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Amazon Luna: Cloud-Gaming-Dienst ab sofort auch in Deutschland

Amazon Luna ist ab sofort in Deutschland verfügbar. Zum Cloud-Gaming-Angebot veröffentlicht man dann auch direkt den passenden Controller.

Prime-Mitglieder haben jeden Monat Zugriff auf eine wechselnde Auswahl an Luna-Titeln ohne zusätzliche Kosten. Der Luna-Controller mit Cloud-Direct-Technologie ermöglicht dabei laut Amazon die Steuerung mit geringer Latenz, auch über mehrere Geräte hinweg. Das soll ähnlich funktionieren wie früher bei Googles Stadia-Controller, indem sich auch Amazons Pendant direkt mit dem Wi-Fi verbindet.

Amazon Luna bietet Abonnements nach Wahl

Unterschiedliche Abonnements für drei verschiedene Spielebibliotheken sind in Kombination mit Amazon Luna verfügbar. Da hängt es natürlich davon ab, wie viel Geld ihr gerne ausgeben möchtet. Luna+ gewährt Zugang zu Spielen aus diversen Genres wie „Beach Buggy Racing 2: Hot Wheels Edition“, „Spongebob: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated“ oder „Resident Evil 2“. Fällig werden hier 9,99 Euro pro Monat.

Den Luna-Controller verkauft Amazon separat.
Den Luna-Controller verkauft Amazon separat.

Als zweite Option wäre da Ubisoft+ Multi Access. Ubisofts Abonnementservice bietet Zugang zu AAA-Titeln von Serien wie „Assassin’s Creed“, „Watch Dogs, „Tom Clancy“ oder „Far Cry“ für 17,99 Euro pro Monat. Das Jackbox-Games-Abonnement umfasst für 4,99 Euro pro Monat Spiele wie „Quiplash“, „Trivia Murder Party“ und „Drawful“.

Amazon Luna: Das nächste Stadia?

Wer sich die Spieleliste durchliest und ins Gähnen kommt, den können wir verstehen: Nvidia dürfte da mit GeForce Now gut lachen haben. Immerhin hat Amazon aber ein anderes Geschäftsmodell als Stadia und punktet mit Flatrate-Modellen. Doch mit dem Xbox Game Pass oder PlayStation Plus kann man da bei den Inhalten auf den ersten Blick kaum mithalten. Eventuell ist Amazon Luna aber für Gelegenheitsspieler mit Prime-Abonnement einen Blick wert?

Amazon Luna gibt es jetzt auch in Deutschland.
Amazon Luna gibt es jetzt auch in Deutschland.

Wie Luna+-Abonnenten können Prime-Mitglieder ihr Ubisoft-Connect-Konto mit Luna verknüpfen und ausgewählte Ubisoft-PC-Spiele, die sie bereits besitzen, direkt auf ihrem Fire TV oder einem anderen unterstützten Gerät spielen. Die kostenlose App Luna Phone Controller ermöglicht es Kunden, ihr iPhone oder Android-Smartphone als Controller für das Spielen auf Luna zu verwenden.

Luna ist ab heute in Deutschland auf kompatiblen Geräten wie Fire TV, Fire-Tablets, Windows PCs, Chromebooks, Macs, iPhones, iPads und Android-Smartphones verfügbar. Um mit dem Spielen zu beginnen, laden Kunden die Luna-Controller-App für iOS oder Android herunter, verwenden einen kompatiblen Controller eines Drittanbieters oder erwerben den Luna-Controller für 69,99 Euro unter amazon.de/lunacontroller.

Spatial Audio: Fürs Heimkino ungeeignet?

Spatial Audio ist mittlerweile auch fürs Heimkino ein Thema. Doch zumindest der CEO von Cambridge Audio hält davon nichts.

Beispielsweise hat Netflix Spatial Audio ja in seinem Premium-Tarif verankert und für diverse seiner Eigenproduktionen eingebunden. Der CEO von Cambridge Audio, Stuart George, stellt dabei nicht grundsätzlich die Daseinsberechtigung von Spatial Audio infrage. Allerdings attestiert er, dass Spatial Audio eher in Infotainment-Systemen in Fahrzeugen Sinn ergebe, als in Lautsprechern fürs Heimkino.

Cambridge Audio: Kein Spatial Audio in den eigenen vier Wänden

Deswegen habe Cambridge Audio derzeit auch keine Pläne, um Spatial Audio für Lautsprecher-Systeme für zu Hause aktiv einzubinden. Die Einbindung Zuhause sei zu fehleranfällig aufgrund der sehr unterschiedlichen Raumumgebungen. Das sei eben der Vorteil an Fahrzeugen: Da könne man sehr genau in Kooperation mit den Autoherstellern planen. Im Heimkino seien eher andere Technologien relevant.

Zudem könnt ihr in HiFi-Set-ups und Anlagen mit 3D-Sound über Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D auch ohne Spatial Audio auskommen, lässt sich wohl behaupten. Allerdings sind etwa Apple und Sonos große Verfechter von Spatial Audio und binden die Technik etwa für den neuen Apple HomdPod sowie die Sonos Era 300 ein.

Cambridge Audio hält sich bezüglich Spatial Audio für die Zukunft Optionen offen

Der CEO von Cambridge Audio gesteht aber ein, dass Spatial Audio Relevanz für Kopfhörer und kleinere Lautsprecher behalte. Denn da sind Formate wie Dolby Atmos wiederum eher Augenwischerei. Cambridge Audio behalte da durchaus Lifestyle-Produkte im Auge, das sei aber eher eine langfristige Option und offenbar nichts, was in der nahen Zukunft zu Produkten führen wird.

Wichtig als Hintergrund: Cambridge Audio arbeitet aktuell verstärkt mit Autoherstellern zusammen. Ähnliche Wege gehen auch Bowers & Wilkins in Partnerschaft mit BMW oder Sonos durch eine Kooperation mit Audi.

Pitch Black erscheint als limitierte 4K UHD Blu-ray inkl. Dolby Atmos (Mediabooks)

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Turbine veröffentlicht den Directors Cut von „Pitch Black“ erneut auf 4K UHD Blu-ray. Diesmal dürft ihr euch zwischen vier limitierten Mediabooks entscheiden inkl. Dolby Atmos, Dolby Vision und umfänglichen Bonusmaterial.

Ziemlich kurzfristig bereits am 31. März 2023 erscheint der Directors Cut der Science-Fiction-Horror-Actionfilms mit Vin Diesel in vier Mediabook-Editionen. Diese sind jeweils auf nur 666 bzw. 333 Stück limitiert. Neben dem 4K Remasters des Film inkl. Dolby Atmos 3D-Sound und Dolby Vision HDR bekommt ihr noch eine Bonus-Blu-ray mit rund 6 Stunden zusätzlichen Extras. Darunter Interviews, Featurettes zu den Animationen, dem Schöpfer von Riddick, dem Handlungsaufbau, Making-Of uvm. Das Bonusmaterial steht optional mit deutschen oder englischen Untertitel bereit.

Die limitierten 4K Blu-ray Mediabooks zu Pitch Black
Die limitierten 4K Blu-ray Mediabooks zu Pitch Black

Hochwertiges 4K Remaster von „Pitch Black“

Zuletzt gibt es noch ein Booklet mit 28 Seiten, die euch durch die Filmgeschichte von Christop N. Kellerbach leiten. Die limitierten Mediabooks sind ein Turbine-Exklusive, ihr könnt diese somit (voraussichtlich) nur über den Turbine-Shop ordern – solange der Vorrat reicht. Das 4K Master steht mit HDR10 und Dolby Vision zur Verfügung, das Bildverhältnis liegt bei 2.35:1. Die deutsche und englische Synchronisierung kann wahlweise in Dolby Atmos oder DTS-HD MA 2.0 Stereo-Sound abgerufen werden. Die Laufzeit wird mit 112 Minuten angegeben, was dem Directors Cut entspricht.

Die beigelegte HD Blu-ray des Films besitzt die gleiche Audio-Ausstattung, Bildformat und Laufzeit. Entsprechend wird die visuelle Präsentation jedoch nur in 1080p in SDR (Standard Dynamic Range) wiedergegeben. Obwohl Pitch Black bei Rezensionen nicht so gut wegkommt, wird dem Streifen mittlerweile in vielen Filmsammlungen ein fester Platz eingeräumt. Womöglich kann der Science-Fiction-Youngtimer aus dem Jahr 2000 bereits so etwas wie einen Zeitbonus verbuchen. Wer sich für den Film noch in Stimmung bringen möchte, der kann das mithilfe des nachfolgenden Trailers machen:

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Mehr Beiträge zum Thema „4K Blu-ray“:

Sky geht gegen Piraterie vor: Umtauschaktion für Kunden im Kabelnetz von Vodafone

Der Pay-TV-Anbieter Sky ist auch von Schwarzsehern betroffen. Jetzt zeichnet sich eine neue Vorgehensweise gegen Piraterie ab.

Aktuell sieht es nämlich danach aus, dass einige Zuschauer, die Sky im Kabelnetz empfangen, bald neue Hardware benötigen. Dies sind Überbleibsel einer anderen Ära, als Sky den Kunden noch zum Empfang CI+-Module angeboten hat. Damit ließen sich dann beliebige Satelliten- und Kabel-Receiver für den Empfang bereithalten. Mittlerweile hat Sky Deutschland diese Praxis aber eingestellt und bietet Neukunden die Option nicht mehr an.

Sky drängt zum Hardware-Tausch

Jetzt will man sich aber eventuell schleicht ganz davon lösen: Viele Bestandskunden haben offenbar Post von Vodafone bekommen, wenn sie im Kabelnetz von Vodafone unterwegs sind und Sky über ein CI+-Modul und eine Smartcard empfangen. Vodafone teilt mit, dass dieser Empfangsweg nicht mehr Skys Sicherheitsanforderungen entspreche und die Hardware daher getauscht werden müsse.

Nach einem Update verschwinden manchmal TV-Sender vom Sky Q Receiver!
Sky will die Kunden zu seinen Sky-Q-Receivern drängen

Sky hat diese Verfahrensweise auf Nachfrage bestätigt. Es sei der Wechsel auf wahlweise einen aktuellen Receiver direkt von Vodafone oder aber von Sky erforderlich. Die ominösen „Sicherheitsgründe“ sind dabei offenbar das Vorgehen gegen potenzielle Piraterie. Vodafone bietet dabei in seinem Schreiben an, kostenlos einen neuen Receiver und eine neue Smartcard zur Verfügung zu stellen.

Sky Deutschland im Vodafone-Kabelnetz: Hardware-Tausch oder „Tschüss“

Den Kunden stehe es laut dem Schreiben frei, bei ihrer alten Hardware zu bleiben, dann sei der Empfang des Pay-TV-Angebots von Sky Deutschland aber nicht mehr möglich. Satelliten-Nutzer sind noch nicht betroffen: Sie können weiter das bisherige Modell mit CI+-Modul verwenden. Das gilt aber nur für Bestandskunden. Neukunden erhalten die Chance nicht mehr.

Letzten Endes ist das natürlich auch eine Taktik, um die Kunden zu den hauseigenen Sky-Q-Receivern zu schubsen. Als Alternative gibt es freilich noch die Nutzung von Skys Streaming-Angebot WOW, das technisch allerdings veraltet ist. So verwendet man einerseits eine sehr aggressive Kompression, bleibt aber zudem auf maximal 1080p beschränkt und bietet weder 4K noch HDR oder 3D-Sound.

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Netflix plant für 2023 die Gaming-Offensive mit 40 neuen Spielen

Netflix will sein Spieleangebot stark ausbauen. Allein in diesem Jahr will man insgesamt 40 neue Titel in seine Flatrate aufnehmen.

Selbst für 2024 gibt es schon Pläne: Da soll nämlich das bekannte Rätselspiel „Monument Valley“ gemeinsam mit seinem Sequel zu Netflix stoßen. Für Leser, die mit Netflix Games bisher nicht vertraut sind: Ihr könnt über euer Abonnement auch Mobile Games für Android und Apple iOS als Teil der Flatrate beziehen und spielen. Ihr findet diese bei Google Play bzw. im Apple App Store.

Netflix Games: Über 70 Spiele in der Pipeline

Bisher beschränkt sich Netflix also auf Spiele für mobile Endgeräte, bereitet aber auch schon den Einstieg ins Cloud-Gaming vor. Da gibt es jedoch leider noch keinen konkreteren Zeitplan. Gemeinsam mit Partnern will Netflix derzeit rund 70 Spiele in der Pipeline haben. Dabei wird etwa „Monument Valley“ von allen anderen bisher erschienenen Varianten abweichen. Ab Werk werden z. B. alle In-App-Käufe direkt enthalten sein.

"Monument Valley" stößt 2024 zu Netflix.
„Monument Valley“ stößt 2024 zu Netflix.

Am 18. April wird zudem Ubisofts „Mighty Quest: Rogue Palace“ zu Netflix Games hinzustoßen. Die Franzosen hatten bereits im Januar 2023 „Valiant Hearts: Coming Home“ zu Netflix geschoben. Es gibt aber noch viele weitere Kooperationen – etwa mit Super Evil Megacorp („Vainglory“), die an einem exklusiven Spiel für den Streaming-Anbieter werkeln.

Netflix baut seine Gaming-Kooperationen aus

Am 28. März 2023 wiederum erscheint bereits „Terra Nil“, das Spiel eines südafrikanischen Studios namens Free Lives. Darin geht es darum, aus einer leblosen Umgebung ein florierendes Ökosystem zu zaubern – quasi ein Anti-Städtebauer. Im Februar 2023 konnte Netflix hingegen „Highwater“, ein Strategiespiel von Demaggog Studio, ins Angebot aufnehmen.

Ziel von Netflix ist es dabei, mit seinen Spielen ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Danach wähle man dann auch die Titel aus. Hier liegt es dann eben im Auge des Betrachters, ob der Streaming-Anbieter so echte Mehrwerte für Abonnenten generiert oder das Geld besser anderweitig investiert wäre.

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Filmkritik zu John Wick: Kapitel 4: Wick hat schlechte Laune und wir lieben es!

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John Wick, der tödlichste Auftragskiller der Filmgeschichte, ist in seinem vierten Kapitel zurück. In „John Wick: Kapitel 4“ erwartet uns erneut eine explosive Mischung aus atemberaubenden Actionsequenzen und tiefgründigen Charaktermomenten.

Der Weg zum vierten Kapitel: Eine kurze Retrospektive

Bevor wir uns dem neuesten Abenteuer von John Wick widmen, wollen wir ganz kurz auf die bisherige Entwicklung der Filmreihe eingehen. Angefangen hat alles mit dem überraschenden Erfolg von „John Wick“ im Jahr 2014, in dem der pensionierte Killer aus der Versenkung zurückkehrt, um sich an den Schurken zu rächen, die seinen Hund getötet haben. Die Fortsetzung „John Wick: Kapitel 2“ (2017) erweiterte die Welt und die Mythologie der Auftragskiller, deren Einfluss in „John Wick: Kapitel 3 – Parabellum“ (2019) ihren vorläufigen Höhepunkt fand. Und jetzt, fast 10 Jahre später liegt es an „John Wick: Kapitel 4“, den Erfolg der Reihe fortzusetzen.

Handlung: Ein Mann gegen die Welt

Nach den Ereignissen von „John Wick: Kapitel 3 – Parabellum“ findet sich John Wick in einer scheinbar ausweglosen Situation wieder. Er hat sich gegen die High Table gestellt, das mächtigste Gremium der kriminellen Unterwelt, und ist nun auf der Flucht. Eine Armee von gnadenlosen Killern ist ihm auf den Fersen und es scheint, als hätte John Wick seinen letzten Kampf gefunden. Doch unterschätzen sollte man diesen Meister des Tötens niemals.

Absolution? Hätte John Wick gerne, aber es gibt noch etwas zu erledigen
Absolution? Hätte John Wick gerne, aber es gibt noch etwas zu erledigen © 2023 LEONINE

Die Regie führt wieder Chad Stahelski, der auch bei den vorangegangenen Teilen das Ruder in der Hand hielt. Die Hauptrolle übernimmt erneut der unvergleichliche Keanu Reeves. Die Geschichte von „John Wick: Kapitel 4“ ist geprägt von Verrat und Vergeltung. Immer wieder wird unser Protagonist von Freunden und Feinden gleichermaßen hintergangen und muss sich seinen Weg durch eine Welt voller Intrigen und Doppelzüngigkeit bahnen. Doch John Wick wäre nicht John Wick, wenn er nicht auch im Angesicht der größten Gefahr noch einen Trumpf im Ärmel hätte.

Inmitten dieser turbulenten Handlung nehmen wir Anteil am Schicksal von John Wick und seinen Verbündeten, die versuchen, in einer Welt voller Gewalt und Grausamkeit ihre eigenen Werte und Ideale zu bewahren. Wick bekommt auch einen neuen tierischen Begleiter an seine Seite und so fühlt es sich fast so an, als würde sich der Kreis der John Wick-Serie schließen (hoffentlicht nicht). „John Wick: Kapitel 4“ ist ein spannendes und berührendes Drama, das nicht nur Actionfans in seinen Bann zieht, sondern auch all jene, die sich für komplexe Charaktere und mitreißende Geschichten interessieren.

Ein Hauch von Hoffnung: Die Suche nach Erlösung

Trotz der düsteren Grundstimmung des Films bietet „John Wick: Kapitel 4“ auch immer wieder lichte Momente der Hoffnung und Erlösung. Inmitten der Brutalität und der unerbittlichen Kämpfe gibt es Szenen von unerwarteter Schönheit und Tiefe, die dem Publikum eine Atempause von der Action ermöglichen und den emotionalen Reichtum der Welt von John Wick verdeutlichen.

Charaktere: Freund und Feind

Neben Keanu Reeves kehren auch Ian McShane als Hotelmanager Winston und Laurence Fishburne als Bowery King zurück. Beide liefern in ihren Rollen als undurchsichtige Strippenzieher erneut überzeugende Leistungen ab. Neu im Ensemble sind Hiroyuki Sanada als der mysteriöse Bösewicht, gegen den John Wick antreten muss, und Donnie Yen als ein alter Freund und Verbündeter, der ihm im Kampf gegen die High Table zur Seite steht. Die beiden Schauspieler bereichern den Film mit ihrer Präsenz und fügen sich nahtlos in die Welt von John Wick ein. Ach, und da wäre auch noch Marquis gespielt von Bill Skarsgård.

Hiroyuki Sanada: Der unnachgiebige Gegenspieler

Hiroyuki Sanada in der Rolle des Bösewichts Koji Shimazu
Hiroyuki Sanada in der Rolle des Bösewichts Koji Shimazu
© 2023 LEONINE

Hiroyuki Sanada brilliert in seiner Rolle als erbarmungsloser Antagonist und schafft es, sowohl eine physische Bedrohung für John Wick darzustellen als auch eine emotionale Tiefe in seine Figur einfließen zu lassen. Sein Charakter ist nicht einfach nur ein stereotypischer Bösewicht, sondern ein komplexer Gegenspieler, der den Zuschauer immer wieder überrascht.

Donnie Yen: Der treue Freund

Donnie Yen, der international für seine Rollen in Martial-Arts-Filmen bekannt ist, bringt seine beeindruckenden Kampffähigkeiten in „John Wick: Kapitel 4“ zum Einsatz und bereichert die ohnehin schon spektakulären Actionszenen des Films. Doch auch abseits der Kämpfe überzeugt er als loyaler Freund und Unterstützer von John Wick und verleiht seiner Figur eine emotionale Tiefe, die den Zuschauer berührt.

Bill Skarsgård: Angegblich ein ganz großes Tier

Der neue Gegenspieler Marquis Vincent de Gramont, verkörpert von Bill Skarsgård
Der neue Gegenspieler Marquis Vincent de Gramont, verkörpert von Bill Skarsgård © 2023 LEONINE

Marquis Vincent de Gramont, verkörpert von Bill Skarsgård ist einer der, wenn nicht sogar das größte Tier der Hohen Kammer. Und er hat nur ein Ziel, Wick zu eliminieren, bevor er die Gilde noch mehr in Verruf bringt. Kauft man ihm diese Position ab? Nicht so ganz, Skarsgård ist sicherlich ein begnadeter Schauspieler, aber in dieser Rolle gefühlt etwas fehl am Platz. Da hätte man sich doch eher einen alten, respektierten Vertreter der Hohen Kammer als Gegenspieler gewünscht.

Action: Atemberaubende Kämpfe und Verfolgungsjagden

„John Wick: Kapitel 4“ bietet erneut einige der spektakulärsten Actionszenen, die das Genre zu bieten hat. Die Martial-Arts-Einlagen sind atemberaubend, die Schießereien intensiv und die Verfolgungsjagden rasend schnell. Dabei legt der Film besonderen Wert auf lange Einstellungen und gut choreografierte Kämpfe, die das Publikum in ihren Bann ziehen. Der Bodycount von John Wick: Kapitel 4 übertrifft dabei die Vorgänger-Filme bei weitem und man wünscht sich fast so etwas wie einen numerischen Zähler, der in der unteren, rechten Ecke die -„unglücklichen Opfer“ zählt.

John Wick fühlt sich mit Schusswaffen genauso wohl...
John Wick fühlt sich mit Schusswaffen genauso wohl… © 2023 LEONINE

Die Actionszenen in „John Wick: Kapitel 4“ sind nicht nur beeindruckend inszeniert, sondern auch meisterhaft choreografiert. Jeder Schlag, jeder Tritt und jeder Schuss sitzt perfekt und vermittelt dem Zuschauer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Dabei gelingt es dem Film, trotz der hohen Schlagzahl immer wieder humorvolle Momente einzustreuen, die für Lacher im Publikum sorgen und die Spannung kurzzeitig lockern. Wieso nur töten, wenn man auch töten und Spaß haben kann (dieser Spruch gilt auch wirklich nur für Profikiller in Filmen).

Die Waffen des John Wick: Ein Arsenal zum Staunen

... wie mit Nahkampfwaffen. In John Wick: Kapitel 4 zeigt Reeves, was er in den Monaten vor dem Drehstart so gelernt hat.
… wie mit Nahkampfwaffen. In John Wick: Kapitel 4 zeigt Reeves, was er in den Monaten vor dem Drehstart so gelernt hat. © 2023 LEONINE

Ein weiteres Highlight des Films ist die Vielfalt an Waffen, die John Wick in seinen Kämpfen einsetzt. Von klassischen Handfeuerwaffen über Schrotflinten bis hin zu exotischen Nahkampfwaffen – John Wick zeigt sich auch im vierten Teil als wahrer Meister aller Waffengattungen. Dabei bleibt der Film stets einfallsreich und überrascht das Publikum immer wieder mit neuen, spektakulären Kampfszenarien. Man muss Keanu Reeves wirkliche in großes Lob aussprechen, wenn er sich in seinem Alter noch so umfangreich mit Schusswaffen und Kampftechniken auseinandersetzt, nur um seinen Fans das Maximum an Action zu bieten. Man muss jedoch gestehen, dass sich die „Fights“ doch zum Teil wiederholen, was Fans der Wick-Reihe sicherlich anspricht, am Ende den Film jedoch unnötig in die Länge zieht. Ein paar 0815-Ballerszenen weniger, hätten auch den Fokus auf die ausgefeilten „Finishing Moves“ und gut choreografierten Kämpfe geschärft.

Ein Fest für die Sinne: Spektakuläre Bild- und Soundeffekte

Neben der atemberaubenden Action und den vielschichtigen Charakteren verdient auch die technische Umsetzung von „John Wick: Kapitel 4“ besondere Anerkennung. Die beeindruckenden visuellen Effekte und die durchdachte Kameraführung lassen die Actionsequenzen noch intensiver wirken und ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Gleichzeitig sorgt der druckvolle Soundtrack für eine mitreißende Atmosphäre und unterstreicht die Dynamik der Kämpfe und Verfolgungsjagden. Auch der Soundmix ist erstklassig und setzt sowohl die brachialen Actionmomente als auch die leiseren Szenen gekonnt in Szene.

Kulisse und Atmosphäre: Die düstere Welt von John Wick

John Wick (Keanu Reeves) besucht im vierten Teil wieder Paris
John Wick (Keanu Reeves) besucht im vierten Teil wieder Paris © 2023 LEONINE

Der Film entführt uns erneut in die düstere Welt von John Wick, die geprägt ist von kriminellen Machenschaften und verschwiegenen Geheimnissen. Durch die detailreiche Ausstattung und die atmosphärische Beleuchtung wird diese Welt lebendig und zieht den Zuschauer in ihren Bann. In „John Wick: Kapitel 4“ verschlägt es unseren Helden auf der Flucht vor seinen Verfolgern rund um den Globus. Von den düsteren Gassen New Yorks über das pulsierende Tokio bis hin zu den endlosen Wüstenlandschaften Nordafrikas – die Schauplätze des Films sind vielfältig und beeindruckend inszeniert.

Fazit: Ein weiteres Meisterwerk der Action-Reihe

„John Wick: Kapitel 4“ knüpft nahtlos an die Qualität der vorangegangenen Teile an und bietet Fans des Franchise genau das, was sie erwarten: Non-Stop-Action, charismatische Charaktere und eine fesselnde Story. Mit seinem vierten Kapitel hat John Wick bewiesen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und die Fans können sich auf weitere spannende Abenteuer freuen. Trotz des hohen Gewaltgrades und der düsteren Atmosphäre schafft es „John Wick: Kapitel 4“ immer wieder, den Zuschauer zum Lachen zu bringen. Durch gezielte humorvolle Einlagen und Wortwitz werden die Spannung und die Brutalität aufgelockert, sodass der Film nicht nur ein actiongeladenes Spektakel, sondern auch ein unterhaltsames Erlebnis für ein breites Publikum bietet.

Was jedoch erwähnt werden muss, ist sicherlich die Überlänge des Films. Die Story ist, wie man sie von einem Serienkiller-Epos erwartet, wieder etwas dünn, dafür sind 169 Minuten doch ganz schön viel. Klar gibt es Überraschungen und Fans der Filmreihe werden sich mehr als gut unterhalten fühlen. Eine halbe Stunde hätte man sich aber hier und da einsparen können.

John Wick: Kapitel 4 erscheint wohl erst im Spätherbst (Oktober) auf 4K UHD Blu-ray und als digitaler Release. Man kann sich das Heimkino-Highlight jedoch bereits jetzt vorbestellen:

Die Aussicht auf mehr: John Wick bleibt uns erhalten

Das Ende von „John Wick: Kapitel 4“ lässt die Tür für weitere Fortsetzungen weit offen und macht neugierig auf die zukünftigen Abenteuer des tödlichsten Auftragskillers der Filmgeschichte. Wir dürfen also gespannt sein, was John Wick noch alles erwarten wird und wie er sich in einer Welt behaupten kann, in der jeder seinen Tod will.

Insgesamt ist „John Wick: Kapitel 4“ ein gelungener und actionreicher Film, der sowohl Fans der Reihe als auch Actionliebhaber begeistern wird. Der vierte Teil der Saga zeigt, dass das John-Wick-Universum noch lange nicht ausgeschöpft ist und die Zukunft für unseren Helden zwar ungewiss, aber durchaus vielversprechend ist.

Ein Augenzwinkern: Selbstironie als Stilmittel

Ein weiterer Aspekt, der „John Wick: Kapitel 4“ so unterhaltsam macht, ist die gekonnte Selbstironie, die sich durch den gesamten Film zieht. Immer wieder nehmen sich die Macher und Schauspieler selbst auf die Schippe und spielen mit den Erwartungen und Klischees des Genres. So entstehen Szenen, die den Zuschauer zum Schmunzeln bringen und gleichzeitig beweisen, dass der Film seine eigene Absurdität nicht allzu ernst nimmt.

Abschließende Gedanken: Ein actiongeladenes Vergnügen

„John Wick: Kapitel 4“ ist eine gelungene Fortsetzung der erfolgreichen Actionfilmreihe, der es schafft, die Erwartungen der Fans zu erfüllen und gleichzeitig neue Akzente zu setzen. Mit seinem humorvollen Unterton und der gekonnten Selbstironie hebt sich der Film von anderen Genrevertretern ab und bietet ein rundum unterhaltsames Kinoerlebnis.

Die Zukunft mag für John Wick ungewiss sein, aber eines ist sicher: solange es noch Schurken gibt, die seinen Zorn auf sich ziehen, werden wir uns auf weitere actionreiche Abenteuer des berüchtigten Auftragskillers freuen können. In diesem Sinne: „Viel Spaß im Kino!“

Sky und WOW: Das sind die Neuheiten im April 2023

Der Pay-TV-Anbieter Sky hat für euch im April 2023 wieder neue Filme und Serien auf Lager. Jetzt stehen die konkreten Neuzugänge dann auch fest.

Dabei ist es spannend, zu beobachten, dass einige Peacock-Formate direkt zu Sky Deutschland ins Angebot wandern. Peacock selbst existiert ja quasi in Deutschland vorerst nicht mehr als eigenständiges Angebot. So findet ihr im April 2023 beispielsweise die Peacock-Eigenproduktion „Poker Face“ mit Staffel 1 bei Sky bzw. auch bei dessen Streaming-Angebot WOW.

Vielleicht interessiert sich auch der ein oder andere Leser für die Dokumentation über einen der schillerndsten Milliardäre unserer Zeit „Elon Musk – Genie und Wahnsinn“. In der letzten Zeit generiert Musk viel Aufmerksamkeit durch seine Unberechenbarkeit im Umgang mit dem von ihm gekauften Social Network Twitter. Doch auch bei Tesla, SpaceX, Neuralink und mehr hat Musk weiterhin seine Finger im Spiel.

Unter den Filmen können Superhelden-Fans sich mit „Black Adam“ vergnügen, in dem Dwayne „The Rock“ Johnson die Hauptrolle übernimmt. Aber auch „Nope“ und „The Woman King“ werden mit Sicherheit ihr Publikum finden. Unter den Serien ist zudem noch „The Connors“ eine Erwähnung wert, denn hier wird die Geschichte von „Roseanne“ fortgesetzt.

Sky und WOW: Ungewisse Zukunft

Ende 2022 sah es dabei zunächst noch so aus, als würde Sky Deutschland Besitzer wechseln. Dazu kam es am Ende jedoch nicht. So ist der aktuelle Besitzer, Comcast, mit den Bilanzen des deutschen Ablegers wohl äußerst unzufrieden. Zumal man hierzulande keine attraktiven Kombi-Angebote mit Pay-TV-Inhalten und Streaming sowie Mobilfunk- und oder Festnetzangeboten schnüren kann. So wird es noch interessant, wie sich 2023 die Lage so entwickelt.

Unten findet ihr jedenfalls die Neuzugänge bei Sky und WOW im April 2023. Wir hoffen, dass die Leser bzw. Abonnenten der Angebote etwas für sich finden. Wir wünschen so oder so: viel Spaß beim Fernsehen bzw. Streaming!

Serien und Dokumentationen:

  • Tender Hearts S1 (6.4.) – Sky Original
  • Der Mord an Meredith Kercher (6.4.)
  • Elon Musk – Genie und Wahnsinn S1 (7.4.)
  • Der Anschlag – Angriff auf den BVB (10.4.) – Sky Original
  • Air Warriors S9-10 (10.4.)
  • Succession S4 (11.4.)
  • A Town Called Malice S1 (12.4.) – Sky Original
  • Die Conners S1-2 (13.4.)
  • Tierischer Alltag S1 (14.4.)
  • Tracy Morgan: Black and Blue (15.4.)
  • Die Goldbergs S10 (17.4.)
  • Barry S4 (OmU) (17.04.)
  • Forensik: Dem Mörder auf der Spur S2 (20.4.) – Sky Original
  • Marc Maron: From Bleak to Dark (22.4.)
  • Poker Face S1 (24.4.)
  • Ningaloo: Australiens Ozeanwunder S1 (24.4.)
  • C.B. Strike – Troubled Blood S3 (25.4.)
  • Pete Holmes: Faces and Sounds (29.4.)

Filme im April 2023 bei Sky und WOW

  • Three Thousand Years of Longing (1.4.)
  • Control (3.4.)
  • The Portable Door (7.4.) – Sky Original
  • Alfons Zitterbacke: Endlich Klassenfahrt (8.4.)
  • Black Adam (9.4.)
  • Ticket ins Paradies (10.4.)
  • Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt (14.4.)
  • Notre Dame in Flammen (15.4.)
  • 1UP (17.4.)
  • Nope (21.4.)
  • The Invitation – Bis dass der Tod uns scheidet (22.4.)
  • Schmetterlinge im Ohr (24.4.)
  • The Woman King (28.4.)
  • A Good Person (29.4.) – Sky Original

Mehr Beiträge zu „Sky“ und „Wow“:

Netflix: Werbefinanzierter Tarif erreicht mittlerweile ca. 1 Mio. monatlich aktive Nutzer (USA)

Netflix werbefinanzierter Tarif soll mittlerweile in den USA rund 1 Mio. Abonnenten erreichen. Die Frage ist, ob das wirklich ein Erfolg ist.

Diese 1 Mio. bezieht sich auf die monatlich aktiven Konten. Das heißt, dass es noch mehr Mit-Zuschauer geben kann. Außerdem bleibt so natürlich offen, wie viele User der werbefinanzierte Tarif bereits international binden konnte. Anfangs startete das Angebot dabei in den Vereinigten Staaten eher schleppend. Allerdings heißt es, dass Netflix und seine Werbepartner durchaus zufrieden sein sollen.

So sollen mittlerweile in der Tat mehr Neukunden und Rückkehr zum werbefinanzierten Basis-Tarif greifen. Es ist also nicht so, dass es eher Bestandskunden wären, die ein Downgrade vornehmen. Allerdings ist das Potenzial wohl in den USA eingeschränkter als in anderen Regionen, da Netflix bereits auf ca. 74 Mio. Abonnenten kommt. Da hat man schon eine hohe Sättigung erreicht.

Anders dürfte es in Schwellenländern aussehen: Gerade dort könnte sich das werbefinanzierte Basis-Abo möglicherweise langfristig zu einem Renner mausern. Das dürfte Netflix Hoffnung sein, denn gemeinsam mit den Werbepartnern hofft man, da noch groß abzukassieren. Denn: Der Aktienwert des Unternehmens war 2022 extrem eingebrochen.

Netflix: Schläge gegen das Account-Sharing sollen Neukundenzustrom erzeugen

Netflix hofft auch durch striktes Vorgehen gegen das Teilen des Netflix-Kontos über einen Haushalt hinaus neue Abonnenten zu gewinnen. So hatte der Streaming-Anbieter in den Raum, gestellt, aktuell würden etwa 100 Mio. Menschen Netflix mitbenutzen, ohne dafür selbst zu bezahlen. Das will man ändern – auch auf die Gefahr hin, dass einige Bestandskunden abspringen, wenn sie ihr Account nur noch gegen Aufpreise mit anderen teilen können.

Preissenkung bei Netflix: Erstmals seit Jahren werden die Abogebühren reduziert
Netflix ändert 2023 den Kurs

Am Ende muss man abwarten, sie sich Netflix und dessen Nutzerbasis im Jahr 2023 so entwickeln wird. Der Streaming-Anbieter selbst verspricht sich erhebliches Wachstum bei Nutzern und Einnahmen. Ob der Plan wirklich funktionieren wird?

Disney+: Zahlungsbereitschaft der Kunden ist offenbar hoch

Disney+ wird von den Abonnenten bisher gut angenommen. Offenbar ist die Zahlungsbereitschaft groß genug, um weitere Preiserhöhungen durchzudrücken.

So haben laut einem Bericht des Wall Street Journals, basierend auf Daten des Analyse-Anbieters Antenna, in den Vereinigten Staaten 94 % der Abonnenten die letzte Preiserhöhung im Dezember 2022 mitgemacht. Damals wurde das Streaming-Angebot von 7,99 US-Dollar im Monat auf 10,99 US-Dollar verteuert. In Deutschland hat Disney bislang keine neue Erhöhung vorgenommen.

Allerdings wurde auch hierzulande der Preis für Disney+ bereits mehrfach erhöht. Frühe Abonnenten zahlten etwa im ersten Jahr 59,99 Euro, während es dann mittlerweile schon 89,90 Euro sind. Das Monatsabonnement steht mittlerweile bei 8,99 Euro im Monat. Gestartet war es für 6,99 Euro. Prognose: Viele Menschen dürften sich ihr Abo mit Familie und Freunden außerhalb des eigenen Haushalts teilen, auch wenn das laut Richtlinien untersagt ist. Das macht es auch leichter, Preiserhöhungen zu schlucken.

Disney+ hat im April 2023 wieder neue Inhalte auf Lager.
Disney+ hat im April 2023 wieder neue Inhalte auf Lager.

Sollte Disney allerdings die Preise weiter erhöhen und womöglich gegen das Account-Sharing vorgehen, so wie es Netflix derzeit plant, könnte sich das Blatt wenden. Marktforscher geben an, dass Familien mit Kindern vermutlich auch nach weiteren Preiserhöhungen Disney+ treu bleiben würden. Anders sehe es aber für Einzelpersonen aus, die vorwiegend auf Inhalte für Erwachsene blicken. Da spiele die Qualität der Exklusivtitel eine zunehmende Rolle.

Disney+ soll in die schwarzen Zahlen kommen

Klar ist, dass Disney+ aktuell noch keine Gewinne einbringt. Das hat auch dazu geführt, dass CEO Bob Iger angekündigt hat, die Inhalte von Disney wieder breiter auszuwerten, statt sie exklusiv beim Streaming-Angebot zu horten. Das machte sich schon bei den April-Neuheiten bemerkbar. So kommt zwar „Avatar: The Way of Water“ am 4. April 2023 ins Heimkino, wird aber zunächst nur bei Plattformen wie Apple iTunes gegen einen Obolus angeboten.

Am Ende kann man nur abwarten, sollte aber im Kopf behalten: Bis zur nächsten Preiserhöhung von Disney+ ist es auch in Deutschland nur eine Frage der Zeit.

LG OLED TVs 2023 ohne wichtiges Feature: Warum ältere Modelle jetzt wieder interessant sind

LG verwehrt Power-Usern den Zugriff auf wichtige Feature-Einstellungen in seinen neuen OLED Fernsehern 2023. Welche Funktionen entfernt wurden und wieso diese die Vorjahresmodelle wieder attraktiver machen, liest du hier! 

Update: LG hat mittels Firmware-Update die Problematik mit dem TPC (Temporal Peak Luminance Control) behoben! 

Originalbeitrag: Zwei Anmerkungen, bevor wir ins Detail gehen: Zum einen geht die Entdeckung auf das Konto von Vincent Teoh von hdtvtest, der diese in seinem letzten Video mit uns allen geteilt hat. Zum anderen handelt es sich bei dem hier weggefallenen Feature sicherlich um eine „Insider-Anwendung“ oder „Power User-Option“ auf die, ohne aufmerksame Journalisten wie Vincent, sicherlich niemand aufmerksam werden würde. Selbst wenn sich 99 Prozent der Nutzer nie in das Servicemenü der betroffenen LG OLED Fernseher verirren, ist der Wegfall der nachfolgenden Optionen derzeit ein guter Grund, sich einen LG OLED TV aus 2022 zu sichern.

LG verändert das Servicemenü und schränkt alle Nutzer ein

LG Electronics hat nämlich das Servicemenü seiner 2023 OLED Fernseher inkl. der C3 und G3 Modellreihen komplett überarbeitet. Während die Aufteilung der Servicemenüs noch der der Vorjahresmodelle gleicht, fehlen der Oberfläche zukünftig nützliche Informationen und es gibt weitaus weniger Einstellungsmöglichkeiten für professionelle und private Anwender. Wer sich noch nie in das geheime Menü der LG Fernseher verirrt hat, wird zu diesem Zeitpunkt vielleicht auch gar nicht verstehen, worin jetzt das Problem liegt.

Das Servicemenü lässt sich nämlich nur mit einer sogenannten Service-Fernbedienung (Service Remote auf Amazon.de) aufrufen, da diese über eine zusätzliche Taste „In Start“ verfügt. Nachdem die Taste gedrückt wurde, lässt sich das Menü mittels eines vierstelligen Codes (normalerweise 0413, 0000, 0431, 7777, 8741, 8743 oder 8878) „freischalten“. Auf der Oberfläche bekommt der Nutzer einen umfassenden Überblick, über die Soft- und Hardware-Ausstattung des Fernsehers sowie Einstellungsmöglichkeiten. Wie ihr auf den oberen Abbildungen erkennen könnt, wurde die Menge an Informationen, die dem Nutzer zur Verfügung steht, extrem ausgedünnt. So lässt sich z.B. nicht mehr erkennen, was für ein Chipsatz bzw. Chipsatz-Version im jeweiligen Fernseher verbaut wurde. Das allein wäre gar nicht so schlimm, nur lassen sich über die Untermenüs jetzt bestimmte Funktionen der OLED-Fernseher nicht mehr de-/aktivieren, was die Bildqualität in bestimmten Wiedergabeszenarios deutlich verschlechtern dürfte.

LG entfernt OLED-Steuerungsoption für TPC und GSR

Im Speziellen geht es um die Steuerungsoptionen im OLED-Menü, mit denen sich TPC (Temporal Peak Lumance Control) und GSR (Global Sticky Reduction) deaktivieren ließen. Uns ist bewusst, dass diese Features dafür gedacht sind, um die OLED-Panels vor Beschädigungen wie Burn-In zu schützen, doch in der Praxis schützen diese Funktionen lediglich vor einer guten Bildwiedergabe.

Im Beispiel von TPC (Temporal Peak Luminance Control) wird die Helligkeit des OLED-Fernsehers gedimmt, sobald dieser ein statisches Bild anzeigt. Diesen Effekt haben sicherlich viele OLED-Besitzer schon einmal gesehen. Wer z.B. die Wiedergabe eines Filmes pausiert und dann kurz den Raum verlässt, wird meist von einem verdunkelten Bild wieder im Empfang genommen. Wird die Filmwiedergabe dann fortgeführt, „erholt“ sich die Helligkeit des OLED-Bildschirms und alles scheint okay.

TPC ignoriert bewegte Bilder

Strand-Szene aus der Serie "House of the Dragon" die LG OLED TVs zusätzlich abdimmen
Strand-Szene aus der Serie „House of the Dragon“ die LG OLED TVs zusätzlich abdimmen | Bild: HBO Warner Bros. (Screenshot via Twitter @kvanaren)

Nur leider stützt sich die TPC-Funktion auf die durchschnittliche Helligkeit des Bildes, auch APL (Average Picture Level) genannt, und nicht auf bewegte Inhalte. Bedeutet, in dunklen Szenen z.B. der Strandszene in House of the Dragons, erkennt der OLED Fernseher nur, dass sich die durchschnittliche Helligkeits nicht großartig verändert und beginnt dann das Bild abzudunkeln. Die ohnehin schon düstere Bildeinstellung wird somit noch dunkler und wird für den Zuschauer absolut unzumutbar. Ein ähnliches Verhalten lässt sich auch bei den dunklen Szenen in „1917“ gegen Ende des Filmes beobachten, oder bei ausgewählten Passagen von „Dune“, der insgesamt recht lichtarm wirkt. Sobald ein Szenenwechsel mit einem merklichen An-/Abstieg des APL erfolgt, oder das Schnellauswahl-Menü des LG OLED Fernsehers eingeblendet wird, ist alles wieder okay und der „Timer“ bis TPC wieder aktiv wird, wird zurückgesetzt.

GSR dimmt das komplette Bild

LG OLED TV (nicht baugleich) links mit mit deaktiviertem GSR (links - heller) und rechts mit aktiviertem GSR (rechts - dunkler) | Bild: hdtvtest
LG OLED TV (nicht baugleich) links mit mit deaktiviertem GSR (links – heller) und rechts mit aktiviertem GSR (rechts – dunkler) | Bild: hdtvtest

Eine ähnliche Problematik stellt sich bei der GSR oder Global Sticky Reduction ein. Diese Funktion erkennt kleinere statische Bildbereiche wie z.B. Logos von TV-Sendern und reduziert gezielt deren Helligkeit, um ein Einbrennen zu verhindern. Grundsätzlich eine gutes, sinnvolles Feature, nur in der Nutzerschicht der Gamer, hat GSR ebenfalls negative Auswirkungen auf die Bildqualität. Vor allem bei Spielen, die in HDR (High Dynamic Range) wiedergegeben werden und über viele statische (sticky) Bildelemente verfügen, greift die Helligkeitsreduzierung immer. Würde es nur bei einer lokalen Helligkeitsreduzierung bleiben, wäre GSR auch gar nicht so das Problem. Doch damit die Differenz in der Luminanz von festen und bewegten Bildbereichen nicht so auffällt, wird die Helligkeit des gesamten Bilds etwas nach unten gedrosselt.

Beide diese Funktionen konnten findige Nutzer (natürlich auf eigene Gefahr) über das OLED-Submenü mit „GSR Enable“ und „TPC Enable“ deaktivieren (auf „off“ setzen).

Was fällt LG nur ein?

Was bewegt LG zu diesen Änderungen? Betrachten wir Änderungen komplett nüchtern, hat LG Electronics einfach das volle Recht, die Oberfläche des Servicemenüs nach ihren Vorstellungen anzupassen. Hierbei handelt es sich ja nicht um einen Bereich, der für private Anwender gedacht ist, sondern – wie der Name schon aussagt – für Servicemitarbeiter, um diese z.B. für die Problemfindung bei Defekten zu unterstützen. Wer sich im Servicemenü von LG herumtreibt, der handelt in der Regel auf eigene Verantwortung und wir vermuten, dass durch Änderungen in den Menüs auch der Garantieanspruch erlischt. Inwieweit LG Electronics überhaupt eine Möglichkeit hat zu erkennen, ob ein privater Anwender in den Menüs „herumgepfuscht“ hat, ist uns leider nicht bekannt. Fest steht, wer die Stellschrauben des Servicemenüs kennt, setzt den OLED TV einer erhöhten Gefahr auf bleibende Schäden aus. Gesellt sich dazu noch ein eintöniges, schädliches Nutzungsverhalten (Stundenlange Gaming-Sessions oder TV-Sender mit Logo in Dauerschleife), dann lässt die Beschwerde des OLED-Besitzers sicherlich nicht lange auf sich warten.

Ein Falsches Nutzungsverhalten und das "Rumspielen" in den Servicemenüs kann in permanenten Bildfehlern wie diesem Burn-In des Spiels "Fifa" enden
Ein Falsches Nutzungsverhalten und das „Rumspielen“ in den Servicemenüs kann in permanenten Bildfehlern wie diesem Burn-In des Spiels „Fifa“ enden || Bild: rtings.com

So ist bzw. war es möglich, über einen „Hack“ die C-Serie der Vorjahre in einen helleren OLED-TV der G-Serie umzumünzen. Alles, was man dafür machen musste, ist die Nummer des „Panel Identification Fields“ abzuändern. Nur verfügt die C-Serie über einen komplett anderen Aufbau und es fehlen zusätzliche Kühlelemente, um eine optimale Abwärme des OLED-Displays zu gewährleisten, die die G-Serie dagegen besitzt. Temporäre Beeinträchtigungen des Bildes oder bleibende Effekte wie Burn-In oder Schlimmeres können die Folge sein. Auch die oben beschriebenen Features dienen eigentlich nur dazu, eine reibungslose Funktion des OLED-Panels zu gewährleisten. Werden diese deaktiviert, sind die Folgen für den Nutzer im ersten Moment sicherlich positiv zu bewerten (Bild dunkelt nicht mehr ab), doch die negativen Effekte fallen erst auf, wenn es zu spät ist. So ist es sicherlich nicht optimal, wenn man einen LG OLED TV als Desktop-Monitor mit aktiviertem HDR nutzt und dieser dann nicht abdunkelt, sollte man sich einmal längere Zeit nicht am PC befinden.

Hollywood Studios und Co. erhalten zusätzlichen Support

LG Electronics wird auch befugten Nutzergruppen weiterhin die Möglichkeit bieten um TPC und GSR zu deaktivieren, dabei handelt es sich z.B. um Partner von Hollywood Studios, die die OLED-Fernseher für die Postproduktion und das Coloring einsetzen. Zuletzt stützen sich die aktuellen Beobachtungen lediglich auf ein kurzes Testfenster das Vincent Teoh von hdtvtest zur Verfügung stand. Vielleicht hat LG auch dafür gesorgt, dass ein Fehlverhalten bei Serien, Filmen und Games nicht mehr auftreten kann. Ob das jedoch wirklich der Fall ist, können wir erst nach ersten ausführlichen Tests bestätigen/dementieren.

Wir können uns gut Vorstellen, dass der Aufschrei gegen die Entscheidung von LG im ersten Moment groß sein wird. In der Totalen sind aber sicherlich nicht viele Nutzer von dieser Entscheidung betroffen. Der Großteil der Anwender kommt nie mit dem Servicemenü respektive den Funktionen TPC, GSR und Co. in Berührung. Wer sich durch das Vorgehen von LG zu sehr eingeschränkt oder benachteiligt fühlt, der sollte sich rechtzeitig nach einem 2022 OLED TV umsehen um für die Zukunft „vorzusorgen“. Denn wer sich einen OLED Fernseher nicht mehr ohne die Deaktivierung der bildschonenden Funktionen vorstellen kann, der wird womöglich bald keine Alternative mehr finden, zumindest nicht von LG.

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Zuletzt aktualisiert am 20. August 2026 um 08:06 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Zuletzt aktualisiert am 16. Juli 2026 um 17:03 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

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