Welche HDMI-Bandbreite wird benötigt, um z.B. ein 4K Videosignal mit eine Bildwiederholungsrate von 120Hz, 10-bit Farbtiefe und 4:4:4 Chroma wiederzugeben? Hier erfährst du alles über HDMI-Bandbreiten!
Wieso läuft 4K@120Hz/10-bit/4:4:4 Chroma nicht auf der PlayStation 5? Und wieso funktioniert 4K@60Hz/10-bit/4:4:4 Chroma nicht auf meinem Gaming-PC mit HDMI 2.0-Schnittstelle? Die Antwort lautet in beiden Fällen: zu wenig HDMI-Bandbreite! Doch wie viel Bandbreite benötige ich eigentlich für die jeweiligen Kombinationen aus Auflösung, Bildfrequenz, Farbtiefe und Farbunterabtastung (Chroma)? In diesem Beitrag möchten wir uns genau diesem Thema widmen und euch einen kleinen Leitfaden geben, welche Faktoren die benötigte Bandbreite beeinflussen. (Hier geht es direkt zur Vergleichstabelle)
HDMI-Bandbreite für 4K, 8K, 120Hz usw.
Als Erstes möchten wir darauf hinweisen, dass das Thema HDMI und dessen Bandbreiten „durchsiebt“ ist mit Sonderfällen, Tweaks und Workarounds. Also nur, weil ein TV-Gerät mehrere HDMI 2.1-Schnittstellen mit 40 Gbit/s besitzt, heißt das noch lange nicht, dass alle in der Tabelle aufgelisteten Kombinationen unter 40 Gbit/s funktionieren müssen. Oft limitieren die Hersteller ihre Endgeräte (aus welchen Gründen auch immer), oder schieben bestimmte Features, wie z.B. eine 120Hz Wiedergabe via Firmware-Update nach (prominentes Beispiel der Sony XH90). Also sieht den Beitrag eher als allgemeine Information.
Die Auflösung
Vergleich zwischen Full-HD, 4k, 5k, 8k und 10k Auflösung
Die benötigte Bandbreite eines Videosignals setzt sich in der Regel aus vier Faktoren zusammen: die Auflösung, Bildfrequenz, Farbtiefe und Farbunterabtastung (Chroma). Die Auflösung eines Videosignals setzt sich aus den vertikalen und horizontalen Pixelreihen zusammen. Bei einem 4K Ultra HD Signal haben wir 3.840 vertikale Pixelreihen in der 2.160 horizontale Pixelreihen. Multipliziert man diese, ergibt das die totale Anzahl der Bildpunkte, die berechnet werden müssen – in unserem Beispiel 8.294.400. Bei 8K Auflösung wären es demnach 7.680 x 4.320, also 33.177.600 Bildpunkte, bei 1.440p (z.B. auf der Xbox Series X|S) wären es 3.686.400 Bildpunkte (2.560 x 1.440p), bei Full HD 2.073.600 Bildpunkte (1.920 x 1.080) usw. Man kann Regel niedrigere Auflösungen auf einem höher aufgelösten Display wiedergeben (z.B. 4K auf einem 8K Display). Die fehlenden Informationen werden dann meist durch ein Upscaling des Displays kompensiert.
Bildwiederholungsfrequenz (Hz oder FPS)
Die Bildfrequenz oder Bildwiederholungsfrequenz gibt wieder, wie viele Einzelbilder über die Zeitspanne von einer Sekunde wiedergegeben oder dargestellt werden. Angegeben wird dieser Wert meist mit Hz (Hertz) oder FPS (Frames per Second / Bilder pro Sekunde). Eigentlich ziemlich selbsterklärend, gibt ein 4K Fernseher der gerade im 30Hz-Modus läuft 30 Vollbilder pro Sekunde aus, bei 60Hz die doppelte Anzahl (ausgehend von 30Hz) und bei 120Hz sind es das Vierfache. In Deutschland werden aufgrund des PAL-Standards auch oft 50Hz und 100Hz bei TV-Geräten oder Monitoren ausgegeben. Die Bildwiederholungsfrequenz hat einen direkten Einfluss auf die Bildqualität, bzw. wie „flüssig“ man die Inhalte wahrnimmt. Vor allem beim Gaming kann dies entscheidend sein, da ein Videosignal von 30Hz nur alle 33ms ein Bild aufbaut, ein 120Hz Signal alle 8.33ms. Bei kompetitivem Spielen (Shooter, Rennspiele) kann diese Differenz bereits den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. Bei TV-Geräten mit aktivierter Zwischenbildberechnung, kann ein Film oder Serie, die mit 24fps aufgezeichnet wurden, weitaus detailreicher wahrgenommen werden – vor allem bei actionreichen Szenen. Und Fußballspiele lassen sich mit 50/60 Bildern pro Sekunde weitaus angenehmer verfolgen, als mit einem 24fps gestotterte.
Farbtiefe
Die Farbtiefe gibt an, wie viele Abstufungen je Farbkanal von einem Display wiedergegeben werden können. Mit 1-bit gäbe es pro Farbe lediglich 2 Abstufungen. Bei 2-bit sind es 4 Abstufungen, bei 4-bit 16 Abstufungen und bei 8-bit 256 Abstufungen. In der Regel besitzt ein aktueller 4K oder 8K Fernseher ein 10-bit Display und kann somit 1.024 Farbabstufungen pro Kanal wiedergeben. Je höher die Bitrate, desto besser lassen sich z.B. Banding-Effekte bei Farbverläufen (sichtbare, Farb-Übergänge z.B. bei dargestelltem blauen Himmel) verringern. Für die Wiedergabe von HDR-Inhalten (High Dynamic Range) ist eine 10-bit Darstellung Voraussetzung. Der Bildeindruck wird mit steigender Farbtiefe als natürlicher und mit mehr Bildtiefe wahrgenommen.
Farbunterabtastung (Chroma)
Beispiel Farbunterabtastung (Chroma Subsampling) Quelle: wikipedia.org
Die Farbunterabtastung (oder Chroma Subsampling) ist das wohl effektivste Mittel um Bandbreite zu sparen. In der Regel stehen für jeweils 4×4 Pixel Informationen für die Farbsättigung (Chroma) und deren Helligkeit (Luma). Bei einem 4:4:4 Subsampling werden für alle 4×4 Pixel jeweils alle Helligkeits- und Farbinformationen bereitgestellt. Bei 4:2:2 ist die Farbabtastung in horizontaler Richtung nur halb so groß wie bei der vertikalen Richtung. Die Farbinformationen des „Nachbarpixels“ wird sozusagen übernommen. Bei 4:2:0 steht nur eine Farbinformation für einen Block von vier Pixeln zur Verfügung. In allen Szenarien wird jedoch jeder Pixel mit einer eigenen Helligkeitsinformation versehen. Man macht sich die Physiologie des Auges zu Nutze, da der Mensch unterschiedliche Luminanzen viel besser wahrnimmt, als unterschiedliche Farben. Ein Blatt, das z.B. überall den gleichen Grünton aufweist, wird erst durch die Helligkeitsabstufung mit Details und einer gewissen Dreidimensionalität „versorgt“.
HDMI 2.1 – Bandbreiten-Bingo
Die meisten HDMI 2.1-Chipsätze, unter anderem für TV-Geräte, Konsolen und AV-Receiver, liefern eine Bandbreite von 40 Gbit/s
Aus all diesen Faktoren zusammen ergibt sich dann die Bandbreite des Videosignals, welches nur wiedergegeben werden kann, wenn der HDMI-Anschluss diese auch verarbeiten kann. Aber auch hier sei nochmals angemerkt, dass die HDMI-Spezifikationen, zumindest bei HDMI 2.1, derzeit recht ungenau sind. HDMI 2.1 kann maximal 48 Gbit/s unterstützten, die meisten Chipsätze liefern jedoch nur 40 Gbit/s. Die PlayStation 5 z.B. hat nur 32 Gbit/s und wäre damit in der Lage, alle wichtigen 4K-Auflösungen wiederzugeben, jedoch würde 8K@60Hz,8-bit mit 4:2:0 Chroma nicht mehr funktionierten (32,08 Gbit/s). Das 8K-Features der PS5 ist aber noch nicht einmal freigeschaltet worden. Also ihr seht, alles teils recht unüberschaubar. In nachfolgender Tabelle haben wir euch verschiedenste Kombinationen mit den daraus resultierenden Datenraten aufgelistet. In der letzten Spalte listen wir euch zudem auf, welcher HDMI-Standard benötigt wird, um die entsprechende Datenraten verarbeiten zu können:
HDMI-Bandbreiten:
Auflösung
Bildfrequenz
Farbtiefe
Chroma
Datenrate
HDMI
4K
30Hz
8-bit
4:2:0
4,46 Gbit/s
1.4
4K
30Hz
8-bit
4:2:2
5,94 Gbit/s
1.4
4K
30Hz
8-bit
4:4:4
8,91 Gbit/s
1.4
4K
30Hz
10-bit
4:2:0
5,57 Gbit/s
1.4
4K
30Hz
10-bit
4:4:4
11.14 Gbit/s
2.0
4K
60Hz
8-bit
4:2:0
8,91 Gbit/s
1.4
4K
60Hz
8-bit
4:2:2
11,88 Gbit/s
2.0
4K
60Hz
8-bit
4:4:4
17,82 Gbit/s
2.0
4K
60Hz
10-bit
4:2:0
11.14 Gbit/s
2.0
4K
60Hz
10-bit
4:2:2
14.85 Gbit/s
2.0
4K
60Hz
10-bit
4:4:4
20.05 Gbit/s
2.1
4K
120Hz
8-bit
4:2:0
17,82 Gbit/s
2.0*¹
4K
120Hz
8-bit
4:2:2
21,38 Gbit/s
2.1
4K
120Hz
8-bit
4:4:4
32.08 Gbit/s
2.1
4K
120Hz
10-bit
4:2:0
20,05 Gbit/s
2.1
4K
120Hz
10-bit
4:2:2
26,73 Gbit/s
2.1
4K
120Hz
10-bit
4:4:4
40,09 Gbit/s
2.1
8K
30Hz
8-bit
4:2:0
17,82 Gbit/s
2.0*²
8K
30Hz
8-bit
4:2:2
21,38 Gbit/s
2.1
8K
30Hz
8-bit
4:4:4
32,08 Gbit/s
2.1
8K
30Hz
10-bit
4:2:0
20,05 Gbit/s
2.1
8K
30Hz
10-bit
4:2:2
26,73 Gbit/s
2.1
8K
30Hz
10-bit
4:4:4
40,09 Gbit/s
2.1
8K
60Hz
8-bit
4:2:0
32,08 Gbit/s
2.1
8K
60Hz
8-bit
4:2:2
42,77 Gbit/s
2.1
8K
60Hz
8-bit
4:4:4
64,15 Gbit/s
(21.38)
DSC*³
8K
60Hz
10-bit
4:2:0
40,09 Gbit/s
DSC*³
8K
60Hz
10-bit
4:2:2
53,46 Gbit/s
(14,26)
DSC*³
8K
60Hz
10-bit
4:4:4
80,19 Gbit/s
(21,38)
DSC*³
8K
120Hz
8-bit
4:2:0
64,15 Gbit/s
(21.38)
DSC*⁴
8K
120Hz
8-bit
4:2:2
85,54 Gbit/s
(28,51)
DSC*⁴
8K
120Hz
8-bit
4:4:4
128,30 Gbit/s
(42,77)
DSC*⁴
8K
120Hz
10-bit
4:2:0
80,19 Gbit/s
(21,38)
DSC*⁴
8K
120Hz
10-bit
4:2:2
106,92 Gbit/s
(28,51)
DSC*⁴
8K
120Hz
10-bit
4:4:4
160,38 Gbit/s
(42,77)
DSC*⁴
*¹ 4K@120Hz Support unter HDMI 2.0 ist nicht vorgesehen, funktioniert aber in einigen Fällen, z.B. am PC mit einer GTX 2080 TI.
*² 8K-Support unter HDMI ist nicht vorgesehen/unterstützt
*³ Funktioniert nur mit aktivierter Digital Stream Ccompression (DSC) Bildkomprimierung des HDMI 2.1 Standards (reduziete Bitrate in Klammern). Dafür müssen jedoch die verbundenen Geräte beide DSC beherrschen.
*⁴ 8K@120Hz wird von noch keinem TV-Gerät, Monitor oder Signalgeber unterstützt.
Samsungs 4K-Topmodell 2021 hört auf den Namen QN95A: Ob der erste Mini-LED-Fernseher von Samsung das Zeug hat, um die OLED-Konkurrenz zu schlagen, lest ihr in unserem ausführlichen Test. Wir hatten für euch das 65 Zoll Modell im 4kfilme.de Testlabor.
Einleitung, Inbetriebnahme & Design
Der neue QN95A gehört in diesem Jahr zu Samsungs 4K Ultra-HD Spitzenklasse. Das Top-Modell des koreanischen Herstellers nutzt erstmals die Mini-LED-Backlight-Technologie, was der Serie auch den Namen „NEO QLED“ beschert. Parallel dazu werden die 4K Modelle QN85A, QN90A sowie die 8K-Monster QN700A, QN800A und QN900A das 2021er NEO-Lineup ergänzen.
Letzteres Modell werden wir ebenfalls in unserem Testlabor für euch auf Herz und Nieren prüfen – wir und ihr müssen sich jedoch noch etwas gedulden. Die neue Mini-LED Technik verspricht nicht nur eine höhere Maximalhelligkeit und intensivere Schwarzwerte, sondern auch eine geringere Bautiefe. So fällt das diesjährige Gehäuse nochmals dünner aus, als bereits beim Vorgänger Q95T. Neben der Mini-LED Hintergrundbeleuchtung gibt es jedoch noch einige weitere interessante Neuerungen.
Frontansicht des Samsung QN95A
Rückseite des 4K NEO QLED TV (sorry, Schrammen gehören normalerweise nicht dazu)
Dank Mini-LED-Backlight ist der QN95A noch schlanker
Der massive Standfuß hebt das Display des QN95A soweit an, dass auch eine mächtige Soundbar darunter Platz findet
Nicht nur die verbaute Elektronik ist flacher und kleiner geworden, sondern auch die neue OneConnect-Box. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr nicht nur deutlich schlanker, sondern auch eleganter geworden. Das grundlegende Konzept dahinter bleibt jedoch gleich so wird auch die neue Slim One-Connect mit nur einem Kabel mit dem TV-Gerät verbunden. Was sich ebenfalls geändert hat, ist die Kabellänge. Zwar wurde diese von fünf auf drei Meter reduziert, dafür ist das Kabel nun deutlich dicker als zuvor und wirkt dadurch insgesamt wertiger. Es ist sogar möglich, die Box mithilfe von wenigen Schrauben aufzuhängen so fern dies gewünscht ist. Neben insgesamt vier HDMI 2.1 Eingängen, die alle bis zu 40 Gbpsunterstützen, finden auch ein Doppeltuner sowie weitere Anschlüsse in dem äußerst kompakten Gehäuse Platz. Lediglich der seitlich platzierte Stromstecker trübt den ansonsten sehr gelungen Facelift. Neben den bekannten Funkstandards sind WiFi 5 und Bluetooth 4.2 ebenfalls mit an Board.
Die neue One Connect Box Slim des QN95A ist echt schick!
Anschlüsse auf der Rückseite der One Connect Box Slim
egal ob frei stehend oder an der Wand befestigt – die One Connect Box Slim macht eine gute Figur!
Wie gewohnt stehen erneut digitale Twin-Tuner für Satellit, Kabel als auch DVB-T2HD mit zur Verfügung. Dies ermöglicht es dem QN95A USB-Recording und Timeshift für zeitversetztes Fernsehvergnügen zu nutzen. Positiv hervorzuheben, ist die Tatsache, dass alle vier HDMI 2.1 Anschlüsse die Wiedergabe von 4K Inhalten bis zu 120 Hz ermöglichen sowie ALLM (Auto Low Latency Mode) und VRR (Variable Refresh Rate) unterstützen.
Neben der One-Connect Box hat auch die Fernbedienung von Samsung ein schickes Facelift erhalten. Das Kunststoffgehäuse präsentiert sich in einem edlen Mattschwarzen Finish und die Fernbedienung kann wahlweise per USB-C Kabel oder über das neue Solarpanel auf der Rückseite durch Tages- oder Lampenlicht aufgeladen werden. Wer die Fernbedienung nicht exzessiv nutzt, der wird die Remote nie laden müssen. Zudem verfolgt Samsung damit einen ökologischen Gedanken. Denn mit dem integrierten Akku fällt ein großer Berg Batteriemüll weg!
Das neue Design der Remote
Das neue Solarpanel befindet sich auf der Rückseite
Alternativ kann die Remote per USB-C geladen werden
Die eigentliche Einrichtung des QN95A gestaltet sich gewohnt simple als auch intuitiv. Man hat hierbei die Auswahl zwischen der Einrichtung via Smartphone, wozu die Smart Things App benötigt wird, oder die klassische Variante, die einen Schritt für Schritt mithilfe der Fernbedienung durch den Prozess leitet. Hat man alle externen Geräte via HDMI an der Slim One-Connect Box angeschlossen kann man diese nacheinander einschalten, denn so erkennt der TV automatisch um welche Art von HDMI Quelle es sich handelt, um die Einstellungen zu optimieren. So ist es z.B. nicht mehr notwendig den Spielmodus für eine angeschlossene Spielekonsole zu aktivieren (ALLM – Auto Low Latency Mode)
Step 1
Step 2
Step 3
Step 4
Step 5
Samsung setzt auch weiterhin auf Tizen OS, dass unserer Meinung nach mit webOS aus dem Hause LG aktuell zu den besten Smart-TV-Plattformen gehört. Die Oberfläche ist klar strukturiert und bietet Möglichkeit zur individuellen Anpassung und Sortierung der Apps. Wie man es von einem guten Smart-TV heutzutage erwartet, sind ab Werk bereits zahlreiche Streaming Apps wie z.B. Joyn, Netflix, Rakuten TV, Disyney+, Prime Video und sogar Sky-Q als auch Apple TV+ vorinstalliert. Die Auswahl der Apps wird fast monatlich um beliebte und aufstrebende Portale erweitert.
Der Homescreen der Tizen OS Oberfläche ist klar strukturiert und übersichtlich
Ein neues praktisches Feature hat ebenfalls Einzug gefunden. So ist es über die Multi-View Funktion möglich, das Display in zwei separate Bereiche aufzuteilen. Im Vergleich zu einer klassischen Bild in Bild Funktion hat man hierbei jedoch die Möglichkeit, ähnlich wie man es von verschiedenen Desktops auf den PC kennt, auf den zweiten Bildschirm völlig andere Apps zu starten. Wer möchte, könnte so z.B. zwei Videostreams parallel starten. Ein nützliches Szenario ergibt sich hier z.B. für Gamer. Auf der einen Hälfte verfolgt man ein Gameplay-Video mit Lösung eines bestimmten Abschnitts auf YouTube, während man selbst versucht diesen Part abzuschließen. Oder man lässt während dem Gaming das Fußballspiel oder die Konferenz mitlaufen. Mithilfe einer separat erhältlichen USB-Kamera von Logitech soll es zudem möglich sein, z.B. ein Fitness-Tutorial anzuschauen und sich selbst beim Ausführen der Übungen zu kontrollieren, indem das eigene Bild neben dem Tutorial-Video auf dem Bildschirm angezeigt wird.
Das neue Feature Multi-View bietet erweiterte Bild in Bild Funktionen
Je nach erworbener Größe (der QN95A ist in 55, 65, 75 und 85 Zoll erhältlich), klafft in den eigenen vier wänden ein „Schwarzes Loch“, sobald der TV nicht genutzt wird. Samsung hat auch für dieses Problem eine Lösung parat, die von den „The Serif“ und „The Frame“ Lifestyle-TVs übernommen wurde. Der „Ambient Mode” ermöglicht es, den TV in einen sparsameren Betriebszustand für statische Bilder zu versetzen, statt das Gerät komplett auszuschalten. Die Lifestyle-TVs haben dafür einen separaten Button auf der Fernbedienung, der beim QN95A-Modell nicht vorhanden ist. Wer das Feature dennoch nutzen möchte, kann es entweder über die Menüsteuerung oder die Smart Things App starten. Für diejenigen, die den TV gerne Smart mit der Stimme steuern möchten, können hierzu wahlweise auf Bixby, Google Assistant als auch Amazon Alex zurückgreifen.
Neben der Apple-TV App wird auch AirPlay2 unterstützt
Dank integriertem Apple AirPlay2 kann man seine Apple-Geräte Inhalte mit dem TV teilen oder auf den großen Bildschirm streamen. So kann man bequem von seinem iPhone, iPad oder Mac aus Filme und Serien auf dem Samsung Smart TV abspielen.
Kalibrierung QN95A in SDR
Für die erste „Out of the Box“ Messung des QN95A haben wir den inzwischen bekannten FILMMAKER MODE verwendet, um so einem möglichen Bildprocessing durch den TV aus dem Weg zu gehen.
Leider zeigt sich auch bei dem diesjährigen 4K Spitzenmodell aus dem Hause Samsung, dass die Werkskalibrierung im Vergleich zu denen anderer Hersteller wie Beispielweise Sony oder Panasonic deutlich schlechter abschneidet. Wie die Pre-Calibration Messung schonungslos offenbart ist der QN95A, selbst im FILMMAKER MODE, sehr weit von der Rec.709 Norm entfernt. So zeigt sich bei der RGB Balance bereits ab 10 IRE ein deutlicher Rotüberschuss, der das Bild stark braun einfärbt und Hauttöne stark übersättigt wirken lässt. Blau hingegen weist hierzu im direkten Vergleich ein hohes Defizit auf, was in Summe in einer durchschnittlichen Farbtemperatur von ~5854K endet und somit auch Messtechnisch den sehr warmen Bildeindruck untermauert. Der Gammaverlauf ist besonders im unteren Drittel insgesamt zu dunkel geraten und pendelt sich ab 30 IRE wieder etwas mehr in Richtung 2.40 ein. Der deutlich verschobene Weißpunkt bewirkt einen Drift der Sekundärfarbe Magenta in Richtung Rot, wie man auf dem CIE Chart sehen kann. Ein weiteres Manko ist aus unserer Sicht, dass der FILMMAKER MODE ab Werk mit gerade einmal 80 Nits zu dunkel abgestimmt ist. Auch wenn man bedenkt, dass der Bildmodus für die Wiedergabe am Abend in einer Licht-kontrollierten Umgebung gedacht ist, muss hier mit der Erhöhung der Hintergrundbeleuchtung gegengesteuert werden.
Farb- und Graustufenmessung innerhalb des Standard-Dynamikumfangs (SDR) vor der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Nach der Kalibrierung des SDR Bildmodus zeigt sich die RGB Balance neutral und schön ausgeglichen. Der vorherige Überschuss an Rot und das Defizit an Blau konnte mühelos behoben werden. Auch der Gamma Verlauf konnte deutlich verbessert werden und zeigt sich nach unseren Anpassungen nun Mustergültig wobei wir an der Stelle schon etwas mehr in die Trickkiste greifen mussten, da die üblichen Regler zur Gamma Korrektur nicht ausgereicht haben. Mit der Hilfe der Schwarzpegel Anpassung war es uns möglich den Gamma Peak bei 5-10 IRE auszugleichen. Der Weißpunkt konnte ebenfalls auf D65 angepasst werden, ebenso wie die zuvor noch schwache Hintergrundbeleuchtung. Auch alle Primär- sowie Sekundärfarben treffen nun deutlich besser die Zielkoordinaten innerhalb des CIE Charts. Der vorherige Drift von Magenta ist ebenfalls nicht mehr vorhanden. Die Post-Calibration Messung ist dank einiger Anpassungen und Korrekturen als sehr gut zu bezeichnen. Dennoch ist es uns ein Rätsel, wieso Samsung hier nicht etwas mehr Arbeit in die Werksabstimmung der TV-Geräte steckt denn schließlich sind die Geräte nicht gerade günstig und Samsung möchte sich mit den Modellen im High-End-Segment platzieren. Unser Sample gehört aufgrund einer Serienstreuung vielleicht zu einem der schlechteren Exemplare.
Farb- und Graustufenmessung innerhalb des Standard-Dynamikumfangs (SDR) nach der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
6 Step Near Black (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Color Luminance (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Auch wenn der Samsung QN95A nicht die Möglichkeit einer 3D LUT Kalibrierung bietet, wolltet wir überprüfen, wie sich das Gerät im Härtetest abseits der bekannten Messcharts schlägt. Hierfür haben wir wie schon in unserer Review zu dem LG G1 ein Custom Patchset das aus 1.000 Punkte besteht, vermessen und das Ergebnis daraus ist in der nachfolgenden Darstellung zu sehen. Das Resultat ist unter Berücksichtigung mangelnder 3D LUT Kompatibilität im oberen Mittelfeld anzusiedeln. Wie man gut sehen kann, liegen 141 der insgesamt 1.000 Messpunkte über einem Fehlerquotient dE von 2.3. Bleibt abzuwarten bzw. eher zu hoffen, dass auch Samsung eine 3D LUT Option in Kombination mit der Calman Software in Zukunft anbieten wird. Hersteller wie LG als auch Panasonic sind hier bereits seit 2018 als Vorreiter auf dem Gebiet der 3D LUT Kalibrierung unterwegs, da diese im Vergleich zu einer manuellen Kalibrierung das höchste Maß an Genauigkeit als auch Qualität bietet.
Detail Analyse für den Standard-Dynamikumfangs (SDR) nach der Kalibrierung
Da wir bereits mehrfach auf unser Excel Auswertungschart angesprochen worden sind, möchten wir an dieser Stelle gerne auf den Entwickler des „Genius Report“ aufmerksam machen. Dieser ist dem einen oder anderen Leser des AVS Forum unter dem Nickname Anger.miki bekannt. Wir nutzen das komplexe Excel Sheet inzwischen nicht nur für die Detailanalyse innerhalb unserer TV-Reviews, sondern auch zur individuellen Auswertung bei Kundenkalibrierungen. Wer im Übrigen selbst AV-Geräte kalibriert, sei es im Hobby- oder auch im Profi Bereich, kann unter geniusonecal@gmail.com mit dem Entwickler Kontakt aufnehmen und das Excel Sheet zur Auswertung von Kalibrierung auf Basis von ColourSpace erwerben.
Kalibrierung QN95A in HDR10
Für unsere HDR10 Bildmessung haben wir erneut den FILMMAKER MODE als Grundlage gewählt. Die Ergebnisse sind leider nur als mittelmäßig zu bezeichnen und reihen sich qualitativ zu denen für SDR-Bildinhalte ein. Auch hier zeigt die RGB Balance ab dem mittleren Helligkeitsbereich erneut einen zu hohen Anteil der Primärfarbe Rot und ein deutliches Blau-Defizit. Diese Dysbalance konnten wir jedoch bereits durch eine simple Anpassung des Weißpunktes korrigieren, wie auf dem „Post Calibration“ Screenshot zu sehen ist. Was uns wirklich ins Staunen versetzt hat, ist das werkseitige EOTF-Tracking des QN95A. Anders als für den Hersteller aus Korea üblich, ist dieses nämlich nicht deutlich zu Hell abgestimmt, sondern tatsächlich zu dunkel. Für Details nahe Schwarz ist für die Wiedergabe von HDR10 Inhalten insbesondere der Bereich bis 100 Nits ausschlaggebend. Genau in diesem Bereich ist der Samsung jedoch zu dunkel abgestimmt. Auch hier kann man mit den TV internen Einstellungsreglern jedoch entgegenwirken, sodass man einen mustergültigen EOTF-Verlauf erhält.
EOTF Verlauf ab Werk (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
HDR10 vor der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
HDR10 nach der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
ColorMatch HDR Messung nach der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Die ColorMatch HDR Farbpalette ergibt mit einem durchschnittlichen Fehlerquotienten dE von 2.3 ein solides Ergebnis ab. Der höchste Fehler liegt bei 4.3 und liegt somit nur knapp über dem Richtwert von dE 3.0. Die Maximalhelligkeit unseres Test Samples lag bei ~1.460 Nits und bietet somit beste Voraussetzungen für einen erstaunlichen HDR Effekt. Die Farbraumabdeckung für DCI-P3 liegt bei 96% während der BT.2020 Farbraum mit 74% abgedeckt wird.
Bildeindruck NEO QLED QN95A
Bevor wir auf die allgemeine Bildqualität des Gerätes eingehen werden, möchten wir zunächst einen kleinen Exkurs in Sachen LED Technik machen (Wer darauf keine Lust hat, überspringt bitte diesen und den nächsten Absatz). Bei TV-Geräten mit Mini-LED Technik handelt es sich um eine Weiterentwicklung der herkömmlichen LCD-Hintergrundbeleuchtung und steht aktuell für die modernste LED-Backlight-Technik am Markt für Konsumenten-Geräte. Bis vor einigen Jahren nutzten LCD-Fernseher noch CCFL-Hintergrundbeleuchtungen (Kaltkathoden-Fluoreszenzlampen) bis sie anschließend von LCD-Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung ersetzt worden sind. Im Vergleich zu CCFL Beleuchtung bieten LEDs den Vorteil, dass sie eine höhere Lebensdauer aufweisen, sich besser dimmen lassen und darüber hinaus auch reaktionsschneller sind. Egal welche Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz kommt, ist diese für jeden LCD-TV zwingend notwendig. Ohne diese könnte man Fernsehen bei Umgebungslicht oder gar die Wiedergabe von HDR Bildhinhalten vergessen. Mini-LEDs sind eine Weiterentwicklung der herkömmlichen LED’s. Aufgrund ihrer geringeren Größe daher „Mini-LED“, lassen sich deutlich mehr Leuchtdioden in einem Fernseher verbauen und somit automatisch mehr Dimming-Zonen. Dadurch lässt sich die Hintergrundbeleuchtung deutlich präziser Ansteuern und sorgt somit für eine bessere Ausleuchtung des Panels. Meist werden mehrere Mini-LEDs innerhalb einer Dimming-Zone zusammengefasst.
Mini-LEDs zeichnen sich besonders darin aus, dass sie äußerst lichtstark und schlank in ihrer Bauform sind. Kommen sie in Panels mit Direct-LED-Hintergrundbeleuchtung samt Local Dimming zum Einsatz, garantieren sie besonders hohe Kontraste und ebenso gute Schwarzwerte. Dennoch ist hier Vorsicht geboten bei den teils verwirrenden Begrifflichkeiten der verbauten Technik. Mini-LEDs dürfen nicht mit Micro-LED verwechselt werden. Mini-LED-TV’s besitzen kein Display mit selbstleuchtenden Pixeln wie man es von OLED-TV’s kennt. Micro-LED trägt einen ähnlichen Namen wie Mini-LED, bezeichnet jedoch eine neue Display-Technologie. Micro-LED steht für winzige selbstleuchtende Pixel und sind daher mehr mit OLED- als mit LCD-Geräten vergleichbar.
Größenunterschied zwischen Standard LED, Mini-LED und Micro-LED
Insgesamt ist die Bildqualität des Samsung QN95A nach der Kalibrierung deutlich besser als bei allen bisherigen QLED-TVs, die wir gesehen haben. Herkömmliche Farben als auch Hauttöne wirken sehr natürlich und werden akkurat dargestellt. Das Bild wirkt dank 792 Dimming Zonen deutlich brillanter und Samsungs Local-Dimming-Algorhitmus arbeitet erstaunlich präzise und zeigt somit deutlich die Vorteile, die der Mini-LED Hintergrund zugrunde liegen. Insbesondere in hellen Räumen kann sich der QLED QN95A von der Konkurrenz deutlich absetzen, da er neben einem hervoragenden Schwarzwert auch eine sehr gute Entspiegelung (Ultra Black) mit sich bringt. Verglichen mit der Entspiegelung des 2020er Q90T bzw. Q95T, reflektiert der QN95A ein klein wenig mehr, was in Summe jedoch immer noch deutlich weniger ist als bei denen anderer TV-Geräte. Im Vergleich zu älteren QLED Modellen bietet die neue Technik eine deutlich bessere Unterdrückung von Blooming Effekten, jedoch wird sich dies auf Kosten von Schattendetails erkämpft. Dennoch waren wir beim Sichten einiger unserer Near Black Referenz Szenen, wie z.B. in Skyfall, Casion Royal oder Gravity erstaunt, wie sauber und präzise das Local Dimming arbeitet. Die einzelnen Mini-LEDs werden so schnell angesprochen, dass selbst bei schnellen Szenenwechseln aktive Untertitel nahezu ohne Blooming dargestellt werden. Zwar gibt es einige Szenen, mit denen man den Effekt provozieren kann, jedoch ist er selbst dann nicht sonderlich stark ausgeprägt.
Das Herzstück des Samsung QN95A ist der Neo Quantum Prozessor 4K
Wenn man im Film als auch im FILMMAKER MODE alle Einstellung zur Zwischenbildberechnung deaktiviert, kann der QN95A Filminhalte nativ mit 24 Bildern pro Sekunde ohne dem typischen stottern wiedergeben. Demzufolge ist es nicht notwendig und sogar eher kontraproduktiv sollte man die „LED Clear Motion“ Funktion nutzen, da diese beim genauen Betrachten das Bild zu sehr zum Flackern bringt. Wer viele europäische TV-Inhalte konsumiert, wird zudem feststellen, dass Samsungs Scanning der Hintergrundbeleuchtung immer aktiviert ist. Dies wird besonders dann deutlich, wenn man die Zwischenbildberechnung verwendet. Der SOE (Soap Opera Effect) macht sich bei Inhalten in 50 Hz dann deutlich bemerkbar, selbst wenn man die Judder-Reduzierung auf 0 stellt. Es ist möglich, dass Samsung hiermit auf das Problem mit den 50 Hz Frame Skip reagiert, das noch einige Modelle aus dem Vorjahr 2020 betroffen hat.
Der „Neo Quantum Prozessor 4K“ kann Full HD Inhalte sehr gut hochskalieren. Da man für SDR Programminhalte den Overscan jedoch nicht deaktivieren kann, wirkt das Bild aufgrund des leichten Zooms teilweise etwas softer verglichen zu den Flagschiff-Modellen anderer TV Hersteller. Wer möchte, kann unter der Verwendung der Rauschunterdrückung Banding-Artefakte in minderwertigen Content ein Stück weit entgegenwirken. Anders als beispielsweise Sony oder LG wo man verschieden Stufen der Einstellung wählen kann, hat man bei Samsung lediglich die Möglichkeit zwischen „Auto“ und „Aus“ zu wählen. Beachtet jedoch, dass die Reduktion von möglichen Banding-Artefakten auf Kosten feiner Details geht, daher sollten Bildpuristen hierauf verzichten.
Gute Ausleuchtung und wenig DSE (Dirty Screen Effect)
Einstellung zur Verbesserung von Bading Artefakten
Unser Review Sample überzeugte mit einer guten Ausleuchtung und wir konnten darüber hinaus beim Betrachten von verschiedenen Graufstufen 10 – 100 IRE nur wenig bis gar kein DSE (Dirty Screen Effect) ausmachen.
Für eine mehr als überzeugende HDR10 Präsentation sorgen unter anderem die sagenhaften 1.460 Nits, die wir in innerhalb eines 10% Windows gemessen haben. Der QN95A kann die enorme Helligkeit für ca. 30 Sekunden halten ehe das Panel anfängt die Helligkeit zu drosseln. Spitzenlichter werden somit strahlend Hell wiedergegeben und garantieren ein grandioses HDR-Erlebnis. Die Mini-LED Technik trägt auch in diesem Punkt stark zu einer gelungen HDR Präsentation bei. Obwohl sich der TV nach der Kalibrierung laut Messung an den ST.2084-PQ-Verlauf hält, verwendet der TV eine Art von dynamischen Tone Mapping, das man nicht deaktivieren kann. Dies führt dazu, dass HDR Inhalte heller dargestellt werden als es das Referenzmaterial hergibt – selbst dann, wenn man die Einstellung für das Local Dimming auf die präzisere Einstellung „Hoch“ setzt. Anders als bei OLED Geräten greift der ABL (Automatic Brightness Limiter) nicht in das Bildprocessing ein, was demzufolge keinen Helligkeitsverlust bei vollflächigen Bildinhalten zur Folge hat. Der QN95A adaptiert seine interne Tone-Mapping-Kurve nicht auf Max CLL-Metdaten, kann jedoch aufgrund seiner hohen Helligkeitsreserven HDR Inhalte die mit bis zu 4.000 Nits gemastert worden sind sauber und detailliert darstellen. Hier bleibt der WOW-Effekt sicherlich nicht aus. Wie bereits bei Samsung Geräten aus den Vorjahren, kann es beim QN95A vorkommen, dass es im Content rund um sehr helle HDR-Elemente, zu Posterisations-Artefakten kommen kann. Diesen Effekt kann man beheben, indem man den Farbraum von „Auto“ auf „Native“ stellt, jedoch werden die Farben dann nicht mehr akkurat dargestellt.
Die Spektral Power Messung zeigt schön, dass es sich um einen Quantum Dot TV handelt
Der Betrachtungswinkel des Samsung QN95A steht dank der Subpixel Rendering Technik von Samsung denen von OLED Geräten in nichts nach. Leider bewirkt genau diese Technik, dass man aus nächster Nähe ein sehr feines Rasternetz erkennen kann. Wir können jedoch bestätigen, dass man bei einem gewöhnlichen Sitzabstand dieses Raster mit bloßem Auge nicht mehr wahrnehmen kann.
Aus nächster Nähe ist ein Moskitonetz ähnliches Raster zu erkennen
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Gaming
Der QN95A bietet viele Features, die das Gerät insbesondere für Gamer interessant machen dürfte. Neben VRR (Variable Refresh Rate) inklusive Freesync Premium Pro und ALLM (Auto Low Latency Mode) unterstützen alle vier HDMI 2.1 Eingänge die volle Bandbreite von 40 Gbps und eine Auflösung bis zu 4K@120Hz bei 10-bit 4:4:4 Chroma. Im Game Modus messen wir bei einer Auflösung von 3840×2160@60Hz einen Input Lag von gerade einmal 10ms während bei 1920×1080@120Hz der Input Lag weiter sinkt und es lediglich zu einer Verzögerung von 5ms kommt. Insbesondere für FPS (First Person Shooter) ist dies von Vorteil. Für PC-Gamer gibt es zudem die Option auf ein extra breites Panorama-Bild im Ultrawidescreen Format (48:9) zu wechseln. Diese Option steht jedoch nur bei PC-Games zur Verfügung. Samsung bietet darüber hinaus die Möglichkeit auch im Game Mode zusätzliche Zwischenbildberechnungen hinzuzuschalten. So bevorzugen es einige Gamer „Game Motion Plus“ zu aktivieren, was die Wiedergabe von 30 fps Games verbessern kann, ohne den Input Lag nennenswert zu erhöhen. Jedoch werden durch die Zwischenbildberechnung einige Bildartefakte erzeugt, sodass man abwägen muss, ob es einem das wert ist. Zudem gibt es eine neue Menüleiste die sogenannte Game-Bar. Sofern man sich im Game Modus befindet, kann man durch längeres Drücken der Play/Pause Taste die Game-Bar einblenden. Auf der linken Seite liefert die neue Menüleiste nützliche Infos über den Input Lag und die Bildrate, während auf der rechten Seite zügig und unkompliziert weitere Bildeinstellungen vorgenommen werden können.
Input Lag bei 2160p@60Hz
Input Lag bei 1080p@120Hz
Neue Gaming Bar Anzeige
Soundqualität
Wenn man die besonders flache Bauform des Samsung QN95A berücksichtigt, waren wir von der Klangqualität durchaus positiv überrascht. Mit speziellen Up-Firing- und Down-Firing-Lautsprechern zieht es einen mit seinem atmosphärischen 3D-Sound direkt ins Geschehen hinein. Die Performance reicht für den Alltags- und Familienbetrieb mehr als aus. Wer das ganze noch aufwerten möchte, kann dies mit Hilfe einer Samsung Soundbars tun. So ist es dank Q-Symphony möglich auf einzigartige Weise die Lautsprecher des TVs und der Soundbar in Einklang zu bringen und damit einen besseren Surround-Effekt zu erzeugen ohne auf die internen TV-Lautsprecher verzichten zu müssen. Das diese Teamarbeit durchaus überzeugen kann, haben wir in unserer Review des Samsung Q950T aus dem Jahr 2020 getestet und nachweisen können. Die Ergänzung der erhöhten Lautsprecher
Testfazit Samsung NEO QLED QN95A:
Mit dem NEO QLED QN95A gelingt Samsung dank Mini-LED Technik ein weiterer großen Wurf und führt die Entwicklung der LCD-Technik konsequent fort. Der QN95A überzeugt in besonders hellen Räumen dank seiner großen Helligkeitsreserven und guter Display-Entspiegelung. Die Mini-LEDs können zudem ihre Stärken insbesondere bei der Wiedergabe von HDR Inhalten dank eines enormen Kontrast- und Dynamikumfangs optimal ausspielen. Die erstklassigen Gaming-Eigenschaften mit 4K@120Hz, VRR und dem bestmöglichen Input-Lag runden zudem den positiven Gesamteindruck ab und machen den Samsung QN95A damit zu einer unserer Top-Empfehlungen!
Im Vergleich zum Vorjahres-Top-Modell Q95T (4K Auflösung) hat Samsung wirklich einen weiteren, großen Schritt nach vorne gemacht. Wir sind fast schon etwas beruhigt, dass sich hinter dem Mini-LED-Backlight nicht nur ein „Marketing-Claim“, sondern eine messbare, technische Weiterentwicklung der LCD/QLED-Technologie steckt.
Sicher gibt es nach wie vor Optimierungspotenzial, allen voran bei der Werkskalibrierung der Geräte, jedoch kann man diesen Umstand mittels Kalibrierung beheben und erhält ein mehr als überzeugendes TV-Gerät mit neuster Technologie. Weiterhin hoffen wir in Zukunft auf eine baldige Dolby Vision Unterstützung, ggf. auch einen DTS-Decoder, denn darauf muss man nach wie vor bei Samsung verzichten.
Pro + Sehr gute Bildqualität + Hohe Bildhelligkeit + Top Schwarzwert + Klasse Entspiegelung + Hervorragendes Local Dimming + Guter Klang + 4x HDMI 2.1 mit eARC, VRR & ALLM + Sehr geringer Input Lag + Geringe Bautiefe + One Connect Box Slim mit schickem Design
Contra –Kein Dolby Vision – Kein DTS –Hoher Stromverbrauch
Messungen
SDR
Schwarzwert
0,0003 Nits
Spitzenhelligkeit
617 Nits (2% Fenster)
Kontrast
328.059 : 1
HDR
Schwarzwert
0,0008 Nits
Spitzenhelligkeit
1.458 Nits
Kontrast
Infinite
DCI-P3 Farbraum
96%
BT.2020 Farbraum
74%
Input Lag (Game Mode)
SDR 1080p@60Hz
10,1 ms
SDR 1080p@120Hz
5,1 ms
Spezifikationen
TV Größen
55 / 65 / 75 / 85 Zoll
Design
Neo Slim
Display Technik
QLED (Mini-LED / LCD, VA) 100/120 Hz
Auflösung
UltraHD 4K (3.840 x 2.160)
HDR Formate
HDR10, HDR10+, HLG
Video Prozessor
Neo Quantum Processor 4K
Besonderheiten
CEC, eARC, ALLM, VRR, 4K@120fps
Audio
4.2.2 mit 70W
TV OS
Tizen OS
HDMI Standard
2.1 CEC, eARC, ALLM, VRR, 4K@120fps
Energieeffizienzklasse
G
Energieverbrauch
140 W
Eingänge
3x USB 2.0, 1x Ethernet, 1x CI+
Audioausgang
1x optisch, 1x HDMI eARC (HDMI 2)
Video Codecs
MPEG4, HEVC, VP9, AV1
Tuner
Twin Triple Tuner (2x DVB-T2/-C/-S2)
WiFi
802.11 ac
Bluetooth
v4.2
Medienwiedergabe
USB, WiFi Direct, AppCast, AirPlay2
DLNA Heimnetz
Client
Sprachsteuerung
Bixbi, Amazon Alexa, Google Assistant
Abmessung mit Standfuß (BxHxT)
1227,4 x 768,0 x 235,2 mm
Abmessung ohne Standfuß (BxHxT)
1227,4 x 706,2 x 25,9 mm
Gewicht
16,8 kg (ohne Standfuß) / 21 kg (mit Standfuß)
Lieferumfang
Smart Control, One Connect Box, Anleitung
Optimale Bildeinstellungen
Mit der korrekten Vorauswahl des Bildmodus kann bereits ein sehr gutes Bild auf dem QN95A erzeugt werden. Daher empfehlen wir für eine neutrale Wiedergabe von SDR als auch HDR Material den FILMMAKER MODE. Sollte der TV in einem von Licht durchfluteten Raum stehen, so bietet sich alternativ noch der FILMMAKER MODE mit angepasster Helligkeit an.
Zuletzt aktualisiert am 29. August 2026 um 14:53 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zuletzt aktualisiert am 29. August 2026 um 14:52 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Amazon verteilt seine neue Oberfläche für die Fire TV nun an weiteren Geräten. Außerdem rollt man Amazon Kids für den Fire TV Stick der 2. Generation aus.
Die neue Fire-TV-Benutzeroberfläche erreicht nun zudem auch die Fire TV Stick (2. Generation), Fire-TV-Smart-TVs und die Fire-TV-Soundbars. Die Verteilung habe laut Amazon bereits begonnen. Andere Geräte hat man ja bereits versorgt: Im Dezember des vergangenen Jahres hatten Fire TV Stick (3. Generation) und Fire TV Stick Lite das Update erhalten. Im März folgten Fire TV Stick 4K, Fire TV Cube und Fire TV (3. Generation).
Die neue Version umfasst Profile, eine vereinfachte Menüleiste und die Möglichkeit, Lieblings-Apps direkt an das Menüband anzupinnen. Wer in der Menüleiste über das App-Symbol von kompatiblen Apps scrollt, erhält zudem eine Vorschau auf den App-Inhalt und kann direkt die Wiedergabe starten – ohne die App zu öffnen. Kategorien wie Filme, Serien oder Kinder und Familie sowie weitere Filteroptionen stehen für das Suchen und Entdecken von Inhalten zur Verfügung.
Amazon Kids soll es Eltern leichter machen.
Nach dem Launch auf Fire TV Stick Lite, Fire TV Stick (3. Generation), Fire TV Stick 4K und Fire TV (3. Generation) rollen Amazon Kids und Amazon Kids+ nun auch auf Fire TV Stick (2. Generation) aus.Mit Amazon Kids behalten Eltern mit einer Kindersicherung die Kontrolle über die Inhalte, die ihre Kinder sehen. Die neue Fire-TV-Oberfläche ermöglicht es Eltern, mit Amazon Kids individuelle Profile für Kinder einzurichten oder bereits bestehende Amazon-Kids-Profile auf Fire TV zu nutzen.
Amazon stellt wieder mehr Einheitlichkeit her
Durch die breitere Verteilung der neuen Fire-TV-Oberfläche und von Amazon Kids herrscht wieder mehr Kohärenz im Produktangebot. Aber auch Kids wird sicher bei Familien gut ankommen. Es lassen sich da Profil-Einstellungen individuell für jedes Kind festlegen – einschließlich anpassbarer Zeitlimits, eines Altersfilters sowie Einstellungen für Wochentage und Wochenende. Zusätzlich können Eltern auf ihrem Smartphone oder Computer über einen Web-Browser auf das Eltern-Dashboard zugreifen, um Aktivitätsberichte über die Inhalte einzusehen, die ihre Kinder in Amazon Kids nutzen, oder die Profileinstellungen ihres Kindes anzupassen.
OLED-TVs sind mittlerweile erschwinglich geworden und sogar oft günstiger als High-End-LCD-TVs. Entsprechend geht LG Electronics davon aus, dass 2021 das bisher mit Abstand beste Jahr für OLED-Fernseher werden dürfte.
So rechnet LG damit, dass die Auslieferungsmengen der OLED-TVs 2021 um 80 % ansteigen dürften. LG begründet diese Prognosen mit Aussagen der Marktforscher von Trendforce und Omdia. Analysten beider Unternehmen hatten für 2021 Rekordabsätze für OLED-TVs prophezeit. Auf uns wirkt das nachvollziehbar.
So konnte man zwar die Bildqualität der LCD-Konkurrenten in diesem Jahr dank Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungen steigern, auch das ist aber am Ende eine Zwischenlösung. Denn es gibt dennoch Dimming-Zonen. Die Anzahl kann zwar stark erhöht werden, Effekte wie Halos oder Blooming reduzieren sich dadurch aber nur – sie bleiben als Problem bestehen. Bei Geräten mit selbstleuchtenden Pixeln, wie eben OLED-TVs, bleiben diese Störungen aus. Zudem sind OLEDs augenfreundlicher, wie jüngst Studien untermauert haben.
LGs QNED nutzt etwa Mini-LED-Technik
Doch LCDs sind immer noch in zwei Faktoren den OLEDs überlegen: Zum einen gibt es keine Probleme mit Einbrennen. Zum anderen erreichen die LCDs eine deutlich höhere, maximale Leuchtkraft, wovon die HDR-Wiedergabe profitiert. Trendforce nimmt dennoch an, dass die „exzellente Bildqualität“ der OLED-TVs 2021 mehr Kunden überzeugen dürfte als je zuvor.
OLED: Preis-Leistungs-Verhältnis lockt Kunden an
Dazu gesellen sich eben die in den letzten Jahren stark gesunkenen Preise für OLED-TVs, die teilweise unter Mini-LED-LCDs liegen. Dabei regen sowohl die Next-Generation-Konsolen, PS5 und Xbox Series X|S, als auch anstehende Sporteignisse wie die Olympischen spiele in Tokyo Zuschauer an, in diesem Jahr ein TV-Upgrade vorzunehmen.
Wunderschön und unbezahlbar. Samsungs Micro LED TV mit Infinity Design
Einen Nachfolger gibt es natürlich bereits: Langfristig wird Micro LED sicherlich sowohl OLED als auch LCD ablösen. Noch sind entsprechende TV-Geräte aber sehr teuer, sodass dies noch einige Jahre benötigen wird.
Samsung hat seine Aktion PremiumPlus verlängert. In ihrem Rahmen erhaltet ihr beim Kauf ausgewählter TVs und Soundbars entweder Cashback-Rabatte oder gratis Produkte dazu.
Die Aktion lief 2021 schon mehrfach, doch die teilnehmenden Produkte haben sich etwas geändert. Zeit habt ihr nun noch bis zum 4. August 2021, um ein Aktionsgerät zu erwerben. Die Registrierung der im Handel erworbenen Produkte ist dann noch bis zum 18. August 2021 online möglich. Kauft ihr direkt in Samsungs Online-Shop, entfällt die Registrierung. Der jeweilige Cashback-Rabatt wird dann stattdessen direkt abgezogen.
Beim Kauf im Fachhandel müsst ihr euch wiederum auf samsung.de/premiumplus registrieren und erhaltet dann innerhalb von 45 Werktagen eine Cashback-Erstattung. Wichtig: Es nehmen ausdrücklich nur Geräte mit einem deutschen Modellcode teil. Darauf solltet ihr somit beim Kauf achten. Teil der Aktion sind die Lifestyle-TVs The Frame und The Terrace sowie der 4K-Ultrakurzdistanz-Projektor The Premiere. Für eine Klangkulisse sorgen die Soundbars HW-Q950A und HW-Q900A, die das Aktionsportfolio komplettieren.
Die Aktion PremiumPlus läuft noch bis Anfang August 2021.
Die Cashback-Beträge und Gratis-Produkte variieren natürlich je nach gekauftem Produkt. So lockt der Outdoor-TV The Terrace etwa mit einer Cashback-Prämie von 600 Euro bzw. der Soundbar HW-LST70T als kostenloser Zugabe. Käufer von The Frame erhalten entweder die Soundbar HW-S60A oder eine Cashback-Prämie von 300 Euro. Im Falle von The Premiere wartet alternativ zur Cashback-Prämie von 600 Euro ein Galaxy S20 als Produktzugabe.
Auch Soundbars nehmen an der Aktion teil
Beim Kauf der Premium-Soundbars HW-Q950A und HW-Q900A gibt es schließlich für euch die Galaxy Buds Live dazu. Die Cashback-Prämie liegt hier als Alternative bei 125 bzw. 100 Euro. Da könnt ihr euch also entscheiden. Vorwiegend lohnt sich die Aktion natürlich, wenn ihr ohnehin eines der teilnehmenden Produkte kaufen wolltet. Ein alleiniger Kaufanreiz wird da nicht hergestellt.
Amazon reduziert insgesamt sechs 4K Ultra HD Blu-rays von Sony Pictures auf, die erst vor Kurzem veröffentlicht wurden, darunter „Snatch“, „In The Line Of Fire“ und „Final Fantasy VII: Advent Children.
Alle 4K UHD Blu-rays werden derzeit für 16,49 Euro verkauft. Bei den Titeln handelt es sich zum Teil aus den Einzel-Varianten aus der Columbia Classics Collection Vol. 1 (Es wurde bereits Vol. 2 angekündigt) sowie „Gattaca“, „In The Line Of Fire“ mit Clint Eastwood und den Animationsfilm „Final Fantasy VII: Advent Children“.
Valve kündigt mit der Steam Deck eine PC-Gaming-Handheld an, dass vor allem der Nintendo Switch Konsole Konkurrenz machen könnte. Ab 420 Euro erhält man einen Gaming-PC to go!
Die Gerüchte haben sich bestätigt. Valve präsentiert mit dem Steam Deck einen kraftvollen Handheld-Gaming-PC basierend auf einer AMD CPU/GPU. Der Prozessor (CPU) baut auf der etwas älteren Zen-2-Architektur mit vier Kernen und 8 Threads auf, welche mit 2.4 bis 3.5 GHz liefern. Die GPU besteht aus acht RDNA-2-CUs die mit bis zu 1.6 GHz laufen. Kombiniert man die Leistung der CPU von 448 Gflops mit der GPU ergibt sich daraus eine rechnerische Leistung von 1.6 Tflops. Damit reiht sich die Handheld-Konsole zwischen einer Xbox One S und PlayStation 4 Konsole ein. Die Nintendo Switch liefert rund 1 TFlops.
Valve Steam Deck ab 420 Euro
Dazu gesellen sich 16 GB schneller LPDDR5 Ram, mehr als das vierfache der Nintendo Switch, die lediglich 4 GB LPDDR4 besitzt. Der verbaute NVMe SSD Speicher misst wahlweise 64, 256 oder 512 GB. Entsprechend staffeln sich auch die Preise für die drei Varianten mit 420, 550 und 680 Euro. Wie bei der Switch lässt sich der Speicher der Steam Deck Handheld-Konsole mittels Micro-SD-Karten erweitern.
7 Zoll Touch-Display und zusätzliche Trackpads
Die Trackpads des Steam Dock sollen eine 50% bessere Latenz als die Analog-Sticks liefern
Das LCD-Display misst 7-Zoll in der Diagonalen (17,78 cm) und löst mit 1.280 x 800 Bildpunkten auf für Full-Screen 720p-Gaming. Es handelt sich natürlich um einen Touch-Bildschirm. Bei der Steuerung stehen dem Nutzer mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Es gibt zwei analoge Thumb-Sticks wie man sie von normalen Gaming-Controllern gewohnt ist, sowie zwei Trackpads, die eine noch präzisere Steuerung ermöglichen sollen. Die Funktionalität wurde vom Steam Controller übernommen und auf das Steam Deck angepasst. Dazu gesellt sich ein D-Pad, ABXY-Tasten sowie vier Schultertasten (L1/L2/R1/R2).
Stereo-Lautsprecher, zwei Mikrofone sowie zwei Funktions-Tasten für das Steam-Menü sowie ein Quick Access-Button finden ebenfalls auf der Front des Gaming-Handhelds Platz. Auf der Oberseite gibt es dann noch Tasten für die Lautstärkeregelung, ein 3.5mm Kopfhörereingang, ein USB Typ-C-Port und der Power-Button. Und wäre das nicht genug, gibt es auf der Rückseite noch vier zusätzliche Tasten (L4/L5/R4/R5) und auf der Unterseite den angemerkten microSD-Katenslot. Ein Bewegungssensor ist ebenfalls mit verbaut.
Blutooth-Audio-Support
„Wohl geformte“ Schultertasten, zusätzliche Tasten auf der Rückseite und der USB Typ-C-Anschluss oben
Bluetooth 5.0 ist mit an Bord und ermöglicht nicht nur die Verbindung mit zusätzlichen Eingabegeräten, sondern auch mit Bluetooth-Kopfhörern. Ein Feature, das der Nintendo Switch leider fehlt. WLAN ist (802.11a/b/g/n/ac) ist natürlich Pflicht. Die Konsole ist nicht nur gut ausgestattet, sondern zeigt sich auch sehr „kommunikativ“ was externe Peripherie angeht. Man kann das Steam Deck über den USB-C-Port und entsprechenden Kabeln z.B. via HDMI 2.0 oder Displayport 1.4 an einem TV, Fernseher, sogar einen CRT-Monitor anschließen – wenn man möchte.
Im Lieferumfang des Steam Deck: Tragetasche und Dock
Dafür muss die Steam Deck nicht einmal im Lieferumfang enthaltenen Dock angeschlossen werden. Mit entsprechenden Kabel lässt sich auch ein Ethernet-Adapter anschließen oder eine Datenverbindung via USB herstellen. Das Steam Deck läuft mit einer „neuen Version von Steam OS“, welches für die Handheld-PC-Konsole angepasst wurde. Das eigentlich OS basiert jedoch auf Linux und nutzt Proton als Kompatibilitäts-Layer um Windows-basierte Spiele zum Laufen zu bringen. Entwickler werden also Anpassungen an ihren Spielen vornehmen müssen.
40 kWh Akku für 8 Stunden „Vergnügen“
Der 40 kWh Akku soll die PC-Gaming-Handhelt für rund 8 Stunden „am Leben“ halten. Spiele wie Portal 2 lassen sich für 4 Stunden mit bester Performance spielen. Limitiert man die Framerate auf 30fps, wäre bei Portal 2 5-6 Stunden möglich.
Technisch versierte Nutzer können sich auch direkt auf der Linux-Plattform herumtummeln, andere Game-Stores installieren, im Internet surfen uvm. Die Plattform scheint recht offen gestaltet zu sein. Die Steam App wird auf dem Steam Deck voll emuliert, inkl. Chat, Nachrichten, Cloudspeicher und Support für die alle Spiele, die sich in der Steam-Bibliothek des Nutzers befinden (sofern diese für SteamOS optimiert wurden). Über Valves Remote Play Feature lassen sich auch Spiele direkt von einem Gaming-PC auf das Handheld streamen.
Termin & Preis Steam Deck
Die Steam Deck Konsole verfolgt einen agressiven Preispunkt, daher gibt es auch kein „fancy“ OLED-Display
Am Freitagnachmittag (16. Juli 2021) soll die Steam Deck in den Vorverkauf gehen. Diese kann nur von Accounts gekauft werden, die vor Juni 2021 erstellt wurden, damit die Kontingente nicht von Bots aufgekauft werden. Es gibt auch Reservierungskosten von 5 US-Dollar bzw. 5 Euro, die jedoch wiedererstattet werden können (wohl beim Kauf der Hardware). Die Steam Deck soll im Dezember 2021 in den USA, Kanada, der europäischen Union und Großbritannien ausgeliefert werden. Man hat die Wahl zwischen der 64 GB-Variante für 420 Euro, 256 GB für 550 Euro und 512 GB für 680 Euro.
Ist die Internetgeschwindigkeit eures Android-Smartphones oder Tablets schnell genug, um Inhalte in 4K-Qualität (2160p) zu streamen? Die neuste Version der Speedtest-App schafft Gewissheit!
Wenn ihr jemals versucht habt die Geschwindigkeit eurer Internetverbindung zu messen, dann seid ihr womöglich mit großer Wahrscheinlichkeit schon einmal dem Service „Speedtest“ begegnet. Speedtest steht nicht nur über die gleichnamige Webseite, sondern auch über Apps für iOS und Android zur Verfügung. Mit dem Service könnt ihr die Internetgeschwindigkeit von so ziemlich jedem Gerät unkompliziert messen. Testet z.B. über welches WLAN euer Laptop am schnellsten mit dem Internet kommuniziert oder vergleicht, ob ihr über den Tag hinweg mit einer konstanten Geschwindigkeit im Internet surft. Es gibt viele Anwendungsmöglichkeiten, von einfacher Neugierde, bis hin zur Problembehandlung.
4K-Videotest jetzt auch für Android
Im Februar dieses Jahres hatte die für Speedtest verantwortliche Firma Ookla eine neue Funktion in der iOS-App eingeführt, mit der Benutzer die Qualität ihres Videostreaming-Erlebnisses messen können. Jetzt steht dieser Videotest auch für die Android-Version der Speedtest-App zur Verfügung.
Das Update steht bereits seit diesem Montag (12. Juli 2021) zur Verfügung und kann sofort genutzt wereden, wenn ihr die neuste Version auf eurem Android-Gerät installiert. Hat das Update ohne Probleme geklappt, sehr ihr am unteren Rand der App einen neuen „Video“-Tab. Klickt ihr auf diesen und startet den Videotest, bekommt ihr innerhalb kürzester Zeit mitgeteilt, für welche Videostreaming-Auflösung euer Gerät bzw. Internetdienstleister ausgelegt ist. Sehr interessant auch z.B. um zu prüfen, wo ihr mit 5G hochauflösende Videos in eurer Stadt/Dorf wiedergeben könnt
Adaptiver Bitratentest von SD bis 4K
Der Test beginnt mit dem adaptiven Bitratentest und spielt automatisch eine Reihe kurzer Videoclips mit steigender Auflösung ab. Die letzte Qualitätsstufe ist dann 4K (2160p). Am Ende des Tests wird die maximale Auflösung angezeigt, die euer Internet verarbeiten kann. Es zeigt Ihnen auch Statistiken wie Ladezeit in Millisekunden (Ping) und Pufferung (Buffering) an. Man kann sich natürlich auf die rohen Bandbreitenzahlen der Internetanbieter verlassen, oder man findet am besten selbst heraus, wie schnell die Internetverbindung wirklich ist. Mit dem Videotest von Speedtest bekommt der mobile Nutzer ein einfaches, jedoch wirksames Tool an die Hand.
Amazon Prime Video soll einen Milliarden-Deal mit dem Filmstudio Universal Pictures abgeschlossen haben. Es geht um die Streaming-Verwertung zukünftiger Blockbuster.
Wie die Webseite deadline.com berichtet, haben sich Amazon Prime Video und IMDb TV (International Movie Database – gehört zu Amazon) auf einen riesigen Lizenzdeal mit der Universal Filmed Entertainment Group geeinigt. Dabei handelt es sich um den ersten großen Blockbuster-Streaming-Deal zwischen Amazon und einem Major-Filmstudio. Im Detail geht es um die Pay-One Verwertung der Live-Action-Filme ab 2022 von Universal Pictures in den USA. Dieses Pay-One-Fenster beinhaltet die ersten 18 Monate nach dem Kinofenster. Über die finanzielle Seite der Vereinbarung schweigen sich die Partner übrigens aus. Laut deadline.com soll jedoch über eine Millarde $US geflossen sein.
Über 1 Milliarde US-Dollar?
Und wie es sich für eine Abmachung in einer solchen Größenordnung gehört, ist es natürlich etwas komplizierter. Live-Action-Filme, wie der neue „Jurassic World: Dominion“, der nächste Horrofilm von „Get Out“-Regisseur Jordan Peele oder „Halloween Ends“ werden nach der Kinoverwertung für 4 Monate bei Peacock (Streamingdienst von Universal) laufen. Nach dieser Laufzeit wandern die Filme für 10 Monate zu Amazon Prime Video um danach nochmals für vier Monate zu Peacock zu wechseln.
Ältere Blockbuster bei IMDb TV
Fast & Furious 9 könnte kostenlos über den werbefinanzierten IMDb TV-Streamingdienst laufen
Der Streamingdienst Peacock ist in Deutschland noch nicht gestartet und die Berichterstattung zum Milliarden-Deal zwischen Universal und Amazon Prime Video (IMDb TV) bezieht sich auch nur auf den US-Markt. Es wäre aber vermessen zu glauben, dass die Übereinkunft keine Auswirkungen auf die europäische Streaming-Landschaft hat. Highlight-Filme aus 2020 und 2021 wie z.B. „The Invisible Man“, „Fast & Furious 9“ sowie einige Animationsfilme („Ich einfach unverbesserlich 2“, „Drachentraining leicht gemacht 2“) sollen, über den werbefinanzierten Streamingservice IMDb TV laufen.
Peacock gelangt auf Fire TV und Fire Tablets
Dem Streaming-Deal baut übrigens auf einem Lizenzdeal zwischen Amazon und NBCUniversal auf. Über diesem wird der Streamingdienst „Peacock“ auf Millionen von Amazon Fire TV Geräten und Tablets zugänglich gemacht. Und so wäscht eine Hand die andere. Wir sind gespannt, ob sich die Verwertung der Universal Blockbuster auch in Deutschland ändern wird.
Die neuen Subwoofer von Definitive Technology hören auf die Bezeichnung „Descend DN8“ und „Descend DN12“ und werden mit 500 Watt bzw. 1.500 Watt-Verstärkern angetrieben. Ein Bass-Upgrade fürs Heimkino.
Ihr kennt das vielleicht. Eure Nachbarn klingeln bei euch, weil sie einfach keine Geräusche aus eurer Wohnung wahrnehmen und nur man nachsehen wollten, ob alles ok ist. Mit den Leistungsstarken Subwoofern „Descend DN8“ und „Descend DN12“ könnt ihr euren Nachbarn „proaktiv“ mitteilen, dass ihr Zuhause und wohlauf seid – kleiner Scherz. Kein Scherz ist dagegen die Bass-Leistung, die die neuen Modelle von Definitive Technology (gehört zu Sound United – Denon, Marantz, Polk usw.) an den Tag legen. Das Unternehmen verspricht kraftvolle, dynamische und weitläufige Basswiedergabe.
Descend DN8 & DN12 mit 3XR Architektur
Der DN8 Subwoofer ist in einer weiß-matten und schwarzen Farbausführung bestellbar
Das Herzstück der Descend DN8 und DN12 ist die sogenannte 3XR Architektur. Diese vereint zwei symmetrisch angeordnete Bassstrahler und soll damit eine fast dreimal größere Abstrahlfläche als normale Subwoofer mit einem Treiber und Bassreflexöffnung besitzen (also was z.B. im Lieferumfang diverser Soundbars mitgeliefert wird. Das Design des Chassis ist an die Größe der Tieftöner angepasst, um lautere Bässe bei einer schlanken Bauweise zu ermöglichen. Auf Bassreflexöffnungen wird gänzlich verzichtet, damit Verzerrungen und Strömungsgeräuschen nicht das Hörerlebnis stören.
Bis zu 500 Watt (RMS)
Der DN12 wird mit einer eigenen, schlanken Fernbedienung mit LCD-Display ausgeliefert
Im DN8 schlummern zwei Radiatoren mit 8 Zoll Diagonale (20,3 cm), während im Descend DN12 einen 12 Zoll Treiber und zwei 12-Zoll (30,4 cm) Bassmembrane enthalten sind. Der DN8 besitzt einen Class-D-Verstärker mit 500 Watt max (durchgehende 200 Watt RMS), der DN12 ein Class-H-Verstärker mit satten 1.500 Watt Leistung im Peak (durchgehend 500 Watt RMS). Beide Modelle nutzen die bereits erwähnte 3XR Architektur und sind zudem mit einem fortschrittlichen DSP mit 56-Bit-Verarbeitung ausgestattet. Dieser soll – wie könnte es auch anders sein – die Klangqualität verbessern und überwacht zudem das Woofer-System, um z.B. Verzerrungen bei hohen Lautstärken entgegenzuwirken.
DN8 Subwoofer Bildergalerie
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Descend DN12 – Zusätzliche Features
Der Descend DN12 Subwoofer hat im Vergleich zu seinem „kleinen“ Bruder noch einiges mehr im petto. Das System schafft unter anderem Druckvolle Bässe von bis zu 25Hz (DN8 nur 34Hz). Die kontrollierte Phasenleitung (Intelligent Phase Control) erlaubt eine individuelle 360-Grad-Phasenanpassung. Reguläre Subwoofer können Smearing-Effekte verursachen, da sie einen Polaritätsschalter oder einen Allpassfilter nutzen. Mit der noch feineren Anpassung der Intelligent Phase Control wird die Phasenanpassung automatisch mit dem Tiefpassfilter abgeglichen, um eine ultrapräzise Abstimmung des Audiosystems zu gewährleisten. In meinen „Ohren“ also etwas, mit dem sich wohl nur Profis auseinandersetzen.
Descend DN12 Bildergalerie
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Der DN12 besitzt zudem drei voreingestellte Equalizer-Modi (Flat, Deep und Loud) um den Nutzer gleich drei optimierte Presets anzubieten. Der „Flat-Modi soll sich z.B. optimal dazu nutzen lassen, um eine Pegelanpassung und Systemkalibrierung vornehmen zu können. Loud bietet hingegen den höchsten Ausgangspegel und verleiht Action- und Kinofilmen den richtigen Kick. Die EO-Steuerung für Phase, Lautstärke und Frequenz auf der Rückseite geben dem Nutzer alle Werkzeuge an die Hand, um das Beste aus dem DN12 zu holen. Zuletzt wird der DN12 noch mit einer schicken, flachen Fernbedienung ausgeliefert, während der DN8 händisch bedient bzw. eins gestellt werden muss.
Preis & Termin Descend DN8 & DN12
Den Descend DN8 wird es ab August in einer schwarzen, ab September 2021 in einer weißen (Glacier White) Ausführung geben. Im November dieses Jahres folgt dann der Descend DN12 – jedoch nur in einer matt-schwarzen Variante. Der DN8 kostet 499 Euro (unabhängig von der Farbvariante) während der DN12 mit 999 Euro zu Buche schlägt.