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LGs UBK90 4K Player nutzt alte Komponenten des UP970 (Rebranding)

Neues Modell neue Hardware? Nicht im Fall des LG UBK90 4K UHD Blu-ray Players. Das neue Modell nutzt die gleichen technischen Komponenten wie der Debüt-Player UP970. Einziger Unterschied: Der Preis!

Rebranding ist keine schöne Sache. Es suggeriert dem Verbraucher „Hier bekommst du etwas neues“, dabei handelt es sich meist um Vorgänger-Produkte mit einem neuen Namen oder leicht geändertem Design. Als wir den UBK90 geliefert bekommen haben, hat sich unser Eindruck von den Produktblättern bestätigt. Der Formfaktor sowie die Anordnung der Anschlüsse passt zu 100% mit den 2017er Modell UP970 überein. Das hat uns dann doch etwas stutzig gemacht und wir haben das Gerät einmal aufgeschraubt. Der „Deckel“ war auch nur mit je drei Kreuzschrauben befestigt und somit war es kein Problem an das Innere der Geräte zu gelangen.

Neuer Name – alte Bauteile

Die Bauteile im UBK90, wie die Hauptplatine, und die Strom-Sektion sind alle mit „UP970“ gelabelt. Auch das Sony 4K Laufwerk ist das gleiche. Es besteht kein Zweifel, dass LG hier die Komponenten seines Debüt-Players unter einem neuen Namen in 2018 verkauft. Im Grunde genommen ist das kein Problem, gibt es dem Hersteller die Möglichkeit Probleme und Fehler der Vorgänger-Modelle zu beheben. In diesem Fall ist der einzige Unterschied eine zusätzliche Einfassung des 4K Blu-ray Laufwerks, welches eine höhere Laufruhe ermöglichen soll.

Beide Player UBK90 und UP970 basieren auf der Technik (Hauptplatine, Strom-Sektion, 4K Laufwerk) des 2017er Modells UP970
Beide Player UBK90 und UP970 basieren auf der Technik (Hauptplatine, Strom-Sektion, 4K Laufwerk) des 2017er Modells UP970

Dolby Vision HDR ab Werk

Dieses „Upgrade“ erhielten Käufer eines UP970 jedoch kostenlos, wenn sie ihren Player zum Kundenservice gebracht haben (kostenlos). Wir haben aber natürlich beide Player nochmals angeschlossen und auch die Menü-Oberfläche und die Funktionen der Geräte sind gleich. Das Menü ist immer noch nicht hochauflösend und es fehlen auf jeden Fall weitreichende Einstellungsmöglichkeiten und zusätzliche Apps (z.B. Amazon Prime Video). Wenigstens unterstützt der UBK90 bereits ab Werk das Dolby Vision HDR-Format. Die Update-Odyssee des Vorgängers kann man sich somit sparen.

Auch die Anschlüsse sind gleich. Selbst an der Menü-Oberfläche des UBK90 wurde nichts geändert
Auch die Anschlüsse sind gleich. Selbst an der Menü-Oberfläche des UBK90 wurde nichts geändert

100 Euro Preisdifferenz

Wieso LG diesen Schritt gewählt hat bleibt wahrscheinlich ein Firmengeheimnis. Vielleicht ist das Player-Geschäft nicht rentabel genug, weswegen man kein weiteres Geld in die Entwicklung steckt, oder man hat einfach noch zu viele Komponenten der ersten Gerätegeneration „rumliegen“. Das ist womöglich auch der Grund, wieso der koreanische Hersteller die Geräte nicht groß angekündigt hat.

Für uns steht fest, wir werden den UBK90 zurücksenden. Selbst wenn wir einen zweiten 4K Blu-ray Player benötigen würden, wäre das „neue“ Modell aufgrund des höheren Preises keine Option. Man zahlt kurz nach Markteinführung gute 240-250 Euro für das Gerät, den Vorgänger UP970 gibt es für 140 Euro und oft noch günstiger! Und der schöne neue Deckel ist und nun wirklich nicht die 100 Euro Differenz wert…

Im Inneren des UBK90 schlummern die "alten" Bauteile des UP970. Die Preisdifferenz von rund 100 Euro ist nicht gerechtfertigt
Im Inneren des UBK90 schlummern die „alten“ Bauteile des UP970. Die Preisdifferenz von rund 100 Euro ist nicht gerechtfertigt

Diveo: App steht ab sofort für Smart-TVs von Samsung zur Verfügung

Samsung macht mit Diveo gemeinsame Sache: Wir hatten ja erst vor kurzem über die Set-Top-Box des Anbieters berichtet. Diveo erlaubt über seine MZ-101 den Empfang der Privatsender in HD auch ohne HD+. Nun gibt zudem eine App für die Smart-TVs von Samsung ihren Einstand.

Laut Diveo und Samsung erscheint die App nicht nur für Modelle aus den Jahren 2017 und 2018, sondern auch für ältere Fernsehgeräte der Südkoreaner von 2016. Wir können etwa aus erster Hand bestätigen, dass die App für Diveo an den Samsung SUHD TV KS8090 nutzbar ist. Aus technischer Sicht agiert die App im Grunde wie eine virtuelle Set-Top-Box.

Entwickelt wurde die Anwendung von der M7 Group S.A., welche hinter der Marke Diveo steckt. Dabei handelt es sich um eine spezielle App für Samsungs Plattform Tizen. Samsung setzt Tizen als Betriebssystem aber nicht nur für seine Smart-TVs ein, sondern beispielsweise auch für seine Smartwatches. Wer bereits bei Diveo Kunde ist, kann die App an den kompatiblen Fernsehern von Samsung kostenlos nutzen. Alle anderen haben 30 Tage Zeit gratis reinzuschnuppern, bevor sie zur Kasse gebeten werden. Voraussetzung zur Nutzung von Diveo ist ein Satellitenanschluss.

Diveo verknüpft dabei quasi Satellit mit Internet-TV. Auf diese Weise erhalten Kunden Zugriff auf bis zu 70 Programme in HD-Qualität, Mediatheken und auch eine digitale Videothek. Zudem stehen Zusatzfunktionen stramm. Dadurch ist etwa der Neustart einer laufenden Sendung möglich. Auch Aufnahmen in der Cloud zählen zu den Features. Besitzer eines Samsung Smart-TVs mit Diveo dürfen die Angebote auch auf bis zu fünf mobilen Endgeräten nutzen.

Diveo ist ab sofort über den App Store von Samsung installierbar

Beziehbar ist die neue App von Diveo an den in Frage kommenden Smart-TVs ab sofort über den App Store von Samsung. Ein entsprechender Hinweis prangte bei uns auch direkt im zentralen Hauptmenü. Diveo ist damit also quasi nicht zu übersehen. Auch wenn die ersten 30 Tage der Nutzung kostenlos sind, fallen danach je nach Paket 7,90 bis 16,90 Euro im Monat als Kosten an.

Diveo MZ-101
Diveo MZ-101: TV-Box bietet Privatsender in HD auch ohne HD+

Das Angebot von Diveo unterstreicht wie sehr Samsung Smart TV-Nutzer vom Zusammenspiel klassischer linearer Inhalte und den Komfortfunktionen moderner Smart TVs profitieren können – so entsteht das TV-Erlebnis der Zukunft„, klopft sich Mike Henkelmann, Director Marketing AV Samsung Electronics GmbH, selbst auf die Schulter. Nun entscheiden freilich die Kunden, ob Diveo als App an den Smart-TVs von Samsung auf lange Sicht Erfolg beschert sein wird.

Yamaha RX-S602: Slimline 5.1-AV-Receiver mit Dolby Vision & DAB+

Yamaha präsentiert seinen neuen Slimline-AV-Receiver RX-S602. In dem kompakten Chassis versteckt sich ein 5.1-Kanal-Receiver mit 4K Ultra HD inkl. Dolby Vision HDR, MusicCast Surround-Erweiterung und DAB+ Radio. Der RX-S602 soll im September 2018 in den Handel kommen.

Wer wenig Platz hat oder nicht möchte, dass die HiFi-Anlage sich nicht allzu prominent im Heimkino-Setup präsentiert, für den sind die Slimline-Modelle von Yamaha vielleicht genau das richtige. Mit einer Bauhöhe von gerade einmal 111 mm sollte das Gerät in so ziemlich jedes TV-Möbel passen. Wer sich für den RX-S602 entscheidet, muss nicht neuste Features verzichten und kann zudem hochwertigen 5.1-Surround-Sound genießen. Wer später einmal auf 3D-Raumklang mit Dolby Atmos oder DTS:X aufrüsten möchte, dem empfehlen wir die neuen AVENTAGE oder RX-85-Modelle.

125 Watt & YPAO Einmessautomatik

Yamaha hat sich Mühe gegeben, die wichtigsten Features in den RX-S602 zu integrieren. Die Verstärkersektion mit 5.1 Kanälen hat eine effektive Ausgabeleistung von maximal 125 Watt (1 Kanal – 6 Ohm, 1kHz, 10% THD), auf zwei oder mehr Kanäle aufgeteilt sind 60 Watt oder weniger. Immer noch genug Leistung um kleine oder Mittlere Satelliten mit genug Power zu versorgen. Eingemessen wird mit der bewährten YPAO-Automatik (Mikrofon im Lieferumfang enthalten).

Der RX-S602 ist in den Farbvarianten Schwarz, Weiß und Titan erhältlich
Der RX-S602 ist in den Farbvarianten Schwarz, Weiß und Titan erhältlich

Das Surround-Setup lässt sich mittels „MusicCast Surround Technologie“ und kompatiblen Lautsprechern (z.b. MusicCast 20 & MusicCast 50) beliebig erweitern. So soll der Raumklang „virtuell“ erweitern und soll noch kraftvoller werden. Die Anzahl der angesteuerten Kanäle bleibt aber auf 5.1 beschränkt. Yamaha verspricht aber einnehmenden Klang auf dem Niveau eines 7.1 Systems mit der CINEMA DSP 3D Technologie.

Hi-Res Audioformate

Nicht nur Filme und Serien profitieren von den Klangeigenschaften des RX-S602. Die MusicCast-Technologie verbindet alle Geräte im lokalen Netzwerk und erlaubt so Multiroom-Klangwelten – und das komplett kabellos. Auch Hi-Res-Audioformate wie FLAC (92 kHz / 24-bit) und WAV (192 kHz / 32-bit) oder Apple Losless (96 kHz / 24-bit) werden unterstützt. In diesem Zuge muss auch das Musikstreaming und digitale DAB/DAB+ Radio erwähnt werden. Dem Nutzer stehen damit tausende Radiosender in bester Qualität zur Verfügung. Über Streamingdienste wie Spotify, Napster oder Deezer kann man sich vom linearen Programm der Radiosender lösen und seine Lieblingshits abspielen.

HDMI 2.0 mit Dolby Vision & HLG

Die HDMI 2.0 Anschlüsse (4 Eingänge / 1 Ausgang) unterstützen 4K Ultra HD Inhalte mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde unter Berücksichtigung des BT.2020 Farbraumes, erweiterten Dynamikumfang (HDR10, HLG & Dolby Vision) und einer 4:4:4 Farbunterabtastung. Auf der Rückseite des RX-S602 sind neben den HDMI-Schnittstellen auch die Anschlüsse für die Lautsprecher, ein koaxialer und optischer Audio-Ausgang, ein Component-Videoausgang, Ethernet-Anschluss (LAN) sowie zwei zusätzliche AUX-Eingänge (Audio 2/3). An der Front gibt es dann noch einen Kopfhörer-Anschluss, ein AUX-Eingang (Klinke 3.5mm), ein USB-Eingang sowie ein weiterer Klinkenstecker für das YPAO Einmessmikrofon.

Anschlüsse auf der Rückseite des RX-S602
Anschlüsse auf der Rückseite des RX-S602

„Lass uns reden“

Zuletzt wäre noch die Unterstützung für Amazons Sprachassistenten Alexa zu erwähnen. Der RX-S602 zeigt sich kompatibel zu den Amazon Echo und Echo Dot Geräten und lässt sich darüber auch steuern. Mit Befehlen wie „Alexa, sag MusicCast spiele Favoriten 1 in der Küche.“ bleibt der Griff nach der Fernbedienung überflüssig.

Unterschiede zum Vorgänger RX-S601:

Was hat Yamaha im Vergleich zum Vorgängermodell RX-S601 verbessert bzw. verändert? Der AV-Receiver RX-S602 unterstützt bereits ab Werk Dolby Vision und HLG (Hybrid-Log Gamma). Zudem können alle HDMI Ein- und Ausgänge HDCP 2.2 verschlüsselte Inhalte verarbeiten. Dafür gibt es „nur“ noch 4 HDMI-Eingänge (RS-S601 hatte sechs). Die Einbindung zusätzlicher kabelloser MusicCast-Lautsprecher in das Klang-Setup ist ebenfalls neu. Auch die Ansteuerung einer zweiten Audio-Zone suchte man beim Vorgänger vergeblich. Insgesamt ein sinnvolles Upgrade. Lediglich die vier HDMI-Eingänge könnten dem ein oder anderen Nutzer zu wenig sein.

Preis & Verfügbarkeit RX-S602:

Der 5.1 AV-Receiver Yamaha RX-S602 mit Slimline-Gehäuse ist in den Farben Schwarz, Titan und Weiß erhältlich. Ab September 2018 soll das Modell in den Handel gelangen. Einen Preis nannte Yamaha noch nicht.

Bildergalerie:

Test: „Stirb langsam“ 4K Blu-ray – Action-Klassiker mit Horror-Ton

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Als 20th Century Fox ein Remaster des Action-Klassikers „Stirb langsam“ auf 4K Blu-ray angekündigt hat, stieg die Hoffnung auf eine hochwertige Bild- & Tonverarbeitung. Visuell kommt die 4K Blu-ray von „Stirb langsam“ noch ganz gut daher, die deutsche Tonspur ist dagegen einfach schlecht.

Inhalt (90%)

Was John McTiernan, der zuvor schon für den legendären ersten Predator verantwortlich zeichnete, mit dem 1988 produzierten Stirb Langsam fabrizieren sollte, konnte zu dem Zeitpunkt wohl noch keiner ahnen. Mit einem weltweiten Einspiel von gut 140 Mio. Dollar ist das (selbst inflationsbereinigt) kein gigantischer Erfolg. Was der Film aber gerade im Nachgang über die Videoauswertung erzielen konnte, lässt sich nicht auf das bloße Kino-Einspiel reduzieren. Der Film wurde zum Kult, John McClane zur Kultfigur und Bruce Willis avancierte zum höchst dotierten Schauspieler und absolutem Superstar. Vier Fortsetzungen folgten und „Yippie-ya-yeah, Schweinebacke!“ wurde zu einem der meist zitierten Einzeiler der Filmhistorie überhaupt. Dem in den 80ern vor allem von Stallone und Schwarzenegger dominierten Action-Kino, das vornehmlich von Muskelprotzen geprägt war, setzte McTiernan mit MClane/Willis einen hemdsärmeligen Typen gegenüber, der vielmehr durch eine große Portion Selbstironie auffiel, denn durch Testosteron-Überschuss in den Adern.

Die Figur des John McClane (Bruce Willis) war ein frischer Wind im Action-Segment. Verletzlich, fluchend mit Geühlen! | Bildquelle: blu-ray-rezensionen.net

Dass man diesen Weg ging, liegt aber gerade an Willis. Denn eigentlich sollte McTiernan die Fortsetzung zu Schwarzeneggers Phantom-Kommando inszenieren. Dann jedoch hatte der Österreicher darauf keine Lust, weshalb das Projekt Stirb Langsam in Angriff genommen wurde. Auch hier war Willis, der zuvor vor allem als Serien-Sidekick von Cybill Shepherd in Das Model und der Schnüffler aufgefallen war, nach Kollegen wie Harrison Ford, Mel Gibson oder sogar Stallone nur die sechste! Wahl für die Hauptrolle.

Dass man sich manchmal mit seinen eigentlichen Plänen irren kann, zeigt der fertige Film dann eindrucksvoll. Gerade das Frische an der Besetzung mit sorgte am Ende für den Witz und die emotionale Bindung an die Figur des McClane. Wir hatten es nicht mit einem unverwundbaren Held zu tun, der praktisch ohne Kratzer als Einmann-Kampfmaschine durch den Film wütet, sondern mit einem verwundbaren und sogar sensiblen Charakter, der sich durch das Szenario blutet, schwitzt und flucht. Das war nicht nur frisch, sondern anders und schlicht unglaublich unterhaltsam.

Bildqualität (75%)

Stirb Langsam wurde 1988 selbstverständlich noch vollständig analog gefilmt. Laut Aussage des Anbieters wurde von diesem Original-Filmmaterial ein komplett neuer Scan in 4K angefertigt, der dann über ein 4K Digital Intermediate auch auf der UHD landete. Zum 30. Jubiläum gibt’s deshalb die bisher bestmögliche Umsetzung dieses Klassikers.
Und besser ist sie in der Tat in vielen Bereichen. Der Auflösung sieht man ihre höhere Pixelanzahl durchaus an. Selbst im laufenden Bild wirken Texturen und bspw. die typischen 80er-Jahre-Computerschriften klarer. Auch die Close-ups haben noch mehr Plastizität. Feine Details im Hintergrund wie Jalousien sind klarer definiert und besser erkennbar.

Der Qualitätsgewinn kommt in den meisten Fällen von der erweiterten Bilddynamik (HDR)
Der Qualitätsgewinn kommt in den meisten Fällen von der erweiterten Bilddynamik (HDR) | Bildquelle: blu-ray-rezensionen.net

Durch die Integration von HDR10 und einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum gibt’s mehr Kontrastumfang und eine etwas andere Farbgebung. Während Rot- und Orangetöne deutlich kräftiger erscheinen (vor allem bei Explosionen), erhalten Hauttöne mehr Rotanteil, wirken deshalb nicht mehr so extrem goldbraun. Das führt zu einer wesentlicher natürlicheren Hautdarstellung. Da die 4K-Scheibe etwas dunkler abgestimmt ist, muss man bei schwächeren Fernsehern schon mal das Restlicht etwas minimieren. Insgesamt gehen aber keine Details verloren und Schwarz ist noch mal eine Spur satter.

Tonqualität (60%)

Der Sound ist leider identisch mit jenem der bisherigen Blu-ray. Hier muss man leider massive Abstriche machen, was die deutsche Fassung von Stirb Langsam angeht – und das liegt nicht mal an der Standard-dts-Spur, die einer dts-HD-Master-Fassung fürs Original gegenübersteht.

Das Hauptproblem ist der dumpfe und dröhnige Sound der hiesigen Abmischung. Dialoge sind ziemlich muffig und schon ganz dezent dynamische Szenen werden mit einem dumpf-grollendem Teppich zugematscht. Besonders gut schon nach knapp einer Viertelstunde zu hören, wenn der Laster mit den Gangstern um die Ecke biegt. Was im Original vielleicht etwas zu frontlastig vertont ist, aber homogen daher kommt, klingt über die deutsche Version zwar räumlicher, aber furchtbar brummelig. Auch sämtliche anderen Actionmomente sind ärgerlicherweise um ihre höherfrequenten Anteile beschnitten. Wenn Karl seine erste kleine Bombe ablegt und danach noch zwei Schüsse aus der schallgedämpften Waffe abfeuert, hört sich das im Deutschen zwar druckvoller an, aber eben auch so muffig, als hätte man eine Decke über die Mikrofone gelegt. Gänzlich ungelungen ist auch die Situation, wenn er die Rohre mit der Kettensäge kappt. Wo die Originalfassung einen realistischen Chainsaw-Sound integriert, brabbelt in der hiesigen Version der Subwoofer, wo es überhaupt keiner tieffrequenten Informationen bedarf. Es ist ja schön, wenn man es druckvoller machen möchte. Aber hier hat man es maßlos übertrieben und auch noch um die Höhenanteile gebracht.

Im Bewegtbild kommt auch immer wieder die erhöhte Auflösung des 4K-Scans zum Vorschein
Im Bewegtbild kommt auch immer wieder die erhöhte Auflösung des 4K-Scans zum Vorschein | Bildquelle: blu-ray-rezensionen.net

Die Stimmen kommen im Gegensatz zum Original zwar unmittelbarer und eigentlich verständlicher zum Gehör, zischeln aber etwas bei S-Lauten und gehen im Gebrabbel der Action durchaus mal unter. Gleichzeitig darf man dennoch auch über den Original-Sound meckern. Denn der ist zwar ausgewogener und überhaupt nicht dumpf, aber praktisch frei von Surround-Effekten. Das Geschehen bleibt auf die Front beschränkt und wird nur ganz dezent mal auf die rückwärtigen Speaker geöffnet.

  • Deutsch: DTS Digital 5.1 – 60%
  • Englisch: DTS-HD MA 5.1 – 70%

Bonus (50%)

Das Bonusmaterial von Stirb Langsam fällt nicht sonderlich üppig aus. Das einzige Featurette ist das „Berichterstattungs“-Feature, das die TV-Reportage in voller Länge zeigt. Dazu gibt es einige Trailer und TV-Spots sowie eine Bildergalerie.
Das Meiste an Information muss man sich deshalb aus den beiden Audiokommentaren holen, die zum einen von McTiernan und Produktionsdesigner De Govia sowie von Richard Edlund, dem Produzenten der visuellen Effekte eingesprochen wurden. Letzterer ist szenenspezifisch, dafür aber gerade aus technischer Sicht sehr informativ. Gerade weil Edlund auf die damaligen Beginne der digitalen Projetion in Kinos eingeht.

Bösewicht Hans Gruber (Alan Rickman) erklärt den Geiseln "den Ablauf"
Bösewicht Hans Gruber (Alan Rickman) erklärt den Geiseln „den Ablauf“ | Bildquelle: blu-ray-rezensionen.net

Gesamtbewertung „Stirb langsam“ – 4K Blu-ray (75%)

Stirb Langsam ist auch heute noch ein echtes Filmerlebnis mit hochspannender Inszenierung und tollen Darbietungen von Willis und Rickman. Die UHD räumt nun mit einem Bildproblem der BD auf und liefert die angenehmeren Farben sowie den dynamischeren Kontrast. Leider ist der Ton noch der Gleiche geblieben, was weniger schön ist.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 17. Mai 2018 Review am: 16. Mai 2018
Erscheinungsjahr Film: 1988 Laufzeit: 132 Minuten
Filmstudio: Universum Film FSK: Ab 16 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS Digital 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: LG UP970

Stirb langsam Trailer:

Warner bestätigt „Ocean’s 8“ 4K Blu-ray für den 08. November 2018

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Warner Home Video bestätigt die Veröffentlichung von „Ocean’s 8“ auf DVD, Blu-ray und 4K Blu-ray. Der Blockbuster startet in den deutschen Kinos am 08. Juni und wird erst am 08. November 2018 sein physisches und digitales Debüt feiern. 

Neues Team, neuer Auftrag. Die Schwester von Danny Ocean, Debbie Ocean (Sandra Bullock), rekrutiert eine siebenköpfige Frauen-Crew um den Raub des Jahrhunderts durchzuziehen. Ziel ist die Met Gala in New York auf der es von Prominenten nur so wimmelt. Die Charaktere werden wie in den Ocean’s-Filmen üblich aufgrund ihrer speziellen Fähigkeiten ausgesucht. Neben Sandra Bulluck gesellt sich so auch noch Cate Blanchett, Anne Hathaway, Mindy Kaling, Sarah Paulson, Awkwafina, Rihanna und Helena Bonham Carter zur Truppe dazu.

„Ocean’s 8“ mit Dolby Vision

Die Besetzung liest sich zum Teil wie ein weiblicher „The Expendables“ Cast, könnte dem Film aber das gewisse Etwas geben. Ausführliche Informationen zum Kinomaster liegen noch nicht vor. Gefilmt wird mit den Arri Alexa Kameras. Eine Auflösung von 2.8K oder 3.4K ist somit nicht unwahrscheinlich. Auch ein Dolby Vision Workflow soll zum Einsatz kommen. Warner ist dazu bekannt, sich für seine 4K Veröffentlichungen sich auch am qualitativ bestmöglichen Material zu bedienen. Auch eine unkomprimierte Dolby Atmos-Tonspur ist gut möglich.

Bleibt zu hoffen, dass die Story etwas aufgefrischt wird und es nicht in einem Debakel wie dem „Ghostbusters“-Reboot endet.

Trailer „Ocean’s 8“:

4K Blu-rays der „Mission: Impossible“-Filme erscheinen am 19. Juli 2018 (Update)

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Plant Paramount bereits die Veröffentlichung der „Mission: Impossible“-Filme auf 4K UHD Blu-ray? Die UHD-Releases von „Mission: Impossible 1-5“ sind bereit auf Amazon.com gelistet. Eine Bestätigung für den deutschen Handel steht bislang aus.

Update 31-05-2018: Die Mission Impossible 4K Blu-rays werden parallel zur regulären Version auch als Steelbook-Variante erscheinen. Das gab Paramount vor kurzem bekannt. Bislang werden Teil 2-5 auf Amazon.de gelistet. Das M:I-Debüt sollte aber bald folgen. Abbildungen der Steelbooks gibt es leider noch nicht.

Update 30-04-2018: Paramount Home Entertainment bestätigt die deutschen Releases der „Mission: Impossible“-Filme sowie „Teenage Mutant Ninja Turtles“. Die 4K Blu-rays erscheinen am 19. Juli 2018 über den Vertrieb von Universal Pictures Home Entertainment. Die Cover-Abbildungen versprechend 2-Disc-Boxen mit 4K & HD Blu-ray sowie ein HDR10-Mastering.

Originalbeitrag: In den USA sind die Filme für den 26. Juni 2018 geplant. Hintergrund ist sicherlich der Kinostart des neuen „Mission: Impossible – Fallout“ der in den USA bereits am 27. Juli Premiere feiert. In Deutschland startet der Action-Thriller am 02. August 2018 in den Kinos. Da Paramount erst seine Planungen bis Juni 2018 veröffentlicht hat, stehen die Chancen noch ganz gut, dass wir auch in den Genuss der 4K Remaster kommen.

Die „Mission: Impossible“-Filme würden hierzulande über Universal Pictures Home Entertainment ausgeliefert. Über die Ausstattung lässt sich derzeit leider nur spekulieren. Die Wartezeit zu den Filmen kann man sich derweil mit einem Blockbuster aus unserer 4K Blu-ray Übersicht vertreiben.

Reguläre 4K-Versionen:

4K Steelbooks:

Die finalen Cover der 4K Blu-rays von "Mission: Impossible" und "Teenage Mutant Ninja Turtles"
Die finalen Cover der 4K Blu-rays von „Mission: Impossible“ und „Teenage Mutant Ninja Turtles“

Geplante 4K Blu-rays von Paramount:

  • 23.08.2018 – A Quiet Place (bestellen)
  • 23.08.2018 – A Quiet Place – Steelbook (bestellen)
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible (bestellen)
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible 2 (bestellen)
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible 3 (bestellen)
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible – Ghost Protokol (bestellen)
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible – Rogue Nation (bestellen)
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible – Steelbook
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible 2 – Steelbook (bestellen)
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible 3 – Steelbook (bestellen)
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible – Ghost Protokol – Steelbook (bestellen)
  • 19.07.2018 – Mission: Impossible – Rogue Nation – Steelbook (bestellen)
  • 19.07.18 – Teenage Mutant Ninja Turtles (bestellen)
  • 14.06.18 – Der Soldat James Ryan (bestellen)
  • 14.06.18 – Forrest Gump (bestellen)

Apple veröffentlicht AirPlay 2: Diese Geräte profitieren von der Multiroom-Unterstützung

Apple hat mittlerweile nach langer Wartezeit die finale Version von iOS 11.4 für seine mobilen Endgeräte veröffentlicht. Sowohl die iPhone als auch iPad plus der iPod Touch erhalten also aktuell ein Update auf das neue Betriebssystem. Zeigleich hält auch Airplay 2 Einzug, über das wir bereits mehrfach berichtet haben.

Auf die weiteren, technischen Neuerungen in Apple iOS 11.4 wollen wir an dieser Stelle nicht eingehen, da sie für Heimkino-Fans eher uninteressant sind. Zentral ist sicherlich die Implementierung von Airplay 2. Denn das ermöglicht die Vernetzung mit smarten Lautsprechern. Das war natürlich bereits mit der ersten Generation von Airplay möglich. Erst Airplay 2 liefert aber nun die viel durch die Community geforderte Multiroom-Unterstützung nach.

Nutzen kann man Multiroom-Sound anschließend nicht nur mit Apples hauseigenen HomePods, sondern auch mit kompatiblen Lautsprechern anderer Hersteller. Apple hat eine entsprechende Liste bereits auf seiner Website veröffentlicht. So unterstützt man mit Airplay 2 unter anderem Modelle von Bose, Sonos sowie Band & Olufsen. Die breitere Kompatibilität ist speziell für deutsche Nutzer ein Segen. Denn der Apple HomePod selbst erscheint hierzulande erst am 18. Juni. Bei uns soll der smarte Speaker 350 Euro kosten.

Apple nennt bereits die zu AirPlay 2 kompatiblen Smart Speaker

Um Apple Airplay 2 verwenden zu können, ist eben erst die Installation von Apple iOS 11.4 notwendig. Das Update erreicht kompatible mobile Endgeräte aktuell OTA (Over-the-Air). Vielleicht noch wichtiger für 4K-Fans: Auch der Apple TV 4K erhält aktuell tvOS 11.4 und damit AirPlay 2. Hier ist als Abschluss noch die durch Apple veröffentlichte Liste der kompatiblen Lautsprecher und Receiver

Apple HomePod
Apple HomePod: Der Smart Speaker unterstützt natürlich zuerst AirPlay 2

AirPlay 2 Speaker und Receiver

  • Apple HomePod
  • Beoplay A6 (angekündigt)
  • Beoplay A9 mk2 (angekündigt)
  • Beoplay M3 (angekündigt)
  • BeoSound 1 (angekündigt)
  • BeoSound 2 (angekündigt)
  • BeoSound 35 (angekündigt)
  • BeoSound Core (angekündigt)
  • BeoSound Essence mk2 (angekündigt)
  • BeoVision Eclipse (nur Audio) (angekündigt)
  • Denon AVR-X3500H (angekündigt)
  • Denon AVR-X4500H (angekündigt)
  • Denon AVR-X6500H (angekündigt)
  • Libratone Zipp (angekündigt)
  • Libratone Zipp Mini (angekündigt)
  • Marantz AV7705 (angekündigt)
  • Marantz NA6006 (angekündigt)
  • Marantz NR1509 (angekündigt)
  • Marantz NR1609 (angekündigt)
  • Marantz SR5013 (angekündigt)
  • Marantz SR6013 (angekündigt)
  • Marantz SR7013 (angekündigt)
  • Naim Mu-so (angekündigt)
  • Naim Mu-so QB (angekündigt)
  • Naim ND 555 (angekündigt)
  • Naim ND5 XS 2 (angekündigt)
  • Naim NDX 2 (angekündigt)
  • Naim Uniti Nova (angekündigt)
  • Naim Uniti Atom (angekündigt)
  • Naim Uniti Star (angekündigt)
  • Sonos One (angekündigt)
  • Sonos Play:5 (angekündigt)
  • Sonos Playbase (angekündigt)

Juni-Highlights auf Blu-ray & 4K UHD Disc („Game of Thrones“, „Der Soldat James Ryan“…)

Wir präsentierten euch die Entertainment-Highlights im Juni 2018 auf Blu-ray & 4K UHD Blu-ray. Neben ein paar Neuveröffentlichungen gibt es auch ein paar sehenswerte Remaster auf 4K Disc. Aber auch bei den regulären Blu-rays und Serien-Boxen gibt es etwas zu entdecken! 

Die Temperaturen steigen und man verbringt die taghellen Zeiten am liebsten am Baggersee, Biergarten oder beim Grillen. Doch was macht man bei Regenwetter oder am Abend? Selbst wenn wir uns auf das „Sommerloch“ und die Fußball-WM zubewegen, gibt es doch nennens- und sehenswerte Neuheiten auf 4K Blu-ray & Blu-ray.

Zu empfehlen wäre auf jeden Fall „Der Soldat James Ryan“ auf 4K Blu-ray (hier geht es zum Test). Wir hoffen auch auf einen hochwertigen 4K+Dolby Vision Release von „Game of Thrones – Staffel 1“ (hier ordern). Weitere Highlights findet ihr in der nachfolgende Auflistung:

4K UHD Blu-ray Neuheiten im Juni 2018:

Film-Neuheiten & Klassiker auf Blu-ray:

Neue Serien auf Blu-ray:

Steelbooks & Mediabooks:

Test: „The Commuter“ 4K Blu-ray – Pendler auf Abwegen

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Liam Neeson ist „The Commuter“ (Der Pendler). Man fragt sich schon was zuerst da war, der Titel oder die Idee hinter diesem Projekt. Wir haben für euch „The Commuter“ auf 4K Blu-ray getestet und zeigen, dass man für gute Unterhaltung manchmal das Gehirn auf Sparflamme schalten muss.

Inhalt (70%)

Nachdem sie gemeinsam eine unbekannte Identität geklärt haben, für Non-Stop einen Terrorangriff auf ein Flugzeug vereitelten und in Run All Night wieder auf den Boden der (Mafia)Tatsachen zurückkehrten, schließen sich Regisseur Jaume Collet-Serra und der weiter im Actionfach überzeugende Liam Neeson zum vierten Mal zusammen. Dieses Mal geht’s also in einen Zug, in dem ein Versicherungsmakler … Moment mal: Zug, Versicherungsmakler – im Ernst? Geht’s noch banaler und alltäglicher? Sind den Filmemachern die Ex-Agenten/-Killer/-Soldaten ausgegangen, dass man sich jetzt am Schreibtischtäter-Aktenträger vergreifen muss?

Es gehört schon ein gutes Stück Fantasie dazu, sich unter einem Film der The Commuter (übersetzt: Der Pendler) heißt, einen unterhaltsamen Thriller vorstellen zu können. Doch Collet-Serra wäre kein erfolgreicher Regisseur und Neeson kein beliebter und verdienter Darsteller, wenn nicht was dran wäre, an der wenig spektakulären Prämisse und Ausgangssituation.

Michael MacCauley (Liam Neeson) ist Teil einer Verschwörung geworden und wirkt mit seinen 65 Jahren noch recht frisch
Michael MacCauley (Liam Neeson) ist Teil einer Verschwörung geworden und wirkt mit seinen 65 Jahren noch recht frisch

Liam Neeson ist aber auch ein charakterstarker und charismatischer Kerl. Kaum taucht er auf der Bildfläche auf, ist man bei ihm. Es kommt nie Zweifel an seiner Integrität und seinen guten Absichten auf und da folgt man ihm sogar, wenn er im Pendlerzug sein Buch liest. Vera Farmiga darf nicht nur mit extravaganten Schuhen auftreten, sondern zur Abwechslung mal eine fiese Rolle übernehmen. Das macht sie gut, selbst wenn man sie nur in den ersten 15 Minuten zu Gesicht bekommt.

Am Ende ist es aber an der Story, sich zu entwickeln und für spannende Verwicklungen zu sorgen. Und das gelingt mal gut, mal weniger gut. Während die Handgreiflichkeiten und die Action im und am (oder auch unter dem) Zug zu gefallen wissen und erneut demonstrieren, dass Neeson mit seinen mittlerweile 66 Jahren immer noch richtig fit ist, verliert man bei der sich entfaltenden Geschichte irgendwann den Überblick. Zu konstruiert wirkt die Prämisse, zu viele Logiklöcher tun sich auf und zu wenig glaubwürdig ist vor allem am Ende das Verhalten der Geiseln. Was da genau geschieht und warum, hat man schon zehn Minuten nach dem Abspann wieder vergessen. Also sollte man erst gar nicht allzu sehr darüber nachdenken, sondern einfach von den Geschehnissen im Zug unterhalten lassen.

Bildqualität (80%)

The Commuter wurde vollständig mit Arri-Alexa-Mini-Kameras gefilmt. Am Ausgang dieser lagen 3.4K an, die fürs Digital Intermediate mal NICHT auf 2K runter, sondern direkt auf 4K hochskaliert wurden. Es ist also zwar kein gänzlich natives 4K-Bild, das uns hier erwartet, aber ganz nahe dran. Immerhin haben wir hier mehr als die dreifache Full-HD-Auflösung aus der Quelle.

Integriert wurde natürlich auch ein größerer Dynamikumfang (HDR10) sowie ein erweiterter Farbraum im Rahmen von Rec.2020. Was die Bilddynamik angeht, hat man zunächst mal die Helligkeitsschraube nach unten gedreht. Ist die Blu-ray schon relativ dunkel, wird’s bei der UHD in hellen Räumen oder bei Tageslicht schon mal ein wenig schwerer, Details zu erkennen – kein Problem in dunkler Umgebung, aber mit Sonnenlichteinfall während des Tages durchaus schwierig. Sehr gut gelingt allerdings die Darstellung von Spitzlichtern, die zu keiner Zeit überreißen und ein sehr ausgewogenes Kontrastverhältnis präsentieren – zusätzlich zum jetzt noch mal satteren Schwarzwert.

Polizeichef Hawthorne (Sam Neill) im Einsatz
Polizeichef Hawthorne (Sam Neill) im Einsatz

Bei der Schärfe ist schon die Blu-ray wirklich gut, die UHD setzt sichtbar in den helleren Momenten während der Close-ups noch mal ein kleines bisschen Feinheit obendrauf, ohne dass der Unterschied zur Full-HD-Version zu eklatant ausfällt. Erstaunlicherweise ist die Farbgebung eher dezent verändert. Gegenüber der Blu-ray ist die UHD ein wenig wärmer abgestimmt, wirkt auf neutralen Flächen etwas weniger grünlich. Auch Hauttöne kommen etwas wärmer rüber. Da es aber kaum lebhafte Farben gibt und das Geschehen fast vollständig entlang einer Braunpalette entlang gestaltet ist, gibt’s nur wenig Anlass für deutliche Differenzen.

Tonqualität (85%)

Beim Sound gab es zunächst missverständliche (bzw. keine konkreten) Aussagen zu den Formaten. Es stellt sich heraus, das sowohl die BD als auch die UHD den „üblichen“ Weg von Studiocanal-UHD-Veröffentlichungen gehen – sie liefern durchweg Dolby Atmos. Und zwar in allen vier Varianten (also BD und UHD jeweils Deutsch und Englisch) in True HD kodiert.

Die unkomprimierten Tonspuren liefern zunächst mal eine äußerst atmosphärische Geräuschkulisse auf der regulären Ebene. Die Geräusche, die innerhalb des Zugs entstehen. Das Quietschen und Holpern über die Gleise wird extrem authentisch wiedergegeben. Stimmen-Wirrwarr am Bahnhof und die für Michael praktisch in Zeitlupe ablaufenden Situationen nach seiner Kündigung werden sehr räumlich transportiert. Dazu bleiben Stimmen gut verständlich und sind vor allem in der englischen Fassung sehr homogen eingebettet. Ein wenig lauter dürften sie im Deutschen sein.

Kann Polizist Murphy (Patrick Wilson) seinem Ex-Kollegen Michael (Liam Neeson) helfen, den Fall zu entschlüsseln?
Kann Polizist Murphy (Patrick Wilson) seinem Ex-Kollegen Michael (Liam Neeson) helfen, den Fall zu entschlüsseln?

Innerhalb eines 5.1-Systems ist der Ton aber durchweg sehr gelungen und erfährt nach 75 Minuten seinen Höhepunkt, wenn die größte Actionsequenz des Films eingeläutet und richtig Krawall gemacht wird. Was die Höhenkanäle angeht, so besteht längere Zeit kaum Anlass für eine Ausnutzung der 3D-Sound-Ebene. Der erste echte Soundeffekt von oben kommt nach dem Busunfall – eine Art „Wuschen“ aus den Speakern. Richtig gut kling es, wenn Michael sich unter dem Zug befindet und sich dieser wieder in Bewegung setzt. Natürlich gibt’s dann während der oben bereits angesprochenen Haupt-Action-Szene zahlreichere Höhensignale – immer dann, wenn der Waggon über die Kamera zischt, gelangt das realistisch über die Heights ins Heimkino. Genauso übrigens wie die Helikopter, die im Finale immer wieder über der Szenerie schweben.

  • Deutsch: Dolby Atmos – 85%
  • Englisch: Dolby Atmos – 90%

Bonus (20%)

Im Bonusmaterial von darf Liam Neeson vier Minuten lang im Interview zeigen, was für ein charmanter Kerl er ist. Dazu gibt’s ein dreiminütiges Making-of, das allerdings nicht mehr als ein erweiterter Trailer ist.

Gesamtbewertung The Commuter – 4K Blu-ray (78%)

The Commuter liefert durchaus spannende und im späteren Verlauf sogar actionreiche Unterhaltung. Die Story wirkt aber löchrig und etwas an den Haaren herbei gezogen. Gut, dass es Liam Neeson und seine Co-Darsteller gibt. Die reißen es am Ende wieder raus.
Der Atmos-Sound liefert zwar exakte Geräusche aus der oberen Etage, allerdings nicht allzu viel. Auf der regulären Ebene ist er aber sehr dynamisch und effektvoll. Das Bild der UHD ist im Vergleich etwas zu dunkel, liefert aber die etwas passendere Farbgebung.

Ein guter Film, doch in den Bewertungskategorien Inhalt, Bild und Ton mussten wir immer ein paar Prozentpunkte abziehen. Insgesamt ein kurzweiliger Actionstreifen der dazu einlädt nicht allzu viel über die Handlung nachzudenken.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 17. Mai 2018 Review am: 16. Mai 2018
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 105 Minuten
Filmstudio: Universum Film FSK: Ab 12 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: LG UP970

The Commuter Trailer:

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Aktionsgerät online registrieren und Cashback sichern

Beim Kauf eines Samsung Aktionsgerätes wird Kunden je nach Händler der Cashback direkt an der Kasse als Rabatt vom Kaufpreis abgezogen oder nach Registrierung des Aktionsgerätes auf markenmehrwert.com/campaign/superdeals/WM-Vorteil/ bis zum 30.06.2018 später überwiesen. Kunden sollten sich bei Ihrem Händler über den Abwicklungsprozess zwecks Cashback informieren.

Alle Informationen und teilnehmenden Artikel findet ihr hier: www.samsung.com/de/offer/superdeals/