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Selbst das FBI warnt jetzt vor den Gefahren von Smart TVs

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Die amerikanische Sicherheitsbehörde FBI warnt seine Bürger im „Oregon FBI Tech Tuesday“ vor den Gefahren, die von Smart TVs ausgehen können. Wie wehrt man sich gegen die digitalen Bedrohungen des Fernsehers?

Die Meldung klingt beim ersten Durchlesen irgendwie lächerlich. Doch sind wir einmal ehrlich, wer verschwendet beim Kauf eines modernen Smart TVs irgendeinen Gedanken in Bezug auf „digitale Sicherheit“? Einen Windows-PC würden wir niemals ohne Internet Security Software betreiben. Bei dem meistgenutzten Medium im Haus, scheint uns unsere Sicherheit auf einmal „egal“ zu sein. Dabei sind Fernsehgeräte, die ans Internet angeschlossen werden, ein immer attraktiver werdendes Ziel für Hacker. Vor allem in den USA, wo sich viele Kunden sich von klassischen TV-Programmen und Pay-TV-Anbietern trennen (Cord-Cutting) und komplett auf Streaminganbieter wie Netflix, Hulu oder Prime Video setzten, steigt die Gefahr für Cyberkriminalität.

Angezapfte Kameras und Mikrofone

Laut dem Post des FBI verfügen viele Smart TVs über Kameras und Mikrofone. Diese erleichtern dem Nutzer die Bedienung des Fernsehers und ermöglichen Features wie Videotelefonie. Wir müssen gestehen, ein Fernseher mit Kamera haben wir seit Jahren nicht mehr gesehen. Es gab zu den Anfangszeiten der UHD-Fernseher einen Trend, die TV-Geräte mit einer Kamera auszurüsten, die Herstelle merkten jedoch schnell, dass diese so gut wie nie genutzt wurde. Mit dem Sprachassistenten-Trend werden jedoch immer mehr Fernseher und Fernbedienungen mit Mikrofonen ausgestattet. Über die IT-Sicherheit machen sich dagegen viele TV-Hersteller keine Gedanken.

„Abgesehen von dem Risiko, dass Ihr TV-Hersteller und App-Entwickler ihnen zuhören und zuschauen, kann das Fernsehen auch ein Gateway für Hacker sein, die in Ihr Zuhause eindringen. Ein schlechter Cyber-Agressor kann möglicherweise nicht direkt auf ihren gesperrten Computer zugreifen, aber es ist möglich, dass Ihr ungesicherter Fernseher ihm als Hintertür zu ihrem Router dient.“, schreibt das FBI.

Aktive Angriffe und Exploits gegen Smart-TVs sind selten, aber nicht ungewöhnlich. Da jedes Smart-TV-Gerät mit einer eigenen Software des Herstellers geliefert wird und dem oft unzuverlässigen und unregelmäßigen Zeitplan für Sicherheitspatches ausgesetzt ist, sind einige Geräte anfälliger als andere. Anfang des Jahres zeigten Hacker, dass es möglich ist, den Chromecast-Streaming-Stick von Google zu kapern und zufällige Videos an Tausende von Opfern zu senden.

Android TV: Bug ließ Nutzerdaten durchsickern
Erst im März 2019 lies ein Bug im Android TV Betriebssystem Nutzerdaten durchsickern

5 Punkte um sich „abzusichern“

Das FBI hat eine 5-Punkte-Liste erstellt, die Nutzer vor und nach dem Kauf eines Smart TV im Kopf durchgehen sollten:

  • Sie sollten genau wissen, über welche Funktionen Ihr Fernseher verfügt und wie Sie diese Funktionen steuern können. Führen Sie eine einfache Internetrecherche mit Ihrer Modellnummer und den Worten „Mikrofon“, „Kamera“ und „Datenschutz“ durch.
  • Machen sie sich nicht von den Standardeinstellungen abhängig: Ändern Sie nach Möglichkeit die Kennwörter und finden sie heraus, wie Sie die Mikrofone, Kameras und die Erfassung persönlicher Daten ausschalten können – falls möglich. Überlegen Sie, ob Sie bereit sind, das Risiko einzugehen, dieses Modell zu kaufen oder diesen Service zu nutzen.
  • Wenn Sie eine Kamera nicht ausschalten können, ist ein einfaches Stück schwarzes Klebeband über dem Objektiv eine einfache Möglichkeit diese zu „deaktivieren“.
  • Überprüfen Sie die Fähigkeit des Herstellers, Ihr Gerät mit Sicherheitspatches zu aktualisieren. Ist dies möglich und wurde dies auch in der Vergangenheit getan?
  • Überprüfen Sie die Datenschutzbestimmungen des TV-Herstellers und die von Ihnen verwendeten Streaming-Dienste. Bestätigen Sie, welche Daten sie sammeln, wie sie diese Daten speichern und was sie damit machen.

Das Interessante an der Sache ist, dass die meisten „Exploits“ von Smart TVs in den letzten Jahren von der CIA entwickelt und genutzt wurden. Leider wurden diese Tools geklaut und später auf WikiLeaks veröffentlicht. Somit hatten viele Hacker auf einmal Informationen darüber, wie man sich Zugriff auf Smart TVs verschaffen könne. Womöglich sollten wir uns jedoch viel mehr Sorgen darüber machen, was die TV-Hersteller mit unseren Daten anfangen.

TV-Hersteller spähen Nutzer aus

Die Washington Post hatte Anfang des Jahres berichtet, dass einige der beliebtesten Smart-TV-Hersteller – darunter Samsung und LG – Unmengen von Informationen darüber sammeln, was Nutzer sehen, um Werbetreibenden dabei zu helfen, Anzeigen besser auf ihre Zuschauer auszurichten und Content-Empfehlungen auszuspielen. Das Problem mit dem TV-Tracking wurde vor einigen Jahren so problematisch, dass der Smart-TV-Hersteller Vizio 2,2 Millionen US-Dollar (Peanuts) an Geldstrafen zahlen musste, nachdem heimlich Kundendaten gesammelt wurden.Eine separate Sammelklage gegen Vizio wurde in diesem Jahr eingereicht und soll ebenfalls verhandelt werden.

So bequem es auch sein mag, der sicherste Smart-TV ist möglicherweise einer, der überhaupt nicht mit dem Internet verbunden ist. Doch wer möchte schon auf den Streaming-Komfort verzichten?

Sky belohnt „Extra“-Kunden mit kostenlosem Sky Q Upgrade

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Sky macht seinen treuen Sky Kunden ein großartiges Weihnachtsgeschenk. Ausgewählte Abonnenten, die am „Sky Extra“ Bonusprogramm teilgenommen haben, bekommen ein kostenloses Upgrade auf die neue Sky Q Hardware. 

Das ist doch mal eine nette Überraschung. In den letzten Tagen sind bei mehreren Abonnenten, die am Sky-Extra-Bonusprogramm teilgenommen haben, Emails mit der kostenlosen Sky Q Upgrade-Option eingegangen. Die Nutzer hatten bislang noch die alten Sky+ Receiver genutzt. Das Upgrade auf die UHD-fähige Hardware soll eine Belohnung auf die jahrelange Treue der Abonnenten sein. Somit ist leider auch klar, dass Neukunden, die sich erst seit kurzem am Extra-Programm beteiligt hatten, dieses Upgrade nicht erhalten. Das wäre sicherlich nur in wenigen Fällen nötig gewesen, da der Sky Q Receiver in vielen Angeboten meist kostenlos enthalten ist.

Sky Q Upgrade nur für treue Kunden

Im Forum von Sky wird bereits freudig über das Sky Q Upgrade diskutiert. Betroffene Kunden freuen sich natürlich ungemein über die neue Hardware. Andere wiederum, die vielleicht bereits im Besitz des neuen UHD-Box sind, bekommen dagegen „nur“ einen kostenlosen Film, unabhängig vom gebuchten Sky Paket, geschenkt. Sky möchte seine Abonnenten mit dem Programm bei der Stange halten und verhindern, dass Kunden durch Abo-Hopping ihre Laufzeit unterbrechen.

Sky in Ultra HD? Hier geht es zum Angebot!

Neben kostenloser Hardware, Filmen und Serien gibt es im Rahjmen des Extra-Programms auch viele exklusive Events, wie z.B. die Premiere der Erstausstrahlung der letzten Staffel von „Game of Thrones“. Sky hat bereits über 400 solcher Events für Kunden in den höheren Einstufungen organisiert. Wer bis zu zwei Jahre bei Sky Kunde ist, wird im „Bronze-Paket“ untergebracht. Drei bis fünf Jahre erhalten Silber und ab sechs Jahren gibt es Gold. Platin Kunden sind bereits seit 10 Jahren bei Sky.

„Star Wars“ in 4K: Filme enthalten bei Disney+ neue Veränderungen

Ob es jemals eine finale Version von „Star Wars“ geben wird? Mittlerweile ist klar, dass die Filme für die 4K-Varianten bei Disney+ abermals verändert wurden.

So hat ein findiger Nutzer, Drew Stewart, einen detaillierten Vergleich zwischen der Kinofassung von „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“, anno dazumal in Deutschland noch als „Krieg der Sterne“ angelaufen, sowie den späteren Versionen aus den Jahren 1997 (Special Edition), 2004 und 2019 (4K) angefertigt. Dabei sollte man wissen, dass die Filme über die Jahre wieder und wieder überarbeitet wurden – mal im größeren und mal im kleineren Stil. Das gilt auch für die neuen 4K-Versionen bei Disney Plus.

Die bisher aufwändigste Überarbeitung sind die Special Editions aus dem Jahr 1997. Sie fügen allen drei Kinofilmen, also „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“, „Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück“ sowie „Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ jeweils neue Szenen hinzu und sind bis heute sehr umstritten. Das liegt auch daran, dass es nach der Veröffentlichung sehr schwer geworden ist, an die Originalversionen in guter Qualität zu gelangen. Denn der Schöpfer der Marke, George Lucas, betrachtet die Neuauflagen als die gewünschten Versionen.

Han shot first - aber nicht in der 4K-Version von "Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung"
Han shot first – aber nicht in der 4K-Version von „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ (Quelle: The Digital Bits) © Bilder: Walt Disney – Alle Rechte vorbehalten! 

Eine der kontroversesten Änderungen ist etwa die berühmte Szene mit Han Solo und dem Kopfgeldjäger Greedo – im Original schießt Han Solo nicht nur als erster, sondern als einziger und macht seinen Rivalen kalt. Das betrachten viele Fans als gelungene Hommage an das Western-Genre und es zeige die Cleverness von Solo. Lucas empfand dies im Nachhinein als zu abgebrüht und änderte sie Szene mehrmals. Genau an dieser Szene um den Schmuggler Han Solo wurde im Übrigen auch für die 4K-Version erneut herumgemacht.

„Star Wars“ in 4K enthält eher geringfügige Anpassungen

Im Großen und Ganzen sind die Veränderungen in der 4K-Version allerdings nur kleinere Anpassungen und Korrekturen. Hier wurde mal eine Fliege von der Linse retuschiert, dort mal der Himmel angepasst und an anderen Stellen minimal mit dem Bildausschnitt gespielt. Es sind aber keine neuen Szenen enthalten und auch vor frischen Gesangseinlagen von Jar Jar Binks oder ähnlichem bleiben wir glücklicherweise verschont.

Erneut wurde an den Star-Wars-Filmen etwas verändert
Erneut wurde an den Star-Wars-Filmen etwas verändert (Quelle: The Digital Bits) © Bilder: Walt Disney – Alle Rechte vorbehalten! 

Bei Interesse an den Veränderungen, empfiehlt sich ein Blick in die Quelle. Drew Stewart ist dabei auch Betreiber der Website Star Wars Revisited und arbeitet mit am Blog Star Wars Visual Comparisons. Er konnte fast 40 neue Anpassungen allein an „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ in 4K feststellen. Bei The Digital Bits gibt es dazu auch eine umfassende Galerie mit visuellen Vergleichen. Hoffen wir, dass auch eine ähnliche Galerie zu den weiteren Filmen folgen wird.

Joyn nimmt mit „Primetime“ einen eigenen Sender für US-Filme und -Serien ins Angebot auf

Joyn, das Streaming Angebot von ProSiebenSat.1 und Discovery, baut sein Portfolio aus. So hält nun mit „Primetime“ ein spezieller Sender für US-Inhalte Einzug.

Joyn beschreibt „Primetime“ als Heimat für US-Fiction, womit man nichts anderes meint, als dass dort in erster Linie Filme und Serien aus den Vereinigten Staaten zu sehen sein werden. „Primtime“ steht ab sofort allen Nutzern von Joyn über die Live-TV-Funktion zur Verfügung. Das gilt sowohl im kostenlosen Bereich der App als auch im neuen Abonnement für Joyn PLUS+. Über das neue Premium-Angebot für 6,99 Euro im Monat haben wir ja erst kürzlich berichtet.

Laut Joyn sei der Name bei Primetime Programm. So bietet der Sender täglich von 20:00 bis 0:00 Uhr Filme und Serien aus den USA in HD an. Nach der Ausstrahlung bleiben die jeweiligen Inhalte jeweils bis zu 35 Tage in der Joyn-Mediathek weiter abrufbar. Wer sie also im Live-TV verpasst hat, kann dennoch noch hereinschauen. Dabei will man eine vielfältige Mischung aus beispielsweise Comedies, Politdramen und Thrillern kredenzen.

Zum Start von Primetime sind unter anderem die Comedyserie „Great News“ (Staffel 1), die Thrillerserie „Homeland“ (Staffel 1), Hip-Hop-Serie „Empire“ (Staffel 1), „The Good Place“ (Staffel 1)  sowie das historische Seriendrama „Reign“ (Staffel 1) Teil des Line-ups. Jeden Monat soll es ein paar neue Highlights geben. Wie ihr herauslest, handelt es sich eher um ältere Staffeln, kann aber ja vielleicht dennoch einen Blick wert sein.

Joyn feiert laut den Betreibern große Erfolge

Vorgestellt worden ist Joyn, ein  50/50 Joint Venture von ProSiebenSat.1 und Discovery bereits im Mai 2019. Schon im Juni legte die Plattform dann öffentlich los. Laut den Machern sei das TV-Streaming-Angebot, das viele Kanäle bündelt, dabei bisher ein voller Erfolg. So vermeldete man im August 2019, dass Joyn bereits fast 4 Mio. Abonnenten einsammeln konnte.

Joyn Plus+ wirbt ab sofort um Abonnenten
Joyn Plus+ wirbt ab sofort um Abonnenten

Man darf gespannt sein, wie es mit Joyn weitergeht – im Angebot findet ihr zusätzlich etwa auch die öffentlich-rechtlichen Sender.

BenQ W2700 im Test: 4K Projektor mit guter Werkskalibrierung

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Wir durften den BenQ W2700 in unserem Testkino begrüßen. Wie schlägt sich der 4K/HDR Projektor aus der DLP-Mittelklasse im Heimkino-Test? 

Der BenQ W2700 erweitert die beliebte CinePrime Serie um einen weiteren Heimkino-Beamer mit 4K UHD Auflösung und High Dynamic Range (HDR10 & HLG). Dank CinematicColor-Technologie soll das Modell laut Datenblatt fast den kompletten DCI-P3 Kinofarbraum (95%) abdecken. Zudem besitzt der BenQ W2700 eine maximale Lichtstärke von rund 2.000 Lumen, was für eine optimale Kalibrierung im Heimkino ausreichen sollte. Wir haben den 4K Heimkino Projektor einmal genauer unter die Lupe genommen.

Design und Ausstattung:

Preislich bewegt sich der BenQ W2700 bei rund 1.600 Euro und kann damit in der gehobenen Mittelklasse eingeordnet werden. Dass es sich hierbei nicht um ein Einsteiger-Gerät handelt, kommuniziert BenQ mit einer auffälligen Front die in einem gebürstetem Aluminium-Look erstrahlt. Darauf abgebildet das Logo von BenQ. Direkt unter der Linse wird prominent das Hauptfeature „4K, HDR, 8.3 MPixel“ in goldenen Buchstaben „beworben“. Der Rest des Chassis besteht typischerweise aus Plastik. Direkt über der Linse gibt es eine kleine Abdeckung hinter der sich die Bedienelemente für den Fokus, Zoom und Lens-Shift verbergen. Zudem an der Oberseite die wichtigsten Bedienelemente, die auch bei einer Deckeninstallation gut zu erreichen sind.

Anschlüsse W2700 BenQ
Alle Anschlüsse inkl. der zwei HDMI 2.0 (HDCP 2.2) Ports befinden sich auf der Rückseite des BenQ W2700

Auch bei den Anschlüssen enttäuscht das Modell nicht. Auf der Rückseite finden wir zwei vollwertige HDMI 2.0 Anschlüsse mit HDCP 2.2 wieder. Dazu drei USB-Anschlüsse (2.0, 3.0, 2.0A) ein digitaler Audio-Ausgang (SPDIF), ein 3.5mm Klinkenstecker Audio-Out sowie ein RS-232 Eingang zur Steuerung des Projektors. Die HDMI-Eingänge unterstützen native 4K/60p Inhalte mit High Dynamic Range (HDR10 & HLG). Es ist auch ein UHD-Upscaler mit an Bord, der Full-HD Videosignale auf 4K-Niveau hochskaliert. Und für viele dürfte auch die Zwischenbildberechnung „Motion Enhancer“ wichtig sein. Die Technik fügt dem normalen Videostream 36 interpolierte Einzelbilder zwischen die Sequenzen und erzeugt dadurch eine vollwertige 60p Wiedergabe. Der Motion Enhancer lässt sich bei Full-HD und 4K Inhalten anwenden.

Optik und Bilddetail:

Bei der Installation hatten wir keine großen Probleme, das Bild optimal auf unsere Leinwand auszurichten. Die Trapezkorrektur haben wir mit leicht abweichenden Winkeln getestet. Das Bild richtet sich nach ein paar Sekunden optimal aus. Leider ist der Zoom mit einem Faktor von 1.3x nicht gerade sehr groß. Der Projektor kann also nicht so frei aufgestellt werden, wie man möchte. Für ein 120 Zoll Projektion, muss das Gerät um die 3-4 Meter von der Leinwand entfernt stehen. Der BenQ ist mit einem Full-HD Panel ausgestattet, welches mithilfe der Texas Instruments XPR-Technologie die Pixel vervierfacht. Dies ist zwar keine „echte“ 4K-Auflösung dennoch ist der Detailgewinn im Vergleich mit einem Full-HD Projektor massiv.

Ein Alleinstellungsmerkmal in der Preisklasse in der sich der BenQ W2700 befindet ist die hochwertige Glasoptik. 10 Präzisionslinsen aufgeteilt in 8 Gruppen sind hier auch teils deutlich teureren Geräten überlegen und liefern eine gute Voraussetzung für ein scharfes Bild. Eine Detailauflösung wie bei einem nativen 4K Projektor wird nicht ganz erreicht, in Anbetracht des Preises, fällt dieses Manko nicht allzu sehr ins Gewicht. Full-HD Material über den 4K Upscaler liefert ein weitaus detaillierteres Bild. Es ist auch schön zu sehen, dass der Projektor durch native 4K Quellen das Bild in puncto Bilddetail und Kontrast weiter verbessert. Dies konnten wir gut mit 4K Blu-rays austesten, denen meist die Full-HD Blu-ray beiliegt.

Der Detailgrad des BenQ W2700 übersteigt dank PXR-Technologie die Full-HD Konkurrenz
Der Detailgrad des BenQ W2700 übersteigt dank PXR-Technologie die Full-HD Konkurrenz

Helligkeit:

Details und Bildschärfe sind natürlich wichtig. Jedoch können die Feinheiten der Videostreams nur vom Auge erfasst werden, wenn diese innerhalb des Kontrastumfangs abgebildet werden. Ein wichtiger Faktor hierbei ist die Helligkeit des Projektors. Auf dem Papier wartet der BenQ mit 2000 Lumen im hohen Lampenmodus auf, was einen guten Wert für ein Heimkinogerät ist. Im kalibrierten Modus verringert sich die Helligkeit auf ca. 1200Lumen. Aktiviert man den DCI Filter für den Kinofarbraum bleiben von den 2000Lumen nur noch 700Lumen übrig, was die HDR Wiedergabe mit Leinwänden über 3Meter schwierig werden lässt. Das „DCI-Filter-Feature“ nennt BenQ „CinematicColor“ welches den dargestellten Farbraum deutlich verbessert. Vor allem Grüntöne profitieren vom zugeschalteten Filter.

Ein ANSI-Kontrast von 338 im Bright-Modus mit kleinem Zoom. Im Cinema-Modus verschlechtert sich der Wert auf run 257
Ein ANSI-Kontrast von 338 im Bright-Modus mit kleinem Zoom. Im Cinema-Modus verschlechtert sich der Wert auf run 257

Kontrast:

BenQ gibt den Kontrast (Full On/Full Off) mit 30:000:1 an. Gemessen haben wir dynamisch 1400:1. Im Vivid Modus ist uns aufgefallen, dass bei schwarzem Inhalt die Blende immer weiter zugeht. Wenn man hier einige Sekunden wartet, steigt der Kontrastumfang auf ca. 10.000:1. Realistisch gesehen, kommt so etwas im Film aber nie vor. Der ANSI Kontrast ist für DLP-typisch sehr gut und lag laut unseren Messungen bei 338:1 bei minimalem Zoom. Es lässt sich zudem mit der dynamischen Blende experimentieren. Je nach Content, können damit die Kontraste und Schwarzwerte verbessert werden.

Im Cinemamodus mit deaktivierter dynamischer Blende und Brilliant Color aktiviert, liefert der W2700 fast perfekte Farbwerte. Der Delta E Wert sinkt auf 0.8
Im Cinemamodus mit deaktivierter dynamischer Blende und Brilliant Color aktiviert, liefert der W2700 fast perfekte Farbwerte. Der Delta E Wert sinkt auf 0.8

SDR:

BenQ bestreitet hier neue Wege und kalibriert die Geräte ab Werk für den REC709 Farbraum. Man bekommt ein Messprotokol beigelegt und tatsächlich, aktiviert man Bildhelfer wie Brillant Color nicht, ist eine Top-vermessene Farbdarstellung möglich. Auch die Möglichkeiten der Farbkalibrierung sind gut, sodass man mit den vorhandenen Reglern alles gut eingestellt und geändert bekommt. Wer den BenQ W2700 erst einmal auspackt und mit linearen TV-Inhalten oder Blu-rays „füttert“ wird auf Anhieb begeistert sein. Hier hat BenQ in unseren Augen die volle Punktzahl erreicht.

4K/24p Darstellungen im BT.2020 Farbraum sind für den W2700 kein Problem
4K/24p Darstellungen im BT.2020 Farbraum sind für den W2700 kein Problem

HDR:

Der Projektor unterstützt 2 HDR Standards – HDR10 und Hybrid Log Gamma. Das interne Tonemapping wird von BenQ als HDR-Pro Technologie bezeichnet. Das Gerät analysiert anhand der Metadaten das Bild, um die Inhalte nicht zu dunkel zu projizieren. Liegt eine Bildquelle in HDR vor, erkennt das Gerät dies automatisch und wechselt in den richtigen Modus. Es gibt die Möglichkeit der manuellen Helligkeitsanpassung die von -2 bis +2 arbeitet, dadurch kann man das Bild etwas an seine persönlichen Vorlieben, oder die Gegebenheiten der Leinwand, angleichen.

Wie schon erwähnt deckt der BenQ mit 95% DCI-P3 Farbraum fast den kompletten Standard für Kinoprojektionen ab. Dies wird mit einem Grünfilter im Lichtweg realisiert, welcher hauptsächlich störende Gelbanteile ausfiltert. Leider passiert das wie bei allen Herstellern auf Kosten der Helligkeit, in diesem Fall hier sogar von über 45%. Farben können mit der maximalen Bildhelligkeit von rund 700 nits immer noch gut wirken, bei zu großen Leinwänden könnte das „CinematicColour“-Feature einem den Film vermiesen.

Von der hochwertigen Linsenkonstruktion kann sich so mancher High-End-Projektor etwas abschauen
Von der hochwertigen Linsenkonstruktion kann sich so mancher High-End-Projektor etwas abschauen

Zwischenbildberechnung:

Der W2700 ist einer der wenigen DLP Geräte die einen True Cinema Modus besitzen. Aktiviert man die Zwischenbildberechnung bei 24p Filmen entsteht dann allerdings ein leichtes Pull-Down-Ruckeln. Da wir ein Vorseriengerät zum Testen hatten, wissen wir nicht, ob dies auch beim Endprodukt auftritt oder vielleicht über ein Firmware-Update behoben wird. Bei Inhalten mit 60 Bildern die Sekunde, arbeitete die Zwischenbildberechnung ohne visuelle Artefakte und ohne es bei der Bildschärfe zu übertreiben. Die Berechnung funktionierte hier sowohl für FullHD als auch für UHD Content.

Im hohen Lampenmodus dürfte die Geräuschentwicklung aus dieser Entfernung sich negativ auf das Seherlebnis auswirken
Im hohen Lampenmodus dürfte die Geräuschentwicklung aus dieser Entfernung sich negativ auf das Seherlebnis auswirken

Negativpunkt: Geräuschentwicklung

Der BenQ besitzt 3 verschiedene Lampenmodi – Normal, Eco, SmartEco Im normalen Lampenmodus wird die maximale Helligkeit freigesetzt, im Ecomodus ist die Helligkeit dauerhaft limitiert und im SmartEco Modus wird der Lampenstrom geregelt. Hier kann die Maximalhelligkeit erreicht werden, nach unten wird jedoch die Helligkeit dynamisch angepasst. Die größte Schwachstelle des Gerätes ist die Geräuschentwicklung, im Standardmodus lautet die Werksangabe 30db(A). Mit eingeschaltetem Pixelshifting haben wir 47db(C) auf einem Meter Abstand gemessen. Für Personen, die auf eine Installation in unmittelbare Nähe nicht verzichten können ist das Gerät also nicht geeignet.

BenQ W2700 Testfazit:

Der W2700 ist ein guter Beamer, der „out of the box“ ein sehr gutes Bild projiziert.
Die Einstellungen des Farbmanagements sind prima gelöst und professionelle Kalibrierer kommen dank ISF-Zertifizierung voll auf ihre Kosten. Selbst HDR funktioniert ab Werk sehr vernünftig, sodass der Endkunde sich nicht erst Stunden in den Einstellungen herumplagen muss, um ein annehmbares Bild zu bekommen. Als störend hat sich leider der geringe Lens Shift herausgestellt und die Betriebsgeräusche im hohen Lampenmodus. Letzteres fällt natürlich nur negativ ins Gewicht, wenn Content oder Soundanlage es nicht schaffen, gegen das Geräusch anzukommen. Heimkino-Profis, wissen sich hier jedoch sicherlich zu helfen (z.B. mit einer aktiv gekühlten und gedämmten „Beamer-Box“). Der BenQ W2700 ist aktuell für rund 1.589 Euro erhältlich. 

Mehr Informationen zum BenQ W2700 findest du auf der offiziellen Homepage!

Megapixel-Wahn: Darum bringt er 4K-Fans momentan nichts

Der Megapixel-Wahn ist (wieder mal) ausgebrochen: So ist mit dem Xiaomi Mi Note 10 das erste Smartphone mit einer Fünffach-Kamera mit 108 Megapixeln erschienen. 4K-Fans haben von dem ganzen Rummel dennoch relativ wenig.

Erschienen ist das Xiaomi Mi Note 10 Anfang November 2019 – wir haben berichtet. Tatsächlich sollen die Video-Fähigkeiten sehr überzeugend ausfallen, bei den Experten von DxOMark erhielt die Premium-Variante des Smartphones, das in China als Xiaomi CC9 Pro erschienen ist, jedenfalls eine Gesamtpunktzahl von 121 bzw. 130 Punkte für Foto und 102 Punkte für Video.

Das ist besonders interessant, da das Xiaomi Mi Note 10 alias CC9 Pro 4K-Videos nur mit maximal 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen kann – nicht mit 60 fps. Schon das allein dürfte dann auch für manchen mobilen Videomacher schwer zu schlucken sein. Doch es bleibt die Frage: Machen 108 Megapixel für den Hauptsensor plus vier weitere Kameralinsen speziell zum Zoomen, für Ultraweitwinkel-Aufnahmen und Makro-Fotos das Xiaomi Mi Note 10 einer DSLR bzw. Systemkamera ebenbürtig oder gar überlegen?

Fünffach-Kamera mit 108 Megapixeln: Ergibt das einen Sinn?

So verfügen selbst hochpreisige Profi- und Semi-Profi-Kameras wie die Lumix S1H, welche sogar 6K-Videos aufzeichnen kann, nur über 24,2 Megapixel. Das ist dann etwas, was auf dem Papier im Vergleich zu den 108 Megapixeln des Xiaomi Mi Note 10 lachhaft anmutet. Doch wer nun ins Schmunzeln gerät, hat natürlich recht: Die Bildqualität hängt von vielen anderen Faktoren ab.

Sensorgröße, Objektiv und Bildverarbeitung sind entscheidend

Denn auch eine verhältnismäßig günstige aber gute Systemkamera wie die von uns getestete Lumix G91 ist in der Lage sowohl deutlich bessere Fotos als auch Videos anzufertigen als ein Xiaomi Mi Note 10 – oder als im Grunde jedes andere Smartphone. Auch jene MFT-Kamera kommt mit 20 Megapixeln aus. Was macht somit hier den Unterschied?

Die Panasonic Lumix G91 ist eine sehr gute MFT-Allround-Kamera

Nun, die Größe des Sensors spielt natürlich eine entscheidende Rolle. Denn der Grund, warum Smartphones zu immer wahnwitzigeren Megapixel-Zahlen tendieren, liegt im Pixel Binning. So kann etwa das Xiaomi Mi Note 10 zwar auch Fotos mit vollen 108 Megapixeln ausgeben, jene sehen aber in der Regel sogar schlechter aus, als die mit Pixel Binning erstellten Fotos, welche dann 27 Megapixel aufweisen.

Normalerweise legt das Smartphone bzw. dessen Software also jeweils vier Pixel zusammen. Dadurch können die dadurch erhaltenen „größeren“ Pixel mehr Licht aufnehmen. Denn das ist das wesentliche Problem der kleinen Smartphone-Sensoren. Deswegen schwächeln sie bei wenig Licht auch deutlich schneller als Systemkameras. Man versucht das an mobilen Endgeräten mal mehr mal weniger erfolgreich über die Software zu kompensieren. Je nach Hersteller wird mehr oder minder aggressiv gefiltert, was das digitale Rauschen minimiert, aber natürlich den Detailgrad verringert.

Megapixel-Wahn wird nicht auf 4K-Kameras übergreifen

Auch in Sachen Dynamik tun sich die Smartphones freilich schwer an die großen Brüder heranzureichen. Das liegt aber auch in der Natur der Sache: Mittlerweile sind die Kameras der mobilen Endgeräte zwar zu einem zentralen Merkmal geworden, dennoch bleiben es Allround-Geräte mit allerlei Features – vom Musikhören über Social Media bis hin zur Smart-Home-Steuerung. Und eine Kamera… nun ja, die soll vor allem eines: Tolle Bilder und Videos anfertigen.

Fünf Kameras in einem Smartphone – bald der neue Standard?

Deswegen wird der Megapixel-Wahn aber auch nicht plötzlich aus dem mobilen Segment auf andere Kameras übergreifen. Und auch dort ist darauf zu achten, dass die meisten Megapixel nicht unbedingt für die beste Smartphone-Kamera stehen. Denn auch die Software spielt eine enorme Rolle. 2020 wird da allerdings ein spannendes Jahr. In den Zeiten, in denen quasi jedermann unterwegs ein 4K-Video anfertigen kann, gibt es viel Potenzial.

Bleibt aber ohnehin die Frage, ob man unterwegs so oft spontan ein 4K-Video aufnimmt und dann nicht andere Faktoren von höherer Bedeutung sind – etwa die Bildstabilisierung, welche den Look entscheidend beeinflusst. Da sind wir auch auf eure Meinung in den Kommentaren gespannt!

Neue Hoffnung für LOEWE Standort in Deutschland nach Hisense-Übernahme (Update)

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Der traditionelle Fernsehgerätehersteller LOEWE ist noch nicht ganz am Ende. Die Staatsregierung hat wohl einer Übernahme durch Hisense zugestimmt. Dadurch könnten wieder Arbeitsplätze am deutschen Standort in Kronach entstehen.

Update I: Das war es dann wohl. Die Firma Skytec übernimmt die Markenrechte an Loewe. Skytec hat bereits die Marken Blaupunkt und Sharp wieder aufleben lasse und im „Günstig-Sektor“ platziert. Hisense hat somit nicht den Zuschlag bekommen und der Standort in Kronach scheint somit Geschichte zu sein.

Originalbeitrag: Erst im Sommer dieses Jahres war klar, LOEWE ist Pleite und kann den laufenden Betrieb nicht mehr aufrechterhalten. Infolgedessen verloren rund 400 Mitarbeiter ihre Anstellung in Kronach. Jetzt haben sich in der Bayerischen Staatskanzlei hochrangige Ausgesandte des chinesischen Technologiekonzerns Hisense mit Vertretern der Bayerischen Staatsregierung getroffen. Es scheint wieder Hoffnung zu geben für einige Beschäftigte, wie der BR auf Anfrage beim Coburger Bundestagsabgeordneten Hans Michelbach (CSU) in Erfahrung brachte.

Loewe bild 5 OLED in der IFA "Colour Code"-Sonderedition
Gibt es bald wieder LOEWE TVs „Made in Germany“?

Produktion könnte in 3 Monaten wieder laufen

Hisense hatte am vergangenen Donnerstag seine Pläne für die Übernahme von LOEWE vorgestellt. Demnach solle der Standort in Kronach erhalten bleiben und in ein Forschungs- und Entwicklungszentrum umstrukturiert werden. In Kronach soll unter anderem mit dem Elektronikkonzern Siemens im Bereich der künstlichen Intelligenz geforscht, sowie mit bayerischen Universitäten und Hochschulen kooperiert werden. Doch nicht nur das. Rund 100 Mitarbeiter sollen die Produktion und Auslieferung von Loewe-Fernsehgeräten innerhalb drei Monaten wieder aufnehmen! Dabei handelt es sich sicherlich auch um ehemalige Mitarbeiter.

Gesellschafter entscheiden über LOEWE-Zukunft

Die Sache ist jedoch noch nicht in trockenen Tüchern. Die Gesellschafter des Riverrock Investmentfonds, die nach der Insolvenz die Markenrechte an LOEWE übertragen bekommen haben, müssten dem Vorschlag noch zustimmen. Diese sollen bevorzugen laut Michelbach jedoch den Verkauf an den Finanzinvestor Skytec aus Zypern. Entscheiden sich die Gesellschafter gegen das Übernahmeangebot von Hisense, würde das das endgültige Aus für den Standort Kronach bedeuten.

Hisense hatte zuletzt mit der Übernahme von Asko und Gorenje bewiesen, dass aufgekaufte Unternehmen an den jeweiligen Standorten aufgebaut und nicht „ausgeschlachtet“ werden. Hisense gehört ist seinen rund 76.000 Mitarbeitern unter anderem der viertgrößte TV-Hersteller weltweit.

OLEDs erleuchten Rey und Kylo Ren’s Lichtschwerter auf Coca Cola Flaschen

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Einfach nur cool. Eine limitierte Star Wars: The Rise of Skywalker Coca Cola Flasche bringt die Lichtschwerter von Rey und Kylo Ren dank OLED-Technologie zum Leuchten!

Um den Kinostart von „Star Wars: The Rise of Skywalker“ am 20. Dezember zu promoten, haben sich die Lizenzgeber und Coca Cola etwas ganz besonderes einfallen lassen. Das Produkt unterscheidet sich auch deutlich von den anderen Merchandise-Artikeln, die sonst so zu einem Kinostart dieses Kalibers in die Marktregale gelangen. Wir reden hier von Coca-Cola-Flaschen, die die Hauptfiguren Rey und Kylo Ren mit Lichtschwertern zeigen. Der Clou: Die Lichtschwerter leuchten dank OLED-Technologie auf, sobald das Etikett berührt wird. Wir können uns nur ausmalen, was Fans von Star Wars und Coca Cola in diesem Moment verspüren.

Der Zauber, der die Flasche zum leuchten bringt heißt organische Leuchtdioden oder OLED. Die gleiche Technologie kommt auch in Smartphones, Smart Watches oder in High-End-Fernsehgeräten zum Einsatz.

Smart-Labels mit OLED und integriertem Akku

Die Technologie wurde von einem Berliner Startup namens Inuru entwickelt. Jede Flasche enthält eines der Smart Labels des Unternehmens. Die Etiketten enthalten eine eingebaute gedruckte Batterie und die Dioden, die zum Beleuchten benötigt werden. Durch Berühren des Etiketts wird der Stromkreis vervollständigt, der dann den elektrischen Strom an die Dioden sendet. Laut Inuru kann der gedruckte Akku mindestens 500 Aktivierungen aushalten. Das Unternehmen behauptet, die Dioden seien „umweltfreundlich“, da sie ohne die Verwendung von seltenen Erden hergestellt werden. Eine Kombination mit den Star Wars Lichtschwertern ist auf jeden Fall eine cleveres Einsatzszenario für die „Smart Labels“.

Die Einsatzmöglichkeiten der OLED-Technologie scheinen unendlich
Die Einsatzmöglichkeiten der OLED-Technologie scheinen unendlich

Leider nur in Singapur

Wenn sich eine dieser limitierten Flaschen kaufen möchte, müssen sich leider nach Singapur begeben. Derzeit plant Coca-Cola, im Rahmen einer „Galactic Hunt“ -Promotion, die das Unternehmen vom 6. bis 22. Dezember im Stadtstaat durchführt, nur 8.000 Flaschen an Fans zu verteilen. An den drei Wochenenden müssen Star Wars-Fans in Singapur Hinweise finden, um die Flaschen in den Händen zu halten. Wir sind gespannt, zu welchem Preis diese Flaschen dann in Ebay & Co. angeboten werden =D

Multistreaming für alle! Programmierer knacken AirPlay 2 Protokoll

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Apple hütet seine kabellose Übertragungstechnologie AirPlay 2 wie seinen Augapfel. Jetzt scheint es jedoch Programmierern gelungen zu sein, das Protokoll via „Reverse Engineering“ zu entschlüsseln. 

Den Programmierern des quelloffenen AirPlay-Audio-Abspielers shairport-sync sei es gelungen das Protokoll von AirPlay 2 zu knacken. Beim Reverse Engineering wird ein fertiges System durch Untersuchung der Strukturen, Designs oder Verhaltensweisen „rückwärts analysiert“. Dieser Vorgang ist nicht nur zeitaufwendig, sondern vor allem kompliziert. Nach längerer Zeit hat es besagter Entwickler jedoch geschafft, eine Prototypensoftware mit AirPlay 2 zum Laufen zu bringen. Eigentlich läuft der proprietäre Übertragungsstandard von Apple nur auf Geräten des Herstellers und ausgewählten Plattformen von Partnern.

Mit AirPlay 2 unterstützt Apples Technologie erstmals Multiroom-Streaming
Mit AirPlay 2 unterstützt Apples Technologie erstmals Multiroom-Streaming

Laut Aussage von shariport-sync könnte ein Audio-Stream via AirPlay 2 „korrekt wiedergewonnen, entschlüsselt und dekodiert“ werden und das inkl. Multi-Room-Unterstützung. Bis der in Python geschriebene Code jedoch für Endkundenlösungen eingesetzt werden kann, wird noch einige Zeit vergehen. Sollte das Projekt erfolgreich sein, wäre es auch möglich AirPlay 2 auf bislang nicht unterstütze Media-Player, Lautsprecher und sogar TV-Geräte zu holen. Es wäre z.B. möglich einen externen „Bastelrechner“ wie einen Rasperry Pi mit der Software shairport-sync laufen zu lassen, um über diesen die Wiedergabe Inhalten via AirPlay 2 anzustoßen.

Ausgewählte Premium UHD & OLED TVs von LG unterstützen bereits AirPlay 2
Ausgewählte Premium UHD & OLED TVs von LG unterstützen bereits AirPlay 2

Apple hat sich in den letzten Jahren in Bezug auf seine Verteilungsstrategie von AirPlay bereits „offener“ gezeigt. Die Übertragungstechnologie kann jetzt nicht nur auf Geräten mit iOS, macOS, ipadOS oder tvOS betrieben werden, sondern steht auch einigen Drittherstellern von Lautsprechern zur Verfügung. Zudem zieht AirPlay 2 auch in TV-Geräte namhafter Hersteller wie Samsung, LG Electronics oder Sony ein.

Samsung entwickelt intelligenten Codec für 8K Videos

Das Forschungs- und Entwicklungsteam von Samsung hat einen neuen AI-Codec entwickelt, der die Bereitstellung von 8K-Inhalten in Netzwerken ermöglicht, die normalerweise für 4K Content ausgelegt sind.

Der als AI ScaleNet bekannte Codec verwendet Deep Learning-Technologie, um Datenverluste während der Komprimierung zu minimieren und das Streamen von 8K-Inhalten in Netzwerken mit geringerer Bandbreite zu ermöglichen. Laut Samsung werden 8K-Inhalte mithilfe eines AI-Downscalers auf 4K-Qualität komprimiert und an das Fernsehgerät des Zuschauers übertragen, dass ebenfalls AI verwendet, um die Inhalte auf 8K-Qualität zurückzuskalieren. Das Unternehmen sagte, die Inspiration für die Technologie bestehe in der Notwendigkeit einer neuen Videokomprimierungs- und -übertragungstechnologie, um der sich ständig weiterentwickelnden Medienlandschaft gerecht zu werden und den damit verbundenen technischen Herausforderungen zu begegnen.

Youngo Park und Kangpyo Choi vom Samsung Research Visual Technology Team
Youngo Park (links) und Kwangpyo Choi vom Samsung Research Visual Technology Team waren federführend an der Entwicklung von AI ScaleNet beteiligt

AI ScaleNet behebt Bandbreitenbeschränkungen in modernen Netzwerkinfrastrukturen mit einem adaptiven AI-Codec. „AI Adaptive Bit Rate Streaming bezieht sich auf die AI-Technologie, die sich an verschiedene Bandbreiten anpasst und die Auflösung so skaliert, dass nahtloses Streaming möglich ist“, erklärte der Forscher Kwangpyo Choi, der die Technologie zusammen mit seinem Kollegen Youngo Park entwickelte.

8K Qualität mit geringen Bandbreiten

„Mit AI ScaleNet können Benutzer Inhalte in 8K-Qualität auch bei geringeren Bandbreiten genießen“, fügte Park hinzu. „In Zeiten mit hohem Netzwerkverkehr, in denen die Geschwindigkeit tendenziell sinkt, können die Zuschauer immer noch erwarten, dass Inhalte in einer relativ höheren Qualität präsentiert werden.“

Laut Samsung werden die Vorteile der neuen Technologie besonders deutlich, wenn es um OTT (Over-the-top) geht, bei dem der Betrachter normalerweise Änderungen in der Bildqualität feststellt. Der AI Codec und die AI ScaleNet-Technologie von Samsung verwenden AI, die sich an Bandbreitenänderungen anpasst und die Qualität optimiert, damit die Benutzer das bestmögliche Streaming-Erlebnis genießen können.

Park und Choi erklären AI ScaleNet
Park und Choi erklären AI ScaleNet

„Am schwierigsten war es, die Kompatibilität mit vorhandenen Codec-Komprimierungstechnologien sicherzustellen“, sagte Choi. „Es war die Frage, wie ein benutzerfreundlicher Algorithmus entworfen werden kann, der mit vorhandenen Technologien kompatibel ist und gleichzeitig die beabsichtigte Leistung erbringt.“

AI ScaleNet überwindet Bandbreitenbeschränkungen

„Ich glaube, dass AI ScaleNet die erste Technologie ist, die Bandbreitenbeschränkungen durch Behebung von Komplexitätsproblemen und Trennung von Server- und Clientseite überwindet“, fügte Park hinzu.

„AI ScaleNet hat uns gezeigt, dass wir durch die Überwindung von Herausforderungen den Weg in die Zukunft ebnen und das Benutzererlebnis bereichern können“, sagte Park. „In Zukunft werden wir weitere Funktionen erforschen und entwickeln, die die Benutzerfreundlichkeit erhöhen. Durch die Zusammenarbeit mit Anbietern von Inhaltsdiensten hoffen wir, verschiedene Dienste für Samsung-Geräte anbieten zu können.“

Die Technologie hört sich vielversprechend an. Uns stellt sich an dieser Stelle sofort die Frage, ob von AI ScaleNet auch Videostreams in SD, Full-HD oder 4K von AI ScaleNet profitieren könnten. Die Einstparung von Bandbreite könnte den Unternehmen Kosten sparen und dem Kunden womöglich eine bessere Endqualität liefern. Vielleicht sehen wir die neue Technologie bereits auf der CES 2020 in Action!