Philips darf sich über einen weiteren Ritterschlag für seinen OLED+ 903 4K Fernseher mit Ambilight freuen. In einem „Blindtest“ wählte die Leserjury des video-Magazins das Modell im direkten Vergleich zum besten OLED-TV.
Leser und Leserinnen des video-Magazins fanden sich in der BMW-Welt in München zusammen um in einen sogenannten „Shootout“ den besten OLED-TV des Jahres zu wählen. Ein ähnliches Event gab es bereits im November 2017 in London, an dem der Philips POS9002 als Sieger hervorging. Jetzt macht es ihm sein „Nachfolger“ gleich. Ausgestattet mit der „zweiten Generation“ des P5 Prozessor mit „Perfect Natural Reality“ (HDR-Upscaling) konnte er sich gegen die Konkurrenz-Geräte Sony AF9, Panasonic FZW804 und LG C8 durchsetzen – alle mit 65 Zoll. Die Fernseher wurden laut Angaben von Philips vom Team des video-Magazins professionell kalibriert mit deaktivierten Bildverbesserungs-Algorithmen um die grundlegende Bildqualität besser beurteilen zu können.
Insgesamt 35 Leser- und Leserinnen fanden sich zu diesem Event zusammen und mussten in einem Blindtest die Bildqualität der vier OLED-TVs bewerten. Dafür wurden die Geräte auf gleicher Höhe aufgestellt, Rahmen und Standfüße waren versteckt. Beim Umschalten wurden die Bildschirme abgedeckt damit das Menü keinen Hinweis auf das Modell oder Hersteller geben konnte. Zugespielt wurden elf Videos von einem Media-PC und einer Xbox One X – jeweils zwei Mal. Neben regulären HD- & 4K-Inhalten wurde auch Material im HDR-Format gezeigt. Das Ergebnis im ersten Durchlauf deutete bereits auf einen Sieg des OLED+ 903 hin. Mit 33 Prozent der Stimmen, vor Panasonic mit 23 Prozent sowie 22 Prozent „ohne Präferenz“. Der LG C8 und Sony AF9 teilten sich die restlichen 22 Prozent auf.
Für den zweiten Durchgang wurden die Bildmodi Vidid / Dynamisch / Lebendig aktiviert. Somit war sichergestellt, dass die bildverbessernden Algorithmen aktiv waren. Auch im zweiten Durchgang wurden die Videos jeweils zwei mal gezeigt. Jetzt entschieden sich sogar zwei Drittel der Leserjury für den Philips OLED+ 903, gefolgt vom Panasonic FZW804 mit 18 Prozent.
Danny Tack, Philips TV Director Product Strategy & Planning zum Ergebnis: „Während sich unsere Wettbewerber auf einzelne Elemente der Bildqualität konzentrieren, suchen wir nach Möglichkeiten, in allen Bereichen stark zu sein. Damit erzielen wir ein balanciertes, rundum gutes Bild, das die Zuschauer bevorzugen. Hinzu kommt unser neuestes Merkmal der P5 Engine. Perfect Natural Reality optimiert Bilder hervorragend und zeigt SDR-Quellen in HDR-Qualität.“
Es ist immer sehr schwer, die Qualität eines „Blindtests“ zu bewerten, vor allem wenn man nicht selbst teilgenommen hat. Wir glauben jedoch, dass sich Philips und das video-Magazin hier sicherlich nichts zu Schulden kommen lassen. Die Bilder zeigen auch, dass man sich für das Event richtig Mühe gegeben hat. Wir hatten ebenfalls bereits die Möglichkeit die neue OLED+ 903-Serie ausführlich unter die Lupe zu nehmen und in puncto Bildqualität muss sich das Gerät sicherlich nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Federführend ist natürlich die P5 Engine mit Perfect Natural Reality, die von Danny Tack (Philips TV Director) mittels jahrelanger Expertise und Liebe zur Bildqualität entwickelt wurde. Da alle Geräte mehr oder wenige die gleichen OLED-Panels (von LG Display) nutzen, kommt es letztendlich nur auf den Bildprozessor an und wie dieser die Bildinhalte interpretiert.
Es ist auch gut möglich, dass das Ergebnis mit allen aktivierten Features der OLED-TVs anders ausgesehen hätte. Philips hatte mit Ambilight und seinem Soundsystem von Bower & Wilkins noch zwei Asse im Ärmel.Vielleicht wäre Sony mit der Acoustic Surface-Technologie des AF9 (Das Display wird in Schwingungen versetzt und dient als Lautsprecher) an der Konkurrenz vorbeigezogen. Sicherlich wäre auch die gute „Out-of-the-Box“-Kalibrierung des Panasonic FZW804 ein paar Punkte wert gewesen. Und nicht zu vergessen das Dolby Vision Feature und die gute Bedienbarkeit des webOS 4.0 Betriebssystems des LG C8. Übrigens: Als die Jury gefragt wurde ob ihnen die kalibrierte Einstellung oder der Vivid-Modus besser gefalle, gab es ein Unentschieden mit einer Enthaltung – also wirklich Geschmackssache.
An diesem Punkt können wir Philips nur zu einem gelungenen Produkt gratulieren. Man sieht das TPVision bei seinem OLED+ 903 viel Wert auf ein hochwertiges Design, eine gute Bildwiedergabe und innovative Sound-Konzepte legt.
Dells neuer U4919DW ist ein riesiger 49-Zoll Monitor mit curved Display im 32:9-Format mit einer Auflösung von 5.120 x 1.440 Pixeln (5K). Das Modell ist bislang nur für die USA angekündigt, es gibt jedoch Hinweise auf einen Deutschland-Release.
Monitore mit 3.840 x 1.080 Bildpunkte, die zwei nebeneinander stehende Full-HD-Geräte simulieren, gibt es schon von vielen Herstellern. Dell geht mit seinem U4919DW einen Schritt weiter und bietet mit 5.120 x 1.440 Bildpunkten ein bisschen mehr Platz für Webbrowser, Grafikprogramme und andere Anwendungen. Der Einsatzort des U4919DW sieht Dell eher am Arbeitsplatz und im Büro. Das gebogene (curved) Display mit 49-Zoll im 32:9-Format gibt dem Nutzer einen angenehm-gleichmäßigen Betrachtungsabstand über die komplette Breite des Displays. Ein ganz einfacher aber wichtiger Vorteil ist, dass man viele Inhalte parallel darstellen kann, jedoch keinen störenden Displayrahmen zu sehen bekommt. Wer schon einmal mit einem Zwei-Monitor-Setup gearbeitet hat, wird diesen „kleinen Unterschied“ zu schätzen wissen. Dell setzt für sein 5K-Display auf ein IPS-Panel, damit keine Kontrast- und Farbveränderungen den Bildeindruck trüben. Das Display hat eine Bildwiederholungsrate von 60Hz und ist damit natürlich nicht für Gaming gedacht. Auch die angegebene Reaktionszeit von 5ms (Grey-to-Grey) verdeutlicht dies nochmal.
Der Dell U4919DW curved 5K-Monitor lädt zum effektivem Arbeiten ein
U4919DW 5K-Monitor für Büro und Business
Auch für die Grafik- & Videobearbeitung ist der U4919DW nur bedingt geeignet. Mit einer maximalen Helligkeit von 350 cd/m², einem nativen Kontrast von 1.000:1 und einer 99%igen Abdeckung des sRGB-Farbraums, sind zumindest farbkritische Arbeiten nicht die Stärke des 5K Monitors. Dafür kann man man großflächig Informationen oder Workflows darstellen. Auch das Schneiden von Videomaterial mit mehreren Ton- und Videospuren ist eine Aufgabe, die der U4919DW gewachsen ist. Natürlich gibt es auch mehrere Möglichkeiten Inhalte auf den Monitor darzustellen. Man kann z.B. zwei unterschiedliche Bildsignale nebeneinander auf dem Display anzeigen. Als Schnittstelle stehen daher auch mehrere Anschüsse zur Verfügung: 1x Displayport 1.4, 2x HDMI 2.0 und 1x USB Typ-C. Der Monitor kann auch als KVM-Switch eingesetzt werden, dann lassen sich zwei unterschiedliche Videoeingänge mit der gleichen Maus & Tastatur bedienen.
Preis & Verfügbarkeit
In den USA ist der U4919DW bereits ab Ende Oktober für 1.699 US-Dollar erhältlich. Dell hat noch keinen Termin für Deutschland bestätigt. Da Dell auf seiner Support-Seite bereits ein deutsches Benutzerhandbuch für den 5K-Monitor hochgeladen hat, ist eine zeitnahe Markteinführung gar nicht so unwahrscheinlich.
MediaMarkt.de hat seinen neuen Multimedia-Flyer veröffentlicht. Eines der Entertainment-Highlights ist der Sony AF8 4K OLED TV mit 55 Zoll und Acoustic Surface für nur 1.699 Euro! Es gibt aber noch weitere interessante Deals!
Es gibt aber noch weitere Highlights im Multimedia-Flyer. Darunter TV-Geräte von Samsung, unzählige Tablets & Smartphones, Kameras, sowie Film & Video-Boxen. Eine Auswahl findest du hier:
Der Streaming-Anbieter Netflix hat weitere Staffeln der Zeichentrickserie „Disenchantment“ beauftragt. Das Format das Schöpfers von „Die Simpsons“ und „Futurama“ wird sich somit auch in den nächsten Jahren fortsetzen.
Mindestens bis 2021 soll es neue Episoden der Serie „Disenchantment“ von Matt Groening geben. Während die ersten Folgen dieses Jahr an den Start gegangen sind, müssen Fans der Serie aber nun bis 2019 auf Nachschub warten. Erst im nächsten Jahr soll die zweite Hälfte der ersten Staffel Freunde der schrägen Animationsserie beglücken.
2020 soll dann die zweite Staffel anlaufen. Netflix konkretisiert allerdings nicht, ob man dann die gesamte Staffel in jenem Jahr veröffentlicht. Möglich ist, dass man auch jene wieder zweiteilt und den Rest 2021 freigibt. Eventuell könnte aber auch 2020 eine volle Staffel erscheinen. 2021 würde in diesem Szenario dann die dritte Staffel ihren Einstand geben.
Auch zum Inhalt der weiteren Episoden von „Disenchantment“ bleibt aktuell noch alles offen. Die erste Hälfte der ersten Staffel endete mit einem Cliffhanger, den wir an dieser Stelle aber natürlich nicht vorweg nehmen wollen. Insgesamt schlägt „Disenchantment“ in die gleiche Kerbe wie frühere Serien von Matt Groening. Es gibt also anarchischen Humor mit viel Ironie und Sarkasmus.
„Disenchantment“ muss sein Potential erst noch entfalten
Die Kritiken zu „Disenchantment“ fielen bisher durchaus positiv aus. Viele Zuschauer wünschen sich aber stärkere Charaktere und einen Humor, der mehr auf den Punkt kommt. Während „Die Simpsons“ und „Futurama“ weitgehend in sich abgeschlossene Episoden genutzt haben, gibt es bei „Disenchantment“ eine fortlaufende Handlung. Dieses Prinzip geht in der ersten Hälfte der ersten Staffel aber nicht immer auf.
https://youtu.be/Gp_RnJcb8Ig
Offenbar haben aber genügend Abonnenten die Serie bei Netflix angesehen. Denn sonst hätte sich der Streaming-Anbieter keinesfalls zu einer Verlängerung hinreißen lassen. Schon gar nicht hätte man die Zeichentrickserie dann gleich für mehrere Jahre verlängert. Nun darf man gespannt sein, wie „Disenchantment“ weitergehen wird. Fans von Matt Groening werden sich jedenfalls bestimmt über die offizielle Verlängerung der Streaming-Serie freuen.
Gekaufte HD-Filme im Google Play Store in den USA und Kanada erhalten ein kostenloses 4K Upgrade. Zudem verlangt Google ab sofort keinen Aufpreis mehr für seine UHD-Titel. Bald auch in Deutschland?
Startet Google jetzt seine große 4K-Offensive? Die Aktion erinnert doch sehr stark an die Einführung der ersten UHD-Filme auf Apple iTunes. Damals wurde den iTunes-Kunden ein kostenloses 4K-Upgrade für alle gekauften HD-Filme spendiert. Zudem drehte Apple kräftig an der Preisschraube und senkte den Preis für die hochauflösenden Versionen auf HD-Niveau herab. Den gleichen Weg scheint nun auch Google gehen zu wollen. Die Anpassungen werden bislang nur in den USA und Kanada umgesetzt. Der Kunde wird darüber informiert, wenn eine verbesserte Version seines gekauften Titels vorliegt. Voraussetzung ist, dass auf dem kompatiblen Geräte die neuste App-Version des Google Play Stores installiert ist.
Bald auch auf Smart TVs von Samsung & LG
Parallel dazu, möchte Google die Reichweite seines Film & Serien-„Kaufladens“ erweitern. Nutzer konnten bislang nur über den Chromecast Ultra Streaming-Player und Sonys 4K Bravia TVs auf die UHD-Versionen zugreifen. Ab sofort soll dies auch über Smart TVs von LG und Samsung möglich sein. Sonys TV-Sets bekommen zudem Unterstützung für HDR (High Dynamic Range). Auch diese Updates werden nur in den USA und Kanada umgesetzt. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass die Bemühungen bald auf andere Streaming-Märkte ausgeweitet werden.
Die Auswahl an 4K Filmen im Google Play Store ist mit 39 Titeln von Sony Pictures doch recht übersichtlich
Googles 4K-Angebot ist überschaubar
Bevor Google jedoch mit seinem großen 4K-Upgrade in Europa und Deutschland beginnt, sollte erst das Angebot etwas attraktiver gestaltet werden. Im deutschen Google Play Shop in der Rubrik „Filme & Serien“ werden nur 4K Filme von Sony Pictures Home Entertainment zum Kauf angeboten. Ältere Titel wie „Taxi Driver“, „Dracula“ oder „Die Brücke am Kwai“ mischen sich mit semi-aktuellen Filme wie „Hotel Transsilvanien 2“, „Baby Driver“ oder „The Amazing Spider-Man“. Auch die Preisgestaltung lässt noch zu Wünschen übrig. Mit 20.99 bis 26.99 Euro liegen die Preise teils weit über den Video-Versionen auf 4K Blu-ray. 4K-Filme auf iTunes gibt es bereits ab 3.99 Euro. Sollte sich der Markt für UHD-Geräte in den nächsten Jahren so weiter entwickeln, wird Google sicherlich versuchen mehr in diesem Segment tätig zu werden. Sollte das Unternehmen auch, denn die Konkurrenz (Apple iTunes, Amazon Prime Video, Wapiu.tv usw.) investieren bereits viel Zeit und Geld in die Pflege ihres UHD-Portfolios.
Netflix stockt sein Programm auch im November 2018 wieder gehörig auf. Nun hat der Streaming-Anbieter ganz konkret bekannt gegeben, welche Neuheiten es im nächsten Monat in Deutschland hageln wird. Mit dabei ist unter anderem auch die Serie „Narcos: Mexico“.
Dabei mischt Netflix wie immer bunt frische Eigenproduktionen und lizenzierte Inhalte. Etwa schickt man selbst „Black Lightning: Season 2“ als Netflix Original ins Rennen. Wobei erwähnt sei, dass jene Serie zwar in Deutschland als Netflix Original läuft, eigentlich aber eine Produktion des US-Senders TheCW darstellt. Selbiges gilt auch für „Riverdale“, das neue Folgen der dritten Staffel präsentiert.
Lizenziert hat Netflix unter anderem den großartigen Film „Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson. Aber auch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ dürfte sicherlich bei vielen Abonnenten für ein Aufhorchen sorgen. Wer eher nach Klassikern sucht, freut sich vermutlich auf „E.T. – Der Ausserirdische“ oder auch „Psycho“.
Neue Filme im November 2018 bei Netflix
Angela’s Christmas – 01.11.2018
Jack Reacher – 01.11.2018
Star Trek Into Darkness – 01.11.2018
Sind wir schon da? – 01.11.2018
Children of Men – 01.11.2018
Am Rande der Angst – 01.11.2018
Forrest Gump – 01.11.2018
Steins;Gate – The Movie – 01.11.2018
Von der Kunst, sich durchzumogeln – 01.11.2018
Das Netz – 01.11.2018
The Holiday Calendar – 02.11.2018
The Other Side of the Wind – 02.11.2018
Outlaw King – 09.11.2018
8 Mile – 09.11.2018
Feivel, der Mauswanderer – 09.11.2018
Nitro Circus 3D – Der Film – 09.11.2018
ParaNorman – 09.11.2018
Waterworld – 09.11.2018
E.T. – Der Ausserirdische – 09.11.2018
Der Sinn des Lebens – 09.11.2018
Psycho – 09.11.2018
Cam – 16.11.2018
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – 16.11.2018
Fear Dot Com – 16.11.2018
The Princess Switch – 16.11.2018
The Ballad of Buster Scruggs – 16.11.2018
Sabrina – 20.11.2018
Trolls – Die Party geht weiter! – 20.11.2018
The Tribe – 21.11.2018
The Christmas Chronicles – 22.11.2018
Sex Tape – 28.11.2018
Single und begehrt – 29.11.2018
A Christmas Prince: The Royal Wedding – 30.11.2018
Tiempo compartido – 30.11.2018
The World Is Yours – 30.11.2018
Rajma Chawal – 30.11.2018
Grand Budapest Hotel – 30.11.2018
Neue Dokumentationen im November 2018 bei Netflix
Follow This: Part 3 – 01.11.2018
Joe Cocker: Mad Dog with Soul – 01.11.2018
Sie werden mich lieben, wenn ich tot bin – 02.11.2018
ReMastered: Tricky Dick & The Man in Black – 02.11.2018
Medal of Honor: Ehre, wem Ehre gebührt – 09.11.2018
Neue Serien im November 2018 bei Netflix
Doctor Who: Staffel – 10 01.11.2018
Bakemonogatari – 01.11.2018
Reign: Staffel 4 – 01.11.2018
Kids mit Köpfchen – 02.11.2018
Der Denver-Clan: Staffel 2 – 03.11.2018
A Taiwanese Tale of Two Cities – 03.11.2018 (wöchentliche Episoden)
Patriot Act with Hasan Minhaj – 04.11.2018 (wöchentliche Episoden)
Black Lightning: Season 2 – 06.11.2018 (wöchentliche Episoden)
Optoma erweitert mit dem UHL55 sein Heimkinobeamer-Lineup 2018 um ein weiteres 4K UHD-Modell. Der UHL55 setzt auf eine LED-Lichtquelle mit 2.000 Lumen für 20.000 Stunden beste Unterhaltung.
Optoma nennt seinen UHL55 einen „smarten Projektor“. Darunter versteht der Hersteller Features wie Sprachsteuerung via Amazon Alexa und Google Assistant mit denen sich z.B. der Bild- oder HDR-Modus wechseln lassen. Eine kinderleichte Aufstellung mit Autofokus und Auto-Keystone-Korrektur soll dem Nutzer wertvolle Zeit sparen. Klein, schlank und leicht soll sich der 4K Projektor in unterschiedlichsten Szenarien wiederfinden. Im Inneren des UHL55 befindet sich neben der Projektionstechnik auch ein integrierter Stereo-Lautsprecher. Inhalte finden über WLAN, Bluetooth, HDMI 2.0 (zwei Anschlüsse mit HDCP 2.2) oder MHL ihren Weg auf den 4K Projektor. Über die Bluetooth-Verbindung können neben Soundanlagen auch Kopfhörer oder Maus & Tastatur mit dem Projektor verbunden werden. Über den USB-Eingang können Videos in 4K/UHD-Qualität direkt über den integrierten Mediaplayer wiedergegeben werden. Auf der Rückseite findet man neben der bereits angesprochenen Anschlüsse noch einen optisch-digitalen S/PDIF Audioausgang, Ethernet-Port und Kopfhörer-Anschluss (3.5mm Klinke) wieder.
Der Optoma UHL55 4K-LED-Projektor in voller Pracht.
UHL55 mit 4K-Shifting
Die 4K Videos werden nicht nur mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten an die Leinwand geworfen, auch der erweiterte Dynamikbereich HDR10 wird unterstützt. Doch jetzt kommt der große Wermutstropfen. Es handelt sich hierbei nicht um eine native 4K-Verarbeitung. Die Bildsignale werden in 4K/UHD verarbeitet, die vierfache Full-HD-Auflösung wird aber nur mittels Pixel-Shifting (vertikales verschieben des Bildes um einen halben Pixel) erreicht. Optoma nennt dies „XPR2 4K Technologie“. Die Lichtleistung von 2.000 Lumen, die durch ein LED-Leuchtmittel erreicht wird, dürfte es aber schwer haben in hellen Umgebungen einen passablen Kontrast zu zaubern. Dafür halten die LEDs im hellen Modus gute 20.000 Stunden durch. Im Eco-Modus sogar 30.000 Stunden. Voraussetzung für eine gute Wiedergabe ist eine hochwertige Leinwand sowie ein abgedunkelter Raum. Der unterstützte Farbraum soll dem REC.709-Standard (TV, DVD, Blu-ray) entsprechen.
Kishan Mistry, Produkt Manager bei Optoma dazu: „Der neue UHL55 ist ein unglaublicher Allrounder, er bietet beeindruckende 4K-UHD-Bilder in Kinoqualität, eine einfache Einrichtung, sofortiges Ein- / Ausschalten, kombiniert mit Alexa-Sprachsteuerung und integrierte Lautsprecher in einem kompakten Gehäuse für das ultimative Smart-Home-Erlebnis.“
UHL55 Anschlüsse auf der Rückseite
PureMotion Technologie für Actionfilme, Games & Sport
Selbst wenn die maximale Helligkeit etwas niedrig ist, überwiegen womöglich die Vorteile der LED-Leuchtquelle. Der UHL55 benötigt z.B. keine Aufwärmphase, soll eine konstante Helligkeit und genaue Farbdarstellung (innerhalb der REC.709) abliefern. Auch die schnellen Umschaltzeiten sind ein Vorteil, der vor allem bei der PureMotion-Technologie zum tragen kommt. Die Zwischenbildberechnung soll Actionfilme und Sportübertragungen ohne Bildruckeln und Unschärfen darstellen.
Der UHL55 richtet sich womöglich nicht an absolute Heimkino-Enthusiasten, sondern eher an anspruchsvolle Gadget-Liebhaber. Der 4K Projektor ist klein, schnell aufgebaut und kann so schnell für Serien, Filme und Games eingesetzt werden. Sogar 3D-Wiedergabe mit aktiven Shutter-Brillen ist möglich.
Preis & Verfügbarkeit
Wer sich in die Beschreibung des UHL55 verliebt hat, der kann den „4K“-Projektor ab sofort zu einem UVP von 1.699 Euro im Fachhandel erwerben. Wenn es etwas mehr sein darf, sollte man sich vielleicht LGs flexible 4K-Lösung „HU80KS“ ansehen.
Amazon Prime Video und Netflix buhlen beide mit schweren Geschützen um die Gunst der Streaming-Fans. In Deutschland hat Amazon die Nase vorne, während international Netflix dominiert. Zuletzt konnte Amazon Prime Video in Deutschland abermals mehr neue Abonnenten gewinnen.
Laut dem britischen Marktforschungsunternehmen Ampere Analysis und dem SVOD-Anbieter Cirkus sicherte sich Netflix im dritten Quartal 2018 400.000 neue Abonnenten. Amazon Prime Video kam sogar auf 700.000 neue Kunden. Allerdings sollte man im Kopf behalten, dass bei Amazon neben dem Video-Streaming auch viele weitere Dienste im Paket enthalten sind. Dazu zählen etwa Twitch Prime und der kostenlose Premium-Versand beim Händler.
In Deutschland konnte Netflix im dritten Quartal 2018 die Anzahl seiner Abonnenten im direkten Vergleich mit dem dritten Quartal 2017 offenbar um 46 % steigern. Auf 5,1 Mio. Abonnenten soll Netflix mittlerweile hierzulande kommen. Amazon Prime Video steigerte sich hingegen immerhin um 24 %. Dieser Streaming-Anbieter soll in Deutschland also nun 9,9 Mio. Abonnenten zählen.
Sollte das Wachstum auf diesem Kurs verbleiben, dann dürfte Deutschland bald Großbritannien als größten Streaming-Markt in Europa ablösen. Für Streaming-Anbieter ist jedenfalls jetzt schon klar, dass Deutschland einer der attraktivsten Märkte bleibt. Das zeigt sich auch an der wachsenden Anzahl deutscher Eigenproduktionen bei Amazon Prime Video („You Are Wanted“) und Netflix („Dark“).
4K-Angebot der Streaming-Anbieter verbleibt moderat
Erwähnt sei allerdings, dass im Rennen der großen Streaming-Anbieter das 4K-Angebot immer noch eine Nische darstellt. Die meisten Inhalte stehen maximal in 1080p zur Verfügung. Leider sieht es da speziell beim hiesigen Marktführer Amazon Prime Video recht düster aus. Zumal auch die Kennzeichnung der UHD-Inhalte aus unserer Sicht deutlicher ausfallen dürfte.
Netflix bietet auch Inhalte in Ultra HD an
Wir haben an dieser Stelle die Inhalte aufgeführt, welche Amazon Prime Video in 4K anbietet. Auch für Netflix haben wir da eine Zusammenstellung parat. Abseits von Amazon Prime Video und Netflix prescht aber beispielsweise auch Apple in Sachen 4K momentan kräftig voran. Hier wird es sicher insgesamt in den nächsten Monaten noch viel Bewegung geben.
Endlich können wir euch unseren Test der 4K Blu-ray zu „No Way Out – Gegen die Flammen“ präsentieren. Nach einem Hin-und-Her bezüglich der Veröffentlichung, kamen wir endlich in den Genuss der jüngsten Video-Veröffentlichung mit Josh Brolin!
Inhalt (80%)
No Way Out basiert auf den wahren Begebenheiten des Yarnell-Hill-Feuers im Juni 2013, bei denen die 20 Männer der Granite Mountain Hotshots in einen äußerst gefährlichen Einsatz gegen einen Flurbrand aufbrachen. Als Regisseur nahm Joseph Kosinski hinter den Monitoren Platz. Durchaus eine ungewöhnliche Wahl, war Kosinski bisher doch vor allem durch visuell einzigartige Sci-Fi-Filme aufgefallen. Dass er aber auch anders kann, zeigt er hier eindrucksvoll. Man ahnt, wie viel Recherche man im Vorhinein in den Film gesteckt hat. Wie sehr man sich mit Angehörigen und Zeugen unterhalten hat, um den Figuren gerecht zu werden und sie zu ehren. Denn abseits von der Unterhaltung und der Spannung, die Kosinski vermitteln will, geht es eben doch um eine der tragischsten Geschichten, die die US-Feuerabwehr je erlebt hat. Und solche eine Story schlachtet man nicht einfach seelenlos aus. Ein Grund, warum es hier beileibe nicht nur um die Action der Brand-Situationen geht, sondern vor allem auch um die Charaktere. Der Film kümmert sich um die Konflikte innerhalb des Teams. Um Brandons eifrigen Kampf, für seine Tochter ein guter Vater zu sein. Und um den Wunsch von Erics Frau Amanda, eventuell auch mal für Nachwuchs zu sorgen. Die inszenatorische Sorgfalt, den Figuren möglichst gerecht zu werden, ist aber nicht nur ein Ding von Kosinski. Es würde nicht klappen, wenn die Schauspieler nicht entsprechend leidenschaftlich und überzeugend am Werk wären.
Eric Marsh (Josh Brolin) leitet die Fire & Rescue Crew 7
Selbst wenn man mit Josh Brolin in der Hauptrolle den sicheren Weg beschritt, so hat er ja noch einige jüngere Kollegen an seiner Seite. Und hier fällt erneut Miles Teller auf. Der junge Schauspieler, der den intriganten Peter im Bestimmung-Franchise gab und sich in Whiplash die Finger wund trommelte, darf hier erneut zeigen, dass er zu den Besten seiner Generation gehört. Man nimmt seinem Brandon ab, dass er sich wandeln möchte, weil er gerade Vater wurde. Man glaubt ihm, wenn er sich nach ein paar Kilometern Jogging die Seele aus dem Leib kotzt und fühlt mit ihm mit, wenn er nur noch Kontakt über Funk zu seinen Kollegen hat und ihm vor Schock und Schmerz der Speichel aus dem Mund rinnt. Da kann und darf man auch mal darüber hinwegsehen, dass im Team von 20 testosterongeschwängerten Kerlen eben auch eine Menge heiße Luft gequatscht wird und man sich den einen oder anderen Machospruch auch hätte sparen können.
Sämtliche Darstellungen und Vertiefungen der persönlichen Motivationen und Emotionen führen dazu, dass man mit den Hot Shots fühlt. Und das wiederum bindet in den dramatischen Szenen ans Geschehen. Wenn es im Finale dann richtig gefährlich wird, stellt man sich vor, wie man sich in Brandons Situation fühlen würde. Hier funktioniert auch der Pathos, der erstaunlicherweise viel geringer ausfällt, als man ahnen würde. Kosinski beging trotz heldenhafter und beeindruckender Bilder nicht den Fehler, No Way Out wie einen Kriegsfilm zu inszenieren. Dafür gehen Film und Figuren viel zu sehr in die Tiefe. Dennoch gibt es natürlich diese groß angelegten Feuer- und Actionszenen, die atemberaubend angelegt sind und im Zusammenspiel mit den teils grandiosen Aufnahmen der Landschaft von Hügeln und Tälern für absolut packende Momente sorgen. Das Zusammenspiel aus virtuellem und kontrolliert abgebranntem Feuer funktioniert dabei zu jeder Zeit hervorragend und lässt keinen Zweifel daran aufkommen, wie gewaltig solch eine Feuerbrunst ist.
Bei No Way Out setzte man auf einen 4K-Workflow, der auch auf das Digital Intermediate gerettet wurde. Wir haben es bei einem 4K-DI also tatsächlich mit einem nativen 4K-Film auf UHD zu tun. Zusätzlich integrierte man natürlich einen erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die höhere Bilddynamik. Diese kommt hier in HDR10 und Dolby Vision.
Legt man die Disk ein und stellt erste Vergleiche zwischen der HDR10-Varainte und der Blu-ray an, fällt sofort eines auf: Die UHD ist wesentlich weniger farbig. Auch die Bilddynamik scheint eher schwächer denn besser. Das Color Grading wurde deutlich sichtbar verändert. Neutrale Töne tendieren Richtung grün, Hauttöne sind ebenfalls fahler und das rosig-gesunde weicht einem eher kränklichen Teint. Bei den grünen Büschen wurden die Gelbanteile komplett reduziert, sodass sich deren Farbe eher in ein dunkles Flaschengrün verändert. Auch die gelben Jacken der Einsatzkräfte wirken durchweg schmuddeliger und die Randbereiche von Feuerwalzen leuchten nicht mehr so kräftig orange aus. Schaut man die UHD isoliert, kann man diesen Look gut finden. Er ist halt eben deutlich anders – letztlich ist hier Geschmackssache, ob man es lieber bunt und abwechslungsreich oder eher etwas fahler und erdiger präferiert.
High Dynamic Range mit HDR10 und Dolby Vision verleihen dem Film viel mehr Tiefe! Dolby Vision HDR schneidet dabei etwas besser ab
In Sachen Bilddynamik schlägt Dolby Vision die HDR10-Variante in jeder Einstellung. Selbst das Color Grading ist hier eher im Kompromissbereich zwischen BD und HDR10. Ein wenig mehr Farbe kommt in die Gesichter zurück, was insgesamt am angenehmsten wirkt. Wirklich gut sichtbar ist aber, dass Dolby Vision sowohl in hellen als auch in dunklen Einstellung mehr Kontrastumfang liefert. Schwarz wird knackiger, helle Anteile erhalten mehr Kraft und ein Überstrahlen ist zu keiner Zeit sichtbar. Wo HDR10 in der einen oder anderen Einstellung mit Rauch und Dunst eher trüb wirkt, holt Dolby Vision noch mal Punch raus. Besonders gut ist das zu sehen, wenn im Wald die Flammen lodern oder auch bei dunkleren Einstellungen von Gesichtern. Während die HDR10-Variante deshalb gegenüber der Blu-ray Federn lassen muss, liefert Dolby Vision einen gesunden Kompromiss aus geringer(er) Farbreduktion bei gesteigertem Kontrast.
BD und UHD liefern den deutschen Ton in verlustfreiem dts-HD-Master, während Dolby Atmos (in True HD) nur für die englische Fassung gilt. Nimmt man sich die hiesige Fassung in dts-HD zur Brust, beginnt sie mit relativ luftigem Rocksound während der Autofahrt und setzt erstmals Akzente, wenn der Rotor des Hubschraubers von oben in Zeitlupe gefilmt wird. Hier schneiden die Blätter beeindruckend wuchtig durchs Heimkino. Allerdings muss man den Regler am Receiver tüchtig nach oben drehen. Denn die englische True-HD-/Atmos-Fassung ist um Welten lauter. Dennoch ist der Druck noch etwas geringer und auch die Stimmen klingen nicht so harmonisch eingebettet wie auf der englischen Tonspur. Der Score wirkt im Vergleich ebenfalls etwas brummelig/dröhnend und nicht sonderlich gut definiert im LFE-Bereich. Besser sind die Geräusche während der Einsätze. Feuerwalzen, Gewitter, krachende Bäume und der allgegenwärtige Wind fegen beeindruckend effektvoll durchs Heimkino. Und jede in Zeitlupe gefilmte Sequenz wird richtig dynamisch. Klasse auch die entfernten Geräusche des Feuers nach knapp 50 Minuten. Als Resümee kann gesagt werden, dass No Way Out in Sachen Effektqualität und Direktionalität hervorragend gefällt, während im LFE-Bereich hier und da mehr Differenziertheit und weniger Brummeln möglich gewesen wäre.
Die deutsche DTS-HD MA 5.1 Spur gefällt uns ganz gut, es bleibt aber auf jeden Fall Potential auf der Strecke liegen.
Wechseln wir zum Schluss mal zur englischen Fassung und ihrem Dolby-Atmos-Sound. Der meldet sich erstmals beim Funkenflug direkt zu Beginn. Wenn die Kamera durch die brennenden Bäume fährt, zischt und lodert es auch von oben, was den Zuschauer mitten in das Feuer hinein versetzt. Natürlich wird auch der Hubschrauber (zunächst) korrekt von oben vertont – allerdings macht es keinen Sinn, seinen in Zeitlupe zu sehenden Rotor aus der Höhe zu hören, wenn die Kamera von oben drauf filmt. Im späteren Verlauf machen sie es wieder besser, wenn man ständig einen Helikopter über dem Waldbrand hört, ohne ihn zu sehen. Das stellt eine tolle Atmosphäre her, wenn Sound für Informationen genutzt wird, die weit außerhalb der Sichtweite der Kamera stattfinden.
Dass es aber doch nicht nur Helikopter sind, die man von oben vernimmt, zeigt der Angriff der Bienen nach knapp 50 Minuten. Wie wahnsinnig schwirren sie um die beiden „Helden“ und versetzen auch den Zuschauer in akutes Herumwedeln. Weitere Signale aus den Heights gibt’s dann beim Wasserabwurf des Flugzeugs und vor allem bei der kleinen Feuerwalze kurz danach (69’40, 71’35).
Deutsch: DTS-HD MA 5.1 (80%)
Englisch: Dolby Atmos (90%) – 2D Betrachtung
Englisch: Dolby Atmos (70%) – 3D Betrachtung
Bonus (60%)
Das Bonusmaterial von No Way Out ist relativ reichhaltig gefüllt. Neben einem Audiokommentar, den Josh Brolin gemeinsam mit Regisseur Kosinski abhält, gibt es noch drei Featurettes, das Musikvideo „Hold the Light“ von Dierks Bentley sowie ein Making-of dazu und eine entfernte Szene. Die drei Hintergrund-Dokus beschäftigen sich in „Den Helden zu Ehren“ mit den Hintergründen zu den damaligen Geschehnissen. Hier kommen nicht nur die am Film beteiligten zu Wort, sondern auch die Angehörigen der damaligen Fire-Fighter. In „Das Team“ betont man erneut, wie sehr man die Vorbilder mit der Darstellung der Schauspieler ehren und nicht einfach imitieren wollte. In „Boot Camp“ letztlich geht es um die „Ausbildung“ der Darsteller. Immerhin hat sich jeder voll in die Dreharbeiten reingehängt und einen 20 bis 30kg schweren Rucksack über Meilen hinweg getragen. Man gab sich die allergrößte Mühe, den echten Hotshots gerecht zu werden – selbst wenn das künstliche Feuer im Hintergrund die Nackenhaare abbrannte.
Visuell und klanglich ist die 4K Blu-ray der regulären 1080p Blu-ray überlegen. Auch die Story passt, kommt aber leider nicht ohne ein eingeschobenes menschliches Drama aus – Hollywood eben
Gesamtbewertung No Way Out 4K Blu-ray (80%)
No Way Out – Gegen die Flammen ist nicht nur ein spannendes Action-Drama, sondern vor allem eine nachträgliche Ehrerbietung an die 20 Männer der Granite Mountain Hotshots. Herausragend gespielt und mit atemberaubenden Feuerbrunst-Szenen spektakulär umgesetzt, zieht man seinen Hut vor den Feuerwehrmännern. Dass der Film verschweigt, welche rechtlichen Streitigkeiten im Nachgang für Kontroversen sorgten, ist sicher beschönigend. Letztlich ist ein Film aber immer noch ein Film und eben keine Dokumentation.
Technisch überzeugen Blu-ray und UHD mit äußerst dynamischem und knackscharfem Bild. Der deutsche Sound ist dabei zwar sehr effektvoll, könnte während der Filmscore-Sequenzen aber sauberer im Bass sein. Studiocanal hat hier wieder volle Arbeit geleistet. Mehr UHD Filme des Filmstudios findest ihr in unserer 4K Blu-ray Übersicht!
Bekommt der B-Splatter-Movie „Braindead“ (1992) eine hochwertige 4K Restauration? In einem Interview bestätigte Regisseur Peter Jackson die Arbeit an mehreren Klassikern darunter auch „Bad Taste“ oder „Meet the Feebles“.
Wer nur die jüngeren Werke von Peter Jackson kennt, der würde ihm vielleicht gar keine so makaberen Filme zutrauen. Jackson, der sich nicht nur als Regisseur sondern auch als Produzent und Drehbuchautor einen Namen gemacht hat, eckte mit seien Filmen des öfteren an. Ausgewählte Werke werden nun einer hochwertigen 4K Restauration unterzogen. Neben „Braindead“ (1992) bekommt auch die Science-Fiction-Splatter-Komödie „Bad Taste“ (1987) sowie die Muppets-Parodie „Meet the Feebles“ (1989). Die ursprünglichen Filmaufnahmen sahen laut Jackson „verdammt schlecht aus“ und sie mussten etwas experimentieren und jetzt sehen die Filme „verdammt gut aus. Als wären sie auf 35mm gedreht worden“.
4K-Release geplant
Das sich Peter Jackson mit der Wiederveröffentlichung so viel Zeit lässt, liegt einfach daran, dass er mit der Bild- und Audioqualität nicht zufrieden war. Mit Hilfe neuer Technik wird das Ergebnis aber immer besser und so arbeitet man an „schönen 4K-Kopien der Filme“ um sie nochmals in den Umlauf zu bringen. Bleibt zu hoffen, dass es die Filme es auch nach Deutschland schaffen. Vor allem „Braindead“ hatte es in den USA und Deutschland nicht leicht. Die ursprüngliche Version musste für ein R-Rating um fast 18 Minuten geschnitten werden. Selbst die Unrated-Version lässt noch 6.5 Minuten zum Original vermissen. In Deutschland erschien der Film Uncut, auf VHS jedoch ebenfalls um 6 Minuten gekürzt.
Seit Dezember 1993 gilt die ursprüngliche Fassung in Deutschland als indiziert. Es gab auch mehrere Beschlagnahmungen der ungekürzten Fassung. Ob eine nochmalige Prüfung bei der FSK den Weg für eine 4K UHD Blu-ray ebnet, bleibt somit abzuwarten!
Restaurations-Profi Peter Jackson
Filmemacher Peter Jackson hat wohl seine Liebe zur Restauration gefunden. Während man die 4K Remaster seiner alten Filme als ambitioniertes Projekt sehen kann, grenzt das bereits abgeschlossene Projekt „They Shall Not Grow Old“ fast an ein Wunder. Der Produzent hat in Zusammenarbeit mit der BBC und diversen Filmstudios Filmmaterial aus dem ersten Weltkrieg nachbearbeitet. Das eine unglaubliche Arbeit. Über die Bildqualität kann man nur staunen. Es wurden auch Lippenleser und Synchronsprecher engagiert, um den Filmen, die meist ohne Ton waren, Leben einzuhauchen.