Apple wird ab 2023 international alle Spiele der Major League Soccer für 10 Jahre via Apple TV ausstrahlen. Damit steigt man also in Live-Übertragungen beim Sport ein.
Fans der Fußball-Liga aus den USA können dann also ohne regionale Sperren und Einschränkungen alle Partien via Apple TV verfolgen. Jedes einzelne MLS-Spiel wird über die Streaming-App des Unternehmens aus Cupertino exklusiv weltweit zu sehen sein. Da sind logischerweise alle Spiele der Reihen MLS Next Pro, MLS Next und des Leagues Cup eingeschlossen.
Bis 2032 ist diese Kooperation beschlossene Sache. Damit die Sache läuft, benötigt ihr allerdings ein zusätzliches Abonnement des MLS-Streamingservices, der in der Apple TV App verfügbar sein wird. Zusätzlich zu allen Spielen wird der Service eine wöchentliche Liveshow bieten. Da will man Highlights der Spiele, aber auch Spielwiederholungen, Analysen und andere Originalsendungen einbinden.
Via Apple TV gibt es bald zahlreiche MLS-Inhalte zu sehen
Gemischt werden also sowohl Live- als auch On-Demand-Inhalte. Nicht für alles benötigt ihr aber das zusätzliche Abo: Wer Apple TV+ zahlt, kann eine Auswahl an MLS- und Leagues-Cup-Spielen ohne zusätzliche Kosten abrufen. Eine begrenzte Anzahl an Spielen wird sogar komplett kostenlos angeboten. Als zusätzlicher Vorteil für Fans wird der Zugang zum neuen MLS-Streamingservice in den Ticketpaketen der MLS für die gesamte Saison enthalten sein.
MLS: Apple schnürt ein umfangreiches Paket
Die MLS-Live- und On-Demand-Inhalte auf der Apple TV App werden für jeden mit Internetzugang auf allen Geräten verfügbar sein, auf denen sich die Apple-TV-App befindet, einschließlich iPhone, iPad, Mac, Apple TV 4K und Apple TV HD, Samsung, LG, Panasonic, Sony, TCL, VIZIO und andere Smart-TVs, Amazon Fire TV und Roku-Geräte, PlayStation- und Xbox-Spielkonsolen, Chromecast mit Google TV und Comcast Xfinity. Fans können zudem online unter tv.apple.com zuschauen.
Zum Start werden alle MLS- und Leagues-Cup-Spiele auf Englisch und Spanisch moderiert, und alle Spiele mit Beteiligung kanadischer Teams werden auf Französisch verfügbar sein. Weitere Details zum MLS-Service, einschließlich der Preise, will man später noch nachreichen.
Der chinesische Zulieferer BOE könnte bald mit LG Display und Samsung Display konkurrieren. Angeblich will man sich OLED-Panels für Fernsehgeräte zuwenden.
Der chinesische Zulieferer BOE war bei uns schon ein Thema für seine innovativen Entwicklungen rund um OLED-Displays und andere Technologien. Jetzt will BOE offenbar mit LG Display und Samsung Display im OLED-Markt konkurrieren. So heißt es, BOE wolle an Partner OLED-Displays für Fernsehgeräte mit Diagonalen von 55 bis 95 Zoll liefern. Zunächst rechnet man aber mit geringen Produktionsmengen: 300.000 Panels will man noch 2022 ausliefern.
LG bekommt noch mehr Konkurrenz
LG Display dürfte die ganze Sache mit viel Interesse verfolgen, denn ein weiterer Anbieter im OLED-Sektor dürfte den Preisdruck erhöhen. Was Kunden begrüßen dürften, könnte LG Display weniger in den Kram passen. Allerdings muss BOE da natürlich beweisen, dass die Qualität der Panels mit denen von LG Display mithalten kann. Die Technik soll wohl stark den W-OLEDs von LG Display ähneln und ebenfalls weiße Pixel verwenden.
Der LG G2 OLED evo nutzt beispielsweise ein Panel von LG Display
Die maximale Helligkeit der Panels von BOE soll bei 800 Nits liegen und wie bei LG Displays W-OLEDs soll 120 Hz die native Bildwiederholrate sein. Aktuell gibt es ein erhebliches Wachstum im Markt für OLED-TVs, sodass BOE sich da sicherlich erhofft, ein Stück vom Kuchen zu erhalten.
OLED-TVs bieten viele Vorteile
OLED-TVs haben aufgrund ihrer selbstleuchtenden Pixel Vorteile bei der Kontrast- und Schwarzdarstellung sowie der präzisen HDR-Wiedergabe. Allerdings altern sie schneller als LCDs und kranken immer noch an der Gefahr des Einbrennens. Letzten Endes vereint erst Micro LED die Vorteile beider Technologien – ohne die Nachteile. Doch jene TV-Modelle sind aktuell noch teuer und kosten für Privatkunden ca. 100.000 Euro und mehr. Erst in diesem Jahr ist zudem Samsung nach langer Abstinenz in den OLED-TV-Markt mit seinen QD-OLEDs zurückgekehrt.
Das kann wohl nur Arnie. Der Kultfilm „Terminator – Judgment Day“ wird von KochMedia Films ein zweites Mal als 30th Anniversary Edition im limitierten 4K Blu-ray Steelbook aufgelegt.
Movie-Buffs wissen, dass Terminator 2 – Judgment Day 1991 in die Kinos kam. Somit feiert der Film bereits sein 31-jähriges Jubiläum. Bereits im Dezember letzten Jahres erschien ein 4K Blu-ray Steelbook mit 3 Discs (4K, 3D und HD Blu-ray), dass auch das gleiche Cover-Design wie die „neue“ Variante aufweist. Den Titel hatten wir für euch natürlich bereits rezensiert. Nun sei die Frage erlaubt, wieso bringt KochMedia Films den Titel erneut als limitierte Edition in den Handel?
„Neuer“ Stereo-Soundmix (Deutsch)
Wir haben die Spezifikationen der beiden Varianten miteinander verglichen und konnten nur bei einem Punkt einen Unterschied feststellen. Laut offiziellen Angaben wird die neue Version mit dem deutschen Stereo-Soundmix (PCM) ausgeliefert und nicht mit dem vermurksten DTS-HD MA 7.1. Mag für den ein oder anderen wie in Rückschritt klingen, Filmfans können dem sauberen Stereo-Soundmix aber sicherlich weitaus mehr abgewinnen, als der erzwungenen Surround-Variante. Der englische Originalton liegt weiterhin als DTS-HD MA 5.1 ab.
Die Aufmachung des Terminator 2 Steelbooks unterscheidet sich eigentlich nur bei der Banderole. Deren Informationen wurden etwas anders angeordnet/betont. Fans bekommen neben der Kinofassung des Films auf 4K UHD Blu-ray (ca. 137 Minuten) auch die Blu-ray Fassungen der Special Edition (ca. 153 Minuten) sowie der Extended Special Edition (ca. 156 Minuten) geboten. Der Bonus-Content ist ebenfalls gleich:
Dokumentation „T2: Reprogramming the Terminator“ mit exklusiven Interviews mit Arnold Schwarzenegger, James Cameron, Edward Furlong und vielen anderen
2 Audiokommentare von James Cameron & Co-Autor William Wisher und von Cast & Crew
Making of
Geschnittene Szenen „Die Suche des T-1000“ und „Die Zukunftssequenz“ (wahlweise mit Audiokommentar)
Trailer
Visuell kann das Bildmaster weiterhin mit einer vollwertigen 4K-Restauration inkl. erweitertem Dynamikumfang (HDR10) glänzen. Das Bildformat wird mit 2.35:1 angegeben. Die „Terminator 2 – Limited 30th Anniversary Steelbook Edition“ wir ab dem 21.07.2022 an Kunden ausgeliefert.
Die EU-Kommission wägt auf Druck der Telekommunikations-Lobby eine Art Daten-Maut ab. Damit möchte man unter anderem Netflix zur Kasse bitten.
Die Lobbyisten von der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica haben ganze Arbeit geleistet. Seit Jahren wünschen sich die Telekommunikationsunternehmen etwas von den Gewinnen der US-Tech-Konzerne für sich abgreifen zu können. Nun hat man sich eine „spannende“ Argumentation zurecht gestrickt, welcher die EU-Kommission zu folgen scheint. Zumindest übernahmen die Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager und der Binnenmarktkommissar Thierry Breton im Grunde 1:1 die Wortlaute der Lobby-Vertreter.
Worum geht es konkret? Nun, die Telekommunikationsanbieter fordern, dass sich erfolgreiche US-Anbieter wie Google, Meta (ehemals Facebook) und Netflix an den Kosten für den Netzausbau und den Betrieb der Infrastruktur beteiligen sollten – würden sie doch massiv davon profitieren. Somit möchte man auf der Datenautobahn passenderweise eben eine Daten-Maut erheben. Die soll jene Unternehmen betreffen, die besonders viel Datenverkehr verursachen.
Müsste Netflix eine Daten-Maut zahlen, wäre wahrscheinlich, dass man die Mehrkosten am Ende auf die Verbraucher umlegt.
In der Vergangenheit wurden derlei Begierden noch von der Digitalkommissarin Neelie Kroes abgeschmettert. Sie argumentierte, dass es erst Anbieter wie YouTube, Netflix, Apple und Co. seien, welche die Kunden den Telekommunikationsanbietern zuführen. Nur wer entsprechende Bandbreiten benötigt, z. B. für 4K-Streaming, bucht schließlich entsprechende Tarife – unterwegs und zu Hause.
Die Daten-Maut könnte schon 2023 kommen
Leider scheint man nun in der EU-Kommission umzudenken. Warum „leider“? Nun, wir gehen davon aus, dass am Ende der Kunde die Zeche zahlt. Streaming-Anbieter bekämen damit ein weiteres Argument für Preiserhöhungen und würden die Mehrkosten sicherlich auf die Abonnenten umlegen. Dazu kommt, dass die Pläne für so eine Daten-Maut eventuell ein Verstoß gegen die Netzneutralität wären. Denn man will nur große Anbieter aus dem Ausland damit belasten. Wegen des Verstoßes gegen die Netzneutralität wurden kürzlich auch StreamOn und die Vodafone Pässe verboten.
Verstößt gegen die Netzneutralität: Für StreamOn der Telekom ist die Zeit abgelaufen.
In Kraft treten könnte so eine Daten-Maut bereits 2023. Es soll wohl über den Sommer 2022 an einem entsprechenden Konzept gearbeitet werden. Fraglich ist ohnehin, ob die Mehreinnahmen dann wirklich in den Ausbau der Infrastruktur fließen oder vielmehr in den Taschen des Managements bzw. der Investoren landen. Da bedürfte es sicherlich auch eindeutiger Auflagen für die Telekommunikationsanbieter.
Der Blockbuster „Spider-Man: No Way Home“ kommt im September 2022 erneut ins Kino. Eine neue Schnittfassung soll mit erweiterten und neuen Szenen aufwarten.
Kürzlich haben wir erst das Review zur UHD Blu-ray von „Spider-Man: No Way Home“ auf die Website gehievt, da gibt es die nächste Ankündigung: Der Kinofilm mit Tom Holland, Andrew Garfield, Tobey Maguire und mehr wird ein zweites Mal im Kino anlaufen. Offenbar will Sony den enormen Erfolg des Streifens ausnutzen. So hat man für September 2022 „Spider-Man: No Way Home – The More Fun Stuff Version“ angekündigt.
Jene Schnittfassung soll neben erweiterten Momenten auch neue Szenen beinhalten. Was genau es da zu sehen geben wird, ist jedoch offen. Freuen würde uns zudem, wenn man die Zeit vielleicht auch nutzen würde, um einige CGI-Effekte aufzupolieren. Der Film wurde in seiner Kinofassung unter enormem Zeitdruck fertigggestellt, sodass man hier gerne noch einmal Hand anlegen dürfte.
Wermutstropfen: Bisher wurde „Spider-Man: No Way Home – The More Fun Stuff Version“ lediglich für die USA und Kanada bestätigt. Es ist offen, ob der Kinofilm in der neuen Fassung auch in Europa ein zweites Mal in die Lichtspielhäuser kommt. Wir können uns aber gut vorstellen, dass Sony auch hierzulande nochmal zur Kasse bitten will. So rechnen wir dann auch mit einer neuen Heimkino-Fassung bei den üblichen Portalen wie iTunes sowie neuen DVDs, Blu-rays und Ultra HD Blu-rays zur erweiterten Filmfassung.
„Spider-Man: No Way Home – The More Fun Stuff Version“: Kommt sie nach Deutschland?
Wir nehmen an, dass Sony durch den Re-Release versuchen will, das Einspielergebnis des Films über die Grenze von 2 Mrd. US-Dollar zu hieven. Fans des Films dürften sicherlich gespannt sein, welche neuen Szenen da warten und ob anderweitige Anpassungen vorgenommen werden. So lange dauert es ja bis zum September 2022 gar nicht mehr. Dann werden wir mehr wissen.
Die Bluetooth SIG, die Organisation hinter dem Bluetooth-Standard, hat Auracast Broadcast Audio vorgestellt. Man will damit einen deutlichen Wandel im Markt für kabellose Audioverbindungen herbeiführen.
Auracast Broadcast Audio ist eine neue Marke für die Funktion, die bisher als Audio Sharing bekannt gewesen ist. Mit Auracast Broadcast Audio kann ein Audiosender, beispielsweise ein Smartphone, ein Laptop, ein Fernseher oder eine Beschallungsanlage, Audiosignale an eine unbegrenzte Anzahl von Bluetooth-Audioempfängern in der Nähe übertragen. Dies können Lautsprecher, Kopfhörer oder Hörgeräte sein. Das Potenzial ist also enorm – auch im Heimkino.
Auracast „teilt“ euer Bluetooth-Audiosignal
Vorstellbar wäre, dass ihr euch einen Film anschaut und der Ton via Bluetooth an eure Soundbar geht. Gleichzeitig kann aber euer Freund im Zimmer, der eine Hörschwäche hat, den Klang auf sein Hörgerät übertragen lassen. Die Technologie soll jedoch auch für Besucher von öffentlichen Einrichtungen und Plätzen neue Audioerlebnisse bieten und deren Zugänglichkeit erhöhen. Denkbar wäre z. B. die Nutzung in Museen, Flughäfen oder in Bahnhöfen.
Ihr könnt aber auch als Nutzer eben andere einladen, an euren Audioerlebnissen teilzuhaben. Etwa wenn ihr gemeinsam mit Familie und Freunden mit der Bahn reist und alle per Auracast Broadcast Audio gemeinsam dasselbe Hörspiel, denselben Podcast oder auch dieselbe Musik hören können.
Auracast Broadcast Audio hat viel Potenzial
An öffentlichen Plätzen könnten es Geräte mit Auracast Broadcast Audio erlauben, dass ihr euch zu TVs und anderen Bildschirmen verbindet und den Klang wahrnehmt. Die Bluetooth SIG geht dabei von einer schnellen Adoption von Auracast Broadcast Audio aus. Als Partner erwähnt man beispielsweise bereits Google und Xiaomi.
Auracast Broadcast Audio soll sich schnell verbreiten.
Die Bluetooth-Spezifikationen, die Auracast Broadcast Audio definieren, sind Teil der Bluetooth-LE-Audio-Spezifikationssuite und werden voraussichtlich in den nächsten Monaten veröffentlicht. Entwickler von Audioprodukten und Betreiber von Veranstaltungseinrichtungen erfahren mehr über Auracast Broadcast Audio unter www.bluetooth.com/auracast. Falls ihr euch fragt, wie solche Verbindungen in der Praxis gehandhabt werden sollen: ähnlich wie Wi-Fi-Netzwerke. Ihr könntet also Broadcast-Geräte suchen und euch mit den jeweiligen Zuspielern frei verbinden.
Die Digital TV Group (DTG) und die Deutsche TV-Plattform (DTVP) freuen sich bekannt zu geben, dass das UHD Plugfest nach zweijähriger Covid-Pause zurückkehrt!
Das UHD-Plugfest geht nach einer Zwangspause in die 12. Runde! Das Event, welches vom 28. bis 30. Juni 2022 in London abgehalten wird, soll wieder im alten Glanz erstrahlen. Dabei ist es natürlich wichtig, dass so viel Partner wie möglich aus unterschiedlichen Segmenten der Unterhaltungsindustrie am Event teilnehmen. Wie auch bei den vergangenen Plugfests in London und Berlin, liefert die Veranstaltung eine kontrollierte Plattform, um die Interoperabilität mit unterschiedlichsten Geräte-, Plattform- und Content-Kombinationen zu testen. Und das wichtigste, das ganze verläuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit, geschützt durch eine Verschwiegenheitsvereinbarung.
Fehlerbehebung am „lebenden Objekt“
Das UHD PLugfest 2022 wird von der DTG und der Deutsche TV-Plattform veranstaltet
So können Hersteller von Endgeräten und Anbieter von Diensten sicher sein, nicht für etwaige, fehlerhafte Wiedergabeketten oder Ähnliches an den Pranger gestellt zu werden. So lassen sich auch Fehler finden, bevor sie überhaupt vom Endkunden wahrgenommen werden. Die Veranstaltung ist auf drei Tage angesetzt und umfasst die Schwerpunkte HDMI/HDCP-, USB-, HDR-, HFR-, 4K/8K-Videoinhalte, einschließlichNGA (Next Generation Audio) und HbbTV. Alle relevanten, technischen Teams steht es dabei offen, ihre Produkte/Software/Inhalte aus der Perspektive der Interoperabilität zu testen. Herzlich willkommen sind:
TV-, STB- und AVR-Hersteller
Anbieter von Streaming-Geräten
Betreiber von TV-Plattformen
Anbieter von Audio-Video-Inhalten
Audio-Video-Encoder
Anbieter von Prüfgeräten
Entwickler von TV-Anwendungen
Branchenverbände
Weitere Details zum Plugfest-Programm und zur Planung der Tests folgen im Laufe der nächsten Tage. Mitglieder der DTG und DTVP zahlen nichts für die Teilnahme. Von Nicht-Mitgliedern werden Gebühren verlangt. Man kann sich noch derzeit über die Webseite der DTG anmelden. Das Event findet im 5. Stock, 89 Albert Embankment in London (SE1 7TP) Großbritannien statt.
Wir präsentieren euch die 4K Ultra HD Blu-ray-Neuheiten der Woche (KW 24/2022). Die Auswahl ist überschaubar, liefert uns mit „Matrix: Resurrections“ und der Indiana Jones Restaurierung zwei Hochkaräter.
Das Sommerloch schlägt sich bei den Disc-Veröffentlichungen durch. Das ist aber vielleicht auch gar nicht so schlecht, so wird die Geldbörse nicht zu sehr belastet und es bleibt etwas mehr Zaster übrig für Eis, Pizza und einen zusätzlichen Cocktail an der Bar. So ganz ohne Investitionen kommen wir aber dann doch nicht durch die Kalenderwoche 24/2022. Zwei Titel haben es uns dabei sehr angetan:
Matrix: Resurrections
„The Matrix: Resurrections“ erscheint am 16. Juni 2022 auf DVD, Blu-ray und 4K Blu-ray
Ich vermute, die 4. Installation des Matrix-Franchise gehört zu der Kategorie Film „Findet man super, oder total daneben“. Selten habe ich zu einem Film wieder so gegenteilige Kommentare gelesen. Wer sich den Film mit Hollywood-Gentleman Keanu Reeves ins Wohnzimmer holen möchte, der hat hier die Chance dazu! Übrigens, eine Variante der limitierten Steelbooks scheint wieder bestellbar zu sein. Die 4-Film-Deja-Vu Collection dagegen ist wohl komplett ausverkauft =(
Zuletzt aktualisiert am 28. Oktober 2026 um 12:40 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Das neue Steelbook zu „Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes“ wanderte umgehend in unseren Warenkorb. Am 16. Juni 2022 erscheint der Franchise-Auftakt mit als Single-Steelbook inkl. Mini-Poster. Das Design ist dabei an das klassische Filmposter angelehnt, im inneren des Steelbooks beokmmt man die Bundeslade zu sehen. Und wie immer ist diese Variante limitiert.
Teil 2 und 3 der Indiana Jones-Saga erscheinen übrigens ebenfalls als neues 4K Blu-ray Steelbook, jedoch werden diese erst am 14. Juli 2022 bzw. 18. August 2022 ausgeliefert. Also pro Monat ein Indi.
Henry: Portrait of a Serial Killer
Die restaurierte Fassung dieses „True Crime Thillers“ erzählt die Geschichte einen der berüchtigten Mörder der US-Geschichte: Henry Lee Lucas. Restauriert wurde der Klassiker von 1986 in 4K von den Original-16mm-Negativen, versehen mit HDR10 und Dolby Vision und mit einer DTS-HD MA 2.0 (Mono) Tonspur. Der Titel soll am 17.06.2022 ausgeliefert werden.
Ich muss gestehen, ich kenne den Film nicht und ich wäre auch nie auf ihn aufmerksam geworden, hätte ich den Filmklassiker nicht auf irgendeiner Facebook-Seite erspäht. Denn nicht nur, ist mir dieser Film unbekannt, er erscheint auch exklusiv bei Müller und ist auf 1000 Stück limitiert. Dahinter steckt wohl die Firmierung „Mediacs“, die den Grindhouse-Thriller neu aufgelegt hat. Die restaurierte 4K-Fassung mit HDR10 hat eine Laufzeit von 94 Minuten und ist mit einer DTS-HD MA 2.0 Soundspur (Deutsch) ausgestattet. Worum es in „Der Bohrmaschinen Killer“ geht, kann man sich anhand des Titels schon vorstellen. Ein Psychopath mit handwerklichen Fähigkeiten tötet junge Bewohnerinnen in einem Apartment-Komplex. Vorbestellbar ab 14.06.2022.
Als Letztes hätten wir noch eine exklusive Steelbook-Edition von „Blade Runner – The Final Cut“. Diese hätte ich euch fast vorenthalten, weil diese bereits seit einigen Tagen auf mediamarkt.de ausverkauft ist. Eine kurze Recherche brachte jedoch hervor, dass bei Saturn.de noch Kontingente zur Verfügung stehen! Wer das schicke Steelbook sein Eigen nennen möchte, sollte somit nicht allzu lange zögern.
Alle, die hier aufgelisteten Filme, findet ihr in unserer 4K Blu-ray Komplettliste! Auch bereits veröffentlichten Filme und Serien auf Ultra HD Blu-ray, limitierte Editionen, Neuheiten und Vorbesteller könnt ihr unserem Special entnehmen!
Die ersten drei Teile der Indiana Jones-Filmreihe können jetzt einzeln im limitierten 4K Blu-ray Steelbook mit alternativem Cover-Artwork bestellt werden!
Update: Die finalen Steelbook-Cover zu „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ sind jetzt online!
Das Cover-Design der drei Indiana Jones 4K Blu-ray Steelbooks
Originalbeitrag: Die restaurierten 4K-Fassungen der Indiana-Jones Filme wurden bereits in einer 4-Movie-Collection mit hochwertigen 4K Steelbooks im Juni 2021 veröffentlicht. Wer jedoch mit den neuen Cover nicht zufrieden ist, der kann sich die „neuen“ Steelbook- Varianten, die eher an die klassischen Filmposter angelehnt sind, ins Haus holen. Zusätzlich muss man kein Geld für den vierten Teil zahlen, der in der Beliebtheits-Skala sicherlich nicht ganz oben zu finden ist:
An der Ausstattung der Filme, egal ob audiovisuell oder beim Bonus-Content, scheint sich nichts geändert zu haben. Somit erhaltet ihr in allen drei Fällen eine solide 4K Restauration, mit der sich die Klassiker auch auf neuen TV-Geräten/Projektoren exzellent darstellen lassen!
Puh, was für eine Entwicklungsgeschichte, die The Batman hinter sich gebracht hat. Bereits im Herbst 2014 hatte man vor, einen neuen Solofilm über den Rächer mit der Maske zu inszenieren – mit dem damals für Batman v Superman gecasteten Ben Affleck in der Hauptrolle. Affleck wollte dann sogar selbst inszenieren und das Drehbuch beisteuern. Doch über die Jahre und die teilweisen Misserfolge der DC-Filme wurde das Projekt immer stärker an den Rand gedrängt. Nachdem Affleck offiziell von der Idee, den Film zu realisieren, zurückgetreten war, konzentrierte man sich seitens Warner bald auf Matt Reeves, den Regisseur der letzten beiden Planet-der-Affen-Neuverfilmungen.
Reeves allerdings wollte einen deutlich jüngeren Batman zeigen, womit Ben Affleck auch als Darsteller aus dem Rennen war. Der war darüber nicht sonderlich traurig, hatte er privat doch gute Gründe, nicht noch einmal fürs DCEU vor die Kamera zu treten. Nicht fürs DCEU ist dann auch die Story, die Reeves komplett neu entwickelte und eben auf Batmans frühe Jahre konzipierte. Entsprechend musste auch ein neuer Darsteller gefunden werden. Ein jüngerer Darsteller. Reeves schwebte eine Kurt-Cobain-Variante des Superhelden vor – also eine Art Grunge-Batman. Einer, der seinen Platz und seinen Weg noch nicht gefunden hat, der noch spürbar gebrochen ist, von dem, was er in der Vergangenheit erlebt hat. Neben Nicholas Hoult war es dann Robert Pattinson, der sich als Favorit rauskristallisierte. Nicht nur, weil dieser selbst Interesse offenbarte, sondern weil er sich seit den Twilight-Filmen eher aus großen Produktionen zurückgezogen hatte und vor allem auch nie im MCU aufgetaucht war.
Batman und Alfred – eine nicht immer einfache Beziehung
Jetzt war ich im Vorfeld jemand, der keinen Hehl aus seiner Skepsis gegenüber der Besetzung mit dem Mädchenschwarzm aus der Twilight-Saga gemacht hat. Der Grund meiner Voreingenommenheit liegt darin begründet, dass Pattinson in meinen Augen einfach nicht die maskuline Ausstrahlung mitbringt, die der düstere Rächer aus den DC-Comics für mich haben muss. Zu sehr sehe ich den mittlerweile 34-jährigen Londoner mit den Vampir-Filmen verknüpft, bzw. mit Typen, die genau diese Art von jungenhafter Ausstrahlung haben. Daran ändert auch nichts, dass Pattinson sich mittlerweile in zahlreichen anderen Rollen gezeigt hat und als Schauspieler Varianz beweisen konnte. In Der Leuchtturm bspw. habe ich ihn ausdrücklich gelobt. Dafür in Tenet entsprechend kritisiert, weil er meines Erachtens einfach kein Actiondarsteller ist. Diese Rollen und die Physis kaufe ich ihm einfach nicht ab. Und das ist in The Batman nicht sehr viel anders.
Er mag sich ein paar Muckis antrainiert haben und die Kamera mag ihn mit entsprechenden Einstellungen vorteilhaft in Szene setzen, dennoch fehlt mir die Präsenz, die ein Batman/Bruce Wayne haben sollte. The Batman, bzw. Matt Reeves, nutzt natürlich einen netten Kunstgriff, um die Besetzung Pattinsons zu rechtfertigen. Denn hier ist der Rächer im Cape erst zwei Jahre aktiv und noch voller Wut und Rage über das, was seinen Eltern einst zustieß. Getrieben ist er, wild und ungezügelt. Und das bringt Pattinson in den physischen Kampfszenen sogar authentisch rüber. Wenn er dann aber in einigen Momenten voller Verachtung oder wahlweise Verwunderung unter seiner Maske herschaut, ist seine Mimik nicht immer überzeugend.
Bruce Wayne nimmt die Fährte für Batman auf
Ganz im Gegensatz zur Story, die sich Reeves für seine Batman-Verfilmung ausdachte. Hier keine Schwarz-Weiß-Schablone anzusetzen, sondern dem Bösewicht ein (metaphorisches) Gesicht zu verpassen, wo er lange Zeit nur mit Maske zu sehen ist, gehört zu den ganz starken Elementen von The Batman. Vergleiche mit Thanos aus dem MCU sind nicht unangebracht, wobei die Aktionen des Riddlers durch ihre individuellen Motivationen noch stärker für eine moralische Rechtfertigung geeignet sind. Das Schicksal des Killers mit dem des Jägers so eng zu verknüpfen, ist ein ganz starkes Stück Erzählkunst im Superhelden-Kino. Reeves lässt Protagonist und Antagonist in den Grauzonen der Moral verschwimmen und stellt die Frage, ob ein Batman nicht mehr vom Riddler hat, als ihm (und vielleicht auch dem Zuschauer) lieb sein kann.
Ob es nicht gar der Riddler ist, der mehr für die Verbrechensbekämpfung tut als Batman, der es zu Beginn des Films doch so sehr beteuert hatte. Diese Ambivalenz in den Figuren klappt vor allem auf Seiten des Bösewichts perfekt. Paul Dano (Little Miss Sunshine) ist grandios in der Rolle des Rätselstellers, lässt das Overacting eines Jim Carrey in Batman Forever vergessen und spielt Pattinson in den gemeinsamen Szenen glatt an die Wand. Die gleichzeitige Integration des unreflektierten Social-Media-Followertums; des Live-Postens von brutalen Taten ist ein nettes, wenngleich vielleicht nicht tief genug gehendes Detail, das als kleine Kritik an unserem Nutzungsverhalten auf solchen Plattformen und an den Umgang der Medien damit verstanden werden darf.
Catwoman in zivil
Herausragend ist auch die Kameraarbeit von Greig Fraser, der zuvor auch Dune 2021 in Szene gesetzt hatte. Auffallend ist hier nicht nur, welches Gespür er dafür hat, die düsteren Ecken von Gotham zu finden, sondern, dass viele Szenen ohne hektisches Schneiden auskommen. Sogar die Actionsegmente sind überraschend „ruhig“ gefilmt, wenn man es auf die eher statische Kamera bezieht, die nur selten selbst in Bewegung ist. Das gibt den Prügeleien erstaunlich viel Raum und lässt sie roher wirken. Aufgrund der Farbstimmung und der intendierten Dunkelheit trägt die Kamera einen großen Teil dazu bei, dass man sich wie in einem Noir-Krimi fühlt. Das Ausnutzen der Dunkelheit dient als erzählerisches Element, denn Batman ist der dunkle Rächer, er IST der Schatten. Er sucht seine Zuflucht in der Dunkelheit und taucht aus dieser hervor, um zuzuschlagen. Insofern ist Frasers und Reeves‘ Version nur konsequent.
Ebenso wie die Tatsache, dass keine Verfilmung (auch nicht jene von Nolan) derart ernst, schmutzig und grimmig daher kam. In The Batman gibt es drei Stunden lang keinen Anlass für Entspannung oder kurze Momente der Ironie; des Witzes. Der Film ist so düster, so von permanentem Dauerregen nach Finchers Se7en-Manier durchzogen, dass man mal die Frage stellen darf, wo hier noch die Comicvorlage zu erkennen ist. Oft wähnt man sich eher in einer erweiterten Welt von Frank Millers Sin City. Außerdem darf man sich fragen, ob man das 175 (arg lange) Minuten durchstehen möchte. Drei Stunden ohne einen (im wahrsten Sinne des Wortes) Lichtblick und mit Nirvanas mit Abstand deprimierendstem Song „Something in the Way“ als früh integriertem Soundtrack – man sollte schon in guter Grundverfassung sein und nicht gerade deprimiert, um sich The Batman anzuschauen. Denn auch das Erzähltempo ist sehr getragen und manche Szenen von Bruce Wayne wirken fast, als bewege er sich in Zeitlupe. Da es zudem nur wenige Actionszenen gibt (wenn man ehrlich ist, sind es zu wenige für einen Film dieser Art und mit dieser Laufzeit), wird Reeves‘ Film nicht jedem Batman-Fan gefallen.
The Batman wurde digital fotografiert. Die Ausgangsauflösung von 4-6K wurde über ein 4K-DI finalisiert und für die UHD Blu-ray mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie den beiden HDR-Verfahren HDR10 und Dolby Vision gemastert. Wie verfahren wurde, um die Körnung und den Unschärfeeffekt zu erzielen? Kameramann Fraser erreichte diesen Look, indem er genauso arbeitete wie bei Dune. Das digitale Material wurde also auf Film ausbelichtet und dann erneut digitalisiert. Für den starken Unschärfeeffekt sorgten dann speziell für Fraser angefertigte anamorphische Objektive.
Einer der zwei Sonnenaufgänge und damit helleren Szenen hätte von der UHD-BD noch etwas mehr Dynamik vertragen
In der Praxis ist die UHD-BD gegenüber der Blu-ray durchweg die bessere Wahl – und das, obwohl sie noch einmal etwas dunkler gerät als die BD ohnehin schon. Dafür allerdings sind die Schwarzwerte knackiger und die leichte Grüntendenz der Blu-ray auf dunklen Bereichen ist passé. Die 4K-Disk ist im Braun kräftiger und zeigt auf den Zügen bei 31’53 schöne und griffige Texturen, nicht das Verwaschene der Blu-ray. Zwar kann sie das Banding der Blu-ray rund um strahlende Objekte nicht ganz ausmerzen, löst aber gerade bei 158’25 sichtbar besser auf und zeigt das nachträglich hinzugefügte Korn, wo die Blu-ray matschige Oberflächen hat.
Und das Black Crush bei 102’33 ist der UHD Blu-ray auch fremd. Gerade in puncto Auflösung, Encoding und Bildsouveränität wischt die 4K-Scheibe mit der Blu-ray den Boden auf. Hier ist die Blu-ray einfach zu schlecht und vielleicht auch mit drei Stunden Laufzeit und zwei Dolby-Atmos-Spuren etwas zu voll für eine höhere Datenrate. Explosionen zeigt die UHD Blu-ray etwas neutraler, weniger gelblich. Das wirkt erst einmal weniger farbig, insgesamt aber dynamischer.
Warner macht’s wie angekündigt: Dolby Atmos fürs Deutsche und Englische von The Batman. Gute Unterstützung gibt’s direkt vom Tiefbass, der das Gewittergrollen bereits voluminös in Szene setzt und auch den kurzen Feuerstoß nach knapp sieben Minuten grollend wiedergibt. Das Gleiche gilt auch für Faustschläge des maskierten Rächers. Richtiggehend krass wird’s nach 28’30, wenn sich unser Protagonist erstmals in die Disko zum Pinguin begibt und die Beats aber mal derart wuchtig in den Bauch treten, dass es einem fast schwindelig wird.
Ähnlich dann die Explosion nach ziemlich genau 70 Minuten, die schon unanständig viel Pegel liefert. Sehr gut gelingt auch die generelle Räumlichkeit. Beispielsweise in den Szenen, in denen man das Röcheln des Riddlers hört oder auch die Stimmen, die Selina für Batman in der Disko übermittelt. Klasse sind die Außenszenen, in denen Helikopter den Himmel bevölkern und eine fantastische Atmosphäre erzeugen. Dialoge bleiben durchgängig hervorragend verständlich.
Wenn’s kracht, kracht es ordentlich
Wenden wir uns der Integration der Höhenspeaker zu, so gibt es direkt zu Beginn ein paar ganz leise Umgebungsgeräusche und Sounds beim Abnehmen des Objektivdeckels des Gewehrs. Nach fünf Minuten gewittert und regnet es dann hörbar aus den Heights. Kurze Zeit später donnert dann die Hochbahn über die Deckenspeaker und nach 7’45 hören wir den ersten Helikopter von oben. Dort verteilt er sich recht eindrücklich auf alle vier Speaker und verharrt nicht statisch. Nett auch die Geräusche des Motorrads nach 19 Minuten sowie (natürlich) der Fledermäuse kurz darauf. Deren Flattern hört man ebenso heraus wie das leise Zirpen.
Nach etwas über 27 Minuten knuspert und raspelt es dann von oben, weil der Regen authentisch auf das Blechdach prasselt. Ohnehin ist es immer wieder das Nass, das von oben herabregnet und stets korrekt eingefangen wird. Nie hört man den Regen einfach so fallen, sondern immer nur dann, wenn er auf etwas stößt. Atmosphärisch klingen die flackernden Lampen bei 52’00 und nach 60 Minuten gehen die Durchsagen des Lautsprechers sowie das Hüsteln atmosphärisch über die Heights. Keine fünf Minuten später donnert ein Hubschrauber dann sehr vehement über die Köpfe hinweg und verharrt dort noch für weitere Minuten ein wenig dumpf im Hintergrund, während vordergründig das Geschehen mit dem Riddler gezeigt wird.
Na, wer hätte ihn erkannt? Colin Farrell als Pinguin
Bei 73’30 gibt’s dann einen der deutlichsten 3D-Sounds, wenn sich unser Held mit seinem Seil in die Höhe ziehen lässt und im Anschluss im Batcape nach Gotham City Downtown segelt. Während der darauffolgenden Verfolgungsjagd zwischen dem Pinguin und Batman hört man immer wieder platschenden Regen oder auch mal das Signalhorn eines LKW. Beim Mehrfachüberschlag des Fahrzeugs nach 84 Minuten rappelt es dann richtig ordentlich im Karton.
Auch wenn es dann storybedingt eine Weile etwas ruhiger wird, gibt es dennoch immer wieder mal sehr feine und dedizierte 3D-Sounds. Beispielsweise das fetzige Schussgeräusch bei 122’16. Bei 145’10 gibt’s dann noch mal raspelnde Geräusche während der Explosion und die vereinzelten Schüsse, die nach 149 Minuten sensationell verhallen, sind wirklich klasse umgesetzt. Gut sieben Minuten später hört man dann noch mal typische Geräusche von entfesselter Elektrizität, die spratzelnd über die Heights kommen. Insgesamt wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen, aber einige sehr sinnvolle und nette Sounds hat man hier schon auf die Heights gelegt.
Um die Laufzeit des Films qualitativ gut rüberzubringen, wurde das Bonusmaterial löblicherweise komplett auf eine dritte Blu-ray-Disk ausgelagert. Dort finden sich neun Featurettes mit einer Laufzeit von 63 Minuten sowie ein Making-of mit 53 Minuten Spielzeit. Obendrauf gibt’s noch zwei entfernte Szenen. Die neun Featurettes klären unter anderem über die Verwandlung von Farrell in den Pinguin auf, zeigen die Arbeit am Batmobil oder die Realisierung der Wingsuit-Szene. Gerade die Arbeit an Farrells Make-up ist nicht weniger als sensationell und muss vielfach ausgezeichnet werden. Alle Extras sind selbstverständlich untertitelt.
Gesamtbewertung The Batman (82%)
Matt Reeves‘ Batman ist eher ein isoliert lebender Soziopath als ein moralisch integrer Superheld. The Batman ist düster, schwermütig, oft anstrengend und gut eine halbe Stunde zu lang. Dafür aber erlesen fotografiert, sensationell in Szene gesetzt und über weite Strecken sehr atmosphärisch. Actionfans werden zetern, dass es nur wenige echte Schauwerte gibt – wenngleich die Autoverfolgung zwischen Batman und Pinguin großartig ist. Pattinson ist besser als von vielen (einschließlich mir) befürchtet, weil man ihm die Rolle auf den jüngeren Leib geschrieben hat. Dennoch sind einige Szenen dabei, in denen er mimisch nicht überzeugt und sich zu sehr auf ein möglichst grimmiges Gesicht ohne große Regung verlässt. Paul Dano ist schauspielerisch von ganz anderer Güte und klaut ihm die Show. Aber das war zugegebenermaßen auch bei Bale/Ledger der Fall.
Visuell ist die UHD Blu-ray der BD vorzuziehen. Auch wenn sie etwas dunkler ist, vermeidet sie die Fehler der Blu-ray und spielt ihre größere Kapazität und das bessere Encoding voll aus. Der Atmos-Sound ist räumlich und dynamisch allererste Sahne. Dass „von oben“ nicht so viel kommt, ist thematisch begründet. Das, WAS von den Heights geliefert wird, überzeugt aber.