Start Blog Seite 950

Samsung verteilt FreeSync-Update für die QLED des Jahres 2018

Samsung verteilt aktuell für seine QLED-Fernseher des Jahres 2018 sowie die TVs der Modellreihe NU8000 ein Update. Letzteres führt nun endlich an den Geräten die Unterstützung für FreeSync ein. Das bedeutet, dass in Kombination mit kompatiblen Gaming-PCs und Konsolen eine flüssigere Spieleerfahrung das Ergebnis sein sollte.

Was Spielekonsolen betrifft, so funktioniert FreeSync nur in Kombination mit wahlweise einer Microsoft Xbox One S oder dem neueren Modell Xbox One X. Was FreeSync bewirkt? Die Bildraten von Bildschirm und PC / Konsole werden perfekt synchronisiert, so dass störende Nebeneffekte wie Tearing oder ein Stottern des Bildes ausbleiben. Insgesamt soll dadurch eine flüssigere Spieleerfahrung entstehen.

Aktuell verteilt Samsung die neue Firmware mit der Versionsnr. 1103.4 offenbar aber nur in den Vereinigten Staaten. Dort erhalten bereits die Samsung QLED Q9FN, Q8FN, Q7FN, Q7CN, Q6FN und eben die NU8000 die Aktualisierung. In Europa soll die neue Firmware wohl erst später an den Start gehen. Details sind dazu aber noch nicht bekannt. Allgemein hatte Samsung das Update aber bereits im April 2018 angekündigt.

Durch FreeSync will Samsung an seinen QLED laut eigenen Aussagen einen reduzierten Input Lag von weniger als 7 ms erreichen. Nach Aufspielen des TV-Updates können Besitzer der kompatiblen Modelle offenbar zwischen zwei Settings wählen. „Ultimate“ deckt den Rahmen von 48 bis 120 Hz ab, während „Basic“ 90 bis 120 Hz beinhaltet. Eine offizielle Mitteilung zur Ausrollung des Updates hat Samsung übrigens bisher noch nicht herausgegeben.

FreeSync funktioniert aktuell nur bei 1080p

Versprochen hat Samsung bereits, dass die Fernseher, welche aktuell die Aktualisierung für FreeSync erhalten, später auch mit VRR (Variable Refresh Rate) kompatibel sein sollen. Auch dieses Feature wird von der Microsoft Xbox One S bzw. Xbox One X unterstützt. Leider hat Samsungs nachträgliche Einführung von FreeSync wohl einen Haken: Denn das Feature funktioniert nur bei einer maximalen Auflösung von 1080p. Da dürften 4K-Fans enttäuscht sein.

Zudem hatte Samsung in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass FreeSync sich auf die Helligkeit auswirken könne. So ganz ausgereift ist die Funktion an aktuellen QLED bzw. NU8000 also offenbar leider noch nicht. Vermutlich dürfte es erst bei den TV-Modellen des Jahres 2019 bzw. ab Einsatz von HDMI 2.1 eine verlässlichere Einbindung von FreeSync geben.

Amazon: „KAUF 5 – ZAHL 3“-Aktion auf Filme (inkl. 4K Blu-rays), Games & Musik

2

Amazon.de kopiert die Aktion von Saturn und schenkt euch beim Kauf von 5 Filme, Serien, Games oder Musiktiteln die zwei günstigsten! Der Kunde kann dabei zwischen tausenden Aktionstiteln entscheiden. Die genauen Aktionsbedigungen gibt es auf der Webseite von Amazon.de. 

HIER GEHT ES ZUR AKTION!

Keine Lust bei Amazon.de zu kaufen? Die gleiche/ähnliche Aktion gibt es noch bis zum 04. Juni 2018 um 09:00 Uhr online oder in einem der Saturn-Märkte!

3 KAUFEN + 2 GESCHENKT auf Filme, Serien, Musik & Games auf Saturn.de (Bis zu 40% sparen)

LG 2018 4K UHD Player werden an Händler und Kunden ausgeliefert

Nach der Ankündigung der LG 2018 4K UHD Player im März dieses Jahres, werden die neuen Modelle endlich an Händler und Kunden ausgeliefert. Die UBK80 und UBK90 können für 219 EUR respektive 249 EUR käuflich erworben werden und bieten Nutzern mit und ohne Dolby-Vision-Kette eine solide Player-Basis. 

Die LG 4K UHD Player 2018 sind endlich bei den Händlern eingetroffen und werden bereits an die Endkunden weiter gereicht. Wir haben die Geräte erstmals auf der LG Roadshow im März 2018 erblickt. Leider nicht als Vorführmodell, sondern nur als technisches Datenblatt. Selbst die Verantwortlichen von LG wusste noch nichts davon, dass weitere Player auf den Markt kommen sollen. Somit war es leider noch nicht möglich die Geräte live zu testen. Wir haben uns aber bereits ein Rezensionsexemplar bestellt und werden euch natürlich berichten, sobald die größere Version UBK90 bei uns eintrifft.

Geändertes Design – neue Features?

Wären die neuen Geräte zu Präsentationszwecken auf der LG Roadshow aufgebaut gewesen, hätten wir sicherlich nicht erkannt das es sich hierbei um neue Modelle handelt. Das Design der UBK80 & UBK90 unterscheiden sich nur in kleinen Details von LGs Debüt-Player UP970. Das LG-Logo wechselt die Seite, zudem scheinen die Geräte ohne Ultra HD Blu-ray und Technologie-Logos auszukommen. Die Oberfläche scheint nicht mehr aus gebürstetem Metall zu bestehen, sondern aus Plastik mit einer Wellen-Struktur. Als einziges neues „Feature“ konnten wir einen HDR-to-SDV Downconverter entdecken. Wir lassen uns aber gerne noch positiv mit weiteren Neuerungen überraschen.

Vielleicht hätte LG zur einfacheren Differnzierung zum 2017er Modell UP970 das Design maßgeblich verändern müssen. Abbildung: LG UBK90
LG hätte zur einfacheren Differenzierung zum 2017er Modell UP970 das Design maßgeblich verändern müssen. Abbildung: LG UBK90

UBK80 ohne Twin-HDMI und Dolby Vision

Drehen wir die Player auf die Rückseite, präsentieren sich uns die Anschlüsse und der erste Unterschied zwischen dem UBK80 und UBK90. Der UBK80 hat nur einen HDMI-Ausgang, während der UBK90 auf den bewährten Twin-HDMI-Ausgang setzt. Den zweiten Unterschied zwischen den Playern muss man schon aus den Datenblättern herausfiltern oder ganz aufmerksam die Technologie-Symbole auf der Rückseite studieren. Der UBK90 unterstützt das dynamische HDR-Format Dolby Vision während der UBK80 lediglich die erweiterte Bilddynamik unter dem HDR10-Standard verarbeiten kann. So wie es aussieht, sind das aber auch bereits die Unterschiede zwischen den beiden Geräten.

Auf der Haben-Seite ist auf jeden Fall zu erwähnen, dass der UBK90 bereits ab Werk das Dolby Vision Format unterstützt und nicht erst mit einem Update nachgerüstet werden muss. Zudem sollte LG aus der Vergangenheit gelernt haben und das Laufwerk auf Funktion und Geräuschentwicklung geprüft und optimiert haben. Die ersten Geräte des UP970 waren damals mit einem extrem lauten Laufwerk ausgeliefert worden. Der Umtausch mit dem Kundenservice verlieft zum größten Teil problemlos, war aber trotzdem nervig.

Test: „Matrix“ 4K Blu-ray – Nicht nur das Cover lässt zu Wünschen übrig

2

Warner bedient sich erneut aus seinem Katalog und veröffentlicht „Matrix“ auf 4K Blu-ray. Wie schlägt sich das Meisterwerk der Wachowski-Brüder im Test? Leider ist das fragliche Coverdesign nicht das einzige Manko, das uns bei der „Matrix“ 4K Blu-ray aufgefallen ist.

Inhalt (90%)

Kurz vor dem Wechsel ins neue Jahrtausend empfing ein Film die Kinogänger, der technisch so anders und inhaltlich so vielschichtig war, dass er das Sci-Fi-Kino einmal auf Links krempeln sollte. Das, was Matrix an visuellen Ideen umgesetzt hatte, entsprach nicht weniger als einer technischen und rezeptorischen Revolution. Tatsächlich hatte das Regieduo Larry (heute: Lana) und Andy Wachowski zum einen ein Drehbuch verfasst, das voll war mit philosophischen und theologischen Verweisen und Metaphern. Sie hatten einen vollkommen wahnwitzigen Cocktail aus einer George-Orwell-Geschichte mit Elementen des Kung-Fu und klassischer Action gemixt. Dabei vollbrachte dieser das Kunststück, gleichzeitig großartig zu schmecken, aber noch lange nachzuwirken.

Wohl nur wenige Filme bewirkten im gleichen Zeitraum, dass man sich nach dem Besuch der Vorstellung noch intensiv mit ihnen auseinanderzusetzen, wie es bei Matrix der Fall war. Filmwissenschaftler, Philosophen und das Feuilleton hatten endlich mal wieder etwas, an dem sie sich reiben konnten und veröffentlichten gar Doktorarbeiten über den Film und dessen Sub- und Meta-Ebenen Zum anderen hatten die Wachowski-Geschwister aber „mal eben“ die Art und Weise Action zu inszenieren revolutioniert. Mit 360°-Kamera-Installationen, die Szenen in Superzeitlupe wiedergeben konnten, zeigten sie Dinge, die man noch nicht gesehen hatte. Sie konnten Szenen praktisch einfrieren und die Protagonisten in Bewegungsabläufen zeigen, die eben nur in einer virtuellen Matrix möglich wären. Wer Wer erinnert sich nicht an die legendäre Szene, in der Neo seine Macht erstmalig richtig ausüben und den auf ihn zufliegenden Kugeln ausweichen kann? Das war neu, das war frisch und ungewohnt.

Ein junger Keanu Reeves muss sich mit der Bürde des "Auserwählten" anfreunden - Bild: blu-ray-rezensionen.net
Ein junger Keanu Reeves muss sich mit der Bürde des „Auserwählten“ anfreunden – Bild: blu-ray-rezensionen.net

Fürs Actionkino war es fast wie der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm. Matrix war Kino in Vollendung, optisch, technisch und inhaltlich. Die perfekte Vermischung der coolen und düsteren Optik begeisterte und die unfassbaren Actionszenen, die so absurd sein durften und konnten, wie sie wollten (spielten sie doch in der Matrix und somit in der Imagination der Protagonisten) waren einfach atemberaubend. Dazu gesellte sich ein druckvoller Soundtrack, eine Idealbesetzung bis in die kleinste Nebenrolle und ein Antagonist, der in seinder Diabolität sogar Hannibal Lecter den Rang abzulaufen drohte. Die Technik wurde nach Matrix noch beeindruckender, die Spezialeffekte noch irrwitziger, aber eines gelang seitdem kaum noch: Ein Film, über den man noch Tage, ja Wochen später diskutieren kann und der überdies unglaublich unterhaltsam ist.

Bildqualität (80%)

Matrix wurde 1999 natürlich noch analog gefilmt. Die visuellen Effekte wurden in 2K gerendert und entsprechend integriert. Vom Original-Negativ wurde nun ein neues 4K-Master erstellt. Die Farbkorrektur und das HDR Grading wurden vom Koloristen Jan Yarbrough unter Leitung des Matrix-Kameramanns Bill Pope vorgenommen. Denn natürlich spendierte man dem Film einen erweiterten Farbraum sowie die höhere Bilddynamik. Und das in diesem Fall mit HDR10 und Dolby Vision. Allerdings liefert die bereits hervorragend gemasterte Blu-ray schon eine herausragend Basis ab, die von der UHD dann entsprechend noch mal verfeinert wird.

Nahaufnahmen wie die von Morpheus (Laurence Fishburne) zeigen sich noch detaillierter
Nahaufnahmen wie die von Morpheus (Laurence Fishburne) zeigen sich noch detaillierter – Bild: blu-ray-rezensionen.net

So ist der Auflösungsvorsprung bei Close-ups noch sichtbar(er) und markiert teils messerscharfe Konterfeis von Fishburne oder Weaving – und das trotz eines sichtbar höheren, weil feiner aufgelösten Korns. Insgesamt hat Matrix aber bis auf wenige weichere Einstellungen noch nie dermaßen gut ausgesehen und liefert in Sachen Detailauflösung das Maximum, was man aus dem 20 Jahre alten Material herausholen konnte.

Beim Kontrastumfang gibt es immer mal wieder Unterschiede zwischen der HDR10- und der Dolby-Vision-Variante. Während die DV die dunkleren Einstellungen noch mal etwas härter präsentiert und im Schwarz bisweilen etwas zu weit runtergeht, ist HDR10 hier ausgewogener. Auf der anderen Seite gelingen DV dann die helleren Einstellungen prägnanter, weil HDR10 hier einen Hauch zu dunkel erscheint. Was richtig gut ist: Die schon bei der Blu-ray verbesserte Neigung zu Banding schluckt die höhere Farbauflösung der UHD komplett. Hier gibt es praktisch keine Probleme mehr bei Auf- und Abblendungen oder in den schwierigen Sogeffekten in die grüne Matrix-Laufschrift.

Tonqualität (75%)

Beim Sound zunächst die gute Nachricht: Selbst auf die Blu-ray hat man schon die Dolby-Atmos-Fassung für den englischen Ton auf die Scheibe gepackt. Die schlechte Nachricht folgt aber auf dem Fuße: Der deutsche Zuhörer muss mit der bisherigen Dolby-Digital-Fassung vorlieb nehmen, die er schon von den vorherigen Blu-ray-Veröffentlichungen kennt – und zwar auch bei der UHD. Hört man sich nun diese DD-Variante im Vergleich zur True-HD-kodierten Atmos-Fassung an, die für die Originalsprache zur Verfügung steht, dann ist diese schon auf der regulären Ebene schlicht souveräner, klarer, feiner detailliert und voluminöser. Hier kann die (für sich genommen gute) DD-Variante nicht mithalten.

Der 3D-Sound des Originaltons macht richtig Spaß. Die deutsche Dolby Digital 5.1 Tonspur bleibt weit dahinter
Der 3D-Sound des Originaltons macht richtig Spaß. Die deutsche Dolby Digital 5.1 Tonspur bleibt weit dahinter – Bild: blu-ray-rezensionen.net

Konzentrieren wir uns also auf den Atmos-Sound und stellen mal die Lauscher nach oben. Aufgrund des Alters des Films und der damals nicht vorhandenen nativen Atmos-Spur, ist die Befürchtung natürlich zunächst groß, dass lediglich die übliche Ebene virtuell hochgerechnet wurde und einfach alle Effekte auch aus den Heights zu hören sind, wie es aktuell (leider) bei „Der Soldat James Ryan“ der Fall ist. Doch diese Bedenken dürfen glücklicherweise zerstreut werden. Richtig ist zwar, dass auch die Filmmusik ein wenig nach oben gelegt wurde, doch die Matrix darf auch einfach mehr. So ist es hier möglicherweise auch nicht immer absolut korrekt, dass die Zisch- und Wischgeräusche, die schon beim Warner-Logo ertönen, auch von oben zu hören sind. Außerdem kann man sicher drüber streiten, ob es sinnig ist, dass die von oben nach unten verlaufenden Schriften auf dem Screen auch über die Height-Speaker kommen.

Aber da die Matrix nun mal ein virtueller Raum und kein realistisches Kriegsszenario ist, macht es hier wirklich Spaß und fühlt sich nicht falsch an. Ganz im Gegenteil. Dreht sich die Kamera dann um Trinity, bevor sie dem Cop ihren Fußtritt verpasst, wirbelt sie auch aus der Höhe um den Zuschauer und zieht ihn sogartig ins Geschehen. Klasse auch das Donnern nach etwas über 20 Minuten, sowie der Regen, der HIER korrekt gesetzt ist. Denn er prasselt auf das Dach der Wohnung, was man natürlich von oben wahrnimmt – ebenso wie kurz darauf im Auto (23’05). Ohnehin ist das Gewitter ständiger Begleiter von oben und sorgt dort bis über die 30. Minute hinaus immer wieder für brachialen Weck-auf-Donner. Richtig krass und fast schon unangenehm schmerzvoll ist der Sound, wenn Neo in seinem Zuchtbecken erwacht und zuvor den Stecker in den Schädel bekommt – auch danach bleibt es höchst effektvoll von oben, wenn die elektrischen Geräusche den Zuschauer mitten in den Brutsaal verfrachten.

Sobald das Geschehen in die Matrix wechselt, setzt es immer wieder tolle Geräusche von oben. Ob das die Sprünge sind oder Wind auf dem Hochhaus oder Neos Schrei, wenn er vom Hochhaus runterfällt – hier haben sich Sound-Mixer ans Werk gemacht, die mit Verstand und Leidenschaft bei der Sache waren. Brachial haben sie die Nebukadnezar in Szene gesetzt, wenn sie erstmals von außen in der Maschinenwelt gezeigt wird und in der Folge krass zu knarzen beginnt. Richtig effektvoll wird’s dann noch einmal, wenn Neo und Trinity das Erdgeschoss des Bürogebäudes in Schutt und Asche legen. Was hier an Patronenhülsen, Bruchstücken und herumfliegendem Staub/Dreck durch das Heimkino donnert und von allen Seiten kommt, ist wirklich grenzgenial – ein tolles Sound-Design in Sachen 3D-Präsentation für einen so „alten“ Film.

  • Deutsch: Dolby Digital 5.1 – 75%
  • Englisch: Dolby Atmos – 85%

Bonus (80%)

Beim Bonusmaterial muss man Anbieter Warner nun auch mal explizit loben. Denn nur wenige UHD-Scheiben kamen bisher mit einer zusätzlichen Bonusdisk – ganz anders aber Matrix. Die dort enthaltene dritte Scheibe liefert die bereits bekannten Featurettes, sodass man hier auf nichts verzichten muss. Angefangen bei der über zwei Stunden langen „Matrix Revisited“-Dokumentation über die sieben Kurz-Features „Behind the Matrix“ sowie die neun (noch kürzeren) „Follow-the-White-Rabbit“-Shortcuts bis hin zu „Take the Red Pill“ und das Musikvideo zu „Rock is Dead“ ist alles enthalten. Auch die Möglichkeit, über „Music Revisited“ den Soundtrack als Audio-only zu aktivieren ist enthalten. Dazu kommen die vier Audiokommentare von den „Philosophen“, den „Kritikern“, den „Schauspielern und der Crew“ sowie dem Komponisten und natürlich auch die schriftliche Einleitung der Wachowskis. Ebenfalls enthalten ist die In-Movie-Experience, die interaktiv Interviews und kleine Making-ofs einspielt. Die UHD liefert immerhin auch alle vier Audiokommentare, verzichtet aber auf die In-Movie-Experience.

Gesamtbewertung Matrix – 4K Blu-ray (82%)

Matrix ist Kult, wegweisend und auch heute noch ein optischer Leckerbissen. Die UHD war hier nur ein konsequenter Schritt, den Film 20 Jahre nach Erscheinen auf das beste Level zu bringen. Die Anschaffung lohnt schon alleine für die wesentlich verbesserte Bildqualität der enthaltenen Blu-ray. Die UHD legt in vielen Bereichen noch ein Schippchen drauf, ist nur ab und an etwas zu dunkel geraten. Absolut herausragend ist der englische Atmos-Sound, der für den Moment der beste 3D-Sound eines Films ist, dessen Alter weit vor der Zeit von Atmos-Abmischungen liegt. Einziges Manko: Die im Vergleich dazu kümmerliche deutsche Dolby-Digital-Spur.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 24. Mai 2018 Review am: 22. Mai 2018
Erscheinungsjahr Film: 1998 Laufzeit: 136 Minuten
Filmstudio: Warner Home Video FSK: Ab 16 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Bildformat:
2.40:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: LG UP970

Matrix Trailer:

TCL präsentiert P66-Serie: Günstige 4K/HDR Fernseher mit Android TV

TCL möchte zur Fußball-WM 2018 im „Mittelfeld der TV-Geräte“ mitspielen und stellt die neue P66-Serie vor. Die günstigen UHD-TVs bestechen durch ein schlankes Design, HDR-Unterstützung sowie einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis. 

Fakt ist: Die wenigsten Verbraucher geben für einen Fernseher mehr als 1.000 Euro aus. Das weiß auch TCL und platziert daher seine neue P66-Serie bewusst unterhalb dieser Preisgrenze. Die neuen 4K Fernseher sind in den Größen 50 Zoll (50DP660), 55 Zoll (55DP660) und 65 Zoll (65DP660) erhältlich und kosten 799, 899 bzw. 1.299 Euro (UVP). Die Marktpreise liegen aber bereits weit unter den Preisempfehlungen des Herstellers. So gibt es 65 Zoll Version bereits ab 990 Euro zu kaufen.

P66 mit HDR10 & HLG

Wer sich als preisbewusster Verbraucher für einen TCL 4K-HDR-TV der P66-Serie entscheidet, soll alle Vorteile des neuen Bildstandards auskosten können. Das wäre die vierfache Full-HD Auflösung (3.840 x 2.160), erweiterter Farbraum (BT.2020) sowie eine erweiterte Bilddynamik (High Dynamic Range mit HDR10 und HLG). Die HDR-Verarbeitung nennt TCL „HDR Pro“, die Bezeichnung kann man aber auch ignorieren, das es sich hierbei nur um einen Marketingbegriff handelt. Alles verpackt in einen schlanken Bildschirmrahmen (9,9mm Gesamtprofil) mit EDGE-LED-Hintergrundbeleuchtung. Das Metallgehäuse sieht auf den ersten Blick recht ansprechend aus. Auf jeden Fall besser als ein Rahmen + Rückseite aus Plastik.

Das integrierte Soundsystem unterstützt DTS Premium Formate und soll über diverse Komfortfunktionen wie einem „Klare Stimme“-Modi oder einem Lautstäkenausgleich (z.B. beim Wechsel von TV-Programm zur Werbung) verfügen.

Bei der Konnektivität bieten die P66-Modelle Standardkost. Drei HDMI 2.0 Anschlüsse, ein Triple Tuner (DVB-S2/C/T2 HD), zwei USB-Ports, integriertes Bluetooth sowie WiFi lassen keine Wünsche offen.

Android TV 7.0 mit Google Assistant

Nach der Einführung der ersten 4K Fernseher mit Android TV in 2017 führt TCL auch in diesem Jahr das Betriebssystem weiter. Die P66-Modelle sind mit Version 7.0 ausgestattet, der Sprachbefehle über den Google Assistant ermöglicht. Streaming über Google Chromecast ist ebenfalls eine Komfortfunktion die nicht fehlen darf.

Android TV soll für eine einfache Menüführung und weitreichende Streaming-Unterstützung sorgen. Auch der Google Assistant ist mit an Bord
Android TV soll für eine einfache Menüführung und weitreichende Streaming-Unterstützung sorgen. Auch der Google Assistant ist mit an Bord

TCL P64 ohne Android TV in 43 Zoll

Parallel zur P66-Serie gibt es noch ein einzelnes Modell mit 43 Zoll, das in eine eigene P64-Serie (43DP640) ausgelagert wird. Das Modell unterscheidet sich nur geringfügig von den P66-Geräten. Die Unterstützung für 4K Inhalte mit HDR (HDR10 & HLG) bleibt erhalten auch der Triple-Tuner, 2x USB, Bluetooth und Wifi sind mit an Bord. Der Nutzer muss aber mit zwei HDMI-Anschlüssen auskommen. Der größte Unterschied ist das hauseigene Smart TV 3.0 Betriebssystem. Android TV muss bei dem Einstiegsmodell den Platz räumen und überlässt einer schlankeren Oberfläche das Feld. Diesem Wechsel fällt demnach auch die Amazon Prime Video-App zum Opfer (Netflix und Youtube wird in 4K+HDR unterstützt). Der 43 Zöller kostet dafür nur 649 Euro (UVP). Onlineshops listen das Geräte aber bereits für 449 Euro und günstiger!

Angebote: Günstige 4K OLED TVs ab 1.259 Euro!

Aktuell gibt ein ein paar günstige 4K OLED Fernseher am Markt. Die EU-Version des beliebten OLED55B7V von LG gibt es aktuell für schlanke 1.259 Euro und Philips preisgekrönten 4K OLED mit Ambilight und Android TV gibt es in der Aktion für 1.409 Euro. 

Philips 4K OLED TV mit Ambilight für 1.409 Euro

Günstiger war der 55POS9002 selten zu bekommen. MediaMarkt sowie Amazon bieten das TV-Gerät für 1.609 EURO an und gewähren 200 Euro Sofortrabatt.Lässt einmal Ebay-Angebot von unbekannten Händlern außen vor, dann wurde dieser Preis in den letzten Monaten nur selten erreicht.

LG B7 OLED für 1.259 Euro

Wer auf das Ambilight-Feature verzichten kann, dem wird das aktuelle Angebot von Crowdfox vielleicht interessieren. Die EU-Version des OLED55B7V gibt es aktuell für 1.259 Euro inkl. Versand. Dafür bekommt man einen 4K OLED TV mit 55 Zoll inkl. Dolby Vision HDR! Einziges Manko könnte der Single-Triple-Tuner sein. Dieses lässt sich aber mit einem externen 4K Receiver oder unserem nächsten Vorschlag beheben.

LG C7 OLED für 1.299 Euro

Wer auf den Twin-Tuner nicht verzichten möchte und auf der Suche nach einem etwas ansprechenderen Design ist (flacher Standfuß), der sollte sich das aktuelle Angebot des C7 OLED in der deutschen Version (OLED55C7D) ansehen. Für 1.299 Euro (1.338,90 Euro inkl. Versand) ist der C7 OLED TV bereits zu bekommen!

Endspurt zur WM sorgt für günstige Preise

Die nahende Fußball WM 2018 ist für den Handel natürlich ein guter Aufhänger um hochwertige Technikprodukte an den Mann (Frau) zu bringen. Die Preisentwicklung ist dabei vor allem für den Verbraucher erfreulich. Selbst außerhalb großer Promotions in der Vorweihnachtszeit gibt es nun OLED Fernseher mit 4K Auflösung zu fairen Preisen zu kaufen. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob man jetzt zuschlagen sollte, kann die Preisentwicklung der OLED-TVs im Vergleichsportal idealo.de beobachten.

Weitere Angebote & Tagesaktionen findest du auch auf unserer Übersichtsseite!

Philips Momentum 436M6VBPAB: Erster Bildschirm mit DisplayHDR 1000

Philips bzw. das hinter der Marke stehende Unternehmen MMD hat eine Weltpremiere zu vermelden. So bringt man mit dem neuen Momentum 436M6VBPAB den ersten Bildschirm auf den Markt, der für DisplayHDR 1000 zertifiziert ist. Vor allem die Gaming-Fähigkeiten dieses Monitors sollen bestechen.

Der Philips Momentum 436M6VBPAB sei laut dem Hersteller speziell für den Anschluss von Spielekonsolen gedacht. Gemeint sein dürfte da wohl speziell die Microsoft Xbox One X, welche auch für 4K-Gaming prädestiniert ist. Titel wie „Far Cry 5“, von uns auch als Highlight genannt, laufen sogar nativ in 4K an der Konsole. Beeindruckend ist an dem Bildschirm aber vor allem, das er eben als erster seiner Art DisplayHDR 1000 bietet.

Um die Zertifizierung für DisplayHDR 1000 zu erhalten, muss beispielsweise eine maximale Helligkeit von 1.000 cd/m2 gegeben sein. Die Parameteranforderungen umfassen ganz konkret drei Spitzenluminanztests, zwei Kontrastmesstests, Farbtests der Farbräume BT.709 und DCI-P3, einen Bit-Tiefe-Anforderungstest und einen HDR-Antwort-Leistungstest. Bisher konnte nur der neue Philips 436M6VBPAB alle Anforderungen für DisplayHDR 1000 erfüllen.

Philips Momentum 436M6VBPAB
Philips Momentum 436M6VBPAB visiert Gamer an

Als weitere, technische Merkmale des Monitors nennt Philips eine native Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln bei 60 Hz, 4 ms Reaktionszeit (GtG), Adaptive Sync, einen geringen Input-Lag, Quantum Dots und eine Abdeckung des DCI-Farbfarums von 97,6 %. Der NTSC-Farbraum wird mit 103 % abgedeckt. Als statischen Kontrast nennt Philips bzw. MMD 4.000:1. Zudem sind Ambiglow-Beleuchtung, MultiView-Funktion, DTS Sound-Audio und eine Fernbedienung im Bezug auf die Ausstattung zu nennen. Letzteres ist für einen Monitor eher ungewöhnlich.

An Anschlüssen bietet der Gaming-Monitor einmal HDMI 2.0, einmal DisplayPort 1.2, einmal Mini-DisplayPort 1.2 und einmal USB-Typ-C. Als offizielle Preisempfehlung des Philips Momentum 436M6VBPAB sind 799 Euro angegeben. Im Handel soll der Monitor ab sofort erhältlich sein. Einziger Wermutstropfen: Viele Zocker hätten sich sicherlich 144 Hz gewünscht, um restlos glücklich zu sein.

DisplayHDR bedeutet mehr Transparenz für die Kunden

Über DisplayHDR hatten wir bereits berichtet: Es handelt sich um einen Standard, nach dem Monitore in drei Kategorien gegliedert werden können: DisplayHDR 400, 600 und 1000. Je nach Stufe sind unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. Herausgegeben hat die Anforderungen die VESA. Dort sieht man sogar das Potential DisplayHDR am Ende auch im Bereich für Heimkino zu etablieren. Ziel ist es, für die Kunden mehr Transparenz zu den qualitativen Abstufungen bei HDR-Wiedergabe zu schaffen.

Display HDR
DisplayHDR der VESA soll mehr Übersicht schaffen

Aktuell gibt es leider jedoch nur wenige Hersteller bzw. Monitore, die tatsächlich DisplayHDR im Marketing nutzen. Ein Beispiel ist der Samsung C49HG90 QLED, welcher mit DisplayHDR 600 versehen ist. Nun ist eben mit dem Philips 436M6VBPAB allerdings der erste Bildschirm mit DisplayHDR 1000 verfügbar.

Test: „Der Soldat James Ryan“ 4K Blu-ray

16

Mit „Der Soldat James Ryan“ spendiert Paramount Home Entertainment einem weiteren Katalogtitel einen hochwertigen 4K Blu-ray Release. Der Weltkriegs-Epos von Steven Spielberg kann sich nicht nur sehen, sondern vor allem auch hören lassen, wie unser Test verrät. 

Inhalt (85%)

Im Laufe der aktiven Kinogänger-Zeit schaffte es trotz häufiger Horrofilme nur ein Werk, die Eingeweide des Autors dieser Zeilen einmal umzudrehen und wieder auszuspucken – Steven Spielbergs Soldat James Ryan. Wenn es irgendeinen Film gibt, der einem die Unbarmherzigkeit und Schrecken des Kriegs beibringt; die Anonymität, in der man elendig auf dem Schlachtfeld verreckt; den Schmerz, der durch weggeschossene Gliedmaßen entsteht – dann ist das wohl der im Original Saving Private Ryan betitelte Film. Bei aller Liebe zum Horror und Splatter – meinem Magen ging es während der ersten 30 Minuten wirklich nicht gut. Das liegt natürlich nicht nur an der minutiös geplanten Sequenz und dem intensiven Schauspiel der Protagonisten, sondern vor allem an der Kamera-Arbeit von Janusz Kaminski. Der Kameramann, mit dem Spielberg zuvor schon in Schindler’s Liste zusammenarbeitete, nutzte diverse Mittel – von der händische geführten Wackeloptik bis zu veränderten, kürzeren Belichtungszeiten der Kamera. Kaminski nahm dadurch selbst die Rolle eines Soldaten ein. Er duckte sich mit der Kamera, tauchte mit ihr gemeinsam unter, als die Infanterie aus den Booten ins Wasser ausgespuckt wird und schmeißt sich mit seiner Kamera in den Sand, wenn die Kugeln an ihm vorbeiflitzen. Durch die Verkürzung der Belichtungszeit, „frieren“ Objekte praktisch ein. Auf diese Weise reduzierte Kaminski die Bilder teilweise auf ein Viertel der üblichen Belichtungszeit, was gerade bei herumfliegenden Trümmern oder Explosionen für sichtbare Details sorgt.

Kapitän John H. Miller (Tom Hanks), Private James Ryan (Matt Damon) und Richard Reiben (Edward Burns)
Kapitän John H. Miller (Tom Hanks), Private James Ryan (Matt Damon) und Richard Reiben (Edward Burns)

Was die Kamera auf der einen Seite leistete, flankierten die Darsteller auf anderen Seite. Tom Hanks zeigte, dass er nach einem einfältigen Pralinen-Liebhaber und einem Kosmonauten genauso glaubwürdig einen Infanteristen geben konnte. An seiner Seite sah man junge Nachwuchsdarsteller wie Barry Pepper oder auch einen Vin Diesel, der hier noch weit von seiner Pitch-Black- oder gar Fast-&-Furious-Ruhm-Zeit entfernt war. Matt Damon indes hatte die undankbare Rolle des „letzten Sohnes“ der Familie und blieb schon rollentechnisch weit unter seinen Möglichkeiten. Ohnehin krant es bei Der Soldat James Ryan letztlich an der eigentlichen Story. Zwar liegen der Story Tatsachen zugrunde, doch mit zunehmender Laufzeit des mit 170 Minuten nicht gerade kurzen Films, verflacht die Suche nach „Private Ryan“ zunehmen und schlägt immer wieder ins Kitschige um. Dass Spielberg dabei durchaus patriotisch zu Werke ging, sei ihm verziehen. Immerhin bemühte er sich stets auch um die Grauzonen zwischen dem Schwarz und Weiß und bleibt durchweg mehr auf dem Boden als ein später in Hollywood erfolgreicher deutscher Regisseur aus Stuttgart.

Bildqualität (90%)

Der Soldat James Ryan wurde seinerzeit vollständig analog aufgenommen. vom 35mm-Material nahm man einen 6K-Scan vor, um möglichst viel Information des Filmstreifens einfangen zu können. Für Spielbergs Film lag das Haupt-Augenmerk darauf, den Original-Look des Original-Positivs wiederherzustellen. Hier kam es vor allem darauf an, den harten Kontrast sowie die entsättigten Farben so nahe wie möglich an das heranzuführen, was Spielberg seinerzeit im Kopf hatte. Warum dann allerdings das Bildformat von 1,85:1 auf Vollbild-16:9 geändert wurde, lässt sich nur mutmaßen. Irgendetwas müssen sich Spielberg und Kameramann Janusz Kaminski ja dabei gedacht haben, ihren Saving Private Ryan mit leichten Balken oben und unten zu filmen. Für den 4K Scan hat man nun diese Balken wieder demaskiert. Ob das von Spielberg so intendiert ist/war oder man beim Scan einfach gepennt hat, bleibt wohl ein Geheimnis.

„Der Soldat James Ryan“ sah niemals besser aus

Anbieter Paramount hat zudem noch einen erweiterten Farbraum (BT.2020) sowie eine höhere Bilddynamik (High Dynamic Range) integriert – letztere neben der HDR10 sogar als Dolby-Vision-Variante. In der Praxis sieht man dann deutlich das von der Blu-ray unterschiedliche Color Grading. Während die bisherige BD einen sichtbaren Schwenk ins Grün machte, hat die UHD diesen eliminiert und präsentiert harmonischere Brauntöne. Das kommt nicht nur den Szenen am Strand zugute, bei denen der Sand nun neutral aussieht, sondern passt auch besser zu den Uniformen. Auch Hauttöne wirken jetzt viel realistischer. Kommt mehr Farbe ins Spiel – beispielsweise Orange bei Feuersituationen oder Rot bei den vielen offenen Wunden und Verletzungen, wirkt beides satter und gleichzeitig realistischer. Vorher tendierte gerade Orange eher ins Gelbliche, was wenig authentisch erschien. Aber auch Sequenzen vor dem Hintergrund grüner Wiesen wirken lebendiger – auch weil sich die nun braunen Uniformen besser und plastischer vor dem grünen Gras ablösen.

Der 6K Scan und der HDR-Workflow (HDR10 & Dolby Vision" zeigen was aus 20 Jahre altem, analogen Material rauszuholen ist!
Der 6K Scan und der HDR-Workflow (HDR10 & Dolby Vision“ zeigen was aus 20 Jahre altem, analogen Material rauszuholen ist!

In Sachen höhere Bilddynamik sorgt die Anpassung durch Levinsons Arbeit tatsächlich für härtere Kontraste, was in wenigen Situationen bei dunklen Szenen schon mal zu leichtem Detailverlust im Schwarz führt. Über die gesamte Laufzeit gesehen ist das Bild der 4K-Fassung aber wesentlich harmonischer und eindrucksvoller. Im Vergleich zwischen Dolby Vision und HDR10 ist es ab und an Geschmackssache, welche Variante man bevorzugt. Dolby Vision liefert noch etwas steilere Kontrastflanken, aber auch das etwas deutlich sichtbare Korn. HDR10 kommt einen Hauch weicher rüber, dafür vielleicht eine Spur ausgewogener.

Tonqualität (80%)

Der deutsche Ton war leider bisher nur Dolby Digital – und bleibt das auch im Falle der UHD. Hier gibt’s keine Bearbeitung zugunsten hochauflösender Akustik oder gar 3D-Sound. Die Surround-Effekte der deutschen Dolgy Digital 5.1 Tonspur begeistern aber wie damals auf der regulären Blu-ray. Hier arbeitet die Kameraführung von Janusz Kaminski Hand in Hand mit den 2D-Klanginformationen zusammen. Vor allem in den ersten 30 Minuten wird man von der Klangkulisse förmlich erdrückt – im positiven Sinne.

Maschinengewehrfeuer, einschlagende Mörsergranaten, Schreie verwunderter Soldaten – das alles in Kombination mit dem großartigen 4K Remaster vermittelt einem ungefiltert den „Schrecken des Krieges“. Bewerten wir nur einmal die 2D-Ebene der deutschen Tonspur, dann ist eine Wertung von 80% gerechtfertigt. Eine verlustfreie Audiospur oder 3D-Soundverarbeitung wäre möglich gewesen und wurde sogar für den Originalton umgesetzt. Das mehr Audioinformationen aber nicht immer ein besseres Klangerlebnis versprechen schildern wir euch in den nachfolgenden Absätzen:

Dem Film hätte es nicht an Soundeffekten für die Höhenkanäle gefehlt. Leider zeigt der Dolby Atmos Originalton (Englisch), dass die Effekte nicht sauber platziert wurden. Da bleibt man doch lieber beim DTS-HD MA 5.1 Sound
Dem Film hätte es nicht an Soundeffekten für die Höhenkanäle gefehlt. Leider zeigt der Dolby Atmos Originalton (Englisch), dass die Effekte nicht sauber platziert wurden. Da bleibt man doch lieber beim DTS-HD MA 5.1 Sound

Englischer Originalton mit falschen 3D-Effekten

Der ist allerdings durchaus mit auf der UHD – aber eben nur für den Originalton. Und auf den war man im Vorfeld durchaus gespannt. Immerhin ist die erste halbe Stunde ein Feuerwerk an Effekten und geradezu prädestiniert für Schüsse und Querschläger auf dem Höhenkanal. Wechselt die Szenerie auf die Landungsboote, tut der Sound dann allerdings einfach zu viel. So hört man das anbrandende Wasser am Bug der Transportschiffe ebenso aus der Höhe wie über die reguläre Ebene – was Unsinn ist, wenn die Kamera auf der gleichen Position steht. Sobald sich die Luken öffnen, wird es dann so unübersichtlich, dass man nicht mehr genau definieren kann, wo die Kamera und somit die Hörposition sich gerade befindet. Hier kann man dann durchaus wohlwollend davon sprechen, dass die zahlreichen Sounds, die man von den Heights hört, vielleicht auch dorthin gehören. Das MG-Feuer aus den Bunkern jedoch hat da absolut nichts verloren. Hier ist die Kamera zum Teil sogar oberhalb des Maschinengewehrs und dennoch ballern die Höhen-Lautsprecher fröhlich mit. Nein, das ist nicht so ganz im Sinne des Erfinders. Denn VIEL heißt nicht gleichbedeutend GUT oder gar RICHTIG. Schade ist das vor allem deshalb, weil die dezidierten und korrekt gesetzten Soundeffekte dadurch entwertet werden und nicht mehr herausragend. Hier wäre WENIGER tatsächlich MEHR gewesen. Freunde von 3D-Tonspuren, die möglichst viel von oben hören wollen, sind hier allerdings bestens aufgehoben. Denn es wirkt beinahe so, als hätte man den Ton abzüglich der Stimmen schlicht um eine Ebene nach oben erweitert.

Apropos reguläre Ebene: Natürlich besteht eine Dolby-Atmos-Spur nicht nur aus Höhen-Informationen. Was die verlustfreie Dolby-Variante (Englisch) hier auf das übliche 5.1-Setup zaubert, ist schlicht sensationell und gehört auch heute noch zum Besten, was Kino/Heimkino zu bieten hat. Vollkommen zurecht gab’s dafür den Oscar für den besten Ton und den besten Tonschnitt. Authentizität nur sein kann: Zieht euren Höhen die Stecker raus und genießt den Atmos-Sound im 5.1-Setup!

  • Deutsch: DTS-HD MA 5.1 – 80%
  • Englisch: Dolby Atmos – 70%
Erzählerische Dramatik gepaart mit einem guten Bild und klasse Surround-Sound. Hier gerät die Truppe in einen Hinterhalt
Erzählerische Dramatik gepaart mit einem guten Bild und klasse Surround-Sound. Hier gerät die Truppe in einen Hinterhalt

Bonus (0%)

Bonusmaterial ist leider Fehlanzeige, da die reguläre Bonus-Disk der bisherigen Blu-ray nicht integriert wurde.

Gesamtbewertung Der Soldat James Ryan – 4K Blu-ray (85%)

Damals wie heute: Die Eröffnungssequenz von Der Soldat James Ryan gehört zum intensivsten, das Kino jemals erzeugt und vermittelt hat. Wer sich das anschauen und völlig kalt bleiben kann, sollte mal seinen Pulsschlag kontrollieren und nachforschen, ob er nicht selbst schon mausetot im Sandstrand der Normandie liegt. Die UHD bringt dieses extrem intensive Erlebnis in ihrer bisher filmischsten und natürlichsten Form ins Heimkino, liefert dazu vor allem eine Schärfe, die in Close-ups wirklich toll ist und genau den harten Kontrast, den er im Kino einst hatte – ein klares Upgrade in Sachen Bildqualität. Während der schon bekannte deutsche Dolby-Digital-Ton unverändert bleibt, legt die englische Atmos-Fassung richtig los. Auf der regulären Ebene hat sie Referenzqualität. Auf der Höhen-Ebene will sie eindeutig zu viel des Guten und gefällt damit nicht den Puristen und Freunden der korrekten Vertonung, sondern nur jenen, die möglichst viel Geballer von überall haben wollen.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 14. Juni 2018 Review am: 26. Mai 2018
Erscheinungsjahr Film: 1998 Laufzeit: 169 Minuten
Filmstudio: Paramount Home FSK: Ab 16 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D
Testgerät Player: LG UP970

Der Soldat James Ryan Trailer:

Auswahl an 4K Blu-rays mit Dolby Vision HDR wächst weiter

7

Das Dolby Vision HDR Feature auf 4K Blu-rays war vor einigen Monaten nur wenigen Filmen vorbehalten. Doch so langsam scheint sich das dynamische HDR-Format zu etablieren. Erst in den letzten Tagen wurden unzählige 4K Blu-rays mit DV bestätigt. 

In unserer 4K Blu-ray Komplettliste zählen wir zur Veröffentlichung des Artikels 42 Ultra HD Blu-rays mit Dolby Vision HDR. Der Großteil ist jedoch erst in den letzten Wochen erschienen, oder für einen zukünftigen Release angekündigt worden. Zu den Filmen gesellten sich erst vor kurzem alle „Mission: Impossible“-Titel, „SOLO: A Star Wars Story“, „Ready Player One“ sowie „Rampage: Big meets Bigger“ hinzu. Erst vor wenigen Tagen ist „Matrix“ mit DV erschienen und konnte bei den Filmfans durchaus punkten. Am 07. Juni erscheint mit „Game of Thrones – Staffel 1“ bereits ein weitered DV-Highlight auf 4K Blu-ray.

Mehr Content, mehr Hardware

Nicht nur Streamingdienste und 4K Blu-ray unterstützen Dolby Vision, auch die Gerätehersteller implementieren immer häufiger das erweiterte HDR-Format. Erst kürzlich hat Sony damit begonnen seine 2018 UHD-TVs mit einem entsprechenden Update zu versorgen. Auch Panasonic konnte die wachsenden Beliebtheit des Formats nicht mehr ignorieren und unterstützt dieses mit seinen neuen Playern (DP-UB9004, DP-UB824). Die Kosten für einen kompatiblen Player halten sich dank LGs UP970 in Grenzen. Früher musste man mehrere hundert Euro für einen Oppo UDP-203 ausgeben, um die wenigen damals verfügbaren DV-Filme wiedergeben zu können.

Konkurrenzformat HDR10+ lässt sich Zeit

Das Momentum von Dolby Vision lässt sich nicht abbremsen und der Abstand zum Konkurrenzformat HDR10+ wird immer größer. HDR10+ setzt ebenfalls auf dynamische Metadaten und wird aktuell von Samsung, Philips, Panasonic, Amazon Video, 20th Century Fox und Warner Home Video unterstützt. Kompatible Player kommen von Panasonic und Samsung, leider gibt es aber noch keine einzige 4K Blu-ray mit HDR10 Plus. Ist dieser Vorsprung noch aufzuholen?

Dolby Vision Update für Sonys 2018 LCD & OLED TVs

Sony hat damit begonnen die Firmware-Version 6.560 für seine 2018 LCD (XF90) und OLED (AF8) TV-Modelle auszuliefern. Das Update enhält neue Features für die Android TV Oberfläche, sowie die lang ersehnte Unterstützung für Dolby Vision HDR. 

Kurz nach der Markteinführung der neuen XF90 und AF8 Modelle können sich Besitzer bereits über das angekündigte Dolby Vision Update freuen. Lt. offiziellen Quellen wird das Firmware-Update bereits ab dem 23. Mai in Europa verteilt. In mehreren Instanzen soll die neu Firmware allen Geräten zur Verfügung gestellt werden. Im Laufe des Juni soll der Update-Prozess abgeschlossen werden. Es scheint aber bereits Berichte zu geben, nachdem 4K Fernseher nach dem Update nicht mehr richtig funktionieren. Ob es sich hierbei um einzelne Fälle oder über ein weitflächiges Problem handelt, ist noch nicht bekannt. Es könnte also wieder zu kleineren Verzögerungen kommen.

Probleme mit Dolby Vision über HDMI

Dolby Vision HDR funktioniert bislang aber nur über Streaming-Apps wie Netflix oder Amazon Prime Video ohne Probleme. Die Dolby Vision Wiedergabe via HDMI setzt voraus, dass die externen Player mit einem neuen Dolby Vision Profil ausgestattet sind. Sollten 4K Blu-ray oder Streaming-Player noch kein Update erhalten haben, ist es auch nicht möglich die dynamischen Metadaten über die HDMI-Schnittstelle zu verarbeiten. Es bleibt abzuwarten, ob betroffene Sony 4K Fernseher irgendwann mit einem neuen Dolby Vision Profile arbeiten und so die Metadaten komplett selbstständig verarbeiten.

Sony AF8 OLED TVs auf der CES 2018 (KD-55AF8 & KD-65AF8)
Sonys AF8 OLED TV (KD-55AF8 & KD-65AF8) erhalten das Dolby Vision Update

Verbessertes „X-Motion Clarity“

Wer gar kein Interesse an Dolby Vision hat, der darf sich über die verbesserte Zwischenbildberechnung „X-Motion Clarity“ sowie das neue „Meine Apps“-Feature in der TV-Menüleiste freuen. Kleinere Verbesserungen, wie der Software Update Oberfläche oder die Registrierung der favorisierten TV-Kanäle sind ebenfalls Teil des Firmware Updates 6.560

Bereits vor mehreren Wochen begann Sony damit seine Premium TV-Geräte mit X1 Extreme Prozessor aus 2017 (ZD9XE93XE94 und A1 OLED) mit dem Dolby Vision HDR Feature auszustatten. Auch hier war die Unterstützung des erweiterten HDR-Formates mit dynamischen Metadaten recht beschränkt. Über ein Low-Latency Profil, mussten TV-Geräte und angeschlossene Player „Hand-in-Hand“ arbeiten, um die Dolby Vision Inhalte auf den Bildschirm zu bekommen. Somit war Sony auf die Unterstützung der Hersteller angewiesen (z.B. Apple TV 4K, LG UP970, Oppo UDP-203).

Preisvergleich – Sony KD-55AF8 günstig einkaufen (Anzeige):

Preisvergleich – Sony KD-65AF8 günstig einkaufen (Anzeige):

Preisvergleich – Sony KD-49XF9005 günstig einkaufen (Anzeige):

Preisvergleich – Sony KD-55XF9005 günstig einkaufen (Anzeige):

Preisvergleich – Sony KD-65XF9005 günstig einkaufen (Anzeige):