Microsoft hat gestern Abend im Rahmen seines Xbox Games Showcase neues Material zu Titeln für die Xbox Series X präsentiert. Next-Generation-Feeling kam aber nur stellenweise auf.
Am Anfang der Präsentation spielte man mit der Nostalgie der Gamer: „Halo Infinite“ zeigte den Master Chief auf einem Planeten, wie er sich in einen Warthog schwingt und Aliens so plattmachte, als wäre seit dem ersten „Halo“ keine Minute vergangen. Das Spiel läuft ganz offensichtlich mit 60 fps und solle laut Microsoft und den Entwicklern 343 nun für die nächsten Jahre das zentrale Tor in die Welt von „Halo“ sein.
„Halo Infinite“ wird ab dem Erscheinungstag im Xbox Game Pass zur Verfügung stehen. Der Titel erscheint nicht nur für die Xbox Series X, sondern auch für die Xbox One. Technisch machte das Spiel eine sehr gute Figur, auch wenn man teilweise Pop-In erkennen konnte und die Lippensynchronisation noch optimiert werden könnte. Das deutet aber immerhin darauf hin, dass Microsoft hier nicht gemogelt hat, sondern echtes Gameplay zeigte.
Die Entwickler von 343 haben erklärt, dass man auch den Multiplayer-Modus in naher Zukunft zeigen werde. Das Spiel soll im Übrigen schon in der Kampagne ca. doppelt so groß sein, wie die letzten beiden „Halo“-Titel des Unternehmens kombiniert.
„State of Decay 3“ wurde zwar vorgestellt, aber ohne Gameplay. Das Spiel soll offenbar nicht mehr für die Xbox One erscheinen, denn man erwähnte nur die Xbox Series X und den PC. Das dürfte auch heißen, dass die Entwicklung noch nicht sehr fortgeschritten ist.
Selbiges gilt auch für das nächste „Forza Motorsport“, denn der In-Engine-Trailer wirkt zwar eindrucksvoll, kann aber noch nicht andeuten, wie das fertige Spiel aussehen soll.
„Everwild“ punktet vor allem mit seinem Art Design und erinnert an Serien wie „Avatar: Die Legende von Aang“ und „Die Legende von Korra“. Das könnte schon Spaß machen. Double Fine kam ebenfalls in den Stream und zeigte erneut Material aus „Psychonauts 2“.
Microsoft nutzt die neue Konsolengeneration noch nicht aus
Als nächstes Spiel wurde „Tell Me Why“ präsentiert, das noch klar in der letzten Konsolengeneration verwurzelt ist und auch als „Life Is Strange 3“ durchgehen könnte. Kein Wunder, denn die Entwickler sind die selben: DontNod.
Schon am 27. August 2020 soll die erste Episode des Adventures erscheinen.
Auch interessant: Microsoft spendiert „Ori and the Will of the Wisps“ für die Xbox Series X eine neue Version. Mal sehen, was dieser Titel da an Mehrwerten bieten wird.
„The Outer Worlds: Peril on Gorgon“ von Obsidian Entertainment ist wiederum eine Erweiterung des Hauptspiels. Da fängt man viel B-Movie-Flair ein.
„Grounded“ stammt auch von Obsidian, legt den Fokus aber auf Multiplayer-Action. Das sieht grafisch durchaus nett aus und das Art Design passt ebenfalls.
„Avowed“ wird das nächste Triple-A-Rollenspiel von Obsidian, doch der kurze Trailer verrät zwischen den Zeilen schon, dass die Entwicklung offenbar erst ganz am Anfang steht und noch viele Jahre benötigen wird.
Auch für „Stalker 2“ dürfte dies gelten, denn auch hier zeigt der Trailer noch kein Gameplay. Das muss man am Ende leider auch über „Warhammer 40.000 Darktide“ sagen, das uns nur Cutscenes präsentiert.
Außerdem kommt „Tetris Effect Connected“ für die Xbox One und Xbox Series X, der theatralische Trailer wirkt aber eher abschreckend.
„The Medium“ erinnert an „Silent Hill“ und bietet einen spannenden Kniff beim Gameplay, das zwischen den Welten pendeln soll.
Ein Highlight folgte ganz zum Schluss, denn Microsoft kündigte ein neues „Fable“ an. Die Entwicklung übernimmt Playground Games, die bisher nur für „Forza Horizon“ verantwortlich gewesen sind. Technisch hat das Studio einiges auf dem Kasten, aber passt ein Action-RPG zu ihnen? Das muss uns nun die Zeit zeigen.
Nichts zu sehen gab es übrigens von der aus den Gerüchten bekannten Xbox Series S. Auch Preis und Erscheinungsdatum der Xbox Series X bleiben unter Verschluss. Unten findet ihr dafür noch weitere, neue Trailer aus der Präsentation!