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Amazon Fire TV ab sofort mit eigener App für TikTok

Die Kurzvideo-Plattform TikTok steht als App ab sofort auch für die Amazon Fire TV bereit. Damit erweitert man seine Reichweite erneut.

TikTok ist insbesondere bei Jugendlichen beliebt. Auf der Plattform sind Kurzvideos zu finden. Mittlerweile tummeln sich dort neben Influencern auch viele Prominente und sogar Politiker und Unternehmen. Es ist gar nicht so lange her, da erreichte TikTok als native App die Smart-TVs von Samsung. Auch für Android TV bzw. Google TV gibt es bereits eine entsprechende Anwendung. Jetzt kommen aber eben auch die beliebten Amazon Fire TV an die Reihe.

So dürfte man über die preisgünstigen Fire TV sicherlich noch einen größeren Kreis von Nutzern erreichen. TikTok ist eigentlich an mobilen Endgeräten groß geworden. Offenbar gibt es aber auch einen wachsenden Kreis von Nutzern, welche die Kurzvideos einmal am Fernseher genießen möchten. So steht TikTok nun neben Deutschland auch in Großbritannien und Frankreich für die Amazon Fire TV stramm.

Die App sei laut den Entwicklern speziell angepasst worden. Sie ermöglicht den Zugriff auf den „For You“-Feed sowie den Feed für „Following“. Somit werden viele populäre Videos und Trends abgebildet. Von Comedy über Essen bis hin zu Tieren gibt es unterschiedliche Inhalte. Auch besteht in der TV-App der Zugriff auf den personalisierten Bereich „Discover“ (zunächst noch nicht über die Fire TV). Ob man von den Clips bei TikTok begeistert sein wird, ist sicherlich auch eine Frage des Alters – wir scheinen da raus zu sein.

TikTok erweitert seine Reichweite

Kurzvideos am Fernseher, das klingt erst eher zum Abwinken. Doch würde es da keine Zielgruppe geben, dann wäre TikTok da sicherlich nicht so engagiert, um die Apps auf mehr und mehr Geräte zu schieben. Solltet ihr Interesse an TikTik auf den Fire TV haben, dann findet ihr die App ab sofort im Amazon Appstore.

Samsung Sportsworld Mobile: Neue Second-Screen-Erfahrung für QLED-Besitzer

Samsung veröffentlicht für mobile Endgeräte seine neue App Sportsworld Mobile. In Kombination mit Smart TVs des Unternehmens ermöglicht sie eine Second-Screen-Erfahrung.

So hat Samsung die neue App Sportworld Mobile mit Multi-Stream Funktion ausgestattet. Dadurch kann die Wiedergabe eines Sportereignisses am TV mit dem Smartphone synchronisiert werden. Doch schon bis zu sieben Tage vor Beginn des eigentlichen Events zeigt die App Informationen zu bevorstehenden Sport-Highlights ab. Etwa wird dargestellt, wann ein Event startet, welche Anbieter es übertragen und mehr. Wer möchte, kann auch nach bestimmten Sportarten filtern.

Sobald das Sportereignis beginnt, bietet Sportworld Mobile Live-Optionen an. So lassen sich laut Samsung parallel zum Geschehen die Aufstellungen der Mannschaften prüfen oder Live-Analysen verfolgen. Über die kostenlose Multi-Stream-Funktion, bietet sich Nutzern die Möglichkeit, ihren Samsung-Smart-TV mit der App zu synchronisieren. Dann lassen sich etwa am mobilen Endgerät andere Kameraperspektiven anzeigen als am Fernseher, um noch mehr Überblick zu erhalten. Über die Rubrik „Events“ lassen sich die Szenen sogar noch einmal erleben, auch wenn der Wettkampf über den TV-Bildschirm aktiv noch läuft.

Die Synchronisation zwischen App und TV erfolgt per Audio.
Die Synchronisation zwischen App und TV erfolgt per Audio.

Interessierte Nutzer können sich die kostenlose Anwendung aus dem App Store / via Google Play herunterladen. Als nächsten Schritt öffnen sie die App Sportworld TV auf dem Samsung-TV. Dort scannen sie den QR-Code mit einem kompatiblem Smartphone. Sobald der Zugang freigeschaltet ist, können sie die Lautstärke ihres TVs aufdrehen, um so das Smartphone über die Tonspur mit dem Samsung-TV zu verbinden. Über den rund fünfsekündigen Abgleich des Audiosignals wird schließlich die Synchronisation zwischen Smartphone und TV sichergestellt.

Samsung Sportsworld App: Inhalte sind noch etwas ausgesuchter

Zum Start der App sind zunächst ausgewählte Sport-Übertragungen des Senders Sportdigital Fußball für den Multi-Stream verfügbar. So können Nutzer rund 40 Fußballspiele Concacaf Gold Cup und der koreanischen K-League und weitere Sportinhalte auf eine vielfältige Weise erleben. Wichtige Ergänzung: Die Sportsworld App und ihre Inhalte und Funktionen stehen nur ab Smart-TVs von Samsung aus den Modelljahren 2018, 2019 2020 und 2021 zur Verfügung.

Sony will Herstellungskosten für Fernsehgeräte um bis zu 70 % drücken

Sony ist in Sachen TVs zwar durchaus für Qualität, nicht aber für günstige Preise bekannt. Das will man offenbar ändern, denn mit der Hilfe von Robotern in der Fertigung will man die Herstellungskosten von Fernsehgeräten um bis zu 70 % senken.

Laut Kimio Maki, der die Consumer-Sparten von Sony auf Vordermann bringen soll, wolle man verstärkt Roboter in der Fertigung einsetzen und so die Kosten senken. Das werde sich dann auch in den Verkaufspreisen widerspiegeln. Betroffen sollen davon neben Fernsehgeräten auch Smartphones und Kameras sein. So liefert Sony etwa Jahr für Jahr attraktive TVs der Oberklasse, preislich liegen die hauseigenen Fernseher aber in der Regel bei vergleichbaren Spezifikationen über Konkurrenzprodukten von etwa LG und Samsung.

Laut Maki sei die Automatisierung allein natürlich noch kein Weg in die Zukunft, man müsse auch die Abteilungen enger vernetzen und die Digitalisierung vorantreiben. In Malaysia etwa wolle man durch die kommenden Maßnahmen die Herstellungskosten um rund 70 % senken. Das wolle man für das Jahr 2023 erreichen – vergleicht da allerdings mit den Herstellungskosten aus dem Jahr 2018. Inwiefern durch die zunehmende Automatisierung dann Arbeitsplätze gestrichen werden, ließ Sony noch offen.

Der Sony Bravia XR X85J ist bald verfügbar.
Der Sony Bravia XR X85J ist im Handel verfügbar.

Vorteile seien laut Maki auch darin zu sehen, dass man das Potenzial habe durch fortgeschrittene Techniken auch die Fehlerquoten zu senken und die Ausbeute zu verbessern. Auch das senke für Sony die Kosten und man habe die Chance Preisvorteile an die Kunden weiterzugeben. So muss Sonys TV-Sparte seit Jahren Verluste hinnehmen. Man möchte den Fokus auf weniger aber hochwertigere Produkte verlagern.

Sony will auch durch Produkte für Geschäftskunden ein Wachstum erreichen

Sony will aber nicht nur seine Bestrebungen im Markt für Privatkunden ausbauen. Mit seinen Crystal LED, womit bei Sony die Micro LED gemeint sind, will man ebenfalls abräumen. Auch in Sachen Infotainment-Systeme für Fahrzeuge will man verstärkt vertreten sein. Das sei aber ein langfristiges Projekt. Am erfolgreichsten ist für Sony dabei aktuell die PlayStation-Sparte, welche das Unternehmen schon oft über Wasser gehalten hat. In vielen anderen Bereichen kriselt es hingegen, denn weder TVs noch Smartphones von Sony sind aktuell große Erfolge.

Amazon Prime Video: Werbung mitten in Filmen sei „ein Versehen“ gewesen

Amazon hat sich zur Werbung mitten in der Filmwiedergabe bei Prime Video geäußert. Laut Unternehmen habe es sich um einen Fehler gehandelt.

Auch wir hatten darüber berichtet: Einige Nutzer waren verärgert, weil sie an ihren Amazon Fire TV und Fire-Tablets sowie an Android-Geräten beim Ansehen von Filmen via Prime Video plötzlich auch Werbung mittendrin zu sehen bekamen. So zeigt Amazon da üblicherweise beim Start bereits Eigenwerbung für andere Inhalte im Streaming-Angebot. Dass dies aber nun auch während der Wiedergabe, etwa beim Vor- und Zurückspulen geschah, war überraschend. Den Anwendern stieß dies sauer auf.

Laut Amazon selbst habe es sich aber um ein Versehen bzw. einen Fehler gehandelt. Das Unternehmen teilt mit, dass man die Panne rückgängig gemacht habe. Ab sofort solle es keine Werbung mehr bei der Wiedergabe geben. Konkret äußerte ein Sprecher des Unternehmens: „In Einzelfällen wurden in den letzten Tagen unbeabsichtigt auch Trailer während der Wiedergabe von Filmen abgespielt.“ Mittlerweile habe man das jedoch korrigiert.

Aufgetreten war das Problem ca. eine Woche lang. Einige Anwender wollen diesen Fehler auch bei Serien bemerkt haben. Generell ist Amazon da etwas offensiver als etwa Apple TV+, Disney+ oder Netflix. So erscheint bei Amazon Prime Video nach dem Start der App in er Regel zunächst ein Werbeclip für Prime-exklusive Filme / Serien. Auch nach dem Beginn der Wiedergabe eines Films oder einer Serie ist jenes der Fall. Zwar kann man jene Trailer überspringen, viele Zuschauer nervt es dennoch dezent.

Amazon Prime Video: Experimente mit Werbung?

Dafür ist Amazon Prime Video im Vergleich mit anderen Streaming-Angeboten deutlich günstiger, insbesondere wenn man bedenkt, dass im selben Abonnement auch kostenloser Versand bei Amazon.de, eine Gratis-Kreditkarte, Twitch Prime und mehr enthalten ist. Doch auch wenn Amazon die Werbeclips während der Wiedergabe nun als Versehen abstempelt, ist die Frage, ob es sich nicht vielmehr um ein kleines Experiment gehandelt haben könnte, das man aufgrund der negativen Reaktionen nun abbrach.

Disney+: 60 Millionen $US Einnahmen mit „Black Widow“ nach einer Woche

Der Start von Marvels „Black Widow“ ist vor allem ein Erfolg für den VIP-Zugang von Disney+. Der Film generiert über den digitalen Verkauf über 60 Millionen US-Dollar in der ersten Woche.

Wer zahlt denn bitte 22 Euro/US-Dollar um sich einen neuen Blockbuster Film in den eigenen vier Wänden, anstatt im Kino ansehen zu können? Laut der neusten Pressemitteilung von Disney über 2.7 Millionen Nutzer weltweit. Der Filmstart von „Black Widow“ hat große Wellen geschlagen, nachdem Disney das exklusive Kinofenster komplett terminiert hatte. Kinos zahlen im Voraus, um neue Filme zeigen zu können und nutzen den exklusiven Vorlauf (vor der digitalen und physischen Verwertung auf Disc) um die Investitionen wieder einzufahren und Gewinne zu erwirtschaften. Im Fall von Black Widow funktioniert das noch ganz passabel, jedoch zeichnet sich ein deutlicher „lieber Zuhause statt Kino“-Trend ab.

60 Millionen Dollar über Disney+ VIP-Zugang

22 Euro kostet der Heimkino-Zugang für "Black Widow" auf Disney+
22 Euro kostet der Heimkino-Zugang für „Black Widow“ auf Disney+

„Black Widow“ ist einer der ersten großen Blockbuster, die nach (bzw. während) der Corona-Panemie in den Kinos startet – jedoch ohne exklusives Kinofenster. Nach der deutschen Kinopremiere am 8. Juli 2021 war der Film bereits einen Tag später über den VIP-Zugang von Disney+ abrufbar. Eine große deutsche Kinokette ging deshalb sogar auf die Barrikaden. Im Gesamtergebnis (erste Woche) hatte der Film 215 Millionen $US weltweit eingespielt, 80 Mio. in den US-Kinos, 78 Mio. in den restlichen Ländern und wie angemerkt 60 Mio. $US allein über den Disney+ VIP-Zugang. Also mehr als jeder vierte Dollar kommt bereits aus Disneys direkter „Heimkino-Verwertung“.

Folgen andere Filmstudios Disneys Beispiel?

Womöglich kann man diesen kombinierten Kino-/Heimkino-Start auch als großen Testballon für die Walt Disney Company ansehen, mit einer womöglich verheerenden Signalwirkung. Den fast alle großen Filmstudios haben bereits einen eigenen Streamingdienst oder planen diesen an den Start zu bringen bzw. diese auszubauen. Da hätten wir „Peacock“ von NBCUniversal, wobei noch ein weiterer Service unter der Marke „Universal“ geplant ist, HBO Max von Warner Bros. oder Paramount+ vom gleichnamigen Filmstudio.

Kinoflair zieht nicht mehr

Selbst Kino-Neuerungen wie die Samsung Onyx LED-Kinoleinwand dürften es schwer haben, Kunden auf Dauer für das Kino zu begeistern
Selbst Kino-Neuerungen wie die Samsung Onyx LED-Kinoleinwand dürften es schwer haben, Kunden auf Dauer für das Kino zu begeistern

Sollten alle Wind davon bekommen, dass man die Filme auch hervorragend direkt vermarkten und so noch mehr Gewinne generieren lassen, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Kinos bei den Majors nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Die Kinobetreiber hingegen sind absolut abhängig von den Filmstudios und haben auch keine Möglichkeit auf eine andere Weise groß Umsätze zu generieren (berichtigt mich gerne, wenn ich da falsch liege). Die Entwicklung dürften Kinofans mit Sorge beobachten, anderen wiederum dürfte es ziemlich egal sein. Die Frage, die sich viele in Zukunft stellen werden: Wieso ins Kino gehen, wenn man den Film bequem Zuhause, für überschaubares Geld (Snacks sind Zuhause weitaus billiger), in meist besserer audiovisueller Qualität (je nach Ausstattung), so oft ansehen kann wie man möchte? „Kinoflair“ als Antwort wird da nur die wenigsten überzeugen können – leider

Vielen Dank für Lordberti für den Hinweis!

Deutscher Kinobetreiber verärgert über „Black Widow“-Start auf Disney+

Disney terminiert das exklusive Kinofenster und veröffentlicht Marvels „Black Widow“ auf Disney+ – parallel zum Kinostart. Ein großer deutscher Kinobetreiber boykottiert jetzt den Film!

Vor ein paar Jahren hätte man es sich nicht vorstellen können, dass ein Hollywood-Studio für einen Blockbuster-Film kein exklusives Kinofenster einräumt. Normalerweise bekommen die Lichtspielhäuser einen zeitlichen „Vorsprung“, bevor der Titel dann in die Zweitverwertung via Digital, Disc und TV geht. Disney reduziert dieses Zeitfenster in Deutschland auf einen Tag, was vielen Kinoketten sauer aufstößt  (Kinostart 8. Juli / verfügbar auf Disney+ seit 9. Juli). Die Kinopolis-Gruppe geht sogar so weit, dass die den Filmstart von „Black Widow“ boykottiert.

Kinogruppe boykottiert Black Widow

Dolby Atmos gibt es mittlerweile deutschlandweit in 200 Kinosälen.
In einem Dolby Cinema, wie sie auch die Kinopolis-Gruppe betreibt, erstrahlen Blockbuster-Filme in bester Qualität!

Zur Kinopolis-Gruppe gehören 16 Standorte mit rund 140 Leinwänden. Das Unternehmen versucht auf der Höhe der Zeit zu bleiben, um den Zuschauern auch weiterhin einen Mehrwert gegenüber dem Home-Entertainment zu bieten. So gehörte der „Traumpalast“ in Esslingen zu den ersten Kinos in Deutschland, die einen Samsung Cinema LED-Screen installiert haben. Ebenso wohnten wir der Premiere des Dolby Cinemas im Mathäser Filmpalast in München bei. Zuschauer können somit auch im Kino Filme in bester 4K Qualität mit Dolby Atmos 3D Sound und ggf. Dolby Vision erleben.

Parallel-Start auf Disney+ via VIP-Zugang

22 Euro kostet der Heimkino-Zugang für "Black Widow" auf Disney+
22 Euro kostet der Heimkino-Zugang für „Black Widow“ auf Disney+

 

Kinobesucher werden in den Kinopolis-Standorten jedoch nicht in den Genuss kommen, Marvels „Black Widow“ auf den fortschrittlichen Display- & Projektionssystem ansehen zu können. Der Grund für den Boykott liegt laut Kinopolis darin, dass sich „die Konditionen und Einsatzbedingungen für einige Filme in erheblichem Umfang und einseitig zulasten der Kinos verändert.“ haben. Als Beispiel nannte man den parallelen Start von „Black Widow“ auf Disney+ über den VIP-Zugang. Dieser ermöglicht dem Nutzer die Wiedergabe des Film über den Streamingdienst über eine einmalige Zusatzzahlung von 21.99 Euro.

Das exklusive Kinofenster betrug vor der Pandemie um die 60 Tage (2 Monate) zum Teil sogar länger. Doch Disney, Universal und Co. sahen sich durch die Pandemie gezwungen zu experimentieren. So gab Disney eigentlich erst vor einigen Tagen an, das exklusive Kinofenster auf 45 Tage reduzieren zu wollen – und nicht auf 1 Tag. Universal brachte die Fortsetzung zu Trolls, Trolls 2: World Tour, gar nicht erst in die Kinos, sondern setzt z.B. auf eine rein digitale Verwertung – mit Erfolg für das Hollywood-Studio.

Profit statt Kino-Romantik

Auf einem offiziellen Black Widow Poster wird auf den VIP-Start auf Disney+ hingewiesen
Auf einem offiziellen Black Widow Poster wird auf den VIP-Start auf Disney+ hingewiesen

Dem Streaming gehört die Zukunft, keine Frage, doch die Filmstudios scheinen vergessen zu haben, wer sie so groß gemacht hat. Milliarden-Erfolge wie mit den Avengers-Filmen wären nur über die Streaming-Plattformen sicherlich nicht möglich gewesen. Und selbst wenn die audiovisuelle Ausstattung mancher Kinos mittlerweile den Möglichkeiten privater TV-Haushalte hinterherhinkt, wollen viele Nutzer nicht auf das „Kinofeeling“ verzichten. Es zeigt sich an diesem Beispiel erneut sehr gut, dass der Profit bei Unternehmen wie Disney leider an erster Stelle steht.

Was haltet ihr von der ganzen Situation? Eine ganz normale Entwicklung – Alt wird gegen Neu ausgetauscht – oder sollte man das Kino wieder mehr wertschätzen?

Preissteigerung für LCD-TV-Panels kommt ins Stocken

Die steigenden Preise für LCD-TV-Panels verlieren allmählich an Fahrt. Bereits seit über einem Jahr steigen die Anschaffungspreise für LCD-TV-Panels, zur Freude der Industrie – zum Leid der Kunden.

Mag man den Analysen und derzeitigen Entwicklungen am TV-Markt Glauben schenken, dann wären die nächsten Monate nicht unbedingt der ideale Zeitraum, um sich einen neuen TV zu kaufen. Erst kürzlich gaben Analysten zu bedenken, dass die Knappheit bei der Chip-Produktion das gesamte TV-Segment inkl. OLED und QLED Fernseher beeinträchtigen könnte. Und laut einem Bericht der koreanischen Webseite Thelec sollen sich die Preise für LCD-TV-Panels auf einem sehr hohen Niveau befinden. Aber zumindest scheinen die Anschaffungskosten ihren derzeitigen Peak erreicht zu haben.

Preisexplosion am LCD-TV-Markt

Die Preise für LCD-TV-Panels waren bis Anfang 2020 jahrelang rückläufig, da der Markt von chinesischen Herstellern mit kostengünstigen Panel-Lösungen überschwemmt wurde. Südkoreanische Panel-Hersteller wie Samsung Display oder LG Display kündigten daraufhin an sich aus der Produktion von LCD-Panels zurückziehen zu wollen. Beide Unternehmen wollten sich zukünftig nur noch auf High-End-Lösungen wie QLED, Neo QLED, Micro-LED oder OLED konzentrieren. Mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie im letzten Jahr und der dadurch verursachten Unterbrechung der Lieferketten stieg jedoch der Preis für LCD-TV-Panels stetig an, da die Nachfrage für TV-Geräte explodierte. Jetzt scheint die Preis-Rally jedoch ein Ende zu nehmen.

LG und Samsung produzieren weiter

Anlagen wie Samsung Suzhou LCD-Produktion sollten eigentlich bereits längst verkauft sein
Anlagen wie Samsung Suzhou LCD-Produktion sollten eigentlich bereits längst verkauft sein

Ursprünglich wollten Samsung und LG ihre Produktionsanlagen für LCD-Displays bereits 2020/21 stilllegen. Eine Kombination aus steigender Nachfrage plus Erhöhung der Panel-Preise machte die Produktion jedoch wieder profitabel. Samsung wollte z.B. im März 2021 seine LCD-TV-Produktion einstellen, verlängerte jedoch im Januar 2020 auf unbestimmte Zeit. Kurz nach dieser Ankündigung gab auch LG Display an, die LCD-Produktion fortführen zu wollen. Denn neben der Aussicht auf Gewinne lieferte diese besondere Situation auch die Möglichkeit Marktanteile auszubauen. Denn wenn die Konkurrenz im LCD-Segment nicht liefern kann, dann sehen sich die Kunden ggf. nach einem anderen Hersteller um.

Preissteigerungen von bis zu 70 Prozent

Große TV-Schnäppchen könnten in diesem Jahr ausfallen.
Große TV-Schnäppchen könnten in diesem Jahr ausfallen.

Trotz des sich verlangsamenden Preiswachstums im letzten Monat, bleibt der Markt für LCD-TV-Displays weiterhin sehr profitabel, wie die Seite WitsView zeigt. Der Preis für ein 75-Zoll-LCD-TV-Panel erreichte Anfang Juli 407 US-Dollar, 0,2% mehr als im Vormonat. Und die Preise für 65-Zoll-Panels stiegen im gleichen Zeitraum um 0,3% auf 297 US-Dollar. Die Preise für LCD-Panels sind damit noch immer viel höher als vor einem Jahr. Im Juli 2020 kostete ein 75-Zoll-Display im Durchschnitt nur 318 US-Dollar, während 65-Zoll-Display um die 174 US-Dollar kosteten. Die Preise sind je nach Zollgröße um 35 bis 70 Prozent gestiegen!

Normalisierung im 2. Halbjahr 21?

Es gibt einige Analysten die sagen, dass sich die Situation im zweiten Halbjahr entschärfen wird. Die Nachfrage in Nordamerika, Europa und anderen Märkten soll langsam zurückgehen und die Produktion der chinesischen Hersteller soll wieder den Großteil des Markts bedienen können. Das wäre aus Sicht der Kunden natürlich wünschenswert!

JustWatch ist nun an Fernsehern von Samsung verfügbar

Der Dienst JustWatch steht nun direkt auf TVs von Samsung zur Verfügung. Die App erleichtert die Suche nach Inhalten bei verschiedenen Streaming-Anbietern.

So erlaubt es euch JustWatch, quasi in einer zentralen Oberfläche nach Filmen oder Serien zu suchen. Die Ergebnisse zeigen euch dann auf, wo ihr die jeweiligen Inhalte kaufen oder ausleihen könnt. Man berücksichtigt zugleich auch Streaming-Anbieter wie Amazon Prime Video, Apple TV+ oder auch Netflix. Selbst das Kinoprogramm und der Pay-TV-Anbieter Sky sind integriert. Kann also hilfreich sein, wenn ihr einen bestimmten Film ansehen möchtet, aber keine Ahnung habt, welcher Anbieter ihn aktuell im Programm hat. So spart ihr euch eigenes Recherchieren.

Grundsätzlich ist JustWatch kostenlos, auch ein Abonnement mit mehr Funktionen bietet man aber mittlerweile für 2,49 Euro im Monat an. Wer diese Gebühr zückt, wird zum Pro-Nutzer und kann die Plattform werbefrei nutzen. Außerdem ist es dann möglich, bereits gesehene oder für einen uninteressante Titel auszublenden. Ebenfalls können Pro-Nutzer bei JustWatch auch nach der Laufzeit eines Titels, dem Produktionsland und der IMDb-Bewertung filtern. Auch sollen Pro-Nutzer in Zukunft die Chance haben mehrere Watchlists zu verwalten, ihre IMDb-Watchlists zu importieren und Inhalte nach Tonspuren und vorhandenen Untertiteln zu filtern.

Just Watch kann auch auf beliebte Titel hinweisen
Just Watch kann auch auf beliebte Titel hinweisen

Nutzt ihr einen Fernseher von Samsung, dann solltet ihr jedenfalls bereits die Möglichkeit haben die App für JustWatch zu verwenden. Ihr könnt sie direkt am Fernseher herunterladen und installieren.

JustWatch will für mehr Übersicht sorgen

Der Streaming-Markt fragmentiert sich, denn immer mehr Anbieter und auch Filmstudios buhlen mit eigenen Portalen um eure Gunst. Da sind Dienste wie JustWatch oder auch WerStreamt.es natürlich eine Hilfe, um sich im Dickicht zurechtzufinden. JustWatch könnt ihr natürlich auch im Web sowie an den Apple TV 4K, Amazon Fire TV und unter Android TV verwenden – viel Spaß!

Streaming: Das Schwarze Loch, in dem Indie-Filme verschwinden

Streaming-Anbieter ziehen Zuschauer schnell in eine bestimmte Blase. Das bemängelt nun die Vorsitzende der European Film Academy, Agnieszka Holland.

Holland erklärt, dass Streaming-Anbieter grundsätzlich Chancen für Filmemacher böten. Allerdings habe die Pandemie große Anbieter wie Amazon Prime Video, Disney+ und Netflix noch mächtiger gemacht. Es sei durch die Corona-Krise eine gewisse Abkehr vom Kino zu bemerken. Gerade das Kino sei aber für die gemeinsame Filmerfahrung wichtig. Auch spiele es insbesondere für kleinere, persönlichere Indie-Filme eine wichtige Rolle. Gerade solche Titel würden bei den Streaming-Anbietern eher untergehen.

So würden die Algorithmen eine gewisse Gleichförmigkeit begünstigen. Tatsächlich gerät man da ja schnell in eine Blase, denn es sind eben keine kuratierten Empfehlungen, sondern Vorschläge, die sich nur an dem orientieren, was man bereits angesehen hat. Dadurch erblickt man rasch nur Tipps, die den eigenen Geschmack verfestigen. Das erschwere es ungewöhnlichen und sehr kreativen Filmemachern, ein Publikum zu erreichen.

Einwenden könnte man, dass jeder selbst entscheiden muss, wie er seinen Horizont erweitert. Und so wollte denn auch der Produzent Martin Moszkowicz von Constantin Film eine andere Sichtweise ins Spiel bringen. Laut ihm würden auch bei den Streaming-Anbietern Filmliebhaber arbeiten. Sie seien also kein Feind des Kinos. Vielmehr habe das Corona-Videos dem Kino geschadet, nicht die Streaming-Anbieter.

Entwicklung führt vom Kino ins Heimkino

Eine Entwicklung weg vom traditionellen Kino und hin zum Heimkino als erster Anlaufstelle für Filme gibt es allerdings schon seit Jahren. Sie wurde nicht nur durch Streaming-Anbieter, sondern auch durch die technische Entwicklung begünstigt. Heute sind Fernsehgeräte mit 65 Zoll Diagonale in den Wohnzimmern nichts Ungewöhnliches mehr. So sind die Preise für TVs gesunken, während sich die Qualität dank 4K und HDR stark verbessert hat und zumindest visuell in der Regel die Kinosäle überflügelt.

Das führt im Gesamtbild dazu, dass die Rolle des Kinos abbaut. Doch solche Wandel sind nicht aufzuhalten, wie etwa auch das Sterben der Videotheken gezeigt hat.

Analysten warnen: Chip-Knappheit könnte OLED-TV-Markt hart treffen

Das Angebot an OLED-Fernseher könnte in den nächsten Monaten knapp werden. Analysten warnen, dass die anhaltende Knappheit von Mikrochips sich auf das Premium-TV-Segment auswirken könnte.

Spielekonsolen (PlayStation 5, Xbox Series X|S), Automobile, Grafikkarten und viele weitere Konsumgüter leiden unter den derzeitigen Chipmangel. Die Halbleiterindustrie schafft es einfach nicht, alle Kunden zu bedienen. Der CEO von TSMC aus Taiwan, einer der größten Hersteller für Chipsätze, meldete erst kürzlich, dass sich die hohe Nachfrage vielleicht erst 2022 im vollen Umfang bedient werden kann. Als neuer Leidtragender könnte die TV-Branche hervorgehen, besonders die beliebten OLED-Fernseher, die sich im High-End-Segment hervorragend verkaufen.

Covid-19 verursacht Chip-Knappheit

Es ist kein Geheimnis, das sich die COVID-19-Pandemie auf die Lieferketten der globalen Weltwirtschaft ausgewirkt hat. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Konsumgütern rasant, da viele Menschen versuchten, sich in den eigenen vier Wänden bestmöglich zu unterhalten. Bis die Nachfrage abklingt, bzw. die aufgelaufenen Bestellungen abgearbeitet werden können, wird noch einige Zeit vergehen. Die Autoindustrie arbeitet bereits seit Monaten mit Hochdruck daran, eine Lösung für das Chip-Problem zu finden, um teils stillgelegte Werke wieder zum Laufen zu bringen.

OLED und QLED TVs sind gleichermaßen betroffen

Für die High-End-Modellreihen der NEO QLED TVs gibt es eine professionelle Bildkalibrierung ab Werk!
Neben den OLED TVs werden auch Samsung NEO QLED und QLED Fernseher von der Chip-Knappheit betroffen sein

Laut eines neuen Berichts der Financial Times, werden die Halbleiter-Hersteller vor allem die umsatzstarken und essenziellen Industrien zuerst mit Chipsätzen versorgen. Die OLED-Sparte von LG Electronics, Sony, Philips, Panasonic und Co. könnte hier extrem hart getroffen werden. Auch Samsung Electronics warnte bereits im Mai 2021, dass die TV-Industrie als ganzes hart getroffen werden könnte. Der Vorteil bei Samsung, das Unternehmen gehört neben TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Co.) zu den weltgrößten Chip-Herstellern und könnte seine Kontingente ggf. auf die eigenen Sparten umlenken. Sollte Samsung jedoch mit dem Verkauf an Dritte mehr Geld verdienen, würde sicherlich auch das TV-Segment inkl. der QLED und NEO QLED Fernseher darunter leiden.

Analyst CW Chung vom südkoreanischen Marktforschungsunternehmen Nomura: „…die einzig logische Schlussfolgerung sei, dass Chips für OLED-Displays, einschließlich Fernseher und Smartphones, im Vergleich zu denen, die in größeren Mengen zu höheren Preisen verkauft werden, eine geringere Priorität erhalten, wie Auto- und Serverchips.“

Geringer Verfügbarkeit = keine Schnäppchen

Bedeutet, lieber jetzt sich mit einem TV-Gerät, Monitor oder Smartphone eindecken, anstatt im Herbst/Winter 2021 leer ausgehen. Sollte die Verfügbarkeit der Entertainment-Produkte wirklich begrenzt sein, werden Händler auch sicherlich keine Notwendigkeit darin sehen, die Produkte preisaggressiv am Markt zu platzieren. Zudem werden Hersteller vorhandene Chipsätze nur in hochpreisige Modelle verbauen, die eine hohe Marge bieten. So ist auch das Einstiegs- und Mittelpreis-Segment in diesem Weihnachtsgeschäft gefährdet. Man darf auf die Entwicklung in den nächsten Monaten gespannt sein!