„Auftragen, polieren!“ – Die Filmreihe „Karate Kid“ erscheint bereits im Dezember 2021 auf Ultra HD Blu-ray. Lediglich ein konkreter Termin für Deutschland steht noch aus.
Update (06.11.2021):
Mittlerweile ist die Box auch mit deutschem Ton und deutschen Untertiteln bestellbar. Amazon Italien listet das Set ebenfalls. Mit Versandkosten beträgt der Preis ca. 62 Euro. Dass die Ultra HD Blu-rays dort also bereits die dt. Synchronisation mitliefern, deutet klar darauf hin, dass die Filme auch hierzulande bald folgen dürften. Wer nicht warten kann und sich an einer italienischen Verpackung nicht stört, kann aber natürlich jetzt auch zum Import greifen.
Originalartikel:
Mr. Miyagi (Pat Morita) und Daniel LaRusso (Ralph Macchio) erstrahlen bald in 4K: Am 7. Dezember erscheint die Trilogie zu „Karate Kid“ in den USA auf Ultra HD Blu-ray. Der Preis beträgt dort 49,99 US-Dollar. In Großbritannien ist es sogar schon einen Tag früher so weit. Dort erscheint das Bundle mit den drei Filmen bereits am 6. Dezember 2021, also als perfektes Geschenk zum Nikolaustag. Der Preis liegt auf der Insel mit 59,99 Pfund jedoch deutlich höher. Zumal leider zu beiden Preisen jeweils noch Einfuhrumsatzsteuern kämen.
Aufwertung für alle drei Karate Kid-Filme
Wer sich wundert: Ja, in Deutschland ist zumindest der erste Film der Reihe, „Karate Kid“ aus dem Jahr 1984, bereits auf Ultra HD Blu-ray verfügbar. Allerdings soll die kommende Collection auch den ersten Film etwas aufwerten. Denn er wird nicht nur HDR10, sondern nun auch Dolby Vision unterstützen. Das gilt auch für die Teil 2 und 3, die damit erstmals auf Ultra HD Blu-ray verfügbar sein werden. Den Vertrieb übernimmt Sony, welche die Rechte an den Filmen halten.
Dass die Trilogie auf Ultra HD Blu-ray erscheint, dürfte auch der wachsenden Beliebtheit der Serie „Cobra Kai“ geschuldet sein, welche mit den Originaldarstellern die Handlung der Filme im Hier und Jetzt fortsetzt. Unserer Meinung nach ist die Serie, die Ende des Jahres in die vierte Staffel gehen wird, sehr empfehlenswert. So liefert sie eines der wenigen Beispiele für eine späte Fortsetzung, die das Original ehrt und trotzdem den Zeitgeist trifft.
Wann kommt „Karate Kid – UHD Collection“ nach Deutschland?
Bleibt nur noch die Frage, wann Sony die UHD-Box zu „Karate Kid“ in Deutschland veröffentlichen wird. Möglich ist auch, dass die Japaner Teil 2 und 3 bei uns lieber direkt einzeln vertreiben. Nicht enthalten sind dabei die Neuauflage mit Jayden Smith, die ohnehin etwas irreführend betitelt gewesen ist, da der Hauptcharakter Kung-Fu erlernte. Auch der vierte Film mit Hilary Swank fehlt in der Box. In beiden Fällen denken wir, dass dies keine großen Verluste sind.
Wer Interesse hat, kann jedenfalls bereits bei Amazon.com oder Amazon.uk einen Import vorbestellen. Voraussichtlich wird die deutsche Synchronisation der Filme aber nicht enthalten sein. Wer darauf Wert legt, wartet lieber noch etwas auf eine Ankündigung für Deutschland.
Wir stellen euch die 4K-Neuzugänge auf Apple iTunes vor. Anfang November könnt ihr Titel wie Scream, Dune oder Final Fantasy direkt genießen und Blockbuster wie Candyman oder Halloween Kills vorbestellen!
Die Auswahl ist etwas kleiner als bei der letzten Übersicht, beherbergt dennoch einige Film-Schätze. „Dune“ (2021) oder der Animationsfilm „Final Fantasy – Die Mächte in dir“ faszinieren genauso wie die Filmklassiker „Scream“oder „Donnie Darko“. Wir würden meinen, dass hier für jeden etwas dabei ist! Wir haben euch auch die Highlight der letzten Neuheiten-Runde nochmals angehängt, nicht dass ihr etwas verpasst! Klickt ihr auf das jeweilige Cover, werdet ihr zum Angebot auf Apple iTunes geleitet!
Knapp anderthalb Jahre ist es her, dass Apple TV+ für gute 70 Mio. Dollar die Auswertungsrechte am Kriegsfilm Greyhound mit Tom Hanks von Sony Pictures erworben und den Film weltweit auf der Streaming-Plattform veröffentlicht hatte. Damals brach es Hanks noch das Herz, dass der Film (coronabedingt) nicht im Kino zu sehen war. Ob das auch für Finch gilt, der bereits 2019 abgedreht worden war und ursprünglich von Universal Pictures unter dem Titel BIOS in die Kinos kommen sollte, ist nicht überliefert. Wohl aber, dass Apple auch hier ziemlich tief in die Tasche gegriffen hat, um sich die Erstverwertungsrechte zu sichern. Universal, so sagt man, habe immer noch die Rechte für eine mögliche Heimvideo-Auswertung – was abzuwarten bleibt.
Regisseur von Finch ist Miguel Sapochnik, der zwar spielfilmunerfahren ist, aber für gleich zwei Game-of-Thrones-Folgen einen Emmy einheimsen konnte. Für seine zweite Langfilmregie (nach Repo Men) hat er sich ein Endzeit-Szenario vorgeknöpft, das visuell und inhaltlich wie eine Mischung aus Nr. 5 lebt, I am Legend und Cast Away wirkt. Zwar spricht Tom Hanks hier nicht mit einem Volleyball namens Wilson, sondern mit einem selbstgebauten Androiden namens Jeff, doch die Idee aus Einsamkeit und Gesellschaft ist so anders nicht.
Finch muss einen neuen Kompagnon für seinen Hund finden
Visuell hat Sapochnik das mit seinem belgischen Kameramann Jo Willems fast ausnahmslos in verschiedenen Gegenden New Mexicos umgesetzt und durchaus beeindruckend bebildert – sieht man von ein paar wenig gelungenen CGIs ab. Aber gerade die sich aufbauenden Unwetter überzeugen und wirken ernsthaft bedrohlich.
Inszenatorisch teilt sich Finch in zwei Hälften. Beginnend mit dem Szenario im Bunker und der Fertigstellung von Roboter Jeff wechselt es nach einer halben Stunde und verwandelt sich in ein Roadmovie. Dabei wird stets die menschliche Komponente betont, auch wenn Sapochnik die asimov’sche Triade noch um eine vierte Regel (in Finchs Abwesenheit muss Roboter Wohlergehen von Hund schützen) ergänzt und damit ein kleines Augenzwinkern in Richtung Robotik entsendet. Dennoch: Hier geht’s nicht um die psychologischen Ergründung der Menschwerdung eines Roboters, sondern um Gesellschaft in einer Zeit der Einsamkeit; um die Vorsorge, einen Beschützer für einen guten Gefährten zu bekommen und um die Freundschaft zwischen Mann, Roboter und Hund.
Die Welt draußen ist praktisch unbewohnbar geworden
Das ist grundsätzlich weder sonderlich tiefgründig, noch kompliziert, aber das muss es ja auch nicht zwingend, wenn das Herz am rechten Fleck sitzt. Und das ist bei Finch durchaus der Fall. Klar, man muss über stereotype Plattitüden wie Roboter-Slapstick und Jeffs tollpatschige Versuche, in der Welt der Menschen zurecht zu kommen, hinwegsehen können. Man sollte auch nicht die Logik hinter (bspw.) der Energieversorgung suchen oder ein Problem damit haben, dass der Roboter allzu schnell ziemlich menschliche Eigenschaften entwickelt. Außerdem muss man Freund und Fan von Tom Hanks’ immer gleicher Art des gutmütigen Allerweltstypen sein.
Ist das aber der Fall, unterhält Finch wirklich gut. Gerade der Roadmovie-Aspekt erzeugt eine warmherzige Freundschaftsatmosphäre, die von Hanks souverän geschultert wird und der Witz ist an vielen Stellen schon wirklich charmant. Egal, ob man das aus zahlreichen Mensch-Android-Filmen/Serien (bspw. Star Trek: Next Generation) schon kennt. Es muss ja nicht immer der Gipfel der Originalität sein, wenn es grundsätzlich kurzweilig, unterhaltsam und bisweilen sogar durchaus spannend ist. Und wessen Herz nicht aus Stein ist, der ist bei den zaghaften Annäherungsversuchen Jeffs an Goodyear nicht nur einmal berührt.
Bildqualität (90%)
Leider war nicht herauszubekommen, mit welchen Kameras Finch gedreht wurde. Dass es sich um eine 4K-Produktion handelt, sollte aber unzweifelhaft sein. Denn was der Film in Close-ups an Schärfe und Auflösung zeigt, ist sensationell gut. Jeden noch so kleinen Schweißtropfen auf Hanks’ Stirn kann man ausmachen und jedes bisschen an Unebenheiten, Kratzern oder Dellen auf Jeffs orangefarbenem Kopf. Dazu ist die Bildruhe derart gut, dass man fast fürchtet, hier könnte gefiltert sein. Denn selbst die allerbesten Digitalkameras rauschen wenigstens ein bisschen. Hier aber sieht man nichts davon.
Der Apple TV+-Stream liefert exzellente Bildqualität
Dazu gesellen sich Kontraste, die von dem Dolby-Vision-Stream noch unterstützt werden und prächtige Farben zeigen (wo Farben sind), während die größtenteils sandbraune Umgebung authentisch erfasst wird. Der Schwarzwert ist hervorragend und Highlights wie Reflexionen auf Jeffs Metall-Körper kommen schön dynamisch zum Auge. Man muss schon ganz penibel suchen, um Fehler zu finden und stößt dann auf kleinere Problemchen und Unruhen, die in der Bewegung unschön auffallen (Gitterstruktur des Pflugs bei 30’57). Für einen Stream ist das aber wirklich ein ganz hervorragendes Bild, über das es praktisch nichts zu meckern gibt. Denn selbst die schwierigen diesigen Momente vor Sandstürmen werden ohne jede Neigung zu Banding wiedergegeben.
Tonqualität (80%)
Apple TV+ zieht den anderen Streamern nach wie vor oft die lange Nase. Denn wo es bei Netflix & Co. oft nur den O-Ton in Dolby Atmos gibt, kommt die Firma mit dem Apfel im Logo gerne mit 3D-Sound-Tonspur für beide Sprachen. Zwar vergibt das Sounddesign die erste Chance, diese zu nutzen, wenn Finch durch den Sandsturm läuft, dafür hört man kurz darauf im Inneren seines Helms Atemgeräusche und im Anschluss direkt Geräusche von oberhalb der Decke. Außerdem gibt’s durchaus satte Bassgewalt, wenn unser Protagonist nach etwas über fünf Minuten in seinem fetten Komatsu-Laster durch die Ruinen fährt und vor einem weiteren Sandsturm flieht. Hier hört man dann auch das fetzige Geräusch des Sturms auf den Heights, während der Score ebenfalls von oben erklingt.
Auch beim Sound macht Apple so schnell niemand was vor: Dolby Atmos für beide Sprachen
Ist Finch einmal in seinem sicheren Bunker angekommen, konzentriert sich das Geschehen gut eine halbe Stunde lang vornehmlich auf die Dialoge zwischen ihm und Jeff, was nur selten durch kurze Momente von soundlastigen Effekten unterbrochen wird. Beispielsweise während der Geräusche der Schraube bei 20’28 oder ein paar Minuten später, wenn Jeffs schwere Schritte eine Etage höher zu hören sind. Beim großen Sturm nach 38 Minuten klingen die heran nahenden Windgeräusche etwas komprimiert – wer ein 128 kbps-mp3-file am Klang erkennt, wird auch das hören.
Besser sind dann die Wirbelsounds bei 39’50, die Komprimierungsartefakte vermeiden. Richtig prägnant gelingen dann die mehrfachen Polter- und Glasflaschen-Geräusche nach etwas über 61 Minuten sowie die kurz darauf zu hörenden Fahrgeräusche des Campers – selbst wenn Letztere teils auf Ebene der Kamera und damit nicht oberhalb der Szenerie stattfinden. Gleichzeitig bleibt die reguläre Ebene stets ausgewogen und dynamisch. Surroundeffekte sind klasse, der Tiefbass hat immer wieder zu tun und wenn Jeff und Finch im Wohnmobil nach vierzig Minuten vor einem kurzen Sturm in Deckung geht, zieht man als Zuschauer auch den Kopf ein.
Apple TV+ bietet ein kurzes, zweiminütiges Hinter-den-Kulissen als Bonusfeature.
Gesamtbewertung Finch (80%)
Finch funktioniert dank Tom Hanks’ Charme, einem glaubwürdigen Szenario und der guten Chemie zwischen Mensch, Roboter und Hund. Dass die Hauptfigur keinerlei Tiefe hat, die Story dünn wie Papier ist und Originalität auch nicht im Skript stand, mag den einen stören, während der andere sich von der flotten Inszenierung, den Gags und der tollen Musik mitreißen lässt. Apple TV+ liefert dazu ein wirklich hervorragendes Bild und einen sehr dynamischen und effektvollen Ton.
TCL rollt AMD FreeSync Premium für seine LCD-TVs mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung aus dem Jahr 2021 aus. Die Funktion richtet sich aber an einen kleinen Adressatenkreis.
Es geht konkret um die Modelle der Reihe C825, welche aus dem Mittelklasse-Segment stammen. Ein Update rüstet die Fernsehgeräte ab sofort für besagtes AMD FreeSync Premium. Doch warum ist der Adressatenkreis gering? Nun, AMD FreeSync Premium ist eine VRR-Technik (Variable Refresh Rate) – genau wie HDMI VRR, was als Standard über HDMI 2.1 möglich ist. Daher dürfte es nur wenige Gamer geben, die unbedingt auf AMD FreeSync Premium setzen wollen. Primär dürften das PC-Spieler sein, die einen Rechner mit AMD Radeon mit ihrem TV verbinden.
Die TCL C825 nutzen nicht nur eine Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, sondern auch Quantum Dots. Sie verwenden außerdem HDMI 2.1 und unterstützen damit eben auch HDMI VRR, ALLM (Auto Low Latency Mode) sowie eARC. Die C825 sind in Europa nun die ersten Fernsehgeräte von TCL, welche AMD FreeSync Premium unterstützen. Über die Funktion kann beispielsweise Tearing verhindert werden. Auch störende Ruckler aufgrund ungleichmäßiger Bildraten lassen sich dadurch vermeiden.
TLCs ganzer Stolz: Der C825 Mini LED 4K QLED TV mit Google TV (nach Update)
Auch 4K bei 120 Hz ist an den TCL C825 möglich, die wir bereits hier vorgestellt haben. Zusätzlich erscheinen auch noch in Europa bald die TCL X925 und TCL X925 Pro, welche ebenfalls beide mit AMD FreeSync Premium aufwarten können und sich technisch über dem X825 platzieren sollen. Auch in den USA vertreibt TCL bereits einige Fernsehgeräte mit AMD FreeSync.
VRR-Wirrwarr: HDMI VRR reicht aus
Derzeit herrscht viel Chaos im Bezug auf VRR, was durch die konfuse Update-Politik mancher Hersteller noch verschlimmert wird. Wir sind der Meinung, dass HDMI VRR für Konsolenspieler ausreicht. Sonderwege wie Nvidia G-Sync oder auch AMD FreeSync sind eigentlich nur für PC-Spieler relevant, die ihre Gaming-Rechner auch zum Zocken am TV verwenden.
Das „Auto HDR Tone Mapping“-Feature der PlayStation 5, das nur mit Sonys neuen TV-Modellen aus 2021 funktioniert, verschlechtert die Bildqualität von HDR-Spielen.
Shout out an Vincent von HDTVTest, der mit seinem jüngsten Video nicht nur wertvolle Informationen zum neuen Firmware-Update der Sony Smart TVs liefert, sondern auch beweist, dass das „Auto HDR Tone Mapping“-Feature der PS5 die Bildqualität verschlechtert. Die Funktion lässt sich nur in Verbindung mit einem Sony 4K/8K Fernseher aus 2021 bzw. der XH90-Serie aus 2020 nutzen. In der Theorie erkennt die PS5, was für ein TV angeschlossen ist und optimiert entsprechend das Tone Mapping, um Details in dunklen und hellen Bildbereichen bestmöglich darstellen zu können. In der Praxis verschlechtert das Feature jedoch die Bildqualität, wie ihr auch im Video von Vincent sehen könnt.
Ein direkter Vergleich aus dem jüngsten Youtube-Video von HDTVTest zeigt, das Auto HDR Tone Mapping (links) liefert das schwächere Bild ab
Die HDR-Kalibrierung der PlayStation 5 sollte den meisten Nutzern bereits bekannt sein. Bei dieser werden die Helligkeitswerte in drei Schritten für eine optimale Darstellung mit erweiterten Dynamikumfang angepasst. Dabei folgt Sony der Empfehlung der HGiG, und passt die Werte für MaxFFTML (Max Full Frame Tone Map Luminance), MaxTML (Max Tone Map Luminance) und MinTML (Min Tone Map Luminance) an. Hinter diesen kryptischen Begriffen versteckt sich die maximale Helligkeit, welche das Display bei einer großflächigen Darstellung leisten kann (MaxFFTML), sowie die Anpassungen für Spitzenlichter und Schattendetails in einem Fenster, das 10% des Bildschirmes bedeckt (MaxTML und MinTML). In der Theorie eine gute Sache, in diesem Beispiel leider nicht.
Auto HDR Tone Mapping liefert falsche Werte
Stellt man die Werte manuell ein, bekommt man noch ein ganz gutes Bild geliefert. Ohne professionelles Equipment ist es einem jedoch unmöglich herauszufinden, welche Helligkeitswerte sich hinter den Einstellungen verstecken und so bleibt Potenzial auf der Strecke liegen. Die automatische Anpassung der Werte via „Auto HDR Tone Mapping“ sollte dem Nutzer eigentlich diese Unsicherheit abnehmen und eine bessere HDR-Darstellung abliefern. Weit gefehlt. Die Konsole stellte die Helligkeit (MaxFFTML) bei einem Sony A90J 4K OLED TV um 22 Stufen nach oben, was einem großflächigen Helligkeitswert von fast 2.700 nits entspricht. Diesen Wert schafft vielleicht ein High-End NEO QLED 8K Fernseher von Samsung, aber sicherlich kein OLED TV. Auch der Wert für die Spitzenlichter (MaxTML) ist mit ca. 1.500 nits doppelt so hoch, wie was der A90J OLED TV leisten kann. Nur der Wert für MinTML, was die Details in dunklen Bildbereichen abdecken war soweit korrekt und wurde auf 0.00196 nits eingestellt.
Sony muss Update liefern
Unbedarfte Nutzer, die die Einstellungen nicht weiter hinterfragen, oder den TV und PS5 erstmals zusammen in Betrieb nehmen, werden ab dem Zeitpunkt der automatischen Kalibrierung mit einem zu hellen und kontrastlosen Bild abgestraft. Wer jedoch die manuelle HDR-Kalibrierung mit Hilfe des Sonnen-Musters vornimmt, bekommt schnell einen Großteil der Details und Farbbrillanz wieder. Ottonormalverbraucher sind einfach nicht in der Lage nachzuvollziehen, wie die PS5 das Tone Mapping, in Abhängigkeit des erkannten Sony Fernsehers, einstellt. Profis wie Vincent können mit teurem Gerät, wie einem Canon Referenzmonitor (kostet allein 30.000 Euro) solche Fehler identifizieren und geben ihre Erfahrungen glücklicherweise an die Community weiter!
In diesem Bild fällt der Unterschied noch drastischer aus || Youtube: HDTVTest
Wir können nur hoffen (bzw. verlangen), dass Sony schnellstmöglich die falschen Einstellungen „Auto HDR Tone Mapping“ auf der PlayStation 5 behebt (Vincent hat es ihnen ja vorgeführt, wie man es richtig macht) und die korrekten Daten für die unterstützten TV-Modelle bereitstellt (A90J OLED, A80J OLED, Z9J 8K, X95J, X90J, X85J, X80J und XH90).
An dem Update für die Smart TVs ist jedoch nicht alles schlecht, so verbessert sich die Gradation bei 4K@120Hz Inhalten und HDR-Videos, die über die Youtube-App der PS5 wiedergegeben werden, werden wieder korrekt im bt.2020-Farbraum (war auf bt.709 beschränkt) wiedergegeben.
RTL+ ersetzt seit dem 4. November 2021 TVNOW. Damit sind auch einige Erweiterungen bestehender Partnerschaften sowie neue Angebote verknüpft.
Beispielsweise teilt die Telekom mit, dass RTL+ weiterhin in MagentaTV integriert bleibe. Für Bestandskunden bleibt zunächst alles beim Alten. TVNOW war ja bereits seit Ende 2020 Bestandteil von MagentaTV. Da geht es nun nahtlos mit RTL+ weiter. Das frühere Paket TVNOW Premium heißt nun lediglich RTL+ Premium. Es ist weiterhin in die Tarife MagentaTV Smart, MagentaTV Entertain und MagentaTV Netflix integriert.
Sowohl Preis als auch Inhalte bleiben von der Änderung unberührt. Die bisherige TVNOW-App wird nun automatisch zur RTL+-App. Auf dem Media-Receiver und der MagentaTV-Box wird die App sogar automatisch aktualisiert. Bei anderen Endgeräten ist ein Update erforderlich, so die Telekom. Das soll aber nur der erste Schritt sein.
Laut Deutscher Telekom werden in Zukunft nicht nur Filme und Serien von RTL+ bei MagentaTV landen, sondern auch Musik, Podcasts, Hörbücher und Premium-Magazine. Das wird aber nicht von heute auf morgen geschenen: Diese Anpassungen sind für das erste Halbjahr 2022 anvisiert. Denn dann möchte RTL sein Streaming-Angebot RTL+ zu einem umfassenden Medien-Abo in Deutschland weiterentwickeln. Ob es dadurch zu Zusatzkosten bzw. einer neuen Abonnement-Stufe kommen wird, ist aktuell offen.
Deezer wird ebenfalls zum Partner von RTL+
Falls ihr euch fragt, wer die Audio-Inhalte anliefern soll, die RTL+ einbinden und auch Partnern wie MagentaTV kredenzen will: Das wird Deezer sein. Letztere haben bestätigt, dass sie eine Streaming-Partnerschaft mit RTL+ eingegangen sind. Deezer wird also Streaming-Partner von RTL+ in den Bereichen Musik, Hörbücher und Hörspiele. Abonnenten von RTL+ werden künftig auf Deezers Premium-Funktionen und Inhalte zugreifen können.
Deezer liefert RTL+ Audio-Inhalte.
Darunter werden die Flow-Funktion und eine Auswahl an kuratierten und personalisierten Inhalten sein. Man stellt dafür als B2B-Partner RTL+ umfangreiche Toolkits, APIs und SDKs zur Verfügung.
Ab 2022 werden 4K Blu-ray Filme von Universal Pictures Home Entertainment nur noch als Single-Disc-Variante ausgeliefert. Wird die UHD-Disc durch den Wegfall der HD Blu-ray günstiger?
Die 4K Ultra HD Blu-ray befindet sich seit ihrer Einführung in einer Nische. Der Grund hierfür könnte der überdurchschnittliche Preis sein, mit dem neue Filme im 4K-Format in den Handel kommen. Verglichen mit der regulären Blu-ray, DVDs oder digitalen Verkäufen zahlt man bei der 4K Blu-ray im Regelfall am meisten. Viele Nutzer identifizierten die Blu-ray-Dreingabe als Preistreiber. Filme und Serien, die in diesem fortschrittlichen Format veröffentlicht werden, erscheinen nämlich meist als 2-Disc-Variante mit 4K Blu-ray und HD Blu-ray. Damit könnte jetzt bald Schluss sein. Unversal Pictures Home Entertainment (UPHE), möchte seine 4K Blu-rays ab 2022 nämlich nur noch als Single-Disc-Versionen veröffentlichen. Man startet bereits mit und „Candyman“ (06.01.2022) und „Last Night in Soho“ (27.01.2022).
UPHE liefert 4K Blu-ray bald ohne Blu-ray aus
Auf dem Cover von „Candyman“ steht nur noch „4K Ultra HD“. Bei „One Night in Soho“ dagegen noch „4K Ultra HD + Blu-ray“.
Universal Pictures ist nach Disney einer der größten Filmstudios weltweit und die Entscheidung, den 4K-Veröffentlichungen keine HD Blu-rays mehr beizulegen, hat somit sicherlich Signalwirkung. Andere Studios könnten sich schnell ein Beispiel an UPHE nehmen und die Dreingabe, die Kunden eigentlich nur in der Übergangszeit für das neue Medium begleiten sollte, eliminieren. Vorreiter war übrigens Sony Pictures, die dem 4K-Format eh noch nie wohlgesonnen waren und ausgewählte Wiederveröffentlichungen bereits ohne Blu-ray ausgeliefert hatten.
Ob sich durch den geringeren Material- und Lizenzaufwand die Produktionskosten und letztlich auch die Verkaufspreise der 4K Blu-ray nach unten drücken lassen, steht noch in den Sternen. Wir vermuten, dass die Preise nicht signifikant sinken werden, da es sich bei diesen Produkten eh um ein Nischen-Geschäft für Liebhaber handelt. Diese sind in der Regel ja gewillt, etwas mehr zu bezahlen, was auch die Schwemme an 4K Blu-ray Steelbooks in den letzten Monaten erklärt. Selbst mit Abpreisungen ist der Verkaufspreis einer Ultra HD Blu-ray immer noch höher, als für eine DVD, Blu-ray oder digitalen Kauf/Leihe. Wir stellen uns eher die Frage, was mit dem Bonus-Content passiert, welcher meist auf die HD Blu-ray ausgelagert wird. Eine Bonus-Disc in 4K-Auflösung wäre natürlich ein Traum, würde jedoch die Hoffnung auf reduzierte Verkaufspreise zerstören.
Wie steht ihr zu dem Thema? Hattet ihr Gefallen an der zusätzlichen HD Blu-ray gefunden, oder findet ihr, dass es seit Anbeginn eine sinnlose Dreingabe war? Schreibt uns doch gerne einen Kommentar!
Das Update-Wirrwarr um die Sony TV-Modelle 2021 geht weiter. Mit der neusten Firmware erhalten ausgewählte TV-Geräte die „Perfekt für PS5“-Features (ALLM und HGiG), aber nur ein Modell VRR.
Die versprochenen „Perfekt für PS5“-Features, die im Oktober 2021 angekündigt wurden, erreichen jetzt Sonys TV-Modelle aus 2021. Die Firmware-Version v6.4284 schaltet den „Auto Genre Picture Mode“ und „Auto HDR Tone Mapping“ für den A90J (OLED), A80J (OLED), Z9J (8K), X95J, X90J, X85J und X80J frei. Hinter den beiden Features versteckt sich unseres Wissens das HDMI-Feature ALLM (Auto Low Latency Mode) sowie optimiertes HDR-Gaming, welches etwas an die Vorgaben der HGiG (HDR Gaming Interest Group) erinnert. Beides Features, die es nicht nur, wie von Sony beworben, für oben genannte „Perfect for PlayStation 5“-TVs gibt.
ALLM, VRR und HGiG für 2021 Sony TVs
Zusätzlich schaltet das Update v6.4284 das HDMI 2.1 Feature VRR (Variable Refresh Rate) auf dem Sony X85J (X84J & X83J) frei. Wieso nur das Einstiegsmodell ohne BRAVIA XR-Prozessor mit VRR versorgt wird, lässt sich nicht wirklich erklären. Vielleicht möchte Sony die Funktion erst einmal an einer TV-Serie aus 2021 austesten, bevor diese auf die hochwertigen Modellreihen mit BRAVIA XR-Prozessor ausgerollt wird. Wenigstens müssen Nutzer nicht über ein Jahr warten, wie Besitzer eines XH90, der erst im letzten Monat sein versprochenes VRR-Update erhielt.
„Auto HDR Tone Mapping“ kann noch nicht überzeugen
Ein direkter Vergleich aus dem jüngsten Youtube-Video von HDTVTest zeigt, das Auto HDR Tone Mapping (links) liefert das schwächere Bild ab
Wer im Besitz eines Sony 4K Fernsehers aus 2021 ist und zudem eine PlayStation 5 sein Eigen nennt, muss nicht mehr manuell in den Gaming-Modus schalten und bekommt unterstützte HDR-Games in „verbesserter“ Qualität präsentiert. Das „Auto HDR Tone Mapping“ erkennt, welcher Sony Fernseher angeschlossen ist und passt entsprechend die Tone Mapping-Kurve des Videostreams an. Laut ersten Tests führt das Feature jedoch eher zu einer „Verschlimmbesserung“. Bei einem Sony OLED TV wurde der Wert für MaxFFTML z.B. auf rund 2.400 nits gesetzt, obwohl die maximale Helligkeitsdarstellung bei diesem Gerät bei um die 780 nits liegt. Kein Wunder, dass die Darstellung zu hell und kontrastarm wirkt. Zudem gehen Details in Spitzenlichtern (z.B. Wolken im Himmel) verloren. Es ist fast schon lächerlich, dass Sony dieses speziell für seine TV-Geräte ausgelegte Feature im eigenen Testcenter nicht korrekt einstellen konnte.
360 Spatial Sound Personalizer
Mit der jüngsten Firmware hält ein weiteres Feature im Sony 2021-Lineup (außer X80J und X85J) Einzug. Der 360 Spatial Sound Personalizer optimiert die dreidimensionale Klangdarstellung auf kompatiblen Lautsprechern. Derzeit wird diese Funktion jedoch nur von den neuen Sony SRS-NS7 Nackenbügel-Lautsprecher unterstützt.
Die neue Firmware erhaltet ihr wie gewohnt automatisch über die Update-Funktion eures Sony Smart-TVs (sofern aktiviert), oder ihr stoßt die Installation manuell über das Menü an. Wer überhaupt nicht warten möchte, kann die Datei auch über die Support-Seite von Sony herunterladen und mittels USB-Stick installieren:
Zum 20-jährigen Jubiläum von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ kommt der Film nochmals in die deutschen Kinos. Der erste Teil der Buchverfilmung wird erstmals in 3D und 4K gezeigt!
Auch in der Kinolandschaft hat sich in den letzten 20 Jahren ganz schön etwas getan. Das ist auch der Grund, wieso Warner Bros. den ersten Harry Potter-Film zur gleichnamigen Buchvorlage „Harry Potter und der Stein der Weisen“ in einer besonderen Variante nochmals ins Kino bringt. Dabei müssen sich die Fans jedoch zwischen zwei Varianten entscheiden. Entweder verfolgt ihr Harry Potter erstmals in 3D, oder ihr bleibt der zweiten Dimension treu, könnt den Film dafür in 4K Auflösung genießen. Die Vorstellungen werden vorerst nur am 13./14. November in ausgewählten Lichtspielhäusern stattfinden.
Harry Potter in 3D, 4K oder im Dolby Cinema?
Im Mathäser Filmpalast in München, läuft Harry Potter und der Stein der Weisen sogar im Dolby Cinema. Ob der Film nicht nur in Cinema 4K präsentiert wird, sondern auch mit Dolby Atmos 3D Sound und/oder Dolby Vision HDR lässt sich aus der Reservierungsübersicht leider nicht herauslesen. Trotzdem sehr spannend. Neben kleineren Kinobetreibern wird auch die Kette Cinemaxx dem jungen Zauberlehrling nochmals die Ehre erweisen. Ebenfalls kann man hier zwischen der 3D- oder 4K-Version wählen. Ein paar Vorstellungen laufen sogar mit englischem Originalton (3D).
4K Blu-ray fürs Heimkino
Für das besondere Heimkino-Erlebnis sorgt die Harry Potter Komplettedition auf 4K Blu-ray
Alle Harry Potter-Fans oder die, die es noch werden wollen, sollten sich diesen Termin dick im Kalender anstreichen bzw. gleich Sitzplätze für die jeweilige Kinovorstellung buchen. Wer die Harry Potter-Saga inkl. der Spin-Off-Reihe „Phantastische Tierwesen“ lieber in den eigenen vier Wänden genießen möchte, der kann die Filme bereits seit mehreren Monaten auf 4K Ultra HD Blu-ray erwerben. Für Neulinge die sich dem Thema Harry Potter jetzt voll widmen möchten, können jetzt die neue Gesamtedition (Veröffentlichung am 2. Dezember) im Hogwarts-Express-Design vorbestellen:
Die Krux der Smart TVs: Viele ältere TV-Geräte können die Multimedia-Software Plex nicht mehr nutzen. Zudem sind viele Websites über den Browser nicht mehr abrufbar.
Woran liegen die Querelen? Es geht um veraltete Root-Zertifikate, die wohl auch nicht mehr erneuert werden, da die Fernsehgeräte teilweise keine Updates mehr erhalten. Betroffen sind Smart TVs von LG unterhalb von webOS 5.0, also etwa die C9-Modelle aus dem Jahr 2019, alle Samsung-Modelle mit Tizen und auch Geräte mit VIDAA unterhalb von Version 5.0. Es fehlen den Geräten jeweils die neuen Root-Zertifikate von Let’s Encrypt.
Es ist möglich, Verbindungen zu einem persönlichen Server noch zuzulassen, wenn in den TV-App-Einstellungen auf „Unsichere Verbindungen zulassen“ umgestellt wird. Außerdem muss der Plex Media Server auf „Bevorzugt“ und die Präferenz auf „Sichere Verbindungen“ gesetzt werden. Wer anderweitige Geräte nutzt, etwa eine Nvidia Shield TV, wird dieses Problem nicht haben.
Der Nvidia Shield TV Streaming-Player kann weiterhin Plex verwenden
Um die Querelen zu umgehen, ist ein anderer Weg, seinen TV selbst zu rooten und das notwendige Zertifikat eigenmächtig zu installieren. Damit ist aber natürlich der Garantieverlust verbunden. Zumal das keine Aufgabe für Laien ist. Hier wird über das Rooten von TV-Geräten mit webOS beispielsweise diskutiert. Letzten Endes sollte hier natürlich jeder Anwender selbst entscheiden, wie er oder sie verfahren möchte.
Smart TVs: Die Update-Problematik
An Smart TVs sind Updates grundsätzlich so eine Sache: Die Hersteller verkaufen lieber neue Geräte als Pflege von Bestandskunden zu betreiben. Daher empfehlen wir meistens, doch mit externen Streaming-Playern wie den Amazon Fire TV, dem Apple TV 4K oder eben einer Nvidia Shield TV zu arbeiten. In der Regel ist nicht nur die Performance besser, die Anwendungen werden auch besser gepflegt.