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Virtual Reality: Die Zukunft liege laut Mark Zuckerberg in Standalone-Lösungen

Der Facebook-Gründer und Geschäftsführer, Mark Zuckerberg, hat in einem langen Interview über die Zukunft von Virtual Reality gesprochen. Auch eine Oculus Quest Pro stellte er dabei in Aussicht.

Wer hier nicht im Loop ist: Die Oculus Quest bzw. Oculus Quest 2 ist Facebooks VR-Headset, das als Standalone-Lösung daherkommt. Das bedeutet, zur Nutzung muss das Virtual-Reality-Headset weder an einen PC, eine Konsole noch ein Smartphone angeschlossen werden. Alle notwendige Hardware ist bereits verbaut. Laut Zuckerberg sei das sehr gut bei Kunden angekommen.

Denn ein Hindernis für eine breitere Adoption von VR besteht weiterhin darin, dass nur wenige Kunden ein klobiges Konstrukt mit Kabelgewirre auf ihren Kopf bugsieren möchten. Auch eine Oculus Quest 2 ist immer noch recht groß, kommt aber immerhin schon ohne Kabel aus. Dafür müssen Nutzer hier jedoch mit einer reduzierten Leistung leben, vergleicht man da mit High-End-Lösungen, die mit PCs verbunden werden.

Genau da könnte Facebook jedoch mit einer Oculus Quest Pro ansetzen, so Zuckerberg. Jene würde mehr Leistung mitbringen. Dafür würde zwar auch der Preis steigen, Facebook sei jedoch gewillt beim Verkauf der Hardware zunächst Verluste hinzunehmen. Aktuell gehe es vor allem darum, VR für eine möglichst breite Masse salonfähig zu machen. Auf hohe Gewinnmargen bei der Hardware habe man es aktuell also gar nicht abgesehen.

Virtual Reality: Zuckerberg sieht viele Potenziale

Offenbar will Zuckerberg da also quasi das Konsolen-Modell fahren: Auch Hersteller wie Microsoft und Sony verkaufen ihre Xbox- bzw. PlayStation-Konsolen mit Verlust, machen dann aber Gewinne durch Spieleverkäufe bzw. Lizenzen. Außerdem hat der Facebook-Chef erklärt, dass es etwa im Bereich Fitness und Gesundheit viel Potenzial gebe. Schlankere VR-Headsets könnten auch für das Training Zuhause eine Option sein.

Die Oculus Quest 2 ist eines der beliebtesten VR-Headsets.
Die Oculus Quest 2 ist eines der beliebtesten VR-Headsets.

Ebenfalls wären VR-Headsets eine gute Lösung für die Kommunikation in Teams – als Alternative zu Videokonferenzen. Denn im virtuellen Raum seien deutlich vielfältigere Interaktionen möglich. Ein Problem sei jedoch noch, dass man wesentlich komplexere und hochwertigere Avatare brauche, um Personen in der Virtual Reality angemessen zu repräsentieren. Da seien Videochats derzeit noch überlegen.

Sennheiser: Abschied von Kopfhörern und Soundbars für Privatkunden

Das Ende einer Ära steht bevor: Der deutsche Traditionshersteller Sennheiser zieht sich aus dem Markt für Privatkunden zurück.

Wie so oft, so ist der Rückzug des Herstellers aber nicht mit dem Verschwinden der Marke gleichzusetzen. Beispielsweise kennen wir das ja auch von Philips: Die Niederländer selbst stellen keine Fernsehgeräte mehr her, die Marke ist aber nach wie vor im TV-Segment vertreten. TP Vision steckt in Europa dahinter. Im Falle Sennheisers übernimmt nun das Schweizer Unternehmen Sonova Holding AG die Privatkundensparte.

Sonova wird dabei nicht nur unter Lizenz Kopfhörer und Soundbars der Marke Sennheiser vertreiben, sondern übernimmt auch die Produktions- und Entwicklungsabteilungen für Privatkunden. Bisher stand Sonova dabei für medizinische Hörlösungen. Nun will man seine Kompetenzen bzw. sein Produktportfolio um neue Angebote erweitern. Durchwinken müssen die Übernahme aber noch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Bis Ende 2021 will man die Abwicklung dann durchbringen.

Daniel und Andreas Sennheiser begrüßen den Deal mit Sonova.
Daniel und Andreas Sennheiser begrüßen den Deal mit Sonova.

Sprachoptimierte Hearables sowie True-Wireless- und High-End Kopfhörer seien laut Sonova die Bereichem, auf die man sich mit der Marke Sennheiser besonders fokussieren wolle, da man dort besonderes Wachstumspotenzial erkenne. Ob es auch einen Nachfolger für die Ambeo-Soundbar geben könnte? Letztere erhielt ja erst kürzlich erweiterte Unterstützung für 3D-Sound.

Sennheiser wird sich auf Geschäftskunden konzentrieren

Auch wenn Sonova nun hohe Ansprüche formuliert und laut eigenen Aussagen sowohl den Klang als auch die Verarbeitungsqualität von Sennheiser beibehalten wolle, muss sich der neue Vertreter der Marke im Privatkundenbereich natürlich erst beweisen. Zu oft haben wir schon erlebt, wie eine Marke sich unter einem neuen Lizenznehmer dann doch zum Negativen entwickelt hat.

Sennheiser wiederum wolle die eigenen Kräfte und Ressourcen auf die Geschäftsfelder Pro Audio, Business Communications und Neumann konzentrieren. Wir nehmen an, dass man sich auch wegen des zunehmenden Preisdrucks aus dem Privatkundensegment verabschiedet hat. „Made in Germany“ hat es da schon lange schwer, wie auch das Auf und Ab beim Hersteller Loewe gezeigt hat.

Panasonic plant Teile seiner TV-Produktion an TCL auszulagern

Panasonic befindet sich in einer Umstrukturierung und spielt mit dem Gedanken, die Produktion von kleinen und mittelgroßen TV-Geräten an den chinesischen Mitbewerber TCL auszulagern.

Das Unternehmen möchte mit diesem Schritt seine Rentabilität steigern. Panasonic ist hierzulande als Produzent hochwertiger TV-Geräte bekannt. In anderen Ländern, z.B. in den USA oder Australien, hat sich der japanische Traditionskonzern (über 100 Jahre alt) bereits zurückgezogen. Das Problem? Bei den TV-Modellen im Einstiegs- oder Mittelklasse kann Panasonic preislich einfach nicht mithalten. TCL dagegen ist in den letzten Jahren zum drittgrößten Produzenten von TV-Geräten avanciert und besitzt genug Produktionsstätten und Ressourcen, um TV-Geräte günstig herstellen zu können.

Panasonic lagert Teil seiner TV-Produktion aus

TCLs Erfolgsgeschichte spricht für sich. International auf Platz 3 des TV-Markts, liefert der Hersteller immer öfter High-End zu Mittelklasse-Preisen.

Das Preisleistungsverhältnis bei Panasonics TV-Geräten geriet in den letzten Jahren immer mehr ins Ungleichgewicht. Das ist auch der Grund, wieso Panasonic einen Teil seiner Produktion an TCL abtreten möchte. Diese gesteigerte Rentabilität soll dann größeren TV-Geräten im High-End-Segment zugutekommen. Wie unter anderem Kyodo News berichtet, fährt Panasonic mit der Produktion von kleinen und mittelgroßen Fernsehgeräten der Marke Viera Verluste ein. Panasonics Produktionsstätten in Indien und Vietnam sollen bereits im dritten Quartal geschlossen werden, um auf TCL umzuschwenken. Womöglich wird auch ein Teil der Produktion in Indien und Vietnam konsolidiert, sodass ein Teil der Mitarbeiter weiter beschäftigt werden kann.

Einigung bereits Ende Mai?

Die angeblichen Gespräche zwischen Panasonic und TCL konzentrieren sich derzeit um den genauen Produktionsumfang. Die Verhandlungen seien bereits so weit fortgeschritten, dass man bis zum Ende des Monats Mai eine Einigung erzielt haben will. Wir können uns noch nicht so ganz die daraus resultierenden Folgen zusammenreimen, sollte es zu einem Vertragsabschluss kommen. Vielleicht wird Panasonic mit einer weiteren Marke (nicht Viera) die günstigeren TV-Modelle vertreiben. Womöglich nutzt Panasonic auch das eingesparte Geld, um seine High-End-Modelle mit OLED-Display preislich attraktiver zu gestalten. Auch Neuentwicklungen im Bereich LCD mit Mini-LED sowie 8K Fernseher wären denkbar.

Panasonics Marktanteil nur noch bei 1.8%

Es muss auf jeden Fall etwas passieren, damit der Name Panasonic nicht komplett aus dem TV-Markt verschwindet. Laut einer Marktanalyse kommt der japanische Hersteller im Jahr 2020 nur noch auf einen Marktanteil von um die 1,8% und belegt damit den 12. Platz.

Eurosport 4K (HD+) überträgt die Olympischen Spiele 2021 in Ultra HD/HDR

Eurosport 4K überträgt in Kooperation mit HD+ (UHD1) die Olympischen Spiele 2021 aus Tokyo in Ultra HD Auflösung mit erweitertem Dynamikumfang (HDR) mit über 200 Stunden hochauflösendem Sport!

Ganz ehrlich, wer braucht schon 8K? Ok diese Frage ist etwas vermessen, nachdem es in Europa mit der vorhandenen Infrastruktur der Sendeanstalten nicht möglich ist, TV-Programme Live in 8K auszustrahlen. Wenn man die Marktpenetration von 8K-Geräten am Gesamtmarkt betrachtet, dann lautet die Antwort jedoch: (fast) niemand. Aber über die Ausstrahlung der Olympischen Spiele 2020 (2021) aus Tokyo in 4K Auflösung freuen sich sicherlich viele Nutzer! Eurosport 4K bringt das Sportereignis in Kooperation mit HD+ erstmals in vierfacher Full-HD-Auflösung nach Deutschland. Und nicht nur das, die Wettbewerbe erstrahlen zudem im erweiterten Dynamikumfang (HDR via HLG-Standard).

Olympische Spiele erstmals in 4K/HDR

Vom 23. Juli bis 8. August 2021 konkurrieren die Athleten in 33 verschiedenen Sportarten gegeneinander. Vielleicht nicht der beste Zeitraum, da viele nach dem „Lockdown“ in den Sommermonaten besseres geplant haben, als vor dem Fernseher zu sitzen. Aber so hat man immer ein Ausweichprogramm, sollte es mal Regnen oder Stürmen. Eurosport 4K versorgt euch insgesamt mit über 200 Stunden Live-Berichterstattungen in nativer 4K Auflösung mit HDR (High Dynamic Range). Die Frage nach der Bildwiederholungsrate (hoffentlich 50p) bleibt uns HD+ in der Pressemitteilung leider schuldig.

Georges Agnes, Geschäftsführer der HD PLUS GmbH: „Inhalte in UHD sind gefragt wie nie, denn in den Haushalten in Deutschland stehen bereits über 20 Millionen UHD-Fernseher. Zudem planen viele Verbraucher, sich in diesem Jahr der sportlichen Highlights mit neuster Technologie auszustatten. Deshalb freut es uns besonders, dass wir allen Sportbegeisterten gemeinsam mit Eurosport 4K ein visuelles Angebot ermöglichen, welches es so noch nie gegeben hat. Sie werden die Olympischen Spiele Tokyo 2020 zuhause mit allen Emotionen so intensiv miterleben können, wie niemals zuvor.“

Auch Olympische Winterspiele 2022 in Ultra HD

Die Olympischen Sommerspiele in Tokyo sind so etwas wie ein „Testlauf“ für die maximale „Ausschöpfung“ des Ultra HD-Standards. In Japan oder Südkorea soll das Event sogar in 8K Auflösung übertragen werden. Auch die Olympsichen Winterspiele 2022 in Peking werden in 8K und 4K produziert und in alle Welt übertragen. Eurosport 4K hat bereits angegeben, das Sportevent vom 4. bis 20 Februar 2022 in Ultra HD/HDR bereitzustellen.

Eurosport 4K wird über den Sender UHD1 by HD+ ausgestrahlt. Voraussetzung ist ein 4K Fernseher mit Satellitenempfang (Astra 19.2° Ost) mit aktivem HD+ Abonnement. Wer sich in den nächsten Wochen einen neuen 4K oder 8K Fernseher kauft, der bekommt bei Samsung HD+ für mehrere Monate geschenkt. Viele Hersteller haben HD+ bereits fest in ihren TV-Geräten integriert, womit kein CI+ Modul mehr benötigt wird. Eine HD+ Karte für die Freischaltung des Abonnements ist aber weiterhin nötig.

Onkyo soll von Mitbewerber „Klipsch“ übernommen werden

Die Marken Onkyo, Pioneer, Pioneer Elite und Integra wechseln womöglich bald den Eigentümer. Verhandlungen zur Übernahme durch den Mitbewerber Voxx International (Klipsch, Magnat etc.) nähern sich der Zielgeraden. 

Nicht wundern wenn ihr euch denkt, von der Übernahme von Onkyo schon einmal etwas gelesen zu haben. Bereits Mitte 2019 gab es berichte, nach denen das angeschlagene Unternehmen übernommen werden sollte. Damals wollte sich Sound United LLC, die unter anderem die Marken Denon, Marantz, Polk und HEOS führen, den Rivalen einverleiben. Der Deal platzte jedoch in letzter Minute, da die Rahmenbedingungen laut Sound United einfach nicht gepasst haben. Angeblich soll das Unternehmen finanziell weitaus schlechter dagestanden haben, als die Verhandlungspartner zugeben wollten. Sound United war laut eigenen Angaben bereit für weitere Verhandlungen.

Voxx International greift nach Onkyo

Onkyo TX-NR6100: Läuten die neuen HDMI 2.1 AV-Receiver eine neue Ära ein?
Neue AV-Receiver wie der TX-NR6100 mit HDMI 2.1 sollten den „Schaden“ eingrenzen

Onkyo hat auch neue Verhandlungen angestoßen, jedoch mit der Voxx International Corporation. Das in Florida beheimatete Unternehmen, zu dem unter anderem die Marken Klipsch, Magnat, Heco und Jamo gehören, haben bereits eine Absichtserklärung zur Übernahme von Onkyo unterzeichnet. Bedeutet: Die Parteien wollen sich in den nächsten Tagen – genauer gesagt bis zum 20. Mai 2021 – über die Übernahmebedingungen einig werden, damit sie diese den Aktionären zum 25. Juni 2021 präsentieren können.

Übernahme oder Insolvenz?

Stimmt die Mehrzeit diesen Plänen zu, werden Onkyo, Pioneer, Pioneer Elite und Integra bald unter „neuer Flagge segeln“. Es ist gut möglich, dass Onkyo sich in diesen Tagen auf so ziemlich jeden Deal einlässt. Erst im November 2020 hatte es Berichte gegeben, nachdem es um den Elektronikhersteller gar nicht gut stehen soll. Angeblich droht dem Unternehmen sogar die Insolvenz, sollte sich kein Investor oder neuer Besitzer finden. Der Markt für AV-Receiver und Soundbars würde sich nach dieser Übernahmen weiter konsolidieren.

Netflix N-Plus: Streaming-Anbieter denkt über Integration von Podcasts und mehr nach

Netflix denkt über Neuerungen nach: So befragt man einige Kunden zu ihrem Standpunkt zu „einem zukünftigen Online-Bereich“ namens N-Plus.

Was könnte N-Plus Abonnenten aber anbieten? Nun, das wären laut der Umfrage Dinge, die so bisher noch gar nicht bei Netflix zu finden sind. Als Beispiele nennt der Streaming-Anbieter beispielsweise den Zugang zu Podcasts, nutzergenerierte Wiedergabelisten für Filme und Serien oder auch How-Tos. Spannen wären aus unserer Sicht die nutzergenerierten Playlists: So könnten Abonnenten sich dann beispielswiese gegenseitig Listen mit Empfehlungen zuschanzen.

Vorstellbar wären Playlists zu den besten Thrillern, den lustigsten B-Movies oder auch den sehenswertesten Netflix Originals. Derlei Angebote sind bei Musikstreaming-Anbietern wie Spotify ja bereits Standard. Warum sollte das also nicht aus beim Videostreaming funktionieren? Es würde definitiv die Vernetzungen unter den Nutzern begünstigen. Allerdings bleiben aktuell noch viele Fragen zu N-Plus offen.

So könnte N-Plus am Ende ein öffentlicher, separater Hub sein, der allen Menschne zur Verfügung steht. Denkbar wäre aber auch eine geschlossene Plattform, die sich nur an Abonnenten richtet. So wird in den Anmerkungen zu den Playlists erwähnt, dass sie öffentlich geteilt werden könnten. Wer aber natürlich kein Netflix-Abonnement bezieht, würde dann in den Playlists lediglich jeweils die Trailer zu den einzelnen Filmen / Serien sehen.

Musik mit einer größeren Rolle bei Netflix?

Denkbar wäre sogar Musik einzubeziehen. Denn in der Umfrage wird auch gefragt, ob es gewünscht sei, dass N-Plus dann etwa alle Musikstücke eines Films oder einer Serie auflistet. Dann könnten die Nutzer hier ebenfalls Playlists erstellen. Könnte Netflix da vielleicht sogar mit einem anderen Streaming-Anbieter wie Spotify kooperieren? Man geht sogar noch weiter und deutet Einflussmöglichkeiten der Fans auf Filme und Serien an.

So könnten die Fans dann ihre Wünsche und Ideen via N-Plus beisteuern, die eventuell Berücksichtigung finden könnten. Auch das Posten von Nutzer-Reviews könnte dort möglich sein. Wir müssen jedoch darauf hinweisen, dass N-Plus aktuell nur ein Konzept ist. Ob Netflix dieses Projekt am Ende tatsächlich angeht, steht in den Sternen.

PlayStation 5 „Pro“: Re-Design sei bereits für 2022 geplant

Sony wird der PlayStation 5 wohl bereits 2022 ein Re-Resign spendieren. Das soll sich allerdings nicht auf das Äußere, sondern auf das Innere der Konsole beziehen.

So wolle Sony angeblich ab 2022 einen neuen Chip verbauen, der dann aus dem 6-Nanometer-Verfahren stammen könnte. Immer noch werde es sich aber um eunen Semi-Custom-Prozessor von AMD handeln. Auch an weiteren Komponenten könnte es kleinere Anpassungen geben. Warum das Ganze? Sony hat erhebliche Probleme bei der Fertigung der Spielekonsole. Durch die Optimierung der Komponenten könnte man eventuell die Chargen erhöhen.

Ob es dabei aus Kundensicht zu Verbesserungen oder Verschlechterungen kommt, ist offen. So nahm Sony natürlich auch in der PS3- sowie der PS4-Ära jeweils im Stillen viele kleinere Revisionen der Hardware vor. Manchmal führten diese aus Kundensicht zu Vorteilen – etwa zu geringerer Abwärme durch Shrinks der SoCs. Manchmal ergaben sich auch Nachteile, wie erhöhte Lautstärke durch Einsparungen bei der verbauten Kühlung.

Sony selbst hat bestätigt, dass man über Anpassungen des Innenlebens der PS5 nachdenkt. So ist die PlayStation 5 seit dem Launch im November 2020 ausverkauft und eine Besserung ist für das gesamte Jahr 2021 nicht in Sicht. Dazu tragen sowohl die hohe Nachfrage als auch die Corona-Krise bei. Schon jetzt gibt es allerdings verschiedene Versionen der PS5, die sich vor allem durch den Lüfter unterscheiden und daher auch recht unterschiedliche Lautstärken aufweisen.

PlayStation 5 Slim dürfte noch Jahre entfernt sein

Wer nun eher auf eine Sony PlayStation 5 Slim lauert, der dürfte wohl noch einige Jahre an Wartezeit vor sich haben. Das Design der aktuellen PS5 reißt auch uns nicht gerade vom Hocker, zumal neben der Optik auch die Verarbeitung teilweise besser sein könnte, doch bis uns ein Slim-Modell beglückt, dürfte noch viel Zeit vergehen.

Wir vermuten aber, dass die meisten Gamer schon zufrieden wären, wenn sie überhaupt ein Exemplar der PS5 ergattern könnten.

PlayStation: Sony verlangt von Entwicklern teilweise Gebühren für Cross-Play-Unterstützung

Sony langt bei Entwicklern laut Epic Games hin: Will ein Studio Cross-Play unterstützen, muss unter bestimmten Umständen Geld an die Japaner fließen.

Durchgesickert sind diese Informationen im Zuge des aktuellen Gerichtsprozesses zwischen Apple und Epic Games. Eigentlich sollten die Unterlagen rund um Cross-Play an den PlayStation-Konsolen wohl unter Verschluss bleiben, wurden aber zeitweise versehentlich mit freigegeben. Nun ist dadurch die Katze aus dem Sack. Demnach versuchte Epic Games schon Anfang 2018 Sony dazu zu überreden, Cross-Play an seinen Plattformen freizugeben.

Sony kein Fan von „Cross-Play“

Sony war allerdings nicht überzeugt von der Idee, die sich damals viele Spieler wünschten. Das war jedoch laut der internen Kommunikation für Sony weniger von Interesse, als die mögliche Zahl unterm Strich. Man sehe nicht, wie Cross-Play-Funktionalität dem PlayStation-Geschäft dienlich sein könne. Im Herbst 2018 änderte Sony seinen Kurs dann dennoch und erlaubt seitdem Cross-Play-Unterstützung. Gemeint ist damit, dass Spieler z. B. an PC, Xbox und PlayStation gemeinsam bzw. gegeneinander in einem Spiel ins Feld ziehen können.

Sony lässt sich Cross-Play-Unterstützung in bestimmten Szenarien etwas kosten
Sony lässt sich Cross-Play-Unterstützung in bestimmten Szenarien etwas kosten

Sony lässt sich das Ganze aber versilbern, wenn man feststellt, dass es ein Ungleichgewicht gibt. Vereinfacht gesagt: Spielen die Gamer einen Titel vorwiegend an der PlayStation, kaufen aber In-Game-Items nicht im entsprechenden Verhältnis an Sonys Plattformen, möchte man sich die Differenz vom Entwickler bezahlen lassen. Damit möchte Sony quasi verhindern, dass die Spieler an der PlayStation zocken, ihre Käufe aber z. B. lieber an einem Smartphone oder an der Xbox tätigen. Laut Epic Games sei Sony der einzige Plattformanbieter, der so verfahre.

Sony beäugt andere Plattformen offenbar skeptisch

Im Klartext hat Sony offenbar keine Lust darauf, dass Kunden einen In-App-Kauf anderswo tätigen, dann aber an der PlayStation davon profitieren. Da wünscht man sich dann eine Kompensation. Auch Einblicke in die Buchführung der Entwickler, um das gegebenenfalls zu überprüfen, behält Sony sich vor. Letzten Endes legen die Dokumente nahe, dass das frühere Motto „For the Players“ bei Sony eben doch nicht die oberste Direktive darstellte.

Im Grunde haben sich seit Führungswechseln in sowohl der PlayStation- als auch der Xbox-Sparte die Verhältnisse umgedreht. Trat Microsoft bei der Vorstellung der Xbox One ordentlich mit Kinect-Zwang, anfänglichen Plänen für Kontobindungen, Online-Zwang und Multimedia-Fokus ins Fettnäpfchen, so sind es nun Sony, welche sich einige Fehlzündungen geleistet haben. Zu sehen ist das etwa an den erhöhten Preisen für First-Party-Spielen, bei denen Sony vorangeprescht ist, den immer noch fehlenden Features der PS5 (ALLM, VRR, 1440p-Ausgabe) sowie dem schlecht umgesetzten Upgrade-System für PS4-Spiele an der PS5. Hier liegt nahe, dass Sony diese Option wohl generell nur zähneknirschend eingeführt haben dürfte, weil Microsoft mit Smart Delivery vorlegte.

„Resident Evil“ 4K Blu-ray als limitierte „Blutpack“-Sonderedition

Der Franchise-Auftakt „Resident Evil“ (2002) erscheint als limitierte Blood Pack Sonderedition auf 4K Blu-ray. Nur bei Media Markt und Saturn erhältlich. 

MediaMarktSaturn hat wohl Blut geleckt und veröffentlicht die 4K Blu-ray von „Resident Evil“ in einer Blood Pack (Blutpack) Sonderedition. Einige können sich vielleicht noch an den Release der DVD erinnern. Bereits damals gab es bei MediaMarkt so eine limitierte Variante mit einem großen Plastik-Sleeve, das mit „Blutplasma“ gefüllt war. Diese Version schlug damals so hohe Wellen, dass sogar Sammler aus anderen Ländern sich die DVD aus Deutschland beschafft haben, wie man im nachfolgenden Video sehen kann.

„Blutplasma-Sleeve“ für Resident Evil

Bis auf diese wirklich einzigartige Aufmachung wird es aber wohl keinen Unterschied zur regulären Amaray/KeepCase-Variante geben, die bereits seit mehreren Tagen vorbestellt werden kann. Constantin Film hat sich aufgrund der aktuellen Flaute an Kinoneuheiten dazu entschieden, die ersten fünf Teile von Resident Evil als 4K-Restauration in den Handel zu bringen. Davor wurde lediglich der sechse und letzte Teil „Resident Evil – The Final Chapter“ auf 4K Blu-ray veröffentlicht. Am 1. Juli 2021 werden nun die „Youngtimer“ nachgezogen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das limitierte Blutpack innerhalb kürzester Zeit ausverkauft ist, sobald Sammler davon Wind bekommen:

 

Apple und Netflix: Interne E-Mails zeigen die Verhandlungen der Giganten

Apple und Netflix kommunizieren emsig miteinander. Durchgesickerte E-Mails zeigen, dass Apple dabei einige Überzeugungsarbeit leisten wollte, um Netflix davon abzuhalten, die Unterstützung für In-App-Käufe zu entfernen.

Wie so viele Dokumente, die aktuell an die Öffentlichkeit gelangen, so stammen auch diese aus dem Gerichtsprozess zwischen Apple und Epic Games. Sie zeigen, dass Apple Netflix davon überzeugen wollte die Option, den Streaming-Dienst in Apps auf Apple-Geräten zu abonnieren, beizubehalten. Netflix wollte die Option entfernen, weil dann für jedes Abonnement bzw. die zu zahlenden Gebühren eine erhebliche Provision an Apple anfällt.

Letzten Endes strich Netflix diese Möglichkeit daher dann auch tatsächlich ab Dezember 2018. Apple zauberte da einige Argumente aus dem Hut, die diesen Schritt verhindern sollten: Etwa erklärte man, dass die Entfernung der Abo-Option App-Nutzer verwirren könne und auch Cross-Marketing-Möglichkeiten erschwere. Netflix führte wiederum als Grund an, dass zu viele Menschen, die ihr Abonnement via iOS abgeschlossen hätten, es rasch wieder abbrechen würden. Offenbar war man auch damit unzufrieden.

Auch da versuchte Apple gegenzusteuern und warf ein, das jene  Nutzer sich dann vielleicht mit Gutscheinen aus dem Handel behelfen würden – das bestritt Netflix mit Verweis auf interne Daten. Apple wiederum wog intern auch Gegenmaßnahmen ab, war da aber unentschlossen. Im Raum stand auch ein Kompromiss für die Apple TV App als Kuhhandel. Auch das trug aber am Ende keine Früchte. denn Netflix wollte seine Inhalte nicht in die App integrieren lassen.

Netflix ließ sich von Apples Argumenten nicht beeindrucken

Apples verantwortliche Manager stellten sogar eine weitere Präsentation zusammen, welche Netflix überzeugen sollte. Sie fokussierte sich auf die Provision von Apple und warum jene gerechtfertigt sei. Unter anderem verwies man da auch auf Empfehlungen und Hervorhebungen der App im Apple App Store. Man stellte auch mögliche Kooperationen für die Zukunft in Aussicht – darunter sogar Bundles von Apples eigenen Diensten und Netflix. Es half jedoch alles nichts – Netflix winkte ab.

Nachdem Apple die In-App-Käufe 2018 aus seinen Apps im Apple App Store entfernt hatte, ging man auch nicht mehr zurück. Offenbar war Netflix schlichtweg die Provision zu hoch, die an Apple gezahlt werden musste.