Apple wird über das System tvOS 17 an seinen Apple TV 4K bald die Benutzung von zwei AirPods mit Spatial Audio gleichzeitig ermöglichen.
Derzeit steckt tvOS 17 jedoch noch in der Beta. Generell ist es aber schon jetzt möglich, an einem Apple TV die AirPods-Kopfhörer mit Spatial Audio zu verwenden – aber eben nur an einem Paar Earbuds zurzeit. Das ergibt durchaus Sinn, denn nur selten dürften zwei Personen gemeinsam vor dem Fernseher sitzen und beide Kopfhörer bemühen. Es mag dieses Szenario aber durchaus geben.
Beispielsweise kommt es vielleicht vor, dass eine Person unter Hörschwächen leidet und deswegen lieber Kopfhörer bemüht, der Mitbenutzer aber auch die Nachbarn nicht mit lautem Sound nerven will und deswegen auch einen Kopfhörer vorzieht. Da wäre es dann natürlich hilfreich, gleich zwei AirPods-Paare mit Spatial-Audio einspannen zu können. Der ein oder andere findet es vielleicht sogar schön, den simulierten 3D-Sound zu verwenden, weil eine Dolby-Atmos-Anlage nicht ins Budget passt.
Die Apple AirPods stehen hoch in der Gunst der Mobile-Nutzer
Funktionieren soll das Spielchen ab tvOS 17 nicht nur mit kompatiblen AirPods mit Spatial Audio, sondern auch mit entsprechenden Beats-Kopfhörern. Aktuell könnt ihr am Apple TV 4K im Übrigen auch gleichzeitig zwei Paar Kopfhörer nutzen – das zweite Set kann dann aber nur Stereo-Klang nutzen, sodass ein User immer das Nachsehen hat.
Lohnt sich Spatial Audio überhaupt?
Ob Spatial Audio echte Mehrwerte bietet, darüber streiten sich die Nutzer im Übrigen gerne. Wir selbst finden den Effekt „ganz nett“, aber nicht herausragend oder mit „echtem“ 3D-Sound vergleichbar. Zumal es im Übrigen bei der parallelen Nutzung zweier Modelle mit Spatial Audio an den Apple TV unter tvOS 17 weiterhin einen Nachteil geben wird: Headtracking funktioniert dann nicht mehr.
Der Ton wird also nicht mehr dynamisch an die Kopfposition bzw. Kopfbewegungen angepasst.
Es gibt eine neue Allianz zwischen den Unternehmen Pixar, Apple, NVIDIA, Adobe und Autodesk, mit Fokus auf 3D-Produktionen. Die Alliance for OpenUSD (AOUSD) möchte die Standardisierung von Pixars 3D-Produktionsplattform weiter vorantreiben.
In der Welt der digitalen Medien gibt es einen neuen Zusammenschluss großer Technik-Unternehmen. Von der Allianz zwischen Pixar, Apple, NVIDIA, Adobe und Autodesk versprechen sich die Partner eine einzigartige Kooperation zur Erschaffung atemberaubender 3D-Inhalte sowie eine beispiellose Verschmelzung von Technologie und Kreativität. Die Allianz versucht vorrangig Abläufe bei der Produktion von 3D-Inhalten zu vereinfachen und zu optimieren.
Hintergründe und Ziele der 3D-Allianz
Die Zusammenführung der herausragenden Fähigkeiten und Ressourcen in den Bereichen Animation, Computergrafik, Softwareentwicklung und Hardware hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir 3D-Inhalte erstellen, wahrnehmen und konsumieren, grundlegend zu verändern. Das gemeinsame Ziel dieser Unternehmen ist es, die Grenzen der Kreativität zu erweitern und innovative Lösungen zu schaffen, die den Nutzer in eine faszinierende digitale Welt eintauchen lassen. Womöglich könnte ein standardisiertes Ökosystem dazu führen, dass 3D-Filme auch bei Privatanwendern wieder an Beliebtheit gewinnen. Vor allem mit dem Start neuer VR-Brillen.
Revolutionäre Technologien und Innovationen
Pixar dürfte von einem konsolidierten 3D-Standard sicherlich profitieren.
Die 3D-Allianz bringt dafür fortschrittlichsten Technologien und Innovationen zusammen: Die leistungsfähigen Grafikprozessoren von NVIDIA ermöglichen es den Künstlern, realistische und beeindruckende visuelle Effekte zu erzeugen. Gleichzeitig bietet die Software von Adobe und Autodesk eine nahtlose Integration und erweiterte Möglichkeiten zur Erstellung und Bearbeitung von 3D-Inhalten. Die Synergie zwischen diesen Technologien eröffnet vollkommen neue kreative Horizonte und schafft einzigartige Erlebnisse für das Publikum.
Anwendungsbereiche und Potenzial
Die Auswirkungen der 3D-Allianz werden in verschiedenen Bereichen spürbar sein. In der Filmindustrie können beispielsweise animierte Filme von einer bisher nie dagewesenen Realitätsnähe und visuellen Pracht profitieren. Videospiele können dank der fortschrittlichen Grafiktechnologie und der nahtlosen Interaktion mit den Benutzern ein völlig neues Niveau erreichen. Darüber hinaus eröffnen sich in den Bereichen Architektur, Design, Medizin und Ausbildung bahnbrechende Anwendungsmöglichkeiten für 3D-Inhalte.
Die Bedeutung von Kreativität und Zusammenarbeit
Trotz der leistungsstarken Technologien ist es wichtig zu betonen, dass die Kreativität und Zusammenarbeit der Schlüssel zu einem erfolgreichen 3D-Markt sind. Die 3D-Allianz schafft eine Plattform, auf der talentierte Künstler und Entwickler aus verschiedenen Disziplinen ihre Fähigkeiten bündeln können, um gemeinsam außergewöhnliche Werke zu schaffen.
Barbie knackt eine der größten Marken im Entertainment-Business. Bereits über eine Milliarde US-Dollar hat die Realverfilmung mit Margot Robbie und Ryan Gosling international eingespielt.
Wenn euch jemand vor vier Wochen gefragt hätte, welcher Film wird die 1 Milliarde US-Dollar-Marke an den Kinokassen knacken – „Mission: Impossible – Dead Reckoning Teil 1“ oder „Barbie“, hätte doch niemand auf die Realverfilmung der bekannten Spielzeugmarke gesetzt – oder? Doch das ist womöglich gerade das Schöne am Kino, man wird immer wieder überrascht. Während Tom Cruise im letzten Jahr mit „Top Gun 2: Maverick“ die Kinolandschaft rettete, sieht es fast so aus, als wären in diesem Jahr die „Frauen“ ganz weit vorne mit dabei. Denn Barbie hat nicht nur ein Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar (weltweit) eingefahren, sondern stellt damit auch noch einen neuen Kinorekord auf.
Denn bislang gab es keinen Kinofilm von einer Regisseurin, die die Marke von einer Milliarde US-Dollar geschafft hat. Greta Gerwig, die hinter der Kamera stand, ist also nicht nur alleinige Rekordhalterin für den erfolgreichsten Film mit einer weiblichen Regie, sondern darf sich auch als Mitglied eines sehr exklusiven Clubs zählen. Bis dato gelang nur 50 Filmen die Marke von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zu überschreiten. In diesem Jahr konnte nur „The Super Mario Bros. Movie“ diese Marke durchbrechen. Im vergangenen Jahr waren es „Avatar: The Way of Water“ (2.3 Mrd $US), „Top Gun 2: Maverick“ (1.5 Mrd $US) und „Jurassic World: Dominion“ (1 Mrd $US).
Cleverer Mix aus Comedy und Feminismus
Das Erfolgsrezept hinter dem Barbie-Film liegt übrigens nicht nur in der Bekanntheit der Marke, sondern vor allem in der doch überraschenden Auslegung des Inhalts. Denn der Film ist wohl sehr weit entfernt von einer stumpfen Beweihräucherung der Marke. Die Auswahl der Schauspieler, die cleveren Gags (die auch ältere Semester abholen dürften) und der gewollte feministische Unterton machen diesen Film zu etwas ganz Besonderem. Übrigens, der Autor dieses Beitrags hat den Film noch nicht im Kino gesehen, hat dies aber schon seit Wochen geplant (aber noch keinen passenden Termin gefunden).
Zum Wochenende hat iTunes ein schönes Upgrade an seiner 4K-Filmdatenbank vorgenommen. Neue Titel und Klassiker wie „MEG 2“, „Ferris macht blau“, „Kick-Ass 2“ oder „Halloween 6“ warten auf eure Bestellung.
Auf Apple iTunes gibt es wieder neuen Content für 4K-Fans. Die Bibliothek an Filmtiteln in Ultra HD Auflösung wird stetig erweitert und auch ältere Titel, die bislang nur in HD-Qualität zur Verfügung standen, werden oft mit einem hochwertigen 4K-Upgrade (bei iTunes übrigens kostenlos) versehen. In dieser Woche liefert uns das Streamingportal den perfekten Mix aus Neuheiten, Vorbestellern und Klassikern. Zu den neuen Filmen zählt unter anderem „MEG 2“ (unbekannter Termin), „Lockdown Tower“ (17.08.), „Mafia Mamma“ (17.08.) oder „The Retaliators: Auge um Auge“ (07.09.).
Neu und bereits bestellbar ist dagegen „Monster High: Der Film“ und „As Good As Dead“. Abgerundet werden die Neuzugänge durch folgende Klassiker und Youngtimer: „Ferris macht blau“, „Kick-Ass 2“, „Halloween 6: Der Fluch des Michael Myers“ und „Die Auferstehung des Colonel Chabert“ mit Gerard Depardieu. Auf „Ferris macht blau“ warten sicherlich schon mehrere Nutzer. Doch mein persönlicher Liebling ist sicherlich „Kick-Ass 2“, vor allem, weil es der Film bis dato noch nicht auf die 4K UHD Blu-ray geschafft hat (in anderen Märkten bereits seit Längerem auf 4K Disc angekündigt).
Zusätzlich haben wir euch noch die Neuheiten der letzten Tage und Wochen in die Tabelle gepackt. Viel Spaß beim Stöbern!
Aktuelle 4K Film-Neuheiten auf iTunes:
Bleib auf dem Laufenden
Wenn ihr euch für 4K Ultra HD Filme in der iTunes Filmdatenbank interessiert und immer auf dem neusten Stand bleiben wollt, empfehlen wir euch auch unser iTunes Neuheiten-Special. Und wer sich eine digitale Filmsammlung mit günstigen 4K-Titeln aufbauen möchte, muss einfach unsere Auflistung günstiger Filme ab 3.99 Euro auf iTunes / Apple TV besuchen. Zuletzt habt ihr noch die Möglichkeit, unseren speziellen (und kostenlosen) iTunes Newsletter zu abonnieren. Hier informieren wir dich immer über die Neuzugänge in 4K-Qualität, günstige Film-Bundles, reduzierte Einzeltitel und Vorbesteller-Neuheiten:
Die Sony PlayStation 5 gibt es schon als Digital Edition. Eine derartige Version sei angeblich jetzt auch von der Xbox Series X geplant.
So bietet Microsoft ja bereits mit der Xbox Series S eine Konsole an, der das optische Laufwerk des großen Bruders fehlt. Zusätzlich ist aber auch die Leistung jener Konsole deutlich geringer. Das spiegelt sich aber auch im Verkaufspreis wider. Mit einer Xbox Series X als Digital Edition könnte man nun die Gamer versorgen, welche die potentere Xbox-Konsole bevorzugen, aber gerne auf Disc-Unterstützung verzichten mögen.
In diesem Atemzug wäre es da natürlich auch möglich, dass Microsoft direkt auch das Design der Konsole generalüberholt. Denkbar wäre der Verbau von mehr Speicherplatz – vielleicht 2 TByte. Obendrein könnte man das Gehäuse verkleinern und eine Art Slim-Variante präsentieren. Aktuell sind das aber nur Spekulationen.
Die neue Xbox Series S in Carbon Black.
Am 10. September 2023 schickt Microsoft dem zunächst eine neue Variante der Xbox Serie S voraus – in der Farbe Carbon Black und mit 1 TByte. Kosten soll jenes Modell 349 Euro. Wir können das Streichen des Disc-Laufwerks aus Kundensicht aber nur ablehnen.
Xbox: Spiele auf Disc sorgen für mehr Preisdruck
Denn solange Games auch auf Disc erscheinen, gibt es deutlich mehr Preisdruck. Da die Einzelhändler miteinander konkurrieren, liefern sie sich oft einen gewissen Preiskampf. In aller Regel bekommt man daher gerade Triple-A-Spiele im Handel deutlich günstige als in den digitalen Stores von Sony und Microsoft. Dazu gesellt sich der Markt für gebrauchte Spiele.
Wir würden es daher bedauern, sollten die Spiele auf Disc irgendwann komplett entfallen. Klar ist aber, dass sich der Markt in diese Richtung bewegt. Im PC-Segment ist diese Praxis längst Standard. Da dort mehrere Marktplätze wie Steam, der Epic Games Store oder GOG.com miteinander konkurrieren, gibt es aber andere Verhältnisse als bei den Konsolen.
In rund einem Monat startet mit der IFA 2023 eine der bedeutensten Technik-Messen der Welt. Grund genug für uns einen weiten Rückblick zu wagen. Was war vor 10 Jahren auf der IFA so angesagt?
Unser allererster IFA-Besuch war einfach mega aufregend! Schon Monate zuvor hatten wir über die neuesten Technik-Trends und Entwicklungen berichtet, aber jetzt hatten wir endlich die Chance, all das selbst zu testen und hautnah zu erleben. Hach, was für ein Spektakel! In diesem aufregenden Rückblick aus dem Jahr 2013 möchten wir euch in die Welt der OOOHs und AAAHs der Messe entführen. Für Kunden und Hersteller war dieses Jahr ein wahrer Meilenstein, denn der Ultra HD Standard gewann langsam aber sicher an Fahrt. Wir fühlten uns wie in einem Technik-Wunderland, in dem sich die TV-Geräte scheinbar neu erfunden hatten!
Aber Moment mal, das war noch nicht alles! Für die Hersteller war es anscheinend besonders wichtig, sich selbst mit Titeln und Awards zu überhäufen. Wir staunten nicht schlecht, als wir den „größten LCD TV der Welt“ bewunderten oder uns vor dem „ersten gebogenen OLED TV der Welt“ verneigten. Da konnte man sich doch nur wie ein Kind im Süßigkeitenladen fühlen! Und jetzt, schnappt euch die Lesebrille und lasst euch von den technischen Wundern und verrückten Innovationen verzaubern, die wir euch in diesem „kompakten“ Rückblick präsentieren. Viel Spaß beim Staunen, Schmunzeln und Erinnern!
Panasonics UHD Tablet & OLED Debüt
Das 20 Zoll 4K Tablet von Panasonic war ein Novum. Leider war das Gerät aufgrund der Größe und Gewichts doch etwas unpraktisch
Wisst ihr noch, damals in 2013, als die Tablet-Welt kopfstehen sollte? Panasonic und Intel hatten ein Ass im Ärmel und zauberten das erste 4K Tablet „UT-MB5“ aus dem Hut! Tablets waren schon der Knaller, aber eine Weiterentwicklung in Richtung Ultra HD? Na klar, das war der nächste logische Schritt! Dieses High-Tech Wunderding hatte ein 20 Zoll IPS Panel mit stolzen 3.840 x 2.560 Bildpunkten, verteilt auf 230ppi – und das alles in einem schicken 15:10 Format. Oh la la, das bedeutete ein gestochen scharfes und blickwinkelstabiles Bild! Da konnte man schon mal vor Staunen die Kinnlade runterklappen!
Und als wäre das noch nicht genug, lief das Gerät auch noch mit Windows 8.1! Ja, damals war das der heiße Scheiß! Aber hey, in 4K-Auflösung? Wow! Allerdings gab’s auch ein paar Herausforderungen, die zu meistern waren – die Skalierung von kleineren Objekten und Schaltflächen stellte uns vor eine knifflige Aufgabe. Aber hey, mittlerweile können sich nur noch die wenigsten an diese Hürden erinnern und Skalierungen auf Windows stellen heute sicherlich keine Probleme mehr dar.
Die Anschlüsse waren an der Seite des Tablets angebracht. Die Carbon Optik auf der Rückseite verlieh dem Tablet einen futuristischen Look
Im inneren schlummerte zudem eine Nvidia Geforce 545M, 4/8 GB DDR3 Ram und eine SSD Festplatte mit 128 oder 256 GB. Mittels USB 3.0 Port, SDXC Kartenleser, Wifi, Bluetooth 4.0 und einer Frontkamera war das Gerät bereit die Arbeitsaufgaben der Zukunft zu lösen. Das Gerät war aber einfach zu unpraktisch was Größe und Gewicht angeht und so gab es danach keine vergleichbaren Geräte mehr zu sehen. Arbeitstiere blieben dann doch leiber bei den kleineren Tablet-Varianten oder platzsparenden Ultrabooks.
Panasonics 4K & OLED Fernseher
Am Halleneingang wurde eindrucksvoll der erste 4K Fernseher von Panasonic präsentiert
Oh, das waren noch Zeiten, als Panasonic seinen grandiosen 4K TV TX-L65WT600 auf die Bühne brachte! Mit stolzen 65 Zoll (165 cm) war er ein wahres Prachtstück und ließ die Herzen der Technikliebhaber höher schlagen. Was den TX-L65WT600 so besonders machte, war, dass Panasonic mal wieder mit einzigartigen Features die Konkurrenz hinter sich ließ. Dieses Schätzchen hatte nämlich als einer der wenigen TV-Modelle einen Displayport – ein echtes Highlight! Dadurch wurden geringe Latenzzeiten ermöglicht, was vor allem PC-Gamer in Verzückung versetzte. Denn wer liebt es nicht, seine Spiele ohne lästiges Ruckeln und Verzögerungen zu genießen?
Aber das war noch längst nicht alles! Panasonic dachte auch an die Streaming-Fans und integrierte einen Web-Player in den TX-L65WT600. Damit konnte man 4K-Inhalte direkt über das Internet streamen – ein wahrer Genuss für die Augen! Kein lästiges Warten mehr, einfach zurücklehnen und das gestochen scharfe Bild in voller Pracht genießen.
Der Displayport lieferte einen geringen Input-Lag, was Gamern bei Spielen wie Rennsimulationen zugute kam!
Die weitere Ausstattung des TX-L65WT600 war auch nicht zu verachten. Ein Twin-Triple-HD-Tuner (noch nicht UHD-fähig) und eine 2.000hz Zwischenbildberechnung lieferten ein detailreiches Bild, bei TV-Übertragungen und über HDMI/Displayport zugespielten Inhalten. Natürlich gab es am Stand von Panasonic auch einen Blick in die Zukunft. Damals waren die großen TV-Hersteller noch alle mit dabei im „OLED-Rennen“. Jeder hatte versucht seine OLED-Displays bestmöglich zu präsentieren – so auch Panasonic. Die Industrie wusste jedoch von den hohen Ausfallraten und den extrem hohen Produktionskosten (Aufgrund eines hohen Ausschusses). Am Ende setzte nur LG Electronics weiter auf OLED. OLED Fernseher von Panasonic gab es erste Jahre später mit Displays von LG.
4K OLED Prototypen aus der eigenen Produktion von Panasonic
Samsung hat den größten – Ultra HD TV
Der 110 Zoll 4K Fernseher von Samsung (S9) war ein echter Riese
Auf der IFA und CES lässt man gerne einmal die Muskeln spielen. 2013 und in den Jahren danach konnte man die Rivalität zwischen Samsung und LG förmlich schmecken. Es ging immer darum den Mitbewerber zu übertrumpfen und die Publicity auf sich zu lenken. Das gelang Samsung mit seinem 110 Zoll 4K Fernseher der S9-Serie ganz gut. Das Display war in einem Rahmen untergebracht und lies sich auch neigen. Das „Tafel-Design“ konnte man auch bei den 85 und 98 Zoll-Varianten wiederfinden.
Ein Ausflug ins OLED-Geschäft
Samsung brachte mit dem S9C einen curved Full-HD OLED auf den Markt, wohl aber nur in homöopathischen Stückzahlen
Auch Samsung entwickelte und forschte ebenfalls im Bereich der OLED-Technologie. Die eigene Display-Produktion brachte ein gebogenes 55 Zoll Full-HD Display hervor, welches im S9C verbaut wurde. Es gab auch Vorbestellungen für den „TV der Zukunft“. Leider konnte Samsung der Nachfrage nicht ganz nachkommen. Der Grund lag wohl, wie bei vielen anderen Hersteller, bei den hohen Ausfallraten in der Produktion. Das von 10 Displays 8-9 Stück Fehler aufwiesen, war wohl keine Seltenheit. Das war auch der Grund, wieso Samsung nach diesem Feldversuch vorerst aus dem OLED-TV-Geschäft ausstieg und sich weiter auf LCD konzentrierte.
Die Geburt der One Connect Box
Das Evolution Kit von Samsung mit der One Connect Box sollte Käufer über Jahre hinweg mit zukünftigen Standards und Features versorgen
Ein Rückblick in das Jahr 2013 zeigt uns ein bahnbrechendes Highlight der Samsung Präsentation – das Evolution Kit! Dieses kleine Wunderwerk wurde speziell für UHD-Fernseher aus der One Connect Box entwickelt und beeindruckte mit seiner cleveren Auslagerung der Anschlüsse und Prozessoren in eine externe Box. Nicht nur kundenfreundlich, sondern auch äußerst praktisch gestaltete sich die Verbindung mit externen Geräten auf einmal ganz simpel.
Samsung versprach den Kunden mit diesem Evolution Kit, ihre UHD-Fernseher auf den neuesten Stand zu halten, zumindest soweit es von der Display-Hardware unterstützt wurde. Doch nach dem SEK-3500 Evolution Kit war leider erstmal Schluss, und es gab lange Zeit keine Möglichkeit, ältere TV-Geräte auf den neuesten Stand zu bringen. Erst im Herbst 2018, anscheinend nach einem Rechtsstreit in den USA, folgte das SEK-4500 Evolution Kit, welches den alten Modellen den aktuellen SmartHub, SmartThings und aktuelle Apps brachte. Ein wahrer Lichtblick für alle Besitzer älterer Modelle!
Doch für Samsung erwies sich dieses Geschäftsmodell nicht immer als optimal. Kunden freuten sich über die Möglichkeit, für kleines Geld die neuesten Features zu erhalten, anstatt sich gleich einen komplett neuen Fernseher anschaffen zu müssen. Das führte allerdings dazu, dass es für das Unternehmen nicht immer das gewinnbringendste Unterfangen war. Dennoch bewies Samsung Weitblick, denn zumindest blieb die Option bestehen, Fehler oder versprochene Features in Zukunft nachzureichen. Ein aktuelles Beispiel dafür zeigt sich in der Q900 8K TV Serie, bei der Samsung seinen Kunden auch weiterhin Qualität und Innovation bieten möchte.
Insgesamt bleibt das Evolution Kit eine spannende Episode in der Geschichte von Samsung, in der die Firma sich stetig bemüht, ihren Kunden die bestmögliche Technologieerfahrung zu bieten. Wir dürfen gespannt sein, welche Zukunftsentwicklungen uns in der Welt der Fernseher und Unterhaltungselektronik noch erwarten!
LG präsentiert sich als OLED-Vorreiter
LG kann auch „Groß“ – Der gebogene 77 Zoll 4K OLED war damals ein echter Hingucker
Bereits auf der IFA 2013 konnte man ganz genau erkennen, dass LG Electronics der Konkurrenz im OLED-Segment weit voraus war. Die Geräte sahen einfach „fertig“ aus und hatten weniger den Anschein, als würde es sich um einen Prototypen handeln. Auch die Auswahl der Größen und Funktionen überschattete die Mitbewerber. Das WOW der Messe war sicherlich der erste 77 Zoll 4K OLED TV mit einem gebogenen/curved Display. Die Abbildungen waren kontrast- und detailreich und auch die Farbdarstellung war überzeugend. Viele sahen in OLED DIE TV-Technologie der Zukunft, was sich in den Tests der darauf folgenden Jahre mehrmals bestätigen sollte. Die selbstleuchtenden Pixel hatten der LCD-Technik einiges voraus.
Curved 3D OLED TV von LG
Die 3D Darstellung auf den gebogenen 4K OLED TVs war großartig!
Wir können uns noch gut daran erinnern, als wir das erste mal eine 3D-Sequenz auf einem OLED TV bestaunen durften. Durch die schnellen Reaktionszeiten der OLED-Pixel, traten keine Ghosting-Effekte auf und dem Zuschauer bot sich eine bis dato unterreichte Qualität bei der 3D-Darstellung. Zudem setzte LG Electronics als einzige auf die passive Polifilter-Technik. Das halbierte die maximale Auflösung von 3D-filmen auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte, was jedoch kein Problem war, da die 3D Blu-ray eh keine höhere Auflösung bot. Wir haben selbst noch einen 3D OLED TV der C6 Serie (2016) bei uns in der Redaktion stehen, der auch immer wieder für den ein oder anderen 3D-Streifen zum Einsatz kommt.
4K Fernsehübertragungen via Antenne
LG hatte seine Geräte bereits mit einem HEVC-Decoder ausgestattet – Voraussetzung für TV-Übertragungen in Ultra HD
Heute schalten wir durch die 4K-Kanäle als wären sie schon immer da gewesen. 2013 steckte die Übertragungstechnologie für UHD noch in den Kinderschuhen. LG Electronics präsentierte seine TV-Geräte bereits mit integriertem HEVC-Dekoder, der Voraussetzung für das hochauflösende TV-Programm der Zukunft. LG ging jedoch davon aus, dass die Fernsehübertragungen über den DVB-T2 HD Standard, also via Antenne in die Haushalte gelangt. Die Verteilung von 4K-Signalen wird heute hauptsächlich über Satellit realisiert. Der DVB-T2 Standard wäre theoretisch in der Lage, UHD-Signale zu verarbeiten, die Sendeanstalten haben sich bislang aber auf die 720p und 1080p Auflösung versteift.
Sony setzt auf Streaming
Sonys KD-84X9005 war nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Hinhörer
Beginnen wir mit den damaligen Highlights auf dem Sony Stand. Die 84 Zoll Variante KD-84×9005 war in vieler Hinsicht etwas Besonderes. Die reine Größe und das farbenfrohe Triluminos Display waren auf jeden Fall beeindrucken. Die Performance wurde nur durch EDGE LED Backlight getrübt, dass im Vergleich zu direkter LED-Hintergrundbeleuchtung natürlich keine so kräftigen Kontraste und dunkle Schwarzwerte hervorbrachte. Nicht umsonst war das gewählte Demomaterial sehr hell und bunt. Kontrovers wurden immer die seitlich angebrachten Lautsprecher diskutiert. „Der Fernseher hat Ohren“ konnte man des Öfteren lesen. Ob die Lautsprecher gefallen, ist natürlich Geschmackssache. Auf jeden Fall machen die nach vorne gewandten Treiber mehr Sinn, als die oft gewählte Down-Firing Variante.
Weltweit erster 4K-Streaming-Player
Sony präsentierte mit dem FMP-X1 den ersten 4K Streaming Player der Welt
Sony spiele bei der Einführung der Blu-ray (und dem Sieg über die HD-DVD) eine entscheidende Rolle. Die Playstation 3 mit ihrem integriertem Blu-ray-Laufwerk hat das Format nach Vorne gebracht. Umso verwunderlicher war es, dass Sony beim Ultra HD Format einen anderen Weg gehen wollte. Auch wenn die 4K Blu-ray noch nicht auf den Weg gebracht wurde, so hat es sich doch früh herauskristalisiert, dass dem Unternehmen der digitale Vertrieb über das Internet weitaus lieber ist. Mit dem FMP-X1 4K Streaming Player wollte Sony dem Kunden Filme in native 4K Qualität ins eigene Zuhause bringen. Die Auswahl beschränkte sich dabei auf das Filmangebot von Sony Pictures. Heute wissen wir, dass das Unternehmen keinen großen Erfolg mit seinem Video Unlimited 4K Service hatte. Der Dienst wurde bereits eingestellt. Den „Vertrieb“ von Sonys digitalem 4K Portfolio haben mitterweile große Player wie Amazon Prime Video oder Apple iTunes übernommen.
Sonys 4K Streaming Plattform Video Unlimited 4K wurde bereits eingestellt
„Weltweit erster und größter OLED TV“
Wie üblich gab es auf dem Sony-Stand auf der IFA 2013 auch noch etwas Zukunftsmusik zu bestaunen. Erwähnenswert wäre noch der „Weltweit erste und größte 4K OLED TV“. Das Modell mit 56 Zoll hat eine Auflösung von 3.860 x 2.160 Bildpunkten, also reguläres Ultra HD. Aber wartet einmal – hatte LG nicht bereits einen 77 Zoll 4K OLED präsentiert? Bei den „Awards“ die sich die Hersteller selbst gaben, musste man immer ganz genau zwischen den Zeilen lesen. Es könnte nämlich gut sein, dass es sich hier wirklich um den ERSTEN OLED TV handelte. Den Prototyp hat Sony aber dann sicherlich schon 1-2 Jahre auf den Messen präsentiert.
Alle Hersteller waren groß darin sich eigene „Awards“ zu verleihen, auch wenn es im Fall dieses „weltweit erstem und größtem 4K OLED TV“ nicht zutrifft
Wo Sony präsentiert ist die Spieleplattform Playstation nicht weit. Schon früh promotete Sony die Symbiose zwischen TV-Geräten und Spielekonsole. Selbst der Playstation 3 lies sich ein Nutzungsszenario für die 4K Fernseher entlocken. So gab es auf der IFA 2013 einen 4K Art Gallery Modus zu bestaunen. Die detailreichen Gemälde wurden als Standbild gezeigt. Aufgrund der Limitierung der HDMI-Schnittstelle, waren bewegte Bilder in 4K noch nicht möglich.
Playstation 3 im 4K Art Gallery Modus
Philips holt sich beliebte EISA Awards
Schon damals holte sich Philips (TP Vision) jählich seine EISA-Awards ab. Hier mit dem 65PFL9708
Alle Augen sind auf Philips gerichtet. Zumindest die der Fans. Denn erst in den Jahren zuvor, hatte Philips die TV-Sparte ausgegliedert und zum größten Teil in einem Joint Venture an TP-Vision (70%) übergeben. Was bleibt von der Ingenieurskunst und Qualität von Philips erhalten? Das war die Frage, die alle beschäftigt hat. Für die Jury der EISA waren die TV-Geräte wohl immer noch gut genug, damit sie sich den Preis für den Besten Ultra HD TV 2013-2014 sichern konnten. Der Philips 65PFL9708 nahm den begehrten Preis mit nach Hause.
Sehr cool fanden wir damals den Philips DesignLine TV (55PDL8908s)
Innovation und Design wurden bei Philips (TP Vision) von Anfang an groß geschrieben. So versuchte das Unternehmen immer neue Konzepte und Designs für seine Fernseher zu erforschen. Der Philips Designline TV ist ein „ultraflacher“ LCD-LED-TV, dessen Bild mit der darunter angebrachten Glasplatte „verschmilzt“. Die Glasplatte dient dabei auch als Standfuß, der TV wird nämlich einfach an die Wand gelehnt. Das dreiseitige Ambilight setzt das Modell gewohnt eindrucksvoll in Szene. Es sollte jedoch bei diesem einmaligen „Feldversuch“ bleiben.
Fußball in Ultra HD
Viele Pixel verlangten nach neuen TV-Konzepten – oder doch nicht?
Soll der Ultra HD Standard ein Erfolg werden, musste man auch die beliebtesten Formate in für UHD startklar machen. Das Techwatch Forum beschäftigte sich 2013 mit der Frage, was mit den ganzen neuen Pixeln realisiert werden kann? Die vierfache Full-HD Auflösung gibt den Sendeanstalten viele neue Möglichkeiten. So beschäftigte sich unter anderem Pay-TV-Anbieter Sky wie man die Bundesliga in Zukunft präsentieren könnte. Ein Konzept sah z.B. die Kombination des normalen Live-Feeds plus Gesamtüberblick über das Spielfeld sowie eine „Emotional Cam“ vor. Letztere sollte z.B. die Fußballfans einfangen. Am Ende hat die die reguläre, moderierte Live-Übertragung durchgesetzt. Da man sich eh nur auf ein Bild konzentrieren könnte, wäre so eine Splitscreen-Variante auch sicherlich nicht gut angekommen.
Aufgenommene Live Musik auf einem 4K Fernseher von Sony
Das Techwatch Forum hatte auch für Live-Konzerte ein „Multi-View-Konzept“ erstellt. Alle Bandmitglieder wären so zu jeder Zeit sichtbar. Auch dieses Konzept konnte sich nicht durchsetzen. Auch im Bereich Musik setzten sich klassische Schnitt- und Kamerawechsel durch. Der Zuschauer kann diesen viel besser folgen und bekommt die Inhalte spannend inszeniert.
Eutelsat UHD Übertragung via Satellit
Wenn wir schon bei Zukunftsmusik sind, dann dürfen wir nicht die erste UHD-Satellitenübertragung von Eutelsat auf der IFA 2013 vergessen. Das Transpondersignal wurde live übertragen und mit einer Prototypen-Set-Top-Box empfangen. Die Weitergabe an einen 4K Fernseher via HDMI war da natürlich ein Leichtes.
Der letzte große Auftritt von Toshiba
Der Stand von Toshiba auf der IFA 2013 war eindrucksvoll gestaltet
Die IFA 2013 war das letzte Jahr in dem Toshiba die TV-Sparte unter eigener Führung vorgestellt hat. Im Jahr darauf hat sich der Traditionshersteller vom TV-Geschäft getrennt. Toshiba war einige Zeit von der Bildfläche verschwunden. Erst 2016 wird sich Vetel der Marke annehmen und unter dem bekannten Brand seine TV-Geräte verkaufen. Dabei hat 2013 alles noch so klasse ausgesehen.
Toshiba präsentierte mit der M9/L9 Serie UHD Fernseher inkl. 3D Wiedergabe
Natürlich präsentierte auch Toshiba seine eigenen 4K Fernseher auf der Messe. Die M9/L9 Serie setzte auf ein 4K UHD Display und ermöglichte sogar die Wiedergabe von 3D Filmen (aktiver Shutter Brille). Zudem versuchte das Unternehmen so viele Unternehmen wie möglich in seine Smart TV Oberfläche einzubinden. Intelligent, also Smart, waren damals nämlich die wenigsten Fernseher. Viele stellen lediglich die audiovisuellen Inhalte dar, die über die Anschlüsse am TV ankamen. Toshiba schien hier bereits einen Schritt weiter zu sein.
Der Blu-ray Player BDX6400KE mit 4K Upscaling schaffte es leider nicht mehr in den Handel
Fast schon spannender als die TV-Geräte war der Blu-ray Player BDX6400KE mit 4K Upscaling. Damals gab es einfach noch keine UHD-Discs und so lagen die meisten Inhalte nicht in nativer 4K Auflösung vor. Der Player versprach 4K UHD Upscaling von Blu-rays mit einem entsprechenden Qualitätsgewinn. Das war damals eine große Sache und versetzte auch uns in Aufregung. Leider hat es das Modell nicht mehr in den Handel geschafft, nachdem Toshiba seine TV/Player Sparte im Jahr darauf eingestampft hat.
Seiki drückt die Preise!
Seiki präsentierte ein breites 4K Lineup auf der IFA 2013
Seiki wer? Keine Angst, ihr habt nichts verpasst! 2012 bis 2014 war Seiki in der 4K Welt in aller Munde (und in vielen Blogs). Seiki ist eine Tochtergesellschaft der chinesischen Tsinghua Tongfang Company. Das besondere an den TV-Geräten von Seiki war eigentlich nur einer – der Preis. Das Unternehmen unterbot mit seinen TV-Geräten die Preise der großen Hersteller. Nicht nur in den USA, auch in europäischen Ländern. Fast monatlich stellt Seiki neue „Tiefpreis-Rekorde“ auf. Im Juni 2013 gab es z.B. erstmals einen 50 Zoll 4K TV für unter 1.000 US-Dollar. Der Renner war jedoch der 39 Zoll 4K TV, den es via Import für um die 300 US-Dollar gab.
Die 4K Fernseher von Seiki waren in puncto Preis/Leistung ungeschlagen
In den darauffolgenden Jahren wird Seiki noch mit einigen TV-Anküdigungen, 4K UHD Monitoren und sogar einem 4K UHD Upscaling HDMI-Kabel in Erscheinung treten. Jetzt kennen nur noch die wenigsten den Brand aus China. Verkauft werden die Fernseher meist unter anderen Markenbezeichnungen z.B. Orion im Einzelhandel. Schlagzeilen machte das Unternehmen in den letzten Jahren keine mehr.
Die Autoren- und Schauspieler-Streiks fordern auch bei den Streaming-Anbietern ihren Tribut. So muss etwa Netflix sechs Filme auf das Jahr 2024 verschieben.
Damit ist man in guter Gesellschaft: Auch Studios wie Disney hatten bereits zahlreiche Titel verschieben müssen, weil etwa die Dreharbeiten auf Eis liegen oder gar nicht erst begonnen werden konnten. Warner soll derzeit zudem abwägen, etwa „Dune: Part Two“ auf 2024 zu verschieben. Hier könnte mit Pech bald eine offizielle Mitteilung eintrudeln.
Doch zurück zu Netflix, denn dort ist man bereits einen Schritt weiter. Sechs Filme, die eigentlich für 2023 angekündigt worden waren, sollen nun erst 2024 anlaufen. Offiziell nennt man dafür zwar keine konkreteren Gründe, es ist aber stark anzunehmen, dass dies mit den Streiks der Autoren und eben der Schauspieler zusammenhängen dürfte.
Es ist auch möglich, dass Netflix einige der Produktionen auf 2024 verlegt, weil man damit rechnet, dass es ansonsten im nächsten Jahr zu einer Flaute kommen könnte. So werden sich die Streiks erst einige Monate in mangelndem Nachschub zeigen. Da ergibt es Sinn, rechtzeitig die Roadmap etwas aufzulockern und die bereits (fast) fertiggestellten Titel großzügiger zu verteilen.
Diese Filme hat Netflix auf 2024 verschoben
Zum einen verschiebt Netflix den Film „Players“, eine romantische Komödie mit Tom Ellis („Lucifer“). Dieser Film sollte eigentlich im Herbst 2023 anlaufen. Auch eine weitere Rom-Com dieser Art, nämlich „A Family Affair“, startet statt im November 2023 jetzt erst im nächsten Jahr. Hier zählen Nicole Kidman und Zac Efron zu den Darstellern. Recht kurzfristig wirkt die Verschiebung von „Lift“ mit Kevin Hart. Eigentlich sollte dieser Film nämlich in diesem Monat bei Netflix starten. Jetzt hat es die Action-Komödie auf den 12. Januar 2024 verschlagen.
„Spaceman“ mit Adam Sandler wird ebenfalls erst 2024 anlaufen. Hier verkörpert der Darsteller den ersten Astronauten der Tschechischen Republik. Auch „Shirley“ erzählt wiederum die Geschichte der ersten schwarzen Kongressabgeordneten der USA – Shirley Chisholm. Hier munkelt man, Testscreenings seien schlecht gelaufen, weswegen man nacharbeitet.
Fehlt noch „Damsel“, der mit Millie Bobby Brown aus „Stranger Things“ besetzt ist. Eigentlich sollte er am 13. Oktober 2023 starten. Nun wird noch nach einem neuen Starttermin im nächsten Jahr gesucht.
Mittlerweile ist das neue Blu-ray-Set „Star Trek: The Picard Legacy“ als limitierte Edition vorbestellbar. Es enthält satte 54 Discs.
Erscheinen wird diese Veröffentlichung in Deutschland am 16. November 2023. Enthalten sind neben allen sieben Staffeln der klassischen Serie „Star Trek: The Next Generation“ auch die vier passenden Kinofilme um dieselbe Crew. Obendrein finden sich in diesem Set auch alle drei Staffeln der Serie „Star Trek: Picard“. Zumindest bei den ersten beiden Staffeln, kann man sich da natürlich darüber streiten, ob das wirklich ein Mehrwert oder eher ein Grund zum Verzichten ist.
Das Set ist individuell nummeriert, um die Limitierung zu unterstreichen. Offen ist allerdings, wie viele Exemplare hergestellt werden. Es sind auch noch einige physische Boni mit von der Partie. So liegt eine exklusive Ausgabe von „The Wisdom of Picard“ mit Kunstwerken und Zitaten bei. Dazu gibt es ein Kartenspiel, einen Magnetbogen mit den Abzeichen von Picard sowie mehrere Getränkeuntersetzer.
„Star Trek: Picard“ ist keine UHD Blu-ray vergönnt.
Das klingt für uns ehrlich gesagt eher nach recht günstig herzustellendem „Klimbim“. So kann man hinterfragen, ob der durch Paramount ausgerufene Preis von 259,99 Euro hier wirklich angemessen ist. Echte 4K-Fans werden wohl ohnehin eher abwinken. Denn schließlich gibt es die vier Filme „Star Trek: Treffen der Generationen“, „Star Trek: Der erste Kontakt“, „Star Trek: Der Aufstand“ sowie „Star Trek: Nemesis“ auch als Ultra HD Blu-rays. Die 4K-Versionen sind aber nicht im Set enthalten.
„Star Trek: Picard“ erhält keine 4K-Umsetzung
Wir fühlen uns hier eher schmerzlich daran erinnert, dass es Staffel 3 der Serie „Star Trek: Picard“ leider nicht in einer 4K-Fassung gibt. Die hätte zwar aufgrund des Ausgangsmaterials ein Upscale sein müssen, hätte aber dennoch mit verbesserter Kompression, erweitertem Farbraum und HDR10 / Dolby Vision punkten können. Wäre so eine Version enthalten gewesen, hätten wir über den Kauf des Sets sehr gerne nachgedacht.
Physische Medien befinden sich auf dem absteigenden Ast. Doch verbliebene Fans vergrault man in diesem Jahr ganz besonders mit immer lustloseren Veröffentlichungen.
So machen die Kollegen von The Digital Bits in einem langen Artikel auf die Misere aufmerksam. Dabei bezieht man sich zwar insbesondere auf Warner Bros. könnte aber auch vielen anderen Vertrieben Vorwürfe machen. Etwa greift man als Negativbeispiele die Veröffentlichungen von „Rocky“ sowie „Superman“ heraus, die in diesem Jahr für Frustration bei Disc-Liebhaber gesorgt haben.
Beide Sets kranken an technischen Problemen, die sich vor allem auf fehlerhafte Tonspuren beziehen, die im Falle von „Rocky“ teilweise in komplett falschen Tonhöhen vorliegen. Doch auch andere Veröffentlichungen haben sich schon als obskur erwiesen und wurden nie korrigiert: 2022 etwa veröffentlichte Sony ein limitiertes „Ghostbusters“-Set, bei dem die Stereo-Tonspur die Kanäle vertauscht hat. Dieser eklatante Patzer wurde nie korrigiert.
Das UHD-Set zu „Rocky“ ist ein besonders problematischer Fall.
In den USA kommt hingegen z. B. „Der Exorzist“ erstmals in 4K heraus, lagert die Bonusmaterialien aber auf die digitale Kopie aus. In Europa hat man da noch Glück, weil digitale Kopien bei uns nie recht Fahrt aufnehmen konnten – die Extra bleiben auf den Discs. Doch die Sorge wächst, wohin die Reise gehen könnte: Discs, die ohnehin immer mehr nur noch von Sammlern gekauft werden, transformieren sich zu ungeliebten Stiefkindern der Industrie.
Sinkende Disc-Verkaufszahlen: Das Henne-Ei-Problem
Im Ergebnis entsteht ein Henne-Ei-Problem: Sammler werden vorsichtiger mit ihren Käufen, da sie mangelnde Qualitätskontrollen fürchten. Die Studios wenden wiederum immer weniger Aufwand für Veröffentlichungen auf, weil sie mit dem Finger auf sinkende Umsätze zeigen. Vorbei sind beispielsweise auch die Zeiten, in denen Studios für Katalogtitel noch neue Extras produziert haben. Mittlerweile kann man eher froh sein, wenn de Bonusmaterialien vorherige Auflagen nicht gestrichen werden.
Ein anderer Fall wäre Disney. Bei diesem Studio wird besonders deutlich, dass man die Kunden gerne weg von den Discs drängen mächte. Beispielsweise behält man die IMAX-Enhanced-Fassungen seiner Marvel-Filme in der Regel Disney+ vor. Exklusive Boni packt man ebenfalls gerne dorthin. In Australien hat man den Vertrieb von Discs dann auch schon aufgegeben. Dolby Vision auf Ultra HD Blu-rays? Auch dazu sagt Disney „Nein, danke.“ Die Verwendung von 100-GByte-Discs für anspruchsvolleres Material? Auch das umgeht Disney wo es nur möglich ist.
Im Ergebnis reift bei vielen Kunden die Erkenntnis: Die Ultra HD Blu-ray ist ein Produkt zum Premium-Preis, aber oftmals ohne Premium-Qualität. Als einzige Retter kann man aktuell kleinere Vertriebe wie Turbine, Kino Lorber oder Arrow Video nennen. Doch das Abrutschen der Discs in eine Nische am Markt wird von den größeren Studios leider aktuell arg beschleunigt.
Rakuten TV hat eine App für die PlayStation 5 veröffentlicht. Über die Anwendung könnt ihr Filme leigen und FAST-Kanäle nutzen.
Los geht es in 16 europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Einerseits bietet euch die App dabei eben einen Store an, über den ihr sowohl aktuelle als auch ältere Filme kaufen oder auf Wunsch ausleihen könnt. Ein kleiner Teil des Angebots kann auch ohne einen Obolus abgerufen werden – dann müsst ihr jedoch mit Werbeeinblendungen leben.
Dazu gesellen sich zahlreiche Kanäle, die dem FAST-Bereich (Free Ad-Supported Streaming Television) zuzurechnen sind. Das ist also eben vergleichbar mit Pluto TV. Hier seht ihr ein lineares Programm, je nach Sender zu unterschiedlichen Genres, Themen oder anderweitigen Kategorien und zahlt zwar kein Geld, investiert dafür aber Zeit und Aufmerksamkeit, da ebenfalls Werbung zum Programm gehört.
Rakuten TV bietet euch ein recht gemischtes Programm an.
Rakuten TV deckt dabei ein recht vielseitiges Programm ab und zeigt auf seinen Channels nicht nur Filme und Serien, sondern auch Nachrichten, Sport, Dokumentationen und mehr. Allerdings solltet ihr euch vielleicht genauer überlegen, ob ihr die App wirklich an der PlayStation 5 verwenden wollt.
Rakuten TV an der Konsole: Wirklich ein Segen?
So sind aktuelle Spielekonsolen wie die PlayStation 5 auch im Multimedia-Betrieb deftige Stromfresser, wenn man das mit Mediaplayern wie den Amazon Fire TV Sticks oder auch selbst einem Apple TV 4K vergleicht. Entsprechend raten wir davon ab, Videostreaming an einer Spielekonsole zu verwenden. Zumal die PlayStation 5 beispielsweise auch kein Dolby Vision oder HDR10+ für die Videowiedergabe beherrscht.
Auch 3D-Sound für Soundbars und Heimkino-Systeme ist aktuell nur in der Beta verfügbar. Insofern ist die Konsole in keinster Weise als Streaming-Player prädestiniert und sollte lieber ihren Platz als Gaming-Plattform behalten.