das Machbare in Sachen Schärfe, Kontrast und Bewegungs-Darstellung. Man muss und sollte natürlich HFR-Fan sein. Alle anderen werden die Blu-ray bevorzugen, die nur leider keinen deutschen Atmos-Sound liefert. Wie heißt es noch so schön? Einen Tod stirbt man immer …

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Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 13. Februar 2020 Review am: 23. Februar 2020
Erscheinungsjahr Film: 2019 Laufzeit: 117 Minuten
Filmstudio: Paramount FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
1,85:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray

Gemini Man Trailer:

 

Timo Wolters
Timo Wolters
Der echte Filmfan bleibt im Heimkino: Das Bild ist besser, der Sound unmittelbarer und die Sitznachbarn angenehmer - Timo rezensiert seit 2002 mit Leidenschaft (fast) durch alle Genres. Aktuelle Rezensionen findest du auf blu-ray-rezensionen.net

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22 Kommentare

  1. Endlich…

    Ich habe dem Film auf mehrere Hardware und Fernseher geguckt (Xbox One X, Panasonic UB404, Oppo 203, NVIDIA Shield TV Pro, LG 65C8 *4K 2D HDR*, Sony 55x9005a *4K 2D SDR*, Samsung 48 LCD *Full HD 2D SDR*…

    *3D folgt demnächst, ich denke der Effekt wird ein Genuss sein, denn gerade bei 3D ist eine höhere Bzw. schnellere Bilddarstellung ein Vorteil*

    …und muss sagen egal wo man ihn abspielt, es ist ein Traum was an Auflösung, Detailschärfe, Farbe und Bewegungsschärfe geboten wird. Das liegt zum einen an dem grandiosen Master und die Aufnahme mit 120p die in 60p umgewandelt worden.

    Manche Animationen habe ich ehrlich gesagt beim erstmal mal nicht wahrgenommen und war absolut überrascht, als ich das kurze Making Of abgespielt habe. Normalerweise entlarfe ich ganz schnell und erkenne sofort wenn mit dem PC nachgearbeitet wurde.

    Also die erhöhten Frames machen auch noch Animationen, wenn sie sehr gut gemacht wurden realistischer, denn da war bis dato immer der Knackpunkt. Bei 24p sieht man es deutlich das die 3D Engine nicht ganz mit der original 24p Aufnahme mithalten kann und sich in der Bewegung geküntztelt davon abgrenzt.

    Also technisch ist der Film endlich so wie jeder neuer 4K Film aussehen muss und man sieht das es geht. Anscheinend gibt es nur zu wenig Personal, die da Ahnung haben.

    Also für mich können sie alle Filme ab 48p aufwärts produzieren, denn ich bin es leid ruckelnde Bilder die aus dem technischen Stand von 1920 anzugucken.

    Für mich das Film – Technikhighlight 2019 und darüber hinaus.

  2. Mir hat die Ultra HD Blu-Ray von Gemini Man gefallen lief mit meinem Oppo 203 und dem LG OLED einwandfrei , es hat mir richtig Spaß gemacht mal einen Film in 4K zu genießen bei dem auch 4K , 4K ist.

  3. Furchtbar, einfach nur furchtbar. Kein Wunder, dass der Film im Kino floppte. Das ganze Kinofeeling ist dahin. Typisch HFR . Sieht aus, als sei alles vor ner Greenscreen gemacht worden. Zum Filmen kam dabei ein Handy oder ne Osmo Actioncam zum Einsatz.. Habe meinen Player auf 30fps umgestellt. Aber selbst das hilft nicht. Lediglich in 3D kommt der Streifen so richtig gut rüber. Diese Version ist ganz schnell wieder in der Bucht gelandet.

    • Das sehe ich total anders. HFR macht Kamerabewegungen praktikabel, die in 24fps viel zu desorientierend sind.
      Ich stelle mit gerade vor, was man z. B. mit einer Star Wars Raumschlacht in HFR machen könnte …

    • Ich schließe mich da den anderen beiden Antworten an: Schon in den ersten, ruhigen Szenen hat man gemerkt, es ist irgendwas anders, ohne das wirklich beschreiben zu können. Der Part ist eindeutig Gewohnheit, und eins ist ein unverkennbarer Fakt: Das Auge kann mehr als 24 Bilder pro Sekunde verarbeiten, dementsprechend ist 24 fps unnatürlich für uns, und auch die Aussage „Kinofeeling ist dahin“ belegt im Grunde nur: Gewohnheit!

      In den schnellen Szenen war das dann anders: Während ich bei vielen Filmen nicht unbedingt den großen Mehrwert zur BD sehe – was bei Aktionfilmen dann insbesondere den schnellen Szenen geschuldet ist – waren hier die ganzen Kampfszenen gestochen scharf! Großartig!

      Der Film selbst leider nur Mittelmaß, das stimmt wohl. Aber so schlecht, wie er manchmal geredet wird, ist er auch nicht: Man wurde 90 Minuten gut unterhalten und hat sich nicht gelangweilt! Ist das wirklich so dramatisch? Es muss ja nicht immer Schindlers Liste sein, es darf ja auch ruhig mal zur Entspannung leichte Kost sein, oder nicht???

      • Klar darf es das.
        Ich fand den Film aber auch nicht so flach, wie Viele meinen. Der hat schon eine brauchbare Message über Identität und Ersetzlichkeit.
        Vielleicht hat das ungewohnte HFR auch viele Leute von der Story abgelenkt.
        Ich hoffe jedenfalls, dass das nicht der letzte Film dieser Art ist. James Cameron hat sich anscheinend ja doch gegen eine HFR-Präsentation weiterer Avatar-Filme entschieden. Hoffentlich zieht Andy Serkis seinen Animal Farm Film in HFR durch.

  4. „Dann jedoch änderte er seine Strategie.“
    Nein, eben nicht: Er hat immer diejenige Technik eingesetzt, die die beste Bildqualität liefert, und da war lange Zeit analoger Film den Anfängen des Digitalkinos weit überlegen! Wenn ich mir hier unser Digitialkino aus den 2000ern ansehe, ist das der Grund, warum ich da nicht mehr hin gehe: Zu dunkle Bilder, schlechte Auflösung etc. Da ist jedes Kino mit analogem Film besser, von IMAX 70mm gar nicht zu sprechen! Jetzt mit den 4K Laser-Beamern (IMAX Laser / Dolby Vision), HFR, HDR usw, da sieht die Sache anders aus, und genau darauf hat Ang Lee doch auch nur gewartet, was in meinen Augen nur vernünftig war!

  5. Hab ihn mir erst am Wochenende in 4K@HDR@60 angeguckt.
    Sieht auf einem LG C9, in Kombination mit einem UB820 schon verdammt lecker aus.
    Gerade die Schießerei und Explosionen am Ende sahen extrem gut aus.

    In Sachen Audio kann ich mich auch nicht beklagen. Stimme zwar zu, dass die Höhenlautsprecher etwas mehr Arbeit bekommen hätten können. Habe deswegen auch die Auromatic genutzt. Aber unterm Strich hat der Film auch hier ordentlich abgeliefert. Die Bildqualität war aber natürlich das Highlight.

    • Wird bei mir nur ohne HDR und erweiterten Farbraum ausgegeben….. Hast du am Player irgendwas eingestellt?! Weil ich ja auch einen Panasonic habe….

      • Update! Hab den Fehler gefunden! Hatte den Farbraum nicht mehr Automatisch zu stehen! Jetzt funktioniert alles mit 60 Hz, HDR und erweiterten Farbraum!

        • Ich habe dasselbe Problem, aber bei Billy Lynn (mit HDR10) statt Gemini Man, mit dem DP-UB824. Ich dachte, der Player wäre überfordert, aber das hätte dann ja bei Gemini Man mit 12-Bit Dolby Vision noch schlimmer sein müssen.
          Wie hast Du das genau gemacht? Den Farbraum auf BT.2020 statt automatisch gestellt oder sowas?

          • Hallo,Le-matya. Hatte den Farbraum aus versehen auf YCBCR4:4:4 eingestellt! Nach dem ich es auf automatisch gestellt hatte, wurde alles ordnungsgemäß ausgegeben!

            • Danke für die Info, Sebastian!
              Aus irgendeinem Grund funktioniert das bei Billy Lynn laut Anzeige auch nicht. Bei Gemini Man ist alles perfekt.
              Na gut, was soll’s? Beide Filme sehen mit meiner Kette (DP-UB824 -> AVR-X4500H -> SK8500LLA) auf jeden Fall phantastisch aus. Das ist das einzige wirklich Wichtige.

            • Hab den Film leider nicht da. Sonst hätte ich dir sagen können ob es bei mir genau so ist…. Muß mal schauen wie teuer der noch ist! Vielleicht bekommst du ja noch ne Info von mir!!!

  6. Hab bei meinen Panasonic mal aus Spaß, 60 Hz aktiviert und die 24 Hz deaktiviert! 4k Blu Ray rein…. Und siehe da! Film wird in, 60 Hz ausgegeben, aber ohne HDR und ohne erweiterten Farbraum! Nur in SDR… Mail an Support mit Bildern geschickt. Antwort war, wir haben es nachgestellt und es ist alles richtig. Die Datenmenge ist zu groß und kann vom Player nicht ausgegeben werden!!!
    Nun frag ich mich wie sich das mit HFR verhält?!
    Hab den Film schon zu liegen, aber noch nicht gesehen…. Werd ich die Tage mal machen um zu sehen ob er auch nur beschnitten ausgegeben wird! Handelt sich um den Panasonic Ub 9004.

  7. Ich bin gespannt, wie der Film „Gemini Man“ in 4K mit HFR aussieht. Werde Ihn mir die Tage zulegen.
    Bei einem Test auf „https://blu-ray-rezensionen.net/gemini-man-4k-uhd-hfr/“ habe ich gelesen, dass wegen HFR und 12Bit etc. teilweise die Wiedergabeketten aussteigen. Gibt es dazu mittlerweile weitere Erkenntnisse? Liegt es eventl. an den (zu schlechten) HDMI Kabeln oder an manchen AV-Receivern?

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