Amazon hat für Prime Video seine Neuzugänge für den Monat Oktober 2018 verkündet. Es stoßen wieder einige Filme und Serien ins Angebot des Streaming-Dienstes hinzu. Mit von der Partie ist beispielsweise auch die dritte Staffel der Eigenproduktion „The Man in the High Castle“.
Netflix hatte ja bereits vorgelegt, doch nun ist auch Amazon mit Prime Video mit von der Partie. So gibt es beispielsweise zeitgleich zum Einstand bei Netflix auch bei Amazon Prime Video die achte Staffel der Zombie-Serie „The Walking Dead“ zu sehen. Exklusiv hat sich Amazon aber beispielsweise die Rechte an der ersten Staffel zu „Young Sheldon“ gesichert. Hierbei handelt es sich um ein Spin-Off zur erfolgreichen Sitcom „The Big Bang Theory.
Unter den Filmen sind nächsten Monat etwa Titel wie „Split“. Der Mystery-Thriller spielt in der gleichen Welt wie „Unbreakable“ und hat den Regisseur M. Night Shyamalan („The Sixth Sense“) endlich wieder zu alter Stärke finden lassen. Im Gegensatz zu Netflix bietet Amazon aber auch die Möglichkeit an viele Filme und Serien zu kaufen bzw. teilweise auch zu leihen. Wer auf Superhelden Lust hat, kann sich etwa bei „The Flash“ mit Staffel 5 bedienen.
Hier sind nun die Listen mit den Neuzugängen, die Abonnenten bei Prime Video im Oktober 2018 begutachten können. Viel Spaß beim Streamen!
Neue Serien und Staffeln
Dr. House – Staffeln 1-8, verfügbar ab 01.10.
Chicago Fire – Staffeln 1-5, verfügbar ab 01.10.
Chicago P.D. –Staffeln 1-3, verfügbar ab 01.10.
The State – Staffel 1, exklusiv verfügbar ab 01.10.
Bones – Staffeln 1-12, verfügbar ab 04.10.
Family Guy – Staffeln 1-8, verfügbar ab 04.10.
American Dad! – Staffeln 1-9, verfügbar ab 04.10.
Futurama – Staffeln 1-10, verfügbar ab 04.10.
Bob’s Burgers – Staffeln 1-5, verfügbar ab 04.10.
The Man in the High Castle – Staffel 3, Prime Original, exklusiv verfügbar ab 05.10.
Young Sheldon – Staffel 1, exklusiv verfügbar ab 08.10.
Deutschland86, Prime Original, exklusiv verfügbar ab 19.10
Lore – Staffel 2, Prime Original, exklusiv verfügbar ab 19.10.
The Walking Dead – Staffel 8, verfügbar ab 24.10.
Neue Filme im Oktober 2018 bei Amazon Prime Video
Manchester by the Sea, exklusiv verfügbar ab 01.10.
Criminal Squad, exklusiv verfügbar ab 01.10.
Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe, exklusiv verfügbar ab 08.10.
Split, exklusiv verfügbar ab 08.10.
The Commuter, exklusiv verfügbar ab 11.10.
Der Hauptmann, exklusiv verfügbar ab 15.10.
Madame, exklusiv verfügbar ab 19.10.
Wunder, exklusiv verfügbar ab 25.10.
La Mèlodie – Der Klang von Paris, exklusiv verfügbar ab 26.10.
Neue Titel zum Kaufen und Leihen im digitalen Shop bei Amazon im Oktober 2018
The Simpsons – Staffel 30, zum Kaufen verfügbar ab 01.10.
Family Guy – Staffel 18, zum Kaufen verfügbar ab 01.10.
God Friended Me – Staffel 1 (OV), zum Kaufen verfügbar ab 02.10.
HERRliche Zeiten, zum Kaufen verfügbar ab 04.10. / zum Leihen verfügbar ab 18.10.
Jurassic World: Das Gefallene Königreich, zum Kaufen verfügbar ab 04.10. / zum Leihen verfügbar ab 11.10.
Verpiss Dich, Schneewittchen, zum Kaufen verfügbar ab 04.10. / zum Leihen verfügbar ab 04.10.
Goodbye Christoper Robin, zum Kaufen verfügbar ab 04.10. / zum Leihen verfügbar ab 18.10..
Fresh Off the Boat – Staffel 5, zum Kaufen verfügbar ab 06.10.
Channel Zero – Staffel 4, zum Kaufen verfügbar ab 07.10.
Will & Grace (’17) – Staffel 2, zum Kaufen verfügbar ab 08.10.
Superstore, zum Kaufen verfügbar ab 08.10.
Isle of Dogs – Ataris Reise, zum Kaufen verfügbar ab 11.10. / zum Leihen verfügbar ab 25.10.
The Flash – Staffel 5, zum Kaufen verfügbar ab 11.10.
All American – Staffel 1 (OV), zum Kaufen verfügbar ab 12.10.
Supernatural – Staffel 14 (OV), zum Kaufen verfügbar ab 13.10.
Supergirl – Staffel 4 (OV), zum Kaufen verfügbar ab 16.10.
Arrow – Staffel 7 (OV), zum Kaufen verfügbar ab 17.10.
Blindspot – Staffel 4 (OV), zum Kaufen verfügbar ab 17.10.
Spielmacher, zum Kaufen verfügbar ab 18.10., zum Leihen verfügbar ab 18.10.
Anon, zum Kaufen verfügbar ab 19.10., zum Leihen verfügbar ab 25.10.
DC’s Legends of Tomorrow – Staffel 4 (OV), zum Kaufen verfügbar ab 24.10.
Love, Simon, zum Kaufen verfügbar ab 25.10. / zum Leihen verfügbar ab 08.11.
Legacies – Staffel 1 (OV), zum Kaufen verfügbar ab 27.10.
Ocean’s 8, zum Kaufen verfügbar ab 25.10. / zum Leihen verfügbar ab 08.11.
Das Netflix-Menü erstrahlt auf kompatiblen TV-Geräten ab sofort in HDR (High Dynamic Range). Wieso der neue AV1-Codec dabei eine Rolle spielt, erfährt ihr hier!
Die Menüoberfläche von Netflix soll sich verändern. Das Unternehmen testet im kleinen Rahmen, wie sich HDR-Vorschaubilder auf das Konsumverhalten der Abonnenten auswirkt. Die HDR-Bilder werden bislang nur in den USA getestet und sind bislang nur bei den Exclusive-Serien „Marvels The Iron Fist“ und „The Innocents“ hinterlegt. Die Vorschaubilder sollen den Nutzer direkt auf die visuelle Darstellung der Inhalte einstimmen. Knackigere Farben und höhere Kontraste. Die Anpassung erscheint logisch, unterstützen unzählige Serien und Filme im Netflix-Portfolio bereits den erweiterten Dynamikumfang. Lt. der Quelle fiercevideo.com werden die Bilder vorerst nur über die Apps auf der PS4 Pro, Xbox One S und Xbox One X ausgespielt.
Kein Standard für HDR-Bilder
Der Grund für die verzögerte Integration von HDR-Bildern, lange nachdem Netflix Videos mit High Dynamic Range angeboten hat, liegt darin, dass es sich sehr schwierig gestaltet hat passenden Metadaten für statische Bilder bereitzustellen. So schreibt es Netflix in einem Blog-Post. Standards für bewegte Bilder wie Dolby Vision, HDR10, HDR10+ und HLG (Hybrid-Log Gamma) gibt es bereits und können so einfacher implementiert werden. Für Bilder gibt es solche geregelten Vorgaben noch nicht. Die Abbildungen beruhen lt. Netflix auf 16-bit PND und JPEG2000 Dateien, sind aber in keinster Weise final.
Neues AV1-HDR-Bildformat
Das ist aber nicht der einzige Test, den Netflix aktuell „am laufen“ hat. Der neue AV1-Codec könnte bei der Integration von HDR-Bilder eine wichtige Rolle spielen. Auf Basis des lizenzfreien und optimierten Komprimierungs-Algorithmus, könnte ein neues Bildformat mit erweitertem Dynamikumfang entstehen. Netflix ist Mitglied in der „Alliance for Open Media“ die mit dem Codec Videos um bis zu 25% effektiver kodieren möchte, im vergleich zum geläufigen HEVC (h.265) Codec.
Marantz nimmt mit dem SR7013 9.2-Kanal AV-Receiver Besitzer eines High-End-Heimkinos in den Fokus. Wer eine Komplettlösung mit integrierten Endstufen und guter Ausstattung sucht, sollte den SR7013 im Auge behalten – erhältlich ab Oktober 2018.
Wer hohe Ansprüche an die Bildwiedergabe seines Heimkinos hat, der lässt den Klang in der Regel nicht außen vor. Marantz möchte Heimkino-Enthusiasten eine Gesamtlösung bieten, die auch gehobene Ansprüche befriedigt. Der neue AV-Receiver SR7013 feiert Anfang Oktober 2018 Premiere und wird für 1.799 Euro (UVP) in den Handel kommen. Marantz verspricht modernste Audio- und Video-Technologien vom 3D-Raumklang über 4K/HDR bis hin zum kürzlich gestarteten IMAX Enhanced-Support (über kostenloses Firmware-Update). Das Modell bietet weitreichende Streaming-Funktionalitäten mit Apple AirPlay 2, HEOS und Streamingdienste wie Spotify Connect oder Amazon Music. Über die Sprachassistenten Alexa und Siri (via Apple Airplay 2) lässt die Schaltzentrale auch „mit sich reden“.
SR7013 mit 11.2-Signalverarbeitung
Prall gefüllt mit Technik: Der Marantz SR7013 9.2-Kanal AV-Receiver
Marantz ordnet den SR7013 in sein Flaggschiff-Segment ein. Die Heimkino-Lösung soll in verschiedensten Einsatzszenarien punkten können, egal ob man sich einen Spielfilm oder Serie ansieht, verlustfreie Audiodateien wiedergeben oder seine Lieblings-Playlist streamen möchte – der SR7013 schränkt seinen Besitzer nicht ein.
Die integrierten Endstufen der 9 Kanäle liefern eine maximale Klangleistung von 200 Watt (Bei 2 Kanälen) und können bis zu zwei Subwoofern unterstützt werden – entsprechende Ausgänge befinden sich auf der Rückseite des SR7013. Ab Werk können Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D Tonformate in einem 7.1.2 oder 5.1.4-Setup wiedergegeben werden. Die 11.2-Signalverarbeitung und die zwei Vorverstärker-Ausgänge (Pre-Outs) ermöglichen zudem 3D-Sound in voller 7.1.4-Konfiguration.
Durch IMAX Enhanced soll sich das Bild- und Tonerlebnis noch mehr Richtung Kino bewegen. Digital aufbereitete 4K/HDR Inhalte mit DTS-Sound sollen sich damit in ein „noch nie da gewesenes Level“ heben lassen.
Audyssey MultEQ XT32 Akustikkorrektur
Der beste AV-Receiver mit hochwertigen Lautsprechern bringt nichts, wenn sich die Klangwiedergabe nicht perfekt auf die Position des Zuschauers anpassen lässt. Mit dem hauseigenen Audyssey MultEQ XT32 Raumakustikkorrektur-Systems (Mikrofon im Lieferumfang enthalten), ist es dem Nutzer über den optimierten Setup-Assistenten möglich, die beste Klangqualität für verschiedene Sitzpositionen zu ermitteln. Wie in diesen Zeiten üblich, gibt es dafür natürlich auch eine App (Audyssey MultEQ Editor) die den Nutzer unterstützt.
Wunschlos glücklich mit dem Anschluss-Terminal des SR7013
Anschlussfreudig mit eARC
Acht HDMI-Eingänge (einer davon auf der Vorderseite) und drei HDMI-Ausgänge unterstützen allesamt das 4K UHD Videoformat mit 60p, 4:4:4 Farbauflösung, BT.2020 Farbraum und High Dynamic Range (HDR10, HLG, Dolby Vision). Marantz sichert die volle HDMI-Bandbreite von 18 Gbps zu. Über die HDMI-Ausgänge können unterschiedliche Zonen (Räume) mit Bild- und Tonsignalen versorgt werden.
Ein integrierter Upscaler rechnet ältere Bildinhalte auf 1080p oder 4K-Auflösung hoch. Über einen der HDMI-Ausgänge können 3D-Klangformate via eARC (enhanced Audio Return Channel) vereinfacht zwischen, Receiver, TV und Playern übertragen werden.
Im „20 Jahrhundert angekommen“ bietet der SR7013 eine webbasierte Benutzeroberfläche. Die ist deutlich frischer und benutzerfreundlicher und lädt den Nutzer auch ein, sich etwas mehr mit den Einstellungen zu befassen. Unter anderem liest der AV-Receiver übertragene Signale über ein HDMI Diagnostics Tool aus und liefert so die Basis um die Synchronisation zwischen Quelle und Receiver zu verbessern.
Auch in Silber erhältlich
Preis & Termin SR7013:
Anfang Oktober wird der AV-Receiver über autorisierte Fachhändler ausgeliefert für 1.799 Euro (UVP) angeboten. Die Vorverstärker-Version AV7705 mit 11.2-Kanälen (ohne Endstufen) wurde im gleichen Zuge angekündigt und erscheint für 2.099 Euro (UVP).
Highlight Features:
9.2-Kanal-AV-Receiver mit 200 W pro Kanal
11.2-Kanal-Vorverstärker
Marantz Current Feedback und HDAM Technologie, separate DACs für jeden Kanal
8 HDMI-Eingänge (einer davon vorn) mit voller HDCP 2.2-Unterstützung, 3 HDMI-Ausgänge
Einfache Einrichtung und Bedienung sowie stromsparender intelligenter ECO-Modus
Die DSPs
DSPs
Digital Board
Netzteil
Stromwandler
Stromwandler
Das Anschluss-Terminal
Stromwandler
Stromwandler und Netzteil
HEOS Modul
„5 Jahre Garantie“-Aktion
Zur Unterstützung des Marktstarts, hat sich Marantz eine interessante Service-Aktion einfallen lassen. Wer sein Produkt spätestens 3 Monate nach dem Kauf (zwischen 01. Oktober 2018 bis 31. März 2019) registriert, der erhält eine Garantieverlängerung auf 5 Jahre. Nur gültig für den SR8012, SR7013, AV7705 und AV8805. >> Hier geht es zur Aktions-Seite.
Der aktuelle Rundfunkbeitrag sorgt in Deutschland für verstärkte Kontroversen. Seitdem man (fast) alle Haushalte in die Pflicht nimmt, unabhängig vom tatsächlichen Besitz eines Empfangsgerätes, hagelt es auch diverse Klagen. Doch laut einem Gutachter des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) ist der deutsche Rundfunkbeitrag vollkommen rechtmäßig.
Für Gegner des Rundfunkbeitrags wird die Luft damit dünner. Aktuell zahlt fast jeder Haushalt in Deutschland, ausgenommen sind Hartz-IV-Bezieher und BAföG-Empfänger, den monatlichen Beitrag von 17,50 Euro. Viele Menschen sind damit unzufrieden. Sei es wegen der in ihren Augen mangelnden Qualität des Angebots, der Höhe des Beitrags oder dem Rundfunksystem im Allgemeinen. Doch wer auf eine Änderung in der nahen Zukunft gehofft hatte, sollte sich wohl bremsen.
Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits die Rechtmäßigkeit des Rundfunkbeitrags bestätigt. Nun stimmt auch ein Gutachter des Europäischen Gerichtshofs zu. Generalanwalt Campos Sánchez-Bordona kommt jedenfalls zu dem Ergebnis, dass es sich hier nicht um eine rechtswidrige staatliche Beihilfe handele. Dies hat er dann auch in seinem Gutachten (Rechtssache C-492/17) zu Protokoll gegeben. Auch das eigenmächtige Eintreiben säumiger Zahlungen sei in Ordnung. Zwar ist diese Einschätzung für die Gerichte nicht bindend, in der Regel folgen die Richter aber den Argumentationen der Gutachter.
Bezahlen bitte: Der Rundfunkbeitrag bleibt bestehen
Das finale Urteil soll in den kommenden Monaten fallen. Mit einer großen Überraschung ist wohl nicht zu rechnen. Es kam zur Weiterreichung an den EuGH, weil das Landgericht Tübingen sich dort eine endgültige Klärung der Rechtslage erhoffte. Denn die Klagen gegen den Rundfunkbeitrag nahmen immer weiter zu. Viel erreichen konnten die Kläger bisher nicht. Das Bundesverfassungsgericht monierte lediglich, dass Menschen mit zwei Wohnungen zu Unrecht doppelt belastet werden. Hier müssen die Verantwortlichen nun bis Juni 2020 nachbessern.
Endgültiges Urteil wird wohl nicht mehr überraschen
Wie bereits erwähnt, könnten die Richter theoretisch mit ihrem anstehenden Urteil noch von der Argumentation des Gutachters abweichen. Zu erwarten ist jenes aber nicht. Somit dürfte es bei dem bestehenden System in Deutschland bleiben. Abzustreiten ist aber nicht, dass die Unzufriedenheit vieler Bürger mit dem derzeitigen System offenbar wächst. Das liegt sicherlich auch daran, dass es sowohl für Unterhaltung als auch Information reichlich Alternativen gibt.
Die Relevanz- und Qualitätsdebatte rund um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk dürfte somit weitergehen. Ob es an dem System in den nächsten Jahrzehnten aber wirklich hinreichende Optimierungen und tiefgreifende Veränderungen geben wird, das muss die Zeit zeigen.
Warner plant für „Superman: Der Film“ von 1978 eine 4K UHD Blu-ray. Der Superhelden-Klassiker aus dem DC-Universum soll noch im November dieses Jahres in einer komplett restaurierten Version erscheinen.
Update 26-09-2018: Laut Blu-ray.com wird der DC-Klassiker zu seinem 40-jährigen Jubiläum mit Dolby Vision HDR und Dolby Atmos auf 4K Blu-ray ausgestattet sein. Er 3D-Klang wurde bislang aber nur für die englischen Originalton bestätigt. Da es sich jedoch um einen Release von Warner Home Video handelt, stehen die Chancen nicht schlecht, dass auch die deutsche Klangverarbeitung in Dolby Atmos vorliegt. Der Film wird auf einer 100GB Disc Platz finden, was ein Indiz für das objektbasierte 3D-Soundformat sein könnte. Wir hoffen auf eine Bestätigung seitens Warner.
Originalbeitrag: Warner bedient sich wieder an seiner „Filmschatzkiste“. Voraussichtlich am 08. November 2018 wird „Superman: Der Film“ (OT: The Superman Movie) als restaurierte 4K-Fassung mit High Dynamic Range (HDR) erscheinen. Weitere Details sind leider noch nicht veröffentlicht worden. Das Warner mit altem Filmmaterial umzugehen weiß, konnte man bereut bei den Wiederveröffentlichungen von „Blade Runner: Final Cut“, „Erbarmungslos“ und „Goodfellas“ sehen (und hören).
Sobald genaue Spezifikationen zum 4K UHD Release veröffentlicht, findet ihr diese natürlich auch in unserer 4K Blu-ray Komplettliste wieder!
Bei Netflix gibt es jeden Monat neue Filme und Serien zu begutachten. Nun hat der Streaming-Anbieter hochoffiziell bestätigt, welche Inhalte man im Oktober 2018 ins Programm nimmt. So feiert beispielsweise die neue Serie „Chilling Adventures of Sabrina“ ihre Premiere.
Zudem hagelt es bei Netflix im Oktober neue Staffeln zu beispielsweise den Eigenproduktionen „Marvel’s Daredevil“ und der Videospiele-Umsetzung „Castlevania“. Aber auch lizenzierte Serien wie „The Walking Dead“ oder das in Deutschland exklusiv bei Netflix laufende „Riverdale“ gehen in die jeweils achten bzw. dritten Runden. Egal ob man somit auf völlig neuen Stoff oder Fortsetzungen etablierter Formate blickt, es gibt reichlich neuen Content zum Streamen.
Hinzu stoßen neben neuen Serien und Staffeln natürlich auch zahlreiche Filme. Mit „Life of Pi“, „The Peanuts Movie“ und „Der große Trip – WILD“ sind durchaus mehrere interessante Titel dabei. Da sollte sich also auch für unterschiedliche Geschmäcker etwas finden lassen. Wir haben die jeweiligen Neuzugänge einmal aufgelistet.
Neue Serien und Staffeln im Oktober 2018 bei Netflix
https://youtu.be/Vja5urRtjQg
„MeatEater“ – Staffel 7, ab 02.10.2018
„Better Call Saul“, Staffel 4, ab 02.10.2018
Einfach unheimlich“, ab 04.10.2018
„Big Mouth“ – Staffel 2, ab 05.10.2018
„Little Things“ – Staffel 2, ab 05.10.2018
„Die Supermonster“ Staffel 2, ab 05.10.2018
„Élite“, ab 05.10.2018
„Dancing Queen“, ab 05.10.2018
„Little Things“ – Staffel 2, ab 05.10.2018
„YG Future Strategy Office“, ab 05.10.2018
„The Rise of Phoenixes“, ab 05.10.2018
„Terrace House: Opening New Doors: Part 4“ – Staffel 4, ab 09.10.2018
„Riverdale“, Staffel 3, ab 11.10.2018
„Tarzan and Jane“ – Staffel 2, ab 12.10.2018
„The Boss Baby: Wieder im Geschäft“ – Staffel 2, ab 12.10.2018
„Haunting of Hill House“ (auf Deutsch: „Spuk in Hill House“), ab 12.10.2018
„Die kuriosen Kreationen der Christine McConnell“, ab 12.10.2018
„FightWorld“, ab 12.10.2018
„Der Denver-Clan“ – Staffel 2, ab 13.10.2018
„A Taiwanese Tale of Two Cities“, ab 14.10.2018
„The Seven Deadly Sins: Revival of The Commandments“, 15.10.2018
„Black Lightning“ – Staffel 2, ab 16.10.2018
„Ask the Doctor“, ab 19.10.2018
„Haunted“, ab 19.10.2018
„Wanderlust“, ab 19.10.2018
„Hip-Hop Evolution“ – Staffel 2, ab 19.10.2018
„Marvel’s Daredevil“ – Staffel 3, ab 19.10.2018
„Making a Murderer“ – Staffel 2, ab 19.10.2018
„Best.Worst.Weekend.Ever.: Limited Series“, ab 19.10.2019
„All Hail King Julien“, Staffel 5, an 19.10.2018
„Accidentally in Love“, ab 19.10.2018
„Robozuna“, ab 21.10.2018
„The Walking Dead“ – Staffel 8, ab 24.10.2018
„Great News“ – Staffel 2, ab 25.10.2018
„Castlevania“ – Staffel 2, ab 26.10.2018
„Chilling Adventures of Sabrina“, ab 26.10.2018
„Girl from Nowhere“, ab 27.10.2018
„Patriot Act with Hasan Minhaj“, ab 28.10.2018
„The Degenerates“, ab 30.10.2018
„RuPaul’s Drag Race“, Staffel 10, ab 30.10.2018
Neue Filme im Oktober 2018 bei Netflix
„Life of Pi“, ab 01.10.2018
„Anaconda“, ab 01.10.2018
„Van Helsing“, ab 01.10.2018
„You’re next“, ab 01.10.2018
„The Peanuts Movie“, ab 01.10.2018
„Einfach zu haben“, ab 01.10.2018
„You’re Next“, ab 01.10.2018
„Commando“, ab 01.10.2018
„The Counselor“, ab 01.10.2018
„Inferno“, ab 01.10.2018
„Systemfehler – Wenn Inge tanzt“, ab 01.10.2018
„Attack on Wall Street“, ab 01.10.2018
„21“, ab 01.10.2018
„The Accountant“, ab 02.10.2018
„Operation Finale“, ab 03.10.2018
„Private Life“, ab 05.10.2018
„Death Race“, ab 05.10.2018
„Ted“, ab 05.10.2018
„The Land Before Time“, ab 05.10.2018
„Malevolent – Und das Böse existiert doch“, ab 05.10.2018
„Private Life“, ab 05.10.2018
„Die Supermonster retten Halloween“, ab 05.10.2018
„22 July“, ab 10.10.2018
„Snitch“, ab 10.10.2018
„Salz. Fett. Säure. Hitze.“, ab 11.10.2018
„Apostle“, ab 12.10.2018
„Errementari: The Blacksmith and the Devil“, ab 12.10.2018
„Feministinnen: Was haben sie sich gedacht?“ (Dokumentation), ab 12.10.2018
„ReMastered: Who Shot the Sheriff“ (Dokumentation), ab 12.10.2018
„Der große Trip – WILD“, ab 15.10.2018
„American Ultra“, ab 15.10.2018
„Derren Brown: Sacrifice“, ab 19.10.2018
„Gnome Alone“, ab 19.10.2018
„The Night Comes For Us“, ab 19.10.2018
„Illang: The Wolf Brigade“, ab 19.10.2018
„Bodyguard“, ab 24.10.2018
„Radio“, ab 24.10.2018
„Arrival“, ab 24.10.2018
„Shirkers“, ab 26.10.2018
„Been So Long“, ab 26.10.2018
„Jefe“, ab 26.10.2018
„Shirkers“ (Dokumentation), ab 26.10.2018
„Eat Pray Love“, ab 27.10.2018
„Fate/EXTRA Last Encore: Illustrias Geocentric Theory“, ab 30.10.2018
„Transformers: Age of Extinction“, ab 30.10.2018
„GUN CITY“, ab 31.10.2018
„Underworld: Blood Wars“, ab 31.10.2018
Neue Comedy im Oktober 2018 bei Netflix
„Mario Barth: Stadion Tour – 2011“, ab 01.10.2018
„Mario Barth – Weltrekord-Show: Manner sind schuld_ sagen die Frauen“, ab 01.10.2018
„Kaya Yanar: Planet Deutschland Live“, ab 01.10.2018
„Kaya Yanar: Reiz der Schweiz“, ab 01.10.2018
„Joe Rogan: Strange Times“, ab 02.10.2018
„Mo Amer: The Vagabond“, an 08.10.2018
„Ron White: If You Quit Listening, I’ll Shut Up“, ab 16.10.2018
Besitzer eines Sony OLED TVs (A1, AF8 oder AF9) hatten ein seltsames Dimming-Verhalten beobachtet und machten ihrem Unmut in diversen Foren Luft. Jetzt veröffentlicht Sony eine neue Firmware und äußert sich direkt zum „Problem“.
Der Kunde ist unzufrieden mit seinem Produkt und der Hersteller bezieht daraufhin Stellung und liefert eine Lösung. So sollte es im Idealfall laufen. In der Welt der Unterhaltungselektronik ist es aber oft so, dass Kunden unzufrieden sind, beim Hersteller um eine Lösung/Statement betteln müssen und sich dieser einfach nicht meldet. So ein Fall betrifft aktuell Besitzer eines OLED-Fernsehers (A1, AF8, AF9). Ein seltsames Dimming-Verhalten wird moniert und Sony hat jetzt mit Verzögerung auf die Kundenbeschwerden reagiert. Zumindest hat es mit einem knappen halben Jahr nicht so lange gedauert wie das Dolby Vision Update für die ZD9 Serie. Eine Reaktion ist auch nötig gewesen, sind die OLED-TVs nicht gerade günstig und Sony beweist zumindest einen gewissen Anspruch an seine Produkte zu stellen.
Dimming durch statische Bildelemente
Das Problem wird wie folgt beschrieben. Wenn statische Elemente auf dem OLED dargestellt werden, wie z.B. die Ergebnisanzeige beim Fußballspiel oder der HUD (Head-Up-Display) bei Games, regeln die Sony OLED TVs die Helligkeit langsam nach unten um ein Einbrennen des Displays zu verhindern. Diese „Sicherheitsmaßnahme“ wurde erst mit einem Firmware-Update im Mai/Juni 2018 via Firmware-Update eingeführt. Sony hatte sich bereits im Juli 2018 dazu geäußert und eine Behebung des Problems versprochen.
Mit der Firmware-Update V6.5629 soll es nun endlich Linderung geben. Im Changelog kann man etwas von „Erhöht die Bildqualität in einer bestimmten Situation“ lesen. Hinter dieser sehr vagen Beschreibung versteckt isch wohl das Abdunkeln des Panels. Nutzer berichten, dass mit der neuen Software der Fehler nicht mehr so oft oder aggressiv auftritt, oder gar behoben wurde. Andere wiederum konnten keine Verbesserung bei Sportübertragungen oder Gaming feststellen.
Dimming-Algorithmus nachweisbar
Aufzeichnung der Helligkeit bei einem Sony AF8. Im Menü des Apple TV 4K setzte nach 30 Sekunden das Dimming ein und reduzierte die Helligkeit von ca 83 auf rund 56 nits. Bildquelle: flatpanelshd.com
Das Newsportal flatpanelshd.com hat sich einmal der Problematik angenommen und einige Testmessungen durchgeführt. Es ist wohl wirklich so, dass der Algorithmus nur greift, wenn statische Bildelemente in einer bestimmten Größe für einen Zeitraum von 30 Sekunden oder längern stehen bleiben. Dabei konnte man leider nicht herausfinden, wie groß die Elemente oder wo diese platziert sein müssen. Deshalb gibt es auch so viele widersprüchliche Aussagen von Besitzern. Während die einen noch nie Probleme mit ihrem Sony OLED hatten, müssen sich andere fast täglich damit herumärgern.
Das Problem scheint wirklich nur bei bestimmten Nutzungs-Szenarien aufzutreten. Wenn man gerne Live-Fußball schaut und das Display immer 30 Sekunden nach Anpfiff anfängt sich abzudunkeln, kann man den Unmut der Verbraucher auf jeden Fall nachvollziehen. Wer den Sony OLED zum Zocken nutzt und oft zwischen Inhalten, Menüs und Cutscenes wechselt, dem wird das „Abdunkeln“ vielleicht nie auffallen.
Die zweite Messung eines Fußballspiel zeigt, Das Dimming setzt unter Umständen gar nicht ein, vor allem wenn die statischen Elemente immer wieder mal durch Cutscenes oder Replays unterbrochen werden.
Sony muss sich auf jeden Fall etwas einfallen lassen, damit betroffene Nutzer ihre Inhalte ohne abgedunkeltes Display genießen können. Womöglich betrifft dies nur einen geringen Prozentsatz, jedoch haben die Käufer sicherlich den gleichen oder ähnlichen Preis bezahlt und sollten nicht „bestraft“ werden, weil sie bestimmten Content genießen möchten.
Wir halten euch auf dem Laufenden, ob Sony mit einem weiteren Firmware-Update die Situation komplett entschärfen kann.
In „Deadpool 2“ nimmt Wade Wilson wieder kein Blatt vor den Mund. Die 4K Blu-ray ist für uns bereits jetzt ein Highlight 2018. Der 4K-Transfers von „Deadpool 2“ hat aber auch Schwächen, wie unser Test zeigt.
Inhalt (90%)
Nach dem weltweiten Erfolg des ersten Deadpool war früh klar, dass sich Ryan Reynlods mit seinem Herzensprojekt für einen Deadpool 2 ein weiteres Mal auf die Leinwand begeben würde. Immerhin hatte er jahrelang um die Realisierung der Verfilmung des rotzigsten aller Superhelden gekämpft. Mit einem kaum geringeren Einspielergebnis überzeugte die Fortsetzung Publikum und sogar Kritiker dann gleichermaßen – selten genug. David Leitch, der die Regie übernahm, war aber auch ein guter Ersatz. Immerhin hatte dieser schon neben Chad Stahelski in John Wick gearbeitet und daraufhin den großartigen Atomic Blonde inszeniert – beides ebenfalls rasante Filme mit betont coolen Hauptfiguren. Zitate auf die Kollegen von Marvel, gemeine Einzeiler zu Filmen wie Interview mit einem Vampir oder bissige Kommentare auf George W. Bush – Deadpool 2 ist mindestens so respektlos wie sein Vorgänger. Und wenn Wade mit nachwachsenden Beinen einen auf Basic Instinct macht, liegt man endgültig vor Lachen unter dem Couchtisch. Dass das immer noch so viel Spaß macht, liegt natürlich vor allem an Reynolds sowie an seinen beiden Spielpartnern Josh Brolin und Zazie Beetz. Man merkt dem Sequel noch mehr als dem Original an, dass es Reynolds Film ist. Noch stärker als in Deadpool persifliert er sich selbst und amüsiert sich (erneut) köstlich über seinen Green-Lantern-Fehltritt (geniale Mid-Credit-Scene). Außerdem spricht er nach wie vor gerne in die Kamera und gibt offen zu, dass man sich in einem Film befindet, in dem „dieser Typ da WIRKLICH in Brand gesteckt wurde und es kein CGI-Effekt ist“. In den meisten anderen Filmen wäre das ein völlig unpassendes Stilmittel – hier sorgt es für großartige Lacher. Josh Brolin seinerseits demonstriert, dass man zeitgleich zwei Bösewichte aus dem Marvel-Universum spielen kann und bekommt dafür von Wade auch noch einen fetten Thanos-Kommentar gedrückt.
Josh Brolin verkörpert den „Zeitsoldaten“ Cable. Brolin scheint grad einen Lauf zu haben… In „No Way Out“, als Thanos in „Avengers: Infinity War“ oder als Agent in „Sicaro 2“
Dazu hagelt es regelrecht Gastauftritte. Nicht nur durch Reynolds selbst (der neben Wade und Deadpool auch die Stimme von Juggernaut spricht), sondern von zahlreichen Kollegen, die teils bis ins Unkenntliche geschminkt wurden. Mag man Alan Tudyk noch erkennen, wird’s mit dessen Redneck-Kollegen schon schwieriger. In der Tat ist es Matt Damon. Neben erneut großartigem Humor und blenden aufgelegten Schauspielern sind es aber auch wieder die absurd inszenierten und irrwitzig choreografierten Actionszenen. Deadpool schnetzelt, ballert und faustet sich durch seine Gegner als gäbe es weder die FSK noch Grenzen in Sachen Gliedmaßen-Verlust. Teilweise spielen sich schon im Hintergrund des eigentlichen Geschehens so großartige Actionszenen ab, dass man das Ganze zweimal schauen müsste, um alles aufnehmen zu können. Schon die ersten acht Minuten sind ein absolutes Fest. Da verzeiht man auch, dass dieses Mal noch etwas mehr CGI-Blut floss und in der großen Action-Sequenz mit Cable auf den Straßen viele Autos sichtbar aus dem Rechner stammen. Deadpool 2 ist aber auch einfach zu charmant-chaotisch als dass man ihm nicht so einiges verzeihen würde. Und spätestens, wenn die neuen X-Force zu AC/DCs Thunderstruck aus dem Flugzeug springen, ist eh jede Kritik obsolet – eine Szene, die irgendwann selbst zur Filmkultur werden wird.
Bei allem Witz, aller absurden Komik – schon in Deadpool ging es auch tiefer. Es ging um die Suche nach Liebe, nachdem Wade etwas in der Art nie erfahren hatte und deshalb zum größten Arschloch aller Zeiten mutierte. Am Ende fand er sie, verliert sie nun aber wieder. Und was hilft in solchen Situationen? Familie. Denn wie Deadpool schon zu Beginn sagt: Der zweite Teil ist ein Familienfilm – ein brutaler, sarkastischer und blutiger Familienfilm voller Schimpfwörter. Aber er hat das Herz am rechten Fleck und eine durchaus universelle Botschaft. Das muss einem innerhalb eines derart anarchischen Spaßes auch erst einmal gelingen.
Während Deadpool vor zwei Jahren eine der ersten Ultra-HDs war, deren 3.4K-Auflösung am Ausgang der Kameras über ein 4K Digital Intermediate gemastert wurden, ging man bei Deadpool 2 leider wieder einen Schritt zurück. Der Mix aus wenigen auf 35mm Material analog gefilmten Szenen und ansonsten hauptsächlich digitalen Sequenzen wurde leider auf ein 2K Digital Intermediate runterskaliert und für die UHD entsprechend wieder hochgerechnet. Das ist schade, muss aber nicht zwingend bedeuten, dass sich die 4K-Scheibe nicht lohnt.
Hallo i bims, Deadpool mit 1 Pistole
Neben einem natürlich integrierten erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 wartet der zweite Teil mit der höheren Bilddynamik nach HDR10 auf. In der Praxis zeigt sich dann ein durchaus überraschendes Bild. Denn abhängig von verschiedenen Sequenzen und Grundstimmungen ist mal die Blu-ray, mal die UHD im (Kontrast)Vorteil. Auch die Farbgebung wechselt bisweilen. So ist Deadpools roter Anzug über die UHD mal orangeroter, mal kaminroter. In mittleren Helligkeiten ist zudem der Kontrastumfang der UHD eher schwächer als jener der Blu-ray. Das wiederum hebt sich auf, wenn die Bilder heller sind. Dann ist oft die UHD knackiger. In ganz dunklen Momenten zeichnet überraschenderweise die UHD besser durch, während die Blu-ray auf maximales Schwarz setzt, dabei aber die Durchzeichnung vermissen lässt. Wie die Blu-ray auch, so ist auch die Ultra-HD nur bedingt scharf und leidet auch an sichtbaren Unschärfen im unteren Randbereich. Einen echten Auflösungs-Vorsprung kann man nur bei gut fokussierten und ruhigen Close-ups feststellen. Alles in allem eine ungewöhnlich schwankende UHD-Umsetzung, die ihre guten, aber auch ihre weniger befriedigenden Momente hat.
Beim Ton muss sich der deutsche Zuschauer auf eine dts-Spur beschränken. Allerdings schlägt sich diese wirklich gut. Ob zehn Gangster auf Wade feuern oder er sich selbst in die Luft jagt – Dynamik und Effektreichtum sind klasse. Gegenüber den Kollegen aus dem Hause Marvel gibt’s hier auch hervorragende Detailauflösung. Man kann Sounds wirklich gut differenzieren und hört selbst die Stimmen noch akzentuiert raus. Es mag der Tonspur ein wenig an der letzten Vehemenz, dem allerletzten Druck fehlen. Aber das macht sie mit wirklich tollen direktionalen Surround-Effekten und einer sehr breiten Bühne wieder wett. Wobei die Momente, in denen Wade nach dem Mord an Vanessa auf regennasser Straße gegen sämtliche Autos prallt, durchaus wuchtig rüberkommen. Ebenso wie die Explosion, die Wade nach etwas über 20 Minuten für einen Moment an die Grenze zum Jenseits katapultiert. Kurz drauf gibt’s auch noch einen feinen Bass-Sweep, der den LFE durchaus reizt.
Ein klasse Sounderlebnis. Könnte man die Liebe zwischen Wade Wilson und Colossus hören, hätte sich der Film 100% geholt
Die UHD hält dann für die Originalfassung noch eine Dolby-Atmos-Version in True-HD-Kodierung bereit. Während sich die Tonqualität auf der regulären Ebene kaum hörbar von der dts-HD-Fassung der BD unterscheidet, addiert sich also eine Höhen-Ebene hinzu. Und das schon zu Beginn. Wenn Deadpool sich mit 1.200 Gallonen Benzin in die Luft jagt, schnippt er kurz zuvor eine Zigarette in die Luft, die hörbar auf die Heights hinzu fliegt. Explodiert die ganze Chose kommen ebenfalls direktionale Signale von oben – das ist schon mal ein guter Einstand. Weiter geht’s mit coolen Sounds, wenn Cable das erste Mal erscheint. Großartig gerät die Atmosphäre im Knast, wenn die Sirene ringt oder im oberen Stockwerk der Schließmechanismus betätigt wird – schlagartig wird klar, wie kühl und riesig dieser Ort ist. Auch der kurze Aufstand dort sowie Cables Überfall wartet mit vielen hervorragend ortbaren Effekten von oben auf. Klasse bspw. wenn Wade und Firefist eine Etage höher auf dem Lochgitter rumlaufen und man unwillkürlich nach oben schaut. Deadpool 2 gibt zwar nicht pausenlos Feuer auf die Heights, was aber daran liegt, dass nicht ständig auch Anlass dafür ist. Die Einbindung in die reguläre Ebene gelingt dafür hervorragend – eine der besseren 3D-Tonspuren der letzten Zeit.
Deutsch: DTS Digital 5.1- 90% (2D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 90% (2D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 80% (3D-Betrachtung)
Bonus (70%)
Das Bonusmaterial von Deadpool 2 ist reichhaltig gefüllt. Zunächst einmal warten zwei erweiterte Szenen, die auch im Super-Duper-Cut nicht vorkommen. Die Gag Reel ist (fast) noch witziger als der Film selbst und der Audiokommentar gleich von vier Beteiligten ist ebenfalls gut gelaunt. Letzterer ist auch auf der UHD enthalten. Allerdings jeweils nur bei der Kinofassung. Daran schließen sich insgesamt 10 Featurettes an, die sich über die Story, den Regisseur oder auch die Geheimhaltung am Set auslassen. In „Action und Stunts“ zeigt man natürlich die Arbeit an den Actionszenen und deren Planung während „Muskulös und sexy“ das Body Workout der beiden Hauptfiguren ein bisschen auf die Schippe nimmt. Immerhin sind Reynolds und Brolin mittlerweile nicht mehr die allerjüngsten Kerle und am Set gab es trotz gestählter Bodies viel Ächzen und Stöhnen.
Dopinder, Deadpools Chauffeur und Seelenverwandter ist wieder mit von der Partie- nicht verwechseln mit Dope Inder
Gesamtbewertung DEADPOOL 2 4K Blu-ray (86%)
Die Gagdichte ist höher, die Stunts sind noch absurder und die Darsteller sind noch besser drauf als im ersten Teil – Deadpool 2 ist ein Mords-Spaß mit kongenialem Soundtrack, sensationellen Mid-Credit-Scenes und einem Fundus an großartigen Filmzitaten.
Während der Sound der deutschen dts-Fassung schon gut ist, legt die englische Atmos-Version noch mal eine Schippe in Sachen immersives Erlebnis obendrauf und liefert tolle 3D-Effekte. Beim Bild entscheidet ein wenig der Geschmack. Wer steilere Kontrastflanken mag, wählt die Blu-ray (leider ohne Atmos). Wer’s gerne ausgewogener hat und mit dem ganz leichten Grünstich zurechtkommt, der nimmt die UHD (inkl. englischem Atmos).
„Solo: A Star Wars Story“ hat die Erwartungen im Kino nicht erfüllen können – zumindest was die Umsatzzahlen angeht. Jetzt muss es der Heimkino-Release richten. Wieso bei der 4K Blu-ray nur wenig Freude aufkommt, verrät unser Test!
Inhalt (70%)
Da ist er nun, der erste Film aus dem Star-Wars-Universum, der nicht nur hinter seinen Erwartungen zurückblieb, sondern strenggenommen gigantisch gefloppt ist. Waren es die Irrungen und Wirrungen der Produktion, denen kurz vor dem Dreh-Ende die beiden Regisseure Phil Lord und Chris Miller (aufgrund kreativer Differenzen mit den Produzenten) zum Opfer fielen? Oder war doch der Start-Zeitpunkt das Problem? Der Kinostart am 24. Mail fiel nicht nur in eine bereits warme Frühsommerzeit, sondern war vielleicht auch etwas zu nahe an Star Wars: Die letzten Jedi sowie an die beiden Marvel-Überflieger platziert – zumal Last Jedi durchaus auch schon kontrovers aufgefasst wurde und negative Kritik bekam.Letztlich klären lässt sich das wohl nie, wohl aber die Tatsache, warum Solo so teuer wurde. Denn aus den für Ersatz-Regisseur Ron Howard anvisierten fünf Wochen Nachdrehzeit wurden ganze vier Monate. Weit über die Hälfte des Films ließ er neu drehen und teils mit anderen Darstellern besetzen Jetzt ist es bei derart viel Kontroverse und Vorab-Diskussion natürlich nicht mehr wirklich leicht, gänzlich unvoreingenommen an den Film heran zu gehen. Dennoch soll hiermit der Versuch unternommen werden. Leichter wäre dies natürlich, wenn man etwas erkennen könnte (mehr dazu aber weiter unten im Kapitel „Bildqualität“).
Sieht man von der Dunkelheit der Bilder ab, hat man es nämlich auch thematisch mit einem eher düsteren Film zu tun. Wollte das Gespann Miller und Lord noch seine Konzentration auf den Humor-Anteil legen, ging Howard näher ans Skript von Vater und Sohn Kasdan – und das schien durchaus dunkler angelegt zu sein. Und es richtete sich ganz offensichtlich an die Fans der Original-Saga, die mit der ursprünglichen Trilogie eben auch eine Art Western im Weltall bekamen. Denn mehr noch als in den bisher neun anderen Realfilmen aus dem Universum, ist Solo ein Sci-Fi-Western. Nicht nur stellt der Film mit dem Pistolenhelden Han Solo eben jene Figur in den Mittelpunkt, die auch gut in den Wilden Westen gepasst, hätte. Nein, man nutzt auch ausgiebig Motive aus dem klassischsten aller US-Filmgenres. So ist der Überfall auf den Schwebezug praktisch die Star-Wars-Version des typischen Heist-Zugüberfalls aus gefühlt 500 Western. Optisch düster, inhaltlich ein Mix aus Kriegs- und Westernfilm – das scheint soweit zunächst mal ganz gut zu passen. Doch ein Problem hat Solo: A Star Wars Story: Er wirkt zerfahren und episodenhaft. Um am Ende zu verstehen, warum Han genau DER Solo geworden ist, den man ab Episode IV kennen lernen wird, mussten diverse Elemente abgegrast werden. Und genau diesen Eindruck macht es dann auch. Wie in einzelnen Kurzgeschichten hetzt die Story von Punkt zu Punkt.
Ab und an verkommt es zur bloßen Nummern-Revue – einer unterhaltsamen Nummern-Revue, allerdings. Denn natürlich blitzt auch hier schon der sarkastisch-überhebliche Humor des späteren Solo auf. Die Zickereien mit Chewie werden angelegt und Nebenfiguren wie Rio sind coole Sidekicks weit über dem Niveau eines J.J. Binks. Gut, der Feminismus und Gleichberechtigungs-Tick von L3-37 wirkt schon mal etwas aufgesetzt, liefert aber dennoch ein paar richtig gute Gags. Womit wir aber bei den Figuren selbst wären: Was musste Disney für Kritik einfahren als Alden Ehrenreich besetzt wurde. Der erweist sich aber durchaus als adäquate Besetzung – optisch fesch, mimisch auf ähnlichem Niveau und mit einer gewissen Lässigkeit versehen. Ehrenreich kann auch wenig dafür, dass man ihm nur selten wirklich prägnante Dialoge in den Mund legte, die ein Harrison-Ford-Niveau erreichen. Der oft nur gering ausgeprägte Wortwitz ist ein Problem des massiv überarbeiteten Drehbuchs und oft ließ man Alden viel zu weit im Hintergrund stehen. Dafür engagierte man Game-of-Thrones-Ikone Emilia Clarke als Qi’Ra – die nächste zweifelhafte Entscheidung. Denn bei allem Respekt ihrer wirklich toll gespielten Figur in der Kultserie gegenüber: In Langfilmen verblasste ihre Kunst bisher – und so auch hier. Mal abgesehen von einer schrecklichen Pony-Frisur macht sie nicht viel mehr als mit wahlweise geöffnetem oder schmolllippigem Mund vor Han Solo zu stehen – ins Star-Wars-Universum will sie nicht so recht passen. Vergleicht man sie mit der starken Felicity Jones aus Rogue One ist sie auf weit verlorenem Posten. Und ihr schelmisches Lächeln macht ab und an den Eindruck, als fühle sie sich selbst im falschen Film.
Glücklicherweise hat man mit Woody Harrelson eine Hollywood-Ikone, die noch in jeder Rolle überzeugen konnte. Auch in Solo: A Star Wars Story ist er eine Bank und funktioniert als Outlaw-Mentor von Han ziemlich gut. Gleiches gilt für Donald Glover, der als Lando nicht nur optisch nahe an Billy Dee Williams ist, sondern von allen Anwesenden am coolsten agiert. Da verschmerzt man dann auch, dass der Bad Guy (wenn man ihn denn so nennen möchte, da es im Prinzip nicht wirklich um den Kampf zwischen Gut und Böse geht) in Person von Paul Bettany etwas blass bleibt. Gar nicht blass sind dafür die Actionszenen, die durchaus das Niveau der Serie halten – auch wenn zwischendurch sehr viel Drama und Dialogentwicklung stattfindet. Dennoch: Die Kampfszenen und Flugsequenzen machen wirklich Spaß, obwohl es im klassischen Sinne nicht mal einen echten Spannungsbogen gibt.
Solo: A Star Wars Story wurde mit unterschiedlichen Kameras komplett digital aufgenommen. Am Ausgang lagen 3.4K bis 6.5K an, was über ein 4K Digital Intermediate gemastert wurde und so also fast durchweg eine native Real-4K-Auflösung bietet. Zusätzlich integrierte man natürlich einen erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die die höhere Bilddynamik – hier allerdings erneut wieder nur nach HDR10, nicht mit Dolby Vision. In der Praxis erschreckt man dann aber leider. Der bewusst dunkel gemasterte und über die Blu-ray bisweilen schon schwer erkennbare Film ist über die UHD noch wesentlich düsterer. Wer meint, er könne den Film an einem Sonntagnachmittag ohne heruntergelassene Rolladen rundherum anschauen, wird sich wundern. Egal, ob es „Das Versteck“ in Kapitel 4 ist oder der Coronet Raumhafen – wer hier Details erkennen möchte, muss umliegende Lichtquellen ausmerzen – und zwar konsequent.
Aufgrund dieser Dunkelheit der meisten Szenen des Films lassen sich echte Auflösungs-Vorsprünge durch die (fast) native 4K-Darstellung nicht ausmachen. Bisweilen hat man beim „Genuss“ der Ultra-HD fast das Gefühl, der Fernseher wäre in seine Schutz-/Schonschaltung aufgrund eines zu langen Standbildes gegangen. Leider führt das bisweilen soweit, dass dunkle Oberflächen ins Clipping fallen und dort nur als graubraun-matschige Artefakte zu erkennen sind. Auch bei Schwenks ins All wird dieses Problem zusammenbrechender Schwarzwerte offenbar – optisch ähnlich einer Banding-Problematik. Erst mit der Ankunft auf Savareen gibt es endlich mal etwas hellere Szenen, wobei selbst hier der Kollege im Tower noch arg undifferenziert vor dem hellen Hintergrund erscheint. Außerdem sieht man selbst hier dem Bild an, dass mit Graufiltern gearbeitet wurde, um die Helligkeit ja nicht „Überhand“ nehmen zu lassen. Schon beim Eintritt Solos in eine notdürftig mit Planen verhangene Unterkunft lassen sich wiederum nur schwerlich Details erkennen – und das am hellichten Wüsten-Sonnentag.
Akustisch bleibt Disney beim seit geraumer Zeit eingeschlagenen Weg, nur noch magere Dolby-Digital-Plus-Spuren fürs deutsche Publikum abzuliefern. Daran ändert leider auch Solo: A Star Wars Story nichts. Der mit (immerhin) 1.0 Mbps laufende Track ist zudem gegenüber anderen Filmen spürbar leiser, sodass zunächst mal eine Lautstärke-Anhebung vonnöten ist. Dann allerdings klingt er so übel nicht und hat sogar Substanz – auch wenn das Anwerfen der Turbinen des M-68 über die dts-HD-Master-Spur des Originals doch noch eine Spur fetter klingt. Dennoch: Ein ähnlich ärgerliches Verhalten wie die beiden letzten Marvel-Outputs, deren Dynamik und Feinzeichnung praktisch kaum vorhanden waren, legt diese Tonspur nicht an den Tag. Ganz im Gegenteil: Für eine DD-Plus-Spur ist hier ordentlich was los. Die Räumlichkeit ist schon während der anfänglichen Verfolgungsjagd richtig klasse und die Schlacht drei Jahre später liefert eine Fülle an direktionalen Effekten. Dazu das massive Absetzen eines Läufers und wirklich wuchtige Explosionen – nein, das ist wirklich kein Ausfall, das ist eine echt ernst zu nehmende Tonspur mit einer vorzüglichen Abmischung, viel Druck und noch mehr Räumlichkeit. Das kann, darf und muss man auch mal loben – bei aller berechtigter Kritik am Bild dieses Films.
Die UHD liefert dann noch eine Dolby-Atmos-Abmischung mit True-HD-Kern fürs Englische. Während diese auf der regulären Ebene zunächst ebenso lebhaft aufspielt wie ihr dts-HD-Master-Pendant von der Blu-ray, fügt sie der Höhen-Ebene (das kennt man von Disney-Titeln) fast durchweg dezent auch die Filmmusik hinzu. Einen ersten dedizierten 3D-Soundeffekt gibt’s aber auch schon nach einer Minute, wenn Solo mit seinem Gleiter über die Kamera hinweg wuscht. Danach wird es allerdings auch wieder ruhig, was echte Geräusche angeht. So sieht man bspw. während der Verfolgung nach gut sieben Minuten mehrfach Funkengespratzel und Trümmerteile über die Kamera fliegen – das hätte man ruhig auch etwas auf die oberen Speaker vertonen dürfen. Dafür gibt’s dann die Lautsprecher- und Computer-Durchsagen ab 11’47, die ebenso über alle Heimkino-Lautsprecher ertönen wie das Signalhorn. Dennoch bleibt es ein auf und ab. Denn kurz darauf auf dem Schlachtfeld passiert so viel Action und Geballer oberhalb der Kamera, dass man sich schon fragen, darf, warum es dort ruhig bleibt. Wenn dann auch noch ein Kriegs-Gleiter über die Kamera fliegt und man nichts außer leiser Filmmusik von oben hört, hat hier jemand schlicht an den Reglern gepennt – zumal nach 22’50 eine praktisch identische Szenen wieder für einen 3D-Soundeffekt genutzt wird. Sieht man von der Filmmusik ab, gibt es ganze fünf Szenen mit dedizierten Höhen-Effekten. Nicht einmal, wenn der Millennium Falke optisch beeindruckend in Überlicht-Geschwindigkeit wechselt. Auch hier hätte man den akustischen Tunnel gerne mal auf die Heights legen dürfen. Da fragt man sich schon nach dem „Warum“ Warum beispielsweise nicht während des Zugüberfalls, wo immer wieder Geschosse aus den Blastern oberhalb der Köpfe einschlagen oder an ihnen vorbeifliegen. Warum nicht auf Kessel, wo Solo und Lando die Blaster-Geschosse nur so um die Ohren fetzen – teils sichtbar über der Kameraposition?
Deutsch: Dolby Digital Plus 7.1 – 90% (2D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 90% (2D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 40% (3D-Betrachtung)
Bonus (80%)
Das Bonusmaterial von Solo: A Star Wars Story liegt komplett auf einer dritten Disk – selbst die reguläre Blu-ray enthält ausschließlich den Film. Enthalten sind neben acht entfernten Szenen insgesamt neun Featurettes, in denen man beispielsweise Regisseur Ron Howard und sein Star-Ensemble an einem Star-Wars-Pokertisch sitzen und Anekdoten preisgeben sieht. Außerdem werden Lawrence und Sohn Jonathan, die Autoren des Films, vorgestellt. Man kümmert sich um die Neugestaltung des Millennium Falken und geht auch auf die Vergangenheit von Solo ein. Eine besonders interessante Geschichte ist die Analyse der Zugüberfall-Szene und natürlich bekommt auch Chewie sein eigenes Featurette.
Gesamtbewertung Solo: A Star Wars Story 4K Blu-ray (73%)
Solo: A Star Wars Story ist ein unterhaltsamer Beitrag im Star-Wars-Universum. Leider aber eben nicht mehr. Die Story wirkt zusammen geflickt und bleibt ohne echten Handlungsbogen auch reichlich spannungsarm. Als SW-Fan ist das Ganze natürlich deshalb unterhaltsam und witzig, weil man viele Verweise auf die späteren Filme geliefert bekommt und endlich erfährt, was Solo vor seinem Auftritt auf Mos Eisley erlebt hat. Und die Action, so viel sei gelobt, macht schon Spaß. Wenn man sie denn erkennen kann. Denn wer NICHT bei stockfinsterer Umgebung schauen kann, wird schon mit der viel zu dunklen und kontrastschwachen Blu-ray seine Probleme haben. Die UHD sumpft dann fast völlig ab – selten hatte ein A-Film so ein unterdurchschnittliches Bild. Wirklich Spaß macht hingegen der Ton, der trotz „nur“ DD+ richtig dynamisch und effektvoll geworden ist. Vergessen kann man hingegen die Atmos-Spur, deren Szenen mit dedizierten 3D-Soundeffekten faktisch an einer Hand abzählbar sind.
„Avengers: Infinity War“ ist auf Platz 4 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und so waren wir mehr als gespannt auf die 4K Blu-ray! „Avengers: Infinity War“ wird seinem Blockbuster-Ruf gerecht, unser Test deckt aber auch Schwächen auf!
Inhalt (90%)
Avengers – Infinity War treibt das MCU erstmals auf die größtmögliche Spitze und es sollte vor allem eins im Vordergrund stehen: Der Anspruch, den bisher spannendsten, dramatischsten und rasantesten Film des Universums verwirklichen. Um das zu bewerkstelligen, setzte man bei Marvel nicht mehr auf Joss Whedon, der die Vorgänger, realisierte, sondern inthronisierte die Brüder Anthony und Joe Russo. Die hatten sich schon mit The Return of the First Avenger und First Avenger: Civil War ihre MCU-Sporen verdient und schienen perfekt, um das vollkommen unübersichtliche Ensemble möglichst homogen zusammen zu führen. Man verrät nicht zuviel, wenn man sagt: Experiment geglückt. Und das vor allem, weil der Film nicht den Fehler begeht, alle Charaktere auf einem Haufen zu „verheizen“. Vielmehr teilen sich die Avengers auf, um die verschiedenen Steine zu beschützen. Es tun sich also mehrere Schauplätze auf, die jeweils mit den entsprechenden Rächern aufwarten. Das ist flüssig und emotional geschickt gemacht. Und es ist visuell atemberaubend. Schon alleine das Setdesign der galaktischen Schmiede Nidavellir ist großartig und hätte fast einen eigenen Film verdient.
Dr. Strange und Iron Man sind mit von der Partie
Fast noch wichtiger aber als die Verzahnung der zahlreichen Superhelden und die Erschaffung visueller Überwältigung war der Auftrag, einen furchteinflößenden Schurken zu etablieren – mithin der größte Schwachpunkt des Vorgängers. Es braucht nur wenige Momente mit Thanos, um zu wissen, dass die Russos diesen Fehler nicht noch einmal begangen haben. Josh Brolin verkörpert diesen Fels vom Titan mit einer Charaktertiefe, die eine Motion-Capturing-Figur seit Gollum aus Der Herr der Ringe nicht mehr besaß. Und er lässt aber auch absolut keinen Zweifel daran, dass er praktisch unbesiegbar ist. Mit riesigen Pranken hält er Thors Kopf in einer Hand und müsste nur zudrücken. Den Hulk besiegt er als wäre es eine Frühsport-Übung und zwei weitere Götter erledigt er im Vorbeigehen – nein, dieser Thanos ist nicht nur IRGENDEIN Gegner, er ist DER Gegner. Außerdem wird dieser Antagonist vor allem deshalb so stark, weil er eben nicht nur ein tumber Haudrauf-Typ ist, sondern einer, dessen Ziel man durchaus nachvollziehen kann.
Das „Team Thanos“ in Vollbesetzung, kurz bevor sie sich mit dem Raumstein wegteleportieren
Eine weitere große Herausforderung für Infinity War bestand darin, die ganzen bisher bereits gesponnenen Story-Fädennzusammen zu führen. So war die Rede von den Infinity-Steinen zuvor bereits in First Avenger, Thor – Dark Kingdom, Age of Ultron, Dr. Strange und Guardians of the Galaxy. Es fehlte erzählerisch also nur noch ein Stein, um dem Kinn-Monster vom Planeten Titan am Ende die größtmögliche Macht zu verleihen. Gleichzeitig ist Infinity War eine indirekte Fortsetzung zu First Avenger: Civil War. Denn die „Rächer“ sind nach wie vor gesplittet und zerstritten. Ihre Differenzen müssen sie für den gemeinsamen Kampf gegen den ultimativen Bösewicht nun bündeln und für den Moment begraben.
Leidenschaftliche Logikfehler-Sucher oder Goofs-Spotter werden sicher Kritik finden – aber als halbwegs objektiver Betrachter muss man vor den Russos wirklich den Hut ziehen. Selbst wenn man sich zwischendurch fragt, warum die unfassbare Macht, die Dr. Strange mit den Portalen erzeugen kann, nicht genutzt wird, um … na gut, lassen wir das. Trotz der vielleicht bisher düstersten Geschichte gibt es natürlich auch wieder den typischen Humor. Und der ist so gelungen wie eh und je. Wenn sich Star-Lord durch Thors Anwesenheit immer wieder in Eifersüchteleien und Hahnenkämpfen verliert oder Rocket am liebsten sämtliche coolen Gadgets aller Helden kaufen würde; wenn Dr. Strange Thanos‘ Reden mit sarkastischen Kommentaren begegnet oder wenn Stark Peter Parker per Ritterschlag zum Avenger macht. Dann macht das durchweg Spaß und unterscheidet sich eben typisch von den Kollegen aus dem DC-Universum.
Avengers: Infinity War wurde volldigital aufgenommen und größtenteils mit 6,5K am Ausgang gedreht. Allerdings wurde das Ergebnis nach mehrfach widersprüchlichen Aussagen fürs Digital Intermediate nun doch auf 2K runterskaliert, womit man es für die 4K-Scheibe wieder hochrechnen musste. Wer zudem gehofft hatte, dass die Vollformat-IMAX-Szenen im Film enthalten sind, wird enttäuscht – hier gibt’s durchgängig Breitbild in 2,39:1. Leider geht Disney auch in Sachen HDR einen Schritt zurück, nachdem zuletzt Black Panther oder auch Star Wars: Die letzten Jedi mit Dolby Vision ausgestattet wurden, gibt’s für Infinity War nur das übliche HDR10.
Das Bild lässt nur wenig beanstanden. Die CGI Effekte sind klasse. Plastizität und Detailgrad sind gut
Ebenfalls enthalten ist natürlich ein erweiterter Farbraum im Rahmen von Rec.2020. In der Praxis setzt es zunächst mal eine Überraschung. Denn HDR10 sorgt zwar für das (typischerweise) etwas dunklere Bild und satteres Schwarz, doch gerade die Farben-Vielfalt im All ähnelt jener der Blu-ray durchaus. Selbst Rot und Grün zeigen sich nur minimal intensiver. Aufgrund der höheren Dynamik werden allerdings viele Spitzlichter differenzierter dargestellt und überstrahlen nicht im selben Maße. Bei den Hautfarben profitiert die UHD von einer etwas neutraleren Note bei den hellhäutigen Darstellern. Schauspieler mit afroamerikanischem Hintergrund wirken noch dunkler und haben nicht den auf der Blu-ray zu beobachtenden, leichten Rotanteil. Insgesamt aber bewegt sich die UHD mit nur ganz leichten Kontrastvorteilen auf dem Niveau der Blu-ray.
Bei der Auflösung allerdings sieht man sogar bei Komplettbildern Vorteile auf Seiten der UHD. Manchmal bezweifelt man hier, ob es sich (nach langem hin und her in den Daten-Aufzeichnungen) tatsächlich um ein 2K-Upscale oder doch um eine native 4K-Scheibe handelt. Denn für ein 2K-Upscale sieht die UHD wirklich vorzüglich aufgelöst aus.
Beim Ton von Avengers: Infinity War geht Disney leider den zuletzt beständig beschrittenen Weg, die deutsche Fassung nur mit einem Dolby-Digital-Plus zu beliefern. Doch zunächst mal das Positive: Während der großen Schlachtszenen darf man durchaus erfreut sein über die zahlreichen direktionalen Effekte. Allerdings gibt’s hier schon die erste Kritik. Denn viele Effektsituationen sind erstaunlich vordergründig und spielen sich oft vornehmlich auf der Front ab. Ebenfalls nur mittelmäßig ist die Einbettung der deutschen Stimmen. Gerade während der lauten Kampfszenen wirken sie dumpf und alles andere als klar und akzentuiert. Noch ärgerlicher ist aber die wie bei Black Panther erneut zu Wünschen übrig lassende Dynamik sowie der unterforderte LFE.
Schon das landende Raumschiff von Ebony Maw und Cull Obsidian lässt den Subwoofer seltsam unbeschäftigt. Noch schlimmer wird’s dann im Kampf zwischen Stark und Dr. Strange auf der einen und den beiden „Botschaftern“ auf der anderen Seite. Wenn Iron Man seine neue Nanotechnologie einsetzt und den Cull wegschleudert, kracht es mehr oder weniger auf einem Frequenzbereich ohne große Höhen und Tiefen. Da darf man sich schon mal fragen, was die Soundmix-Abteilung bei Disney/Marvel reitet, ihre Filme derart undifferenziert und ohne dynamische Spreizung zu mastern. Positiv sei hervorzuheben, dass – wenn man die Lautstärke deutlich anhebt – die wenigen Szenen mit relativ gutem Bassvolumen dann recht eindrucksvoll klingen. Beispielsweise, wenn sich Thanos den Infinity-Stein aus dem Tesserakt einverleibt oder zuvor dem Hulk zeigt, wer die Hosen anhat. Immer wieder gibt es vereinzelte Szenen, die entsprechend wuchtig erscheinen.
Explosionen und Bässe gibt es zu Hauf. Wenn man etwas an diesem Film auszusetzen hat, dann der Sound, der hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt
Insgesamt ist Avengers: Infinity War also durchaus etwas besser als Black Panther – dennoch: Gerade in den großen Schlachten im Finale bleibt der Sound seltsam einheitsbreiig und lässt echte Spitzen im Frequenzband vermissen. Die UHD enthält zudem eine Atmos-Fassung fürs Original. Die klingt auf der regulären Ebene kaum anders als ihr dts-HD-MA-Pendant, also auch nicht sonderlich dynamisch oder differenziert. Natürlich addiert sie aber eine Höhen-Ebene hinzu. Der erste direktionale Effekt ist das Knarzen und Krachen im Raumschiff, nachdem Thanos den Stein aus dem Tesserakt eingesetzt hat. Auch der Hulk bricht effektvoll durchs Dach und der kurze Zeit später fallende Baum landet beinahe auf dem Zuschauer. Nett auch, wenn sich Peter von oben auf den Zuschauer herabspinnt und das mit einem schicken Soundeffekt begleitet wird.
Während die Filmmusik in den dramatischeren Szenen fast pausenlos von oben mitspielt, sind es aber vor allem die Wusch-Effekte des Energiestrahls, der Protagonisten in die Raumschiffe des Feindes hochzieht. Ansonsten muss man leider attestieren, dass viele Möglichkeiten ungenutzt bleiben. Da hört man hier mal ein kurzes Klicken, wenn Peter sein Netz oberhalb des Zuhörers spinnt oder der Iron Man saust mal über den Köpfen vorbei. Viele optisch sehr eindrucksvolle Effekte, die auf einer höheren Ebene stattfinden wie bspw. der Angriff auf Gamoras Heimatplaneten durch die organischen Raumschiffe oder auch die zentrifugalen Geräusche bei der Reaktivierung der Schmiede hätten durchaus auch auf die Heigths gehört. Da ist es dann schon fast überraschend, wenn Falcon und War Machine mal von hinten über die Köpfe hinwegfegen. Fallen dann aber (fast direkt) im Anschluss die Aliens aus den Raumschiffen direkt von oben auf die Kamera … bleibt’s still. Trotz einiger (weniger) cooler Effekte – hier passiert für einen solchen Film schlicht zu wenig in Sachen 3D-Sound.
Deutsch: Dolby Digital Plus 7.1 – 80% (2D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 80% (2D-Betrachtung)
Englisch: Dolby Atmos – 65% (3D-Betrachtung)
Bonus (70%)
Das Bonusmaterial liegt bis auf den Audiokommentar zum Film, der auch auf der UHD zu finden ist, komplett auf der Blu-ray. Zunächst gibt’s optional ein Intro der Regisseure Joe und Anthony Russo vor dem Start des Films. Die unvermeidlichen Pannen vom Dreh eröffnen dann den Featurette-Bereich und gehen über insgesamt vier zusätzliche Szenen weiter zu insgesamt vier echten Hintergrundberichten. In „Neue Teams“ geht’s fünf Minuten lang um die Zusammenführung aller Charaktere aus den bisherigen Filmen des MCU; wie man sie kollaborieren und in eine gemeinsame Schlacht ziehen ließ. „Der wahnsinnige Titan“ kümmert sich dann etwa sieben Minuten um den Antagonisten Thanos und um dessen Motivation. Dazu gibt es dann noch zwei Featurettes über die Schlacht auf Titan und in Wakanda. Hier wird vor allem die Planung und die Arbeit an den CGIs sowie am Setdesign herausgestellt.
Gesamtbewertung Avengers: Infinity War 4K Blu-ray (87%)
Ja, Avengers: Infinity War hat in der Überlegenheit von Thanos und der Macht der Infinity-Steine durchaus Logiklöcher. Lässt man das aber beiseite, ist den Russo-Brüdern ein unglaublich unterhaltsamer, rasanter, visuell fantastischer MCU-Beitrag gelungen, der vor allem in puncto Bösewicht und dessen Schergen überzeugen kann. Die Dramatik des Finales ist bisher einzigartig im Marvel-Universum und macht extrem viel Lust auf den abschließenden vierten Avengers-Film.
Typisch Starlord… das Aufgebot an Superhelden war nie größer. Der Film ist einfach große Klasse
Die UHD bringt das Geschehen gegenüber der Blu-ray noch etwas plastischer und schärfer rüber, muss sich innerhalb einer UHD-Bewertung aber mit einer etwas geringen Prozentzahl zufrieden geben als ihr BD-Pendant. Denn das liefert innerhalb vergleichbarer Blu-rays fast optische Perfektion ab. Leider ist erneut ein Disney-/Marvel-Titel mit einem zwar sehr effektvollen, aber wenig differenzierten Ton ausgestattet. Den Bombast der Bilder kann er nicht in dem Maße wiedergeben, wie man es sich wünschen würde. Auch die Atmos-Fassung der Originalsprache auf der UHD lässt Potenzial liegen und dürfte deutlich öfter ins Geschehen eingreifen.