Die Amazon Prime Video-App auf dem Apple TV 4K unterstützt seit kurzem auch die Wiedergabe in Dolby Vision HDR. Vorerst ist die Unterstützung wohl auf die Hit-Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ beschränkt.
Vor nicht allzu langer Zeit hatten wir berichtet, dass Amazon Prime Video die Unterstützung für Dolby Vision HDR ausgeweitet hat. Jetzt liefert Amazon das dynamische HDR-Format auch für seine Prime Video-App auf dem Apple TV 4K aus – zumindest für einen Titel. „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ werden somit auch auf dem Streaming-Player von Apple in bester Qualität inkl. Dolby Atmos 3D-Sound genossen werden.
Doch selbst bei seiner Highlight-Produktion zeigt Amazon Prime Video keine Stringenz. Die ersten vier Folgen stehen in 4K/DV bereit, die restlichen vier in 4K/HDR10. Andere Serien wie „Tom Clancy’s: Jack Ryan“ oder „Das Rad der Zeit“, welche auf den Fire TV-Geräten bereits in Dolby Vision angeboten werden, stehen weiterhin nur in regulärem HDR (HDR10) zur Verfügung.
Amazon Prime Video unterstützt ab sofort Dolby Vision HDR (Bild: Herr der Ringe: Die Ringe der Macht)
Prime Video bevorzugt HDR10+ vor Dolby Vision (noch)
Eine kurze Suche im Film- und Serienkatalog von Prime Video brachte auch keine weiteren Titel mit Dolby Vision HDR zum Vorschein. Das Konkurrenzformat HDR10+ (z.B. bei der Amazon-Exklusive-Serie „The Peripherial“), ist dann doch häufiger anzutreffen. Insgesamt können wir nur sagen, dass wir uns von Amazon Prime Video so etwas wie einen roten Faden für die Qualität der Inhalte und deren Kennzeichnung wünschen. Egal über welche Plattform wir Prime Video aufrufen, immer wieder stolpern wir über falsche oder fehlende Kennzeichnungen. Nach so vielen Jahren auf dem Streamingmarkt, sollte es doch möglich sein, ein Niveau zu erreichen, wie es Netflix, Disney+ und Appe TV+ bereits seit Jahren anbieten.
Unser Gefühl: Amazon wird sein Angebot nie so richtig in Schuss bringen. Dieses dient in der Regel ohnehin nur als Lockvogel für eine Prime-Mitgliedschaft. Geld verdient das Unternehmen mittlerweile vorrangig mit seinem Cloud-Geschäft.
ARTE arbeitet weiter daran, sein Angebot an UHD-Videostreams auszuweiten. Jetzt hat der deutsch-französische Sender einen eigenen Bereich für kostenlose Inhalte in UHD-Qualität eingerichtet.
Zukünftig werden in einem eigenen Bereich auf arte.tv alle Inhalte in UHD-Qualität zusammengetragen. Derzeit finden sich lediglich 11 UHD-Produktionen auf der Seite wieder, die meisten aus den Bereichen Dokumentation und Reportage. Das Angebot lädt somit nur zur kurzweiligen Unterhaltung ein. Wer auf der Suche nach etwas unkomplizierter Unterhaltung mit einer Laufzeit zwischen 30 – 50 Minuten ist, könnte hier fündig werden. Man muss schon anmerken, dass die Auswahl recht überschaubar ist, vor allem, weil 4K und UHD und ja schon seit längerer Zeit begleiten und selbst Blogger, Youtube und Hobbyfilmer schon seit Jahren ihre Kreationen in 4K (teils mit HDR) darbieten.
Drei weitere UHD-Produktionen im Januar
Es lohnt sich aber vielleicht immer mal wieder in den UHD-Bereich von ARTE zu schauen. Allein im Januar 2023 sollen noch drei weitere Produktionen in 4K Auflösung hinzugefügt werden, darunter die Dokumentation „Costa Rica – Der Natur zur Seite stehen“. Auf der Seite wird übrigens auch angezeigt, wann die Reportagen im linearen Angebot von ARTE zu sehen sein werden. Wer die UHD-Streams gerne auf dem TV-Gerät wiedergeben möchte, der kann diese über HbbTV (rote Taste auf der Fernbedienung drücken während ARTE läuft) wiedergeben. Man muss lediglich in die Suche „UHD“ eingeben.
Keine systematische Ausstrahlung in UHD für ARTE
Eigentlich ist ja bereits ein 4K-Sender von Arte in Planung. Entsprechende finanzielle Mittel wurden bereits bei der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) angefragt. Diese Pläne sind aufgrund der unzähligen Skandale, die die Öffentlich-Rechtlichen in den letzten Monaten erschüttert hat, derzeit sicherlich nicht durchführbar. So konzentriert sich ARTE erst einmal auf ein Streaming-Angebot in 4K.
Es gibt wieder neue Hinweise zur „PlayStation 5 Slim“. Die neue Revision der PlayStation 5 soll bereits im Herbst 2023 in den Handel kommen und ein abnehmbares Disc-Laufwerk besitzen.
Sony hat bereits drei Varianten der PlayStation 5 Konsole in den Handel gebracht. Äußerlich unterscheiden sich die Versionen mit dem A, B und C-Chassis überhaupt nicht – egal ob mit oder ohne Disc-Laufwerk. Im Inneren nahm Sony jedoch Optimierungen vor und konzentrierte sich dabei primär die Überarbeitung des Kühlkörpers und des Lüfters. Selbst der Dualsense Controller wurde minimal verbessert. Mit dem D-Chassis (wie es wohl intern von Sony genannt wird), soll sich jetzt etwas mehr ändern. Im Zuge des Artikels nennen wir die neue Konsolen-Variante einfach mal „PlayStation 5 Slim“, obwohl die neue PS5 womöglich gar nicht so sehr verschlankt wird.
So stellt sich eine Künstliche Intelligenz übrigens eine PlayStation 5 Slim vor.
Die Informationen stammen übrigens erneut von Tom Henderson, der einen sehr guten Draht zur Industrie pflegt. Die „PlayStation 5 Slim“ soll die bisher erhältlichen Versionen komplett ersetzen, die uns in ihrer Optik bereits über zwei Jahre begleiten. Das interessanteste Feature dürfte das abnehmbare Disc-Laufwerk sein, welches sich über einen USB-C-Anschluss auf der Rückseite der PS5 Slim verbinden lässt. Dabei soll es sich nicht um ein externes 4K Blu-ray-Laufwerk handeln, wie sie z.B. für PC und Laptop angeboten werden, sondern schon um eine Variante, die sich in das Design der PS5 Slim integrieren lässt.
PS5 Slim mit Disc-Laufwerk zum Nachrüsten
Die neue PlayStation 5 mit D-Chassis soll zukünftig dann im Bundle mit dem Disc-Laufwerk, oder Solo (Digital Edition) verkauft werden. Der Vorteil? Wer sich die digitale Variante der neuen Konsole gekauft hat, kann diese mit dem Disc-Laufwerk nachrüsten. Dieses soll nämlich auch separat zum Kauf angeboten werden. Die alte PS5 Digital-Edition sei übrigens nicht mit der externen Hardware kompatibel. Zudem muss nicht die komplette Konsole zur Reparatur eingeschickt werden, sollte es mal Probleme mit dem Laufwerk geben. Laut Quelle möchte Sony in seinem Fiskaljahr 2023 (geht von April 2023 bis März 2024) bereits 18.5 Millionen Exemplare der neuen PS5 Slim verkaufen, während die „alte“ Version noch mit 12 Millionen Stück geplant wird. Letztere lässt Sony angeblich auslaufen.
Das Design der PlayStation 5 Slim soll soll sich an den bereits verfügbaren PS5-Variaten orientieren
Die firmennahe Quelle gab zudem an, dass sich die neue Hardware bereits im internen Umlauf bei Sony befinde. Spieleentwickler werden wohl nicht mit der neuen Hardware versorgt, da sich diese in puncto Leistung nicht von den bisherigen Versionen unterscheiden wird. Die Entwicklerkonsolen behalten somit ihre Gültigkeit und Berichte, nachdem sich die „PS5 Slim“ in den Händen von Entwicklern befinden soll, sind mit Vorsicht zu genießen.
Kurz zusammengefasst:
Es gibt neue Gerüchte zu einer neue PlayStation 5-Variante.
Diese wird Sony-intern wohl „D Chassis“ genannt.
Die PS5 soll über ein abnehmbares 4K Blu-ray-Laufwerk verfügen.
Das Laufwerk lässt sich bei der neuen „Digital Version“ auch nachrüsten.
Die Leistung der Konsole soll unverändert bleiben.
Tagesangebote am Dienstag den 17. Januar 2023. Wertet eurer Heimnetzwerk mit einem Fritz!Repeater auf, reduzierte UHD Blu-rays in der 3-für-2-Aktion von Amazon und 4K Fernseher bereits ab 269 Euro!
Heute gibt es viele interessante Angebote, auf die man gerne mal einen Blick riskieren kann. Als Erstes der Hinweis, dass die Medien-Aktionen 3 UHD Blu-ray zum Preis von 2 und 4 Blu-rays für 22 Euronur noch bis morgen gültig sind. Also jetzt vom Kombo-Angebot profitieren und sparen. Weiterhin können die PlayStation 5 God of War Bundles (mit und ohne Disc) zum regulären Preis auf Amazon.de vorbestellt werden. Das ist jetzt kein Schnäppchen per se, es ist aber schön zu sehen, dass sich der Engpass bei der Verfügbarkeit der PlayStation 5 Konsole endlich löst:
Für eine optimale Verteilung des Internets im Haus via WLAN, hat Media Markt derzeit zwei AVM Fritz!Repeater mit Wi-Fi 6 im Angebot. Es ist immer mal gut, sich über das Heimnetzwerk Gedanken zu machen. Denn oft wachsen mit der Zeit die Anforderungen an das heimische WLAN. Neue mobile Geräte, smarte Fernseher oder Smart Home-Geräte wollen alle versorgt werden und wer möchte schon Bereiche in der Wohnung, in denen das WLAN gar nicht zur Verfügung steht?
Und wer noch einen verlässlichen und schicken Begleiter im Ultrabook-Format sucht, der sollte sich die derzeitigen Angebote der Microsoft Surface Laptops ansehen. Diese gibt es mit einem Preisvorteil von bis zu 829 Euro:
Zuletzt noch interessante Angebote aus dem Bereich 4K TV. Wer den Einstieg in die 4K-Welt wagen möchte, einen günstigen Fernseher sucht (z.B. weil der Alte den Geist aufgegeben hat) oder einen Zweit-Fernseher für den Hobbyraum usw. benötigt, der sollte sich noch die Angebote von TCL und Hisense ansehen. 4K Fernseher von 43 bis 55 Zoll gibt es derzeit bereits ab 269 Euro!
Für Käufe bei Amazon.de und Media Markt erhalten Provisionen über Affilliate-Links. Für euch ändert sich dabei nichts am Preis, wir können mit den Zusatzeinnahmen jedoch unsere Plattform finanziell am Laufen halten.
Weitere Beiträge zum Thema „Angebote & Schnäppchen“:
Amazon untersagt an seine Fire TV offenbar mittlerweile das Deep-Linking. Für Streaming-Aggregatoren könnte dies das Aus bedeuten.
Deep-Linking bezeichnet das Verfahren, bei dem ihr von einer App über einen Querverweis direkt zu einem Inhalt in einer anderen App wechseln könnt. Beispielsweise nutzt Plex dies für seinen Discovery-Bereich. Zum Beispiel konntet ihr dann eben aus Plex heraus direkt zu einem Film oder einer Serie bei Netflix springen. Ihr musstet jedoch nicht erst durch das Menü der anderen App navigieren. Aus Nutzersicht ist das natürlich sehr bequem.
Roku sieht diese Verfahrensweise seit jeher nicht gerne bzw. untersagt sie. Denn natürlich verbringen die Nutzer dadurch weniger Zeit in den Menüs der Systemoberfläche und sehen damit auch weniger Empfehlungen (= Werbung). Amazon scheint aus ähnlichen Gründen inzwischen ebenfalls umzudenken. Deswegen erscheint in Plex im Discover-Bereich an den Amazon Fire TV bereits ein Hinweis, der auf den Wegfall des Deep-Linkings hinweist.
Plex musste das Deep-Linking an den Amazon Fire TV bereits entfernen.
Plex wird es überleben, denn die App bietet natürlich einen weitaus größeren Funktionsumfang. Düsterer könnte es für Anbieter wie JustWatch aussehen, die als reine Streaming-Aggregatoren fungieren. Durch das Verbot des Deep-Linkings verliert JustWatch damit komplett seinen Sinn an den Amazon Fire TV.
Amazon will die Nutzer länger auf dem Homescreen halten
Es dürfte so sein, dass Amazon die User einfach länger auf dem Homescreen halten möchte, um verstärkt Empfehlungen aus dem Prime-Ökosystem sichtbar zu machen. Da kommt das Deep-Linking von App zu App eben nicht sehr gelegen. Zugelassen ist es im Übrigen weiterhin unter Android TV / Google TV sowie auch an den Apple TV 4K. Unter Fire OS bzw. an den Amazon Fire TV wiederum werdet ihr aber wohl auf absehbare Zeit darauf verzichten müssen.
Positive Überraschung bei Netflix! Die Ocean’s Trilogie (Eleven, Twelve, Thirteen) kann auf dem Streamingservice derzeit in bester 4K Qualität mit HDR und Dolby Vision bewundert werden!
Wie es aussieht, hat sich Netflix die 4K Remaster der Ocean’s Trilogie gesichert. Weder auf Amazon Prime Video noch auf Apple iTunes stehen die Filme derzeit in gleicher Qualität zur Verfügung. Hier muss man sich weiterhin mit dem HD-Stream begnügen. Klammheimlich wurden die Titel auf 4K Ultra HD Qualität aufgewertet inkl. HDR (High Dynamic Range) und Dolby Vision. Die Soundoptionen beschränken sich dagegen auf Dolby Digital 5.1 in der deutschen und englischen Synchronisation. Die Überarbeitung macht aber auf jeden Fall Lust, dem Heist-Movie-Trio einen erneuten Besuch abzustatten. Was wir aus der ersten Sichtung sagen können ist, dass die Bildqualität sichtlich zugenommen hat, selbst wenn die Bitrate des Videostreams auf Netflix sicherlich keine Referenzwerte erreicht.
Ocean’s Trilogie in 4K/HDR mit Dolby Vision
Man muss den Titel auch zugestehen, dass sie doch in die Jahre gekommen sind. Bei Oceans Eleven wirken manche Szenen daher immer noch etwas verwaschen, die Farben etwas flach. Es gibt aber genug Bildmaterial, dass die Restaurierung in 4K mit HDR und Dolby Vision offenbart. Wir sind gespannt, ob Warner Bros. uns noch mit einem Disc-Release auf 4K Blu-ray beglückt. Wir würden zu gerne eine Ocean’s Trilogie im 4K UHD Blu-ray Steelbook in unser Regal stellen und sei es nur, um Ocean’s Eight zu verdecken (persönliche Meinung des Autors muss nicht die Meinung der Allgemeinheit widerspiegeln 😀). Derzeit widmet sich Warner aber wohl lieber seinen Film-Oldies und veröffentlicht „Die Spur des Falken“, „Der Unbeugsame“ und „… und sie wissen nicht, was sie tun“ im April 2023 auf 4K Ultra HD Blu-ray.
Und wer mit dem ganzen Heist-Movie-Genre nichts anfangen kann, der schaut sich vielleicht lieber zur Belustigung Staffel 4 Folge 3 von Rick & Morty an (Der Heist-Meister). Gibt es übrigens ebenfalls auf Netflix zu sehen.
Peacock ist de facto aus Deutschland wieder verschwunden. Die Erklärung von Sky Deutschland ist allerdings eher unbefriedigend.
Peacock startete in Deutschland im Gegensatz zu den USA nicht als eigenständige Plattform. Vielmehr wurden die Inhalte von NBCUniversal im Wesentlichen in einem Peacock-Unterbereich bei den Verbreitungswegen von Sky eingebunden – etwa auch beim Streaming-Dienst WOW. Schon Anfang 2023 fielen dann aber ohne Vorankündigungen viele Inhalte plötzlich wieder heraus.
Mittlerweile hat Sky Deutschland bestätigt, dass man mit NBCUniversal für Peacock lediglich ein einjähriges Lizenzabkommen abgeschlossen hatte, das ausgelaufen ist. Daher sind die Inhalte auch wieder herausgefallen. Erklärt wurde diese Entscheidung aber nur vage damit, dass man sich da nach den Wünschen der Kunden richte. Übersetzt scheint das zu bedeuten, dass die Peacock-Filme und -Serien von den Abonnenten schlecht angenommen worden sind.
Peacock Streaming startete am 25. Januar 2022 auf Sky
Die Kommunikation von Sky Deutschland wirkt hier jedoch verbesserungswürdig. Seinen Kunden teilte man zu keinem Zeitpunkt mit, dass die Vereinbarung mit Peacock nur für ein Jahr gelten würde. Auch vor dem Wegfall der Inhalte gab es leider keinerlei Warnung. Wer also mitten in einer Serie steckte, guckt nun in die Röhre. Betroffen sind von dieser Aktion zudem neben Deutschland auch Österreich und die Schweiz.
Peacock: Keine Zukunft in Deutschland?
In den USA ist Peacock ein eigener Streaming-Dienst, der auch mit Disney+, Amazon Prime Video, Paramount+ und Co. konkurriert. Ob jetzt überhaupt noch ein Start in unseren Breitengraden möglich sein könnte? Der erste Anlaufversuch wirkt im Nachhinein mittlerweile sehr halbherzig. Das scheint aktuell im Trend zu liegen, denn auch Paramount+ startete mehr schlecht als recht in Deutschland: mit maximal 1080p als Auflösung, ohne Dolby Atmos und mit den meisten deutschen Tonspuren in lediglich Stereo. Der Stand der Technik im Jahr 2023 sieht eigentlich anders aus.
Peacock: Der Streaming-Dienst startete am 15. Juli 2020 in den USA
Bei Sky Deutschland sind im Übrigen von Peacock nur noch die drei Titel „Real Housewives Orange County“, „Real Housewives New Jersey“ und „Below Deck“ verblieben.
Die Ökodesign-Richtlinie der EU verbietet ab März 2023 den Verkauf von Fernsehern, die die neu festgelegte Obergrenze bei der Leistungsaufnahme überschreiten. OLED und 8K Fernseher werden es schwer haben, diese Werte zu unterbieten.
Update: Mittlerweile haben LG Electronics und TCL bestätigt, dass sie keine neuen 8K Fernseher mit LCD-Technik 2023 auf den Markt bringen werden. TCL distanziert sich komplett von 8K, während LG Electronis noch weiterhin die 8K OLED-Fernseher der Z-Serie anbietet. Unabhängig vom Verkaufsverbot, sei sei die Nachfrage nach 8K-Geräten einfach zu gering.
Originalbeitrag: Wir haben bereits in der Vergangenheit über die neuen Energieeffizienzlabel der Europäischen Union berichtet. Die neue Regelung liefert dem Kunden umfängliche Informationen zum Stromverbrauch eines Fernsehers und das bereits vor dem Kauf im Internet und am POS (Point of Sale). Zudem beendet der Energieeffizienzindex (EEI), auf Basis dessen die Energieeffizienzklassen vergeben werden, endlich die Augenwischerei, denen Kunden seit Jahren aufgesessen sind. Was auf der einen Seite als sehr positiv zu bewerten ist, kann schon bald die Auswahl im TV-Segment drastisch einschränken. Denn Geräte, die die Obergrenze für maximale Verbrauchswerte (in Watt) überschreiten, dürfen in Europa nicht mehr in den Verkauf gehen.
Das Aus für OLED und 8K Fernseher?
Nach der neuen Energie-Einstufung landen fast alle modernen Fernseher zwischen 49 und 85 Zoll Diagonale (und größer) in der Energieeffizienzklasse „G“. Das ist die schlechteste Klasse, zumindest laut Auffassung der Europäischen Union. Und alle Fernseher, egal ob LCD, OLED, Mini-LED, QLED, Micro-LED usw., die die in dieser Klasse eingestuft wurden und definierte Obergrenzen bei der Leistungsaufnahme überschreiten, dürfen ab März 2023 nicht mehr verkauft werden.
Samsung ist überzeugt, dass in 8K die Zukunft liegt. Die Verkaufszahlen sprechen jedoch gegen diese Aussage.
Das ist ein großes Problem, primär für Hersteller von OLED und 8K Fernsehern. Denn im Vergleich zu einem Full-HD-Modell (die übrigens etwas strenger bewertet werden), benötigt ein OLED mit 4K Auflösung oder ein 8K Fernseher (egal mit welcher Displaytechologie) weitaus mehr Strom – egal ob im SDR- (Standard Dynamic Range) oder HDR-Betrieb (High Dynamic Range). Das könnte das vorläufige Ende der 8K-Technologie im europäischen Raum bedeuten. Die Signalwirkung an die anderen Märkte wäre verheerend, vor allem, weil die Verkäufe von 8K-Geräten in keiner Weise den Prognosen der letzten Jahre gerecht werden.
OLED Fernseher wie der C2 OLED Evo liefern ein helles, kontrastreiches Bild, können in Abhängigkeit vom Content jedoch ganz schön viel Strom verbrauchen.
Ebenso im Fadenkreuz: OLED Fernseher. Die Geräte sind gerechnet auf ihre Displaydiagonale vergleichsweise energiehungrig. Ganz einfach deshalb, weil im schlimmsten Fall über 8 Millionen einzelne OLED-Pixel leuchten. Das kann ganz schön viel Energie aus der Steckdose ziehen. Diesen „konzeptionellen“ Nachteil der OLED-Displaytechnologie hat die Europäische Union übrigens einberechnet und gewährt TV-Geräten mit selbstleuchtenden, organischen LEDs einen Korrekturfaktor – also einen kleinen Bonus.
Können Hersteller den Verkaufsstopp umgehen?
Ja, können sie. Die Fernseher müssen dafür „nur“ in der jeweiligen Displaygröße unter dem maximalen Wert des Energieeffizienzindex (max) liegen. Also genau den Wert, der eigentlich das Problem verursacht. Aber es scheint ein paar Schlupflöcher zu geben, durch die sich LCD, OLED, 4K und 8K Fernseher durchzwängen können. Denn der EEImax wird nur anhand der Stromaufnahme (in Watt) im SDR-Modus gemessen. Bei der HDR-Wiedergabe können Hersteller aufdrehen, wie sie möchten. Das wäre genau so, also würde man einen 600PS-Boliden als ökologisch vertretbar erklären, weil dieser im Standgas weniger als 10 Liter in der Stunde verbraucht. Klingt für uns nach Gemauschel, kommt jedoch den TV-Herstellern (und am Ende dem Kunden) zugute.
HDR- und SDR-Verbrauch werden auf den neuen EU-Labels separat ausgewiesen.
Bedeutet, können die TV-Hersteller die maximale Stromaufnahme bei SDR über alle Bildmodi hinweg (Standard, Film, Filmmaker Mode, Game, Dynamisch usw.) unter den EEImax-Wert drücken, darf der Fernseher auch weiterhin verkauft werden. Dabei bekommen OLED-Displays, wie oben bereits angemerkt, einen Berechnungsbonus. Hat ein Fernseher, egal mit welcher Displaytechnologie, zusätzlich eine „Automatic Brightness Control“ (ABC) in der Normalkonfiguration (Werkszustand) aktiviert, gibt es einen zusätzlichen Bonus. Und das ist womöglich der wahre Grund, wieso intelligente Bildalgorithmen, die Helligkeit, Farbdarstellung und Kontrast an die Umgebungshelligkeit anpassen, in den letzten Jahren in den Fokus genommen wurden. Bei den meisten TV-Geräten, ist die entsprechende Öko-Einstellung ab Werk aktiviert und muss vom Nutzer händisch deaktiviert, werden – auch bei HDR-Inhalten.
Displaygröße (Zoll)
Maximaler Verbrauch SDR (Watt)
32
34,1
40
49,3
46
62,6
50
72,4
55
85,4
60
99,1
65
113,4
75
142,4
77
148,1
83
164,7
85
170,1
Maximaler Verbrauch für 4K und 8K Fernseher im SDR-Wiedergabemodus in Abhängigkeit der Displaygröße (ohne Korrekturfaktoren z.B. für Öko-Modus oder OLED-Displaytechnologie)
HDR Hui – SDR Pfui!
Doch selbst mit diesem Bonus dürfe es den meisten Fernsehgeräten schwerfallen, die geforderten Werte zu erreichen. Aus Sicht des Herstellers bleibt da eigentlich nur noch ein Lösungsansatz, die Stromaufnahme und somit die Helligkeit im SDR-Bildmodus drastisch reduzieren. Auch die Deaktivierung und Optimierung von Bildverbesserungs-Algorithmen könnte zusätzliche Watt einsparen. Machen wir uns nichts vor, beim Kunden macht das sicherlich keinen guten Eindruck, wenn der Fernseher nach dem Aufstellen im SDR-Modus ein enttäuschendes Bild wiedergibt. Die Kommunikation in Richtung Kunde, wieso der Fernseher bei der SDR-Wiedergabe so dunkel ist, dass manuell in die Einstellungen eingegriffen werden muss, um diesen zu verbessern und wieso bei HDR wieder alles top aussieht, stellt sich in unseren Augen wie eine Mammutaufgabe dar.
Letzte Chance auf einen Fernseher mit „voller Leistung“?
Wir sind gespannt, die die TV-Hersteller im Rahmen der CES 2023 in Richtung Europa kommunizieren.
Und was macht man jetzt als unentschlossener Endkunde? Womöglich ist dieses Weihnachtsgeschäft die letzte Chance, sich einen Fernseher mit „guten Einstellungen“ ins Haus zu holen. Denn, wer weiß, wie weitreichend die Folgen sein werden. Verschwinden vielleicht wirklich einzelne TV-Geräte oder Produktserien aus dem europäischen Handel? Und wie sieht es mit den neu angekündigten TV-Geräten auf der CES im Frühjahr 2023 aus? Die nächsten Monate werden in vielerlei Hinsicht spannend!
Warner veröffentlicht drei weitere Filmklassiker auf 4K Ultra HD Blu-ray. Dabei handelt es sich um „Die Spur des Falken“, „Der Unbeugsame“ und „… denn sie wissen nicht, was sie tun“.
Warner hat tief in der Filmkiste gegraben und drei Filmklassiker zu Tage gefördert. Bei den drei Titeln, die Warner eine 4K-Restauration unterzogen hat, handelt es sich um echte Oldies, die zwischen 1941 und 1967 ins Kino gekommen sind. Lange waren die Titel wohl nur schwer auf Blu-ray zu ergattern, was die 4K Blu-ray-Veröffentlichungen noch interessanter macht. „Die Spur des Falken“ und „Der Unbeugsame“ sollen laut jpc.de am 6. April 2023 erscheinen, während „… und sie wissen nicht, was sie tun“ mit James Dean am 20. April 2023 seine UHD-Premiere feiern wird.
Bis zum Release sind es noch ein paar Tage hin. Derzeit gibt es noch keine bestätigten Details zur Ausstattung und auch noch keine deutschen Cover-Designs. Diese werden wir natürlich nachliefern, sobald verfügbar. Oder ihr schaut immer mal wieder in unsere 4K Blu-ray Komplettliste rein!
Die neue HBO-Serie „The Last Of Us“ startete auf WOW leider nur in Full-HD Qualität und Stereo-Sound. Die Serie, basierend auf dem gleichnamigen Spiel von Sony, wird im linearen Sky-Fernsehen erst ab März 2023 in Ultra HD gezeigt.
Update II: Die Qualität des Streams hängt ggf. mit der Software-Version des Sky Q Receivers zusammen. Wer eine ältere Firmware auf dem Sky Q Receiver installiert hat, bekommt die Option mit 4K/HDR womöglich nicht angezeigt. Wer „The Last of Us“ nur in UHD präsentiert bekommt, sollte in den Einstellungen prüfen, ob ein Update installiert werden kann oder ob gerade eines installiert wird. In unserem Fall wurde die Installation nie richtig abgeschlossen. Über das Bootloader-Menü des Sky Q-Receivers (so lange Reset drücken, bis dieses erscheint) haben wird das Update noch mal manuell gestartet („Software aktualisieren“) und siehe da, jetzt bekommen wir TLOU in 4K/HDR präsentiert. Zudem muss man natürlich ein Abo mit UHD-Option abgeschlossen haben. Vielen Dank an alle Nutzer, die sich mit uns in Verbindung gesetzt haben.
Nach einem erzwungenem Update über den Bootloader (Reset Taste so lange drücken bis dieser erscheint) funktioniert jetzt auch die Übertragung in 4K/HDR
Update: Nochmal geprüft… die maximale Qualitätsstufe für „The Last Of Us“ ist Ultra HD Auflösung mit SDR (Standard Dynamic Range) und Dolby Atmos, sofern die Folgen via Sky Q im Originalton abgerufen werden. Die deutsche Synchro liegt in DD+ vor. HDR funktioniert weder auf Sky Q, noch auf WOW.
The Last Of Us abgerufen auf Sky Q mit englischem Originalton. UHD + Dolby Atmos, aber kein HDR
Originalbeitrag: Es ist schon schade. Da wartet man monatelang auf den Startschuss der HBO-Serie „The Last Of Us“ und dann muss man sich mit einem durchschnittlichen Stream zufriedengeben. Denn derzeit kann die neunteilige Serie nur auf Sky Q und dem Streamingdienst WOW abgerufen werden. Bedauerlicherweise wird die Serie mit Pedro Pascal (The Mandalorian) und Bella Ramsey (Game of Thrones) vorerst nicht im linearen Fernsehangebot von Sky zu sehen sein. Das wäre auch gar nicht so schlimm, wenn Sky die Folgen in einer ähnlichen Ausstattung wie der Streamingdienst HBO Max (vielleicht bald nur noch MAX) präsentieren würde. Dort werden die Folgen der Action-Drama-Serie nämlich in 4K Ultra HD mit HDR inkl. Dolby Vision und Dolby Atmos 3D-Sound im englischen Originalton präsentiert – ein Traum.
Hierzulande erscheinen die Folgen in HD-Qualität und SDR. Pro Woche wird eine Episode in der Nacht auf Montag freigeschaltet und kann dann mit der deutschen und englischen Synchronisation, sowie mit Untertiteln in Deutsch und Englisch genossen werden. Genossen ist dabei natürlich relativ, da sich sicherlich viele auf die Serie gefreut, unzählige Stunden mit den Spieltiteln verbracht haben und eigentlich keine Kompromisse bei der Bild- und Audioqualität eingehen möchten. Eine bessere Darstellung gibt es leider erst ab dem 6. März 2023. Dann wird die „The Last Of Us“-Serie in 4K Ultra HD auf dem Sender Sky Atlantic (montags, 20:15 Uhr) gezeigt.
Spoilergefahr oder mittelmäßiger Stream?
Mit jedem Tag steigt auch die Gefahr, dass einem jemand wichtige Elemente der Story spoilert. Es ist uns schon klar, wer die Spiele auf der PS3/PS4 oder die restaurierte Variante für die PS5 gezockt hat, der ist mit der Story bereits vertraut. Und doch macht es einen Unterschied, ob man von einem Spiel oder einer Serie durch eine fiktive Welt geleitet wird. Man möchte sich am Ende doch einfach nicht versauen, was die genialen Köpfe bei HBO die Story ausbauen.