Danke Sky! Der Pay-TV-Sender überträgt die Konferenz der 1. und 2. Bundesliga kostenlos im Free TV. Die „Spende“ gilt vorerst nur für die nächsten beiden Spieltage (14./15. März).
Update: Die DFL den 26. Spieltag der Fußball Bundesliga abgesagt. Somit wird auch keine Übertragung der Konferenzen stattfinden!
Originalbeitrag: Sky muss sich ganz schön viel Kritik von aktiven und ehemaligen Abonnenten anhören. Heute ist jedoch der Tag gekommen, an dem man die Streitigkeiten beiseitelegen und einfach mal „Danke“ sagen sollte. Sky hat sich in dieser Ausnahmesituation dazu bereiterklärt, die Konferenz der 1. und 2. Bundesliga für die Spieltage am Samstag & Sonntag (14./15. März) für alle Zuschauer frei empfangbar zu machen. Die Begegnungen können somit auch von nicht Sky-Kunden über den unverschlüsselten Sender „Sky Sport News HD“ (Satellitenfrequenz siehe unten) sowie über die Webseite skysport.de und der Sky Sport App empfangen werden.
Konferenz der 1. & 2. Bundesliga frei empfangbar
Am Samstag ab 14 Uhr werden die Zuschauer von Esther Sedlaczek und Didi Hamann begrüßt. In der Konferenz werden die vier Begegnungen Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04, der 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05, RB Leipzig gegen den SC Freiburg und die TSG 1899 Hoffenheim gegen Herta BSC gezeigt. Am Sonntag geht es los ab 13 Uhr mit der Live-Berichterstattung. Die 2. Liga-Konferenz zeigt den SV Wehen Wiesbaden gegen den VfB Stuttgart, Hannover 96 gegen Dynamo Dresden und der FC St. Pauli muss gegen den 1. FC Nürnberg ran.
Neben der freien Übertragung, können die Konferenzen von Abonnenten wie gewohnt auf Sky Sport Bundesliga 1 HD und Sky Sport Bundesliga 2 HD verfolgt werden.
„zusammenstehen“
Ich glaube, wir müssen euch nicht erzählen in welch verrückter Situation sich die Welt gerade befindet. Wenn man täglich von Hamsterkäufen, geklauten Desinfektionsmitteln und abgesagten Events liest, dann kommt so ein Signal des Zusammenhalts ganz gelegen. Devesh Raj, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sky Deutschland:„In herausfordernden Zeiten müssen wir alle zusammenstehen. Wir bei Sky glauben fest an die Kraft des Sports, die Menschen zusammenbringt – auch wenn sie getrennt sind. Für uns ist es selbstverständlich, unseren Teil dazu beizutragen, indem wir diese Spiele mit allen teilen, so dass möglichst viele Fußballfans die Bundesliga live erleben können“.
Am Donnerstag den 12. März 2020 fassten die Ministerpräsidenten einen Beschluss, nachdem der monatliche Rundfunkbeitrag von derzeit 17.50 Euro auf 18.36 Euro (86 Cent) steigen soll.
Was soll man dazu noch schreiben. Die Erhöhung des Rundfunkbeitrages um 86 Cent ist an sich sicherlich kein Problem, die paar Cent kann sich sicherlich jeder leisten. Jedoch muss man sich bei den Öffentlich-Rechtlichen doch mal gehörig an den Kopf fassen. Wir hatten ja bereits darüber berichtet, dass von den Intendanten immer wieder Einsparungen im Programm und der Verwaltung bei ARD, ZDF, Deutschlandradio & Co. verlangt wird, jedoch scheinen die Verantwortlichen unter Amnesie zu leiden, sobald es um die eigenen Gehälter geht. Das Gehalt von Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayrischen Rundfunks, stieg von 2015 bis 2018 um ganze 19.5 Prozent! Und diese Erhöhung fällt mal so richtig ins Gewicht, wenn man weiß, dass Wilhelm 2018 gute 392.000 Euro im Jahr verdient hat.
„Können keine jungen Leute einstellen“
Und jetzt ratet mal, wer dagegen von den ganzen Einsparungen betroffen ist? Die „kleinen“ Mitarbeiter oder junge Leute, die aufgrund der Einsparungen keinen Einstieg bei den Öffentlich-Rechtlichen finden. Der BR könne immer weniger junge Leute einstellen, weil man an immer mehr Stellen sparen müsse, hatte der Verwaltungsdirektor des Bayrischen Rundfunks im November 2019 betont. Sein Gehalt stieg übrigens von 2015 bis 2018 um 13.9 Prozent.
Mittelmäßiges Programm
Über die Programmqualität möchten wir uns gar nicht erst aufregen. Es gibt immer ein paar Lichtblicke und Evergreens wie den Tatort und die Übertragung der Fußball EM und WM. Einige Formate auf ZDF Neo kommen auch beim jüngeren Publikum sehr gut an. Ich persönlich finde jedoch sehr selten Gefallen am Programm der Öffentlich-Rechtlichen. Die „ersten Programme“ werden auch meistens übersprungen, sollte der Satellitenreceiver mal genutzt werden.
Und ganz ehrlich, es gibt andere Themen, die jetzt auf jeden Fall Vorrang hätten. Aber für eine schnelle Gehaltserhöhung, hat es dann doch gereicht. Mir fällt dazu gerade nicht mehr viel ein. Habt ihr einen Kommentar für uns?
Amazon verleiht Filme für je 99 Cent. Erstmals befindet sich in der Auswahl neben Filmen in HD auch ein Titel in 4K Auflösung (mit HDR) wieder. Hier geht es zu den Bockbustern!
Ja die Auswahl der Prime Deals ist diesmal nicht so umfangreich, dafür gibt es mit „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ erstmals einen Titel, der in 4K Qualität mit HDR ausgeliehen werden kann. Insgesamt sind es 11 Titel, wobei zwei Titel (unter anderem F&F sowie Traumfabrik) doppelt aufgelistet werden. Man sollte auch beachten, den richtigen Hobbs & Shaw auszuwählen. Die 4K Version ist in der Auswahl weiter unten. Die obere Variante ist nur in HD-Qualität verfügbar. „DieTraumfabrik“ gibt es dagegen einmal mit und einmal ohne Bonus-Content.
Ansonsten wäre noch „Angel has fallen“ und „Escape Plan: The Extractor“ (Stallone, Bautista) zu erwähnen, die man sich für diesen Preis sicherlich genehmigen kann. Für „Familienkino“ sorgt indessen „Benjamin Blümchen – Der Film“ und „Playmobil – Der Film“. Und persönlich (und wohl auch der Amazon Community) hat zudem „Stuber – 5 Sterne Undercover“ sehr gut gefallen. Die Komödie mit Dave Bautista und Kumail Nanjiani (Silicon Valley) bietet sehr gute und kurzweilige Unterhaltung.
30 Tage Zeit zur Wiedergabe
An dieser Stelle immer unser Hinweis, dass die ausgeliehenen Titel nicht gleich bis zur Ende der Aktion (endet am Sonntag den 15.03. um 23:59 Uhr) angesehen haben müsst. Ihr könnt euch mehrere Titel ausleihen und die Wiedergabe innerhalb der nächsten 30 Tagen starten. So kann man sich auch ein „Polster“ anlegen, sollte das Wetter einmal schlechter werden, oder (Gott bewahre) man muss in Quarantäne. Hat man die Wiedergabe einmal angefangen, kann der Filmtitel innerhalb von 48 Stunden so oft gestartet und angesehen werden wie man möchte.
Weitere Aktionen und Schnäppchen findest du in unsrem Angebote-Special!
Amazon bietet Partnern die Möglichkeit an, ihre Smart TVs auch als sogenannte „Fire TV Edition“ zu veröffentlichen. Bisher nehmen nur wenige Hersteller diese Chance wahr. Die Erklärung ist nun gefunden… und sie hängt mit Google zusammen.
So fallen einem nur wenige Anbieter ein, die Fernseher als solche Amazon Fire TV Editionen anbieten. Das verwundert auf den ersten Blick, denn Amazons Marke ist schlagkräftig. Bisher kommt Amazon da aber kaum voran und findet nur wenige Interessenten. Das ist offenbar kein Zufall. Brancheninsider erklären, dass dies an Google liege.
Hersteller, die nämlich Android TV von Google für ihre Fernseher als Betriebssystem verwenden wollen, müssen wohl zustimmen, dass sie keine Geräte mir Android-Forks veröffentlichen – und dazu zählt eben auch Amazons Fire TV OS. Sollte ein Unternehmen sich dem verweigern, dann würde es den Zugriff auf die Google-Dienste bzw. -Apps wie den wichtigen Play Store verlieren, über den Apps bezogen werden.
Im Wesentlich hätte Google, sollten diese Aussagen zutreffen, Amazon damit erhebliche Steine in den Weg gelegt. Es wäre aber eine logische Erklärung dafür, warum aktuell nur wenige Hersteller wie Grundig TVs als Amazon Fire TV Editionen anbieten. Google selbst wollte sich auf Nachfrage von Kollegen bisher nicht zu dieser Angelegenheit äußern. Sollten diese Behauptungen so zutreffen, wie sie anonyme Mitarbeiter aus der Industrie berichten, könnte die EU-Kommission eventuell an der Sache Interesse haben.
Google will eine Fragmentierung verhindern
Nun ist die Frage, warum Google so vorgehen könnte: Android ist Open Source. Allerdings hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben eine Fragmentierung des Betriebssystems zu verhindern. Deswegen gibt man seine Dienste und etwa den Play Store nur dann für Partner frei, wenn sie keine Android-Forks verwenden. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt: Eigene Oberflächen, wie sie Smartphone-Hersteller lieben, sind natürlich erlaubt – aber eben keine kompletten Abwandlungen der Plattform, wie sie Amazon mit dem Fire TV OS vorgenommen hat.
Google argumentiert, dass man dann nicht garantieren könne, dass Android-Apps überall funktionieren – das sei für die Nutzer schädlich. Die exakten Vereinbarungen hält Google aber unter Verschluss. Sie stehen nur Google selbst und den Partnern zur Verfügung. So mag Google zwar argumentieren, man wolle die Verwendung von Android-Forks einschränken, um eine Fragmentierung und Kompatibilitätsprobleme zu verhindern, gleichzeitig kommt das aber natürlich in erster Linie dem unveränderten Android TV zugute und behindert andere Anbieter – in diesem Fall Amazon.
Die Deutsche Telekom hat einen Exklusiv-Deal mit Disney+ ausgehandelt: Kunden des Unternehmens erhalten volle sechs Monate kostenlosen Zugriff auf das Streaming-Angebot!
Welche Kunden dürfen denn über Disney+ für ein halbes Jahr gratis streamen? Nun, laut dem Telekommunikationsanbieter seien das alle Kunden von MagentaMobil, MagentaZuhause und MagentaTV. Wir hatten ja kürzlich schon darüber berichtet, dass die Deutsche Telekom da emsig mit Disney verhandelt hat. Offenbar ist man sich da einig geworden. Über die bei Disney+ verfügbaren Filme und Serien haben wir ebenfalls bereits berichtet.
Der Präsident von The Wald Disney Company EMEA, Jan Koeppen, gibt sich euphorisch zum Deal mit der Deutschen Telekom: „Mit der Deutschen Telekom als unserem Vertriebspartner für Disney+ in Deutschland können wir jetzt Millionen von Telekom-Kunden verschiedene Wege anbieten, über die sie unsere Filme und Serien erleben können.“
Nachdem die ersten sechs, kostenlosen Monate abgelaufen sind, soll es übrigens für Kunden der Deutschen Telekom einen „attraktiven Preisvorteil“ geben, wenn das Abonnement von Disney+ fortgeführt werden soll. Ab dem 7. Monat wird Disney+ dann nämlich 5 Euro im Monat kosten. Der reguläre, monatliche Preis beträgt 6,99 Euro.
Deutsche Telekom integriert Disney+ auch in seine Receiver
Wie sich bereits zuvor abgezeichnet hatte, so wird die Deutsche Telekom Disney+ außerdem auch in seine Receiver integrieren bzw. die App dort anbieten. Man strebt also nach einer engen Verzahnung mit MagentaTV. Unten findet ihr auch noch die exakten Konditionen:
Telekom Disney+ Option
Die Telekom Disney+ Option (Registrierung und Akzeptanz der Nutzungsbedingungen bei Disney+ erforderlich) ist in den ersten 6 Monaten zu MagentaZuhause oder MagentaMobil Tarifen (ab der 3. Generation) kostenfrei zubuchbar (z. B. zu MagentaZuhause S für 34,95 €/Monat und MagentaMobil S für 39,95 €/Monat, Mindestvertragslaufzeit jeweils 24 Monate, Bereitstellungspreis 69,95 € bzw. 39,95 €).
Die Laufzeit beginnt mit der Bereitstellung bzw. bei Erhalt der E-Mail zur Registrierung bei Disney+.
Ab dem 7. Monat kostet die Option 5 €/Monat (entspricht dem Standard-Angebot von Disney+ im Wert von 6,99 €/Monat).
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 1 Monat.
Die Kündigung erfolgt gegenüber der Telekom.
Bei Kündigung des MagentaZuhause oder MagentaMobil Basisvertrags entfällt die Telekom Disney+ Option.
Voraussetzung für die stationäre Nutzung ist z. B. ein Smart TV, der MagentaTV Stick oder Apple TV bzw. Google Chromecast.
Bei mobiler Nutzung ohne StreamOn Music&Video erfolgt eine Anrechnung auf das monatliche Datenvolumen.
Das Angebot ist gültig bis 19.05.2020.
Hinweis: MagentaTV App- und MagentaTV Stick Kunden haben die Möglichkeit, sich über „jetzt vorbestellen“ als Interessenten für die Telekom Disney+ Option zu registrieren. Nach Registrierung in der Vorvermarktungsphase erhalten die Interessenten am 24.03.2020 eine E-Mail mit dem Hinweis zur Buchungsmöglichkeit von Disney+.
Aus heutiger Sicht kaum zu glauben: Aber als Das Dschungelbuch 1967 veröffentlicht wurde, war man keineswegs einhelliger Meinung, es hier mit einem Meisterwerk zu tun zu haben. Der letzte Trickfilm unter der Ägide des kurz vor Veröffentlichung des Films verstorbenen Walt Disney fiel bei zahlreichen Kritikern durch. Auch bei Fans der Buchvorlage von Rudyard Kipling stieß Disneys Variante teilweise auf wenig Gegenliebe. Zu heiter und vergnügt erschien den Anhängern des Buchs der Film, den Disney höchstpersönlich noch „entdüstern“ ließ. Vielleicht war es also an der Zeit, die Story wieder etwas stärker am Roman entlang zu hangeln – und zwar als Realfilmversion. Disney wollte nun wieder näher an die Figur des Mogli und das Dschungelsetting heran, gleichzeitig aber auch der Romanvorlage etwas enger verbunden bleiben. Mit Iron-Man-Regisseur Jon Favreau angelte man sich dafür einen zwar durch die Marvel-Verbindung mit dem Disney-Konzern verbandelten Filmemacher, setzte aber gleichzeitig auf dessen neutrale Herangehensweise an den Stoff. Immerhin kommt Favreau eher aus dem SciFi-Fantasy und Komödienfach.
Doch genau dieser frische Wind tut der Realverfilmung gut. Moment, Realverfilmung? Wenn man’s genau nimmt, besteht The Jungle Book zu vermutlich gut über 90% aus computergenerierten Bildern. Von „Real“ kann also eigentlich keine Rede sein, wenn man bedenkt, dass einzig Mogli-Darsteller Neel Sethi und ein paar Wasser-/Schlammszenen wirklich echt sind. Doch solange es 3D animiert ist und irgendwie echt aussieht, wird die Begrifflichkeit entsprechend schwammig. Wirklich echt sahen die Tieranimationen 2016 dann aber wirklich aus. Jedenfalls so echt, dass viele Rezipienten und Kritiker sie ausdrücklich lobten und als so positiv bewerteten, dass gerade diese Animationen dazu führten, dass man sich in der Geschichte verlieren konnte.
Mogli wuchs bei den Wölfen auf
Tatsächlich sind vor allem die Sprechanimationen wirklich sehr gut gelungen und bewirken eine erstaunlich natürliche Dynamik, die nicht von der eigentlichen Handlung ablenkt. Gegenüber dem drei Jahre später realisierten „Realfilm“-Remake von Der König der Löwen stören hier auch die Songs nicht über die Maßen, da es am Ende nur zwei echte Gesangstitel in den fertigen Film geschafft haben und diese auch eher kurz ausfallen. Favreau inszenierte The Jungle Book 2016 allerdings noch mit mehr Freiheiten als drei Jahre später die Löwenkönig-Neuverfilmung. Etwas näher am Buch ist beispielsweise die düstere und ernsthaftere Stimmung. Gerade die Figur des Shir Khan kommt ziemlich fies rüber – und das nicht nur, weil Ben Becker den bösen Tiger mit einer immensen Wucht und Leidenschaft spricht. Auch potenziell lebensbedrohliche Situationen für Mogli wirken durch die Realfilm-Umgebung packender, spannender und gefährlicher.
Gekontert wird das mit einem zeitgemäßen Humor und teils herrlich sarkastischen Sprüchen, die der Zeichentrickfilm von 1967 nicht kennt. Ein bisschen bekommt sogar die Geschichte selbst ihr Fett weg. So beispielsweise, wenn Balu das Gesetz der Wölfe als Propaganda bezeichnet. Im gleichen Atemzug lernt Mogli bei Balu das Prinzip der Toleranz und der Individualität. Während die Wölfe den Tricks des kleinen Menschenjungen immer skeptisch gegenüber standen, weil es eben nicht die „Wolfsart“ ist, fördert Balu sie – okay, natürlich nicht, ohne selbst davon zu profitieren.
Baghira hält seine schützende Pfote über den Menschenjungen
Gleichzeitig gibt’s natürlich auch hier ein bisschen Ökokritik an der Zerstörungswut der Menschen, die schon mal verbrannte Erde hinter sich zurücklassen. Die Motive Shir Khans sind deshalb ja emotional durchaus nachvollziehbar. Trotz aller Neuinterpretation ist Favreau aber natürlich ein schlauer Fuchs. Legendäre Szenen wie das gemeinsame Singen von „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ auf dem Fluss werden selbstredend nicht ausgelassen, sondern charmant integriert. Die Action, die es zwischendurch zu bewundern gibt, ist für den erwachsenen Zuschauer außerdem wirklich packend. Ob das der erste Angriff Shir Khans ist, die Eröffnung des Films selbst oder auch die spektakuläre Sequenz beim Affentempel – das ist schon klasse inszeniert.
Was für die älteren Fans richtig fesselnd gerät, könnte die kleineren 6-12-jährigen aber etwas überfordern. Der finale Kampf mit und gegen Shir Khan ist dramatisch, düster und in Bezug auf dessen Aggression gegen die anderen Tiere auch ziemlich erschreckend. Dass die kleinen Kids aber nicht verstört zurückbleiben werden, liegt am starken Identifikationspotenzial der Hauptfigur: Großes Kompliment deshalb an den damals 13-jährigen Neel Sethi. Der junge Darsteller, der seinerzeit lediglich in Kurzfilmen mitgespielt hatte, befand sich während der Dreharbeiten stets in Studios vor Bluescreen-Wänden und agierte entweder mit Lifesize- oder Handpuppen. Letztere bewegte dann meist Regisseur Favreau selbst. Das gleichzeitig so authentisch und emotional zu spielen, auf dass auch der jüngere Zuschauer wirklich in der Story aufgehen kann, hätte vermutlich nicht mal jeder erwachsene Profi-Schauspieler geschafft. Etwas schade ist, dass die Episode mit der Schlange Kaa ziemlich kurz geraten ist – gerade, weil sie eine entscheidende Nachricht für Mogli hat.
The Jungle Book ist praktisch komplett im Computer entstanden, was zu einer Fülle an CGIs führte, die in ihrer Weiterverarbeitung entsprechend datenhungrig sind. Das ist in der Regel verantwortlich dafür, dass diese in 2K gerendert werden, da ein Hin- und Herschicken der Daten schlicht zu viel Ressourcen frisst. Die Realfilm-Aufnahmen von Mogli-Darsteller Neel Sethi wurden mit einer ARRI Alexa XT aufgenommen, die eine Auflösung von 3.4K lieferte. Allerdings wurde auch das im Zuge mit den 2K-CGI über ein 2K DI auf die UHD gemastert. Zusätzlich kam natürlich ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Kontrastdynamik nach dem statischen Verfahren HDR10 mit auf die Disk.
Im laufenden Bild führt das erst einmal nicht zu einem deutlich sichtbaren Auflösungsvorsprung. Das liegt zum einen daran, dass die Realfilm-Aufnahmen von Mogli absichtlich etwas abgesoftet wurden, damit sie sich nicht zu krass von den 2K-gerenderten CGIs unterscheiden. Zum anderen holt ein 4K-Upscale aus 2K-CGIs eben nicht raus, was nicht wenigstens irgendwann mal vorhanden gewesen ist.
Außerdem gibt es auch hier immer noch Unruhen auf dem Fell der Tiere (4’30) oder im sich wiegenden Gras (6’23). Wenn man sich das Tierfell anschaut, wird schon noch deutlich, dass zwischen The Jungle Book und Der König der Löwen noch einmal drei Jahre Progression in der Entwicklung von feinst aufgelösten CGI-Details ins Land zogen. Denn obwohl die UHD vom Löwenkönig ebenfalls nur eine hochskalierte Scheibe ist, hat sie einfach eine Fülle mehr an Details in Härchen und Fellstrukturen.
Die Close-ups von King Louie liefern eine phänomenale Detaildarstellung
In puncto Kontrastdynamik und Brillanz ist die UHD aber stets eine Nase vor der Blu-ray. Ohne ein grundsätzlich anderes Color Grading zu liefern, sind Pflanzen natürlicher grün und nicht so lindgrün. Der Urwald ist weniger gelbdominiert und es gibt sichtbar mehr Differenzierung in Übersichtsszenen von Bäumen oder Lehmböden. Die helleren Spitzlichter sorgen für ein stärkeres Leuchten in den Augen, wenn Mogli und die Tiere in den dunklen Szenen gefilmt werden – dunkle Szenen, die glücklicherweise nicht deutlich aufgehellt werden, sondern mit der Blu-ray auf einem Schwarzlevel-Niveau liegen. Gleichzeitig bleiben helle Oberflächen glücklicherweise besser durchzeichnet und neigen nicht im gleichen Maße unter Überstrahlen wie es bei der BD der Fall ist. Insgesamt ist die UHD von Jungle Book die bessere Wahl, auch wenn sie sich nicht ganz oben einreihen kann, weil dafür schlicht Bildruhe und -auflösung fehlt.
Beim Ton der UHD zunächst die vermeintlich schlechte Nachricht: Auch für The Jungle Book hat man den Ton insofern verändert, dass das für Disney typische Dolby Digital Plus Einzug gehalten hat, was die deutsche Synchro angeht. Dolby Atmos gibt’s dafür für die englische Fassung. Bei den allermeisten UHDs sorgte das bei BEIDEN Sprachen für eine leisere Abmischung und leider oft auch für eine Verringerung der Dynamik.
Nun die gute Nachricht: Sieht man von der auch hier notwendigen Erhöhung der Lautstärke (ca. 4-5 dB) ab, bleibt die Dynamik erhalten – und das sogar für die Dolby-Digital-Plus-Spur. Natürlich darf das nach wie vor kritisiert werden, wenn man – ausgehend von der Blu-ray – den Ton mit einer drastischeren Kompression auf der eigentlich hochwertigeren Disk abliefert. Doch mittlerweile muss man dankbar sein, wenn das eben nicht zu einer hörbaren Einschränkung führt – abgesehen eben von der notwendigen Anhebung der Lautstärke.
Vermutlich der berühmteste Song der Disney-Geschichte
Einmal das Volumen um die angesprochenen 4-5 dB erhöht, gelten dann die gleichen Attribute wie für die Blu-ray. Druck, Volumen, Differenzierung und vor allem der Effektereichtum sind absolut ebenbürtig und machen genauso viel Freude wie über die HD-Scheibe. Was schon die Eingangssequenz an Dschungel-Atmosphäre und sensationell schön aufgelöstem und feinen Percussion-Sounds liefert, ist referenzwürdi. Die Ortbarkeit von Stimmen, die Verteilung von den Geräuschen der Insekten, die sanften Klänge des Scores – das ist alles wirklich fantastisch gemastert. Gleiches gilt für das Gewitter und den Regen nach einer knappen Viertelstunde, der fein aufgelöst zu Boden fällt. Auch der Wasserfall rauscht beeindruckend voluminös zu Boden. Shir Khans Angriff nach gut 20 Minuten setzt dann eine Gnu-Herde in Gang, die aus dem Heimkino Kleinholz macht, wenn man es drauf anlegt. Die Wucht der trampelnden Herde ist phänomenal, bleibt aber gleichzeitig definiert und präzise, ohne ins bloße Wummern abzudriften.
Zumal die Stimmen wunderbar kräftig und exakt wiedergegeben werden. Und nimmt man King Louis Organ während des Dialogs im Affentempel, klingt dieser sogar druckvoller als Walkens Originalstimme. Apropos Stimme: Während die reguläre Ebene damit abgefrühstückt wäre, bleibt natürlich noch die 3D-Sound-Qualität der englischen Atmos-Version.
Und die hat es tatsächlich in sich. Mit dediziert von der regulären Ebene getrennten Panflöten, welche die Musik über die Atmos-Fassung nochmals viel luftiger und räumlicher präsentieren, beginnt das Intro. Zirpende Insekten, Vogelgeräusche und das Fauchen Baghiras kommen dann zusätzlich und korrekt verortet von oben. Das Gewitter, das sich nach etwas über zehn Minuten ankündigt, wird dann ebenfalls aus den Heights unterstützt. Allerdings in der Folge auch mit dem fallenden Regen, was streng genommen nicht korrekt ist, da man Regen nicht fallen hört, solange man nicht unter einem Dach oder ähnlichem steht.
Wenn Shir Khan auftritt, hat der Sound meist gut zu tun
Absolut korrekt hingegen die Wassergeräusche, die Mogli umgeben, nachdem er den schlammigen Abhang runterfällt und vom Wasser umgeben wird. Auch die exotischen Tiere kurz vor seinem Treffen mit Kaa hört man dezent von oben. Auch die putzigen Räuber der Früchte hat man mit niedlichen Geräuschen auf die Heights gelegt und Kaas Stimme (Scarlett Johansson) verteilt sich sensationell über alle vier Speaker – einer der bis zu dem Zeitpunkt eindrücklichsten 3D-Sounds (ab 30’30). Nett sind auch die schwirrenden Bienen bei Moglis erstem Versuch, den Honig zu ernten. Klasse sind dann wieder die Affen-Kreischereien, wenn die Primaten Mogli durch die Baumwipfel entführen. Auch in der Folge bleiben diese Szenen mit die aktivsten überhaupt, denn auch in King Louies Höhle hört man ständig Gekreische von den Heights. Was letztlich ein bisschen zu dünn gerät, sind die generellen Urwaldgeräusche. Hört man welche von oben, sind diese meist sehr leise geraten. Hier hätte man noch etwas mehr generelle Räumlichkeit erzeugen können. Und auch im Finale bleibt das 3D-Ton-Geschehen etwas unter den Möglichkeiten.
Deutsch: Dolby Digital Plus 7.1 (95%) 2D-Betrachtung
Das Bonusmaterial von The Jungle Book befindet sich auf der Blu-ray – und zwar auch der Audiokommentar von Jon Favreau, der ebenfalls nicht auf die UHD gelangte. Drei weitere Featurettes finden sich auch noch dort. In „Ich bin Mogli“ geht es rund acht Minuten lang um das Casting des jungen Neel Sethi in der Titelrolle. Man bekommt gleichzeitig Einblick in die Arbeiten vor der Bluescreen-Leinwand und mit den Kollegen, die als Puppenanimateure aushalfen. Es wird wunderbar anschaulich, wie genau die Dreharbeiten abliefen. „King Louies Tempel“ läuft drei Minuten und zeigt nahezu alle Aspekte der Szene im Affentempel — von der Animation über die Musik bis hin zu Walkens Synchro. Das Making-of nimmt sich 35 Minuten Zeit, um sowohl die Arbeiten im Studio als auch sehr entspannte Talkrunden zwischen Favreau und Produzent Taylor sowie Visual Effects Supervisor Legato zu zeigen. Letzteres fand retrospektiv statt und hält einige nette Anekdoten bereit. Außerdem geben sie preis, dass die erste Fassung offenbar noch weit düsterer und brutaler ausgefallen war.
Gesamtbewertung Jungle Book (88%)
Jungle Book verrät glücklicherweise nicht den Zeichentrickfilm von 1967 und schafft es dennoch, eine neue Generation mit der warmherzigen und tiefgründigen Geschichte zu begeistern. Viel mehr hätte man sich von Favreaus Remake nicht wünschen können. Dazu sind die Tier-CGIs wirklich hervorragend gelungen und bereiteten den Weg für den drei Jahre später realisierten König der Löwen. Technisch kann die UHD mit etwas mehr Kontrast, den besseren Spitzlichtern und vor allem der besseren Durchzeichnung auf hellen Oberflächen dienen. Dazu gesellt sich ein munterer Atmos-Sound für Fans des O-Tons.
Ist das nicht der Traum eines jeden Heimkinobauers? Die Wireless Speaker and Audio Association (WiSA) hat angekündigt, Dolby Atmos Unterstützung für ihren Standard via Firmware-Update nachzureichen.
Die WiSA erlaubt es Audio von einem Fernseher oder Player kabellos (über einen WiSA USB Dongle) an kompatible Lautsprecher zu übertragen. Der Standard wird unter anderem von LG Electronics, Bang & Olufsen, Microsoft Xbox, Harman Kardon, TCL, Klipsch, JBL, Sound United (Denon, Marantz, Polk…) uvm. unterstützt. Die UHD und OLED-Fernseher von LG unterstützen WiSA bereits seit ihrem 2019 Lineup. Bedeutet, mit einem Dongle war es möglich 5.1 Surround-Sound kabellos an ein kompatibles Lautsprecher-Setup zu verteilen. Selbst wenn die Lautsprecher einzeln mit Strom versorgt werden müssen, ist es praktisch, dass die zusätzliche Verbindung für die Signalübertragung (meist über HDMI oder Audio-Kabel vom Receiver ausgehend) wegfällt. So lassen sich die Lautsprecher einfacher und ggf. freier im Raum platzieren.
Können Dolby Atmos Audiosignale bald kabellos über WiSA übertragen werden || Bild: WiSA
Wie gerade angemerkt, war der WiSA Standard bis zuletzt auf ein 5.1 Surround-Setup limitiert. Mit der neuen Firmware lassen sich nicht nur mehr Lautsprecher verbinden, die Klanginformationen können zukünftig auch Höhenlautsprechern zugewiesen werden.
Dolby Atmos kabellos übertragen
„Wir freuen uns sehr, unseren TV- und Senderpartnern die Möglichkeit zu bieten, Dolby Atmos-Inhalte drahtlos an WiSA-zertifizierte Lautsprecher zu senden und unseren Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, ihr drahtloses Audiosortiment mit Atmos-Lösungen zu erweitern“, sagte Tony Ostrom, Präsident von WiSA. „Durch Hinzufügen dieser Funktion werden Anfragen bedient, die wir sowohl von WiSA-Mitgliedern als auch von Verbrauchern erhalten haben. Wir freuen uns darauf, WiSA Ready- und WiSA-zertifizierte Produkte vor Ort zu sehen, die den Prozess der Erstellung dreidimensionaler immersiver Audioerlebnisse zu Hause erheblich vereinfachen.“
Nutzer können zukünftig neben den Surround-Informationen auch Audiokanäle für Höhenlautsprecher vorne, hinten und an der Seite zuweisen. Die Unterstützung für Dolby Atmos ist auch gar nicht mehr so weit entfernt. Bereits im zweiten Quartal 2020 soll das entsprechende Firmware-Update ausgerollt werden. Womöglich bekommt der WiSA Standard nach dieser Neuerung endlich etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Es wäre doch mehr als cool, wenn das Dolby Atmos Signal über die integrierte Streaming-App eines LG OLEDs oder vielleicht einer neuen Xbox Series X oder Playstation 5 Konsole kabellos an ein Dolby Atmos Setup übertragen werden könnte.
Amazon hat es echt durchgezogen. Das Unternehmen hat im Streit mit Warner Bros. Home Video den Kinoblockbuster „Joker“ bis zum Releasedatum nicht zur Vorbestellung angeboten. Heute können Amazon-Kunden endlich den Oscar-prämierten Film ordern.
Was wir für lächerlich erachten ist für Amazon und Warner bitterer ernst. Wir hatten bereits davon berichtet, dass Amazon Disc-Releases von Warner nicht zur Vorbestellung anbietet. Dahinter stecken wohl „festgefahrene“ Verhandlungen oder eine Blockade von einem der Partner. Wir könnten uns gut vorstellen, dass Amazon bei Warner-Titeln mit Absicht keine Vorbestellungen zulässt, um den eigenen Forderungen (womöglich nach besseren Konditionen) mehr Nachdruck zu verleihen. Bislang gibt es dabei nur Verlierer. Amazon kann keine Vorbesteller sammeln, Warner bekommt dadurch womöglich weniger Stückzahlen am Markt platziert und der Kunde mit einem Prime Abonnement, kann erst zum Release bestellen.
4K Master mit Dolby Vision & Atmos
Sehr unschön, die beliebte 4K Blu-ray in der Steelbook-Variante ist innerhalb kürzester Zeit ausverkauft gewesen und wird jetzt bereits für über 90 Euro über den Amazon Marketplace angeboten. Vor allem bei einem Titel wie „Joker“ wünscht man sich doch eine besondere Verpackung. Womöglich hat Warner auch weniger von dieser limitierten Variante aufgrund des Streits produziert, wer weiß. Wenigstens geht Warner bei diesem Titel in die Vollen: Ein 4K Kinomaster mit HDR10 und Dolby Vision sowie Dolby Atmos 3D Sound in Deutsch und Englisch – Perfekt. Anbei findet ihr die aktuellen Listungen für „Joker“ auf Amazon.de:
Google Stadia muss den nächsten Flop hinnehmen: Der eigentliche Vorzeigetitel „Doom Eternal“ wird beim Cloud-Gaming-Anbieter kein natives 4K unterstützen.
Bitter ist jenes besonders, das die Entwickler von id Software von Anfang an eng mit Google zusammengearbeitet haben. So wurde „Doom Eternal“ von Google oftmals als eine Art Flaggschiff-Titel hervorgehoben. Während einer Ankündung auf der GDC 2019 bestätigte der id-Chef Marty Stratton außerdem noch, dass „Doom Eternal“ bei Stadia „true 4K“ bieten werde.
Es ist leider nichts Neues, dass 4K sich bei Google Stadia als Mogelpackung erweist. So laufen etwa auch Titel wie „Destiny 2“ oder „Red Dead Redemption 2“ bei Stadia nicht in nativem 4K und werden lediglich hochskaliert. Das ist insgesamt unverständlich, da beispielsweise „Red Dead Redemption 2“ an der Xbox One X von Microsoft durchaus in nativem 4K berechnet wird. Kritiker fragen deshalb, warum Google Stadia das mit überlegener Leistung nicht zustande bringt.
So wirbt Google für seinen Game-Streaming-Dienst mit einer Leistung von 10,7 TFLOPS und grinste anfangs: So viel Leistung wie eine PS4 Pro und Xbox One X kombiniert, das soll Google Stadia bieten. Jetzt stellt sich heraus, dass Google den Mund wohl deutlich zu voll genommen hat. So wird „Doom Eternal“, das hat Bethesda bestätigt, bei Google Stadia nativ in 1800p mit 60 fps berechnet. Anschließend wird das Spiel hochskaliert zu 2160p.
Microsoft Xbox One X zieht gleich
Pikant: Die Xbox One X rendert „Doom Eternal“ laut Bethesda in exakt der gleichen Auflösung. Nun ist es natürlich möglich, dass die Detaileinstellungen bei Google Stadia höher liegen, als an der Konsole. Denn die berechnete Auflösung sagt nicht alles über das Bild aus. Kalkuliert man dann aber die Videokompression bei Google Stadia ein, dann ist fest damit zu rechnen, dass an der Xbox One X wohl das deutlich knackigere Bild zu sehen sein sollte.
id Software ist dafür bekannt technisch an vorderster Front zu stehen und besonders effizient zu optimieren. Direkt zu Anfang nannte Google das Studio daher ganz bewusst als wichtigen Partner. Wenn selbst dieser Entwickler für ein Stadia-Vorzeigespiel kein natives 4K erreicht, dann ist es eventuell wirklich an der Zeit, sich um 4K bei Google Stadia Sorgen zu machen.
Die Sony PlayStation 5 wird Ende 2020 auf den Markt kommen. Was die Games betrifft, so soll der Fokus der First-Party-Entwickler weiterhin auf Singleplayer-Titeln mit besonders einnehmenden Geschichten liegen.
Bekräftigt hat dies in einem Interview, der komplette Audio-Mittschnitt steht auch an dieser Stelle zur Verfügung, der Leiter der PlayStation Worldwide Studios, Hermen Hulst. Früher war Hulst Managing Director bei Guerilla Games („Horizon Zero Dawn“). Laut Hulst sei es dabei auch sein Ziel, dass die verschiedenen PlayStation-First-Party-Entwickler in Zukunft enger zusammenarbeiten können. Zu dem Netzwerk der PlayStation Worldwide Studios zählen namhafte Entwickler wie Sucker Punch („inFamous: Second Son“), Media Molecule („Dreams“) und Polyphony Digital („Gran Turismo Sport“).
Der Fokus liege dabei generell auf Qualität und guten Geschichten. Besonders sei auch, dass Sony es sich leisten könne es es auch für wichtig halte seinen First-Party-Entwicklern stets die notwendige Zeit zu geben, um ihre jeweiligen, kreativen Visionen umzusetzen. Das sei laut Hulst leider in der Spieleindustrie aktuell alles andere als selbstverständlich, weswegen auch viele Games zu früh und unfertig oder fehlerhaft auf den Markt gebracht würden. Davon werde sich Sony auch in Zukunft scharf abgrenzen.
Über Einzelheiten zu Spielen für die kommende PlayStation 5 und entsprechende Games konnte der Manager natürlich noch nicht sprechen. Auch die PS4 sei aber noch nicht im Ruhestand und werde im Verlauf des Jahres zwei hochkarätige Exklusivtitel erhalten: „The Last of Us Teil II“ am 29. Mai; und „Ghost of Tsushima“ am 26. Juni.
Story und Singleplayer: Der Fokus für kommende PS5-Titel
Hermen Hulst bekräftigt: „Wir konzentrieren uns auf hochwertige Exklusivtitel. Und auf geschichtenorientierte Spiele für Einzelspieler.„ Dieser Fokus ist es auch, der die First-Party-Spiele von Sony aus dem Einheitsbrei hervorstechen lässt und in der PS4-Ära die Gamer begeistert hat. So haben Titel wie „Horizon Zero Dawn“, „God of War“ und „Uncharted 4“ nicht nur bei Kritikern abgeräumt, sondern sie wurden auch exzellent verkauft.
Dabei kommentierte der Chef der PlayStation Worldwire Studios auch die kommende PC-Version von „Horizon Zero Dawn“. So werde Sony da jeweils im Einzelfall entscheiden, welche Titel den PC erreichen werden. Es sei aber ein guter Weg, um auch PC-Gamern zu zeigen, was sie womöglich an einer Konsole verpassen und sie eventuell auf den Geschmack zu bringen.