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Rocketman 4K Blu-ray im Test: Dieses Biopic rockt!

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Inhalt (80%)

Elton John, Paradiesvogel der Pop-/Rockmusik, zweifach als Ritter ausgezeichnet und Träger der unglaublichsten Brillen der Popkultur, hat weltweit über 300 Mio. Tonträger verkauft, was ihn (je nach Tabelle) zum fünfterfolgreichsten Musiker aller Zeiten macht. Da wäre es doch gelacht, wenn man ihm nicht eine ebenso erfolgreiche Filmbiografie angedeihen lassen könnte, wie Queen ein Jahr zuvor mit Bohemian Rhapsody. Und weil man auf Nummer sicher gehen wollte, engagierte man Dexter Fletcher, um den Film zu realisieren. Fletcher ist zwar bis heute nicht der offiziell genannte Regisseur der Queen-Biografie, doch als Bryan Singer 14 Tage kurz vor Schluss die Dreharbeiten verlassen musste, übernahm er und vollendete das Queen-Biopic. Bei Rocketman konzentriert er sich auf die Kinder-/Jugendjahre und den Durchbruch Johns in den 70ern. Vom ersten richtig großen Auftritt im Troubadour über den Erfolg in den USA bis hin zu den Abstürzen im Alkohol und den Drogen reicht die Spanne.

Songwriting im Wohnzimmer der Eltern

Rocketman ist gerade in diesen kritischen, dramatischen Momenten gut. Dann, wenn John in manisch-depressiven Anfällen seine Wut auf alles herausbrüllt. Dann, wenn er authentisch und ehrlich die Homosexualität des Sängers vermittelt. Eine Homosexualität, die hier nicht mal im Ansatz verschwiegen wird. Ganz im Gegenteil: Wo Bohemian Rhapsody völlig jugendfrei blieb, zeigen Fletcher und seine beiden Darsteller Taron Egerton und Richard Madden die wohl bisher offensivste Männer-Sexszene in einem Big-Budget-Film. Dass die amerikanischen Jugendschützer das nicht mochten, war klar. Sie stuften Rocketman tatsächlich als R-Rated ein – zweithärtesten der möglichen Einstufungen. Filmisch gesehen ist die Ehrlichkeit, mit der Fletcher inszeniert aber ein Glücksfall und erhielt von Sir Elton John freilich seinen Segen.

Taron Egerton geht in der Rolle des Elton John komplett auf

Den gab er aber vor allem auch Taron Egerton. Denn für den stand von vornherein fest, dass er sämtliche Songs selbst einsingen UND während des Drehs auch performen würde. Nichts mit bloßen Lippenbekenntnissen. Alles, was man hier hört, kommt von Egerton, der eigens Gesangsunterricht nahm und am Ende von Elton John ausdrücklich gelobt wurde. Und so kommen neben ein paar unbekannteren Songs hier wirklich die riesigen Hits des Künstlers in einer neuartigen Interpretation zum Betrachter. Keine Sorge: Egerton macht das hervorragend und dürfte die perfekteste Wahl gewesen sein, die man sich für die Rolle vorstellen kann. Aber nicht nur gesangstechnisch ist hier einiges geboten. Auch darstellerisch überzeugt Egerton mit Mut für die homoerotischen Szenen und den mehr als extrovertierten Look. An seiner Seite gibt Jamie Bell außerdem einen souveränen Songwriter Bernie Taupin und sorgt für den gefestigten Anker in Eltons Leben. Auch der Zuschauer kann sich an seiner Figur festhalten, während John immer wieder depressive oder verrückte Verhaltensweisen an den Tag legt. Dass die meisten der Musikstücke eher wie ein Musical inszeniert wurden und nicht – wie bei Bohemian Rhapsody – als geerdete Show-Auftritte, bringt Rocketman eine gewisse Leichtigkeit, wenngleich man so etwas dann auch mögen muss. In der letzten halben Stunde tritt der Film allerdings arg auf die Bremse und legt etwas zu lange den Fokus auf den mentalen und physischen Zusammenbruch. Das Ganze kumuliert dann in einer Familien-Aufstellung, die arg dick aufgetragen rüberkommt und ein bisschen sehr psychologisiert. Glücklicherweise findet der Film über ein grandioses „I’m Still Standing“ (was auch sonst) wieder in die Spur.

Bildqualität (85%)

Rocketman wurde durchweg digital aufgenommen und lieferte am Ausgang 2.8K und 3.2K. Ausgehend davon hat man allerdings nur ein 2K-Digital-Intermediate angefertigt, von dem aus für die UHD dann wieder hochskaliert wurde. Paramount hat zudem natürlich einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum spendiert und die beiden HDR-Formate HDR10 und Dolby Vision integriert. Im laufenden Bild darf zunächst Entwarnung gegeben werden: Auch Nutzer, die nur über eine HDR10-Kette verfügen, müssen nicht mit flacheren Schwarzwerten leben, wie zuletzt bei einigen HDR10-Titeln der Fall. Gut zu sehen beim Anfang von Kapitel vier. Die Szene bei dunklem Nachthimmel versumpft nicht und wirkt auch nicht wesentlich matter als über die Blu-ray. Im Gegenteil sorgt sie mit dieser HDR-Stimmung für den authentischeren Look, da die farblich etwas kräftigere und hellere Blu-ray hier deutlicher zu erkennen gibt, dass es eine Studio-Aufnahme ist. Zumal die UHD in diesen Szenen die wesentlich bessere Kontrolle über punktuelle Lichtquellen hat. Nimmt man die Straßenlaterne bei 50’40, reißt diese über die Blu-ray sichtbar aus, während die UHD noch in der Lage ist, zwischen Lichtquelle (unten) und Kappe (oben) zu differenzieren. Dolby Vision kann zwar noch eine Spur tiefer ins Schwarz und wirkt noch etwas kontrastreicher, doch die Unterschiede sind geringer als zuletzt.

Die UHD gibt die Farben lebhaft und kontrastreich wieder

Auch in Sachen Color Grading hat man es nicht übertrieben. Die UHD ist über beide HDR-Varianten dunkler abgestimmt, was schon mal durchweg für etwas kräftigere Kontraste sorgt. Violette und rote Pailletten an Johns Bühnen-Outfit strahlen etwas mehr und sind satter im Ton. Aber Welten liegen hier nicht dazwischen. Ganz anders bei der Auflösung. Denn es ist durchaus erstaunlich, was von der UHD trotz des nur hochskalierten Bildes in Sachen Schärfe/Detaildarstellung ermöglicht wird. Nimmt man sich die Aufnahme der goldenen Schallplatte von „Goodbye Yellow Brick Road“, dann lässt sich über die 4K-Disk noch recht gut die „33“ oben rechts sowie vor allem das „Produced“ im unteren Bereich des Labels lesen. Wo die BD das Wort nicht mal mehr erahnen lässt, kann man es über die UHD lesen, wenn man nahe an den Bildschirm rückt. Was die UHD zudem auch besser liefert (unabhängig von HDR10 oder Dolby Vision), ist das noch ruhigere Bild. Ist die BD schon rauscharm, kann sie es auf dunklem Nachthimmel nicht komplett verschweigen. In der gleichen Szene sieht man über die Ultra HD keinerlei Bewegung mehr auf dem Himmels-Ausschnitt.

Tonqualität (80%)

Anbieter Paramount liefert löblicherweise für die UHD eine Dolby-Atmos-Fassung für beide Tonspuren. Das bedeutet nicht nur, dass es auch fürs Deutsche die Einbindung der Höhen-Informationen gibt, sondern auch, dass die etwas geringere Dynamik und Feinzeichnung der Dolby-Digital-Fassung der BD Geschichte ist. Denn die beiden Atmos-Spuren (jeweils True-HD-kodiert) sind in puncto Dynamik und Detaildarstellung auf einem Level. Songs kommen nun auch im Deutschen richtig fetzig rüber und die Instrumentierung ist differenzierter. Anspieltipp ist hier ganz klar „Pinball Wizard“, der so intensiv alle Lautsprecher bedient, dass er fast auf dem akustischen Niveau von Greatest Showman spielt. Geblieben sind die im Vergleich zur englischen Tonspur etwas leiseren Dialoge.

Wechseln wir auf die Höhen-Ebene, hört man erstmalig Musik und das Klirren der Sterne direkt zu Beginn, bevor Elton in die Selbsthilfegruppe kommt. Beim Song kurz darauf auf den Straßen gibt es Jubel von oben und eine einzelne Gitarre zu hören. Nach 20 Minuten gibt’s dann ein kurzes Gelächter auf dem Jahrmarkt aus den Heights und kurz darauf öffnet sich die Höhen-Ebene für eine zunächst komplette und dann isolierte Orchestrierung. Trotzdem hier nicht sonderlich viel von oben passiert, merkt man, dass sich jemand Gedanken gemacht hat, welche Geräusche/Instrumente er mit auf die Heights addiert – und vor allem wann. Ähnliches auch nach gut 63 Minuten, wenn eher asiatisch anmutenden Klänge von dern Heights kommen.

Die großen Musikszenen werden präsent wiedergegeben und ergänzen das Ganze um 3D-Sound

Was man sich allerdings wünschen würde, wäre mehr Club-Atmosphäre. Beispielsweise während Crocodile Rock im Troubadour nach 48 Minuten. Etwas Jubel, ein wenig Klatschen – mehr kommt dann doch nicht von oben. Jedenfalls nicht, bis das Publikum zu schweben beginnt und von oben die Engelschöre erklingen. Im Sinne einer stärkeren Atmosphäre wäre aber der typische Hall in solch kleinen Clubs schön gewesen.

Richtig offensiv werden die Höhenspeaker dann beim Zeitraffer-Pinball-Wizard genutzt, wenn Egerton lauthals auch von oben den Text zum Besten gibt und dazu ein Feuerwerk loskracht. Letzteres ist so perfekt umgesetzt, dass es von Lautsprecher zu Lautsprecher wandert und fast schwerelos wirkt – klasse. Noch mal sehr intensiv schlägt die Höhen-Ebene zu, wenn der Chor das „I think it’s gonna be a long, long time“ von Rocketman singt. Drei Minuten später kommen die elektronischen Disko-Sounds so dediziert von oben, dass man ungläubig den Kopf in Richtung der Heights schwenkt. Auch die Stimmen kurz darauf ertönen direktional von der Decke.

  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (85%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (50%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch/Englisch: Dolby Atmos (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Das Bonusmaterial wurde auf der Blu-ray abgelegt und enthält zunächst einmal vier erweiterte Musical-Nummern, die von Dexter Fletcher kommentierend eingeleitet werden. Zehn entfernte und erweiterte Szenen kommen ergänzend hinzu und es gibt insgesamt fünf Featurettes. In „Das wird ’ne wilde Fahrt“ resümieren Produzenten und Filmemacher, wie es zur Idee des Films kam. Man sieht auch Elton John und Taron Egerton im Zwiegespräch.
„Wie man zu Elton John wird“ beschreibt, wie sich Taron Egerton optisch und innerlich in Elton John verwandelt hat. Egerton spart nicht aus, welche Ängste ihn dabei begleiteten. „Einfach Legendär“ kümmert sich um das Produktionsdesign und die grandiosen Kostüme. „Mit Volldampf voraus“ hingegen schildert, wie Fletcher die Musical-Szenen inszenierte und damit den Film auch erzählerisch voran brachte. „Musik neu erfunden“ wirft dann einen Blick ins Studio, in dem Egerton Erstaunliches leistete und Elton John sich auf eigenen Wunsch sehr zurückhielt, damit die Neuinterpretationen ihr eigenes Flair entwickeln konnten. Ergänzend gibt es eine Funktion, mit der man direkt zu den Musiktiteln des Films springen kann sowie Mitsingversionen einiger ausgewählter Songs.

Gesamtbewertung Rocketman (82%)

Rocketman ist intimer und geht tiefer als Bohemian Rhapsody. Während die ersten 90 Minuten mitreißen, wird es danach für 20 Minuten ein wenig düster. Hier hätte man vielleicht etwas entdramatisieren können. Doch Schauspieler, Neuinterpretation der Songs und Kostüm- sowie Setdesign entschädigen für ein paar Mankos. Die UHD liefert dazu das ausgewogen dynamischere, schärfere und noch ruhigere Bild mit einem tollen Atmos-Sound, der auf der regulären Ebenen richtig toll ist und obenrum in ausgewählten Szenen unterstützt.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 10. Oktober 2019 Review am: 23.10 2019
Erscheinungsjahr Film: 2011 Laufzeit: 121 Minuten
Filmstudio: Paramount FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Rocketman Trailer:

Raubkopien adé: Legales Streaming becirct stattdessen Jugendliche

Raubkopien sind der Industrie seit jeher ein Dorn im Auge. Wie es aussieht, schwindet aber das Interesse junger Menschen in Europa ein wenig. Zumindest weisen Zahlen des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) darauf hin.

Mehr als die Hälfte der jungen Menschen in Europa meiden laut dem EUIPO inzwischen illegale Quellen digitaler Inhalte. Allerdings sind diese Angaben natürlich nicht nur aufgrund der Quelle mit großer Vorsicht zu genießen. Denn auch das Phänomen der „sozialen Erwünschtheit“ beeinflusst derartige Studien stets enorm. Sprich: Menschen tendieren bei solchen Befragungen eher so zu antworten, wie sie es für gesellschaftlich akzeptiert halten.

Zumindest sei das Ergebnis der jüngsten Befragung, dass 51 % der 15- bis s 24-Jährigen in Europa sagen in den letzten 12 Monaten keine Inhalte aus illegalen Quellen verwendet, gespielt, heruntergeladen oder gestreamt hätten. Was sagen denn unsere Leser dazu? Mutet das für euch realistisch an oder habt ihr da erhebliche Zweifel an der Richtigkeit?

2016 mieden laut EUIPO nur 40 % der jungen Menschen illegale Quellen für digitale Quellen komplett. Absichtlich nutzen noch 21 % der befragten illegale Quellen für Games, Musik, Filme und Serien – im Jahr 2016 waren es noch 25 %. Auch wenn keine klare, kausale Schlussfolgerung möglich ist, so vermutet man bei dem Amt, dass das sinkende Interesse an Raubkopien der breiten Verfügbarkeit von legalen und kostengünstigen Streaming-Diensten geschuldet sei.

Zahlungsbereitschaft der jungen Menschen wächst

22 % der Befragten haben angegeben, dass sie für solche Dienstleistungen auch zahlen würden, solange der Preis stimme – das sind 9 Prozentpunkte mehr als 2016. Laut EUIPO habe dabei auch das Unrechtsbewusstsein zugenommen. Parallel haben die jungen Anwender aber auch Sicherheitsbedenken, wenn sie auf zwielichtige Quellen zugreifen.

Pixar, Marvel, Star Wars auf Disney Plus
Disney+ und andere Anbieter spalten bald den Streaming-Markt stärker auf

In Deutschland sind die Nutzer offenbar noch vorsichtiger, denn bei uns gaben nur 13 % der befragten 15- bis 24-Jährigen an, bewusst auf digitale Inhalte aus illegalen Quellen zugegriffen zu haben. 2016 waren es noch 19 % (Rückgang um 6 Prozentpunkte). Wie eingangs angegeben, sind die Werte aber eben mit Vorsicht zu genießen. Zumindest wir vermuten, dass die Realität doch etwas anders aussehen könnte.

Auch könnte sich wieder eine Zunahme einstellen, wenn die Video-Inhalte durch die kommende Fragmentierung im Streaming-Markt wieder versprengt werden. Denn dann müssen sich Anwender nicht nur zwischen Amazon Prime Video und Netflix als Platzhirschen entscheiden, sondern werden auch noch von Disney+, Apple TV+ und Co. umworben.

HD+ greift Diveo-Kunden mit Cashback-Aktion unter die Arme

Diveo stellt den Betrieb ein. Keine so schöne Sache für zufriedene Bestandskunden. Wer nach Alternativen sucht, erhält nun ein verlockendes Angebot seitens HD+.

So teilt HD+ mit, dass man den bisherigen Diveo-Kunden eine spezielle Aktion anbietet. Wer seine Diveo-Box oder sein Modul einschicke, habe die Gelegenheit exklusiv im HD+ Webshop zuzuschlagen. Dort gibt es dann ein HD+ Modul zum halben Preis sowie für sechs Monate das HD+ Sender-Paket inklusive. Um das Angebot in Anspruch zu nehmen, müssen ehemalige Diveo-Kunden nur bis zum 15. Dezember aktiv werden.

Wir hatten dabei ja darüber berichtet: Ab dem 30.11.2019 gehen bei Diveo die Lichter aus. Wer also vermeiden möchte, dass ab jenem Datum die Programmvielfalt im eigenen Haushalt leidet, kann sich überlegen, ob er oder sie den Deal von HD+ in Anspruch nehmen möchte. Als Ergebnis zahlt man dann nur 39,50 Euro für das jeweilige HD+ Modul und sechs Monate HD+. Wer sich für die Aktion interessiert, findet weitere Informationen direkt auf dieser Cashback-Seite des Anbieters. Der Normalpreis für das Set beträgt 79 Euro.

In die Tonne muss das Diveo-Modul nicht unbedingt

Als Tipp sei dabei natürlich angeraten: Wer Interesse hat, bestellt zwar das Angebot von HD+ schon jetzt, aktiviert es aber natürlich erst ab dem 1. Dezember, damit man nicht versehentlich im November quasi für zwei Angebote gezahlt hat. Laut HD+ sei es nämlich auch kein Problem das Diveo-Modul bzw. die Box erst im Dezember einzuschicken.

Kann HD+ ehemalige Diveo-Kunden locken?

Die Aktion von HD+ erinnert an die Aktionen von TV-Streaming-Anbietern die Anfang des Jahres nach der Einstellung von Magine TV gestartet worden waren. Damals waren dann auch konkurrierende Unternehmen schnell zur Stelle, um die frei gewordene Nutzerbasis mit Deals zu locken. Nun sind es HD+, welche gerne die Diveo-Nutzer abholen wollen.

HD+ bietet Diveo-Nutzern eine Cashback-Aktion an

Auch wenn HD+ sich also rühmt für Diveo-Kunden erste Hilfe zu leisten, ist natürlich klar, dass man da im eigenen Interesse agiert und seine Nutzerbasis vergrößern möchte – ist ja auch nicht verwerflich, da beide Seiten profitieren. Vielleicht gibt es ja unter unseren Lesern auch einige Diveo-Nutzer, die sich für das Cashback-Angebot interessieren?

LG: Erste OLED-TVs unterstützen nun Nvidia G-Sync (Update)

LG hat bestätigt, dass die ersten OLED-Modelle des Unternehmens nun mit Nvidia G-Sync kompatibel sind. Das ist speziell für Gamer eine gute Nachricht. Denn durch die Kompatibilität sollen störende Nebeneffekte wie Tearing oder Stottern beim Zocken vermieden werden.

Update I: LG Electronics hat damit begonnen die G-Sync Funktionalität auf betreffende TV-Geräte zu verteilen. Der Rollout der neuen Firmware soll zunächst in Nordamerika starten. Kunden in Europa werden sich dagegen wohl noch gedulden müssen. Laut LG soll das Update jedoch noch in diesem Jahr erfolgen.

Originalbeitrag: Welche OLED-Modelle von Nvidia nun G-Sync einbinden? Laut Pressemitteilung sind das im ersten Schritt die OLED aus dem Jahr 2019 bzw. konkret die 65 / 55 B9, 65 / 55 E9 und 77 / 65 / 55 C9. Sie verfügen auch über HDMI 2.1. Volle G-Sync-Unterstützung ist aber nicht gegeben, vielmehr fallen die OLED-Modelle eben unter den Banner G-Sync-kompatibel, wie es bei vielen Geräten mit Adaptive Sync der Fall ist.

LG bewirbt seine OLED-TVs generell auch gezielt für Spieler und beispielsweise Besitzer einer Microsoft Xbox One X, denn die Fernseher unterstützen bekanntermaßen auch 120 Hz und geringen Input Lag von nur 6 ms bei 1440p mit 120 Hz oder 13 ms bei 4K-Content mit 60 Hz. Aktuell können da nur wenige Konkurrenzmodelle mithalten. Zumal die genannten LG-TVs auch den Auto Low Latency Mode (ALLM), Variable Refresh Rate (VRR) und Enhanced Audio Return Channel (eARC) via HDMI 2.1 bieten.

Die Unterstützung von Nvidia G-Sync an den aktuellen OLED-Modellen dürfte insbesondere für PC-Gamer interessant sein, die ihren Rechner auch gerne mal am TV zum Zocken einspannen. Damit das Feature funktioniert, ist aber zunächst ein Firmware-Upgrade notwendig. Laut LG werde jenes innerhalb der nächsten Wochen verteilt.

Gaming wird für TV-Hersteller immer wichtiger

Immer mehr TV-Anbieter wollen die Zuschauer nicht mehr nur mit der Bildqualität an sich locken, sondern auch mit erweiterten Funktionen. Gaming spielt da eine immer größere Rolle, das gilt erst recht, seit es mit den PS4 Pro und Xbox One X Konsolen gibt, die auch für das 4K-Zeitalter gerüstet sind. Dazu kommen PC-Spieler, die nicht nur an Monitoren, sondern auch an größeren Bildschirmen zocken möchten.

LG will Gamer für seine OLED-TVs begeistern

Jetzt heißt es gespannt sein, ob noch weitere TV-Hersteller nachziehen und sich Nvidia G-Sync daher über das Monitor-Segment hinaus auch in Fernsehern immer mehr ausbreitet. Nvidia selbst dürfte sich das sicherlich wünschen.

Filme zu je nur 99 Cent leihen auf Amazon Prime Video (Hellboy 3, Dumbo, Iron Sky uvm.)

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Bis zum 3. November können Amazon Prime Mitglieder ausgewählte Blockbuster-Filme zu je nur 99 Cent ausleihen! Die Auswahl beschränkt sich auf 12 Titel, dafür sind mit „Hellboy Call of Darkness“, „Dumbo“ oder „Wir“ ein paar empfehlenswerte Titel dabei!

Hier geht es zur Aktion!

Fast schon geschenkt, möchte man bei 99 Cent meinen. Amazon erinnert Prime Abonnenten mit der wiederkehrenden Aktion, wieso sich eine Mitgliedschaft lohnt. 12 Titel aus verschiedenen Genres stehen zur Auswahl. Im Vergleich zur 99-Cent-Halloween Aktion finden wir die Auswahl diesmal etwas gelungener. Vielleicht handelt es sich nicht um Emmy und Oscar ausgezeichneten Blockbuster, für diesen geringen Preis sollte man sich den ein oder anderen Titel jedoch zu Gemüte führen.

Klickt einfach auf das Filmcover und gelangt direkt zum betreffenden Film. Der Leihpreis von 99 Cent wird nur angezeigt, wenn ihr ein aktives Prime Abonnement besitzt:

Wer sich Sorgen darüber macht, dass man gar nicht so viele Filme ansehen könne wie man sich ausleihen möchte, den können wir beruhigen. Die für 99 Cent ausgeliehenen Titel stehen dem Nutzer 30 Tage zur Verfügung. Sobald die Wiedergabe gestartet wird, kann der Film innerhalb 48 Stunden so oft wiedergegeben werden, wie man will.

Anker Soundcore Infini Pro im Test: Günstige Soundbar mit Dolby Atmos

Der chinesische Hersteller Anker ist dafür bekannt Tech-Produkte von Kopfhörern über Saugroboter bis hin zu Lautsprechern zu sehr guten Preis- / Leistungsverhältnissen anzubieten. Im Test wollen wir herausfinden, ob das auch auf die Soundbar Soundcore Infini Pro zutrifft. Für nur ca. 260 Euro bietet sie Dolby Atmos.

Die Infini Pro ist eine Soundbar, die monatelang in Deutschland nicht lieferbar gewesen ist. Mittlerweile ist sie aber erneut via Amazon.de bestellbar. Der Preis ist mit 259,99 Euro recht aggressiv angesetzt. Kann dabei wirklich guter Klang das Ergebnis sein? Zu diesem verhältnismäßig niedrigen Preis Dolby Atmos zu bieten, das klingt interessant. Im Grunde handelt es sich hier aber um eine 2.1-Soundbar, dass da kein Atmos-Erlebnis wie bei hochpreisigeren Modellen das Ergebnis sein kann, ist wiederum ebenfalls vorhersehbar.

Bevor wir uns das gute Stück nun weiter im Test anschauen, ist es sinnvoll einen Überblick über die wichtigsten Eckdaten zu bieten. Unten findet ihr die Spezifikationen der Anker Soundcore Infini Pro.

So wird sie geliefert: Die Anker Soundcore Infini Pro

Anker Soundcore Infini Pro – Technische Daten:

  • Treiber: Zwei 3-Zoll-Subwoofer, Zwei 2,5-Zoll-Mid-Range-Treiber, 2 Zwei 1-Zoll-Tweeter, Zwei Bass-Ports
  • Leistung: 120 Watt
  • Decoder: Dolby Digital, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, Dolby Atmos
  • Equalizer-Modi: Movie, Music, Voice
  • Schnittstellen: Bluetooth 5.0 (A2DP1.2, AVRCP1.5 und SBC), HDMI (Out; ARC), HDMI (In), Optical, AUX-In (3,5 mm), USB (nur für Service), DC-Netzteil
  • Bluetooth-Reichweite: 10 m
  • Besonderheiten: Dolby Vision Passthrough
  • Maße / Gewicht: 930 x 120 x 61 mm / 3,3 kg
  • Preis: 259,99 Euro

Im nächsten Abschnitt schauen wir uns den Lieferumfang und die Verarbeitung der Soundbar an. Anschließend werden wir uns natürlich den Klang im Hinblick auf Filme und Serien anschauen – also das Heimkino-Erlebnis. Da sich die Soundcore Infini Pro aber auch zum Musikhören einspannen lässt, da bietet sich die kabellose Verbindung mit mobilen Endgeräten via Bluetooth 5.0 an, widmen wir uns anschließend auch jenem Aspekt. Klar, dass wir am Ende natürlich auch ein Fazit mit einer potenziellen Kaufempfehlung ziehen.

Lieferumfang und Verarbeitung

Die Anker Soundcore Infini Pro ist optisch weder ein Hingucker noch ein Schandfleck: Vielmehr kann man das Design als typische Soundbar beschreiben. Aus dem Rahmen fällt der schwarze, flache Riegel also innerhalb der Konkurrenz nicht.

Links sitzen die Bedienfelder

An der Oberseite sitzen dabei links auch einige Bedienfelder für das An- und Ausschalten, die Lautstärke und die Wahl des Zuspielers. Oben sitzen auch die Symbole, welche euch das aktuelle Lautstärke-Level, die gewählte Eingangsquelle sowie den Sound-Modus anzeigen.

Die Status-LEDs befinden sich an der rechten Seite der Soundbar

Leider erkennt man die Informationen der LED-Anzeigen logischerweise nur dann, wenn man von oben auf die Soundbar schaut. Kann man also zwiegespalten sehen – andererseits stören die Anzeigen auf diese Weise nicht, wenn man gen TV blickt.

Der Lieferumfang der Infini Pro

Zwangsweise muss man die Bedienung direkt an der Anker Soundcore Infini Pro ohnehin nicht verwenden, denn im Lieferumfang liegt natürlich eine Fernbedienung bei. An der Remote lässt sich praktischerweise auch die Bass-Einstellung anpassen, was gerade abends in einem Mietshaus sicherlich bei vielen Zuhörern willkommen ist.

Alternativ lassen sich dieselben Settings, welche über die Fernbedienung anpassbar sind, auch über die offizielle Soundcore-App steuern. Die App gibt es für Apple iOS und Android. Wer mehrere Soundcore-Produkte besitzt, kann nicht nur die Infini Pro, sondern auch andere Lautsprecher wie den Motion+ oder Kopfhörer wie den neuen Liberty 2 Pro über die App steuern. Praktische Schaltzentrale also.

Diese Anschlüsse sitzen an der Rückseite

Als Schnittstellen hält die Infini Pro fein säuberlich geordnet einen HDMI-Ausgang mit ARC, einen HDMI-Eingang, Optical, 3,5-mm-Cinch und das (natürlich nicht phsyisch sichtbare) Bluetooth 5.0 bereit. Alles in allem passt hier bei der Ausstattung alles. Zwar mag diese Soundbar nicht besonders aus dem Rahmen fallen, das Gehäuse wirkt aber schlicht und stabil und lässt sich unauffällig ins Wohnzimmer integrieren.

Lob für Anker: Im Lieferumfang der Soundbar liegen auch direkt Kabel für HDMI und Optical bei.

Der Klang bei Filmen und Serien

Die Soundcore Infini Pro kann man angesichts des Preises der Einstiegsklasse zuordnen. Da gibt es natürlich auch von LG, Samsung, Teufel und Co. Modelle, mit denen sich Ankers Modell in dieser Preisklasse messen muss – etwa Teufels Cinebar One. Ankers Modell bietet aber für seinen Preis mit 120 Watt überdurchschnittliche Leistung und mit Dolby Atmos zudem in diesem Bereich ein Alleinstellungsmerkmal. Aber kann Dolby Atmos bei einer solchen 2.1-Soundbar wirklich etwas herausreißen?

Nun ja, das sollte man mit Vorsicht genießen. Atmos simuliert an teureren Soundbars ja recht effektiv, wie der Klang sich auch in der Höhe abspielen kann und es sich tatsächlich so anhört, als würde Regen von der Decke tropfen. Diesen Effekt konnten wir bei der Infini Pro beim besten Willen aber nicht heraushören, wenn wir z. B. aktuelle Filme wie „X-Men: Dark Phoenix“, „Toy Story 4“ (US-Import) oder „Spider-Man: Far From Home“ (US-Import) jeweils auf UHD Blu-ray im Originalton mit Dolby Atmos herausgefordert haben – an den Tonspuren der jeweiligen Blockbuster haperte es nicht.

Macht sich dekorativ: Das Design der Infini Pro ist sehr neutral gehalten

Generell ist die Infini Pro dennoch zu ihrem Preis eine wirklich gute Möglichkeit sich über die TV-Lautsprecher hinaus zu entwickeln. Dialoge sind gut abgesetzt und klar herauszuhören, die Bässe erstaunlich kräftig und auch die Mitten kommen präzise. In den Höhen schwächelt die Infini Pro vielleicht minimal, der Sound ist also schon etwas basslastig und nicht ganz so spritzig, wie man sich das vielleicht erhoffen würde.

Insgesamt liefert die Anker Soundcore Infini Pro aber zu ihrem Preis eine durchaus beeindruckende Vorstellung ab, da man ja immer beachten sollte, dass man nur ca. 260 Euro, bzw. in den häufigen Angeboten bei Amazon.de sogar nur 190 Euro, auf den Tisch legen muss. Wer allerdings vorwiegend Lust auf den objektbasierten Klang von Dolby Atmos verspürt, sollte aus unserer Sicht lieber etwas länger sparen und zu einem teureren Modell greifen.

Der Klang beim Musikhören

Es ist, wie wir bereits erwähnt haben, auch möglich die Infini Pro zum Musikhören einzuspannen. Im Jahr 2019 dürften die meisten Nutzer das wohl wie wir erledigen: Bluetooth anknipsen, Smartphone aus der Tasche geholt, Streaming-Anbieter der Wahl aktiviert und ab geht die Post. Musik ist aber nicht unbedingt die Paradedisziplin dieser Soundbar. Klar, wer mal eine DVD oder Blu-ray mit einem Konzert einschmeißt, der freut sich über den gegenüber TV-Lautsprechern deutlich verbesserten Klang.

Die Anker Soundcore Infini Pro ist im Angebot auch mal für 190 Euro zu haben

Allerdings ersetzt die Anker Soundcore Infini Pro da keine Anlage oder auch nur Bluetooth-Lautsprecher höheren Niveaus – wie z. B. die Edifier S880DB, die wir gerne im Alltag zum kabellosen Musikgenuss verwenden. Uns klingt die Infini Pro im Vergleich zu einem derartigen Stereo-Lautsprecher-System nicht differenziert genug. So hört man eben doch heraus, dass die Soundbar primär für die Film- und Serienwiedergabe optimiert wurde.

Über die Lautstärke kann man sich hingegen nicht beklagen: Der Riegel macht ausreichend Dampf, um von seiner Standposition aus auch mittelgroße Wohnzimmer angemessen zu beschallen. Wer die Anker Infini Pro vielleicht im Schlafzimmer einsetzen will, kann wiederum dann durchaus abwägen auf einen zusätzlichen Bluetooth-Lautsprecher zu verzichten, wenn damit nur mal gelegentlich zur Morgenroutine ein paar Liedchen erschallen sollen.

Sonstige Anmerkungen

Die Anker Soundcore Infini Pro beherrscht auch Dolby Vision Passthrough, was für einige Anwender sicherlich wichtig ist. Dabei geht die Ersteinrichtung einwandfrei von der Hand: Einfach per HDMI an den TV anschließen und wiederum den Zuspieler ebenfalls via HDMI, zumindest wenn Atmos genossen werden soll, an die Soundbar gehängt. Funktionierte in unserem Fall in Kombination mit einer Xbox One X alles sofort ohne irgendwelche Auffälligkeiten.

Preis und Leistung sind von Anker gut ausbalanciert worden

Als Sound-Modi stehen im Übrigen zur Verfügung: Filme, Musik, Stimme (z. B. für Podcasts oder Radio) oder Surround. Feingliedrige Anpassungen, etwa über einen Equalizer, könnt ihr nicht vornehmen. Wir haben dabei natürlich alle Modi mal durchprobiert, empfinden sie aber ein wenig als Blendwerk. So dürften die meisten Anwender am besten damit beraten sein einfach „Surround“ als Modus zu wählen und dieses Setting dann so zu belassen.

Fazit Anker Soundcore Infini Pro

Die Anker Soundcore Infini Pro ist zu ihrem Preis von 260 Euro bzw. manchmal auch nur 190 Euro im Angebot eine lohnenswerte Soundbar, welche eine erhebliche Aufwertung gegenüber Standard-TV-Lautsprechern beim Film- und Seriengenuss darstellt. Von dem Atmos-Klang sollte man sich allerdings nicht zu viel versprechen. Zwar ist die Atmos-Verarbeitung durchaus ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse, wirklich objektbasierten Surround-Sound kann man hier aber nicht erwarten.

Soundcore Infini Pro: Aus unserer Sicht ihr Geld wert

Auch für die Musikwiedergabe ist die Infini Pro eher eine Notlösung und ersetzt keine Anlage oder preislich vergleichbare Bluetooth-Lautsprecher. In ihrem Hauptgebiet, bei Filmen und Serien, macht die Infini Pro aber definitiv Laune. Außerdem passen auch Ausstattung und Verarbeitung bzw. sind für diese Preisklasse sogar eher als überdurchschnittlich zu betrachten.

Aus unserer Sicht verdient die Anker Soundcore Infini Pro also definitiv eine Kaufempfehlung. Das gilt speziell dann, wenn man sie zum Angebotspreis ergattern kann.

 

Sky geht drastischer gegen Content-Piraten vor

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Pay-TV-Anbieter Sky geht mit sogenanntem Unique Pairing gegen Content-Piraten vor. Damit möchte Sky der illegalen Verbreitung geschützter Inhalte über Stream-Portale im Internet einen Riegel vorschieben. 

Wie betrifft dieses Vorgehen zahlende Kunden? Es kommt darauf an, über welchen Empfangsweg das Programm von Sky genutzt wird. Besitzer eines neuen Sky Q Receivers oder einer SmartCard mit CI+ Modul sind laut ersten Informationen überhaupt nicht betroffen. Dagegen sind Nutzer eines älteren Sky+ Receivers wohl dazu gezwungen, auf eine neue Hardware umzusteigen.

Piraten nutzen „Hardware-Lücke“

Im Regelfall nutzen Abonnenten ihre Smart Card in dem dazu gelieferten Sky Receiver. Die Karte ist jedoch nicht einem bestimmten Receiver zugewiesen. Im Gegensatz dazu ist die Festplatte einem Receiver zugeordnet. Piraten nutzten diese Lücke aus und installierten die Smart Card in Drittgeräten, die entsprechend zur Aufnahme und Verbreitung der abgespielten Inhalte „umgebaut“ wurden. 

Sky Plus Receiver
Wie es aussieht, müssen Kunden mit einem Sky+ Receiver auf die neue Sky Q Hardware umsteigen

Sky bestätigte gegenüber InfoDigital, dass das Unique Pairing in der letzten Woche in Betrieb genommen wurde. Sky setzt bei der Verbreitung des Sendesignals auf eine sichere und zukunftsfähige Technik. Die Sicherheitsstandards und die damit verbundene Einhaltung lizenzrechtlicher Vorgaben sollen dem Pay-TV-Anbieter sowie dessen Abonnenten zugutekommen.

Kostenloser Sky Q Receiver zur Leihe

In Zukunft benötigt man neben einer aktivierten SmartCard auch ein lizenziertes Sky-Gerät der „neueren Generation“. Dabei wird es sich um den 4K-fähigen Sky Q Receiver mit HDMI 2.0 Anschluss und HDCP 2.2 Kopierschutz handeln. Betroffene Kunden, die ihre SmartCard in einem Gerät des Drittanbieters genutzt haben, wurden entsprechend von Sky Deutschland informiert. Sky bietet diesen sogar einen aktuellen Sky-Q-Receiver zur kostenlosen Leihe an. Kunden die Sky über ein CI+ Modul empfangen dürfen dagegen aufatmen. Diese Empfangsart wird von Sky auch weiterhin unterstützt.

Samsung öffnet Tizen OS Plattform für andere TV-Hersteller

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Samsung Smart TV Betriebssytem Tizen OS steht ab anderen sofort TV-Herstellern zur Verfügung. Lassen sich Dritthersteller wirklich zu einem Wechsel auf Tizen OS hinreißen?

Die „weltweit größte TV Plattform“ Tizen OS ist ab sofort nicht mehr Samsungs Smart TVs vorbehalten. Der koreanische Elektronikhersteller hat im Rahmen der Samsung Developer Conference (SDC 2019) angekündigt, das System auch anderen Herstellern zur Verfügung zu stellen. Ein Versuch sich mit externer Kraft neue Marktanteile zu sichern und um den Konkurrenz-Systemen webOS, Android TV, Roku oder Fire TV OS auf Dauer die Stirn bieten zu können.

Welcher Hersteller wagt den Sprung auf Tizen OS?

Doch welcher Hersteller würde sich für so einen Wechsel entscheiden? Der ewige Konkurrent LG Electronics wird definitiv bei seiner eigenen webOS Plattform bleiben. Sony und Philips (TP Vision) sind schon fast zu lange auf der Android TV Plattform unterwegs und Panasonic fährt mit seinem hauseigenen System immer noch ganz gut. Panasonic würde zumindest visuell von einem „Tizen-Upgrade“ profitieren. Ein Wechsel lohnt sich nur für Hersteller, die sich noch nicht allzu lange auf ein System eingeschossen haben. Zu hohe Investitionen in selbst entwickelte Systeme, zu langsame Aktualisierungszyklen oder zu intensive Verhandlungen mit externen App-Anbietern (Netflix, Prime Video etc.) wären ebenfalls Gründe, sich für das stabile und etablierte Tizen OS zu entscheiden.

Der bekannte Smart Hub reagiert zügig auf Eingaben und kann individualisiert werden
Über 100 Millionen Smart TVs von Samsung laufen mit Tizen OS

Auf der anderen Seite, begeben sich Hersteller damit in eine Abhängigkeit von Samsung. Wie lange ältere TV-Modelle mit bestimmten Chipsätzen mit Updates versorgt werden, entscheidet sicherlich das Unternehmen aus Korea. Es steht auch die Frage im Raum, welche Abgaben die Partner leisten und welche Voraussetzungen diese erfüllen müssten. Wir sind gespannt, ob bereits zur CES 2020 erste Lizenznehmer für das Tizen OS bekannt gegeben werden.

Die Geschichte von Tizen OS

Ursprünglich wollte Samsung mit Tizen OS ein offenes Betriebssystem für Smartphones, Tablets, Wearables und Home-Entertainment-Devices etablieren. Den Schritt von Android zu Tizen OS hat Samsung im mobilen Segment jedoch nie vollzogen. Lediglich Smart Watches und Samsungs Smart TVs seit 2015 (mit dem Evolution Kit SEK-4500 auch frühere Modelle) setzen auf Tizen OS. Es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass sich Samsung bei der Aufmachung und Funktionalität der Oberfläche von der damals neuen webOS Plattform inspirieren ließ. Einblendbare Steuerelemente am unteren Bildschirmrand mit App-Sortierung war damals noch ganz neu.

In den letzten Jahren hat sich Tizen OS auf Samsung Smart TVs zu einem hervorragenden Betriebssystem gemausert. Bedienung und Stabilität stehen im Fokus, genauso wie neue Inhalte und Funktionen (z.B. die Apple TV App oder AirPlay 2).

Netflix geht Hollywood zu weit: Variable Abspielgeschwindigkeit sorgt für Buhrufe

Netflix testet immer wieder mit ausgewählten Nutzern neue Funktionen. Ein Experiment, welches die Anwender Inhalte in variabler Abspielgeschwindigkeit wiedergeben lässt, sorgt aber nun für Entsetzen bei den Kreativen in Hollywood.

Über die neue Funktion können Zuschauer beim Streaming-Anbieter Filme und Serien wahlweise schneller oder auch langsamer wiedergeben. Wer also einen Nippelblitzer in Slow-Motion genießen möchte oder langatmige Dialogszenen lieber in doppelter Geschwindigkeit durchrattert, bekommt seinen Wunsch erfüllt. Dass das natürlich nicht so im Sinne der Kunst ist, versteht sich jedoch von selbst.

Das Feature funktioniert zwar nur bei einigen Nutzern in der Android-App von Netflix, das reichte jedoch aus, um Kreative in Hollywood auf die Barrikaden zu bringen. Es war möglich die Geschwindigkeit bis auf die Hälfte zu reduzieren oder aber auch bis auf das Anderthalbfache zu beschleunigen. Produzent Judd Apatow, der etwa für Netflix auch an der Serie „Love“ gearbeitet hat, twitterte mit viel Enttäuschung drauflos. Er drohte rechtliche Schritte und eine Mobilisierung anderer Regisseure und Produzenten an, um eine breitere Etablierung der Funktion zu verhindern.

Laut Apatow stehe es den Plattformen eben nicht frei wahllos an der Präsentation der erworbenen Inhalte herumzudoktern – dazu zähle auch die Wiedergabegeschwindigkeit. Netflix wiederum kommentierte die Lage in einem Statement nur allgemein. So handele es sich eben nur um einen Test mit einem kleinen Nutzerkreis und es sei offen, ob man daraus für alle Abonnenten eine Funktion entwickle.

Netflix beruft sich auf die Wünsche der Kunden

Laut Netflix handele es sich bei der Funktion, welche die Wiedergabe verlangsamen bzw. beschleunigen kann, um eine vielfach durch Abonnenten gewünschte Funktion. Wir können das nachvollziehen, denn nichts anderes ist ja schließlich auch bei gekauften Disks möglich. Auch da kann man vor- und zurückspulen. Trotz unseres polemischen Beispiels am Anfang, geht es da ja meist nur darum eine bestimmte Stelle in einem Film oder einer Serie zu finden. Auch Netflix verweist im Übrigen darauf, dass es sich um die gleiche Funktion handele, die etwa bei Playern von physischen Disks seit Jahren vorhanden sei.

Laut Netflix werde es durch das Feature vereinfacht eine Lieblingsszene aufzustöbern. Kritik gab es aber dennoch daran, denn weitere Filmemacher schlossen sich Apatows Kommentaren an. Wir halten die Aufregung für überzogen – seid ihr anderer Meinung?

Sky sichert sich Highlights von HBO, TNT und Warner auf mehrere Jahre

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Der Pay-TV-Anbieter Sky hat einen wichtigen Deal mit Warner Media abgeschlossen. Abonnenten können weiterhin „über viele Jahre hinweg“ die Inhalte von HBO, TNT und Warner Bros. auf Sky genießen. 

Mit der offiziellen Bekanntmachung von Sky steht fest: HBO Max wird nicht nach Europa, respektive Deutschland, kommen. Die Industrie freut sich, dass sie sich nicht mit einem weiteren Mitbewerber messen muss. Sky Abonnenten profitieren von dem Deal jedoch am meisten. Schließlich ist der Pay-TV-Anbieter bereits seit 2010 (seit 2012 in Deutschland) das „Home of HBO“. Zudem hätte HBO Max den Markt noch weiter fragmentiert, was in den nächsten Monaten mit dem Start von Apple TV+ und Disney+ eh der Fall sein wird.

Top-Inhalte von HBO, TNT & Warner

Preisgekrönte Inhalte von HBO, Warner Bros., sowie der Turner-Sender TNT Serie, TNT Comedy, TNT Film, Boomerang und Cartoon Network begleiten Sky und Sky Ticket Kunden noch „über viele Jahre hinweg“. Erfolgsformate wie „Game of Thrones“, „The Wire“ oder „Westworld“ oder die jüngst angekündigte Serie „Watchmen“ werden weiterhin begeistern. Der Deal umfasst zudem die Pay-TV-Rechte für die Erstausstrahlung von Warner Bros. Filmen. Auch hier soll die Partnerschaft und das damit verbundene Angebot gestärkt worden sein. Zuletzt sollen noch mehr On-Demand-Inhalte der Marken Cartoon Network und Boomerang auf Abruf bereitstehen.

Sky und HBO Max produzieren Originale

Sky übernimmt nicht nur bestehende Formate, sondern bindet HBO Max mehr in die Produktion von Original-Content ein. Sky und HBO haben bereits seit mehreren Jahren eine erfolgreiche Koproduktions-Partnerschaft, die in Projekten wie „Chernobyl“ oder „Catherine the Great“ fußt. Diese Vertiefung der Produktions-Partnerschaft passt auch mit der kürzlichen Gründung der Sky Studios zusammen, dem neuen „kreativen Zuhause der Sky Originals“.

Die Mehrheit dürfte sich über diesen Deal freuen. Andere wiederum, hatten womöglich darauf spekuliert, das Angebot von HBO, TNT und Warner losgelöst von Sky und somit zu einem günstigeren Preis beziehen zu können. Wir sind gespannt, auf wie viele Jahre die Partnerschaft aufgelegt ist und wann das nächste Mega-Erfolgsformat auf Sky auftaucht. Womöglich die Game of Thrones Spin-Off-Serie „House of the Dragon“?