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Marvel gibt Filme & Serien zu Phase 4 der Infinity Saga bekannt

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MARVEL bestätigt das Filme & Serien-Lineup bis 2021 auf der Comic-Con in San Diego. Neben Kino-Blockbustern wie „Black Widow“ oder „Blade“ bekommen wir auch Serien wie „Wandavision“ und „Hawkeye“ auf Disney+ zu sehen. 

Besser hätte Phase Drei der Infinity Saga nicht enden können. Avengers: Endgame hat definitiv geliefert, was sich das Publikum gewünscht hat und konnte sich erst kürzlich zum erfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten küren. Jetzt ist es jedoch Zeit nach vorne zu sehen. Phase Vier soll die Infinity Saga abschließen. Der Kampf der Helden gegen Thanos geht in die Zielgrade. Auf der Comic-Con in San Diego hat Marvel den Film- & Serienplan bis 2021 und darüber hinaus vorgestellt.

Phase Vier der Infinity Saga: Bestätigte Filme & Serien
Phase Vier der Infinity Saga: Bestätigte Filme & Serien

Marvel Kinofilme bis Ende 2021

  • Black Widow: Wir werden viel mehr über die Natasha Romanoff, alias „Black Widow“ gespielt von Scarlett Johansson erfahren. Sie wird begleitet von David Harbour als Alexei oder auch besser bekannt als „The Red Guardian“. Florence Pugh als Yelena, O-T Fagbenle als Mason und Rachel Weisz als Melina komplettieren den Cast. Regie führt Cate Shortland. Kinostart ist für den 1. Mai 2020 geplant
  • The Eternals: The Eternals ist eine vielfältige Truppe bestehend aus Richard Madden als Ikaris, Kumail Nanjiani als Kingo, Lauren Ridloff als Makkari, Brian Tyree Henry als Phastos, Salma Hayek als Ajak, Lia McHugh als Sprite, Don Lee als Gilgamesh und Angelina Jolie als Thena. Gleich ein ganzer Haufen Superhelten, mit verschiedenen ethnischen Wurzeln, Geschlechtern und mit Makkari wird erstmals eine gehörlose Superheldin zu sehen sein. Wir werden sehen, welche dieser Helden in ein eigenes Franchise überführt wird. Kinostart ist der 6. November 2019.
  • Sang-Chi and the Legend of the Ten Rings: Mit Sang-Chi erhält ein weiterer klassischer Marvel-Charakter einen Film spendiert. Simu Liu (The Expanse) übernimmt die Hauptrolle, Awkwafina übernimmt eine noch nicht genannte Rolle und Tony Leung wird den „echten“ Mandarin spielen. Kinostart ist der 12. Februar 2021.
  • Doctor Strange in the Multiverse of Madness: Darauf haben wir schon gewartet. Ein weiterer Doctor Strange Film, in der Hauptrolle kein anderer als Benedict Cumberbatch. An dessen Seite erstmals Scarlet Witch gespielt von Elizabeth Olsen. Die Geschehnisse des Films sind direkt verknüpft mit der exklusiven Disney+ Serie „WandaVision“ die im Frühling 2021 starten soll. Kinostart ist 1. Mai 2021.
  • Thor: Love and Thunder: Bei der Entwicklung des Charakters Thor, gespielt von Chris Hemsworth, gegen die Geschmäcker auseinander. Einige begrüßen die leicht „trottelige“ Art mit der sich die Gottheit durch das Marvel Universum bewegt, andere finden dies viel zu überzogen. Der Erfolg bleibt jedoch nicht aus und so kommt mit „Thor: Love and Thunder der bereits vierte Film in die Kinos. Diesmal schwingt jedoch nicht Chris, sondern Natalie Portman, als weibliche Thor den Hammer! Der Starttermin steht bereits fest: 5. November 2021.
  • Blade: Zur Überraschung vieler wird das BLADE-Franchise fortgesetzt. In der Hauptrolle ist jedoch nicht mehr Wesley Snipes, sondern Mahershala Ali zu sehen. Einen Starttermin für „BLADE“ gibt es leider noch nicht. Womöglich erscheint der Film im Frühjahr 2022.
Darüber hinaus soll noch Guardians of the Galaxy Vol. 3, The Fantastic Four und Blade in 2022 erscheinen
Darüber hinaus soll noch Guardians of the Galaxy Vol. 3, The Fantastic Four und Blade in 2022 erscheinen
  • The Falcon and the Winter Soldier: Der erste Avenger (Sebastian Stan) verbündet sich in dieser exklusiven Disney+ Serie mit The Falcon, gespielt von Anthony Mackie. Sehr cool ist die Beteiligung des deutschen Schauspielers Daniel Brühl, der als Bösewicht, Baron Zemo, zurückkehren wird. Die Serie startet im Herbst 2020 auf Disney+
  • WandaVision: Wer alle Punkte verbinden möchte, der sollte sich auf jeden Fall den Kinofilm „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ nicht entgehen lassen. Denn der Film und die Serie sind eng miteinander verstrickt. Die Original Serie mit Elizabeth Olsen und Paul Bettany in der Hauptrolle (Wanda Maximoff/Scarlett Witch und Vision) startet im Frühling 2021 auf Disney+
  • Loki: Die Gerüchte um eine Serie über Loki haben sich bestätigt. Tom Hiddleston verkörpert natürlich den Gott des Unheils. Die Serie startet ebenfalls im Frühling 2021 auf Disney+
  • What If…?: Die animierte Serie aus dem Marvel Cinema Universe wird fortgeführt. Die Original-Schauspieler werden den animierten Charakteren ihre Stimmen verleihen. Die Serie befasst sich mit alternativen Realitäten innerhalb des Marvel Universums. Im Sommer 2021 ist es soweit und „What If…?“ startet auf Disney+.
  • Hawkeye: Was wären die Avengers ohne Hawkeye? Hm, diese Frage lassen wir einfach mal so stehen. Schauspieler Jeremy Renner bekommt in der Serien-Adaption die Chance, den kontrovers diskutierten Superhelden ein neues Gesicht zu geben. Start im Herbst 2021 auf Disney+

Was ist überhaupt dieses Disney+? Ein neuer Streaming Service der bereits 2019 in den USA an den Start gehen soll. Mehr Infos findet du HIER!

Bang & Olufsen Soundbar und 88 Zoll 8K OLED in Arbeit

In einem Interview mit Bang & Olufsen, gab der dänische Hersteller Informationen zu seinen neusten Entwicklungen bekannt. Neben einem Soundbar versucht sich B&O auch an einem 88 Zoll 8K OLED. 

Update I: Bang & Olufsen hat die Beosound Stage Soundbar offiziell vorgestellt.

Originalbeitrag: Das Interview mit Steve Devonshire, einem B&O Veteranen mit fast 40 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Audio & Video, erschien auf dem Youtube Kanal „OurSecretLab“. Das Video war auch gespickt mit Szenen vom VIP Pre-Lauch-Event, auf dem das 30-jährige Jubiläum der BeoShop Group gefeiert wurde. Devonshire spricht im Video nicht nur über die Marke, sondern auch über vergangene und zukünftige Entwicklungen. Unter anderem arbeite man an einem Soundbar womöglich sogar an mehreren kompakten Audio-Lösungen. Die Szene wurde nachträglich aus dem Video geschnitten und das Interview erneut hochgeladen.

Nutzer in einschlägigen Technik-Foren waren jedoch schneller und konnten den Ausschnitt rekonstruieren und erneut hochladen. Jedoch sind auch diese kurzen Clips aufgrund von Rechtsansprüchen von Youtube und Co. verschwunden. Die Information bleibt jedoch erhalten, Bang & Olufsen arbeitet an einer Soundbar-Lösung für TV-Geräte von Drittanbietern. Vorneweg natürlich mit LG Electronics, die dem Unternehmen Zugriff auf deren OLED-Panels und webOS Oberfläche gewähren. So sollen sich z.B. zukünftig die neuen C9 OLED TVs mit der BeoRemote Fernbedienung steuern lassen.

Bang & Olufsen 8K OLED

Die Kooperation schlägt jedoch noch weitere Kreise. Bang & Olufsen bekommt anscheinend vorrangig Zugriff auf LGs neue 88 Zoll 8K OLED Panels. Es ist somit nur eine Frage der Zeit, bis ein zukunftssicherer 8K OLED mit ausgefallenem Design und hochwertiger Audio-Ausstattung von Bang & Olufsen angekündigt wird. Wir stellen uns schon einmal auf etwas Ausgefallenes ein, wie z.B. den kürzlich angekündigten BeoVision Harmony OLED, der auf der Display-Technik des 77 Zoll C9 OLED basiert und ausgklappbare Sound-Elemente besitzt.

Über Verfügbarkeit und Preis der neuen Modelle lässt sich zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren. Wir können jedoch mit Sicherheit sagen, dass die neuen Geräte weit über den Marktpreisen vergleichbarer Mitbewerber-Geräte liegen werden.

„Avengers: Endgame“ bricht zehn Jahre alten Rekord von „Avatar“

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„Avengers: Endgame“ brachte die Titanic in kürzester Zeit zum sinken und jetzt hat sich der Marvel-Blockbuster auch die Pole-Position in den All-Time-Kinocharts gesichert und stößt James Camerons „Avatar“ vom Thron. 

Es hat 10 Jahre gedauert, bis der Rekord von Avatar eingestellt wurde. Der Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung bereits sehnsüchtig gewartet wird, konnte an den Kinokassen unglaubliche 2,789 Milliarden US-Dollar einspielen. Dieser Rekord wurde am Wochenende vom 19-21 Juli 2019 eingestellt. Der Marvel-Blockbuster „Avengers: Endgame“ hat es geschafft, sich mit einem Einspielergebnis von 2,790 Milliarden US-Dollar auf Platz 1 der All-Time-Kinocharts zu hangeln. Bereits Wochen zuvor hatte der Film den Rekord von Titanic mit 2,187 Milliarden US-Dollar eingestellt.

James Cameron gratulierte in einem Tweet, nachdem "Avengers: Endgame" in kürzester Zeit das Titanic-Einspielergebnis von rund 2.2 Milliarden US-Dollar überschritten hat
James Cameron gratulierte in einem Tweet, nachdem „Avengers: Endgame“ in kürzester Zeit das Titanic-Einspielergebnis von rund 2.2 Milliarden US-Dollar überschritten hat

Die Zahlen von Boxofficemojo.com sollten korrekt sein, jedoch wird in der Auflistung nicht die Inflation mit eingerechnet. Das bedeutet, dass „Avatar“ 2009 unter dem Strich besser performt hat als „Avengers: Endgame“. Der „neue Champion“ hat jedoch noch ein paar Wochen Zeit das Ergebnis um ein paar Millionen Euro aufzustocken.

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Captain Marvel 4K Blu-ray im Test: Marvels Antwort auf Wonder Woman

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Inhalt (75%)

Man mag es ja kaum glauben: Wo das MCU in der direkten Konkurrenz zwischen Marvel und DC (zumindest während der letzten elf Jahre) doch in allen Belangen Vorreiter und Wegbereiter zu sein schien, hinkte es in einem Punkt tatsächlich hinterher. Denn wo man bei DC mit Wonder Woman mutig auf die Zugkraft einer weiblichen Heldin setzte, brauchte es im Marvel Cinematic Universum tatsächlich 20 Filme, bevor man im 21. dann ebenfalls eine Heroine präsentierte. Und das mit höchster Not. Denn nach all der Vorbereitung durch die 20 Werke der MCU-Abschnitte I – III war es höchste Zeit, Carol Danvers zu etablieren. Immerhin sollte sie in Avengers: Endgame eine wichtige Rolle übernehmen. Ohnehin würde die späte Einführung und das „aus dem Hut zaubern“ in Endgame zu möglichen Fragen führen. Brie Larson darf sich nun stolz auf die Fahne schreiben, den bisher erfolgreichsten Superheldinnen-Film auf ihren Schultern getragen zu haben.

Captain Marvel lässt es blitzen

Sie war ohnehin praktisch erste Wahl und sie ist schlicht großartig in der Rolle. Ohne ihr Schicksal verdrängen zu wollen, geht sie zwar zielstrebig auf die Suche nach ihrer Vergangenheit, tut das jedoch mit einer gewissen Leichtigkeit. Denn was auch hier wieder äußerst gut funktioniert (und das nicht das erste Mal), ist der Humor. In Larson hat man eine Darstellerin gefunden, die gleichzeitig Figurentiefe, Coolness und Witz in ihre Rolle bringt. Allerdings darf Ben Mendelsohn als Bösewicht mal langsam in Rente gehen. Nach Rogue One, Ready Player One und Robin Hood scheint es fast so, als hätte Hollywood keine anderen Darsteller mehr für fiese Intriganten – selbst wenn seine Auftritte (ohne Maske) hier relativ kurz sind.

Gegen solche Makel setzt Captain Marvel vor allem auf das Aufnehmen von losen Fäden, die auch hier noch einmal für nachträglich erkennbare Zusammenhänge sorgen. Ob das nun die Einführung von Fury und Agent Coulson ist, die (rein chronologisch betrachtet) hier erstmalig in Erscheinung treten oder die Erklärung zum Tesserakt.

Da war er noch jung und beidäugig: Nick Fury

Nur logisch ist übrigens, dass Fury hier noch ein ziemlich positiver und gutmütiger Witzbold ist – immerhin hat er das Leid der kommenden 20 Jahre noch nicht gesehen.

Insgesamt ist der Film als Origin-Story nicht ganz so abwechslungs- und temporeich wie andere Superhelden-Einführungsfilme, was für die eine oder andere Länge im Mittelteil sorgt. Doch wenn es um Schauwerte geht, steht auch Captain Marvel den anderen Filmen kaum nach. Die Eröffnung auf den Planeten der Kree ist schon großartig und die späteren Actionszenen in Mar-Vells Schiff sind spektakulär – wenngleich Actionszenen eher etwas zurückgefahren wirken.

Das ist dann aber fast vergessen, wenn Vers aka Carol Danvers aka Captain Marvel nach gut 100 Minuten die Schiffe von Ronan zerstört. Hier sieht nicht nur DCs Superman aus wie ein Vorschulkind, sondern wird auch endlich klar, warum diese Heldin die wohl stärkste des MCU ist. Schade, dass man ihre Aktivierung (ziemlich künstlich) hinaus gezögert hat und es ist durchaus fraglich, ob ihr Einsatz nicht in Infinity War schon für einen anderen Ausgang gesorgt hätte.
Aber halt: Dann wäre es ja nicht zu Endgame gekommen …

Bildqualität (85%)

Captain Marvel wurde vollständig digital gedreht. An deren Ausgang lag das Material in wenigen Aufnahmen einer kleinen Blackmagic Micro in 2K vor, während die großen Filmkameras zwischen 6.5K und 8K im jeweiligen RAW-Format lieferten.
Allerdings – und davon gehen derzeit alle bekannten Quellen aus – finalisierte man den Film mit einem 2K-Digital-Intermediate, was dann für die UHD wieder hochskaliert wurde.
Abgesehen von der Auflösung der Disk spendierte man der UHD noch einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie mit HDR10 die statische Kontraststeigerung.

Die UHD ist in dunklen Szenen leider sehr düster geraten

Im laufenden Film fällt dann vor allem eins in gewissen Szenen extrem auf: Das wesentlich dunklere Mastering der UHD. Während der Auseinandersetzung der Kree mit den Skrull nach etwas über zehn Minuten sieht man bei leichtem Restlicht im Heimkino bisweilen kaum noch genaue Inhalte. Zwar nimmt das noch nicht die Ausmaße eines Solo: A Star Wars Story an (vornehmlich, weil Schwarz knackig bleibt und nicht schlicht alles grau erscheint), aber man sollte für die düsteren Szenen (die auch nach gut 80 Minuten im Schiff von Mar-Vell noch mal dominieren) durchaus im Kopf behalten, dass man den Film am besten bei kompletter Abdunklung oder spät Abends schaut.

Während der gut ausgeleuchteten Momente kann die UHD indes per HDR10 Akzente setzen. Obwohl „nur“ bei 1000 Nit gemastert, sind Highlights wie Reflexionen oder das Strahlen in Augen erkennbar prägnanter und strahlender. Hier spielt die UHD dann ihre Vorzüge aus. Außerdem sind Farben dann durchweg differenzierter.

Tonqualität (90%)

Akustisch bleibt alles (leider) beim Alten. Soll heißen: Auch bei Captain Marvel muss der deutsche Zuschauer mit einer Dolby-Digital-Plus-Spur auskommen. Außerdem muss auch hier sowohl der deutsche als auch der englische Sound in der Lautstärke deutlich angehoben werden, um auf dem üblichen Referenz-Niveau zu spielen.

Bleibt die Frage, ob auch (wie zuletzt sehr oft bei Marvel-Titeln) die Dynamik auf der Strecke bleibt. Hier kann zumindest teilweise Entwarnung gegeben werden. Denn der DD+-Soundtrack weiß durchaus zu gefallen. Seine Basskraft ist immer wieder hörbar und die Dynamik ist durchweg besser als bei einem Black Panther. Die Höhen könnten vielleicht noch etwas feiner agieren und etwas mehr Differenzierung ermöglichen, aber insgesamt schlägt sich der deutsche Sound gut. Zumal er wirklich effektvoll ist und die rückwärtigen Speaker in den Actionszenen pausenlos bedient.

Der deutsche Dolby Digital Plus Sound schlägt sich überraschend gut

Sehr gut gelungen ist auch der elektronische Score, der bisweilen an die grandiosen Titel von Daft Punks Filmmusik zu Tron: Legacy erinnert. Die teils sehr losgelöst im Raum stehenden Töne des Scores werden sauber reproduziert. Gleichzeitig sind die Stimmen gut eingebettet und nur eine Spur dünner als die etwas voluminöseren der Originalfassung.

Apropos O-Ton: Der englische Dolby-Atmos-Sound (nur UHD) macht es aufgrund seiner höheren Datenrate nicht viel, aber noch einen Tick besser: Hat man ihn einmal um die benötigte Lautstärke angehoben, fehlt es ihm ebenfalls nicht an Dynamik. Die Stimmen kommen präzise und voluminös aus dem Center (oder bei der Erinnerungs-Penetration auch mal aus allen Speakern) und wenn Vers ihre Photonen-Waffen abfeuert, setzt es ordentlich Signal für den Subwoofer. Dabei sind die Actionszenen keineswegs nur laut und dabei flach, sondern haben eine ordentliche Spreizung zwischen fein gezeichneten Geräuschen wie elektrisierendem Zischeln und den wuchtigen Sounds der Feuerstöße. Dazu ist die Surround-Aktivität wirklich klasse. Gerade, wenn Vers mit den Skrulls kämpft und das Raumschiff aufbricht, hört man die Bruchstücke vollständig um sich herum.

Beide Tonspuren liefern auf diese Weise im Rahmen ihrer Komprimierung wirklich sehr gute Vorstellungen ab und gehören zu den besten Marvels der letzten Jahre.

Wenn die Kree auftauchen, bebt meist das Heimkino

Auf der Höhen-Ebene gibt es erste Sounds durch Stimmenhall beim Training zu Beginn. Auch der Verkehr der Raumschiffe nach knapp vier Minuten bekommt etwas Unterstützung von oben und der Score spielt in einigen Momenten immer mal wieder aus den Heights mit. Den ersten offensiven und lauten Sound bekommt man dann, wenn die Kree ihre Raumschiffe auf Rettungsmission schicken und eines von ihnen über die Kamera gleitet. Einige Effekte gibt es dann beim Absturz der Kapsel auf die Erde und später während des Kampfes in und auf der U-Bahn. Es sind also gerade einmal 30 Minuten vergangen und man hat schon fast die Anzahl an Effekten, die Infinity War über die komplette Laufzeit hatte. Und so bleibt es im Laufe des Films mit immer wieder eingestreuten 3D-Sounds – bspw. auch, wenn Vers ihre Kräfte nach dem Gespräch mit der Obersten Intelligenz sammelt. Immer wieder wuscht, knackt und zischt es im Nachgang aus den Höhen-Speakern. Lediglich in der finalen All-Sequenz hätte man sich dann wieder etwas mehr von oben gewünscht.

  • Deutsch: Dolby Digital Plus 5.1 (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (75%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (60%)

Sechs entfernte Szenen, eine kurze, aber witzige Gag Reel sowie der Audiokommentar des Regie-Duos eröffnen das Bonusmaterial von Captain Marvel. Darüber hinaus gibt es ein sechsteiliges Featurette mit einer Laufzeit von insgesamt recht kurzen 23 Minuten. Im Ersten geht es vornehmlich um das Einführen des ersten weiblichen Charakters. Das nächste kümmert sich vor allem um die vielfältigen Charaktereigenschaften von Carol Danvers, während das Dritte sich die Origins von Nick Fury vornimmt. Ein weiteres Making-of schaut auf das Regieduo Ryan Fleck und Anna Boden, die beide vollkommen neu im MCU sind. „Skrulls und Kree“ beleuchtet dann die bösen Jungs des Films, die Skrulls sowie deren Krieg mit dem Kree. Das letzte Featurette ist ein augenzwinkerndes Extra über Katze Goose.

Gesamtbewertung Captain Marvel  (83%)

Captain Marvel weiß vor allem durch seine Hauptdarstellerin zu überzeugen und bietet eine gesunde Portion Humor. Als Origin-Story ist er aber nicht so stark wie ein Captain America oder gar ein Iron Man.

Die UHD kann sich rein technisch nur in den gut ausgeleuchteten Szenen von der (sehr guten) Blu-ray absetzen und punktet dort mit stärkerem Kontrast und glänzenden HDR-Highlights. Die zahlreichen düsteren Szenen leiden indes durchweg durch ihre starke Abdunklung. Dafür funktioniert der englische Atmos-Sound erstaunlich gut. Er ist zwar kein absolutes Highlight mit permanenter Befeuerung aus den Heights, kann sich gegenüber Konkurrenten aus dem eigenen Haus aber hörbar absetzen.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 18. Juli 2019 Review am: 17. Juli 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 124 Minuten
Filmstudio: Disney FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Chinesisch, Deutsch, Englisch, Japanisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Digital Plus 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10 Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Captain Marvel Trailer:

Videostreaming-Dienst Netflix bleibt werbefrei

Es machten Gerüchte die Runde, Netflix wollte Werbung von Dritten auf der Videostreaming-Plattform integrieren. In einem offiziellen Statement widerspricht Netflix diesen Gerüchten. 

Den Gerüchten war ein schlechter Finanzbericht für das zweiten Quartal 2019 vorausgegangen. Im Zeitraum April bis Juni 2019 konnte das Unternehmen gerade mal 2.7 Millionen neue Abonnenten gewinnen, in den USA sank sogar die Anzahl der Mitglieder um 130.000 Euro. Und da Netflix ein börsennotiertes Unternehmen ist, spekuliert man gerne einmal darauf, mit welchen Neuerungen das Unternehmen seine Anleger bei Laune halten möchte.

Keine Werbung auf Netflix

Ob Netflix Werbung an einen kleinen Prozentsatz von Abonnenten ausgespielt hat um deren Reaktionen zu testen ist nicht belegt. Zumindest ist unser Redaktion nichts bekannt. Das offizielle Statement des Streaming-Dienstes lautet:„Wenn ihr Spekulationen lest, dass wir planen Werbeplätze zu verkaufen, seid versichert das dies nicht der Wahrheit entspricht“. Das ist natürlich sehr schön zu lesen, vor allem, weil die das Fehlen von Werbung, neben der flexiblen Nutzung, wohl einer der wichtigsten USPs (Unique Selling Points) von Netflix sind.

Hit-Serien wie „Stranger Things“ sind auf Netflix nicht die Regel. Es wird vor allem durch Masse und Blockbuster-Zukäufe versucht die Abonnenten und letztendlich auch die Anleger bei Laune zu halten.

Kundenzufriedenheit im Fokus

Doch wie möchte sich Netflix von der Konkurrenz abgrenzen? In kürze startet mit HBO Max ein weiterer Streaming-Dienst (Warner Media), zudem soll Disney+ noch im Herbst dieses Jahres in den USA, später auch in anderen Regionen starten. Beides nicht gerade „leichte Gegner“. Das Zauberwort heißt „Kundenzufriedenheit“. Anstatt sich mit dem Verkauf von Werbung zu beschäftigen, möchte man den Kunden bei Laune halten. Hochwertig produzierte Inhalte, Serien die Lust auf mehr machen, gespickt mit zugekauften Blockbuster-Titeln. Der Plan klingt einfach, die Ausführung ist umso schwerer.

Hochwertige Eigenproduktionen

Eine Hit-Serie wie „Stranger Things“ (mittlerweile in der 3. Staffel) aus dem Boden zu stampfen, ist nicht einfach. Da muss man schon den Nerv der Abonnenten treffen. Und viele Projekte, unter anderem auch viele Serien-Adaptionen aus dem Marvel-Universum, haben es leider nicht geschafft den Zuschauer bei Laune zu halten. Titel wie „Iron Fist“, „Jessica Jones“ oder „Dare Devil“ wurden eine nach der anderen eingestellt. Und neue Formate wie „The Umbrella Academy“ brauchen unter Umständen mehrere Staffeln um eine gewisse Fanbase aufbauen zu können.

Wir warten erst einmal ab und hoffen, dass Netflix fürs erste werbefrei bleibt. Dem Unternehmen bleibt ja immer noch die Möglichkeit einer Preiserhöhung. Die letzte wurde erst in diesem Jahr vollzogen.

Panasonic Lumix DC-G91 im Erfahrungsbericht: Allround-Kamera mit 4K-Video

Panasonic hat mit der Lumix DC-G91 einen direkten Nachfolger für die G81 veröffentlicht. Letztere befindet sich auch in meinem privaten Besitz und kommt als Allround-Kamera für Fotos und Videos zum Einsatz. Die neue Generation ist kein Quantensprung, bringt aber willkommene Verbesserungen mit sich.

Die Lumix G91 ist eine MFT-Kamera (Micro Four Thirds) für die Mittelklasse. Während die G81 noch mit 16 Megapixeln haushalten musste, hat Panasonic für den Nachfolger auf 20 Megapixel aufgestockt. Mustert man die sonstigen Funktionen, erspäht man allerdings mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. So integriert auch die G91 einen Dual-Bildstabilisator. Das bedeutet, wenn das jeweilige Objektiv es unterstützt, können Kamera und Objektiv quasi gemeinsam das Bild stabilisieren. Bei Videoaufnahmen funktioniert das erstklassig. Auch der Spritzwasserschutz für das Gehäuse ist geblieben.

Damit keine Missverständnisse auftreten: In anderen Ländern ist die G91 auch als G90 bzw. G95 bekannt – es handelt sich aber jeweils um die identische Kamera. Der reine Body der Kamera wiegt 533 Gramm und ist damit im MFT-Mittelfeld anzusiedeln. Als Maße sind 13 x 9,3 x 7,7 cm zu nennen, was vergleichbar mit der G81 ist. Wer schon einmal eine Vollformatkamera mit sich herumgeschleppt hat, wird staunen, wie portabel die Lumix G91 im Vergleich ist.

Die Panasonic Lumix G91 ist der direkte Nachfolger der G81

In meinem Erfahrungsbericht, erkläre ich nun ein bisschen was zur Ausstattung und Verarbeitung der Kamera, bevor ich auf die Foto- und natürlich die Videoqualitäten eingehe. Ich liefere hier aber ausdrücklich keinen Test mit professionellen Messmethoden, sondern mehr den subjektiven Eindruck eines Lumix-Stammnutzers.

Ausstattung und Verarbeitung der Lumix G91

Panasonic setzt zwar zugunsten des Schutzes gegen Spritzwassers auch auf eine Magnesiumlegierung für das Gehäuse, das Gros der Oberfläche ist aber von einer Gummierung überzogen bzw. durch Kunststoff abgedeckt. Ich mag die Ergonomie der Lumix-Kameras und die G91 liegt direkt ähnlich gut in der Hand wie die G81. Durch die Gummierung erreicht man einen sehr festen Grip.

Der Speicherkartenslot der G91 sitzt an der Seite

An der rechten Seite schiebt man SD-Speicherkarten ein – bei der Aufzeichnung von 4K-Video sollte man auf die entsprechenden Geschwindigkeiten achten. Der Slot für den Akku findet sich wiederum an der Unterseite. Feine Sache, denn so kommen sich die beiden Dinge nicht ins Gehege. Man muss also etwa nicht den Akku entfernen, um an die Speicherkarte zu kommen.

Der Standard-Akku der Panasonic Lumix G91 arbeitet mit 1.200 mAh und 7,2 Volt. Im Handel ist auch noch ein optionaler Batteriegriff zu haben. Die Aufladung des Akkus kann direkt an der Kamera über Micro-USB erfolgen oder aber in der beiliegenden Ladeschale, die dann logischerweise an eine Steckdose gehängt werden muss. Hier weicht man aber beim Vorgängermodell ab: Das kam mit einem Standard-Netzteil für die Ladeschale. Hier verbindet man die Schale ebenfalls mit einem USB-Kabel mit dem Netzteil. Deswegen kann man die Schale beispielsweise auch statt direkt an eine Steckdose optional an einen USB-Hub oder eine Powerbank anschließen.

Die G91 bietet im Gegensatz zur G81 nun auch einen Anschluss für Kopfhörer

Weiterer Pluspunkt der G91 gegenüber der G81: Neben einem Mikrofon-Anschluss, der nun weiter nach oben verlagert wurde, steht jetzt auch ein separater Klinkenanschluss für Kopfhörer stramm. Das könnte für einige Nutzer ein Kaufargument sein. Denn an der G81 gab es nur einen Mikrofon- aber keinen Kopfhöreranschluss. Auch ein Micro-HDMI-Anschluss darf nicht fehlen. Ebenfalls gibt es noch einen Port für einen Fernauslöser.

Die Anordnung der Bedienelemente fällt sehr ähnlich der G81 aus, ist aber weiter optimiert worden. Deswegen befindet sich an der Oberseite nun etwa die separate ISO-Taste. Dreh- und Angelpunkt in der Bedienung dürfte für viele Hobbyknipser auch der OLED-Touchscreen mit 1,04 Mio. Pixeln sein. Er ist zum 180° schwenk- und um bis zu 270° drehbar. Außerdem gibt es einen elektronischen OLED-Sucher mit 2,36 Mio. Bildpunkten.

Die Bedienmöglichkeiten der G91 sind umfangreich

Als Brillenträger ist die Benutzung des Suchers etwas nervig, man kann den Sucher aber auf geringe Dioptrien anpassen. Über einen Sensor, der auch abschaltbar ist, erkennt die G91, ob man den Sucher nutzt und schaltet den Touchscreen dann ab, um Strom zu sparen. Wie die G81 bietet die G91 zudem frei belegbare Funktionstasten für die sich zwei unterschiedliche Konfigurationen speichern lassen.

Die Panasonic Lumix G91 bietet als Schnittstellen zudem auch noch Bluetooth und Wi-Fi, was etwa die Steuerung über Panasonics kostenlose Image App unter Apple iOS bzw. Android ermöglicht. Das ist aber leider eine eher unausgereifte Sache: In unserem Test mussten wir in Kombination mit einem Xiaomi Mi 9 regelmäßige Verbindungsabbrüche verzeichnen, so dass schon die Benutzung des Smartphones als Fernauslöser eher nervig als hilfreich gewesen ist.

Fotos mit der Lumix G91

Mit der Lumix G91 kann man, wie mit jeder brauchbaren Systemkamera, sowohl mit automatischen, als auch mit manuellen Einstellungen fotografieren – als RAW und JPG. Dabei gibt es quasi auch einen Mittelweg, denn man kann auf Wunsch aus etlichen Motivprogrammen wählen, etwa für Porträts von Personen, Sonnenuntergänge und Nachtaufnahmen. Es ist auch möglich direkt HDR-Fotos aufzunehmen oder aber bis zu sieben Fotos mit je einer Blendenstufe Abstand zu knipsen, um sie später manuell in passender Software zu einem HDR-Bild zu kombinieren. Kleine Warnung: Wer immer nur automatisch fotografiert, wird rasch feststellen, dass die G91 zur Überbelichtung tendiert. Es ist also sehr zu empfehlen, sich schnell auf den manuellen Modus einzulassen.

Ein mit der Lumix G91 geknipstes Beispielbild

Verspielte User können auch auf ihre Bilder direkt beim Knipsen verschiedene Filter anwenden, die an Instagram erinnern. Ob das direkt an der Kamera Sinn ergibt und nicht lieber bei Bedarf am Rechner mit der passenden Software vorgenommen werden sollte, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Auch Serienbilder kann die Panasonic Lumix G91 knipsen – bis zu 9 Bilder pro Sekunde. Was den Fokus der Aufnahmen betrifft, so hat man freilich mehrere Optionen: Autofokus mit mehreren Fokuspunkten, kontinuierlichen Autofokus (für bewegte Objekte) und auch manuellen Fokus. Letzterer Modus unterstützt den Fotografen mit einer Fokuslupe und Anzeige des Fokuspeaking.

Besonderer Kniff: Die G91 verfügt über eine 4K-Fotofunktion, die mit 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnet. Im Grunde liefert man hier eine Mischung aus Serienbild und Video ab. Fokus-Stacking wiederum ermöglicht es mehrere Bilder nacheinander mit unterschiedlichem Fokus zu knipsen. Am Ende kann man die Bilder kombinieren und so größere Bereiche des Bildes scharfstellen. Dieses Feature beherrschte aber auch die G81 natürlich schon. Auch Zeitraffer-Videos sind möglich, die im Grunde aus einzelnen Fotos zusmmengesetzt werden. Die Ergebnisse kann man durch manuelle Festlegung der Intervalle stark beeinflussen – oben ist ein Beispiel.

Ein weiteres Beispiel der Panasonic Lumix G91 im manuellen Modus

Neu ist aber das Live-Composite. Dieses Feature ermöglicht es auch bei wenig Umgebungslicht eindruckvolle Bilder zu knipsen, ohne dass es überstrahlte oder zu dunkle Bildbereiche gibt. Allerdings ist hier der Einsatz eines Stativs zwingend und es darf keine Verwacklungen geben. Das gilt auch sobald Auto-Bracketing und HDR aktiviert werden, dann ist ein Stativ Pflicht, weil mehrere Bilder zusammengelegt werden. Wer also HDR von Smartphones kennt, sollte Obacht geben. Weitere Beispielfotos bieten wir im Übrigen an dieser Stelle für Interessierte zum Download an – die Bilder sind komplett unbearbeitet.

Videos mit der Lumix G91

Panasonic legt seine Systemkameras im Grunde genau so stark auf Videos wie auf Fotos aus. Diesem Prinzip bleibt man sich auch bei der G91 treu, wie ja schon der hinzu gestoßene Kopfhöreranschluss zeigt. Außerdem lassen sich Videos als AVCHD (mit bis zu 1080p / 60 fps) bzw. Als MP4 (4K / 30 fps) aufnehmen. Man nutzt dabei allerdings noch den alten Codec H.264 und nicht den modernen H.265. Die Bitraten liegen bei maximal 28 Mbit/s für 1080p und bis zu 100 Mbit/s für 4K.

Vorteil gegenüber der G81: V-Log ist vorinstalliert. Außerdem gibt es keine Beschränkungen mehr für die Dauer der Videoaufzeichnung außer natürlich der Akkulaufzeit bzw. der Größe der Speicherkarte. Bei der G81 lag die maximale, kontinuierliche Videoaufzeichnungsdauer noch bei 29:59 Minuten. Während man Videos aufnimmt, lassen sich Fokus und Videos immer noch anpassen. Freilich ist auch der Dual-Bildstabilisator nutzbar, was bei Handheld-Aufnahmen einen gehörigen Unterschied machen kann.

Es lässt sich natürlich neben einem automatischen und auch einem manuellen Modus wählen. Etwa kann man so die Einstellungen für Schärfe und Kontrast regeln, da es sinnvoll ist beides in der Kamera eher niedrig zu halten, will man noch in der Post-Production mehr herumspielen. Ein Minuspunkt bleibt das interne Mikrofon, das im Grunde kaum zu gebrauchen ist – der Kauf eines externen Mikrofons sollte also Pflicht sein.

Die erzielten Ergebnisse hängen natürlich auch stark vom verwendeten Objektiv ab. Ich habe die Videos mit einem Panasonic H-H025E gedreht, das verhältnismäßig günstig ist, aber dank seiner Blende von f/1.7 lichtstark daherkommt. Für die Testaufnahmen mit dem Dual-IS haben ich das H-FS12060 verwendet, welches ich damals im Kit mit der G81 erworben habe.

Rein qualitativ wird man keinen Quantensprung bei den aufgenommen Videos bemerken, wenn man direkt mit der G81 vergleicht – schließlich bieten beide Kameras keine volle Sensorauslesung, was immer noch der Oberklasse vorbehalten bleibt. Aber es sind nun eben dank des Kopfhöreranschlusses, V-Log-Unterstützung und der Aufhebung der maximalem Aufzeichnungslänge mehr Optionen vorhanden.

Fazit

Wer eine G81 besitzt, muss sich keine großen Gedanken machen, denn der Umstieg zur Panasonic Lumic DC-G91 wäre gemessen an den Kosten verschenktes Geld. Allerdings ist die neue Kamera eine sehr gelungene Evolution: Der Kopfhöreranschluss ist ein enormer Mehrwert, die V-Log-Unterstützung war überfällig und die Aufhebung der maximalen Aufzeichnungsdauer ist ebenfalls ein Vorteil der neueren G91.

Die Panasonic Lumix G91 ist eine sehr gute MFT-Allround-Kamera

Wer Fotos und Videos aufnimmt, kann mit der G91 im MFT-Segment sehr gute Ergebnisse erzielen, zumal die Bedienung auch für Einsteiger geeignet ist. Allerdings ist das auch Geschmackssache: Der eine schwört auf Canon, der nächste auf Nikon und ein anderer kommt eben mit Panasonic am besten klar. Vor allem lohnt sich die Lumix G91 als Allround-Modell, denn bei dieser Systemkamera hat Panasonic eben ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass Foto und Video im Grunde gleichwertig nebeneinander stehen.
Dank des Spritzwasserschutzes lässt sich die G91 auch bei rauerem Wetter draußen einsetzen.

Als Kritikpunkte lassen sich aber das schlechte interne Mikrofon und die eher aggressive Rauschunterdrückung anführen. Beide betrifft aber auch schon die G81. Wer aber eine Mittelklasse-Systemkamera sucht, die für Foto und Video gleichermaßen komfortabel geeignet ist und im Handling auch Neulinge nicht überfordert, der kann sich die G91 auf jeden Fall einmal ansehen. Die G81 bleibt am Markt jedoch eine günstigere Alternative für diejenigen, welche die neuen Features nicht benötigen und so ein paar Hundert Euro sparen könnten.

San Diego Comic-Con 2019: Neue Trailer zu „Star Trek: Picard“, „Westworld“ und mehr

Auf der San Diego Comic-Con 2019 geben aktuell viele neue Trailer zu Filmen und Serien ihren Einstand. Wir haben mal ein paar Highlights herausgepickt, damit auch ihr den Überblick behaltet. Besonders vielversprechend sieht die neue Serie „Star Trek: Picard“ aus.

So wird „Star Trek: Picard“ den Veteranen Sir Patrick Stewart als titelgebenden Captain zurückbringen. Doch der neue Trailer zeigt uns, dass nicht nur Stewart, sondern auch viele weitere, alte Haudegen zurückehren. Jonathan Frakes etwa wird nicht nur bei einigen Folgen Regie führen, sondern als William Riker auch wieder vor der Kamera mit dabei sein – er ist im Trailer jedoch noch nicht zu erspähen. Bestätigt ist auch Marina Sirtis als Deanna Troi.

Direkt im Trailer sieht man aber bereits Brent Spiner als Androiden Data, dessen Schicksal in „Star Trek: Nemesis“ ja eher unrühmlich besiegelt wurde. Auch Jeri Ryan als Seven of Nine ist wieder mit von der Partie, sie ist aus „Star Trek: Voyager“ bekannt. Man darf sehr gespannt sein, was uns die Serie bieten wird. „Star Trek: Picard“ wird in Deutschland exklusiv bei Amazon Prime Video laufen. Los geht es Anfang 2020.

Auch ein Trailer zur dritten Staffel der Serie „Westworld“ ist nun verfügbar. Eventuell könnte Warner diese Serie nutzen, um damit seinen kommenden Streaming-Dienst HBO Max zu pushen, der ebenfalls 2020 an den Start gehen wird. Da sind wir doch sehr gespannt.

Bleiben wir bei HBO: Auch ein Trailer zu „Watchmen“ ist nun verfügbar. Die Serie wird sich im Gegensatz zur Verfilmung von Zack Snyder nur lose an den Comics orientieren, aber eine eigene Geschichte erzählen. Klar ist, dass mit Dr. Manhattan aber auch eine Figur aus dem Graphic Novel eine Rolle spielen wird.

Viel Stoff für Fantasy- und Superhelden-Fans auf der SDCC 2019

Insgesamt wird die Comic-Con ihrem Namen gerecht und bietet viel Stoff für Superhelden Freunde. Wir können hier natürlich nicht jeden einzelnen Trailer einbetten, aber es gab beispielsweise auch neues Material der kommenden Staffeln zu „The Flash“, „Arrow“ und „Supergirl“ zu sehen. Doch noch weitere Highlights warten.

Nach dem Ende von „Game of Thrones“ braucht HBO einen neuen Hit und da wäre ja auch „His Dark Materials“ ein potentieller Kandidat. Die Serie wirkt wie eine Mischung aus Harry Potter und X-Men – kein Wunder, hat man mit Dafne Keen und James McAvoy doch auch zwei X-Men-Alumni mit an Bord. Könnte eine feine Sache werden.

Und schließlich noch was zum Gruseln: Der neue Trailer zu „Es Kapitel 2“ macht Lust auf mehr und zeigt den Clown Pennywise wieder in Aktion. Auf diese Stephen-King-Verfilmung freuen sich angesichts des immensen Erfolg des ersten Teils sicherlich nicht nur Horror-Fans!

Weitere Trailer könnten im Verlauf des Tages noch folgen, so dass sich der Blick zu YouTube lohnt, solltet ihr da noch Erwartungen haben – viel Spaß!

BenQ PD3220U: 4K-Monitor mit HDR für Anspruchsvolle

BenQ hat mit dem PD3220U einen neuen 4K-Monitor für anspruchsvollere Nutzer vorgestellt. So gehört das Display zur DesignVue-Serie, mit welcher der Hersteller in erster Linie Grafiker in den Bereichen CAD/CAM, Animation, Video- und Bildbearbeitung anvisiert.

Das muss natürlich Anwender mit anderen Bedürfnissen nicht von einem Kauf abhalten. Zumal das Display nicht nur nativ mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten auflöst, sondern auch HDR unterstützt. Da die maximale Helligkeit aber auf 350 cd/m2 beschränkt ist, dürfte es mit der HDR-Wiedergabe eher unterdurchschnittlich aussehen. Zum Glück hat der BenQ PD3220U auch andere Qualitäten zu bieten.

So nutzt der Monitor mit 31,5 Zoll Diagonale ein nahezu rahmenloses Display und deckt den Farbraum DCI-P3 zu 95 % ab. 100 % erreicht der Monitor von BenQ bei sRGB und Rec.709. Dank der CalMAN und Pantone Zertifizierungen wird die akkurate Farbwiedergabe sichergestellt. Jeder Monitor wird entsprechend werkseitig kalibriert, um eine präzise Delta-E und Gamma-Leistung out-of-the-box sicherzustellen. Der individuelle Kalibrierungsreport liegt jedem Exemplar bei.

Die Anschlüsse des BenQ PD3220U

Außerdem bietet der BenQ PD3220U Thunderbolt 3. Für mehr Ergonomie ist der Monitor nicht nur höhenverstellbar, sondern auch dreh- und neigbar. Dank seiner Pivot-Funktion lässt er sich auch im Hochformat nutzen. Im Lieferumfang liegt auch ein kabelgebundener Hotkey Puck bei, welcher die Bedienung und den schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Bildmodi erleichtert.

Der BenQ PD3220U ist ab sofort erhältlich

Im Handel ist der neue BenQ PD3220U ab sofort zur unverbindlichen Preisempfehlung von 1.299 Euro zu haben. Zur weiteren Ausstattung gehören auch Stere-Lautsprecher sowie ein integrierter USB-Hub. BenQ gewährt auf diesen Monitor drei Jahre Garantie inklusive Vor-Ort-Austausch-Service.

BenQ PD3220U im Pivot-Modus

Unten sind noch einmal die wichtigsten Eckdaten des BenQ PD3220U zusammengefasst. Wer also nach einem neuen 4K-Monitor zum Arbeiten sucht, liegt da eventuell gar nicht so falsch.

Technische Daten des BenQ PD3220U

  • 31,5 Zoll, IPS-Panel, 3.840 x 2.160 Pixel
  • Max. Farben: 1,07 Mrd.
  • Betrachtungswinkel H/V (CR>=10) : 178°/ 178°
  • Kontrast (statisch): 1.300:1
  • Helligkeit: 350 cd/m2
    Farbraum: 95% DCI-P3, Display P3, 100% sRGB, Rec.709
    Reaktionszeit : 5 ms (GtG)
  • Anschlüsse: 1x DP 1.4, 2x HDMI 2.0, 3x USB 3.1 (Typ A), 1x USB 3.1 (Typ C), 1x Thunderbolt 3 (PD 85W, data), 1x Thunderbolt 3 (PD 15W, data)
  • Ergonomie: Pivot-Modus, höhenverstellbar um 150 mm, neigbar um -5 / +20°, drehbar um -30 / +30°
  • Stereo-Lautsprecher mit 2x 2 Watt
  • Maße mit Fuß / Gewicht: 478 x 715 x 186 mm / 10,4 kg
  • Besonderheiten: CAD/CAM / Animation / Flicker-Free / Low Blue Light / DICOM / Darkroom Mode / Picture-in-Picture / Picture-by-Picture
  • Mitgeliefertes Zubehör: Netz-, Thunderbolt 3-, HDMI-, DP- to mDP-, USB-Kabel,
    Kurzanleitung, DisplayPilot, Handbuch CD, Hotkey Puck
  • Preis: 1.299 Euro

Google Stadia: Unternehmen beantwortet Fragen zum Game-Streaming-Dienst

Google Stadia wird ein neuer Dienst für Game-Streaming. Es ist also fast keine potente Gaming-Hardware mehr nötig. Bisher blieben aber noch viele Fragen zu Stadia offen. Bei Reddit hat ein Google-Mitarbeiter sich diesen Fragen aus der Community gestellt.

Aktuell ist die Stimmung zu Stadia, vorsicht gesprochen, in Gaming-Communities eher pessimistisch. Man sagt dem Dienst keine klare Zielgruppe nach, bemängelt die Latenzen und die Tatsache, dass man Titel weiterhin zum Vollpreis kaufen muss, ohne sie aber faktisch anschließend wirklich zu besitzen. So richtet sich Stadia eher an Casual-Gamer, die weder eine Konsole noch einen Gaming-PC besitzen. Ob dieser Adressatenkreis aber den Vollpreis für Triple-A-Spiele zückt? Das ist eine Frage, die erst der Launch beantworten kann.

Googles Leiter des Stadia Produktmanagements, Andrey Doronichev, hat bei Reddit zumindest möglichst viele andere Fragen rund um den Game-Streaming-Dienst beantwortet. So stellte er klar, dass es irreführend sei, dass Stadia von einigen Websites als „Netflix für Spiele“ beworben worden sei. Genau das sei Stadia nicht. Vielmehr sei das Angebot mit PlayStation Plus oder Xbox Live Gold vergleichbar.

So sollen etwa Abonnenten von Stadia Pro monatliche Gratis-Games erhalten – genau wie bei PS Plus oder den Xbox Games with Gold. Die Spiele werden monatlich rotieren, genau wie bei den Diensten von Sony und Microsoft behält man aber Zugriff auf die Spiele, die man einmal zu seiner Sammlung hinzugefügt hat – solange das Abonnement von Stadia Pro bestehen bleibt. Wer es kündigt, verliert den Zugriff auf seine auf diesem Wege gesicherten Games, kann ihn aber zurück erhalten, wenn neu abonniert wird.

Google Stadia wird ein Gratis-Game pro Monat bieten

Letzten Endes soll Stadia den Pro-Abonnenten ein monatliches Spiel ohne Mehrkosten spendieren – den Anfang wird „Destiny 2“ machen. Google Stadia werde laut Doronichev zudem immer weiter entwickelt und später auch Achievements für Spieler integrieren. Auch Free-to-Play-Titel sollen im Angebot möglich sein, zu den Details hält man sich aber noch bedeckt. So wäre möglich, dass man die Free-to-Play-Spiele auf Pro-Nutzer einschränkt. Denn sonst würde man am Ende draufzahlen, wenn Gamer mit Stadia Base auch noch für die Spiele nichts berappen.

Stadia passt die Auflösung, Framerate und Audio-Qualität an die Internetgeschwindigkeit an
Stadia passt die Auflösung, Framerate und Audio-Qualität an die Internetgeschwindigkeit an

Des Weiteren hat der Google-Manager betont, dass man Stadia auf lange Sicht aufbauen wolle. Denn natürlich machen sich viele Nutzer Sorgen, dass Google Stadia rasch wieder einstampfen könnte, sollte sich nicht der erhoffte Erfolg einstellen. Für ein derartiges Vorgehen ist das Unternehmen allseits bekannt. Doronichev hat dazu nur erklärt, dass Google sich Stadia verpflichtet fühle. Wie lange dieses Verpflichtungsgefühl währt, ist aber wohl etwas, dass Nutzer selbst überprüfen müssen.

Auf jeden Fall soll es möglich sein z. B. Spielstände aus Google Stadia zu importieren, um sie dann auch auf anderen Plattformen zu nutzen. Auch hier muss man aber noch zu den Details ausharren. Auch Family Sharing will man auf lange Sicht eventuell anbieten, zum Launch im November 2019 soll das aber noch nicht der Fall sein.

Netflix schwächelt im zweiten Quartal 2019

Netflix muss seine Anleger im zweiten Quartal 2019 enttäuschen: So hat das Wachstum abgebaut und der Zeitpunkt könnte nicht schlechter sein. Denn schon bald starten viele neue Konkurrenten im Streaming-Markt durch.

So hat Warner erst kürzlich HBO Max vorgestellt und natürlich sind da auch noch andere Anbieter wie etwa Disney mit Disney+ oder Apple als Neueinsteiger mit Apple TV+. Nun konnte Netflix innerhalb der letzten drei Monate, bis Juni 2019, international nur 2,7 Mio. neue Abonnenten gewinnen. In den USA sank die Zahl der Abonnenten sogar um ca. 130.000 Kunden. Vielleicht haben sich die Preiserhöhungen des Streaming-Anbieters nun doch bemerkbar gemacht?

Netflix hatte selbst zuvor ein Wachstum von 5 Mio. neuen Nutzern prognostiziert. Mit den erreichten 2,7 Mio. Usern bleibt man also weit hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurück. Aktionäre quittierten die Ergebnisse mit einem Sturz der Aktien um zeitweise 13 %. Viele Marktbeobachter geben sich allerdings wenig überrascht. Sie nehmen an, dass das geringe Wachstum nicht nur an den Preiserhöhungen liegt, sondern auch daran, dass Netflix in den letzten drei Monaten relativ wenige zugkräftige Eigenproduktionen vorweisen konnte.

Betrachtet man die Umsätze, sieht es dennoch in Ordnung aus: Man steigerte die Umsätze im zweiten Quartal 2019 im direkten Vergleich mit dem zweiten Quartal 2018 um 26 % – auf rund 4,9 Mrd. US-Dollar. Ein Gewinn von 270,7 Mio US-Dollar wurde erreicht. Die Zukunft wird für Netflix dennoch ungleich schwieriger: Denn große Studios wie Disney und Warner ziehen ihre bisher an Netflix lizenzierten Inhalte wie die Marvel-Filme und Dauerbrenner wie „Friends“ zugunsten ihrer eigenen Streaming-Angebote ab.

Netflix kann dennoch noch viel Potential ausschöpfen

Netflix hat dennoch noch viele Möglichkeiten seine Einnahmen zu steigern. Beispielsweise gibt es nur wenige der Eigenproduktionen des Streaming-Anbieters als physische Veröffentlichungen. „Stranger Things“ etwa ist nur in den USA exklusiv über die Kette Target als Ultra HD Blu-ray zu haben. Mit Lizenzen an Vertriebspartner könnte man hier sicher noch viele Mehreinnahmen generieren. Auch Merchandise zu seinen Eigenproduktionen bietet Netflix kaum an. Da wartet also noch ein möglicherweise sehr lukrativer Markt.

Werbung wiederum schließt Netflix weiterhin rigoros aus. Das ist aber sicher auch die bessere Strategie, denn Bestandskunden könnte das abschrecken. Lieber möchte man also auch weiter mit seinen Inhalten punkten.