Die SonyPlayStation 5 wird natürlich einen neuen Controller mit sich bringen: den DualSense. In einem Hands-On wird das Eingabegerät etwas ausführlicher vorgestellt.
Gezeigt hatte Sony den DualSense bereits vor dem Design der Konsole selbst – nämlich schon im April 2020. Sony geht dabei einen anderen Weg als Microsoft. Letztere haben im Wesentlichen das Design des aktuellen Xbox-One-Controllers weiter verfeinert und sich dabei ein wenig von ihren hauseigenen Elite Controllern inspirieren lassen. Sony hingegen wagt für den DualSense einige Innovationen.
Ob sich das am Ende auszahlt, muss natürlich die Zeit zeigen. Beispielsweise ist das Touchpad des DualShock 4 von den Spielentwicklern weitgehend ignoriert worden und verkommt in den meisten Titeln schlichtweg zu einem übergroßen Button. Trotzdem hat Sony dieses Featue für den DualSense beibehalten. In einem Video durfte nun Geoff Keighley, der Schöpfer der The Game Awards, an den Contoller der PS5 Hand anlegen.
Parallel durfte Keighley dabei das Spiel „Astro’s Playroom“ vorführen, das auf jeder PlayStation 5 vorinstalliert sein wird. Unser Interesse an dem Titel hält sich arg in Grenzen, für manchen ist es eventuell aber ein netter Zeitvertreib. Der DualSense wird dabei im Übrigen verbessertes, haptisches Feedback bieten, was die aktuelle Rumble-Funktion in den Schatten stellen solle. Zudem gibt es adaptive Trigger und endlich auch einen Ladeanschluss für USB Typ-C.
Vorbestellungen der PlayStation 5: Wann geht es endlich los?
Ein Senior-Vizepräsident von Sony Interactive Entertainment, Eric Lempel, erklärte darauf gegenüber Keigley nur vage, dass man die Gamer da auf dem Laufendem halten werde. Auch zur Frage, ob die Controller der PS5 vielleicht in attraktiveren Farbvarianten erscheinen könnten, schwieg der Sony-Manager. Man werde auch darüber später noch sprechen.
Netflix hat eine Top 10 Liste mit den meistgesehenen Filmen auf Netflix herausgegeben. Die Zahlen geben die Zuschauer der Netflix Originale wieder, die vier Wochen ab der Veröffentlichung den Film angesehen haben.
Netflix hat zum ersten Mal eine Top-10-Liste mit den meistgesehenen Filmen herausgegeben. Normalerweise sind die Abrufzahlen der Netflix Serien und Filme ein gut gehütetes Geheimnis. Daher verwundert es allzu sehr, dass der Streamingservice auf einmal mit den Zahlen hausieren geht, unter anderem über die Webseite Bloomberg. Ganz weit oben auf der Liste steht der Action-Thriller „Tyler Rake: Extraction“ mit Chris Hemsworth in der Hauptrolle. Ganze 99 Millionen Accounts haben sich den Film „angesehen“. Das ist mehr als jeder Zweite (Netflix hat insgesamt 181 Millionen Abonnenten).
Knapp dahinter findet man den Horrorstreifen „Bird Box – Schließe deine Augen“ (89 Millionen) mit Sandra Bullock und „Spenser Confidential“ (85 Millionen) mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle. Auch auf dem 4. Platz geht es actionreich weiter mit „6 Underground“ (83 Millionen), der mit dem Gesicht und Witz von Ryan Reynolds aufwarten kann. Die meisten Filme sind aus den Genres Action, Drama oder Science Fiction, nur zwei Komödien „Murder Mystery“ (73 Millionen) und „The Wrong Missy“ (59 Millionen) schafften es in die Top 10 – naja und eine Liebeskomödie „The Perfect Date“ (48 Millionen) welche dann auch den letzten Platz belegt.
Es muss aber nicht immer ein bekanntes Gesicht sein, um einen Hit zu landen. Genau das bewies der spanische Science-Fiction-Thriller „Der Schacht“. 56.2 Millionen Abonnenten haben sich dieser nervenaufreibender Fahrstuhlfahrt hingegeben. Was die Bild- und Audioqualität betrifft, da hat sich Netflix so etwas wie einen „Standard“ erarbeitet. Bis auf „Der Schacht“ und „The Perfect Date“ werden alle Filme in 4K Auflösung mit HDR10/Dolby Vision gezeigt. Einige haben sogar Dolby Atmos 3D Sound, z.B. „6 Unterground“ oder „Tyler Rake: Extraction“, letzterer leider nur im englischen Originalton.
Übrigens zählt Netflix einen Abonnenten dann als Zuschauer, wenn er den Film gestartet hat. Anscheinend zählen auch Kunden, die sich die Titel nur ein paar Minuten angesehen haben. Netflix erklärt die Zählweise damit, dass es zu viele unterschiedliche Formate, Laufzeiten usw. gibt. Schon der Abspann könne sich um mehrere Minuten unterscheiden. Ob sich z.B. wirklich 64.2 Millionen den Scorsese-Film „The Irishman“ mit seinen 3 Stunden 29 Minuten komplett angesehen haben, wagen wir zu bezweifeln!
Welche der nachfolgenden Filme habt ihr gesehen bzw. welche große Netflix-Produktion vermiss ihr? Schreibt es uns doch einfach unterhalb dieses Beitrags in die Kommentare!
Top 10 Filme auf Netflix (Stand Juli 2020):
Tyler Rake: Extraction (4K / Dolby Vision): 99 Millionen
Der folgende Text ist mit einem gewissen Augenzwinkern zu verstehen: Kaum ein (Einzel)Film der 80er genießt heute einen ähnlichen Status unter Fans wie Top Gun. Tony Scott traf damals ganz offenbar den Nerv der Zeit und des Publikums, als er den aufstrebenden Star Tom Cruise in einem Actioner besetzte, der wohl der offensichtlichste Werbefilm für die US-Navy war, der seit dem Vietnam-Krieg gedreht wurde. Endlich durfte man Militär wieder cool finden. Denn das war es, was Scott (der Werbefilmer) inszenierte: Coole Action mit noch cooleren Einstellungen MITTEN aus den Cockpits der echten Maschinen. Mit Kameras, die auf den Tragflächen montiert waren und ballettartigen Szenen zwischen US- und russischen Jets. Das war’s wohl auch, was für ein fantastisches Einspiel von 360 Mio. Dollar (bei 15 Mio. Dollar Budget) sorgte. Denn am ausgeklügelten Drehbuch oder gar sympathischen Figuren kann’s nicht gelegen haben.
Halten wir fest: Maverick ist ein Arsch. Ein verantwortungsloser Macho-Arsch, der einer Dame auf die Toilette hinterher rennt, obwohl die gerade klar gemacht hatte, dass er bei ihr nicht landen würde. Und er ist nicht der einzige, sich selbst überschätzende Testosteron-Prolet in Top Gun. Nein, eigentlich wirken sie allesamt, als hätten sie gerade ihr Bärenfell abgelegt und wären aus irgendeiner Höhle gekrochen, damit sie nun den Nebenbuhler um die flotteste Dame (und den besten Flieger) mit der Keule vertreiben können.
Tom Cruise wie wir und alle Kinder der 80er lieben
Permanent Kaugummi kauend oder wahlweise mit freiem Oberkörper umherlaufend beeindruckte das Mitte der 80er wohl die versammelte Damenschaft – oder zumindest dachte man das, als man den Film produzierte. So richtig sexy macht die Jungs aber erst der überinflationäre Gebrauch von Blumenspritzen, mit denen man literweise Schweiß auf Stirn, Nacken und Brustbereich der Protagonisten versprühte. Gibt’s eigentlich einen Film, in dem mehr geschwitzt wird als in Top Gun? Oder soll der Schweiß auf den Gesichtern vielleicht nur von den Dialogen ablenken? Dialoge, die mit Sätzen wie „Sie haben die Tochter unseres Generals angebumst“ wirklich das Fürchten lernen und um Machosprüche bis zum Erbrechen ergänzt werden: „Ich warte immer noch auf eine Schnecke, die mich richtig scharf macht.“
Ja, das sind die 80er, zweifelsohne. Und das Drehbuch kennt nicht wirklich mehr als: „besser sein“, „noch besser sein“ oder „der Beste sein“. Vielleicht geht’s auch noch ein bisschen um „der Schnellste sein“ und um die „Abschussquote“ (in der Luft, aber vor allem bei den Mädels) und dazu gibt’s alberne Spitznamen wie Iceman, Wolfman oder Goose – im Ernst? Goose?? Welcher harte Kerl, der bei der Navy zum Top-Piloten avanciert, nennt sich mit stolzer Brust „Gans“? Und wenn man denkt, es kommt nicht mehr schlimmer, singen die harten Kerle auch noch eine Fremdschäm-Version von You’ve Lost that Loving Feelin‘ der Righteous Brothers. An Charlies Stelle hätte man eigentlich nur Reißaus nehmen sollen.
Im Actionkino der 80er gab’s eine Menge Szenen zum Fremdschämen
Eigentlich ist es zwingend notwendig, mit Top Gun Jugend-Erinnerungen zu teilen. Ihn objektiv und im Jahre 2020 erstmalig zu sehen, geht nicht ohne einen Hang zum Masochismus und der Freude an trashigen Drehbüchern. Teilt man diese Erinnerungen, kommen Bilder hoch, wie jenes, dass Take my Breath Away von Berlin monatelang in den Radios rauf- und runterdudelte, während man seine erste Schulfreundin knutschte. Man erinnert sich, wie man zu Danger Zone bei Jugendhaus-Partys die lange Mähne schüttelte und irgendwie wollte man(n) auch so cool und verschmitzt lächeln wie Tom Cruise. Da das nicht klappte, blieb nur der wiederholte Gang ins Kino und das späteren Leihen der VHS-Kassette. Um erneut einzutauchen in diesen schwer machohaften Filmtrip, dessen Stil damals bahnbrechend war und bis auf Weiteres das Testosteronkino der 80er und 90er beeinflusst hat.
Ein guter Film ist Top Gun wirklich nicht, bei aller Liebe zu den Erinnerungen an die Zeit der Vokuhilas und blondierten Mecki-Frisuren. Aber irgendwie kann man sich der Faszination der Luft- und Jetszenen auch nicht entziehen. Und wenn im Hintergrund Harold Faltermeyers ebenso aus der Zeit gefallene Synthie-Soundtrack dudelt, sitzt man doch irgendwie wieder in einem verrauchten Kleinstadtkino und träumt davon, genauso cool zu sein wie Maverick & Co.
Top Gun wurde für sein 4K-Release komplett neu gescannt. Es handelt sich nicht mehr um den hochauflösenden Scan, den man seinerzeit für die 3D-Fassung erstellte. Vom Original-35mm-Negativ, das mit Panaflex-Kameras aufgenommen wurde, arbeitete man hier und ließ dem so aufbereiteten Material ein 4K DI angedeihen. Hinzu kommt ein erhöhter Kontrastumfang nach HDR10 und dynamischem Dolby Vision sowie ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum. Der Blu-ray kam dieses Master ebenfalls zugute, was bei ihr bereits eine Verbesserung in allen Belangen liefert. Die bisherige BD war massiv überschärft, litt unter teils brutalem Absaufen von Details auf dunklen Bildbereichen und hatte viel zu kühle Farben. All das sieht schon über die neue Blu-ray um Welten besser aus.
Für die UHD kam im Gegensatz zu anderen Titeln grundsätzlich erst einmal kein automatisches DNR (Rauschfilter) zum Einsatz. Denn die Körnung wirkt filmisch und natürlich. Sie ist aber auch teils sehr deutlich. Das sollten Leute wissen, die Korn nicht mögen. Das neue Color Grading ist wesentlich wärmer, und viel weniger bläulich-kühl (2009er Blu-ray) oder grünlich (3D-BD). Es dominieren nun rötliche und sehr gesunde Farbtöne, die dem von Scott seinerzeit (wohl) intendiertem Look am nächsten kommen. Solche, die sich an die Kinovorführungen erinnern, werden noch die goldbraunen Farben im Kopf haben, die nun wieder hergestellt wurden. Neutral ist das nicht, so viel sollte klar sein. Aber Neutralität ist auch nicht das, was der Film wollte.
Die neue Blu-ray und die UHD zeichnen auf dunklen Bildanteilen viel besser durch
Schaut man sich die Körnung gegenüber der Blu-ray an, so ist die durchweg feiner und etwas weniger auffällig. Allerdings sind das fast schon die größten Unterschiede zwischen den beiden neuen Scheiben. Beim Kontrast geht’s noch eine Spur dynamischer zu, die Farben kommen etwas satter. In puncto Schärfe/Auflösung ist die BD bereits aber so gut, dass es durch die vorhandene Körnung oftmals schwierig, entscheidend mehr Details auszumachen. Man muss auf die Bildhintergründe achten und sieht dann klarere und feinere Details von Palmwedeln oder Haus-Konturen, die hinter den Figuren und Objekten stehen.
Die bisherige Blu-ray hatte einen äußerst dünn und vielfach spitz klingenden 2.0-Sound in Dolby Digital. Die Kodierung bleibt zwar für die neue Blu-ray und die UHD dieselbe (Dolby Digital), aber nun mit einer komplett frischen Abmischung in 5.1. Erstmals liegt Top Gun für die Synchro damit in einer Surround-Abmischung vor, während die englische Fassung sogar mit True-HD-basiertem Dolby Atmos kommt. Für die deutsche DD-5.1-Version darf, wenn man sie nicht DIREKT mit der englischen Fassung vergleicht, gesagt werden, dass sie die Räumlichkeit durchaus gut ausnutzt. Im Bass brummelt sie zwar etwas undifferenzierter vor sich hin, aber die Filmmusik bekommt durchaus entsprechende Unterstützung. Die zahlreichen Jagdszenen in der Luft werden wirklich effektvoll und teils sehr dynamisch unterstützt und Stimmen haben nun mehr Volumen. Wenngleich das mit der englischen Fassung nicht gleichziehen kann, ist es ein deutlich hörbares Upgrade gegenüber der alten BD.
Die Düsengeräusche kommen in der neuen 5.1-Abmischung viel besser zur Geltung
Die englische Atmos-Fassung überzeugt auf der regulären Ebene mit wunderbar offener Räumlichkeit. Kein Vergleich mehr zur alten True-HD-Spur der bisherigen Blu-ray, die eher muffig klang. Das ist also nicht die gleiche Basis, die hier verwendet wurde, sondern ein neuer Mix. Er kommt in seiner Offenheit an die bisherige dts-HD-Master-Spur heran, klingt aber differenzierter und weniger aufgeregt. Dialoge stehen noch etwas besser im Zentrum und die Soundeffekte der Jets sind etwas weniger spitz. Mancher Dialog in Innenräumen ist dann aber doch ein bisschen dünn, beispielsweise ab 81’25. Auch rauscht es dort ein wenig. Nach wie vor nicht behoben ist die Asynchronität zu Beginn von Kapitel 14. Das war allerdings auch bei den beiden Tonspuren der alten Blu-ray so, da hier hörbar nachsynchronisiert wurde. Beim Wechsel der Szene ist die Stimme von Stinger wieder viel präsenter und klarer.
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich
Nehmen wir die Höhen-Ebene hinzu, steigert sich der Score während des Intros bereits langsam hinzu und man hört dezente Düsengeräusche und Kopfhörer-Durchsagen. Auch die Düsengeräusche vor dem Start bei 3’53 kommen akustisch korrekt positioniert aus den Heights. Ähnliches gilt beständig für die Flugszenen der Düsenjets, die immer wieder sehr deutlich auch von oben hinzu kommen und authentische Pfeifgeräusche von sich geben. Die komplette Anfangssequenz ist immer wieder voll davon. Und nach neun Minuten kommen auch noch die Gespräche der Piloten hinzu.
Nach 56 Minuten, wenn’s erneut in die Cockpits geht, gibt es für über zehn Minuten während der erneuten Szenen in der Luft immer wieder das Rauschen, Pfeifen und entsprechende Geräusche der Jets von den Höhen-Speakern, was besonders aggressiv wird, wenn Goose‘ und Mavericks Flieger ins Trudeln gerät. Bisweilen ist das wirklich so dynamisch und laut von den Heights, dass man sich auf einem Flughafen wähnt. Das trifft dann spätestens im actiongeladenen Finale zu, wenn es erneut minutenlang Jet-Manöver mit entsprechender Akustik von allen Speakern gibt. Insgesamt ein gut abgemischter Atmos-Ton, der natürlich von den Flugszenen lebt und ansonsten keinerlei Extras an 3D-Sounds bietet.
Top Gun kommt auf der UHD mit zwei neuen Extras, die neben den bisher bekannten auf die Blu-ray gepackt wurden. Auch die UHD enthält bereits diese Featurettes, nicht aber die altbekannten. Neu sind „Das Vermächtnis von Top Gun“ und „Auf sechs Uhr: Dreißig Jahre Top Gun“. In Ersterem tauchen Bruckheimer, Cruise oder auch der Regisseur des kommenden Top Gun Maverick, Joseph Kosinski, sowie die kommenden Darsteller des Sequels auf und erzählen von der Vision Tony Scotts und vom Einfluss, den der Film auf das 80er-Jahre-Kino hatte.
Neu ist auch das zweite Featurette, das in fünf Teile aufgegliedert ist: „Rückblick“ kümmert sich vor allem um Tom Cruise und seine Filmleidenschaft. Außerdem gibt’s Infos über Tony Scotts Art und Weise, Filme zu drehen. „Die besten Amerikas“ klärt über die Mitarbeit des US-Militärs auf und kümmert sich auch um das Casting. „In die Gefahrenzone“ hätte man besser nicht eingedeutscht, denn es geht um die Musik. Und wer übersetzt schon den Titel „Into the Danger Zone“ von Kenny Loggins? „An die Decke gehen“ bezieht sich hingegen auf die Arbeit und die Kommunikation mit den echten Fliegern auf dem Flugzeugträger. „Enge Ziele und die Zukunft“ kümmert sich dann erneut um den Einfluss, den der Film hatte und schildert dessen weltweiten Erfolg. Auch auf das kommende Sequel wird noch einmal eingegangen. Die restlichen Features sind dann jene, die man schon von der alten BD kennt.
Gesamtbewertung Top Gun (73%)
Top Gun ist für Fans. Wer das bisher nicht war, wird’s wohl mit der neuen BD/UHD auch nicht werden. Dafür ist der Film aus heutiger Sicht einfach zu albern. Allerdings ist er gleichzeitig wegweisend in Optik, Stil und Musiknutzung gewesen und die Luft-Action ist immer noch famos. Da man das Ganze nun in bestmöglicher Bildqualität erleben kann und der Ton trotz „nur“ Dolby Digital erstmals in mit neuer und gelungener Abmischung kommt, lohnt sich das Upgrade auf jeden Fall. Der englische Atmos-Score reißt für einen Film der 80er erstaunlich viel und macht auf allen Ebenen Spaß.
Da hat wohl jemand die „Kindersicherung“ im Auto falsch verstanden. Weil ein neu gekaufter Fernseher nicht in den Kofferraum passte, mussten ihn die Kinder auf dem Autodach festhalten.
Die Freude ist immer groß, wenn es an die Anschaffung eines neuen Fernsehers geht. Da vergisst man auch gerne einmal, dass der neue TV im Vergleich zum alten Modell ein paar Zoll mehr hat. Das „böse“ Erwachen kommt dann erst, wenn man versucht den Karton sicher im Auto zu verstauen. Denn im Gegensatz zu den Fernsehgeräten veränderte sich die Größe der Autos sowie deren Stauraum nur geringfügig. Genau mit diesem Problem sah sich ein Ehepaar aus dem niederrheinischen Xanten konfrontiert, als sie ihren neuen 4K Fernseher von Sharp nach Hause transportieren wollten. Der Fernseher passte einfach nicht in den Kofferraum und so mussten kurzerhand die Kinder auf der Rückbank ran.
Kindersicherung mal anders
Der Fernseher wurde auf das Autodach gelegt, die Autoscheiben runtergefahren und die beiden Kinder auf der Rücksitzbank hielten das Objekt der Begierde fest. Der Halter des Fahrzeuges gab gegenüber der Polizei an, dass für Kinder und TV kein Platz im Fahrzeug gewesen wäre. Löblich, dass sich der 41-jährige Fahrer für beides und nicht nur für den TV entschieden hat. Wäre ja sehr traurig, hätte er die Kinder kurzerhand „ausgesetzt“ um den Fernseher sicher nach Hause zu bringen, 😉
2 Punkte in Flensburg und 225€ Strafe
Kurzum, es gab auf dem Autodach weder eine Halterung, noch wurde die Fracht korrekt mit Sicherungsgurten oder im Innenraum gesichert. Aus dem TV-Schnäppchen wurde ganz schnell ein teurer Spaß. Es gab nämlich nicht nur zwei Punkte in Flensburg für Fahrer und Beifahrerin, sondern auch eine Strafe von 225 Euro. Gerecht wie wir finden. Wir wollen ja nicht so etwas lesen wie:“Passant von ungesicherten Fernseher erschlagen“. Beim Kauf des nächsten Fernsehers werden die Beteiligten sicherlich nicht mehr auf einen kostenpflichtigen Lieferservice bzw. ausreichende Transportmöglichkeiten verzichten.
Der Hersteller Blackmagic Design hat seine Videokamera der nächsten Generation präsentiert: Die URSA Mini Pro 12K zeichnet Videos in bis zu 12K auf.
Blackmagic Designs neue URSA Mini Pro 12K arbeitet mit einem Super-35-Bildsensor und zeichnet Videos mit bis zu 12.288 x 6.480 Pixeln auf. Der Sensor ermöglicht einen Dynamikumfang von 14 Blendenstufen und High-Framerate-Drehs bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde in 12K mit 80 Megapixeln pro Frame. Allerdings hat sich der Preis für diese Technik gewaschen: Die 12K-Kamera kostet 10.735,00 Euro bzw. mit MwSt. dann letzten Endes in Deutschland 12.452,60 Euro.
Die 12K-Auflösung hat für Filmschaffende den Vorteil, dass das Ausgangsmaterial in besonders hoher Qualität vorliegt und so zurechtgeschnitten werden kann. Auch Zooms sind nachträglich möglich, ohne bei einem anvisierten 4K- oder gar 8K-Video viel an Qualität einzubüßen. In 12K kann man mit 60 fps, in 8K mit 110 fps und in 4K-Super-16 mit bis zu 220 fps filmen. Ausgestattet ist die URSA Mini Pro 12K außerdem mit einem austauschbaren PL-Mount, eingebauten ND-Filtern, dualen Rekordern für CFast- und UHS-II-SD-Karten, einem SuperSpeed USB-C-Erweiterungsport und mehr.
Die Blackmagic URSA Mini Pro 12K wechselt zu einem stolzen Preis den Besitzer
Die native Empfindlichkeit der Kamera liegt bei 800 ISO. Der 12K-Sensor verfügt über gleich viele rote, grüne und blaue Pixel. Als Format zur Aufzeichnung dient Blackmagic RAW, welches laut Hersteller auf 12-bit-RAW-Workflows ausgelegt sei. Die Optionen Q0 und Q5 sorgen bei Aufnahmen für konstante Qualität und die neuen Stufen Q1 und Q3 fixieren das Qualitätsniveau. Dies ermöglicht im Endeffekt eine Anpassung der Kompression an die vorhandene Zeichnung der jeweiligen Szene. Die Kompressionsoptionen mit konstanter Bitrate in 5:1, 8:1, 12:1 und jetzt auch in 18:1 liefern Aufnahmen mit kalkulierbaren, konstanten Dateigrößen. Man kann RAW gleichzeitig auf zwei Speicherkarten aufnehmen und 12K- oder 8K-Material bei hohen Frameraten auf CFast- oder UHS-II-Karten erfassen.
Blackmagic URSA Mini Pro 12K wird bereits in Deutschland gelistet
Zur Verfügung stehen duale Rekorder für CFast- und UHS-II-SD-Karten sowie ein SuperSpeed-USB-C-Erweiterungsport zum direkten Aufzeichnen auf schnelle SATA- und NVMe-Laufwerke. Bei aktivierter Funktion „Record RAW on 2 Cards“ kann man eben auf der URSA Mini Pro 12K mit 900 MB/s auf zwei CFast-Karten oder bei 500 MB/s auf zwei UHS-II-SD-Karten gleichzeitig aufzeichnen. Als dritte Option gibt es noch an der Rückseite einen SuperSpeed USB-C-Erweiterungsport zum Aufzeichnen auf USB-C-Flashspeicher mit bis zu 900 MB/s. Das neue 12K-Modell mit einem USB-C-3.1-Port der Generation 2 schafft 10 Gbit/s.
Die Blackmagic URSA Mini Pro 12K ist bereits verfügbar
Dank Wechselmount wechselt man bei der URSA Mini Pro 12K zwischen Objektiven mit PL-, EF- und F-Mount. Käufer erhalten auch direkt eine Vollversion von DaVinci Resolve Studio. Unten sind noch zusammengefasst die wichtigsten Funktionsmerkmale der Kamera.
Funktionsmerkmale der Blackmagic URSA Mini Pro 12K
12288 x 6480 12K-Super-35-Sensor
Für den Einsatz für Spielfilme, VFX und High-End-Werbespots
Dynamikumfang von 14 Blendenstufen und native ISO-Empfindlichkeit von 800
Neuer Blackmagic-RAW-Codec für den Echtzeit-Schnitt in 12K
Optimierung von Blackmagic RAW für Metal, CUDA und OpenCL
Generation 5 Color Science mit neuer Film-Kurve
Für Drehs mit 60 fps in 12K, 110 fps in 8K und 220 fps in 4K
Aufzeichnung auf duale CFast-Karten mit bis zu 900 MB/s
Inbegriffener PL-Mount; EF- und F-Mounts optional erhältlich
SuperSpeed USB-C für Aufzeichnungen auf externe Laufwerke
Inklusive DaVinci Resolve Studio für die Postproduktion
Mit dem neuen Blackmagic URSA Mini Recorder kompatibel
Samsung Electronics wird wahrscheinlich den kommerziellen Start seiner neuen MicroLED-Fernseher auf 2021 verschieben müssen. Ursprünglich wurde angekündigt, dass die Geräte noch in der zweiten Jahreshälfte 2020 in den Handel kommen.
Wie die südkoreanische Tech-News-Website The Elec berichtet, hat Samsung Display, die die Komponenten für die neuen MicroLED-Fernseher noch nicht einmal mit der Produktion der Komponenten begonnen. Eigentlich sollten Produktionsanlagen und Herstellung bereits zur ersten Jahreshälfte bereit sein. Das Netzwerk beruft sich auf Informationen von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Sollte das der Wahrheit entsprechen, dann werden wird sich der Verkaufsstart der MicroLED-TVs für den „Massenmarkt“ wohl auf 2021 oder später verschieben.
Was war nochmal MicroLED?
MicroLED ist eine neue Displaytechnologie bei der Millionen von mikroskopisch kleiner LEDs (rote, grüne und blaue Subpixel) zum Einsatz kommen. Diese emittieren genau wie OLED ihr eigenes Licht, sollen im Vergleich zum organischen Pendant und herkömmlichen LCDs jedoch eine überlegene Farb- und Helligkeitsdarstellung besitzen. Zudem scheint die Lebensdauer „unendlich“ zu sein. Diese wird mit rund 100.00 Betriebsstunden angegeben.
Ein weiteres einzigartiges Merkmal von MicroLED ist, dass es modular aufgebaut ist und somit Displays in nahezu jeder Form und Größe gebaut werden können. Die Technologie kann auch jede Auflösung unterstützen, egal ob 2K, 4K, 8K oder 12K, da die Pixeldichte unabhängig von der Größe des Bildschirms beibehalten werden kann. Es kann auch auf jedes Seitenverhältnis eingestellt werden (1:1, 4:3, 16:9, 21:9 usw.).
Prestige-Modell „The Wall“ bereits erhältlich
Samsung hat bereits ein MicroLED-Produkt auf den Markt gebracht, ein riesiges 146-Zoll-Display mit dem Namen „The Wall“, das nach den genauen Vorstellungen des Kunden aufgebaut werden kann. Dieses Modell ist preislich jedoch weit von dem entfernt, was der Ottonormalverbraucher bereit wäre auf die Ladentheke zu legen. Sozusagen ein Spielzeug für die 1%.
Die Einsatzmöglichkeiten von MicroLED scheinen grenzenlos. Hier ein 292 Zoll 8K TV ausgestellt auf der CES 2020
Laut The Elec ist die größte Herausforderung für Samsung bei der Massenproduktion von MicroLED-Displays der Übertragungsprozess. Mikrometergroße LED-Module müssen von einem temporären Substrat auf eine flexible Leiterplatte übertragen werden, und dieser Prozess hat sich als problematisch erwiesen.
Hohe Ausfallraten bei der Produktion
Das resultiert wiederum in extrem hohen Ausfallraten bei der Produktion, was eine Massenproduktion und eine rentable Vermarktung unmöglich macht. Samsung habe versucht defekte Substrate mit speziellen Reperaturmaschinen wieder fit zu machen, dieser Versuch schlug jedoch fehl. Die ganze Geschichte erinnert uns etwas an die Anfänge der OLED-Produktion. LG Display hatte über Jahr mit hohen Ausfällen bei der OLED-Produktion zu kämpfen und musste über Monate und Jahre herbe Verluste hinnehmen. Niedrige Produktionserträge bedeuten zwangsläufig höhere Produktionskosten, was sich in einem sehr teuren Endprodukt niederschlägt. Infolgedessen kosten die MicroLED-Displays von Samsung derzeit zwischen 10.000 und 100.000 US-Dollar, je nach Größe.
2019 stellte Samsung eine 75 Zoll Variante seines Micro-LED-TV vor. Wohl die einzige Größe die noch erschwinglich wäre
Während Samsung beabsichtigt, MicroLED als überlegene Anzeigetechnologie gegenüber seinen QLED-Fernsehgeräten zu vermarkten, muss das Unternehmen die Preise für die neue Displaytechnologie noch deutlich senken, um sie wirtschaftlich rentabel zu machen, so The Elec.
MicroLED-TVs müssen unter 6.000 Euro kosten
Dies wird durch Untersuchungen von TrendForce gestützt, in denen kürzlich in einem Bericht festgestellt wurde, dass MicroLED-Panels einen Preis unter 6.000 US-Dollar haben müssen, um wettbewerbsfähig zu sein. Dazu muss Samsung seine Produktion stabilisieren und eine fehlerfreie Ausbeute von 99% erzielen. Vielleicht ist es Samsung zu diesem Zeitpunkt auch zu gefährlich, zu viel Geld und Kompetenzen in dieses Nischensegment zu stecken. Man hat ja immer noch die Absicht 2021 erste QD-OLED Displays für das High-End-Segment zu produzieren. Die Quantum-Dot-OLEDs sollen endlich ein brauchbares Gegenstück zu LGs OLED Fernseher liefern.
Samsung zeigte auf der Consumer Electronics Show 2020 in Las Vegas im Januar sechs neue MicroLED-Displays, darunter vier Consumer-Modelle mit einer Größe zwischen 75 und 110 Zoll sowie zwei kommerzielle Displays mit einer Größe von 150 und 292 Zoll. Zu diesem Zeitpunkt sagte Han Jong-hee, Business President von Visual Display bei Samsung, dass die Modelle in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen sollen.
Da soll noch einer sagen die Steuersenkung macht sich nicht bemerkbar. In den Prime Deals gibt es 30 ausgewählte Filme in HD und UHD Qualität auf Prime Video für je nur 97 Cent zur Leihe!
Wer es noch nicht gemerkt haben sollte, im ersten Absatz war eine kleine Prise Sarkasmus versteckt. Normalerweise werden die Angebote für Prime Mitglieder (meist jeden zweiten Freitag) für 99 Cent ausgerufen, jetzt sind es eben nur 97 Cent. Die 2 Cent Ersparnis werden aber bei sicherlich keinem Nutzer den Grund zur Kaufentscheidung ausmachen. Da kommt es eher darauf an, was überhaupt angeboten wird. Wir haben definitiv ein paar Schätze entdeckt und können euch unter anderem „Knives Out – Mord ist Familiensache“, „Bloodshot“, „Ad Astra – Zu den Sternen“, „Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers“, „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ und „Ready Or Not“ empfehlen.
Von den 30 Titeln ist leider nur einer in 4K UHD Auflösung und zwar Bloodshot. Hierfür müsst ihr jedoch auch die UHD-Auswahl nutzen, diese findet ihr HIER! Den Rest gibt es in HD-Qualität. Apropos „Der Rest“, die Aktion lädt auch immer dazu ein, etwas über den Hollywood-Tellerrand zu schauen. Es gibt sicherlich einige Titel, für die man nicht mal 5 Euro bezahlt hätte, aber für 97 Cent, sind sie vielleicht doch einen Blick wert – was hat man zu verlieren. Da wäre z.B. ein „Come to Daddy“ mit Elijah Wood in der Hauptrolle, „The Nightingale – Schrei nach Rache“ oder „Ulysses – A Dark Odyssey“. Familienverträgliches Heimkino gibt es hingegen mit „Bruno bei den Wölfen“ und dem Animationsfilm „Rotschühchen und die sieben Zwerge“.
Die Aktion ist bis Sonntag (19.07.2020) gültig, die Wiedergabe der ausgeliehenen Filme müsst ihr jedoch nicht gleich starten. Ihr habt 30 Tage Zeit, euch die ausgewählten Titel anzusehen. Sobald ein Film erstmals gestartet wurde, kann man sich diesen innerhalb 48 Stunden so oft ansehen wie man möchte.
Überraschender Schachzug: Microsoft stellt die Produktion der Xbox One X bereits vor Erscheinen der Xbox Series X ein. Das schürt wieder Spekulationen um die Xbox Series S.
Auch wenn die Xbox Series X erst Ende 2020 auf den Markt kommt, so hat Microsoft der Xbox One X bereits den Laufpass gegeben. Das klingt für uns danach, dass die Redmonder Platz machen wollen. Die potenzielle Xbox Series S wäre formal bei der TFLOPS-Leistung wohl hinter der Xbox One X, dürfte aber in der Praxis durch ihre Next-Generation-Features und die neuere Architektur, welche die TFLOPS nicht direkt vergleichbar macht, das bessere Gesamtpaket sein.
Eventuell wollte Microsoft also nicht, dass sich die Xbox One X und die Xbox Series S ins Gehege kommen? Zumindest vermuten wir das. Offiziell bestätigt wurde die Xbox Series S nämlich im Gegensatz zur Xbox Series X immer noch nicht. Am 23. Juli 2020 findet aber Microsofts nächstes Online-Event statt. Eventuell bekommen wir da ja das Einstiegsmodell aus Redmond zu sehen. Davon unabhängig hat Microsoft auch die Produktion der Xbox One S All-Digital Edition beendet.
Die Xbox One S All-Digital Edition war nie ein guter Deal
Bei der Xbox One S All-Digital Edition vermuten wir, dass eher enttäuschende Verkaufszahlen den Ausschlag gegeben haben könnten. Wir haben nie wirklich einen Platz für die Konsole gesehen, welche sich wirklich nur dann lohnt, wenn im Grunde nur über den Xbox Game Pass gezockt werden soll. Ansonsten lag die All-Digital Edition preislich zu nahe an der regulären Xbox One S, welche mit einem UHD-Blu-ray-Laufwerk einen erheblichen Mehrwert bietet – nicht nur für den Filmgenuss, sondern auch, weil dadurch der Kauf der in der Regel günstigeren Disc-Versionen möglich ist.
Die Xbox One S bleibt in Produktion
Die reguläre Xbox One S bleibt in Produktion. Sie ist damit die einzige Konsole der aktuellen Generation, die aktiv weiter von Microsoft hergestellt wird. Freilich ist zu bedenken: Dass die Produktion gestoppt wurde, heißt noch lange nicht, dass die Konsolen sofort aus dem Handel verschwinden würden. Zunächst müssen die Lagerbestände abverkauft werden.
Microsoft integriert im September Project xCloud in den Xbox Game Pass. Das Beste daran ist, dass für Abonnenten trotzdem keine Mehrkosten entstehen
Der Xbox Game Pass stellt eine Spiele-Flatrate dar. Ihr abonniert den Service und erhaltet Zugriff auf mehr als 100 Spiele. Regelmäßig fallen Titel heraus, es stoßen aber auch immer wieder neue hinzu. Beispielsweise schiebt Microsoft alle Games seiner hauseigenen Studios direkt zum Launch in den Xbox Game Pass – auch mit „Halo Infinite“ wird es so laufen. Da bietet das Abonnement also schnell einen sehr guten Gegenwert.
Wie Phil Spencer nun bekann00t gegeben hat, wird der Xbox Game Pass bald noch eine Stufe lukrativer. Denn schon im September 2020 wird Project xCloud in den Game Pass integriert. Das Beste daran ist: Der Preis für das Abonnement bleibt identisch, er erhöht sich also nicht. Allerdings gibt es noch ein paar Fragezeichen. Beispielsweise ist offen, ob xCloud im September in allen Regionen integriert wird oder eventuell zunächst nur in den USA. Auch fehlt noch eine Liste der kompatiblen Endgeräte. Laut Microsoft wolle man da im August Einzelheiten verkünden.
So wird es über xCloud dann möglich sein über 100 Spiele aus dem Xbox Game Pass zu streamen und auf dieselben Spielstände zuzugreifen wie an der Konsole. Man kann also ein Spiel an der Konsole beginnen und dann am Smartphone oder Tablet fortsetzen. Es klingt aber so, als würden nicht komplett alle Titel aus dem Xbox Game Pass sofort mit xCloud funktionieren.
Project xCloud wird noch umgetauft
Klar ist auf jeden Fall eines: Project xCoud wird die finale Version von Microsofts Streaming-Angebot nicht heißen. Laut Spencer habe man sich aber noch nicht für einen finalen Namen entschieden. Laut dem Chef der Xbox-Sparte sei es dabei langfristig auch das Ziel die Gamer noch besser abzuholen. Im Idealfall wolle man z. B. die Möglichkeit offerieren tatsächlich nur über einen Link direkt beim Cloud-Gaming einzusteigen.
Xbox Series X: Die Konsole wird ebenfalls vom Game Pass profitieren
Langfristig möchte man auch Games zum Streamen verfügbar machen, die nicht im Xbox Game Pass enthalten sind und digital im Microsoft Store gekauft wurden. Allerdings laufen da offenbar noch Verhandlungen mit Partnern.
Warum nicht einfach ein Quasi-Remake von Top Gun inszenieren, bei dem man die Action auf den Boden der Tatsachen und damit auf die Rennstrecke holt? Es mag ein wenig böse klingen, ist aber gar nicht so gemeint. Denn warum ein bewährtes Konzept großartig ändern, wenn’s auf anderer Ebene genauso gut funktioniert? Tom Cruise war offenbar ebenfalls noch von seinem Fliegerfilm beeindruckt, als er gemeinsam mit Robert Towne die Buchvorlage schrieb.
Herausgekommen ist in der Tat so etwas wie ein Top Gun im Renn-Oval der Stock-Car-Liga. Auch hier geht es um einen jungen Draufgänger, der gerne mal etwas rebellisch unterwegs ist. Auch hier taucht eine Frau auf, die ihn irgendwie etwas ruhiger und vernünftiger agieren lässt. Und auch hier gibt’s ein Finale, bei dem der Filmheld einen Triumph einfährt.
Das ist aus heutiger Sicht inhaltlich hauchdünn, schauspielerisch fast noch alberner als Top Gun und filmisch teils stümperhaft zusammengeschnitten. Dazu kommen teils deutliche Film- und Logikfehler. Was sagt man zu einem Film normalerweise? Richtig: Guilty Pleasure!
Noch „nur“ Film-, später Ehepaar: Tom Cruise und Nicole Kidman
Denn obwohl man den Hahnenkampf zwischen den beiden Rennfahrern mit sämtlichen 80er-Jahre-Klischees angefüllt hat und das Macho-Männerbild kaum besser ist als in dem Film, der Cruise‘ Star-Charakter vier Jahre zuvor begründete, macht Days of Thunder halt eben auch eine Menge Spaß. Sieht man davon ab, dass für die Vogelperspektiven der Rennszenen keine „live“ gedrehten, sondern Archivaufnahmen zum Einsatz kamen (immerhin mit jenen Autos, die Cole, Rowdy und Wheeler dann im Film fuhren), entsteht durchaus Thrill, wenn die Blechboliden sich packende Fights um die Pole-Position liefern.
Und nach solchen Szenen schien sich das deutsche Publikum zu verzehren, hatte es doch über zehn Jahre keinen echten Rennfahrerfilm mehr gegeben. Während Days of Thunder hierzulande zum respektablen Erfolg wurde, spielte er sich in den USA nur gerade so eben in die schwarzen Zahlen. Vielleicht war es insgesamt dann aber doch so, dass sich die Zeit der 80er-Jahre-Männerfilme ein wenig dem Ende zuneigte. Denn Cruise sah man fortan vor allem in Dramen und episch angelegten Rollen. Erst sechs Jahre später ging er mit Mission: Impossible dann wieder in die Vollen – und der transportierte dann schon ein ganz anderes Bild des Actionfilms.
John C. Reilly als er noch sehr jung und (weitgehend) unbekannt war
Sei’s drum: Days of Thunder hat seine Fans. Und die bekommen den Film nun in seiner visuell bestmöglichen Form – trotz ein paar kleinerer Einschränkungen (siehe Beschreibung zur Bildqualität der UHD). Witzige Randnotiz: Tom Cruise wird hier noch von seinem „alten“ Synchronsprecher Stephan Schwartz gesprochen, während sein heutiger Synchronsprecher, Patrick Winczewski (der ihm seit 1999 die Stimme leiht) hier Cary Elwes eingesprochen hat. Man hört als deutscher Zuschauer also zwei Tom Cruise in einem Film.
Tage des Donners wurde 1990 mit analogen Kameras aufgezeichnet und auf 35mm-Filmmaterial belichtet. Um für das 4K-Zeitalter fit zu werden, nahm man einen brandneuen 4K-Scan vor, säuberte das Bild von den massiven Schmutzpartikeln der alten Blu-ray und integrierte neben HDR10 auch das dynamische Dolby Vision. Das Ganze kommt zudem im Container von Rec.2020, wobei „erweiterter“ Farbraum hier relativ gesehen werden sollte. Denn ein Hauptmerkmal der UHD ist eine Reduktion der Farben. Das hat natürlich erst einmal nichts mit einem erweiterten Farbraum zu tun. Denn auch innerhalb dessen lassen sich Farben natürlich mehr oder weniger intensiv dargestellt oder gemastert werden.
Gegenüber der teils neon-poppig-bunten 2009er Blu-ray ist die UHD also deutlich weniger offensiv farbig, sondern natürlicher. Wem das Bunte der BD gefiel, der wird hier erst einmal schlucken. Allerdings sei hier erwähnt, dass auch die neue Blu-ray (trotz einem 2012er Stempel) auf dem neuen Master basiert. Es ist also nicht mehr die alte BD enthalten. Da wir aber gerade bei Farben sind, kommen wir direkt zum größten Manko der UHD, dem Farbprocessing. Im laufenden Bild fällt hin und wieder auf, dass Farben auf Gesichtern oder Oberflächen etwas seltsam wirken – gerade in Hintergründen oder bei diesigen/nebligen Szenen. Hin und wieder scheint die Farbauflösung nicht jedes Detail zu liefern, das vorhanden ist oder vorhanden sein sollte. Gesichter haben deshalb schon mal Bereiche, die zu abrupt und ungleichmäßig aus unterschiedlich farbigen Pixeln zu bestehen scheinen (bspw. Tom Cruise‘ Stirn bei 7’40).
Die UHD hat wesentlich mehr Tiefe als die bisherige Blu-ray
Was die Körnung angeht, so wird diese nun deutlich feiner und filmischer wiedergegeben. Dezenter als bei Krieg der Welten allemal, aber sichtbar. Manchmal wirkt sie jedoch auf Himmelshintergründen schon mal schwarmartig und um Objekte herum eingefroren, was etwas vom Geschehen ablenkt (Baumwipfel 12’53). Diese beiden Einschränkungen täuschen aber nicht darüber hinweg, dass die generelle Auflösung um Längen besser ist. Details wie die Tribünen oder die Vogelperspektiven von den Zuschauern; Schriften auf Verkehrsschildern oder die Sponsoren-Aufdrucke auf den Trucks – es gibt keinen Bereich, in dem die 2009er Blu-ray hier nicht deutlich unterlegen wäre. Die dem Set beiliegende Blu-ray macht das deutlich besser, verliert in der Detailtiefe aber immer noch gegen die UHD.
Auch wenn das Korn hin und wieder noch deutlichere Details verhindert und das Ganze ein bisschen nach Überschärfung aussieht (was man kritisieren dürfte), macht das schon Eindruck. Ebenso übrigens, wie die wesentlich bessere Durchzeichnung auf dunklen Bildanteilen. Wo die BD regelmäßig etwas absoff, werden hier wieder Einzelheiten und Oberflächen erkennbar. Das Format änderte sich übrigens (ausgehend von der alten BD) von 2,35:1 auf 2,39:1.
Die BD kam damals mit typischem Dolby Digital fürs Deutsche, die hier auch unverändert auf der UHD zum Einsatz kommt – worüber man sich ärgern kann, aber nicht muss. Denn Tage des Donners gehörte seinerzeit zu den absolut besten deutschen Tonspuren überhaupt. Und selbst heute muss man seinen Hut ziehen. Denn was die gerade mal 0.6 Mbps hier an Dynamik zaubern, ist aller Ehren wert. Und damit ist wirklich Dynamik gemeint. Denn während der Rennszenen werden die Motoren der Nascar-Fahrzeuge derart aggressiv in Szenen gesetzt, dass man jedes mal wieder aufs Neue förmlich erschrickt. Ausgehend von gut verständlichen Dialogen und einer Filmmusik, die auf einem „normalen“ Level spielt, stechen die Motorgeräusche wirklich außergewöhnlich stark hervor.
Und sie wurden sensationell räumlich vertont. Immer wieder donnern und kreischen die Autos über alle fünf Speaker und verteilen sich derart im Heimkino, dass man sich selbst inmitten des Ovals wähnt, während die Kisten um einen herum düsen. Beim Unfall von Rowdy und Cole klingt das sich kaltverformende Blech zwar etwas krachig und lässt es etwas an Unterstützung aus dem Tiefbassbereich vermissen, aber LFE-Gewalt ist ohnehin nicht das Ding der Tonspur. Auch nicht jener des Originals, die in unkomprimiertem Dolby True HD vorliegt. Diese war dann auf der alten Blu-ray noch mal etwas dynamischer und offener, wenn die Fahrzeuge am Zuschauer vorbeifegen. Auch im Original damals eine der besten Tonspuren überhaupt.
Die Rennszenen sind auch heute noch fantastisch vertont
Während sich bei beiden Fassungen im Ton auf der UHD nichts ändert, was die Kodierung angeht, so tut sich durchaus etwas bei der Lautstärke. Die deutsche DD-Version bleibt zwar gleich, die englische True-HD-Spur jedoch legt noch mal eine Lautstärke-Schippe obendrauf. Das gewitterartige Krachen nach dem „Gentlemen start your engines“ kommt dadurch noch vehementer zum Ohr (ca. 5 dB lauter) und auch die über die Rears fetzende Fahrzeuge wirken noch mal aggressiver. Da die Datenrate bei beiden Scheiben (BD und UHD) gleichbleibend ist (sie liegt in dieser Szene bei ~ 4,4 Mbps), darf man für sich selbst entscheiden, ob das Ganze jetzt „nur“ lauter abgemischt ist oder tatsächlich mehr Dynamik hat. Ich entscheide mich für Ersteres.
Deutsch: Dolby Digital (85%)
Englisch: Dolby True HD (90%)
Bonus (30%)
Das Bonusmaterial von Tage des Donners enthält auf der Blu-ray lediglich einen Trailer. Die UHD bekam allerdings zusätzlich einen untertitelten Filmemacher-Fokus, der jüngeren Datums ist und in sechseinhalb Minuten Produzent Jerry Bruckheimer zu Wort kommen lässt. Dazu kommt die isolierte Musikspur von Hans Zimmer, die im Audiomenü anwählbar ist. Auch diesen findet man nicht auf der bisherigen BD.
Gesamtbewertung Tage des Donners (78%)
Tage des Donners ist nach wie vor das, was er 1990 gewesen ist: Ein Guilty Pleasure. Wer über das Machoverhalten und die Hahnenkämpfe hinwegsehen kann, bekommt immerhin packende Rennsequenzen geliefert, die von der BD und UHD mit einem überraschend dynamischen Dolby-Digital-Ton begleitet werden. Die UHD zeigt sich visuell frischer denn je. Die arg bunten Farben der alten BD wurden reduziert, die Detailtiefe und -auflösung sind wesentlich besser und die Durchzeichnung in dunklen Bereichen ebenfalls. Dass man bei der Farbauflösung etwas geschlampt hat und das Korn bisweilen etwas schwarmartig ausfällt, sind Mankos, die mal mehr und mal weniger ins Gewicht fallen.