Google, LG, Sony und weitere Hersteller bekennen sich zu energiesparenderen TVs. Allerdings hat die Sache einen Haken.
So haben die genannten Firmen ein freiwilliges Abkommen unterzeichnet, in dem sie versprechen, die Energieeffizienz ihrer TVs, die in Nordamerika verkauft werden, signifikant zu erhöhen. Wer dem Altruismus der Hersteller jetzt applaudieren will: Es handelt sich eigentlich mehr um geschicktes Marketing. Denn die Unternehmen versprechen etwas, an dem sie sowieso arbeiten müssen.
Hintergrund sind nämlich eher die neuen Vorgaben innerhalb der Europäischen Union, welche dafür sorgen, dass die Hersteller den Energiebedarf ihrer TV-Geräte im SDR- und HDR-Modus senken sollen. Entsprechend wirken die Selbstverpflichtungen recht zahnlos, wenn man genauer hinschaut. Beispielsweise wollen die Hersteller auch in Nordamerika öffentlich Informationen zur Energieeffizienz bereitstellen, bis 2026 Standby-Modi mit Verbrauch von unter 2 Watt implementieren und innerhalb eines Jahres Verpflichtungen erarbeiten, wie TV-Geräte im Einsatz weniger Strom verbrauchen könnten.

Letzten Endes können die Hersteller sich da eher ins Fäustchen lachen: In Europa gelten ohnehin bereits entsprechende Regelungen, zu denen man sich also recht locker auch in den Vereinigten Staaten und Kanada bekennen und das als Engagement „verkaufen“ kann. Denn am Ende vertreibt man natürlich in beiden Regionen nahezu die gleichen TVs, die Modelle werden nur sehr leicht abgewandelt.
Hersteller und Kunden achten mehr auf die Bildqualität als die Effizienz
Neben Google, LG und Sony beteiligt sich etwa auch Hisense an dem Abkommen. Weitere Hersteller dürften angesichts des geringen Aufwands sicher bald mitmischen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass den Herstellern sowie den Kunden am Ende bei Fernsehgeräten doch eher die Bildqualität als die Effizienz wichtig ist. So mussten sich 8K-Fernseher ja etwa neuen Vorgaben fügen.
Da ist man schlichtweg dazu übergegangen, die Bildqualität im voreingestellten Werksmodus extrem zu beschneiden. Nach der Ersteinrichtung lässt sich aber direkt in alternative Bildmodi wechseln, die den Stromverbrauch dann in bekannte Höhen schrauben.







































































































































































































